Nr. 278 Erstes Blatt. Tamstag den 26. November 1898 ueo* ■u Inlaefcmt kl »entni4*flra|< Ur. 1. I Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. ......"■“ ___ ■ . -.T.I—!_2 ■ ■ । ' ? W Wkrtflf für D«p«scheu: >a|«l| Hafer-Angeboten »st die Einsendung einer P.obe von reichlich '/4 Liter erforder« ltch. Angebote von Prodncenten werden, sofern da» avge- borene Natural den vorgeschrtebenen Bedingungen entspricht, defonder» berücksichtigt. 8» bietet fich somit den Herren Landwirthen eine günstige Selegenhri», ihr Natural ohne Zwischenhandel vortheilhaft zu verkaufen. Den Prodncenten wird in jeder dienstlich zulässigen Weise entgegen gekommen, auch werden auf Wunsch der Verkäufer Magaztnsäcke, jedoch unfronkirt, zur Verfügung gestellt. Die Abfuhr von de» Bahn w.rd auf Wunsch für Rechnung de» Verkäufer» übernommen. Jede wettere Auskunft wird berettwilltgst von dem ge- Nannten Amte mündlich wie schriftlich ertheilt. Stehen, den 23. November 1898 Srohherzogltch Höfische» KrrtSamt. I. B.: Dr. Wagner. Deutsches Reich. Darmstadt, 24. November. Ihre Ratserlichen Hoheiten der Gr oh für st und die Srohfürstiu Sergiu» von Rußland find um 11 Uhr 62 M»n. vou Wmdior hier eingurvffen, am Bahnhof von Ihren Röntgltchen Hoheiten de« Srohherzog und der Srotzherzogin empfangen und nach dem Neuen Palais geleitet worden. Berlin, 24. November. Der ,Reich»auzeig«* veröfleut- licht btt Abberufung de» Gesandten beim päpstlichen Stuhle, Otto v. Bülow und die defien Anträge gemäß erfolgte Versetzung in den Ruhestand. Zugleich wird die an Herrn v. Bülow erfolgte Verleihung de» Großkreuze» de» Rotheu Adlerorden» mit Eichenlaub bekannt gemacht. Berlin, 24 November. Der Buvde»rath genehmigte tu seiner heuttgen Sitzung die «u»schuhberichte und die (int- mürfe de» Etat» für den Reichskanzler und die Reichskanzlei, für das RetchSamt des Innern, für das Reichs-Schatzamt, für da» Reich» Sisenbahaamt und für den Rechnung»hof de» Deutschen Reiche». Berltn, 24. November. Gegenüber der frauzöfischen Blättermrldung, daß Seiten» der deutschen Regierung Schritte beim Mtnistertu« de» Aeuheru in Pari» gethau worden seien, um al» eine Loneesfion da» Recht für den deutschen Tonsul zu erwirken, die deutschen Katholiken in Palästina zu beschützen, ist die „Post* tu der Lage, zu eonstütireu, dah keine Verhandlungen wegen der Proteetorat»fragr in Pari» stanfinden. E» könnten anch keine stotrsiaden, weil t» einzig Sache de» Deutschen Reiche» sei, ob e» seine Unterthaneu tn der Fremde umerstützeu wolle und könne. Berlin, 24. November. Geschenke de» türkischen Sultan» für da» Kaiserpaar. Fast gleichzrittg mit dem Kaiserpaar find auch die von dem Snlian gespendeten Geschenke In Deutschland eingth offen. Der vampser,fit»bo»* von der deutschen Levantrlinie, der do« kaiserlichen Oberhof- mar>challa«t auch mit der Be'ölderung de» kaiserlichen Re-se- gepäcke» betraut wurde, landete am Mittwoch mit den Geschenken in Hamburg. Dir Kisten mit St ckereirn, Teppichen, Seidenstoffen au» der Manufaetur in Hereke, mit Bildrrn und sonstigen Kunst- und Schmuckgegeuständen, füllen einen Waggon vollständig. Da in den Palastgädten zu Konstantinopel junge Ledernbäume, sowie m t Früchten beladene Kaffee- bäume da» besondere Jntereffe der Kaiserin «regten, so hat 1 der Sultan auch vou diesen einige Exemplare mitgesandt. Mit der Ablieferung der Geschenke hat der Sultan seinen Odergärtner, einen Deutschen, branstragt. Auch fiebzig seltene Hühner befinden fich unter den Geschenken. Im Hinblick auf die Vorliebe de» Kaiser» für den Waffersport schenkte der Sultan seinem kaiserlichen Freunde auch zwei Kaik», da» find in der Türkei gebräuchliche, ganz schmale Boote. — Dem deutschen Kaiserpaare wurde, wie nachträglich bekannt wird, während seine» Aufenthalte» in Konstantinopel von einer jungen Türkin Ziluure Hanum eine So«Position überreicht, die fie eigen» auf den Besuch de» deutschen Kaiser- paare» geschaffen und mit de« deutschen Motto „Willkommen* versehen hatte. I tzt hat der Kaiser al» Dank für die finnige Gäbe der Spenderin ein goldene» Medaillon übersenden laffen, da» reich mit Brillanten besetzt ist und den Na«en»zug drS Kaiser», sowie die deutsche Kaiserkrone aufweist. Die Eowpofikiou w ll fich der Ralf« gelegentlich einer Abendunterhaltung durch eine Regiment»kaprlle Vorspielen laffen. Altona, 24. November. Da» hiefige Landgericht v«- handelte heute unter Ausschluß der Dt flenntet fett gegen den vchirwrnacher Oldenburg, der prahlerisch geäußert hatte, er solle im Austrage der Hamburger Anarchistin den deutscheu Kaiser bei seiner Rückreise von Jerusalem ermorden. Oldenburg wurde zn 8 Jahren Grsängaiß verurtheilt. Mürtl en, 24 November. Da» deutsche Kaiserpaar ist heute vormittag 11'/, Uhr in einem au» acht Hofwagen bestehenden Sonderzuge auf der Durchreise von Pola nach Baden Baden hier eiugetroffen. Auf de« festlich geschmückten Bahnhofe waren zur Begrüßung der Prinz-Regent, die zur Zett hier wellenden Prinzen de» königlichen Hause» und andere Fürstlichkeiten erschienen. Da der Kaiser fich jeden festlichen Empfang verbeten hatte, war von der Ausstellung einer Ehren Lompagme Abstand genommen worden. Die Begrüßung der hohen Herrschaften war eine sehr herzliche. Der Prinz Regent küßte der Kaiserin die Hand und den Kaiser auf beide Wangen. Sodann führte der Prinzregent feine hohen Gäste ic» FÜrstenzimm« de» Bahnhof», woselbst da» Frühstück eingenommen wurde. U« 1 Uhr sollte die Weiterreise nach Baden-Baden erfolgen. München,24. November. Die Abreise de» Kaiser- paare» nach Baden-Baden erfolgte um 1 Uhr. Dresden, 20. November. Die Alter»grenze bei den Sraat»bea«ten. vom 1. April nächsten Jahre» ab wird bezüglich der Einhaltung der Altersgrenze bei den Staatsbeamten im Königreich Sachsen viel strenger al» bisher verfahren werden. Die vollentung de» 66. Lebensjahre» bedeutet da» Ende der