1S9S Dienstag den 26. Juli Amts- und Anzeigrblatt für den "Kreis (Kicfjeit Gratisbeilage: Gictzcucr Familienblätter .ach Alienbuseck und Trohe. >ohf. 31« Äwnabmt von Anzeigrn zu der Nachmittag» für den -Olgenden Tag erschnnendeu Nummer bt» Botin. 10 Uhr. itHw bt>. im neuen Schulgebäude, latze. Kihalb ftmmlliche • i jebem nur annehm- V Redacrion, Erveditton und Druckerei: ZtLnlärahe Ar. 7. fai fc. 15), 10270 189 9701 1887 4360 101* 1C110 «drefle für Depeschen: Anzeiger -tetze». Fernsprecher Nr. 51. Nr. 172 Erstes Blatt Deutsches Reich. Berlin, 24« Juli. Zuverlässigen Nachrichten zufolge ist der Hasen von Santiago für ©dj'ffc neutraler Staaten wieder eröffnet. Berlin, 24. Juli. Der hiesige japanische Gesandte hat im Auftrage feiner Regierung avgezeigt, daß diese den am 4. April 1896 zwischen Deutschland und Japan ab- [Illi 1* titb’W“ igitsck Aezug.pret» vietteljLhrlich 2 Mark 20 Pf», monatlich 75 Pf», mit vringerloh«. vei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. viertklsährlich. geschloffenen Handel»- und Schiff fahrt» - Vertrag vom 27. Juli 1899 in Straft zu setzen wünsche. Berlin, 24. Juli. Nach einer Meldung au» Rügen ist dort gestern etnschwererLöolkeodruch uiedergegangen und hat erheblichen Schaden aagerichtet. Die Wege stehen fußtief unter Waffer. Die zum Bahnhöfe führende Hauptstraße gleicht einem reißenden Strome. Berlin, 23. Juli. Bi» zu welchem Grade unter der fortwährenden Aufregung durch die innere Krifi» die Urthetisfähigkeit unserer westlichen Nachbarn gelitten hat, mag man au» einem Artikel de» „Jour" ersehen, der die Aufschrift: „DU deutsche Verschwörung" trägt. In ihm heißt e»: „®in Sendbote Schwartzkoppen» befindet sich seit mehreren Tagen in Pari» und hat zahlreiche Zu» sammenkünste mit den Mitgliedern de» (vrryfu».) Syadica.« gehabt. Die Losung geht dahin, die öffentliche Meinung mehr denn je in der Voraussicht kritischer Ereignisse auszuregen. Die Beweise für da» Vorhandensein der Verschwörung find nicht zweifelhaft." Der Artikel schließt mit folgender Drohung: „Die Regierung möge handeln, wenn sie nicht will, daß die Franzosen selbst Justiz üben an dem vielleicht nahen Tage, wo ein gewiffer Zwischenfall ZornauSbrüche entfefielu wirb, die Niemand zu beschwichtigen vermag. Wa« die Armee betrifft, so wird sie, ihrer Pflicht getreu, marfchireu, wie auch der Besehl lauten mag, um sogar ihre Feinde zu beschützen. Kann man von ihr verlangen, daß fie gegen die Franzosen auch die Feinde Frankreich» schütze?" Berlin, 23. Juli. In den letzten Tage ist au» mehreren Orten, z. B. auS München und au» Darmstadt, berichtet worden, daß die Leiter der dortigen evangelischen Kirchen- Verwaltungen au»erseheu find, an der Einweihung der Erlüsrrkirche in Jerusalem Theil zu nehmen. Daraus ist der Schluß gezogen worden, daß sämmtliche Borfitzende der Kirchenregierungen in den Bundesstaaten dazu abgeordi et würden. Da» wird jedoch, wie der „Boff. Ztg" geschrieb n wird, nicht der Fall sein- die Antworten auf die Einladungen der Evangelischen Jerusalem».Stiftung gehen nur langsam ein, darunter befinden fich auch abl hnende. Al» Grund für solche Ablehnung läßt fich nur die Frage der Kosten an« nehmen, von sachverständiger Seite hat man für jede Person die Kosten der Reife nach Palästina auf mindesten» 1200Mk. berechnet. Den kleineren Kirchengrmeinschaften ist diese Summe zu hocb, man hat keine verfügbaren Mittel für solche außer- gewöhnlichen Zwecke. Wenn von anderen kirchlichen Central- stellen die Antworten nur langsam etngehen, so kommen dadti wohl auch finanzielle Erwägungen in Frage. Emen eigenen Eindruck müßte e» machen, wenn sich diese Ablehnungen mehren sollten. Zum ersten Male soll der deutsche Prottstauti»mu« tm Orient, an der Geburtrstätte des Ehristenthum», selbst« Erscheint täglich mit Ausnahme de« Montag». Die Gießener -> amilienv tatter »erden dem Anzeiger wächenti'.ch viermal beigelegt. losen Unterhaltungen mit Freundinnen in Thee- und Kaffeegesellschaften, im Besuche der benachbarten Coodttoret, de« Theater» oder de» Eoncerte». Der B-such der beiden letzteren tst mit keinen Toiletteuuokoften verknüpft, denn Jedermann begibt fich dahin im Straßenanzug. Der