1898 onntag den 28. August Amts- und 2lnzeig«blntt für den Kreis Emtisbeilaae: Gießener FamilienblUirr 30 zweiter 25 80 , zweiter 20 zweiter 15 :erei i. i. des und 2. 8. 1881 ftr*"”1’ lOlj* Ul- jVI.'- » *,1* * «*» I I* •> । SA | ,0Lk S-d.Bk-UN' SOGjO? di«u mit im Wüt Lnzc,grn.vkrllUttlungSftküm bt« In» und ÄuilanM «ehmea Lazrigm für dm Sitßcner Änytgtt entgeye. se.ü» 1011 20 ft 911 44.H jnoten io. laatfat von Anzeigen za brr Nachmittags für dm snlgmdm Latz «rfchnnendm Nummer bti Sonn. 10 Uhr. fkbacteon, Expedition und Druckerei: Schnlßrohe Ar. 7. ______ Tichy tersweg 43, Werthe von ca. 60 9XL; b. für die beste Stute mit Fohlen: ein Preis Fasielmarkt Comitös von 40 Mk.- c. ein weiterer Preis ist vorgesehen mit 50 Mk. mit 80 Mk. ‘°9 bt" »■ M V e, 8500 tigung des Schlöffe» Abstand nehmen, da die gräflichen Herr- Haften gerade anwesend sind und der Zutritt in die Schloß» räume nicht gestattet wird. Wir suchen deßhalb da» kleine, im Grün versteckte WirthShauS vor dem See auf uud ge- uirßeu von den Garteuanlagrn aus den herrlichen Anblick de» Schlöffe». Mein Freund Zacharias bestellt, seinem Grnndsatz getreu, mit leerem Magen nicht zu wandern, ein kräftige» Frühstück, welche» für einen normal veranlagten Menschen anf einige Tage ausreichend gewesen wäre, und wir verzehren e», während in der Schlohcapelle nebenan eine Meffe celebrirt wird. Selbst in dem weltfernen MeSpelbrunn ist die moderne Ansichtspostkarte zu haben, und wir erwerben einige derselben, um Grüße in die Heimath zu eutsendea. Um 9 Uhr brechen wir auf nach dem Forsthanse Echter»- Pfahl, da» anf der Höhe der Staatsstraße Aschaffenburg— Rohrbruun gelegen ist. Nach eiustündiger Wanderung durch prächtigen Wald ist e» erreicht, nach kurzer Rast folgen wir daun der Landstraße und erreichen um die Mittagszeit Rohrbruun, da» „Wirthshau» i« Sprffart*, da» durch Wilhelm Hauff» gleichoamige Erzählung überall bekannt geworden ist. Die drückende Hitze gestattet un» nicht, unseren »eg nach dem Jagdschlößchen Luitpoldhöhe und dem Wildpark fortznsetzeu, weßhalb wir im „Gasthan» zum Hochsprffart eic kehren, um dort unser Mittagsmahl einzunrhmen. Trotz der tiefen Waldeinsamkeit findet man hier gesellige» Leben, denn Rohrbruun ist feit Jahren da» Ziel aller Speffart- freunde und vieler Erholungsbedürftiger, welch letztere flch hier längere Zett aufzuhalteu pflegen, utn in der $emi4tn Berg- und Baldlust Stärkung und Kräftigung de» Körper» und de» Geiste» zu fachen. Wir coufiatirteu au» de» Fremdenbuch, daß innerhalb Jahre»frist über 1600 Perfonen im WirthShauS zum Hoch- speffart übernachtet haben, gewiß ein Zeichen, daß Rohrbruun eine große Auziehung»kraft auf die Speffartbesucher autübt. Die fürchterliche Hitze, die writeu Wrge und der ungeheure 4. Vorlage deS Boranschlags bc6 landw. BezirksvereinS pro 1898/99. 5. Subvention der Gemeinden, welche Bullen reiner Raffe (Vogelsberger oder Simmenthaler Raffe) anschaffen. 6. Bortrag deS Herrn Dr. v. Peter von Friedberg über Schweinezucht. Gießen, den 26. August 1898. Der Director deS landwirthfchaftlichen Bezirksvereins. E. Jost, Rechtsanwalt. Kbreflc für Deptschev: Anzeiger Eietzs». Fernsprecher Nr. 5L Tage».Ordnung: Wahl eine» Secretär» de» laudwirthschastlichrn Bezirksverriu» an Stelle de» von hier versetzten Herrn Regierungsrath» Dr. Wallau. Wahl de» Ausschuffes de» landw. Bezirksverein» (18 Mitglieder). Vorlage der Rechnung de» landw. Bezirk»vereiu» pro 1897/98. 169.^ Nr. 201 Zweites Blatt 2. Preise de» Lande»-Pferdezucht-Verein»: a. Für Stuten, nachgewiesen gedeckt oder mit Fohlen: ein erster Preis: 40 Mk., Aczn-spreiH vitrltljährtich 2 Mark 20 Pf» monattich 75 Pf» mit Vrmgertohm vri Poftdrzug 2 Mark 50 Pf» vieneltshrlich. Besitzer von Stuten im Alter von 4 bis 12 Jahren «ud von Hengst-, Stut- uud Wallach- hohlen von 3, 2 uud 1 Jahr werden freundlichst ersucht, die Pferde und Fohlen Nachmittag» 3 Uhr auf dem neuen Turnplatz, Eingang von der Kirchgaffe, vorzuführen. Im Grohherzogthum Heffeu gezogene Stuten und Fohlen haben bei gleicher Qualität stet» den Vorzug vor importirtem Material. Nur fehlerfreie Thiere können prämiirt werden. Au Preisen ftud vorgesehen: Ehrenpreise der Stadt Butzbach: