ffeti. Mmänfef r loivie v Ter. fa™*. Ht’ Abev-s 8 Uhr "»«««Sie» NNaltiii Leib, '^ekellschast ausgesührt. Der Vorstand. *$4 ag Abend: m. »gen: it Kraut, 'ergrötzerten und neu st "W M' »et Bürgerbräo. meinen, ib Abevbksttt. celler. ‘ober: 10482 ;rt. Tfcg W ZM uds Uhr : Iw jtit, Brandgaffe. nq. 2) Se^ungiobk::. 4) Antrag auf Statut- !s. Der Vorstaud. p, MM Itock. Iz ian. i« »eiPz'8 ;W :: Nr. 250 Erstes Blatt. Dienstag den 25. October ES9N frfr»dnl tdfln» ent LuSkiahmc btl Montags. D-e G-ssrn-r y Ätnirttn ßfdltr r ertbtn brm Lnzeigcc »SchnilltL viermal beigtltgl. Gießener Anzeiger ^fiegeiirri# vit-rtel,ehrlich 2 Mail 20 Plg monathd) 75 Pfg. mit ^ringrrlvh«. Bei $olbrjttg 2 Mark 50 W|. vierteljährlich. Aauahmr von Anzeigen zu her Nachmittags für den fotgenbm lag erkchetnrnden Nummer bis Barm. 10 Uhr. General-Anzeiger Alle Anzeigen.VermittlungssteNen bei In' unb Auslanh«« nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgeh«. Zlints- und Anzeigeblatt fiir den Ttreis Giefzen. VtedaeNoo. Expedition und Druckerei: AchukSrahe Ar. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. Adresse für Depeschen: Anzeiger chietze«. Fernsprecher Nr. 51. Amtlicher Theil. Hberhesssscher Hössöauverein. AereiusvezirL Kießen. Am Montag dem 31. October, Abends 8 Uhr, findet tu Gießen tn der Restauration „Lass Ebel" eiue Versammlung mit folgender Tagesordnung statt: 1. Wahl eine» Obmann» für die Stadt Gießen. 2. Vortrag über die wichtigsten Schädlinge de» Obstbaume». 3. Vortrag über Obstvrrwerthuvg im Han»halt. Referent für 2 und 8 der Secretär de» Ober- hesstscheo Obstbauverein», Herr R. Reichelt, Lehrer an der Großh. Obstbau- und laudw. Winter- schule Friedberg. 4. verloofuug vou Zwergbäumchen, Boschroseo, Erdbeerpflaozeu re. Die Mitglieder de» Oberhesstscheu Obstbauverein», sowie sonstige Interessenten werden hierzu freundlichst eingeladen. Gießen, den 20. Oktober 1898. Der Vorsitzende de» Beretn»bezirk» Gießen de» Obrrhesfischen Obstbauveretu»: Frhr. Schenck. Das geplante Attentat auf das deutsche Kaiserpaar. Bl» Zusammenfassung und Ergänzung der über den anarchistischen Mordanschlag gegen da» deutsche Raiserpaar mitgetheilten Angaben bringt die „Nordd. Allg. Zrg." folgenden, ihr amtlich zur Verfügung gestellten Auszug au» de« öericht de» kaiserlichen Eoosul» tn Alexandria: Nachdem die italienische Eousularbrhörde tu Alexandrien die dortige Polizei auf da» verdächtige Treiben einer größeren Anzahl dorthin grkommener Anarchisten aufmerksam gemacht hatte, ermittelte mau, daß diese Anarchisten eine Zusammenkunft tu Rairo gehabt unb beschlossen hatten, auf dem Mohammed Alt-Platz oder vor de« Lbdtu-PalatS bet der Ankunft bei Ratserpaare» ein Bombeoatteutat onSzuführen. Nach dem Bekauutwerden der Aenderung de» katierlichen Retseplane» hielten dieselben Anarchisten am 13. October Morgen» bet einem gewiffen Uga Partne in Alexandrien eine zweite Versammlung ab. Her wurde beschlofleu, die inzwischen angefertigteu Bomben statt nach Rairo nach Palästina zu schaffen, damit fie dort gegen die Majestäten verwendet werden könnten. Die Bomben sollten vou einem au» Triest gebürtigen Italiener, der fich kürzlich auf einem nach Palästina bestimmten Dampfer der Hhedivlau Steawshiv and Gravtug Co. al» Rellner hatte in Dienst nehmen laffen, am 13. Octoder Abend» an Bord 2tese» Dampfschiffe» gebracht werden, und zwar vou einem iletoeu Wetoschank au», deu Pariue seit zwei Jahren tu de« Stadtviertel Moharrembey tu Slexaudrtru hielt. Am 13. Oktober Abend» 7 Uhr begab fich der Leiter de» italieuischeu Konsulat», viceconsul Bardese, mit zwei Lawaffev, de« Volizeicommandameu Harrington Bey, dem Polizeiivspector Treve» und einigen Polizisten nach der Weinschänke. Parive war anwesend. Eiue Riste mit Bomben wurde bald gefunden. Marine gab an, er kenne den Inhalt der Riste nicht- ein »nbekanoter Araber habe fie gestern bei ihm abgestellt. Auf wettere» Drängen behauptete Partne, e» sei wohl Cognac in ter Riste und griff nach dem Hammer. An der unzweifel- tasten Abficht, fich und alle Anwesenden zu vernichten, wurde tr aber verhindert. Nach seiner Festnahme erklärte er unter wilden Drohungen, er sei Anarchist. Partne wurde tn Gewahrsam gebracht, die Riste tn Beschlag genommen. Jo der Nacht vom 13. zum 14. Oktober worden acht Lheilnehmer der tn Rairo und Alexandrien abgehalteven Anarchistenzusawmenkünfte verhaftet. SS wurde festgestellt, daß der zur UeberfÜhrnng der Bomben vou Alexandrien nach Jaffa bestimmte Italiener nach der Ankunft in Jaffa den Dienst au Bord verlaffeu sollte, um deu ihm bereit» besorgten Dienst al» Rellner im Hotel Bristol anzutreten. Die Riste sollte unauffällig an» Land gebracht und i« Hotel