Ach ^SLreuz. -AM ein' Mk. u 5? » 7^7-------10« Stober, Abends 8 Uhr Stistmgs,,, 10Ä AanmtkchliW Dafe Leib. heatergesellschast ausgeführt. Der Borftaud, OOOOOOOOOC Wollt“. r' Shake«peite. revenberg an8 B h-s. j üttagstilö j U l.-, sowie (j frenbfattt.H 0 16 WoHmll$itr. 0 }O^tung6DolI 1 h. Fischer. j JQOOOOOOOO» MS. Wme, Bleichsächtige ig mit sechsmal höherem hocolade. mm Inhalt Mk. 1.60. „ 2.50 ' ’ 8885 >q und Drogerien.. Itpf ibrpl»D ,erden. (iger» beiOr2®Q0äl erbeten von Pr.P«Ü Nr. 251 Zweites Blatt Mittwoch den 26. Oktober 1SOS frHeW M|M ■h Kuiuotmt bei Äentag». Ihr •trgrntr •xrkn be^n’>ni üf «scheinenbe» Nummer bil B»rm 10 Utzr. Keneral-Anzeiger Kit Unzngkn.vermmlun-Sßel« bd In- irai UuMbbM «hmen Anzeigen für ben Gießener Ai»geig4*rir,|e Mr. 7. | Gratisbeilage: Gießener Familisnülütter. Kdrefle für Depeschen: Anzeiger k^ernsprecher Nr 51. 2lintlicher Theil. Nr. 48 bei Reichs-Gesetzblatt», ausgegebm den 20. d.M., enthält: (Nr. 2619) Verordnung, betreffend das Bergwesen in Deutich-Ostafrika. vom 9. Oktober 1898. (Nr. 2520.) Bekanntmachung, betreffend die Beschäftigung von Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeitern in Ziegeleien. Vom 18. Oktober 1898. Gießen, den 25. Oktober 1898. Großherzogliche« KreiSamr Gießen. v. Bechtold. Die Beulenpest. Line Berliner ärztliche Autorität ersten Ranges schreibt der „lägt. Rundschau-: Das bedauerliche Vorkommen der vereinzelten Fälle von Dtulenpest, die i« Wiener Krankenhause vorgekommeu find, hat weit über jedes Maß hinaus die Gcmülhrr beunruhigt, und es erscheint deshalb gewiß am Platze, ein ausktäreodes Dort über die Bedeutung«- und Verbrettungs-Fähigkeit solcher isolirter Krankheitsherde zu allgemeiner Kevntuiß zu dringen. Epidemien von acuten InfrcttoaS.Krankheiten, wie er-mentlich die von Cholera und Pest, welche die Bevölkerung in Schrecken zu versetzen pflegen, verbreiten sich meist dadurch, bi§ sie lange Zeit i« Geheimen um sich greifen und erst bian zur Keontniß der maßgebenden Faktoren gelangen, »enn es zu irgend welchem Eingreifen zu spät ist. Wo aber, eit augenblicklich in Wien, einige wenige Personen in nach, weislicher Art bei einer ganz bestimmten Gelegenheit von der Krankheit ergriffen und diese alsbald erkannt worden ist, tinn von einer Gefahr für weitere Kreise wohl kaum die Rede s ein. Wir wiffen genau, daß die Krankheit an das vor» hivdensein der Pestdacilleo gebunden ist und daß diese sich lediglich in den Wund- und Drüsen-Ansscheidungen des kranken Körpers vorfinden. Wer mit solcherlei Auswurfsstoffen nicht hu Berührung gelangt, kann nicht angestrckt werden, vor dieser Gefahr aber ist die Bevölkerung vollständig sicher gesellt durch die im Wiener Krankeohause bereits eingerichtete Isolirnng. Das große Prinz'p der Neuzeit gegenüber den ^nfectionskrankheiten dest ht ja gerade darin, nicht die Ge- lunbtn mit lästigen Quarantäne-Maßregeln zu behelligen, lindern die Kranken und Krankheitsherde zu vereinzeln, alle o>»n diesen ausgehenden Dejectionen nach denkbarer Möglichkeit ji vernichten und sie dadurch dem Verkehr zu entziehen. Die yest ist im eigentlichen Sinne eine Eontact-Kronkheit und »ird nur von wirklichen Kranken auf gesunde Personen der Umgebung übertrageu. Da sich nun den wenigen Kranken, die sich in Wien befinden, Außenstehende nicht nähern, so ist weder für die Stadt Wien, noch für Reisende, Briefschaften, Postsachen oder Eisenbahn Sendungen auch nur die geringste Möglichkeit vorhanden, daß von diesem kleinen Krankheits- Herde au- Epidemien in Oesterreich oder im übrigen Europa entstehen könnten. — Die Vorwürfe, welche man gegen die Forscher und ihre Hilfskräfte zu machen beliebt, daß es sich um leichtsinnige und allgemein gefahrbriugendeUaternehmungen ge- gehandelt habe, muß von vornherein zurückgewirsen werden. Zunächst hatten die bisherigen Forschungen, namentlich auch die der deutschen Reichs-Pestcommtsfion, dargethan, daß die Pestbacillen nur eine sehr kurze Lebensdauer besäßen. Besonders die künstlichen Eulturen sollten nach diesen Ergeb- viffen sehr bald ihre Keim- und Ansteckung«-Fähigkeit verlieren. Daß dem nicht so sei, hat unrrwarteterweise der wie ein Experiment auftretende Unglücksfall gelehrt. Jeder Arzt und Forscher, der fich mit infrcttösen Krankheit-stoffen persönlich oder im Laboratorium zu befaffen hat, weiß sehr wohl, daß er Gesundheit und Existenz im Kampfe gegen diese gefährlichsten Feinde de- Meoschengeschlechte- einsetzt. Allmählich wird der Einzelne gleichgiltiger gegen die ihm drohende Gefahr, aber wenn ihn ein traurige- Schicksal erreicht, fo darf er fich bewußt sein, wie ein Held auf dem Schlachtfelde der Ehre seiner Wiffenschaft al- Opfer zu dienen, von Frivolität und Leichtfertigkeit kann nicht die Rede sein, wo e- fich um die Entdeckung der für die ge- sammte Menschheit schwerwiegendsten prophylaktischen Probleme handelt. Nicht- wäre jedenfalls mehr zu beklagen, als einseitige generalifirte behördliche Maßnahmen, welche nun plötzlich hemmend in die freie Thätigkeit der Laboratorien und anderen Untersuchungsstätten eingreifen sollten. Der große Segen, den uns die bacteriologischen Untersuchungen Über Typhus, Tuberculose, Cholera und Pest gebracht haben, würde der Cultur verloren gegangen sein, wenn derartige Einschränkungen existirt hätten. Der Vorgang in Wien ist ein vereinzeltes und leider unglückliches und warnende» Sxempel, aber keinerlei Gesuudheit-bedrohung allgemeinerer Art ist davon zu befürchten. Deutsches Reich. Berlin, 24. Oktober. Der „Nordd. Allgem. Ztg." zufolge ist die vom „Loeal-Anzelger" gebrachte Aeußerung, welche der Direktor de- kaiserlichen Gesundheit-amte-, Dr. Köhler, über die Pestgefahr abgegeben haben soll, ungenau und zum Theil geradezu unrichtig wiedergegrbeo. Direktor Köhler hat fich auf die Mitthe'lung beschränkt, daß bezüglich der wiffenschaftlichen Arbeiten de- Sesundheit-amte- keinerlei Grund zu Besorgnissen vorliegt, da derartige versuche mit Pest Erregern nicht angestellt würden. Hinfichtlich der übrigen wiffenschaftlichen Institute Berlin- wurde auf die zuständigen Lande-behördeo verwiesen. Wenn dort etwa solche versuche angestellt würden, wo- er nicht wiffe, so könnte man überzeugt sein, daß er mit allen zur vrrhütung einer Anstrckuug erforderlichen Borficht-maßregeln geschehe. Bon einer Meinnng-verschiedeohrit zwischen den Behörden de« Reiche» und Preußen auf diesem Gebiete könne umsoweniger die Rede sein, al- eine solche nicht bestehe. Berlin, 24. October. Der „Loeal-Anzelge," meldet au« Pari-: Die Pariser Straßen durchziehen schon heute die von den Nationalisten angrworbenen Banden, welche herausfordernde Lieder nach der Melodie de- Boulanger Liede« fingen, mit dem Refrain: Wir fragen woher da« Geld für die Dreyfu« Agitation kommt. Mit Rücksicht auf die für morgen geplanten Demonstrationen wird da« Militär innerhalb der Bannmeile von Pari« covfignirt. AusUrnd. Wien,24. October. Graf Murawiew empfing heute Mittag die Präfldevtin der Friedeo«Uga, Frau Baronin v. Suttner. Budapest, 24. Oetober. Die Obstruktion hat fich weiter verschärft. Die Opposition setzte in der heutigen Sitzung de« Abgeordnetenhauses nicht nur zwei namentliche Abstimmungen durch, sondern