a. Für eine Collection, bestehend au» einer Stute miudesteu» drei Nachkommen: ein Ehreuprei» ser, 'Wit Eiche«, Durst veranlaffen uns, hier einige Stunden zu rasten, um am Nachmittag die Wanderung fortsetzen zu können. Za seinem Schlecken erfährt mein Freund Zacharias, daß mau, um von Rohrbruun nach einer Eisenbahnstation zu gelangen, nach allen Richtungen hin einen Weg von 4»/,—6 Stunden zurücklegen muß- mit schweren Senfzern bestellte er dann die letzte Flasche Wein und wir rüsteten zu« Abmärsche. Beim Abschied murmelt «ein Freund, daß er Rohrbruun wohl nie Wiedersehen werde, wenigsten» nicht bei solcher Hitze — und er wirft noch mehrmals scheue Blicke uach dem WirthShauS im Speffart zurück. Unser Wrg führt nun durch schattigen Laubwald nach Weibersbrunn, bergauf — bergab. Bi» hierher geh- die Wanderung gut von Statten, al» wir aber auf vollständig schattenlosem Wege die Höhe hinansteigen, um uach Waldaschaff zu gelangen, da entringt fich heftige» Stöhnen au» weine» Freunde» Brust. Die Hitze ist aber auch geradezu unerträglich, kein Lüftchen regt fich- — ich befürchte, daß ein Hitzschlag de« Leben meine» wohlbeleibten Freunde» ein Ende «acht. Erleichtert athmen wir beide auf, al» wir den Wald erreicht haben und un» ein kühler Waldweg eine Stunde laug thalabwärt» führt. In Waldaschaff angekommeu, halten wir kurze Rast uud wandern dann weiter nach Hösbach, einer an der Eisenbahn Aschaffenburg-Würzburg gelegenen Station, um von dort dem Speffart den Rücken zu kehren, vorüber an dem schön gelegenen Dorfe Leilbach und dem Schloß Unterbeffeubach kommen wir an eine Stätte, wo im Jahre 1866 der Kampf zwischen Preußen und Heffen tobte. Ein Holzkreuz und eine hölzerne Grabeiufaffuug dicht an der Landstraße bezeichnet die Stelle, wo ein Opfer dr» Bruder- keiege« zur ewigen Ruhe gebettet wurde. Eine liebreiche Hand hat da» Kreuzlein «ft Blumen geschmückt ••••••_ HöSbach ist erreicht und damit meine» Freunde» Martyrium beendigt. Beim Scheiden verfichert er mir,। daß er den Speffart nur noch bei einer Temperatur von 10 Grad Kälte besuchen werde. Bekanntmachung. Nach Ausführung der Bezirksthierschau für Simmeu- thaler Vieh, Schweine und Ziegen, wird Montag den 19, September 1898, Nachmittags 3 Uhr, za Hungen, t« Gasthofe zur Traube, eine Heneral-Fersammrung »es landwirthschaftlichcu Bezirksvereins Gießen abgehalten werden. Zu dieser Versammlung werden alle Mitglieder deS Verein» und der landwlrthschaftlichen Localvereine und Zucht- Vereine, sowie alle Freunde der auf Hebung der Laudwirth- schäft gerichteten Bestrebungen hierdurch freundlichst ein- geladen. Die Herren Bürgermeister werden ergebenst ersncht, den in ihren Gemeinden wohnenden Mitgliedern de» Verein» von dieser Einladung Kenvtniß zu geben und auf recht zahlreichen Besuch der Versammlung hinzuwirken. Anmerkung: Anmeldungen zum Effen (üPerson 1.50Mk. ohne Wein) werden bl» zum 27. August zum Hess. Hof in Butzbach erbeten. Bekanntmachung. Der LandeS-Pferdezucht-veretn im Grohherzogthum Heffeu veranstaltet au» Anlaß der Oberhesfischen Industrie- und Gewerbeausstellung am Sonntag dem 28. August d. I. iu Butzbach eine Versammlung und Pferde- und Fohlen-Schau, verbunden mit Prämiirung. Tagesprogramm: vormittag» 10 bi» 11 Vs Uhr: Besichtigung der Ausstellung. — vormittag 11»/, Uhr: Vortrag deS Herrn Kreis- Veterinärarztes May aus Friedberg Über „Pferdezucht im Allgemeinen"- Besprechung von Fachfragen (Hessischer Hof). — Mittag» 1 Uhr: Gemeinschaftliche» Mittagessen daselbst (siehe Anmerkung). — Nachmittag» 8 Uhr: Vorführung der Pferde und Fohlen. (Militärconcert, «»»geführt von einer Ulanen- Capelle.) _____________ frf4d»t »glich mir lulnabmt M Montags. Dir Sichrnrr Mamitienstätter •erben bfm Anzr'ger Wöchentlich viermal btigdtgL )llst 1898' Silb-nen>e iolb^ni« iel'en Amtlicher Theil., Bekanntmachung. Am Mittwoch be« 31. August, Nachmittag» 2 Uhr, soll zu Kloster Arn»burg eineFanttlieuconfereuz für die Decauate Hungen uud Gießen stattfinden, wozu die werthen Pfarrfamtlien au» beiden Dekanaten hiermit ergebenst eingeladen werden. Tage»orduung: Vortrag über Johanne» Brahm», erläutert durch «ufikalifche Vorführungen. Gäste au» den Nachbardecanaten find willkommen. Gießen, den 17. Augnst 1898. Großh. $)ecanat Kunge«. Großh. 