Bristol fiir die zum Attentat eiutreffevdeo Geooffen bereit gehattev werden. Am 14. Oktober Morgen» wurde in Alexandrien im Beisein de» deutschen Cousul» die bei Pariue beschlagnahmte Riste untersucht. Sie enthielt, sorgfältig tn Sägespäne ver- oockt und durch Holzstäbe vor dem Zusammen prallen geschützt, zwei gleiche Bomben. S» find die» zwei etwa 25 Ctm. hohe unb tu der Mitte au»gebauchte Cyltnder von 7 Ctm. Durch- meffer. Der Boden hatte tu der Mitte einen Dnrchrneffer von 10 Ctm. Die Bomben find an» galvanifirtem Eisen und zunächst mit Zinkdraht umsponnen und mit Papier und Bindfaden umwickelt. Der eine Boden hatte In der Mitte eine Otffnung, au» der eine starke Zündschnur herau»staud. Jede Bombe wiegt 2180 Gr. Der Inhalt ist eine gelbe Maffe, die al» Rnallqueckfiiber festgestellt wurde. Da» Gewicht der Maffe beträgt 1050 Gr., außerdem waren darin 26 Stück fertige Revolve'Patronen starken Raltber» enthalten. Die Bomben konnten durch Entzündung oder Schlag zur Exploston gebracht werden. Man nimmt an, daß jede Bombe die Tödtung oder Verwundung von Personen im Umkreis von 50 Mtr. herbeigeführt hätte. Graf Murawjew auf Reisen. Die Reise deS russischen Minister» de» Aeußeren war zu Beginn in ein geheimnißvolle» Dunkel gehüllt. Der leitende Staatsmann deS Nachbarreicher tauchte urplötzlich in Part» auf, wo er mit den maßgebenden Persönlichkeiten cooserirte und auch vom Präsidenten Faure empfangen wurde. Man zerbrach fich vielfach die Röpse über den Zweck der Anwesen- bett Murawjew» tu der fravzöfischen Hauptstadt. Man brachte dieselbe zusammen mit den vergeblichen versuchen de» russischen FtnanzmtoisterS Witte, eine neue Anleihe auf dem Pariser Markt nuterzubringen, und meinte, Graf Murawjew hätte deu Auftrag, die Frauzoseu betreff» der BuudeStreue Rußland» zu beruhigen. Man war in dieser Beziehung bekanntlich etwa» mißtrauisch und kleingläubig getonten tu den maßgebenden Rreisen Frankreich», und hauptsächlich au» diesem Grunde hatte Herr Witte keine offenen Taschen bei deu Alltirteu gefunden. Wa» zwischen Murawjew unb den französischen Diplomaten verhandelt worden ist, entzieht fich selbstverständlich so lange der Renutniß der Oeffenilichkett, bi» der osfictöse Mund Aufschluß darüber gibt- Grund genug für eine gründliche Au»sprache der leitenden Staat»mSnuer war reichlich vorhanden. Schon die Faschoda Angelegenheit ließ eine Verständigung erwünscht erscheinen. England raffelt bedenklich mit bem Säbel und verhält fich überhaupt ziemlich provocirend. Wenn auch Frankreich bisher weise Mäßigung geübt hat, so gibt e» für diese doch eine Grenze. Und da ist e» denn nur zu natürlich, wenn zwischen den beiden Verbündeten Rußland und Frankreich — insbesondere Angesicht» der Friedensbotschaft de» Czareu — über olle EventnalttLten eine Einigung erzielt wird. Ohne zwingende Nothweodigkelt dürfte Frankreich kaum zum Schwert greifen In einem Augenblick, wo die Mächte fich vereinigen wollen zur großen Friedenskonferenz. Da Graf Murawjew aber von Pari» nach Wien geht, so muß seine Reise einen mehr internationalen Zweck haben. AuS bem großen Apparat, welcher In Wien anfgeboteu wird — Raiser Franz Josef unterbricht bekanntlich seinen Aufenthalt in Ischl- der Minister deS Aeußeren, Graf SoluchowSky, und der russische Botschafter, Graf Rapnist, kommen nach Wteu — ist zu ersehen, daß Murawjew die österreichische Hauptstadt nicht nur all DurchgangSftation betrachtet, sondern auch dort einen hochpolitischen Zweck verfolgt. Daß über diesen letzteren auch die deutsche Regierung unterrichtet ist, dürfen wir gettost vorauSsetzen, und wir glauben, Graf Murawjew würde die deutsche Hauptstadt nicht links liegen gelaffen haben, wenn zur Zett der Raiser und der Leiter de» Auswärtigen Amt» anwesend gewesen wären, vorläufig können wir nur annehmen, daß die Reise Murawjow» mit der demnachstigen Frieden»conferenz znsammenhängt und einen informatorischen Charakter hat. Hoffentlich tragen seine Unterhandlungen mit den hauptsächlich in Frage kommenden Machten dazu bei, daß die Frieden»botschaft de» Czareu auch einen thatsächlichen Erfolg hat. (xx) Deutsches Reich. Berlin, 24. October. Prodvctton»-Statistik. Der Sraat»sekretär Graf v. PosadowSky hat, nachdem die Fragebogen zur ProductionSftatistik fast vollzählig etnge« gangen find, ihre Sichtung und die Verarbeitung de» darin enthattenen Material» angeordnet. In der Textilindustrie hat man für die Baumwollspinnerei, Wollkämmerei und Rammgarn. Spinnerei die vorläufigen Schlußergebntffe bereit» gewonnen und bearbeittt zur Zett die verschiedenen Zweige der Weberei, für die trotz der bebentenben Anzahl ihrer Rlelu- betriebe die Beantwortung, dank der