M. 121 Erstes Blatt. Donnerstag den 26. Mai_______________________L8V8 frfdJeUt ttgNch eit Ausnahme deS Montags. Die Gießener MamilienvtLlter Werben brat Anzeiger WSchratlich viermal beigelegt. Gießener Anzeiger »ierteljLhrlich 2 Mark 20 Pf, monatlich 76 Piß. mit vringerloh». vei Postbezug 2 Mark 50 Pf^ vierteltährlich. U««ahmr een Anzeigen zu der Nachmittags für den ßvigmtm Lag erscheinenden Nummer bis Sonn. 10 Uhr. General-Anzeiger Alle Anzeigen-BermittlungSstellen deS In« mtb AnSlaubeO nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgogW, Amts- unb Anzeigeblcrtt füv den Ttveis Gieren. 1 ' 1 I Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Dir am 3. L M. ungeordnete Sperre der Kirchstrahe Hwischen Kirchenplatz und Burggrabeu wird hiermit auf» gehoben. Gießen, den 25. Mai 1898. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Roth. Deutsche» Reich. Berlin, 24. Mat. Der Reichskanzler Fürst Hohenlohe ist gestern Abend in Baden-Baden eingetroffen. Berlin, 24. Mat. Der „ReichSanzeiger" veröffevilicht eine Darstellung de» in der Nacht vom 21. zum 22. d. MtS. auf dem Steinkohlenbergwerk „Zollern" stattgefundeaeu Grubenunglück», welche sich mit den bereit» bekannten Mittheilungen drckc. Berlin, 24. Mat. Die „Nordd. Allgem. Ztg." schreibt: Nach einer telegraphischen Meldung de» stellvertretenden Gouverneur» von Kamerun hat der Aufstand der Baue und Bolt im südlichen Theile de» Schutzgebiete» mit der völligen Unterwerfung dieser Etugeborneuftämme geendet. Der Lommandeur der kaiserlichen Schutztruppe, Hauptmann v. Kamptz, ist mit derselben bereit» nach Kamerun zurück« gekehrt. Berlin, 24. Mai. Die M ilitär-Str afproc eß« or dnuog soll, wie der „Augsb. Abendztg." dieser Lage ge« schrieben wurde, tm BuudeSrath nicht einstimmig erfolgt sein. T» heißt, Bayern und Braunschweig hätten dagegen gestimmt. Die „Natiouallib. Corresp." stellt sich dieser Nach» richt zweifelnd gegenüber. Sie schreibt: „Wir glauben kaum, daß die Abänderungen, welche der Gesetzentwurf tm Reichstag erfahren, da» Sttmmenverhältniß verschoben, da» fich bet der Abstimmung über die Vorlage vor deren Einbringung im Reichstag ergeben. Damals stimmten allerdings auch zwei Staaten dagegen- außer Bayern aber nicht Braunschweig, sondern Reuß 8. 2.* Hamburg, 24. Mai. ES ist gelungen, 24 Personen zu verhaften, die fich seit vier Jahren Beraubung en an Gütern, welche für den kaiserlichen Hof in Berlin bestimmt waren, haben zu Schulden kommen lasten. Die Thärer sind Schauerleute und andere am Hafen beschäftigte Personen. Hamburg, 24. Mat. In den letzten fünf Tagen fuhren vom hiesigen Hauptpostamt zahlreiche je von einem Schutz« mann eScortirte Wagen zum Hafen. Diese enthielten Geld tm Gesammtbetrage von 23 Millionen Mark, welche von in Deutschland lebenden Spaniern gesammelt und mittelst Dampfer nach England überführt wurden, von wo sie der fpanischeu Regierung übermittelt werden. Köln, 24. Mat. Der „Köln. Ztg." wird aus Madrid telegraphtrt: Die Amerikaner find vor Havanna, Eien- fuegoS, Sardeua» und Santiago vertheilt. Vorgestern lagen 19 große amerikanische Schiffe vor Havanna. So viel bekannt, ist da» spanische Geschwader noch in Santiago. Zwischen Sagasta und Castillo finden fortwährend Berathungeu statt. ES verlautet, der Borfchafter sei ermächtigt, wichtige Verhandlungen in Pari» fortzuführeu. Spanien fei angeb« lich gewillt, in Bezug auf die internationale Frage einen neuen, die politische und die finanzielle Lage verbesternden Cour» eiuzuschlageu, wenn Frankreich eine bestimmte Jnitia« tive ergreifen würde Tlu-Urud» Pari», 24. Mai. In einem Briefe, welchen Esterhazy an den Obersten Picquart sandte, nannte er diesen einen Feigling. Loudon, 24. Mai. „Standard" meldet, daß Oberst Corte ja und Julian, welche an Bord de» Schiffes „Argonaute" gefangen genommen wurden, am Montag gegen die beiden amerikanischen Journalisten ausgetauscht worden seien. London, 24. Mai. Gladstone al» Redner. Ein Mitarbeiter des „Daily Chrontcle" urtheilt über die Glad- stoue'sche parlamentarische Rhetorik: „ES ist unmöglich, Jemandem, der Gladstone nicht persönlich gehört hat, einen Begriff von der außerordentlichen Vielseitigkeit seiner Fähig- keilen als Redner betzubrtngen. Ich habe ihn häufig in ein und derselben Rede in jeder parlamentarischen Redekunst glänzen hören. Auf seiner Höhe