SjfÄ Ä **» ,.’»«•«• tat; „' ..*h »«tu „g'„111 *«W " ?««/ wklche * »n «erlio, . ^ ^püßlmzi. Io® ^unbtnburgtr 1 Lungin unb «dr° frmnfttt ■' W Boflti bm J® mutigen eng« 6 oIlt Hällln toann TttWUa ober eng« Mfl.BQr nnbtlinib. ®M har manditn brrilichn» als am 'm am Uchlitw miie aof bta echeu io Sm bt« urch. i|«Ht ßöniglted)ttx mistig btmtgt Don : cnb Soll Mittwoch bett in Zobienjipfen und rjtrigmmg: chkn-Lcheit, , Äimppelj . Clöckk, )>Len-Rnser, l-jdchpel, Mretfer, mb Eichen--Diltch- b'DM- uib btt Sutamen- nten tagt im Distrut iigeni rr-'6^> Nr. 2t Erstes Blatt Mittwoch den 26. Januar_______________ L8M8 Gießener Anzeiger General-Anzeiger Amts- und Anzeigrblatt für den Ureis Gieren. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Alle Anzeigen-VermittlungSstellen deS In« und Ausland«» nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger eutgeg«. Aezugsprer- tzierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohu. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. Grfcheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Die Gießener MamikienVkLtter werden dem Anzeiger Wöchentlich viermal beigelegt. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. Redaction, Expedition und Druckerei: Schutstratze Ar. 7. Amtliche* Tyeil. Bekanntmachung. Oberhessischer Obstbauverein, Vereinsbezirk Gießen. Die Hauptversammlung für den BereinSbezirk Gießen findet am Touutag den 30. Januar, Nachmittags 2*/, Uhr, auf LonyS Felsenkeller in Gießen mit folgender Tagesordnung statt: 1. Bericht über die Thättgkeit des ObstbauveretnS im Jahre 1896/97. Referent: der Geschäftsführer des Verein», Herr K. Reichelt-Frtedberg. 2. Welche Resultate wurden durch Anlegen der Leimringe gegen den Frostspanner erzielt. Referent: Herr Obst- bautechuiker Metz. 3. Wie kann man unfruchtbare Obstpyramiden fruchtbar machen? Referent: Herr Obstbautechniker WieSner. 4. Die Obstverwerthung im Haushalt. Referent: Herr R. Reichelt. 5. Berloosung von Obstbäumen, Gerathen und Gemüse« sämereieu,- jedes anwesende Mitglied erhält ein FretlooS. Die Mitglieder des Oberhesfischen ObstbauveretnS und sonstige Jotereffenten werden hierzu freundlichst eiugeladeu. Gießen, den 25. Januar 1898. Der Borfitzende deS BereiuSbezirkS Gießen des Oberhesfischen ObstbauveretnS. Dr. Wallau. Gießen, den 25. Januar 1898. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen a» die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Obige Versammlung wollen Sie in Ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt geben. v. Gagern. Deutscher Reichstag. 24. Sitzung vom Montag, den 24. Januar 1898. Nach Annahme eine« BeschluffeS der Geschäftsordnungs- commisfion wegen einer Privat-Beleidigung-klage gegen den Abg. Bock (Gotha), wonach die Erlaubniß zur Verfolgung desselben nicht ertheilt wird, setzt das HauS die zweite Be- rathung des Etats des ReichSamtS des Innern fort. Abg. v. CzarlinSkt (Pole) bringt Unzuträglichketten des Gesetzes betr. die Invalidität»- und AlterSvrrficheruug zur Sprache. An die Ausführungen deS Vorredner« schließt sich eine längere Debatte, in der die Redner der verschiedenen Parteien ihre Wünsche bezüglich der Reform deS Alter»- und Jnvalidttätsverficherung-gesetzeS Vorbringen. StaatSsecretär Dr. Graf v. PosadowSky erklärt, er wolle gern bet den BerfichcrungSaustalten erneut in Anregung bringen, daß dieselben ihre Capitalien mehr als bisher zur Creditgewährung verwenden. Eine Herabsetzung der Altersgrenze von 70 auf 60 Jahre würde eine unge- heure Summe erfordern. Die Regierung halte es für vollkommen indtScutabel, Kreise der Bevölkerung, wie die land- wirthschaftlichen Arbeiter und die Dienstboten nun wieder von den Wohlthaten deS Gesetzes auszuschlteßen. Abg. Dr. Hahn (b. k F.) bringt eine Reihe von Uebel- ständen tm Auswandererwesen zur Sprache. Staatssekretär Dr. Graf v. Posadowrkh bemerkt bezüglich der Rettungsboote bestehe die Bestimmung, daß ein jedes mit vier Ruderkuvdtgen bemannt sein müffe. Was die Jugendlichkeit der Schiffsärzte betreffe, so glaube er nicht, daß viele ältere Aerzte fich bereit finden würden, Seereisen zu machen. Nach wetteren Bemerkungen der Abgg. Frese (frs. Bg.), Dr. Hammacher (naH.) und Dr. Lieber (Ctr.) wird der Titel „AuSwanderungSweseu" bewilligt. Bei dem Titel „Börsenausschuß" bemerkt Abg. Dr. Barth (frs. Bg.), daS Börsengesetz sei durchaus verfehlt,- die Beseitigung der Berliner Produktenbörse habe gerade der Landwirthschaft geschadet. Abg. G amp (Rp.) meint, jedenfalls habe man mit dem Börsengesetz erreicht, daß der Staat Einblick in das Börsentreiben gewonnen habe und daß das Prtvatpubltkum der Spekulation ferngeblteben sei. Gegen die Ausführungen des Abg. Dr. Barth wenden fich noch die Abgg. Graf von Arnim (Rp.) und Dr. Paasche (uationalltb.) Hierauf wird die Weiterberathuug auf morgen 2 Uhr vertagt. Schluß 6 Uhr 10 Miu.