opferwilligen unb um- sichtigen Bemühungen der Bertraven»mänoer au» allen Theilen de» Reich» ebenfalls nahezu den letzten Behieb umfaßt. Gleichzeitig werden die Arbeiten für eine Reihe anderer In- , dustrtegruppen, so der chemischen, der SlaS-, Papier- und 1 Lederindustrie, der Reramlk u. a., gefördert- auch hier liegen die Schlußzahlen theilweise schon vor. Die übrigen Groppen werden nach und nach folgen. Während der Inhalt der einzelnen Fragebogen ausschließlich zur Renutniß der wenigen mit ihrer Bearbeitung betrauten Beamten kommt und i« Uebrigen strengsten» geheim gehalten wird, muß selbstverständlich da» Gesammtergebniß der Erhebungen in jedem Industriezweig bet der Veröffentlichung den detheiligten Commissionen de» Wirthschastlichen AuSschuffe» unb ben zu diesen zugezogenen Sachverständigen zur endgtltigen Beurtheilung vorgelegt werden. — Deutschland und der Vatikan. Der nett den daticanischev Rreisen in Fühlung stehende Mitarbetter der „Poltt. Corr." schreibt au» Rom, 19. Oktober: Entgegen den Behauptungen gewtffer Journale ist man io den vatikanischen Rreisen Überzeugt, daß der Zwischenfall, der durch die päpstliche Ansprache an die französischen Pilger verursacht worden ist, die Beziehungen zwischen dem heiligen Stuhle unb der preußischen Regierung nicht trüben werde. Cardinal Rampolla hat diesbezüglich dem deutschen Geschäftsträger Herrn v. Bülow Erklärungen abgegeben, die geeignet sein dürsten, jede» Mißverständviß und die Empfindltchkett, die tu der deutschen Preffe infolge der erwähnten päpstlichen An- spräche zum Ausdrucke gelangte, zu beseitigen. Obgleich der Zeitpunkt der Ankunft de» Nachfolger» de» Herrn v. Bülow tn Rom noch nicht bestimmt ist, hofft man doch im Vatikan, daß der neue preußische Gesandte im Laufe de» Monate» December auf seinem Posten eintreffen werde. Wa» die Frage de» Protectorate» Über die Christen im Oriente betrifft, so legt man der jüngsten Ansprache de» Papste» eine Tragweite und einen Inhalt bet, die sie durchaus nicht besaß. Da» Protektorat Frankreich» bezieht sich auf alle jene kirchlichen Niederlassungen, welche einen universellen katholischen Charakter besitzen, wie die Wohnstätten von Missionären verschiedener Nationalitäten. Daß Nlederlaffungen von an»- schließlich deutschem Charakter unter deutschem Schutz stehen, ist selbstverständlich. Ja selbst wenn ein Deutscher, der in einer unter französischem Schutze stehenden Niederlassung fich befindet, wie immer angegriffen würde, kann zu seinen Gunsten stet» da» deutsche Protectorat gemeinsam mit dem fravzösi- schen in Wirksamkeit treten. Diele Auffassung de» fraozöst- scheu Protectorate» entspricht den Erklärungen, welche der heilige Stuhl in dieser Frage stet» zum Ausdrucke gebracht hat. — Man schreibt auS Leipzig: Bo« 16. bis 18. October tagte hier die 14. Jahresversammlung des Deutschen Rirchen-Gesangveretn». Die Vertreter der 21 Landl»- und Provluzialveretne vereinigten fich unter dem Borfitz de» verdienten Oberhaupte», Geh. StaatSrath» Exc. Hallwach»- Darmstadt. Au» ben Verhandlungen heben wir hervor: ben Beschluß neuer Erhebungen tn Sachen der finanziellen und socialen Stellung der (Sanieren und Organisten, sowie einer Rundfrage nach den stiftnugSmäßig oder sonstwie fest- gelegten kirchenmufikaltschen Verpflichtungen der höheren Schulen. An Stelle de» Provinzialverbandes von Hannover hat fich in den letzten Tagen ein „niedersächfischer Chorver- band" coostttnirt, der außer Hannover auch Braunschweig, Oldenburg, die lipplschen Fürstenthümer und Bremen umfaßt. Nunmehr find nur noch zwei Lande vom Deutschen Rirchen- gesaogverein auSgeschloffen, — beide Mecklenburg. Uebrigen» gehörte bisher auch keiner der Leipziger Rirchenchöre zu« deutschen verband, wa» fich hoffentlich bald ändern wird. Da» Hauptreferat der Tagung behandelte deu „kirchlichen Charakter unserer Gesangvereine". Der Vortrag wird al» .Denkschrift" den Vereinen zugänglich gemacht. Außer den Sitzungen füllten da» Programm gotte»dieustliche Feiern, Concerte, Befichtigungen, und Leipzig hinterließ den Gästen viel große und förderliche Eindrücke. Theil» infolge besonder» schwieriger OrtSverhältnisse — Leipzig ist Pflegerin der absoluten, weniger der .angewandten" Musik, — theil» wohl auch wegen nicht ganz ausreichender Zurüstungen blieben die sog. »guten Rieife* der Stadt den Verhandlungen unb Versammlungen fern, fich auf die Theilnahme an ben kirchlichen Feiern beschränkend Sonderbar nahm fich vollenb» bie Abwesenhett der Stadtgeistlichkeit au», deren zahlreiche Genossenschaft (über 50 Häupter) nur einen Vertreter entsandte. Die große Bedeutung bet Rirchengesang»-Angelegenheit für Stadt und Land wird