1*11 9551 ü)rte ilnr, Kunst-, hie. h. Lateinisch. - 9554 >- und Harmonie- ite. n etc. Einfachste >n gepr. Lehrerin, Belieben. Docenten der i October-Woche. iickelt chinen. i: leneimer, 'schalen. !Q (9 ssz $6 8 s no 9559 ;,prf LggeJ/ O ®11 Jljfc ch | z. tüclsdel g Nr. 227 Zweites Blatt Mittwoch den 28. September 1SOS Gießener Anzeiger General-Anzeiger Amts- und Zlnzeigeblntt für den lireb Gietzen. moeathd) 75 W>^ mit vrlngrrish» »n*e*Frcto virrlellthrkch 8« Poftdcjuz 9 Mark 50 purtfliafcrii* • ■■•Im« Kn|ttflfe zu bet ÄoAmittafl für bat |»l^nant Xa% «rfdjnncnbai -nimmer bi« Bor tu. 10 Uhr. Wt Unzkigen.vermiNlung«ftellen tze« In- gnfc WülignM »thmm «n,eigen für den Gießener »ngeign en.g^n». fd4d«l U(H4 mu lulnabeu des Monla-s. Morden dem Anzeiger m*d)tnt:.j) viermal brigcUgt Rfkäwn, Lrpkdirion und Druckerei: 54nfflra|r Br. 7. | Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. ----- - "--- - - '----Ltt Bhrtfle für Depeschen: Anzeiger Gtet«R. Fernsprecher Nr. 61. Amtlicher Theil^ Bekanntmachung, betreffend: Ergänzungswahl zum Kreistage de» Kreise» Dießen durch die 60 Höchstbesteuerteu de» Kreise». Tewäß Art. 26 der Kreis- und Proviuztal-Ordnung haben mit Ablauf bi» Jahre» 1898 die folgenden im Jahre 1892 (bezw. 1895) auf die Dauer von 6 Jahren (bezw. 3 Jahren) durch die 50 Höchstbesteuerteu des Kreise» gewählten Mitglieder de» Kreistag» auszuschetdeu, nämlich die Herren: 1. DutSdesitzer Karl Sch lenke, Hardthof bei Dießen, 2. Rechtsanwalt Hirschhorn zu Dießen, 3. Lommerzieurath Hehligeustaedt zu Dießen, 4. Eduard R ö hrle zu Dießen. Außerdem ist infolge Ablebens ausgeschtedev der im Jahre 1895 bi» Ende 1901 gewählte Herr Rentner August Heß zu Dießen. Für diese 6 auSscheidendeu bezw. auSgeschiedeueu Mitglieder haben Ersatzwahlen durch die 50 Höchstbesteuerteu de» kreise» stattznfindeo. Unter Bezugnahme auf Art. 21 der Kret». und Provinztal-Orduung wird nachstehende» Ber- zeichnth der persönlich oder durch Stellvertreter zur Theil- nähme an der Wahl de, 50 Höchstbesteuerten de» Kreise» Dießen Berufenen mit dem Snfügeu zur öffentlichen Keuntniß gebracht, daß der mit dem geringsten Steuercapital Auf* genommene (Rechnungsjahr 1897/98) ein Lommunalsteuer- kapital von 3305.8 Mk. besitzt. Anträge auf Beitchrigung diese» Berzeichntffe» sind binneu einer uuerstrrckitcheu Frist von 4 Wochen nach Ausgabe diese» Blattes, welche» die Beknoutmachung enthält, bet Meldung der Nichtberücksichtigung bet dem Krei»au»schuß anzubriugeu. Dteßeu, den 24. September 1898. Der Kret»au»schuß dc» Kreise» Dteßeu. v. Bechtold. Berzeichuih der 50 Höchstbesteuerteu im Kreise Gießen. 1. Actieudraueret Dießen. 2. Sichler, Georg, Dießen. 8. Bücking, Ludwig, Dteßeu. 4. vuderus'iche Eisenwerke, Lollar. 5. Burk, Fcrdtnaud, Wittwe, Dießen. 6. Busse, Rudolf, Gecondelieutenant, Steßen. 7. Sisenwerke Hirzenhain und Lollar, Setieu-Desellschaft (vuderus'iche Eisenwerke), Lollar. 8. Emmeltu», Heinrich, Dießen. 9. Emmeltus, Loui», Dteßeu. 10. Euler, Andrea», Firma, Dießen. 11. Friedel & SSPriou, Firma, Gießen. 12. Dail, Gg. Phil., Firma, , 18. Dail, Wilhelm, , 14. Georgi, Ludwig, „ 15. Großh. Hau», Familteueigenthu«. 16. Heichelheim, Tiegmuud, Gießen. 17. Hessisch Rheinischer Bergbauveretn, Gießen. 18. Heß, August, Wittwe, Gießen. 19. Hehligeustaedt & Sie. (Hihltgeustaedt, Loui»), Gießen. 20. Jhrtng, Joh. Hrch., Sich. 21. Klingspor, Carl, Gießen. 22. Koch, Konrad VI., Erben, Gießen. 23. Königreich Preußen, Eisenbahufisku» (Vetrteb»-Amt Caffel M W. B- frühere Lölu-Miudeuer Eisenbahn- geiellschaft). 24. Löhletn, Hermann, Dr. Profeffor, Gießen. 25. Müller, Gustav Arnold, Gießen. 26. Müller, Karl, Leihgestern. 27. Nauheimer, Gottlieb, Gießen. 28. Noll, I. B., Firma, Dießen. 29. Nordeck zur Rabenau, Adalbert Freiherr v., Erben (Nachlaßverwaltung), Friedelhauseu. 80. Nordeck zur Rabenau, Adalbert Freiherr v., Erben in Gemeinschaft mit der Gesawmtfamilte. 31. Nordeck zur Rabenau, Ferdinand Karl Freiherr v., Eiben, Großrn-Buseck. 32. Nordeck zur Rabenau, Karl Freiherr v., Erben, Londorf. 83. Pascoe, Samuel, Gießen. 34. Reiber, Wilhelm, Firma, Gießen. 85. Riegel, Franz Dr., Profeffor, Gießen. 86. Röhrle, Gebrüder, , 87. Schaffstaedt, Hrch. II., , 88. Scheid, Loui», „ 89. Schirmer, Heinrich, , 40. Setp, Wilhelm, , 41. Solms-Braunfels, Fürst, Braunfels. 42. Solms-HoheufolmS-Lich, Fürst, Lich. 43. Solms-Hoheusolms-Ltch, Prinz Loui», Lich. 44. Solm»-Laubach, Graf, Laubach. 45. Strahl, Han», Dr., Profeffor, Gießen. 46. Wagner, Karl, Dr. med., Londorf. 47. Walderndorff, Graf zu, Wiesbaden. 48. Waflerschlebeu, Erich, Gießen. 49. Wtnn, Heinrich, Gießen. 