sie bemächtigte sich auch der Feststellung deS ProtocollS der letzten Sitzung zu Oppofitionß- zwecken. Rom, 24. October. Zanardeilt hat eingewilligt, die Präsidentschaft der Kammer zu übernehmen. E« wird deshalb ein ruhiger Verlauf der Session erwartet. • Vemüthlich. Stargard, 17. October. Eine Z»g- Verspätung aus nicht alltäglichen Ursachen wird der „Starg. Ztg." von „ttintm, der « mitgemacht hat", berichtet. Der Gewährsmann schreibt: „Äm Samstag, 15. d. M., früh wollte ich, wie häufig, mit dem um 7 Uhr von hier abgehenden Zug nach Phritz fahren. Pünktlich war ich zur Stelle und wartete im Coup4, da mich dringende Geschäfte riefen, mit Ungeduld darauf, daß fich der Zug in Bewegung sktzte. Aber e« wurde 10 Minuten nach 7, dann 71/<, schließlich sogar 71/, Uhr, ohne daß wir auf fühlbare An in da« „Zeichen de« Verkehr«" gerückt wurden. Schließlich, fünf Minuten nach 7*/, Uhr rollte der Train von dannen, nicht zu rasch und nicht zu langsam, wie e« fich für einte thrbartn Zug, dtr durch lltberhastung kein Menschenleben gefährden will, geziemt. Nun war ich aber doch neugierig, den Grund der Verspätung zu erfahren, und der bald erscheinende Schaffner klärte mich in seiner harmlo« naiven Weise darüber auf. Man hatte vergtffen, die Locomotive zu Heizen, und dieser Mangel an Wärme machte e« bann im Lause der weiteren Fahrt auch nöthig, einige Wagen ab» zuhängen. Mit vermindeter Schsenzahl erreichten wir glücklich Phritz." • Kaufmännische Stellenvermittelung. Die danken«- wertheste Aufgabe der kausmäumschen Vereine ist ohne Zweifel die Stellenvermittelung. Welchen Umfang diese Thätigkeit bei einzelnen Vereinen angenommen hat, erhellt z. B. au« einem un« zugegangenen Berichte über die vom Kaufmännischen Verein in Frankfurt a. M. im 3. Quartal d. I. erzielten Resultate. Der genannte Verein, durch deffen ver- mittlung seit deren Bestehen im August d. I. die 40,000 ste Stelle besetzt wurde, placirte im abgelaufenen Jahre«viertel in Deutschland und im AuSlande von 2002 Bewerbern aller Branchen: 345 al« Verkäufer, Decorateure rc.- 131 al« ^cuiUeion. Zur ßinweiyungsfeier nach Jerusalem. VI. Kaisertage in Konstantinopel. 18. October 1898. Endlich ist der Tag angebrochen, an dem wir unser h,he« Kaiserpaar in Konstominoprl werden begrüßen können. Stufig golden stieg um */^6 Uhr die Sonne hinter dem rlatischen Hügelzng bei Skutari am Horizont empor, al« ich mich, noch mit dem Rafirmeffer bewaffnet, für die Feier It« Lage« rüstete und fertig mochte. Schon nm x/t1 Uhr r irließen wir unser Hauptquartier im Hotel Bristol, nm orch Galata zu pilgern und dort da« unser harrende Post- schiff „Regile Carol" zur Fahrt nach dem Marmarameer zu bosteigen. Ein starker heißer Südwind bitt» schon am früh» Morgen und wie gebadet langten wir am Quai an. Trotz der großen Frühe, wir mußten schon um 7 Uhr an Bord sein, sah man von allen Seiten Menschenmoffen in hellen Raufen nach dem langgestreckt en Galataufer und den Rampen bei alten Serail in Stambul ziehen. Unter diesen Tausenden m befezieu, d. h. mit Fez bedeckten Menschen fielen be- sonder« die vielen europäisch gekleideten Personen auf, die nit schwarz welß-rothen Schleifen geschmückt waren. Da» -cren die Reichs-Deutschen, die zu den vom Club „Teutonia" gemietheten Dampfern eilten, um ihrem Kaiser ent- gegenzufahren. Schon auf dem Wege entspannen sich daher zwischen un» Wandervögeln und btm ansässigen Theil der nach dem Ouat eilenden Reichs-Deutschen Gespräche. Und Bekanntschaften wurden angeknüpft, Bet solchen Gelegen- Helten geht dies ja schnell. Al« lehr nach Galata ein- mündeten, kamen un« schon die Truppen entgegen, die, an« ihren Kasernen in Stambul kommend, Über die große Pera- brücke noch Dolma-Bagdsche und Mdiz zogen, um dort für den Einzug de« Kaiserpaare» Spalier zu bilden. Unter theilweise auch un« bekannten Märschen zogen die Truppen bataillon«weise an un» vorüber, die Offiziere mit Orden geschmückt und auch fast alle Gemeinen trugen die Denkmünzt für den theffalischen Feldzug auf der Brust. Abweichend von unseren Einrichtungen, bemerkten wir bei jeder Compagnie eine Fahne, auf welcher die Nummer derselben verzeichnet war, während die Reglment«fahnen selbst nicht enthüllt waren. Am Schluffe kamen die Cavallerle und zwar da« Ltib-Sarde Regiment de» Snltai» Ertogrul, genannt nach dem Gründer der Dynastie de« Sultan«. Diese« Regiment war fast durchgehend aus Schimmeln beritten. Die Uniform gleicht derjenigen unsere« 1. Garde-Reglment« z. F., aber mit dem russischen Kalpak. Sn den Lanzen die türkische Fahne, einen weißen Halbmond auf rothem Grund. E« war ein unvergleichliche« Bild, al» diese Reiterschaar unter den Klängen eines flotten Marsche« über die Perabrücke I rückte- im Hintergrund den herrlich blauen Himmel, in den I die Spitzen der Moscheen Haggia Sofia, Achmed und Jeul- Dschami hlveinragen, zur Linken die goldene Strahlen von Skutari her sendende Sonne, mit dem Eingänge znm vo« poru«, zur Rechten da» in Üppiger Farbenpracht schimmernde Goldene Horn nnd zu den Füßen der Reiterschaar eine bunt- farbige vielsprachige, festlich gekleidete, stoßende und schreiende volk»meoge. Diese« farbenprächtige Bild, selbst durch den Pinsel eine» hervorragenden Maler« wiedergegeben, würde wohl dennoch der Wirklichkeit spotten. Endlich reißen wir un« Io« und drängen un« glücklich durch die den Quai belagernden Mafien durch zu unserem Dampfet „König Karl" von der königlich rumänischen Staat-gesellschast. Am Zugang zum Schiff stauen fich die Fahrgäste. Wie e« bei solchen Gelegenheiten meisten« zngeht, findet man immer Menschen, die irgend etwa« zur Fahrt Nothwendige« ver- gefiev haben. Einige ließen ihren Krimstecher, Andere ihren Plaid und wieder Einige sogar ihre Fahrkarten zu Hause. Endlich find anscheinend olle Fahrtberechtigten an Bord gebracht und gegen Uhr verließen wir den Galatcquai, um in« Marmarameer hinau«zufahren. Un» folgen die „Bohemia", die „Westa" und da« türkische Boot „Chitket". Alle find mit Deutschen besetzt. Da» Dampfboot „Chlrktt" hatte die 350 Schüler und Schülerinnen der hlefigen deutschen Schule mit ihren Lehrern an Bord. Ans jedem Dimpftr war eine Capelle. Diese« Wort „Capelle" muß man ober Lageristen, Expedienten, Disponenten- 147 all Facturisteu, Hilflbuchhalter re.,- 151 als Buchhalter, Correspondenten, Bureauchrfs, 73 als Reisende und 7 als Geschäftsführer in Summa 854 bet 1792 dem Vereine in diesem Zeitraum zur Besetzung aufgegebeneu Stellen. * Türken Hinrichtung in Kaudia. Ueber die Hinrichtung von siebe» Rädelsführern der letzten Unruhen in Kandta wird von dort geschrieben: Die Tragödie ist zu Ende und die Stadt ruhig. Um 9 Uhr wurden sie hoch oben auf der Bastion gehängt. Ja einer langen, weithin fichtbareu Reihe ragten die sieben Galgen gen Himmel; ganz Kandia war auf den Beinen, um der feierlichen Processtou betzuwohueu, in welcher die sieben Baschi BozukS von der im Hafen liegenden „Venus" nach dem Richtplatze gebracht wurden. Eine Compagnie Hochländler nahm sie in die Mitte, zwei MollahS stimmten ihre TodtengesSnge an, türkische Truppen, welche den ganzen Weg besetzt hielten, trieben die Bevölkerung zurück, während britische Matrosen und Mariursoldaten