Nr. S79 Fünftes Blatt. Sonntag den 27. November__________________1SOS frfdrtwt Utfi<6 en Lusnahmr bfl ÜPMitag«. Dir Wicgaur SleeiCitelCatftt ■erben dem Anzeiger Wöchentlich Dtermel bngrlrgt. Gießener An zeiger 23fie«»yrfU , lelietfckdrtich 2 Mark 2D Psg. aionatlid) 75 int. Brmgcrlofa. Fei Poftdezutz » Marf 50 Pfg. vlkrtcltLhrlich ■ inebwc eon Anzeigen zu der Aachminag» für den feifteben leg erlchemenden Nummer btt Benn. 10 Uhr General-Anzeiger Alle Anzeigen.venntttlungsftellen bet In« unb KutUnbef nehmen Anzeigen für den GteHener Anzeiger nugtfm. Asnts- und Anzeigeblcrtt für ben Ureis Gieszen. Rcbectten, Ervrdition unb Druckern: -chmtSratze Ar. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. Ibteffe für Depeschen: Anzeiger chietzen. Fernsprecher Nr. 51. Amtlichen Theil. öefunben: 1 Siegelring, 1 Manschette mit Knopf, 1 Geldstück, 1 Medaillon (goldenes Herzchen), 1 Taschenmesser, 1 Geldbeutel, 1 Gesangbuch, 1 Knabenhut, 2 Pferde- tepptche, 1 Schraubenschlüssel und 1 Hacke. Zogeflogeu: 1 Ente. Gießen, den 26 November 1898. Großherzogliches Polizeiamr Gießen. Muhl. Deutsches Reich. Berli», 28. November. Die Eröffnung des Reichstag es wird nicht, wie bisher gemeldet wurde, am 2. De- rember erfolgen, sondern erst in der übernächsten Woche. Die Bestimmung des Tages unterliegt noch der katferltcheo Dotscheiduog. Berlin, 25. November. Der ReichShauShaltS- Etat für 1899 wird eine Forderung von 100000 Mark zur Fortsetzung der deutschen Liefsee-Expeditiou enthalten. Diese unerwarteten Mehrkosten dürsten verzögernd auf die Einleitung der vüdpolarsorschuug rtllwirken. — Bon den auf 5 Millionen bemessenen Mitteln für die Betheiligung deS Deutschen Reiches an der Pariser Weltausstellung sind noch 4 584000 Mark verfügbar. Davon find 8534000 Mark in den RetchshaußhaltS Etat für 1899 eingestellt worden. Berlin, 25. November. Der dem Bundesrath vorliegende Gesetzentwurf, betreffend die Ersetzung deS voreideS durch den Nacheid enthält, wre etn parlamentarischer Berichterstatter meldet, im Wesentliche» Alle», waS der im Reichs tage angenommene Antrag Gälisch verlang». Ja diesem ist uamentlich auch eint Einschränkung der Eidesleistung ans die wichtigsten Fälle und die Bestrafung von Aussagen, auch wenn fie nicht unter Eid gestellt worden stad, sobald fie sich als falsch erweisen, entfalten. MPC. Im Zusommeuhange mit dem demnächstigen Inkrafttreten des bürgerlichen Gesetzbuches «acht sich auch eine Abänderung der Seemannsordnung uöthig. Es haben dieserhalb in den letzten Tagen Sachverständigen-Berathungeu hier stattgefunden. M P C. Uv dem Streben der Standord-Oil-Eompavy nach alleiniger Beherrschung deS Petroleummarktes in Deutschland ein Paroli zu bieten, werden neuerdings der ruffifchen Oel Production Avancen in Deutschland gemacht. W'e wir hören, wird u. S. Seitens der fiscalischeu Arbeitsstätten de« russischen Petroleuw der Vorzug vor de« amerikanischen gegeben. Köln, 25. November. Zum gestrigen Kais er besuch in München wird der ,Röln. Zig." aus bester Quelle gemeldet, daß, obwohl ti- Zusammenkunft nicht eigens zu diesem Zwecke herbeigeführt worden war, dennoch zwischen dem Kaffer und dem Regenten politische Fragen, insbesondere der Lippe'i'che Streitfall besprochen wurden. Kol», 25. November. Zu der zwischen dem Kaiser und dem Prinzregenten von B.h'rn erfolgten Verständigung bezüglich der Militärstraf-Gerichtsorduung erfährt die ,R3ln. Ztg." aus Berlin, die verständigang werde formell ihren Ausdruck finden in dem Entwurf eines ReichsgefetzeS, welcher de« Reichstag in feiner nächsten Tagung zugehen soll »nd we'cher der Annahme sicher sein dürste. München, 25. November. Zur Heimkehr deS Kaiser- paareS schreiben die ,M. N. 92 *: Heute in der Mittags stunde hat der Kaiser nach der glücklichen Beerdigung seiner Orientfahrt in München zum ersten Male wieder deutschen Boden betreten. Se. Kgl. Hoheit der Prinz Regent hat eS sich trotz entgegenstehender eigener Reisedispofitionen nicht nehmen lassen, bei dieser Gelegenheit, umgeben von dem gelammten königlichen Hause, den höchsten Staatsbeamten und den Vertretern der deutschen Höfe, dem Kaiser einen feier- Uchen Empfang zu bereiten. Utbex die Aeußerlichkeiten find unsere Leser bereits unterrichtet und finden auch noch an anderer Stelle eine Ergänzung zu dem bereits Mitgetheilten. WaS wir aber an dieser Stelle nochmals betonen wollen, ist die überaus große Herzlichkeit, mit der sich die heutige Entrevue vollzog. DaS ganze Arrangement de» Empfanges, von kurzer Hand vorbereitet und in aller