. • r■ v'i n-w j; ISOS Sonntag dcn 27. Mär; Nr. 73 ErArs Matt Gratisblitaze: Gietzenrr FamUienblättcr Adresse für Depeschen: Anzeiger $ie|c«« Fernsprecher Nr. 51. Redaction, Expedition und Druckerei: Kchulstraße Nr. 7. (<)icßenct Anzeiger Heneral-Anzeiger Aints- und Anzeigeblatt für den Nreis (Sieben. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg- vierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den Evigenden Tag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. Alle Anzeigen-LermittlungSstellen deS In- und Äultoalft nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger ent<<<«», Kezngaprci- Vierteljährluh -L Mark 20 PI,. monatlich 75 Pfg. mit Brnigerlohs. . Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Mamiktenvtätter Werden dem Anzeiger Wöchentlich viermal beigelegt. >e nach Mass Feuilleton. Humoristisches Ailcriel aua’m Gießer Adriger. Von Carl Geißler. Err kemmt! — de Frihling mit schwellende Knospe an Bäum unn Sträuch. De Minder halt sich mit’m schwache Schneegesteewer verabschied unn is de Märzsonn gewiche, von Niemand be« drauert, als höchstens von de Bierbrauer, däi sich als e dheuer Aadenke an die verflöge Winderherrlichkeid von »orwege, von de Schwei- unn vom Erz- unn Riesegeberg Eis, unn Schnee vom Vogelsberg unn vom Westerwald nvaggonweis hawe komme laste. Wer net so gebreßten Herzens, wäi die Bierbrauer, dem nahende Frihling entgege- -ßeht, dem wogt etz schont die Brust bei dem Gedanke an die Aihende, goldene Zeid, wo merr Widder de Wannerstab in ldie Hand nemme unn enaus wannern kann in Gottes frei 'Nadur. Deß Begehrn der Mensche nach'm Genuß, den die »Scheeheide von der Nadur biede, is dann aach schont mehr- stach im Aazeiger zem Ausdruck komme unn selbst im Mitte Minder hott sich e Stimm erhowe, däi Uffstellung von Ruh- Ibänk ser ältere Leud verlangt, däi an de Grimberger unn sicher Schostee spaziern geh unn e anner Stimm lenkt die llffmerksamkeit uff die Verefftndlichung von ere Blummeles «aus de Fremdebicher vom Gleiberg, um dadorch die Wanner- Ilust aazerege unn deß Jndreffe an unserm Gleiberg wachzehahle. Waß kanns aach Scheeneres gerne, als in scheener Frih- Uingszeid en Spaziergang nach'm Gleiberg ze mache; dort swe sich e bische auszeruhe von des Dages Last unn Hitz limn fein Blick schweife ze laste dorch des romandische Lahn- > chal unn net zeletzd nach ere geziemende Leiwesstärkung dann tieine Gefiele dorch en poedische Erguß im Fremdebuch Aus« brud ze verleihe? ZS-S ir »er^16 ar L ■•5^: ft 31,1 -Mit uod L .. -4. 6D0Ö WMi> Amtlicher Theil. Gefunden: 1 Brosche, 1 Pelerine, 1 Haarpseil, 1 Handschuh, 1 Bifitenkartentasche und 1 Hundehaitiband. Gießen, den 26. Mürz 1898. Großherzogliches Polizeiamt Gießen, v. Bechtold. Deutsches Ueieh. Berlin, 25. März. Die meisten Morgenblätter be« schränken fich daraus zu constatiren, daß mit der gestrigen Annahme der § 1 deS FlottengesetzeS im Reichstage die Entscheidung über dasselbe gefallen ist. Das „Tagebl." schreibt: „Nunmehr ist eine Frage, die die politischen Kreise seit Monaten lebhaft beschäftigt hat, im Sinne der Regierung entschieden worden, und eine Auflösung des Reichstags au» dem Bereiche der Möglichkeit entschwunden." Die „Berl. N. N" führen aus: „Der 24. März, der Tag, an welchem vor 50 Jahren die Erhebung Schleswig-Holstein» gegen dänische Vergewaltigung den ersten hochwichtigen Markstein zur Verwirklichung des deutschen Gedankens und deS beut* scheu Reiche» bildete, ist gestern vom Reichstag mit einer nationalen That begangen worden." Die „Vztg." meint, der Sieg fei nicht gerade glänzend zu nennen, aber die That* lache, daß der Paragraph angenommen fei, genüge. Der „Vorwärts- wendet fich hauptsächlich gegen daS Centrum. Nicht Herr Tirpitz sei der Treffliche, der daS Schiff der Regierung in den sicheren Port geführt, da» Verdienst ge« bühre dem Centrumsführer IX. Lieber. Da» Centrum, »ationalliberalen Practtken nachwandelnd, werde von gleichem Schicksale ereilt werden. Die Annahme de» Flottengesetzes werde ihm theuer zu stehen kommen. Berlin, 25. März. Der Schuhsabrikarbeiter- strike ist al» beendet anzusehen. Kiel, 25. März. Das Schulschiff'„Stein" ist heute Mittag auß Westindten hier eingetroffen. Bremerhaven, 25. März. Um 3 Uhr Nachmittags war der „Kaiser Wilhelm der Große" vollständig durchgeschleußt. Se. Maj. der Kaiser stand während des Durchschleusens auf dem Hinteren Sonnendeck und unterhielt fick avgelegent' lich, insbesondere mit dem Director de» „Lloyd" Dr. Wiegand, von welchem Se. Maj. fich verschiedene Vorgänge erklären ließ. Da» auf beiden Seiten auf der Kaje zahlreich ver» sammelte Publikum brachte fortgesetzt Hurrahrufe auß, wofür St. Moj. freundlich dankte. FlenSburg, 25. März. Der Sturm hat heute Vor- mittag an Heftigkeit etwas nachgelassen. Es macht sich ein I langsames Fallen deß Wasser» bemerkbar. — Der Dampfer- I verkehr auf der Föhrde ist heute Mittag wieder aufgenommen | worden. Au» Apenrade, Hadersleben, Sonderburg sowie auß Jütland werden ebenfalls Ueberschwemmungen gemeldet. Lübeck, 25. März. Da» bet schwerem Sturme heute Nacht eingetretene Hochwasser stieg etwa 2 Meter über Null und überschwemmte die niedriger gelegenen Stadtthetle der Küftenorte. Morgens