Nr 78 Erstes Blatt. Samstag den 26. März 1808 erscheint täglich mit Ausnahme de- Montags. Die Gießener Mamiktendlätter »erden dem Anzeiger »dchentlich viermal beigelegt. Gießener Anzeiger A«rus-Pret- viernltährlich 2 Mark Sri Pfg. monatlich 75 Pfß. mit vrwHerloha. Bei Poftdezug Mark 50 Pfß. ierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. General-Anzeiger Alle Anzetgrn.BermittlungSstellen S In» und Ausland«! nehmen Anzeigen für en ner Anzeiger ntgeg«». A-nts- und Anzeigebl-rtt für den Kreis Greben. Rcbaction, Expedition und Druckerei: Kchnlstratze Nr. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. Adresse für Depeschen: Anzeiger Fernsprecher Nr. 51. Aitttlicho» TheU. Gießen, den 24. März 1898. Betr.: Verwendung von Schlackensteinen zu Massivbauten. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Gr. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 14. d. Mt-. — Gießener Anzeiger Nr. 64 — benachrichtigen wir Sie weiter, daß nicht nur die Schlackensteine der „BuderuS'schen Eisenwerke, Wetzlar" und der Firma Albrecht Stein L Comp., Wetzlar, sondern auch diejenigen der „Eisenwerke Hirzen» Hain und Lollar" unter den tm vorigen Ausschreiben näher angegebenen Bedingungen zu Massivbauten verwendet werden können. _________ v. Gagern. Zrrm 60jährigen Militärjubiläum des Fürsten Bismarck. Au eine ruhmreiche Zeit mahnt nrS der „Alte tm Sachsenwalde", an glanzvolle, nun schon über ein Btertel- jahrhundert hinter un- liegende Tage, in denen die Kraft deS deutschen BolkeS sich spannte, in denen die Herzen höher schlugen, da unser Heer den deutschen Namen mit Ruhm bedeckte. Fest hat der erste deutsche Reichskanzler die Fahne in drn Händen gehalten - n cht nach rechts oder nach links blickend, sondern immer vorwärts schauend, so strebte er dem Ziele za, die deutsche Einheit sicher zu stellen, daS Vaterland groß und stark zu mach n und ihm den gebührenden Platz unter den Nationen zu verschaffen. „Diel Ehr', viel Fttnd'", sagt ein bekanntes Sprichwort, welches in hervorragender Weise auch auf den Fürste« BiSmarck angewmdet werden kann. Kaum je ein Staatsmann ist, nachdem er so Großes geschaffen, so heftigen Angriffen au-grsetzt gewesen, wie der erste Kanzler des neuen deutschen Reiches, und trotzdem steht er noch heute da als ein Fels, unerschültert und fest- denn seine Größe mußten auch die Feinte anerkennen. Mögen auch körperliche Leiden auf ihn einstürmen, mag da« Aller seine Wirkung auf die physischen Kräfte deS „Alten" auS- üben, sein Geist ist noch klar und frisch, seine Augen leuchten noch im alten Glanze, und wohl kaum an einer andere« Stelle deS deutschen Reichs werden die politischen Vorgänge so aufmerksam verfolgt wie Im FrirdrichSiuher Schlöffe. Fürst BiSmarck war in erster Linie Staatsmann- in dieser Eigenschaft entwickelte er unvergleichliche Eigenschaften- als Staatsmann erwarb er sich den Weltruf, der nicht verdunkelt werden kann, mögen auch Jahrhunderte vergehen. Aber er war auch Soldat mit Leib und Seele, und Jedermann kennt ihn meistens in der Uniform der Halberstädter Kürassiere, die er mit Vorliebe trug und in der er auch im Parlamente die heftigsten Frhdrn auSgekäwpst hat. Mit besonderem Jmeriffe wird man deshalb deS heutigen 25. März gedenken, an welchem Fürst Bismarck vor sechzig Jahren in