den Richtplatz absprrrten. Aber die Bevölkerung verhielt sich so ruhig, wie der MoSlem daS stets in solchen L-gen zu thnn Pflegt. Die Truppen hatten die ganze Nacht unter Waffen gestanden und die Suchlichter der Flotte Stadt und Wälle nach etwaigen Meuterern abgespäht, aber nichts hatte sich gerührt. Der türkische Gouverneur bat im letzten Augenblicke um Frist, damit er erst noch beim Sultan um Erlaß der Todesstrafe telegraphisch nachsuchen könne, aber Oberst Chermstde lehnte dal ab; 47 Freiwillige hatten sich zu dem HenkerSwerke au- geboten, sieben von ihnen standen jetzt da oben, Jeder neben seinem Galgen mit seinen Gehilfen, die sieben Mohammedaner waren im Umsehen auf die Plattform gehoben, der Strick ihnen um den Hall gelegt, die Hörner bliesen da- Signal: „Lichter au»", ein Hieb zerschnitt den die Fallthüren verbindenden Strick und die sieben Mörder waren unseren Blicken entschwunden. Die Erdrosselung war bei Allen sofort und vollständig. Drei Stunden später wurden die Leichname wieder ewporgehißt und baumeln nun dort oben im Winde — ein warnende» Beispiel. Bet der Rückkehr vom Richtplatz klingt uns au» allen Türkeubäusern Wehklage entgegen: die MoSlcmSfraurn haben die Todtevklagr um die Gerichteten angestimmt, in denen sie natürlich nur Opfer brutaler Ueber- macht sehen. Jetzt sind die Straßen völlig menschenleer — kein Türke zeigt sich- ein stummer Protest. • Röntgenstrahlen und Glassplitter. Oberstabsarzt Dr. v. Linstow (Göttingen) theilt in der „D. Med. Wochenschrift" einen Fall mit, welcher beweist, daß sich durch die Röntgenstrahlen die allerfetnsteu Glaösplitter erkennen kaffen. Ein Photographengehilfe schnitt sich Ende März mit einem GlaSstück in den dritten Finger der linken Hand. Die Wunde teilte, e» blieb aber bet Druck ein stechender Schmerz zurück. Im September kam der Patient zu Dr. v. Ltnstow, der im Nernst'schen Institut eine Röntgenaufnahme de» Fingers machen ließ. Der Schatten des GlatsplitterS war scharf erkennbar. An der Hand der Photographie wurde ein Einschnitt gemacht, bet dem sofort daS Messer eineu harten Körper traf, der mit einer Piucette herausgeholt wurde. ES handelte sich um zwei winzig kleine GlaSsplitter. Der Finger war von nun an schmerzfrei und gebrauchsfähig. * Archäologische» au» Griechenland. Die Ausgrabungen de» Herrn Stais auf Kap Sunton haben, wie der „All- gemeinen Zeitung" mitgetheilt wird, Bautheile eine» älteren Tempel» zu Tage gefördert, der vcrwuthlich von den Persern zerstört worden ist und drssen Fundamente unter dem noch heute zum Thetl aufrecht stehenden berühmten Tempel au» der Mitte de» 5. Jahrhunderts v. Chr. liegen. — In Tretria, wo Herr Kuruntotts seit längerer Zeit gräbt, sind außer den fortgesetzten Funden von Gräbern des 5. Jahrhunderts jetzt zahlreiche Inschriften zum Vorschein gekommen, aus denen hervorgeht, daß in der Nähe der Fundstelle ein Tempel des Apollon, der Artemis und der Leta gestanden hat. Doch sind von diesem selbst nur geringe architectonische Bruchstücke gefunden worden- er scheint von den umwohnenden, nach Steinen grabenden Bauern bis auf den Grund zerstört zu sein. — Bei Gythion, dem Hafeuort von Sparta, ist man einem Raubgräber auf die Spur gekommen, der seit längerer Zeir in einem Thale, zwei Stunden von der Stadt, auf einem ihm gehörigen Grundstück in einer antiken Nekropole systematische Nachgrabungen veranstaltete. Als die Sache bekannt wurde, fanden die Behörden nur noch einen marmornen Wtdderkops von angeblich sehr guter Arbeit und einige Münzen bet ihm, die confiSctrt wurden. nicht tm deutschen, sondern im böhmischen Sinne verstehen, mit Ausnahme der Faafareucnpelle der „Bohemia", die au» Deutschland mit hierher gekommen ist. Wir hatten kaum da» Borland beim alten Serail in Stambul umsch fft, al» wir auch schon am Horizont das kaiserliche Geschwader durch die Ferngläser erkennen konnten. Auf der Höhe von Makriko und St. Stsphano erkannten wir genau da« herandampfende Geschwader. Voraus die Uacht de» Sultan» „Jzzedin" mit den türkischen Würdenträgern, dann die „Hohenzollern", welche am Bormast die türkische Flagge führte, während vom Hauptmast die ttatserstandarte wehte. Recht» folgte die „Hertha", link» die Hela. Bei Makriko formirten die vier Schiffe der deutschen Colouie eine Linie. Als die Archt de» Sultan» an uns vorüber war, veränderte die „Hohenzollern" ihren Cours und dampfte auf uu» zu. Die Schiffe der Colouie wendeten nun ebenfalls auf Befehl de» Vorsitzenden de» Club» „Teutonia", so daß nun da» führende Schiff der „Teutonia", der „König Karl", mit der „Chirket" rechts, „Vesta" und „Bohemia" link» zu stehen kamen, und durch diese vier Schrffe segelte nun da» kaiserliche Geschwader in Kiellinie hindurch. Voran die „Hohenzollern", dann die „Hertha", zum Schluß dir „Hela", denen sich die Schiffe der Colonie auf der Wetterfahrt anschlossen. Beim Durchfahren de» KaisergeschwaderS stimmten sammtliche Kapellen „Heil Dir im Stegerkranz" an, die Matrosen enterten in die Wanten und brachten mit den FahrtgSfteu drei donnernde — Der Löwe von Chaeronea, den die Archäologische Gesellschaft schon seit langer Zeit wieder anfznrichten beschlossen hat, ist jetzt endlich einmal von Technikern untersucht worden. DaS Ergebniß ist ein viel ungünstigeres, als man erwartet hatte. Der marmorne Coloß war aus drei Blöcken zusammengesetzt, die zur Erleichterung beim Transport stark auSgehöhlt find. Beim Sturz find die Ränder der Stücke stark ausgesplittert, so daß die Zusammenfügung bei dem ungeheuren Gewicht der Blöcke auf große Schwierigkeiten stoßen wird. Auch der Unterbau der Bafis — von dem Postament selbst find nur ganz geringe Reste noch vorhanden — ist, da er au» weichem Kalkstein besteht, so stark mitgenommen, daß er in seinem jetzigen Zustand kaum als Fundament der neuen Bafis benutzt werden kann. Die Techniker haben einen Bericht über ihre Untersuchungen der Archäologischen Gesellschaft eingereicht. ♦ In der ersten Wiutrrversawmlung bei Zweigvereiul Berlin-Charlottenburg de» Allg. Deutschen Sprachverein» am 18. October hielt Professor Dr. Paul Förster einen fesselnden und lehrreichen Bortrag Über die Verrottung unserer Sprache und dieZtele deSAllg. DeutschenSprach- vereinl. Einleitend wie» der Redner darauf hin, daß el die Ehrenpflicht eines jeden Deutschen sei, die Muttersprache zu Pflegen und fie in ihrem Wortschatz; sowohl wie im Satzgefüge vor fremden Eindringlingen zu bewahren. Die Sprache sei ein nationale» Gut, und so bilde ihre Pflege nur einen Theil der nationalen Pflichten, die wir mit der NeubegrÜn- bung deutscher Macht und Einheit auf uni genommen haben. Noch seien aber viele, selbst gut deutsch gesinnte Männer und Frauen fich dieser Pflicht gegen ihre Muttersprache nicht genügend bewußt, und diel mache el norhweudig, immer wieder zu zeigen, in welchen Zustand der Verrottung und Berwclschung die deutsche Sprache durch Gleichgiltigkeit einerseits und dann durch die dem Deutschen eigene Vorliebe für alle» Fremdländische zu gerathen droht. Manch schöner Erfolg sei zwar schon erzielt worden durch Wort und Schrift Einzelner sowie durch die Behörden und namentlich durch das zugleich maßvolle und thatkräftige Vorgehen