Schnelligkeit ge- troffen, ließ Nichts zu wünschen übrig. Die damit betranten Organe haben das in der Kürze der Zeit überhaupt Mögliche geleistet. DaS Kaiserpaar war von de« Inständigen Aufeuthatt im Kreise der boyerischen Sönigsfamilie cif das Höchste entzückt und dankte wiederholt für die große Auf- »erksamkeit, die ihm hiebei erwiesen worden. Solche kurze Begegnungen pstegeu sonst einen lediglich cerewoniellen Verlauf zn nehmen. Wir haben Grund zu der Annahme, »a^ die heutige Entrevue über den gewöhnlichen Rahmen solcher Zusammenkünfte hinausgegangen ist. ES ist klar, daß einzelne Frag-n der inneren Polittk bei der Kürze der Zeit u'cht eingehend berührt worden sind. Ader wir glauben, daß die heutige herzliche Aussprache zwischen Kaiser und Regeut für die Entwicklung nuferer innerpolitischen verhältuiffe nicht ohne Bebrnnn- war. vielleicht dürfte schon die nächste Zukunft darüber Näheres bringen. Ebenso hoch wie das E-gebniß der Eetrevne nach dieser Richtung hin, schlagen wir den Eindruck au, den der glänzende Empfang deS Kaisers durch den Regenten des zweitgrößten Bundesstaates nach Außen hin machen muß. Die Rückkehr deS Kaisers von einer politisch bedeutsamen Auslandsreise erschien besonders geeignet zu einer wiederholten Documentirnug der unlöslichen Freundschaftsbande, die die dentscheu Fürsten mit dem Katierhause verbinden. Dafür, daß unser Prinz-Regent diele Gefühle heute in der bayerischen Residenzstadt zum feierlichen Ausdruck brachte, wird ihm nicht nur daS bayerische Volk, sondern ganz Deutschland Dank to ff.'n. In den heutigen Abendstunden wird der Kaiser auch eine kurze Zeit in der lchwäbischeu Hauptstadt weileu und dort von dem König von Württemberg begrüßt werden. Spät Abends wird dann der Sa'ser in dem herrlich gelegenen Schlosse der Zähringer in der idyllischen Badestadt im Schwarzwald nach den Strapazen der Auslandsreise die erste kurze Rast halten. In der wenn auch nur kurzen Begegnung des Kaiser- mit den drei süddeutschen Bundesfürsten vor dem Betreten der Reich-Hauptstadt erblicken wir ein faches-euUches Symptom für die Entw'ckelnng unserer inneren Verhältnisse und eine bedeutsame Kundgebung nach Außen.______________________________________________ AusUrud. Wien, 25. November. Ein kaiserlicher Gnadenact erläßt allen wegen Desertion ober Flucht vor der Se- stelluna in Strashaft befindlichen Personen die Strase. Wie» 25. November. Im Herrenhaus und Abgeordneten- hauS fanden heute außerordentliche Festsitzungen statt, in welchen beschlossen wurde, Deputationen anläßlich deS Regieruugsjudilänms des Kaiser- adzusenbeu. Im Ab- geordnetenhanS wählte die Schönerer-Grvppe einen Socialchen. Budapest, 25. November. Dem ,Budop:sti Hirlop* zufolge wird in Budapest ein Bureau des Auswärtigen Amte» errichtet, weil in Zukunft der Minister de- Aenßeren in Budapest auch während der Anwesenheit de-Kaiser-in Ungarn Aufenthalt nehmen wird. Budapest, 25. November. Im Abgeordnetenhaus gab eS heute keine Siötteruog vor der Tagesordnung. DaS HauS trat sofort in die Bcrathuug des Vudget-Provisorium- etn. Auf der Straße vor dem AbeorduetenhauS herrschte Ruhe. Die Studenten begnügten sich mit der Promenade in der Nähe deS Abgeordnetenhauses. Die Vorlesungen an der Universität werden am 28. November wieder ausgenommen. Beni, 25. November. Der Bundesrath hat zwei österreichische Anarchisten Namens Wolf und Harrich auSgewieseu. Mailand, 25. November. Nach römischen Me düngen find dort vier Anarchisten eingetroffen, um ein Attentat gegen den König Humbert auszuführeu. Einer von ihnen, ein Italiener, heißt Liancobilla, einer ist etn Spanier mit dem Anarchistennamen Protos und die beiden Anderen sind Franioien. Die Behörden fahnden nach ihnen. Brüssel, 25. November. Ja der heute Nachmittag statt- gefundenen Kammersitzuug interpellirte der Abgeorbvete Denis die Regierung über die geplante Abrüstung. Denis legte die Nothweudigkeit dar, anf der internationalen Abrüstungs-Eonferenz eine dauernde Einrichtung zu machen. Er befürwortete die Schaffung eines dauernden Fttedens-Ansschusses in Belgien. P«i» 25. November. Präsident Faure präsidirte heute Nachmittag eine« Ministerroth, der beschloß, den Antrag deS Abgeordneten Doumer, Statthalter von Lonkiu, bezüglich einer Anleihe von 200 Millionen Francs anzunehmen. Paris, 25. November. Der Eassationshof hat heute von 12 Uhr Mittags bis 6 Uhr Nachmittags Picquart verhört. Verschiedene Advokaten versicherten heute iw Justizpalast, man habe eine Gesetzesformel entdeckt, woua» Gouverneur Znrlinden nicht