Dienstzeit, für die nach vi«zigjährig« Dauer 80 pEt. de» Gehalt» al» höchste» RuhrstandSttn- kommen gewährt werden. Nun ist bekannt, daß viele Be- amte, namentlich ab« die unteren und mittlnen, erst sehr spät angestellt werden, daß fie beim 65. Lebensjahre noch recht wenig Gehalt und bei der Penfionirung noch viel wenig« Pevfion bekommen trücden. E» wurden dah« vielfach Ausnahmen gemacht und die -wangSwttfe Penfionirung nach Erreichung der Altersgrenze nicht ungeordnet, so daß fich bei manchen Behörden Beamte von 70 Jahren t« Dienst befinden. In Zukunft soll nun keine Rückficht mehr genommen werden, und so dürften orn 1. April 1899 manche Verjüngungen im sächsischen Beamtemhume ein treten, waS im Jnterefle des Nachwuchses nur mit Freuden zu begrüßen ist. Ein sächsisches Blatt schreibt hierzu: „ES bleibt nur zu wünschen, daß die vorstehend gekennzeichnete Maßregel bei allen »eamtenflaflen gleichmäßig augeweud« wtrd und daß die» nicht nur bei den Mittel- und Unterbeamten geschieht Dann werden alle sächsischen Staatsbeamten, besonders wegen des befielen SrnporkommenS, der strikten Einhaltung d« Altersgrenze mit Freuden deipfl'chten." MmjIouK Budapest, 24. November. Im Abgeordnetenhanse «zielte die Regierung heute einen entschiedenen Erfolg üb« die Oppofition, indem daS Hau» beschloß, in eine Debatte üb« die JademniiätS-vorlage einzutreten. In den Straßen blieb ollk» ruh «. Budapest, 24. November. Gestern Abend chrculhrte in liberalen Kreisen da» Gerücht, dah die Ereigniffe d« letzten zwei Tage allerhöchsten Orte» ernstlich verstimmt hätten. Man befürchtet, daß die Stellung vanfftz» wegen seiner zu wenig energischen Haltung erschüttert ist. Der Kaiser wird heute mehrere hervorragende Politiker in Audienz empsanaen. Budapest, 24. November. Bei dem heute vormittag stattgesunbenen Duell zwischen Hollo und dem Mmist« Perc zel wurde Letzierer durch einen Säbelhieb au der Stirn leicht verwundet. Budapest, 24 November. In der heutigen Sitzung be» Abgeordnetenhaus»» erklärte der Unterricht»- minister, daß die Hochschulen keine Asyle für raudalirend» Studenten seien. Sollten die Studenten sortsahreu, gesetzwidrige Handlungen zn begehen, bann werde die Hochschule gesperrt werden, vor der Technischen Hochschule und dem Abgeordnetenhause fanden große Ansammlungen von Studente» und Pöbel statt. Die Polizei mußte wiederholt einfchreiten und die Ansammlungen zerstreuen. Al» Banflh zum «dgeord- netevhaufe fuhr, v«snchte der Pöbel den Wagen aufznhalteti, wa» jedoch von der Polizei verhindert wurde. Pala, 24. November. Der Kreuzer „Kaiserin Elisabeth" wird demnächst in ein« besonderen Mission nach Ehina gehen. Rom, 24. November. Der Handelsvertrag mit Frankreich wird in Oberitalieu ungünstig beurthellt. „Popolo Romano" erklärt, Lnccatti habe wegen einer vorübergehenden Beflerung de» Geldmärkte» schwerwiegende Zugeständnisse bei den Wein-, Alkohol- und Gespinnst-Zollsätzen gegen ein Linsengericht gemacht. Ra«, 24. November. Heute wurde hier nut« dem Vorsitz de» italienischen Justizminister» die Snti-Snar- chisteu-Eonferenz eröffnet. Der italienische Miuister- Präfident und der Minister be» Aeußereu sprachen den Anwesenden für ihr Erscheinen Dank an». Der Justiz- Minister gab noch der Hrflauvg Ausdruck, daß eS der Son- ferenz gelingen werde, gute Resultate zu «zielen. Alsdann wurde ein Bureau gewählt, welches eine Tagesordnung fest- setzen soll. Rom, 24. November. In der Deputirteukammer gab der Schatzmiuist« vacchelli am Mittwoch daS Finanz- Exposä. Er hob darin das Aufblühen der Industrie und de» Handel» hervor. E» würden Reformen eingeführt werden durch Maßnahmen, die keine Verminderung der gegenwärtigen Steuereinnahmen mit fich bringen würden. Mcw müsse fich mit der Herstellung de» Gleichgewichts zwischen een thatsäch- lichen Einnahmen und Ausgaben zufrieden geben, indem man zur Tilgung der Schulden und zum Bau von Eisenbahnen die vorhandenen Bestände verwendet. Für das laufende Jahr nab die nächsten Jahre sollten keine Anleihen ausgenommen werden, da noch verfügbare Bestände vorhaudeu seien. DaS Jahr 1897/98 habe «ft einem D«fi,ll vou nur etwa ein« Million abgeschlossen, für 1898/99 werde ein Defizit von rund 14'/, Millionen und für daS Jahr 1899/1900 ein solches von 31'/, Millionen vorgesehen, welche durch den Bau von Eisenbahnen und die EapNaldewegung verursacht werden. Sie würden gedeckt werden durch die Einnahmen au» den durch die Finanzmaßnahmen vom Jahre 1894 genehmigten Operationen mit den tilgbaren Schulden, und durch einen Theil der Beträge, welche dem Staate anS dem vermögen der v«boteneu ReligionSgestllschasteu zvfließen. Er werde die Umwandlung eines TheileS der SchatzboudS in 4'/, v. H. Eonsol» in Vorschlag bringen, ebenso die Abschaffung der Detroit auf Brod und Mehl. Antwerpen, 24. Novernb«. Die norwegische Barke „Kronprinz" erlitt durch den gestrigen Sturm heftige Havarie. Drei Mann von d« Besatzung wurden durch Sturzwellen über Bord geworfen. Zwei davon wurden gerbtet, ein« «traut Pari», 24. November. Die Delegirteu der spanisch- amerikanischen Friedens.Eonferenz, welche fich gestern versammeln wollten, werden «st am 28. d». Wied« zusammentteten und zwar zu einer letzten Sitzung, nm fich bte Antworten ihrer Regierungen gegenseitig mitzutheileu. Pari», 24. November. Die von Zurlindeu tn Aussicht gestellte Einberufung be» Kriegsgericht» gegen Picquart wurde bisher noch nicht bekannt gegeben. Auf eine Anfrage im Seunal Eomwando wurde geantwortet, die osficielle Mittheilung »«be Abend» durch ba» KriegSmiuiste- rinm erfolgen. Damir wird zugestanben, daß Zurltnden darauf hält, FreycinetS Zustimmung zu erhalteo, weil die Verrhetdiguug sooft Gelegeuhett gehabt hätte, die Gesetzlichkeit bei Vorganges zu bestreiten. Pari», 24. November. Heute Nachmittag wurden die Schriftstücke des Gouverneurs, wonach Ptequart vor ein Kriegsgericht