! ‘«Uw, baetht mit bei. atchender Bchutx- marke hH||ii< rfra vif^n . .ko fif ii iil^n . .,|| in Ilaria killt ineUneni gtlitfnl ni la r, Seltersweg1: scholl nnb rmckgekch 'imfsti's KM K du beste [ M Gebrauch , and beqnemste ler Welt „Dr The®P»onb rbwM"- | —— e o _ 1898 Gießener Anzeiger General-Anzeiger Anrts- nnd Anzeigebltrtt für den ICrek Giefzen. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter I triguen gegen den Reichskanzler und gegen den Staatssekretär I von Bülow im Gange gewesen sein, weil diese beiden Staat«- Feuilleton. Alle Anzeigen-BermittlungSstellen drS In- unb AuSlaudt« nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Ißnahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den l^raben Lag erscheinenden Nummer bis Barm. 10 Uhr. Sonntag den 26. Juni Jae. Queckbörner, Grünberg. Georg Dern, Harbach. Münster, Hattenrod. Ph. Rinn, Heuchelheim. Ph. Volkmann, Heuchelheim. G. L. Rudolph, Lang-Gön«. H. Meyer, LangSdorf. Hahn, Leihgestern. Fatum, Ltlldenstruth. L. Hofmann, Lollar. Rappel, Obbornhosen. Römer, Oder-Befsiagen. H. Seipp, Ober Besfiingen. Webactien, Expedition und Druckerei: Ich.kgrnße Vr. 7. 11. H. Dörmer, Forstgarten b. Gteßem 12. Ehr. Pfeiffer, Großen-Buseck. 13. Joh. Faber, Großen-Linden. Adreffe für Depeschen: Anzeiger Kietze». Fernsprecher Nr. 51. politische Wochenschau Die Stichwahlen zum deutschen Reichstage, welche zum weitaus größten Theil am Freitag vollzogen worden find, bildeten vorwiegend eine Auseinandersetzung zwischen den Ordnuvgsparteien und deu Sozialdemokraten. Daß e« zu einem allgemeinen Zusammengehen der ersteren nicht gekommen ist, wird das Resultat der Stichwahlen, sobald es vorltegt, wahrscheinlich ergeben. Vorläufig läßt fich ein sicherer Ueberblick über die künftige Zusammensetzung de« deutschen Reichstags noch nicht Herstellen, da eine ganze Reihe von Resultaten noch auSsteht. Einem rheinischen CeutrumSblatte zufolge sollten In- zzezug-prei« vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohtl. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. 30. H. Rocker, Rödgen. 31. Becker, Ruttershausen. 32. Horn, Steinbach. 33. Ph. Schneider, TratS-Horloff. 34. Zimmer, Villtogen. 35. K. Schreiner, Wieseck. v. Gagero. !!,. 147 Drittes Blatt Uicheint täglich pt Ausnahme deS MontagS. Die Gießener ; ^«iltenvtätter dem Anzeiger Mh»s>ange gcwqcu jciu, ww —-i- ------ ———- männer die Schuld tragen sollen, daß der Kur» nicht noch weiter nach recht» geht. Um zum Ziele zu gelangen, HS'te« die Jntriguanten daS deutsch russische Berhältniß ausgespteu und darauf gegründet, einen Wechsel im Kanzleramt und tat StaatSfecretariat de« Aeußeren als wünichevSwerth hingest llt. Wie weit alle diese Mittheiluogen den Thatsacken entsprechen, läßt fich natürlich nicht controliren- jedenfalls haben sie in letzter Woche der Preffe Gelegenheit zu lebhaften Contra- Versen gegeben. Im Uebrigen werden alle Kanzlerkrisen- gerüchte von berufener Seite entschieden in Abrede gestellt. Biel commentirt wird die Ansprache, welche Kaiser Wilhelm in Potsdam gehalten hat. „Urberall wurde an mir gezweifelt, überall stieß ich auf eine falsche Beurtheilung , so sagte der Kaiser und gab damit dem Gedanken Ausdruck, welchen in der