die Armee einirat, um alt Einjährig-Fre-Williger feiner Mtlilärdtenstpflicht zu genügen. Wer konnte damals ahnen, daß er, trotzdem er nicht die militärische Laufbahn eiuschlug, die ganze Stufenleiter derselben erklimmen und eS bis zum Generaloberst bringen werde! Er ist jedenfalls interessant, die hauptsächlichsten Daten aus der M'lttärlaufbahn des Fürste« kennen zu lernen. Wie schon gesagt, trat er als Einjähriger in das Garde Jäger- datatllon ein, wurde am 12. August 1848 zum Srcoude- lieuteuant der Landwehr-Jnjanterie ernannt und im darauf folgenden Jahre zur Cavallerie versetzt. Am 18. November 1854 erfolgte seine Beförderung zum Premierlieutcnant, am 28. October 1859 zum Rittmeister und am 18. October 1861 zum Major. Nach dem siegreiche« Feldzüge deS JahreS 1866 avancirte er am 20. November zum Generalmajor, und es erfolgte gleichzeitig feine Ernennung, zum Chef deS 7. schweren Lan: wehr - Reiterregiments. Die Erfolge deS : Feldzuges 1870/71, an denen Fürst Bismarck so hervorragenden Anthctl hatte, brachten seine Beförderung zum Generallieuteuavt und der Geburtstag deS alten Kaisers im Jahre 1876 feine Ernennung zum General der Cavallerie. Bei seiner Verabschiedung im Frühjahr 1890 erhielt der Fürst gleichzeitig mit der Ernennung zum Herzog von Laueu- burg die Beförderung zum Generalobrrstrn ver Cavallerie. Wer da behaupten will, daß diese Beförderungen deS Fürsten nur Acte der Courtoifie waren, um ihm einen seiner Civilstellung entsprechenden militärischen Rang zu geben, wer da sagt, daß er keine militärischen Talente hatte, der irrt sehr. Ob Fürst BiSmarck auch die staatsmännische Laufbahn eivgeschlageu hatte, so war er doch Soldat geblieben, immer an der Sette deS Königs auch in den Schlachten, tm dichten Fener. Und daß er militärischen Scharfblick hatte, die Be- dürfoiffe des Heeres wie nur Einer kannte, das hat er genugsam tm Reichstage bewiesen. Deshalb kann Fürst BiSmarck mit Stolz fein heutiges Militärjubiläum feiern und mit Genugthuung auf die langen Jahre zurückblicken, io denen er den Ehrenschtld der Armee gehütet und redlich da» Setnige dazu beigetragen hat, daß unser Heer der Stolz der Natwn geworden ist. Und ob eS auch heute au rauschenden Festlichkeiten tm FrirdrtchSruher Schlöffe fehlen wird, im Hrrzen ist die ganze Armee heute bei dem Jubilar, und nicht minder auch dar Volk, welches dieser Armee und damit dem Fürsten Bismarck so unendlich viel verdankt. (xx) Deutsch«» U«ich»tag. 69. Sitzung vom DovuerSlag den 24. Marz 1898. Am BuudeSrathStische: Staatssekretär Graf PosadowSkh, Staatssekretär Tirpitz. Tagesordnung: Fortsetzung der zweiten Lesung deS Flottengesetzes. Zum § 8 ist inzwischen noch ein Antrag Richter eiu- gegangen, betr. Einführung einer Reichsvermögenssteuer. StaatSsecretär Tirpitz bezeichnet zunächst den gestern vom Abg. Schädler dem früheren StaatSsecretär Hollmann gemachten Borwurf, derselbe habe sqon früher den Inhalt der jetzigen Vorschläge kennet müffen, habe ihn aber verschwiegen, als durchaus unberechtigt. Abg. Hilpert (bahrr. Bauernbündler) lehnt im Namen seiner Partei § 1 und das ganze Gesetz ab. Abg. Richter (frs. Vp.) führt aus, daS, was man hier fordere, fei noch in keinem andern Parlament verlangt worden. Hier handele es sich um eine dauernde Einrichtung, um eine Festlegung