berechtigt gewesen sei, den Obersten Picquart vor ein Kriegsgericht zu stellen, vielmehr sei e» Aufgabe deS Sriegsministers gewesen, eine Entscheidung in der Angelegenheit Picquart zu treffen. Vs wird versichert, daß demnächst in der Sammer eine diesbezügliche Interpellation eingebracht werden soll. M PC. Frankreich. De« »Echo de Paris* entnehmen wir dir Mtuheiiui'g, faß die Dtrectlon der Artillerie die Erfah'ung gewacht habe, daß die sür die »tuen Schnellfeuerkanonen constrnirte Granate nicht die genügende Wirkung besitze. Es soll jetzt ohne Verzug mit der Her- stellung schwererer Granaten begonnen werden. Die bereit» in großer Wenge gelieferten ersten Granaten sollen für Schießübungen aosgedrancht werden. Ctcalc* ttnO propiitiitUc*. Gründet», 25 November. Herr Lchramlsass'ssor Theodor Koch, der feil Ostern als Nachfolger deS Herrn Lehrer Faldner die Stelle de» akademisch gebildeten L'hrerS an der hiesigen höheren Bürgtschule verwaltete, hat einen dreijährige» Urlaub angetreten, u» sich an einer von Dr. M tzer- Leipzig geleiteten w ff ufchaftlichen Expedition in daS Innere Beafil'euS zu betheiligen. Am 1. Decemder werben sich die Rcifeodeo in Hamburg zur Erreichung des nächsten Reisezieles — Buenos Atzres, der Haupeftabt Argentinien» — e'vsch ffen, woselbst sie mit dem Führer der Expedition zu- sammentreffen. — Ein eigenes Zusammentreffen hat e» gefügt, daß ein anderer geborener G'ünderger, Herr Ernst Jöckel, zu glecher Zeit dieselbe Reiseroute zu verfolgen gedenkt, um an dtm letztgenannten Orte in de« botiigen Filialgeschäft eine» großen Berliner Kaufhauses eine Stellung zu übernedwen. § Ruppertenrod, 25. November. Die durch Schüsse und Säbelhiebe verwundeteu Zigeuner uebst ihre» nächste» Angehör gen weilen noch hier. Während einer der verletzten bereits wieder auf der. Beinen »st, ta?n de» Andere noch nicht feine Lagerstatt i« Wagen verlassen, unb die schwer verletzte Frau liegt noch im hiesigen Nachtlokale. Obgleich sonst die Zgeuoer ungern gesehene Besucher find, denen «an lieber auf den Rücken sieht, als ins Gesicht, ist die Barmherzigkeit für die verwundeten Angehörigen der Zigeuner i» unterem Otte groß. DaS ist lodenswertheS practifcheS Ehristenthum. Nach Aussage der hier weilenden Zigeuner ist der En fiohene der andern Horde etn Deserteur. Letztere Bande hat auch vor einigen Tagen in einen Walde der Gemeinde Groß Eichen Treibjagd abgehalten. Auf dort gehörte Schvsse eilte die OrtSbehörde an Ort und Stelle, worauf die Baude eiligst dos Weite suchte. Diese gefährliche Horde scheint demnach nicht nur mit Jgelbrateo vorlieb zu nehmen. In Sachen deS blutigen UeberfallS hat hier eine eingehende Untersuchung durch Großh. Amtsgericht Grünberg und weiter durch Großh. Staatsauwaltfchafc zu Gießru stattgesunden. Bis ans weitere O-dre sollen die Zigeuner hier verbleiben. §§ Groß Felde 25. November. Hier wurde gestern unter einer zahlreichen Betheiligung von Trauergästeu der älteste Bürger unserer Gemeinde, Ronr. Seim II zu Grabe getragen. Derselbe war am 18. Februar 1808 geboren, hatte fomtt ein Alter von nahezu 91 Jahren erreicht. Er war in feine« Leben nicht krank gewesen und konnte In feinen letzten Lebensjahren, nachdem er früher eine Brille gebraucht, ohne Brille leim. §§ Hattrrauusfai» (Kreis Schotten), 24. November. Heute übend wurde hler ein landwirthschaftlichrr (Lonsum- Verein im Gasthaus zum „Darmstädter Hof* (Bürger- meister Schmalbach) gegründet. Zum Vorfitzeuven wurde der Landwirth Heinrich SLmalbach gewählt. Es wird beabfich- tigt, neben dem gemeinsamen Bezug von loudwirthschastlichen Bedarfs-Artikeln usw. der Mitglieder, auch eine allgemeine Verkaufsstelle für Nichtmitglieder zu errichten und durch größeren Bezug die Waareu billiger beziehen zu können. Friedberg, 25. November. Der bereit» angefflublgte Sonderzug nach Darmstadt fuhr heute Morgen mit Verspätung im hiefigeu Bahnhof etn. Um die Friedberger Fahrgäste (ca. 100 Personen) placiren zu können, mußten hier noch leere Wagen eingestellt werden. Der lange Zag, welcher zum größten Theil ou» Harmonika (!) Wagen bestand, sah imposant ans. Die Gi ferner Studenten in Wichs hatten wohl die HSlste des Zuges besetzt. Denn folgten mehrere Wagen Mädchen in ihrer Landestracht und sehr viele deea- rirte Herren. DaS allg-meine Unfall lautete, dafe diese» der schönste Zua gewesen sei, der jemals Friedberg paistrt habe. □ Tarmstedt, 25. November. Die in den Grundzüge» schon telephonisch mit geteilte Enthüllung des Denkmal» für Grofeherzog Ludwig IV. hatte, trotz bei