ü'te* Mi° Ja», ™' *<Ü; bw Ä^wfi ‘3.6ttu”9‘' V bi ilir die Ankunft de» iln sällnvtliche bauliche ldet seiu lvüsskn. Diese >, daß die Kaiseeto :n Ausrnthalt tu Hm> ) aus Schloß Urvtllk ruhrit de» Mattori daß der Lerhastete Zr habe iHtl redlich ii Segentheil beweiirn. !. Utdrigrn» soll der gewacht »utbtn, noch' |d verwllthet, daß dort e Qualitäten, iassia“, nhenn.__, amen- und Ki-der- nach p-mffurt o. M. menMWtNei, , unb fofort ?um w aßeraewöhlich Eigen lT0 W W 6^ 5 W. wyj ,te, bestehend MÄtd' Gnder, mrMaa- iite |atoif>iree ” 3176 iirnen’ hilvik Bekanntmachung. ES wird hiermit znr öffentlichen Kenntniß gebracht, daß bei der JnvaliditätS- und AlterSverficherungSanstalt Herr Wilhelm Werner, Werkführer zu Gießen, zum Ber- trauenSmann aus dem Kreise der Arbeitnehmer, und Herr Hermann Bepler, Buchhalter daselbst, zu seinem Ersatzmann ernauat worden ist. Gießen, den 26. März 1898. GroßherzogltckeS KreiSamt Gießen. v. Gag er n. Deiche* Reichstag. 70. Sitzung vom Samstag den 26. März 1898. Tagesordnung: Fortsetzung der zweiten Lesung des Flotrengesetzes. § 2 (Bestimmungen über den regelmäßigen Ersatz der Schaffe, Aeteruat). Präsident Frhr. v. Buol ersucht vor Beginn der Verhandlungen die Redner, sich kurz zu faffen und sich genau an die Sache zu halten, da heute auch noch der Marinertat erledigt werden solle. Anderenfalls stelle er eine Abend- fitzuvg in Aussicht. (Unruhe). Abg. Liebermann v. Souuenberg (Anns.) will angesichts dieser Erklärung des Präsidenten den Standpunkt seiner Partei erst in der dritten Lesung darlegen. Abg. Rintelen (Centr.) erklärt, er lehne den § 2 ab, todl derselbe das Budgetrecht des Reichstages in Bezug auf die Marine vernichte. Wrun die Mehrheit seiner Freunde für das Aeteruat stimme, so geschehe es, weil, wie dies schon Aba Müller.Fulda dargelegt habe, die DrckungSmitte! vor- Händen seien, und es sich laut § 3 überhaupt nicht um ein wirkliches Aeteruat handele. Er, Redner, könne aber trotzdem den Paragraphen nicht annehmen. Admiral Tirpitz betont, mit Zustimmung des Reichs- kanzlers wiederhole er die schon in der Commission abge- gebeue Erklärung, daß das ganze Gesetz für die Reg eruugen Amts- und Anzeigeblatt für den "Kreis Gieren. Gratisbeilage: Gießener Familienbliitter. *"•“ Amtlicher Theil. Gießen, den 26. März 1898. Betr.: Die Tagegebühreu der Feldgeschworenen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen a» die Grotzh. Bürgermeistereien des KreiseS. Wir sehen innerhalb acht Tagen Ihrem Bericht; darüber entgegen, wie viel Feldgelchworcne Ihrer Gemeinde gleichzeitig dem Or:Sg;richte angehören. v. Gagern. Bekanntmachung. betr.: den Forst« und Jagdschvtz. Da die bestehenden forst- und jagdpolizeiltchen Strafbestimmungen vielfach nicht beachtet werden, machen wir darauf aufmerksam, daß an die Polizeiorgane Weisung er- gangen ist, alle Zuwiderhandlungen zur Anzeige zu bringen, insbesondere weisen wir darauf hin, daß es verboten ist, Schorruugeu, die mit einer Einfriedigung versehen find, oder deren Betreten durch WarnungSzetchen untersagt ist, zu betreten, Hunde in fremdem Jagdgebiet außerhalb der erlaubten Verbindungswege über 100 Schritte von diesen entfernt frei Herumlaufen zu lafl-n, Anstalten für die Wildfütteruug, Fallen oder andere Werkzeuge zum Fangen von Raubzeug rechtswidrig zu beschädigen. Gießen, den 25. März 1898. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Gießen, den 25. März 1898. Betr.: Wie oben. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen au die Grotzh. Bürgermeistereien, Polizeibehörden und Gendarmerie des Kreifes. Unter Bezugnahme auf vorstehende Blkarmtmachung be- auftragen wir Sie, Ueberrretuogen der erwähnten Art zur Anzeige zu bringen. Soweit Ihnen Feldschützrn und Polizei- diener unterstellt find, wollen Sie dieselben entsprechend bedeuten. v. Gagern. unannehmbar sei, wenn dieser Paragraph falle. Mit der jetzigen Faffung des § 2 seien die verbündeten Regierungen einverstanden. Abg. Fuchs (Centc.) polemisirt gegen die Ausführungen des Abg. Bebel Über das Centrum, bricht aber seine Rede plötzlich ab, nachdem Präsident v. Buol ihn wiederholeutlich aufgefordert, nicht auf die Generaldebatte zurückzukommen. Er betont nur noch, daß er für den Paragraphen stimme. Abg. Barth (srs. Bp.) führt aus, die öffentliche Meinung habe seit der ersten Ankündigung der Vorlage einen entschiedenen Umschwung zu Gunsten der Vorlage genommen, aus dem zu ersehen sei, daß man eine Vermehrung der Schiff- Wolle. Deshalb stimme er mit allen seinen Freunden für