stand er in jenen Reden, welche 'ihm freien Spielraum gewährten, vom Ernsten zum Heiteren, vom Lebhaften zum Strengen überzugehen. Jemand, der Gladstone nicht al» Redner kannte, mochte das erste Mal einen Ausbruch der Leidenschaftlichkeit von einem Manne mit solch lebhaftem Temperament erwarten. Welche Enttäuschung! ES mußte ihm dünken, al» ob er nur gebildeter Unterhaltung lauschte. Gladstone ging niemal» über den Ton guter Wechselrede hinaus, wenn er da» Höchste leistete. Gewiß, er kam manchmal erhitzt und erregt inS Hau». Aber da» Höchste erreichte er bann in seiner Rede nicht. Eine schlechte Rede hat er nie gehalten. DaS wäre unmöglich gewesen. Am größten aber war er stet», wenn er fich still erhob, im Con- vrrsationStone begann und dann schrittweise ruhig seine Argumente entwickelte. Selbst wenn er leidenschaftlich begann, gelang e» ihm gewöhnlich, die ruhige GemüthSart und den Gleichmuth bald wieder zu finden. Dann floß der Redestrom so ruhig, daß mau fast vergaß, daß Jemand eine Rede, hielt. Man bekam den Eindruck, al» ob mau einem melodischen Instrument oder einem vollendeten Sänger lauschte. Später wird mau fich darum streiten, ob dieser oder jener unter seinen Rrdeu die Palme zu geben ist. Mau wird Anfänge und Schlüffe citiren, um die Ueberlegenheit des einen über den anderen zu beweisen. Die Wahrheit ist, daß Gladstone» unendlicher Zauber nicht sowohl tu dem oder jenem Paffa» zur Geltung kam, sondern in unvorbereiteten, extempore gehaltenen Reden, welche die Eingebung de» Augenblick» schuf, über unwichtige Gegenstände." Havanna, 24. Mat. Die Insurgenten haben in einer Stärke vou 500 Manu einen Ansturm gegen Palma- sortano ausgeführt. Sie wurden aber nach heftigem Kampfe zurückgeworfeu. 20 Insurgenten wurden dabet getödtet und zahlreiche verwundet. Die Spanier harten 14 Verwundere. Key West, 24. Mai. Nach einer Meldung au» Havanna verfügen die Spanier auf Cuba über 130000 Manu gut bewaffnete Soldaten- außerdem soll Marschall Blanco co. 85 000 Mann gut dtSciplinirte Freiwillige haben. wahlbervegrrng. Berlin,24. Mai. Zwischen der freisinnigen Volk»- Partei und der freisinnigen Bereinigung ist folgende Vereinbarung für die ReichStagSwahlcn getroffen worden: 1. In allen Wahlkreisen, wo bisher nur ein Candidat einer freifinutgen Richtung aufgestellt ist, keinen zweiten freifinuigeu Candidaten aufzuftellen, sondern den Candtdateu der verwandten Richtung bei der Wahl zu unterstützen. 2. Sofern in einzelnen Wahlkreisen neben dem Candidaten der freisinnigen BolkS- partei ein Candidat der freisinnigen Vereinigung aufgestellt ist und eine Möglichkeit besteht, daß infolge deffen beide Candidaten von der Stichwahl auSgeschloffen werden, sich auf denjenigen Candidaten zu einigen, der größere Aussichten har, da» Mandat für den Freisinn zu gewinnen. 3. Wo noch kein fretfinniger Candidat aufgestellt ist und beide Richtungen im Kreise vertreten find, fich nach denselben Gesichtspunkten auf einen gemeinsamen freifinnigen Candidaten einerlei welcher Richtung zu einigen. 4. Eine verbitterte Preß-Polemik allent- halben zu vermeiden, auch dort, wo zwei fretfinnige Candi- baten einander gegenüberstehen. Die Vereinbarung ist unterzeichnet Seitens der freifinuigeu Deretuiguug vou Dr. Barth und Schrader, Seitens der freifinuigeu Volkspariei vou Fischbeck und Eugen Richter. — Der natioualliberale Verein für da» Königreich Sachsen versendet seinen Wahlaufruf, tu dem darauf htugewieseu wird, daß auch diesmal in der großen Mehrzahl der Wahlkreise gemeinsam ordnungsparteiliche Candidaten aufgestellt seien, ohne daß die Selbstständigkeit der national- liberalen Partei darunter gelitten hat. E» sei Pflicht der uationalliberalev Wählerschaft, Alle» aufzubteteu, um den gemeinsamen Candidaten überall zum Stege zu verhelfen. Wo dte örtltcheu Berhältniffe eine Einigung unmöglich gemacht hätten, müffe wenigsten» für dte Stichwahl da» Zusammen« gehen mit den befreundeten Parteien gesichert bleiben. Die Verstaatlichung der Reichsbank. (Fortsetzung.) Schwerlich wird es offen ausgesprochen werden, daß man den Actionären diese Ecträgniffe mißgönnt, aber es ist nicht unwahrscheinlich, daß die Gegner der Privilegiums- Verlängerung die Tactik anwenden werden, von Neuem in Bezug auf die Gewinnbetheiligung so große Opfer von den Actionären zu verlangen, daß auch hieran