zweifelhaften WinterwstterS, ein solche- Zusammenströmen vo» Menschen in unserer Stadt veranlaßt, wie die- lange nicht der Fall war. In finniger Verbindung erschien damit die Feier de» Doppelgeburtstage» de» Grofeherzog»- paare». Der festliche Tag ward durch Glockengeläute sowie militärische Reoeille eröffnet. Der 114 Gruppen, mit schätzung-weise an 10000 Theilnehmern zählende Zug, mit ca. 12 MufikcorpS, in dem die Landesuniversität und Tech- nische Hochschule sowie die Krtegervereine besondrrs stark vertreten waren und den Heffemnädchen von den Zuschauern zugejubelt wurde, langte zeitig auf dem reich decorirten Denkmalsplatze, dem Paradeplatze an, wo die zur Feier befohlenen Truppentheile, Truppen-Abordnungen waren und die sonst etngeladenen Personen: Staats-, Kreis« und Gemeindebeamte, Geistlichkeit, Ständekammern Vertreter, u. a. die Civilpersonen auf zwei großen Tribünen, Aufstellung genommen hatten. Die Herrschaften erschienen punkt 12 Uhr, enthusiastisch von der vieltausendköpfigen Menge begrüßt, und nachdem die Silcher'sche Motette (mit unterlegtem Text) seitens der vereinigten Gesangvereine vorgetragen worden, hi^lt der Schriftführer des Denkmal Ausschusses, Herr Geh. Regierungsralh Haas von Offenbach, die Festrede. Ec erinnerte daran, daß das hessische Volk mit diesem Denkmal eine Ehren- und Dankschuld gegen den verewigten Fürsten abtrage, dessen Leutseligkeit, rechtlicher Sinn, offenes und gerades Wesen ihm bereits ein Denkmal im Herzen der Landeskinder gesetzt hätten. Schlicht und einfach sei das Denkmal geschaffen, seinem Sinne entsprechend, für alle Zeiten ein leuchtendes Zeichen, wie sehr das Hessrnland dem Fürsten in warmer, treuer Liebe ergeben war. Redner gedachte nunmehr der Vorgeschichte des Denkmals und dankte in warmen Worten dem ausgezeichneten Künstler, Bau- und Werkmeister und Arbeitern an dem Werke; er wies nochmals auf die hohen Charactereigenschaften des im Standbilde Dargestellten hin, der das glücklichste Familienleben führte, gegen den Feind selbstlos und todesmuthig sich zeigte, der in einer 15 jährigen segensreichen R.gierung Volk und Land gefördert, der allezeit treu zu Kaiser und Reich stand und seinem Volke die Gewähr verfassungsmäßiger Mitwirkung bot, der den Dreispruch: Liebe um Liebe, Vertrauen um Vertrauen, Treue um Treue als lebenslänglichen Leitstern hatte. Die warme Ansprache schloß mit dem feierlichen Gelöbniß, daß wir Alle in guten und bösen Tagen treu zu unserem Fürsten und seinem Hause stehen wollen, und mit dem Wunsche, dies möge immerdar so bleiben. — Nachdem der Großherzog nunmehr die Genehmigung ertheilt hatte, fiel die Hülle des Denkmals unter dem lauten Jubel der Festtheilnehmer, die Glocken begannen zu läuten und 101 Salutschüsse ertönten (bie man aber wegen konträren Windes wenig hörte). Der erste Vorfitzende des Landesausschusses für das Denkmal, Fürst zu Afenburg- Büdingen Durchlaucht, übergab und empfahl das Denkmal dem Schutze der Großherzogltchen Regierung und brachte das mit Begeisterung aufgenommene Hoch auf das Großherzogspaar aus, das sodann mit den zur Einweihung gekommenen fürstlichen Anverwandten unter sachverständiger Leitung einen Rundgang um das Denkmal unternahmen, womit die Feier ihren Abschluß sand. Zahlreiche Lorbeerkränze schmückten das Denkmal. — Später fand Hoftafel im Schlosse und am Mittag eine reichbesetzte Festtafel im Saalbau für Beamte und Bürger statt, wobei Herr Beigeordneter Schliephake den Toast auf das Landesfürstenpaar ausbrachte. — Das auf einfachem granünem Sockel sich aufbauende Reiterstandbild Professor Friedrich Schapers in Berlin (dessen hohe Ordensauszeichnung allgemein freudig bemerkt wurde) wirkt in dieser Einfachheit, unter Vermeidung alles Pomphaften, von Allegorie u. f. w. besonders schön, die künstlerische Ruhe des Eindruckes bleibt erhalten. Der Großherzog ist auf dem ruhig stehenden Pferde so dargestellt, wie er seine braven Hessen in 1870/71 im Felde führte; auf der Rückseite liest man die Widmung: Dem geliebten und gerechten Fürsten — Dem tapferen Führer der hessischen Truppen 1870/71 — Sein treues Hessenland! Mit Eintritt des Frühjahrs wird das etwas erhöht über die Umgebung gelegte Denkmal reiche gärtnerische Umrahmung erhalten. Unsere Stadt ist mit ihm um ein neues, schönes Werk bereichert und der heutige Festtag wird in ihren Analen jederzeit ehrend verzeichnet sein. Bei dem großen Zudrange kamen leider einige Ohnmächten vor; Major a. D. Becker wurde von einem ernsten Unwohlsein befallen und mußte weggetragen werden.