1898 Dienstag dm 29. März Nr. 74 Meßmer Anzeiger Mutter, Mneral-Anzeiger Amts- unb Anzeigeblcrtt für den Aveis Giefzen. 3251 ien. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter die Alle Anzeigen-BermittlungSstellen bcS In- und Ausland«» nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger ^ntgegc*. La»«hme von Anzeigen zu der Nachmittags für den fölgeobcn Tag erscheinenden Nummer bis Sonn. 10 Uhr. UH ■66 » Uhr: rem. ibenis 8 Uhr, alltborstr. «edactiov, «pxdikton *nb 3X***i: Kchntstraße Nr. 1. Zweites Blatt. al-baid wieder der Kammer vorznlegen. Auch bei der Ent« bindnng-anstalt Mainz beantragt der Ausschuß Absetzung bis zur fiattgehabten Einsichtnahme. StaatSmtntfter Finger bittet um Beschleunigung der Bauforderung, da hier eine dringende Nothwendigkeit vorltege. DaS HauS lehnt den Ausschußantrag mit großer Majorität ab und bewilligt die RrgierungSforderung mit 194000 Mk. Für da- KreiSamtS« gebäude zu Worms werden 56180 Mk., für das kurfürft« ltche Schloß zu Mainz 75000 Mk. bewilligt. Bei der Forderung von 75000 Mk. für den Ausbau des DomeS zu WormS regt Abg. Haas.Offenbach den Ausbau der Stiftskirche zu Wimpfen an. Der Betrag wird bewilligt. Die folgenden Titel 1 bis 12 des CentralbauwefenS werden ohne Debatte genehmigt. Hierauf vertagt sich die Kammer bis zum Dienstag Vormittag 10 Uhr. Adrrssc für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. sind, ferner anhalten wird. Friede nach Außen und Friede | im Innern mögen uns für alle Zukunft bewahrt bleiben. (xx) mm«» 4 3234 | ' und Iran,» deiner. Der Betrag soll an diejenigen Kreise zur Vertheiluug gelangen, welche schadhafte Staatsstraßen haben. Es werden sodann bewilligt für die Regulirung des WieSbachS in den Gemarkungen Schimsheim und Wallertheim 5500 Mk., für Regulirung des Raunheimer und GinShetmer FluthgrabcuS 7875 Mk. Zu Capttel 140, Entwässerung des Rieds, beantragt d-r Ausschuß Uebertragung der in der Budgetperiode 1891/94 bereits bewilligten 220000 Mk. ins Budget für 1897/1900. — Landeskultur-Inspektor ClaaS erklärt, bei der Hochwaffergefahr von 1881/82 habe man die Ent- wäfferung des Riedes energisch gefordert. Nachdem aber eine Reihe von trockenen Jahren eiogetreteu sei, habe die Be- völkerung von dem Plane nicht- mehr wiffen wollen. Die Regierung treffe tu dieser Frage keine Schuld. Die Abgeordneten HaaS-Offenbach, Werner und Hetdenreich treten für die Forderung der Regierung auf Erhöhung des Betrages auf 400000 Mk. ein, während die Abgeordneten Möllinger und Hirfch sich für den Ausschußantrag aus- sprechen. Der Antrag des Ausschuffes wird schließlich au- genommen. ZuLapitel 141, Titel 1, werden Mr die Aufstellung eines Geueralculturplanes für den hohen BogelSberg 80000 Mk. gefordert. Der Ausschuß ist der Ansicht, daß die Herstellung eines sofort in Detail- aus- gearbeiteten Generalcultmplans nicht da- richtige fei und beantragt die Bewilligung von nur 10000 Mk. und Bildung einer Commission, bestehend an- Regierung-Vertretern, Ge- meinderaths-Mitgliedern und landwirthschastlich und cnltur- technischen Fachmäaneru zur Prüfung aller für den General- culturplau erforderlichen Fragen. — LandeScultur.JnsPector Claas gibt eine eingehende Schilderung über den von der Regierung ausgestellten Generalculturplau. Er stellt dabei in Aussicht, daß für eine gründliche und ergiebige Durch' führung der CulturaufbefferungimBogelSberg ca.3500000Mk. erforderlich seien. Ein gründliches Vorstudium zur Lösung dieser Aufgaben sei vöthig und daher seien die geforderten 30000 Mk. erforderlich. — Abg. Hetdenreich wünscht, daß bet der Bildung der Commission Männer gefunden werden möchten, welche daS Vertrauen der Bevölkerung hätten. — Der AuSschußantrag wird hierauf angenommen. Für Titel 2, Errichtung einer Wtesenbauschule, werden 15 000 Mk. gefordert. Der Ausschuß beantragt Streichung des geforderten Betrags. Abg. Heidenreich tritt für die RegterungSfordernng ein,- ebenso Abg. Bähr, der etue Wiesenbauschule für wichtiger hält, als die Ackerbauschulen. — Abg. Jöckel spricht sich ebenfalls für die Regterungsforderung aus. Der Ausschußantrag wird hierauf gegen 11 Stimmen abgelehnt und die geforderten 15000 Mk. genehmigt. Bet Capitel 142, Centralbauweseu, werden ohne Debatte genehmigt für den Großh. Hofstall zu Darmstadt 21000 Mk., für das KreiSamts Gebäude zu Heppenheim 8780 Mk., für Vergrößerungen des Landeshofpital» Hofheim 1 593000 Mk., für daS Arbeitshaus Dieburg 97 000 Mk., für daS Anatomiegebäude zu Gießen 21000 Mk., für den Botanischen Garten daselbst 16800 Mk., für Erweiterung der UniversitätS-Bibliothek daselbst 60500 Mk., für die Veteriuäranstalt daselbst ll lOOMk., für die neuen Kliniken zu Gießen 64000 Mk.. für das Gymnasium zu