19« 5« 1898, IÖN« Co- kerkranke. Geisse. gtid ,e»«!S nfnoW 6to. 00 o « dir^mrr »emirUeirifttr Werden dem Änjnger WachenUich viermal btigdegt Gießener Anzeiger 5S<|ufl»Frrt* vtrrltizäbrUch 2 Mark 20 Pkg. monatlich 76 Psg. mit vrmgerloh». Bei Postbezug 2 Mark 50 Psg. fierlrljährNch. Rvvahme I»,eigen zu der Nachmittags für den fatgenden Lag erfchnvenden Nummer bis Barm. 10 Uhr. Keneral-Anzeiger Alle Anzeigen-Lermittluogsstellen des In. und Äu«l(nM nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger tntgege» 2lnrts- und Anzeigeblntt füv den T^veis Gieszen. | Gratisbeilage: Gießener FamilienlMter. Fernsprecher Nr. 51. ,<*.f Abonnements "aQF auf den Gießener Anzeiger für den Monat September werden von allen Postanstalten, den Zeitungsträgern und der Expedition, Schulstraße 7, jederzeit entgegengenommen und die bis zum ' 1. September erscheinenden Nummern gratis geliefert. Deutscher Reich. Berlin, 25. August. Ortentretse de- Kaiser». Die Zusammensetzung de» sür die Palästtnafahrt zu bildenden Katsergeschwader» ist jttzt bestimmt. Die Flottille, die am 12. October mit dem Kaiserpaar aa Bord vou Beuedig au» dtm Otieut zusteuert, wird au» der Kaiseryacht „Hohen- zollern*, Cornrnandant Contreadmtral Freiherr v. Beben» Hausen, dem großen Kreuzer „Hertha*, Lorvetteneooiiäo o. Usedom, und dem Aviso »Heia", Corvettencapitän Rawpold, gebildet. Sämrntliche Schiffe find Musterleistungen deutscher Schiffebaukunst. Sie zeichnen fich sowohl durch Stattlichk-.it sind Eleganz, wie durch große Fahrgeschwindigkeit und Manöorirsähigkeit au». Alle erhalten einen glänzend weißen Anstrich, wodurch da» Aeußere drö Geschwader» wesentlich on Retz und Ansehen gewtnnt. Die „Hohenzollrrn* läuft 22, die „Hela* 23 und die „Hertha* 19 Seemeilen in der Stunde. Die Kaiierhacht hat eine Besatzung von 308 Mann unb einen Raum i halt von 4100 Tonnen bet einer Maschinen- leistung von 9000 Pserdektäften. Die „Hertha* ist mit 439 Mann besetzt, faßt 5600 Tonnen und hat Maschinen mit 10 000 Pfereekräften. Die „Hela* weist eine Besatzung ton 178 Mann, einen Raumg-halr von 2000 Tonnen uns Eine Maschinenleistung von 6000 Pserdekräftrn auf. Da» größte Sch'ff, der Dretschranbenkreuzrr „Hertha*, hat die rreitau» stärkste Artillerie, Panzerdeck, Panzerdrrhthürwc und Prnzercascmatten. Die Armicung umfaßt nicht weniger al» BO Schnrllfenergeschütze, darunter zwei 21» und acht 15«Str-t meter-Schnelllade-Knaonen. Die Geschützbewaffnung der ,5)610* setzt fich au» vier 8,8 und sechs 5-Centiweter- Schnellfeuer Geschützen zusammen, wänrrnd da» Prunks ff ^Hohenzollern" nur sechs leichte Geschütze führt. JnSgrsammt hat die Kaiierflotttlle eine Besatzung von 925 Mann. — Zur Gewehr frag e schreibt „Mil.Pol. Corr.*: Anter den Stichworten: „Neue- Infanterie-Gewehr* ist In den letzten Tagen die Mittheilung einer hteflgen Correspon- drnz in die Zeitungen übergegangen, wonach Mitte der vorigen Woche vor Offizieren der Gewehr-Plüfungscommtsfion ein Versuchsschießen mit einem in Ausficht genommenen neuen Znfantertegewehr stattgrfunden habe. ES ist ferner mit» getheilt worden, daß das neu etnzuführeude Jnfanteriegewehr i n noch kleineres Ealiber al» da» jetzige Gewehr (Modell 88) habe und die Proben mit diesem Gewehr mit Erfolg auf Distanzen über 2000 Meter ausgedehnt seien. Demgegen» tber bemerken wir, daß diese Meldung den Thatsachen nicht Entspricht. An dem genannten Tage hat In Tegel ein Versuchsschießen mit kleinkalibrigen Gewehren überhaupt nicht stattgesunden, und dürften wir auch darin recht behalten, daß taS im Jahre 1888 zur Einführung gelangte Infanterie- Gewehr Modell 88, was das Ealtber anbetrifft, auch den heutigen und zukünftigen Anforderungen an eine moderne Kriegswaffe noch vollauf genügt, und deshalb in unserer Armee auch fernerhin beibehalten werden dürfte. In unserem Nachbarstaat Oesterreich-Ungarn, wo jetzt ein leichteres und auch sonst mannigfach abgeanderteS Infanterie-Gewehr zur Einführung gelangt, ist daS gleiche Caliber ebenfalls