ersten Zeit der Regierung deS Kaiser« so mancher wahre Patriot hegen mußte, der da sah, wie alle Handlungen und Worte deS jungen Mo archeu bekrittelt und mißdeutet wurden. Kann man eS dem Letzteren verdenken, daß er noch mehr als bisher, damals der Armee sein ganzes Herz entgegeabrachte, daß er in ihr seine ganze Stütze sah? In der böhmischen Hauptstadt war in den letzten Tagen eine nette Gesellschaft zusammen, die fich anläßlich der Palacckyseier in dem slavischen Journalistencongreß vereinigt hatte. Man kann eS den Slaveu nicht verargen, wenn sie fest zusammenhalten und ihre nationalen Interessen kräftig vertreten, wenn fie aber solche Gelegenheit benutzen, um ihre« ungezügelten Haffe gegen die Deutschen Luft zu machen, so ist eS nur natürlich, daß dieses Verhalten Abwehr erfährt. Die ganze Affiire hat umso mehr Aufsehen erregt, a S eS ein rusfiicher General war, der bereit« btkanute Deutschen« freffer Komarow, welcher als Sprecher der Slaven auftrat und die Gastfreundschaft, welche ihm Oesterreich gewährt hatte, in der verwerflichsten Weise mißbrauchte. Im Uebrigen legt daS Verhalten der österreichischen Regierung gelegentlich der Prager Feste ein schlechtes Zeugniß für ihren Berechtig, keitsfinn ab. Die ganze Palaczkyfeier lief nur auf eine Verherrlichung des CzechenthumS hinan« und hatte, wie die Ereignisse gelehrt haben, einen hochpolitischen Anstrich. Wenn Gießen, den 24. Juni 1898. ;»t r.: DaS Landgestüt, insbesondere die Bedeckung der Stuten durch die LandgestütSbeichäler. Großherzogliche Kreisamt Gießen m die Grotzh. Bürgermeistereien deS Kreises. Wtr sehen der Einsendung der verzeichntffe der von ,!>tn ausgestellten vedeckscheine binnen 8 Tagen entgegen. v. Gagern. Gießen, den 24. Juni 1898. ttn.: Resolution der veretnSbaumwärter. tag Großherzogliche Kreisamt Gießen m die Grotzh. Bürgermeistereien des KreiseS. Einer Anregung des Herrn Pläfidenten deS Ober- «Aschen OdstbauvereinS stattgebend, empfehlen wir Ihnen, a Zukunft al« Gemeindebaumwärter nur solche Personen an« t fetten, welche an der Oostbauschnle zu Friedberg au«* «Met unb die Prüfung für Obstbaumwärter dortselbst bellen haben. Nachstehend veröffentlichen wir ein Verzeich- Hri der im Kreise Gießen vorhandenen geprüften Baum- harter und sehen Seitens der Grohh. Bürgermeistereien der iotnorte dieser Baumwärter baldigem Bericht darüber ent- j!g»a, wem in den betr. Gemeinden die Functionen eines t:«eiudebaumwartS übertragen find. 1. Jacob Lenz, Allendorf a. d. Lahn. 2. W. Kopf, Bellersheim. 3. Döring, BerSrod. 4. Müller, Bettenhausen. 5. W. Schmeel, Bettenhausen. 6. Jacobi, Birklar. 7. L. Albach, Burkhardsfelden. 8. H. Walther, Daubringen. 9 Gerlach, Eberstadt. 10. H. Pfeiffer, Ettingshausen. Ein Diesseitiger. Zum 50. Gedenktage Heinrich Zschokke». 