___________________________ Deutsche» Reich Essen a. Ruhr, 24. Januar. Amtlich wird bekannt gemacht: Der Schnellzug 20 Hanuover-Köln entgleiste auf dem Bahnhof Herne. Hierbei wurden vier Personen getödtet und zwar: Oberlehrer Steffen-Bieleseld, GaSdtrector Lilienfeld Wanne, Kaufmann Guerh-Gütersloh, Kaufmann Rotenberg. 11 Personen wurden schwer, 15 leicht verletzt. Die Schwerverletzten wurden in den Krankenhäusern von Herne untergebracht. Der Postwagen und drei Personenwagen wurden schwer beschädigt. Die Strecke Wanne-Dortmund war bi» 3 Uhr gesperrt. Der Verkehr wurde durch Umsteigen bewerkstelligt. Leipzig. 24. Januar. Zur Aachener LandeSver- rathSfache erfährt baß „Leipz. Tagebl.", daß vom Reichs- zericht das Verfahren gegen einen in Haft befindlichen Wirth in VervierS, der in Aachen fortgesetzt Militärperfouen zum Verralh militärischer Geheimniffe veranlaßt haben soll, eingeleitet worden ist. Die übrigen in die Sache verwickelten Personen gehören dem Militärstande au und unterstehen somit dem Militärgericht. Wie baß Blatt ferner mittheilt, ist die vor Kurzem aus Braunschweig gemeldete LandeS- verrathSsache gar nicht an da» Reichsgericht gekommen. Deshalb ist anz rnehmen, daß eß sich hierbei nur um Diebstahl handelt. München, 24. Januar. In der Kammer der Abgeordneten kam heute gelegentlich der Berathung des Eisenbahnetats auch die Marine-Vorlage zur Sprache. Minister Frhr. v. Crailsheim hatte in der letzten Sitzung davor ge- warnt, auf eine so rapide Steigerung der Einnahmen, wie fie in den letzten Jahren erfolgt ist, auch für fernere Zeit zu rechnen und das Budget mit Ausgaben zu belasten, welche nicht nothwendig find. Abg. Dr. Heim (Ctr.) bezeichnete heute diese Aeußerung al» beste Rede gegen die Marine- Vorlage. (Lebhafter Widerspruch.) Minister Frhr. v. Crailsheim tote» die Zusammenstellung seiner Aeußerung mit der Marinevorlage zurück und erklärte, die Forderung für die Marine sei Nicht io hoch und die Steigerung der Ausgaben fei im Verhältnis sehr mäßig. „Ferner gehört die Marine- Vorlage", so fuhr der Minister fort, „zu den nothwendigen Ausgaben. Da» Reich muß diejenigen Ausgaben machen, die nothwendig find zur Sicherung seiner Größe, Machtstellung und Wohlfahrt. Zur Wohlfahrt de» Reiche» ist die Marine nothwendig, weil sie dazu dient, den überseeischen Handelsverkehr zu schützen, und weil fie ein wesentlicher Factor unsere» Wohlstände» ist. Ich bin der Ucberzeugung, daß daS Deutsche Reich unmöglich so arm sein wird, daß eS diejenigen Ausgaben, welche für seine Machtstellung, Ehre und Wohlfahrt nothwendig sind, nicht machen könnte." (Lebhafter Beifall.) Abg. Dr. Pichler (Ctr.) erklärt: Auch wir sind bereit, alle Summen zu bewilligen, weiche für die Sicherheit, Größe und Wohlfahrt nothwendig find. Aber wir wünschen, daß bei den Ausgaben baß Wohl und die Rechte des Bolkeß berücksichtigt werden. Abg. v. Bollmar (Soz) erklärt: Nach der Meinung der Sozialdemokratie gehören die Forderungen der Marinevorlage nicht zu den nothwendigen Ausgaben. Weimar, 24. Januar. Im Landtag wurde angefragt, ob die Regierung geneigt sei, mit den benachbarten thüringi- schen Staaten ein gänzliches Verbot oder doch möglichste Einschränkung des Fange» nützlicher Singvögel zu vereinbaren. Eisenach, 24. Januar. Eine große Versammlung von 800 Thetluehmeru beschloß nach einem bedeutsamen Vortrage deß Coutreadmiral» Werner ein Danktelegramm an den Staatssekretär Tirpitz für die Flottenvorlage und die Bitte an den Reichstag um unverkürzte Annahme de» Gesetzt». Ausland. Zurich, 24. Januar. Der Verwaltungsrath der Schweizer Nordostbahn hat den Beschluß gefaßt, die Gültigkeitsdauer der RetourbtlletS auf zehn Tage zu verlängern und ein Generalabonnement nach der Art desjenigen Württembergs einzufübren. ES sollen beide Neuerungtn mit Beginn deS nächsten SommerfahrplanS in Kraft treten. Ferner ist die Vergebung einer Lieferung von Lokomotiven, Schienen und Schwellen in der Höhe von 1 538000 Frc». beschloss« worden. Lanfanne, 24. Januar. Der Anwalt und Universität»- profeffor JacqneS Berney und zwei jnngeMädchen brachen gestern beim Schlittschuhlausen auf dem Jouxsee eta uad ertranken. Die Leichen Berney» und eines Mädchen» find geborgen. Prag, 24. Januar. Landtag. Ja der Debatte über da» Budgetprovisorium erklärt Zdenko SLÜcker, die Finanzlage be» Lande» habe sich, seitdem die Majorität de» Landes eine czechische geworden sei, verschlimmert. Redner beklagt das Zurückdrängen der Deutschen im Landtag und sagt, die Deutschen haben nicht einmal mehr in der Wahl- curie der Handelskammer eine Majorität und seien dadurch auf den Großmurh der Gegner angewiesen. Jede Regierung würde eine solche Lage als unzuträglich erachten, um so trauriger sei es, daß unter der jetzigen Regierung erklärt werde, man könne nicht mehr Herr der Situation bleiben, wenn man die Deutschen in ihren Rechten schützen wollte. Abg. Pipich behauptet, die Deutschen verschuldeten die traurige Finanzlage, weil fie an ihrem CentraliSmuS festhalten. Nach weiteren Ausführungen des Abg. Dasaty wird dar Budgetprovisortnm mit