1 i.aLK Gleiberg. lern ' ^anz ergebens Air 173 Zweites Blatt. Mittwoch den 27. Juli L8V8 ■ftf4dni U|R4 MU Lu-nabm- bf4 Monlagt Du Gichrnrr lecrfctn dem Anzeiger Wöchentlich viermal btigtltgi. Gießener Anzeiger »urret.LtzrNch 2 Mark 20 «H- meeatlid) 76 ttS mit Pnngerte^a. vei ^o«W|U| 2 Mark 60 Wf. vurteltichetich. Iii0nt vvv Anzeigen zu der Nachmittag- für den M|-k— Lag erscheinenden Nummer bii Borm. 10 Uhr. Henerat-N^eiger Alle Anzeigen.Vermittlungsstellen des In- und BaMaM nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger aNGW» Amts» unb Anzeigeblatt für den K«i« Gieren. en: -ue, fi« #!***■* Mdmm H»M°? ®V'1 w vlen. Mts.: »ncert kchckonWzikik , 141 lr. 116, ßchr MW eetorr Herrn C. Krauh, Eintritt 5v Psq. »«****1. gilt et»11" . „ . IW ®** 0*" und dl» jjjd#! n auStU Lb । rt bilW” vt«I töhrle. Abends 8 Uhr: ;rt Reqimentrcapelle. ThoreL Restaurateir id sein Weins. MiHK. icher linb spätestens^ uliesern. )ctobeT ist «t UmverM :)m\W schlossen. jß: Dr. Hensen__ utlfl. ,ÄfÄS Lger«, bestehend in- i, W* •UbectUn, «rpeditian und Druckerei: -4 kß .ge Jr. 7. Amtlicher Theil. Bekanntmachung, betr.: Maul« und Klauenseuche. In Gruod-Schwalheim, Preis Bübingen, ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrocheu und Gehöftsperre aogeordnet worden. G test en, den 25. Juli 1898. GroßherzogltcheS Kreisamt Gießen. V. **aq em, Bekanntmachung. Großherzogliches Ministerium des Innern Hot zufolge Allerhöchster Ermächtigung vom 30. März l. I. der deutschen Lolonialgesellschaft und dem deutschen Frauenverein die Er« laudniß ertheilt, die Loose von zehn für coloniale Zwecke zu veranstaltenden Geldlotterien in den Jahren 1898 biß 1903 innerhalb deS Großherzogthum» zu vertreiben. Indem wir dies zur öffentlichen Kenutuiß bringen, bemerken wir, daß nach dem von der zuständigen Behörde ge« nehmtgten BerloofungSplan bei jeder Lotterie 500,000 Loose a 3,30 Mk. auSgegeben werden dürfen and 575,000 Mk. za Geldgewtnnsten verwendet werden müffen. Gießen, den 25. Juli 1898. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Bekanntmachung. Auf Grund der Dienstanweisung vom 26. September 1894, betreffend Sprechstunden, geben wir bekannt, daß in unserem Bureau Gießen, Westanlage 39, der unterzeichnete Gewerbe-Jnsptctor an Montagen von Mittags 12 Uhr bis Abends 8 Uhr stets anzutreffen ist. Z" anderen Zeiten, an Wochentagen von Morgens bis Abend» 8 Uhr und Sonntag Vormittag» ist der Unterzeichnete zu mündlichen Auskünften gern bereit, sofern denselben nicht anderweitige Dienstgeschäfte oom Bureau fern halten. Gießen, den 22. Juli 1898. Großherzogliche Gewerbe Jnspection Gießen. ______________Engeln.___________ Verhandlungen des Hessischen Landwirthschaftsraths. In den Tagen vom 11. und 12. Juli d. I. hielt der Hessifche LandwirthschaftSrath in dem Gebäude der Eentral« stelle für die Gewerbe in Darmstadt unter dem Borfitz deS Fenilleton. Die moderne Wetterprophezeißung. Von Dr. L. Werner. (Nachdruck verboten.) Die einzige Wärmequelle für unsere Erde ist die Sonne, und die ungleiche Erwärmung der verschtedenen Erdtheile durch die Sonnenstrahlen ist die Haupt-Ursache der klimatischen Berschiedenheiten. Durch die ungleiche Bertheilung wird da» Gleichgewicht der Lust sortwährend gestört. DaS gestörte Gleichgewicht sucht fich auszugleichen und so entstehen die Luftströmungen, die Winde, «türme und Orkane und ferner die Verschiedenheit im Feuchtigkeitsgehalt der Luft, der fich durch Trockenheit, Bewölkung oder Niederschlag kenn« zeichnet. Auf die ungleiche Wärwevirtheilung laffen fich olle meteorologischen Erscheinungen zurückführen. Die Erkenntniß der Gesetze, durch welche man die Entstehung und den Wechsel de» Wetter» auf kurze Zeit bestimmen kann, ergibt fich au» d„ gegenseitigen Einwirkung der verschiedenen meteorologischen Faktoren, die man an möglichst vielen Orten beobachten und fich wittheilen muß, um bann rach diesen Resultaten die Be« rechnung auzustrllttr. Die Beschaffenheit de» WerttrS an einem bestimmten Orte beruht hauptsächlich auf der daselbst zu einer bestimmten Zett stattfiudenden Richtung des Winde», welche ihrerseits wieder von der Bertheilung und den Veränderungen de» Lust« drucke- an anderen Otten abhängt. Die Winde, welche vom Aequator kommen, zeichnen fich durch den höchsten Wärmegrad, den größten Waffergehalt, in Dampfform natürlich, den häufigsten Regenfall und den nied« isbeilage: Gießener Familienblc Präfidenten, Herrn Geheime RegierungSrath Haa»«Offeubach, eine Gelammtfitzuog ab. Nach der Tagesordnung wurde zu» nächst Bericht über die Prüfung der Rechnung deS Hessischen LandwirthschaftSrath» pro 1896/97 er« stattet und die Rechnung genehmigt. Der Voranschlag des Landwirthschaftsraths pro 1898/99 wurde mit je 40300 Mk. in Einnahme und Ausgabe angenommen. ES wurde feiner die Einführung eine» einheitlichen Formular» für die Aufstellung der Voranschläge der drei landwirth chastlichen Proviuz'alvereine beschloffen. Al-AuS- sührnugSbestimmungen für die zukünftige Verwendung der für Förderung der Viehzucht, sowie de» Obst- und Ge» müsebaue» bewilligten Staatsmitteln werden die von den entsprechenden AuSschüffen beantragten Bestimmungen mit kleinen Aenderungeu festgesetzt bezw. Großh. Regierung zur Genehmigung vorgeschlagen. Desgleichen wurden die von den AuSschüffen beaetragtt n Pflichtbestimmungen für Rinder-, Schweine- und Z egenzuchivereinSsatzungen sowie die im Ent« Wurf vorliegende allgemeine Schweine« und Ziegenschauordnung angenommen. Der vom Präfidenten auf Grund der von den Prov'nzial« vereinen und dem Pferbezuchtverein eingereichten