anscheinend noch nicht überall erkannt. Die nächstjährige Versammlung wird um Mitte Juli in Straßburg stottfinden. An-ttnrö» Wie«, 23. Oetober. Es sind hier zwei neue Erkrankungen au Pest dorgekomwen und zwar ist ein Diener bei Franz-Josefs-Spital!, Namens Noe, erkrankt, sowie die zweite Wärterin. Wien, 23. October. Nach den letzten Berichten ist das Befinden des Dr. Müller und der Wärterin Pecha gefährlich. Wien, 23. October. Die langen Besprechungen, welche Graf Murawtew gestern mit dem Kaiser und dem Grafen GoluchowSky gehabt hat, werden allseitig als ein sicheres Zeichen dafür angesehen, daß der russische Besuch ebenfalls wesentlich die bestehenden freundschaftlichen Beziehungen zwischen Oesterreich und Rußland verstärkt. Mau ist auch der Ansicht, daß dies im Auslände als eine eminente Kundgebung für den Weltfrieden Würdigung finden wird. Wien, 23. Oetober. Was die Untersuchung in Betreff eines etwaigen strafbaren verschuldens bei den Pest-Erkrankungen anbelangt, so hat der Erste Staatsanwalt Erhebungen angeordnet im Einvernehmen mit den obersten Sanitätsbehörden. Die polizeilichen Organe führen die Untersuchung unter fortwährender Eontrole der beiden Staatsanwälte und der Sanitätsbehörden. Wien, 23. October. Dr. Müller ist heute früh der Pest erlegen. Die Wärterin Pecha liegt im Sterben. Genf, 23. October. Laut gestrigen Beschluffes der Anklagekammer wurde Luccheni für den 10. November vor die Asfisen verwiesen und zwar, wie es in dem Beschluß des Gerichts wörtlich heißt: Wegen Meuchelmordes gegen die Person Ihrer Majestät Elisabeth, Kaiserin von Oester- rrich, Königin von Ungarn. Rom, 23. October. Wie auf der Tonsulte verlautet, wird die internationale Anarchisten - Conferenz am 15. ^November zusammentreten. Druffel, 23. October. Aus dem Congostaat ein« gelaufene Telegramme melden, daß Oberlieutenant Glorie die Aufständischen bei Urta geschlagen habe. Paris, 22. October. Da- socialistische Meeting des UeberwachungS-Eomitös, welches für gestern Abend an- beranmt war, konnte nicht stattfinden, weil der Inhaber des Locales sich tm letzten Augenblicke weigerte, den Socialtsten den Saal zur Verfügung zu stellen. Die Organisatoren versuchten dann unter freiem Himmel das Meeting abzuhalten, jedoch ließ die Polizei dies nicht zu und vertrieb die Theil» nehmet. Paris, 23. October. Gestern Abend hat das Pasteur- Institut, den telegraphischen Wünschen zweier Wiener Pro- fefforen entsprechend, dal ganze augenblicklich vorhanden gewesene Pest-SernM'Quantum nach Wien gesandt. Paris, 23. Oetober. Im gestrigen Ministerrathe Hin* digte Delcafsö die Absendung einer Note nach London an, worin er den festen Entschluß ausdrückt, Faschoda zu behalten, falls England kein Tauschobjrct anbiete. Paris, 23. Oetober. Cavaiguac kündigt offiziell an, er werde einen Antrag auf Einstellung der Drehfus- Affaire tinbringen. Er erklärte, er werde die Revifion sicher vereiteln. London, 22. October. „Daily News- schreibt, daß die erste Bedingung, um die Verhandlungen zwischen Frankreich und England zu beginnen, die sei, daß die französische Regierung der March and-Frage den politischen Eharacter nehme. Sollte Frankreich sich weigern, dies zu thun, so falle die ganze Verantwortung für die kommenden Ereiguiffe auf die französische Regierung zurück. London, 23. October. In hiesigen Regierungskreisen wird die Faschodafrage als absolut nicht beunruhigend bezeichnet und die fichere Erwartung ausgesprochen, daß die englischen Verhandlungen mit Frankreich zu einem befriedigenden Abschluß gelangen werden. Den Blättermeldungen über Bertheidigungs-Maßregeln wird jede Bedeutung ab- gesprochen. Madrid, 23. October. Die Situation ist hoch- ernst. Die Militärpartei hat vollständig die Obergewalt. Der Rücktritt SagastaS und die Uedernahme der Regierung durch ein Milltär-Labinet ist bevorstehend. Der General- Capitäu von Madrid besteht auf der Annahme seiner Demission. Konstantinopel, 23. Oetober. Während die Kaiserin ihren Besuch tm deutschen Krankenhause abstattete, war der Sultan bei dem Kaiser vorgefahren und hatte mit diesem eine Besprechung, in welcher es sich jedenfalls um die kretenfische Frage gehandelt haben dürfte. Konstantinopel, 23 October. Die Kaiserin feierte gestern ihren Geburtstag im Park des Botschafter-Hotels. Der Sultan brachte ihr seine Huldigungen dar und schickte seine jüngste Tochter zur Kaiserin, die ihr ein prachtvolles Blumendouqaet mit einer Ansprache überreichte. Sodann spielte die kleine Prinzessin der Kaiserin die deutsche Nationalhymne auf dem Clavier vor. Die deutsche Kolonie sandte eine prachtvolle Bluwenspende. Die türkischen Schiffe hatten Flaggenschmuck angelegt und gaben