den Stimmen der Jungczechen und deS Großgrundbesitze» angenommen. Die Deutschen hielten fich bei der Abstimmung fern. Nächste Sitzung Freitag. Prag, 24. Januar. Eine etwa tansendköpfige Versammlung deutscher Studenten beschloß eine Resolution, in der gegen daS Verbot des Farbentragens Stellung genommen und die letzten Straßenereigntffe schärfsten» verurtheilt werden. Die bereit» begonnene Einstellung der Vorlesungen sei vorläufig bis zum Leitmeritzer Akademikertag ausrecht zu erhalten, falls nicht früher da» Verbot be» Farbernrageu» aufgehoben wirb, unb bie» um so mehr, al» an der technischen Hochschule vom Profefforen-Collegium selbst die Vorlesungen bi» auf Weitere» eingestellt wurden. Die Resolution drückt die Hoffnung au», daß die stet» erprobte Gemetubürgschaft der deutschen Hochschulen auch in dieser Frage fich bewähren werde. Acht socialdemokratische Studenten erklärten, daß fie zwar mit der Resolution nicht ganz einverstanden seien, aber um nicht al» Strikebrecher zu erscheinen, fich gleichfalls de» CollegienbesucheS enthalten werden. Die Resolution wurde mit allen gegen acht focialdemokratische Stimmen angenommen. Gallipoli, 24. Januar. Ungefähr 600 Personen heran* stalteten gestern Abend unter feindlichen Rusen gegen die Staatsverwaltung wegen der Brod frage eine Kund- g ebnng. Straßenlaternen wurden zerbrochen und baß Hau» eines Club» in Brand gesteckt. Ein obrigkeitliches Aufgebot stellte unter Mitwirkung von einflußreichen Bürgern die Ordnung wieder her. 36 Verhaftungen wurden vor- genommen. Pari», 24. Januar. Deputirtenkamrner. Der Saal ist überfüllt, die Unterhaltung lebhaft. Abg. Saute- gard beklagt fich über baß Eingreifen be» Militärß am Samstag. Präsident Briffon erklärt, man habe einige Soldaten eintreten lassen, um die dem Publikum geöffneten Tribünen räumen zu lassen. Abg. Jauröß beantragt, mit der Erörterung seiner Interpellation fortzufahren. Dem Antrag wird zugestimmt. Jamös macht der Regierung den Borwurf, daß sie Zola nicht auch wegen seiner Anklagen gegen die Generale vor Gericht bringe. Die Regierung müsse ein- willigen, daß vollkommenes Licht in der Dreyfus-Angelegen- heit geschaffen werde. (Beifall auf der äußersten Linken.) Jautös fährt fort, die Regierung könne den Offizieren nicht unterlagen, in dem Prozeß Zola Aussagen zu machen. Redner fragt, ob die Richter de» Kriegsgerichts Schriftstücke in den Händen hatten, welche bie Strafbarkeit beS DreyfnS bewiesen und ob diese Schriftsiücke dem Angeklagten und dessen Ver- theidiger nicht mitgetheilt worden seien. — Ministerpräsident Mäline erwidert: Wir wollen diese» auf der Tribüne nicht erörtern. (Beifall.) Jaur4s protestirt gegen die Ungesetzlichkeit, gegen die Verletzung deS Rechte», und sügt hinzu: Ihr werdet die Lösung de» RäthselS nicht durch zweideutige Worte, durch Ausflüchte und Hinhaltungen umgehen. Jaurä» wendet sich gegen die Verhandlung bet verschlossenen Thüren unb sagt: Warum eine Armee unterhalten, wenn eß nicht gestattet ist, einzugeftehen, daß ein Offizier einer benachbarten Macht Documente mittheiltc. (Beifall auf der äußersten Linken.) JanrsS kommt dann auf Kiel und den äußersten Orient zv sprechen und wirft der Regierung ihren Kleinmuth vor, (Widerspruch), erinnert an den in Deutschland geführten Prozeß gegen Degony und gicbt seiner Verwunderung Ausdruck, daß man in Frankreich nicht mit derselben Freiheit urtheilen und richten könne. Redner hebt die auch in dem Esterhazy-Prozeß vorgrkommene, in der Verhandlung bei verschloffeuen Thüren liegende Unregelmäßigkeit hervor und behauptet, die Republik befinde sich seit 16 Jahren tu deu Händen der Hochfinanz. Er wirft der Majorität vor, daß fie die Republik der militärischen und clericalen Reactiou anSliefere und erklärt, die Socialisten würdeu die Republik vertheidigeo. (vereinzelter Beifall.) Ministerpräsident Meline weigert sich zu antworten, weil, wie er sagt, die Regierung nicht daS Recht habe, fich an die Stelle der Justiz des Landes zu setzen. (Beifall.) Parts, 24. Januar. Im Quartier latin herrscht Ruhe. In Saint-Malo wurden einige Schaufenster jüdischer Geschäfte zertrümmert. Mehrere Verhaftungen wurden vorgeuommen. Algier, 24. Januar. Nachdem die letzte Nacht ziemlich ruhig verlaufen war, verbreitete fich heute früh gegen 9 Uhr unter der Volksmenge die Nachricht, daß ein jüdischer Einwohner einen Spanier durch einen Messerstich schwer am Halse verwundet habe. Alsbald bildeten sich erregte Gruppen, die die Läden jüdischer Kaufleute plünderten, in denen Neuheiten aus Parts zum Verkauf standen. Sobald der Generalgouverneur Leptue hiervon erfahren hatte, schritt er unter Vorantrttt von zwei Trommlern, während sechs Zuaven folgten, durch die Straße Bab-el Oneb und ermahnte zur Ordnung. Die unter den Arkaden augesammelte Menge stieß die Rufe auS: Abdankeo, Nieder mit den Juden! Mittags kehrte Leptue in das Regterungspalais zurück, unter verschiedenen Rufen der Menge. Wie eS heißt, soll ein Stuhl