trat das Wasser zurück, so daß die Gefahr beseitigt ist. Frankfurt a. M, 25. März. Auf der Main-Weser-Bahn- Strecke fand heute Vormittag in der Nähe von Nieder« Wöllstadt ein Zusammenstoß zweier Güterzüge statt. Die Bahnstrecke ist gesperrt. Ein HWzug ist von hier abgegangen. — Die „Franks. Ztg." meldet dazu, daß eine Maschine und vier Wagen dadurch entgleist und demolirt wurden. Die Reisenden müssen, weil der Fahrbamm gesperrt, umsteigen und eine größere Strecke zu Fuß gehen, wa» bedeutende Verspätungen zur Folge hat. Bon dem Personal wurde Niemand ernstlich verletzt. Homburg, 25. März. Die Ankunft deß Kaiserpaareß ist nunmehr auf Dienßtag den 29 df». Mtß., Vormittag» 10 Uhr, angesagt. Der Kaiser und die Kaiserin treffen vorerst ohne Kinder hier ein. Der Kronprinz und Prinz Ettel Friedrich werden in Begleitung deß Oberhofpredtger» Dr. Drhander am 1. April hier eintreffen. Die übrigen Familienmitglieder werden zum Osterfeste hier erwartet. Nürnberg, 25. März. Bet Canalisationßarbetten in der Bletchstraße erfolgte ein Erdrutsch, wobei fünf Arbeiter verschütte? wurden Nach dreistündiger Rettungßarbeit durch die Sanitätsmannschaft wurden die Arbeiter gerettet, drei find erheblich verletzt. Sagau, 25. März. Der Extrazug mit der Leiche deß Herzog» zu Sagau traf um 10 Uhr Vormittag» hier ein. Der Trauerzug bewegte fich durch da» Schloß und den Park »ach der „Heiligen Kreuz-Kirche", wo die Bei« setzung de» Herzog» an der Seite seiner Mutter erfolgte. Lüttich, 25. März. Heute früh ist in dem Grubenbergwerke von „Hasard" in Micheroux bet Lüttich eine Explosion schlagender Wetter erfolgt. Hervor- gerufen wurde die Katastrophe durch die Unachtsamkeit eine» Arbeiters bet Sprengung-Versuchen. 20 Personen find schrecklich verbrannt, zwei davon bereit- gestorben. Madrid, 25. März. Der „Heraldo" meldet, die Re« De unqestieme Drang nach de Freiheit der widdererwachende Nadur scheint aach en unginstige Eifluß uff de Besuch des Stadttheatersch auSzeiewe, dann selbst bei ganz evorragende Gäst gelingt^ noch net emol, e voll Haus ze er» ziele. Emsehlenswerdh wersch, so gege des Frihjahr hi iwwerhaapt nor noch die dollste Sache, beileiwe awer nix Ernstes oder gar Klassisches ze gerne, damit wenigstens de Theaterbesuch net ganz einschläft. E efder Wiederhohlung von „Giesse von de heidere Seid", d.s Gastspiel vom Herr Jaskowsky unn die Bremjeer von Huhn's „Besuch im Panoptikum" — das sinn drei Momente, die vielleicht aaregend uff de Theaterbesuch werke kennte. — — Ere annere Stimm im Anzeiger werd leider de Genuß an de demnächst ze erwardende scheene Frihlingszeid ewe schont ar3 vergällt dorch die bereits in vollster Bliedhe stehende Hundebesitzerstrafe, däi die vierbaanige Liebling ehre Besitzer dorch de unbefugte Besuch unserer Anlage verursache. Merr kann sich mit’m Eisender eiverstanne er» Heern, daß es so em Hundsverstand doch e bisst viel zuge« mudh iS, de Unnerschied zwische Straße unn Aalaag erraus- zefinne unn fein Vorschlag werd bei alle Hundebesitzer Beifall hawe, in Zukunft kaa Hundebesitzerftrafe mehr ze erkenne, fonnern de seidherige Hundsfänger aazestelle, um die städtische Anlage mit de Deutsch von de Hund ze säuwern. Wäi schee dhet sich des mache, wann der Hundssänger so de ganze Dag hinner bene Hund in de Anlage her wer unn dhet se fortknalle! Unn wann de Hundsfänger ganz unn gar noch met ere gude Singstimm begabt wer — dann kennt err sich net bloS die Ausiwung von feim Beruf erleichdern, fonnern dem oer- ehrliche Bubligum wer aach noch bebet en Genuß gebobbe, wann err aus be Zauwerfleed — allerbingS mit Vnrrjnzjone — nastimme dhet: ßteiung bereite den Abmarsch von 15,000 Mann Soldat« nach Cuba vor CocaUe ernt provinzielles Gießen, 26. März 1898. ** Buß- und Bettag. Ein Ausschreiben des Ober- consistoriums an die evangelischen Pfarrämter lautet: Seine Königliche Hoheit ber Grobherzog haben Allergnädigst geruht, auch in diesem Jahre für den Sonntag Palmarum (3. April) die Feier eines allgemeinen Buß- und Bettages nnzuordnen, und für die in allen evangelischen Kirchen des Landes abzuhaltenden Gottesdienste die nachstehenden Predigttexte ausgewählt und bestimmt, nämlich: 1) Für den Vormittag: Jesaias 43, 24. 25. Mir hast du Arbeit gemacht mit deinen Sünden und hast mir Mühe gemacht mit deinen Missethaten. Ich, Ich tilge deine Uebertretungen um meinetwillen, und gedenke deiner Sünden nicht. 2) Für den Nachmittag: 2. Thimotheus 2, 19. Aber der feste Grund Gottes bestehet und hat dieses Siegel: Der Herr kennet die Seinen; und: es trete ab von der Ungerechtigkeit, wer den Namen Christi nennet. Sie wollen, wie herkömmlich am Sonntag vorher, unter Verlesung der vorstehenden Schriftstellen die Feier des Buß- und Bettages ankündigen und allen Ernstes zur roür bigen Begehung besselben die Gemeinbe ermahnen; am Bußtag selbst aber auf Grunb des göttlichen Wortes eindringlich zu den Herzen reden, die Gewissen schärfen und auf wahre Bekehrung und Lebensbesserung hinwirken. Wohl muß der Christ im Gefühl seiner Sündhaftigkeit allezeit sich beugen vor dem Herrn, doch ganz besonders soll dieses ge« schehen an dem Tag, da Fürst und Volk sich demüthigen vor dem heiligen und gerechten Gott. Und wenn auch jede