7 am 27. Juni 1848. Don Dr. R. Schwartz. (Nachdruck verboten.) Nach Schiller soll Derjenige, der gerne etwa« Große« aicaren hätte, in einem Punk-e die stärkste Kraft sammeln, ßrithe, der Praktischere von Beiden, aber sagt: „We,: viele« töfeflt, wird Manchem Etwa« bringen. Zschokke hat litit« Große« gebären können, denn er war nur ein Talen , Ufa Genie, und er hat e« auch nicht gewollt. Seine Idee fl$r, Manchem Etwa- zu bringen, und darum brachte er gi ile«. Biele« aber von dem Vielen, wa« er brachte, hat V.um doch seimn bleibenden Werth und dem Namen Motte’« gebührt immerhin ein Ehrenplatz in der deutschen tmatur und im Herzen eine- deutschen Litteraturfreunde«. Seine leicht geschriebenen, im innersten Kern reinen unb heiteren Dichtungen machten ihn länger al« ein Menschen- Mr zu einem der beliebtesten Erzähler und noch heute denke fehlen in keiner Schul- und umfangreichen HauSbiblio'h-k M unb Romane unb sonstigen (Wen. HU.«, L » We na.ü.lW. un « - h- ithtafte Gestalt zu gewinnen, und dabei wurde für ote Mantaste ebensowohl, wie für Herz und verstand gesorgt, Li« man schließlich von den allerwenigsten Erscheinungen modernen Belletristik wird behaupten können. Ueberall Ünl eine, mi. ,4 einige unb hei.e« WW.k L^fetacn Schristen, die mehr geben konnte, al« fie augenblicklich darbot, Alles mit gleicher Sorgfalt und Thetlnahme Mfaffend, durchdenkend und mit wahrhaft wohtthuender Äen-wärme gestaltend, nie fich erschöpfend und häufig sein Ziel, die Volksbildung, vor Augen haltend, neue Wege ’^Än7°.A.U»-u^W-tte unb W *x tobeutung breiteten ,einen Ruhm unb eine OUfiomteit weithin au«, unb darum ziemt e« fich wohl, fich srrner am heutigen Tage dankbar zu erinnern. die Deutschen in letzter Zeit derartige Feste feiern wollten, so wurden diese fast regelmäßig untersagt, den Czechea da« gegen sendet der österreichische Ministerpräfident, Graf Thun, telegraphisch seine Glückwünsche! Die io Oesterretch-Ugaru herrschenden unsicheren Zustände finden ihre Illustration in den Uaruhen in Galizien, welche einen au-gesprochen revolutionären Character au- genommen hatten. Jetzt soll freilich, amtlicher Ankündigung zufolge, die Ordnung wieder hergestellt sein, aber dies konnte nur unter Aufgebot starker Truppeomafieu geschehen, und ob die herbeigeführte Beruhigung uachhalttg sein wird, steht LberdteS noch dahin. Auch die Türkei hat wieder einmal eine kleine R:belliou zu bekämpfen. Die Zusammenstöße an der albautsch-monte- vegrtutschen Grenze verdienen größere Beachtung, da sie sehr leicht zum Ausgangspunkt einer größeren, auf die Umgestaltung der Balkauverhältuiffe gerichteten Bewegung werden können. In den beiden romanischen Ländern, Frankreich und Italien, find diesmal die Mtnisterkrtsen von längerer Dauer. Nachdem im ersteren bereits eine Reihe von Staats- männern vergeblich ihr Heil versucht haben, ein Cabioet zu bilden, ist diese schwierige Aufgabe jetzt Pehtral zugefalleu, der anscheinend weit nach links greifen muß, um ein Ministerium zu Stande zu bringen, waS natürlich den Jabel der Radtcaleu hervorruft. Und auch in Italien haben sich bereit- mehrere Persönlichkeiten fruchtlos um die Btldoug eine- CabiuetS bemüht. Zar Zett stehen Visconti Venosta und Pelloux im Vordergründe, von denen der erstere längst Ministerpräfident sein konnte, wenn er sich nicht gar zu sehr gesträubt hätte. Vom spanisch-amerikanischen Kriegsschauplätze ist nicht viel Neue- zu melden. Die Spanier haben die Landung der Amerikaner nicht verhindern können. ES wird sich nun bald zeigen müffen, ob die amerikanischen Truppen auch im offenen Feldkampfe Stand halten werden, denn binnen weniger Tage muß vor Santiago ein Zusammenstoß erfolgen. Freilich find die Insurgenten in so großer Uebermacht vorhanden, daß ihnen voraussichtlich allein die Palme des Stege- zufallen müßte, wenn die Spanier unterliegen sollten. Zum Schluß wollen wir noch von den Gerüchten Notiz nehmen, daß die Königin-Regentin Christine zurückzutreten beabsichtigt, jedoch schenken wir diesen Meld- uogen in solcher Form keinen Glauben.