bei» behalten worden. Man ersteht aus alledem, daß rS nicht unberechtigt war, al» wir schon vor mehr als Jahresfrist der Beibehaltung des 8 Millimeter-EaliberS das Wort redeten und vor Uebereilnug der E nführung des ,kleinsten* Gewehr» caliberS warnten. — Die Vertiefung der Weser bi» Bremen hinauf, wodurch r» Schiffen bi» zu fünf Meter Tiefgang ermöglicht ist, an die Stadt selber zu gelangen, hat dem unmittelbaren Seeverkehr Bremens einen großen Aufschwung verschafft. Gerüchtweise verlautet nun, der bremische Staat beabsichtige eine weitere Vertiefung de» Strome», um noch größeren Schiffen da» Anlaufen Bremen» zu ermöglichen. — In Bremerhafen, dem in diesem Falle auf» Neue ein Theil seine» Verkehrs an großen Seeschiffen würde entzogen werden, erregt da» erwähnte Gerücht einige Besorgriß. — Die 26. Versammlung de» Verein» deutscher Forstmänner wurde am Mittwoch im Londeshau» zu Bre»lau durch den Landforstmeister Dr. Danckelmann- EberSwalde eröffnet Zum Vorsitzenden wurde Gehetmrath v. Ganghofer-München gewählt. Namen» de» Landwtrth- schäft»-Ministeriums begrüßte Laudforftmetster Wächter- Berlin die Versammlung. — Die in Köln tagende Haupt-Versammlung der Deutschen ApothekervereinS beschloß, als vornehmste Aufgabe de» Verein» die Errichtung einer au» Apothekern bestehenden StandeSvertretung unter Beseitigung der Beauffichtiguug durch die beamteten Aerzte zu betrachten. — In einer Versammlung tu Wiesbaden ist die Frage einer deutsch-nationalen BiSmarck-Ehruug erörtert worden. Die gedachte Ehrung soll nicht ein Werk der Kunst sein, sondern eine Stiftung, geheißen „Bismarck-Stiftung*, die national sein und der allgemeinen Wohlfahrt dienen und dauern solle bi» in die fernsten Zeiten. Nach längerer Debatte nahm die Versammlung einen Antrag Bojanowtki an: Die Versammlung wolle beschließen, eS solle von hier aus überall, wo Deutsche wohnen, die Bildung von Aus» schüffen zur Veranstaltung einer nationalen Ehrung für den Fürsten Otto von Bismarck angeregt werden. Sodann wurde ein gefchäftsführende» Comiis gewählt, welch:» demnächst einer neu einzuberufenden Versammlung einen allgemeinen Aufruf vorlegen und die übrigen Vorarbeiten in Angriff nehmen soll. — Zur Samoafrage. Die „Mar.-Polit. Corr." schreibt in Hinblick auf die Abficht der vereinigten Staaten von Nordamerika, auf der östlichen der drei großen Samoainseln, Tutuila, in Pago Pago eine Flottenstation zu errichten, der damit zusammenhängende poltitische und wirth» schaftliche Nachtheil für die die fremden überragenden deutschen Jntereffeu könnte nur ausgeglichen werden, wenn eine Theilung der Inselgruppe unter dir drei Vertragsmächte Deutschland, England und Union stattfände. Dieser Gedanke set schon wiederholt in colonialen und wirthschaftspolitilchen Kreisen zur Sprache gebracht worden- zu keiner Zeit je zuvor habe jedoch ein Hinweis darauf eine so unmittelbare Berechtigung gehabt, wie gegenwärtig. Wenn England die größte Insel der Gruppe, Sawaii, Amerika d'e Insel Tutuila mit seiner Flottenstation Pago-Pago und Deutschland die Insel Upolu erhielte, so würde dies einerseits den thatsächlichen Eigen- tbumSverhältniffen am meisten entsprechen, denn die Insel Upolu ist zum überwiegenden Theil bereit» deutscher Privatbesitz- andererseiis würde durch eine solche Gebietsabgrenzung der Möglichkeit vorgebengt, daß durch die überragende Stellung der Union in Folge ihrer Flottenstation Confl cte entstehen, bei denen fie von vornheie u tu Bezug auf ihre Machtentfaltung an Ort und Stelle da» politische Ueber» gewicht in der ungeth'ilteu Inselgruppe auf ihrer Seite haben würde. Um solche Confliete nach Möglichkeit zu vermeiden, erscheine eine politische Theilung der Inselgruppe der einzig gangbare Weg. Breslau, 25. August. Die 2 6. Versammlung deutscher Forstmänner nahm, wie der „Bresl. General» Anzeiger* meldet, einen Antrag de» Oberforstmeister» Ney au» Metz an, wonach eine Vereinigung der Versammlung deutscher Forstmänner mit dem deutschen ReichSforst-verein