Predigt und Auslegung des Evangeliums ein Hinweis fein soll auf die heilsame Gnade Gottes, die in Jesu Christo erschienen ist, so wird doch die Verkündigung von des Höchsten Güte, Geduld und Langmüthigkeit gewiß freudig aufgenommen und tröstlich fich erweisen in den Wcihestunden, da man weiß, daß viele Tausende mit uns eins sind in dem Flehen: Herr! erbarme Dich über uns, vergieb uns unsre Sünden, fei uns gnädig um Deines Namens willen! Mögen die Glocken des Buß- und Bettages weithin hallen mit der Mahnung: O Land, Land, Land, höre des Herrn Wort! Möge derselbe ein Warnungszeichen fein für viele in ernster Zeit, wo Unglaube, Weltsinn, Fleischeslust und hoffärtige« Wesen überhand nehmen mehr und mehr; ein Panier in dem Kampfe mit den Mächten der Finsterniß, das uns vorangetragen w rd und dem wir mit frischem Muthe folgen. Dec treue Gott aber, welcher überschwenglich thun kann über alle», Der HundesLnger bin ich ja, Stets luftig, hetsa, hopsasa! Der Hundefänger ist bekannt Bei Mops und Spitz im ganzen Land; Weiß mit den Hunden umzugeh'n, Und mich aus's Peitschen zu oersteh'n; Drum kann ich froh und lustig sein, Denn alle Hunde sind ja mein. Der Hundesänger bin ich ja, Stets luftig, heisa, hopsasa! Der Hundefänge-- ist bekannt, Bei Mops und Spitz im ganzen Land; Ein Netz für Hunde möchte ich, Ich fing sie Dutzendweis für mich, Dann 'perrte ich sie bei mir ein, Und alle Hunde wären mein. Soweit, wäi in dem letzte Versch angebeub is, berfbe jeboch bem Hundsfänger sei Befugnisse net geh, dann deß wer mit de Freiheit, däi der Herr Eisender fer die Hund fordert, net vereinbar. Im Jndreffe von de Hund unn be Hunbebefitzer wolle merr hoffe, bass'es bem Verein zur Zich- bung reiner Hunberassen gelingt, möglichst viel Bewegungsfreiheit) fer sei Schilling ze erlanae. En jeber Tourist werb mit Vergniege vernomme hawe, daß be Aussichtsthorm ufflm Diensberg boch jetzt bahl e fest Gestalt aaienemme verspricht — sobald nämlich deß needige Klaageld beifamme is. En Thorm von Staa is uff jedem Fall em heelzerne vorzeziehe, obgleich die Summe von simf- dausend Mark viel Holz is; bagege werd sich awer aach der Staathorm bedeudend vordhaalhaster brefendirn unn es läßt sich aach besser in Staa gehage die Inschrift aabringe: Unn wenn's aach hart gehahle hott — Unn 's war kaa Kinneriptel: — E Denkmal der Beharrlichkeit, So strhn äich hät — am Ziel! unb traben SJlftttetu " >»,«W [3113 was wir bitten und verstehen, wolle helfen, daß die Zahl derer, welche sich fein Wort zur Richtschnur nehmen, in Jesu Ehristo ihr Heil suchen, am ersten trachten nach dem Reiche Gottes und seiner Gerechtigkeit, wieder größer werde und alle den Frieden finden, der höher ist als aller Menschen Vernunft! Amen! *• Dal diesjährige hessische Kircheugesaagfest wird am 8. Mai in Londorf ftattfUten. **d" Schulfeier im Realgymnasium. Die in den letzten Jahren hier eingeführte schöne Sitte, Schulfeiern durch größere mufikalische Aufführungen feiten« der Schüler zu verherrlichen, hat uns gestern in der Turnhalle deö Realgymnasiums eine weihevolle Stunde geschenkt. Die Feier, welche durch Rede seitens des Herrn Professor Holzmanu eingeleitet und geschloffen wurde, bestand in seinem musikalischen Theile in der Aufführung der „Glocke" von Schiller, in Musik gesetzt von Andr. Bamberg. Der Componist, der bereits 1821 als Hofcaprllmeister in Gotha verstarb, hat eine große Reihe von Chorwerken verfaßt, die aber, außer der „Glocke", der Bergeffenhett anheim gefallen find. Die Compofitiou bietet in den Chören, wie in den Soli- nicht übermäßige Schwierigkeiten, es fei denn, daß die theilweise sehr hohe Lage im Chor-Sopran gute Repräsentanten dieser Stimme voraussetzt. Der Gesangslehrer der Anstalt, Herr Polster, hatte das Werk mit großem Fleiß und mustka- ltschem Berständniß einstudirt, wacker und practse brachten die Knaben und Jünglinge die Einsätze, sangen mit voller Stimme und dadurch mit schönstem Gelingen die Chöre, sowie die Solochöre, die ihnen ebenfalls anvertrant waren. Die Solo- parthten, Sopran, Tenor und Bartton, wurden von geschätzten Dilettanten vorzüglich wiedergegeben; ein Oberlehrer der Anstalt führte den sehr wichtigen Part am Clavter in feinfühliger und diScreter Wette au«. Herr Polster leitete mit Umsicht und Schärfe das Werk und führte es zum besten Wohlgelingen. • • Etadttheater. Auf die morgen statlfindende letzte Kindervorstellung, wttche unseren Kleinen das Märchen- sptel »Sneewittchen und die sieben Zwerge" bringen wird, sei hiermit nochmals aufmerkiam gemacht. Der Aufführung des neuen Huhn'schen Schwankes in drei Acten „Ein Besuch im Panoptikum", welche für Sonntag Abend als letzte Sonntags-Vorstellung angesetzt ist, sieht man begreiflicherweise mit Spannung entgegen. — Montag Abend (nicht Dienstag) findet die letzte Benefiz Vorstellung, und zwar für Frl. Margarethe Berner, dem beliebten Mitglied unserer Bühne, statt. Eine glückliche Wahl ließ sie ein gute- Volksstück treffen: „Die Lieder des Musikanten" von Rudolf Kneisel. Das Stück gehört der alten guten Schule an und bietet neben seiner moralischen Tendenz eine Fülle lebenswahrer sympathischer Scene», die da- Interesse und die Aufmerksamkelt von Anfang biS zu Ende fesseln. Bemerkt