laiiri, l ' deutsche ‘äder er Systeme Damen LWt Mm. emer Persönlichen 1 Damen wird auf ““Dameünte- ‘ ertheüt tOM j, Rinn, »rsweg 43. ch«lh°s, M Kalkhos, Bi#- ud. Schlabach irg>— laffce bestens sst Mischung •ig bewährter ässigen Auf- hlgesehmack, f ton »- twe odis«r _ ler« tA»»* **> , BCK KiesLS» •*T#ar **«35. SÄ-* . .Sä’"' taren, billig p Freitag den 26. August Nr. 199 Erstes Blatt. 1808 Gießener Anzeiger General -Anzeiger Amts- und Zlnzeigeblatt für den Kreis Gieren. Expedition and Drodrrri: Lllk Änzeigen-Bermittlungsstkllm des In- uul AuilonHf nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger '"igrH« Bei«N»< »en Anzeigen zu der Nachmittag» fir den falyubm Tag erscheinenden Nummer bi» Bar». 10 Uhr. Adresse für Depeschen: Anzeiger chteh««. Fernsprecher Nr. 61. Die preußischen Landtagswahlen und die I Sozialdemokratie. Wir haben bereits vor einigen Tagen bei Besprechung des künftigen preußischen Abgeordnetenhauses darauf hin- gewiesen, daß die Sozialdemokraten den Beschlüssen des Hamburger Parteitage» entsprechend diesmal ihre Kräfte messen müffev. Aber schon damals, gleich nach Fassung jenes Beschlüsse» machte sich eine starke Opposition gegen denselben geltend, und mehr oder weniger offen wurde Widerstand proclawirt. Nun ist der Zeitpunkt nahe herangekommrn, und es muß sich jetzt bald Herausstellen, wie stark die Di»- eiplin innerhalb der sozialdemokratischen Partei ist. In denjenigen Bezirken, wo die Sozialdemokcatie besonders domiuirt, d. h. io den großen Städten, nimmt sie Stellung zu den bevorstehenden Wahlen. Auch in der Reichshauptftadt hat bereits zu diesem Zwecke eine Versammlung stattgefuudeu, die in mancher Hinficht demerkeoswerth ist. Zunächst zeigte U sich, daß im Lager der Genossen über ihre Stellungnahme keineswegs schon Klarheit herrscht, daß vielmehr die Un- entschiedeobeit noch sehr groß ist. Da es aussichtslos erscheint, daß die Sozialdemokraten in Berlin mit einem eigenen Eaudidaten durchdringen werden, so wurde von einer Seite vorgeschlagen, daß man gleich von vornherein für die frei- sinnigen Caudidatev eintreten solle. Dagegen erhob sich aber entsch ebener Widerspruch, weil man bekanntlich in Berliner sozialistischen Kreisen auf den Freisinn nicht gut zu sprechen ist, und es wurde nach lebhafter Discusfiou ein Antrag angenommen, wonach von der Brtheiligung au den Wahlen z m preußischen Abgeordnetenhause diesmal Abstand zu ntQUun fei. Hierdurch wird unsere bereits mehrfach ausgesprochene Ansicht, daß die Landtagswahlen keine wesentliche Verschiebung in den Parteiverhaltnissen ergeben würden, nur bestätigt. Freilich ist mit dem Berliner Beschluß keineswegs gesagt, daß demselben nun auch Folge gegrben werde. Etwa 2000 Personen haben sich an jener Versammlung brtheiligt, und die übrigen Tausende stehen entweder der Sache gleichgiltig gegenüber oder sie werden ihre eigenen Wege gehen. Und die Gevoffen im Lande, werden sie sich der in Berlin gefaßten Resolution fügen? Es kommen vielleicht locale In- tereffen tu Frage, welche ein werklhätiges Eingreifen tu die Wrhlbrwegung nö.hig machen. Jedenfalls hat die Versammlung in Berlin schon gezeigt, daß kaum auf ein geichloffeoes Dor- gehen der Sozialisten gegenüber den preußischen Abgeordorteu- hauswahleo gerechnet werden kann, und daß die Organisation der Partei in dieser Hinsicht völlig versagen wird. Es ist also begründete Aussicht vorhanden, daß wir vor der großen Umwälzung, welche die Sozialdemokratie so gern in der Zweiten Kammer Hervorrufen möchte, noch mindestens fünf Jahre verschont bleiben. (xx) 3$na(l»yrtU vltNriiLdrUch 2 Mark 20 Pi» monatlich 76 ffe- mit Brmgrrlotz». Vci Postbezug 2 Mark 50 Psg. nikrikljLhrlich. Aurlaud Wien, 24. August. Wie der „Politischen Correspondenz" aus Sofia gemeldet wird, erhält Fürst Ferdinand nächsten Monat den Besuch der Königin von Rumänien und von Griechenland. Olmutz, 24. August. Ju der Wallfahrtskirche auf dem heiligen Berge brach infolge falschen Feuerlärms eine große Panik au». Mehrere Wallfahrer wurden schwer verletzt, ein Kind wurde erdrückt. Budapest, 24. August. Die Ausgleichs-Verhand- luugeu haben heute vormittag 11 Uhr begonnen. Beide Regierungen haben sich verpflichtet, über die Berathungeu strengstes Stillschweigen zu beobachten. Bor Allem soll dem Kaiser Bericht erstattet werden. Sobald derselbe das voraus- sichtlich progressive Ergebniß genehmigt haben wird, soll dasselbe in Gesetzesform umgewandelt, de« ungarischen Reichs- rathe unterbreitet und publicirt werden. Nom, 24. August. Das Befinden des Papstes ist fortgesetzt ein günstiges. Er macht häufig längere Spazier- gäuge in de« vaticavischen Parke. Die in den letzten Tagen eiugetroffruen katholischen Matrosen von dem englischen Ge- frf4clal ILgNch ■ui Ausnahme de» Montag». Die Gießener yemUteeiratKr »erden dem Anzeiger »scheutiich viermal dergelegt. schwader wird der Papst persönlich empfangen und bet dieser Gelegenheit in der fixtintschen Lapelle eine Mrffe lesen. Athen, 24. August. Bisher ist dem hirsigen Hofe keine Nachricht zugegangen, daß Ka ise r Wilhelm anläßlich seiner Palästinarrise hier zu Besuch eintrrffen wird. Athen, 24. August, »ine thessalische Deputation ist hier eingetroffeu, um der Regierung und der Kammer sür die vertheilung von 8 Millionen Drachmen au die theffalischr Bevölkerung zu danken. Hongkong, 24. August. Die hiesige Regierung bewilligte den amerikanischen Kriegsschiffen die Vornahme von Reparaturen im Hafen. Havanna, 24. August. Eta neuerliches De miss ton«- gesuch des Generals Blanc» wurde von der spanisch« Regierung angenommen. New-York, 24. August. General Augustin hat sich au Bord des Dampfer- „Baben* begeben Die Zahl der Erkrankten im amerikanischen Heere auf Portorico beträgt etwa tausend. Die meisten liegen an Typhus darnieder. Der Gesuudheitsrath verlangt die sofortige Einschiffung der Kranken nach den vereinigten Staaten. Admiral Schley ist ebenfalls erkrankt. — Wirklich wunderbar ist e-, auch bei den jüngsten Erwerbungen in Ostasieu wieder Rußlands Geschick zur Besiedelung zu beobachten. Der Ruffe ist an alle Arten Anstrengungen und Entbehrungen gewöhnt,- er ist mit dem Allerwenigsten zufrieden und äußerst lenksam, bereit, jedem Führer zu folgen, wohin er auch immer geführt werden mag. Auf diese Weise bietet daS russische Volk prächtigen Stoff für die Befiedluugspläue in China dar. Außer daß die Klein Rusien (da- ist der Volksstamm, aus welchem die Don- und Sapasojtfi-Kosacken hauptsächlich genommen werden) vor- treffliche Ackerbauer find, geben sie auch gute