Gießen 8920 Mk., für das KretS- amtSgebäude zu Alsfeld 67000 Mk., für die Stadtktche zu Friedberg 50000 Mk., für Errichtung eines Büreaus beim KretSamr Büdingen 3000 Mk. Für die Herrichtung einer Dtenerwohnung beim KreiSawt Schotten hat die Regierung 14500 Mk. eingestellt. Der Ausschuß w'll nur 8000 Mk. bewilligen. Gegen die Regierungsforderung fprechen die Abgg. Weith und Bähr. Abg. Schönfeld beantragt, 10000 Mk. zu bewilligen. Der Ausschußantrag wird abgelehnt und der Antrag Schönfeld angenommen. Die Forderung von 33 500Mk. für das Regierungsgebäude zu Mainz wird abgesetzt und der Regierung anhetmgegeben, den früheren Plan des Anbaues Wien. 26. März. Die „Neue Freie Preffe" versichert, daß die Osterferien des Abgeordnetenhauses bis zum 20. April dauern. Während der Ferien werden die deutsch böhmischen Abgeordneten mit den Wählern in Fühlung treten, um zu der seitens der Schönerer Gruppe erfolgten Ankündigung der deutschen Gemetnwirthschaft Stellung zu nehmen. Loudon. 26. Mräz. Nach Meldungen aus Newyork und Washington ist dort die Hoffnung auf friedliche Lösung der spanisch-amertkantscheu Differenzen jetzt allge- mein geschwunden. Eine Intervention der Vereinigten Staaten in Cuba erscheint unvermeidlich. Den Ereigniffen der nächsten Woche wird mit größter Spannung entgegengesehen. car Blumenthal ier (Kudolph’8 Naohl), w- Zweites Parqaet Mk. 1,10. 10. Qallerie Mk. 0,40. OaalbuiverbliHint iW Aus den Verhandlungen der Zweite« Kammer der hessisch*» Stände. G. Darmstadt, 26. März 1898. Bor Eintritt in die Weiterberathung des Budget- faßt Ventsche» Aeich Berlin, 26. März. Der „Post" zufolge entspricht die Blättermeldnng, daß der Kaiser sich vor längerer Zett im Kronrathe für die Errichtung eines neuen Bauten- Ministerium- in Preußen ausgesprochen hat, nicht den thatsächlichen Vorgängen. Es schwebten nur Erörterungen über eine anderweitige Organisation der wafferwirthschaftltcheu Organisation. Beschlüsse sind tndeß bisher noch nach keiner Richtung hin gefaßt. Berlin, 26. März. In der Grünenthal'schen Untersuchung-fache find gestern nochmal- mehrere Beamten der Reichsdruckeret bet der Crimtnalabtheilung vernommen worden. Belastende» haben fie gegen Grünenthal nicht au-zusagen vermocht. Etue für ihn sehr günstige Aussage hat der Nachfolger Grünenthal- tm Amte, der Obnfactor K, gemacht, der die Erklärung abgab, e- erscheine auSgeschloffen, daß G. au- den Beständen der Reichsdruckeret auch nur einen Bogen Papier entwendet haben könnte. Ebenso hält es der Zeuge für unmöglich, daß Grünenthal selbst RetchSkaffenscheine angefertigt haben könne. Berlin, 26. März. Laut Bekanntgabe de- königlichen Polizeipräsidiums beziffern sich die bei Oderfactor Grünen- thal beschlagnahmten Werthe außer den auf dem Grabe gefundenen 44,000 Mk. auf etwa 125,000 Mk. Berlin. 27. März. Die Anstrengung der Klage der Stadtverordneten.Verfammlung wegen der Beanstandung de» BeschluffrS wegen Mederlegung eines Kranzes auf die Grabstätte der Märzgefallenen ist ferttggestrllt und wird dem OberverwaltungSgertcht Ende dieses MonatS zu- gehen. Marburg, 26. März. Die Königin Marghertte von Italien hat dem htefigen hesfischen Jägerbataillon Nr. 11 ihr lebensgroßes Bildntß zum Geschenk gemacht. Der italienische Gesandte in Berlin wird dasielbe dem Bataillon in nächster Woche überreichen. Kiel, 26. März. Die Reise deS Kaiser» auf dem Schnelldampfer „Kaiser Wilhelm der Große" gewinnt da- durch eine besondere Bedeutung, daß der Dampfer als Hilfskreuzer für die kaiserliche Marine, jedoch ohne Zuschuß de» Reiches, erbaut ist und tm Kriegsfälle eine überaus werth- volle Ergänzung der Reichsmarine darstellt. Der Dampfer ist mit besonderer Fundamentirung für 12 Schnellfeuer- geschütze ausgestattet. Bei der Reise des Kaisers handelt eS sich um eine Erprobung des Schiffe- auf seine Gesqwindig- feit, Gteuersähtgkett und andere Einzelheiten für Kriegs- zwecke. _ Kiel, 26. März; Der Oststurm hält noch an. Bei der Festung Frtedrtchsort strandete ein dänisches Segelschiff. Die Besatzung wurde von dem Rettungsboote „Laboe" gelandet. AervgspreiS viertcljührlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerloh«. Bei Postbezilg 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. erscheint tägtich mit Ausnahme deS Montag«. Die Gießener Mamilienßkttter werden dem Anzeiger Wöchentlich viermal beigelegt. Kammer zunächst Beschluß über die Verwendung der aus dem Staatsstraßenfond noch vorhandenen 17000 Mk. Zwei Kundgebungen des Kaisers. Der Dreibund, welcher zwischen Deutschland, Oesterreich und Italien geschloffen worden ist, soll ein Hort des Frieden- fein, er soll Europa vor den Schrecken de- Krieges bewahren mit allen seinen Zufällen und Folgen. Und als