deutsche Manu ist in der That glücklich zu preisen, denn er besitzt in seiner Gattin die vortrefflichste Wirthschafteriu und die am wenigsten kostspielige Saloudame. Diejenigen deutschen, nur sehr selttn vorhandenen Frauen, welche fich eine da» Durchschnitt«matz übersteigende Bildung aneignen wollen (von unseren Lehrerinnen- Seminaren, Fortbildnng»schulen, Lyceen und Gymnafialcursm weiß der Autor nicht«) begeben sich zur Erlangung von Diplomen in die Schweiz, denn die Hochschulen und Universitäten in Deutschland gestatten keiner Frau den Zutritt. (Da Herr Henri Ramin seine deutschen Eindrücke im Jahre 1898 herau»gibt, hätte er fich auch wohl die Kenntniß ver- schaffen können, daß Berlin, Leipzig, Heidelberg Frauen al« Hörerinnen zulaffen und Leipzig und Heidelberg an solche auch schon zu wiederholten Malen die Doktorwürde verliehen haben.) Die sociale Emancipation de» weiblichen Geschlecht» liegt noch im Reiche der Träume und die Anstrengungen der Fraueucongreffe haben bi« jetzt wenig Wandlung schaffen können. Wa» die „freie Liebe" betrifft, so existirt fie so gut wie gar nicht in Deutschland, und die Frauen haben von dieser Entartung noch weniger eine Vorstellung al» die Männer. Freilich ist ihr da» Gesetz auch wenig günstig, und es ist schwer, wenn nicht geradezu unmöglich, in Deutschland mit einer Maitreffe zu hauseu. Die Gesetzgebung gesteht einem Paare nicht da» Recht zu, dasselbe Logis zu bewohnen, wenn es nicht vor de« Standesamte getraut worden ist. Jeder Vermiether ist also Feuilleton. Das neueste Allheit eines Franzosen üöer deutsche Krauen. (Origimtlberichi für den .Gießener Anzeiger'.) Dr. M. Soeben ist in Frankreich ein Buch erschienen von einem Monsieur Ramin, da» die Eindrücke, die der Verfasser von unserem Lande empfangen hat („Impressums ■d’Allemagne6 lautet der Originaltitrl), in einer stattlichen Reihe von Artikeln schildert. Im Allgemeinen befleißigt fich dieser Franzmann, im Unterschiede zu vielen feiner Bor- oänaer, die fich bemüßigt fanden, ihre höchst unzuverlasfigen Beobachtungen drucken zu taffen, immerhin einiger Gerechtig- t{tt und möglichster Objektivität, wa» freilich nicht au»- ..ließt, daß 'hm doch hier und da wunderliche Schnitzer Unterlaufen. Wir geben fein Urtheil über die „deutsche Frau" hier im Au»zuge wieder: ° c,» der deutschen Gesellschaft nimmt die Frau, wa» immer auch die Dichter und Schriftsteller darüber sagen wögen, einen untergeordneten Platz ein. Der Manu, obwohl er fich die Beobachtung guter Manieren sehr angelegen sein laßt und auch bestrebt ist, seinen hindern der' Respect nud die Ehrfurcht vor der Frau einzupragen, welche man „Frauen dienst" nennt, bleibt stet« der Herr und Gebieter. In der Familie könnte die Frau von einem wahren „Mtul" umgeben erscheinen, wenn nicht diese Anbetung doch wehr in der Einbildung al« in der Wirklichkeit bestände und ihre Bedeutung nicht doch tm Wesentlichen auf die Bedürf« viffe de« Hau«halt« und die Anforderungen der Mutterschaft beschrankt blieb. 189/ 7 117’. An seine Braut verschwendet der Deutsche die zärt- lichsten Abdrücke- er nennt fie z. B. „mein Schatz". Aber e,st einmal verhelrathet, wird au« dem „Schatz" die brave Hau«häiterin, deren Horizont fich nach den Grenzen ihrer Wirthschast richtet. Die Lectüre de« Kirchbuche« nimmt im Leben der jungen deutschen Mädchen einen wett größeren Raum ein al« die der Belletristen. (Hier hat der Franzose sehr ungenau beobachtet, denn da« junge deutsche Mädchen liest weit mehr al« ihre frauzöfische, englische oder gar russische Mitschwester. Da« erklärt fich ja schon au» der Beschaffen- heit unterer Mädchenschulen, die denen der anderen Länder, von Skandiuavieu und der Schweiz abgesehen, noch immer weit überlegen find und der Neigung zum Lesen der Dichter und Schriftsteller den Boden bereiten. Anw. d. Uebersetzer».) Denn fie wiffen sehr wohl, daß, wenn die Hochzeit»reise beendet, fie geröntgt sein werden, oftmal» daheim zu bleiben, während der Gatte ein Bier- oder Kegellocal aufsucht. Die Familie ist in Deutschland gewöhnlich sehr zahlreich, die Kinder nehmen die Zeir der Mutter vollständig tu Beschlag, und mau darf fich deßhalb nicht wunbern, daß