3>ecanat Hieße«. Hainer. I. v.: Schlosser. Wanderöikder aus dem Speffart. von Carl Geißler. n. Der Morgen dämmerte, al» da» fröhliche „Halloh* de» Forstgehilfen von volkerSbruun im Walde ertönte, der zum Warthäuscheu heraufgekommen war, um uns den Kaffee zu bereiten. Wir erhoben uns rasch, den köstlichen Morgen zu genießen. e Rein Windhauch regte fich im weiten Waldesdo«, kein Flüstern der Zweige, kein Rauschen der Wipfel — nur weihevolle Stille, welche zur Audacht stimmt. Wir waudelten unter den herrlichen Buchen und athmeteu die reine Berglust, bi» der Forstgehilfe un» den duftenden Motta auf der Teraffe servirte. r . A Mittlerweile war die Sonne angegangen und vergoldete mit ihren Strahlen da» Grün der Buchen uud Eichen. Lauge noch betrachteten wir da» liebliche Bild, welche» sich unseren Blicken bot, daun nahmen wir herzlichen Abschied von dem Forstgehilfen, sahen noch einmal zu de« fteuud- Ucheu Warthäuschen hinüber, da» un» ausgenommen halte, und traten den Weg uach Schloß MeSpelbruuu, der Perle de» Speffart», ao. Millionen Thautropfen glitzerten an Gra» und Zweigen; durch schattigen Wald uud saftige Wiesevgrüode glag e» hinüber iu da» Tlsavathal zum Dörfchen Neudorf. Am Berge liegt malerisch die zum Schloß Me»pelbrnon gehörige Gruftcapelle, die Begräbuiß. stätte der Grafen von Ingelheim. Wir betreten einen Setteu- w:g uud vor uns sehen wir da» idyllische Mespelbruun im Thalgrund, eiugeschloffeu von dunklen Wäldern- ein reizende» Plätzchen, wie e» schöner nicht leicht zu finden ist! von einem See umgeben, ragt da» alterthümliche Schloß mit seinen beiden Lhürmen empor- leider müssen wir von einer Befich- „ dritter „ 25 „ b. für dreijährige Hengst-, Stnt- und Wallachfohlen: ein erster Prei»: 40 Mk., , dritter , 16 » d. für Jährlinge: ein Preis von 10 Mk. incl. Trense und 2 bis 3 weitere Preise mit je einer Trense. irl Stork. x Acüeu-Braverei fit heil mit der Siebertk!» D. C. Gießener Anzeiger Heneral-Anzeiger ,, dritter w 20 , c. für zweijährige Hengst-, Stnt- und Wallachfohlen ein erster Preis. 80 Mk., :n. 29. August: ifest 8501 gnern^ lieber. ü 29. August: u sijrche redtgi- v Die Mitglieder und Freunde des LaudeS-Pfede-ucht- Verein» werden -um Besuche unserer Veranstaltung freundlichst eingeladen. Für den Vorstand: v. W e sterweller.______________ Bekanntmachung, bell.: Feldbereinigung in der Gemarkung Steinbach b. Gießen. In der Zeit vom 29. August d. I. bt» einschließlich 4. September d. I. liegt auf dem Amtszimmer der Großh. Bürgermeisterei Steinbach ein Beschluß der Bollzugscommission Über den Ausschlag der ungedeckten BereinigungS- kosten zur Einsicht der «etheiligten offen. Friedberg, den 23. August 1898. Der Großh. BereinigungscommiffSr: Süffert, Kreisamtmann. Politische Wochenschau. Die seit nunmehr einem halben Säkulum alljährlich abgehaltene Deutsche Katholiken.Versammlung hat im Laufe dieser Woche in Krefeld stattgefunden und bildete auch diesmal wieder eine große Kundgebung zu Gunsten der römisch-katholischen Kirche. Besonder» bemerken-werth war diesmal die starke Betheiligung der Arbeiter an der Ver- sammlung. Trug der Katholikentag etwa die Schuld daran, daß der Geist Windhorft's wieder „umging- ? Die Presse aller Parteien hat fich in diesen Tagen mit der kleinen Ex» cellenz beschäftigt, nachdem eine Meldung aufgetaucht war, daß der Kaiser kurz nach dem Rücktritt de» Fürsten Bismarck der „Perle von Meppen" einen Ministerposten habe antragen lassen. Ist die Mittheilung richtig, so hätte sich in der Anschauung des Kaisers über Windhorst damals ein schneller Wechsel vollzogen gehabt. Vielfach wird eine amtliche Darstellung über die Angelegenheit für erforderlich geachtet, und es ist nicht unmöglich, daß nach der Rückkehr des Reichskanzlers nach Berlin eine offizielle Erklärung beliebt wird. Eine solche steht auch betreffs der Lippe'fchen Angelegenheit noch aus. Wie spitzten alle Diejenigen, welche Deutschland übel wollen, die Ohren, als gemeldet wurde, der Generalgouverneur der Philippinen, General Augustin, habe sich auf dem deutschen Kreuzer „Kaiserin Augusta" in Sicherheit