___________________ Dermifdptet* ♦ Ei« «euer HeUküustler. Stu zweiter Kneipp ist in der Person der Pastor« Felke in Repelen bet Mör« entstanden. Felke ist nicht mehr im Stande, allen Aaforder- nngen zu entsprechen, werhalb er den Dr. Reuter ans Gnadenberg veranlaßt hat, sich tu Repelen utederzulaffen und die Kranken nach seiner Anleitung zu behandeln. Wer sich nicht schon vorher eine Consultation erwirkt hat, kann unverrichteter Sache heimkehrev, so groß ist der Andrang. Im nächsten Jahre soll mit dem Bau einer großen Heilanstalt begonnen werden, speetell für Lungenkranke. Die Felke'sche Behavdluugsweise ist eine homöopathische in Verbindung mit Naturheilversahren. * Au Idyll. Anläßlich de« vierzigjährigen Re- gterung«.Jubiläums de« Fürsten Johann von Liechtenstein werden die Verhältnisse de« kleinen Reiche« Liechtenstein tm „Neuen Wiener Tageblatt" wie folgt geschildert. Da« Fürftenibum ist auf coustitutioueller Grundlage aufgebaut, wird parlamentarisch regiert und besitzt in seiner höchsten politischen Vertretung, dem Landtage, eine regelrechte Mehrheit und Minderheit. Die Opposition kämpft mit großer Leidenschaft- allein, da es bet dem Streite immer nur um Geldsachen sich dreht, wie beispielsweise, ob eine Straße, eine Schule u. s. w. von dieser oder jener Gemeinde, um diesen oder jenen Preis errichtet werden soll, so macht der Fürst weist den Reden der Opposition aus rasche und gründliche Art ein Ende dadurch, daß er in seine Tasche greift und die Dinge mit seinem Gelbe ausbaut. Gemäß dieser ProxS gtebt es im Ländchen keine Conflicte zwischen Fürst und Volk- that sich aber zwischen Beiden ein Mal doch ein Gegensatz auf, dann verschwand er, wie e« die Geschichte der letzten vierzig Jahre beweist, allfogleich dadurch, daß — der Fürst uachgab. Fürst Liechtenstein, der uur selten in sein Land kommt, wird in der Regierung durch einen Landesverweser, der in Vaduz tm Schlosse seinen Sitz hat, vertreten. Diesem Fuuctiouär — gegenwärtig ist eS der Throler Herr v. Ju der Manr — find noch einige wenige Beamte für die Laude«- Admtuistration beigegeben. Mit ihnen thrtlen sich in die Verwaltung der Bürgermeister von Vaduz mit den Gemeinde« räthen. Militär kennt mau nicht und für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung genügt eine Hand voll Polizisten, die übrigen« ein beschauliche« Dasein führen, wie das Landgericht in Vaduz, daS die erste gerichtliche Instanz bildet, während die zweite da« sogenannte AppellationSgericht, durch Juristen der Wiener Hofkanzlei, die dritte und letzte durch da« OberlaudeSgertcht in Innsbruck repcäsentirt wird. Rauflust und Streitsucht find den Ltechrensteiveru fremd, der Richter ist meist Schied«- und Friedensrichter tm wahren Sinne des Worte«. Jeder kann nach Hrrzeu«lust fich entwickeln, und arbcitfam, bescheiden, gutartig, zufrieden mit dem Ihrigen und den herrlichen Boden liebend, aus dem fie leben, deukeu fie ohne weitere Träume an ihre Arbeit. E« darf nach alledem nicht überraschen, wenn beim Laudesverweser fortlaufend Gesuche von Bewohnern anderer Länder um Aufnahme in den Liechtenstetn'schen Staatsverband etnlaufen, eine Bitte, welcher jedoch in den seltensten Fällen willfahrt wird. Wissenschaft, Literatur und Kttnft — Kaufmännische Correspondenz in deutscher Sprache- Von C. F. Find ei, en. Zum dritten Male bearbeitet von Fran; Hahn. Fünfte, vermehrte Auflage. In Originalletnenband 2 Mk. 50 Pf. Verlag von I. I. Weber in Leipzig. Diese „Kaufmännische Correspondenz", nun schon zum dritten Male von Franz Hahn, Oberlehrer an der öffentlichen Handeltzlehranstalt zu Dresden be-- arbeitet, hat eine überaus günstige Aufnahme gefunden, wie schon der Umstand beweist, daß in der kurzen Zett von kaum zwei Jahren zwei neue Auflagen nothwendig geworden sind. Ein Vorzug diese« Buches besteht nach wie vor darin, daß überall Oiiginale von hervorragenden Firmen als Muster benutzt worden sind, wodurch ein interessanter Einblick in das Getriebe deS Großhandels gewährt wird. Dann aber ist überall Knappheit und Klarheit des Ausdrucke« angestrebt, da fast alle kaufmännischen Briefe Urkunden über Handelsgeschäfte sind und der Kaufmann vor Allem seine Zeit nrcht gern mit dem Lesen unnützer Worte verliert. Wo jetzt auf die Bestimmungen der Wechselordnung und de« Handelsgesetzbuches verwiesen wird, sind bereits die entsprechenden Paragraphen deS neuen Handelsgesetzbuches angegeben, daS am 1. Januar 1900 in Kraft tritt. — Vice-Admiral a. D. R. Werner hat soeben seine „Deutsche Seekriegsgeschichte" vollendet. Zum