erwünscht ist. E ne Commission wurde mit den nöthigen Vorarbeiten beauftragt. Al» Bersammlung»ort für 1899 wurde Schwerin gewählt und für 1900 Eisenach oder Trier in AnSsicht genommen. AusUrud. Wien, 25. August. Nach der tropischen Hitze der letzten Tage ist heute tn ganz Oesterreich Regenwetter ein» getreten. Fiume, 25. August. Hier ist ein französischer Martne-Offizier eiugrtroffru behuf» größerer Torpedo- Bestellungen für die französische Marine. Budapest, 25. August. Die AuSgleichS-Conf erenz wird spätestens morgen Vorm trag beendet werden. D'e österreichischen Minister kehren morgen Abend nach Wien zurück, auch Baron vanffy wird fich nach Wien begeben, nm dem Kaiser Bericht zu erstatten. Turin, 25. August. Die unter dem Borfitz de» König» hier ftattgehabte Sonferenz hat beschloffen, die militärische Occupation deS erhthräischen Hochlande» aufrecht zu erhalten. Paris, 25. August. In einem hiefigen Stahlwerke, welche» 2000 Arbeiter beschäftigt, ereignete sich gestern ehe furchtbare» Unglück, indem ein mit glühendem Stahl angesüllter Behälter umstürzte. Sech» Personen wurden dadurch getödtet, vier schwer verwundet. Pari», 25. August. „Gaulot»* meint, General Pelleux habe fich gestern vor dem Untersuchungsrichter gegen Esterhazy besonder» scharf geäußert, ohne jedoch da» Bordereau zu erwähnen. Gerüchtweise verlautet, Esterhazy werde mit schlichtem Abschied eutlaffen werden, aber da» Kreuz der Ehrenlegion behalten. Pari», 25. August. Gegen seine sonstige Gewohnheit verhält fich Präsident Faure während der die»jährigen Parlamentsferien sehr zurückhaltend und verbleibt meist ia seiner Villa bei Havre. Der monarchistische „GauloiS* erklärt diese Zurückhaltung auf folgende Weise: Al» Felix Faure ein gemäßigte» Ministerium hatte, erwies ihm diele» größere Ehrerbietung und fand nichts dagegen einzuwenden, daß der Präsident fich in den Vordergrund stellte. Da» radicale Cabinet hingegen, an deffen Spitze Briffon, fein erfolgloser Mitbewerber bei der Präsidentenwahl auf de« Versailler Cougreffe, steht, gönnt dem Staatschef weniger Freiheit, und Felix Faure fürchtet sich während der Ferien vor dem Ministerium, wie er fich zur Zeit der Tagung vor dem Parlamente fürchtete. Darum, meint der „Gauloi»*, hört man nichts von dem Staatschef, und mau wird ihn bald „Papa Faure* nennen, wie man einst „Papa Grevh* zu sagen pflegte. — Militärische» auSFrankreich undJtalien- Da» „Echo de Paris", daS Organ de» französischen General- stabe», kündigt eine Untersuchung über den Uebungs» marsch an, der am Freitag Abend in Nancy zu einer vollständigen Auflösung des .79. Linien-Regiment» geführt hat. Da» „Echo de Paris* berichtet über den Vorfall de» Weiteren, daß der Regimentscommaudeur absichtlich einen Theil de» Marsches, der Nachts um 1 Uhr begonnen worden war, btt brennendster MittagShitze fortfetzte. Hierbei hat dvS Regiment 400 Menschen liegen lassen. Zwei Stunden lang soll der Oberst hinter dem Regiment geritten sein, jeden Zurück- bleibenden mit den schwersten Strafen bedrohend. Aber menschliche Kräfte haben auch ihre Grenze, und endlich war diese auch für die Soldaten des unglücklichen Regiments er» reicht. Drr Oberst sah sich im Hinblick auf die Verwünschungen, die seine Soldaten ihm gegenüber auSstirßeu, veranlaßt, fich zurückzuziehen. Vergeben» suchte der Oberstabsarzt — der einzige Arzt für daS ganze Regiment — feine Dienste den in den Straßengräben und nächstgelegenen Häusern zerstreuten Kranken zu widmen. Zweimal verließen sogar den Arzt die Kräfte, und er wurde ohnmächtig. Er mußte nach und nach vierzig Wagen herbeischaffen, um Hunderte von Kranken auf ihnen zu sammeln. — Die Nachricht von diesem Ereigniß hat begreiflicher Weise zunächst in Naocy den peinlichsten Eindruck hervorgerufen. In der Stadt verbreitete sich schnell dar Gerücht, daß ganze Compagnien ihren Offizieren den Gehorsam verweigert hätten. Der General Forget al» Brigade-Commandeur und der DivifionS General de Cornulier» Luciniöre