eine Verlängerung scheitern könnte. Ich weise daher ausdrücklich darauf hin, daß die Opfer, die von den Antheilseignern, die 130 pCt. eingezahlt haben, gefordert werden können, ihre Grenzen haben. Hat nun die Reichsbank in Bezug auf ihre ziffern- mäßigen Ergebniffe ihre Aufgabe glänzend erfüllt, so hat sie es nicht minder gethan in Bezug auf ihre mehr idealen und nicht so rechnungsmäßigen Aufgaben. Als die vornehmste solcher Aufgaben wurde ihr durch § 12 des Bankgesetzes zu- gewiesen: „den Geldumlauf im gesammten Reichsgebiet zu regeln." In Erfüllung dieser Aufgabe wurde die Reichsbank zu der viel berufenen „Hüterin unserer Goldwährung". Und wahrlich auch in dieser Beziehung hat sie ihres Amtes mit großem Erfolg gewaltet. Man muß bedenken, daß die Reichsbank vom 1. Januar 1876 in den Metallbeständen der Preußischen Bank noch so große Mengen von Thalern vorfand, daß diese minderwerthigen Silberbestände in den ersten Rechnungsjahren überhaupt nicht specificirt aufgeführt wurden. Die Reichsbank hat es verstanden, dieses Silber zu seinem größten Theil noch rechtzeitig und zu guten Preisen abzustoßen; und die wenigen 200 Millionen Mark in Thalern, welche heute noch in dem Metallbestand enthalten find, können der Reichsbank niemals Schwierigkeiten bereiten, sondern dürfen wie alle anderen Scheidemünzen behandelt werden. Die Reichsbank hat es aber auch verstanden, ihren Goldbestand in früher ungeahnter Weise zu verstärken. An ungemünztem Golde befanden sich 1876 nur 43 Millionen Mark in der Reichsbank, 1897 aber rund 300 Millionen Mark. Ihren Metallbestand hat die Reichsbank von im Ganzen etwa 500 Millionen Mark in 1876 auf annähernd 900 Millionen Mark in 1897 erhöht. Sie kann, da sie bekanntlich das Dreifache ihres Bestandes an Metall und Reichskaffenscheinen in Noten emittiren darf, zur Zeit etwa 2700 Millionen Mark Banknoten ausgeben, gegen nur 1500 Millionen Mark in 1876- sie hat demnach ihre Noten- Emissionsfähigkeit sehr erheblich erhöht. Trotzdem nun der von ihr zu regelnde gesammte Geldumsatz im Deutschen Reich in diesen 22 Jahren eine enorme Ausdehnung erfahren hat (der Umsatz der Reichsbank allein ist von 36 Milliarden auf 142 Milliarden Mark im Jahr gestiegen), hat die Reichs, bank — und dar ist die Hauptsache — ihren durchschnittlichen Notenumlauf längst nicht in dem Maße auszudehnen gebraucht, wie sie ihren Metallbestand vergrößert hat. Ihr Notenum- lauf betrug im Durchschnitt auch 1897 nur 1085 Millionen Mark gegen 685 Millionen Mark 1876; und die Reichsbank hatte 1896 sogar einen kleineren ungedeckten Notenumlauf als 1876, nämlich nur 104 Millionen Mark gegen 120 Mill. Mark. Dieses bewundernswerthe Resultat hätte aber die Reichsbank nicht erzielen, und sie hätte auch nicht so viel Gold ins Land ziehen können, wenn nicht die Bankleitung mit richtigem Blick und großem Geschick dem Giro-Verkehr ganz neue Bahnen eröffnet hätte. Die Giro-Guthaben find seit 1876 von 140*/2 Millionen Mark auf annähernd fünf- hundert Millionen Mark gestiegen und haben für dieReichs- bank den doppelten Nutzen, daß sie einerseits den Geldumlauf wesentlich verringern uno den Bedarf an auszugebenden Banknoten einschränken, während sie andererseits der Reichsbank die Mittel für ihre großen Goldbezüge in die Hand gaben. Wenn nun, wie wir gesehen haben, die Organisation der Bank schon so staatlich ist, daß für eine Veränderung in der Organisation Verstaatlichungswünsche vernünftigerweise hinfällig werden sollten, wenn andererseits die Resultate für die Reichseinnahmen glänzende und auch für die Actionäre befriedigende gewesen sind und wenn vor allen Dingen die Allgemeinheit den größten Nutzen aus der Wirksamkeit der Reichsbank gezogen hat: wogegen richten sich denn eigentlich die Vorwürfe der Gegner des jetzigen Privilegs! Nun diese Vorwürfe sind auch in der Thal nur höchst persönlicher und durchsichtiger Natur! Es lassen sich die Vorwürfe in drei Categorien zusammenfassen: 1. Die Reichsbank hält den Zinsfuß im Lande zu hoch. 2. Die Wohlthaten der Reichsbankeinrichtungen kommen nur dem Handel und der Industrie zu Gute und nicht auch den anderen Erwerbsständen und Personen. 