da- bewährteste Glied dieses Bundes, als der Überzeugteste Anhänger der FriedenStheorte darf unser Kaiser angesehen werden, welcher bei jeder Gelegenheit dieser seiner Gefinnung Au-druck gtebt und schon mehrfach beruhigend auf die Ge» müther eiugewirkt hat. Die Welt steht augenblicklich im Zeichen einer CrifiS. Im Osten find dränende Wolken ent- standen, welche zu einem Gewitter sich herauSzubtlden ge- eignet find,- wenn auch augenblicklich eine direkte Gefahr nicht vorhanden ist, nachdem Rußland freiwillig aus Korea sich zurückgezogen bat, fo ist damit doch die Möglichkeit eine» ernsteren Covfltct» in absehbarer Zeit nicht geschwunden. Denn ein dkfinitiver Verzicht Rußlands aus Korea ist nicht anzunehmen, aber eS ist klug genug, den paffenden Augenblick in Geduld abzuwartrn. Und im Westen droht das Gewitter von Minute zu Minute auSzubrecheu, Spanten und die Bereinigten Staaten stehen sich bereits in Schlachtordnung gegen- über. Wenn mau auch noch immer hoffen darf, daß die KriegSsurie im letzten Moment durch das Eingreifen der europäischen Mächte hintangehalten wird, so ist die Lage doch überaus ernst, und infolge der besonderen Umstände ist e» nur allzu wahrscheinlich, daß durch einen Krieg im Westen die europäischen Mächte schwer geschädigt werden würden. Da war es wieder die rechte Zeit, daß von berufener Stelle beruhigende Versicherungen gegeben wurden. Die Vorliebe unsere» Kaisers für die Marine ist all- bekannt, und wohl kaum find von anderer Seite die Ber- Handlungen im Reichstage mit so lebhaftem Jntereffe verfolgt worden, wie im KönigSschloffe an der Spree. Auch die Fahrt, welche Kaiser Wilhelm am Freitag auf dem Lloyddampser Kaiser Wilhelm der Große" von Bremerhaven aus in See gemacht hat, legt Zeugn'.ß dafür ab, welch' regen Antheil er an ollen Ereigniffen auf maritimem Gebiete, an den Fort- fchritten der Technik u. f. w. nimmt. Er scheut nicht Wind noch Wetter, wenn eS gilt, etwa- zu vollbringen, was er als im Dienste des Vaterlandes geschehen ansieht, und so hat er sich denn auch durch den grausigen Sturm, der in den letzten Tagen unsere Küsten umbrauste, nicht abhalten laffen, die Seetüchtigkeit des obengenannten Lloyddampser» nach allen Richtungen hin selbst zu erproben. Und daß diese Prüfung zur Zufriedenheit des Kaisers ausgefallen ist, dafür giebt der Trintspruch de- Kaisers Zengmß, welchen er bet dem Diner auf dem Schiffe ausbrachte und in dem er feiner Bewunderung Ausdruck gab, was deutscher Fleiß und deutsche Thätigkeit geschaffen haben. Aber noch in anderer Hinsicht ist dieser Toast bemerkenSwerth, da er wiederum einen Beweis der Friedensliebe des Monarchen gitbt und die feste Zuversicht gewährt, daß der Kaiser sein ganzes Können und Wollen daran setzen wird, der Welt den Frieden zu erhalten. „Nur unter den Segnungen deS Friedens kann ein Volk sich entwickeln, und wenn wir heute hier ver- sammelt sind, so müffen wir unS vergegenwärtigen, daß weder Ich noch Sie diese frohen Stunden verleben können ohne diese Erhaltung des Friedens." DaS waren die Worte deS Kaisers, denen wir eine besondere Bedeutung beimeffen, wett hinauSgehend über den Kreis, zu dem fie gesprochen wurden. Mögen auch Stürme unser Bater- land umbrausen, mag die Gefahr auch groß und nahe sein, wir können die feste Zuversicht hegen, daß Derjenige, in dessm Willen die Entscheidung liegt über Krieg oder Frieden, unter allen Umständen die Segnungen des letzteren zu schätzen weiß und nur nothgedrungen zum Schwerte greifen wird, um Deutschland vor Angriffen zu schützen. Der Große unsere- Lande-, nicht in Bezug aus Ausdehnung der Grenzen, sondern zur Entfaltung seiner kulturellen Macht, zur Hebung seines Handels und seiner Schifffahrt gelten die Bestrebungen de» Monarchen, in denen jeder echte Deutsche ihm seine Hülfe angedethen laffen kann. Eine FrirdeuSkundgebung bilden also die vom Kaiser gesprochenen Worte, die nicht genug gewürdigt werden können. Aber ihnen folgte noch ein Trinkspruch, der jedenfalls einen Widerhall in den Herzen aller Deutschen erwecken wird: wir meinen den Toast auf den Altreichskanzler Fürsten Bismarck. Die Brücke zwischen Berlin und FriedrichSruh ist damit wiederhergestellt, die Verstimmung, welche längere Zeit herrschte, ist geschwunden, und wir geben nnS der Zuversicht hin, daß das jetzige Berhältniß herzlichen EinverständniffeS zwischen zwei Stellen, die uns Deutschen lieb und werth ter Hof). l'S M lerlm-N* Henkel" [it Dem Namen „ 3222 w*. v d. H- ,A,r fid) durH K-s \ «*WI irli an äie (fielst Loudon, 26. März. AuS Peking wird dem „Thanghayrr Mercury" die Nachricht der „Times" bestätigt, daß China bie Forderungen Rußlands bezüglich der Verpachtung Port Arthur- und TaltrnwavS auf 25 Jahre