Nr. 121 Zweites Blatt. Donnerstag den 26. Wm 1898 Erscheint tägtlch mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Aamikteuöcätter werden dem Anzeiger Wöchentlich vierm beigelegt. Gießener Anzeiger Aezugspreis vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohu. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu »er Nachmittags für den solgendcn Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Ubr General-Anzeiger Alle Anzeigen-VermittlungSstellen deS In- und Ausland«! nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger cntgcgau Anrts- und Anzeigeblntt fuv den Avers Gieszen. Redaction, Expedition und Druckerei: Schntffraße Ar. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße». Fernsprecher Nr. 51. Amtliche»' Theil Bekanntmachung. betreffend die Ernennung von Sachverständigen zur Abschätzung von Wildschaden. Herr GutSpachter O. Klingelhöffer zu Hof Graß ist -um Mitglied und Vorsitzenden der Sachverständigen-Eommis- ston für die Abschätzung von Wildschaden im vierten Bezirk deS Kreises Gießen ernannt, und als solcher verpflichtet worden. Gießen, den 23. Mai 1898 Großherzogliches KreiSamt Gießen. I. V.: Dr. Wagner. Gießen, den 23. Mai 1898. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grosth. Bürgermeistereien Hungen, Bellersheim, Bettenhausen, Birklar» Inheiden, Langd, Langsdorf, Nouueuroth, Mufchenheim mit Hof - Güll, Obbornhofen, Rabertshausen, Rodhetm mit Hof Graß, Röthges, Steiuheim, Trais-Horloff, Utphe und Villiugeu. Dir vorstehmve Bekanntmachung wollen Sie ortsüblich veröffentlichen. I. 93.: Dr. Wagner. Was soll uns der nächste Reichstag bringen? Nach und nach kommt in die Wahlbewegung ein frischer Zug. Die Klärung über die Stellung, welche die einzelnen Parteien zu den schwebenden Fragen etnzuuehmen gedenken, hat in den Wahlaufrufen ihren Ausdruck gefunden, welche nunmehr von allen Seiten einer Kritik unterzogen worden find. Broschüren und Flugblätter werden zu Tausenden und Abertausenden vertbeilt, und wenn mau den Versprechungen Glauben schenken könnte, die an die Person der empfohlenen Candidaten geknüpft werden, so würde Deutschland nach deren Wahl zu einem wahren Paradies umgewandelt werden. Aber ebenso wie nicht Alle- Gold ist, was glänzt, ist auch ein großer Theil der gemachten Versprechungen eitel Tand und Blendwerk, insbesondere wenn dem Volke goldene Berge in Bezug auf Verbesserung seiner sozialen Lage bei der Wahl unbedingter Oppofitiousmäuuer in Aussicht gestellt werden. Die Wünsche, welche an die Volksvertretung gestellt werden, find vielfach so unklar, daß dieselben schon aus diesem Grunde schwer erfüllt werden können. Wenn wir hier uns darüber auSlaffev wollen, was wir von dem nächsten Reichstage verlangen, so haben wir dabei natürlich keine Sonderwüvsche und Sonderimereffen im Auge, sondern nur solche Forderungen, welche die Allgemeinheit betreffen und das Wohl des ganzen Reichs und Volks berühren. Der letzte Reichstag hat mancherlei Phasen durchgemacht, die wir schon mehrfach einer Besprechung unterzogen haben. Während der ersten Sessionen hat er fich manchen Forderungen, die die Regierung gestellt hatte, widersetzt, so daß die Bezeichnung „dieser Reichstag" nicht al» ein besonders gute» Epitheton angesehen werden konnte. Zum Schluß kam aber die Einsicht noch zur rechten Zeit, daß mau auch auf nationale Wünsche Rücksicht zu nehmen hat, ohne immer den Geldbeutel im Auge zu haben. Und daS verlangen wir auch vom nächsten Reichstage. Selbstverständlich müssen wir gewissenhaft haushalten, da Deutschland keine reichen Mittel zur Verfügung stehen, und Sparsamkeit ist eine Tugend, die nicht nur bei dem einzelnen Staatsbürger sondern auch in dem großen Staatshaushalte gewürdigt werden muß. Aber deshalb dürfen doch nicht der Regierung die Mittel versagt werden, welche dieselbe für erforderlich hält, um den Staat auf der Höhe der Zeit zu erhalten. „Willst Du Frieden, rüste zum Kriege", heißt e- bekanntlich, und Deutschland ist eine Friedensmacht ersten Ranges deshalb muß cs auch ein kräftiges Heer haben, um ein gewichtiges Wort führen zu können, wenn e« gilt, Störenfrieden da» Handwerk zu legen. Das Heer und die Marine bilden den festen Stützpunkt, auf den fich Staat und Volk lehnen können, und ihn zu erhalten, muß unsere und de« nächsten Reichstages erste Aufgabe sein. Eine weitere Fürsorge wird der letztere