___________(xx) Deutsche» Reich. Berlin, 24. Juni. Der „RetchSanzetger" veröffentlicht die Verleihung des Schwarzen Adlerorden- au den Großherzog von Mecklenburg.Schwerin. Berlin, 24. Juni. Wie die „Nordd. Allgem. Ztg." hört, wird der Bet rat h für da- Au-wanderungs- wesen am nächsten Montag Vormittag 10 Uhr zusammen- treteu. Berlin, 24. Juni. Wie dem „Local-Anzeiger" aus Kiel telegraphtrt wird, brach beim Einlaufen de-ueuerbauten Kreuzer- „Hertha" tu dte Katserwerft die zwischen Schiff und Quatmauer angebrachte schwere Stahltroffe und schlug auf dte Werftptuasse II., welche sofort sank. Dte „Hertha" stieß dann gegen das Heck des Panzerschiffe» „Baden", besten Hrckboot durchstoßen wurde. Dte Besatzung der Werftptnaffe, derselben, bei deren Untergang im Februar zwölf Menschen ertranken, wurde gerettet. E- ist überhaupt Niemand verunglückt. Berlin, 24. Juni. Die „Kreuz-Zeitung" berichtet, Seiten- de- Reich-Postamtes sei dte Herstellung von Briefmarken zu 2 Pfennigen angeordnet worden. ES dürste demnach für nicht mehr ferne Zett eine Porto-Ermäßigung zu erwarten sein und zwar insbesondere für Drucksachen. Berlin, 24. Juni. Wie au- Kiel gemeldet wird, fuhr de Kaiserin heute Vormittag 10 Uhr in einer Salon- Schirmherr vergeudeten Forstbefiye», der Versorger zahlloser verlaffeoer Waisen, der Freund und Vertraute der unglücklichen Kretinen, der Lehrer und Führer des ta Aberglauben und Unwissenheit versunkenen Volkes. Wer mag sagen, wie viele, früher unverständige Landwirthe durch ihn zur Ordnung in ihrem HauSwesen und damit zum Wohlstand durch sein „Goldmacherdorf" gebracht, wie viele verkommene Truukeo- bolde aus Bettelet und Entwürdigung durch seine „Brannt- wrinpest", wie viel Zweifelnde und darum Elende und Trostlose durch seinen „Alamontade" zum Glauben und zur Erhebung geführt worden find. Zu diesen bi- auf unsere Zett und für alle Zeiten mustergiltigen Schöpfungen seiner erzählenden Feder rechnen wir noch „Der Creole", „Jonathan Fock", „Des SchwetzerlandS Geschichten für da- Schweizer- volk", „Der Freihof von Aarau", „Addrich im MooS", Alle» treue Gemälde von Zett und Ort, seine besten Werke, die ihm den größten und ungetheilresten Beifall einrrugen und auch noch heute bet all den Lesern eintragen, welche übersättigt oder angeekelt von der modernen, eutfitiltchenden und herzverpestenden Literatur, fich erquickung-bedürftig zum Klasfischen -urückwenden. Das allerverbrettrtste und wirksamste aller seiner manntg- faltigen Werke, als besten Berfaffer er fich erst spät bekannte, find seine „Stunden der Andacht zur Beförderung wahren Christenthum- und häuslicher Gotte-Verehrung", welche noch 1871 in neuer Auflage in sechs Bänden von Emil Zschvkke herau-gegeben wurden. Sie waren zunächst nur für die Schweiz bestimmt, fanden aber ihrer populären Erbaulichkeit und ConfesfionSlofigketr