gestellt wird, dem Kriegsgericht zugestellt. — Der Colonialmtnister hat der Frau Dreyfns erlaubt, ein Telegramm an ihren Gatten zu senden. Dal Telegramm muß aber an den Gouverneur von Guyana gerichtet werden, der es Drryfus auShäudtgt. Pari», 24. November. Der Schriftsteller Go hier, welcher morgen wegen seiner die Armee beleidigenden Broschüre verhört werden sollte, wird von dem Soctaltsteuführer Jaurös vertheidigt werden. Madrid, 24. November. In RegierungSkreisen versichert man, daß der Friedens-Vertrag im nächsten Monat bestimmt unterzeichnet werden wird. Die Tortes sollen in der ersten Hälfte del Deeember znsammeutreten, damit der Vertrag noch vor Weihnachten ratifieirt werde. Alsdann werden die CorteS am 22. Deeember wieder btt* tagt. Tagasta wird gleichzeitig feine Demission geben. Man glaubt aber, daß ihu die Königin-Regentin wiederum mit der Bildung des neuen Cabtuets betrauen werde. Konstantinopel, 24 November. In gut unterrichteten Kreisen wird ein Mtnisterwechsel für unmittelbar bevorstehend bezeichnet. Said Pascha soll zum Großvezir ausersehen sein. «merika. Die Politik der „offenen Thür" für die Philippinen, so hat der StaatSseeretär Hay in Washington soeben erklärt, bedeute dte Ttuführuug des amerikanischen TartfsystemS daselbst, welche» gleichmäßig gegen alle Nationen, auch gegen die Bereinigten Staaten selbst gehandhabt werden solle. Nach der amerikanischen Berfaffung könne eine solche offene Thür aber nur beibehalten werden, so lange dir Philippinen unter Schutz* Herrschaft gehatten werden- sobald die Annexion stattsände, müßten dieselben Zölle, Steuern u. s. w. dort erhoben werden, tote in den Bereinigten Staaten. Ein Sonderversahren für die Philippinen könnte daun nur durch einen Zusatz zur amerikanischen Berfaffung eingeführt werden. Dies sei praktisch unmöglich, da hierzu eine Zweidrittel Mehrheit im Ton- greß und die Genehmigung durch drei Viertel aller Staaten nöthig wäre. Die offene Thür werde daher nur so lauge dauern, wie das neue Gebiet unter der Schutzherrschaft oder einer militärischen Verwaltung verbliebe. — Die Londoner „Daily New»" meint hierzu, der Enthusiasmus für die amerikautsche Ausdehnung würde ziemlich gedämpft werden, wenn sie die AuSbreitnna des Dinaley.Syst-m» bedeute. Ceeelee «nft prot>in$UIUs» Vietze«, 25. November 1898. * * Anläßlich der SebnrMagSfeier Ihrer Königliche« Hoheiten de» Grotzherzog» und der Großherzogin zeigen ö ff ent* Uche und Privatgedäude heute Flaggenschmuck. * * «u» dem Verwaltungsdienst. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 23. No* vember den Mtntstertalsecretär bei dem Ministerium de» Innern, Dr. Eugen Wagner, zum Krei»amtmann bei dem Kreisamt Friedberg mit Wirkung vom 1. Deeember l. I». zu ernennen. • * Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuer* Wehren wurde verliehen durch Allerhöchste Entschließung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs vom 29. October de« Mitgliede der Freiwilligen Feuerwehr zu Mainz, Johann Salzer. • * P. Zum 25. November! Im Anschlüsse au die übrigen Schulanstalteu Gießens beging auch die Volksschule gestern Nachmittag in ihren Turnhallen da» Allerhöchste Geburt»- tag »fest Ihrer Köuigl. Hoheiten de» Großherzog» und der Großherzogin. Au» dem Programm sei bemerkt, daß die Feier, wie üblich, mit Gesang begann. Die hierauf folgende Ansprache eines Mitgliedes de» Lehrercollegiums hob de» Tages Bediutung in avgemrffener Weise hervor und klang in einem Hoch auf unser geliebtes Herrscherpaar au», in da» Alt und Jung begeistert eiustimwte. Der Redner wies hierauf auf die heutige Enthüllung des Denkmals weiland Großherzog Ludwig IV. in Darmstadt hin und knüpfte an diesen Act noch beherzigenswerthe Worte an. Nachdem noch ein Stück deutscher Geschichte mit Rückblick auf spectell hessische Geschichte zum Vortrag gelangt war, schloß die Feier mit der Ermahnung an die Jugend, den Inhalt der soeben vernommenen warmen Aniprache zu beherzigen und darnach zu handeln zum eignen wie auch zum Wohle uuseres geliebten Vaterlandes. • • Der Oie,hessische Sefchichttverein hielt gestern Abend im Las« Ebel eine Hauptversammlung. Wir werden über dieselbe noch eingehend berichten. * • baalbau verei«. Noch vor dem Weihnacht-feste wird der Saalbau-Bereiu seinen zweiten Abend abhalteu und zwar am Donnerstag den 15. December. Daß dieser sich zu einem ungemein lustigen gestalten wird, steht mit Sicherheit zu erwarten, da sür ihn bte beiden beliebten Frankfurter Komiker Grüu und Strohecker ge- wouueu sind. • * Stadttheater. Die gestrige Vorstellung, in der da» Trotha'sche Lustsptel „Hofgunst" zum zweiten Mal gegeben wurde, war leider sehr spärlich besucht, wa» umsomehr zu bedauern ist, al» die Darsteller durchweg recht flott spielten. * * btadttheater. Hebet den demnächst zur Aufführung gelangenden Schwank „3m Fegefeuer" schlecht das „Havnov. Tageblatt": „Dem Stücke war der Ruf voraus- gegangen, daß es reich an komischen Situationen und Wortwitzen sei, und die stattliche Anzahl von Aufführungen, die der Schwank au namhaften Bühnen bereit» erzielt hat, ließ keinen Zweifel an der Unterhaltsamkeit seine» Inhalt». Die hiesige Aufführung hat da» Alles bestätigt. Es ist viel gelacht worden und viel applaudirt, und die Dtrectiou kann sich aller Wahrscheinlichkeit nach auf eine recht lange Reihe von Wieder- ; Holungen gefaßt machen. Die in dem Schwanke behandelte Idee muß al» solche gelobt werden. Die mancherlei Unbequemlichkeiten und Nadelstiche, mit denen auch ein sogenannter glücklicher Brautstand den Bräutigam nicht zu verschonen pflegt, find ein geeigneter Stoff zn schwankmäßiger Ausbeutung, und es soll gern anerkannt werden, daß den Verfaffern eine Reihe von höchst wirksamen und drolligen ©eenen gelungen ist. ♦* Die Buchhandlung von August Free», hier, bietet Bücherfreunden in dem soeben herausgegebenen Literarischen