des Etats für den Reichstag. Er (Redner) bestreite, daß ein Bedürfniß für eine solche Vermehrung der Flotte erforderlich sei, trotzdem man eine ganz besondere Agitation entfaltet habe, um zu beweisen, dag Avslandöschiffe nölhig seien wegen unseres SeehaudelS. Aber die Kreuzer feien heute schon alle vorhanden. (Rufe: Sehr wahr!) Nur drei derselben bedürften biS 1903 einen Ersatz. Die ganzen Neubauten sollten also einzig und allem der Schlachtflotte zu Gute kommen. Die 16 Sch-ffe, die man bauen wolle, kosteten zusammen 200 Millionen Mark. Redner behauptet des Wetteren, der Abg. Rickert habe sich im Jahre 1888 ganz ander- als gestern in Bezug auf die Küftenvertheidiguug geäußert- damals habe er jede Landungsgefahr bestritten. Von einer solchen Gefahr könne überhaupt nicht die Rede fein, daS fei ja auch in der Commission zugegeben worden. Was die Bindung betreffe, so habe der frühere StaatSsecretär Hollmann eS noch im Vorjahre als ganz unmöglich bezeichnet, sich auf zehn Jahre an eine Denkschrift zu binden. Ja, wenn nicht einmal au eine Denkschrift, dann noch viel weniger an ein solches formelles Gesetz. (Reichskanzler Fürst Hohenlohe betritt den Saal.) DaS Hauptgewicht gegen die Vorlage lege seine Partei auf die coustitutionelle Bindung. Hier handele eS sich außerdem nicht bloS um eine Bewilligung für mehrere Jahre, sondern um ein Aeternat, eine dauernde Festlegung des MindefibestandeS an Schiffen. Der Berufung auf Wtndlhorst, als ob sich daS jetzige Verhalten des CrntrumS mit dem Standpunkt Wmdt« I Horsts decke, müsse er (Redner) entschieden widersprechen. - Die Bindung grenze anS Absurde, daS habe noch am 21. October 1897 Herr Barth in seiner „Nation" gesagt, und dieses Absurde solle jetzt bewilligt werden! Redner legt weiter dar, daß die Abkürzung der Limttirungsperiode, durch ein S'xtennat stait eines SepteunatS, sogar ein Nachtheil in finanzieller Hinsicht sei. Wenn der Marineetat soviel tu Anspruch nehme, was bleibe da für die anderen, für die Cultur-Aufgaben übrig? Wenn e- wahr sei, daß Seegewalt RetchSgewalr fei, jr dann werde sich die Regierung nicht mit einer Flotte begnügen können, sondern mehrere Flotten brauchen. Alles laufe doch darauf hinaus, Deutschland zu einer Seemacht ersten Ranges zu machen. Darüber dürfe man sich nicht täuschen. ES bestehe nicht nur Neigung zum Absolutismus, sondern schon zum MilitärabsolutiSmuS. Redner schließt sodann: Meine Freunde und ich, wir wollen die konstitutionellen Rechte wahrrn und stimmen deshalb gegen die Vorlage. (Lebhafter Beifall links). StaatSsecretär Tirpitz wendet sich gegen den Bor« redner, der gar keine sachlichen Gründe vorgebracht habe. Die Schlachtflotte sei in erster Linie nöthig, um unsere Meere freizuhallen, die Blockade zu verhindern und unsere AuS- vnd Einfuhr zu ermöglichen. Durch eine ausreichende Gchlachiflotte werde auch der Gesammlwrrth unserer Küften- befcsti ungeu gehoben. Schatzsecrerär v. Thielmann bemerkt, die Mariue- k auleihe in den nächsten sieben Jahren sei nicht auf 190, I sonder« nur auf 160 Millionen zu taxireu. Abg. v. Bennigsen (nl.) bemerkt, eS sei wieder von Gefährdung deS ConstitutionalismuS geredet worden. Die einzige Gefahr aber für denselben würde nur darin liegen, wenn ein Reichstag wiederholt für Zwecke der LandeSvcr- theidiguug