nach der Richtung hin geschleudert worden sein, in der sich Leptue befand. Letzterer bewahrte große Kaltblütigkeit und ermahnte zur Ruhe. Unter den Theilnehmern au der Kundgebung befanden sich zahlreiche Eingeborene. Ein angesehener jüdischer Kaufmann wurde angegriffen und mißhandelt. Etwa 20 Personen wurden verhaftet. Alle Fremden, die bei den Ruhestörungen betheiligt waren, sollen sofort auSgewiesen werden. Bombay, 24. Januar. Heute find 129 Personen au der Pest erkrankt, 131 gestorben. Am gleichen Tage des Vorjahre» kamen 62 Erkrankungen und 55 Todesfälle vor. In den Spitälern find gegenwärtig 717 Pestkranke. Locales unb ^provinzielles. Gießen, den 25. Januar 1898. * * Die Reichlbaukstelle hier bleibt am Donnerstag von DorwittaaS 1/212 Uhr ab geschloffen. • • H. Stadttheater. Der Sptelplan dieser Woche bot für gestern Abend da» Lustspiel „Doctor Klaus" von A. L'Arronge. Der trotz der äußeren rauhen Hülle doch herzensgute, characterfeste, mehr seinem Beruf als seiner Familie lebende Doctor hat fich hier schon oft vorgestellt und jedesmal eine mehr oder minder große Schaar erfreut. Und nicht nur er, auch sein mit „UniversitätSmittelu" practi- cirender Kutscher LubowSki mit seiner unfreiwilligen Komik, sowie all daS Uebrige, was da» Stück zum Lustspiel macht oder machen soll, erfreute gestern wieder zwar ein nicht allzu zahlreich erschienenes, aber dafür sich dankbar erweisendes Publikum. Die Darstellung war flott und abgerundet. Besondere Anforderungen stellen die einzelnen Rollen au die Darsteller nicht, es bewegt fich alles tu gewohnten glatten Geleisen, deßhalb sei uns erlassen, näher darauf einzugehen. * • Etadttheater. Am kommenden Freitag wird im hiesigen Stadttheater P. A. Wolff» romantisches Schauspiel „Prectosa" aufgeführt. Um die herrliche Prectosa- Musik Carl Maria von Webers besser zur Geltung zu bringen, soll da» Orchester entsprechend verstärkt werden. Auch hat fich eine Anzahl Mitglieder de» Bauer'scheu Gesangverein» bereit erklärt, an diesem Abend mitzuwirken. — AuS dem Theaterbureau geht uns die Mittheilung zu, daß die jüngste Novität des Berliner LesfingtheaterS, „Han» Huckebein", auch für die hiesige Bühne erworben worden ist. „Hans Huckebein" hat schnell seinen Weg über sämmtliche deutsche Bühnen gemacht und erzielte überall einen durchschlagenden Erfolg. • * * Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde. Gestern Abend hielt Herr Professor W. Kükenthal aus Jena einen Vortrag über die Molukken-Insel Halmahera. Der Vortragende hat in den Jahren 1893 und 1894 im Auftrage der Seuckenbergischen naturforschendeu Gesellschaft in Frankfurt a. M. eine zoologische Forschungsreise in dem Malahischen Archipel unternommen, deren Ergebnisse in den Abhandlungen der genannten wisseoschaftlichen Gesellschaft veröffentlicht werden. (Bis jetzt find 2 Bände, Bd. 22 und 23 der Abhandlungen, erschienen.) Al» Arbeitsfeld wurde die größte der Molukken-Inseln, Halmahera, gewählt. Zunächst gab der Redner einen Ueberblick über den Stand unserer thiergeographischeu Kenntnisse dieser Gebiete, und die noch der Lösung harrenden Probleme, entrollte in großen Zügen ein Bild der physischen Natur von Halmahera und ging dann dazu über, an der Hand eigener Reiseerfabruugeu Land und Leute genauer zu schildern. Thier- und Pflauzeu- leben, welche» sich hier in üppigster Entfaltung zeigt, wurden eingehender behandelt und dann die Bewohner HalmaheraS, die malahischen Orang'Slam, und die davon gänzlich verschiedenen, in vieler Hinsicht noch sehr tiesstehenden Alfuren, die im Inneren der Insel wohnen, characterifirt. Letztere ist Redner geneigt, für einen grümalahischen Stamm zu halten, der freilich fich nicht unvermischt erhalten hat. Der Vortragende schloß mit einem Hinweis auf die dereiustige wirthschaftliche Erschließung dieser von der Natur so bevorzugten, etwa 20000 Quadratkilometer großen Insel,- diese Erschließung hat Hand in Hand zu gehen mit der CiviUsirung der Alfuren, während die wohl intelligenteren, aber in vieler Hinsicht degenertrten Orang'slam wohl kaum zu verwerten find. Auch die Chinesenfrage wurde kurz gestreift, und die hohe culturelle Bedeutung hervorgehoben, welche die chinesischen Händler in derartigen, Europäern noch wenig zugänglichen Gebieten besitzen. Lebhaftester Beifall dankte dem Redner für seinen ebenso lehrreichen, als fesselnden und interessanten Vortrag. — Wir machen noch auf Folgende» aufmerksam: Da fich, wie Herr Professor SieverS mittheilte, bei Benutzung der großen Aula des UniverfitätSgebäudeS durch die gleichfalls Montags stattfindendeu Proben des Akademischen Gesangvereins Unzuträglichkeiten ergeben haben, so hat der Vorstand der Gesellschaft beschlossen, die Borträge künftig DienStag» stattfinden zu lassen. * * Haus- und Grundbesitzer Verein. ES wird uns mit- gethetlt, daß der Hau», und Grundbesitzer-Verein beabsichtigt, eine Reihe von öffentlichen Borträgen halten zu lassen. Dieselben beginnen vorauSfichtlich