unseren wtrth- schaftlicheu Fragen zu widmen haben. Der Handelsvertrag mit England, für den bekanntlich ein Provisorium geschaffen worden ist, wird eine Debatte eiuleiten, die den künftigen Reichstag überdauern und ihre höchste Entwickelung im Jahr 1903 erfahren wird, wo die „großen" Handelsverträge erneuert werden müffeu. Hoffentlich zeigt fich der Reichstag dieser Aufgabe gewachsen und handelt nach dem Grundsätze: Niemand zu Leide, Allen zu Liebe. Schwer ist das Werk, welches dann zu lösen ist, aber schließlich ist der Gegensatz, in welchem fich Landwirthschaft und Industrie zu einander befinden, nur ein scheinbarer, und ein Ausgleich der Differenzen ist nicht unmöglich. — Ueber das Wettere, was wir von dem kommenden Reichstage verlangen, werden wir in einem späteren Artikel sprechen. (xx) Deutsches Reich. Berlin, 24. Mai. Da die ungünstigen Grundwaffer- Verhältnisse im Neuen Palais dem Kaiserpaar den Aufenthalt daselbst unmöglich machen, wird dasselbe wahrscheinlich schon in nächster Zeit nach WtlhelmShöhe bei Kassel mit den kaiserlichen Kindern überfiedeln, um dort einen längeren Aufenthalt zu nehmen. Der Kaiser begiebt fich, wie auS Kiel gemeldet wird, am Abend des 18. Juni mit dem Aviso „Grille" vom Altonaer Hafen nach Brunsbüttel, wo die Einschiffung auf die „Hohenzollern" erfolgt. Die „Grille" wird den Kaiser nach Helgoland begleiten. Berlin, 24. Mai. Der Kronprinz und Prinz Eitel Friedrich werden noch einige Zeit in Potsdam verweilen und dann nach Plön zurückkehren. — Der GaruisovSpfarrer Keßler in Potsdam ist vom Kaiser anläßlich der Konfirmation der beiden ältesten Prinzen zum Hofprediger ernannt worden. Berlin, 24. Mai. Im Befinden des FinaozministerS v. Miquel ist den Abendblättern zufolge eine leichte Besserung eiugetreren. Derselbe konnte bereit» heute daS Bett verlassen, muß sich aber noch längere Zeit Schonung auf« erlegen. Im Gegensatz hierzu meldet die „Nordd. Allg. Zt.g", daß eine Aeuderung im Befinden nicht eingetreten sei. Ausland. Wien, 24. Mat. Erzherzog Leopold ist heute Vormittag 10 Uhr gestorben. Rom, 24. Mai. Der Marinemintster Brin ist heute Vormittag gestorben. Brüssel, 24. Mai. Die Socialdemokraten in Charlerot feierten gestern Abend ihren Wahlsieg, indem fie eine nationale Fahne verbrannten. Die belgische Presse ist über diesen Vorgang äußerst entrüstet. Feuilleton. I)ie verhängnisvolle Maibowle. Humoreske von Friedrich Thieme. (Schluß.) Döllinger blinzelte unwillkürlich mit den Augen. Den Mann mußte er tödtlich beleidigt haben. „Darf ich um die Namen Ihrer Secnndanteu bitten?" Halb gedankenlos nannte der arme RittergutSbefitzer die Namen des Bürgermeisters und seine» GutSnachbars Hartwig, worauf die Herren fich unter höflichen Som- pltmenten empfahlen. Mit der Ausfahrt war e» nun vorbei. Sie war auch gar nicht mehr nöthig, denn der Schreck hatte dem armen Döllinger alle Spuren de» Katers mit einer gehörigen Portion Angstschweiß zugleich auS dem Körper herauSgetrieben. Geknickt an Leib und Seele schlich er hinunter tn da» allgemeine Wohnzimmer, um seiner lieben Alten die entsetzliche Botschaft mitzutheileu. Riekchen befand fich im Speisezimmer, so trat er in diese» ein. „Nanu, was ist denn hier los?" Frau Döllinger war mit ihrer Tochter Alma und einem Mädchen eifrig beschäftigt, da» Speisezimmer^ für ein Gastmahl herznrichten. Schon zeigten fich die Wände mit Guir- lauden und Kränzen decorirt, die große Tafel prangte im Schmuck eines schneeweißen Tafrltuche», der Kronleuchter war mit Blumen überzogen. „Was macht Ihr denn, Riekchen?" „Für heute Abend," entgegnete die Hausfrau lächelnd. „Heute Abend? Wak ist denn da lo»?" „Aber Väterchen —" „Ich — h« —" Das böse Gewissen hieß ihn schweigen. Gewiß wieder -rine Maibowlen-Affaire. Leise rief er seine Frau hinaus,- da trat ein Herr ein, elegant gekleidet, von sympathischem Aeußereu, lang, schlank, stattlich. „Guten Abend, Papa —" „Mein Herr!" Der junge Manu blickte betroffen auf. „Was fällt Ihnen ein?" herrschte ihn Döllinger, der ohnehin nicht tn bester Laune war, zornig an. „Hab ich Ihnen nicht gesagt, ich hätte andere Pläne mit meiner Tochter? Hab ich Ihnen nicht mein Hau» ein für allemal verboten?" Der Herr schaute bestürzt auf feine vermeintliche Schwiegermutter, diese auf Alma, welch Letztere athemloS herbeikam. „Aber Papa, Du hast doch gestern Abend, als Du nach Hause