Soldaten ab. Es ist daher nicht verwunderlich, daß die russische Regierung Denjenigen, welche nach Taltenwan und Denjenigen, welche in das Innere der Mandschurei answandern wollen, große Bortheile verspricht. Und wenn die russische Regierung etwas vor hat, so thut sie eß ganz, bleibt nicht auf halbem Wege stehen, namentlich wenn es sich um Reichspolttik handelt. Die russische Regierung hat jedem Auswanderer nach China die nöihige Ausrüstung, d. h. Kühe, Pferde und Ackerbau- geräthe und außerdem ein Darlehen von baarem Gelde, das in leichten Abzahlungen zurückerstattet werden soll, versprechen. Im ersten Jahre wird die russische Regierung den russischen Bauern mit der nöthigen AuSiaat versehen. Jeder solche Auewanderer erhält kostenfreie Fahrt nach China. Tausende von „Muschick»", welche ihre dreijährige militärische Dienstzeit vollendet Haden, find bereit, nach China zu gehen. Sie liefern natürlich einen prächtigen Menschenstoff, falls es zum Kriege im fernen Osten kommen sollte. Die Schiffe der so- genannten Freiwilligen-Flotte und die der russischen „Dampf- schifffahrtS- und Handels-Gesellschaft* schaffen fie nach de« fernen Orient. — Auf den Philippinen haben die Nordamerikaner die Aufständischen, welche die Borstädte im Osten und Norden Manilas besetzt hielten und Neigung zur Festsetzung in Manila selber zeigten, dazu aufgefordert, fich nach ihrer ursprünglichen Stellung zurückzuziehen, so daß zwischen ihrer (der Aufständischen) Stellung und der Stadt ein neutraler Gürtel bleibe. Nach einer weiteren Drahtmeldung hat nun Aguinaldo den Ausständischen befohlen, bte Waffen nieder- zulegen. Der nordamerikanische General Merritt hat die Geschäfte als Gouverneur übernommen. In Madrid erklärte Ministerpräsident Sagasta, da Jaundenes in Manila kriegs- gefangen, sei General Rios General - Gouverneur der Philippinen. — Welchen Antheil die Nordamerikaner von den Philippinen haben wollen, wird jetzt bekannt. Nach einer Meldung des „New-Uork Herold" aus Washiugton wies Mac Kinl'y die Friedeuscowmisfion dahin an, wenigstens die Insel Luzon für die vereinigten Staaten zu fordern. Auf Lazon findet fich bekanntlich die Hauptstadt Manila. ES scheint fich sonach mehr und wehr zu bestätigen, daß Nordamerika zwar nicht gleich förmlich die ganzen Philippinen verlangen, aber fie doch in der That beherrschen will. — Zu« englisch-amerikanischen Zwischenfalle, bei dem angeblich die Schiffe klar zum Gefecht gemacht haben sollten, schreibt die „Köln. Ztg.", weder die Deutschen noch die Franzosen hätten Grund gehabt, die Beleidigung des englischen Kanonenbootes zu rächen. Daß sie gegen das unrichtige Verhalten der Amerikaner Einspruch erhoben hätten, fei möglich. Eine besondere Bedeutung sei de« Zwischenfall nicht beizumeffen. Deutsches Ueieh. Darmstadt, 24. August Aus Jagdschloß Wolfsgarten, 23. August, wird der „Darnist. Ztg." gemeldet: Seine Königliche Hoheit der Großherzog begaben Sich gestern nach Frankfurt und trafen dort mit Ihren Königlichen Hoheiten der Großherzogin und der Prinzessin Ferdinand von Rumänien, Allerhöchstwelche von Langen-Schwalbach kamen, zusammen. Die Allerhöchsten Herrschasten begaben Sich alsdann nach Homburg v. d. H. und kehrten Abends nach Jagdschloß WolfSgarten zurück, während sich Ihre Königliche Hoheit die Prinzessin Ferdinand von Rumänien nach Langen Schwalbach zurückbegab. Berlin, 24. August. Die Mainzer Kaiserrrde. Nach dem „Rh. Cour." hat fich der Kaiser in Mainz über die Entstehung des Reiches etwas abweichend von der bis- berigen Lesart folgendermaßen geäußert: „Das neue Deutsche Reich ist entstanden ans dem gemeinsamen Drang des druts^n Volkes nach Zusammenhang und Oberhaupt. ES baute fich auf der Grundlage der Vaterlandsliebe auf. SS ist ihm Form und Kraft gegeben durch Meinen Großvater und seine Räthe. Ich bin fest eutschloffeu, da» Erbe Meiner Väter und den Frieden, der Mir so theuer ist, mit allen Meinen Kräften zu erhalten. DaS werde Ich aber nur können, wenn ti un* gelingt, unser Ansehen bei unser» Nachbarn aufrechtzuerhalten.* tßielbabtn, 24. August. Sestern hat sich hier ein junger Doetor der Chemie au» Königsberg i. Pr. mittelst Cyankali vergiftet. Da» Motiv zum Selbstmord find leichtsinnige Schulden. Breslau, 24 August. Wie der „BreSl. Ger-eral-Auz.* berichtet, wurde der Breslauer Privat-Briefbeförde- rungS-Anstalt von Seiten der kaiserlichen Oberpostdirection der Fernsprechanschluß entzogen, weil die Anstalt die Nachrichten-Vermittelung unter Benutzung de» Fernsprechanschlusses gesetzwidrig gegen Entgelt betrieben habe. Die Maßnahme der Oberpostdirection hat hier da» größte Aufsehen hervor- gerufen. Königsberg, 24. August. Da» in der Nähe der Stadt gelegene Laboratorium von Albert Alexander ist gestern Mittag io die Luft geflogen. Der Besitzer de» Laboratorium» und ein Gehilfe wurden weit weggeschleudert und durch Brandwunden verletzt. Die Stelle, wo da» Laboratorium gestanden hat, zeigt nur noch eine schwarze verkohlte, mit Trümmern bedeckte Fläche an. — Zur nächsten Papstwahl schreiben die „M. N. N.": Die „Dresdener Zeitung" veröffentlicht einen römischen Bericht, wonach diesmal bei der kommenden Papstwahl von deutscher Seite mit aller Energie auf die Wahl eines deutschen Papstes, de» Cardinal» Kopp, htngewirkt werde und wonach in römischen Kreisen die Neigung bestünde, den Cardinal Kopp zu wählen, wenn man deutscherseit» bereit wäre, da» Jeiutteugesetz aufzuheben. Wir glauben, daß diese Ansicht auf einer optischen Täuschung berühr. Wir würden e» sehr bedauern, wenn die deutsche Politik sich amtlich für die Wahl eine» deutschen Papste» einsetzen würde- denn die Niederlage wäre sicher. Nur zu Zetten des großen Kanzler» wäre ein derartige» Beginnen vielleicht erfolgreich gewesen, «eit der Wahl de» Holländer» Hadrian VI. im Jahre 1522 hat kein Angehöriger der germanischen Raffe mehr den Stuhl Petri bestiegen. ES ist eine allbekannte Thatsache, daß die italtenijcheu Cardmäle tm CardluulScoUegiUm die Mehrheit haben. Bei einer deutschen Candtdatur haben sie sicher die Stimmen der franzöfischen Cardinäle für sich und ihren italienischen Candidaten, und auch die spanischen Cardinäle werden in der gleichen Linie maxschiren. Darum ist e» gleich- gülttg, ob die österreichischen Cardinäle ihre Stimmen einem Deutschen geben würden. Wir zweifeln übrigens, ob der czechenfreundliche Cardinal Fürsterzbtschof von Prag, Gras v. Schönborn, von einer Candidatur Kopp besonder» entzückt wäre. Inzwischen kann da» Räthseliptel ruhig weiter gehen, wer al» Papabtle gilt, ob