weihnacht-catalog für 1898 einen zuverläsfigen Rathgeber bei Büchereinkäufen sür den Weihnachtstisch. •• Hebet die am 23. d. Mt». abgehaltene Geueralver- sammlung de» Detaillisteu-Bereiu» Vietze« theileu wir nachstehend das Wesentlichste mit. Der Mitgliederbestand betrug zu Beginn des Geschäftsjahre» 116, neu hiuzugetreteu find 22, zusammen 138, von diesen schiede« auS: 2 durch Tod (Herr Stroh und Herr Rübsameu), 6 durch Au»melduug, 1 durch Ausschluß, sodaß ein Mitgliederbestand von 129 verbleibt, mithin ein Zuwachs von 13 Mitglieder. Ein sehr thätigeS Mitglied im Vorstand hat der Verein in der Person des Herrn Rübs amen verloren, an seine Stelle wurde Herr Franz Schmidt al» Vertreter der Eiseubranchr gewählt. — Die Geschäfte des Verein» wurden in 21 Bor- standSfitzungen erledigt. — Die schriftliche« Arbeiten hatten in Folge der Vorbereitung zur Coufereuz so zugenommeu, daß für den Schriftführer Herrn Röhr es nicht möglich war diese zu bewältigen, es wurde ihm deshalb ein Srcretär in der Person des Herrn Fritsch beigegeben. Beiden Herren wurde der Dank sür treue Mitarbeit ausgedrückt. — Generalversammlungen wurden 3 abgehalten- in einer derselben wurde spectell der bekannte Proceßsall betreffend unlauteren Wettbewerb behandelt. — Lommiffiousfitzungeu fanden 3 statt mit der Tagesordnung: Fragebogen zur Klein- handel-Evquete, ferner die Conferenz betreffende Gegenstände. — Die Conferenz der Südwestdeutjchen Detaillisten-Bereine fand hier statt. — Vorträge wurden 2 durch Herrn Lavdgertchts- rath Müller gehalten und zwar über das Thema: die beabfichtigteu Aenderungen des Handelsgesetzes im Anschluß an daS geltende Recht. — Protocolle wurden verfaßt 28, Briefe 207. — 15 Fälle des unlauteren Wettbewerbes wurden behandelt und zwar 7 durch Briefe, 1 durch Anwalt ohne Klage, 1 durch Anwalt mit Klage (derselbe befindet fich noch tu der Schwebe), 1 durch Polizei und Anzeige (geringe Strafe), 2 als ungerechtfertigt erklärt und zurückgezogen, 2 mündlich erledigt, 1 blieb unerledigt. — Eine Warnnng wurde veröffentlicht, Emaillegeschirr.—Drsgl. eine Aufforderung an das Publikum in der Presse. Auf eine veröffentlichte Klage, daß Kaufleute anstatt 1j4 Pfund 120 Gramm verkauften, wurde das Publikum aufgefordert nicht im */< Pfund sondern Decirnalgewichte 125 Gramm zu verlangen. — Bezüglich der Heberschreitungen gegen das Gesetz, betreffend den unlauteren Wettbewerb, ist erfreulicher Weise zu coustatiren, daß diese immer seltener werden und hat auch hier die Heberwachung und das Einschreiten des Vereins segensreich gewirkt. Bei den meisten Anzeigen liegt der Fall so, daß nicht beizukowwen ist und das Gesetz nicht ausreicht. — Die Vorschläge deS Herrn Dr. Gutfletsch, die Selbsthülfe der Vereine immer mehr walten zu lassen und bei dem Ausbau des Gesetzes dahin zu wirken, daß die Klagen ähnlich wie bet den Gewerbegerichten ihre Erledigung finden, außerdem die Zuläsfigkett der Kläger ohne Anwalt bei den Gerichten erreicht würde und die ungeheueren Kosten vermindert würden, fanden die Billigung der Mitglieder. — Bon der Handelskammer war der Verein beauftragt einen Fragebogen zu den Erhebungen über die Lage des Kleinhandels auszuarbeiten. — Ein Referat: „WaS vetstehen Sie unter Detailhändler" wurde der Haudelskammer erstattet. — In Bereinsangelegeuheiteu kann jeder Zeit Auskunft durch deu Borfitzendeu des Verein- Creditreform und den Verband Htffen-Waldeck eivgeholt werden. — Auch kann über Manifestanten, ebenso von den in Gütertrennung lebenden Eheleuten in den von Seiten de» Verein- augefertigten Listen durch die Mitglieder Einsicht genommen werden. — Die Redacttonen der Zeitungen wurden brieflich ersucht, im xebactionctten Theil die Empfehlungen von auswärtigen Firmen wie Mey & Edltch, Empfeh vagen von Christbaumschmuck, al» auch die bekannte «othleidende Weber* annocce möglichst zu unterlassen. — Die Eingabe an die Stadt- Bteberthalbahn, in welcher auf die Bonheile der Fortsetzung der Bieberthalbahn von Bieber in die Strecke Weiden- Hausen—Gladenbach —Bischoffen—Herborn einmündend, für die Geschäfte in Gießen htugewtesen wurde, 'st befürwortet und Hnterstützung Seiten» der Stadt zugefichert worden. Ebenso wurde brschloffeu, eine Vertretung der Stadt der Kleinbahn-Commission beizugeben. — Auf eine Eingabe an da» Großh. Krei-amt, Offenhaltung der Läden au den letzten Sonntagen vor Weihnachten bi» 8 Hhr Abend» betreffend, wurde für den letzten Sonntag bi» 9 Hhr Abend» statt- gegeben. — Auf die Anregung de» Vereins auf Einführung eines einheitlichen Ladenschlüsse» haben sich mit Ausnahme der Metzger, Cigarrenhändler und einiger Bäcker fast alle Geschäftsleute (260 Firmen) bereit erklärt, ihre Geschäfte gemeinsam um 9 Hhr Abends zu schließen. Den Geschäftsleuten wurden Placate vom Verein zur Verfügung gestellt. Diese Einrichtung wirkt auch wohlthätig auf die kaufmännischen Schulen. — Auf dem Verbaudstag dtS Ceutralverbandes deutscher Kaufleute in Wiesbaden war der Verein vertreten. Au» deu Verhandlungen auf diesem konnte man fich über die traurige Lage deS Kleinhandels iu vielen Städten infolge der Ccocurrenz der Confum vereine, Filialen Waareohäuser einen Begriff wachen. — Auf dem Delegirteutag iu Leipzig hat der Vorfitzende deS Darmstädter Detaillisten-verein», Herr Schmidt den Verein vertreten und auch darüber berichtet. — Heber den HaudelStag in Berlin dem der Vorsitzende 1 beiwohnte wurde f. Z. einige» von Belang mitgetheilt. — Eine Klage der Al»felder Gefchäft»leute, welche um Hnterstützung gegen da» Borgehen der Oberförstereien nachsuchtr, welche ihre Hvterbeamteu zu einer Kleiderkaffe zu vereinige« beabsichtigen wird bei der Handelskammer geeignete Schritte beim Ministerium einzuleiten, befürwortet. — Bon der Anregung zur Gründung eines Vereins zur Hebung de» Fremdenverkehr» wurde Kenutniß genommen. — Bezüglich de» gegen die