sei, daß eine hübsche, stimmungsvolle Mufik (wieder- gegeben durch unsere RegimentS-Capelle) und einige Gesangs- einlagen das Ganze verschönern. Frl. Berner wird in ihrem Fache vlS sentimentale Liebhaberin an diesem Abend eine ihr gut liegende Rolle verkörpern und ihr schönes Talent aufs Neue offenbaren. Besonderes Interesse gewinnt diese Vorstellung noch dadurch, daß unser Mitbürger und geschätztes früheres Mitglied unserer Bühne unter der Aera RetnerS, Herr Max JaSkowSky, zu Ehren der Benefiziantin nochmals die Bretter betritt und in der prächtigen Charocter- rolle des fahrenden Mustkanten Lrberecht Winter uns erfreuen und Genuß bieten wird. AuS Gründen des Angeführten sei der Besuch dieser Vorstellung bestens empfohlen. * * OrtSgewerbevereiu. Einen recht zeitgemäßen Vortrag wird am nächsten DienStag Abend Herr Reallehrer Hans Kahl aus Wimpfen hier im Saale des „Cafe Edel" halten, der gewiß das Interesse aller Handwerker Gießens finden wird. Bet den durch Einführung der neuen Handwerkergesetze hervorgetretenen Meinungsverschiedenheiten zwischen den Anhängern der Innungen und denjenigen der freien Vereinigungen liegt die Gefahr sehr nahe, daß dieses Gesetz anstatt zum Segen, zum Unsegen der Handwerker gereichen könnte, und so werden eS die wahren Freunde der gedeihlichen Entwicklung des Handwerks mit Freuden begrüßen, daß es dem Vorstände des OrtSgewerbevereios gelungen ist, Hrrrn Reallehrer Kahl zu einem Vortrag über das neue Handwerkergesetz und die hieraus für die Hand- werker erwachsenden Pflichten und Rechte zu gewinnen. Im Interesse der Sache haben zu diesem Vortrage nicht allein die Mitglieder der OctSgewerbeveretnS Zutritt, sondern find auch insbesondere diejenigen Handwerker eingeladen, welche dem Gewerbeverein nicht angehören und dürfte deshalb eine recht zahlreiche Betheiligung an diesem Vortrag seitens der Handwerker gewiß zu erwarten sein. • • Für Radfahrer. Im vierten Blatte der heutigen Nummer befindet fich die am 1. Mai d. I. in Kraft tretende Radfahr-Ordnung für daS Großherzogthum Hessen. Kuratorium der Rennbahn Gießen 1897. Auf dem Sportplätze au der Hardt soll mit dem 1. April bet genügender Betheiligung eine Traiuirschule für Radfahrer eröffnet werden. Die Leitung derselben ist dem bewährten Rennfahrer Franz Verhetzen, welcher sich darum zuerst beworben hat, zugesagt worden. Derselbe leitete im vorigen Jahre mit bestem Erfolge ein gleiches Unternehmen in Duisburg und ist augenblicklich noch in San Remo zu dem nämlichen Zwecke engaairt, von wo er jedoch schon in den ersten Tagen hier eiutreffen dürfte. Der Unterricht wird einen Zeitraum von sechs Wochen in Anspruch nehmen. Die Theil- nehmer haben bei freier Benutzung der Rennbahn und An- kleideräume nur 30 Mk. zu entrichten, in welchem Preise auch die erforderliche regelmäßige Maffage, sowie ärztliche Ueberwachung, deren Ober-Aufficht in liebenswürdiger Weise das Mitglied des CuratoriumS, pract. Arzt Dr, Köppe, übernommen hat, inbegriffen find. Bei BersuchSrennen werden kleine Ehrenpreise gestiftet. Dieser TratntrcursuS hat mit irgendwelcher Vereins- oder VerbandSzugehörigkeit nichts zu thun; eS kann fich eben jeder Radfahrer zwanglos ketheiligen, sei er zur Ausbildung als Rennfahrer, sei eS : aus irgendwelchen gesundheitlichen Rücküchten. Die unüber- troffene Güte der Rennbahn, die schön- Lage des Sport- ' Platzes und die insbesondere für Auswärtige in Betracht \ kommenden sonstigen Vorzüge, welche unsere Stadt vor anderen Sportplätzen voraus hat, dürften Biele veranlaffen, fich zu betheiligen, zumal da die strenge ärztliche Controlle jede Ueberanstrengung und jede Gefahr für die Gesundheit ausschließt. * * Bieberihalbah«. Außer bereits eingetroffeuen 20 Güterwagen, ist dieser Tage auch der erste Personenwagen auf dem „Abendstern" für die Bteberthalbahn angelaugt. Derselbe ist nach dem neuesten Modell der Effenbahn-DurchgangS- wagen gebaut, hat Vorder- und Hinterperron, ein Abtheil 2. Klaffe mit 8 Sitzplätzen, während der übrige Theil des Wagens als 3. K affe mit bequemen Sitzplätzen versehen ist. * * Radfahrer und Retter. Den „Bremer Nachrichten" wird aus Osterholz-Jenes er geschrieben, daß an der dortigen Chauffee zwischen Bäumen und Graben ein schöner Weg angelegt sei, welcher demnächst für die Radfahrer frei- gegeben werde, um den Fußweg zu entlasten. Der betreffende Correspondent betont, daß das Fahrrad in dem Maße ein Verkehrsmittel geworden fei, daß Wege für Radfahrer einem größeren Bedürfuiß entsprechen als Wege für Reiter. * * Turnerisches. Für die beim 9. deutschen Turnfest in Hamburg zum ersten Male einzurichtenden Sonderwettkämpfe in volksthümlichen Uebuugen, die neben den großen Einzelwetttnrnen stattfinden, find mit Zustimmung des Gesamwtausschusser vom technischen Unterausschuß bestimmt worden: 1) Schleuderballwettwerfen, 2) Hinderniß- laufen, 3) deutscher Dreisprung. DaS Gewicht deS Balles ist auf 2 Kg., der Durchmesser auf 25 Centimeter feftge- stellt und kann mit Henkel oder Schleife in einer Länge von 20 Centimeter versehen sein,- der Wurf erfolgt aus dem Anlauf. Beim Htndernißlaufen beträgt die Bahnlänge 100 Meter mit vier Hindernissen je 1 Meter. Beim Drei- sprung kommt nur ein Sprungbrett