die Vorlage. Abg. Roer en (Centr.) erteilt, ein Thetl seiner Freunde und er lehnten, wie dies sicher auch Windthorst gethan haben würde, den § 2 ab, zumal angesichts des Ablaufs der Legislaturperiode. DaS Centrum wolle, wenn es seine Mandate in die Hände der Wähler zurücklege, ihnen daS EtatSrecht de» Reichstages unangetastet zurücklaffen. Wir geben, so fährt Redner fort, mit der dauernden Bindung unsere Paria- mentartsche Macht, daS wichtigste EtatSrecht, au» der Hand. Und nicht nur unseres, sondern das EtatSrecht aller nachfolgenden Reichstage. Dazu wollen und können wir nicht die Hand bieten. (Beifall.) Abg. Spahn (Centr.) verweist gegenüber diesen Aus- sÜhrungea auf Windthorst, v. Schorlemer und v. Heereman, die sämmtlich bei Gelegenheit solcher Festlegungen von Pansch' quanten zugestimmt hätten. Uebrigens sei ja auch die eigentliche dauernde Festlegung bereits im tz 1 erfolgt. Wer dem zugrstimmt, müffe doch auch den Ersatz gemäß § 2 gutheißen. StaatSsecrerär Graf PosadowSky wendet sich gegen den Abg. Roeren, der lediglich im Jntereffe parlamentarischer Macht dir Mittel der LandeSvertheidtgung verweigere. (Große Unruhe und Rufe bei den Socialdemokraten.) Die Ansichten einer Partei, welche das Eigenthum und die Monarchie ex> propriiren wolle, habe für ihn, den Redner, gar keinen politischen Werth. Er bedauere nur, daß es noch Leute gebe, dir diese Gefahr nicht erkennten und politisch ein- grschlafen seien. Die Angriffe dieser Leute berührten ihn gar nicht. Er stehe hier durch da» Vertrauen deS Kaisers uad werde diesen Platz mit Vergnügen verlaffen, wenn er dieses Vertrauen nicht mehr besitze. WaS den § 2 anlange, so könne er gegen denselben eia berechtigte» Bedenken nicht erblicken. Abg. Richter (srs. Vp ) kritisirt die Ausführung des StaatSseeretärS, wobei er u. A. behauptet, in keinem Gesetz der Welt sei die Festlegung einer dauernden Indienststellung zu finden. (Widerspruch rechts.) Ein schwerer Vorwurf für die Herren liege in der Provocation des StaatSsrcretärS, als ob dieselben der Parteischablone die Jntereffen der Landes verthetdigung uutcrordueten. Nachdem Redner sich noch gegen dm Abgeordneten Barth gewendet, wird die Debatte geschloffen. Persönlich bemerkt Abg. Roeren (Ctr.), er habc ausdrücklich erklärt, daß er für dies Jahr etatSwäßig alles Nothwendige bewilligen wolle. Die Aenßerung des StaatS- scciktärs, er, Redner, verweigere die Mittel aus partei- tacri chen Gründen, weise er als eine grundlose, beleidigende Verdächtigung zurück. StaatSsecrerär Graf PosadowSky erklärt, er babe den Abg. Rorren nicht beleidigen wollen. Roeren habe gegen daS Gesetz al» Ganzes polemisirt, und daß für ihn dabei parlamentarische Gesichtspunkte maßgebend gewesen seien, werde Roeren wohl nicht bestreiten. ES entspinnt sich nunmehr noch eine längere Debatte zwischen dem StaatSsecretär Tirpitz .und dem Abg. Richter (srs. Vp.), in welcher Ersterer bemerkt, im italienischen Flotteugesetz von 1877 seien im Artikel 3 ausdrücklich auch Summen für steten Ersatz de» im Artikel 1 bezeichneten SchiffSbeflandeS auSgrworfeu. (Hört! Hört!) Die Debatte wird geschloffen. In namentlicher Abstimmung wird § 2 mit 193 gegen 118 Stimmen angenommen. Die §§ 3 bis 6 werden debattelo» angenommen. Die §§ 7 und 8 betreffen die Kostendeckung. Hierzu liegen die Anträge Auer (progressive ReichSeinkommensteuer) und Richter vor. Nach längerem Referat deS Abg. Lieber verweist Abg. Bebel (Soc.) auf den Rückzug, den daS Ceutrum auch in der Deckungsfrage angetreten habe durch Verzicht auf den ursprünglich gestellten Antrag Lieber. Redner befürwortet, den Weg der progresfiveu ReichSeinkommensteuer von 6000 Mk. ab zu betreten. Tchatzsecretär v. Thielmaun verzichtet auf ein detailltrteS Eingehen bezüglich deS Antrages Auer, weil es sich bei dem letzteren um eine Frage handle, die eine ganze Session in Anspruch nehmen würde. Abg. v. Massow (eons.) erklärt Namen« seiner Partei, dieselbe acceptire § 8 nur im Jutereffe deS Zustandekommen» de» Gesetzes. Abg. Barth (frs. ®g.) ist gegen den Antrag Auer- derselbe sei zwecklos. Abg. Werner (Aut.) ist für den § 8 der Commission und empfiehlt zugleich LuxuSsteueru und Wchrst^uer. Abg. Ha mm ach er (nl.) plaidirt gleichfalls für des § 8, den er durchaus nicht für werthloS halte. Abg. Richter (frs. BP.) empfiehlt seinen Antrag, der leichter durchzusühren sei als der Auer'sche. Abg. v. Kardorff (Rp.) acceptirt § 8 trotz einiger Bedenken, die er gegen denselben habe. Abg. Müller-Fulda (Ctr.) hält den § 8 für