kamst und ich Dich weiuend bat, Deinen Sinn zu ändern, mir unter Thränen Deinen Segen gegeben und auch Hermann, den ich herbeirief, au die Brust gedrückt! Heute Abend soll Verlobung sein, hast Du bestimmt. - „Also deßhalb Eure Vorbereitungen?" meinte Döllinger verdutzt, indem er betrübt mit dem Kopfe nickte. O, dieser unglückselige Maiweiu! Wa» für Streiche hatte er ihm gespielt! Aber dies war der tückischste von allen. Hermann Pohle war zwar ein braver junger Mann, ein geschickter Ingenieur, aber arm, und deßhalb hatte er ihm seine Tochter nicht geben wollen, obgleich die jungen Leute fich innig liebten. Väter find einmal so. Und nun ---Sollte er seinen gestrigen Entschluß deSavouiren oder ratifizireu? Erstere» war nicht wohl angängig, denn die Liebenden hatten die Freudenbotschaft sicher schon in alle Welt getragen und Freunde und Verwandte waren bereits für heute Abend eingeladeu. „Na ja, 'S ist ja nur mein Spaß," brummte Herr Döllinger deßhalb, worauf er dem Schwiegersöhne nochmals die Hand drückte. Mit einiger Reserve allerdings — aber Döllinger gehörte zu den gutmüthigen Naturen, und da Hermann wirklich ein patenter Mensch genannt werden mußte, so war nach kurzer Zeit da» beste Einvernehmen zwischen ihnen hergestellt. Der Abend brach herein, die Gäste erschienen, die Verlobung wurde proclamirt. Alles eitel Freude und Lust, nur Herr Döllinger blieb etufilbig und tu fich gekehrt. In einem Nebenzimmer gestand er endlich seiner Frau den Grund: da» fürchterliche Duell. „Wenn ich nur wüßte, warum," fügte er klagend hinzu. Riekchen rief die Tochter und den Schwiegersohn. Letzterer hörte kaum den Sachverhalt, al» er lachend rief: „Was, mit Baron Wolf? DaS ist ja wein Intimus von der Uuiverfität her. Ach, jetzt fällt mir ein, was er mir heute Mittag erzählte. Er gerieth gestern Mittag im Gasthofe zu Krippeudorf mit einem alten Herrn in Streit, weil dieser ihn auf den Fuß trat und fich nicht entschuldigen wollte, sondern fürchterlich bramarbafirte — so sagte Wolf — und von seinen einstigen Heldenthateu in Göttingen und Jena sprach. Den Namen hat mir Wolf — verwuthlich absichtlich, weil er von meiner Verlobung hörte — verschwiegen. Also Du bist da» gewesen, Papa? Nun, das wollen wir bald aus der Welt schaffen. Ich werde morgen früh mit ihm reden und ihm Alle» erklären." „Thu das, mein Sohu." „Ich darf ihm doch Deine Entschuldigung überbringen?" „Ach ja — so viel Entschuldigungen Du willst —* „Gut, dann ist die Sache abgethan." Dem guten alten Papa Döllinger fiel ein wahrer Ehtm- borasso vom Herzen. Nun erst war der status naturalus seines Ich» vollkommen wieder hergestrllt. Kreuzfidel kehrte er in die Gesellschaft zurück, erzählte, schnitt auf, sang, aß und trank. Nur von der köstlich duftenden Maibowle, die zuguterletzt noch auf dem Tische erschien, genoß er keinen Tropfen, zur Verwunderung aller Gäste. — „Ich kann Maibowle nicht ersehen," erklärte er kategorisch. „Ts ist ein heimtückisches Getränk." Und innerlich setzte er refignirt hinzu: „Brüderschaft mit dem Kutscher, Erhöhung des Schreibergehaltes um da» Doppelte, Duell mit dem Baron von Wolf, Verlobung einer Tochter wider Willen — da» ist für einen Tag gerade genug." Herr Döllinger hat nie wieder Maibowle getrunken. Schulrath, der mit solcher Wärme und ohne jede ängstliche Verklaufultrung für die Sache der erweiterten Frauenbildung eintritt, verpflichtet zu fühlen. Am zweiten Abend behandelte Fräulein Dr. Anita AugSpurg (München) da» Thema: „Zur Kritik der Frauenfrage" unter folgenden Gesichtspunkten. Ein historischer Ueberblrck läßt in der Frauenfrage zwei Perioden erkennen: Die materielle Noth, hervorgecufeu durch wirth- schaftltche Schiebungen, die Magenfrage, bedingen die ersten. Der Zeit nach viel früher zeigen sich die idealen Motive, wie fie z. 8, in England durch Mary Wollstonecraft, in Frankreich durch Condorcet, in Deutschland durch Hippel, Rahe! Levin-Malowa, v. Meysenberg u. v. a. vertreten werden. Die Brücke zu praettschrn Bethätigungen schlägt Luise Otto Peters, auf deren Initiative die Gründung de» „Allgemeinen deutschen Frauenveretvs" zurückzuführen ist. Die allgemeine Lage der Frau bleibt durch drefe löb- lichen Bestrebungen noch wesentlich unberührt. Ein Umschwung in der Auffassung der Aufgaben der Frauenbewegung, tritt nach Ansicht der Dr. AugSpurg erst durch die internationalen Congresse