die Mittel versage und sich dann die Nation von dem Reichstag und dem Parlamentarismus abwende. (Leb Hafter Beifall rechts) Nachdem Redner noch gegen die Ausführungen des Abg. Richter gesprochen, legt er näher dar, daß eine solche Bindung, wie sie hier verlangt to:>bc, keine Schmälerung deS ElatsrechteS sei. Die Forderungen der Vorlage gingen keineswegs zu wett- sie hielten sich vielmehr innerhalb ganz mäßiger Grenzen. Deutschland sei auch für die hier geforderten Mittel leistung-fähig genug. Nunmehr schildert Redner daS große Wachschum unseres Auslandshandels, welcher schon bei einem Kri.ge zwischen anderen Seestaaten dringend deS Schutzes bedürfe. Deutschland müffe alsdann seine Neutralität wahren können. Eine Ablehnung der Vorlage, etwa mit nachfolgender Auflösung deS Reichstage-, würde ttn großes nationale« Unglück fein- e- mihbe baS eine große Schwächung des EivflaffeS Deutschlands und seiner Bedeutung tm Au-lande nach sich ziehen. Erst wenn Deutschland neben «in* in starken Land- Heer e«ne solche Flotte habe« werde, werde es vollwenhig in Krieg und Frieden sein. (Lebhafter Beifall.) Abg. Bebel (Soc.) weist zunächst darauf hin, wie mißachtend das deutsche Parlament von d?n Regierungen behandelt werde. Wünsche, die der Reichstag ausspreche, wanderten beim BundeSrath in den Papierkorb. In jedem anderen Lande würde das Palament darauf auch den Regierungen ander- antworten. Dem Centrum raihe er, sich doch nochmals zu überlegen, ob es wirklich in die Faßftapfeu der Nationalliberalen treten solle. Wivdthorst habe jederzeit solche Aeternate verworfen. Mit der Entwickelung deS Handels habe die Flotte gar nichts zu thun. Wer da meine, daß Deutschland tm Kriege mit England mit seiner Flotte etwa- auSrichte, gehöre ins Irrenhaus. (Hetterk-tt.) AndetrrseitS würde Deutschland niemals allein mit Frankreich und Rußland Krieg zu führen haben. Redner wendet sich nun den Agrariern zu, die überall für höhere Getrede- und höhere Fleischzölle agitirten, um die Einfuhr davon zu verringern. Und da 500 Millionen für Schiffe auSzugrben, fei einfach verrückt. (Stürmische Heiterkeit. Beifall bet den Social- demokraten.) Abg. v. Kardorff (Rp.) tritt lebhaft für die Vorlage ein. Abg. Spahn (Ctr.) wendet sich gegen den foc'albemo» kratischen Redner und betont dann, für seine Freunde handele e* sich hier nicht nm Flotten Enthusiasmus, sondern um eine dira necessitas, und trotzdem der Culturkampfwind noch immer scharf wehe, bewilligten sie, wa» im Jntereffe des Vaterlandes nöthig sei. Nunmehr wird, um 4V2 Uhr, ein Schlußantrag angenommen. Abg. Barth (frs. Vg ) erklärt, er werde auf die Aeuhe- rung des Abg. Richter über seine Stellungnahme bet § 2 zurückkommen. Abg. Richter (frs. Vp.) antwortet auf die Rede bei Staatssekretärs Tirpitz, bet ja im parlamentarischen Leben noch zu neu sei. (Heiterkeit.) Den Abg. v. Bennigsen wolle er daran erinnern, daß er, Redner, auch stets angesichts bet rothen Mappe opponirt habe, wo er das für geboten gehalten habe. Nachdem der Referent, Abg. Lieder, nochmals daS Mort genommen, folgt die namentliche Abstimmung über § 1. Dieselbe ergibt die Annahme des § 1 mit 212 gegen 139 Stimmen. Nunmehr vertagt sich das Haus auf SamStag 11 Uhr. Tages-Ordnung: Fortsetzung der heutigen Berathung und Marine-Eiat. Schluß gegen 6 Ub^._______________ Deutsches Aetch» Berlin, 24. März. Dem „Berl. Tagebl." wird aul bester Quelle gemeldet, daß die Reife der Kaisers nach Jerusalem bestimmt bis October hiuausgeschobcn wird. Berlin, 24. März. Heute Bormittag fand in der Hedwig-- ktrche ein Requiem für d68165 ffii abll|'S: 875 !