Cardinal Sguamba oder einer der Cardinäle Jakobint ober der Feind de» Dreibundes, der ver- hältnihwäßig junge Sicilianer Rawpolla. Bor kurzer Zeit hieß es, daß der Cardinal Giotti, der aus dem Orden der uubefchuhteu Karmeliter hervorgrgaugcn ist, Aussicht hätte, nach dem feinen Diplomaten Leo XIII. den päpstlichen Stuhl zu besteigen. Der Beisatz aber, bah Cardinal Giotti schon wiederholt der Aussöhnung mit Italien da» Wort geredet hat, macht die Nachricht so verdächtig, al» ob fie nur den Zweck hätte, den Cardinal bei Zeiten für die Wahl unmöglich zu machen. Wir Deutsche müfleu un» stet» vor Augen halten, daß fich die nächste Papstwahl unter zwei Zeichen vollziehen wird: der Feindschaft gegen den Dreibund und der Herrschaft de» Jesuitismu», vielleicht nicht unter der direktesten Einfluß- nähme de» schwarzen Papste», des Jesuttengenerals, der auf ber Höhe von Fiesole thront, sicher aber unter dem Zeichen be» JesuitiSmu», den Emile Zola in seinem „Rom" so treffenb in ber Person des Monsignore Nani verkörpert hat. Darum muß unseres Trachtens die deutsche Politik so gestellt sein, daß fie von der nächsten Papstwahl nicht» zu hoffen, ober auch nicht» zu fürchten hat. Gratisbeilage: Gießener Fannlienblätter^ — Aus Cuba meldet die „Morning Post", der ? spanische Geueral-Gonverueur Blauco habe in Folge der unaufhörlichen Angriffe der cubanischen Rebellen auf spanische Truppen au» Madrid die Weisung empfangen, die Feind- seligkeiten gegen die Aufständischen wieder zu eröffnen. Da» würde auf der Insel allerding» eine ganz eigenartige Lage schaffen. Bon den Herbstübungen unserer Flotte. An Bord S. M- Flottenflaggschiff .Blücher". 22. August. Die Flotte im Hafen von Kiel — das herrliche Bild muß Jedem unvergeßlich bleiben, der es ein einziges Mal gesehen! Die große Flottenschau bei der Einweihung des Kaiser Wilhelm-Kanals hat der ganzen Welt bewiesen, daß die wunderbare Föhrde einer riesigen Flotte Platz und Schutz gewähren kann. Jetzt füllt unsere stattliche Flotte nur den inneren Hafen, kaum ein Viertel der ganzen Hafenfläche, die bei Friedrichsort beginnt und fünf Seemeilen tief ins Land einschneidet. Ungefähr in der Mitte zwischen den Hafenbefestigungen von Friedrichsort und der Stadt Kiel liegt bei Holtenau die Einfahrt in den Kanal; hier ist die Kieler Föhrde am breitesten. Für große Kriegsschiffe sind im inneren Theile des Hafens 22 Festmachetonnen mit starken Ketten an gewaltigen Steinblöcken verankert; statt den Anker auszuwerfen, machen die Schiffe mit einer Kette an einem Ring einer solchen Tonne fest, sparen also die Mühe des Ankerlichtens und liegen vor dem schweren Ankerstein noch sicherer, als vor dem eigenen Anker. Für kleinere Schiffe find noch etwa sechs leichtere Tonnen dicht unter Land oer- ankert. Drei der Flaggschiffe, nämlich „Blücher", „Kurfürst Friedrich Wllhelm" und „Aegir", lagen an Tonnen fest, die durch ein Kabel mit dem Fernsprechnetze der Stadt Kiel verbunden find. Kaum hatten die Schiffe am Freitag Nachmittag an den Tonnen festgemacht, als auch schon die Kohlenprähme längsseit kamen, damit jedes Schiff seinen Vorrath an Heizstoff schnell ergänzen konnte. Die schmutzige Arbeit wurde eifrig erledigt; schon am Vorabend des großen Scheuer- festes wurden alle Schmutzspuren der Kohlenübernahme mit Waffer und Besen beseitigt. Der Samstag ist nach uralter Sitte lediglich dem Scheuern und Putzen der Schiffe und ihrer Waffen gewidmet. Während dabei auf den alten Schiffen, die wie „Blücher" höherne Decke haben, mit Inbrunst alle Räume unter Waffer gesetzt werden, um die Spuren des Scheuersandes hinwegzu- fpülen, gehts auf den neuen Schiffen doch bedeutend manierlicher beim „Reinschiff" zu. Die stählernen Decken sind nämlich mit Linoleum bekleidet, das glücklicherweise die unsanfte Streichelung mit den schweren Scheuersteinen nicht verträgt; oeshalb muß hier der Scheuereifer bedeutend eingedämmt werden, sehr zum Nutzen der Menschen, die in den unteren Schiffsräumen leben. Auf einem Holzdeckschiff ist wegen der ewigen Scheuerei und Spülerei stets Sumpflust im Zwischendeck, die Samstags noch dadurch vermehrt wird, daß das blankgescheuerte, aber feuchte Zwischendeck mit dickem Segeltuch bedeckt wird; am Sonntag bei der feierlichen Musterung ist dann freilich das Deck sehr schön rein, aber seine Feuchtigkeit hält sich in Folge des Zudeckens auch bis zum Sonntag, bei feuchtem Wetter aber noch viel länger. So viel über Schiffshygiene, deren Grundsätze, dem conser- vativen Character der Seeleute entsprechend, schon vor Nelsons Zeiten festgestellt find. Die Gepflogenheit erinnert unwill- kürlich an die Bauern, die beim schönsten Wetter stets ängstlich alle Fenster ihrer Wohnung geschloffen halten trotz der ganz verdorbenen Luft. Seeleute und Landleute leben so viel im Freien, daß sie genügsam werden und für ihre Wohn- und Schlafzimmer nur geringen Bedarf an guter Luft haben. Wie viel Marine-Rheumatismus eine Folge des ewigen Deckplantschens ist, das scheint statistisch noch nicht festgestellt zu sein. Auf allen Schiffen wird Samstag auch in allen Ecken und Winkeln gemalt, d. h. der Farbrnanstrich der hölzernen oder eisernen Wände und Decken ausgebeffert; Messingwerk, so viel davon sichtbar, wird ganz besonders blank geputzt, Geschütze und Handwaffen bedürfen nach dem Waschen der Decke auch gründlicherer Reinigung als sonst. Stimmungsvoll ist ein Flottensonntag im Kriegs- Hafen; gestern feierte die Natur den Tag des Herrn mit. Strahlend war die Sonne aufgegangen; auch der Himmel hatte Reinschiff gemacht; jedes Wölkchen, das sich zeigen wollte, wurde von der frischen östlichen Brise weggespült. Feierlich und doch liebenswürdig zugleich klangen die Morgenglocken der Kirchen am Lande. Die Schiffe blitzten vor Sauberkeit außen und innen; die bestell, reinsten und größten Flaggen und Wimpel waren gehißt, blendend weiß gewaschene Sonnensegel waren über die Schiffe ausgebreitet. Unzählige Ruder- und Segelboote umschwärmten die großen Schiffe; größere Segelyachten benutzten den herrlichen Tag zu einem Ausflug in See. Aus benachbarten Häfen, so aus Flensburg, Sonderburg und Eckernförde, liefen buntflaggige Vergnügungsdampfer ein, schwer beladen mit geputzten Menschen, die alle nur der Flotte wegen kamen. Inzwischen tauchte auf den Kriegs- schiffen überall der Kirchenwimpel auf, weiß mit rothem Kreuz, der Wimpel wird über der Flagge gehißt, während die Flagge ein wenig gedippt (niedriger geholt) wird. Wo ein Schiffspfarrer an Bord, predigt dieser; wo keiner ist, wird von einem Schiffsoffizier