50. Zimmer, Georg Karl, Erben, Winnerod. Die internationale Lage hat sich im Lauf der letzten Monate auf der Oberfläche zwar nur wenig geändert, in ihrem Wesen aber eine so einschneidende Veränderung erlitten, daß diese demnächst auch sichtbar tu die Erscheinung treten muß. Dir Dinge haben sich allmählich zugespitzt, da- Formlose und Unbestimmte gewinnt ein schärfere» Profil, und wenn die letzte Hülle fallen wird, die noch da» eigentümliche Bild der unter ihr -usawmengearbeiteteu Son* stellation verbirgt, so wird r» nicht viele Ueberraschungeu mehr geben, da man bereit» die Umriffe In großen Zügen erkennt. Die zwischen Rußland und Frankreich herrschende mißtrauische Verstimmung, die durch osfictöse und tournaltfttfche Schönfärberei nur mühsam verdeckt wird, würde den Mächten de» Dreibund» und damit der Friedenssache — letzterer bei Weitem mehr al» die phantastische Frtedenswanifestipielerei de» Ezaren — in beträchtlichem Maß zn gut kommen, wen« nicht die inneren Wirren Oesterreichs unseren mächtigea Bundesgenoffen zur Zeit jeden Etnfiuffe» und jeder Action»* fähtgkett nach außen beraubte«. Hierin liegt wohl mehr al» in hochpolitischen Erwägungen, deren staatsmännische Begründung aller officiösen Spiegelfechterei nicht gelingen will, die Rothwendtgkett der Zurückhaltung Ocsterreich» in der jammervoll verfahrenen Kretafrage. Wenn auch Deutschland fich von diesem diplomattsch-milttärischeu Jmbroglto zurückgezogen hat, so wird diese Rrfignation nicht lediglich auf den Wunsch, für Alle», was dort geschieht, unverantwortlich zu bleiben, zurückgrführt werden dürfen. Auch hier, wo anscheinend den Engländern eine Erweiterung ihrer Macht im Mittelmeer ohne Wettere» zugestanden wird, ruhen im Hintergrund Dinge, die tu einer vielleicht nicht fernen Zukunft Aufklärung finden. Hoffentlich in einer Weise, die da» vertrauen zur gegenwärtigen Leitung unserer auswärtigen Politik rechtfertigt. Der Prüfstein dafür wird in dem Inhalt de» deutsch-englischen Abkommen» liegen, von dem bisher nur Bruchstücke und auch die nur gerüchtweise und tu eben so widerspruchsvoller wie wenig authentischer Form bekannt geworden find. Inwieweit die imperialistische und Eroberungspolitik der vereinigten Staaten und der vollständige moralische Zusammenbruch der französischen Republik auf Deutschland» auswärtige Politik zurückwtrken werden, hängt zunächst von der wetteren Entwickelung dieser neneu Faktoren der internationalen Lage ab. Jede darauf gegründete Prophezeiung ist unsicher und läuft Gefahr, von den Eretgntffen rasch de- meutirt zu werden. M. N N. Was wolle« die Bestrebungen für Knabeu- Handarbeit- Der Zweck der Bestrebungen ist in seinem innersten Kern ein rein erziehlicher: Wie heute die intellectuelle (Seite des Kinde» durch den Unterricht methodisch geschult wird, so soll künfttg auch sein Trieb, werkthätig mit der Hand zu schaffen und zu gestalten, durch einen den kindlichen Kräften angemeffmen Unterricht methodisch zur Entwickelung gebracht werden. Der Handfertigkeitsunterricht bildet also eine Er- FeuMeto«. Frankfurter Theaterdrirf. (Ottgtnalbcttcht für den .Gießener Anzeiger".) (Nachdruck verboten.) „keelensturme" von Na ui. — „Im weißen Roßl" von Blumenthal. — Gastspiel des Frl. Olga Pewuy. Dr. M. Das darf man wohl sagen: Jung-Jtalien hat ein Recht, mttzusprecheu, wenn e» sich um moderne Literatur handelt, denn es hat zu dem Bilde ber neuen Richtung einige nicht unwesentliche Farben und Töne geliefert. Heiter find fie freilich nicht, diese Farben! Schttut iS doch, als müffe fich die gedrückte politische und sociale Stimmung, die auf de« ganzen Lande lastet, auch in seiner Literatur Luft machen 1 Allerdings nicht in jener befreienden, tlaswollen Weise, wie wir es in Deutschland an der Literatur ter Stürmer und Dränger de» 18. Jahrhunderts sahen. Dazu fehlt die Juttiative und vor Alle« der feste Glaube an bm Sieg de» sittlichen Jbeal», der beste enb sicherste Boden für ben Dichter. Den haben bte jung« Italiener fast verloren. Man braucht fich ja nur ben be- biutendsten zu vergegenwärtigen, den Romandichter Gabriele d'Anunzio, um btefen Grnnbzug de» Krankhaften, Silbst- quälerischcu, blefe unheimliche Lust am Aaalhfiren, in seiner höchsten Potenz zu sehen! Auch an btn Dramatikern haftet er: an Berga, Prags, Giacosa nnb an Nani, der sich als Geistesverwandter der gleichen Klaffe etnfügr. Ja, dir Einakter „Serleustürme" ist sogar charakteristisch für diese ganze italienische Richtung, die fich zumeist innerhalb | drr Sselenstürme bewegt, gleichviel, ob diese ihre vernichtende I Wirkung nun in ländlicher Sphäre oder in Kreisen entfalten, wo die gute Erziehung die Brutalität der Leidenschaften etwas h Schranken hält. NaniS Etnacter, der auch da» Motiv von dem seine Ehre rächenden Hintergangenen (Balten behandelt, beiläufig bemerkt ein Motto, da» die göttlichen Musen den romanischen Poeten schon bei der Diburi zu schenken pflegen, al» unveräußerliche Lebenswitgift, hat noch in rein formaler Hinsicht baß Gute, daß e» fich lricht nnb oft, dann auch sogar in paffenbet Gesellschaft, zumal wenn e» zusammen mit Schnitzler» „Liebelei" gegeben wirb, auf dem Theaterzettel anbringen läßt. Die Frankfurter Künstler, namentlich die Vertreter der beiden Hauptrollen, Herr Bauer (Leonardo) und Fräu- lein Triesch (Carmelo), wissen den richtigen Ton für ihre Eharactere und die Sttmmung de» Ganzen zu treffen. Dem neuesten Blu mentha l'schen Schwank ,Jm weißen Rößl" ist in Frankfurt a. M. daß gleiche Schicksal beschieden wie iu Berlin und anderen Städten. Es wacht stets ein volles Hau», unterhält da» Publikum und wird an den Freund nnb Nachbar, der ihn etwa noch nicht gesehen haben sollte, angelegentlich Wetter empfohlen: ,©le waren noch nicht ,3« weißen Rößl" ? Ach, ba müssen Sie hineingehen ! Sie werden an» dem Lachen gar nicht heraus- kommen." Diese letzte Znfichernng genügt vollkommen. Man geht also hinein, und ist man vielleicht gerade eben au» seiner Sommerfrische hetmgekehrt, so übt diese harmlose Posse mit ihren hundert dem Reise- und Touristevleben entnommenen Rcquifitenscherzen einen doppetten Reiz au». Oscar Blumenthal ist in seine« jüngsten Opu», wenn wir von einigen zweideuttgen Gelegenhettswttzen ab- sthrn, die ebensogut ausgemerzt werden köanttn, wie da» zl B. auch tm Darmstädter Hoftheater geschieht, zu dem en« ständigen Humor seiner besseren Stücke zurückglkrhrt. Da» ausdringliche Parfüm der „Orieutreise" schlägt uns aus keiner Scene entgegen. Ist e» doch, als wenn die frische Gebirgsluft im Salzkammergut, wohin er diesmal den Schauplatz des Schwankes verlegt, auch den Personen selbst zu Gute gekommen wäre! Die Wtrthin zum »Weißen Rößl" und der biedere deutsche Gelchrte, der so ttenhrrzig glaub- würdig vom „Reisezanber" zu reden weiß, den doch nur so recht diejenigen Menschen fühlen, welche ein kleine» Portemonnaie besitzen — das find zwei prächtige, frische Figuren, die einen sogar darüber trösten, daß es zu einer richtigen Handlung tu den drei Acten gar nicht kommt. Es ist, wie wenn «an zu eine« Essen gebeten wäre, bet welchem «an nur Suppe und Dessert gereicht bekommt. Aber da die Witthe angenehm zu plaudern wissen und die Sonne de» Frohsinn» durch alle Räume dringt, behält «an seine gute Laune bis znm Schluß. In der Oper beschäfttgt gegenwärtig die Aspirantin für da» Fach der jugendlichen Sängerin ba» Iuterefse der Theaterfreunbe. Fräulein Olga Pewnh, welche vom Darmstädter Hostheater kommt und fich ben Frankfurtern al» ,($lfa* und .Sieglinde* vorgeftellt hat, befitzt Eigenschaften, welche sie unstreitig al» «erthvolle und zuverlässige Stütze eine» tüchtigen Ensemble» erscheinen lassen,- dazu gehört in erster Linie musikalische Sicherhett und eine gewisse darstellende Routtue. Aber die tiefere seelische Durchdringung und Belebung ihrer Gestalten scheint ihr versagt. Wenigsten» war nach dieser Richtung während der drei Jahre ihrer Darmstädter Wttksamkeit kein Fortschritt bemerkbar. Weiterung der Erziehungsmittel. Der von Natur so lebendige ThätigkeitStrieb wächst heute wild auf, die ihm zugeführle Nahrung ist eine spärliche und meist rein zufällige. So nimmt derselbe, gefördert durch die einseitige und oft über« reich gebotene geistige Nahrung, mit jedem weiteren Schuljahre an Lebenskraft ab und erstirbt in manchen Fällen wohl auch ganz. Der gedeihlichen Gesammtentwickelung des Kindes wird hiermit eines der wirksamsten Förderungsmittel ent« zogen. Durch die heutige einseitige geistige Anspannung des Kindes werden aber auch öffentliche Interessen von erheblicher Bedeutung betroffen. Das Kind gewöhnt sich daran, nur die geistige Arbeit zu schätzen, die wirthschastliche Arbeit der Hand aber gering zu würdigen. Die Erziehung unterläßt heute so gut wie alles, um eine solche Würdigung hervorzurufen. Diese verschiedenartige Schätzung hat sich seit längerer Zeit in der öffentlichen Meinung bereits be« festigt und ihren Einfluß auf die künftige Berufswahl ausgeübt. So drängt Jedermann heute gern einem geistigen Berufe zu, selbst der Beruf eines Schreibers wird höher als der eines Handwerkers, Fabrik« oder Landarbeiters geschätzt. Da "/12 der Berufsarien aber inmitten der wirch- schaftlichen Arbeit des Lebens stehen, und nur etwa r/ir der- selben in der gesellschaftlichen und Bildungsarbeit, so roirb durch die heutige einseitige Entwickelung der Anlagen des Menschen nach der geistigen Seite hin zugleich eine unnatürliche und socialgefährliche Verschiebung des Interesses für die Berufsarten des Lebens geschaffen. Diese Verschiebung steht in directem Widerspruch mit den heutigen Zeitforderungen. Schon seit Jahrzehnten ist gerade von den hervorragendsten Pädagogen die Forderung betont und aufgestellt worden, den Heranwachsenden Menschen nicht allein zu geistigen, sondern auch zur werkthätigen Arbeit zu erziehen, ja kaum weichen die heute hierfür geltend gemachten Gründe wesentlich von den ehemÄS hervorgehobenen ab. Dessenungeachtet waren die früheren Bestrebungen, die im Lause der Zeit nur an wenigen Stellen eine practische Gestaltung erfahren hatten, bei Beginn der heutigen Bewegung so vollständig dem Ge- dächtntß der Gegenwart entschwunden, daß selbst die pädagogischen Kreise kaum