eine s- werthvolle Concesfion, wie fie früher niemals geboten worden sei. Die §§ 7 und 8 werden in der CommisfiouSfaffvug angenommen. Damit ist die zweite Lesung der Vorlage beendet. @» folgt die Berathung deS Martneetat». Titel 1 wird gemäß dem Vorschläge der Commission, also unter Absetzung von 6000 Mk. vom Gehalt deS Staats- secretär», angenommen. Ohne jede Debatte werden' auch die sämmtlichen übrigen dauernden Ausgaben erledigt, ebenso das Extra- ordinarium. In zweiter Lesung wird sodann daS Gesetz wegen Verwendung von überschüssigen Reichseinnahmen pro 1897/98 zur Schuldentilgung genehmigt. Nächste Sitzung Montag 12 Uhr. Dritte Lesung der Branntwrinsteuernovelle, dritte Lrsung des Gesetzes betreffend Entschädigung unschuldig Verurtheilter, dritte Lesung deS Flottengesrtzr». Schluß 6i/4 Uhr. Ausland» Wien, 27. März. Die bekannte Verfügung deS Prager OberlandkSgerichtS, beim Bezirksgericht in Saaz alle An- sch'äze und Tafeln zweisprachig auzubringen, wogegen die Deutschen heftig protestirten, ist jetzt, offenbar auf Weisung des Grafen Thun, bis auf Weiteres sistirt worden. Prag, 27. Mai. Die Ausschreitungen gegen deutsche Studenten, wie überhaupt gfgen Deutsche, treten neuerdings wieder stärker hervor. So wurde gestern auf dem Graben einem Studenten ohne jedwede Veranlaffuug die Couleu kappe vom Kopse geschlagen. Mehrere Herren, die man am Sprechen als Deutsche erkanrt hatte, wurden auf der Straße von fünf Burschen angefallen und mit Stöcken Übel zugerichtet. Auch vor dem Neuen deutschen Theater und vor dem deutschen WinhShause setzten czechische Burschen gestern Abend Demonstrationen inS Werk. Die Polizei trieb die Ruhestörer auseinander. Budapest, 26. März Der Jastizminist^r hat an lammt- liche Postdirec.ionen einen Erlaß gerichtet, daß Packete, Kreuzbänder und Mustersendungen, die verdächtig find, aufreizende Druckschriften zu enthalten, amtlich zu öffaen find. Von jedem Fille ist der Staatsanwaltschaft Anzeige zu erstatten. Paris, 27. Marz. Hanotaux soll gestern spät Abend» auS Washington ein Telegramm erhalten haben, welche» geradezu ein Ultimatum an Spanien bedeutet. ES verlautet, daß mehrere Großmächte zwischen Spanten und Amerika vermitteln wollen. Loudon, 27. März. Die Marinebehörde in Portsmouth erhielt den Befehl, sofort Bericht über daS Martnemate- rial, sowie über die Beschaffung der seefertig zu stellenden Schiffe einzureichen. Die§ wird mit der KrifiS in Oftafien in Zuiammrnbavg gebracht. Roaue, 27 März. Der deutsche Schooner „Alma mit einer Ladung Cemevt ist heute früh in der Nähe von Svanike (Bornholm) untergegangen. Von den an Bord brfindlichen Personen ist Niemand gerettet worden. Unter den au Land getriebenen Gegenständen befinden fich auch Frauen- und Klnderkleider. Ctcales uub protHtisieöes Gießen, 28. März 1898. — Ordens «Berleihung. Seine Königliche Hoheit der Groß Herzog haben Allerguadigst geruht, am 9. v. M. dem Präsidenten der Königlich Preußischen und Großherzogl. Hessischen Eisenbahn-Direetton Mainz, Breit en bach, daö Lomtharkreuz 2. Klaffe de» GroßherzogUchen Verdienstordens Philipps des Großmüthigen, dem Großherzoglich Badischen Mitgliede der Dr-etion der Main'Nrckar-Eisenbahn, Oder» regteruugßrath Stutz, das Ritterkreuz 1. Klaffe Desselben OrdenS au verleihen. •• Bestätigung. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Allerguadigst geruht, am 18 Mär- l. IS. dem von der Ersten Kammer oer Landstände für den Rest der bis 31. März 1903 laufenden Wahlperiode zum Mitgliede der StaatSscholdenverwaltung gewählten OberlandeSgerichtSpräfi- deuten Knorr die lavdr-herrlicheBestätigung zu dieser Wahl ja ertheilen. — Kirchliche Dieustnachrichtem Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allerguadigst geruht, den von Seiner Erlaucht dem Grafen zu Erbach- Erbach auf die evangelische Pfarrstelle zu Brensbach, Decanat Reinheim, prasentirten Pfarrverwalter Ferdinand AntheS daselbst für diese Stelle za bestätigen. ••H. Etadtthe-ter. Am gestrigen frühlingS-schönen Sonntag war Nachmittag- Kcader-Borftellung. Eine hübsche Dramnttfirung de- beliebten Kiudermärchen- ^Sneewittchen and die sieben Zwerge" war es, welche die Kleinen in Schaaren angelockt hatte, so daß da- HauS gut besetzt war. Sie lauschten alle mit Aufmerksamkeit den Reden der bösen Königin, bewunderten die lieblich-aumuthige Gestalt Snee« wittchen-, freuten sich herzlich über die originellen sieben Zwerge und wurden so gebannt von den Vorgängen auf der Bühne, daß der durch die Fenster lugende Sonneufchein