ein, welche persönliche, dtrecte Berührung der Frauen aller Länder und Austausch ihrer Errungen- schäften zu Stande bringen. Eine Umkehrung der Taktik erfolgt: erst das Große, dann das Kleine, erst daS Allgemeine, dann das Besondere, erst die gesetzliche Basis, dann die privaten Bedürfniffe. Die neuen Anforderungen liegen auf politisch-rechtlichem Gebiet. Durch unsere Zeir geht die Tendenz überall auf Heranziehung der Frau- ihre Arbeit kann jedoch nur fruchtbar werben, wenn durch RechtSgarantieu ihre Dauer und Passivität gesichert ist. Daß Dr. AugSpurg auch die Ausübung de» passiven und acttven Wahlrechts für daS weibliche Geschlecht erstrebt, dürfte bekannt sein aus der Stellung, welche diese Borkämpferin in der deutschen FrauenfreZe bis jetzt eingenommen hat. Jedenfalls ist fie eine rhetorisch interessante Persönlichkeit, waS auch von Denen zugestauden werden muß, die, wie wir, nur eine Theilftrecke de» Weges, den fie eingeschlagen hat, mitgehen mögen. Luxemburg, 24. Mat. Al» gestern Abend der Groß- Herzog sein Schlafzimmer betrat, glitt er aus und verletzte fich da» linke Hüftgelenk. Paris, 24. Mai. Die „Aurore" meldet heute, Zola werde die Direktion des „Petit Journal" wegen eine» verächtlichen und verleumderischen Artikel» gerichtlich belangen. Eadtz, 24. Mai. Hier lagern 50 000 Tonnen Kohlen. Wettere 100000 werden in allernächster Zeit erwartet, sodaß der Kohlenvorrath für die spanische Flotte gefichert ist. Vermlscht-s. * Allgemeiner Deutscher VerficherungS-Beretu in Statt- ßllrt. Im Monat April 1898 wurden 957 Schad en- fSIle regulirt. Davon entfielen auf die BetriebShaft- pfltcht'verficherung 427 Fälle und zwar 274 wegen Körperverletzung und 153 wegen Sachbeschädigung- auf die HauS- Haftpfltcht-Berficherung 38 Falle und zwar 30 wegen Körper- Verletzung und 3 wegen Sachbeschädigung- auf die Unfall- verficherung 434 Fälle, von denen 4 den sofortigen Tod und 10 eine gänzliche oder theilweise Invalidität der Der- letzten zur Folge hatten. Bon den Mitgliedern der Sterbekasse find 63 tu diesem Monat gestorben. Neu abgeschlossen wurden im Monat April 4502 Versicherungen. Alle vor dem 1. Februar 1898 angemeldeten Schäden der Unfall- Verficherung (incl. der Todes- und JnvaltdttätS-Fälle) sind bis auf die 120 noch nicht genesene Personen betreffenden Fälle erledigt. * Die Erforschung der Nordlichter ist nach einer Meldung der Harvard-Sternwarte in Amerika durch photographische Erzielung de» Spectrum» gefördert worden. Im April vorigen Jahre» gelang es Edward King zum ersten Male, ein Spectrum von vier hellen Linien zu erhalten, über ihre Bedeutung innerhalb de» Spectrum» herrschte aber noch voll- komwene Unklarheit. Am 15. März d. I. erhielt man wieder ein Spectrum, diesmal mit zwei hellen Linien, und die Welleuläuge der helleren der beiden Linien wurde durch Der- gleich mit dem Sonneuspectrum auf 3892 bis 3925, die der zweiten Linie auf 4285 bestimmt. Ob diese Bestimmungen dazu führen werden, die Stoffe zu erkennen, von denen die Licht-Erscheinungen ausgehen, ist noch abzuwarten - jedenfalls ist ein erheblicher Fortschritt nach dieser Richtung gethan. * 3öpse in der Universität. Die Controlle der zu Vorlesungen in der Berliner Universität erscheinenden Frauen ist in dem öffentlichen Colleg des Literarhistorikers Profeffor Erich Schmidt zum ersten Male geübt worden. Sechs Damen konnten ihren Berechtigungsschein nicht vor- weisen- der Profeffor gestattete ihnen jedoch den .Zutritt. Zwei recht jugendliche Mädchen aber mit langen Zöpfen, die eher in eine Schule als in die Universität gehören, wurden von den HauSbeamteu zurückgewiefen. * Die Hygiene im Sifenbahnzng. Da in jeder Reise- '«uson die Gefahr der Verbreitung der Tuberkulose durch Waggons nahe gelegen ist, so hat zur Verhütung von Krank- hettSübertraguugen da» Reichsgesundheitsamt verschiedene neue Vorschriften ausgearbeitet, die bei Reinigung der Eisen- bahnpersonenwageu und Wartesäle zu beobachten find. So empfiehlt fich, Plüsch und ähnliche rauhe Stoffe al» Wand- bekleiduug durch glatte Stoffe zu ersetzen, Sttzpolster find so herzustellen, daß fie aus dem Wagen entfernt werden und eine DeSinfectiov in strömenden Wafferdawpf vertragen können, auch soll der Raum unter den Sitzen ohne Schwierig, ketten gereinigt und desinficirt werden können. In Warte- sälen, in Fluren und Treppen find hinlänglich