noch gelegentlich hierauf zurückkamen. So hat die hierfür erwachte neuere Bewegung erst die Ueber- zeugung wieder zur Geltung bringen müssen, daß eine regelrechte Bearbeitung körperlicher Stoffe auch einen tiefergehenden erziehlichen und socialen Werth hat. Wenn die heutigen Bestrebungen aber einen größeren Erfolg als die früheren haben, so liegt die Ursache darin, daß sie einerseits organistrt über ganz Deutschland auftreten, und daß es andererseits gelungen ist, diesen Erziehungsstoff durch Schaffung von System und Methode zu einem Unterrichtsgegenstande heranzubilden. Dieser Unterricht wirkt in doppelter Weise auf die Entwickelung des Kinde» ein. Zunächst entfaltet er den Eingangs gedachten ThätigkeitStrieb selbst, der zu der Neigung heran- reift, sich stets nützlich zu beschäftigen. ES erwacht der Sinn für Betriebsamkeit. Ein Kind, in welchem dieser Sinn recht lebendig geworden ist, verfällt weniger leicht in Thor- heiten und folgt leichter jedem Mahnruf der Eltern und Lehrer: es ist leichter zu erziehen. Aber der entwickelte ThätigkeitStrieb wirkt auch körper-, geistes- und character. bildend; er erhöht die körperliche Kraft, Gewandtheit und Anstelligkeit, und macht durch heilsame Abwechslung in der Beschäftigung den Schüler widerstandsfähiger gegen die rein geistigen Anstrengungen. Er übt ferner die Fähigkeit des Auges, scharf und richtig zu sehen. Die geistige Ausbildung wird insofern unterstützt, als ein solcher Unterricht die Aufmerksamkeit schärft, folgerichtiges Denken befördert, die Kraft, practische Dinge zu beurthellen, weckt und die Kenntnisse erweitert. Nicht minder wird endlich auch die Character- und Willensbildung gefördert, indem der Handfertigkeitsunterricht zur Freude am Arbeiten und über das Gearbeitete führt, an ein sorgfältiges und anhaltendes Ausführen der Arbeitsaufgaben gewöhnt und hiermit zur Ausdauer, Geduld, Sauberkeit und Ordnung erzieht. Keines der heute vorhandenen Erziehungsmittel greift in die bezeichneten Anlagen und Kräfte des Kindes tief genug ein, um sie zu einer volleren Entfaltung zu bringen. So sieht die in Deutschland und anderen Culturländern hierfür lebenblg gewordene Bewegung in dem Arbeits-Unterricht also eine wesentliche Ergänzung der heutigen Erziehungsmittel. Daß ein solcher allgemein verbreiteter Unterricht Anlagen und Kräfte weckt, die in volkswirthschaft- llcher Beziehung von höchster Bedeutung find, ist naheliegend. Diese gleichzeitige practische Bedeutung des Handfertigkeitsunterrichts hat deshalb Veranlassung gegeben, daß andere Länder, wie Frankreich, England, Schweden, Norwegen rc. diesen Bestrebungen bereit« eine große Beachtung zugewendet haben. So folgt Deutschland in der Reihe der Staaten, welche den Handfertigkeitsunttrricht durch ihre Mittel fördern, bezw. ihn bereits allgemein eingeführt haben, erst an neunter Stelle! Wir haben somit alle Veranlassung, dahin zu wirken, daß wir hier von anderen Ländern nicht überflügelt werden. Deutsches Reich» Darmstadt, 26. September. Aus Fürstenstein, 25. September, wird der „Darmst. Ztg." berichtet: Ihre Königlichen Hoheiten der Grohherzog und die Großherzogin besuchten heute Vormittag Ihre Majestät die Kaiserin Friedrich vor der Abreise von Breslau und fuhren mit Gefolge, sowie Graf und Gräfin Schaffgotsch zum Besuch der Prinzen von Pleß nach Fürstenstein, wo die Ankunst Nachmittag» 8 Uhr stattfand. Berlin, 26. September. Der „Reichsanzeiger" veröffent- licht die Verleihung de» Character» als wirklicher Geheimer Rath mit dem Prädicat Cxcelleuz au den Unter ftaatSsecretär Fleck im Ministerium der öffentlichen Arbeiten. Berlin, 26. September. Heute früh wurde von der SchutzmanuSwittwe Bertha Dormaun gegen ihre Stieftochter, Frau Heitmann, in dem Haufe Kürbergerstraßr 1, Locales und ^provinzielles. A Airfeld, 26. September. Zu« ersten Mal feit Ber- willigung größerer Mittel zur Hebung der Viehzucht von Seiten Großh. StaaNregierung fand am 15. September d. I. die Thierfchau für den zweiten Körbezirk nach der neuen Organisation statt. Der vom landw. Provinzialverein auf- gestellte Plan für die Abhaltung der Thierschaueu fleht für Alsfeld alle 2 Jahre eine solche BezirkSthierschau mit gleichen oder ähnlichen Preisen vor, während in dem dazwischen liegenden Jahre eine Bullen- und Eberschau und Prämiirung vorgesehen ist. Schon hieraus geht hervor, daß mau jetzt planmäßig an die Hebung unserer Viehzucht herantreteu will, und daß, wie auch au» der Preisliste ersehen werden ckanu, auch ganz andere Geldbeträge für Preise zur Verfügung stehen wie früher. Die Thierschaueu sollen erzieherisch wirken, fie sollen den Landwirthen der betreffenden Bezirke zeigen,, was ihre BerufSgeuosseu auf den verschiedenen Gebieten der Thierzüchtung leisten, welche Formen und Eigenschaften gut gebaute und leistungsfähige Thiere haben müssen, fie sollen anregen und anspornen. Auch auf dem Gebiete der Thierzucht und Thierhaltung gilt heute