3. Die Mittel der Reichsbank werden der Land- wirthschaft vorenthalten. Was den ersten dieser Vorwürfe anbetrifft, so geht er schon von einer ganz falschen Voraus- setzung aus. Es ist nämlich keineswegs die Reichsbank, welche den Zinsfuß im Lande bestimmt. Der Zinsfuß richtet sich nach einer Nachfrage und einem Angebot, die viel stärker sind, als irgend eine Reichsbank es sein kann. Die Reichs- bank hat die Ausgabe, dem Geldmarkt vorsorgend und nachhelfend zu folgen, sie kann ihn niemals monopolisiren. Für die dauernde Gestaltung des Zinsfußes in einem Lande sind ganz andere Factoren als die Reichsbank maßgebend, nämlich: 1. Der Reichthum des Landes und zwar namentlich der überschüssige nach Anlage suchende Theil des Capital». 2. Die jeweilige Handelsbilanz des Landes. 3. Die Güte der Landeswährung. In letzter Beziehung konnte allerdings die Reichsbank helfend eintreten, und sie hat es, wie wir gesehen haben, mit großem Erfolge gethan. Wäre die Reichs- bank nicht so mannhaft für die Goldwährung eingetreten und hätte sie nicht dafür gesorgt, daß wir heute eine ganz prima Währung haben, so wäre unser Zinsfuß sicherlich noch erheb, lich höher. (Bravo!) Aber die beiden anderen Factoren stehen gänzlich außerhalb des Bereichs der Reichsbank, und nichts wäre thörichter, als die Reichsbank etwa dafür verantwortlich machen zu wollen, daß der Zinsfuß in Frankreich und England durchgängig niedriger als in Deutschland ist. Der Vergleich mit diesen beiden Ländern wird zeigen, wie verschieden die Ursachen in jedem der Länder sind. (Fortsetzung folgt.) rrrrd Gießen, 25. Mat 1898. •* SchulawtSRachrichteu. Seine König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 11. Mai den Rector der höheren Bürgerschule zu Grünberg August Fu l d n e r zum Lehrer an der Realschule zu Gernsheim, den Rector der höheren Bürgerschule zu Ober,Ingelheim Hermann Klingel- Höffer zum Lehrer an der Realschule zu Darmstadt, den LehramtSaffrsior Berthold Wei big zum Lehrer an dem Realgymnasium und der Realschule zu Mainz, dir Lehramt-- affefforen Friedrich Kalbfleisch, Karl Wtßner und Karl Bogt zu Lehrern an. dem Realgymnasium zu Darmstadt, die Lehramtsasirfforeu Dr. Ludwig Schön, Dr. Richard Trapp, Ludwig Dietrich, Ernst Schterholz und Heinrich Lucius zu Lehrern an dem Realgymnasium und der Realschule zu Gießen, den LehramtSaffrsior Dr. Friedrich Schmidt zum Lehrer an dem Ludwig«Georgs Gymnasium zu Darmstadt, den Lehramlsaffesior Ernst Seeger zum Lehrer an der Realschule zu Al-feld, die Lehramtsasirfforeu Konrad Neßling und August Messer zu Lehrern an dem Gymnasium zu Gießen, den provisorischen Gymnasiallehrer Richard Hölscher und den LehramtSaffeffor Dr. Anton Schlamp zu Lehrern an dem Neuen Gymnasium zu Darmstadt, den LehramtSasieffor Dr. Heinrich Henkel und den Crplau Heinrich Hattemer zu Lehrern an dem Gymnasium und der Realschule zu Worms, die Lehromtsaffessoren Dr. Lorenz Schneider und Dr. Emil Schwarz zu Lehrern an dem Gymnasium zu Mainz, den LehramtSasieffor Dr. Heinrich Schrohe zum Lehrer am Gymnasium zu Bensheim, den LehramtSasieffor Dr. Wilhelm Neuß zum Lehrer an der Realschule zu Wimpfen, den LehramtSaffeffor Dr. Fritz Dietz zum Lehrer an der Realschule zu Darmstadt, den LehramtSaffeffor Dr. Ernst. Kornmesser zum Lehrer an der Realschule zu Michelstadt, den LehramtSasieffor Hermann OSwald zum Lehrer an dem Gymnasium Fridericianum zu Laubach, den LehramtSaffrsior Dr. Eduard Lücken zum Lehrer an der Realschule zu GernShetm, den Lehrer an dem Gymnasium zu Büdingen Dr. Juliu« Jäger zum Lehrer an dem Realgymnasium, der Realschule und der höheren Handelsschule zu Mainz und den Lehrer an dem Ludwig- GeorgS-Gymnafium zu Darmstadt Dr. Karl Lindt zum Lehrer au dem Realgymnasium daselbst zu eruevneu. ♦* Erledigte Lehrerstelleu. Erledigt find: Die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle au der Gemeindeschale zu Airlenbach, Kreis Erbach. Dem Herrn Grafen zu Erbach-Fürstenau steht daS Präsentationsrecht zu derselben zu. Eine mit einem katholischen Lehrer zu bebesetzende Lehrerstelle an,der Gemeiudeschule zu Uffhoffen, KreiS Alzey. Mit der Stelle ist Orgauistendieust verbunden. Beide mit dem gesetzlichen, nach dem Dieustalter sich bemessenden Gehalte. *♦ Sitzung Großh. Handelskammer vom 17. Mai 1898. Anwesend die Herren: Koch, Balser, Heichelheim, Katz, Kraatz und Wortmanu. Der Kaufmännische Verein Al-feld hat von Interessenten die Mittheiluug erhalten, daß man an maßgebender Stelle die Absicht hege, für die Großh. Forstwarte eine