eine erbauliche Predigt verlesen. Die katholischen Mannschaften werden mit Dampfbooten an Land gesetzt und in die katholische Garnisonkirche geführt. Nach dem Gottesdienst beginnt die Freizeit; vorher hat noch die peinlich genaue Musterung des Schiffes und der Mannschaften durch die Commandanten ftattgefunden. Nach dem Mittagbrot strömen Hunderte von Beurlaubten in den großen Schiffs booten an Land; viele Besucher klettern auf die Schiffe und laffen sich alles Sehenswerthe zeigen. Der Bootsverkehr wird immer reger im ganzen Hafen; doch verläuft der Sonntag viel ruhiger und würdiger an Bord der Schiffe, als auf der unruhigen Scholle, wo ein Jeder glaubt, ohne Lärm, Gedränge und Trinkgelage sei kein Sonntagsvergnügen denkbar. Daß einige der Beurlaubten Abends in nicht ganz temperenzgemäßem Zustande an Bord kommen, das ist auch ein alter Seemannsbrauch. (Tägl. R.) CocaUs und Provinzielles. Gießen, den 25. August 1898. Empfang. Seine Königliche Hoheit der Großherzog empfingen am 24. August u. A. den Kreisrath Dr. Wallau von Lauterbach, den Pfarrer Bär von Lindheim. * * Aus dem Großh. Ministerium. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allerguädigst geruht, den Vortragenden Rath in der Abthrilung de» Ministeriums der Finanzen für Steuerwesen, Geheimen Obersteuerrath Friedrich Casimir De!»ler zum Minifterialrath in diesem Ministerium und zum Borfitzenden von deffen Abthrilung für Steuerwesen zu ernennen. Ruhestaudiversetzung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allerguädigst geruht, den Oberförster der Oberförsterei Gießen, Forstmeister Wilhelm Block zu Gießen auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner langjährigen, treu geleisteten Dienste, mit Wirkung vom 1. October d. I. an, in den Ruhestand zu versetzen. * ♦ Ordens'Berleihuug. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allerguädigst geruht, am 24. August dem Oberförster der Oberförsterei Gießen, Forstmeister Wil- Helm Block zu Gießen, au» Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand die Krone zu dem Ritterkreuz 1. Klaffe de» Verdienstorden» Philipp» des Sroßmüthigen zu verleihen. • * Nächtlicher Telephoudieust. Auf da» Gesuch eine» Arzte» aus Entrichtung nächtlichen Trlephoudienste» in den Großstädten hat da» Rrichspostautt unter dem 1. dS. Mt». folgende Antwort ertheilt: „Ihr Antrag auf Einführung des Nachtdienste» bei den Fernsprech-Bermittelung»- austalten großer Städte wird bei der beabsichtigten allgemeinen Neuregelung des Fernsprechwesen» als Material benutzt werden." ♦ * 1000 Radler! Wie wir erfahren, find bi» jetzt in Gießen 1000 Radnummer-Platteu auSgegeben worden. Nach Stand und Beruf geordnet, radelu: 194 Beamte (dabei find Militärpersonen einbegriffen), 64 Studenten, 215 Kaufleute, Fabrikanten, Reisende, 299 Gewerbetreibende (einschließlich Gesellen), 91 Schüler, 5 Privatier», 129 Damen, 3 Taglöhner (Arbeiter). Gießen hat rund 24,000 Einwohner, es kommt sonach auf 24 Personen ein Radfahrer. Der Zeitpunkt, bi» zu welchem der letzte Fußgänger ver- schwindet, dürfte sonach «och ziemlich entfernt liegen. • • tzundStage. Mit dem 23.August find die „Hunds- tage" zu Ende gegangen- sie haben ihrem Namen zu guter- letzt alle Ehre gemacht. — Al» fichere» Mittel gegen Schnaken und Fliegen wird in einer Zuschrift an den „Rhein. Curier" das „Phenol" (Carbol), wie folgt, empfohlen: Versuche haben dargethan, daß Fliegen in einer Pheuolatmosphäre bereits nach 30 Minuten jede Kraft verloren hatten, sich weiter zu bewegen- nur einzelne Zuckungen der Füße und de» Saugrüffels waren noch zu sehen, während bei einer Dauer von 45 Minuten der Tod eintrat. Der Versuch ergab ferner, daß Fliegen, die in einer solchen Phenolatmosphäre gefangen gehalten wurden, sich die größte Mühe gaben, in einen günstigeren Luftraum zu gelangen. Man stellt in flachen Tellern Phenol- lösung im Zimmer auf und läßt sie freiwillig verdunsten. Nach kurzer Zeit ist da» Zimmer mit Phenoldampf erfüllt und jedes Jnsect, sei e» Fliege oder Schnake, wird dasselbe mit tödtlicher Sicherheit meiden. Da das Phenol für den Menschen durchaus ungefährlich, im Gegeutheil wegen seiner Batterien vernichtenden Eigenschaft der Gesundheit förderlich ist, so kann da» Mittel schließlich unbedenklich erprobt werden. Natürlich müßte dabei beachtet werden, daß zwar nicht die frei verflüchtigenden Dämpfe, wohl aber das Phenol an sich ein stark wirkende» Gift ist; leichtfertig darf man also nicht damit umgehen — und namentlich Kindern muß e» unerreicht bar bleiben. Gelände Absperrungen. Gelegentlich einer Ausschuß- fitzung de» laudw. Vereins für Rheinhessen stand der „Franks. Ztg." zufolge ein Antrag des Herrn Lichtenstein- Wiedhäuserhof zur Berathung, wonach ein Einschreiten der Regierung herbeigeführt werden sollte, damit in Zukunft nie mehr während der Erntezeit Gelände mit intensivem laudw. Betrieb abgesperrt werden und daß überhaupt nie ohne vorheriges Einverständniß mit den von der Absperrung betroffenen Gemeinden und größeren Grundbesitzern derartige Maßnahmen von Seiten der Militärbehörden getroffen werden dürfen. Rach eingehender Begründung diese» Antrag» durch den Antragsteller erklärte der Regierungsvertreter, Herr Ministerial- rath Braun, Vorsitzender der „Oberen landw. Behörde", etwa Folgendes: Die Erregung de» Antragsteller» und der laudwirthschaftlichen Bevölkerung über die Geläudeabsperrungen sei vollauf berechtigt. Man möge ja nicht glauben, daß Großh. Regierung in dieser für die Landwirthschaft so wichtigen Angelegenheit Nicht» gethau hätte. Leider seien die Schritte, die Großh. Regierung im Sinn der Hinau»schiebung der Scharfschießübungen gethan, nur von geringem Erfolg gewesen. Er könne die Erklärung abgeben, daß die Regierung gesonnen fei, energisch vorzugehen, sie ginge noch viel weiter, al» es der Antrag Lichtenstein verlange, sie wolle überhaupt den Geläudeabsperrungen in Gegenden mit intensivem laudwirthschaft- llchem Betrieb ein Ende machen! — Diese klaren und bündigen Erklärungen de» Herrn Minifterialrath Braun riesen allgemeine Gevugthuung hervor. ** Der Internationale Verein der Gasthofbefitzer hat seinem neuesten Mitglieder-Berzeichniß ein Vorwort beigegeben, worin u. A. der Vorau»bestelluug von Wohnungen aus der Reise eine kurze Betrachtung gewidmet ist. An die Reisenden ergeht dabei die Bitte, vorausbestellte Wohnungen, die au» irgend welchen Gründen nicht bezogen werden können, so frühzeitig abzubestellen, daß deren anderweitige Vermiethuns an dem betr. Tag noch möglich ist- andernfalls möge