gebracht! Endlich konnte man nun Deutschland der offenen Parteinahme für eine der kriegführenden Mächte zeihen! Aber es war wieder einmal nichts, und man mußte bald einsehen, baß ein deutscher Commandant nicht so leichtfertig gegen die Bestimmungen des internationalen Rechts verstößt, wie man so gern angenommen hätte. Prinz Heinrich hat bekanntlich von Kiautschou aus eine längere Fahrt unternommen und dabei auch verschiedenen rusfischen Stationen Besuche abgestattet. Auf der Insel Sachalin nahm er Gelegenheit, nach einem ihm zu Ehren veranstalteten Zapfenstreiche auf die intimen Beziehungen hinzuweisen, welche zwischen Deutschland und Rußland herrschen, und den Zaren als den aufrichtigsten Freund unseres Kaisers zu feiern. Bei den offiziellen Alliirten Rußlands, den Franzosen, steht es nicht gerade erfreulich aus. Wohl haben sie einen kleinen diplomatischen Erfolg dadurch errungen, daß sie die Friedensvermittelung zwischen Spanien und den Vereinigten Staaten durchführen konnten, aber die innerpolitische Situation in Frankreich ist recht bedenklich. Heute herrscht freilich noch Stille, aber es ist die unheimliche Stille vor dem Sturm und Niemand vermag zu ermessen, was die nächste Zeit bringen wird. Die Stellung des Cabinets Drisson war von vorneherein nicht sehr fest, und es kann kaum erwartet werden, daß die jetzige Regierung den vielen Stürmen, die ihrer beim Wiederzusammentritt der Kammer harren, Stand zu halten vermag. Die Drepfus-Affaire dürfte schließlich noch ein Panama aufdecken, in seinen Folgen vielleicht noch schwerwiegender als dasjenige, dem Charles LessepS und andere „Größen" Frankreichs zum Opfer gefallen sind. Die österreichischen und ungarischen Minister sind gegenwärtig in Budapest versammelt, um endgültige Beschlüsse zu fassen. Graf Thun befindet sich den Forderungen des Barons Banffp gegenüber in einer schwierigen Lage, da die ungarische Regierung endlich reinen Tisch haben und ein neues Provisorium, welches das Zoll- und Handelsbündniß der beiden Reichshälften vorläufig aufrecht erhält und mit dem auch alle anderen gemeinsamen Angelegenheiten zeitweilig fortgeführt werden sollen, nicht mehr zugestehen will. Man darf der Entwickelung der Dinge in Oesterreich Ungarn mit großer Spannung entgegensetzen. Jnderspanisch-amerikanischenAngelegenheit ist im Laufe der letzten Woche nichts Besonderes vorgefallen. Noch immer herrscht Unklarheit bezüglich der Abfichten der Union auf die Philippinen, und man thut gut, definitive Nachrichten abzuwarten, ehe man an die umlaufenden Gerüchte Commentare knüpft. Das erscheint schon jetzt sicher, daß den Amerikanern und den Spaniern sowohl auf Cuba wie auch auf den Phllippinen seitens der Insurgenten noch große Schwierigkeiten bevorstehen, und es ist nicht unmöglich, daß schließlich noch Spanier und Amerikaner vereint gegen die Rebellen vorgehen müssen, um so zur Anerkennung des durch den Frieden geschaffenen Zustandes zu zwingen. — Die spanischen Cortes find zum 5. September einberufen worden; es dürften dann authentische Mitthellungen über den jeweiligen Stand der Friedensverhandkungen in die Oeffentlichkeit gelangen. (xx) Fürst Bismarck und die deutsche Colonialpolitik. In einem unter obiger Aufschrift erschienenen Artikel in der neuesten Nummer der „Deutsch. Col.-Ztg." berichtet Herr v. Kusserow, der gerade auf diesem Gebiet al» Autorität gelten kann, über Bi-marckS Verdienste um die coloniale Entwicklung Deutschlands. Wir entnehmen dem Aufsatz folgende Darstellung der besondere» Interesse beanspruchenden Vorgänge von 1884/85. Um diese Zett legten die Regierungen von Großbritannien und Portugal ihren Parlamenten den am 26. Februar tu Loudon unterzeichneten Cougo-Bertrag vor, durch welchen nicht nur die territorialen Verhältnisse am unteren Congo, sondern, abweichend von früheren Aeußerungen englischer Staatsmänner, auch die Haodelsverhältnisse daselbst allein durch diese beiden Mächte geregelt werden sollten. Lord Granville hatte in früher veröffentlichten Noten an den portugiesischen Unterhändler in London die Unzulässigkeit solcher Abmach, ungeu ohne Zustimmung der anderen Mächte selbst treffend mit den Worten gekennzeichnet: „futility of a mere dual arrangement between the two Countries, unrecognized by other Powers.