«S“p'ÄS sftftS T* * ^«bltfMlantunb .Qn Ta-dr hiubki tzn« m in btn RetchtauM 7anmb °° aßt reutich«, !,JC ditle W elnmüthigi ldrrWg drs baterlänbllin r Rnch-au,schuh für bit NM zu vnMschw ,B' dlvs btn Pltuhischtil > btn am 29. März b. I. n Rückfahrkarten via ängme Gültiflkeit bis ein« ligtltgt. Die Rückfahrt mvi s 12 Uhr Mittrrnacht an- rstt Tagt« nicht mthr unten zünsttgnng tritt auch tin in ükerbach', Brölthaltr- und hcn unb Oidenburgifchta )tr Entia'Lübtcktr, SWtdkn« ahn, foivir im Verkeht dtriänbischtn Bahntv. - unb von Bidischtn, Baye> Achill unb Stationen bet öttlanjutt MtitzkMbauet '■ anf btn Prtuhischtn unb die ©tltanglbantt auf b« ■ en W nicht über Mitltt. igStagt ab gtrtchntt, hiuaui :m vor einiger Zeit von btt rsonenwagen iRlaffi Festhalten für bit in bei tisenben auifltiüfW ötoTbntt, M M -chttk' 4. Klafft in -ltich» W< ;rttutt| M w bem batütchnischtn Mr» der Finavzrn, Mhtilnvg * aebilbtter LJ von SistnconstructMi 2*ta btr AnSarbtimi Der Eintritt kann s» h fl,n find unter BHM verbm°" W- Lelbblt’ von oer ~ x, AuDfl eine# |i'l,,l’s „„ AU °h-> „8o“, L im W» Ä-J1« _ Cif« ftfltf , Sei brr st«r«4 abl tntltbk Aftatmn^ ys--* * u B'i LL->"°'L °> “’IL *ä« L J4I* 1 SDl>" StzS-- ■F &s**q fkir»^ RachmittaaS 6 Uhr: stehe JohanneSkirche. Mittwoch den 30. März, Abend« 6 Uhr, f<»»U Pafftou». »»dacht. Pfarrer Dr. Grein- In b#t JohanneSkirche. Vormittags 91/« Ubr: Pfarrasfistent Dr. Heußel- Vormittags 11 Uhr: KindergotteSdienft für die Johannes» gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. Abends 6 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Am Sonntag Palmarum, den 8. April: Landes-Butz» und Bettag. An diesem Tage wird eine Collecte erhoben für inländische hilfsbedürftige evangelische Gemeinden. Katholische Semtiilt. SamStag den 26. März. Nachmittags um 4 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenhett zur hl Beichte. Sonntag den 27. März Pafstoussouutag. Feier des »Großen Gebets". Vormittags von 6V, Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte: , um 7 Uhr erste hl. Messe; vor und in derselben Aus- theilung der heil Communion; , um 8 Uhr: zweite heil. Messe; . um 10 Uhr dritte hl. Messe; Vormit ags um 7 Uhr: Aussetzung deS Allerheiligsten; Beginn her Betstunden, die während deS Tages ununterbrochen gehalten werden; die letzte Betstunde ist deS Nachmittags von 5 bis 6 Uhr; darauf feierlicher Schluß des „Großen Gebets" mit Te Deam. Mittwoch Abend um 6 Uhr ist Faftenandacht Aremde Priester werde« «eichte HSrenr Samstag, 26. März, Nachmittags 81/« bis 10 Uhr, Sonntag, 27. März, Vormittags 64/j bis 8 Uhr. Donnerstag, 3>.März, Nachmittags 2 bis 6 und 8 bis 9 Uhr, Freitag, 1. April, Vorm- 6 bis 8 und Nachm- 2 bis 6 Uhr- Gottesdienst der iSraelittschm ReligionSgesellschast- Sabbathfeier am 26. März. Freitag Abend 611 Uhr, SamStag Vormittag 860 Uhr NachmttiagS 3 Uhr, Sabbathausgang 780 Uhr. Nachmittag 2« Uhr SchrifterttLr««g Bahnhofstr. 50. Wochengottesdienst Morgens 640 Uhr, Abends 6M Uhr Neueste Nachrichten. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 25. März. Aus Anlaß der Annahme der Dampfer-SubventionSoorlage hat der Kaiser dem Staats- frcretär v. PodbielSki sein Bildniß mit feiner Namens« Unterschrift zum Geschenk gemacht. Hamburg, 25. Marz. Die Polizeibehörde hat eine Anzahl Mormonen auS dem Staate Utah, welche hier für ihren Glauben Propaganda machen, ans dem Hamburger Staate ausgewiesen. Lübeck, 25. März. Seit gestern Abend 6J/± Uhr warnen fortgesetzt Kanonenschüsse die Bewohner der am Travefluß gelegenen Städte und Dörfer vor der zunehmenden Hochwassergefahr. Im Hafen herrscht eine fieberhafte Thäiig« feit, um die Quai-Schuppen zu räumen. Ganze Straßenzüge find unpasfirbar. Die Bewohner der vom Hochwaffer bedrohten Straßen bringen sich in Sicherheit. Es herrscht Oflsturm. DaS Waffer steigt rapide. Wien,25. März. Als deutscher Consul in Prag ist der bisherige deutsche Lonsul in Se ajewo, Baron v. Seckendorf auSerseheo. Wien, 25. März. Bei den gestrigen Ergänzungswahlen zum Gemeinderath im zweiten Wahlkö-per wurde der socialdemokratische Eandidat gewählt. Derselbe ist i« Wien der erste socialdewokratische Gemeinderaih. Rom, 25. März. Erispi kündigte gestern dem Präsidenten der Kammer durch einen Brief an, daß er sein Mandat niederlege. Die Kammer nahm ohne Debatte die Demiifion an und erklärte den zweiten Wahlkreis Palermo für frei. Die Eriipi'sche „Tr'buoa" schreibt zu diesem sensationellen Ereigniß: Jetzt haben die Wähler von Palermo daS Wort. — Wer sich der enthufiastischen Aufnahme erinnert, welche Erispi am 12. Januar fand, kann über den AuSgang der Wahl nicht in Zweifel sein. Paris, 25. März. Mehrere Abgeordnete haben gestern in der Kammer einen Gesetzentwurf eingebracht, welcher den Frauen, die den Doctoititel erworben haben, daS Recht verleiht, bei den Gerichten als Advocaten aufzutreten. London, 25. März. Die Aerzte constatirten bei Gladstone Atrophie deS Nasenbeine«, wodurch große Schmerzen verursacht werden und die Nachtruhe gestört ist. Der Zustand deS greisen Patienten ist sehr bedenklich. WB. London, 25. März. Die „Times" meldet aus Peking vom 24. März: China nahm gestern sämmtliche russische Forderungen an. Die Zugeständniffe find folgende: 1. Verpachtung von Port Arthur auf 25 Jahre al« befestigten Marinestützpunkt; 2. Verpachtung von Talienwan als offenen Hafen und zugleich Endstation der tranSmandschurischen Bahn mit dem Recht der Befestigung; 3. daS Recht für Rußland, eine Eisenbahn von Petuna nach Talienwan und Port Arthur zu bauen. China behält die Oberhoheitsrechte. D>e Verpachtung ist übrigens gleich bedeutend mtt Abtretung._____________________________ — D,s Köstritzer Schmarzbier wird von allen ärztlichen Autoritäten als ein ooizügliches diätisches Heilmittel empfohlen, welchem unzählige Sieche und Kranke Stärkung und Heilung verdanken. Es stärkt die Magenthätigkett und ist selbst ein leicht verdauliches und in hohem Grade blutbildendes Nahrungsmittel. Im Gegensatz zu den stark alkoholreichen Bieren, welche eine übermäßig stimulirende Wirkung auf die Herzthätigkett ausüben, besitzt da« Köstritzer Schwarzbier einen sehr hohen Gehalt von Exlraktstoffen, wie er nur bet wenigen Gesundheitsbieren zu finden ist. Auf allen großen Aufstellungen der Neuzeit hat das Köstritzer Schwarzbier 1 erste Preise erhalten und ist sein Ruf weit Über den Ocean ge-- I drungen. (Siehe Inserat.) | Behördliche Anzeigen | Verdingung vonGlaserarbeit Die bezüglich der Bogenfenster etwas vereinfachte Glaserarbeit der Loose II unb IV für den Erweiterungsbau für das Realgymnasium und die Realschule soll Dicnstsg den 29. -. Mts, Vormittags 8 Uhr, nochmals vergeben werden. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienst« stunden auf unserem Bureau, Zimmer Nr. 6, zur Einsicht offen. Angebote auf vorgeschriebenem Formular sind bis zum genannten Termin bei uns einzureichen. Gießen, 24. März 1898. Das Stadtbauamt. _______I. V.: Gerbel. 3111 Verdingung. Die Umpftasterung in den Höfen der Stadtknabtn und Stadt« Mädchenschule, sowie die Pflasterung von Gossen in den Wegen des Fr'edhoss sollen Mittwoch drn 30. d Mts., Vormittags IO Uhr, öffentlich verdungen werden. Verdingungsunterlagen sind während der Dienststunden bei uns auf Zimmer Nr. 7 einzusehen und Angebote auf Vordruck bis zum vorge nannten Termin daselbst einzureichen. — Zuschlagssrist 8 Tage. Gießen, den 24. März 1898. Das Stadtbauamt. I. V.: Gerbel. 3132 Verdingung. Die zur laufenden Unterhaltung der höheren und erweiterten Mädchenschule erforderliche Schreinerarbeit soll Mittwoch den 30. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, öffentlich verdungen werden. Die Verdingungsunterlagen sind bei uns in Zimmer Nr. 7 einzusehen und Angebote auf Vordruck bis zum genannten Termin daselbst einzureichen. — Zuschlagsfrist 8 Tage. Gießen, den 24. März 1898t Das Stadlbauamt. ________I. V-: Gerbel. 3133 Verdingung. Die Lieferung und Anbringung von Schneefauggittern für verschie- bene städtische Gebäude soll Donnerstag den 31. Mär;, Vormittags 11 Uhr, öffentlich verdungen werden. Die Verdingungsunterlagen sind währetld der Dienststunden bei uns auf Zimmer Nr. 7 einzusehen und Angebote auf Vordruck bis zum genannten Termin daselbst einzureichen. — Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 25. März 1898. Das Stadtbauamt. ________I. V.: Gerbel. 3134 Verdingung. Die zur Wiederherstellung der Einfriedigungsmauer am Hofe des Bürgermeistereigebäudes erforderliche Maurerarbeit soll Donnerstag den 31. d. Mts./ Vormittags 10 Uhr, öffentlich verdungen werden. Die Verdingungsunterlagen sind während der Dienststunden bei uns in Zimmer Nr. 7 einzusehen und Angebote auf Vordruck bis zum genannten Termin einzureichen. — Zuschlagsfrist 8 Tage. Gießen, den 25. März 1898. Das Stadtbauamt. _______I. V.: Gerbel. 3135 Verdingung. Die Lieferung von 400 Stück Parzelleufteiueu aus Bisaltlava (Lungstein) soll Samstag drn 2. April d. I., Vormittags IO Uhr, öffentlich verdungen werden. Die Verdingungsunterlagen sind während der Dienststunden bei uns in Zimmer Nr. 7 einzusehen und Angebote auf Vordruck bis zum genann» len Termine daselbst einzureichen. — Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 25. März 1898. Das Stadlbauamt. _______I. V.: Gerbel. 3136 Verdingung. Die zur laufenden Instandhaltung des südlichen ThorhauseS am Neuenweg erforderlichen Maurer-, Zimmer- u. Schreiuerarbeiteu sollen Samstag dcu 2. April d. I., Vormittags 11 Uhr, öffentlich verdungen werden. Die Verdingungsunterlagen sind während der Amtsstunden bei uns auf Zimmer Nr. 7 einzusehen und Angebote auf Vordruck bis zum genannten Termin daselbst einzureichen. — Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, Den 25. März 1898. Das Stadtbauamt. I. V.: Gerbel. 