keiuer Beachtung gewürdigt wurde. Gespielt wurde für die Kruderherzen begeisterungsvoll- Frl. Berner war ein Saee« wtttchen, wie man es sich schöner und frischer nicht wünschen konnte und ihrer Rede aumuihig-ansprecheude Weise entzückte nicht nur die Kleinen, sondern wirkte auch wohlgefällig auf die erschtenenen Großen, Pardon Damen und Herren. Frl. Würdig alS Königin, Herr Böhm als Prinz, Herr Liebscher als Jäger, sowie alle übrigen Mitwirkeuden spielten flott und zur vollsten Zufriedenheit des minderjährigen Auditorium-. — Der Abend brachte a!S Ueberraschung die Überhaupt erste Svfführong des Schwankes „®in Besuch in Panoptikum", verfaßt von W. Huhn. WaS als Handlung gelten soll, läßt sich wie solgt karz wiederholen: Die Tochter Mieze deS Professors Sichel geht mit ihrer Freundin Ella zu emrm versprochenen Rendezvous in- Panoptikum. Dort gibt sich Mieze einem anwesenden Maler, Curt Nolden, gegenüber für verhetrathet, als die Frau des PolizeiinspectorS Lämmer, aal. Die Freundin wird abgerufen, Mieze bleibt mir dem Maler allein. Eintteteude Studenten ulken in burschikoser Weise die Beiden, so daß sich eia Streit entspiuut und eine derbe Zurechtweisung durch Nolden erfahren. Da hierdurch die Studenten in ihrer „Stande-ehre" sich gekräukt fühlen, befchließen sie, Rache au dem Maler zu nehmen. Der dienstbare Geist Anton wird von dem Wärter deS Pauop» tikum- herbeigeholt und die Studenten veranlassen Anton, sich al- Wachsfigur in der Rolle eines dreifachen Raub- mSrdrr- zu prasentiren. Noldeu und Mieze erscheinen wieder, werden von dem Wärter Kraushaar auf die neu augekommeue Figur de- sensationellen Raubmörder- aufmerksam gemacht, und al- bet der Befichtiguug die neugierige Mieze die Nase der Figur alias Anton berührt, wird diese lebendig, haut dem Maler eine 'runter uud verschwiuder mit großen Sätzen an- dem Saal. Mieze ist von solchem Schreck ohnmächtig geworden. Alle bemühen fich, die Schöne wieder zu beleben, aber erfolglos. Der Wärter Kraushaar wird nun zu dem angeblichen Gatten, dem Polizeiiofpector Lämmer geschickt, um diesen von dem Vorfall zu benachrichtigen uud damit er feine „ffifcc Nudel" heimhole. Lämmer ist ebeu beim Verhör eine- Clowns, dessen Frau durchgegangeu, al- ihm die Nach, richt überbracht wird. Da er nicht verheirather ist, nmth- maßt er, daß e- die Frau de- Clown ist. Als er endlich kommt, hat sich Mieze längst erbolt, und da ganz zufällig auch deren Herr Papa, der Professor Sichel, im Panoptikum erscheint, löst sich Alle- in eitel Wohlgefallen uud Freude auf: Der Maler verlobt fich mit Mieze, der noch anwesende Polizetiuspector mit der wledergekommeneu Freundin Ella. — Urber deu Werth diese- „Schwanke»" läßt fich bei dem constauten Mangel an derartigen GeisteSelaboraten nur sagen, daß er wohl der Aufnahme an anderen Bühnen sicher ist. Jedoch wird der Stift deS Regisseur- noch Manche-, als zu langweilig uud ausgedehnt wiedergegeben, streichen. Der Stoff ist auf Kosten guter Witze mir offenen und verblümteu Zweideutigkeiten reich gesp ckr, geistsprüheud witzige Einfälle fehlen. ES find Späße, wie sie weit besser uud originaler in Fastnachtl-Schwäuken, worin in Mainz besonder- Brauchbares geliefert wird, fich finden. Gar Biele- läßt die künstliche Mache erkennen, ein sich Abmühen nach Gedanken uud Einfällen. Der erste uud zweite Act befriedigen wenig, der jedesmalige wirkuug-lose Actschluß oerräth, daß der Autor nicht bühnen- sicher rominirt ist. Wirksam verwerthet ist die Figur eine- Clown. Heberhaupt könnte auch die gaoze Handlung ebenso gut al- Circus.Pantomime gelten. Unser ge« uügsaweS Theater. Publicum ist jedoch mit solcher Kost zufrieden, da eS mit Besserem nicht allzusehr verwöhnt wird. Um die Wiedergabe wachten fich tu erster Linie für die beiden abellteuerunternehwung-luftigen Mädel- Mieze uud Ella die Damen Frl. v. Winterstein uud BudowSka verdient, die durch fiottel Spiel und fesche Erscheinung zu gewinnen wußten. Herr Janson al- Maler Noldeu war al- schwärmerischer Liebhaber vortrefflich, de-gleicheu Herr Fritz sch ler als Polizei Inspektor. Eiueu ganz vorzüglich wiedergegebeueu Paoopticnm-dieuer schus Herr Doser, er bot eine ganz vorzügliche Leistung, gleichfalls auch Herr Albrecht mit seinem Clown. Die Herren Böhm uud Forsch hatteu fich den richtigen Skudentenjargon zu eigen gemacht, Herr Liebscher al- der d e Wnch-fiznr markirende Amon war originell. — DaS Zusammenspiel an fich war flott, die Ausstattung del Paaopricumraume» w.ro au größeren Bühnen ein Prunkstück