Kölner Consumanstalt eingeleiteten Procrffes theilt der Bo,fitzende mit, daß in dem letzten Termin al» Sachver- ständtar die Herren Tribus, Nowack und Nassauer über En gros Preise gehört wurden. Die Strafe wurde von 500 Mk. auf 20 Mk. ermäßigt und auf da» vorläufige Huterlaffuug der Bemerkung „En gros Preise" im Detailhandel auf den Preislisten ei tonnt. E» steht nachdem, was bisher in dieser Angelegenheit geschehen, außer Zweifel, daß manche Firma vorfichtig in der Fassung ihrer Reclamen fein wird. — Schließlich berichtete der Vorfitzende über die hier im vorigen Monat stattgehabte Conferenz der südwestdeutschen Detaillistenvereine, und brachte die umfangreiche Brochüre, die Referate und Resolutionen die Conferenz betreffend zur Vertheilung. Wir haben über diese Conferenz schon früher berichtet. * • Glaserarbett. In verflossener Nacht wurde am Liubev- platz der Student Dubois de Suchet aus Mainz von einer Schutzmanuspatrouille dabei abgefaßt, als er au einer GaSlaterne eine Scheide einschlng- nicht genug damtt, belei« digte er auch noch den Beamten. DaS Großh. Ministerium der Justiz hat an sämmtliche heffischen Gerichte ein Ausschretbea gerichtet und dieselbe« auf die Wichtigkeit de» Staat»schuldbuches für die zin»bare Anlage von vormundschaftlichen und pflegeschaftlicheu Geldern ausmerksam gemacht. Da» Ministerium theilt mit, daß die Benutzung de» Staat-schuldbuche», namentlich wa- die Sicherheit der Kapitalanlage betreffe, so erhebliche Bortheile biete, daß den Bormundschaft-behörden nur empfohlen werden könne, diese Art der Anlage und Sicherung von Mündelgeldern, wo immer thunlich, zv wählen- auch werde fich bet entsprechender Benutzung de» Staat-schuldbuches da- gerichtliche Hinterlegung-verfahren vereinfachen. Eberstadt (Kr. Gießen), 25. November. ES dürfte wohl Manchem von Jatereffe fein, zu erfahren, daß Lehrer H a s s e l b a u m von Eberstadt nach Anordnung hoher Schulbehörde, DieuStag den 6. Deeember lfd. JrS. sein. 50jähriges Dienstjubiläum feiert. Der Gotte-dtenst beginnt um 10 Hhr Morgen», daS Weitere geht vor fich im Gasthaus „Zum Schwanen". Zahlreiche Betheiligung ist erwünscht. Darmstadt, 24. November. Ein hübscher Zug aus dem Leben des höchstseltgeu Großherzogs Ludwig IV. wird dem „Darmst. T. A." erzählt. Der von seinem Volke so hochverehrte Fürst begegnete im Winter 1879 auf einer Schlittenfahrt von Darmstadt nach Meffel, wohin der Hohe Herr fich zu Jagd begeben wollte, dem damaligen Landbriefträger Schwarz, der fich bei schlimmem Wetter und dem noch viel schlimmer« Wege ganz gewaltig abarbeitete, zu seinem Ziele zu gelangen. Schon von Weitem hatte der Großherzog den armen Manu beobachtet, wie er fich abmühte, seinem bei solcher Jahreszeit so schweren Dienst nachzukommm. Als er nun in seine Nähe kam, ließ der Fürst halten und den Postboten hinten auffitzen. In kurzer Zeit war derselbe am Orte feiner Bestimmung, und mit herzlichem Danke und heiter« Antlitz schied der Mann von feinem Großherzog — und hats nicht vergeffen. Mit einer kleinen Berspätung an dem Rendezvous Platz angekowmeu, sagte der Großherzog zu den bereits versammelten Jagdherreu: „Komme heute etwas später, habe die Meffeler Post befördert." △ Mainz, 24. November. Zu den, den 29. d. MtS, stattfiuoeudeu ErgäuzuugSwahleu zur Stadtverord- uetenversammluug hier, find die vereinigten bürgerlichen Parteien jetzt mit ihren Caudidaten hevorgetreten. Bi» auf wenige Auruahmeu gehörten die Caudidaten schon seither drm Stadtverordneteu'Eollegium an. Die Socialdemokraten habe« ihre Candidatenliste nur zur Hälfte veröffentlicht, indem sie ihre früher schon geübte Praxis wiederholen, die der eigenen Partei mangelnden Caudidaten aus den Reihen der Caudi- daten der übrigen Parteien zu nehmen, um so ihrer CaudidateuL liste ein etwas unparteiisches Auseheu zu geben und fie manchen Kreisen genehmer zu machen. Durch da- gemein* same Handeln der bürgerlichen Parteien läßt e» fich unschwer Vorhersagen, daß nach den Wahlen die Parteigruppirung in der Stadtverordneten-Bersammlung dieselbe bleiben wird wie seither, aber immerhin ist die Möglichkeit nicht au-gcschloffen, daß durch Streichung eine- oder de- andern Namens der gemeinsamen Cand'datenliste vielleicht zwei oder drei Social- demokrateu gewählt werden. A Mainz, 24. November. Seitens des Reichsamtes des Innern tu Berlin find die Inhaber einiger bedeutenden hiesigen Weinfirmen eingeladeu worden, an den Vorarbeiten zur Revision des Weingesetzes theilzunehmen. Die erste Sitzung der Conferenz findet erst Anfangs Januar in Berlin statt. Worm», 23. November. Der ProvinztalauSschuß in Mainz hatte fich iu seiner gestrigen Sitzung mit einem für die Stadt Worms interrffanten Fall zu beschästtgen. In Worm» bestand seit Jahren eine Düngerfabrik, welche Eigen- thum eine» Herrn Hach war. Dieser verkaufte die Fabrik an etueu Herrn Dr. Ernst Enß - doch kaum hatte derselbe Besitz von der Fabrik genommen, al» die Stadt Worm» einen Polizeibefehl erließ und die Fabrikation untersagte. Dies geschah auf Grund der Bestimmung der Gewerbeordnung, nach welcher bei einer concesfionspflichtigeu Fabrik die Sou- s cesfisu erlischt, sobald die Fabrik drei Jahre laug nicht in Betrieb gewesen ist. Der Provinzialaugschuß entschied gestern, ! daß der Polizeibefehl aufzuheben sei und die Stadt Worms die Kosten zu bezahlen habe. Für Worm» wird die» eine theuere Sache werden, weil der Fabrtkbetrteb schon über et» halbes Jahr polizeilich untersagt ist und Worms daher diese« Schaden zu tragen hat. Mh hat qm Ifatify “ »nichtkt mtb bitffihc '*1 für bk Mue WWtn Srldkrv ,am Wt teil, datz bit “Dentllt trat dir tzt-tt. khebll^e vorihrilr bitte, eapfohlru »nbtntinnt, voll Mülldrlßkldm, 60 rde sich btt tvtlpltchrvkn vaS gtrichtlichr Hillt»- . Novrmbtt. 