die deutsche Frau allem Anscheine nach in allen Gesellschaft», klaffen neben dem Manne eine sehr untergeordnete Rolle spielt und ihrer äußeren Erscheinung nach den absoluten Gegensatz von Anmuth und Eleganz aufweist. (Merkwürdig, daß in Deutschland ein größerer Procentsatz schöner Frauen existirt al« in Frankreich, wo die Toilette die stiefmütterliche Behandlung der Natur au«zngleichen berufen ist.) Uebrigeu« fleißig und dienstbar, ist diese Frau gewiß die beneideu«wertheste Gefährtin für Einen, der fich mit dem Familienleben begnügt. Die Vergnügungen der deutschen Frau find tm All- gemeint» einfad) und billig; fie bestehen in Bifiien und end. Theil Bekanntmachung. Eg wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Äa« 1. Bataillon de» Jasanterie-Regiment» Kaiser Wilhelm Dienstag den *86. L Mts., Mittwoch den 587. I. Mts. und Donnerstag den 28. L Mts. 3on vormittag» 8 Uhr btl 4 Uhr Nachmittag« ein gefecht»- mäßige« Schießen in dem WtSmarbachtijal, Schießrichtung von der Teufel»mühle bachaufwärts, abhalteu wird. ES darf daher da» Waldgelände zwischen den Straßen WiSmar— KorsthauS WaldhauS, Schmelz—Salzböden, Ruttershausen Ddeuhausen, Ruttershausen—Wismar nicht betreten werden iinb ebenso die nach den genannten Ortschaften führenben Waldwege. . Die außerhalb der vorbezeichneten Wälber liegenden «ecker können aastandSloS betreten werden. Bemerkt wird noch, daß auf alle in da» gtfltyrbete ymnafiallehrer Dr. Trapp von Gießen, den Oderschulrath Dr. Dett- Weiler, den Provinzialdtrector v. Bechtold. *♦ AuS dem Verwaltungsdienst. Seine König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, den Rath bet der Provtnzialdtrection Starkenburg, RegterungSralh Dr. Karl Kayser zu Darmstadt, zum Kceilrath deS Kreise! WormS, den KreiSamtmann bet dem KreiSamt Gießen, RegterungSralh Or. Eduard Wallau zu Gießen, zum Kreis- rath de! Kreises Lauterbach, den KreiSamimauu bei dem KreiSamt Darmstadt, RegterungSralh Wilhelm B est zu Darmstadt, zum Rath bei der Provtnzialdtrectiou Starkenburg und zum zweiten Beamten des KreiSamt- Darmstadt, mit dem AmrStitel „RegterungSrath", den FeldbereinigungScommiffär für die Provinz Obrrheffrn, Reaierunglrath Dr. Emil Göttelmann zu Friedberg, zvm Rath bei der Provinzial- direcUon Rheinheffeu und zum zweiten Beamten des KretS- amis Mainz mtt dem AmtStitel „RegterungSrath", sämmtlich mit Wirkung vom 1. August l. I., zu ernennen. Höhere Schulen. Seine König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 23. Jult den Dtreclor des Gymnasiums und der Realschule zu Worms, Dr. Bernhard Mangold, zum Direktor de! Ludwig-GeorgS- Gymnasiums zu Darmstadt, und drn Lehrer an dem Gymnasium zu Gießen, Professor Dr. Heinrich Blase, zum Director deS Gymnasium» und der Realschule zu WormS, beide mit Wirkung vom 1. August l. I. an — zu ernennen. • * Erneuuuugru. Seine König!. Hoheit der Groß- Herzog haben Allergnädigst geruht, am 23. Juli den Stcuer- cemmiffär deS SteurrcommiffariatS Wörrstadt Heinrich Ntckla» zum Steuercommtffär de! SteuercommtffariatS Mainz II., den Obergüterinspector i. P. RegieruvgSaffeffor Heinrich Krtegk zu Frankfurt a. M. zum Gteuercommiffär deS Steuercommiffartats Schotten — zu ernennen. •• Kromer-Concert. Das gestern Abend im Gießener Festsaal gegebene Loncert deS Kromer-Sextett war nur spärlich besucht, waS um so mehr zu bedauern ist, als die Vorträge durchweg gute Stimmmittel und tüchtige Schulung verriethen und Seitens der Hörer rauschenden Beifall ernteten. *♦ Concert Auf das laut Anzeige in heutiger Nummer für Dienstag Abend im „Kaisergarten" (Restaurant Busch) angesetzte Loncert de» Original-Wtener Damen- Orchester» machen wir hiermit empfehlend aufmerksam. Bet ungünstiger Witterung findet da» Concert in „RöhrleS Bierhalle" statt. Im Laufe der nächsten Woche wird in demselben Locale eine Ungarn-Capelle im Original-Costüm einige Abende concerttren. * v> Vom 9. Deutschen Turnfest in Hamburg. Mit 37 Extrazügen trafen im Laufe de» Samstag» dte Turner au» allen Gegenden Deutschland» und Oesterreich-Ungarn! etn. Von Mitgliedern de» Empfang»au»fchuffe» wurden sie an den Bahahöfeu empfangen und durch dte auf den Bahn- hossplätzen aufgestellten Ehrenpforten und geschmückten Straßen zur Halle der Turnerschaft von 1816 an der großen Allee in St. Georg geführt, wo fie mit einigen herzlichen Worten begrüßt wurden und ihre Fahnen vorläufig in treue Hut de! ältesten Deutschen Vereins gaben, um fie heute wieder abzuholen und nach Benutzung beim Festzuge auf der großen Fahnevtribür e de» Festplatze» aufzustellen. Auch au!