geben, hier war sie dürftig. Das gut besetzte Hau- amüfirte fich, wie eS schien, köstlich und spendete beim zweiten uud dritten Act lebhaften Beifall. Der anwesende Verfasser Herr W. Huhn (ein Sohn hiesiger Stadt) wurde stürmisch heraulgerufen und wurde sogar am Schluffe durch eine prächtige Kranzspende geehrt. *• Stadtthealer. Um die diesjährige Spielzeit im hiesigen Stadttheater würdig zu beschließen, wird die Directiou Kruse uud Helm am kommenden Doauerstag al- letzte Vorstellung abermals ein Shakespeare'sche- Meisterwerk, nämlich «Romeo und Julia", Tragödie in 5 Acten, aufführeu. Herr Hofschauspieler Heinrich Hacker ooa Darmstadt spielt den „Romeo". ♦•Pr. Saalbauvereirr. Mit dem vierten Concert de» Saalbauverein-, das am 27. d. M. im großen Saale de- Gesellschaft-Verein- abgehalten wurde, fand der dies« jährige Cyclu- von Kammermusik Concerteu feinen Abschluß. Die frommen Wünsche, die vor einigen Tagen ein concert- freundlicher Herr für dieses Concert in Bezug auf das Wetter in diesen Spalten äußerte, waren zwar vicht in Erfüllung gegangen, doch hatte sich auch so eine stattliche Anzahl von Mufikfreuudeu eingefunden, die den dargedoteuru Kunstgenüssen mit Interesse lauschten. Die beiden ersten Nummern des Programms waren dem Andenken de- verewigten Meister BrahwS geweiht uud enthielten dessen Clavier» quintett (opus 34) uud die Rhapsodie für Alrsolo, Männer- chor uud Pianoforte resp. Orchester (opns 53). Um die Wiedergabe de- Quintetts machten fich die Herren Herber, Wollgandt, Leimer, Hegar (Streicher) uud Trant- manu (Clavier) in hohem Maße vrrdieut, während fich in der Rhapsodie daS Kroubaur'sche Qnartett nuter Herrn Trautmanu S Leitung auf der Höhe seine-Könnens zeigte. DaS Altsolo hatte Fräulein Emmy Schaum au» Frauksurr übernommen, eine talentirte Sängerin, die mit ihrem vollen, wohlklingenden Organ den an sie gestellten Anforderungen vollauf gerecht zu werden verstand und auch nachher mit deu dargeboteueu Liederspendeu, besonders mit der temperamentvollen uud mit tiefem Verständuiß vorgetragenen Compofitiou unsere» UniverfitätS-Mufikdirector- reichen Beifall erntete, sodaß fie fich zu einer Zugabe (Kinderlied von Berger) verstehen wußte. Von den Liedern a ca- pella, welche das „Kroudaur'sche Quartett" unter Leitung seine- Dirigenten, Herrn Geller, vortrug, erschien unS uaweutlich da» letzte als besonder- wohl gelungen. Einen würdigen Abschluß erhielt da- Concert durch das geistvolle uud sehr interessante Clavielquivtett (opus 81) von Dvorük. Ueber die Compofitiou selbst ist bereit» vor einigen Tagen an dieser Stelle eingehend gesprochen worden, sodaß wir uuS heute darauf beschränken können, zu sagen, daß die Wiedergabe durch die auSführeudeu Künstler eine gute, wohl befriedigende war. Wir schließen unseren Bericht mit dem aufrichttgeo herzlichen Wunsche, daß diese mit so günstigem Erfolge ins Leben gerufenen Kawmermusik-Coucerte für die Zukunft ein dauerndes Gut unserer Stadt bleiben wögen. •*cT Der Bauer'sche Gesaug-Bereiu beging gestern sein 34jährige» Stiftung-fest. Auf der einen Seite sah man dem Jubilar sein Alter nicht an, denn Jugendfrische und Kraft zeigte fich iu allen Lüftungen- auf der anderen Seite dagegen werkte man deu für einen Verein ganz respee- tablen Zeitabschnitt, denn eine große Anzahl erprobter Freunde füllten al» Geburt-tag-gäste und aufmerksame Zuhörer den Saal. Der Verein hatte fich seine Sache nicht leicht gemacht, neben den schönen, immrr noch al» Prüfstein geltenden Volksliedern, waren recht schwierige Kunstlieder auf dem Programm zu finden. Am meisten von den letzteren hatte wohl daS Morgenlied von Rietz iuteresfirt, welches in jeder Weise einen geschutten Chor vorauSsetzt und verlangt. Wir coastatiren gern, daß neben allen Hebrigen, auch dieser Chor voll uud ganz gelang, e» waren starke Kritiker im Saale, aber der Beifall war so unvermittelt, kam ungezwungen, und wußte al- vollste Anerkennung getten. Neben den Chorwerken waren Solovorrräge vorgesehen und auch hierbei wüsseu wir be- dingnogSlos den Erfolg anerkennen. Einen großen Theil, de» dem Verein gespendeten LobeS müssen wir freilich auf daS Conto de» Dirigenten, Herrn Polster übertragen. Der Manu hat Schneid, weiß was er will uud versteht es vor allen Dingen feine Intentionen seinen Säugern einzuflößen, sodaß diese jede, selbst die kleinste Nuance nnweigerlich bringen. Ein flott gespielter Einakter, von Mitgliedern de» Stadttheater» dargebracht, schloß da» schöne iuhattreiche Programm. Doch halt, noch