“ Fürst Bismarck stellte durch Umfrage bet dem deutschen Handelsstande fest, daß durch da» Inkrafttreten dtese» Vertrages die Interessen des deutschen Handels mit Afrika für jetzt und die Zukunft tu empfindlicher Weise geschädigt werden würden. Der Vertrag würde tu der That, unter dem Schein der Einräumung gleicher Rechte au die Angehörigen anderer Nationen, Portugal gewissermaßen zum Thürhüter de» Ein- gang» zu dem großen Cougobrckeu gemacht haben, während England in demselben die Stellung des Alleinherrschers eingenommen haben würde. Hierzu kam, daß der Vertrag die von König Leopold der Belgier beato. bti „Association Internationale Africaine“ mit großen Opfern gemachten Erwerbungen im Eougogebtet tguortrte und diese» um die Erschließung von Centralafrtka hochverdiente Unternehmen zu ersticken drohte. Fürst Bismarck ließ deshalb in Lissabon und Loudon erklären, daß da» Reich nicht in der Lage sein würde, der Anwendung der den fremden Handel betreffenden Bestimmungen jene» vertrage» auf die Angehörigen de» Reich» zuzustimmen, wenn derselbe wirklich von den beiden Contrahenten in Kraft gesetzt werden sollte. Unter diesen Eindrücken wurde dem Fürsteu Bismarck Vortrag über den etngelaufeneu Bericht de» Commandanten S. M. S. „Nautilu»" über seinen Besuch von Angra-Pequena erstattet. Derselbe bestätigte in allen Beziehungen die Au- gaben de» Herrn Lüderitz. Gleichzeitig lief ein Bericht des kaiserlichen Consul» in Capstadt ein, welcher vorauSsehen ließ, daß bet längerem Zuwarten die englische Souveränetät über den Küstenstrich nördlich vom Oranjefluß proclamirt werden würde. Eine Antwort auf die obenerwähnte Note de» kaiserlichen Botschafter» vom 31. Deeember 1883 hatte die großbritannische Regierung auch innerhalb diese» Zeiträume» von nahezu vier Monaten nicht ertheilt. Als nun der Vortragende an den Reichskanzler die Frage richtete, ob wir unter diesen Umständen nochmals an die englische Regierung schreiben oder nicht endlich handeln wollten, antwortete Fürst Bismarck kurz: „jetzt wollen wir handeln", und damit war der Beginn unserer aetiven Colonialpolitik beschlossen. Den Vorschlägen de» Fürsten Bismarck erthetlte Se. Majestät der Kaiser die Allerhöchste Genehmigung, und unter dem 24. April 1884 erging da» denkwürdige Telegramm au den kaiserlichen Consul in Capstadt und zugleich ein solche» an den kaiserlichen Botschafter tu London mit dem Auftrage, zu erklären, daß die Lüderitz'schen Erwerbungen unter dem Schutze de» Reiche» ständen. Nunmehr genehmigte Fürst BiSmarck auch die Gewährung diese» Schutze» für die schon in Vorbereitung begriffenen sonstigen colonialen Unternehmungen. Ja aller Stille geschahen diejenigen Schritte, welche ermöglichten, daß wir in schnellen Zügen unsere drei westafrikauifcheu und die beiden Schutzgebiete in der Südsee erwarben, denen bald auch dasjenige an der Ostküste von Afrika folgte ... Ein Zurück- weichen vor unberechtigten Ansprüchen England» ist in keinem einzigen Falle zu verzeichnen. Wenn z. B. jüngst in dem englischen Weltblatte, den „Time»", geschrieben wurde: „Er (Fürst Bismarck) wandte dann seine Aufmerksamkeit den Fidjt-Jnseln und Neu-Guinea zu, aber schließlich auf den Protest unserer Colonien in der Südsee hin setzte sich die englische Regierung auf die Hinterbeine, wa» auf den fich überhebendeu Kanzler sofort seine Wirkung auSübte," so widerspricht die» den Thatsacheu. Denn nachdem die großbritannische Regierung, im Widerspruch mit dem Inhalt einer Note ihre» Geschäftsträger» vom 9. October 1884, wonach fie erklärte, ihr Protektorat auf der Südküste von Neu Guinea zu beschränken, Befehl gegeben hatte, auch die Nordküste vom Ostcap bi» zum Huongolf in Besitz zu nehmen, protestirte Fürst Bi»marck hiergegen mit dem Be- merken, daß eia solche» Vorgehen nur darauf würde zurückgeführt werden können, daß unsere Mittheilungen in diesen Angelegenheiten Seitens der großbritannischen Regierung nicht den Grad von Beachtung gefunden hätten, welche wir bei den freundschaftlichen Beziehungen beider Länder erwartet hätten. Dieser Einspruch hatte die Folge, daß die