einen Ehrensalut ab. Um 3 Uhr Nachmittags fand Diner beim Sultan und in der deutschen Botschaft statt. Nach Überaus herzlicher Verab« schiedung vom Sultan erfolgte um 5 Uhr die Abreise des Kaiserpaares. Unter dem Donner der Kanonen verließen die „Hoheazollern" und die Übrigen Schiffe den Bosporus. Der leichte Nordwind verspricht eine glatte Fahrt. CtcaUs unt Provinzieller. Gieße«, 24. October 1898. Kirchliche Dienstnachrichtev. Ernannt wurden: Pfarrverwalter Schäfer zu Schwanheim zum Pfarrver- Walter in Hartershausen, Decanat Lauterbach - Pfarrverwalter Schultheis zu Dreieichenhain zum Pfarrverwalter in Nieder-Moos, Decanat Lauterbach; Pfarrasfistent Daunenberger zu Düdelsheim zum Pfarrvicar in Ilbeshausen, Decanat Lauterbach,- PfarramtScandidat Schmidt zu Bad Nauheim zum Pfarrvicar in Trais a. d. Lda., Decanat Gießen- Pfarrverwalter Krauß zu Nauheim zum Pfarrvicar in Düdelsheim, Decanat Büdingen - Pfarrverwalter Köhler zu Wetterfeld zum Pfarrverwalter in Nieder«Ohmen, Decanat Grünberg - Pfarrvicar Stotz zu Rodheim, Decanat Nidda, zum Pfarrverwalter in Rodheim, Decanat Nidda. — — Die SchlußprÜfnng im Juli und August 1898 haben bestanden: Wilhelm Hotz aus Arnsburg, zu Laubach, Philipp Körbel aus Walldorf, zu Egelsbach, Jakob Kraus zu Frankfurt a. M., Heinrich Linck zu Darmstadt, Arthur Müller aus Stuttgart, zu Mainz, Gustav Pfaunmüller zu Dornheim, zu Darmstadt, Otto Repp aus Battenberg zu Bensheim, Wilhelm Schäfer aus Lippstadt i. W., zu Birkenfeld a. d. N., Friedrich Schultheis aus Kelsterbach, zu Gießen, Karl Simon zu Münster, Dekanat Grünberg, Dr. Heinrich We inel ans Bonhaufen, zu Büdingen. ♦•-dt. Stadttheater. Die gestrige erste diesjährige Kindervorstellung hatte zum Gegenstand daS vier- actige Görner'sche Märchenspiel „Rothkäppchen". DaS Theater war gut besucht, ein andächtigeres, anspruchsloseres und dankbareres Publikum konnte sich die Direction kaum wünschen. ES war ja eigentlich Theater im Theater und eine rechte Freude, die Spannung auf den Gesichtern der kleinen Gäste und den AuSbruch ihres beifälligen Jubels zu beobachten. Die Darsteller gaben sich denn auch alle Mühe, den Anforderungen der kleinen Gesellschaft zu genügen, was ihnen auch vollauf gelang. Erwachsene hätten vielleicht Manches anszu- setzen gehabt, diesmal aber stand die Kritik den Kindern zu, und die hatten eitel Lust an dem Märchenzauber. • * P. Stadttheater. Die Sonntagabendvorstellung brachte uns ein rührseliges Volksstück der guten, alten Charlotte Birch-Pfeiffer, „Der Goldbauer" betitelt. Vom wirklichen Leben ist in dem Drama wenig zu spüren- es spinnt sich wie einer der zahlreichen unächten Bauernromane ab. Die Hauptpersonen find sattsam bekannt. Der alte, reiche, starrsinnige Bauersmann- seine stolze, vielbegehrte Tochter und der arme, aber kreuzbrave und kecke Bursche, die ihre Liebe zuerst unter Spott oder Haß verbergen und doch nicht von einander lassen können. Den Darstellern dieser drei Hauptrollen ist der Erfolg des Abend! zu danken. Die beiden Liebenden (Fräulein Würdig und Herr Merker) suchten sich im Gegenspiel zu überbieten und wußten für die ganze Scala verschiedenartigster Empfindungen den richtigen Ton zu treffen. Ju der Titelrolle gab Herr Liebscher ein scharf umriffene-, typischer Charakterbild. Nur spielte er stellenweise zu theatralisch, und die rauhe Sprechweise klang oft unschön. Alle übrigen Rollen find von der Dichterin stiefmütterlich behandelt. Ans der nur angedeuteten Figur de- Landrichters konnte Herr Dietzsch trotz redlichster Mühe nicht viel machen. Fran Helm war in Erscheinung und Spiel gut, sprach aber namentlich in der Nachtscene viel zu leise. Fräulein Bartholdy müßte ihre Afra zugleich schnippischer und gefühlvoller geben und in ihre Bewegungen mehr Abwechselung bringen. Mit dem oberbairifchen Dialect standen die meisten Künstler auf gespannten Fuß, doch ist e- damit auf großen Bühnen — was zur Entschuldigung angeführt werden mag — oft auch nicht besser bestellt. Schließlich muß eS gerügt werden, daß im Zuschauerraum starke Unruhe herrschte. Manche Besucher wollten offenbar ein heiteres Stück sehen und suchten fich, als diese Hoffnung fehlschlug, durch unangebrachtes Belachen der ernsten Stellen schadlos zu halten. *ecf Theater Verein. Die Mitglieder des verein- wird es jedenfalls interesfiren, von der gefeierten Künstlerin Prasch-Grevenberg aus Berlin, die am Donners- tag den 27. d. M. hier gaftiren wird, einen kurzen Lebenslauf zu erfahren. Wir find in der angenehmen Lage, die Gästin als unsere Landsmännin zu reclamiren, ihre Wiege stand in Darmstadt. Ihre künstlerische Ausbildung erhielt fie von Tetzlaff, dem Oberrrgisieur der König!. Hofoper