~ dem Auslande, von England, Holland, Belgien, Rußland, Rumänien, Dänemark, Schweden, Italien und der Schweiz, ja sogar aus Nord- und Südamerika und Australien trafen Turner ein. Auf dem Turnplatz bei der Halle der Turverschaft von 1816 standen dte Knabenabthetlungen bereit, um die Turner in ihre Quartiere zu führen. Dte Volk» und Realschulen waren in Mafien quartiere verwandelt, in mehr al» 900 Mafien und in Turnhallen, aber auch in zahlreichen anderen großen Localen fanden dte jugendlichen Turner Unterkunft, nach Möglichkeit nach ihren Turnkretsen vereinigt. In den Bürgerquartieren wurden die angemeldeten Gäste freudig empfangen- jeder fand Unterkunft, denn bereitwillig wurde auch der mitgrbrachte Freund, der fich erst im letzten Augenblick zur Reise eutschloficn hatte, ausgenommen. Zum Empfangsabend versammelten fich mit dem Edrenvorfitzenbev, Bürgermeister Dr. Mönckeberg und den Ehrengästen dte Mitglieder des Geschästsführeuden Ausschüße» und de» Ausschusses der Deutschen Turnerschast in einem Rebevraum drr Festhalle, während die Turner, die eine Eintrittskarte zur Frsthalle besaßen, fich dort von 6 Uhr ab etnfanden, um fich einen möglichst guten Platz zu sichern. Unter den Ehrengästen befanden stch viele Senatoren, der Vorstand und die Mitglieder der Bürgerschaft, hohe Offiziere — Se. Excellenz der Generaloberst und Generalinspecteur Graf Walders« hatte leider infolge unaufschiebbarer Dienstgeschäste absaxen müfien — ferner Vertreter der Stadt Breslau, dte seit dem letzten Turnfest da- BundeSbanner in treuer Hut gehalten hat, u. a. m. Vom Ausschuß der Deutschen Turnerschaft find zu nennen neben dem ewig jungen Vorsitzenden, dem alten Dr. Goez au» Leipzig, die Herren Professor Keßler, P.of fior Rühl und Dr. Bier, vom Geschäft-führenden Ausschuß dte Vorsitzenden Präsident Hinrichseu, C. F. Laeitz und Dr. Hahn. Al» um 7*/z Uhr dte Herren vorn Vorstand fich mit den Ehrengästen tu dte Halle begaben, war der ungeheure Raum schon ganz gefüllt und laute „Gut-Heil"- Rufe erschallten, während dte Mufik Fanfaren bild. Nachdem dte Herren auf den reserv rteu Sitzen Platz genommen hatten, tntontrten dte Veretnigteu MännergesangS - Vereine unter Leitung de» Herrn Professor Arnold Krug den „Stegesgesaug der Deutschen nach der Hermannsschlacht" von Abt, worauf der erste Vorfitzende de» GeschäftSführendeu Ausschusses, Herr Prästdent Hinrichseu, eine Begrüßungsansprache an die Versammlung richtete. Unmittelbar schloß fich dte Festrede auf Katfer und Reich von Herrn Bürgermeister Dr. Mönckeberg an, dte vielfach von lebhaftem Beifall unterbrochen war und in einem dreifachen brausenden Hoch auf Kaiser Wilhelm II. endigte. Stehend wurde von der ganzen Versammlung die Nationalhymne gesungen. Dann folgte eine Rede deS Obertugenteur» F. Andr. Meyer auf den Kaiser von Oesterreich, der fich dte öfter- retchtsche Nationalhymne anschloß. Nun übergab Herr Präsident mtt einer warmen Ansprache dte Festlettung an den Vorsitzenden der deutschen Turnerschaft, Herrn Dr. Goez, der fie mtt einer Rede auf Hamburg und seine Behörden übernahm. Da» Lied „Stadt Hamburg an der Elbe Auen" schloß stch dem jubelnden dreimaligen „Gut Heil" an. — Von einer Breslauer „Elite Riege" wurde alsdann dal prächtige BuudeS- bauner und ein wundervoller Ständer mit den Fahneubändern herdetgebracht und mit einer warmrn Ansprache deS Rechtsanwalts Kaernbach den Hamburgischen Turnern übergeben. Herr Stadtschulrath Dr. Pfundner sprach dazu noch dte Grüße Breslau» an dte neue Frststadt Hamburg au». Im Namen der Hamburger Turner übernahm der Turnwart der Turner- schäft von 1816, Herr F. L. Ntrrnheim, da» Banner. Während seiner Ansprache trat eine Deputation der Frauen und Jungfrauen Hamburg», weiß gekleidet, mit einem Kranz vou roihen Rosen im Haar, vor und