fragliche Besitzergreifung Seiten» ^England» wieder aufgegeben und die deutsche Schutzherrschaft auf den betreffenden Küsten- strich erstreckt wurde. Nicht minder erfolgreich blieb die Staatskunst de» Fürsten BiSmarck gegenüber den mehr auf ZukunftSabfichten, wie auf wirkliche Rechte begründeten Au- sprächen England» auf Sansibar und da» gegenüberliegende Gebiet de» ostafrikanischen Festlandes. Al» Fürst BiSmarck zum ersten Male fich gegenüber der Volksvertretung über feine Colonialpolitik äußerte, e» war in der Budgetcommisfion de» Reichstags vom 28. Juni 1884 (der Gegenstand der Berathung war eigentlich die erste Dampfer«SubventtonSvorlage), äußerte er fich über die Macht- mittel de» Reichs zum Schutz überseeischer Besitzungen. Er erklärte, daß dasselbe diesen Schutz auszuüben wohl tu der Lage sein werde. Die Macht de» Deutschen Reiches sei nicht zu unterschätzen, „Nasenstüber", wie ein Vorredner fich au»- gedrückt, seien nicht zu besorgen. Frankreich z. B. liege vor den Thoren von Metz, und wenn durch dasselbe deutschen Reichsangehörigen in fernen Ländern Unbill zugefügt werden sollte, dann würde eben in der Gegend von Metz die Rückwirkung nicht auSbleibeu. Die Bundesgenoffenschaft be» Deutschen Reiches sei unter allen Umständen so werthvoll, daß auch die zur See mächtigen Staaten auf Deutschland» Jnteresseu Rückficht nehmen würden. Al» im Anfang 1885 bei einer anderen Gelegenheit im Reichstag die Bemerkung fiel, daß das ring» von Feinden umgebene Deutschland eine ernste Colonialpolitik kaum treiben könne, konnte der Kanzler nicht nur auf unsere freundschaftlichen, ja intimen Beziehungen zu Oesterreich, Rußland, Italien und Spanten Hinweisen, er konnte sogar, gestützt auf die gemeinschaftliche Berufung der Cougoconferenz durch Deutschland und Frankreich, aussprechen, daß wir mit diesem Lande seit 1866 nicht in einem so guten Berhältniß gestanden hätten, wie in dieser Zeit. WaS Eng- land anbelange, so sei die Herbeiführung eine» Krieges zwischen Deutschland und England ein derartiger Frevel, daß daran nicht zu denken fei; e» falle einstweilen England nur schwer, eine den beiderseitigen wohlverstandenen Interessen entsprechende Stellung zu dem Entschluß Deutschland» zu finden, an der Herrschaft über daS Meer und die uneivtli- firteu Länder theilzunehmen. Jedenfalls werde e» einer der englischen Flotte eben- bürtigen deutschen Flotte zur Durchführung unserer Colonial- Politik nicht bedürfen, da das Reich bet allen internationalen Fragen für England al» Freund oder al» Gegner in» Ge- wicht fallen würde. Da e» aber England wenigsten» bis zum Frühjahr 1884 nicht gelungen war, die den beiderseitigen wohlverstandenen Interessen entsprechende Stellung zu finden, so ist e» als ein Meisterstück de» Fürsten BiSmarck zu be- zeichnen, daß es ihm gelang, bei Einleitung unserer Colonial- Politik, welche bei gleichzeitigem Uebelwollen der beiden großen Seemächte gegen unsere ersten colonialen versuche bedenklich gewesen wäre, die Haltung England» durch Her» stelluug eine» freundlichen Einvernehmen» mit Frankreich zu balauctreu. Gegenüber dem vortheil, der fich hieraus für un» ergab, konnte da» geringe Maß von Beschränkung nicht in» Gewicht fallen, welche» un» die Rücksicht auf französische Colonial.Jnteressen auferlegte. Unter diesem Gefichtspunkt ertheilte Fürst Bismarck bekanntlich dem kaiserlichen Commtssar Dr. Nachtigal, nachdem der kaiserliche Botschafter in Paris hiervon schon zuvor benachrichtigt worden war, die Weisung, bei seinen Actionen an der Westküste von Afrika auch jeder Möglichkeit eine» CouflictS mit französischen Jnteresseu aus dem Wege zu gehen und jedenfalls tu Zweifelsfällen die Entscheidung einer Verständigung zwischen den beiden Regierungen vorzubehalten. Diese» Entgegenkommen von unserer Seite verfehlte nicht die gewünschte Wirkung. E» war bald darauf eine der größten Ueberraschungen für die europäische Diplomatie, al» dieses Einvernehmen zwischen Deutschland und Frankreich im Herbst de» Jahres 1884 dazu führte, daß die beiden Regterungen gemeinsam auf Gruud eines zwischen ihnen vereinbarten Programms die Einladung zur Cougoconferenz nach Berlin an die anderen Mächte