von 90 Centimeter Länge und 10 Centimeter Höhe, vor der ersten Absprungstelle liegend, tu Anwendung. Für die Bestletstungen werden Ehrenurkunden erthetlt. Auch für dte AlterSriegen von Turnern zwischen 40 bis 50 Jahren find UebungSgruppen am schulterhohen Barren für Unter-, Mittel- und Oberstufe, ebenso für Gemetnübuvgeu am brusthohrn Reck aufgestellt worden. Hierbei ist jedoch dte Altherreuriege „Alldeutsch- land" nicht inbegriffen, für diese stehen die Bestimmungen noch aus. * * Reue Uniformen. Durch CabtnetSordre des Kaisers werden für Jntendanmrasfissoren und Referendare, DivisionS-, Gouvernements- und GarntsonSauditeure, Intendantur- und Bauräthe sowie Garnisonbauinspectoreu neueAchselstücke, für Stabshoboisten, Stabshornisteu und StabStromprter neue Uniformen eingeführt. Letztere unterscheiden fich von den bisherigen durch neue Schulterstücke, durch eine Leibbinde und dadurch, daß die Waffe am Unrerschuallkoppel getragen wird. Auch wird den bezeichneten Chargen gestattet, Extraanzüge im Dienst zu tragen. • • tzintertreppeu-Ltteratur. Man schreibt uns aus der Wett er au, 25. März: Seit einiger Zeit wird unsere Gegend mit zwei Hintertreppen-Romanen: „Dte Bettel-Gräfin" und „Auf ewig getrennt? oder: Capiiän DretzsuS und seiner Gattin ergreifende Erlebnisse, Schicksale und Verbannung", überschwemmt. Es erscheinen Colportrure und bringen je die erste Lieferung von anderthalb Bogen dieser Romac-c. Die Ausstattung ift gar zu armselig auf schlechtes Z-itungSpapter gedruckt. Mit Blauftempel finden sich auf der ersten Sette die Worte: Wird wieder abgeholt und aufs Weiternehmen angesragt. Jede Lieferung kostet 10 Psg.; auch Bilder find angebracht. Dte Rückseite der „Bettelgräfin" ist mit einer illuftrirten Unterhaltung zwischen der schönen Therese und dem Colporreur geschmückt, der die Fortsetzung bringt. In beiden Romanen sind die ersten Capttel sehr spannend gehalten, dte Leute wagen 10 Pfg. daran und müssen dann daS ganze Werk nehmen, da« 80, 90 und mehr Lieferungen stark wird. Vor einigen Jahren hatten wir einen ähnlichen Schund« und Schauerroman. Nachdem dte Leute bereit- 8 bis 9 Mk. gezahlt hatten, erschien überhaupt nicht- wehr. WaS in den beiden oben bezeichneten Heften geboten wird, ist durchaus nicht vertrauenerweckend. Wir halten eS daher für unsere Pflicht, ernstlich vor diesen Sachen zu warnen. 5 Bom Lande, 24. März. Der setther übliche ModuS bet Holzverftetgerungen in den Domanialwaldunzen hat schon lange die Unzufriedenheit der Steigerer erregt. DaS Holz, vornehmlich Brennholz, wird nämlich nicht im Walde selbst, sondern bei Zusammenkünften in bekannt ge- gebeuen Gastwirthschaften versteigert In den meisten Fällen kennt der Steigerer so ntqt durch Augenschein, wa- er für Holz kauft. Wohl wird eS stets bekannt gegeben, wa- für einer Art und welcher Klasse eS ift; allein die persönliche Begutachtung des zu kaufenden Holzes sowie auch setne- StandeS und der damit verbundenen leichteren oder schwierigeren Abfahrt mangelt. Man kann doch gewiß nicht anuehmen, daß ein jeder Steigerer vor Abhaltung einer Brennholz« Versteigerung in den Wald geht, der oft stundenweit entfernt ist, und dort alle die Hunderte von Holzhaufen einer Musterung unterzieht. Würden dagegen alle Holzvrrsteigerungen im Wald bei dem zu versteigernden Holze abgehalten, wie daS ja bet Gemeinden- und anderen Holzversteigrruugen der Fall, dann wüßte jeder Steigerer, was er kief, und von Unzufriedenheit könnte füglich keine Rede sein. BrmerkenSwerth bleibt dabet noch, daß sehr oft dte Räumlichkeiten, darinnen dte Holzverstetserungea abgehalten werden, kaum ausreichend find, die Kaufltebhaber zu fassen. Die quetschende Sage, in dte mancher Steigerer hier gekeilt, das Drängen nach dem Versteigerung-tifch, dte nachtheiltge Stellung der Hinteren Steigerer und endlich die oft peinliche Situation für die Abhalter der Versteigerung selbst lassen neben den oben angeführten Hauptpunkten gewiß den Wunsch gerechtfertigt scheinen, daß das Holz stet- da versteigert werde, wo es fich befindet, im Walde. Friedberg, 26. März. In der Großh. Obstbau- und landw. Wtnterschule hier fand am verflossenen SamStag die Schlußprüfung der aus über 40 Zöglingen bestehenden Adtheiluug des Wintersemesters statt. Die ganz außerordentliche Betheiltgnng des von vielen Vertretern hiesiger Behörden und eine- von Nah und Fern Herbetgekommenen Publikum-, worunter diesmal erfreulicher Weife auch die Frauenwelt vertreten war, bewies daS von Jahr zu Jahr fich hebende Interesse, welche- der landw. Sache im Allgemeinen und der auf- Vortrefflichste wirkenden Lehranstalt in-befondere, in Stadt und Land dargeorocht wird. Dte mit eben so viel fad)« licher Klarheit al- berufsfreudiger Aufmunterung seitens der Herren Lehrer mit den Schülern durchgegangenen Prüfung»- gegenstände wurden mit Derständniß und warmer H ngkbung an die Sache zergliedert. ES ist neben den erlangten theoretisch technischen Kenntnissen und Fertigkeiten der Schüler, nicht als Geringstes deren fich angenehm bemerkbar machendes persönliches, in der erlangten ®pcad) und Bewegungsfertigkeit bestehendes Auftreten, rühmend hervorzuheben. Der sichtlichen Befriedigung der Anwesenden über den zu« rückgelegten Lehrgang gab denn auch der Herr Rex.