schon in nächster Woche. * * vefihwechsel. Bauunternehmer Nauheimer erwarb die Hofrairhe Bleichstraße 13, bisher deu Geschwistern Huhn gehörig, für den Preis von 31,500 Mk. • • Ueberschuß. Da» 2 3. mitelrheinische KretS- turnfest in Homburg v. d. H. ergab einen Ueberschuß von 4045 Mk. 15 Pfg. • * Wetterbericht. Ueber Osteuropa lagert eine umfangreiche Depression mit einem tiefen Centrum im Innern Rußland». Den Westen de» Erdtheil» dagegen bedeckt hoher Druck, welcher fich von Norden keilförmig bi» nach Süd- deutschland hereinzieht und fein Maximum über dem Canal und über Nordfrankreich aufweist. Dieser Druckvertheilung entsprechend herrscht auf unserem Gebiete trübe», kühle» Wetter mit zeitweisen Niederschlägen, die theilS al» Regen, theil» als Schnee auftreten. — BorauSfichtlicheWitte- rung: Vorwiegend trübes, kühle» Wetter mit zeitweisen Regen- oder Schneefällen. Seligenstadt, 23. Januar. Der Gerichtsschreiber-Aßpi- rant Cornelius Vötting er hier wurde gestern früh auf dem Bahndamme innerhalb der Gemarkung Groß Auheim von einem Bahnwärter als Leiche aufgefunden. Er vollzog am Freitag zu Mainflingen eine gerichtliche Jnventur-Auf- nahme. Nach beendeter Amtshandlung verabschiedete er fich gegen 6 Uhr Abends von dem ihm asfisttrenden GerichtS- iaxator, setzte über den Main und benützte in Dettingen die Bahn zur Fahrt nach Kahl in der ausgesprochenen Abficht, zu Kieiu Krotzenburg, wo er häufig verkehrte, einen Freundschaftsbesuch abzustatten. In der stockfinsteren Nebelnacht irrte er indessen vom rechten Wege ab und gerieth in die sumpfigen Gebiete oberhalb Groß-AuheimS, au» denen er auf deu Bahnkörper flüchtete. Dort wurde der an einem Augenübel Leidende höchstwahrscheinlich rücklings von einem Zuge überrascht und von der Maschine zur Teüe geschleudert/ hierfür spricht eine klaffende Wunde am Hinterköpfe, die er noch im Todeskampfe mit dem Taschentuche zu verdecken suchte. Die Leiche wurde nach der Friedhofshalle zu Groß- Auheim verbracht. Der unverheirathet Verstorbene entstammte einer braven Bürgerfamilie zu Herbstein in Ober- Hessen, stand im 25. Lebensjahre und war seit etwa 9 Jahren beim hiesigen Amtsgericht beschäftigt. DaS traurige Schicksal deS hoffnungsvollen jungen Manne» erweckt im ganzen Be- zirke, namentlich in unserer Stadt, allgemeine Theilnahme. Darmst. Ztg. * Wetzlar, 24. Januar. Gewissenhaft! Der „Wetzl. Anz." berichtet unter Eingesandt: Die gestern, den 23. Januar, in Naunheim anberaumte Volksversammlung konnte nicht stattfinden, da der dortige Bürgermeister behauptete, daß die Anmeldung 20 Minuten zu spät in seine Hände gelangt. Die Anmeldung war Freitag, den 21. Januar NachtS Haupostamt Wetzlar aufgegeben. * Wetzlar, 24. Januar. Herr AmtSgerichtSrath Dr. Col - not am Amtsgericht in Biedenkopf ist vom 1. Februar ab als LandgerichtSrath nach Cassel versetzt worden. * Breslau, 24. Januar. Am heutigen 100jährigen Geburtstage Holtet» wurde das Denkmal deS schlesischen Dichters auf der Holteihöhe an der Promenade Prächtig geschmückt. Tausende wanderten zum Denkmal, um dem Andenken deS Dichters ihre Verehrung zu bezeugen. Im Stadttheater veranstaltete die Breslauer Dichterschule einen Gedenkact. Am Abend fanden zahlreiche Gedächtnißfestlich- keiten statt. * Bamberg, 20. Januar. Bor der hiesigen Strafkammer hatte heute der 19jährige Gymnasialschüler Innozenz Fehringer wegen EinbruchdiebftahlS zu verant- warten. F. hatte im October v. IS. in einer der belebtesten hiesigen Straßen NachtS bei einem Bankgeschäfte den Aus- lagrkasten auSgehoben und fich so Effecten, Münzen und Banknoten im Werthe von ca. Mk. 1000 angeeignet, worauf er sich dann in Nürnberg unter allerlei hochklingenden Namen amüfirte. In Bremen wurde er beim Verkauf eines WerthpapiereS verhaftet. Obgleich ärztlicherseits geistiger Defrct infolge erblicher Belastung begutachtet wurde, erkannte da» Gericht auf die beantragte fünfmonatliche Gefäagniß- strafe unter Zubilligung mildernder Umstände, wobei zwei Monate Untersuchungshaft angerechnet wurden. * 1500 Procent Nachschuß bei der gegeuseiligeu Hagel- vrrfichernugS-Gesellschaft „Germania". Die bisherigen Meldungen, daß die infolge ihrer groben Mißwirthschaft in Con- curß gerathene gegenseitige Hagelversicherungs-Gesellschaft „Germania" zur Deckung ihrer enormen Verbindlichkeiten einen Nachschuß von 1000 pCt. einziehen werde, haben fich als unzutreffend erwiesen: Es werden nicht 1000 pCt., sondern 1500 pCt. der Vorprämie au Nachschuß eingezogen, wie in einer am 14. Januar stattgefundenen Sitzung des Gläubiger-AuSschuffes beschlossen worden ist. Als die „Germania" in Liquidation trat, glaubte die LiquidationS-Commis- sion resp. deren Leiter, Herr Director Jüthe von der „Patria" in Magdeburg, daß die Liquidation mit 300 pCt. Nachschuß durchgeführt werden könne. Große Aufregung entstand unter den Mitgliedern der „Germania", al» dann noch weitere 500 pCt. Nachschuß eingesordert wurden. Biele verweigerten die Zahlung