viele Spucknapfe aufzustellen und die Fußböden der Wartesäle täglich naß zu reinigen. Die Verwaltungen der deutschen Eisen- bahnen haben fich nun bereit» diese Vorschriften zu eigen gemacht, sowie auch der österreichische Eisenbahumtuister einen Erlaß an die Südbahngesellschaft, al» derzeit geschäft»- führende Verwaltung der Eisenbahndirectorenconferenz, ergehen ließ, in welchem die Anbringung von Affichen in allen Personenwagen mit dem Texte angeordnet wird: „E» wird ersucht, nicht auf den Fußboden der Wagen zu spucken." Weiter wird empfohlen, in den Personenwagen bei jenen Zügen, welche bittet nach Kurorten für Lungenkranke verkehren oder in welchen dtrecte Wagen für solche Kurorte eingestellt find, tiefe, mit trichterförmigen Deckeln verschlossene und mit Wasser gefüllte Spuckuäpfe fix aufzustelleu. Bet den Persouenzügen dritter Klasse sollen überdies die Fußböden gelegentlich der inneren Reinigung der Wagen mit 5pCt. reiner Earbolsäurelösung abgewaschen werden. * Der Hahn als Thurmkrönnng. Auf dem alten Holz- ktrchthurm des Dorfes Pari in bei Stargard i. P. hatte fich bis vor Kurzem ein Wetterhahn von so schöner Sttli- firung und straffer Zeichnung erhalten, daß er für würdig gehalten wurde, im Centralblatt der Bauverwaltung durch Abbildung der Nachwelt überliefert zu werden. DaS von Grund aus in Eichenholz aufgeführte Gerüst des ThurmeS zeigt die Jahreszahlen- 1612 und 1774. Die Entstehung unsere- Hahnes verweist man in das erstgenannte Jahr, wenn er nicht schon von einem früheren Kirchthurm stammt. Jetzt hat der Hahn bei einer Erneuerung der Spitze einem glatten, vergoldeten Kreuz weichen müssen, obgleich die bäuerlichen Mitglieder der Gemeinde tnsttuctiv von der Schönheit des alten Wahrzeichens ihres Thurmes durchdrungen waren. Neber die Bedeutung des Hahues als Thurmkrönung bringt unsere Quelle bei dieser Gelegenheit folgende interessante Mtttheiluvgev. Der Hahn auf den Spitzen der Kirchthürme soll nicht nur zum Schmuck und als Wetterfahne dienen, sondern er hat nach Biollet le Duc, der hierfür den im Be- ginne des 14. Jahrhunderts lebenden Scholastiker Guilielmus DuranduS als Zeugen ansührt, auch eine finnbildliche Bedeutung- er ist als Sinnbild des Prediger» anzusehen, der in dunkler Nacht wacht, der mit seiner Stimme die Schlafenden aus der Nacht der Finsterniß erweckt, der das kommende Licht, den Tag des Gerichts, und künftiger Herrlichkeit der- kündet, der fich dem Winde, wie dem Ansturm der Gottlosen entgegenwendet. Auch der Engländer Walstan dient Biollet als Zeuge für daS Jahrhunderte zählende Alter des Hahne»- denn Walstan sagt mit Bezug auf den Hahn der Cache- drale von Winchester: Hoch über der Erde sehe er die glänzenden Gestirne vor fich, beherrsche königlich die Stadt, begrüße al» erster und al» letzter daS Licht, widerstehe den Stürmen und winke dem fernen Wanderer entgegen. Nach Grimms Mythologie kann diesen Erkürungen des WrtterhahneS hiuzugefügt werden, daß nach GuibertuS (in seiner vita sua) >er Brauch der Anwendung auf Kirchthürmen in Frankreich chon im Beginne des 12. Jahrhunderts herrschte. Aber chon zwei Jahrhunderte früher erzählt Eckehard vom Ein- ,ruch der Ungarn in St. Gallen, daß zwei der feindlichen krteger auf den Glockeuthurm stiegen, um den Wetterhahn, den sie für golden und für da» Bild des örtlichen Schutzgottes hielten, herabzuholen. In letzterer Meinung mochte le da» Zusammentreffen des heiligen Gallus mit dem des Vogels bestärken. Nachdem der eine der beiden Krieger, ndem er mit der Lanze nach dem Hahn stieß, dabet den Halt verloren und fich zu Tode gefallen hatte, verließen die Ungarn da- Kloster, „quod Gallus, deus ejus, ignipotens sit“. ®« ist nicht ausgeschlossen, daß in diesem Ausdruck „ignipotens“ (feuergewaltig) die eigentliche heidnische Bedeutung des später christlich auSgelegten Sinnbildes sich verbirgt. Mit uraltem Zauberbrauch hängt es zusammen, daß ein Uebel Feuilleton. Frankfurter Brief. (Origkmlbericht für den „Gießener Anzeiger".) (Nachdruck verboten.) Generalversammlung de» Vereins „Frauenbildung". Dr. M. Die Stadt am Main, woselbst die norddeutschen und süddeutschen Interessen seit den siebziger Jahren stets einen gewissen Ausgleich erfahren haben, eignet fich vorzugsweise zu größeren Versammlungen. Vor nicht langer Zeit hat hier der Allgemeine deutsche Frauenverein getagt und dadurch sowie durch