wegen beim Mtttelstaude aller Länder die nachhaltigste Aufnahme. In den letzten Jahren seines thätigen und bewegten Leben- zog er fich vou der öffentlichen Thätigkett ganz zurück, machte dagegen wiederholt Reisen nach Deutschland, von wo er immer gern an den hetmathltcheu Herd zurückkehrte, der ihm Alles gewährte, waS ein uuverdroffen thätigeS Alter erfreuen konnte. Ohne Schmerzen, in innerem Frieden und bei völlig klarem Bewußtsein entschlief er sauft am 27. Juni 1848. I Pinaffe nach der Barbarossa Brücke, um die Prinzesfin Heinrich nebst den kaiserlichen Kindern und den Prinzen Waldemar zur Einschiffung auf der Dicht Iduna adzuholen. Um 11 Uhr begann die Kieler Woche mit der Binnen-Regatta des kaiserlichen Dicht Club. Der Kaiser, dte Kaiserin und die Prinzessin Heinrich beobachteten mit dem commau- dtreudeu Admiral v. Kuorr vom Bord der Dicht Jbuna auS daS Wettsegeln. Später fand au Bord der Hoheuzolleru ein größere» Frühstück statt. Ausland. Wien,24 Juni. Der heute stattgehabte Huldigung»- festzug der Schulkinder Wien» nahm einen imposanten Verlauf. 86000 Kinder defilirten vor dem Kaiser, der so gerührt war, daß ihm die Thränen in den Augen standen. Dem Bürgermeister dankte der Kaser mit den Worten: Der Festzug war etwas Außerordentliches, er war mir ein Trost tu dem Hefen Kummer diese» Jahre». Budapest, 24. Juni. Hier circultren Gerüchte, daß der Besuch de» Erzherzogs Josef tu Belgrad mit einer ver- lobuugSabstcht des König» Alexander zusammen- hänge. E» soll dabei die zwettjüngste Tochter de» Erz Herzog» Josef, nämlich die Erzherzogin Elisabeth in Frage kommen. Mailand, 24. Juni. Mau befürchtet hier Unruhen wegen der Verurtheilung einiger ZeitungSdirectoreu. Die Polizei hat Maßregeln getroffen, um jede Bewegung tm Keime zu ersticken. Luxemburg, 24 Juni. DaS letzte Bulletin über da» Befinden des Großherzogs bezeichnet den Zustand al» sehr ernst. Loudon, 24. Junt. Aus Prätoria wird gemeldet, daß Präsident Krüger an einer Lungenentzündung schwer erkrankt ist. Rew-Dork, 24. Juni. Hier ist eine Meldung von dem vor Santwgo liegenden Preßboot eingelaufen, welche besagt, daß Admiral Sampson vier KrtegSsch ffe von seinem Geschwader losgelöst habe mit dem Auftrage, die südliche Küste CubaS zu verlassen und jeden VerprovtantiruugSversuch und jeden Blokadebruch zu verhindern. Locale, «nv Provinzielles. Butzbach, 22. Juni. Mit dem 1. October d. I. soll dte htefige Provtaut-Magaztustelle, dte seither durch daS Proviantamt Hanau mitversehen wurde, aufgehoben werden und har die Kündigung der dahingehenden Verträge ftattgefuuden. Wie verlautet, werden an maßgebender Stelle Schritte gethan werden, um dte Ankaufsstelle hier zu erhalten. □ Auß dem Kreise Alßfeld, 24. Juni. Nach dem noss-n Frühjahr und Vorsommer hegte man vielseit» dte Befürchtung, dte Witterung werde aus dem einen Extrem in daS andere fallen, d. h. auf die Näffe Trockenheit folgen. Daß dem glücklicher Weise nicht so ist, lehrt uns der seit gestern wieder eingetreteve Wetterumfchwung. Zum ersten Male seit dem Beginn des Jahres harte fich das Wetter am 11. d. M. gestellt und beinahe 14 Tage Stand gehalten. Der Heuernte, welche allerdings noch nicht beendigt ist, kamen dte schönen Tage sehr