sollen sich sofort nach den betreffenden Quartieren begeben und eine zwei» bezw. dreitägige vollständige Ruhe für daS Regiment angeordnet haben. Wenn der Vorfall wirklich sich so zugetragen hat, wie die obengenannte Zeitung berichtet, dann glauben wir gern auch ihre weitere Mit» theilung, daß der Commandeur des Regiment» verhaftet ist. Da» Journal spricht die Hoffnung au», daß auch über zahlreiche au» anderen CorpS gemeldete Unglücksfälle Untersuchungen eingeleitet find und e» ermahnt im Hinblick auf die kurz bevorstehende Einberufung der Reservisten zur gewiffen- hasten Beachtung aller ministeriellen Vorschriften über die besonderen Pflichten der Commandeure während der heißen Jahre»zeit. London, 25. August. Die Vereinigten Staaten werden, nach einer Meldung au» Washington, nur die Abtretung de» Hafen» und der Stadt Manila fordern. Bon den übrigen Theilen der Philippinen werden die Amerikaner besondere Handel»vortheile von den Spaniern fordern. Madrid, 25. August. Man verdammt hier allgemein die Haltung der Carlisten, welche sich unter falsche« Namen auf die Liste« der zusammenberufenen Abgeordnete« stellen lasten. Man will daran» ersehen, daß die Carlisten bei der DiScusfion über die FriedeuSverhandlungeu starke Opposition zu wachen beabfichtigeu. Madrid, 25. August. Die am 5. September behufs Ratifictruug bei FriedeuSbediugungen zusammeutreteuden Corte» werden laut RegieruugSbeschluß 14 Sitzungen abhalte«. Zu denselben werden die bekanntesten Parteiführer in Madrid eintreffen, um sich au den Debatten zu bethetligen. _ . WÄ Madrid, 25. August. Der Krieg hat Spanien bis jetzt 2000 Millionen gekostet. Noch schlimmer aber ist oer Verlust an Menschenleben. Die Kugeln haben aller- ding» nur einen verhältnißmähig Springen Beitrag dazu g - liefert- von den nach Cuba gesandten 200000 Mann sind nur 2 Generale, 70 Offiziere und 1400 Mann gefallen wahrend rin General, 85 Offiziere und 750 Mann ihren Wunden später erlagen und 465 Offiziere und 8200 Mann wieder geheilt wurden. Um so entsetzlicher haben aber die Krankheiien gewüthet. Am gelben Fieber find nach den amtlichen Angaben 350 Offiziere und 13 500 Manu gestorben- an anderen „Krankheiten" (wahrscheinlich an den Folgen schlechter Ernährung) 130 Offiziere und 40000 Mann. Mau hält diese Statistik aber für mangelhaft und glaubt, daß mindesten» 100000 Mann dahingeraffr worden find. Manila, 25. August. Zwei amerikanische Transportschiffe mit Truppkn find ,tn den Hafen von Manila eingelaufen. — Heilmittel gegen Jnsectenstiche. Von Dr. Otto Gotthilf. Zar Zeit des Hochsommers, wo da» Leben und die Zahl der Jnsecten den Höhepunkt erreicht, wird man von den mit Giftstacheln bewaffneten Arten derselben oft so belästigt und gequält, daß empfindsame Personen „ganz außer sich geratheu . Am gefürchtetsten sind die Bieuep, Hummeln, Wespen, Hör- niffen, Schnaken, Stechfliegen, bei denen jedoch nur die Weibchen und Geschlechtslosen einen Gtftapparat besitzen. Infolge der etgenthümlichen Richtung der am Stachelende befindlichen Sägezähne laffrn einzelne Jnsecten, zumal die Bienen, den Stachel in der Wunde zurück, während die meisten, auch Wespen und Horniffen, ihn unversehrt wieder zurückzteheu. Bei Bienenstichen muß man daher zunächst den Stachel entfernen und da» daran haftende Grftbläschen vorsichtig beseitigen, um nicht durch Druck auf dasselbe den ganzen Inhalt in die Wunde ergießen zu laffen. In der Regel erzeugen Jnsectenstiche nur eine örtliche brennende Hautanschwelluug. Bet ganz besonders empfindsamen Personen kann allerdings auch Ohnmacht, Schüttelfrost und Fieber etutreten. Gefährlich werden Stiche in die Zunge, den Schlund, oder auch am Halse in die Kehlkopfgegend, wo hochgradige Schwellung zur Erstickung führen kann. Bet derartigen Stichen, welche man sich beim Schlafen im Freien mit offenem Munde zuztrheu kann, wende mau schleunigst ammoniakhaltige Gurgelwaffer an. Gefährliche Wespenstiche kann man fich auch zuztehen durch unvorsichtiges Beißen in