überreichte mit einet poetischen Ansprache durch Fräulein Emma Schnuck einen goldenen Ctchen- kranz al» Schmuck deS BunddbannerS. Herr Prof. Rühl- Stettin dankte im Namen der deutschen Turnerschast für die schöne Gabe, die dann sofort an der Bannerstange befestigt wurde. Mit dem Ntederländtschen Dankgebet von Kremser schloß die sympathische Feier. Dann begann da» Festspiel „Heil Dir, Germania", gedichtet von H. F. Wulff. Germania wählt unter ihren Städten Ham- monta, da» nordische Kind, deffen Augen schimmern wie da» Meer, al» Ort für da» 9. Deutsche Turnfest. Drei lebende Bilder, von denen ein! den Bischof AnSgar, da» zweite dte Bestegung drS Seeräuber» Störtebeker, da- dritte dte Heimkehr der Hanseaten aus dem Befreiungskrieg, darstellt, und etn Schlußbtld, in dem Hamburg und feine Turner der Germania huldigen, machten einen unbeschreiblich großartigen Eindruck. Die etng'flochtetrn turnerischen Gaben, Stabübungen, Mädchenretgen und Leiter-Pyramiden erregten ungeheuren Jubel. Vollbefriedtgt verließ die etwa 9000 Personen starke Versammlung die mächtige Halle. • • Postalisches. Da» Katserl. Retchspostamt in Berlin theille der Handelskammer zu Halberstadt auf ihre Vorstellungen Über einige Berbefierungen im Postverkehr mit, daß bezüglich der Fernsprechgebühren und der Postanweisung»- gebühr für kleine Beträge „eine anderwette Festsetzung in Aulficht genommen" fei. Die Zulaffung von Rollbriefen wird in Erwägung gezogen werden. • * Wetterbericht. Dte Hauptdepresfion wandert nordostwärts gegen dte norwegische Küste. Von derselben verlaufen mehrere sacksörmtge Ausbuchtungen bi» nach Frankreich und den RetchSlanden herab. In der Pfalz und in Frauken waren in den frühen Morgenstunden Gewitter eingetreteu. In Süddeutschlaod war am Morgen noch leichte Föhufituation mit sehr hohen Temperaturen - gegen Mittag stellten fich auch hier Gewitter ein. Relativ hoher Druck bedeckt den Süden ’ Europa». — Voraussichtliche Witterung: vorüber- Att» Wi MW vier Wochen Durch dieftubl TerriiorMch sitzungen, wog' Millionen Th leistung ihrer ■$. #■ E Hf? Äit’ "K Wei« Mtt zügethk u Mdtu- - o“ r üQltetantffltt de Te>«>"'° Wi116 „ iattenben I« ® 1 △«»IM ianwirthsch^' Hormonal W qat sich : et< Erhebungen ha Ntederolrn »nb „mitteler* ist, minder"/ H tn -rot Bezirk Ähren haben bi qestanbeo, wie lt A W de Landeecowiid de sordrri, aus ® coasrrrnj gesaht Mti bivochrhin mhirn sich tnu all (Sanbibaun demokravschea fit dir Pami Parteien ilnla wählen, heitzt sozialdewoklüt die Regierung der Partei ge Zeuossen der zu wählen, w> eine Lertrauei kinoehwen, jur für btrartlge l 'Der ( r chiet: Der W WttWch _ . . Nachi Serben m ^^^ei aller A-St teii'rn 816 an btt » l 'kigen «11« lotM» In t?1* fel*Ä H,I, d« °! $™« I tn. Die 'um Mi i ab» Qu* । * a*l * Ä‘Ä *»» «! hQlt, nh „ e,P lm letzlkü ! L^M“ »°d tu Hu«. " Mtamn l,: 11 'I« Sintiltiitun, a6 tlnfanien, um fit ««■»tah«8jn«eW1, L.J°Wb nnb die M>p Dlhta - Se. Sxcillev. nfpecteur Graf rer MlWc Qbfa£et Dtabtörtllau, dir seit bis " in treuer Hut gehlim er Dkuticheu Lumellchajt 1 jangtn Borfitzillbm, bto Herren Prosisssr Kkhln, n Teschäfteführendeo Aut- Hinrichien, C. F. Laett» btr Herren nom Vorstand Halle brzabeu, «ar der iüt unb laute ,Tnt-heii'« f ufil Fansaren bild. Nach- Eten Sitzen Platz genommen en MannergesangS« vereine essor Arnold Krug den schen nach der Her« naus der erste Lolfitzende 6, Herr PiafidentHiurichsen, ! Versammlung richtete. Ua< ! aus Kaiser unb Reich von lederg an, die vtelsoch von >ar und In einem dreisachen fjtlm II. tnblgtt. Stehenl wg Me W । d Oberingenleur- F. M/. rretch, der M sRm Hm tyfr )t tit WM»«! «« l« Malt, $m» Dr. ®«<0B i unb fd«t »iiiiei« M birAb-»«' IW ®ut Jill' ««• - $0”1 iUb«®bil|iriWS"1* guter mit bin g*11* gniitiHt bil SM* -fr * ‘* *S wit ein.'l^et^ ch«°6 E ÄÄk: i* 11 8 7- «ebW“ ‘ S-'«E°' S'ib««t»; unter ihren ® «i effen W° ’S Drei 3. D-M- T" ^(ir, »«• > »° 8114 (« I«» ib«-i ä bo:; .1 S f ™ W 1,11 «».n ®* -S?S- Zalaßuns den- ,|L »anb«"D! *wS**,sS !»-■ b®, «•* rJ w* ?$ä’* icht^ Pferdeknecht 7460 kann eintreten. Sich erst«. S. 7383] Tüchtiger, braver, solider Kausdiener wird zum 1. August gesucht Hotel-Restaurant Kaiserhof. 