der Grundsatz, daß nur in der Erzeugung der leistungsfähigsten Thiere zugleich auch die Rentabilität der Viehhaltung verbürgt ist. Um diese Zwecke zu erreichen, muß in erster Linie die Garantie geboten sein, daß die Beurtheiluug uud daher auch die Prä- miiruvg eine sachverständige uud objektive ist. ES wurde dies dadurch erreicht, daß als Richter sachverständige Herreu aus anderen Zuchtgebieten fungirten, die, eS sei dies hier öffentlich ausgesprochen, ihrer Aufgabe nach jeder Richtung hin gewachsen waren. Weiterhin dürfen, um die oben au- gedeutrten Zweck« zu erreichen, die Preise nicht zu klein sein. Hervorragende Zuchten und Zuchtthiere bedingen den Fort- schritt im Zuchtgebiete. Die Zuchten solcher können aber nicht durch Preise, die mehr den Character von Trinkgeldern haben, angeregt werden. — Betrachtet man von diesen Ge- fichtspuukteu aus die Alsfelder Thierschau vom 15. September, so muß zunächst anerkannt werden, daß die Aufgabe, als erste Einrichtung in dieser Beziehung, recht gut gelöst worden ist. Die Beschickung war in der Rtuderabthrilung eine recht gute, wenn mau berückfichtigt, daß Herdbuchthiere der Simmen- thaler Raffe bevorzugt, ja, daß nur diese Raffe prämiirt wurde. Was die Qualität der ausgestellten Rinder au- belangt, so kann hier, nachdem auch die beiden weiteren Schauen in der Provinz, in Hungen uud Büdingen, abgehatten find, nur festgrstrllt werden, daß nach allgemein ausgesprochener Anficht das beste Zuchtmatertal in Alsfeld ausgestellt war. Möchten unser, Zuchten nicht erlahmen, um stets an der Spitze der thirrzüchterischeu Leistungen in der Provinz zu marschieren. — Die Schweineausstellung war verhältuißmäßig schwach beschickt uud ließ auch die Qualität des ausgestellten Zuchtmaterials verschiedentlich viel zu wünschen übrig. — Es wird eine Aufgabe der Gemeinden sein, die Schweinezucht mehr wie seither, insbesondere durch Beschaffung guter Eber, zu fördern. Die Ziegenausstellung war stärker und auch bezüglich der Qualität der ausgestellten Thiere besser beschickt. treffende Hamburger Firma ausgestellt, präseuttrte. Da R. D. Warburg einen Avis von dem Berliner Geschäftsfreund nicht erhalten hatte, bat der Casfirer den Checkiuhaber, tu einer Stunde wiederzukommen. Telephonisch wurde nun bei der betreffenden Berliner Bank angefragt, ob der Check in der Höhe von 70,000 Mk. in Ordnung sei, man erhielt jedoch zur Antwort, daß hiervon nicht» bekannt wäre und daß man bitte vorläufig nicht auszozahlev. Eine Vienel- stunde später meldete fich das Berliner Bankinstitut telephonisch bei der Hamburger Firma und theilte mit, daß die Sache fich aufgeklärt habe und daß man die 70,000 Mk. auSzahleu könne. Diese merkwürdige zweite Mittheiluug kam den Chefs der Hamburger Firma denn doch verdächtig vor. Abermals wurde die telephonische Leitung in Anspruch genommen, und man ließ den Dtrector des Berliner BanktustttutS persönlich an den Apperat kommen. Jetzt wurde festgestrllt, daß in der That eine grobe Fälschung vorlag, und als nun der Checkinhaber erschien, wurde er von der inzwischen benachrichtigten Hamburger Criminalpolizei festgenommeo. * In jedem neu erscheinenden Kochbuch wird die eminente Bedeutung von Liebig'» Fleisch-Extraet voll gewürdigt^ auch der bekannte, tresfltche Nervenarzt Dr. Otto Dornblüth in Rostock empfiehlt die Anwendung desselben wiederhott in seinem „Kochbuch für Kranke", das die Materie der Speisenbereitung streng wissenschaftlich behandelt. Herr Dr. Dornblüch stellt die Analysen verschiedener Extrakte vergleichsweise zusammen und kommt zu dem Schlußresultat, „daß Ltebig's Fleisch-Extract vor anderen Fabrikaten dieser Art noch immer iu erster Reihe steht." • Ein sehr interessante» HeirathL-Gesuch, zu dessen genauer Wiedergabe 100 Zeilen kleinster Schrift einer Annoncenspalte nöthig wären, erläßt ein Onkel in einer rheinischen Zeitung für seinen Neffen, dem es aber, im Gegensatz zu anderen Heirathslustigen, an Damenbekanntschaft nicht fehlt. Daß er trotzdem noch keine gefunden, liegt wohl an den großen Anforderungen, die er an seine zukünftige Lebensgefährtin stellt. . Das Ideal des Neffen soll erstens aus guter Familie, von tadellosem Rufe und Character und evangelischer Religion sein; die Dame muß sein: schön, liebenswürdig, klug, practisch, schneidig, groß, gesund, von tadellosem Wuchs; ferner muß sie ein angeboren liebes, reizendes, ruhiges, angenehmes, feines Wesen und sehr gute Character- und Herzens-Bildung besitzen; sehr erwünscht sind dunkle oder tiefblaue Augen, dunkeles, schönes Haar, schöne, gesunde Zähne; ferner darf die Dame nicht unter 16 und nicht über 20 Jahre alt sein, zum Vater keinen unteren Beamten, kleinen Handwerker, kleinen Kaufmann oder kleinen Landwirth haben und selbst in keiner Stellung sich befinden; ausgeschlossen sind weiterhin solche Damen, welche klatschsüchig, putzsüchtig oder gefallsüchtig find; emanciptrte, studirte, böse, excentrische, nervöse, sportmäßig