81 bürfit tu Mm, btft Lthin naä) %notbnun% tjotju ßtctmbtx l|b. Jlt. |rl«. n stillt. Der G-uMch Wkttltt gtht vor fich im chttichr Bkthltligllllz ist in hübsihtt Zn, aal tjogl ßttbttig IV. ttlrb ler von ftintm Sollt |i ®intet 1879 au| tim i Mtfftl, wohin btt W btm bamailgm Lubblitst maWttttt mb bis not abarititttt, za WDt® , ;l« HM btt PtvMM - nu^ulowtR'v. W « küist balttn nnb bin W et Zeit wat betstlbt am ü herzli-bt« Mi °°° ,on feinem StoMi-i - ner Beta« 8t*°6 °° ' fa8te bet MW 'tren:,Ro®D,t^uMl Ä»»■ btm JW eiaMlW*’ sä** ll0ecl.lbt«oW^* tbtÄ«16 Äff ffÄfÄ xA"°b°' 9*? J w «**g u't » t**?3*« in ! ? «» anf«"«' 3 1 . . ° gut tlDt» i'SJS'gt? 'Ä<% flööi .bt*rt »abtlk WjTjg ^Ä'1"Ww Sä toai nm " Die °^anet mb au{ J* ®Utie bon Ä^'Man. HI 1 iu 1 14«, ,»«41 taube wihlbll. °°« mm,! W' "ll « -° eher B‘V Itnng baeh, belli' Polizei, nnb Militär Pcsteu ftab im Palast nnb besten nächster Uwgtdnn, ausgestellt nnb nur mit Rotten vnfehene Perssuru werben binetnfldoffen. Paris, 25. November. Die O'ffevtlichkrit ie Prozeß gegen Pteq art foll währeob ber Äuefagen gewister Organe ber französischen Geheimpolizei in ber Angelegenheit bei Rohrpostbriefe» ousgetchlosirn ro rben. Paris, 25. November. Picquart wurde gestern von 9 bis ll1/, Uhr nnb von 12>/3 Uhr bis zum Abend vor dem Lastattonshofe vernommen. Ja dem Amuestie-Au»schvß des Senats wird die Verweisung Picquarts vor ein Krieg»- gericht heftig bekämpft, nnb es steht daher eine große Debatte über bie Militär-Gerichtsbarkeit nnb deren Auflehnung gegen die Eiviljustiz bevor. HcL Ans Darmstadt, 25. November, 1 Uhr 45 Mio. (Telephon Meldung,) Unter ungeheurem Menschenzvfluß aus Stadt und Land fand soeben die feierliche Enthüllung des Reiterstandbildes des Grohherzogs Ludwig IV. in Anwesenheit des Sroßherzoglichen Paares und besten fürstlichen Anverwandten statt. Ein glänzender Jestzug btfUirte vor ben Denkmal. Die Festrebe hielt Herr LaubtogS-Ab» geordneter KreSrath Haas aus Ostenbach. Xms bei Seü fflw Mt Seit Vor 41 Jahren, am 26. November 1857, starb zu Neisse in Schlesien Joseph Freiherr von Eichendorf. Man hat ihn den letzten Ritter der Romantik genannt, mit der er das unbestimmte Gefühlsleben gemeint hat, über die er sich aber erhebt durch Wahrheit der Empfindung. Von ihm haben wir das Volkslied: ,3n einem kühlen Grunde, da geht ein Mühlenrad". Der Dichter wurde am 7. März 1788 f Lubowttz bei Ratibor geboren.________________________ Universität» - Nachrichten. — Würzburg. Pros. Röntgen hat einen Rus nach Leipzig erhalten. Man hofft jedoch hier, daß der große Physiker die enge« tragen« Professur abiebnen werde. — Straßburg. Die theologische Facultät der hiesigen Uni« »ersität hat den Psarrer und Synodalprästdenten der resormirten Kirche Karl Piependring »um Ehrendoktor der Theologie ernannt. — Bonn. Prioatdocent Dr. Alfred Körte hat einen Rus als «Her ordentlicher Peosesior an die Universität Greisswald erhalten nnd. angenommen. — Münster L W. Der ordentliche Prosestor, Geh. Reaierungs« rath Dr. OSkar Brefeld ist in gleicher Eigenschaft in die philosophische Facultät der Universität zu Breslau versetzt worden. Schi ff» nach richte». Norddeutsch« Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Earl Loo« und I. M. Schulhof. Bremen, 23. November. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschrauben-Schnellpostdampfer Kaiser Friedrich, Eapitän L. Störmer, vom Norddeutfchcv Lloyd in Bremen, ist heute 10 Uhr Vormittags wohlbehalten tu Rewyork angekommen. — Der Postdampfer „Kensington* der »Red Star Linie* in Antwerpen ist laut Telegramm am 22. November wohlbehalten in Rewyork angekommen.___________________________________ _ verkehr, Land- unb voikOrvirthichafst. . 23 November. Fruchtmarkt. Roth er Weizen X 14,25, weitzer Weizen JL 10.00, Korn X 11.28, Gerste ^.9 44, Haier 6.17.__________________. Mrchliche Zlnzeigen der Stadt Giehen. Evangelische Gemeinde. Sonntag ben 27. November. 1. Advent. Gottesdienst. In der Ltadtkirche. Vormittags S'/, Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Beichte und heil. Abendmahl für die Matthäus- und Marcusgemeinde. Anmeldungen zuvor bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Vormittags ll1/« Uhr: Kinderkirche für die MarcuSgemeinde. Pfarrer Dr. Grein. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Schlosser. Nächstkünftrgen Sonntag, den 4. December, findet Beichte und heil. Abendmahl für die Marcusgemeinde im AbendgotteSdienst statt. Anmeldungen zuvor bei dem Pfarrer der Gemeinde erbeten. §u dieser Abendmahlsfeier wird ganz besonders auch die confirmirte ugend der Gemeinde eingeladen. In der Johauuebkirche. Vormittags S'/, Uhr: Pfarrer Euler. Beichte und heil. Abendmahl für die LucaS- und Johannes- gemeinde im VormttlagSgotteSdiensi. Anmeldungen zuvor bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Vormittags 11»/« Uhr: KindergotteSdienft für die LucaSgemeinde. Pfarrer Euler. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Nach ben Gottesdiensten in beiden Kirchen wird eine Eollecte für bie hiesige Kirchenkaffe erhoben. Montag ben 28. November, AbendS 8 Uhr: vibelstuude im Confirmandeniaal der JohanneSkirche. Text: Apostelgeschichte 2 ff. Pfarrer Euler. Nächsten Sonntag, ben 4. December, findet Beichte und heil Abendmahl für bie LucaSgemeinbe im AbenbgotteSbienst statt. An- melbungen zuvor bei bem Pfarrer erbeten. Im Eonfirmandensaal, Neustadt 61: Donnerstag den 1.December, AbendS 8Uhr: Videlstunde. Phil. 2, 17 bis 30. Pfarrer Dr. Grein. Knitz,lifche •caiinbc. SamStag ben 26. November. Nachmittags um 4 Uhr und AbendS um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. Sonntag den 27. November. 