Voranschläge ausgearbeitete Hauptvoranschlag über die Verwendung der Staatsmittel für Viehzucht und Obst« und Gemüsebau wurde genehmigt. In die Zeitschrift wird beschloffen eine Rubrik für Angebot und Nachfrage einzustellen, in welcher die Mitglieder des Landwirthschaftlichen Verein» zukünftig unentgeltlich Angebot- und Nachfrage-Anzeigen veröffentlichen können. Die von den AuSschüffen für Au»stellungSwesen und Viehzucht gestellten Anträge auf eine umfassende Vorbereitung und Beschickung der Wanderausstellung der Deutschen LandwirthschaflSgesellschaft im Jahr 1899 zu Frankfurt a. M. werden mit einem Zusatz be» Präsiden en betr. die besondere Betheiligung Hessen» in der wissenschaftlichen Abteilung dieser ‘ Ausstellung angenommen, desgleichen zwei Sonderanträge betr. Besch ckung der Obstabtheilung und Veranstaltung von Ausflügen im Anschluß an die Ausstellung. Bezüglich der geplanten Eiusührung der Staffeltarife für Obst beschließt der LandwirthschaftSrath ab- lehnend- dagegen stimmt er einer Reihe von Anträgen be» bezügl. Ausschusses zu, welche auf Berbefferungen der Etfen- bahnbeförderung für Obst, Gemüse und Wein hinzielen und fich vor Allem auf die Stückgutbeförderung beziehen. Erneut nimmt der LandwirtbSschaftSrath Stellung zu der Frage der gemischten Transitlager derMühlen- conten und Zollcredite und beschließt, Großh. Re- rigsten Lustdruck auS. Demgemäß schließt man bet niedrigem Barometerstand euf Regen. Für Deutschland kommen diese Winde von Süd-Westen her. Die Polar« oder Landwinde kommen für Deutschland von Nord-Osten her und find trocken und kalt bei hohem Luftdruck und heiterem Himmel. Für un» find also die Winde an» S. W. und N.«O. die schärfsten Gegensätze, indem S.-W. feuchte und warme Witterung, N O. aber kalte und trockene bringt. E ne Abweichung findet im Sommer dahin statt, daß die vom Lande, also von Osten, herkommenden Winde auch die wärmsten find. Der Ostwind ist im Winter kalt und trocken, im Sommer aber warm und trocken. Um den Zusammenhang zwischen Windrichtung und Luftdruck genau festzustellen, verbindet man Orte, welche dieselbe auf den Meeresspiegel zurückgeführte Barometerhöhe zeigen, durch Linien, welche Isobaren heißen. Zwischen zwei Punkten derselben Isobaren findet dann ein Unterschied im Luftdruck nicht statt- dagegen liegen in normaler Richtung zu einer jeden Isobare die Punkte, in denen die größte Barometerdifferenz hervortritt. Die Veränderungen de» Wetter» an einem Orte haben ihre Hauptursache In dem Wechsel de» Luftdruckes Über größere Flächen und in dem Entstehen und Fortschreiten de» barometrischen Minimum-. Legt mau durch den Mittelpunkt eines in unserer Gegend fortschreitenden Minimum» eine Linie von S.-W. nach N W-, so wird diese da- Minimum, welche» in der Regel von Westen nach Osten fortschreitet, in zwei Hälften theilen, von denen die zur Rechten geleerte die Vorderseite und die zur Linken liegende Hälfte die Rückseite des Minimums bildet. Auf der Vorderseite wehen die für Europa au» südlicheren Gegenden stammenden Winde, die bei abnehmendem Luftdruck un- Regenwetter bringen. Auf der Rücksette wehen die au- nördlichen Gegenden her- te »treffe für Depeschen: Ot-gß«. ♦ Fernsprecher Nr. 61. gierung wiederholt zu ersuchen, für die gänzliche Aushebung der gemilchten Tranfltlager und Mühlevcooten sowie für He Abänderung be» der Zolldehaudlung von Medl unb Betreibe bisher zu Grunde liegenden AuSbeuteverhältniffeS einzutreten. Ferner wird beschloffen, da- Preisnotirung»- unternehmen de» Landwirthschaft-rath» durch Ausdehnung der Notirung auf Rap-, Obst und Lebendgewicht de» Schlachtvieh- zu erweitern. Dem Antrag de- Verein- deutscher Düngerfabrikanten auf Aufnahme der mineralischen RohphoSphate unter die gedeckt zu befördernden Güter des Deutschen Eisenbahngütertarifs Theil I wird -ugrstimmt. Zur Föderung der Fe l d b e r e i n i g u n g wird beschloffen, Großh. Regierung zu ersuchen, die Gemeinden zu veranlaffen, fich nunmehr über die Durchführung der Parcellenvermeffung unb in Verbindung hiermit über die Einführung der Feld» bereinigung zu entscheiden und für letztere einzutreten. Gleichzeitig soll die Großh. Regierung ersucht werden, den Ständen einen Gesetzentwurs nach Maßgabe der vom LandwirthschaftSrath beschlossenen Anträge auf Abänderung de» Feldbereinigungsgesetze-, insbesondere deS Kostenverfahren» für die nächste Tagung vorzulegen Zum Schluß nimmt der LandwirthschaftSrath Stellung zur Thomasmehlfrage unb faßt eine Resolution, in welcher er der Bezugsvereinigung der deutschen Landwirthe süc deren Borgehen dankt und den Landwirtheu in ihrem eigenen Jntereffe empfiehlt, vorläufig kein Thomasmehl zu kaufen, dis für die Laudwirthschast günstige Bezugsbedingungen erzielt worden find. Ferner ersucht er Großh. Regierung, bei der preußischen Staatsregierung gegen die Einführung von Ausnahmetarifen für die Beförderung von Thomasmehl ins Ausland vorstellig zu werden. Deutsches Reich. Berliu, 25. Juli. In Bezug auf die Verordnung be» russischen Finanzmiuister Über die Erhöhung gewisser Einfuhrzölle, sowie andererseits auf die allgemeine Ber- orbnung des preußischen LaudwlrthschaftSministerS wegen deS Gänse Transportes wird, wie die „National-Zeitung" berichtet, in unterrichteten Kreisen angenommen, daß ein Ausgleich zu Stande kommen wird. Berlin, 25. Juli. Der Regierungspräsident von Lieguitz hat, wie im „Reichsanzeiger" bekannt gemacht wird, eine lande-polizeiliche Anordnung erlassen, wonach dos Treiben von Geflügel zu anderen als zu Weidezwecken verboten wird. kommenden Winde mit