7292] Ein zuverlässiger, braver Heschäftsbursche sofort gesucht. Auch kann ein gut empfohlener ver- heiratheter Mann stundenweise Beschäftigung finden. H« K« Nassauer. Lucht. Tüiichkr gesucht Gebe. Zutt. 7331 Feldbahngleise, Kippwagen etc«, Weichen, Drehscheiben. Grosse Lacervorräthe. Kataloge gratis und franco. Au» öer Zeit für die Zeit. Vor 32 Jahren, am 26. Juli 1866, gelangte der Moisburger Waffenstillstand zum Abschluß auf deffen Grundlage vier Wochen später der Prager Friede vereinbart wurde. Durch diesen blieb Oesterreich im vollen Besitz seines bisherigen Territorialbestandes, mit Ausnahme der italienischen Besitzungen, wogegen die kaiserliche Regierung versprach zwanzig Millionen Thaler Kriegskosten zu entrichten nebst Verzicht, leistung ihrer Entschädigungsansprüche auf Schleswig-Holstein. Ein zum Colomalwaaren Verkauf geeigneter Laden sofort zu nriethen gesucht. Gest. Offerten unter Y. Z. 7466 an die Expedition dieses Blattes. Itnivcrfität» ° Nachrichten. — In der philosophischen Facultät der Universität Wüt zburg bat sich Dr. phil. Fritz ReitzenNein für Chemie babilittrt. Amsterdam. Fräulein Dr Katharina van Tuss chen br oek, die schon seit einig'n Jabrrn Mitglied der oi Commission ist, ist zum Professor ter Gynäkologie an bet U -ioerntn Utrecht ernarnt worden. Omnibuskutscher gesucht. Zu melden 7464 Marburgerstraße 34. Kleiner Harten, gut eingefriedigt, Nähe der Franksurter- iirafee, zu mielhen gesucht. — Gest. Offerten mit Preisangabe an die @y- peöition d. BI. unter Nr. 7345 erbeten. vermischtes. • Der größte Saal der Welt. Aus Paris wird be- rchtkt: Der Architekt Raulin ist beauftragt worden, ret 7227] Tchuhmachergefelle auf sofort für dauernde Arbeit gesucht. Hainer, Tiefenweg ^4. gehend uobrstäudig mit Neigung zur Gewitterbilduug, dann wieder bester. Dauernhei«, 22. Juli. Ja der am hiesigen Orte vor. beifließeudeu Nidda wurde gestern die Leiche eines erst vor Kurzem geborenen KindeS aufgesundeu. Der Verdacht hat sich sofort gegen ein hier wohnhaftes Frauenzimmer gerichtet, da» nach angestelltem Verhör verhaftet wurde. △ Mainz, 24. Juli. Wie die „Mainzer Weiuztg. mitthettt, soll die Commission zur Revision deS Dein- , «setze» bereit» Ende Septembrr zusamwentreten. Aas Rheinhessen werden der Commission, wie verlautit, drei Mitglieder zugetheilt werden, und find die Kreirämttr zu Bor- chlägeu über geeignet erscheinende Persönlichkeiten aufgefordert vordrn. — Zur Beschleunigung de» Verfahrens tn Ctvil- Prozessen hat da» hessische Justizministerium durch die Au- oaltSkammer den Rechtsanwälten ougerathrn, bei Vertagung Don Terminen in AuwaltSprozestrn, daS Gericht von dem »evorstehenden Ausfall eines Termins so zeitig zu benachrichtigen, daß eine andere RcchtSsache an Stelle der aus- fallenden zur Verhandlung gebracht werden kann. △ «al Rheiahefseu, 24. Juls. Nach amtlichen Mittheil- ungen yatflch derStand der Wetnbergein den einzelnen andwirthschaftlichen Bezirken im. Monat Juli gegen den Vormonat wesentlich verschlechtert. Bon den 12 Bezirken ^at fich nur in den Bezirken Mainz und Wöllstein ein ungünstiger Stand n'dji bemerkbar gemacht. Die übrigen Erhebungen haben ergeben, daß in den Bezirken Alzeh, Niederolm und Worm» der Stand der Weinberge noch ein .mitteler" ist, in vier weiteren Bezirken eia „mitteler bis geringer", tu zwei ein geringer bis sehr geringer' und tn dem Bezirk Wörrstadt ein „lehr geringer" ist. Seit Jahren haben die Weinberge in Rhetnhesten nicht so schlecht gestanden, wie in diesem Juli. △ «uS dem Geoßherzogthum heffeu, 24. Juli. Das Landeocomttä der Sozialdemokraten in Rhetnheffru fordert, auf Grund eine» seiner Zeit von einer Landes- Konferenz gefaßten BeschluffeS, seine Parteigeuostrn auf, au den bevorstehenden Sladtoerordneten- und Gemeinderaths. wählen fich energisch zu bethetligeo, jrdoch nur solche Männir al» Candtdatrn aufzustellen, die auf dem Boden des sozial- demokratischen Programms stehen. Bor Allem aber sollen sich die Parteigenossen aus keine Compromiste mit anderen Parteien elnlaffeu. Bet Bürgermetster- und Betgeordneteu- wählen, heißt es in der Aufforderung, betheillgt sich die sozialdemokeatische Partei so lauge grundsätzlich nicht, al» die Regierung da» Bestätigung-recht hat und zum Nachthetl der Partei gebraucht. Die Partei überläßt eS deshalb den Äenoffen der einzelnen Orte, persönlich bet solchen Wahlen zu wählen, wen fie wollen, macht e» aber Allen, die irgend etne Bertraueosstellang innerhalb der Partei einer Gemeinde kiunehmen, zur Pflicht, sich jeder Agitation für einen Candidaten für derartige «erntet zu enthalten. 