3137 Verdingung. Die zum Auf und Abschlagen des Freibades, sowie der Schutzgeländer in der Lahn erforderliche Zimmer- bezw. Schreiuerarbeit soll Mittwoch den 6. April d. I., Vorm. 11 Uhr, öffentlich verdungen werden. Die Verdingungsunterlagen sind während der Dienststunden bei uns auf Zimmer Nr. 7 einzusehen, und Haiger (Nassau). Empfehlungen 2887] Zum sofortigen Antritt werden Gießen, den 25 März 1898. Das Stadtbauamt. Angebote auf Vordruck bis zum ge- nannten Semin das-lbst einzur-ichen. 20 tNS 30 Nichtige Ulld Zuschlagssrist 14 Tage. - 7 y kräftige Arbeiter bei gutem Lohn gesucht. Logis frei I. V.: Gerbel. 3138iund Mittagessen gegen 20 Pfenn g ! Vergütung. Portland - Cemeutfabrik Westerwald, ML MMhMß. Freibank. 2959 Heute und morgen: SdptineflnTrii nicht ladenrein, per Pfd. 45 Pfg. Rindfleisch, nicht ladenrein, per Pfd. 45 Pfg. Costae fertig and nach Maass von 10 Mk. an bis 60 Mk. ,Ä' empfiehlt 2431 Carl Nowack, Modewaaren und Seidenstoffe, Seltersweg 85. (Offene Stellen Angehender Commis gesucht. Offerten unter Nr. 2255 mit Gehaltsansprüche an die Expeditton dieses Blattes.___________ Lehrling für Engros-Geschäft gesucht- Selbstgeschriebene Offerten unter S. 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Trautmann. 4) Lieder . 31G7 der Anstatt r« gut. von Donnerstag den 24 Mürz ab auch für Nichtmitglieder. 2859 Der Vorstand. 3122 Redaction: I. Hermann Elle. — Druck und Verlag der Brühl'schen UniversitälS-Buch- und Sreindruckerei (Pietsch & Lchcyda) in Greßm. Vereine llmiurtljunijfn Wir bitten, auf unsere Schaufenster Ausstellung zu achten Ilio»®« c,r garten Ta- r »14 bei Rett 5*« ■* M Bit Th toottcalojct 8tnnfiung bt le hessi|4 pfttllten aabtni Hehl bnbflttl i sönzesttzt un »cheigt- Au 5« Itotx ööd f Xitel 2, 8ri ptorbontn ( IMogelde«. bhB wünscht Befreiung bot Hebung bltjtt bet grB§te I lerltgt habe. |dbt am mi bit Ätghintt vnzichttv tö bim bai LH mal fallen n bit Robert UEb bl Gr, x . 3139 Montag den 28 März, Abends Vi9 Uhr, bei P. König (Stadt Cassel). 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M , Hegar aus Zürich (Violoncello), des Kronbauer'schen Quartett-Vereins unter Leitung seines Dirigenten Herrn L. Geller und des Herrn G. Trautmann, Universitäts-Musikdirector (Clavier). Derstcherungovand ea. 43 Lausend Policen Nähere Auskunft, Prospecte und Antragsformulare kostenfrei bei den Vertretern: in Darmstadt d. Skueratagrutur August Berbenich, IDalbgr. 201. Gtetzen: Gebrüder Zülch, Alicestrahe 22, Haupt-Agenten; die Agenten: Heinrich Ltchy, Friseur, SelterSweg 43; GrotzenBuseckr Salomo« Berlin. Große«»Linde«: Heine. Weitz. Bauunternehmer. Laudach r Wilh. Kltpstein. stetes Lager in fertig garnirten Damen- und. Mädchen-Hüten. Große und Vortheilhafte Auswahl in Putz-Zuthaten, als: 3109 Tülle, Bänder, Blumen, Laub, Federn, Reiher, Pliff6s, Agraffen, Stroh-Borde rc. 2MK» Der Verkauf findet nur in unserem Verkaufslocal, Bahnhofstr. I, statt. Tgfg i 31161 Die von Herrn Major Herrleft bewohnte Wohnung Afterweg 84 I, <1 zum 1. Juli, auf Wunsch auch frü&tr, anderweitig zu oermietben. 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