Nr. 11 der Tanz folgte und soll fich anch mit vollem Erfolg den übrigen Nummern de» Programms angeschloffen haben. ••P. Ausstellung von Havdfertigkettsarbeilen. Wie tu seinem gesawwteu Schulwesen einerseits und den sonstigen WohlfahrtSeinrichtungen andererseits, so steht unser Gießeu auch iu feinen Leistungen für erziehlichen Handfertigkeit»- unterricht im Bordertrrffen und rivaltfirt erfolgreich mit Städten, die ihm an Zahl der Bewohner wie auch an pecnniären Mitteln bedeutend überlegen find. Die hier seit einigen Jahren in» Leben gerufene Anstalt bildet kein unabhängige» Gaoze, sondern nutersteht der Leitung des Herrn Oberlehrer Hahn. Vielleicht ist e» einer späteren Zeit vor- behatten, den Unterricht für erziehliche Snabenhaodarbeit al» obligatorischen Lehrgegenstand tu den systematischen Schul- uuterricht einzureihen, damit allen Schülern die Wohlthat desselben zu Theil werde. Bezüglich der Organisation der Schule sei bemerkt, daß der Unterricht von zwei Lehrern, die hierfür eigen» vorgebildet find, an zwei Tagen in der Woche — Mittwochs und SamStagS von 1/13 Uhr Mittags an — in zusammen vier Abteilungen ertheilt wird. Er gliedert fich in einen CursuS für Anfänger und einen solchen für Fortgeschrittene. Auf die erzielten Resultate in jeder Abtheiluug kommen wir spater zurück. Der Rechenschaftsbericht für Serbschuiit gibt an, daß der Unterricht vom 6. Oc'.ober 1897 bis 26. März 1898 dauerte und von 32 Knaben besucht wurde. Die Theiloehwer standen im 11. bi» 13. Jahre und fetzten fich zusamwen aus Schülern der Stadtknabenschule, der Realschule und des Gymnasium». Dem Bericht für Papparbeit entnehmen wir, daß bei gleichem Beginn und gleicher Dauer der Huterr chlSzeit 30 Schüler in der vorher erwähnten Zusammensetzung Theil nahmen. — Ueber die auSgestellren Schülerarbeiten folgende Einzelheiten: I. Kerbschnitt. A AnfängercursnS: 1. Hebung 1: Viereckiger Untersatz, 2. Uebungeo 2 a unb b: Notiztafel, 3. Hebung 3: Sechseckiger Hntersatz, 4. Hebung 4: Briefbeschwerer, 5. Hebungen 5 a, b, c: Verzierte» Lmesl, 6 Hebung 6 : Runder Hntersatz, 7. Hebung 7: B lderrahmeo, 8. Hebung 8: Schlüsselhalter, 9. Hebung 9: Bücherbrett. B. Cursu» für Fortgeschrittene: 1. Sparkasse, 2. Notizblock, 3. Spiegelrahmen, 4. Thürschild, 5. Aiäierbrett, 6.Lawpeureüer,7.Hrstäader,8.K2ffeeklotz,9.Zahobüistenhatter, 10.Console, ll.Bürsteokasten, 12.Brodtellcr, 13.Schmnckkasten, 14. Zeitunglmappe, 15. Doppelrahme. C Schwierige Arbeiten für geübte Schüler: 1. Großer Stehrahmen, 2. Handschuhkasten, 3. Mefferkasten, 4. Schreibzengständer, 5. Servtrbrett, 6. Fußschemel, 7. runde» Tischchen, 8 Hocker. — II. Papparbeit. A. Anfänger: 1. Stundenplan, 2. Merktafel, 3. Zaubertasche, 4: Kästchen, 5. Kasten mit Deckel, 6. Schiebekasten, 7. Würfel, 8. Lampevreller, 9 Heft, 10. Küchentafel, 11. einfache Mappe, 12. sechseckiges Körbchen, 13. Buchfutteral, 14. Schutzkasten, 15. Viereck ge» Körbchen, 16. Mappe. B. Fortgeschriteve: 1. Mappe mir Tasche unb Klappe, 2. Tagebuch, 3. Schreibmappe, 4. Uhrständer, 5. Fingerhutbehätter, 6. Waadermappe, 7. Nä.körbchen, 8. Serviettenring, 9. Sparkasse. — Die Arbeiten, nach Maßgabe der vorstehenden Aufzählung geordnet, gewährten einen prächtigen Anblick, solche für Fortgefchrirtene und Geübte präsentirten fich zum Theil al» Kunstwerke. DaS zahlreich erschieoeve Publikum zeigte denn auch viel Interesse und Berstäudniß, und e» darf erwartet werden, daß durch recht lebhafte Betheiligung am Unterrichte der Nutzen desselben fich demnächst in allen Schichten unserer Bevölkerung deutlich fühlbar machen wird. •• Unsere Stadtpost in der Schulstraße, welche seither dem hiefigen Hauptpostamt unterstellt war, wird vom 1. April ab alS nicht etatmäßige» Zweigpostamt mit selbstständigem Vorsteher geführt werden. Hieran» werden verschiedene Vortheile in der Bestellung usw. refultireu. Der Verein für Bogel- und Geflügelzucht hält am kommenden Sonntag nach ewjährigem Bestehen seine erste Generalversammlung ab. Die Tagesordnung besteht in der Berichterstattung Über die Ausßellang und deren finanzielles Ergebniß, Neuwahl de» Vorstände» und Ver- loosung der bet der Au-stelluugSlotterie nicht abgensmmenen Gewinne. •• Zwischen die Passer gerathen ist in der Werkstätte der Oberhesftschen Eisenbahnen am vottgrn Samstag ein Arbeiter. Er wurde derart verletzt, daß er nach feiner Wohnung gefahren werden mußte. ______________________ rttrchttche Anzeigen der evang.Gerneinde. In der Stadtkirche. Mittwoch den 30. März, Abends 6 Uhr, sechste