zugestavden hat. Japan habe feine Forderung an Rußland wegen Räumung Port Arthurs aufgegeben, da Rußlaod Japan da- Brr- iprecheu gegeben hat, fich nicht mehr in die coreautsche An» grlegenheit hinetnzuwischeu. Madrid, 26. März. General Woodford hat fich mehrereu Journalisten gegenüber geweigert, über die Lage zwischen Spanten und den Vereinigten Staaten Au« kauft -u geben. ** vellerkheim Obbornhofen oder Obboruhofeu-Vellersheim find die Bezeichnungen, um welche ein kleiner Krieg der an der Bahaliute Friedberg-Hungen belegenen Orte wegen Benennung der gemetnschaftlicheu Eisenbahnstation zu entbrennen droht. Der bereit- in diesem Blatte mitgetheilteu Petition der Einwohner Bellersheim- ist eine zweite gefolgt - dieselbe lautet: An hohe zweite Kammer der Laudstände. Im Sinverställdntß mit den 126 Einwohnern der Gemeinde Bellersheim, welche ob'geS Gesuch unterzeichnet haben, erlauben fich die Uuterfertigten einer hohen zwetiea Kammer noch ehrfurchtvoll Folgende- zu unterbreitev: Am 27. September v. I. war am hiesigen Stationsgebäude, wie nunmehr nachträglich mit Sicherheit constatirt worden ist, die Bezeichnung „Beller-- Heim-Obbornhofen" zu lesen. Am 28. und 29. September, also 2 bis 3 Tage vor Eröffnung der neuen Bahnlinie, wurde die Bezeichnung der Station tu „Obbornhofen-BellerS- beim" umgeändert. Als Zeugen für die Richtigkeit dieser Angabe führen wir vor Allen den Großherzoglichen Bürgermeister Bopp dahier an. Sollte man etwa eiuwendeu, daß die erste Aufschrift „Bellersheim Obbornhofen" auf einen Jrrthum zurückzusühreu sei, so steht doch andrerseits noch die Thatsache fest, daß in allen auf hiesige Station bezüglichen Berichten und Karten aufäaglich die Benennung „BellerSheim- Obbornhofen" zu finden war. Diese Bezeichnung wurde alsdann späterhin aus unerklärlichen Gründen auf räthselhafte Weise in „Obbornhofen-Bellersheim" umgeäudert. Auch hierfür führen wir Großherzogltchen Bürgermeister Bopp als Zeugen an. Daß eine solche Maßnahme bei der sonst loyalen Bevölkerung „BellerShetmS" mit der Zeit eine gewiffe Mißstimmung Hervorrufen mußte, wird mau wohl begreiflich finden, wenn noch außer den in obigem Gesuch erwähnten Gründen angeführt wird, daß die Gemeinde Bellersheim nachweislich einen bedeutend höheren Betrag zum Bau der Bahn stellt, als die Gemeinde Obbornhofen. Zum Schluffe möchten wir nicht unterlaffeu, hohe zweite Kammer auf einen Präce- denzfall dieser Art „Erfelden-Goddelau" später „Goddelau- Erfelden" ehrfurchtsvoll hinzuweisen. Bellersheim, den 16. März 1898. (Unterschriften). — Eine vorher an die zweite Kammer gerichtete Petition der Gemeinde Obbornhofen hat folgenden Wortlaut: Hohe zweite Sammer der Landstäude. Hoher zweiten Kammer erlauben wir uns, der Ortsvorstand zu Obbornhofen, Nachstehende« zu unterbreiten: Wie wir ans sicherer Quelle erfahren, so hat die Gemeinde Bellersheim au hohe zweite Kammer ein Gesuch eingereicht, wonach hoch- dtefelbe bei Grobherzoglicher Regierung darauf htnwirken solle, daß die Station Odbornhofen-Beller-heim in BellerS- hrim-Obbornhofen umgeändert würde. Wir wollen nun auf solch' eine Eingabe hin, über welche wir ganz genau orientirt find, hohe zweite Kammer vorläufig nicht belästigen, denn Großherzogliche StaatSregierung hat doch ganz sicher bei Benennung der Station ihren Grund dabet gehabt, die Station Obbornhofen-Bellersheim zu heißen, denn unsererseits ist in dieser Sache auch nicht das geringste bei Großherzogltcher Regierung gewünscht, noch gethan worden. Würde e« von Anfang Bellersheim-Obbornhofen geheißen haben, so wäre der Gemeinde Obbornhofen gar nichts darüber eingefallen. So e« nun aber einmal Obbornhofen-Bellersheim heißt, so wäre eine nunmehrige Abänderung eine Zurücksetzung für Obbornhofen, und die ganze Gemeinde würde es als eine Schmach empfinden. Sollte jedoch hohe zweite Kammer die Sache für so wichtig halten, daß sie zur näheren Erwägung gezogen werden müßte, so ersuchen wir, hochdieselbe möge un» hiervon in Keuntniß setzen, um unö Gelegenheit zu bieten, daß auch wir gegen ein solches Gesuch, welches Unwahrheit und Uebertreibung enthält, ein wahrheitsgemäßes Gesuch einreichen können. Obbornhofen, 3. März 1898 (Unterschriften.) D. Sich, 28. März. Am vorigen SamStag hielt Herr Reallehrer Kahl au« Wiwpfrn im hiesigen Gewerbevereiu einen Dortrag über da- Gesetz vom 26. Juli 1897, die Organisation deS Handwerkes und die Errichtung von Hand- werke,kammeru betr. Redner sprach zuerst von der Aus- blldung der Innungen, daun von der Bildung von Hand- werkerkawmern und zuletzt von den Vorschriften über die zu- künftige Ausbildung der Lehrlinge- er wurde seiner Aufgabe vollständig gerecht und kam zu dem Schluffe, daß Handwerkerinnungen und