zunehmendem Luftdruck unb auf* klärendem Wetter. Wir können noch nicht im Voraus für längere Zeit ba» Wetter oder den Wind an einem Orte bestimmen, wohl aber für den Zeitraum in 24 Stunden, besonder» in Bezug auf die Stürme, toa» für die Seefahrt von höchster Wichtigkett geworden ist. v Für diese Wettervorhersagung dient der telegraphische Au»tansch gleichzeitig an verschiedenen Orten angestellter meteorologischer Beobachtungen. Je größer da» die Wetterkarte umsaffende Gebiet, je zahlreicher also die Beobachtung»« stationen eines Gebietes find, desto sicherer können dann die Schlüffe sein, welche in ihren Hauptzügen in vielen TageSblättern in Form von Wetterberichten veröffentlicht werden. Bei diesen Wetterkarten spielen Luftdruck und Wind« richtnng die Hauptrollen, doch werden auch die anbeien WitterungSerschelnungen, wie: Temperatur, Bewölkung, Regen u. a. eingetragen. Die Methode ber Anfertigung dieser Wetterkarten be« steht darin, daß die Witterungserscheinungen, welche gleichzeitig auf einem größeren Gebiet, durch vereinbarte, allen Stationen verständliche Zeichen in eine geographische Karte eingetragen und dadurch übersichtlich (synoptisch) dargestellt und dann einer Diskussion unterworfen werden. DaS Gebiet der deutschen Wetterkarte erstreckt sich von der Westküste Irlands bis zum schwarzen Meere und von Nordskandinavien bis zur Südspitze Italien» und umfaßt heute 88 Stationen. Bei dem Einträgen der WttterungStelegramme in die Wetterkarte wird zunächst jede Station durch eineu Ring ^^In' bur$ diese Station gelegter Pfeil gibt die Wind- Cocalts uwb ? Obrr Ohmeu, 25. Juli. Rasch tritt der Tod den Menschen an! Ein hiesiger Landwirth, in der Mitte der 30er Jahre stehend, befand sich gestern noch froh und wohlgemuth in Gesellschaft und legte sich gesund zu Bette. Heute Morgen fanden ihn seine Angehörigen entseelt im Bett liegen. Während der Nacht war er infolge eines Schlaganfalls, ohne daß man da- Geringste bemerkt, gestorben. § Aus dem Ohmthal, 25. Juli. Mit dem Beeren- reichthum unserer Wälder ist el in diesem Jahre mit Au-uahme der Heidelbeeren nichts. Die Erdbeeren, die gesündeste und wohlsctmeckendste Frucht des Waldes, find so selten, daß man nur mit größter Mühe einen Topf voll zusammen bringt. Jedenfalls hat der naßkalte Sommer die Fruchtbildung beeinflußt. Da Gleiche gilt von Him- und Brombeeren. Diese Sträucher zeigen gleichfalls geringen Fruchtansatz. Auch wird ihr Ertrag dadurch vermindert, daß mau ihr den Unterwald überwucherndes Gestrüpp auSroden läßt, um Licht für Waldpflanzen zu schaffen. Erdbeer- und Htmbeergelee dürfte somit heuer in der Küche bet unS seltener sein, wie in sonstigen Jahren. UeberauS gut ist dagegen die Heidelbeerernte- die Sträucher hängen so voller Beeren, daß man fie „taffen* kann. DaS vorzügliche Ergebniß hat den Preis für die Heidelbeeren sehr herabgedrückt. Man kauft in den Orten der Hauptheidelbeerplätze das Liter zu 6 Pfg. Die Verkäufer, welche fie auf den Ortschaften verkaufen, nehmen allerdings für den halben Liter 8 oder 7 Pfg. Da der Heidelbeerwein anerkannt einen der besten Beerenweine bildet, so ist Liebhabern dieses Beerenweins Gelegenheit geboten, die Beeren in ihren HeimathSorten sehr Preiswerth zu erwerben, und da auch der Zucker zur Zeit sehr billig im Preise ist, so find die Herstellungskosten für Heidelbeerwein in diesem Jahr äußerst gering. Wie die Heidelbeerernte im Walde, so ist auch der Beerenertrag im Garten ein sehr reicher. Stachel- und JohanniSbeerstauden find sehr voll behangen. Liebhaber dieser sehr starken Weine finden tn diesem Sommer ihre Rechnung. H. AnS dem Horloffthale, 24. Juli. Die RapSernte findet eben bei uns statt- der Kern dieses OelgewächseS läßt einiges zu wünschen übrig, aber die Ernte wird durch die trockene Witterung gefördert. Der Erlös aus Raps ist für den Bauer um deswillen so angenehm, weil er das erste Geld ist, das er nach langer Pause auS seinen Bodenerzeug- niffen ziehen kann. ES werden 25—26 Mk. für den Doppel- centner geboten. — Die Roggenernte ist bei uns mit einer Verspätung von 8 bis 10 Tagen gegen normale Jahre eingetreten. Die Gebundzahl auf den Aeckern ist erheblich, der Roggenkern zeigt eine dicke Schale und weniger weißes Mehl als früher. — Wir haben Proben mit neuen Kartoffeln vorgenowmen- fie fallen hinsichtlich der Menge gut auS Die sog. Frührosen haben Knollen so dick wie eine Faust, aber einen ziemlich wässerigen Geschmack, der durch sorgfältiges Dämpfen — das wir den lieben Hausfrauen dieses Jahr sehr empfehlen — verbessert werden kann. Die Spätkartoffeln sehen recht gut au-- wenn die Witterung jetzt normal bleibt, können wir eine recht gute Spätkartoffelernte bekommen. — Obgleich wir sieben Monate nasse Witterung hatten, ist der Ackerboden doch schon wieder so ausgetrockaet, daß die Leute für ihre Dickwurzeln wieder Regen brauchen könnten. -f- Gedern, 23. Juli. Seit einigen Tagen erscheint im Druck und Verlag von August Bonalt, hier, ein neues Localblatt: „Birsteiuer Anzeiger" (Anzeigeblatt für den Amtsgerichtsbezirk Btrstein). L. OberLaiß, 24. Juli. Unsere Gemeinde hat von der Staatskasse die schöne Unterstützung von 2000 Mk. zur Erbauung einer neuen Schulhauses erhalten. richtung an, sodaß der Pfeil mit dem Winde fliegt. Die Stärke des Windes wird durch die Befiederung des Pfeiles angegeben, sodaß eine Feder einen schwachen Wind und sechs Federn einen Orkan bedeuten. Die Bewölkung wird durch Ausfüllung des Ringer angedeutet, sodaß ein unauSgefüllter Ring einen wolkenlosen, ein ganz gefüllter einen völlig bedeckten Himmel