desselben, wa» zu Tausenden von Processen führte, die zum großen Theile für die Gesellschaft ungünstig verliefen. Nun sollen noch 1500 PCt. erhoben werden, im Ganzen 2300 pCt.! Darnach hätte ein Bauer für 10,000 Mk. BerficherungS Summe, für die er ca. 60 Mk. Vorprämie bezahlt hat, eine Nachzahlung von 1380 Mk. zu leisten. Die ganze Prämie würde also für 10,000 Mk. 1440 Mk. betragen, eine Summe, die ficherlich höher ist, als der ganze Reinertrag einer derartigen bäuerlichen Wirthschaft. E« ist ausgeschlossen, daß die Landwirthe den Nachschuß von 1500 pCt. gutwillig zahlen werden, dem ConcurSverwalter wird daher nichts übrig bleiben, al» eine Unzahl neuer Pro- cesse, deren AuSgang ziemlich unsicher ist, anzustrengen, wodurch neue Kosten entstehen und die Verbindlichkeiten der „Germania" immer mehr wachsen. Ein Ende dieser unglückseligen Angelegenheit ist noch gar nicht abzusehen. Jedenfalls sind durch die Zustände bei der „Germania" zahlreiche Landwirthe geradezu ruinirt worden. Wann werden die blinden Anhänger der Gegenseitigkeit endlich den Segen der festen Prämie erkennen?! * Dem Geldbrieftrager Sieber wurde auf Verfügung de» Staat»secretär» de« ReichSpoftawt», v. Podbieltki, eine Belohnung von 300 Mk. auSgezahlt. Sieber, in Chemnitz angestellt, ist derjenige Beamte, der von einem gewissen MauerSberger überfallen und zu ermorden versucht wurde und bei dieser Gelegenheit mit dem Dolch im Rücken die Verfolgung des Mordbubeu aufnahm. * Monolog. Schauspieler (ein theuereS Hotel verlassend, pathetisch): „Ich habe nicht umsonst gelebt!" • Boshafter Vergleich. A.: „Man sagt dem jungen Lehmann nach, er wäre ein große» Licht. Ist da» wahr?" B.: „Ja — aber ein Nachtlicht," Cfterotar unb Arenft. Zu der bevorstehenden hier statlfindenden Aufführung von Schumann, „Das Paradies und die Peri" (op. 50) ist eine von Richard Heuberger geschriebene Erläuterung mit Notenbeispielen in dem „Mufikführer" erschienen. Diese Erläuterung dürste das Verständnitz für das Werk bedeutend erhöhen und dadurch da» Interesse an demselben wesentlich vermehren. Der „Musikführer" ist sowohl an der Kasse, als in den hiesigen Musikalienhandlungen zum Preise von 20 Pfg. pro Nummer käuflich. — Vom 14. Jahrgang der beliebten und in den Kreisen der Geistesaristokratte weitverbreiteten reich illustrirten Familien-Zeit- schrist ReetamS Universum liegen nunmehr die ersten neun Hefte vor, die schon deutlich erkennen lassen, wie sehr sich Redaction und Verlag bemühen, ihren Abonnenten sowohl in textlicher als illustrativer Hinsicht das Allerbeste zu bieten. Ein höchst eigenartiger Roman von Hermann Hetberg „Der Landvogt von Pelworm" sowie eine überaus rührenve Novelle von Ernst v. Wildenbruch „Die Alten und die Jungen" liegen bereit § abgeschlossen vor, zwei andere, im besten Sinne spannende Romane von Emil Pelschkau und Ehampol haben soeben begonnen. Nach der großm Zahl kleinerer belletristischer Beiträge seien nur die Novellen und Humoresken von Rrchard Voß, Ludwig Ganghofer, Ernst Reinbold Jahn, Karl Söhle und Alwin Römer erwähnt. Prächtig illuftrirte Aufsätze aus all,n Gebieten der Kunst, Naturwissenschaft, Cultur- und Litteraturgeschtchte und Völkerkunde bilden den belehrenden Lheil der umfangreichen Hefte, denen eine reich illustrirle „Rundschau" über alle interessanten Zeitereignisse, eine Litteraturbrilage unh ein vortrefflicher Roman der ausländischen Litteratur in Gratit-Lieferungen betgeheftet ist. Die Kunstbeilagen und Textilillustrationen nach den bedeutendsten Gemälden älterer und moderner Meister sind — zum Theile farbig — meisterhaft ausgeführt und von hohem künstlerischen Werthe. Frankfurt 500 s®'> x fcitthliÄr jt als ** fflta 1 ^Oö 8nr Doh s5?s -SH w c,n Erzen b» B*'“je«[8lln| b!l - Mowitun” ", 1 "»'» ttWfo c.,x "‘n'«4i Mute ,®.an N bem jungen Mt Ist bol lvshe?' Kunft. 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Berlin, 25. Januar. Bezüglich des Zeitpunktes der nächsten Wahlen erfährt der „Vorwärts", daß die Wählerlisten für die ReichStaqSwahlen dis Ende Mai zur Auslegung bereit gestellt sein sollen, iodaß die Wahlen im Juli statt- finden können. Die preußischen Landtagswahlen dürsten im Octoter erfolgen. Berlin, 25. Januar. In den nächsten Tagen tritt im Handelsministerium eine Co nferenz zusammen, welche über die weitere Förderung der kaufmännischen Unterrichtkanstalren beraihen soll. An die Theiluehmer ist eine Uebersicht über die kaufmännischen Unterrichteanstalten in Preußen versandt worden. Wien, 25. Januar. Wie dem „Neuen Wiener Tagebl." aus London gemeldet wird, hat Rußland bte Candtdatur des Prinzen Georg von Griechenland für den kreteu flsch-u Gouverneurposten nicht zurückgezogen, will aber dadurch einen Druck auf die Pforte aurüben wegen der Kriegs- entschä ^iguugSilückstände. Prag, 25. Januar. Eine Versammlung beschäftig- uugsloser Arbeiter griff auf daß heftigste die jung- tschechischen Abgeordneten an und verurtheilte auf das Ent« schiedenste