der Besteller sich zu entsprechender Schadloshaltung bereit erklären. Das ist gewiß kein unbilliges Verlangen, denn bisher wurde den Gasthofbefitzern durch da» Nichtbeziehen vorausbestellter Wohnungen namentlich in der lebhaftesten Reisezeit recht beträchtlicher Schaden zugefügt. Aber auch die Reisenden, die nicht vorausbestellen, haben vielfach unter dem Uebelstaud zu leiben, indem sie am Tagesziel kein oder nur ungenügende» Unterkommen finden können, während schließlich in den Hotel» noch Wohnungen leer bleiben, weil die Vorausbesteller nicht eintrafen. Der Fortbestand diese» Zustande» müßte dahin führen, das Vertrauen in die Borausbestellungen allgemein zu untergraben. Eine rechtliche Verpflichtung, vorausbestellte Wohnungen bereit zu halten, ist ja nicht vorhanden, sofern die Bestellung nicht ausdrücklich genehmigt wurde, die Gasthofbefitzer möchten aber, nicht nur in ihrem eigenen, sondern auch im Interesse de» allgemeinen Reiseverkehr» gern dazu beitragen, den Reisenden die große Annehmlichkeit, sich eine Wohnung frühzeitig sichern zu können, zu erhalten. Da» ist inbeffen auf die Dauer nur möglich, wenn die Borausbesteller gleichfalls sich angelegen fein laffen, den Verhältnissen Rechnung zu tragen. * • Wetterbericht. Die Luftdruck - vertheilnng gestaltet sich heute ziemlich unregelmäßig. Da» barometrische Maximum erscheint in zwei Theile gespalten, von welchen der eine von den britischen Inseln sich über Frankreich und Süddeutschlaud erstreckt, der andere über dem Südosten de» Erdtheil» lagert. Innerhalb de» erstgenannlen Gebiete» treten mehrere Theil- minima, so über Belgien und dem Elsaß auf. Den Norden Europa» bedeckt eine Depression und zieht sich von ihr eine schmale Furche niederen Drucke» südwärt» durch den ganzen Continent. Dadurch werden die beiden erwähnten Gebiete hohen Druckes geschieden. — Voraussichtliche Witte» ru ug: Bei wechselnder Bewölkung zunächst noch zu Gewittern geneigtes Wetter mit strichweisen Niederschlägen. Arr» der Zeit für bU Kett. Vor 85 Jahren, am 26. August 1813, starb bei Gadebusch den Tod fürs Vaterland der Dichter Theodor Körner. Er fiel an dem Tage, deffen dämmernden Morgen er mit seinem letzten Liede: „Du Schwert an meiner Linken, was soll dein heitres Blinken?" begrüßt hatte. Seine uw* vergleichlichen patriotischen Poesien tragen den Titel: „Leier und Schwert". Unter seinen Dramen ist „Zriny" da» vollendetste. Körner wurde am 23. September 1791 zu. Dresden geboren. Derariföto» • Friedrichsruh, 23. August. Von unterrichteter Seite wird mitgetheilt, daß dem langjährigen Kammerdiener de» Fürsten Bismarck, Pinnow (der im Testamente des Fürsten mit 5000 Mk. abgefunden worden ist), in Berlin durch Vermittlung de» Kaisers eine sichere Lebensstellung geschaffen wird. Er wird wahrscheinlich Portier am Reichskanzlerpalais werden. Auch für einige andere Verabschiedete der FriedrichSruher Dienerschaft wird von Verehrern des Fürsten gesorgt werden. • Da» volkSthnmliche Wort des Fürsten Bismarck: „Wir Deutsche fürchten Gott, aber sonst nichts in der Welt" erinnert an einen Vo rfall im Alterthum, wo unter anderen Verhältuiffen ein ähnliche» Wort gesprochen tourbe- PoihbioS XVII. 1, 7. Philipp V. von Macedouien, an That- kraft und stolzem Selbstgefühl einem Bismarck wohl vergleichbar, aber als unumschränkter Herrscher, den nichts hinderte, oft mehr den Eingebungen seiner leidenschaftlichen Natur, al» staatsmännisch-kühler Berechnung zu folgen, an einem Staatsmann wie BiSmarck nicht entfernt zu meffen, war mit den Römern in der Zeit ihrer größten staatlichrn Kraft (200 v. Chr.) in Krieg gerathen: bei dem Versuche, da» große Alexander-Reich im Osten wieder herzustellen, hatte er Jntereffen von Staaten zweiten und dritten Range» verletzt, welche nun in Rom Schutz gesucht und gefunden hatten. Zwei Jahre dauerte der Krieg bereit». Philipp sah ein, daß er sich gegen Rom nicht würde halten können: er trat in Verhandlung mit dem römischen Feldherrn T. Quinctiu» FlamininuS. Auf seinem Admiralschiffe kam er in Begleitung eine» kleinen Geschwader» nach Ntkäa am malischen Meerbusen gefahren, wo ihn am Strande Flamininu» mit einem großen Stabe griechischer Fürsten und Herren erwartete. Gern wollten diese dem feingebildeten, von Eitelkeit nicht freien Römer als Staffage dienen, wenn sie nur die Freude haben konnten, die Dewüthigung de» ritterlichen König» mitanzusehen, und die Hoffnung au» seinem Sturze Nutzen zu ziehen. Anfänglich wollte der König die Verhandlungen vom Bord seines Schiffe» herab führen. Auf da» Ersuchen des römischen Feldherrn stieg er dann zwar aus, weigerte sich aber, die schützende Nähe seiner Schiffe zu verlaffen. Flami- niuuS fragte ihn, vor wem er sich denn fürchte. „Ich fürchte Niemand außer den Göttern", antwortete Philipp (tpoßei^ae £ I ÄÄ'S 5^' dormdtM, 7 vorhanden, UfJ di.sL ' W uhallen. Da» w veundievormbch^ l8e'WM«aX| L’**®* mutt ‘«»««TiMtBtrta, ” bit iln, Mb Tüddemichlvit ln btt Erdtheili la,en * tnttn atbriu Thn! l'°v Ns- Deo Noüei zieht fich bon lhr Jäitl durch den ganjn bin ttlvähr>tkv Tebitü ussichtliche Witte, zunächst noch zu Se« ieu NirderschlSgm. kl. Son nntenichtetn tte igln Aawmerdierei iir Im Testamente tü iwrbin Iß), In Verla sichere LebMeLw, $ >t\\u w W l6t andere Verabschirder ;tb von Verehrern hl Mn Bowtf: z,»1 nichts in der Welt' er ,lterthnm, »o ontn Wort gesprochen w on Macedonlrn/ an W' M 8to«i Jf irischer, den nichlt p feiner leidensch°ftl>ti- rff’Ä S« w>*5 <, ifitttn Aonzis ver “Ä D** i‘ mW* ta« Bit H* i U«b gjtdttll «tü « 5* »«“ L“ swi,"r!’ t« *» '° E U lll”‘ sN« . As ’/fjerte W 3i'üri“ nit« ei< **■ . W9* <*•«M 5 t °tn 11 Ss’»««* WS16®’X litt«1' ® -.s-i'/L •*£ oM'8,|!L( ä>‘ einen festlichen Empfang begehen können. Freilich fand die Feier in beschränktere« Maste statt al» in früheren Jahren, und «an hatte anch mit Rücksicht auf das hohe Alter bei Papstes keinen der Prunksäle, sondern den Saal der Privatbibliothek zum Ewpfangßraum gewählt. U« 12 Uhr waren boxt die Earbtnäle, bie Patriarchen, die Erzbischöfe und Bischöfe, bie römischen Prälaten und Collegiumsvorstande, die Malteser-Ritter, baS biplomatischr Torps, die römischen Patrizier uub bie päpstlichen Kammerherren versammelt. Fünf Mtnmen nachher erschien ber Papst, begleitet von seinem Leibarzt, be« Professor Lapponi, und ließ sich auf einem erhöht stehenbea Sessel nieber. Ja seiner bekannten, mit Humor gewürzten Liebenswürbigkeit begann Leo XIII. sofort die Eonversation - er sprach von den Festen in-feiner Ge- dächtnißkirche, der Joachimskirche in Rom, den