bei Allg. Deutschen Sprachvereins, der keineswegs, wie oft von feinen Gegnern zu Unrecht behauptet worden ist, lediglich Fremd- wölterjagd betreibe, sondern durch Bekämpfung von sprachlichen Fehlern jeder Art die Schönheit und Reinheit der Sprache zu heben suche. Aber noch sei unendlich viel zu thun übrig, und die» legte der Rrdner an der Hand zahlreicher Beispiele bar, indem er zunächst den Gebrauch Über- flüssiger Fremdwörter besprach, dann die wichtigsten Fehler in der Formenlehre (z. B. des Rhein stattt Rheins, des Tageblatt statt des Tageblattes) und zum Schluffe die in der Satzbildung. Besonders scharf geißelte er hierbei die fich immer mehr verbreitende Geschmacklostgkeit, im bedingenden Satzgefüge unter Bkimeidung de» ConjunkttvS zu sagen: „Wenn ich da» thnn würde, würde er ..." statt: Wenn ich daS thste, würde er ..."). Nach diesen mit lebhaftem Betsalle aufgenommenen Ausführungen trug Fräulein Klara Oesterlen au» Stuttgart mit klangreicher Stimme, muster- gütiger Aussprache und verständnißvoller Wärme Dichtungen von Julin» Wolff und Rudolf Baumbach sowie schwäbische Gedichte von Adolf Grtmmtnger vor. • Eine mitttr ächtliche Stadt. Unter diesem Titel gibt der „Ssün a'-Lzicheßtwa" eine Beschreibung der Stadt Jäkatariuinsk, die noch in keinem Lehrbuch der Geographie, auf keiner Karte zu finden ist. Die Bedeutung dieser jungen Stadt wird Jedem klar, wenn wir hinzufügen, daß fie an der Murwanskr'schen Küste (der nordöstlichen Küste der Kolahalbinsel) bei der Mündung der Kola am Katharinenhafen liegt. Die Stadt ist in den letzten zwei Jahren erstanden. Der eisfreie Hasen hat eine Länge von zwei Werst, eine Brette von zwei Fünftel Werst und ist 25 Vsashen (gleich 175 englische Fuß) tief. Durch hohe Ufer ist der Hasen vor den Winden geschützt, und sein steinloser Grund gibt den Sch ffen die Möglichkeit, bis an’» Ufer heranzufahren. Die russische Regierung schenkt dieser Stadt ihre besondere Fürsorge. E» sind bereit» ein Postamt, Telegraphen, Telephone, eine Wafferleitung angelegt, und energisch wird der Ban einer Eisenbahn betrieben, die den Verkehr und die unmittelbare Verbindung zwischen dem Hasen und der Stadt vermitteln wird. Die Stadt wird elektrisch beleuchtet und die ganze Verwaltung der großen Halbinsel Kola, die bisher zum Theil in der Stadt Kola »hr Domic'l hatte, wird nach JäkatärininSk verlegt. Außerdem werden —— HurrahS aus. Der Kaiser stand in Marineuniform auf der Commandobrücke und dankte nach allen Seiten für die Ovationen. Dann verließ er die Commandobrücke, um sich umzuziehen und die Uniform seiner Danziger Leibhusaren anzulegen. Bald daraus langte die „Hohenzollern" auf der Höhe del alten Serail von Stambul an. In demselben Moment feuerte die „Hela" einen Salut von 21 Schuß, der sofort von sämmtlichen umliegenden türkischen Batterien erwidert wurde. Nun begann eine wahre Jagd von Fahrzeugen aller Art, die vom Quai herkamen und so nahe al» möglich an die „Hohen zoüeru" heravzukommen suchten. E» war geradezu ängstlich mitanzusehen und lief el auch nicht ganz ohne Unfälle ab, die aber zum Glück kein Menschenleben kosteten. Bor Dolma- Bagdsche drehte die „Hohenzollern" bei und legte sich läng!- seit», flauk-rt von der „Hertha" und „Heia", im Rücken den „König Karl", die „Befta", „Bohemia" und „Chirket". Eine englische Dawpfyacht leistete fich den Sport, unter dem Bug der kaiserlichen Yacht „Hohenzollern" und der Landungsstelle von Dolma-Bagdsche kurz vor dem Landen bei Kaiser! hin- burchzndampsen. Um 9 Uhr 20 Minuten stieg da» Kaiser- paar bei Dolma-Bagbsche an! Laub, vom Sultan herzlich de- grüßt. Gleich darauf fuhren die kaiserlichen Herrschaften durch die sparlierdüdeudeu Truppen hindurch nach Yildiz. Alle RegimentSkapellen spielten „Heil Dir im Siegerkranz" ! und sowohl von den Truppen wie von den zahlreich herbei- ' geströmten Menschenmaffen wurden die Majestäten auf! bereit! Schritte gethan, um diese mitternächtliche Stadt, die wohl die einzige Stadt in der Wett ist, die sechs Monate tm Jahre Tag und Nacht künstlich beleuchtet werden muß, mit dem Zentrum Rußland! durch Schienenwege zu verbinden. Auf diese Weise wird e6 in nicht mehr ferner Zukunft wog- lich fein, vom Eismeer bis zum äußersten Süden mit der Eisenbahn zu reisen, vielleicht gar, ohne umsteigen zu müssen. • Ein raffiniere» Gaunerüück ist in Mailand verübt worben. Dort hatte Signora Balzaretti, eine etwa 50 Jahre alle vermögende Dame, vor einiger Zeit ein Zimmer an einen Fremden verwiethet. Dieser wurde bald zutraulich und erzählte seiner Wirthin alle» Mögliche aui seinem Leden. Er war von Amerika herübergekommcn und wollte in Mailand Geschäfte machen, hatte auch 200,000 Lire bei fich zu diesem Zwecke. Wenn er nur einen sicheren Ott wüßte, wo er fie unterbringen könnte, nur so im Koffer ist eine solch ansehnliche Summe nicht gehörig versorgt. Frau Balzaretti war selig. Ein so angehnehrner, zuthunlicher Herr, dazu so wohlhabend — fie hatte el wirklich prachtvoll getroffen ! Natürlich wußte fie ein sichere» Plätzchen für da» Geld bei Amerikaners - in dem Zimmer, dal er inne hatte, stand ja ein fester, feuer- und diebessicherer Geldschrank- do« konnte er seine 200,000 Lire hinlegen. Unter ihren Augen deponirte der Herr Mtether ein Blechkistcheu in den Kaffen- schrank und nahm den Schlüssel an sich. Bald darauf erhielt der Miether Besuch zweier Freunde, und während alle Drei mit Signora V. zu Mittag speisten, wußten sie von ihr in Erfahrung zu bringen, baß sie in einem Mailänder Bankinstitut den größten Theil ihres Vermögen», 65,000 Lire, deponirt habe. Sobald fie heraus hatten, in welchem, waren Beide sehr bestürzt, daß ihre „verehrte Freundin" ihr Geld einem so unsicheren Hause antiertraut hatte, und sie ruhten nicht eher, bis die geängstigte Frau mit dem Miether Herrn Duranvo, wie er fich nannte, nach der Banca Lombards ging und sämmtliche 65,400 Lire zurückzog. Nun war der Schatz gerettet, und Herr Dnrando machte der W'tttve bal Anerbieten, ihr Geld zu feinen 200,000 Lire in die Blechbüchse zu legen. Frau Balzaretti war durchaus eintierstandeo. Bald darauf machten die drei Freunde eint „GeschäitSreise" nach der Schweiz und wollten in acht Tagen zurück sein. Al» fie nach vierzehn Tagen nicht wiedergekommen waren, wurde Frau Balzaretti nachdenklich und requirirte die Polizei und einen Schlosser. Angstvoll ichaut die Witlwe dem Handwerker zu, wie er da» Schloß de» Kassenschranke! erbricht — da schimmert dal Blechkästchen hervor, und fie schreit ausjubelnd: „Ich bin gerettet!" „Warten Sie einen Augenblick," sagt der Beamte, ergreift daS Kästchen, öffnet e» uni hält es der Dame hin — ein Rafirmeffer nebst Zubehör lag darin. • Eine interessante Vermählung, welche die Dichterhauser Byron und Söul wer mit einander vereinen wird, steht io London in Aussicht, und zwar durch die Heirath des „Hono- radle" Neville Lytton mit Miß Judith Blunt. Die Braut stammt tn birecter Folge von Byron! „Ada", ber „einzigen Tochter meines Hanfes und Herzens" ab, die fich mit Lord Lovelace vermählte. Die einzige Tochter diese« Paare!, Lad- Anna Isabella Noel vermählte fich mit Wilsrid Blunt Dieser Verbindung entsproß als einzige» Kind Judith, die