1. Sonntag im Advent. Vormittags von 6*/i Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beichte. , um 7 Uhr: Die erste bei!. Messe; vor und in derselben AuStbeiluna der heil. Eommunton; , um v Uhr: Die zweite heil. Messe; , um 9i/e Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmitttags um 5»/» Uhr: Christenlehre; daraus AdventSandacht. Neueste Nachrichten. Depesche» des Bereu .Herold*. Darmstadt, 25. November. Der Schöpfer des Reiter- standbildrS Ludwig» IV., welches heute evtdüllt wurde, Proftflor Schaper aus Berlin, erhielt das Comwaudeur- kreuz des Luvwigs-Ordeus. Berlin, 25. November. Dc« „Berliner Tageblatt* zufolge explodirte in der Bley Scharley Grude iu Ober« ichlefirn etu größeres Quantum Dynamit vor einer Dynamit- kammer, welche etwa 8 (Stntntr Sprengstoffe enthielt. Der Bergarbeiter, welcher das Dynamit zu verabfolgen hatte, wurde grtödttt. Nähere Berichte fehlen. Berlin, 24. November. Wie der „vorwärts* berichtet, ist der hiesigen städtischen Sluldeputatiou vom Provinzial- Schul-Eollegtem eine versüguog zugegaugen, in welcher verlangt wird, daß die städtischen Turnhallen fürderhin den socialdemekratifcheu Tmuvereiueu verschloffen bleiben sollen. Berlin, 25. November. Nach einer officiösea Mitlhei- lung ist wahrend der Anwesenheit de» Kaiser» in München durch direkte Besprechungen -wischen ihm und de« Prinz- Regenten Luitpold über die Militär-Straf-Proceßorduung volle Einigkeit erzielt worden. Der Prinz-Regent hat m dir Errichtung eine» boytrischeu Senat» mit dem Sitz in Berlin beim obersten Militär-Gerichtshof eingewilligt. Da- ■.egen hat der Kaiser Boyern daS Recht der Ernennung de» Borfltzendeu in diesem dayeriichen Senat und de» Militär- Anwälte» an demselben eiugeräumt. Rom, 25. November. Die Polizei Hot umsaffeude Sicherheitsmaßregeln getroffen, um ein Anarchisten- Attentat gegen den Tocfiui-Palast, in welchem die Anti- Anarchisten- C onf erenz tagt, zu verhindern. Zahlreiche ~ Local«, und provinzielle». Gießen, den 25. November 1898. •• Orbeal Berleihuuge, b. s. w. Seine «önigl. Hoheit der Großherzog verliehen anläßlich Seines Geburtstage»: Das Ritterkreuz 1. Klaffe des Verdienstorden» Philipp» de» Großmüthigen dem ordentlichen Proseffor der Laude»-Uni- versttät Dr. Speugel, dem derzeitigen Ree^o, der Lande»- Uuiversttät ordentl. Proseffor Geh. Med. Rath Dr. Löhleiu, ben Laudgerichtsräthea Dr. Wilhelm Schäfer und Wilhelm Müller, le« Steuercommiffär de» Steoercomm ffariat» Gießen Steuerrath Sarl «ähr; - das Ritterkreuz 2. Kl. deff.lben Orden» dem Unlv.-Seeretär Eanzleirath Friedrich Schäffer- — da» Allgemeine Ehreoze'chen mit der Inschrift „Für langjährige treue D'enste^ dem B'itfträger Eonrad Peter, dem Krei«amt»dieuer Peter Egly, dem Polizei - Wachtmeister He'vrtch Ka»per- — da» Allgemeine Ehrenzeichen «it der Inschrift „Für treue Dienste" dem Zugführer Johanne» Pore, dem Lokomotivführer Peter Gibb, dem Bureandiener Ludwig Lott- — da» silberne Kreuz de» Verdienstorden» Philipp» de» Groß- «üthigen dem unberiittnen Obertrachtmeister Wilhelm Ploch, dem Hochbauouffeher Philipp G r ü o i n g - — denCharakter al» Geheimer Hofrath dem ordeutl. Profeffor Dr. Moritz Pasch. — den Eharakter al» Geheimer Justizrath dem Oberamtsrichtrr Karl Langermann- — den Eharakter al» Eommrrzienrath dem Fabrikanten und Beigeordneten Ludwig Georgi- — den Eharakter al» Garteniusptctor dem Universitätsaänner Friedrich Rehnelt. . ä ■ ■ ■ garantirt solide, MSsMMtzER I von Elten L Keussen, Crefeld Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Nonnenroth für das Jahr 1899/1900 liegt vom 25. November b. I. an acht Tage lang zur Einsicht der Interessenten auf dem Bürgermeisterei-Büreau offen. Nonnenroth, den 23. November 1898. Groß herzogliche Bürgermeisterei Nonnenroth. Jacob.11690 Seltersberg Verein. Als geeignete Vertreter der Stadt werden folgende Herren für die bevorstehende Wahl in Vorschlag gebracht: A. Keller, SliMonotimtln Heyligenftiidt, Slrtlrortntkr PH.EulerIV.,FMMlkilMr L. Huhu, AMKt 11706 yrlnnintmadjuuijeii Enlpfkiiiuuyen llcrmicthumv1«. Strttell-Gesulhe IHietiuludjE* In vcrlnutfcn (Offene stellen llei*eine Richard Scheel, Friede. Schiele, 11715] Ein Mädchen aus guter Familie kann das Bügeln erlernen. Neuenweg 40. 11696] Lausmädcken für einige Stunden Vormittags sofort gesucht. Göthestr. 46, Atelierhaus. Ebendaselbst eine gesptelte »ioline billig zu verkaufen. 11706] Ein tüchtiger, gewandter Kutscher wünscht Stelle für sogleich oder später. Nab. bei Frau Schmidt, Neustadt 59. Dillenburg. Donnerstag, 1. December: Viehmarkt. irische Hefen, empfiehlt waggon- und fuhrmweise A. Struck, Bismarck straffe 6. A. Struck Bismarekstraffe 6. MöbltneS Zimmer, womöglich in Nähe der Frankfurterstraße oder tn dieser, von Studenten für die Zeit vom 1. Januar bis 1. April 1893 gesucht. Offerten unter 8. 8. 11703 an die Expebüion dieses Blatte- abzugeben._____________________ Junger Kaufmann sucht möblittes Zimmer in der Bahnhofstraße oder Nähe derselben. Offerten mit Preisangabe an bie E^ped. b. Bl. unter E. W. 11711. Dr. Fuhr, profeffor H. Wiuu, Havullternkhmer Frisch gkschoffkok Kost« sowie Pariser Kopfsalat empfiehlt . 11712__H. Klotz, Dläusburg 17. ] Sitiiikoliltn,1 mrlirtr, Allthrartt, Eierformbiikets I empfiehlt in Waggon und Fuhren Lauterbacher Appetitkäschen empfiehlt 11701 Karl Reh, Wagengaffe 1, nächst Mäusb. j Samstag den 26. November 1892, AbendS 8 Uhr, Cafs Ebel: Aeier deS Geburtstages J.J. K.K. H.S. des Grotzherzog» u.ver GroßherzogiutEommers) Hütten-Coks, bestes Ma erial für 11716 fübtiküllt Hmtratheizung- 11688] Ein gebrauchter, poltrter, zweitheiliger Kleiderschrank (Nußbaum) zu verkaufen. Zu erfragen in der Exped. d. Bl. 11694] Dachshund, reine Raffe, schwarz mit rotb, prämürt, prima Stammbaum, wird billig abgegeben. Kirchenplatz 21. Frankfurter Wii»ftch-«!Wilh. L-bcr, 6. Lreväer, NevSadt 17. Dr. Schäfer, Gommis-Steffe. Hiesiges Fabrikgeschäft lucht einen jüngeren,augehendeuCommis mit guten Zeugnissen für Comptoir und Lager per alsbald zu engagiren. Offerten sub H. E. 11692 an die Expedition d Bl.