auf den Tag fallenden Kirchenfesten in Palestrlna und von den kirchlichen Lentennarfesten in Bergamo. Schließlich liest er sich über den großen eucharistischen Congreß in Brüssel Bericht erstatten und richtete bann einige Worte an bie Zunächstfitzenben. Segen 1 Uhr war ber Ewpfaag zu Enbe, die Versammlung löste fich auf unb an ihrer Statt traten jetzt bie Vertreter der röwtschen Vereine ein, bie bem Papste ben Fuß küßten unb zugleich ihm bie üblichen Namenstagsgeschenke überreichten. Unter Anberm erhielt ber Papst werthvolle Mifiales, bie das Haus Pustet in Regensburg gesandt hatte. • Heber daß Privatvermogen bei Pspsteß Leo XIII. schreiben römische Blätter: Kein Papst, ber je regiert, hat währenb seines Poutificates so viel Geschenke erhalten, wie Leo XIII., der es zugleich auch verstauben hat, fie zusammenzuhalten, damit fie nach seinem Tobe ein eigenes Museum bilben sollen, bas seinen Namen tragen wird. Die Geschenke, bie Leo XHL erhalten, finb: 28 mit ben kostbarsten Edelsteinen besetzte Tiaren, 319 mit ben kostbarsten Juwelen besetzte Kreuze, 1200 Selche aus Golb unb Silber, 81 Ringe, von benen ber vom Sultan gespenbete allein schon einen Werth von 600000 Lire hat. Weiter ein großer Diamant, gespendet vom Präsidenten von Transvaal, Herrn Krüger, der auf 20 Millionen Lire geschätzt wird,- 16 Pastorale aus Golb unb mit kostbaren Edelsteinen besetzt- 884 Osten- fetten aus Gold unb Silber- sieben Statuen aus Gold unb Silber- schließlich noch etwa tausenb anbere Kunstgegenstände. Maa gehr daher wohl nicht irre, wenn man ben Werth aller dieser Gegenstände auf 60 Millionen Lire schätzt. Was dann bas Baargelb anbelangt, bas Leo XIII. für die Kirche er- wirthschaflet und tu Gold in den verschiedenen Banken niedergelegt hat, so dürfte eS dem von Pius IX. ersparten, das auf 40 Mill. Lire geschätzt wird, nicht nachstehen. • Der GemeiNderathSvorsitzenbe Stadtrath Baruch in Greiz hielt tu der letzten Sitzung eine Gedenkrede auf viSmarck, bei der alle Mitglieder, auch die Socialdemokraten aufstanden. • Der getreue Eckart. Ein elegant gekleideter Ham- bürg er befand fich sehr unwohl. Er litt unter jenem Unwohlsein, daS herzlose Menschen als Aleohol-Jntoxication bezeichnen. Ec legte die Hafenstraße in wunderschönen, regelmäßigen Serpentinen zurück unb sang bazu mit leiser Stimme. Ein Gaßcandelaber vertrat ihm so plötzlich ben Weg, baß ber Leibende mit ber Schulter gegen ihn anprallte. Der Kranke blieb, an ben Eandelaber gelehnt, stehen, unb nahm seinen Gesang gewifienhaft da wieder auf, wo er ihn unterbrochen hatte. Em biederer unb tugendhafter Hafenarbeiter hatte Alles dieses mit angesehen. Er trat hinzu unb legte bem eleganten Herren befchetben unb sanft die Hand auf bie Schulter. In seinen ehrlichen, wettergebräunten Zügen malten sich väterliches Wohlwollen, Mitgefühl und HülfSbereitschafr. Unb nachdem er aus allen Winkeln seines GedächtniffeS sein bestes Hochdeutsch zusammengerafft hatte, sprach er zu bem Leidenben mit freundlicher Milbe: „SRcta Herr! Wenn Sie büffen Laterneopfahl umlaufen wollen, kann müssen Sie ’n viel größeren Anlauf nehmen!" Jugend. • Hebet die französischen Juden schreibt ber „Hannöv. Courier": Unter ben 11« bis 12,000 israelitischen Familien tn Parts gibt es 5- bis 600, eher weniger, die sehr reich find und in der Bank- unb Börsenwelt eine hervorragrvdr Stellung einnehmen. Hierin besteht bie Macht bei dortigen Judenthums, die tn bem auf mehrere Milliarden geschätzten Hanse Rothschild gipfelt. Neben ihm wären noch (Furtado ) Heine, Fould, DreyfuS, Hirsch, Erlanger, Königswarter, Camondo, Ephrussi, Haber, Schnapper, Günzburg u. S. zu nennen. Alle diese Bankherren machen auch große Geschäfte t« Auslande, btl nach Rußland unb Südamerika. Sie geben viel Gelb aus und befitzcn Paläste, Landgüter, Renn- stalle u. s. w. Rothschild ist, mit 150,000 ober sogar 180,000 Hektaren Landgütern unb große« HanSbefitze in Paris, ber größte Grund- und Weingutsbefitzer Frankreichs. Die weiteren 2- bis 3000 ilraelitifchen Familien, die fich etnel größeren Wohlstandes erfreuen, beschäftigen fich zum guten Thetl «it gewerblichen Unternehmungen jeder Art, anch mit Buchhandel und Preffe. Der Handel mit Diamanten, allen und neuen Gegenständen der Kunst und des Luusthandwerkl befindet sich größtenthellS in jüdischen Händen. Drei- bis vierhunden Juden find Offiziere und Beamte, viele find Aerzte, Ingenieure, Gelehrte, Profefforen, Schriftsteller, Musiker, Schauspieler, von den oben angeführten 500 bis 600 reichsten Jubenfamllien gtebt el nur wenige, bie keine Christen unter ihren Mltgliebern zählen, vier ober fünf Fräulein Rothschilb finb getauft unb mit Christen verheirathet, bie Fürstin von Monaco, verwittwere Herzogin Richelieu, Ist eine geborene Heine (aus New 2)ork), eine anbere Heine ist Herzogin von Elchlngen- in mindestens dreißig oder vierzig Familien find alle Töchter getauft unb mit Christen verheirathet. Mehrere bteser reichsten Familien (Baronin Oppenheim, Graf Cohen b'AnverS) sind ganz christlich geworden. Der französische Adel und daS vornehmere Bürgerthu« find daher schon stark mit semitischen Familien verschwägert und durchsetzt. Sehnlich verhält eS fich auch bei den übrigen Juden, btl herab zu den ärmsten unter ihnen/ • Daß neueste Andree-Gerücht. Ein Telegramm aus . Britisch-Columbien meldete bekanntlich: „Der Capitän be« Walfischboote« „ThifUe" schoß eine Andrse-Taube mit der Botschaft von Andröe. daß er wohlbehalten sei und den Nordpol erreicht habe. AndrSe« Namen sei auf eine Feder gestempelt gewesen." Da seit Andree« Flug zum Nordpol jetzt volle 14 Monate vergangen find, so erscheint e« nicht annehmbar, daß jetzt noch Brieftauben mit dem Stempel des wagemuihigen Luftschiffers die arktischen Regionen durch- fliegen könnten. Der gleichen Ansicht sind das „Aftonbladet", das zu Andree bekanntlich in enger Beziehung steht und das „Dagbladet" in Stockholm. Mehr Zutrauen zu diesem Gerücht hat der große Nordpolforscher Freiherr v. Nordenskjöld, der auch bei den früheren Nachrichten nicht den Zweifel anderer Autoritäten auf dem Gebiete der geographischen Forschung und Luftschifffahrt theilte, sondern stets einer zuversichtlichen Auffassung hinneigte. Seine Meinung über die neueste Andree-Kunde berichtet das folgende Privattelegramm des „Berl. Loc.