PasftonS- andacht.Pfarrer Dr. Grein. Sfitlfla ter raMpa jna*htta JiMtp-vr. eperrrtzan». Dienstag den 29. März: Bajazzo. RegimevtStochter. Mittwoch den 30. März: Tannhäuser. Donnerstag dm 31. März: Hochzeit des Figaro. Frettag dm 1. Sprll geschlofim. S-mStag dm 2. April: Der Maskenball. Sonntag dm 3. April, Nachmittags 3Vi Uhr: Schöne Helena. AbmdS 7 Uhr: Fra Diavolo. Neues Ballet-Dtvertiffement. Montag dm 4. April: Wallensteins Tod. Echarr^ieltzan». Dienstag den 29. März: Gebildete Menschen. Mittwoch dm 30. März: Gymnasialbirector. Donnerstag dm 31. März: Logenbrüder. Frettag dm 1. April: Götz von Berlichingen. Samstag dm 2. Aorll: Bartel Turaser. Sonntag den 3. AprU, Nachmittags 3'/, Uhr,: Logenbrüder. Abmd» 7 Uhr: Der Rentier. tuiO poUswirrdschaff •rüotxrt#26.März. Frachtpreise. WeizmX20,00—20,60, Korn X 15,80—16,00, Gerste X 17,50-18.00, Hafers 15,00-16,00, Erbsen X 18-CO, Linsen X 00,00, Wicker X 00,00, Leiv X 00,00, Kartoffeln X 600, Samen X 00,CO. Nerreft* Nachrichten. Depeschen de» Bureau „Herold^. Berits, 28. März. Gestern früh wurde die Geliebte Grünenthal», Elli Solz, und eine Hebamme verhaftet. Berlin, 28. März. Dem ^Berliner Tageblatt" zufolge wurde in Grenoble der Münchener Schnell« und Dauergeher Hallmeier ermordet. Hallmeier wurde während seiner Theilnahme an dem MeisterschaflS-Dauergehen «euch- ling» erschossen. Laudon, 28. März. Der Zustand Gladstone» wird al» hoffnungslos betrachtet. Madrid, 28. März. In «eiten Kreisen der Bevölkerung gitt der Ausbruch de» Kriege» als ganz sicher. 8» herrscht große politische Begeisterung. Taufende junger Leme an» allen Schichten der B.-vö:kerung bieten der Regierung ihre Dienste an. Sagasta hofft dessen ungeachtet, den Frieden noch erhatten zu können. Athen, 28. März. Ein großer Diebstahl ist in dem Bureau der öffenclicheu Schulden Verwaltung entdeckt worden. Eiu Beamter hatte feit lacgaer Ze t entwerrhete Coupons entwendet uud wieder in Umlauf gesetzt. Newyork, 28. März. Aui Haiti find die finanziellen Berhä.inisse ttostlok. Im Jvneru der Jvlel herrsch: Huu ger-uoth. Tüll-Vorhänge abgepasst u. meterweise, sind in neuem, grossen Sortiment eingetroffen, hierunter besondere Gelegenheitskänfe. Fritz Nowackj 9678 Ausstattungs-Geschäft und Wäsche-Fabrik.^ = 2 ’n M 3* Herrn- L Knabengarderobe nach Mass H $ ♦ wang-Sem-i»»-- ibmappt, 4. VHWLtt, rappe, 7. NäMchev» wg geordnet, gewährten ir Fortgeschrittene and l qU Kunstwerke. Dos denn auch viel Interesse artet werden, daß durch tchte der Nutzen disselbeu irer Bevölkerung deutlich illlftraße, welche seither war, wird vom 1. 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Entwerfen, Modelliren nach ornamentalen und figürlichen Motiven, Vorträge über plastische Anatomie, Stillehre, Materialienkunde, Schnitzen, Drehen und Fasoniren in Elfenbein, Horn, Holz Perlmutter, Schildpatt; Kerb- und Flachschnitt, Holzbrand, Eirüegearbeit (Intarsia, Boulle); Ciselieeu, Treiben und Montiren in Edelmetall in Verbindung mit Elfenbein, Glas, Achat u. s. w. Der Unterricht wird durch eine reiche Modell- und Vorbudersamm- lung, sowie gut ausgeftattete Werkstätten unterstützt. Das Schulgeld beträgt zehn Mark im Halbjahr. Unbemittelten Schülern kann die Entrichtung des Schulgeldes nach- aelasien, sowie Auswärtigen der Besuch der Schule durch einen Unterstützungsbeitrag erleichtert werden. Bei Gesuchen um Gewährung der einen oder anderen Art dieser Erleichterungen werden neben der Vermögenslage des Schülers auch die Vermögensverhältnisse der Heimathsgemeinde oder das Vorhandensein geeigneter Stiftungsmittel in Betracht gezogen. Anmeldungen und Gesuche sind an die Unterzeichneten zu richten, Mchöüchsen von Kindermehl, Kaffee-Essenz rc. Wchüser KnusbuOk, der mit Pferden unuugehen versteht, sofort gesucht. Näheres im 3239 Hessischen Hof. Wohnung von 4 geräumigen Zimmern, 2 Kammern usw im 1. oder 2. Stock, womöglich mit Gar'tenantheil, an der West-, Nordanlage oder benachbarter Straße, für Mitte Juni zu miethen gesucht. Offerten unter M. G. 3227 an die Exped. d. Bl. 3247] (tzrünbergerftratze 33 ist der 3. Stock, mit Wasserleitung und allem Zubehör, per 15. April zu vcrm. Näh.3.St. 3246] Der 2. Stock, 3 bis 4 Zimmer mit allem Zubehör, per 1. Juli zu vermischen._______Frankfurterstr. 86. 1900 Freitag den 1- April. " Wohnung von 4 Zimmern und Zubehör, mit Gartenzutritt wenn möglich, zu miethen gesucht für ruhige -eute per 1. Juli oder auch später. Offerten unter B. 3230 an die Exped. d. Bl. -"Ruhiger Herr sucht zwei »nmöblirte »ol Zimmer mit Bedienung. Offerten unter to|R. 3229 an die Exped. d. 