radelnde oder jagende Damen bleiben ebenfalls unberücksichtigt. Da musikalische Veranlagung zwar sehr erwünscht, aber nicht ausschlaggebend, so erfordert den Damen ihr eigenes Interesse, bei den anderen verlangten Eigenschaften nur bei der Wahrheit zu bleiben, da solche Damen, welche bei späterer eingehender Erkundigung die erwünschten Eigenschaften nicht besitzen, unberücksichtigt bleiben. Obwohl Vermögen Nebensache und die Ausstattung, weil vorhanden, nicht erforderlich ist, wird es doch sehr wenige Damen geben, welche auch nur einigermaßen auf alle die verlangten Eigenschaften Anspruch machen können. Schade! denn „Fabrik, Wohnhaus und Garten" des Ehestands - Candidaten „werden electrisch beleuchtet ", und jährlich verdient er etwa 50 000 Mark. vermischtes. • eine große Checkfalfchung, durch welche eine Berliner und eine Hamburger Bank in Mitleidenschaft gezogen find, ist durch die Aufmerksamkeit der Hamburger Bankfirma rechtzeitig entdeckt worden, und der Fälscher konnte sofort festgenommen werden. Im Bankgeschäft R D. Warburg in Hamburg erschien ein Herr, der einen Check in der Höhe von 70,000 Mk., von einem Berliner Bankinstitut auf die bewoselbst Frau Dormann einen Geschäftslaben gemiethet hatte, ein mörderischer Ueberfall unternommen. Die Ursache zn dem Ueberfall war der Umstand, daß Frau Heitmann ihre Sttefmutter auffordrrte, ihr geliehene 100 Mark zurück- zuzahlen. Berlin, 26. September. Die Nachricht des „Daily Mail" au»Washington, zwischen Deutschland und England sei ein Uebereinkornmen gettoffen worden, um das Leben des Kaisers von China zu schützen, wird von der „Post" als erfunden bezeichnet. Berlin, 26. September. Der „Nattonal-Zeitung" wird brstättgt, daß die ttalienische Regierung eine Verständigung über Maßnahmen gegen den Anarchismus beiden europäischen Cabinetten angeregt hat. Der Vorschlag einer Couferevz sei jedoch bis jetzt von ihr nicht gemacht worden. Die allgemein gehaltene Anregung ist zustimmend aufgenomwen worden. Man erwartet zunächst die Beschlüsse der italienischen Regierung. _ Mannheim, 26. September. Eine soeialistische Versammlung beschloß die definitive bedingungslose Aufhebung des Bierbjohcotts.______________________________ Arr-Unrd. Budapest, 26. September. Trotz des polizeilichen Ver- bots versuchten die Socialisten in Ofen Arbeiterversammlungen abzuhalten, wobei es zu einem Zusammstoß mit der Polizei kam. Mehrere Verhaftungen wurden vorgenommen. Pari», 26. September. E» verlautet, Brisson habe für den Fall, daß heute ein oder zwei Minister demisfioniren sollten, bereits einige andere Candidaten in Aussicht, welche für die Revifion seien. Sollte Brisson zur Demisfion ge- zwangen werden, weil die Mehrheit der Minister gegen die Revifion sei, so würde Präsident Faure ein Militär-Cabinet bilden und die DreysuS-sreundliche Agitation gewaltsam unterdrücken müssen. Das würde die Revifion zwar aufschieben, aber nicht endgültig verhindern, vielmehr zweifellos Unruhen heraufbeschwören. London, 26. September. Esterhazy hat, wie ver- lautet, einen hiesigen Verleger mit der Herausgabe seiner Memoiren betraut. Dieselben sollen gleichzeitig in London, Paris, Berlin und New Uork erscheinen. Literatur «sr- Nrtnft. — Von „Deutsche Kunst und Dekoration", herausgegeben und redigtrt von Alex. Rod), Darmstadt, erschien soeben daS 1. Heft des 2. Jahrganges. (Einzelpreis des Heftes 2 Mk.) Wir haben wiederholt auf diese nach Inhalt und Ausstattung gediegenen und vornehmen Hefte empfehlend aufmerksam gemacht und würden uns freuen, dadurch zur verdienten Förderung deS zeitgemäßen Unternehmens beigetragen zu haben. — Unter dem Titel „Mutter Erde" erscheint soeben im Ver- läge von W. Spemann, Berlin und Stuttgart, eine neue Wochenschrift, Technik, Reisen und nützliche Raturbelrachtung in HauS und Familie behandelnd, wöchentlich ein Heft zum Preise von 30 Psg. Gefammtp.eitz des Jahrganges Mk. 15.60. ES fehlt nicht an guten populären Zeitschriften, die naturwissenschaftliche und technische Kenntnisse dem gebildeten Publikum vermitteln; aber waS dies« Zeitschriften leisten, ist zumeist nur einseitig, und häufig herrscht bei der Auswahl der Darbietungen der Zufall vor, so daß daS Publikum weder eine vollkommene Uebersicht über die vollzogenen Leistungen, noch eine Erkenntniß von den inneren Zusammenhängen der wissenfchasUichen Fortschritte gewinnt. Diese unbestreitbare Lücke in der deutschen Z itschriften Literatur will das neue Unternehmen, unterstützt von ersten Kräften der Wtssenfchaft und Technik und unterstützt durch ein ebenso vorzügliches als instructtveS Sbbildungs- material aussüllen. Universität- - Nachrichten. — Bei der Universität Berlin sind der Prtvatdocmt der inneren Medicin, Prof. Dr. Alfred Goldscheider, leitender Arzt am städtischen Krankenhause Moabit, und der Prioatdocent der Augenheilkunde, Prof. Dr. Karl Horstmann, zu außerordentlichen Professoren ernannt worden. t _ Basel. Der RegierungSraih Hai dem Entlafiungsbegehren deS Professors der Botanik, Georg KlebS, der einen Ruf nach Halle a. S. angenommen hat, entsprochen und an deS Scheidenden Stelle Herrn Dr. Wilhelm Schimper, außerordenttichen Professor in Bonn, ernannt. — Mit Beginn des Winter-Semesters wird CivtlgerichtS- Präsident Dr. Karl Ehr. Burckhardi, der von feinem Amte zurück- getreten ist, eine Professur der Rechte an unserer Hochschule Über- nehmen._______________ Bitte, einen Versuch! Durch Zusatz von wirkungsvollen Ingredienzien, wie sie uns von ersten medicinischen Autoritäten neuerdinas an die Hand gegeben worden sind, ist die Doerings Seife mit der Eule, bekannt unter der Devise: „Die beste der Welt“, abermals verbessert und durch diese Verbesserung in ihrem Eiaflusse auf die Erhaltung der Schönheit der Haut wesentlich erhöht worden, so daß fich keine Seife. iur Toilette mehr eignen dürfte als die in ihrer Art unübertrefflich« loerings Seife mit der Eule. Wir ersuchen alle Damen, Mütter, wie Jedermann, dem die Pflege der Haut ernst ist, um erneute Versuche. Der Preis ist nicht erhöht worden, für 40 Pfg. überall erhältlich. 2532 **". d, 4S?dÜ*". “ »ölbt W 1 °b brr Lh,j 2 ®°« nhtril «W fcfci tai J*lnt virnrl, ^rphovisch 0»|Mt ®®*' WM« ■,Q® ho Lbls« d°'- MbttXu WoamtD, ucb ta« pr^SM MtOt, bah a nk °lS nun bn btni*, ominto. ®hb blt eminente tr°kt ben .t. ianzt Dr. Otto “bang btildba bat die Maiertr behandelt. Hm Ebener S^actr ® Ciilu^ijultot, Fabrikaten btt|n ja dessen genauer 's Annoncenspalle hemschrn Zeitung ltsah zu anderen fehlt. Daß er den großen An« nrgefähidn stellt, ter Familie, von Mn Religion ig, klug, praciisch, id)6; ferner muß zes, angenehme», i Herzens-Bildung tiefblaue Augen, hne; ferner darf 0 Jahre alt sein, inen Handwerker, haben und selbst sen sind weilerhm z oder gefallsüchtig he, nervöse, spotten ebensallr unbe- ;ar sehr erwünscht, l)amen ihr eigenes nfchaften nur bet * bei Mm igenfchasten nicht Lmndgen Reden- , nicht erforderlich t, welche auch nm Masten Anspruch Wohnhaus und eben elettrisch be- ifiOO Mark.____ ljt. M'fberm** «fdjten Ua htslcö 2 Mk. M iSftailung ged'tSa“ aemacht und würdw ZM-nW Unter. V*"Sfi >“ «SS rKs W . v- In Bonn. 5faSg fyf’Ä F» dlrrllriiirriiiinrii Obstversteigerung. Donnerstag den 29. Tep- tember d. I., von Vormittag» 10 Uhr an, ioll da» der hiesigen Gemeinde gehörige Obst bestehend in Aepfeln, Birnen und Zwetschen, verst.'igert werden. Annerod, am 26. Sept. 1898. Großh. Bürgermeisterei Annerod. ___________Horn._______9526 Obstversteigerung. Donnerstag den 29. Sep» tember l. IS., de» Vormittag» um 10 Uhr beginnend, soll da» hiesige Gemeindeobst, bestehend in Aepfeln, Birnen und Zwetschen, öffentlich versteigert werden. Der Anfang ist zur bestimmten Stunde beim Teich, im oberen Theil de» Orte». Rödgen, am 23. Sept. 1898. Großh. Bürgermeisterei Rödgen. Inder tbal. 9494 (ihn u fr hl ii im eit Die beliebte Sorte 916 Kaiser-Käse ist wieder eingetroffen bei Emil Fischbach. Textors Terrasse Täglich 8679 frische Waffeln, sowie Obftkucheu. Fränkischer Weinessig in drei Qualitäten, billigst bet 6686 Heörüder Adami, 14 Mänsburg 14. la. frische Gothaer Cervelatwurst empfiehlt 9375 ________________L. Kalkhof. 9888] Die so beliebten Riesen-Rollmöpse mit Gurkeneinlage, per Stück 5 Pfg., sowie Sardinen u. Biomarckheringe sind wieder frisch eingetroffen bei PH. Herrmann, Seltersweg 33. Acrztlich empfohlen, keine Neparatur! Patentamilich geschützt Nr. 17287 u. 45131 00 CD d» CD GIoria-Zta^ldraht°WatrlihkN sind die reinlichsten, gesundesten, sanftesten Einsätze in Hohbettstellcn,rosten und stocken nie, sind daher billiger als Sattlermatratzen. Anfertigung in jeder Größe. Preislisten mit la. Zeugnissen umsonst. Gustav Dehler, Coburg 26. Herzogl.Hoflleserant. Alleiniger Fabrikant feftri diese« Klette« 5 0 vechleß. Zwiebclkuchcn MontagS, Mittwochs und ^reitagS von Morgens 9 Uhr ab. HofbSckkr Noll, 6681 Mäu»burg. Darmstädter Pferde-Lotterie. Ziehung am 19. Hctoöer. 1 Loos nur 1 Mk. (Ziehungsliste unb Porto 20 Pfg) 1 eleganter Wagen, Zweispänner, m. 2 Pferden und compl. Geschirr i. W. von ea. Mk. 6000. 1 Reitpferd mit Sattel und Zaum i. W. von ca. Mk. 2000. 1 Stuhlwagen mit 1 Pferd und Geschirr i. SB. von ca. Mk. 1700. 16 Pferde od. Fohlen im Gesammt« werthe von Mk. 10000. 815 andere Gewinne im Gesammt« werthe von Mk. 4300. General-Vertried ber Loose: 9295 f. f. ShuaiKkr, Darmstadt. Gas-Cokes. Infolge Stabtverordneten Beschlüsse» vom 23. Juni 1898"tritt eine yttisttwäßigung unftrrr GascoKes ein und wurden die Preise derselben bi» auf Weitere» festgesetzt,7wie folgt: Für ben EeMner ob BcrloufefhUe : StückCokes..............1,— Mk. Notz-Cokes in zwei verschiedenen Korngrößen für Stuben- Heilung und für weite unb enge Ofenschächte paffend zerkleinert: Größe Nr. 1, etwa» größer al» durchschnittliche Korngröße de» Anthracit, gangbarste Sorte . . 