Aepsel oder Birnen, die ein Loch haben, in dem nicht selten eine fressende Wespe verborgen ist. Die Zahl der Mittel, welche gegen Schmerzen und Geschwulst der äußeren Jnsectenstiche jeder Art empfohlen und angewendet werden, ist Legion, von dem einfachen Bedecken mit feuchter Erde bis zu den wohlriechendsten Mixturen in den feinsten Flacon». Aber gerade die große Zahl dieser sogenannten Heilmittel und das alljährliche Auftauchen neuer beweist am besten, daß wohl keine» den Anforderungen ganz enspricht. Ich habe viele derselben ohne Erfolg probtrt. Jetzt endlich scheine ich ein nie versagendes Heilmittel in Flügge» Myrrhen Creme gefunden zu haben. Die Grund- substauz desfelben, die Myrrhe, wurde schon von den Aerzten des Alterthums al» ausgezeichnete» Mittel bet Verwundungen gerühmt, und wird jetzt wieder von den bedeutendsten Aerzten de» In- und Auslände» wegen der so wirksamen Heilkraft angewendet, nachdem eß dem Apotheker A. Flügge in Frankfurt a. M. gelungen ist, au» dem rohen Myrrhenharz alle wirksamen Befiaadtveile zu gewinnen. Wie bei größere« Entzündungen und Wunden hat fich Myrrhen-Creme nun auch bet allen Jnsectensttchen nach meinen Versuchen stet» vorzüglich bewährt. Der Schmerz läßt bald nach, Geschwulst und Spannung schwinden schnell. Natürlich stellt fich die Wirkung um so prompter ein, je kürzere Zeit nach dem Stich die Einreibung erfolgt. Daher ist e» sehr rathsam, auf Fuß- und Radtouren, im Garten und im Walde, daheim und auf Reisen stet» eine jener kleine« Tuben mit Myrrhen- Creme (tu 50 Pffl.) bei fich zu baden. Der Reichstag zusammengetreten! Wer sitzt im neuen Reichstag? Diese Frage ist bisher nur sehr dürftig beantwortet worden. Eine Reihe von Wahlnotizen ohne Anspruch auf Vollständigkeit, unsichere Zusammen- stellungen sind eigentlich trotz der Mengen verbrauchter Druckerschwärze Alles gewesen, was man von der Gesammt- heit Derer erfahren hat, die bis zu einem gewissen Grade mit am Steuerrade des Schiffes der Germania sitzen. In der Aufregung der Wahltage fand sich keine Zeit, auch einmal die einzelnen Vertreter ihrer Persönlichkeit und ihren Verhältnissen nach näher ins Auge zu fassen. Schon jetzt, wenige Wochen nach der Wahl, ist das heute in alle Winde zerstreute Parlament festgefügt und dauernd bei einander in Joseph Kürschners handlichem kleinen Reichstagsbuch „Der neue Reichstag" (Preis 50 Pf nnig), das mit bewunderungswürdiger „Fixigkeit", den Schwierigkeiten der Materialerlangung zum Trotz, den Wahlergebnissen auf dem Fuße folgt. Wir theilen heute Einiges aus dem ersten Theile unseren Lesern mit, das ohne Zweifel von allgemeinstem Interesse ist. So wissen die zeitungslesenden Männer zwar aus den Berichten, daß der Alterspräsident Christ. Dieben ist (geb. 1810, 1890 war es Graf Moltke, geb. 1800), aber den Damen verräth es Kürschner zuerst, daß wiederum ein Vertreter der Socialdemokratie den Preis der Jugendlichkeit j verdient, Rosenow. Ihrer Geburt nach sind 14 Mitglieder 48 er. Unter den Confessionen stehen die Protestanten mit ’ 210 obenan, die in allen Fractionen, ausgenommen der polnischen, vertreten sind, während die Katholiken, 141 Mann stark, keine Vertreter haben bei den Dänen, der freisinnigen Volkspartei, Deutschen Reformpartei, Conservativen, Süddeutschen Volkspartei, Reichspartei und den Welfen. Jüdischen Glaubens find 4 Volksvertreter, sämmtlich bei den Socialdemokraten, von denen sich 29 als confessionslos bezeichneten. Etwa ein Fünftel aller Abgeordneten sind adeliger Abstammung, nämlich 83 gegen 102 im Jahre 1893 und 126 im Jahre 1890. Unter den adeligen Mitgliedern befinden sich auch zwei Socialdemokraten, Herr von Vollmar und Herr von Elm. Die Berufsarten sind im neuen Reichstag ungemein vielseitig vertreten, und neben dem einfachen „Bauern" und Handwerker tagen auch diesmal wieder ein Staats- Minister und Staatssecretär des auswärtigen Amtes a. D., 3 Fürsten, 20 Grafen rc. Die Gutsbesitzer und Landwirthe überwiegen, 112 Abgeordnete sind als