die regelmäßige Arbeit de» Frankfurter FrauenbildungSveretnS und de» Lehrertnueuverein» fanden die Damen, welche fich am 20. und 21. Mat zu geschäftlichen Sitzungen und öffentlichen Vorträgen vereinigten, daS Terrain bereits geebnet. Der Schwerpunkt der diesmaligen Zusammenkunft rühre auf den geschäftlichen Berathungen, die mancher iutereffante Resultat zu Tage förderten und jedenfalls für die Geschichte des deutschen Fraueuvereinswcsen» nicht belanglos bleiben werden. Der Verein „Frauenbildung" zählt etwa 1500 Mit- 6l"der, die über ganz Deutschland verbreitet sind. Er hat seinen Hauptfitz zu Wiesbaden. Ortsgruppen bestehen in den Städten: Berlin, Frankfurt a. M., Königsberg i. Pr., Fret- B, Karlsruhe, Mannheim, Heidelberg, Hannover. " "^rebt Erschließung wissenschaftlicher Berufe und staatl cher Bildungüaustaltev für die Frauen und ist in seiner l m*‘ b“” «-"'«ruh» Madchengh-mafium ver- knüpft, das in Bälde von der Stadt übernommen werden ^rste. Sobald die Stadt den Verein von dem bis jetzt ge- l^eten Zuschuß^ zu der jungen Lehranstalt entlastet, sollen diese 2000 Mark für die Schaffung eine» Internats auf* von welchem mau sich einen großen moralischen Nutzen für die Schule verspricht. Denn wenn die nicht in Karlsruhe wohnenden Eltern die Beruhigung haben, daß ihre Kinder einer Obhut und Fürsorge übergeben werden können, für die der Verein gleichsam eine Garantie übernimmt, werden manche Bedenken, welche gegenwärtig noch dem Besuch eines Mädcheughmnafium» im Wege stehen, wegfallen. Auf der Frankfurter Generalversammlung hat fich der Verein „Frauenbildung" verschmolzen mit dem Verein „Frauenstudium", der sachlich und technisch die gleichen Prtuctpien vertritt und al» Morgeugabe 325 Mitglieder und 4000 Mark Verwögen brachte. Herr Stadtschulrath Dr. Lüng en hielt den ersten öffentlichen Vortrag, der fich der Hauptsache nach in folgendem Gedankengaug bewegte. Eine Parallele zwischen Knaben-Erziehung und Mädchen- Erziehung zeigt überall die Vernachlässigung der letzteren. Das tritt bezüglich der Volksschule allerdings nur insofern hervor, als die Bildung der Bolksschullehrerinuen der der BolkSschullehrer nicht gleichwerthig ist. Schlimmer schon stehtS um die schulentlassene weibliche Jugend bei dem Mangel an Fortbildungsschulen für Handel und Gewerbe. Ganz betrübend fällt der Vergleich aus, wenn wir unseren Blick den höheren Gesellschaftsklassen zuwenden. Die Gering- fügigkeit der Mittel, die vom Staat zur Verfügung gestellt und der Einrichtungen, die getroffen werden, haben in Verbindung mit dem mangelhaften Lehrplan die Zwitterstellung der höheren Mädchenschule hervorgerufen. Der vollständige Mangel an staatlichen Einrichtungen zur Weiterbildung nach der Schulzeit ist sehr zu beklagen. Einen Lichtblick gewähren allerdings die zahlreichen Schulprüfungen der Städte. Aber auch in den Bürgerschaften wird die Bildung der Mädchen bei Weitem noch nicht ernst genug genommen. Man hält sie nicht für möglich und nicht für n ö t h t g. Tiefere Geistesbildung ist nöthig für die zukünftige Gattin, die Mutter, da» alleinstehende Mädchen. Bo? Allem aber sind die Frauen Menschen, und bedürfen wir Männer als Menschen der Bildung, dann bedürfen ihrer auch die Frauen. Also müffen ihnen die Wege dazu eröffnet werden. Ein Weg führt durch das Mädchen-Gymnasium- daher schaffe und unterstütze man solche Anstalten mit dem Verein." Dieser hat in der That allen Grund, sich dem Herrn durch sein magisch geweihte» Bild unschädlich gemacht wird.' Mose» bekämpfte die Schlaugenplage durch ein eherne» Schlaugeubild. Vom Zauberer Birgtliu» wird erzählt, daß er in Neapel die Fltegenplage durch da» eherne Bild einer Fliege zum Erlöschen brachte. Wenn man fich vergegenwärtigt, daß das Feuer von altersher unter der Vorstellung de» rothen Hahues gedacht wird, so hätte man mit dem metallenen Hahnbild daS Hau» unter den eigenen Schutz de» Feuerdämon» gestellt, zur Abwehr jeglichen Brande» namentlich auch desjenigen, der als Blitz an- der Wolke bricht und gerade die höchsten Spitzen bedroht. Diese Erklärung würde auch auf den Erntehahn paffen, der in Nordwestdeutschland den letzten Erntewagen schmückt. * Selbstmord eine» Studenten. Ein 24jahriger Student der Rechte hat fich auf dem Semmering an einem Staketenzauu der Villa Stlberer erhängt und gleichzeitig, während fich die Schlinge zuzog, einen