die Exceffe in Prag und den nationalen Hader. Tie sprach den socialistischen ReichStagS-Abgeordueten Dank und Anerkennung aus und verlangte Arbeit von der Prager Stadtgemeinde. Am Schluffe der Versammlung versuchten bte Arbeitslosen vor dem Landtagsgebäude zu dewonstriren, wurden jedoch auf dem Wege dorthin von dem großen Aufgebot der Sicherheitswache auseinandergesprengt. Prag, 25. Januar. DaS Duell zwischen dem Abgeordneten Wolff und Dr. PivkaS soll heute stattfindeu. Lemberg, 25. Januar. In ganz Galizien sind coloj» sale Sck n eefälle etngetreten, infolgedessen alle Eisenbahu- züge mit Verspätungen eingetroffeu sind. Der Post-Ambu- lanzverkehr ist unterbrochen. — E'ne in PrzmySl abgehaltene SoziÄtsten-Versammlvng wurde polizeilich aufgelöst. Da die Theiluehmer, ca. 800, die Polizei angriffen, wurden sie sämmltch verhaftet und über Nacht im Polizei'Gewahrsam interuirt. Budapest, 25. Januar. Der hiesige Demokraten- club sandte an Felix Faure ein Telegramm, worin derselbe Frankreich zu einem so muthigen Kämpfer um die Ideen der gerichtlichen Humanität wie Emile Zola beglückwünscht. Sämmtliche oppositionellen Parteien be'chlcffrn, gegen das Budget, über welches heute die Debatte beginnt, zu stimmen. Rom, 25. Januar. In Voltri bei Genua kam es gestern zu ernsten Unruhen. Eiue Anzahl van Demonstranten sollten verhaftet werden, als die Volksmenge die Polizei angriff, um die Verhafteten zu befreien. Die mit einem Hagel von Steinen bombarbtrte Polizei feuerte. Zwei Rädelsführer wurden tödtlich verwundet, mehrere andere schwer verletzt. Militär ging nach dem Thatorie ab. Paris, 25. Januar. In der gestrigen Sitzung der Depurirtenkammer erklärte Ministerpräsident M4tioe wiederholt, daß die Regierung es ablehne, die Affatre DrehfuS zu diScutiren. Nach längerer Debatte wurde mit 376 gegen 133 Stimmen ein Vertrauensvotum für die Regierung angenommen. Loudon, 25. Januar. „Daily News" erfährt, daß der Strike der Maschinenbauer 100 Millionen Franc» gekostet hat. Rall-Rpidp v 75 Pfn bi§ ^.65 p. Met.-sowie Ddll öulUC V» / J Fig. schwarze, weihe und farbige Hennederg'Leide von 75 Pf. bis Mk. 18.65 p. Met. — in den modernsten Geweben, Farben und Dessins. An Private porto- und steuerfrei Ins Haus. Muster umgehend. 9194 Meyers Konversations - Lexikon \ (auch in Umtausch gegen ältere Werke) sowie alle andern Bücher I liefert gegen Teilzahlungen von monatl. 3 M. an ! H. o, Sperling, Bnchhandlung, Stuttgart VIL Drucksachen, Uechnungeu, Iacturen, ßirculare, ZLrieföogen, Zlmschkäge mit Kirmendruck fertigt billig Krühi'slhe Umv.-Kuch- n. Atrindruckerei, Schulftratze 7. Oberförfterei Brandoberndorf. Holzverkäufe. Samstag, den 29. Jan. 98, Vorm. 10 Uhr, in der Hof- mann'schen Wirthschaft zu Cleeberg, aus den Forstorten Spechtischheck 22, Höllheck 40, Gr. u Kl. Brombergerstein 29, 33, Streitwald 10, ca. 11000 Bu. u. Ei. Wellen, ca. 6000 Weichholzwellen, 59 rm Ei., Bu. u. Weichh. Scheit u. Knüppel, einige Nadelstämme u. Stangen, wobei 400 Bohnenstangen u. etwas Nadelbrennholz. — Ferner aus Distr. Spechtischheck 290 letztjährige Eichenschälstangen. Montag den 31. Jan. 98, Morgens 10 Vbr, im Deutschen Hause zu Brandoberndorf aus dem Forstort Saukhardt 45, 47, 48, Herrnschälberg 42 u. Totalität ca. 55 rm Ei. Scheit, ca. 98 rm Bu. Scheit, ca. 132 rm Bu. u. Ei. Knüppel, ca. 7000 Bu. u. Ei. Wellen, sowie etwas Nadel- u. Weichholzbrennholz. 891 Der Königliche Oberförster. iMaunttmitrljuny Vergebung von Bauarbeiter». In dem Ausschreiben betr. die bei dem Neubau einer Schuppenanlage mit Keller bei den neuen Kliniken zu Gießen vorkommenden Arbeiten ist aus Versehen der Druckerei unter pos. 2 Steinhauerarbeit (Basalllava) rd. 78 cbm gesetzt worden, es muß indeß heißen 7,8 cbm. Gießen, 23. Januar 1898. Großh. Baubehörde für die Universitäts-Neubauten zu Gießen. I. V.: Becker. 754 Concursverfahren. Das Concursverfahren über den Nachlaß der Lina Sahlfeld von Gießen wird, nachdem der in dem Vergleich!termine vom 13. September 1897 angenommene Zwangsvergleich durch rechtskräftigen Beschluß vom 17. September 1897 bestätigt ist, hierdurch aufgehoben. Gießen, den 21. Januar 1898. Das Großh. Amtsgericht. gez. Neuenhagen. Bekannt gemacht: 893 Orth, Gerichtsschreiber. Berdingung. Die bei den Feldbereivigungsausfübr- ungen in der Gemarkung Rüddingshausen oorkommenden Ehausftrvngsarbeiten (veranschlagt zu 1480 Mark) und -tzvhr- !eist«vae« (veranschlagt zu 800 Mark) sollen Freitag, den 26. d. Mts., BormirtaoS 11 Uhr, auf Großherzogl. Bürgermeisterei Rüddingshausen durch öffentliches Ausgebot in mehreren Loosen vergeben werden- Voranschlag und Bedingungen liegen auf Großh- Bürgermeisterei Rüddingshausen zur Einsicht offen. Gießen, am 21. Januar 1898. Großh. Culturinspection Gießen. Wißmann. 