ten WilDi« WVkhktig. mm. ^'utritt 40 Pfg, w rwagen! ter Auswahl und gr- ßreiseu. aus Lager. .50 an. 14428 । MlSW 19. Uten» 3t sich durch Anwendung M uttb Simpeln MW 1 arbeit in fchEM ut Maritvich 2. Bedienung- Zs l«98' 18« HM»" Jw* 'xaN?-' n1 l. * L gang von Iler Art Nr. 172 Zweites Blatt. Dienstag den 26. Juli 3 SOS LGrchmer Anzeiger itfUrljätrl«! 2 8>/3.t »1) meecind} 76 1*4 mit K'rmarrieb» Bti IJotHM S Mark 50 Pi ewrtelWHt* ■ von Anzeigen zu der Nachmittags für den ßolDenden Tag erscheinenden Wummer bis Lorrn. 10 Uhr. Heneral-Anzeiger Ave Anzetgen-Bermttllungsaeklea des In- und WeWe*l nehmen Anzeigen für den Siebener »114«*« Amts* uttb Anzeigeblatt für den "Kreis Gießen. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. ebI,fl'Nt VXÄm" Amtlicher Theil. Bekanntmachung, betreffend die Prüfung der Bewerber um die Berechtigung zum einjährig'freiwilligen Militärdienst im Herbst 1898. Diejenigen jungen Leute, welche beabsichtigen, sich der im Herbst 1898 stattfindenden rubr. Prüfung zu unterziehen, werden hierdurch ausgefordert, ihre deßfallsigen Gesuche um Zulaffung bei Meldung des Ausschluffes von Lieser Prüfung spätestens bis zum L. August 1898 Lei der unterzeichneten Commission einzureichen. Hinsichtlich der Anbringung der Gesuche wird im Spe- eiellen das Folgende bemerkt: 1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prnfuugs - Com« «isfion nut daun einzureichen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum Hessen seinen dauernden Aufenthalts- ett hat. 2. Die Zulaffung zur Prüfung kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr erfolgen. 3. DaS Gesuch muß von dem Betteffenden selbst geschrieben sein. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adreffe angegeben wird. 4. Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a. Gebnrtszeugniß; b. Sinwillignngs Attest des VaterS oder Vormundes mit der Erklärung über deffcn Bereitwilligkeit, den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten, sowie die Kosten für Wohnung und Unterhalt zu übernehmen. Die Fähigkeit hierzu ist obrigkeitlich zu bescheinigen und muh die Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt sein- c. ein Unbescholtenheitszeuguih, welches von der Polizei- Obrigkeit oder der vorgesetzten Dienstbehörde auszustellen ist- d. ein selbstgeschriebener Lebenslauf. 6. In dem Gesuche ist außerdem anzugeben, in welchen zwei stemdeu Sprachen (von Französisch, Englisch, Lateinisch und Griechisch) der sich Meldende geprüft sein will. 6. Ist bereits früher ein Gesuch um Zulaffung zur Prüfung eingereicht worden, so bleibt dem erneuten Gesuche nur ein Unbescholtonheitszeugniß beizulegen. Heber die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden gestellt werden, gibt die Prüfungs-Ordnung (Anlage 2 zur Wehr-Ordnung vom 22. Novbr. 1888 — Regierungs-Blatt Nr. 27 von 1894) Aufschluß. Bezüglich des Prufungstermius, sowie des Locals, in welchem die Prüfung stattfindet, erfolgt eventuell weitere Bekanntmachung; auf specielle Ladung kann nicht gerechnet werden. Darmstadt, den 9. Juli 1898. Großh. Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: Dr. Kayser. Betanntmachung, bett.: Die Aufnahme von Zuchtthteren tu daS Vogelsberger Herdbuch. In den Monaten August, September und Oktober »erben im Oberheffischen Zuchtgebiet des Vogelsberger Vieh» eine Anzahl Körtermine von der betreffenden Commission abgehallen werden. Damit diese Termine planmäßig an- gesetzt werden können, ersuche ich diejenigen Landwirthe, welche Thiere anfaehmen lasten wollen, dieselben baldgefälligst bei dem Geschäftsführer des 1. KörbezttkeS Herrn Oberverwalter Beilfteiu in Laubach anzuzeigen. Die Termine selbst werde ich noch besonders bekannt geben. Laubach, am 20. Juli 1898. Der Präsident des landw. Verein- von Oberheffen. Friedrich Graf zn SolmS-Laubach. Bekanntmachung. Der Tchotteoer Tommermarkt — Biehmarkt - wird am 1. und 2 August abgehalten. Der Auftrieb der Thiere zum Markt beginnt nm 4 Uhr Morgens. Früher dürfen die Thiere nicht auf der Straße auf- zestellt werden. Der Auftrieb des Rindvieh» erfolgt am 1. August vom sogen. Kreuz und von dem Hause de» Ludwig Spamer I. au», am 2. August nur vom Hause deS Ludwig Spamer I. aus. Der Austrieb der Schweine am 2. August erfolgt vom Schießhorst quI. Bei dem Auftrieb sollen nicht mehr als zwei Stück Rindvieh zusammeugekoppelt fein. Schotten, den 20. Juli 1898. Großherzogliches Kreisamt Schotten. Schönfeld. Bekanntmachung. An die Abhaltung der auf den 27. d. Mt». in Wetzlar und auf den 28. d. MtS. in Leun anstehenden viehmärkte werden zur Verhütung der Verschleppung der Maul» und Klauenseuche folgende Bedingungen geknüpft: 1. Für den Auf- und Abtrieb der Thiere ist je eine bestimmte Stelle zu schaffen. Die Benutzung anderer Stellen für den Auf. und Abtrieb, ebenso daS Handeln mit Vieh außerhalb bei Marktplatzes ist verboten. Der Auftrieb beginnt um 8 Uhr Vormittags. 2. Auf ben Markt bflrfen nur Thiere auS feudjefreien Orten, bereit Führer mit gültigen behörblichen UrfprungSzeugniffeu versehen sinb, aufgetrieben werben, Thiere von Hänblern aber nur bann, wenn in jenen Ursprungszeugnissen weiter bescheinigt ist, baß die Thiere sich die letzten sieben Tage in un» verseuchtem Zustand in seuchefreien Orten befunden haben. Im Uebrigeu gilt für die Einführung von Händlervieh in Den Streit Wetzlar die in Nr. 109 dcS Wetzlarer Anzeigers vom 11. Mai 1897 veröffent- lichte polizeiliche Anordnung deS Herrn Regierung-- Präsidenten zu Coblenz vom 13. April 1897. 3. AuS dem Großherzogthum Heffen, de« preußischen Oberlahnkreise (Weilburg) und dem Dillkreise dürfen Rindvieh, Schweine und Schafe nicht aufgetriebeu werden. 4. Bei dem Auftrieb der Thiere hat der Eigeuthüwer oder Führer dem anwesenden Polizeibeamten daS unter Nr. 2 erwähnte UrsprungSzengniß vorzuzeigen. Außer von der Controle der UrsprungSzeugnifle ist der Austrieb von der vorherigen Besichtigung und Nichtbeanstandung der Thiere durch den KretS- thierarzt abhängig. Wetzlar, den 21. Juli 1898. Der Königliche Landrath. Deutsches Reich. Berlin, 23. Juli. Der Kaiser lud, wie verlautet, auch die kirchlichen Vertreter Oesterreich-UngarnS zur Theil- nahme an seiner Palästinafahrt ein. Berlin, 23. Juli. Nordlandreise. Der Kaiser begab sich Donnerstag Abend 8y2 Uhr mit den Herren der Umgebung an Bord der Yacht »Prinzeß Alice" zur Beod- achtuug der Tiefenforschungen, deren Ergebuiß sehr iutereffant war. Gleichzeitig konnte auf hoher See die Mitternachtssonne beobachtet werden. Die Rückkehr nach den Lofoten erfolgte Freitag Nachmittag 2'/, Uhr. An Bord Alle- wohl. Der Kaiser unternahm am Freitag einen zweistündigen Spaziergang an Land und gedachte Sonnabend Vormittag 10'/, Uhr nach dem Hanlandfjord in See zu gehen. Berlin, 23. Juli. AuS Coburg wird gemeldet: An der Feier der Hochzeit deS Herzogs Ernst Günther zu Schle-wig-Holstein werden iheilnehmen: die Kaiserin, der Großherzog und die Großherzogin von Heffen, Prinzessin Friedrich