Revolverschuß gegen seine rechte Schläfe abgegeben. Um Mitternacht wurde er von dem Bergfahrer Conrad aufgefunden. Der Selbstmörder ist der Sohn eine» angesehenen Wiener Kaufmannes. Der junge Mann war hochgradig nervö», hatte da» Elternhaus verlaffeu und war bei einer franzöfischen Familie in der Pelikangaffe al» Afterpartei etngezogen. Den ganzen Tag studirte er, kam nie spät nach Hause und hatte wenig gesell- schaftlichen Verkehr. Er war sehr ehrgeizig und wollte seine Prüfungen mit vorzüglichem Erfolge ablegen, weßhalb er oft von Morgens bis Abends, ohne zu effeu, seinen Studien ob- lag. Seinen WohnungSgebern klagte er oft über Kopfschmerz und Schlaflofigkett. Früh Morgens entfernte fich der Student aus seiner Wohnung. Als sein Zimmer aufgeräumt wurde, fand man auf seinem Nachtt.schchen einen Brief, in welchem er schreibt, daß er fich tödten werde und die Familie um Entschuldigung bittet, ihr Unannehmlichkeiten bereitet zu haben. Auf dem Couvert stand in franzöfischer Sprache vermerkt, daß die letzten Briefe an seine Angehörigen und Freunde im Schreibtisch zu finden seien. Außer an seinen Vater und seine Mutter hat er drei Briefe an Freunde und ein Testament zurückgelaffen. Auch darin erwähnt er, daß er nicht mehr leben könne * Großherzige Stiftung zu Ehren eines Erfinder». Auf einem städtischen Festeffen in Bradford erklärte Lord Mashaw, daß er zur Gründung einer Anstalt, die zu Ehren de» Er- finder» des Maschinenwebstuhls und der Wollkäwmmaschtue, des Dr. Cartwright errichtet werden soll, einen Beitrag von 800000 Mark zu geben gewillt sei. Es wurde ein Comito gebildet, da» fich mit Ausarbeitung eine» Plane» für die beste Verwendung diese» Beitrage» und ferner zu erhebender Summen zu befaffen hat, um die Anstalt im Sinne de» genialen Erfinder» wirken zu lassen. * Ei» sehr nachahmenswerthes Beispiel giebt soeben die Stadt Frankfurt. In richtiger Erkenntniß des Umstandes, daß unser edelste» und fleißigste» HanSthier, da» arbeitende Pferd unter dem an» dem Mittelalter stammenden „Marter- instruwent Peitsche" unsäglich leidet, und daß auch da» Publikum durch die alberne, altmodische und barbarische Peitschenknallerei auf da» empfindlichste belästigt wird, hat daS Polizeipräsidium daselbst in § 37 der Straßenpolizei- Verordnung da» Peitschenknallen einfach untersagt sowie den Gebrauch von Peitschen mit Knallschnur sogen. Schmicke verboten. Die Durchführung des Paragraphen wird auf da» strengste gehandhabt, sodaß man die Schutzleute daselbst eifrig bemüht sieht, die mit Schmicke versehenen Marterin- strumente zu beschneiden und die Zuwiderhandelnden zu votiren. E» wäre an der Zett, daß man allerwärt» dahingehende Schritte etnleitete, denn der Unfug, der mit der Peitsche getrieben wird, ist durchaus geeignet, die Aufmerksamkeit der Polizei, sowie der Thierschutzveretne auf fich zu lenken. DekMtMljMM Gutsverkauf Das zur Zeit im Concurse befindliche Oeconomiegut des Chr. Nebe in Gießen, bestehend aus 84 Normal- Morgen Acker und Wiesen nebst Hofraithe und Feldscheuer, soll mit vollständiger Ernte freihändig verkauft werden. Anzahlung 20000 Mk. Auf dem Gute, mit dem noch 40 Morgen Pachtland verbunden sind, wurde seither Milchwirthschaft mit 25 Kühen betrieben, ebenso durch Vermiethen entbehrlicher Theile der sehr geräumigen Hofraithe und durch Latrinenfuhrwerk ansehnliche Nebeneinnahmen erzielt. Angebote sind bis zum Id.^Juni l. Js. an den ConcurSverwalter A. Helfrich hier einzusenden, der auf Wunsch auch nähere Auskunft ertheilt.5345 Versteigerung Freitag den 27. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich gegen Baarzahlung im Pfandlocal Settersweg 11: 3 Schweine, 1 Break, 1 Klavier, 1 Buffet, 1 Verticow, 1 Kaffaschrank, Sophas, Commoden, Kleiderschränke, 1 Lederkoffer, 1 Regulator. Gießen, den 21. Mai 1898. 5270 Mulch, Vollziehungsbeamter. Ital. Rothwein per Flasche 60 Pfg., Marca Italia ___per Flasche 90 Pfg.,___ W* garantirt rein "WI empfiehlt 5187 Lonis Lind, Kirchenpl. 10. Aumpernicket wieder frisch eingetroffen. . 5291 Wienerts Filiale, Neuen Bäue 1. Lebende Lahnftsche 5374 zu haben_______Schürz'sche Bleiche. Vor den Feiertagen trifft täglich zweimal 5352 Getreide-Presshefe in prima Qualität frisch ein bei C. Bender, Wallthorftr. 