-Anz.": Stockholm, 18 August. Professor Norden- fkjölb theilte in einer mir gewährten Unterredung keineswegs den Standpunkt des „Aftonbladet" und des „Stockholmer Dagbladet". Er hält es im Gegentheil für durchaus mög- lich, daß Andröe, nachdem er ben Norbpol erreicht hatte, jene Taube mit ber günstigen Botschaft losließ. Daß bie Taube in ben sibirischen Gewässern von Walfischjägern geschossen würbe, ist seines Erachtens ganz natürlich, ba sich gerade im August sehr viel Walfischboote nördlich des Berings- sundes aufhalten. Professor Nordenskjöld glaubt bestimmt, daß Andree am Leben und auf dem Rückwege begriffen ist. Nur könne freilich kein Mensch wissen, wo er sich gegenwärtig befindet. — Im Gegensatz zu Nordenskjöld äußert sich Dr. Eckholm in Stockholm, der seinerzeit die Luftreise mitzumachen beabsichtigte, aber davon zurückkam, sehr skeptisch gegenüber der Nachricht von der in den Nordpolargegenden angeblich geschossenen Andröe'fchen Brieftaube, die die Meldung bei sich getragen habe, Andree habe den Nordpol erreicht. Dr. Eckholm hält diese Meldung für völlig grundlos. Eine Andröe-Taube hätte vielleicht im Sommer vorigen Jahre« geschossen werden können, aber nicht jetzt. Daß Andree den Nordpol erreicht habe, erscheint Dr. Eckholm ausgeschlossen. Durch eigene Anschauung habe er die Ueberzeugung gewonnen, daß Andröe wegen ber nicht hinreichenden Tragfähigkeit des Ballons und ber unzulänglichen Ausrüstung ber ganzen Ex- pebition unmöglich ben Norbpol habe erreichen können, aus biefem Grunde fei er auch von der Theilnahme zurückgetreten. Die Möglichkeit, daß Andree noch lebe, sei vorhanden. Habe er in Franz-Josefland überwintert, so könne man seiner Rück- kehr mit der Wellmann'schen Expedition im September dieses Jahres entgegensehen. Auch Nansen erklärt das neueste Gerücht aus Britisch-Columbien für unglaublich. * Die Hochzeit von Goethes Eltern. Ein Goethe- Gedenktag war, wie das „Kleine Journal" mitthellt, der 20. August, der hunderfünfziajährige Jahrestag ber Vermählung von Goethes Eltern. Am 20. August 1748 führte bet kaiserliche Rath Johann Caspar Goethe im 39. Lebens« jahre bie erst 17 Jahre alte Tochter des Schultheißen Textor, Katharina Elisabeth, vor ben Traualtar. Der Vater bes Rache« Goethe war bekanntlich der Schneidergeselle Friedrich Georg Goethe, der Sohn eines Hufschmieds zu Alleren in Thüringen, der nach vollbrachter Lehrzeit, nach einer Wanderung durch bie sehenswerthesten Stäbte Deutschlands unb einem mehrjährigen Aufenthalt in Frankreich feine Schritte endlich bem unteren Main zuwanbte unb sich 1687 mit ber Tochttr des Frankfurter Schneidermeisters Lutz verheirathete, welche jedoch schon 1700 starb. Dann heirathete er nach fünfjährigem Wittwerstande eine wohlhabende Wittwe und Besitzerin des Gasthauses „Zum Weidenhof", Cornelia Schellhorn, der zu Liebe er dem Schneiderhandwerk entsagte und Gastwirth wurde. Dieser zweiten Ehe entstammte Rath Goethe, der am 31. Juli 1710 geboren ward. • Damm die Aehnllchkeit „Entschuldigen Sie, aber mir ist, all müßten wir uni kennen. Sind Sie nicht ein Bruder oder ein naher verwandter Major Gibbs?" — „Nein, ber bin ich selbst." — „Ach, wirklich? Darum die Aehnlichkelt!" Unioerfitäb - Nachrichten. — Au« Bonn wird oom 23. d. MtS. geschrieben: Der FeriencursuS für Damen an der diesigen Universität hat sein Ende genommen. Die Bethelligung war eine stärkere, als voriges Jahr; sie betrug 163. Von diesen waren ca. 100 Lehrerinnen und Schulvorfteherinnen. Außer ben Vorlesungen wurden daS hiesige Provinzialmuseum, daS Brühler Schloß, daS Kölner Museum rc. unter Führung von Professoren, bezw. deS HosrathS Aldenhoven besucht. Der Cursus im nächsten Jahre soll eine Erweiterung dahin erfahren, daß neben ben Vorlesungen auch Repetitorien eingerichtet werden, um bas Gehörte zu vertiefen. ES dürften die Ferienkurse für Damen Hierselbst sich wohl zu einer dauernden Einrichtung gestalten. — Würzburg. Zum 25jihrigm Docenten-Jubiläum be« Augenarztes Professor von Michel wurde dem Jubilar von ehemaligen Assistenten und Schülern eine Schmuck Cassette überreicht, die ein Meisterwerk der Königl. Kunftgewerbeschule in Stuttgart ist. — Der außerordentliche Profeffor an der Universität Marburg, Dr. W. o. Blume, ist als ordentlicher Profeffor deS römischen und bürgerlichen Rechts nach Rostock berufen worden. Als sein Nachfolger ist Privatdocent Dr. F. Leonhard in Göttingen tn Aussicht genommen. — Brüssel. An Stelle deS verstorbenen Alphonse Pivier ist M. Ernest NyS zum Profeffor deS Völkerrechts an der Universität Brüssel ernannt worden. Lirige-au-t. Siehe«, 24. August 1898. Die Bieberthalbahn ist nunmehr dem Verkehr übergeben unb begrüßt man es allseits, daß man nunmehr die benachbarten Orte schneller erreichen kann. Es bat sich die Bahn auch schon ganz gut bewährt, wie dies am oerfloffenen Sonntag und Montag zu Tage getreten ist: ein Mißstand jedoch, ben die Bahnverwaltung möglichst bald abstellen möge, soll hier erwähnt werden. Bei vollgepfropftem Zug kommt nämlich ein Mann mit einer nichts weniger als sauberen großen Oelkanne und drängt sich mit derselben durch Damen^und Herren nach dem am Fußboden d«4 Wagen« befindlichen Schmier loch. wobei e6 vorkam, daß den Paffagieren die Kleider unversehen« eingeölt wurden. Um Abhilse bitten ______Mehrere Passagiere. verkehr, Land- nnd volkswirthschaft. Gießen, 25. August. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Psd. X 1.00—1.20, Hüdncreicr per St. 6—7 2 St. 11—13 H, Enteneier 2 St. 14—15 Gänse- et» per ©t. 12-00 H, Käse 1 St. 5-7 Näsemaile per St. 3 Erdien per Örter 18 Ltnsen per Liter 30 H, Tauben per Paar JL 0.80—0.00, Hühner per St. X 0 85—1.20, Hahnen per Stück X 0.65—1.00, Enten per St. X 1.50—1.80, Gänse per Pfund 0 00—0.00, Lchsenfleisch per Psd. 66—74 H, Hub- und Rindfietsch per Psd. 62—66 H, Schweinefleisch per Psd. 68—76 Schweinefleisch, gefallen, per Pfd. 76 Kalbfleisch per Pfd. 60—64 Hammelfleisch per Pfd. 80—00 Kartoffeln per 100 Kilo 6.00 bt8 8.00 X, Weißkraut per St. 0—00, Zwiebeln per (Str. X 5.00—6.00. Milch per Liter 16 H. Dauer der Marktzeit von 7 Uhr Morgen« bi« 1 Uhr Nachmittags. Während der ersten 3 Stunden der Marktzeit daft im Umherziehen nicht feilgeboten werden. liwHri, 24. August. Frachtmarkt. Roth er Weizm X 14,14, weißer Weizen X 00.00, Ronr, alte«, ,* 00.00, neue« X 10,17, Gerste X 00.00, Hafer X 8.40. Temperatur der Lahn und Lust nach Reaumur gemeffen am 25. August, zwischen 11 u. 12 Uhr Mittag«: Wasser 18°, Luft 15°. Rübsarnen'sche Badeanstalt. Neueste Nachvichten. Depeschm bei Bureau »Herold". Berlin, 25. August. Zu dem Präsidialgebäude des Reichstages wird, wie verlautet, im October der Grundstein gelegt werden. Für diesen Zweck Ist das gegenüber der Ostseite des Reichstagshauses am