Gewerbevereine ganz gut neben einander bestehen könnten, um etwas Ersprießliche- für da- Handwerk zu leisten. Au den Vortrag schloß fich eine lebhafte Di«- cusfion an, in welcher Herr Bchuhmachermeistrr Mühlfeld auS Darmstadt, der auf dem Boden der ZwangSiunung steht, fich betheiligte, während Herr Reallehrer Kahl mehr die Bildung von freien Innungen und Gewerbeveretnen Vorschlag und sehr schön auSsührte, auf welchen Wegen die Lage de« Handwerkes verbeffert werden könnte. T. Sich. 28. März. Durch einen von Herrn Baech au» Frankfurt a. M. hier im Gewerbeverein gehaltener B or- trag behuf« Errichtung von Geuoffenfchaften hat fich der Gewerbevereiu veranlaßt gesehen, der Sache näher zu treten. Auf einm an die hiesige Spar- und Creditactieugesellschaft gestellten Antrag, den Mitgliedern des Gewerbevereiu« ein Eoato Sorrent zu errichten, ist dieselbe bereitwilligst ein- gegangen. Um den Kleingewerbebetrieb zu unterstützen, hat f genannte Kaffe in entgegenkommendster Weise den seither ' üblichen Zinsfuß für die nachsucheadeu Gewerbevereins. Mitglieder ermäßigt, was die Kaffe umsomehr kauu, da sie vorzüglich sundirt ist. -f- Büdingen, 26. März. In der Hofraithe des Oeco- nomeu Gutmann dahier brach heute Mittag Feuer au«, da« deffen Scheune bis auf die Umfassungsmauern ein- äscherte. Die Entstehung deS Braude« ist noch unaufgeklärt. h. AlSfrld, 26. März. Am gestrigen Tage schloß die hiesige l an dw. Win ter sch ule ihr Wintersemester durch eine öffentliche Prüfung. Das Jntereffe für die Anstalt zeigte sich in der regen Betheiligung von Seiten des Publikums sowohl an der Prüfung, wie an der Nachmittags im „Deutschen Haus" stattgcfundenen Schlußfeier. Die Schule war nach dem Schulbericht im letzten Semester von 30 Schülern besucht. Der genannte Bericht hebt von den Einrichtungen, die im Laufe des letzten Jahres für Schulzwecke bewirkt wurden, besonders die Einrichtung eines ca. 3 Morgen großen Schulgartens hervor, der zu Unterrichts- und Versuchszwecken dienen soll. Die Leistungen der Schule wurden von dem anwesenden Regierungsvertreter, Herrn Oeconomierath Müller aus Darmstadt als recht vorzügliche bezeichnet. Vermischtes. ♦ Münster. 26. März. Beim Scheibenschießen de« 13. Infanterie Regiment- wurde heute ein Soldat durch einen frhlgegangenrn Schuß getödtet. * Teotfcher Lehrer-Verein für Naturkunde. Während der letzten Jahrzehnte find Vereine verschiedener Art in« Leben getreten zu dem Zweck, naturwiffeuschaftliche Kenntnisse zu verbreiten und die Erforschung der natürlichen Verhältuiffe der Heimath zu fördern. Unter diesen Vereinen nimmt der „Deutsch; Lehrrr-Brreln für Naturkunde" mit annähernd 9000 Mitgliedern eine der ersten Stellen ein. Bor zehn Jahren von Dr. K. G. Lutz-Stuttgart gegründet, hat sich dieser Verein rasch über ganz Deutschland, Deutsch Oesterreich, die Schweiz rc. auSgebreitet. Ec besteht gegenwärtig aus mehreren Landes-Vereinen und Hunderten von Bezirks-Beretnen. Die letzteren veranstalten regelmäßige Versammlungen, Ex- curfionen, Tauschverkehr unter den Mitgliedern ist eingeleitet. Außerordentlich gering ist die Leistung der Mitglieder: 1,50 Mk. bezw. 1,60 Mk. pro Jahr, wenn mindesten« zehn Exemplare de« VereinSorgavS („Aus der Heimath", jährlich 6 Hefte, und eine gebundene populär-naturwiffenschaftl. Schrift: 1898 Pilzbüchlein mit 25 färb. Tafeln) an eine Adreffe versendet werden können; 1,90 Mk. bei Einzelversandt. — Lehrer, welche tiefer in die Naturwiffenschaften eivdriugen und in ihrem Wirkungskreise gerne uaturwiffenschaftliche Keoutniffe verbreiten möchten- Naturfreunde aller Stände, denen wettere Aureguogeu betr. den Verkehr mit der Natur wüuschenswerth erscheinen- Landwirthe, welche fich über Bau und Leben der von ihnen caltivirteu Gewächse und über die diesen nützlich«» und schädlichen Thirre und Pflanzen orienttren möchten - Familienväter, die von dem Segen eine« vertrauten Umgang« mit der Natur überzeugt find und ihre Kinder gerne zum eigenen Beobachten anleiten und mit der heimischen Natur bekannt machen möchten und die erkennen, daß e« keine süßere Methode, Versäumtes nachzuboleu, gibt, als dasselbe mit seinen eigenen Kindern zu treiben: sie alle find als Mitglieder im „Deutschen Lehrer-Verein für Naturkunde" herzlich willkommen. — Anmeldungen bezw. Anfragen find zu richten an den Vorsitzenden, Dr. K. G. Lutz, Stuttgart, oder an den Easfier, Lehrer G. Stauß, Stuttgart, Silberburg, straße 87. * Seit dem Tage, an dem der Medictnischen Gesellschaft in Berlin da« „Lanolin" vorgesührt wurde, find kaum zehn Jahre verfloffen und schon hat da« „Lanolin" seinen Siegeslauf durch die ganze Welt begonnen und fich al« Schönheitsmittel und für die Hautpflege al- unentbehrlich erwiesen. Diese