14. Chinesischen Thee Souchong, Congo, Pecco, in feiner und hochfeiner Qualität per Pfd. Mk. 3.00 bis 5.50 Consum-Thee „ „ „ 2.00 Haushalt-Thee „ „ „ 2.40 engl. Mischung „ „ „ 3.00 u. 4.00. Special-Geschäft Geschw. Altenpohl, _________Plockstr. 2. 2627 Schweizerkäse in bekannter prima Qualität, per Pfd. 1 Mk. Wirthen bei größeren Stücken billiger. Margarine (SüßrahrN'CrZme) per Pfd. 60 Pfg. ff. Marmelade per Pfd. 30 Pfg., in O-Pfd.-Dolen 1 Mk., in 10-Pfo.-Eimern 2,50 Mk. empfiehlt 5334 Chr. Wallenfels, 17 Marktplatz 17. Verstellbare Leitern für Haushaltungen,Gärtner Kestauraleme etc. sehr bill'g bei 4867 Th. Brück, Möbelfabrik._______ Aohnenstangen empfiehlt 4931 I. Happel, Neustadt 56. Wie haben Sie es nur fertig gebracht, daß dieses Mal die Fußböden so prachtvoll geworden sind? Mit ,O. Fritze'* Bernstein • Oel- Lackfarbe^ ist es weiter kein Kunststück, dieselbe übertrifft an Haltbarkeit, schnellem Trocknen und elegantem Aussehen alle anderen Fußbodenlacke. Niederlage bei: August Noll 3953] Bahnhofstraße Nr. 81. Es bleibt dabei! Die wirksamste med. Seife ist Bergmanns Cakbol-Theerschniefrl-Seifk von Bergmann & Eo., Radebeul- DreSde«, vorzüglich und allbewährt gegen alle Arten Hantunreinigkeite« und HautauSschlä. e wie: Milesier, Finnen, Flechten, Blüthchen, rotheFlecke rc. ä Stück 50 Pfg. bei: P. I. MöbS, sowie in der Engel- und Universitäts- Apotheke und Otto Schaaf, Droz. i ti-v. TH. BRÜCK, Giessen Brand—Kanzleiberg— Schiossgaese-Beke Möbelfabrik Durch Neubau und 8 Schaufenster bedeutend vergrössert. Srossartig assortirtes Lager u. Verkauf einzelner Möbel Polsterwaaren, Spiegel ete. zu den billigsten Preisen. Stets wechselnde Ausstellung compl. Zimmer nach neuesten Entwürfen im Renaissance-, Empire- und Rococo-Styl. — LAGEB == vollständiger Betten Bettfedern und Daunen Vorhänge, Teppiche, Linoleum Bambus* u. Korbmöbel. Lieferung franco jeder Bahnstation. Telephon Mr. 87. Reichstagswahl. Donnerstag den 26. Mai, Aöends 83k Ahr, in Steins Harten (Saatöau): Wähler Wrsammtung Herr Dr. Georg Frank aus Engers, Kandidat der vereinigten liberalen Parteien, wird sein Wahlprogramm entwickeln. Unsere Parteigenoffen und Freunde laden wir hierdurch ergebenst ein. 5373 Der liberale Wahlausschuss. Eröffnung der Fahrschule TKMi am Sportplatz an dsr Hardt Bleichste. 7. Je Kessel, Aesther. 4721 Erste ärztliche Autoritäten empfehlen 5168 Zuckerkranken Nur in Blech-osen-Packung. inderwagen! J. M. Schulhof, Warktstraße 4. [4423 Schöne Wagen mit Verdeck von Mk. 9.50 an. A. Kllblnqer, Skiimm, i» Neu eingetroffen Peru bestes Düngemittel, J. Kaan jr., Kreuzplatz 1934 5341 Nedaction: E. Burkhardt. — Druck und Verlag der Brühi'scheu Universitäts-Buch- und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen. er Ausverkauf des « Glas-, Psyellau- u. Faraswaaren-Fasers von 6. Ph. Fillmann, WarKtstraße, dauert nur noch kurze Zeit! r- L § - -L t- H C LED. ö 3 5 tf : = t3 GH » - B J3- O _ K L L - E S- »-» 5 L w ex & 5 s -e 5 । «5 « Alle hervorragende Neuheiten in größter Auswahl und geschmackvoller Ausführung zu bekannt billigen Preisen. ca. 100 Stück Kinderwagen auf -Lager. § § S J= ’S -r 5 a « « s § ~ Kötel Kessel W etzlar-Bahnhof empfiehlt sein der Neuzeit entsprechend eingerichtetes Hotel mit prachtvollen Gartenanlagen, gedeckten Hallen, Räumen für größere und kleinere Gesellschaften zur gefälligen Benutzung. Biere von hiesigen Brauereien, Dortmunder Union und Münchener Bürgerbräu. Langjährige Thätigkeit in der Weinbranche setzt mich in den Stand, nur das Beste zu liefern. Neue Stallungen zum Unterstellen der Pferde find genügend vorhanden. die unter ständiger chem. Controlle stehenden und mehrfach analysirten Günther’s AleuronatGebäck u. Präparate Benner’sche Bade-Anstalt. Bringe meine neuen Schweizer-Boote zur gefälligen Benutzung in Erinnerung. 3121 Täglich sowie Sonntags geöffnet, - L - S B § _ B 'S s ~ d - M S BslS Menzer’8 iNeiastube „Zur Stadt Athen“ Deutsche, griechische, französische Weine. — Gute Küche. — 3310 Vorzüglicher Mittagstisch — (im Abonnement billiger) — Beiehhaltige Abend-Karte. Vertreter: J. Schmitz, Bahnhofstr. 23. ein großer Posten Handschuhe, Strümpfe und Socken, Touristen-Hemden, Tl1A{eA<^f’n4>4-A«mn1tl str Schweine, Unterkleider, Damen-Wäsche (etwas trüb geworden) zu sehr billigen Preisen. * «»GBIUlierniömj Rinder und e „ „ X, " , Geflügel sehr zu empfehlen, (stets vorräthig bei — Damen und Herren, welche bei mir das Radfahren erlernen, haben freien Zutritt zum Sportplatz.