zu Berlin. In Meiningen machte fie mit 16 Jahren ihren ersten theatralischen Versuch al! Franziska in Minna von Barnhelm. Ihre nächsten Engagements waren Bremen, Wiesbaden (Hoftheater), Karlsruhe (Hostheater). Der Herzog von Meiningen forderte 1888 die Künstlerin auf, die be- rühmten Gastspiele seines Hoftheater- mitzumachen. Auf diesen Gastspielen spielte fie die Jungfrau von Orleans, Amalia in „Die Räuber", Toinette in „Der eingebildete Kranke" u. s. w. und wurde mit Recht die vielseitigste Künstlerin der berühmten Gesellschaft genannt. Auguste Prasch Grevenberg hat an vielen heroorragenden Bühnen gastirt und ist seit 1895 am Berliner Theater thätig. Die Künstlerin ist mehrsach durch Ordensverleihungen geehrt worden, auch ist fie Ehrenmitglied des Meininger Hoftheaters, eine Auszeichnung, die mit ihr nur die bekannte Tragödin Pauline Ullrich theilt. Bildnisse unsere! Gastes find in den Geschäften der Herren Balser, Free! und Challier aulgestellt. **R, Festlichkeit. Der Verein „Concordia" veranstaltete am Samstag eine Abendunterhaltung in „Steins Saalbau". Nach der Begrüßungsansprache bei zweiten Borfitzenden, Herrn Balser, und dem Vortrag verschiedener Lieder wurde von Mitgliedern ein Theaterstück flott gespielt. Den Schluß bildete ein Tänzchen. Ein Ausflug nach dem „SchÜtzenhau!" am Sonntag führte die fröhliche Schaar nochmals zujammen. * • Vortrage im Kaufmännischen und im OrtSgewerbe- Verein werden in der kommenden Winter-Saison gehalten von Dr. A. Köppen-Berlin: „Eine Wanderung durch Pompeji" (ProjrciionSvortrag mit farbigen Lichtbildern) - Franz Fürstenberg-Berlin: „Lebende Photographien". Weiter wird der hier selbst bestens bekannte Privatdocent Jen! Lützen an zwei Abenden hintereinander sprechen und dabei die zur Vorführung gelangenden Lichtbilder erläutern. Die Verhandlungen mit weiteren Vortragenden find noch nicht abgeschlossen. • * Ki«e neue Serie hübscher Postkarte« hat die Firma Ernst Balser hier, in diesen Tagen herausgegeben. Die Karten, in der beliebten Lichtdruckmanier anlgeführt, werden ohne Zweifel Liebhaber finden. Besonder! wirkunglvoll präsenttrt fich die das Gießener Volksbad darstellende Karte, die neben der Außenanficht auch eine genaue Darstellung des Schwimmbasfin! enthätt, übrigen! demnächst in Farbendrvä erscheinen wird. Eine andere Karte zeigt die neue Rltmt mit dem von dort au! gebotenen Blick auf den Gleiberg, eine dritte dal Jagdschlößchen bei Dutenhofen, ferner find Karten mit bei alten Kaserne, mit einem Gesamrntpanorawa von Gießen unb landschaftlich befonber! schöne Stadtheile zu erwähnen. • • Eine Schlägerei zwischen zwei in einer hiesigen Brauerei beschäftigten Braugehülfen r.m Samstag Abend endete auf recht bebauerliche Weise. Einer ber Streitenden erhielt nämlich einen so gefährlichen Stich, baß er nach wenigen Minuten starb. Der Thäter würbe in Haft genommen. • * Wetterbericht. Heber Centraleuropa ist das Barometer wieder gestiegen, sodaß fich hier der Kern eines Maximums ausgebildet hat Die Luftdruck Bertheilung ist aber in feinem Bereiche keineswegs gleichmäßig, vielmehr sind noch zahlreiche Unregelmäßigkeiten vorhanden. Die gestrige Depression über den britischen Inseln hat ihre Lage wenig verändert. Die Witterung ist meist trübe geblieben und fallen zeitweise Niederschläge. Die Temperaturen sind gestiegen, — voraussichtliche Witterung: Im Allgemeinen besseres, aber noch nicht beständiges Wetter. Butzbach, 22. October. Nunmehr verschwindet auch das letzte sichtbare Zeichen unserer Gewerbe-Ausstellung, das „althesfische Bauernhaus", das bis jetzt noch den Viehmarktplatz ziert. Denn wie aus einer veröffentlichten Mittheilung hervorgeht, ist die Eingabe des Vorstandes der hiesigen Volksbildungsvereins an den Gemeinderath, feine Genehmigung dazu geben zu wollen, daß das Bauernhaus mit feiner Alterthumsfammlung bis auf Weiteres dortfelbß stehen bleiben könne, zurückgezogen worden. Mit dem Aus« räumen der Alterthumsgegenstände ist bereits der Anfang gemacht. Die Alterthümer werden wieder nach ihrem früheren Aufbewahrungsort in der Langgasse verbracht und daselbst für Alterlhumsfreunde zur Besichtigung zweckentsprechend ausgestellt. §§ Vom höhere« Vogelsberg, 21. October. Die schon längst projectirte Bahnlinie Lauterbach — Gedern scheint nunmehr in Angriff genommen zu werden. Nachdem schon mehrere Jahre an der Theilstrecke Lauterbach—Grebenhain vermessen worden, ist feit Ende September eine Abthellung des Eisen bahn-Regiments Nr. 2 aus Berlin in unserer Gegend um die Ausführung der Vorarbeiten für den Bau der Nebenbahn Gedern—Grebenhain im Bereich der Eisenbahndirection Frankfurt a. M. vorzunehmen. Das Vorcommando des