ersten Male wird hier von einem hervorragenden Fachmann eine zusammenhängende Gerichte der Entwickelung der deutschen Flotte von den ältesten Ziten biS auf den heutigen Tag geboten. Das Buch bietet für Alt und Jung eine Fülle der Belehrung, Anregung und Begeisterung. Werner schildert uns, wie die deutsche Hansa eine Weltmacht wurde und England ihre Gesetze aufzwang, wie die nordischen Könige nur mit Erlaubniß der Hansa ihre Kronen annehmen bu tten. Wa» Eintracht stark gemacht, zerfiel durch Zwietracht und mit der Stärke der Flotte ging auch der blühende deutsche Handel zu Grunde. Der große Kurfürst hatte weitblickend die Bedeutung der Flotte wieder erkannt und bot Alles auf, sie zu beben und ein Colontalreich zu schaffen — leider vergeblich. Erft 200 Jahre später wurde sein Werk wieder fortgesetzt. Der Flottengründung tm Jahre 1848, der Norddeutschen und der Reichsflotte ist ein breiter Raum gewidmet. Wenn die Flotte auch noch keine Gelegenheit hatte, in großen Schlachten ihre Kraft zu erproben, so ist sie, wie wir auch hier erkennen lernen, doch in Dutzenden von Fällen kraftvoll für die Jntereffen des Reiche« eingetreten. Werner's Erzählergabe tritt auch in diesem Buche, das noch rechtzeitig vor Weihnachten erscheinen wird, glänzend zu Tage. Brodpreise vom 27. November bis 11. D:crmbrr 1898. Der hiesige« väcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod......28 Psg 2 Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod......56 , 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod......26 , 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod......52 . 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrod......24 „ 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod.....48 . 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod......72 , Der auswärtige« Bäcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod bet L. Steinmüller, Gr.-Linden 24 Psg. L. Schmidt, Gr.-Linden 24 . W. Weitzel von Lang Gön« 24 „ W. Fabel von Wtesrck 24 „ 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod bei Joh. Kd. Velte v. KirchgönS 46 „ L. Schmidt (Großen-Linden) 48 „ L. Stetnmüller, Gr.-Linden 48 „ W. Weitzel von Lang-GönS 48 „ Wilh. Fabel von Wtefeck 48 , 1 Kg. (2Pfd.) Schwarzbrod beiW.Steinmüller, Lang-GönS 22 „ L. Schmidt, Großen Linden 22 , W. Weitzel von Lang-GönS 22 , 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod bei Joh. Kd. De'te v. Kirch-GönL 42 , W. Steinmüller in Langgöns 44 , L. Schmidt Gr.-Linden 44 „ W. Weitzel v. Lang'GönS 44 v L. Stetnmüller, Gr.-Ltnden 44 „ 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod bei Wtlh. Fabel von Wieseck 66 , Der Brodverkäufer. Bet den hiesigen Brodvrrkäufern bestehen dieselben Preise wie bei den hiesigen Bäckern. Gießen, den 26. November 1898. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen. Muhl. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Garteuftrahe 2. Angebot der Arbeitnehmer! 1 Bäcker, 1 Spengler, 1 Krankenpflegerin auf Woche, 1 Sattler, 1 Schuhmacher, 2 Schneider auf Stückarbeit, 2 Bau- ober Möbelschreiner, 4 Taglöhner, 9 Hausburschen, 1 Kutscher, 3 Fuhrknechte, 1 Bäcker- und 1 Mechanikerlehrling, 1 Haushälterin, 1 Lauffrau für Nachmittags, 1 Commis, 1 Sckreibgehulfe. Nachfrage der Arbeitgeber: 1 jüngerer Spengler auf Ladenarbeit, 2 Glaser, 1 junger Sattlergehilfe, 4 Schlosser in eine auswärtige Maschinenfabrik, 1 Schmied, 2 Schneider auf Stückarbeit, 1 Bausckreiner, 1 jüngerer Dienstknecht, 1 Taglöhner, 1 Hausbursche im Alter von 14 ober 15 Jahren, 4 Dienstmäbchen für Küche und Hausarbeit, 3 Lauffrauen, 4-6 Lumpensortirerinnen, 10 Aus- ripperinnen, 1 Waschfrau für eine Wäscherei, 2 Flickfrauen. Lehrlinge: 2 Bäcker, 1 Buchbinber, 1 Küfer, 1 Schuhmacher, 2 Mechaniker, 2 Wagner, 1 Schreiner, 2 Glaser._________________________________________________ Bekanntmachung^ Der Voranschlag der Gemeinde Alteu-Buseck für das Jahr 1899/1900 liegt vom 26. November d. I. an acht Tage lang zur Einsicht der Interessenten auf hiesiger Bürgermeisterei offen. Alten.Buseck, den 24. November 1898. Großherzogliche Bürgermeisterei Alten-Buseck. _________________________Körber.____________________11740 Bekanntmachung. Der Boraufchlag der Gemeinde Garbeuteich für das Rechnungsjahr 1899/1900 liegt vom 28. November d. I an acht Tage lang auf dem Bürgermeisterei-Büreau dahier offen. Garbenteich, den 25. November 1898. Großherzogliche Bürgermeisterei Garbenteich. ___Schwarz.