anzeigt. Die Beobachtungen auf den Stationen werden meist von 8 Uhr Abends bis 8 Uhr Morgens angestellt und da- Er- gebntß kann daun in der Regel fchon Morgens 11.Uhr zum Druck gegeben werden. Windstille wird durch einen runden Kreis um die Station, Regen durch einen Punkt, Schnee durch einen Stern neben der Station angezeigt. Man unterscheidet wissenschaftlich vier Hauptformen tn der Wolkenbildung. Die feinsten und am höchsten schwebenden Wolken find die Federwolken, die wahrscheinlich nicht aus fiüsfigen Waffertheilchen, sondern au- EtS-Krystalleu gebildet find. Sie zeigen meist den Eintritt des AeqaatorialstromS in den oberen Luftschichten an, weshalb man bei gleichzeitigem Sinken de- Barometerstandes auf Regenwetter schließen muß. Die zweite Form, die abgerundeten Hausenwolken, treten bet uns in der Regel im Sommer bei andauernd schönem Wetter auf. Eine Zwtschenform bildet die gehäufte Federwolke, die bekannten „Schäfchen". Die dritte Form find die Schichtwolken, lange, horizontale Wolkenstretsen, welche fich häufig tu weiter Ausdehnung am Horizont lagern. Die vierte Form bildet die Regenwolke, meist au- der Haufenwolke und der Federwolke entstehend, welche dann entweder den ganzen Himmel oder einen großen Thetl desselben mit einem gleichförmig grauen, undurchfichtigen Schleier überzieht. Da die barometrischen Minima tn unseren Gegenden fich in der Regel von Westen nach Osten oder von Südwest nach Nordost fortbewegen, so muß man in Deutschland vor Allem nach Westen auf der Wetterkarte schauen, um das bevorstehende Wetter vorherbestimmen zu können. In der Regel tritt die Witterung, welche fich heute in England zeigt, einen Tag später in Hamburg und nach dem zweiten Tag in Memel ein. X Ilbe-Haufen, 24. Juli. Hier wird demnächst eine Molkerei errichtet werden. Herr Otto Schulz auS Fulda wird dieselbe einrichten. Die Gebäude dazu sind bereits käuflich erworben worden. AuS den umliegenden Gemeinden haben fich bereit- viele Landwirthe zur Milchlieferung gemeldet. Vermischte». • Ein deutscher Premier-Lientenant Exeellenz. Der Kaiser v o n Eh in a verlieh dem Premier-Lieutenant Robert vom 2. Seebataillon, der gelegentlich des Empfang- des Prinzen Heinrich von Preußen bet dem Kaiser die Ehrenwache cowmandirte, den doppelten Dracheuorden 3. Stufe 1. Ordnung. Dieser Orden ist ein filbener Stern, innen blaue Emaille, umgeben von zwei masfiv goldenen Drachen. In der Mitte befindet fich ein blauer Stern. Der Orden wird an einem blauseidenen Bande um den Hals getragen und ist mit der Würde „Excellenz" verbunden. Die 26 bei der genannten Feierlichkeit in Pecking commandirt gewesenen See- foldaten erhielten vom Kaiser von China jeder eine silberne Medaille. • Eine „DikbeSfalle" hat ein Fleischermeister am Cottbuserdamm in Berlin erfunden. Ihm verschwanden seit einiger Zeit große Enden Würste vom Ladentisch, ohne daß e- gelang, de- Diebes habhaft zu werden. Da verband der Meister die Zipfel der Würste mit einander und befestigte an ihnen außerdem eine electrische Klingel. Hierdurch ge- lang es, die Diebin in einer guten Kundin abzufassen. Diese hatte die Angewohnheit, stets die Waare auf ihre Härte oder Weichheit hin zu befühlen. Al- fie nun wieder Einkäufe machte, und der Meister gerade Schinken abfchnitt, .ertönte plötzlich die Klingel und gleichzeitig fielen sieben Würste nieder. Die Kundin war starr vor Schrecken. Auf Bitten ihre- Manne- hat der Meister keine Anzeige erstattet. ♦ Die älteste Zeitung der Welt ist der „Tfing Pao" („Pekinger Nachrichten"). Das Blatt wurde 710 v. Ehr. gegründet. Bis vor Kurzem glaubte man, daß es der gleich- falls in Peking fett 1000 Jahren veröffentlichte „Kin Pao" wäre. Ein Buch de« französischen ConsulS in Lanton aber belehrt, daß dem „Tsing Pao" diese Ehre gebührt. * Wie daß Geld von manchen Leuten verschwendet wird. Die Londoner Zeitung „Tit-Bits" schreibt: Leute, die schnell reich werden und auf unerwartete Weise in den Besitz großer Summen gelangen, verschwenden das Geld oft in der unsinnigsten Weise, um den Mammon rasch wieder los zu werden. Sie legen kostbare Sammlungen an, häufig von Dingen, die nur für sie Interesse haben, fie bauen Häuser, die mit dem Luxus eingerichtet find, der im arabischen Märchen seinen Ursprung hat und der schon hart an Geschmacklosigkeit streift, oder reiten kostspielige Steckenpferde. Gegen das Ende des siebzehnten Jahrhunderts, als besonders in Frankreich der Adel und die hohe Geistlichkeit Luxus trieben, durste sich Keiner zu der „Welt" zählen, der seine Pferde nicht mit Silber beschlagen liefe; Viele ließen sogar die Radreifen von Silber fertigen. Der damalige englische Gesandte in Paris fuhr in sechsspännigem Wagen; die Hufe der Pferde waren mit Silber beschlagen, die Radreifen von demselben Metall. — In diese Zeit fällt auch die Mode der kostbaren Rock- und Westenknöpfe. Ludwig der Vierzehnte hatte an einer Weste Diamantknöpfe im Werthe von 800 000 Mk. Aehnliche schaffte sich der König von Polen und Kurfürst von Sachsen, August der Starke, an. Diese Knöpfe aus Diamanten von reinstem Wasser, beträchtlicher Größe und wunderbar schönem Schliff befinden sich im grünen Gewölbe zu Dresden, wo auch noch viele andere von August dem Starken herrührende Schmuckgegenftände zu sehen sind. In dieser Zeit war es in den Schössern der Großen keine Seltenheit, die Thürschlösser und Klopfer von Gold fertigen zu lassen. Erst kürzlich wurde in einem Farmhause in Kent die Entdeckung gemacht, daß der Thürklopfer nicht, wie man dachte, ans Messing, sondern aus Gold bestand. Das Landhaus