Regiments besteht aus einem Hauptmann, drei Lieutenants, zwei Unteroffizieren und sechs Gemeinen und ist dnquartirt in Gedern, Oberseemen, Grebenhain und Bermuthshain. Diesem Vorcommando ist das eigentliche Commando gefolgt, welches aus drei Hauptleuten, sechs Lieutenants, fünf Unteroffizieren und 27 Gemeinen besteht, die in Gedern, Ober- feemen, Volkartshain, Bermuthshain und Grebenhain Quartier bezogen. Die Vorarbeiten sollen bis Ende dieses Monats beendigt sein. tzoherodökopf, 20. Oetober. Reiche Jagdbeute. Eine Jagdgesellschaft kehrte heute Nachmittag, von der Jagd aus dem Oberwald kommend, zu einer Erfrischung hier ein. Dieselbe bestand aus 13 Schützen mit 7 Hunden und zwölf Treibern. Das erlegte Wild bestand in einer — Schnepfe. Waidmannshell! Aus der Lett für die Lett. Vor 37 Jahren, am 25. October 1861, starb zu Berlin Friedrich Karl von Savigny, ein hervorragender Lehrer des römischen Rechts. Er gilt als Führer der „historischen" Schule der Rechtsgelehrten. Seine Bücher- fammlung ist ein eigener Bestandtheil der Königlichen Bibliothek zu Berlin geworden. Savigny wurde am 21. Februar 1779 zu Frankfurt a. M. geboren. Max Halbes „Mutter Erde". Von Dr. M. Schilling. Unter den modernen Dramatikern nimmt Max Halbe zweifelsohne einen hervorragenden Platz ein. Zwar ist es ihm nicht gelungen, den Erfolg der „Jugend", die ihn mit einem Schlag in die allererste Reihe rückte, wieder zu erringen; aber nichtsdestoweniger haben auch feine späteren Werke durch ihre feine psychologische Kunst unb ben tiefen Stimmungsgehalt nachhaltige Wirkung hinterlassen, ©übermann! bühnen- fichere Hand, bte kühn auf ben Effect hinsteuert, fehlt ihm; aber bat, wa! ihm an bramotischer Schlagkraft abgeht, weiß er burch ausgezeichnete Milieuschilderung zu ersetzen. In „Mutter Erde" hat fich Halbe offenkundig an Gerhart Hauptmann! „Einsame Menschen" angelehnt. Dott strebte Johannes Bockerat aus den engen Grenzen seiner Ehr heraus: Frau Käthe, sein liebe! Hausmütterchen, kann ihm nicht fürder genügen, nachdem er die Bekanntschaft ber ihm geistig ebenbürtigen Studentin Anna Mahr gemacht hat. Bei Halbe ist dal Berhältniß umgekehrt. Sein Held, Pool Warkentin, hat fich mit ber Pioftssorentochter Hella Bernharth verbunden, ohne daß er an ihrer Seite feine Befriedigung gefunden hätte. Nach zehn Jahren, al! er zum Begräbniß drS Vaters nach Haufe znrückkehrt, findet er feine Jugend« geliebte Antoinette wieder, er hat fein LedenSglück verscherzt, er ist am Glück vorbeigegangen wie der Blinde an der Pforte, oder vielmehr er hat e! in Jngendthorheit in den Wind geschlagen. Toinette war ihm vom Vater bestimmt worden; ow Weihnachtsabend sollte er fich mit ihr, der Gespielin feinet Kindheit, verloben. Jedoch er wollte damals in seinem Eigen« sinne nicht, höher hinan! wollte er, den bereits eine emon« cipirte Frau in ihre Netze gezogen hatte. Das führte au® -y Md/ ,ö®.6 ,1111 w MMN veu jiottel von uqq| ton du 7-itthrvi 6a Idnt Jug ft hat fich 1 * de« erst, all fl Sie kommen all Pall! zu zusammen is ff- nut noch j,u wissen w Sott um R Sr btiioaU/ n cntaortit fi Mich M wieber zuiam die sie seffelo * ste sm Nach du Weit gefeit unb gäbt ist xobernen 8er tridjt dir la talbuarüg V ihre Losung. Mit ihr um ihn vich fir ab: „D langsam A Ärast, mtl Schönheit, Deiner mu den letzten Mann und Hohen. S tooUtn fie siernhtlltn ben See, s Diese envristn, ba iul blt Lha Wt ist hm Hanl bti)a hattet. ^Erinnern« Scharr nr Mannweib, mir ihrem Unb bann sstanenchar Ibsens Ros Muß, bi. W aber t Hat bttltty m ' wild, auf di ff wie **k $a &•*< tu di Ä aalt*' blx t und rv Z- 1.21. öctobtt. Dir fii erbach-Trdem fte tu werden. Nachdem fe Lauterbach—GredKj» September eine ÜMby li Berlin in unserer Se-ad en für den Bau-er feder' -reich der EiseMadireM Das VmMLndo M luptmann, drei üituUnanii meinen und ist tinquartit i^/n unb SermNhsbaiL ntllfy Gommanbogtfoty, Lieutenants, fünf Unter' t. die in Wem. übe , M Girden^M Qua^e W Ende Wes Motu Reiche Zagdbenk Rachmittag, von der Zq> , einer ErftMg hier • n mit 7 Hunden und land in einer - |r -ie Sw* 6a»i««S wu,bl geboren. ___ utter Erde' 4UU"e' . ß«: 'C-' tu H1J; (tc it11 6,1 "?UB miebt» •” ctt'°,n °°d M«_XnulMi* jillem"«1” ’S» / N .£?■** e «•'S-'i i-*1 )allt ■fptffc 8lii® »«It Älter *■*1*6; : ito,i in H*- * * stt rrv^L ‘•fäÄ P" i S?