schnelle allgemeine Einführung verdankt das „Lanolin" genannte Fett dem Umstande, daß e« dem natürlichen Hautfett analog ist und somit in allen denjenigen Fallen, in denen wie bei Hautuureinheiten, der Haut da« natürliche Fett verloren gegangen ist, einen Ersatz der Natur selbst darstellt. Kein Fett hat fich als Schönheitsmittel für Erwachsene und Kinder in ähnlicher Weise bewährt, und so wird denn das „Lanolin" auch heute zur Anwendung in der Kinderstube von allen Acrzten auf da« angelegentlichste empfohlen. Man verwendet das „Lanolin" in Form von „Lanolin-Toilette Cream Lanolin", welche« in allen Apotheken und Drogerien zu billigen Preisen käuflich ist. Beim Einkauf achte man darauf, daß sämmtliche Packungen zur Garantie der Echtheit die Schutzmarke: „Pfetlring" tragen. * Zur dauernden Erinnerung an da« 60jährige Militär- jnbllanm des Fürsten BiSwarck (25. März d. I.) und damit al« Würdigung der unsterblichen Verdienste, welche er fich um die preußische und deutsche Armee erworben, ist im Verlag von Carl Wissenbach in Friedrich-ruh das Friedrichs- ruher Bismarck-Andenken (Preis 3 Mk. franco - Subscription von 10 Stück an 2 Mk.) erschienen. Dasselbe besteht au- hundertjährigem Holze des Sachsenwalde« und einer Plakette au« Kruppeisen. Die Plakette zeigt (nach einer Zeichnung Meister WallotS) den „eisernen BiSwarck" al« Drachentödter Ritter Georg, wie er, da- Schwert in der Rechten, da« fieggeschmückre Reichsbanner auf der linken Schulter, über den erschlagenen Drachen, zu neuem Kampfe bereit, einherrettet. Darüber prangt ein Spruchband mit der Alles erklärenden Inschrift: „Unter fünf Königen. — Unter drei Kaisern". Im Hintergründe ist da« deutsche National- denkmal, da» Sinnbild der siegreichen Einheit aller deutschen Stämme, angedeutet. Da« Ganze ist in Form eine« Briefbeschwerer« gehalten, sodaß jeder Deutsche ein wirkliches kleines Bismarck Denkmal auf seinem Schreibtische haben und bei all seinem schriftlichen Thun an Bismarck, al« an da« Vorbild der Kraft und der besonnenen That, denken kann. Daß das Andenken, welches die Züge de« deutschen Helden durchaus ähnlich wiedergibt, besondere Würdigung fand und die Theilnahme aller Bismarckfreunde verdient, geht auch daraus hervor, daß jedes einzelne Stück anf der Holzrückseite den Stempel tragt: „Diese« Holz ist im Sachseowald gewachsen". Fürstlich v B'Smarck'sche Forstoerwaltung. * Eine bemerkenswerthe Erfindung auf dem Gebiete des Radfahrwesen« wurde, nach den „N. H. Bolksbl.", von Herrn Ehr. Haun Darmstadt gemacht. ES ist demselben nach langen Versuchen gelangen, ein Präparat herzustellen, welche« bewirkt, daß die Pneumatik Reifen bet vorkommenden Verletzungen durch Nägel, Dornen rc. die Luft nicht ent- weichen lassen, sondern fich sofort wieder dicht abschließen, so daß der Fahrer nicht geröthigt ist, den Lnfrschlauch z-, flicken, oder fein Rad zu schieben. Ein kleine« Quantum de« Präparats, welches der Erfinder „Golidin" nennt, wird in jedem Schlauch eingefüllt. Kommt alsdann irgend eine Verletzung vor, so wird die Masse durch den inneren Luftdruck in die entstandene Oeffoung gedrängt und erstarrt, sobald die äußere Luft hinzutritt, so daß fich die Oessnuug fest verschließt. Bon Fachleuten wurden eingehende Versuche angestellt, die sehr günstig autfieleo. Manche Reifen wurden an acht bi« zehn Stellen mit Nadeln durchbohrt, ohne daß die Luft entwich. Bet den zahlreichen Verletzungen, welche täglich Vorkommen, wird ein solches Schutzmittel gewiß jeden Radfahrer interelfiren, besonders da sein Preis auch ein mäßiger ist. * Original - Rttthetlnngen über Marinevesen. Welche außerordentliche Sicherheit-Maßregeln bet den großen Passagier- Kampfern für den Nothfall getroffen werden, dafür bteten die nachstehenden Angaben über die Pumpenanlage des für den Norddeutschen Lloyd gegenwärtig im Bau befindlichen neuen Schnelldampfer« „Kaiser Friedrich" eine» interessanten Maßstab. Außer den für die Unsinkbarkeit des Schiffe« getroffenen baulichen Sicherheits-Einrichtungen durch Doppelboden und die Einrheilung des Schiffe« in nicht weniger als 18 wasserdichte Abteilungen erhält der Dampfer für Maschinen und Hilfszwecke 13 zum Theil gewaltige Pumpen und zwar 2 große Centrifugalpumpen von zusammen 2800 T. stündlicher Stiftung, 3 Dampspumpen von je 100 To., 2 von je 80, eine zu 60, eine zu 40, eine Ballastpuwpe von 240 Tonnen, 2 Maschlnenlenzpumpen toi je 100 und drei Ejcktoren von je 60 Tonnen. Zusammengeuommen besitzen die Pumpen eine Leistungsfähigkeit von über 4000 To. in der Stunde. Außerordentlich umfangreich find auch die für Feuerlöschzwecke getroffenen Vorkehrungen, die fich nach allen Theileu des Schiffe« verzweigen und welche selbfi- verständlich