Relchstagsnser gelegene Grundstück angekauft worden. Da« Plenum des Reichstages hatte In der letzten Tagung hierfür vorläufig 750 000 Mk. bewilligt. Hamburg, 25. August. Gegenüber der von einem Berliner Blatte verbreiteten Meldung, daß hier durch Explosion von Feuerwerkskörpern eine größere Anzahl Menschen schwer verwundet worden seien, ist Folgendes fest- zustelleo: Bet dem Turnfeste des veddeler Turnvereins auf der Elbtnsel Pente fiel eine schlecht befestigte Rakete ins Publikum. Der leinene Turneranzug eines Knaben gerteth in Brand und der Knabe erlitt einige Verletzungen. Ein Herr stieß ihn entschlossen ins Wasser, wodurch er dem Knaben daS Leben rettete. Außerdem brachte die Rakete mehreren Personen, meistens Knaben leichte Brandwunden bet, Dte entstandene Pantk wurde bald unterdrückt. Prag. 25. August. Der slavtsche Katholikentag nahm eine Resolution an, tn welcher die Wiederherstellung der weltlichen Macht deS Papstes verlangt und gegen ba« moderne Theater sowie gegen den Huß-Cultus protesttrt wird. Budapest, 25. August. Die gestrige österreichisch- ungarische Aus g letchs - Conf e renz hat keine Annäherung ergeben. Da« österreichische Cabtoet weigert fich, den Inhalt der Badent-Banffy'schen Vereinbarungen jetzt ins Leben treten zu lassen. Lemberg, 25. August. Dte Stadt Baranow wurde von einer großen Feuersbrunst heimgesucht. 200 Wohnhäuser sind total niedergebrannt. Ehtasso, 25. August. Wte von gut unterrichteter Seite bekannt wird, wird der Belagerungszustand über Florenz am 27. August und der über Mailand am 3. September aufgehoben werden. Bozen, 25. August. Der Gntsbefitzer Pont eggt ist auf dem Trentino von einer 70 Meter hohen Felswand abgestürzt. Er war sofort tobt. Paris, 25. August. Major E st erh azh erschien gestern vor dem Untersvchungsrath. Die Mitglieder desselben beobachten vollständige» Stillschweigen über die stattgehabten Verhandlungen. Paris, 25. August. Wie verlautet, intervenirte Frankreich in Washington zu Gunsten des verbleibens der Philippinen bei Spanien. London, 25. August. „Daily Mail" berichtet auS Kingston, es sei unrichtig, daß die öffentliche Meinung tn Jamaica den Wunsch ausgedrückt habe, die Abtretung an die Vereinigten Staaten von England zu erlangen. Madrid, 25. August. Die Preffe bespricht vielfach den vom Kaffer Franz Josef erfolgten Ankauf der Villa Don Carlos. Man schließt auS dem verkauf, daß Don Carlos fich in großer Geldverlegenheit befindet. Washington, 26. August. Die Auflösung der Regimenter wird mit der größten Beschleunigung betrieben. Zwölf Regimentern, darunter neun Infanterie-Regimentern, ist bereits dir Mittheilung über die Auflösung zu- gegangen. Chicago, 25. August. Gestern find hier wieder 28 Fälle von Sonnenstich vorgekommen- vier davon fivd tödtlich verlaufen. 10 FlarnmriS je für 4—6 Personen lassen sich aus 1 Pack«! Mondamin A 60 Psg. Herstellen. Erscheint der Preis auch etwa« hoch, so ist wiederum Mondamin dermaßen ergiebig, daß sehr wenig davon zu einem Flammri gehört. Ter durch Mondamin erlangte zarte unb köstliche Geschmack ist unvergleichlich, weil frei von jedem Beigeschmack. Die« wolle dte HauSftau besonders beachten. Im Uebrigen bürgt für die gute Qualität Brown und Polson'S 40jährtger Wellrus. Mondamirl ist in allen einschläg. Geschäft, z. hab. Engros bei Türk il Pabst, Frankfurt a. M. Seiden-Damaste Mk. 1.35 sowie schwarze, weiße und farbige Hennederch-Eetde von 75 Ps. bis Mk. 18.65 p. Met. — in den modernsten Geweben, Farben und DesstnS- An Private porto- and steuerfrei Ins Haus. 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Jede Mutter kann fich diese Freude bereiten, wenn sie ihre Kleinen mit Knorrs Hafermehl ernährt, das auf die Entwicklung des Säuglings außerordentlich günstig einwirkt und in dieser Hinsicht von keinem Concurrenzfabrikat erreicht wird. die herzlichstku EMwünsche. Die Getreue» des HumauitaS. ooooooooooocoooooooooooo Unserem lieben Mitglieds und ver- Redegewandte Herren und Damen finden auf ein soeben erschienenes Prachtwerk ersten Ranges, ohne Concurrenz, bei 25 pCt. Provision in allen Theilen Deutschlands lohnende Beschäftigung. Offerten an die Expedition dieses Blattes unter Nr. 8447 erbeten. Kemeinderathswahl zu Nch. Auf dm Vorschlag fortschrittlicher Wähler in Nummer 67 des Licher Anzeigers sei hiermit erwidert, daß Herr Spengler Walz sich die Ccmdi- datur zum Gemeinderathsmitglied verbeten hat, er also gegen seinen Willen als Candtdat genannt wird. Der mit dieser Aufstellung geplante Schachzug ist durchschaut. Es wird gebeten, im Jntereffe des Gemeindewohls die als tüchtig erkannten Herren: Jakob Jhring, August Förster und Ludwig Sch er ff zu wählen. Bemerkt wird noch, daß die im Monat Juni 1898 fällig gewesenen, aber nicht bezahlten Communalsteuern die Ausübung des Wahlrechts nicht Bekanntmachung. Mittwoch de« 31. d. Mts., Nachmittags um 2 Uhr, kommt ein der hiesigen Gemeinde gehöriger fetter Iasetochs auf hiesiger Bürgermeisterei zur Versteigerung. Beuern, den 24. August 1898. Großh. Bürgermeisterei Beuern. 8457] Reinliches Laufmädchen für 1. September gesucht. _____________Ludwigsplatz 15, U. Abends 8 Uhr r Iamilien-Aöend im Wiener Kos. Sing futter für Kanarien, „Ceres“, bestes Kanarien-Aufzuchtfutter, Nachtigallen-, Drosseln-, Papageien-, Prachtfinken-, Cardinal-, LerchenMeisen-, Dompfaffen- und Specialfutter für alle einheimischen Finkenarten, „Exquisit“, Feinfutter für zarte Weichfresser, Voss? scher patent. 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I. auszuführenden Drainagen sollen die dabei vorkommenden Graben- und Rohrverlegungsarbeiten (zu- nächst 13700 Meter), sowie das Anfahren der Röhren, Freitag den 2. September d. I., Vormittags 10 Uhr, auf dem Rathhause zu Ostheim öffentlich vergeben werden. Voranschlag und Bedingungen liegen auf Großh. Bürgermeisterei zu Ostheim zur Einsicht offen. Gießen, am 24. August 1898. Großh. Culturinspection Gießen. Ät. Schlachthaus. Freibank. 8373 Heute und morgen: WW 54 M AchminMch 45 psg. chute Ginmachfässer (Weinfässer) billig abzugeben. 8459 N. Körber, Neuen-Bäue 6, part. D. Kaminka Uhrmacher, Gofd-undSiföerwaaren, W Giessen, Marktplatz 18, M empfiehlt sein reichhaltiges Lager bei streng reeller Bedienung. Solide Preise. Reparaturen schnell und billigst. 8352 In einer hiesigen Ligueurfabrik mit Weinhandlung findet ein tüchtiger, solider uuger Manu mit prima Referenzen ür Comptoir und kleinere Reisen dauernde Stellung. — Offerten unter V. 8435 befördert die Exped d. 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