__ 11698] Ein tüchtiges Mädchen oder einfaches Fräulein, welches gut kochen, etwas bügeln kann und auch Hausarbett mit übernimmt, wird gegen sehr hohen Lohn gesucht. Näheres in der Expedition d. Bl. 116SS] Zu drei Kindern, 8, 6‘/i und 5 Jahren, wird ein gebildetes Mädchen, das naben und bügeln kann, gesucht Frau Df. Kempfs, Marburgerstr. 65. Kleines Familienlogis zu verrniethen. 11686 Alicestratze 20. Pferdeknecht 1,689 fann eintreten. Licherftraße^. 11700] Ein tüchtiger, zuverlässiger Arbeiter gesucht. Ed. Klinket. Bernhardiner, schönes Exemplar, prärniirt, wegen Platzmangel zu verkaufen- 11695 _______«g. MeSet, Bad-Nauheim. 10464] Ein auter Rollwagen preiS- werth zu verkaufen- Zu erfragen in der Expedition d. Bl. Feinste Golhoer (Cnorlatwurfl, la. Frankfurter Würstel, la. neue Hellerlinsen frisch etngetroffen bei 260 A. & G. Wallenfels, __Markt 21. — Telephon 46. ^ebmde Aoreffen I. M. Schulhof' Fleh im Anschnitt empfiehlt billig 11709 Wildprethändler ^bel. 11684] Lausmädchen gesucht. _______________Göthestraße 32, L 11704] Ein tüchtiges Dienstmädchen auf Wechnachten oder Reujabr gesucht. Balser'fche Bleiche. Restauration Heil, 11691 Lchloß- und Kaplaneigaffe. Heule eamSlag Abend: Meheksuppe. Zum Frühstück: Wellsteisch mit Kraut. Es ladet freundlichst ein I. Wesshöser. M StnhtmotinirtrniiialiL Die am Mittwoch stattgehabte Generalversammlung des Detailliften- Bereins hat beschlossen, zu den bevorstehenden Stadtverordneten-Wahlen Stellung zu nehmen. Als ein Mann, der vollauf geeignet und befähigt ist, neben den Interessen des Detailhandels und des Gewerbestandes auch die allgemeinen städtischen Interessen voll und ganz wahrzunehmen, wurde der Vorsitzende des Detaillisten-Vereins Herr (Friili Balser als Kandidat gewählt, der bereits von den verschiedensten Seiten vorgeschlagen und warm empfohlen worden ist. » Wir richten daher an sämmtliche Berufsgenossen und sämmtliche Wähler die dringende Bitte, für die Wahl des Herrn Balser einzutreten. Derselbe ist, wie wir in Beantwortung der gestern aufgeworfenen offenen Danksagung Blumenspende sagt innigsten Dank 11708 Die trauernde Familie Stückrath. Giessen, den 25. November 1898. Für die überaus herzliche Theilnahme an dem uns betroffenen schweren Verlust, sowie für die reiche (Bine fatsch r Lmn Damen und Kleidermacher- ttinPtl Zum Schutze DeS Kleidcrfaumes nicht die al6 UUlCIl unverwüstlich bewahrte Vorwerk s velours- Schutzbord« verwenden, sondern für dieselbe eine der KparsamKeii Borde durch den aufgebrudten Namen deS Erfinders „Vorwerk" kenntlich ist. vielen minderwcrthigen Nachahmungen kaufen. Letztere stellen fichum kaum 10 Pfg. billiger für ein Meid, a!8 die echte Vorwerk'fche Borde und erfordern nach kurzer Zeit ein lästiges Erneuern, während die Donverkfche Borde ein Meid überdauert. — Im eigenen Interesse achte man daher beim Einkauf darauf, daß die echte Akademische Vorträge. Mittwoch den 30. November, pünktlich 8 Uhr Abende 11696 beim Universitätshauemeister zu haben. Der Borstand. 11707 11714 11718 951 11567 Gegründet 1866. 11144 verschitdenes Der Vorstand des Sonntagsverein»: Dr. Naumann, Pfarrer. -—— Seltersweg-Plockstrasse. Grösstes Etablissement am Platze. Sonnlagsverein für junge Mädchen. Die Vereinigung der Mädchen findet statt an jedem Sonntag zwischen 2 und 7 Uhr Nachmittags im Saal der Kleivkinderschule. Die Mädchen können zu jeder Zeit kommen und gehen. Um 4 Uhr findet gemeinsame Unterhaltung statt mit Gesang, Ansprache, Erzählung. Gute, unterhaltende Bücher und Spiele sind in großer Zahl vorhanden. Wir laden zur Theilnahme freundlichst ein. Schmuckgegenstänfle reichster Auswahl. Stets letzte Neuheiten auf Lager. Gürtel in allen Preislagen. Damentaechen, Pompadour» Reisetaschen. Louis Huhn, Architekt. Karl dann, Fehler. Andreas Keller, Stadtverordneter. Heinrich Leib, Schneidermeister. Wilhelm Löher, Stadtverordneter. Ludwig Pirr, Mehgermeister. Dr. Wilhelm Schäfer, Stadtverordneter. Friedr. Schiele, Stadtverordneter. Der Vorstand Ball- und Gesellschafts-Fächer Stets Saison-Neuheiten. Bürsten und Bürsten-Garnituren Toiletteartikel. Echtes Kölnisches Wasser. Frage hiermit ausdrücklich erklären, nicht nur deutscher Reichsangehöriger, sondern auch Gießener Oitsbürger und als solcher wählbar. Der Vorstand des Detaillisten-Vereins. dio bestell ^billigsten in der Universitäts-Aula: Professor Dr. Bartholomae: Die Heimath der Indogermanen. Abonnements- und Einzelkarten sind in der Ferber’schen, Frees’schen und Ricker’schen Buchhandlung, Studentenkarten Hessischer Waisenschutz. Sonntag den 27. November 1898, Nachmittags 4 Uhrr Ausflug nach dem Schiihenhause. - Mufitr. Wirtschaft mit Metzgerei in Oberhefsen per 15. December oder 1. Januar zu pachten gesucht. Offerten an die Expedition d. Bl. unter Nr. 11687. Tüchtige Krisense wünscht noch einige Kunden. 11695 Näh. Ecke Sicher- u. Wolfstr. 20, pari. Herr Lieutenant weiß, was gut und fein: Ich soll ihm die Kanonen Mit Gentners Schuhfett schmieren ein, Das Leder wohl zu schonen; Doch will er seine Schuhe blank Und glänzend schwarz zum Tanze, So strahlen sie ihm nur zu Dank In Gentners Schuhwichsglanze. Zu haben in den meisten Geschäften. Fabrikant: Schutzmarke. Carl 6elltller in Göppingen 5S Mackzutßaten 5g zur feine« Bäckerei empfiehlt in alle« Sorte« in seit Jahre» anerkannter bester Qualität billigst 11718 Emil Fischbach. Bezirksverein Nord-Ost. In der gestrigen General-Versammlung wurden folgende Herren zur bevorstehenden Stadtverordnetenwahl bestimmt, die wir unseren Mitbürgern angelegentlichst empfehlen: Ernst Balser, Kuchbiuder. Philipp Euler dter, Slhueidmutter. Eduard Hanau, Fabrikant. Ludwig* Heyligenstaedt, Stadtverordneter. ! ■ESSEN - Referenzen beweisen ■***•: e. ••rttertt. — Druck un> «etfq der D^ichl'schm bhmndMM Wich w* 6trä*n*frrd (Pietsch tri en) in Gteßea Are Heutige Ynmwer umfaßt 10 Seiten. 4 Rrtactii Sohl feilt aab verworrene ßtlt aoszafühtt! Arde öd toglisi hat, daß vielweh ab« die K'age: Mstm-Stn oo