hatte einst dem Cardinal Wolsey gehört und war von ihm bewohnt worden. Doch all das erreicht nicht den Luxus, den die Börsenfürsten, Oelprinzen und Eisenbahnkönige unserer Zeit, besonders in Amerika entfalten. So kaufte Jay Gould für seine Tochter, die Gräfin Castellane, eine Krone von Diamanten, die der Kaiserin Eugenie gehört hatte; es war ein fürstliches Vermögen, das er dafür zahlte. Seine Söhne, George und Howard Gould haben mit des Vaters Millionen dessen Hang zum Luxus geerbt und ihn in noch höherem Maße ausgebildet. Howard Gould hat sich eine Dacht gebaut, einen schwimmenden Palast, ähnlich der des Kaisers von Rußland, nur etwas kleiner, aber mit fürstlicher Pracht eingerichtet. Für zwölf Gäste ist bequeme Unterkunft geschaffen, so daß Jeder einen kleinen Salon, ein Schlaf- und Ankleidezimmer und eine Badestube zu seiner Verfügung hat. Daß Speise- und Gesellschaftssäle, Billard-, Rauch- und Spielzimmer nicht fehlen, ist selbstverständlich; auch ein schöner Musiksaal und ein Bibliothekzimmer sind vorhanden. Die Dacht kostete ein Capital, dessen Zinsen das Einkommen zweier Minister bilden würden. Unter seinen kleinen Tollheiten sei die Bestellung eines Fächers erwähnt. Er ist mit acht Medaillonbildern verziert, die von ersten amerikanischen Malern gemalt sind und kostete 800000 Mk. Er war zu einem Vielliebchen für eine befreundete Dame bestimmt, ©em Bruder George liefe das Treppengeländer und die Stäbe, die den Teppich hielten, aus massivem Silber mit Goldornamenten verfertigen Damit aber nicht zufrieden, liefe er das Balkongeländer, das in schönen, anmutfeigen Formen aus Messing gearbeitet war. dick vergolden, damit es allen Einflüssen des Wetters trotz bieten könne. Die geschicktesten Arbeiter haben seit Monaten daran gearbeitet und die Ausführung kostet Tausende von Pfunden William Waldorf Astor ist gewiß oft in Verlegenheit, wohin er mit den Zinsen von seinen vierzig Millionen Pfund soll. Er hat sich kürzlich auf seinem Landsitze Cliveden einen Springbrunnen anbringen lassen, dessen Schale, aus schneeweißem italienischem Marmor 1200000 Mk. kostet; die Schale faßt 60 Tonnen Wasser. Die verstorbene Lady Brassey besaß einen Mantel aus Federn ausländischer Vögel gefertigt, der auf zwei Millionen Mark geschätzt wurde; ein Halsband aus schwarzen Perlen, im Besitz der Lady Chichester, hat den Werth von beinahe 600000 Mk.; aber es ist noch nicht so werthvoll wie die Perlenschnur der jungen Herzogin von Marlborough, welche aus den berühmten Kronjuwelen von Frankreich stammt und gewiß den Hals mancher berühmten und hohen Dame geschmückt hat. Cornelius Vanderbilt hat ein Piano, für dar er 70000 Mk. zahlte; beinahe den gleichen Preis hat das des Marquis von Breadalbane. Diese Summe jedoch scheint sehr unbedeutend, wenn man dagegen die 200000 Mk. hält, die Marquard von New-Dork für ein Piano zahlte, das mit herrlichen Malereien geschmückt und mit kostbaren Steinen eingelegt wurde; auch wurden überall künstlerisch ausgeführte Holzschnitzereien angebracht. Daß Lord Uxbridge während seiner Bräutigamszeit beinahe zwei Millionen zu Geschenken für seine Braut verwendete, läßt hoffen, daß er deren Leben angenehm gestalten wird, wenigstens so weit dies durch Freigebigkeit erreicht werden kann. Der Verschwendung steht kein beschränktes Gesetz entgegen, nicht einmal das des guten Geschmackes und des guten Tones. Sogar nach dem Tode noch zeigt sich die bis zur Geschmacklosigkeit getriebene Prunksucht. Ein amerikanischer Arzt bestimmte 40000 Mk. für die Särge von sich und feiner Frau- Li-Hung-Tichang führt auf allen Reisen seinen Sarg mit sich, für den er 260000 Mk. gezahlt hat, und die Kosten des Mausoleums, das sich Mackay, der amerikanische Eisenbahnkönig, errichten ließ, werden auf 600000 Mk. veranschlagt. Es wäre auch ein Gesetz, daß man nur einen bestimmten Theil des Einkommens für Liebhabereien ausgeben dürfte, für solche Leute am Platze, die sich damit zu Grunde richten. So erbte vor einigen Jahren ein junger Schotte von feinem Großvater das jährliche Einkommen von 20 000Mk. Er war ein großer Blumenfreunds besonders interessirte >er sich für Orchideen und beschloß, seine Zeit und fein Geld dieser Liebhaberei zu opfern und eine einzig dastehende Sammlung dieser interessanten Gewächse zusammenzubringen. Er baute großartige Treibhäuser, legte complicirte Heizvorrichtungen an, die sich aber, da sie vielfach nach feintn „Ideen" ausgeführt waren, nicht bewährten und große Summen verschlangen. Nach Verlauf von zwei Jahren war er fertig und seine Orchideensammlung wurde für 20000 Mk. verkauft. Für lange Jahre hinaus wurde ihm seine Einnahme zum größten Theil vorenthalten, um seine Schulden damit zu bezahlen. In London ist ein Droschkenkutscher, aus guter Familie stammend; er hat durch Leichtsinn und Spiel erst sein sehr großes Vermögen durchgebracht und, als er schon in größter Dürftigkeit war, sich eine Erbschaft von 1600000 Mk. durch seine Spielwuth verscherzt. Es war an diese die Bedingung geknüpft worden, daß er nie spielen dürfe, sonst ginge das Geld an einen Verwandte« über. Natürlich liefe dieser ihn durch einen Spitzel überwachen und dieser sah ihn in einen Club gehen und dort eine ziemlich beträchtliche Summe verspielen, die er auf die zu erwartende Erbschaft erhoben hatte. * Fachmännische «eufeetungen zum Untergang der „vour- gogne" finden fich noch in verschiedenen Blättern. To schreibt Jemand der „Nat.