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Bauschreiner, 1 Fuhrknecht, 4 jüngere Hausburschen, 2 ältere Hausburschen, 1 Putzfrau für eine Badeanstalt für dauernde tagt Arbeit, 1 Waschfrau, 1 Weckaustragerin, 1 Hastsbursche, welcher auch die Wartung von Kranken zu übernehmen hat, 2 Näherinnen, 1 Köchin, 17 Dienstmädchen für Küche und Hausarbeit, 1 Hausmädchen. Lehrlinge: 3 Bäcker, 2 Barbier, 2 Buchbinder, 2 Drechsler, 1 Gärtner, 1 Kupferschmied, 1 Küfer, 2 Lackirer, 1 Sattler, 1 Schlaffer, 1 Schmied, 2 Schneider, 2 Schreiner, 3 Schuhmacher, 1 Wagner. Ortsgewerbevettm. Dienstag, 29. März, Abends 8'/, Uhr, im Saale des Cafe Ebel: Uortrag d. Hrn. Keallehrer H. Kahl ?u Wimpfen über: (las Gesetz mm 26. Illi e. Mr. die ©rgunifefioe des KsudmrKs, die gnidjtimg mm Handwerkerk-mmer- u. die Biiniiige Khrlmgsmsbildmg. Da das Thema dieses Vortrags für alle Handwerkerkreise von großem Interesse sein dürfte, laden wir zu demselben außer unsere Mit- glieder auch alle übrigen Handwerker Gießen« freundlichst em. 8188 Der Vorstand. --- Schwarze Seidenstoffe Kroße chekegenßeilskäufe . in Damase I Zum 1. Mai wird, wenn möglich im INordviertel, ein Logis von 4 bis Garantie für solide D»ualltat a®® 5 Zimmern von ruhigen Leuten zu darunter eine Parti- schwerste Damass, früherer Preis Mir. 9.50, mieth-n^-such^ nu"*ctai/blä jetzt Mtr. 5.50, unter 5 jähriger Garantie. ~ " werden wir Gesellschaftsreisen veranst dten und bei ausserordentlich Preisen vorzüglichster Ausführung liefern: Fahrt, Logis in guten Hotels, n-nte Verpflegung, beste Führung auf Grund 3OMh riger Erf^hrungf Besichtignng aller Sehenswürdigkeiten, interessante Ausfluge. 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Tagesordnung: 1) Bericht. 2) Nechnung-ablage. 3) Vorstands- Statt jeder besonderen Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die schmerzliche Mittheilung, dass unsere liebe, gute Mutter Schwiegermutter, Grossmutter, Schwester, Tante und Schwägerin Danksagung. Für die vielen Vnvcise herzlicher Theilnahme bei dem Verluste unseres unvergeßlichen Sohnes Ludwig Krell sowie für die zahlreichen Blumrnspenden sagen wir Allen, insbesondere Herrn Pfarrer Dr. Naumann für die trostreichen Worte den tiefgefühltesten Dank. 3250________________Die tieftrauernden Eltern. Statt jeder besonderen Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mittheilung. daß cd Gott dem Allmächtigen gefallen hat, meine innigstgcliebtc Gattin, unsere theure Mieter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester u. Tante Jrau Marianne Wormsbächer geb. /lasset, nach langem, mit Gednld getragenem Leiden, im Alter von 78 Jahren, in ein beffercS Jenseits abzurufen. 3233 Um stille Theilnahme bitten Der titftrancrndc Gatte und Familie. Gießen und Iersey-Cit», den 27. März 1898. Die Beerdigung findet Dienstag den 29. März, Mittags 12 Uhr, Vom Trauerhause, Wallthorstraße 65, auS statt. » Mädchens 2 beehren sich ergeben st anzuzeigen Theater-Verein. Siebente Vorstellung Mittwoch den 30. März 1898, Abends 8 Uhr, im Festsaal (Leib’schcr Saal) Wallthorstr. Niobe Schwank in 3 Acten. Deutsch von Oscar Blumenthal. Killet*: in der Musikalienhandlung Ernst Challier (Kudolph’s Nachf.), sowie an der Abendkasse: Erstes Parquet Mk. 2,—; Zweites Parquet Mk. l,tO. Studontenkarton Mk. 1,—. Schülerkarten Mk. 0,40. Oallerio Mk. 0,40. Nach Schluss des Theater» bei ungünstiger Witterung Omnlbuiverbledeng nach Frau Lehrer Braun Wwe geb. Felaing Weinhandlung H. Lublinski, Giessen 30 Steinstra**© 30 Gott, dem Allmächtigen hat es gefallen, heute Nacht um 1 Uhr meine liebe brau, unsere gute Mutter, Tochter, Schwiegertochter, Schwester und Schwägerin Frau Dr. Pitz, geb. Schmidt, nach schwerem Leiden im Alter von 36 Jahren zu sich zu nehmen. Um stille Theilnahme bittet Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Dr. Fitz, Realgymnasiallehrer. Giessen, den 28. März 1898. Meakel’s Bieick-Soda. seit 20 Jahren bewährt als bestes u. billigstes Walch- u.Kleichmittel. Wir warnen vor Kachaymungen. die nur geringe Wasch- u- Keine AteichKraft haben. Nur in ehriginal-^acketen mit dem Namen „Henkel" und dem „Löwens als Schutzmarke. 3222 Henkel & Co.. Düsseldorf. Gefunden f ein Arbeitsbeutel, welcher Portemonnaie mit Inhalt tut« bält. Nitwlai, ludwigkr.4,IV. 32^4-11 Ein prächtig'r Stamm Hühner (Jaiiiiiölhiii), 1 Hahn, 2 Hühner, ist zu verknusen. Wo? sagt die Gzpedition d. 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