- Vertreter Oeconomierath Müller in längerer Kritik Ausdruck durch vollste Anerkennung der vorgeführten Leistungen, sowohl bezüglich des segensreichen Wirkens des Lehrkörpers, als des Fleißes und der Hingabe der Schüler unter Danksagung an die Eltern, welche in rechter E^kenntniß geistigen Vermögens ihren Söhnen einen Bildungsgrad zu geben sich b-mühten, den der Landwirth technisch wie gesellschaftlich a.f feinem heutigen Lebensweg dringend benölhigt. Der Schulfeier schloß sich in vorgerückter Mittagsstunde eine flüchtige Besichtigung drs BersuchSgartenS mit seinen sehenSwerthcn Spalier- und Pyramiden- sowie sonstigen Züchtungen an. Spät erst richteten sich die Schritte nach dem Gasthaus zu den drei Schwertern, woselbst von annähernd 100 Personell das zwar einfache aber aufs Vorzüglichste zuberettete gemeinschaftliche Essen eingenomm n wurde. Dte Reihe der Festreden brachte in theils fachgemäßer, theilS recht launiger Ä t diverse Hochs auf die Regierung und deren Vertreter, auf dte Anstalt, ihren Leiter und deren Lehrer, dte Eltern uvd Gäste. Die vorgerückte Tageszeit mahnte die auSwärtigrn Freunde und Theilnehmer an den Abgang der Etsenbahnzügr, welche gegen 7 Uhr Abends die letzten Gäste in freudigster Stimmung deS herrlich verlebten Tages davoutrugen. □ Darmstadt, 24. März. Dte Stadtverordneten bewilllgten heute einen Credit von 24 500 Mk. zur Beschaffung einer Accumulatoren-Batterie für die Zwecke der eleetrischen Bahn zur Ausgleichung in der Belastung der Maschinen des ElectricitätSwerkeS und ertheilten einer Vorlage die Zustimmung, wonach fich dte Stadt Darmstadt cn der Errichtung einer ProvinziabPflegeanstalt für körperlich Sieche und geistig Steche, die in den Irrenanstalten d r dortigen sprcielleu Pflege nicht bedürfen, unter der Voraussetzung betheiligt, daß sich alle Städte und Gemeinden der B ovi> | Starkenburg daran detheiligen. Die Anstalt ift auf 700000 Mk. veranschlagt. Ferner wurde eine Vorlage auf dringenden nochmaligen Antrag de» Polizeiamts genehmigt, wonach elf Schutzleute mehr angestellt und der Schutzmannschast zwei weitere Wachtmeister entnommen werden im Hinblick auf die in den letzten Jahren ecfolgie Vergrößerung der Stadt urd die Steigerung des Verkehrs. — Das laufende Jahr ist wieder für unsere Stadt ziemlich congreßreich. Es tagtn nämlich hier der Verein deutscher Chern ker, die Drursdie Dendroloaische Gesellschaft und der Deutsche Geom-terverei". D. Frankfurt a. M., 26. März. Im Seewaffe'aqm- rium des Zoologischen Gartens ift vor einigen Tagen das erste Thier au- der Umgebung von K aotschau eivpasfirt. ES ist eine „Weichschildkröte" (Trionyx sinensis), eine große Seltenheit, und mit einem Gespielen aus (Santon wohl die einzige ihrer Art, die fich gegenwärtig auf dem Continente lebend befindet. Dos Thier wurde durch Vermittlung deS Herrn Profesior Dr. Boettger hier, von einem auS China zurückkehrenden Sch'fftarzte erworben. Bon Frau Gräfin Tattenbach wurde dem Garten ein Exemplar des imm-r seltener werdenden Gibraltar-Affen geschenkt. Zwei Biverren- bunbt (Nyctereudes procyonides), die jetzt auch als „deut cke Colonialthiere" gelten können, da fir bei K'.aotschau tot« komm n, trafen gleichfalls ein, doch find die beiden ar getauften, japanische Exemplare. Unter den neuangekaufieii Reptilien befinden fich besonders zahlreiche Sch'.aogen und Schildkröten, die noch nie vorher in Frankfurt gezeigt w'rrdeo. Ferner traf au- verschiedenen Gegenden Südamerikas Za wachs ein; so auS Brasilien zwei Coypu, auS Bolivien ein Guauaco und eine eigene Art Silbersüchse von der Mag- gellanS-Straße. Au- Afrika langten Kronenkraniche und em Galago (mit zusammenwickelbaren O-ren) ein. Australien lieferte schöne Papageien, (Sanaba feine e genthümUche Art Wildgänse. Den retchsten Zawach- an neuen Thieren e.hielt indessen daS Aquarium an Fischen, Seeblumen und Krusteo« Thieren. SmszH-- aus H» Wt etaM März: 19. Johann Christian Martin Vaubel, Schneider dahier, mit Katharine Secker hierfelbst. 21. August Müller, Sandgießer |u Gedern, mit Katharine Elisabethe Leyerer dahier. 22. Wilhelm Heinrich Jacob Hartmann, Former zu Lollar, mit Luise Elisabeih- Ruhs daselbst. 22. Ferdinand Friedrich Wilhelm Müller, Maurer zu Vilbel, mit Katharine Zinnkann zu Ober-Ofleiden. 22. Ludwig Pfeiffer, Streckenarbeiter zu Gießen, mit Elifabetha Ortmüller hierfelbst. 24. Heinrich Hahn, Schneider zu Gießen, mit Kathariae MalkemuS hierselbß. 25. Heinrich «Steiß, Schneider zu Odenhausen. Kreii Wetzlar, mit Elisabeth Dörr zu Gießen. 25. Ludwig Georg Emil Christian Carl Henkel, Schneider dahier, mit Margarethe Pfeiffer hterselbst. 25. Peter Joseph Staffel, Küchen-Ches zu Frankfurt a. M., mit Eugente Alexandrine Marie Baitz hierfelbst. 'S Ä'...' “ d>° iS fih 40 oB nen Die l^K ®eWrttu ih SS® ;*■**.• ISt •SX'Ä -Ä*Ä M« bmnkbllrmaMtt 3' i"b 8,h,e8un96H.- tnh, hervnzuhkbrli. D-r ntoefenben über ben p. in. N der Heu R(f, tn läügnrr Kritik Sui« '« vorgeWtrv Ängtn, 1 Wilkevs btl LchkSrptlS, ' drr 6d)ükt unttx Dar.!- W« E^krvvtvih gchig!, Bilbunglgiob zu geben fi- W wie gksellstchli-h a] e°d beoölhigt. Der T4u.