gegenwärtige Braut, auf die in der kommenden Saison die Augen Aller sich richten werden. Ihr Bräutigam ist der jüngere von zwei überlebenden Söhnen des verstorbenen Earl Lytton und der Enkel Bulwer». Sein Schwiegervater Blunt ist feine» eigenen Vater« getreuester Freund gewesen, und diese Freundschaft der Väter hat zu dem Bunde ber Rinber geführt. Die Hochzeit ist frühzeitig angefefct worben, noch vor Februar, in welchem Monat der junge Ehemann dann seine» — zwanzigsten Geburtstag feiern wird. Miß Judith ist achtzehn Jahre alt und eine interessante Schönheit. • Die Bilanz von Klondyke, dem neuen Eldorado, zeig' in öconomischer Hinsicht keinen Gewinn, sondern einen Verlust! Diese Behauptung, so unglaublich fie klingt, ist wahr. ®i wirb geschätzt, daß 50,000 Menschen in diesem Jahre nad Klondyke gegangen find. Jeder hatte mit fich eine Ausrüstung, die mehrere Hundert Dollar! kostete, und die Reisekosten betrugen auch über 1000 Mk., sodaß die Gejammt- kosten fite jede Person wenigsten» 2500 Mk. betrugen, wai im Ganzen 125 Millionen Mark macht. Wie wir nun einer Mittheilung de» Patent- und technischen Bureaus von Richard Lüders in Görlitz entnehmen, wird sich andererseits die Ge- sammiauSbiute an Gold in diesem Jahre auf höchstens Stürmischste begrüßt. Gegen 1 Uhr fuhren der Kaiser uni die Kaiserin in die deutsche Botschaft und waren beide sichtlich erfreut von den lebhaften Ovationen, die die Bevölkeruoz ihnen bereitete. Der erhoffte Besuch des deutschen Clubi „Teutonia" unterblieb wegen Mangel an Zeit, dagegen der weilten die Majestäten längere Zeit in der deutschen Schule, hinter dem Kloster der tanzenden Derwische. Vorher hott: Sr. Majestät die Militärschule zu Pancaldi, die Kaiserin da« deutsche Hospital besucht. Ein tiefer Seufzer der Erleichterung entrang fich den Brüsten der führenden Mitglieder bei deutschen Colonie, als beute Abend die Majestäten wieder glücklich von Pera nach Uilbiz Palast gelangt waren. Dem noch am Montag sollen drei italienische Anarchisten von bei Polizei verhaftet worden sein. E! waren jedoch für die Sicherheit deS Kaiserpaarel die umfaffenbftcn Vorsichtsmaßregel« getroffen. In Pera hatten alle deutschen Hauser Flaggen- schmuck angelegt, und als der Kaiser in diese Stadt hineiv fuhr, ließ ihm der Sultan eine Ehrenbezeugung erweisen, bii einzig in der Geschichte Konstantinopel» unter der Herrsche der Türkei dasteht, denn auf dem Galatathurm stieg sitz neben der rothen türkischen Flagge die deutsche Rrieglflagf empor und wehte dort an einem Flaggeustock zusammen »6 der türkischen Flagge bi» Sonnenuntergang. Dieser Borgav, erregte da« größtmöglichste Aussehen umsomehr, da unser' Krtegtflagge bekanntlich ein Rrcuz enthält. *S |8 Md 20,000 6ai‘« W-J* !, ii MU 1 5t«t »«bw ' ♦ Ion ben W H » *n3a' ^enkalnschev hat, und dav lang der genn sodaß auch die liefern werden die Regierung spanischen Reg gewähr für t Ägarren verni Einfuhr freinbt Mamieser Ci. verarbeiten Ion1. lich hohen Zol Niemand Hal ' Wanna bezöge 2a;u kommt, d bit, das neben hinry Clay ui Ponneser Cig' dnaus aurgeht, itr Havanna z achnlachn, nn Cigarren dieirr Men in TM virilen Welt nach h die Oeffnung Möglichkeit d- ernteten. A 1 Waufflofjer, Äettrauenspostei srau, 2 Bügleri Mlse, 1 katzsto 6 tüäit. &ptna' 3 Weißbinder, 12 TaMner, Lausarbeit, 1 vorübergehend Lehrli 2 Glaser, 1 2 Schneider, Mi* Die ©enteil Hess Wiontoeife *• - »’WruJj (Ä®* Rn Wfc mitentf; KR.ui » ^etei ShImmS“ Ä ®* Arz-i Hen Jfofatt unt > <.?bi° 'Wo machte der Sinnt ’« .200,000 Lire in die 8lu krtti war durchaus eiuverftandki !t Freunde eine tm in acht Tagen zurück sti | in nicht töitbttytomBta war bentlld) unb requirirtr die Pch doH tchaut die Witwe btm(w hlotz bet Kafsenlchravket tM. hkastchen hervor, und ste flm itt!" „Warten Sir em Su/ll- greift daS Kästchen, iffati t< ul - ein Rafirmeffer nrtfi Mr b» ffirtts1“" «Ick • Mut 61M Mi »L M 8412"' »to“* E« |ft Ä I« Hfe 6't Dame, bot tlnti, tlnt '*• '«** .te- M Attila btrflh. .1« mache« hnw ^kkowwio n Ä'*>» Hm, Muhten fie von ihr, S sie in einem ölailänbir W vermögens, 65,000 La ^rau6 h°"m, in weichem, feon rt -lehrte zrenndia" ihr & °Wraut hatte, unb fie ruh- » Frau mit dem Miether lt/ "ach der Banca Lombiri L'lt zurückzog. Nm, Bai v Mahlung, welche tieDichteMv !t einander vereinen wird, steht it ar durch dir Hrirath bei i$w* Mß Judith 8lmA tot 8i^ fl «ürnaS 3ta*z btt ,tt* Herzens' ad, btt stch «it Lsel itiie Tochter dirieS Paares, wi tM tob IM, «>>° lti kmmnltn S* »W Ai BM«* » |ltn M °-ch»b-°-° **. sm eNi“11” 8fJ *ÄT?ä> •* "SÄ? iwi*s*w£ S,r Hin »|t*\r 6Z w*ttet*,, „I »,l-, toi ««" di gwico/fonto11 ll"™ 6li j uMt g,tat ei Wl* ‘"Ä S « !d« Md dl,««8 IjM ®7 fflmfr««»!*® ,.,n 1 W W* JJ/«I» fJ Ä* ü 'ffl, Btsoch 1 Q,u vagrgni■■ ,n W'1 Vl'«1111" ttea iö dikie l|($ der .rnbczevsu"^' 'S's^ZÄ :S> wiftcnschast, Literatur und Kttnft. — Nachdem die Buchhandlung August Free« teil einer Reihe von Jabren rin sich allgemeiner Beltebthett erfreuende» UniverfitLts« taschenbuck, berauSaiebt, läßt die Ricker schc Buchhandlung jetzt einen UniversttLtvkatenber erscheinen, welchen Dr. Karl Edel mit einer kurzen beschichte der Universität Gießen versehen hat. Sonst findet sich mancherlei für Studirende Wichtige« in dem Kalender, dem ein Latalog der UntoersttLtSltteratur sowie Anzeigen und Ncclamen «mgehLngt sind. — Ernst v. Wolzogen bat ein neue» Lustspiel vollendet, da« den Titel führt „Die hohe Schule-, FLnfacter au« dem Leden eine« Mädchens von Talent, ein Münchener Stück. Die erste Ausführung de« Werkes wird in dieser Saison am Lesfing'Theater in Berlin stattfindm. trug dieser am Tage der Schlacht 200 Thaler Geld, 32 Dukaten und etwa« Eilbergeld, bei sich und aus dem Packwagen fanden sich noch 10331/, Thaler. auch ein Fohlen war vorbanden. Wa« er in seiner Garnison Krappch in Oberschlesien zurückgelasien hatte, übernahm aus @runb tmer für den Fall, daß Zastrow nicht zurückkebren sollte, getroffenen Vereinbarung, der dortige Guteherr Graf Reber gegen Zahlung von 149 Thalern 28 Silbergroschen. Dam gehörten 200 großköpsige Tabakspseisen. welche auf 2 Thaler, 2 Flaschen Champagner, von denen eine jede auf 1 l, Thaler, zehn Flaschen Selterwaffer, von denen jede auf 14 Silber» groschen (!) eingeschätzt war. Die Zasttowsche Compagnie übernahm Rittmeister von Manstcin; dieser mußte der Erbin, einer verwiltweten Schwägerin, au« den Monlirungtzgeldem 637 Thaler, 19 Silbergroschen, 6 Psennige berauerahlen. Im Ganzen sollte sie durch do» Regiment 3702 Thaler, 9 gute Groschen erhalten; von dieser Summe wurden aber 275 Thaler zurückbehalten, welche der Rcgiment»chks be» kommen sollte, weil da« Paradepferd, da« Zastrow an seinem Todestage geritten, und auf da« jener Anspruch hatte, nicht aus der Schlacht zurückgekommen war. Die Erbin beruhigte sich aber babei nicht und da« Streitige wurde ihr zugesprochtn. L) Mill. Mk. belaufen. Da« heißt, die Goldjäger werden nigefähr ein Drittel von ihre» Snlagecapital zurückbrivgeu. Hierbei ist allerdings zu bemerkea, daß von 50,000 Manu ungefähr 20,000 zurückkehreu »erden, ohne die Goldfelder erteilt zu haben. * Ideale Zustände herrschen iu der Tomsker Untier f 11 ä t. Sie hat so viele Stipendien zu