mit allen technischen Verbesserungen' versehen find, um im Falle der Gefahr ein sofortige« fichere« Eingreifen zu ermöglichen. * Ein Drama im Walde. Der In Mehli« (Thüringer Wald) stationirte Forstschutzsoldat traf Montag früh den Büchsenmacher Hermann aus Mehlt« im Walde. Da jetzt von der Oberförsterei ein Waldverbot ergangen ist, fragte der Soldat den Hermann nach seinem Namen. ex mann verweigerte die Auskunft, kam auch der Aufforderung des Soldaten, mit nach der Oberförsteret zu gehen, nicht nach. E« entspann fich ein Wortwechsel, wobei der Soldat seine Flinte schnßferttg machte. Nach der einen Nachricht soll die Flinte des Soldaten au« versehen loSgegangen sein, nach der anderen soll der Soldat den Hermann dreimal aufgefordert haben, seinen Namen zu nennen und dann auf Hermann geschaffen haben. Kurz, der Schuß traf Hermann, und mit dem Aufschrei: „Ach meine arme Frau" stürzte er nieder. Hermann, der 28 Jahre alt ist und eine Frau und zwei Kinder hinterläßt, ist Mittag« gestorben. * Folgende Warnung findet fich in der in Johannes--' bürg erscheinenden „Südafrikanischen Zeitung": Seit einiger Zett veröffentlicht eine zweifelhafte Persöaltchkett, die fich den Namen Kalt-Reuleaux und zuweilen auch den Doctortitel beilegt, in deutschen Zeuungen Berichte über Transvaal, die in den meisten Fällen mit den Thattachen in Widerspruch stehen. Die Berichte werden dadurch höchst verdächtig, daß oft Namen von Firmen angegeben find, die In Wirklichkeit nicht bestehen und höchsten« vielleicht ein Postfach haben — was im Transvaal als Adreffe genügt, allgemein gebräuchlich ist und geschäftsmäßig außfieht —, um einlaufende Briefe abzuholen, auf deren Grund bann Geschäftsverbindungen angeknüpft und unvorfichttge Geschäftsleute gründlich hineingelegt werden können. ES handelt sich offenbar um eine Schlittenschieberei, und die vielen in Johannesburg au« Probesendungen ftommenden und in kleineren Geschäften unter« Preis ausgebotenen Maaren, wie Seifen, Parfümerien, Cigarrentaschen, Holz- und Meerschaumpfeifen u. dgl., legen die Verwuttung nahe, daß der Ftschzug in manchen Fällen schon geglückt ist. Borfichtike Kaufleute haben ihre Briefe an da« hiesige kaiserl. deutsche Consnlat zur Abholung und Weiterb Förderung eingesandt, und Herrn Reuleaux und Dr. Reuleavx erwartet dort schon ein ganzer Stoß von Briefen deutscher Fabr,kanten und Ex- porteure. E« Herr de« Namen- Kalt-Reuleaux ist außerdem dem kaiserl. Consnlat unbekannt. Deutsche Fabrikanten und Exporteure werden daher eindringlichst gewarnt, den B - richten dieses Träger- eine- erborg'.en Namen- von gutem Klang Glauben zu schenken und fich mit ihm ober ben von genannten Firmen in verbinbung zu setzen, mit ben letzteren wenigstens erst nock> Feststellung, baß sie existiren.____________ titeratur «trt — Da neuerdings von unberufener Seite literarische und bildliche Erzeugnisse Fritz Reuters in einer Weife veröffentlicht sind, die, nicht im Sinne be5 Dichters, auch keineswegs den Intentionen der Erben enlspricht, so werden im Interesse einer würdigen, pidät» vollen Bearbeitung alle Diejenigen, welche bisher ungedruckte Briefe, Gedichte oder sonst Handschriftliches von Fritz Reuter und seinem Freundeskreis besitzen, desgleichen 99Uber und Zeichnungen von tbm oder persönliche Erinnerungen an ihn bewahren, hierdurch von den Reuter'schen Erben gebeten, solche Reliquien nur an ihren literararischen Vertrauensmann, Herrn Profesior Dr. Karl Theodor Gaedertz, Kgl. Bibliothekar in Berlin W., am Karlsbad 5, Part, für den dritten Band seines biographischen Sammelwerkes „21 u 9 Fritz Reuters jungen und allen Tagen" leihweise anvertrauen zu wollen. Eisenach. Gurt Walther, Generalbevollmächtigter der Erben Fritz Reuters. torfth d|'enn,Qlb «• j0^0tr»altuno 8 mUfAbt« ©ebhte des ^>.Ü"77- 5'-ä i°7'.^ injtbtm ‘W tiw SBaltkung ?CIen Ntat in bk ^"'i°bck bkSnßere ?*' °°Schck. bie w tomrben an bk daß die Last «, e°, welche täglich bot. Sewiß jeden Radfahrer auch ein mäßiger ist. Mariaeioesko. Welche >rl den großen Passagier. 