-Ztg.": „Ich hatte selbst leider einmal Gelegenheit, einen großen Schifftunfall mitzuwachen und zwar den de« Großen Kurfürsten. Da« Schiff war in sech- Minuten weggesunken- 274 Mann ertranken trotz der ruhigen Tee. Wer die Gewalt kennt, mit der beladene eiserne Schiffe im rechten Winkel zusommenstoßen und dabei eine- an dem anderen läng-schlieren, der weiß recht gut, daß ein solcher Schiff bei voller Fahrt trotz der wasserdichten Abteilungen verloren ist. Meine Anficht ist aber die: e« müßte vor allen Dingen von den Rrttungsgürteln ein viel au-giebigerer Gebrauch gemacht werden. Jeder Fahrgast hat eine Korkweste unter seinem Kopsk.ffen in der Kabine. Biele wissen e- nicht einmal oder erfahren es vielleicht erst durch Zufall, wenn die Reise bald vorüber ist. Biele wissen zudem gar nicht eine Korkweste anzulegcn. Sobald die Reisenden eingeschlfft find- müßte ferner unter allen Umstanden, sowie da- Gepäck verstaut ist, eine Dertheilung der Mannschaft mit ihren Fahrgästen für jede- Rettungsboot stattfinden und gleichzeitig eine Unterweisung in der Anlegung eine« RettungSgürtelS. Im Urbrigen sollten außerdem am Oberdeck an verschiedenen Grellen Rettungsgürtel in genügender Anzahl den Reisenden zur Verfügung stehen. Auch tn den einzelnen Booten müßte« einige Rettung-gürtel vorhanden fein. Ich habe 66 Mal den Oeean durchkreuzt und bin auf den meisten größeren Schnelldampfern gefahren, aber nie habe ich davon etwa- gesehen oder gehört. Die Leute sollten wiederholt solche „Boot-rolle*, wie e- bei der Marine heißt, durchnehmen. Die Reisenden wissen ohnehin meist nicht, war sie vor Langeweile bei trockenem aber nebligem Wetter machen sollen. Jeder Reisende wird fich im kritischen Augenblick viel ficherer fühlen, wenn er weiß, wohin er gehört. Auch für Kinder müßten Rettung-- gürtel vorhanden sein." — Tine Reihe ähnlicher Vorschläge macht ein Fachmann in der „Boss. Ztg." Er meint: „Ein fichere- Mittel, un- über die Nähe eine- Sch ffrs im Nebelwetter zu unterrichten, besitzen wir nicht. Gerade durch da- „Mist"wetter wird häufig der Schall der Dampfpfeife oder der Glocke gedämpft, andererseits wieder durch Luftströmungen aus weiter Ferne stärker an unser Ohr getragen. Vielleicht giebt uns die Telegraphie ohne Draht bald ein Mittel in die Hand, um uns über die Nähe irgend eine- anderen Schtffe- zu orientiren. Daß wir aber die Folgen eine- solchen Un» glück- mindern, dazu können wir sehr viel beitragen. Welche Mittel besitzen wir nun, um nach Eintritt eine# Zusammenstöße- die allgemeine Verwirrung zu vermindern und die Reisenden schnell in die Boote zu retten? 1. Einem jeden Reisenden soll, sobald er an Bord ist, da- Rettung-boot gezeigt werden, zu dem er gehört, ferner der.Offizier, der da« Boot commandirt, und ihm eingeschärft werden, daß er sich sofort an die« Boot zu begeben hat- 2. bei Nebelwetter sollen die Boote aus ihren Stützen herau-geschwuugeu werden iir M, 61« 111 ®° M ',w' steigen btt M «'* 7°' tn btn ©tBtW nhtvt würben. Aufmerksamkeit da- Licht zn »i aenannten M' der von den D von No«) SK 1. Januar 1899 stiert werten. ( BaticanS fortan sch werten. Di 1870 konnte war flächen, tte- k< M bh wohlgel M leisten kor ♦ Königin 2 Man von Tial btn KeSnungsfeie reizenden, jungen tmtW. Nc ttnti Dolmetsche ltdhast und Herz von btt kindlich dieser kurz nad und fremdartig überreichen liefe Arbeit! Das Neudk! des Daches am Stadtkieche, oeri sowie die zur friedigung am «forderlichen l Klagt zu l vWsferarbeitei 76'6U,joQe' werden. Voranschläge > Rhreu toben Wt ringest ^ierzeichnely ^gereicht me ließen, be: Der evaug iK? äel7-«e3 test. flttfltboi löljner, 1 fiaiü&u Sachführung ober 1 Gärtner. Nachfrage in, \ bei«, 1 MchM, 2 Banschreinn, 1 My. Arbeiter, w Mädchen, 1 Siauffi Lehrling! 2 Glaser, 1 R 2 Schreiner, 2 § auf »ÄS* € den ? Peilen q »fr±* s von »A. M »le I "> sisrs«"4 WL: Urteil! Lkä s»?’ÄwW ! «in. ^kindgk wä^teu 19 io weit biet but* r Verschwendung e‘nmQl dar der 9UtiI kSfi'dem ZH ?Akelt getriebene Prunl desttmmte 40000 Mk. w TÖ**» fA y'sur den er 260 000 M chl«, das sich M^, enichten ließ, werben aui «e auch ein Gesetz, da; des Einkommeur sm Lieb, olche Leute am Platze, di: ) erbte vor einigen Jahrn eoßvater das jährliche Ein- ein großer Blumenfreund, 'chideen und beschloß, feint jerei zu opfern und eint er iMessanten Gewächse MN Treibhäuser, legt! it srch aber, da sie vielst oaren, nicht bewährten uni h Verlauf von zwei Jchei ideensammlung wurde für i Jahre hinaus wurde ihn leil vorenthalten, um feine i London ist ein Droschken' end; er hat durch Leichtstm :S Vermögen dmchgebrat istigkeit war, sich eine Erl seine Epielwuth verscherzt geknüpft worden, daß e Geld an einen Verwandln durch einen ßMl üto inen dlab gehen wb .W verspielen, bU er itte. M Mergavg der „kur enen Blättern. S-M M selbst leider einmal Sn fall mitzuwachen und M DaS Schiff »°r la >?' „ „wheinti«* t bet beladene eiserne SW n und dabei einet an de- j M 14*1* **£S1Ä J-»JÄ •S5St 1,1 L„ ml, ihm W1' MnlW ” .Lui. „ii Oi»d^ ,gtin MfaW nb« ®n*°^ «Ooten i.ta. 3* " . «ii W’« glüi«61t, iUWVBft’K Üi!ili°>" KodW?k iel,8w*1‘,h* ollen- 3 cgblen, »rnn el sicherer fW ’ ^ngl' x)hr S^^Mttl *ntj WM A 6Ä< l!»1' 2, bei ’ ^W» » ’’ Jfi4’“’ (ei«»«’1 nnb bereit fein, sofort in’# Meer Hinabgelaffen zu werden. Jeder, der die Einrichtung unserer großen Dampfer kennt, weiß, daß die Boote auf Deck auf einer Unterlage ruhen. Da» Ewporhebeu von dieser Unterlage, sowie da» Heraus« schwingen der Boote nach der Seesette zu ist der schwierigste und zeitraubendste Thetl der ganzen Rettung»arbeit, da» weih Jeder, der lange an Bord war. Werden nun die Boote gleich beim Eintritt schweren Nebel» in Bereitschaft gesetzt, so ist beim Eintritt