vergeben, daß tat vergangenen Jahre hundertundzweiuudachtzig Studenten E» huudertneuvundsüofzig Rubel 43 Kopeken (= 840 Mk.) »rhieltev. Da die Tomsker UuiversttLt nur 430 Studenten lat, so könnte jeder Student, wenn die Summen unter alle uertheilt werden würden, fiebeuundsechzig Rubel 48 Kopeken fl= 145 Mk.) jährlich erhalten. • Bon den Havanna Eigarreo. Der kleine Theil derer, lie sich den Luxus einer echten Havanna-Cigarre eeflatten, sieht einer gewissen Besorgniß entgegen, und riese Besorgniß ist leider gerechtfertigt. Nicht nur, daß in len letzten Jahren der Aufstand in Kuba und der spanisch- amerikanische Krieg den größten Theil der Ernte vernichtet Bat, und daß dabei auch die Gebäude, die für die Behänd» lang des geernteten Tabak» nothwendig sind, zerstört wurden, iodaß auch die nächsten Ernten nur einen sehr kleinen Ertrag liefern werden: die Uebernahme der Verwaltung Kuba« durch tie Regierung der Bereinigten Staaten hat die von der ßoanifchen Regierung mit großer Sorgfalt aufrecht erhaltene Gewähr für die Reinheit der in der Havanna sabricirten 5tg(irren vernichtet. Unter der spanischen Herrschaft war die Einfuhr fremder Tabake in der Havanna verboten, sodaß die $aoannefer Cigarrenfabriken thatsächlich nur Haoannatabak »erarbeiten konnten: jetzt kann, allerdings gegen einen ziemlich hohen Zollsatz, fremder Tabak eingeführt werden, unb Niemand hat mehr bie Gewißheit, daß in seinen au« der Havanna bezogenen Cigarren nur Haoannatabak enthalten ist. Dazu kommt, daß sich in London ein Consortium gebildet Bat, da« neben den schon jetzt vereinigten beiden Firmen Henry Clay und Bock u. Co. noch fünf andere größere Havanneser Cigarrenfabriken erworben hat unb anscheinend darauf ausgeht, nicht nur alle anberen größeren Fabriken in Art Havanna zu erwerben, fonbern auch bort allen Tabak «uszukausen, um so ber ganzen Welt bie Preise für Havannazigarren bictiren zu können. Wenn nun auch in ben ersten fahren in Folge ber geschilberten Verhältnisse der Havanna» Tabak vielleicht nicht ausreichen wird, um den Bedarf ber Welt nach Havanna-Cigarren zu befriebigen, so ist ja durch >te Oeffnung bc« bortigtn Markte« für anberen Tabak bie Möglichkeit ber Mischung geschaffen, unb so wird kein Mangel entreten. Was die Hoffnung auf einen vollwerthlgen Ersatz für ben Havanna-Tubak anbelangt, so ist bi« jetzt die Aussicht, l baß sie sich verwirklicht, noch sehr gering. Es ist trotz aller Mühe unb Sorgfalt, bie man in günstig gelegenen Gegenden auf bie Tabakpflanzungen verwenbet hat, noch nicht gelungen, ein Probuct zu erzielen, das dem seinen Havanna in jeder Beziehung gleichkommt, obgleich e« allerdings, wie wir nicht verschweigen wollen, wahrscheinlich nicht jedem Raucher gelingen wird, den Unterschied zu merken. Aus jeden Fall wird so Mancher, der heute noch echte Havanna-Cigarren raucht, in nicht allzu ferner Zukunst diesem Genuß entsagen müffen. • Allerlei Devkmäler. Man schreibt aus Aachen, 19. October: Vor etwa drei Jahren wurde in ber »Franks. Qtg." mitgethkilt, baß in Privatkreisen bes Stäbtchens Geilenkirchen beschlossen worben sei, bem Dichter be« Rheinliebe«: „Sie sollen ihn nicht haben, ben freien, brutschen Rhein", Nicolau« Becker in Geilenkirchen, wo er lange al» Gericht«- schreiber gewirkt hat unb wo er auch begraben liegt, eine Gebenktafel zu errichten. Dieser Beschluß ist zur Ausführung gekommen. Nunmehr soll Becker auch ein Grabbenkmal erhalten, ba« ihm, wie bie „Geilenkirchener Zeitung" schreibt, die deutschen Gerichtsbeamten zu errichten beabsichtigen. Man hofft, baß im nächsten Frühjahr ba« prächtige Denkmal bas einfache Grab be» Dichters schmücken wirb. Es ist übrigen« ausfällig, baß bas Rheinlanb bie Errichtung biese« Denkmal« ben Gerichtsbeamten Überlassen hat. — Au« Heibelberg vom 19. October wirb berichtet: In Hanbschuhsheim beab» sichtigt man, zur Erinnerung an ben am 7. Juli 1850 in München verstorbenen Landschaftsmaler Karl Rottmann eine Gedenktafel zu errichten, auch soll eine neu anzulegende Straße im Villenviertel nach ihm benannt werden. Rottmann war am 11. Januar 1798 in Handsckuh«heim geboren. • Den Umfang be« Trosse«, welchen irn siebenjährigen Kriege der preußische Offizier mit sich ins Feld nahm, zeigen al» Beispiel die Verhältnisse de» am 5. Mai 1757 in ber Schlacht bei Prag gefallenen Rittmeister» Asmu» Lorenz von Zastrow. Au» ber Familiengeschichte „Die Zastrowm", - von C. von Zastrow, theilen bie „Jahrbücher für bie beutsche j Armee unb Marine" darüber Folgende» mit. Die Regelung der Erbschaft des unverheiratheten Offiziers ergab, daß fein Dienstpersonal aus einem Jäger, zwei Bedienten, drei Stall- leuten und einer Köchin bestand, und daß er sechs Rett», vier Wagen» und zwei Packpferde befaß. Ferner ergab die auf- gestellte Rechnung, daß das „travaillier pour le roi de Prusse" kein fo undankbares Geschäft war, rote das geflügelte Wort es andeuten soll. Denn obgleich das väterliche Erbgut des Rittmeisters nicht mehr als 22 Thaler jährlich einbrachte, - Die Bayreuther Aestspielzeit 1899 dauert, wie nun» mebr bestimmt ist vom 22. Juli bt« zum 20. August. Die beiden Ausiährungen de« „Ntbetungenringe«* sind auf die Tage vom 22. bi« 25. Juli undlvom 14. bis 17. August festgefrtzt. Die „Meist«stngn" werden am 28. Juli, 1, 4., 12 unb 19. Äugufi, „Parstfai" am 29. und 31. Juli, 5., 7., 8., 11. und 20. August aufgefübrt. Mit der Ausgabe ber Eintrittskarten wird am 1. März 1899 begonnen- Vormerkungen auf Plätze werden indeß fckron jetzt entgegengenommen; fie baden stcb auf eine Reihe von »ufiührungen (mindesten« vier Tage) zu erstrecken, insbesondere werden Karten zu Aufführungen de« ./Rtbelungenringc«* auch fernerhin nicht getrennt, sondern nur für den ganzen CycluS abgegeben. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Garte»ftratze Ä. Angebot der Arbeitnehmer r 1 Feinbäcker, 1 Maschinist, 1 Heizer, 1 Bauschloffcr, 1 Mechaniker, 1 Bauschreiner, 1 Einkassirer, 1 Mann für einen LertrauenSposten, 3 Tagtöhner, 1 Ausläufer, 2 Lauffrauen, 1 Wasch- oder Putz« trau, 2 Büglerinnen, 1 Nahfrau, 1 Kleidermacherin, 1 Comptoirrst, 1 Schreib» «hülfe, 1 Vüreaugehülfe. Nachfrage der Arbeitgeber r 1 Drechsler, 2 Installateure, 2 tücht. Spengler, I lückt. Spengler auf Weißblech, 1 tücht. Glaser (Rahmcnmacher) bei hohem Lohne, J Weißbinder, 1 Küfer, 1 Tapezirer, 4 Schlosser, 2 tücht. Schmiede, 1 Bauschreiner, 12 Taglöhner, 2 Pferdeknechte, 2 HauSburschen, 3 Dienstmädchen für Küche und oauSarbeit, 1 Dladchen tagSüber zu Kindern, 3 Lauffrauen, 1 Comptoirist für vorübergehende Beschäftigung, mehrere Acquisiteure für Assecuranz. Lehrlinge r 3 Bäcker, 2 Barbiere, 2 Buchbinder, 1 Drechsler, 1 Drucker, l Glaser, 1 Kupferschmied, 3 Lackirer, 1 Mechaniker, 1 Sattler, 1 Schmied, ! Schneider, 2 Schreiner, 2 Schriftsetzer, 4 Schuhmacher, 1 Spengler, 1 Wagner. KkKliMltMllMMN Submission auf Licsttll-§all- und Grudcuhch Die Gemeinde Lnmda (Post -Srünberg, Hessen) beabsichtigt fub» rnissionsweife zu vergeben. 