solche bezeichnet, an zweiter Stelle stehen die Juristen mit 111 Mann. Wie sich sonst die Berufe vertheilen, wird am besten aus Joseph Kürschners instructiver Tabelle ersichtlich, die wir nachstehend folgen lassen: 2 2 3 2 1 2 2 2 22 3G 8 12 2 13 6 2 17 2 8 LI 14 3 3 112 4 6 2 2 13 1 4 1 1 12 1 5 2 13 1 2 1 5 8 4 2 1 16 38 1 2 4 2 1 3 2 8 3 2 1 4 1 6 1 2 2 6 7 9 3 1 2 1 4 1 3 4 4 1 1 7 2 1 1 21 1 6 6 22 28 1 2 2 24 1 1 2 4 1 25 5 27 15 4 1 c- E g «r B. Kerns bejm. Stellung 3 8 1 111 9 4 9 1 1 Agent .... AmtSgerichtSrath Amtsrath . . . Amtsricht. (a. £).) Amtsvorsteher . Aquariumsdirect. Arbeitersecretär. . Archivdirector - Arzt..... B. d. L.-Director Bankdtrector . Baumeister . Bergmann. . Bergwerksdirect. Bergwerksbesttzer. Beztrksprästdent. Braueretbesitzer . Brauereidtrector. Buchdr.-Bcsitzer . Buchhändler . - Bürgermeister . Eigar renarbeiter. Ctgarrenhändler u. Fabrikanten Domänenpächter. Domänenrath Drechsler . Fabrikant . Forstmänner Fürstliche Person Gastwirthe Geistliche . . Generalsecrelär Geschästsführer . Gutsbesitzer . . Gymnasiallehrer (auch Profess.) Hofchargen Ingenieure Juristen . Justizräthe Kämmer, (päpstl.) Kaufleute . . . Kohlengr.-Besttzer Confistor.'Präs, Kreisrath . . Kupferichmied Landetzdirector Landgerichts-Dtr. Landg.-R. (a. SD.) Landrath. . . LandschaftSrath Legt. R. u. Secr Lehrer . . Lithograph Dialer . . Metzger. . Militär. . Mühlenbesitzer Oberamtmann ObersttftSrath Oberzollrath . Oeconomterath Photograph . Porzellanmaler Posthalter . . Professor (Univ.) Rechtsanwalt. Redacteur. . Regierungsrath Regierungs-Präs. Reichsgericht»-R Rector . . . Rentner . . Salinendirector Sattler. . . Schloßhauptm. Schneider . . Schreiner . . Schriftsteller . Schuhmacher . Schuldirector. Sparkassendirect. Staatsmin. a. D. Staatssecretär Stadtrath Stadtschultnspect Stadtverordnete Standesbeamte Stiftsrath. Syndicus Tapezierer Tischler. Uhrmacher Vers.-Beamter Wein-Gutsbesitz. und Händler . Zeitungsoerleger. Ztmmermetster . Zollamts verwalt. 9 2 2 2 5 2 3 2 9 2 2 2 3 2 3 3 2 3 10 G 2 2 16 2 2 5 3 2 2 2 2 2 2 1 4 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 6 4 1 1 1 1 1 1 1 2 1 1 2 1 3 1 2 1 1 2 1 Der Adel im neuen Reichstag von 1898. Von sämmtlichen 397 Abgeordneten gehören83 dem Abel an, davon führen den Titel Baron 2, Freiherr 13, Graf 20, Prinz 3, Fürst 3. Man sieht. Kürschner hat auch diesmal sein altes Talent bewährt, zeitgemäß zu sein und den Nagel auf den Kopf zu treffen. 1893 haben seine Erfolge auch andere nicht ruhen lassen, die sich seine Idee zu Nutze machten. Da» Publikum aber hat im Besitz eines so trefflichen Werke» nicht zu einem Surrogat greifen wollen und so erstand wieder e nzig in seiner Art der schwarz-weiß-rothe Buchzwerg, der sich fast ohne Ausnahme der Unterstützung aller Reichstags- Mitglieder erfreute. Das für jeden Deutschen unentbehrliche Büchlein erscheint in der bekannten G. I. Gösch en'scheu Verlagshandlung in Leipzig. CocaU» tmfe provinzielles. Gieße«, den 26. August 1898. »♦ Ordens-Verleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 19. August drm Realschuldirector Hermann Jäger in Butzbach das Ritterkreuz 1. Klaffe des Verdienstordens Philipp» d.» Groß- müthigen zu verleihen. e v m , Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog haben mttte'.ft Allerhöchster Entschließung vom 15. August d. I. der Pflegerin de» Alice-Frauenverein» für Krankenpfl'ge, Fräulein Margarethe K»obeloch zu Bad- Nauheim, da» DienstauSzeichnungSkrevz für Krankenpflege (in Silber) allergnädigst verliehen. ** Auszeichnungen. Seine Königliche Hoheit der ®roB* Herzog haben Allergnädigst geruht, am 13. August 1) dem Franz Geis au» Bingen, 1) dcm Peter Joseph 9tub°L au» Bingen, 3) dem Jean Rudolf au» Bingen, 4) dem Johann Schneider IV. von Büdesheim 5) dem Jacob Eber »mann I. von Büdesheim, 6) dem Kaspar Votier von Büdesheim, 7) dem Heinrich Mayer IV. von Büdesheim, 8) dem N'.kolau» Schmitt III. v°n Büdesheim, 9) dem David Frey II. von Büdesheim, w) dem Fried rtch Ger lach von Dietersheim da» Allgemeine Ehren- chen mit der Inschrift „Für treue Arbeit" zu verleihen. •» Ernennungen. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog haben Allergnädigst geruht, am 24. August den Wanbergärrner Fridolin Rebholz in Oppevheim und den Landwirthschaftslehrer Heinrich Fuhr in Mainz zu Fach- lrhrern an der Wein- und Obstbauschule zu Oppenheim, - den Carl John in Friedberg zum Fachlehrer (Obergärtner) an der Obstbauschule in Friedberg zu ernennen. Zur Feier des LudwigStages hatten gestern die Staats-, städtischen und militärischen Gebäude, sowie verschiedene Privathäuser Flaggenschmuck angelegt. *♦ Erlaubniß zur Anlegung eine! Ordens. Se. MajeM der Kaiser haben oemMilttärschriftsteller, Hauptmann a. D. Hoenig zu Dt.-Wilmersdorf bei Berlin die Erlaubniß zur Anlegung de» Ritterkreuze» 1. Klaffe des Großherzogliche« Verdienstordens Philipp» de» Großrnüthigen Allergnädigst z« " Die Gefammt'Siuuahme der Königl Preußischen Broßh. Hesfischen Et senbahn - Betrieb» - Gemeinschaft im Monat Juli beläuft sich auf 111.854M0Mk., davon kommen auf den Personenverkehr 38,934,000Mk. gegen 35,541,0WMk. in dem gleichen Monat de» Vorjahres- auf den Güter- verkehr 66^580,000 Mk. gegen 63,215.000 Mk. undauf diverse Einnahmen 6,340,000 Mk. gegen 5,340,000 Mk. in der gleichen Zeit de» Vorjahres. •• Der Laudespferdezucht-Bereiu im Großherzogthm» Hessen veranstaltet gelegentlich der Oberhesfischm Industrie- und Gewerbe-Ausstellung am Sonntag den 28. August o. je.. in Butzbach eine Versammlung und Ps erd e - und Fohlen- Schau, verbunden mit PrLmiirung. Da» Tagesprogramm lautet: Vormittags 10 bi» IV/» Uhr: Besichtigung der Aus- st-llung. - Vormittag» U Vs Uhr: Vortrag de»^Herrn Kre -- Veterinärarztes May aus Friedberg über „Pferdezucht im Allgemeinen"- Besprechung von Fachfragen. (»Hksstfwer Hof"? — Mittag» 1 Uhr: Gemeinschaftliche» Mittagseffen daselbst. - Nachmittag» 3 Uhr: Vorführung der Pferde Fohlen. (Militärconcrrt) — Im Großherzogthum Hlffrn gezogene Stuten und Fohlen haben bei gleicher Qualität stets den Vorzug vor importirtem Material. Nur fehlerfreie Thiere können prämiirt werden. An Preisen find vorgesehen: 1. Ehrenpreise der Stadt Butzbach (60, 40 und 30 Mk.). 2. Preise des Landespferdezucht Verein» (12 Preise bis zu 40 Mk.) 3. Preis de» landwirthfchaftlichen Bezirrsvereins Gießen mit 50 Mk. 4. Ein Preis des landwirthschastlichev BezirkSverein» Friedberg mit 30 Mk. Die Mitglieder und Freunde des LandeSpferdezuchtvereinS werden znm Besuche dieser Veranstaltung eingeladen. •• Spange« zu den KriegSdeukmüuzen. Da immer noch viele Zweifel über da» Tragen der Spangen zu den Kriegsdenkmünzen herrschen, so hat e» da» Präsidium oer Kriegerkameradschast „Hassta" für angezeigt erachtet, eine bezügliche Bekanntmachung zu erlassen, wonach für Veteranen der Großh. Hess. (25.) Division die nachverzeichneten Spangen bestimmt find: 1. Viouville—MarS la Tour für das 1. und 2. Ins.-Regt., 1. Reiter Regiment, 1. leichte und 2. schwere Batterie. 2. Gravelotte und 3. Metz für die ganze Divi- fion. 4. Noiseville für die ganze Division, ohne die 7. Compagnie 4. Jaf.-Regts. 5. Orleans für die ganze Division, ohne 2. Compagnie 3. Jnf.-RegtS., 3. Compagnie 4. Inf-- RegtS., 2, 3. und 4. Schwadron 1. Reiter-Regts. 6. Beau- gency-Cravant für das 1. Jnf.-Regt., 3. Inf. Regt, ohne 6. Comp., 4. Jnf.-Regt. ohne 5. Comp., 1. leichte Batterie und Pioniercompagnie. 7. Beaune la Rolande für die 3. Schwadron 1. Reiter-RegirnentS und 2., 3. und 4. Feld' schwadron 2. Reiter-RegimentS. 8. Colombey—Nouilly unD 9. Le ManS nur für die Pioniercompagnie. — Die Spange Metz wird von allen getragen, meUe an der Einschließung ! dieser Festung zwischen dem 19. August und dem 27. October Vor Stuttgart e Wilhelm dialeclW Re ßeifty Ä Folge fei M die Ak 14. Bvms errichtete. B. ®ro' in de« M von Nach«' werden. Ar tia kisijlich au« M iuittts Wsiouar wlirdr also Gebiet der de- W । 