1,10 Mk. Größe Nr. 2, kleiner al» durchschnittliche Korngröße de» Anthracit ...........1,15 Mk. In Wagenladungen von mindestens 36 Ceutnern: StückeokeS ................0.95 Mk. NutzcokeS Nr. 1 ............1.05 Mk. NutzcokeS Nr. S............1.10 Mk. Bei gleichzeitiger Entnahme von mindestens 200 Ceotueru: StückeokeS...............0.90 Mk. Nutzestes Nr. 1 ............l.-tzMk. NutzcokeS Nr. S............1.05ßMk. Für Anfuhr an das HauS werden 5 Pfennig für den Ceutuer berechnet. NB. Sofern baS ®erbringen ber Coke» auf die bett. Lagerplätze (Keller, Stall rc ) mit keinem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschieht die» ohu« besondere Vergütung. < _ ______ Der Verkauf unserer Gascokes unter uud dis ein- schlietzlich 5 Ceutuer findet bis auf Weiteres im Gaswerk nicht mehr statt, und werden daselbst nur Quantitäten von über 5 Ceutuer verabfolgt. — Dagegen ist bei folgenden hiesigen Firmen ein Kleinverkauf unserer Gascokes von 1 bis 5 Ceutuer eingerichtet worden, nämlich bei den Herren: Joh. Fischer, Alicestraße 19, H. Hof, Löwengaffe 11 und Bahnhofstraße 33, Jakob Kahl, Frankfurterstraße 151, Cd. Kliukel, Bahnhofstraße 10, Cmil Pistor Nachfolger, Marktstraße 10, Gustav Nuppel, Schillerstrabe 5, Georg Schäfer, Licherstraße 2, Georg Unverzagt, Kaplansgaffe 5. Diese Firmen berechnen die gleichen Preise unserer Gascoke» fommt Anfuhr wie da» Gaswerk und schicken dieselben auch in Mengen unter 5 Gentner zu. Schürzen, Vorsetten, W Müder, Besähe, Nolle, • Futterstoffe, alle Nähartikel, ® rriröflorrn, ale: frai}», Oiofci, fiirhrl ® WiederverLäufer, Schneider, Schneiderinnen w • Ausverkauf d wegen Keschastsausgaöe • zu bedeutend herabgi M Kragen, Manschetten W Hosenträger, Portemonnaies, M Toilette-Artikel, ® flikrhlribrr, Strinpfr, ZiStk, M ArbeitShewdeo, ® Handschuhe. Krebs Wichse giebt den schönsten Glanz. Ausverkauf meiner sämmtlichen Weiß-, Wollen- und Kmzwaare« J. Boack, UhOtborltr. 18 der erfolgen. von Mk. 9030 ®tmtnfiMWfnfnbrih Groftil-Mkn Wir gestatten uns zur Thellnahme an dem Dienstag den 4. Ce- Unterricht etttgegengenommm. .Hodellli ute Meii Tanzunterricht 10 10 10 3 Schule einzusinden, um Stundenplan, Satzungen und andere Mittheilungen entgegenzunehmen. Anmeldungen zur Thellnahme können am 27., 28. und 29. September bei dem Vorsitzenden — Herrn C. Orbig, Bahnhofstraße 30 — sowie am 80. September — letzter Aumeldetermtu, — Abend» 9428 Der Vorstand. Gießen, den 24. Juni 1898. Städtische» Gas- und Wasserwerk Gießen. Otto Bergen. Kaufmännische Fachschule. Da» Winter Semester unserer Schule beginnt Montag den 3. Oktober, Abends 8 Uhr und haben sich die Thellnehmer an genanntem Abend pünktlich in 6429 "»egen Aufgabe des Ladengeschäfts. Da ich bis gegen Ende October meine Geschäft*' localitäten räumen muß, so habe ich die Preise wesentlich reducirt. 9305 tobet d. Js., Abeuds 8'/, Uhr, in unserem Vereins local Restaurant , _ empfiehlt billigst: „Zum Andres", Sonnenstraße 1. Stock beginnenden Unterrichtscursus in Grippen, Tröge, Gesimse, Fensterbänke, Treppender Vereinfachten deutschen Stenographie (Einigungssystem Stolze-Schrey) stufen, Flurplatten, Cemeutdachziegcl, ((ementröhreu ergedenst einzuladcn. Cursushonorar incL Lehrbuch 6 Mark. Unb alle anderen Bauwerkstücke. 8996 Anmeldungen werden in unserem Veremslocale und bei Beginn des T BfÄXlXl & COlüp Nereill flr Nerkinfachte deuWe Zteuographik (Einigungsspstem Ststze-Schrey) Der Unterricht im Schöofchreibeu wird an 2 Wochentagen, Nachmittags von 1—18 Uhr adgehalten. NB. Wer Correspondenz, Rechnen oder Wechsellehre in Klasse I besucht, hat für dopp. Buchführung nur 5 Mk. zu zahlen. Schüler, deren Principäle oder Väter mcht Müglieder des Kaufm. Vrrein» find, zahlen das doppelte Schulgeld. Durch Beschluß der Schulcommisfton können auf Nachsuchen ganze oder halbe Freistellen bewilligt werden. Wir ersuchen nun die Herren Principäle und Geschäftsführer, unsere Schule nach Kräften zu unterstützen, indem sie ihre Lehrlinge und Hand- lung»gehllfen darauf aufmerksam machen und sie zu regelmäßigem Besuche der belegten Unterrichtsstunden anhalten. Der Besuch der kaufm. Fachschule befreit vom Besuch der obligatorischen Fortbildungsschule. 9445 gif IchlllrommWu dcr kaufm. lachsch«lk. Dauncn-Deckbcttcn, Stück für 17,50 Mk., mit 4 Pfund grauen Daunen gefMt, au« federdichtem türk, rothen Daunevcöper; Größe: 130 cm breit, 180 cm lang. Paffendes Kiffen, Stück 5,25 Mk., Größe: 80/80 cm. C. Röhr & Co. 8—10 Uhr im Lehrsaal I der Schule — Nordanlage — Das Schulgeld beträgt: 1. Für eins. Buchführung, Correspondenz, Rechnen und Wechsellehre zusammen......... 2. Für doppelte Buchführung........ 3. „ Französisch und Englisch je...... 4. ,, Schönschreiben.......... Hausfrauen! versucht van Nelle's Java Melange. Holland Kaffee Holland de Erven de Wed J. van Nelle, Rotterdam. Dampf Kaffee-Rösterei Oegr. 1806. Eigene Tiuntagen euf Java. Oegr. 186 Specialität: Java Melange in Packeten. 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