894 Versteigerungen. Holzversteigerung im Gießener Stadtwald. Montag, den 31. Januar 1898, Vormittags 9>/z Uhr beginnend, sollen im Gießener Stadtwald in den Districten Philosophenwald und Neuheege versteigert werden: 4 Eichenstämme mit 3,37 fm, 118 Kiefern- und Fichtenstämme mit 48,20 fm, 14 rm Eichen-Scheitholz, 132 , Nadel- „ 6 „ Eichen-Knüppelholz, 204 „ Nadel-Knüppelholz, 3 „ Eichen-Stockholz, 52 , Nadel- 580 Wellen Eichen-Reisig, 3810 Wellen Nadel-Reisig. Die Zusammenkunft ist auf der Grünbergerstraße an der 1. Schneise. Gießen, 24. Januar 1898. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 901 Nutzholz BerkLufe Königliche Overföryerei «rofdorf, Kreis Wetzlar- 1. Donnerstag, den 24. Februar d- I., um 11 Uhr Vormittags, im Freund'schen Wirthshause zu Krofdorf: Eiche« — 1100 fm. Schrrtzbezirt Krofdorf (Jungfer- annenwald 7, DiebSkaul 10, Buchwald 17, 20, 23, Kühbett 24) = 365 fm Langnutzholz mit ca. 280 fm Grubenholz» 539 rm Schichtnutzholz (rund) in Längen von 1,10 bis 2,80 m mit 8 bis 22 cm Zopf, 21 rm gespaltenes Schichtnutzholz (Werkholz) Schutz bezirk WaldhauS (Schotten- Holz 39, 41, Klettenb -Hardt 40) — 29 fm Langnutzholz mit ca 2ü fm Grubenholz, 12 rm Schichinutzholz (rund) 2 m lang, 12 rm gefpalt. Schichtnutzholz (Werkbolz). Schutzbezirk Galzdöden (Hohen- schied 62, Hardt 78, Hasengarten 82, 83) — 202 fm Langnutzholz mit ca 100 fm Grubenholz, 182 rm Schichinutzholz (rund) in Längen von 1,10 bis 2,50 m mit 8 bis 22 cm Zopf. Buchen — 515 fm. Gchutzbezirk Krofdorf (Jungfer- annenwald 7, Diebskaul 10, Buchwald 17) — 8 fm Langnutzholz (32 bis 40 cm Zopf), 19 rm Schichinutzholz (rund), 1,25 m lang, 0,74 fm Hainbuchen- Abschnitte. Schutzbezirk WaldhauS (Lindenschied 64, 56, 67, 68) — 61 fm Langnutzholz (32 bis 39 cm Zopf), 171 fm mit 40 bis 49 cm Zopf, 134 fm mit 50 bis 59 cm Zopf, 56 fm mit 60 und mehr cm Zopf, 73 rm Schichtnutzholz (rund), 5 rm gespaltenes (Schottenbolz 39 und 41, Klettenb.-Hardt 40) ----- 1 Abschnitt = 2,74 fm, 0,85 fm Hainbuchen Lang' Nutzholz, 10 rm Schichtnutzholz (gesp.) (Lichtenberg 61) — 0,69 fm Hainbuchen- Langnutzholz, 1,17 fm Erlen-Langnutz« Holz und 4 rm Schichinutzholz, 1,26 rn lang (rund) Schutzbezirk Salzböden (Hardt 78a) — 4 rm Schichtnutzholz 1,26 m lang (rund), 3 rm HaiuvucheN'Schichtnuh- holz 1,26 m lang (rund) Kammholz. Nadelholz (Sichte, Kiefer, LLrche) — 90 fm. Schutzbezirk Krofdorf (Wettenberg 1, Forst 2, Jungferannenwald 7) — 28 fm Langnutzbolz, 164 Derbstangen, 20 rm Schichtnutzhol; 2 m lang. Schutzbezirk Salzböden (Hohenschied 61, 62, Hasengarttn 81) = 17 fm Langnutzholz (meist Kiefer), 32 rm Schicht- Nutzholz (rund) 2,50 und 4 m lang. 2. Freitag, den 25. Februar b I., um 10'/, Uhr Vormittags, im „Römischen Kaiser" in Wetzlar: «tchen = 260 fm. Schutzbezirk Stopprlberg — 232 fm Langnutzholz (theils Gruben«, theils SchnUtbolz), 35 rm Schichtnutzholz (rd.) 1,60 und 2,20 m lang, 6 rm Schichtnutz' Holz (gesp.) 1 und 2 m lang. Nadelholz (Kichte, Kiefer, LLrche) — 70 fm. 51 fm Langnutzholz, 220 Derbstangen, I 7 rm Schichtnutzholz, 1,60 u. 2,60 m lang (rund). Die Hölzer werden nach Befriedigung des Localbedarfs in großen Loosen zum Ausgebot kommen. Das Buchennutzholz ist meist astrein und glatt, darunter extra starke Stämme (bis 89 cm Durchmesser). Aufmaaßlisten (100 Nummern 60 Pfg.) bei Forstsecretär Möller-Krofdorf thunlichst bald zu bestellen. Krofdorf bei Gießen, 21. Jan 1898. Der König!. Oherförster. Busold.904 Empfehlungen Mdt. SchlchthMS. Freibank. 865 Heute und morgen: Mchsensieisch nicht ladenrein, per Pfd. 54 Pfg. Rindfleisch, nicht ladenrein, per Pfd. 50 Pfg. 8chMeLneMfch nicht ladenrein, per Pfd. 50 P^g. MAGGI ist frisch eingetroffen bei 231 A. Koch Nächst., Inh. Laih. Original-Fläschchen No- 0 werden) zu 25 A; No. 1 zu 45 No. 2 zu 70^) mit Maggi nachgefüllt. Kehrichteimer mit Deckel — gesetzlich geschützt — von hiesigem Stadtbauamt als sehr zweckmäßig anerkannt. Im Alleinverkauf zu haben bei 880 Georg Appel, kömuggjse 13. Uermiethungen 902) Logis im Vorderhaus zu ver- mieihen LH. Bogt, Löwengasse 17. 103] Eine Wohnung von 5 bis 6 Zimmern nebst Zubehör, zu vermietken- __Bleichstratze 31 (Neubau). 517] Große und kleine Wohnung zu oermirthen. Bahnhofstr. 58, II. 525] Schöne Wohn m. all. Bequem- lichkeiten zu verm. Bleichstratze 5, I. 771] Schöne Parterrewohnung, drei große Zimmer mit Zubehör, in neuem Hause, Grünbergerstr. 3, zu vermiethen. «ug. Montanu» I, Bahnhofstr. 54. Kirchenplatz 15 Wohnung von 2 bis 3 Zimmern an anständige Leute zu vermiethen- 836 Näheres bei E. LooS, Kirchenplatz. 831] Eine Parterre-Wohnung ovn 4 Zimm rn mit allem Zubehör und Bleichplatz in schönster Lage per 1. 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H. a. H. und Freunde der Corps, sowie die hiesigen und auswärtigen alten Corpsstudenten erlaubt sich unterfertigter 8. C. zu dem Mittwoch den 26. d. Mts., Abends 8 Uhr pr. dahier im Saale des Cafe Eeib zur Feier des Allerhöchsten Geburtstages Sr. Majestät des deutschen Kaisers stattfindenden S. C. - Commers GGOOOOOOOGOGGGGOOGOGSGOOOGOOOGOGOOOOOOOOG ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ Unferm lieben Ehren-Mit- ▼ ▲ flltebe öoui» Becker