7454] Tüchtiger, flotter Verkäufer mit schöner Handschrift für mein Manufacturwaareu - Geschäft gesucht. J. Schmücker, vormal- H. M Jughardt, in Gießen. Mittwoch brn 27. Juli l. Nachmittags 2 Uhr, wird im Bieker'scken Saale ein noch gut erhaltener Mahagonistuhstügel mit Metallplatte unb Melallrahrnen versteigert. Tic Versteigerung findet bestimmt statt. 7468 Geißler, Gerichtsvollzieher. Mittwoch brn 27. Juli I. J., Nachmittags 2 Uhr, werden im Bieker'schen Saale Möbel aller Arten, sowie 2 Hobelbänke versteigert. 7467 Geißler, Gerichtsvollzieher. Frühkartoffeln, 50 Kilo 3 Mk. 75 Pfg. mit Sack, versendet geaen Nachttahme J. Wertheimer, 7457 Friedberg, O?si n. 7443] Ein solider, tüchtiger Fuhrknecht gesucht. Kinzenbacher Mühle bei Gießen. Arthur Koppel, Bochum i. W.« fabricirt als Specialität: 7458 Neueste 21ad?rid?tcn. Depeschen des Bureau .Herold'. Berlin, 25. Juli. Gestern Nachmittag kenterte auf dem Tegeler See ein Segelboot. Alle drei Jnsaffen, Vater, Mutter und Tochter, ertranken. Brüssel, 25. Juli. Die plötzliche Abreise Don Carlo» erregt große» Aussehen. Die Berstcherung seiner Umgebung, der Prätendent habe nur eine kurze Schweizerreise unternommen, findet keinen Glauben. Die «Risorma" meldet, Dou Carlos sei nach der spanischen Grenze abgereist, er habe den Weg über die Schweiz nur deshalb gewählt, um die Behörden zu täuschen. Die Madrider Regierung ist von der Abreise de» P-ätendenteu verständigt worden. Brüffel, 25. Juli. „Reform" weiß au» guter Quelle zu berichten, daß Dou Carlos sich augenblicklich in einem deutschen Städtchen an der französischen Grenze aufhalten. Sobald seine Anhänger bereit sein würden, werde derselbe in Verkleidung nach Parts fahren und von dort direkt nach Spanien reisen, um die Truppen tuS Feld zu führen. Paris, 25. Juli. Zola hat fich tn der Zwlschevzett weder in Belgien, noch tu Norwegen, noch io der Schweiz aus« gehalten. Er weilt ganz in der Nähe von Port». Etu Mitarbeiter des „Petit Journal" hat ihn in Berneul gesehen. Infolge der BeiöffenrUchung dieser Nachricht hat Zola gestern seinen bisherigen Aufenthaltsort verlaffen und soll Nach- mittags mit dem nach Deutschland gehenden Zuge Verviers pasfiee haben. London, 25. Juli. „Standard" meldet au» New- York, da» Geschwader Watson» werde zwölf Kriegsschiffe stark und von zahlreichen Kohleoschiffen begleitet sein. Da» Geschwader wird nicht eher nach der spanischen Küste ab- dampfen, al» bi» die amerikanischen Truppen auf Portorieo gelandet find. London, 25. Juli. „Mvroing Post" meldet an« Washington, man sei über den zwischen den Amerikanern und den Aufständischen ausgebrochenen Zwiespalt sehr beunruhigt. Man will wlffen, daß General Garcia mit seinen Truppen nach dem Innern abgegaugen sei und fich weigere mit Shafter zu verhandeln. General Shaster hat über die Lage keinen Bericht nach Washington gesandt. Der Ktieg»- Minister hat Shafter Befehl gegeben, ihm alle Einzelheiten mitzutheilen. rnt . Madrid, 25. Juli. Mella, einer der Hauptsührer der Carlisteu-Partei, reiste heute in» Ausland. Morgen wird ihm Marqui» Tamarit folgen, nachdem andere Führer de- reit» vorangereist find. Alle Hauptsührer der spanischen Carlisteo-Partet btfinden fich damit außerhalb Spaniens. Washtugtou, 25. Juli. Der deutsche Botschafter hatte eine längere Unterredung mit dem Präsidenten Mac Kinley im Beisein des StaaiSsecretärS Day, in welcher über die fortgesetzte feindliche Haltung der amerikanischen Preffe gegen- über Deutschland verhandelt wurde. Der Botschafter bat den Präsidenten höflich aber mit Nachdruck, diese Hetznach- richttn aus englischer Quelle gesetzlich zu bekämpfen, da die- selben großen Mißmuth erzeugten. Gibraltar, 25. Juli. Der spanische Dampfer „Balada ist tn Algertre eiogetroffeu und hat zahlreiche Kanonen und Mnuition an Land gesetzt. 