Leopold, der Fürst und dte Fürstin von Bulgarien, die Prinzessin Ferdinand von Rumänien und die meisten schleswig-holsteinischen und coburgischen fürstlichen Verwandten, ferner der preußische Gesandte in Weimar, Baron Golliuet für den König von Belgien, sowie die bisherigen RegimentS- Commaodeure de- Herzog- Ernst Günther. Berlin, 23. Juli. Der ^Local-Anzeiger" meldet au- New-York: In Washington fand gestern eine Besprechung zwischen Mac Kinley und dem deutschen Botschafter statt. Der Präsident versicherte, er sei von der loyalen Haltung Deutschland- überzeugt, für den Fall die Insurgenten bei Neuordnung der Dinge auf den Philippinen Schwierigkeiten machen sollten. Der deutsche Botschafter überbrachte die Mnctt Versicherung de- Kaisers, Deutschland sei Amerika freundlich gesinnt. Wie offieiö- eonstatirt wird, erbot der Kaiser freundschaftliche Offenheit bezüglich der amerikanische \ Absichten betreff- der Phitippinen. Ausland. Paris, 23. Juli Der DreysuS freundliche Matin" versichert au- bester Quelle, Pathy du Clam habe Esterhazy bei der Anfertigung von geheimen Telegramme« an Oberst Picquart mit Rath und That unterstützt. D c Enthüllungen bei dem bevorstehenden Proceß würden zahl« reiche höhere Offiziere belasten und da- größte Aufsehen \n Frankreich und im Au-lande machen. — Der bi-herige günstige Verlauf de- Kriege» hat da» Selbstgefühl der Amerikaner zu einem hochgradigen Chauvinismus gesteigert. Ein Beispiel von seiner Stärke mag genügen. In New York fand dieser Tage ein Schützen- fest statt, bei dem ein hochangesehener New Yorker, Herr Weber, eine Rede hielt, in der er u. A. ausführte: yÄl» am 8. Juli die drei Ehrenschüffe abgefeuert wurden, da galt der zweite dem Erfolg unserer Waffen zu Waffer und zu Lande, und zu derselben Stunde ging unser Wunsch in glänzende Erfüllung, denn unsere Flotte hat eine That vollbracht, welche die höchste Bewunderung der ganzen Welt erregt hat uno den amerikanischen Namen auch in solchen Ländern zu Ehr«u bringen muß, In denen man bisher stet» nur von .amerikanische« Krämerseelen" verächtlich gesprochen hat. Auch ohne Kaiser und König kann eine Nation Helden gebären, und da- altersschwache Europa wird endlich begreifen müffen, daß in nicht ferner Zeit da» freie Land (?) Amerika e» sein wird und muß, welche» die Weltgeschichte macht!" — Ueber die weiteren Absichten Amerikas gegenüber Spanien erklärte io Washiugtou eine hochgestellte Persönlichkeit: Watson werde keine spanischen Städte bombarbiten, sondern der Hauptzweck seiner Entsendung sei, die Flotte Samara- zu finden und anzugreisen. Die Amerikaner wollten die Canarischen Inseln nicht annectirin und würden Havanna nicht angreifen, so lange da- gelbe Fieber dort herrsche. Die Ladroneninsel Guano würde man al- Kohlen- und ProviantirungSstatiou behalten, die Entscheidung bezüglich der Philippinen hänge von Umständen ab. Die kubanischen Aufständischen werde man freundschaftlich, aber mit Festigkeit behandeln- e- sei im H nblick auf ihre gegenwärtige Haltung wohl möglich, daß viele Jahre vergehen würden, bevor die Insel den Kubanern endgiltig überlassen werden könnte. Portorico, welche- man für immer behalten werde, soll eine militärische Verwaltung erhalten. Wissenschaft, Literatur und Kunst. — Wagner-Denkmal in Berlin. Zu einer Besprechung über das geplante Richard Wagner-Denkmal in Berlin hat sich unter dem Vorsitz des Henn Comrnerzienraths Leichner eine Anzahl Förderer deS Gedankens veriammelt, um