1. KieserN'Bauholz, ca. 100 fm., 2. Kiefern-Grubenholz, ca. 230 fm. Die Gebote find schriftlich unb verschlossen, mit entsprechenber Aufschrift versehen, bis spätestens Dienstag den 1. November d. I., Dor» nittags 9'/, Uhr, auf bem Büreau )er Bürgermeisterei Lumba abzugeben. Die Eröffnung wirb baselbst an bem Zeichen Tage, Vormittag» 10 Uhr, ■iorgenommen. Die Bebingungen können auf ber Bürgermeisterei Lumba eingesehen werden. Nähere Auskunft ercheilt Forstwart Zimmer zu Lumda. Lumda, ben 22. October 1898. Großh. Bürgermeisterei Lumba. Schul theiß. 10577 WüwochdenL.Povemöer Nachmittag« 2 Ubr, ß?llen auf dem hiesigen Ortsgerickt die ben Gerson «atz Ebeleuten m Gießen «hörigen Immobilien: &lur 1 Nr. 909 — 256 qm vofraithe tn der Wallihorstraße. §lur 1 Nr. 913’/,o — 469 qm Grab» garten daselbst Sfentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 11. October 1898. Großb. LrtSgericht Gießen. I. A.: Logt. 10103 Wittwoch den 26. d. W., Nachmittags 2 Uhr, werden im Bieker'fchen Saale versteigert: Sophas, Commoden, Kleider- und Glasschränke, 1 Buffet, 1 Spiegel, 1 Tisch in Eicken, 2 Nähmaschinen, 1 Handnähmaschine, 8 Ladenschränke, 1 Ladentheke. 1 Buffet in Nußbaum nut Marmorplatte, 1 Trumeau mit Spiegel, 1 eich. Schreibtisch, 1 Ausziehtisch, versck. Sachen aus Hirsch» geweihen, Glas» und Porzellansachen, 1 Waschtisch und 1 Nachttisch mit Marmorplatten, 1 Regulator, eine große Partie besserer Schuhwaaren u. A. m. ,, , „ „ Versteigerung voraussichtlich thetlweise bestimmt. 10599 Geißler, Gerichtsvollzieher. in p fehl mm ni Schellers Cognac anerkannt feinste Marke preisgekrönt — ärztlich empfohlen Mofkl-Eogval No. I A ^<5.— . U „ , 4— „ m . „ 3.— , IV , , 2.40 , V , „1.80 , u 7< Flaschen verhältnißmäßig, empfiehlt die Löwcn-Drogerie W. Kllbinger. 808] «eltersweg Nr. 52. ffi. Med.-fehttthrnll | 6n6. Malter, Näasdarz. Sognae fine Champ. X5, J vetite Shamp. „ 5, Rn boi« , 4, bon boi« „ 3, Die beste Wichse ist und bleibt «5p die weltberühmte, preisgekrönte Union-Äjl Wichse vormals Krauss-Glinz. Zu haben in allen einschlägigen Geschäften In blau-weissen Dosen und Schachteln ä 5, 10 u. 20 Pfg. L/r/^/fraf/M/ayez?^^ C.&uchner Wiesbaden Allsemeilier Dkrem für Armetl- und Krankenpüegk. Unsere Nähabende, deren Leitung an Stelle der Frau Provinzialbirector v. Gagern nun Frau Amtsgerichtrrath Gebhardt übernommen hat, sollen am 4. November wieder ihren Anfang nehmen und sollen den ganzen Winter hindurch jedm Freitag Abend im alten Rathhanssaale von 5 bi« 7 Uhr für Schulkinder über 11 Jahre, von 71/2 bi» 97, Uhr für Frauen unb ältere Mädchen Mk.Goth.Ccrvklalmtst emgelToffen. 10492 L. Kalkhof. krischt Zknduug MWeller iofbtmi. | Cafe Ebel. Prima frische Landeier, sowie vorzügliche Butter empfiehlt 10875 Carl Reh, Tlkfeumg 6. gehalten werden. Anmeldungen hierzu werden nur Mittwoch den 26. Cctober, Textors Terrasse Täglich 8679 frische Waffeln, sowie Qbftkuchen. I Zitherlehrer | l Adolf Arnold * > * • Giessen, -» Neuen BÄue 16. 5 » « Vertretung e5 » der vorsüglichen Zithern- und « 9 Suiten - Erzea^niBee von Joh. 9 Jobet in Qree. c ’ ---- c Lager « * in Zithern, Saiten. Requisiten und e » Musikslien. «= » 5 Lieferung c » aller Arten Musflc-Inetnieente, « 9 Musikslien, Bücher. Zeitschriften » etc. etc. 8112 ■ für Schulkinder von 5 bi» 6 Uhr, für die llebdgen von 6 bi« 7 Uhr entgegengenommen. Der Vorstand: 10544 Fran Amt«gericht»rath Gebhardt. Schlosser. Krebs Wichse giebt den schönsten Glanz. Fr. Leo Nachf., C. Herber S ® Q S Pfg-, billigen Preisen bei 10081 tf ft u ff ff 24 Pfg- LB»fW *S Oemüseuudel^ Ausverkauf i Rebact Cacaoiorten, übernehme ich die weitgehendste Garantie. 10462 9305 mielhen. Alicestratze 22. wesentlich reducirt J. Boeck, Wallthorstr. 18 aulage LS, Part. 10567 8028 vermietben- Alicestratze 18, I. Getragene Winterkteidkl billig abzugeben. 10585 Einige Kegklabkude frei Casö Ebel. 10113 Mosse, Gießen. 10451 Procenl Im Clavierstimmen empfiehlt sich 10374 1887 L/, Frankftr. Hyp. Bk unk. b. V, Frkf.Hyp.Cred.Vunkb. 1906 99 30 3'/, Pomm.Hyp.A.Bk.unk.b.l9O6 Brief Abendcourser 296 3f Darmst. Bk.-Actien Redacuon: E. Burkharde. Dermiethungen Stclleii=(6erud)t' Zn verkaufen Miltsigefiu-He. Offene Stellen Perslhiedenes Capitalien 10 10 10 10 10 26 25 28 24 23 101.60 94.00 101.00 000.00 100.50 Oesterr. Silberrente Ung. Gold-Rente ft // Ein Kaufmann sucbt für seine freie Zeit paffende Nebenbeschäftigung. Offerten unter H. 100 an Rudolf ff Stadt Darmstadt v. 1891 Stadt Worms unk. b. 1901 20.35 4.17 85.11 101.6» 23.51- 97.0»* 43.90* 10I> 100.0» 99.8» 99> 100.0® 100.7» 47° 4 3 6 4 bei ff ii H Gediegenes Dienstmädchen aus Alsfeld, das 3»/, Jahre in einer Stelle war, sucht für Weihnachten in Gießen gute Stelle. Offerten an die Expedition d. Bl. unter G. J. 10446. 27 26 30 25 24 ff und Brief 16.18 20.40 4.20 Monopol Griechen von Eisenb. Rentenb. Obl. Buderus Obl. Selb 80.7» 169.6» 4.19'/, Psd- M Psg- ff 4 4 3 3 31/ 3' offerirt: Zucker, ganz, prima Qualität, per Pfd. Klöppelwaaren: aller Art Spitzen, Einsätze, Läuserdecken, imitirte Spitzen, Stickerei, spanische Spitzentücher in creme und schwarz zu 9810] Wegzugshalber ist der dritte Stock meines Hauses, 5 Zimmer nebst Zubehör, Gartenantheil, Bleichplatz, per 1. Januar, eventuell auch früher, zu ver- 20 Franken-St. Engi. Sovereigns Dollars in Gold Neubau Ecke FrauM.-WkblM-str. mehrere Wohnungen, vier Zimmer u. Küche, mit Pracht« voller Aussicht ins Lahnthal, Per sofort oder später zu Vermietheu. Näheres West- 4) « § £ cc -e ö'H So? *1 GL e* ® ® £ b e • 03 t od L. Für beste Qualität sämmtlicher Waareu, insbesondere aber für reinen Geschmack und volles Aroma meiner sämmtlichen Kaffee« und Futterstoffe, alle Nähartikel, ® posameilerievaarev, als: Frause», Suasteu, Kordel M WiederverKLufer, Schneider, Schneiderinnen W gflr extra Rabatt. 9253 ••esooeooeeeoeoseoeeeoeee do. gemahlen, „ Würselzucker, „ Kernseife, weiß, garavt. beste Saal., Gelds ortenr Geld 16.14 Franz. Banknoten Gesucht ein gut möblirtes Zimmer mit Cabinet und Pension. Gefl. Offerten mit Preisangabe befördert Herr Sckloffermeister Haubach, Löberstraße 2. 10592 Wrißdiuder und Handlanger auf sofort gesucht. 9315 PH. Bauer in. trl | Ausverkauf 2 wegen Heschäftsausgaöe • zu bedeutend herabgesetzten Preisen. Kragen, Manschetten, Binden, Kosenträger, Portemonnaies, Toilette-Artikel, Avterblelder, Slrsmpfr, KSlde, Arbeitshemdeu, Handschuhe. meiner sämmtlichen Weih-, Wollen- und Kurzwaare« wegen Aufgabe des Ladengeschäfts. Da ich bis gegen Ende October meine GeschäftSlocalitäten räumen muß, so habe ich die Preise 18000 Mk. auf gute zweite Hypothek zu leihen gesucht. Offerten beliebe man unter A. G. 9780 in der Exped. d. Bl niederzulegen. Procent 3*/, Deutsche Reichsanl. 3 Preuß. ConsolS 37, Gr. Hessische Obl. Oesterr. dto. Americ. Heringe, große Maares per Stück 5 Pfg, 10 Stück 45 Psg. Aadeuuudel, . . per Pfd. 25, 30, 40, 48 Pfg. , 35, 40, 50, 60 Pfg. „ 20 Pfg., 10 Pfd. Mk. 1.80. la iMift 2 Itaidtt In hie LtM-Sübwefl die aal cnglift üerttiebea war. vorgekowwvmr 1 du Schutzgebiete darauf folgeube 1 dettaf vorwikgeu! Baiweg'Lahu, d deutlchtll Schutzs WfühMgdnZ bra«ttv,ihrr 81 »st drv OWv Mvlfsr ton S du Mtzlirdrr Fürsten hohro Berltu, 21 aus Hambur und angeblicher Oldenburg von eine« Brki Äblrhnnng die den «aifer bei Ausführung i Anarchißku-Siu wovon et bas । Whlung, war änd tchstt hir Mchur stinrr Bnlsttz 2 io einer M ke. Maj. Kl Attentats sei l oehmung der Franzosen en lastenden Brstf des llrmordetk »eise dafür fie 'totong gtgn ®runb tftltr 8 habhaft Nach ^rufaltA und Ihn S?.1’M K in *•*>£! •Ä Ä & ei°i= « Wfti Ä Ä SS1» R bte fc*7U| N>° ?L' ■•»Hn S iw ■ff” >, Ä*t ÄÄ Malzkaffee, lose Kaffee, roh, per Pfd. Mk. 0.70, 0.80, 1.00, 1.20, 1.40, 1.50, 1.60, 2.00. 