0 W Saale W t in gleicher 6 owimno- hi Scheokzm berzl za Pflichteifer v H-n totffli UibtnitBÜtbl und siir dai wie feint g den Be»vh wurde aufi die zahlred daß cs Fr kreise Gies 6**66 2d*,* 1 ** „ii dntmf111 lief« M* ««i «e««14 ! 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B »ll«* B- *b0 1 . Da imwer oN »i » jll " m4‘"' ‘g , in»'!-»« 55s?S -;SL« r IN< die B“« ajf Metz „wbt( . mm •ffifers 11 3 SOUP1«?1 6.W» 3,j |tl*# I« 50* (8,10011 t» gl> S"'" theilnahmen. — Die Veteranen dürfen nur Mt Spangen für diejenigen Schlachten aulegen, an welchen fie nach ihrem Militärpaß persönlich theilgenommen haben. •• Wetterbericht. Auch heute ist die Luftdruck Bertheilung sehr ungleichmäßig. Da» barometrische Moximn« lagert über dem Osten de» Erdtheil» und zieht fich auch noch in varegelmäßlgea Begrenzungen theilweise nach Teutral-Europa herein. Den Norden dagegen bedeckt eine ziemlich tiefe Depression, welche an der norwegischen Küste schwere Stürme verursacht unv fich außerdem über da» ganze Ostseegebiet erstreckt. Ferner liegt noch relativ niederer Druck im Süden Bitt einem flachen Leutrum über dem Golf von Genua. Bet dieser Luftdruck Bertheilung ist die Witterung vielfach trüb vud regnerisch. I« südlichen Deutschland find allenthalben Niederschläge, zum Theil von Gewittern begleitet, gefallen. Für die südlichen Thetle macht namentlich da» jeuseit» der Alpen befindliche Thellmtolmum seinen Einfluß geltend. — voraussichtliche Witterung: Bei wechselnder Be- soölknng zunächst noch strichweise Niederschläge. B. Großen vuseck, 25. August. Am 30. August wird in dem zur hiesigen Psarret gehörigen Filiale Oppenrod fcon Nachmittag» 2 Uhr an ein Mtsstov»fest gefeiert werden. Außer Herrn Pfarrer Walz au» Lang-Gön» wird cm Missionar au» Hermannsburg predigen. Letzterer ist erst Kürzlich au» Indien zurückgekehrt, und wird derselbe gewiß recht interefiaute Mittheilungen au» seiner Thätigkeit al» Msisionar zu machen haben. Allen Freunden der Misfiou würde also hier Gelegenheit geboten, etwa» Neue» au» dem Gebiet der Heideobrkehruug zu hören, und dürfte der Besuch le» Feste» gewiß ein recht lohnender sein. □ Alzey, 24. August. Gestern Abend fand im kleinen Saale de» Casino» eine Abschiedrfeier zu Ehren unsere» in gleicher Eigenschaft nach Gießen versetzten Herrn RrtU» emtmaanfl de» Freiherr« und Großh. Hess Kammerjurker» SchenkzuTchwrinSberg statt. Herr RreiSrath von Hom- lergk zu Vach toastete auf den Scheidenden und hob deflen Pflichteifer und Verdienste um den Rrei» rühmend hervor. Hirr Amtmann von Schenk dankte bewegten Herzen» für die »lebeoswürdtge Aberkennung von Setten feine» Vorgesetzten sind für da» freundliche ja herzliche Entgegenkommen, da» er wie seine ganze Familie in guten wie in bö|en Tagen bet len Bewohnern Alziy» gefunden hätte. Noch mancher Toast wurde auSgebracht und'manches fröhltche Lied gesungen, bt» tlc zahlreichen Festtheilnehmer sich trennten mit dem Wunsche, daß t» Fretherrn von Schenk auch in seine« neuen Wirkung»- kreise Gießen allezeit wohl ergehen möge. Au» Ser Zeit für Me Jdt Vor 128 Jahren, am 27. August 1770, wurde in Stuttgart einer der bedeutendsten neueren Philosophen, Georg Wilhelm Friedrich Hegel geboren, der durch seine dialectische Philosophie ein Lehrgebäude schuf, da» auf da» ganze geistige Leben seiner Zelt von größtem Einfluß war. Zn Folge seine» Streites über Strauß' „Leben Jesu" trennten fich die Anhänger Hegels in Alt- und Junghegelianer; zu letzteren gehörten Bauer und Feuerbach. Hegel starb am 14. November 1831 in Berlin, wo man ihm ein Denkmal einchlcte. • Aus der Schweiz, 23. August. Wie da» „Vaterland" berichtet, tst die Direktion der Gotthardtbahn seit einiger Zeit alt dem Studium eine» hochinteressanten Werke» beschäftigtes ist die» die Anlage einer Druckluftleitung zur Durchlüftung de» großen Tunnel» durch den Gotthardt. Zwar Gnd die BentilationSverhä'triifle wenigsten» für den Reisenden üisder sehr leidliche. W-r sein Coupö gut abschlteßt, der wird vom Rauch nicht oder nur wenig belästigt und die L