6930] Grünbcrgerstraßc 12 in der 2. Stock, aus 5 Zimmern beflebend, mit fonftiflem Zubehör zum 1. Lctober I. I., eventl. auck früher, an ruhige Leute zu vermielhen. — Ferner ist daselbst schöner Pferdestall mit Burschenstube Dacant und sofort zu vermiethen. Näheres in der Parterrewohnung. 4976] 2. Stock oder Mansarde, fünf Zimmer, Göthefir. 54 zu vermiethen. Lediger, kräftiger Bierkutlcher gesucht. 7434 Brauerei Röhrte. 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Dieser Saal wird in Bezug auf Faffungsraum und Ausdehnung jedenfalls alles bisher Bestehende weitaus übertreffen. M. Raulin hat den Plan diese« Moustre-Saale» der 12 bi» 15,000 Plätze faffen wird, soeben beendet. Der Saal wird au» fünf amphitheatralisch übereinander aufgrbautev Stockwerken bestehen; die oberste Ausschmückung sollen Coloffal- arkaden bilden, die von riesigen Säulen getragen werden. Sechs Monumentalthore und zwei Paar breiter Treppenaufgänge sollen rechts und links in ihn hiveiuführen. Der Waadelgang wird von einer sehr geräumigen Terraffe gebildet werden und fünf Reihen von Stufeubänken besitzen, von denen jebe 150 Sitzplätze haben wird. Die Reihen sollen di» zu d-r kreisförmigen Bühne führen, die 90 Mtr. im Durch- mrffer hat. • Sin Schildbürgerstreich. Der „Straßb. Post" wird au» Pari» geschrieben: „Der „Siöcle" veröffentlicht eine Zuschrift eine» Ungenannten, der fich jedoch bereit erklärt, auf jede» etwaige Ableugnen erfolgreich zu antworten, da er feine Nachricht au» bester Quelle habe. Die Zuschrift richtet sich gegen den Geveralstab und lautet in wörtlicher Ueber- setzung wie folgt: „Bor einigen Monaten empfing der Stationsvorsteher von Le Bouveret, einer schweizerischen Bahnstation im Canton Wallis, einen Briefumschlag, in dem der sranzöfische MobilwachuvgSplau betreffend die Greuzstrecke zwischen Annemoffe und Salnt-Gingolphe (Frankreich, Haute- Savoie) enthalten war. Der Umschlag war begleitet von einer erklärenden Bemerkung, die fich auf die O-'ffnung des Umschlages bezog. Der Geveralstab hatte Le Bouveret für eine französische Bahnstation gehalten und daher dem AuS^ lande ein sranzöfische» Mobilmachung».Gehetmniß auSgeliefert! Die franzöfischeu Generalstäbler haben allem Anschein nach mit Bordereaus und „Speranza"-Brtefkn und Drohungen sovirl zu thuu, daß ihnen keine Zeit bleibt, auch nur ein OrtSregister eiuzuseheu, wenn es fich um die Versendung der wichrigsten Schriftstücke bandelt.____________ Unterhaltungen in Bad Nauheim vom 26. Juli bis 31. Juli. Dirntztaa den 26. Juli, Nachmittags von 4'/, btS 7 Uhr: Concert der RurcapeUe auf der Terrassi. Von 4'/» bis 7 Uhr. Kinderfest auf dem ab0efä)loffenen norba)dtU*rn 'ber Abends von 8 bis 10 Uhr im Saale: Tanz. MMwoch den 27. „jult, Nachmittags von 4'/, diS 7 und von 8btS10Uhr auf der Terrasse. Concert der Capelle des Jnf.-Regtmenls Nr. ^^2 -ns Straßburg. Bet gutem Wetter spielt die Kmcapelle von 5 bts 6'/, Uhr am Tetchhause. Abends 8 Uhr: Theatervorstellung unter Mitwirkung der Kuicapelle. Der Obersteiger. Donnerstag den 28. Juli, Nachmittags von 5 bis 7 und von 8 bis 10 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. AbendS 8 Uhr im Saale: Concert der Signora Teresa Toftt, Contralto aus Paris, unter Mitwirkung Clavter- otrtuofen Herrn Rudolf Panzer. Freitag den 29. JuU N-chm."ags von 5 bitz 7 und von 8 bi« 10 Uhr: Concert der Kurcapelle au der Terrasse. Abends Solo-Vorträge lur Violine, Cello, Flöte, Klarinette, Trompete und Posaune. Abends 8 ^r: Theatervorstellung. Der Kurdtrector. SamStag den 30. Juli, Nachmittag« von 4'/, bis 7 und von 8 bi« 8-/. Uhr auf der Terrasse: Concert der Capelle des 1. Hess. Husaren-Regimenl« König Humbert von Italien Nr. 13 aus Bockenheim. AbendS 8 Uhr: Theatervorstellung. Han" Huckebein Von 8»/4 bis 10 Uhr sp'elt die Kurcapelle auf der Terrasie. Vorläufige Anzeige: Sonntag den ^1- Juli, Nachmittags von 4Ve dis 7 unb von 8 bis gegen 10 Uhr auf der Terrasse: Concert der Capelle des Magdeburgifchen Dragonrr- Regimenis Nr. 6 aus Diedenhofen. verkehr, Land- and volk-wlrthschast. •rftaHie, 23 Juli. Fruchtpreife. 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