weitere Beichlüffe zu lassen. Das Cornilö verfügt bereits über 40000 Mk. Nach einer längeren Besprechung Über d.n Platz für das Denkmal rourte in erster Linie der Lützowplatz ins Auge gefaßt, in zweiter Linie der Nollendors- und Wittendergplatz. — Musikleben in Amerika. Auch in Amerika blühen die Mufikfeste. Besondere Erwähnung verdient nachträglich d«S in Indianapolis unter Leitung von Frank van der Stucken, dem bekannten vorzüglichen Dirigenten. AlS Solisten wirkten die Damen Gadski, Jacoby und Juch, die H/rr«n BiSpham, Ehr- ßott, Hamlin, Haase, Ysaye. Der Solochor zählte 24, bn Mannerchor 450 Stimmen, außerdem wirkte ein Kinderchor von 800 Knaben und Mädchen mt'. Zur Aufführung gelang'en u. A. Lucilcr und Kinder Cantate von Benoit, Olaf Trygvason von Grieg, ber brüte Act aus dem Tannhäuser, La chevauchee du cid von Vincent o Jnvy, die fünfte Somphonie von Tschaikowsky und zur Erinnerung en Anton Seidl der Trauermarsch au» der Götterdämmerung. — Große Berliner Kunstausstellung 1898. Man schreibt aus Berlin: Soeben sind btt mächtigen Wandgemälde von Prof. Hermann Prell auS Dresden, die für dm Thronsaal der deutschen Botschaft (Palazzo Caffarelli) in Rom bestimmt sind, hier einge- troffen, um im August und September ausgestellt zu werden. Ta der Kaiser der Besteller dieser Bilder ist. Io wild die Eröffnung des großen Südostiaales, in welchem diese Riefenleinwandflächen entrollt und angebracht wurdm, erst nach der Rückkehr deS Kaisers flalt = finden können. Vorher bleiöt dieser Saal auf daS Aengstiichste den Blicken des Publikums verschlossen. In dm nächsten Wochen werden die Gemälde — sie stellen bekanntlich die Jahreszeiten nach ben alt- germanischen Mythen bar — vom Künstler noch einmal übergangen bezw. zusammen gestimmt. Die Dimensionen der Bilder find so ungewöhnliche, daß Pcol. Prell blos für die Herstellun g deS Haupt- bildeS über dem Thronbaldachin einen der größten Säle Dresdens, den deS Sächsischen Kuvstoerein?, mieten mußte und daß der Berliner Ausstellungtzsaal zwar die Gemälde in ihrer Bretlcnausdehnung faßt, aber nicht hoch genug ist, um sie so aufhängen zu lassen, wie sie an Ort und Stelle in Rom einst hängen werben. Doch hofft man, baß ihre monumentale Wirkung trotz der localen ^l^täglich- feiten und der damit verknüpften geringen perspektivischen Abweichungen keine Beeinträchtigung erfahren wird. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Garteuftratze L. Angebot -er Arbeitnehmer: 1 Krankenwärter, 2 Bausckreiner, 1 Taglöhner, 1 Hausbursche, 1 Lauffrau, 1 Büglerin, 1 Flicksrau, 1 Comptorist für Buchführung oder Correspondenz, 1 gut empfohlener Bureau- oder Canzleigehulse, 1 Gärtner. v 4 _ Nachfrage der Arbeitgeber: 2 Drechsler, mehrere Eisendreher, 1 Spengler, 1 Installateur, 1 Barbiergehülfe, 2—3 Krankenwärter, 1 Anstreicher, 2 Dachdecker, 1 Messerschmied, 1 Tapezier, 2 Bauschlosser, 1 Schmied, 2—3 Schuhmacher, 2 Bauschreiner, 1 Fuhrknecht, 2 Handlanger, 1 Schweizer, 2 Hausburschen, 1 led. jüng. Arbeiter, welcher die Landwirthschaft versteht, 1 jüng. Hausbursche, 2 Dienstmädchen, 1 Lauffrau, 1 Waschfrau. _ , , _ , Lehrlinge: 3 Bäcker, 2 Barbiere, 2 Buchbinder, 1 Drechsler, 1 Drucker, 2 Glaser, 1 Kupferschmied, 3 Lackirer, 1 Sattler, 1 Schmied, 2 Schneider, 2 Schreiner, 2 Schriftsetzer, 4 Schuhmacher, 1 Spengler, 1 Wagner, 1 Kellner. llnlkißfriuißen. Große Versteigerung. Dienstag den 26. Juli und Mittwoch den 27. Juli d. 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