> RitlagSstunde eine 1 wir sriueo sehmrverthii ' sonstigen Züchtungen qd. litt nach dm Gasthaus za >n anrähervd 100 Personu züglichfte zubereitete gtrntic - irde. Die Reihe der Feb- tr, theils recht launiger S i1 und deren DerNeter, ans «e 'M» * t**1* .totw* r>DÄ^DrW«X ;’Ä4% ‘6Ä>J$V «n Lehrer, die Eltern ani :it mahnte die auSivärtizco i Abgang der Eisenbahnziigi, letzten Gäste in frendigstn i Tage- davauttugen. Die Stadtverordnete- von 24500 M. zur attnie sür die Zw-cke dei mng In der Belastung de! ; -t und ertheilten einer Lor- jch die Stadt Darmstadt °> Mßtanßalt für körpeB j in bin JlmaMtn o>i 1 -M-, »ter brr MM I irAnMrstanNLvM^ m Vorlage aus dringende- !zeiamts Stuehmigt, t°°°° 3nb der Schutzm°°ulch°st ° ws.**- Kgsss **■ z, " Lil» mfl von ßfl ' {in( 8to6i rr“"C**»wo11 b; 1 .Litt» id >«bt WI\taB »«> iB eoib=". 8’” J w I» » !,W“ Md)»» , >° ü‘ 1L tu» «t a«»w » Di«’"" ’ **>«•> •«taufte. MetthäuSgemeinde. Dm 20. März. Dem Schlosser Karl Alt ein Sohn, Ludwig Christian, geboren den 30. Januar. Denselben. Dem Schneidermeister Reinhard Greb ein Sohn, Ernst, geboren den 6. Februar. MarkuSgemeinde. Den 20. März. Dem Hausdurschen Konrad Wenzel eine Tochter, Anna Emilie, geboren den 14. Februar. Denselben. Dem Fuhrmann Konrad Maus ein Sohn, Wilhelm, geboren den 2. März. Denselben. Dem Schuhmacher Franz Neumeier eine Tochter, Emmi Luise Lullu, geboren den 3. Februar. Lukasgemeinde. Den 20. März. Dem Locomottoführer Hermann Schindler ein Sohn, Erich Franz, geboren bm 13. Januar. Denselben. Dem Oberpostasststenten Adam Ritzel eine Tochter, Erna Ottilie, geboren den 10. Januar. Brnvistt. Markusgemetnde. Den 20. März. Ludwig GanS, Fuhrmann, verheirathet, alt 53 Jahre, starb den 17. März. Neueste Nachrichten. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 26. Marz. In Sachen der Oberfactors Grünenthal ist da- Vorverfahren abgeschloffen und die Voruntersuchung gegen Grünenthal Uad Frau Gag eröffnet AusMg aus den 2(irehenHüehe*n ver Stadt Bietzen. Evangelische Sesreiude. •ettflKste* Johannesgemeinde. Den 24. März. Robert Hasse, Kaufmann zu Gießen, und Johanna Margaretha Karoline Kunze, Tochter des verstorbenen Gast- wirthS Carl Kunze zu Gießen. •SeWUtttugoL MSrz: 24. Robert Hasse, Kaufmann dahier, mit Johanna Margarethe Karoline Kunze Hierselbst. •eboctttt« März: 15. Dem Gärtner Anton Sepdel eine Tochter, Augusta Victoria. 16. Dem Mechaniker Ludwig Petri ein Sobn, Konrad Ludwig. 16. Dem Handschuhmacher Heinrich Henn ein Sobn, Karl. 17. Dem Bierbrauer Johann Weber ein Sobn, Wilhelm. 18. Dem Gustos an der Universitäts-Bibliothek Dr. Karl Ebel ein Sobn, Karl Ludwig. 18. Dem Friseur Heinrich Rühl V. ein Sohn. 18. Dem Gastwirtb Heinrich Schäfer ein Sohn, Carl Wilhelm Hans. 19. Dem «niverstläls-Professor Dr. Reinhard Brauns eine Tochter. 19. Dem Bierbrauer Johann Jacob Aßmann ein Sohn. 19. Dem Rangirer tzonrad Schomber eine Tochter, Wilhelmine Marie Frida. 20. Dem Schuhmacher Johann Georg BSttner eine Tochter, Elisabeth. 21. Dem Eisendreher Adam Büttner eine Tochter. 21. Dem Gärtner Friedrich Wilhelm Münzinger eine Tochter, Else Regina Marte. 21. Dem Vostsecretär Gustav Haubach ein Sobn. 24. Dem Maurer Johannes Dhomas ein Sohn, Karl. 24. Dem Schuhmacher Heinrich Etzelmüller «ine Tochter, Anna Katharine. März: 18. Ernst Ludwig Sauer, 1 Jahr alt, Sohn von Schneider Christian Sauer dahter. 18. Karl Müller, 13 Jahre alt, Sohn von Schindler Johannes Müller von Storndorf, Kreis Alsfeld. IS. Carl Heinrich Emil Gelzenleuchter, 8 Monate alt, Sohn von Schuhmacher Jacob Gelzcnleuchter dahier. 19. Marte Collnot, geb. Schöneberger, 35 Jahre alt, Ehefrau von Bergmann Jacob Collnot ,u Neunkirchen, R-g-Be». Trier. 21. Ludwig Job-NN «ari Appel, 3 Jahre alt, Sohn von Desinfector Friedrich Appel dahter. 21. Johann Ernst Hirfchfeld, 47 Jahre alt, Drechslergefelle von Montabaur. 22. Katharine Hauser, 45 Jahre alt, Ehefrau von Leopold Hauser zu Bad Ems. 23. Anna Marie Weitzel, geb. Ruhl, 52 Jabre alt, Wittwe von Leinweber Konrad Weitzel zu Strebendorf, Kreis Alsfeld. 23. Ludwig Offenbacher, l'/s Jabr alt, Sohn von Tapezier Ludwig Offmbacher dahter. 24 Michael Deitmer, 24iJahre alt, Kaufmann von Wetzlar. £and* und Volkswirthschaft- •iefcmt 26 März Marktbericht. Auf dem beuttgce Wochenmsrkt kosteten: Butter pr. Pfd. X 0,90—1.10, Hühnereier pr. 6L5-6 A, 2 St. ?1—12 Enteneier 2 St. 12—13 H, Gänfr eter pr. St. 1 <—12 Käse pr. St. 5-8 4, Käsematte pr. St. 3 4 Erbsen pr. Liter 18 3,, Linsen pr. Liter 30 H, Tauben pr. Paa X 0,90 bis 1,00, Hühner pr. Stück 1,40 bis 1,70, Hahnen pr. ©tüc X 1,40-1,80, Enten pr. Stück X 2,00—2,20, Gänse pr. Pfu.