10597] Em srdl. Familienlogis zu ver- mielben bei I. Wagner, Maigasse. 10110] Salon mit Schlafzimmer im 1. Stock, Eingang separat, zu vermiethen. ______________Wilhelmstratze 1, I. 10531] Zwei elegant möbl. Zimmer, Wohn- und Schlafzimmer, sofort zu ver- miethen (in schönster Lage). Ludwigsplatz 8, ll. 1906 99 30 37, Hambrgr.HypBk.unk.b.1908 1906 98.80 37, Preuß. Hyp A. Bk unk. b. 1905 Oesterr. Staatsbahn v. 1885 00.00 4 Jtal. staatsgar. Eisenb. 57.50 4 1 Herrn- & Knabengarderobe nach Mass - s 3 ~ i » £ Tie 0i<6,ntr Li« bng'stSl- do. Aklb, ft ft n Schmierseife, beste Silberseife, per Pfd. 20 Soda, per Pfd. 5 Pfg, bet 10 Pfd. 4 Pfg. do., gebrannt, per Pfd. Mk. 0.90, 1.00, 1.20, 1 40, 1.60, 1.80. Caeao, offen, „ „ „ 1.50, 1.80, 2.00, 2.40. Mchtige Knechte und Kutscher, Melker, Kleinknechte, Dienst- jungen ic., ausyewählte deutschredende Leute, vermittelt m Jahreslohn feit über zwanzig Jahren unter günstigen Bedingungen überall hin Riebenstahl, Berkin, Große Hamburgerstr. 16. 02" Provisionsfreier Ersatz bei etwa frühzeitigem Abgang. Zahlreiche Anerkennungen. — Näh, kostenfrei auf gefl Anfrage. [9169 10581] Pferdeknecht kann eintreten. __________ Licherstratze 5. 10573] Ein tüchtiger HauSbursche gejuckt.Steins Garten. 10264] Schuhmacherlehrling gesucht. _____Justus Benner, Marktstr. 34. 10361] Frau oder Mädchen zum Wecktragen gesucht. G. Keil, Neustadt 6. 10376] Tüchtiges Laufmädchen sofort gesucht. Frankfurterftratze 11, HL H- liefert schnell in billigen Preisen die anfcouverts Brühl’sche Univ.-Druckerei (E’ietsclx SxToezx) mit Firmendruck Schulstrasse 7- ______Ludwigstratze 33, 2. Stock. 10458] Eine Ladentheke mit Schiebkasten, drei Ladenschränke, Füllöfen, billig zu verkaufen.__________Kreuzplatz 4. 10526] Kachelofen, grün-braun, fast neu, billig abzugeben. _ Zu erfragen in der Expedition d. Bl. Gute« Stallböngtr verkauft 10b48 Kennel, Riegelpfad 30. 4 dto. unk. b.1907 102.50 37, Pomm.Hyp.A.Bk. unk. b.1906 37, DeutscheGrdsch.B.unk. b. 1906 99.00 4 Frkf.Ldw.Cred.Bk.unk.b.1900 Coursbericht m J. Kurz & Co., Giessen, Kahvpfstraßt 63. Frankfurter Börse vom 24. Dctober 1898. 10431] Wohn- und Schlafzimmer, möbl., zu vermiethen. Ludwigsplatz 15, II. 10455] Ein möbl. Zimmer zu verm. Mit Kaffee 12 Mk. Asterweg 31. 10459] Freundlich möbl. Zimmer zu vermiethen. Dammstratze 30, II. 10476] Ein schön möbl. Zimmer zu Tüchtige Arbeiter erhalten dauerudeBeschäftiguug bei gutem Lohn. 10090 Kail'sche Aampfziegelei und Thonwaaren-Aaörik, _________Gießen._________ Kutscher auf sofort gesucht. 10382 Diezftratze 7. Herm. Bauer, Dammstr. 34, III. Wirr Nebenverdienst. Gesucht allerorts Vertreter «f. d. Verkauf von Hamburger Cigarren an Gastwirthe, Private rc. gegen hohe Vergütung. 9987 H. Jürgensen & Co., Hamburg. o Uorsiehtige Hausfrauen » brauchen stets, ohne sich durch schwindelhafte Reklame und Versprechungen irre leiten zu lassen zur Wäsche und Hausputz Schrauths tzMIm Rajmlat-TjtwlMt ' bekannt als bestes reines Fabrikat — ohne Beimischungen. ■ Nur echt mit Schutzmarke in rother Farbe überall zu haben ä. Packet 15 Pfg. P. H. Sehrauth, jVeuwicd Grösste Dampfseifenfabrik mit electr. Betrieb. Gegründet 1830. Krau Schmitt, Wolkengsffe 11. Schuhwaaren. Dar Schuhwaarenlager des Lieb mauu Katz, Bahuhosftratze4S, ist dem Ausverkauf zu wesentlich reducirten Preisen ausgesetzt. 10412 Der Coueursverwalter. 10547] Stube mit Küche zu vermiethen. _____________Katharinengafle 17. 9786] Lahnstr. 11 2-Zimmerwohnung mit Zubehör an ruhige Leute zu vermiethen. Auch Eingang von der Hammstraße. ................. ..........000.00 | Oesterr. Credit-Actien Druck unb Merlau oer Brüdt'ichen UmverfikälS-Buch' unv Steinbrudiret ,P,tlsch Erben) in Gießen. AcheWchilkll Nm-Gmo (Füllhornmarke) enthaltend 7 pCt. Stickstoff, 10 pCt. Phosphorfäure, 2 pCt. Kali bester und billigster Dung für die Wintersaat, empfiehlt und hält stets vorräthig , 6703 A. Kröll, Gießen. Patent - Cement - Doppelsal^iegel von 9291 Jean Dern & Co. Gementwaarenfaönk und Aaumaterialienstandtung. Westanlage 15. Giessen. An den Bahnhöfen 40. Wetter- und frostbeständige, leichte, billige und dauerhafte Dachbedeckuugsart. Lieferungen werden in alter, vorzüglicher Waare prompt au-geführt. 10491] Schön möblirtes Wohn- und Schlafzimmer an einen soliden Herrn zu vermiethen. Bleichftrahe 24, 2 Tr. 10498] Kaplansgasse 27 ist ein Laden, mit oder ohne Wohnung, zu ber= mietben. Zu erfragen Weftanlage 4. 10566] WWf Lokalitäten für Bäckerei in der Frauk- furterstraße sind zn vermiethu. Näh. Westanlage LS, Part. 8096] Schlllerstraße 13, Ecke der Nordanlage, ist eine Wohnung, bestehend aus 4 oder 5 schönen Zimmern nebst allem Zubehör (Waffercloset, Bleichplatz rc.), per 1. November oder früher zu vermiethen. I. Rothschild, Schillerstraße 13, II. 8733] Freundliche Mansardenwohnung, bestehend aus 6 Piecen, ist wegzugshalber an ruhige Familie zu vermiethen. ____________Marburgerftratze 20. 8737] Parterrewohnung, 5 Zimmer, per sofort zu vermiethen. ______________Bismarckftratze 22. 8759] Freundliche Mansardenwohnung, 3 Zimmer nebst Zubehör, per sofort oder später zu vermiethen. ___________________Löberftratze 26. 9020] Der zweite und dritte Stock, je 5 Zimmer nebst Zubehör, auf sofort wegen Wegzug zu vermiethen. Heinr. Fatz, Grünbergerftr. 22. 9102] Kleine Wohnung mit Zubehör zu vermiethen. Riegelpfad 30. 9431] Zwei 3-Zimmer-Wohnungen, parterre und 1. Stock, zu vermiethen. _____________Grünbergerftratze 3. 9758] Ein kleines Familienlogis per 1. November oder früher zu vermiethen. Brüder Schmidt, Seltersweg 83. Grabenftratze 12 Wohnung von 3 Zimmern mit allem Zubehör, eine Treppe hoch, per ersten November zu vermiethen._________ 9986 10044] Mansardenwohnung, schöne, freie Lage, 4 Zimmer, 1 Cabinet, Küche mit Wafferleitung, abgeschl. Vorplatz, per 1. November oder später zu vermiethen. Wilh. Reiber, Bahnhofstr. 63. 9813] Möblirtes Zimmer zu vermiethen. ________________Bleichftratze 13, III. 10084] Ein bis zwei Zimmer an einen oder zwei Herren zu verm. Bleichstr. 5. 10580] Freundlich möbl. Parterre- zimmer zu verm. Grünbergerftr. 36. 8194] Schön möbl. Zimmer zu ver- miethen. I. Weinert, Neuenweg 9. 10162] Schon möblirtes Zimmer zu vermiethen. Ludwigstratze 30, II. 10238] Gut möblirte Zimmer zu vermiethen, eventuell Pension. __Bleichftratze 13, part. 10541] Möbl. Zimmer zu vermiethen. ______Bleichftratze 15, Nebenhaus. 10542] Ein freundlich möbl. Zimmer zu vermiethen. Dammstratze 30, II. 10555] Wiesenstratze 2, HI (Ost- Zulage) gut möblirtes Zimmer zu verm. 10354] Möblirtes Zimmer an ruhigen Herrn billig zu vermiethen. ____________Nordanlage 19, part. 10554] Möbl. Zimmer mit Cabinet, eventl. mit Pension, zu vermietben. ________________Ludwigstratze 12. 10111] Zwei möblirte Mansarden- zimmer zu vermiethen. Wilhelmstr. 1, I 10393] Für Studenten großes, Helles neumöblirtes Zimmer im Neubau Bleichftratze 18, I.