zu Gute. Aber dte Wetterregel: Regnet» ins Heu, so regnet es Hafer hinein, muß ganz besonder» für dieses Jahr al» zutreffend erklärt werden. Gerate durch die vorhergegangene große Nässe ift der Ackerboden schwer, klumpig und dicht geblieben. Der Sonnenschein der letzten Tage förderte dte Bildung einer Kruste, die ein H nderniß jeglichen Wach-thums bildete. So absurd e» klingen mag, so wahr tft eS, daß unsere Gegend nach voraufgegangener großer Näffe eher de» baldigen Regen» bedürftig tst, als nach trockenem Frühjahr. Dte Erdkruste wird eben nur wieder durch Niederschläge zur Auflösung gebracht. So steckten seither Hafer und Gerste im Boden und fingen an gelb zu werden, weil die Lockerung der Erde fehlte, auch dte Kartoffeln zogen nicht tu ihrem WachSthum. Daher kommen die jetzt erfolgten Niederschläge sowohl dem Felde, wie dem Garten zur rechten Zeit. Auch in letzterem wurde eS Bohnen, Gurken, Setzpflanzen und Küchengewächsen au» oben ange führte« Grunde zu trocken, obgleich dem tieferen Erdreich gewiß dte Feuchtigkeit nicht mangeln kann. Hauptsache bleibt es allerdings, daß die Niederschläge von kurzer Dauer find, damit die Heuernte gut beendigt werden kann. Mainz, 24. Juni. Herrn Joh. Schlitz, Kgl. Holl. Hof Wetnhandlung bterseldft, ist für da» vom 3. biS 10. Juli in Letpz'g stattfindende Mitteldeutsche BundeSschteßen die Lieferung de» FestweineS vom WtrrhschaftS-AuSschuß übertragen worden. Aus der Zett für die Zeit. Vor 81 Jahren am 26. Juni 1817, starb in seiner Vaterstadt Celle der Dichter Ernst Schulze, dessen Dichtungen fich durch Melodie und Wohllaut des Versbaues auszeichnen, aber zu weich und verschwommen sind. Aus seinen Schöpfungen sei „Die bezauberte Rose" hervorgehoben, die, was Reichthum und musikalischen Zauber betrifft, ihres gleichen sucht. Der Dichter wurde am 22. März 1789 geboren. Vor 32 Jahren, am 27. Juni 1866, siegten in den heißen Kämpfen bei Trautenau und Nachod die Preußen über die Oesterreicher. An demselben Tage fand auch die Schlacht von Langensalza statt, in welcher auf preußischer und hannoveranischer Seite edles deutsches Blut vergossen wurde, ohne daß dadurch der nothwendige Gang der Dinge aufgehalten werden konnte. * Herborn, 24. Juni. Seit Samstag voriger Woche ist der Brotpreis hier um 3 Pfg. zurllckgegangen. Hoffent- lich wird der frühere billige Preis bald wieder eintreten. * Der Herr Minister für Handel und Gewerbe hat die < Errichtung zweier Handwerkskammern in der Provinz Hessen- Nassau beschlossen, die ihren Sitz haben: 1. in Kassel für den Regierungsbezirk gleichen Namens mit Ausschluß der Kreise Rinteln und Schmalkalden, die den Kammern in Hannover und Erfurt zugewiesen werden sollen, aber mit Einbeziehung des Fürstemhums Waldeck, dessen Anschluß an bte preußische Organisation von der Landesregierung gewünscht worden ist, 2. in Wiesbaden für den Regierung», bezirk gleichen Namens. * Im Alter von 116 Jahren starb am letzten Sonntag in Janturk in Irland George Mannt x. In jungen Jahren war er Trommlerjunge im 18. köntgl. irischen Regiment. AlS solcher hat er 1796 da» Gefecht bei Viuegar Hill mit gemacht. * Scharfer Frost hat In der Nacht zum Donnerstag im Kreise Graudenz geherrscht, so daß auf kleinen