____________________11742 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Odeuhauseu für das Jahr 1899/1900 liegt vom 30. November d. I. an acht Tage lang zur Einsicht der Interessenten auf dem Bürgermeisterei-Büreau offen. Oden Haus en, den 26. November 1898. Großherzogliche Bürgermeisterei Odenhausen. Lang 11741 Auf der Candidatenliste des „Nord-Ost-Vereins" vermissen wir einen Mann, welcher von den beiden liberalen Parteien, jedenfalls nicht ohne Ueberlegung, zur Wahl vorgeschlagen wurde. Es ist dies unser Mitbürger Fr. Helm. Fast bei allen größeren Ieranstattungen hat er nun bewiesen: sein Hrganisationstatent sowie Erfahrung in Ierwattungssachen, ebenso seine Zähigkeit, gemeinnützige Unternehmungen jeder Art in Kluß zu bringen und thatkräftigst durchzuführen. Nicht unbekannt dürfte Vielen sein seine Bereitwilligkeit, wenn es galt, die Interessen unserer Mater- stadt, auch nach Außen, jederzeit zu vertreten. Darum wählt einen Mann, welcher seine Arbeitslust und Befähigung in so reichem Maße bewiesen hat. Viele Wähler aller Parteien. “ tt«ö pztü. Diele s^°b 2 Ns ', Mair ?ranfiQlhufe>^ jfjÄ 'M Ms Ö'nbtiögei hS*rtlt a8rflöbtn brt n^ ’n^'a ltti« KW SiS5 L *™» lk-.!ia, B," ÄJk«‘te61klt ®e Wei |u @lunbt Der d^utung btt ftlollt Okbn 5** ^lonUltdd)^ lflb« Hier wurde sein Krk iA^re 1848, ber S£ ’WOjinn ptotbmrt. ffi™ Stl-chtr- I SV tr ert(nnm >rwrn, lr D*t 3nterefltn de« Reit« M tn bldem Buche, bei n ®ltb, glinjtnb ju Taze. Ut ©;«wb( r 1898. äcktt, . . . rsN, ... 56 , ■ • . . 26 , . . . . 52 . 24 , . . . . 48 . 72 , i Väter. müller, ©ufiinbcn 24 M ibt, Gr.-Linben 24 . }tl von Lang-GönS 24 , :l von Mick 24 , .Belte v.KkchM 46 , dl (Großen-Lmbai) 48 , mülln, Gr^Ltvbev 48 * ld von Lang-GnS 48 , ibd von Wieset 48 , nüder, Hang>&int 22 , >/, Großm Mar 22 , :l von Lang-Gins 22 , ßtHt v. K^t'-Gbns 42 , Mn in LangM " , ibt Gr. Linben 44 , rel v. Lang Gins 44 , mülln, Gl-Ltnben 44 , label von Meck 66 , jÄdbm Preise wie bet itfern. 1898. eiaiill Gießen. Vereins" v5- iben KM I, zur WB W cr ,iigen hti )ieE I« L Mitbürger? Nächsten Montag bei der Stadtverordneten-Wahl timt Euere Schuldigkeit; Ihr kleinen Geschäftsleute und Handwerker, wählt einen Mann, der allgemein beliebt, praktisch und tüchtig ist und mit dem sich der kleine. Geschäftsmann und Handwerker jederzeit benehmen kann, nämlich Herrn Architect Louis Huhn. Wähler aus allen Stadtteilen. Die noch vorräthigen Spitzen, Bänder, Besätze, Corsetteu, Knöpfe,Barben ____re. iu und unter Einkaufspreis im Ausverkauf von 11765 L. Kattrein, Vermiethungen 11720] Scköne 4-Zimmerwohnung mit allem Zubehör per 1. April zu vermielhen. Näheres in der Erpcd. d. Bl._________ 11723] LogiS zu vermielhen. ___________«roße Mühlgaste 4. 11727] Llebtgstratze 66 ist der erste Stock, 5 Zimmer, 1 Mädckenkammer, «artenantheil rc., per 1. April 1899 zu »ermiethen. 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Wie kommt e«, daß Herr Balser, der seit über 20 Jahren, während welcher Zeit er hier ansässig ist, noch nicht so viel Interesse an städtischen Angelegenheiten hatte, sich in die Wählerliste eintragen zu lassen, während er nun plötzlich ein s, grobe«7Jnteresie daran haben soll, daß er sogar al« Candidat- empfohlen wird. 117691 Mehrere Neugierige. DoooooooooooopopoooooQooa pelmumren in größter Auswahl empfiehlt zu sehr billigen Preisen 11731 J. Kaan jr., am Krem 10. Bleichsucht — Nervosität — Verdauungsstörungen. Pilulxe roborantes Selk, organisch-animalisches Eisenpräparat, die in ihren ' erbindangen nicht gestörten Salze des Blutes und des Heisensaftes enthaltend. Drei Pilk-n entsprochen 2 Gramm Blut und 1 Gramm fettfrefem Moskelfleisch. \on auKg».-zeichnrter Wirkung bei allen Krankheitserschelnuniren, welche durch nicht normale Blutbüdung veranlasst werden. - Herr Dr. Zacharias schliesst seine Kritik In der me4iiinischen Zeitung: .Meinen Herren Coliegen kann ich nicht dringend genug die Verordnung der rilulae roborantes Selle anratben.* — Nach Orten, in wehren die Piluiae roborantes Selle nicht zu haben sein sollten, po.-tfrei su Originalpnisen von der privllegrlrtcn Apotheke in Kosten. ProiiM Posen, su beziehen, ä Schachtel 1^0 M. tiiesen, Depot: Pelikan-Apotheke. Würzburg: Rosen-Apotheke. Daunen-Dcckhcttcn, Stück für 17,50 Mk., mit 4 Pfand grauen Daunen gefüllt, au« federdicht:m türk rothen Daunencöper: Größe: 130 cm breit, 180 cm lang Pafseode- Kiffen, Ttück 5,25 Mk., Größe: 80/sO cm C. Röhr & Co. Evang. Gottesdienste der Method. Kirche Neuenweg Ne. 9, Hinterhaus 1. Stock, Eingang Erlengaffe. Sonntag de» 27. November, Mittags 37, Uhr: Predigt. Pred. Barnickel. Jedermann freundl. willkommen. Städten in der Stadwerwaltung vertreten seid. Darum gebt Eure Stimmen dem Architekten Louis Huhn von dem Ihr erwarten dürft, daß er Euer Interesse in gerechter Weise vertreten wird. 11774 Säng^erkranz. Sonntag den 27. November, Nachmittags 5 Uhr, Concert in Steins Garten unter gefälliger Mitwirkung von Frau Ballier- Landmann aus Hanau (Sopran), Fräulein KrauRne aus Giessen (Mezzo-Sopran), Fräulein Koch aus Wiesbaden (Alt) und Herrn Hubert Dletzuch, Mitglied des Giessener Stadttheaters, sowie der Capelle des Infant.