richteten. In diesem Confereuzprogramm drückte fich die Consequeuz der BiSmarck'schen überseeischen Politik aus. Denn dasselbe enthielt für da» Congobecken sowohl den von ihm in der ostafiatischen Politik zur Anerkennung gebrachten Grundsatz der Solidarität und Gleichberechtigung aller Mächte de» Abendlandes im Verkehr mit den orientalischen Reichen wie auch den seinerzeit gemeinsam mit England gegenüber Spanien betonten Grundsatz, daß Besitzergreifungen nur daun auf die Auerkeuuuug dritter Mächte Anspruch haben, wenn sie al» effektive zu betrachten find, d. h. wenn sie thatsächlich durch staatliche Einrichtungen bethätigt werden. Wa» nun die Gesichtspunkte für das von Fürst Bismarck eingeleitete Colonialshstem anbelangt, so erklärte er in jener Budgetcommisfion vom 23. Februar 1884, daß nach seiner Auficht da» Reich nicht selbst Colonien gründen und mit einem bureaukratischen Apparat versehen, sondern die au» fich selbst herauswachsenden Unterhandlungen schützen solle. So sei seine Stellung zur Angra-Pequeua-Augelegenheit auf- zusassen, wie auch zu anderen Unternehmungen in Vorbereitung begriffen. In diesem Sinne sollte im Prinzip die Erklärung der kaiserlichen Tchutzherrschaft erst der privaten Erwerbuog folgen. Da Fürst Bismarck aber kein Prinzipienreiter war, so ließ er es doch nicht zu, daß englische Colonialbehörden und Kriegsschiffe nach dem englischen Grundsatz „no man’s land) british land" unserer staatlichen Besitzergreifung zuvor- kamen. E» ist bekannt, wie die deutsche Flaggenhiffung in Kamerun durch eine englische unmöglich gemacht worden wäre, wenn Dr. Nachtigal mit Kanonenboot „Möve“ in Kamerun nicht einige Tage vor dem englischen Kanonenboot „Flirt" mir dem großbritannischen Consul Hewett an Bord eingelausen wäre, der überall, wo er nicht schon die Zeichen der deutschen Schutzherrschaft antraf, das englische Protectorat proclamirt haben würde. Al» nach der Unterstellung der Lüderitz'schen Erwerbung von Angra-Prquena und dem umliegenden Dtftrict die Capregierung sich auschkckte, die Küstenstriche zwischen de» Oranjefluß und der deutschen Erwerbung und nördlich von der letzteren bi» zur portugiesischen Grenze bei Cap Frio al» englischen Besitz zu erklären, wurde dieser Versuch durch beschleunigte Hissung der kaiserlichen Flagge durch die sür alle Fälle rechtzeitig uach Capstadt dirigirteu kaiserlichen Kriegsschiffe „Leipzig" und „Wolf" vereitelt. Ein Gleiches geschah au der Nordküste von Neu«Gninea, wo die private deutsche Besitzergreifung in Ermangelung eingeborener Häuptlinge, mit welchen man bindende Verträge hätte abschließen können, nicht schnell genug zu vollziehen gewesen wäre, um einer englischen Flaggenhiffung zuvorzukommen." Der Artikel schließt mit folgenden Worten: „Mögen wir anderen Colontalpolitiker uns noch so sehr für coloniale Erwerbungen begeistert haben, ohne die Persönlichkeit des Fürsten BiSmarck, ohne seine großen Erfolge in der europäischen Politik, ohne fein kaum je von einem Staatsmann erreichtes Ansehen bei allen Mächten, welche sür uns viele Armeecorp» und eine Schlachtflotte aufwog, würden wir schwerlich mit so geringen nationalen Opfer in den Besitz so großer und zukunftsreicher Colonialgebiete gelangt sein, wie diejenigen, deren Erwerbung für das Reich wir seiner Leitung unserer nationalen Politik verdanken. Er ist der Vater der deutschen Colonien. Blicken wir mit nie erlöschender Dankbarkeit und Verehrung zu ihm auf, und suchen wir das, wa» er für uv« gewonnen hat, zum Wohle des deutsche» Volke» auszugestalten und zur Blüthe zu bringen!