eine» Unglück» nicht» weiter nöthig al» die Boote herabzulafien, wa» in wenigen Secunden geschehen kann. Um so bester läßt sich die» noch auSführen, al» bei schwerem Nebel meist geringer Seegang ist- 3. Bei jedem Heraulgehängten Boote sollen mindesten» zwei Manu al» Wache sein, die sofort beim Eintritt eine» Unfall» das Ein« steigen der Reisenden Überwachen nnb ba» Boot in'» Meer herablasten können." • Neue» au» dem Batican. Ueberallhiu bringen bte Errungenschaften der Neuzeit, selbst bi» tu den Batican. In Kurzem wird da» elektrische Licht darin strahlen, anch in den Gemächern de» Papste», die bi» dahin nur durch Oel erhellt wurden. Der Papst verfolgt die Arbeiten mit großer Aufmerksamkeit und kümmert fich um viele Kleinigkeiten. Um da» Licht zu erzeugen, wird man die Krast eine» „Aqailoue" genannten Waffersall» bet dem leoninischen Thurm benutzen, der von den Mastern de» See» von Bracciano (30 Kilometer von Rom) gelpeist wird. Mit großer Feierlichkeit wird am 1. Januar 1899 die Einführung de» elektrischen Licht» gefeint werden. E» ist zu hoffen, daß auch die Museen de» Batican» fortan bei künstlichem Licht dem Publikum geöffnet sein werden. Daß wäre nicht einmal eine Neuheit, denn bi» 1870 konnte man die Sammlungen auch bei Fackelschein besichtigen, die» kostete jedoch so bedeutende Dtinfgelber, daß nur die wohlqesp'cktesten Börsen der Reffenden fich oteseu Genuß leisten konnten. • Königin Wilhelmiua nnb der Sultan von Sink. Der Sultan von Stak, welcher nach Holland gekommen ist, um den Krönungßfeterltchkeiten betzuwohnen, wurde von der Heb« reizenden, jungen Königin Wilhelmtna in einer Privataudtenz empfangen. Natürlich mußte die Unterhaltung mit Hilfe eine* Dolmetscher» geführt werden- trotzdem war diese so lebhaft und herzlich, daß der junge Orientale, ganz bezaubert von der kindlichen Anmuth und Liebenswürdigkeit WilhelmmaS, dieser kurz nach der Audienz ein außerordentlich kostbare» und fremdartig schönes Geschenk al» Zeichen seiner Verehrung überreichen ließ. Diese» wahrhaft fürstliche Präsent besteht au» einem coloffaleu Elephautenzahn, der einem Füllhorn gleich auf einem au» massivem Silber prachtvoll in Relief ausgearbeiteten Felsblock ruht. Der Zahn selbst ist mit herrlichen Schnitzereien und meisterhaft in wunderbar zarten Farben ausgeführten Gewinden von seltenen indischen Blumen und Früchten überreich vkrziert. Das elfenbeinerne Füllhorn enthält prächtige Schmuckstücke in Form von goldenen Herzen, die verschwenderisch mit den schönsten Edelsteinen inkrustrt find. Da» Ganze ruht auf einem tu mattem Gold gehaltenen Sockel, der folgende Inschrift trägt: „Ihrer Majestät der Königin Wtlhelwina in tiefer Huldigung von Uang di Pertocan, Cesar Floaril Hasfim Abdul Djalil, Sjaipedin, Sultan von Stak Sri Jndrapoera." • Der Trousiea« der Prinzessin Dorothea von Coburg, der Schwägerin unserer Kaiserin, dürste in der Damenwelt wohl Jntereffe erregen. Eine hellrosa Ducheffetoilette, ganz mit Brüffeler Spitzen überdeckt, ist eben so schön wie eine blaue Brocatrobe mit weißen, eingewebten Schleifendesfin». Da» Devant ist mit Silber gestickt und mit ValencienneS- Spitzen garnirt- baß ausgeschnittene Leibchen ist gleichfalls mit Silber gestickt. Eine im Stile Maria Antoinette'» gehaltene, grünweiße Foularb-Toilette mit Maiglöckchen, eine pfirfichfarbene Mousftlinetoilette, ein Batistkleid mit eingewebten Ecru-Spitzen, eine grünkartrte Seidenrobe mit Gold« litz:n find von bezaubernder Schönheit und verrathen einen ausgezeichneten Geschmack. Sehr schön ist auch eine reseda- grüne Seidencreponnetoilette, deren Rock über hellrosa Atla» fällt, — ein blaugraue» Cr£pe-de-Chine-(5oftüm m't Jäckchen im Stile Cout» XV. und gleichfarbiger Blouse, sowie dafür die Reise bestimmte graue englische Cieviotcostüm mit Borten. Die meisten Toiletten werden in Wien angefertigt. ♦ Der Berlobnrrgsring am Fußknöchel. Eine gegenwärtig im Harz weilende junge Amerikanerin erregte die Aufmeik- samkcit der übrigen Touristen dadurch, daß fie am Knöchel ihre» rechten Fuße» einen breiten, goldenen Ring trug, den man bei hochgeschürztem Kleide sehr gut sieht. Auf Befragen gab die Dame an, daß die» da» neueste Schmuckstück der vornehmen Welt New-Uork», ein Berlobungßrtng, sei. Der Ring ähnelt einem Armband, da» der Braut vorher cn« gemessen wird und so gearbeitet ist, daß der Strumpf beqarm au« und ausgezogen werden kann, ohne daß hierbei der Ring abgestreift wird. Er besteht au» reinem Golde und ist mir einem kleinen Schloß versehen, zu dem allein der Bräutigam den Schlüffel befitzt. • Die deutsche Kaiserin im Försterhause. Die Kaiserin machte gelegentlich ihre» Ausfluges aus ihrer Segelyacht „3bnna* nach Apenrade einen Spaziergang nach dem unweit des Strande» ithüiich gelegenen Warner'schen Forst- Hause. Förster Warner hatte es fich, die Pfeife im Munde, auf dem Sopha gemüthlich gemacht, al» plötzlich eine Gesellschaft dem Haute fich nähert und eintritt. Herr Warner, in der Meinung, es seien Badegäste, empfängt die Gesellschaft, ruhig seine Pfeife weiterrauchend, und läd zum Sitzen ein. Besonder» die eine Dame kvüpft nun mit dem Förster eine eingehende Unterhaltung an. sowohl über seine dienstlichen wie auch privaten Berhölmiffe, und bekundet ein lebhafte» Jntereffe an den Ausführungen de» Alten, der nun seinerseit» gern wissen möchte, wer denn seine Gäste eigentlich seien, und eine diesbezügliche Frage an die Dame richtet. Bei der nun folgenden Antwort „Ich b.n die Kaiserin" entfiel unferm biederen Förster beinahe die Pfeife, die nun schleunigst ihren Platz in