-Regts. Kaiser Wilhelm. Dirigent: Herr Franz Bauer. 1157s Programm: Ouvertüre su .Iphigenie“ von Gluck. Lieder fQr Sopran und Alt. Zwei Sitze für das gesaminte Streichquartett: a) Molto Lento (Sphärenmusik) von Rubinstein; b) Variationen a. d. Kaiserquartett von Haydn; ferner Musik zur Athalitt66 von Racine, für gemischten Chor, Soli und grosses Orchester von Mendelneobn. Hauptprobe: Sonntag Vormittag pünktlich um 10 Uhr in Steins Garten. Karten hieran k 50 Pfg. sind in der Musikalienhandlung des Hrn. Challier zu haben. Lnsere verehrlichen inactiven Mitglieder machen wir aufmerksam, dass unser Concert ein Stuhlconcert und der Anfang pünktlich um 5 Uhr ist. Die Saalthären werden zu Beginn einer jeden Nummer geschlossen. Von 8 Uhr ab: Tanzunterhaltung;. Stadtverordnetenwahlen sind keine Parteisachen! Wähler, laßt Euch nicht beirren und setzt auf Euren Stimmzettel den bewährten zm» Allkims Keller, ÄMiemMn, sowie 11761 Dem Mllliril IjlUIIIII, ftltiknt, welche mit Verständniß und Pflichttreue das Amt ausfüllen werden. Mitbürger! Confection feiner Pelzwaaren. 11772 11624 Viele Wähler In lctztcr Stunde Appell u. Herren- und Damen-Pelzmäntel nach Maass. Specialität: Capes. Muffe. Barets r---*- and Colliers, Kragen und Mützen, Schlittendecken, Vorlagen, Fusssäcke. Rauchtische und Garnituren Herrengeschenke Holzkasten, Wandschränke Cigarrenkasten Originelle Cigarrenspitzen und -Behälter. Spazierstöcke und Schirme. Mitbürger! Nehmt Euch ein Beispiel an unseren Nachbarstädten Darmstadt und Frankfurt a. M. Kein Soeialdemokrat ist in die städtische Vertretung gewählt worden! Wir sehen gerne Vertreter der Arbeiter, Kleingewerbetreibenden, Handwerker usw. im Stadlvorstand, aber keine Socialdemokraten, am Allerwenigsten aber einen ausgesprochenen Agitator wie Scheidemann und dessen Anhänger. Ein Mann, der sich vermuthlich nur das Ortsbürgerrecht erwarb, um sich als Candidat zur Stadt- Verordnetenwahl aufstellen zu können, der nur die Unzufriedenheit zu erregen weiß, der unsere städtische Vertretung mit Unrecht herabsetzt, dem gehört nicht die Bürgerkrone. Es sind Euch eine große Anzahl erprobte, bekannte Männer zur Auswahl vorgeschlagen! G-bt davon 12 Euere Stimmen, aber niemals dem Toeialdemokrateu Scheidemanu und seinen Anhängern. Kl Kl Kl ö ki S Z a w | Gegründet 1866. Giessen ______Seltersweg-Plockstrasse. Grösstes Etablissement am Platze. Louis Huhn und versäumt nicht zur Wahlurne zu gehen. Elfenbein- und Hirschhornwaren Eigene Fabrikation. Gramnstall und Reparaturwerkstätte. Anfertigungen jed^r Art nach Angabe. Markt 22 Zu Weihnachtsgeschenken empfehle Ballblumen, Shawls, Handschuhe und Schärpenbänder in schöner Auswahl. Hlouveautes in Damen-Gravatten, Schleifen und Worsteckern. Dmen-, Hmkli- u. Kiililkl-Rkgkllshime neueste Sachen in allbekannter Güte. Bis Weihnachten gewähre auf alle Artikel 3W 10 pCt. Skonto. 11759 A. Fangmann, Bahnhofftrahe 29. Unter den vorgeschlagenen Candidaten empfehlen wir Euch nochmals den Architecten Louis l)ul|it. Darum, Ihr Baubeflissenen und Bauhandwerker, Alle, die ein Interesse daran haben, daß auch das Baufach im Stadtvorstande vertreten ist, laßt Euch nicht beirren und gebt Eure Stimme dem Architecten der großen Weihnachts-Ausstellung in Kinderspielwaaren zeige ergebens! an. 11728 Louis Lony, KhllWl. 27. 4 DEN Erd™ 11 $#nt4S' wrNU Hrrlta, begrüßt aa 1 Dritntnlfc s zugleich dem Devtschlaods auch auf die I Die Begegoull in der deutsch bleiben, da fi tunerru Frage Äolfnl mit de leguug eiurr o dir ^Nordd.V httrschrryaar riu dantbaret vnliuL Der Im Mild betreffend der grwerbe Hi anderen deut! der Entwurf Lett noch Dk fynll, Qrnppin btt ÄRontag e/nea dem militärisch iNtyt uud lasten. Dich ix am 10. T licheu, daß kriagrn kann. Paris, 2 bürde nicht j lheidiguvg stehen geg! Pirgaan- wü Ä fotl. 2\ Snaatt bttai 6i *• Decemder 1788 z„," „ M 27. Ä" 8,10,1 7"°°cht der i darnieder. Paris, 27. 6ln L <8«i eiui jÄ ^°Istker »ä; von bi.» 11 u ^adnku , II« 66t,!! >"> hntie» SÄ*“ varvbt, u & VLn