Kleiderkasse zu gründen und aus derselben die Uniformen für die Forstwarte de- Großherzog- thum« durch einen Unternehmer in Darmstadt beschaffen zu lassen. Die Kammer stimmte mit dem genannten Verein darin überein, daß diese angeblich beabsichtigte Neuerung eine schwere Schädigung der Manufacturwaaren- und ConfectionS- geschäfre sowie deS Klelngewerbes im Gefolge hätte, um dessen Hebung man andrerseits eifrig besorgt ist und welches keine wettere Schädigung vertragen kann. Die Kammer beschließt deshalb, in einer Eingabe Großh. Oberforstbehörde zu ersuchen, von der projectirten Gesammtvergebung an- den angeführten Gründen Abstand nehmen zu wollen. — Der Centralvereiu der Deutschen Lederindustrie hat an den König!. Preußischen Herrn Minister der öffentlichen Arbeiten eine Eingabe gerichtet, betreffend die Versetzung von rohen Häuten und Fellen, gesalzen und getrocknet, aus der allgemeinen WagenladungSklaffe in den Specialtarif I. Die Kammer beschließt, diesen Antrag, der vom Ausschuß der Ver- kehrSintereffenten und der Ständigen Eisenbahntarifscommis« sion bereit- einstimmig befürwortet worden ist, zu unterstützen, da sie in demselben ein Mittel zur Hebung der deutschen Lederindustrie erblickt, welche durch die bestehende Tart- firnng zu Gunsten der au-ländtfchen Concurreuz in hohem Grade benachtheiligt wird. — Der Contract der Canodischen Regierung mit einer Unternehmerfirma wegen so« fertigen Baues einer Can adischeu Aukon-Eisenbahn ist vom kanadischen Parlament verworfen worden. — Im Haag findet vom 4. Juli bis 2. August l. I. eine internationale Ausstellung für Müllerei, Bäckerei, Choco« lade-Industrie, Kochkunst und verwandte Gewerbe statt. — Bor der Anknüpfung von Geschäftsverbindungen mit der Firma Alfonso A. RutiS in Sao Paulo (Brasilien) wird gewarnt. — Mit Rücksicht auf die gegenwärtigen außerordentlich hohen Getreidepreise beschließt die Kammer, an Großherzogliche Regierung eine Eingabe mit dem dringenden Ersuchen zu richten, den Hessischen Herrn Gesandten und Bevollmächtigten am BundeSrath veranlaffen zu wollen, bet Hohem BundrSrath für eine vorübergehende Suspendirung der Getretdezölle einzutreten. Die Eingabe ist mit sehr eingehender Begründung, die sich u. a. auf statistisches Material stützt, an Großh. Ministerium abgegangrn. ♦* Der 15. Deutsche Feuerwehrtag wird tu den Tagen des 9., 10., 11. und 12. Juli d. I. in CHarlottenburg abgehalten werden. Mit demselben soll eine Ausstellung verbunden sein, welche ein möglichst vollständiges Bild der Fortschritte auf dem Gebiete des Feuerwehr- und RettungSwefeuS bietet. Da- Präsidium richtet die herzliche Bitte au alle jene Männer, welche in edler Selbstlosigkeit bemüht find, Leben und Gur ihrer Mitglieder vor Zerstörung zu bewahren, an dieser Bereinigung der deutschen Feuerwehren thetlnehmen zu wollen. Das Präsidium wird bemüht sein, allen Jenen, welche der Einladung folgen, den Aufenthalt in Charlotten- burg so angenehm wie möglich zu gestalten. Anmeldelisten find von dem HauptauSschuß, Charlotteuburg, Feuerwehr« dtenstgebäude, zu verlangen. Die Anmeldungen find bi« spätestens den 1. Juni 1898 unter Beifügung von Mk. 3.50 für jeden Theilnehmer an die Charlottenburger Stadt-Haupt- kaffe einzusenden, worauf das Uebermitteln der Theilnehmer- karte erfolgt. Die Theiluehwerkarte, veresrhen mit dem Namen deS Theilnehmers, berechtigt zum freien Besuche der Ausstellung und der geselligen Veranstaltungen, zum Eintritt bei den Versammlungen und Borträgen, sowie zum Genuß der seitens der Theater und sonstigen öffentlichen Institute gewährten Ermäßigungen. Jeder Theilnehmer erhält außerdem gegen Vorzeigung der Theilnehmerkarte einen Führer, der daS WiffenSwerthe über die Sehenwürdigkeiten Char- lotienburgS und Berlins enthält. Für diejenigen Theilnehmer, welche bis zum 1. Juni 1898 ihre Wünsche in Bezug auf Unterkunft, sei eS tu Hotels, fei es in Privat- oder Maffen- quartiereu mittheilen, wird der Hauptausschuß, so weit irgend thunlich, Wohnung beschaffen, je nach Anspruch und Wunsch. Alle Zuschriften find portofrei an den HauptauSschuß deS 15. Deutschen FeuerwehrtageS in Charlotteuburg, Feuerwehr- dieustgebäude, zu richten. * * Die Abonnements-Concerte unserer Regimeutsmufik nehmen tu der Woche nach Pfingsten rhren Anfang. Die anerkannt hervorragenden Leistungen dieser tüchtigen