Wasser- länfen sogar Eisbildung beobachtet wurde. Au» dem südlichen Theil de» Kreises wird berichtet, daß die Roggenfelder gelitten haben. Auf der Neuenburger Höhe find die Kartoffel- felder schwarz geworden und das Gemüse erfroren. * Unfall in den Alpen. Drei deutsche Handwerk», burschen wollten über den Saaspaß nach GlaruS und verfehlten bei dem nebeligen Wetter den Weg. Sie kamen auf den Bergrücken zwilchen Miesern und Lantderg. Bei« ersten Versuch dcS Abstieges gegen den Präge! stürzte der Gärtner Franz Pracht von Wittenberg (Sachsen) über den Fels n etwa 500 Mir. tief in den Sulzboden. Einige Tage später wurde er tobt aufqefunden. • Der 800jährige Waldprozeß zwischen den Herrn» v. Thüngen und der Gemeinde Burgsinn wegen de» Burgsinner Gemeindewa deS ist nunmehr endlich zu Gunst n der Gemeinde Burgsinn entschieden. Die Berufung der ge- sammten Familie v. Thüngen gegen da» Urtheil de» Land gerichtS Würzburg, durch da» der Wald der Gemeinde Burg, sinn zugesprochen war, wurde vom OberlandeSgericht kosten- fällig verworfen. Die der Gemeinde Burgsinn zugesprochmen Waldungen umfassen ca. 2600 Hektar im Werth voa 800000 M!. * Der in Graz erfolgte Tod des Professor» v Rokitaatttz ruft wiederum jene scherzhafte Antwort in Erinnerung, bie der Vater deS Verstorbenen, der berühmte Chirurg v RokltavSktz, auf die Frage nach dem Beruf seiner vier Söhne gab. „Zwei heulen", sagte er, „und zwei heilen". Zwei find nämltch Aerzte und zwei Sänger geworden. • Der englische Missionar Cook erzählt, welche Aus- regung baß Erscheinen der Fahrräder unter den Eingeborenen im Sudan erzeugt hat. Auf der Straße nehmen fie Reiß- au» und werfen Alles, wa- fie tragen, fort. Sie halt,n ka» Fahrrad für ein Thier. Ein kleiner Junge fragte den Missionar einmal, ob eß auch athme. • Zu dem Beschluß de- badischen Landtagß, alle kriege- rischen öotte aus den EchuUefebüchera zu entfernen, gibt d,e „Bad. Ldztg." einige Proben passender Umwandlungen der Leseftücke: 1. Das sanfte Ende Gustav Adolf». Wallenstein und Gustav Adolf wünschten schon lange, näher mit einander bekannt zu werden. Endlich trafen sie fich einmal auf der Ebene bet Lützen. Da Beide große» Gefolge bei sich hatten, entstand natürlich unschuldige» @t* * dränge. Gustav Adolf, der kurzfichtig war, ritt näher htrzu, um Wallenstein besser sehen zu können. Auf einmal bemerkte der Begleiter drs König» ein runde» Loch im Rücken bei» selben. „Majestät," rief er, „Sie haben ein rundes Loch im Rücken." „Daß macht nicht»," sagte Gustav Adolf, fiel vom Pferde und verschied sanft Ganz ähnlich machte eS nachher auch Pappeohkim. So vergingen die Stunden nur allzuschaell, und als die Nacht herabsank, trennte man sich mit br« Bewußtsein, wieder einmal einen schönen Tag verlebt zu haben. 