der Ecke fand. Die Prinzen, die von ihrer Mutter mit den Worten „DaS find meine Jungs" vorgestellt wurden, erfrischten sich zunächst an einem Glase Milch und erdatrn sich bann bte Erlaubviß, den Bestand besehen zu dürfen, während die Kaiserin, mit dem alten Förster eine lebhafte Unterhaltung führend, Hav» und Garten besichtigte. Beim Abschied überreichte Herr Warner der Kaiserin einen Rosenstrauß, der mit sreundlich'm Dank angenommen wurde, worauf die Herrschaftea den nach der Stadt führenden Fußpfad einschlugen, um unten, am Waldrande entlang, den Strand wieder zu gewinnen. • Die Gattin Werner btauffachers soll im (Santon Schwy; ein Denkmal erhalten. Auf Beranlaffung eine» Berühr Damencowi öS hat der Bildhauer Leu einen Denkmalsentwurs ausgearbeitet, der demnächst einer Sachoerständigrn Eommisfion vorgelegt wird. „®enn" — so heißt es in einer Mit« Teilung des Ausjchuff:» — „da* Beispiel Tell» und der Grütlimänner in den Tagen der Noth das Volk der Schweizer begeistert hat, für die Eroberung der kostbarsten Güter zu kämpfen, so soll da» Beispiel der Gattin Stauffachers ihrer Häuslichen Tugenden, ihre» Patriotismus un» in den friedlichen Zeiten, in den wir leben, ermuthigen, gemeinsam an dem Gedeihen des ganzen Volk'» zu arbeiten." Sd?iff»nad^rid^eni Der Postdampser „FrieSland" der .Red Star 2tnee üi Antwerpen ist laut Telegramm am 23. Ju i wohlbehalten in yUw» York angekommen. Verls eigmmM Große Versteigerung. Dienstag den 26. Juli und Mittwoch den 27. Juli d. I., jedesmal Vormittags 10 Uhr und Nachmittags 2 Uhr beginnend, werden bie Restbestände des G. PH. Fillmanu'schm Maaren- lager- im Verkaufslocal, Markt« ftraße 17, gegen Baarzahlung versteigert. , Die Bestände in feinen Glas« und Porzellauwaareu, Nickel, Alseuide re. re. in moderner Aa^on find sowohl für Familien, als auch Wiederverkäufer und Wirth- schäften sehr zu empfehlen. Außerdem kommt eine Parthie Möbel zum Ausgebot. 7439 I. A.: Lchueider. ijrkimiitimiiljiniiten Arbeitsvergebung. Da» Neudecken von zwei Seilen de» Daches am Pfarrhaus hinter der Stadtkirche, veranschlagt zu226,50^L sowie die zur Erneuerung der Einfriedigung am Vorgarten daselbst erforderlichen Maurerarbeiten, veranschlagt zu 278,64 JL, und die Schlofferarbeiten, veranschlagt zu 76,68 JL, sollen in Accord vergeben Gartenftraße 2. 7263 Mittwoch den 27. Juli I. Kaffee- u. Theegebäck wird im Bieker'schen^Saal^ein noch gut 8tetfl vorräth,8. empfiehlt erhaltener Mahagonistutzstügel mit TT (mptnrininttp nnh vDlptallnibmen verfleiaett. ■■■ **www*w»*« 9 Metallplatte und Melallrahmen versteigert. Die Versteigerung findet be- verachiedene Sorten, 5793 in anerkannter Güte, stimmt statt. 7468 Geißler, Gerichtsvollzieher. Conditorei und Wiener Cafd. Ausschank echt Pilsener und Münchener Bier. , 1 Sattler, 1 Schmied, 2 Schneider, _ f. 79fiQ r, 1 Spengler, 1 Wagner, 1 Kellner. i • j n Mittwoch den 27. Juli l. 3.. Wilk Haas, iS. werden im B°Än'Wn Sank' I tl'01'l-I168 Möbel aller Arten, sowie 2 Hobelbänke V-ll vz A vllvü versteigert. 7467 Geißler, Gerichtsvollzieher. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Angebot der Arbeitnehmer: 1 Krankenwärter, 2 Bausckreiner, 1 Tag- . löhner, 1 Hausburscbe, 1 Lauffrau, 1 Büglerin, 1 Flickfrau, 1 Cornptorist für bei 6584 Buchführung oder Correspondenz, 1 gut empfohlener Bureau- oder Canzleigehulse, Umendt, Sühllhosstk. 58. 1 ^Nachfrage der Arbeitgeber: 2 Drechsler, mehrere Eisendreher, 1 Sveng- —— [er, 1 Installateur, 1 Barbiergehülfe, 2-3 Krankenwärter, 1 Anstreicher, 2 Dack- la. NkUk beeter, 1 Messerschmied, 1 Tapezier, 2 Bauschlosser 1 Schmied 2-3 Schuhmacher, . .. VTftll Unmnnn 2 Bauschreiner, 1 Fuhrknecht, 2 Handlanger, 1 Schweizer, 2 Hausbuffchen, 1 leb. ßQH, VOU^nHrilluC jung. Arbeiter, welcher die Landwirthschaft versteht, 1 jung. Hausbursche, 2 Dienst- ö 2 Buchbinder, 1 Drechsler, 1 Drucker, UllÜ U6U6 XAr10Ü6M 2 Glaser, 1 Kupferschmied, 3 Lackirer, 1 1 ° s 2 Schreiner. 2 Schriftsetzer, 4 Schuhmacher werden. Voranschläge und Bedingungen können während der Bureaustunden bei den Architeclen Herren Stein u. Meyer eingesehen und Angebote dem Unterzeichneten bis zum 29. d. M. eingereicht werden. Gießen, den 22. Juli 1898. Der eoangel. Kirchen-Vorstand. Schlosser. 7378 u iii|itchhiinifii Hafer-Cacao vorzügliches Nährmittel, per Pfund 1 Mark, bei Mehrabnahme billiger, empfiehlt 7348 Fh. Herrmann, Selterswcg 33. Fränkischer Weinessig in drei Qualitäten, billigst bei 6669 cheörüder Adami, 14 Mäusburg 14. 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"HRM Preise der Plätze: Nummerirter Sitzplatz Mk. 2.50, im Vorverkauf Mk. L—. Festplatz am Bootshaus Mk. 1.—, im Vorverkauf Mk. 0.80. Kinder halbe Preise. Schürz'sche Bleiche Mk. 0.20. Eintrittskarten im Vorverkauf bis Samstag den 30. Juli, Abends, bei den Herren Ernst Balser, Mäusburg, Daniel Heil, Lindenplatz, Adolf Geisse, Seltersimg, und Heinrich Hettler, Südanlage. — Beikarte» für Angehörige der Mitglieder sind zum ermäßigten Preise von 50 Pfg. bet Herrn Albert Scheel,Seltersweg 87. in Empfang zu nehmen. Der Zutritt ohne Karte ist Niemand gestattet. 96 Näheres durch die TageS-Programme. 7449 7350] Ein Lehrling wiro in ein Photographiegeschäst gesucht. Näheres in der Expedition b. Bl. 7292] Ein zuverlässiger, braver cheschäftsöursche sofort gesucht. Auch kann ein gut empfohlener Vi Liter-Krug — 18 Pfg., i/, Liter-Krug — 12 Pfg, 1/i Liter-Flasche — 18 Pfg., 1/2 Liter-Flasche — 12 Pfg. excl. Gefäße. Kotekiers, Westaurateure uud Specereihaudtungeu erhalten Uavatt. 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