Musiker« schaar unter Mester Krauße'S bewährter künstlerischer Leitung verbürgen für diese Concerte wiederum neuen Genuß. ES ist zu wünschen, daß daS hiesige wufikltebende Publikum sich recht zahlreich am Abonnement beiheiligt, zumal die Concerte in dem schönen und beliebten StetnS Garten stattfinden. * • Befitzvechfel. Herr L. Reiß theilt uns mit, daß die Mitthetlung, er habe daS Birkenstock u. Schnetder'sche Haus tu der Nordaulage gekauft, nicht richtig ist. * * Unfall durch Petroleum. In einem Hause der Frank- furterstraße gerierh heute Morgen daS Petroleum eines Petroleumherdes in Braud, die Flamme theilte sich dem Faßboden der Küche mit, und die Frau, welche das Feuer mit Waffer zu löschen versuchte, eS hierdurch aber naturgemäß nur umsomehr anfachte, erlitt an Händen und Füßen Brandwunden. Eiubruchsdiebstahle. In verflossener Nacht wurden au verschiedenen Baustellen am SelterSweg die Arbeiterhäuschen erbrochen und daraus Eßwaareu und Kleidungsstücke gestohlen. ♦* Streit. Eine auf dem OSwaldSgarten sich aufhaltende Haufirerfamilie gerieth gestern Abend in Streit, in Folge dessen ein Menschenauflauf entstand, dabei die Polizei einschreiten und einen jungen Mann und dessen Mutter in Haft nehmen mußte. ** Souderzüge. Die Etseubahndireetion Frankfurt läßt zu Pfingsten Sonderzüge auf den folgenden Strecken verkehren: Frankfurt-Wiesbaden-Niederlohnstein, Frankfurt- GteßcN'Kaffel, Frankfurt-Hanau-Aschaffenburg, Frankfurt- Bebra, Köln-Gießen, Gießen-Fulda und Gießen-Gelnhausen. Näheres besagen die Anschläge auf den Bahnhöfen. Die Reisenden werden ersucht, sich möglichst der Vor-Züge zu bedienen, die im FeiertagSverkehr den Anschluß fichrrer erreichen al« die Hauptzüge. Arbeiterzüge, die sonst Montags verkehren, werden erst am PfingstdienStag gefahren. ** DaS Belegen der Tische und Stuhle in öffentlichen Localen bildet sich zuweilen zu einem großen Unfug aus. Es ist daher sehr angebracht, die rechtliche Seite dieser Unsitte, welche täglich beobachtet werden kann, einmal näher zu betrachten. ES ergiebt sich zunächst, daß daS Belegen ober Umlegen von Stühlen in Concerten, öffentlichen Bier- localen usw. keine rechtlichen Verbindungen für Dritte hat. Jeder Gast hat daS Recht, einen ihm zusagenden Platz zu benützen, gleichviel ob der betr. Stuhl umliegt oder ihm als besetzt bezeichnet wird. Nur in zwei Fällen ist ein Reservatrecht von Plätzen vom Gast anzuerkennen, wenn erstens nummerirte Plätze vorhanden und diese höher bezahlt find als andere, und zweitens, wenn der Wirth selbst Plätze oder ganze Tische durch aufgestellte Schilder als reservirt bezeichnet hat. (56 ist gut, die- bet dem überhaudnehmenden Belegen von Plätzen zu wiffen. Abgesehen davon, daß eS auch eine gesellschaftliche Unart ist, scheint eS geradezu beleidigend, wenn einzelne Persbueu alS Wache für einen Tisch mit zehn Plätzen auftreteo, der dann wie eine Oase in dem überfüllten Garren oder Saal dasteht, um endlich von zwei oder drei Personea wirklich oder unter Umständen auch gar nicht besetzt zu werden. Möge fich daS Publikum also niemals durch die umgekippten Stühle abschrecken lassen, sondern ruhig Platz nehmen. Butzbach, 24. Mai. Heute fand in der neu hergerichteten und vor zwei Jahren in Anwesenheit deS HerreumeisterS deS JohauniterordeuS, Prinzregenten Albrecht von Braunschweig, festlich eiugeweihten schönen Comthurkirche zu Rieder- Weisel ein Johannitertag der hesfischen Abtheilung dieses Ordens statt. Nach dem OrdeuScapttel vereinigten fich die Ritter (ea. 26 Herren) zum festlichen Mahle im t „Hessischen Hof" zu Butzbach. Nach Beendigung deS Fest- ■ essens, an welchem auch der dirigirende Arzt deS Johanniter- | Hospitals zu Nieder Weisel, Herr Dr. Ohoacker in Butzbach, I sowie der OrdrnSgeistliche, Herr Pfarrer Bernhard in Nleder- Weisel, tbeilvahmeu, kehrten die Herren in ihre Heimath zurück. — Mit dem gestrigen Tage besitzt auch Butzbach eine Stadt-Fernsprecheinrichtuug, wodurch die Möglichkeit geben ist, mit einer ganzen Anzahl Städte sich von hier an- in mündlichen Verkehr zu fetzen. Dar bis zu drei Minuten dauernde Gespräch kostet bei 50 Kilometer Luftlinie Entfernung 25 Pfg.. bei weiterer Entfernung 1 Mk., für dringende Gespräche kommt die dreifache Gebühr zur Erhebung. Außer der Stadt selbst wurden noch vier hiesige Geschäftsinhaber, von welchen jeder