->! X 0.00-0,00 Ochsenfleisch pr. Pfd. 66-74 Kuh- und RtndflE pr. Pfd. 60— 66 Schweinefleisch pr. Pfd. 68 bis 72 4, Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 76 Kalbfleisch pr. Pfd. 60—00 L Hammelfleisch pr. Pfd. 50-66 -9, Kartoffeln pr. 100 Kilo 6,50 btt 7,00 X, Weißkraut pr. Glück 0—00 4, Zwiebeln pr. Cent«« 8,50—9,50 X, Milch pr. Liter 16 worden. Dir Untersuchung erstreckt sich auf Diebstahl und Müvzverbrecheo. Berlin, 26. März. Da- „Rteine Journal" behauptet, mittheilen zu können, daß Culto-minifier Vr. Bosse, deffru Rücktritt bevorsteht, fich um den erledigten Posten de- Chrf-Präfidenten der Oberrechnungskammer zu Potsdam beworben habe, daß diesem Wunsche jedoch nicht mehr entsprochen werden konnte, da hierfür bereit- Oberpräfideut Magdeburg aus Cassel tu Aussicht genommen sei. Berlin, 26. März. In Adlerhof hat der AmtSvor- strher v. Oppen gegen 184 Einwohner, welche am 18. März illuminirt hatten, Strafmandate in Höhe von je 16 Mk. auf Grund de» Grobec-Unfug-Paragraphen erlaffen. Diese Maßregel wurde damit motivirt, durch die Illumination sei die Revolution verherrlicht und der öffentliche Friede gefährdet worden. Alle Betheiligten haben gegen diese Straf- Verfügung richterliche Entscheidung beantragt. Budapest, 26. März. In de: Gemeinde Moor und Umgegend wurde ein mehrere Secundeu dauerndes heftiges Erdbeben verspürt. Budapest, 26. März. Bor der Wohnung des gewerbe- behördlichen Comwiffars Horvath demonstrirten gestern Abend mehrere Tausend Arbeiter, weil die von diesen anberaumte Arbeiter-Versammlung verboten wurde. Da die Arbeiter in vielen Häusern die Fenster etnwarfen, schritt die Polizei ein und stellte die Ruhe wieder her. Paris, 26. März. Madame DreyfnS erhielt ein vom 26. Januar datirt^e Schreiben, in welchem ihr Gatte über unmenschliche Behandlung klagt uud seinen baldigen Tod avkündigt. DaS Schreiben schließt mit den Worten: ^Da» find Zeilen eines Sterbenden." WB. Madrid, 26. März. Der Bericht der spanischen UntersuchungScommlssiou kommt zu dem Schluß, die Explosion drS „Maine" sei auf innere Ursache zurückzufüdren. Seidenstoffe ESS verlange Muster mit Angabe d. Bewtiuschlen. von Elten & Keussen, Fa?n Die glückliche Geburt eines kräftige« Al Ak ™ _____ w f 8181 • Glas-, potifUflii- nnh Spirlniooirn Hebet Giessen Vorläufige Anzeige! *TBM£ Neue Eröffnung Maarkchmis Waiirenhars Nmnddre 3177 Weißzeug-Mhen CI 3158 Bilanz pro 1897 261.58 1. An 2. n 8457.- Anlehen-Conto . 123665 85 a® 7. H 136065.58 7 nach 3178 r ichen Abend. . 103 Stand Ende 1897 I Haas. Doering. Junger Aorterrier unter Ebiffre N B 222 175 Meboctiou u £> •* v n> ann ’S Ile. MAGGI (fiefiütbcn llevlorcn 726.26 1097.11 H H II // 1. Der Vc Früher n // H M 3. 4. 5. 6. 1427.04 430.66 Immobilien* Mobilien- Cassa- Vorlagen- ÄS » Red Skirlme L1 Not he aJ Stern AJ Linie tjuaJ- °Eainp tcr 70 — t\nlu(‘i|)eiij l^jenini Tag ' Passiv«. Zinsen-Conto . GeschäftS-Antheil Conto . . . 2. 3 4 5 Per n 136O65.Ö8 96 132237.19 26 05 3388.56 211.78 81411 Gesunden ein goldener Ring nebst braunem Stein. Abzubolen (»IdiflArtnt 19, pari. Activa. Capitalien Conto Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Sonntag Mittag 12 Uhr, vom Portale des Friedhofes aus statt. eine hochfeine Suppenwürze, ist chic interessante Neu- beit auf dem Lebensmittelmarkte, welcbe jeder HauSfrau Nutzen bringt. In Originalfläschchen von 35 .H an zu haben bei 12125 Adolf Geisse, porm. C. G. Windecker, Selteröweg 2. Eingesandt. Wäre es dem Gießener Marine Verein wohl möglich, da» Theaterstück und die lebenden Bilder noch einmal auszuftthren, eü wird jeder Besucher dankbar sein für den gebotenen genug Spareinl.-Conto Reservefond Conto Special-Reserve- fand Conto . . Gewinn-Saldo . BLlkSslück mit Gesang in 5 Acten von Rudolf Knetsel, ttß Sentofi*- straße 11, offen. Gießen, am 25. März 1898. Der Vorsitzende d 8 AuffichtSroth's: L, Heyligenstädt. Vorläufige Anzeige! Giessener Stadttheater Sonntag, 27. März 189», Nachmittags 4 Uhr: Letzte Kindervorstellung. Sneewittchen und die sieben Zwerge. Märchenspiel in 6 Bildern von Walther Sommer. JL HI 202.-I 1. K. Winn und Iran, Sophie geb. Haas. Abends » Uhr: Lkhke Sonntags-PorsttUung Zum überhaupt ersten Male! Ein Kesulh im Panoptikum. Schwank in 3 Acten von Will). Huhn. Montag den 28. März 1898 : Norlktzte Jlboiiiinnnit=Vorflflliing Zum Benefiz für Margarethe Werner und unter gefl. Mitwirkung deö Herrn Max Jaskowsky. Die fiförr des MußKaulku Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten widmen wir hiermit die schmerzliche Anzeige von dem am 24. d. Mts. erfoljLn Ableben unseres unvergeßlichen ____ KaMilchenschaft des eväugel. Arbeitervereins zu Hießen. Hlngetr. Henoffenschaft mit beschränkter Kaftpfficht. Einladung- zu der Montag den 4. April 1898, Abends 81/« Uhr, ii der „Herberge zur Heimath" dahie- ftattfindenden ordentlichen cheneral'versammlung. Tagesordnung: 1) Mittheilungen. 2) Vorlage der Jahres« rechnung und Bilanz pro 1897 und Erstattung des Rechenschaftsberichts. 3) Mittheilung deö Ergebniffcö der ftaltgebabtcn gesetzlichen Nev sior. 4) Festsetzung der Vauthätigkeit pro 1898. 5) Abänderung des § 34 de» Statuts. 6) Ergänzungswahl des Vorstands und Aufsichtsraths. Die Rechnung liegt 8 Tage lang zur Einsicht der Genoffen, Garten- Louis Felsing Lehrer i. P. Gießen, 26. März 1898. Louis Frohnhäuser, Wäusburg 7. K Mädchens berhien sich ergebenst anzuzeigni Todes-Anzeige. Theilnchmenden Freunden und Bi kannten die schmerzliche Mittheilung, daß unser einziger, innigstgeliebtcr Cohn Ludwig Krell nach kurzem, schw.ren Kranksein im Alt.r von 16 Jahien uns heute Nacht durch den Tod entrißen wurde. Gießen den 26. März 1898. Die tieftrauerndeu Eltern. Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag ‘/a4 Uhr vom Sterbeyause, Grünbergerftr. 38, aus statt. 3167 U^Gemäß hrotocoll übt W Sitzung lichrn Kennt» GiEße Der Vo 4. 5. tnt Sik^ pflbfM d