2. Da- große Völkerfest bei Leipzig. Am 18. October 1813 gaben fich Russen, Preußen, Oesterreicher, Schweden und Franzosen ein Stelldichein. Fürsten und Völker fanden sich hier zusammen. Erst ließ man einige Raketen steigen, dann begann eine allgemeine Unterhaltung. Diese ward immer lebhafter, immer animhter. Dte munteren Franzosen begannen schließlich zu springen, die anderen ihnen nach. Sogar die alte Elsterbrücke sprang w't. Dadurch bekamen viele Franzosen Gelegenheit, ein erfrischende» Bad zu nehmen. Aber so schön es war, einmal mußte geschieden fein. Napoleon mußte sich sehr eilen, um den An* schluß nach Pari» nicht zu versäumen. Die anderen gaben ihm eine große Strecke weit baß Geleit, wünschten ihm glückliche Reise nnb mußten versprechen, die Franzosen recht bald in Pari» zu besuchen. Universität- - Nachrichten. — Der außerordentliche Professor W. Kükentbal in 3«^ zootomischer Prosector an dem ron Prcskssor Häckel 8"ettn« zoologischen Institut, ist als ordentlicher Professor an die Universität Breslau berufen werben, wo er Nachfolger de- nach Leipzig übersiedelnden Professors Chun wird. , |U ,, , — Nach dem Vorgänge der Universitäten Wien, Heidelberg, Würzburg usw. plant, laut der „Nat.-Ztg." die UnterriLteverwaltnn», im Anschluß an den Neubau Der EoarttS ein hydrotherapeutische» Institut zu errichten, um, den im preußischen Abgeordnetmbause laut gewordenen Wünschen enlsprechenb, die wrssenschaitliche Wasier- Heilmethode auch in Berlin in den medicinischen Unterricht ew zuführen. — Die Privatdocenlen Dr. Emil Seckel zu Berlin unv Dr. Paul Rehme zu Kiel sind zu außerordentlichen Professoren » der juristischen Facultät der Friedrich Wilhelms-Universität zu Berit» ernannt worben. Der fortwährende Eingang freiwilliger Anerkennungsschreibw sowie der Umstand, daß in drei Jahren über 28,000 Ma'chinenak^ gefetzt wurden, bezeugen die Vorzüglichkeit der Bticken-d«^ Schreibmaschinen. Neuerdings wurde die Bllckensderfer etngefutz beim Reichsschatzaml, Reichs-Justtzamt, russ. KriegSminiftnM», Auswärtigen Ami, Kgl. Sächsischen Finanzministerium, Grog». Weimar. Finanzministerium, Mt"isterium des Innern, StraPrv», Reichsbank, Fried. Krupp, Essen :c. rc. 1400 BuckenSderfer Echtes maschinen befinden sich tm amerikanischen Telegraphen dien n Gebrauch a,,t' «a, #,iu * 4 4\* . 'n 8nuL**lJ " I '..**•* s N b" s« J* 1UQ fo.,. 3Sb?"> ^5”* 'S.K ZS- SLft“ bui> |beb,B' y.1* hn Ni 4 ®UTlhnn etflD to J"1*tnM^ r° 6ri: 5“ B*a du p 1° t* UrtW i(| 1 dn Siittnbf h '■ Dbtrlubtigmti MbtBiirglwn jage'pic::- > Hckm |D $[tl; B : ket fyoftfioii i Jhty nt■ ort in SdnntiBt. r-LwiLhinngd Mä ian ütn Köhn gab, t? tin'. 8®ti st°d iü m. Livk n$lt, »chh. rite unter bin Sigtkica hi Straft ntietn Kids nagtn, (ort Sie hckilt litten Jungt fiQgti in 'dm. tii-a Bnttogi, alt ich li^tti p ntitnei. gib! it j;nate Haioniliagro k t Sußir Holfl. Wf lir’tten IN lang, enbti W * V I 6i|OL v* Mbt pejd b :::ür!i4 nrfcW* » jftlrg e«, Ml naSjoH ßnnen. ins ttimal bur- rctbtf MtaMta* ,t baltn eil mbit fagtt SllS» M M* xj Spich * tu LWbt° HB N-' mnnit «an 111 r otn ItiBtn L-z p riest b-i LtiP.h- M M-J» d'!°°- ll" *, , irtüifm. o itüiM i" W* ilu W"^Ä >1i» <* •*'' . y l> iM $« ; it X, *'*• Ä *«* •?l ;i*t Sportwagen von 8 Mk. an, tkiter- und KMcnmgkn, MudKmen, 5371 Croquet- und Tennis-Spiele, Turngeräthk, SMnkrln, Merstühle empfehlen in großer Auswahl Morih Kregori u. Sohn. Fertige Sarge :von Metall, Eichen, Tannen stets ^orräthig auf Lager. 4312 Ang. Hofmann, Wetzsteinstr. 40. /CT\ Haar-Uhrketten, Zöpfe, Dreher, TonpeS, ‘t Jbf LcheNel und Verrücken *-V [ fertigt billigst an 1&25 l A H.TichY,Selterswks13. 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