Theilnehmer (außer der Sprechgebühr) jährlich 150 Mk. zu zahlen hat, an daS Telrphonnetz angrschloffeu. Innerhalb der Stadt find Ge» spräche zwischen den an daS Netz Aageschlossevev kostenlos. Laubach, 23. Mai. Mit Wirkung vom 1. Juni wurde Herrn Statiovsvorsteher Jost die Borsteherstelle der Station Hungen übertragen. Wippeubach, 23. Mai. Die in hiesiger Gemarkung liegende Mineralquelle wurde vor Kurzem von einer Gesellschaft zu Gießen und Wiesbaden um die Summe von 5000 Mk. angekauft. Umliegendes Gelände wurde ebenfalls^ das Quadrat-Klafter zu 4 Mk. 80 Pfg., von den Käufern erworben. Zur Zeit sollen erneute Bohrungen vorgenommen werden und steht zu erhoffen, daß bei der anerkannt heilkräftigen Beschaffenheit de« Wassers ein Bad errichtet wird. Darmstadt. 23. Mai. Finauzminister Weber Exc. gab in der Zweiten Kammer die Erklärung ab, daß die Einnahmen aus den Eisenbahnen im vorigen Jahre 650000 Mk° mehr betrugen als im Budget vorgesehen war. Arheilgeu, 23. Mai. Eine unserer drei Hebammen, Frau Lücker, wurde gestern in der Ausübung ihres BernfrL plötzlich vom Tode ereilt. Auf dem Rückwege aus der Kirche mit einem Täufling auf den Armen, bat fie plötzlich eine Begleiterin, dieselbe wöge ihr das Kind abnehmen^ Kaum war dies geschehen, so sank Frau L. zusammen und war nach wenigen Augenblicken tobt DaS Hinscheiden der braven und in ihrem Berufe tüchtigen Frau wird ollgemein. bedauert. Vermischtes. * Bonn, 23. Mai. Zwei Touristen in Radfahrerkleidung mietheten jüngst in KöuigSwinter zwei Pferde, um zum Drachenfels zu reiten. Sie schwangen fich auf die Gäule, vergaßen aber da- Wiederkowmen. Abends find die Reisigen hier bemerkt worden. Da der Telegraph sofort nach allen Richtungen hin gespielt hat, wird den Dieben die Berfilb-rung der Beute wohl erschwert werden._____________ OötteMeust in der Syssstoy Freitag den 27. und Samstag den 28. Mai 1898: Wochenfest 1. Tag. Borabend 7« Uhr. Morgens 8®o Uhr Eon- firmatiorrsfeier, Abends 7«° Uhr. 2. Tag. Morgens 8»° Uhr, Nachmittags 4 Uhr, Festes- ausgang 9» Uhr.____________________________________________ Neueste Nachrichten. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 25. Mai. Der Sultan hat den beiden ältestem Söhnen unsere- Kaiser- anläßlich ihrer Confirmation den Jftar-Orden verliehen, und denselben durch den besonderen Abgesandleu Abdullah-Pascha überreichen lassen. Rom, 25. Mai Der Leiter der Zeitung „Offervatore Katholica" ist auf Befehl des Generals Pava verhaftet worden. London, 25. Mai. „Daily Mail- berichtet aus Washington, Mac Kinley habe erklärt, unter den jetzigen Ber- hältuiffen würde keine Expedition nach Cuba gesandt werden. Der Präsident ist sehr mißgestimmt über die Haltung der Truppen in den verschiedenen Forts. London. 25. Mai. Das Unterhaus hat fich bis Ende Juni vertagt. Madrid, 25. Mai. Bei Erdarbeiten fand in Saragossa ein Erdrutsch start, wobei vier Arbeiter begraben und als Leichen heröorgezogen wurden. Madrid, 25. Mai. Die Regierung erhielt ein Telegramm von den Philippinen, wonach alle Insurgenten den Spaniern ihre Dienste angeboten haben, nm die Amerikaner zu vertreiben. (?) Madrid, 25. Mai. Zum Minister des Auswärtigen wurde der Herzog von Almodorar del Rio ernannt, welcher bereits den Eid geleistet hat. Castello begiebt fich bereit- am SamStag wieder auf seinen Pariser Posten. Wie verlautet, haben die Amerikaner die Cabel zwischen Santiago und Guantanamo durchschnitten. Bom cubanischen Kriegsschauplatz kommt über Jamaika die mit Vorficht aufzunehmende Meldung, daß das amerikanische Geschwader Havanna bom- bardirt. Der Erfolg der Beschießung sei noch nicht bekannt. El« in Madrid verbreitete- Gerücht will wiffen, daß ein zu weit vorgegangenes amerikanisches Kriegsschiff von den Strandbatterien kampfunfähig gemacht worden sei. Madrid, 25. Mai. Ein officielleS Telegramm aus Havanna meldet, daß nur noch vier amerikanische Kanonenboote bei Havanna fich befinden. Die übrigen amerikanischen Schiffe seien nach einem unbekannten Bestimmungsort abgegangen. In officiellen Kreisen zweifelt man nicht an der Richtigkeit deS Gerüchtes, daß in der Nähe von Haiti eine Schlacht stattgefunden habe. San Francisco, 25. Mai. Auf den beiden Dampfern „Australia" und „City of Sidney" sind Truppen- Verstärkungen für Admiral Dewey nach Manila ab- gegangen. ___________ WB. Havanna, 24. Mai. Der deutsche Kreuzer „Geier" geht auf Requisition des deutschen Consuls heute nach Veracruz, mit 20 bis 25 Deutschen und Schweizern au Bord, ab. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Garteuftratze 2. Angebot der Arbeitnehmer r 3 Buckbinder, 1 Schmied, 4 Taglöhner, 1 Herrsckaftskutscker, 1 Fuhrkneckt, 1 Hausbursche, 1 Werkführer für eine größere (Schreineret oder Möbelfabrik, 1 Mann für leichtere Arbeit, 2 Lagerarbeiter, 2 Kindermädchen, 1 Taglöhnerin, 1 Wasch- ober Putzfrau. Nachfrage der Arbeitgeber: i Drechsler, 1 Installateur, 2 Krankenwärter, 2—3 Gerber, 1 jüngerer Lackirer, 2 Sattler, 3 Schuhmacker, 1 jüngerer Bauschreiner, 2 Möbelsckreiner, 3 Hausburschen, 2—3 jüngere Taglöhner, 2 Laufmädchen, 1 Kindermädchen, 2 Dienstmädchen für Küche und Hausarbeit, 1 Frau fürGartenarbeit, 3 Lumvensortirerinnen.___________________________ MmmtiMlMM Bekanntmachung. Die Karl Weidtmauu Eheleute von Gießen haben unter Aufhebung des bisher zwischen ihnen bestehenden Güterrechtsverhältnisses unter dem 25. April d. Js. Gütertrennung vereinbart. Gießen, 23. Mai 1898. Großherzogliches Amtsgericht. Neuenhagen. 5397 AM. Mlchthsss. Freibank. 5339 Heute und »arge«: Ochfensieifch nicht ladenrein, per Pfd. 45 Pfg. 8chwemeflmsch nicht ladenrein, per Pfd. 35 Pfg. Vorzügliche Preiselbeeren, in 50% Zucker gesotten, empfehlen billigst 3055 A. & G. Wallenfels, Markt 21. Tekphou 46. Neu 1895 er Chatean Livrau hochfeiner Bordeauxwein pr. Flasche Mk. 1,20 incl. 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Dern. 3925] Weserstratze 3, nächst der Nordanlage, ist der 2. Stock, 6 bis 7 Zimmer und Zubehör, bis zum 15. Juli zu vermiethen. Näheres daselbst und bei L. Hettmold, Steinstr. 31. 5295] Kaplansgaffe 14 Logis, drei ■ Zimmer, abgeschl. Corridor und allem, Zubehör, zu vermiethen.__ 4397] Steinstr. 42, Neubau, ist der mittlere Stock, 5 Zimmer mit Zubehör, per 1. Juli d. I. zu vermiethen. Näheres Weserstr. 7, part.__ 5344] Kaplansgaffe 27 ist eine 3-Zimmerwohnung an ruhige Leute zu vermiethen. Näheres Westanlage 4. __________ 5338] Eine kleine freundliche Mansardenwohnung zu vermiethen. Näheres Dammstratze 29._________ 4146] Mittlerer Stock per 1. Juli zu verm. S. Gröninger Wwe., __________Steinstr. 59, Ecke Ederstr. 3412] Westanlage 28, rnittl. Stock, 5 sck., ger. Zimm., sow. Badez.,Mädchenk.rc. ab 1. Juli zu verm. 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Zwei Zimmer zu vermiethen. 5108 ________________Marktplatz 8. 5018] Einfach möblirtes Zimmer zu vermiethen.__Mäusburg 1. 5129] Zwei unmöblirle Zimmer Diez- straße part. per 1. Juli zu vermiethen. Näheres Neuenweg 39.__________ Gin Mereinslocat f zu vergeben.__________Wiener Hof. 3473] Der seither von Herrn Spruck iuuegehabte grotze Lagerraum iu meinem Hiuter- hause, Wagengasse, ist per 1. Juli anderweitig zu vermiethen^_______J. Pfeffer. 4117] Stallung für zwei Pferde nebst kleiner Wohnung, Lager und Hof- raum im Mittelpunkt der Stadt per sofort zu vermiethen. Näheres in der Expedition d. Bl. Itlictiuliuhe In hiesiger Gegend weiden geeignete Lokalitäten zur Cigarreusabrikation z.miethen und eventuell cruch zu kaufen gesucht. — Offerten unter Nr. 5406 an die Expedition dieses Blattes erbeten. (Offene 5419] Ein Hausbürschen für leichte Arbeit kann eintreten. 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Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme an dem uns so schwer betroffenen Verluste unseres lieben Gatten und Vaters Herrn Karl Schmidt wie für die vielen Blumenspenden, insbesondere dem verehrlichen Kriegerverein, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Dr. Grein sagen hiermit innigsten Dank 5410 Die trauernde Kattin und Kinder. Frau Louise Kruse, geb. Herbst heute Nachmittag 1/2ß Uhr an Herzlähmung im Alter von 62 Jahren sanft verschieden ist. Giessen, Arolsen, Altona, Mannheim, den 24. Mai 1898. Im Namen der trauernden Familie: Chr. Kruse. Dio Beerdigung findet Donnerstag Nachm. 4 Uhr, vom Trauerhause Schanzenstr. 18 aus statt. Architecten und Tischlern empfehle mein Atelitt für Mdhaukralbkit. 5422 Th. Brück, Schloßgasse 16. Geschästs-Uebergabe. Meiner seitherigen Kundschaft zur gefälligen Nachricht, daß ich unter Heutigem meine Sptuglerei, mt* mit IustMatious-GkM, dem Spenglermeister Chr. 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