1 lvndev, dafür bieten PumpivaaKgr der für lvLkttg ta Bau beflnd. ler Friedrich* etm ür die Uastnkbarketl des leitt-Einrichtmigen durch des TchifftS in nicht Wn erhält der Dampfkr > zum Tbeil gewaltige ilpnmprn bon zniommea fpumpen bon je 100 To-, 40z eine BMpuvpe impm von je 100 und Zusammengenommen br leit von über 4000 Io» nfangreich sind auch die kehrnogut/ die fich nach gen und welche It’M- öerbessernugrn'. vnfrhrn fofvckgrS fichrirS Tiv- in MehliS Mringer traf Montag früh bin is im Waide. Da jW bot ergangen ist, f«81£ ntm Namen. Hnmnn j -er Snffordernng diS ei yi ßM nicht nach. mitt öt! 8W ftbt einen MM W lvtgegavgen fei», M >rmann dreimal * nntn md dann auf h"' iM «I •«■*!? ,W W«*1; „i tta< S'°° mt 'm« „Lunn«: ®iü *« 33**, SS »»Sir. Ä S*r;:r •iw *i >.i» imutiung^ '^chiilk geglückt iP- L deutsche i hiestSt ”1 .iggefaudt, «ib |W*2 1,‘t I»°» scher 5°6, ist * Lettische S» $i, t> e«lie ri»?!M'1 .Ult w UW* ft L'M i keines §E^ikfe, riSHs rXto,,-«« ,flfn „r8 ttt Bekanntmachung betreffend: Entleerung der Senkgruben. Sämmtliche Latrinenmnigungsänstalten hiesiger Stadt haben gemeinsam beschlossen, für Entleerung der Senkgruben vom 1. April 1898 an als Miniuial-Preis pro Faß 1 Mark 70 Pfg. zn rechnen, was mir den Hausbesitzern hiermit zur Kenntniß geben Die Unternehmer stellung eines größeren billig ab. 8492________I «arnatz. TTa ..a mit Laden in lebhaftem Stadttheil zu verkaufm- Näheres in der Expedition d. Bl. 3034 Wer leiht einem begabten Schüler aus einer oberen Klaffe zu seiner Weiterausbildung (Maturitas) 1500 Mark? Gefl. Offerten bitte in der Expedition d. Bl. niederzulegen unter 8. 3195. 3171] Nachhilfestunden für die unteren Klaffen des Gymnasiums werden während der Ferien ertheilt. Näheres in der Expedition d. Bl. ___ Oberlahnstein. Mehre tüchtige Zimm arge selten werden gesucht von Schäfer u. Rohm, Mmlmf Vk-en Todegsall. Um mit dem Waareulager des verstorbenen H. Rübsameii, läusbnrg 16 rasch zu räumen, werden sämmtliche Artikel von heute ab zu bedeutend ermäßigten Preisen verkauft, als: Kavetocs, Kaus- und Jagdzoppen, Schlafröcke, Kans- und Sportmützen, Kindermützen, Kragen und Manschetten, Shlipse, Wegenschirme, Unterhosen und -Zacken, Hlormattzemden, Kosenträger, Kausschutze, Hummischutze, Uekzwaaren u. s. w. u. s. m. g Verkauf gege Baar! OOQOQCXXXXXX)OOODCX)OIOlOOOQDaQOOODODOC30COGaOOOQCXXXXXXXXtoQ ü In allen 2780 300QOOOOCX3CXXX20C300DanODPÜOOOCXX3gOOOOOIDIDiDOC3CXXX3QOOOODOO 2971 tuge«. SCHUTZMARKE' in rothen und gelben Packeten. Geschäften erhältlich. liefert schnell zu billigen Preisen die Brühl’sche Univ.-Druckerei (Pietaoh 4 Boheyda), Schulstrasse 7. 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L°? fg0t Er°ed. b. 8t. !J 3HTC0U VOflS WT Wer schnell und MUtoftGteüung O w ^Deutfch?VaclmzeÄost^'sn Eßlingen' H mH Firmendruck Mannheimer Maimartt. Pferderennen am L, 2. und 3. Mai 1898. Pferde- und Riudviehwartt am 2. und 3. Rai 1898 auf dem neuen Viehhof an der Seckenheimer Straße. Hiermit verbunden: Große Berloosnug von Pferden, Rindvieh, Schweinen, Gold- u. Silberpretsen, Maschinen u. Geräthen für Haus« u. Landwirthsckaft unter Ausgabe von 100,000 Loosen ä Mk. 1.—. Ziehung am 4. Mai 1898, 22 Hauptgewinne mit 28 Pferden, darunter 1 Vtererzug tm Wertbe von 2 große Silberpretse Mk. 7000 32 Hauptgewinne, je eine Suh oder ein Rind 633 dio. Gegenstände auf. 600 Gewinn« im Werihe von Mk. 60,000. Uebernehmer von Loosen wollen sich an den Kassier, Herrn JohS. Peters, A 2, 4 dahier wenden. — Auf je 10 Loose wird 1 Freiloos gewährt. Mannheim, im Januar 1898. 2367_____________zaadwirthschafll. KesirKg-Nerda. Kubischer Knuoereli. Heilanstalt für Lungenkranke Bad Laubbach bei Coblenz a. Rh. 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LitD. 100.90 103.90 101.35 61.50 55.80 96.30 25.20 22.— 100.85 103.90 101.50 59.— ! 51.90 98.— 1 24.90 1 21.90 4 5 4 4 4 |3 SicU. v. 91 . ToScanier . . Rufs. Südost . do. Südwest Rjäsan - Uralsk Wladikawkas. Anatolier. . . Salon.-Mon. . 95.75 94.10 102.70 102.50 102.60 102.85 96.40 58.25 95.— 94.— 102.60 103.60 102.50 102.45 96.15 57.40 37, 4 4 4 37, 3V, do. unk. 1907 Pomm. Hypbk. Preuß. hypbk. vm-xii do. neue . . . do. 1905 . . Schein. Hypbk. uni. 1904 . 100.— 100.50 100.20 101.20 99.80 99.50 99.80 100.50 100.20 101.20 99.80 99.50 Kleyer Fahrrad Henninger Brauerei. . Farbw. Höchst. Rordd. Lloyd . Bochumer Guß Gelsenk. Brgw. Harpen. Brgw. 283.— 149.— 437.50 116.40 204.— 177.50 177.30 287 - 148.50 436 — 116.30 204.40 177.20 177.40 Ansbacher st. 7 AugSbutg.fi. 7 Brschw.Thlt20 Fteibutg.ss.10 Mallönd.fs.10 Meining et fl. 7 Pappenh. fl. 7 BenedigetL.30 88.70 22.85 26.20 13.50 22.05 22.40! 22.90 39 — 23.30 109.75 26 — 13.55 21.85 22.40 22.60 Webaction: I. B.: Hermann Elle. — Druck und Berlag der Brühl'schen UniverfttälS-Buch- und Steindruckerei (Pietsch & Scheyda) in Gießen. k A KebaeH Abomi gum Be das 2. ein. Wie b Lagesereigu Weise zur K Nachrichten Bureaus si engeren mi stets über b Smiienben. in allen Dti Stabten der «Gießener interessanten Vaterlandes möglich zur gleichen will die gebühre! Snseigers z vberhessen b Anzeiger bui Verchen aus WflR zu die Beobacht Wisseuschc Handel, G seiner Bespre, ton wird r Steren bieten. Di werden dem Dienstags,' beigelegt und Modellen bel !^d der Hau- un kreise de- Wir etii Besteüu vollen. Ne Bestellung 1 ffat, toi Ammern Lesern in durch "Eich, 8[| ?1. 6ii (fc..yn du j. div M •Ä