“ Locales rrnd j-eovlnzlelles. Büdingen, 26. August. Da» Eiseobahn-Comitö für die Seementhalbahn sucht unfern Reichstagsabgeordneten Herrn Grafen Oriola mit seinem Bahnproject vertraut zu machen. Um an Ort und Stelle zu zeigen, wie nöthig die gewünschte Bahnverbindung ist, und der, nächst interessirten Bevölkerung Gelegenheit zu geben, fich über die Eisenbahu- frage zu äußern, wird Sonntag den 4. September in Kefenrod eine allgemeine Betsammlung stattfinden. Gutem vernehmen zufolge wird auch Herr Landtagsabgeordneter Westernacher der Versammlung beiwohnen. «u, Salzhausen wird un» geschrieben: „Zn dem Artikel „Gießener Anzeiger“ Nr. 196 -1- „Salzhausen" möchte ich bemerken, daß die dortigen Kurgäste doch nicht so ganz ärztlicher Hülfe entbehren wüffen, sondern jederzeit sachgemäßen Rath über Anwendung der Bäder, Quellen rc. erhalten können von Seiten der Niddaer Aerzte Dr. Koch und Dr. Wilhelmy, die während der Saison jeden Vormittag in Salzhausen zu sprechen find. E» besteht außerdem Telephon- Verbindung mit Nidda, sodaß uöthigenfall» binnen 20 Miu- einer der genannten Aerzte zur Stelle sein kann. Dr. R. Koch, Nidda. m JIMt». DOtt fk D-.i Ä*» 6tn Lar, bk ku« *» WM „ lD SetiftuiMtn ® S btD wmtn doll llosttr «I»«5 6le Mopilr'^ 1884 N Lknr J bltJlnlaböng >.- SW«** e w die üonliqBB 1 .ÖD1, Deon bal|^ b'°"o° th» in k 8 Machtill Srnob!» u“8 all» Mä^ir U itntaiiUtn # l,mb S'grriübttSpM >°Sr« «ur bann auf h b Nm, rotnn fir u ,n sie thatfäOjüch bmt Ein. r iaS von gütft U togt/ so erklärte er: >ru°r 1884, bafc nai Colonien gtünbtn uni lsthm, fonbtm bit ad iblungtn Mützen feDi urna-Auzeiezenheit a?. imungtn tn Torbens ll Pltozip ble Erklär», bei privaten Emerbn:: In Prinzipienreiter irn iglifte EolonialbehSrlci 1 Grundsatz „no man n Befltzergreifnug jun* ifche Flaggenhißuvg i ch gemacht worben »in, >t „MSve- in Kamm: tn Kanonenboot itt anM eingelavsa itfrlfyn btt btuijäiv. Protektorat yrokbmv Wnitz'Ä um umiiegruben Difn ■ üstrnfiriche zwischen la ibung und nördlich tu a Grenze bei Sap F" rde dieser Versuch bei IW W ** t dirigirteu kaiserW endtiit. 81" «* SM«, wo111 l"!,B lung titrigi »«»- *W* eh-, V* m"' zvkommen.^ tu ffiot“0 '• . pW« «"• “lt, M»> f=6® L am feine ,«i"6 01i I, ta« i‘ ‘ J toi»*«’ ‘'“m’w el” * lt d°r RN« |fl w ® ®U ” jiitl «’ ,rnM». isGfttf ‘•WZ5*< »•J?«*** '«"”b s«ii® ifllL liebt«: ,8“ a4it « tod) «f ifflitt !•* S-S-'" Niddaer Herbst-Markt. Gelegentlich de» Mddaer Herbst-Markte- — 6. September 1898 — soll eine Berloosnog von Vieh, landwirthschastlichen Werathen und (SebraochSgegenständeu, verbunden mit einer Präwiiruog von Kalbinnen und Bullen, letztere im Alter bis zu zwei Jahren, wovon jedoch Gemeindebullen, sowie bereits im laufenden Jahre prämiirtes Vieh ausgeschloffen sind, ftattsinden. Bei Ausgabe von 8000 Stück Loosen bestehen die Hauptgewinne in 12 Ttück auf dem Markte angekauftem Vieh. 6804 LooS 50 Pfg. 240 Treffer. LooS 50 Pfg. Der Generalvertrieb der Loose wurde dem Herrn Philipp Förster dahier übertragen. Wiederoerkäufer erhalten 10 Procent Rabatt. Nidda.___________________Das Markt-Comitö. Rindvieh-Märkte in Iriedberg, Mm. Die nächsten Rindvieh-Märkte der Stadt O Friedberg finden am 8294 7. Akpikmdtr und 26. (Ortobtr d. Is. statt. Friedberg, im August 1898. Für das Marktcomit4: _________Stelnhäusser, Bürgermeister. Monlirtcs Gleis u. Kippwagen, Lonys Bierkeller. Meiner verehelichen Kundschaft so- wie Nachbarschaft zur Nachricht, daß ich von jetzt ab den Schoppen gutes frankfurter örnninatr^ran zu 12 Pfg. über die Straße verkaufe. Achtungsvoll 8831______C. Kruse- Gute ßinmachfässer (Weinfässer) billig abzugeben. 8459 Ä. Körber, Neuen-Bäue 6, pari. Einmachkeffel in Kupfer und Messing. 7436 Chr. Zimmer, Babnhofstr. 12. Die Zirhnng der Hess. Geld-Lottcrik findet unwiderruflicb vom 15. bis 17. September d. Is. statt. Loose A 1 Mk., 11 Stück 10Mk. empfiehlt, so lange Vorrath Richard Buchacker, Gießen, 8486 Reuen-Bäue 11. neu, sowie gebraucht, hat billig abzugeben, zum Kauf oder Miethe 18 Hermann Hess. MlliultinchlMM Verdingung von Drainagearbeiten. Für die in der FeldbereinigungS- Gemarkung Ostheim, nreiS Friedberg, im Herbst d. I. auszuführenden Drainagen sollen die dabei vorkommenden Graben- und Rohrverlegungsarbeiten (zu- nächst 13700 Meter), sowie das Anfahren der Röhren, Freitag den 2. September d. I., Vormittags 10 Uhr, auf dem Rathhause zu Osthetm öffentlich vergeben werden. Voranschlag und Bedingungen lugen auf Großh. Bürgermeisterei zu Ostheim zur Einsicht offen. Gießen, am 24. August 1898. Großh. Eulturinspection Gießen. __________Wißmann.8444 vktsscistMlilM Grummetgras- Versteigerüngen brr fiirfllidj SolmAcheu Srntri (idf. Das Grummetgraü von den Fürstlichen Wiesen rc. wird versteigert: DounerStag den I. 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