^*Ä Wmttatn btfltrci, verschwindet auch bi Tembe.Auchlluug b, ' bis jetzt noch . ÖU* einn veröffenttichlL lt* bei Borstandei k den Gemeinderalh, fe M daß das Siuernbu 15 auf Weiteres bortfdü worden. M dem z« 5 ist bereits der Ans-, vieder nach ihrem frühe? - fie verbracht und daseit j Mtz zweckentsprechend e Bruch mit dem Vater. Er aber ging wieder nach Berlin, ^eirarhere Hella, gab mit ihr gemeinschaftlich eine Frauen- vlmng heran» unb fand so sein Auskommen. Unb Toivette, „bk kleine, bumme Person", bte In Ihre« Hoffnungen be» erogene, bte schnöbe vrrlaffrne, verschenkte sich bald daraus an einen verhaßten Mann, btn Gutsbesitzer Laskowski. So weit bte Vorgeschichte. Die Handlung setzt mit dem Tode von Pauls Vater rin. Er eilt an die Bahre de» Vater», um ihm dir letzte Ehre zu erweisen. Nur widerwillig folgt ihm Hella, dir ja keinerlei Bande mit dem verstorbenen verknüpften. In ihrer Gesellschaft befindet sich ein Trottel von einem Polen, der ihr bei Erledigung ihrer Korrespondenzen behülflich zu sein pflegt. Zu Hanse wird Paul von der guten, alten Tante Klärchen empfangen. Al» er mit ihr vertraulich plaudert, da erwacht die Qhtaaerung an leine Jugend wieder in ihm, da regt sich da» Heimath»- gefühl. Boll Staunen hört er, wa» au» lotnette geworden: fie hat sich dem „kaflubtschen Spitzbuben" an den Hal» geworfen, dem Gauner La»kow»ki. Aber wie entsetzt ist Paul erst, al» er fie an der Seite diese» Manne» wiederfindet. Sie kommen, um ihm ihre Condolenzvifite abznftatten. Unb als Paul zum ersten Male mit bet einstigen Geliebten wieber z.lammen ist, ersähet er schaubernb aus ihrem Munde, daß fic nur noch einen Wunsch gekannt habe, ihn so unglücklich ah wissen wie fie selbst es geworden, baß sie ans den Rnteen Gott um Rache angefleht habe. Er muß gestehen, daß er viel dnrchgemacht, bah er elenb betrogen- und al» er fie nun fragt, ob fie zufrieden sei, ontwartet fie an» tiefster Brust: ja! Sie find Beide unglücklich geworden. Doch da» Unglück schmiedet fie auch wieder gulammen. Sie wollen Beide die Retten abschütteln, die fie fesseln, und sich in Zukunft gehören. Ihre Kindheit wollen fie suchen, draußen im Schnee. Nach dem Leichenschmau», der mit alle« Pomp unb aller Rohheit gefeiert wird, wie die» dort auf den Gut»höfen gäng unb gäbe ist und den der Dichter mit der ganzen Kunst de» modernen Beri»mu» geschildert hat — nach dem Leichenschmau» bricht die lang znrückgehaltene Liebe Paul» und Toinetten» vulkinartig los. „Glück und Tod zusammen", heißt fortan ihre Losung. Alle Ueberredungsknnst Hella» ist fruchtlos, fie bietet ihre dämonische Macht auf, um Paul zu halten, um ihn nicht au» ihrem Bann zu lasten, höhnend weist er fie ab: „Meinst Du, ich soll Dir noch danken, daß Du mir langsam Alle» heran»gesogen hast, meinen Willen, «eine Kraft, mein beste» Talent, all den Glauben an Liebe, an Schönheit, den Du mit systematisch ausgetrieben hast mit Deiner vermaledeiten Gleichmacherei!" Da spielt die Gegnerin hatt eränHte, 22 Oct. Frachtpreise. Weizen JL17,00-00,00, Korn •* 15,00—00,00, Gerste X 15,00 -00,00, Hafers 13,00-14,00, Erbsen X 00,00—00,00, Linsen UK 00,00—00,00, Wicken X 00,00, Lein 00,00, Kartoffeln JL 7,00—0,00, Samen Jt 00,00—00,00. Neueste Nachrichten. Depeschen bet Bureau »Herold*. Berlin, 24. October. Dem „Kl. Jonrn." wird au» Part» telegraphirt: Die Stimmung gegen England tst gesährltch erbittert. Selbst die Soclalfften erklären, daß etn Nachgeben Frankreich» unmöglich sei und Empörungen Hervorrufen müßte. Eine große Kundgebung zu Ehren Marchand» tst geplant. Berltu, 24. Oktober. Au» So»now! ce wird gemeldet, daß daselbst da» im Bau begriffene Hau» de» Kauf« manne» Königsfeld, welche» seiner Vollendung entgegenging, zusammenstürzte. Unter den Trümmern find acht Maurer begraben, von denen fünf verheirathet find. Die verunglückten lebend zu Tage zu fördern, tst ganz au»« geschloffen. Außerdem find vier Maurer leben»gefährltch verletzt. Wien 24. October. Die Körper-Temperatur der beiden Wärterinnen sowie ihr Gesammtbesinden ist ein verhältniß- mäßig zufriedenstellende». Die bi» jetzt ziemlich erregt gewesene Bevölkerung hat sich etwa» beruhigt, da sämmtliche im Franz- Josef-Spital befindlichen Kranken und die zur Beobachtung eingelieferten Personen sich verhältnißmäßig wohl befinden. Unter den größten Borsichtsmaßregeln wurde die Leiche de» vr. Müller in einen doppelten Sarg gelegt. Heute früh um 6 Uhr erfolgte die Beisetzung, welcher nur wenig Personen in bestimmter Entfernung beiwohnen dursten. Der Mutier de» Dr. Müller, welche gestern Abend hier eingetroffen war, wurde nicht erlaubt, ihren Cohn zu sehen. Gerüchtweise verlautet, e» feien zwei mit Bazillen insicirte Ratten au» ihrem Käfig verschwunden. Alle Assistenten und Aerzte brr Klinik de» Professor Nothnagel, die mit dem verflorbiN« Diener Barisch nicht in Berührung gekommen sind, wurde» beurlaubt und werden vorläufig im Krankenhause nicht erscheinen. Die chirurgische, interne und Augen-Klinik de» Allgemeinen Krankenhause» bleiben gesperrt. Solche Kranke werden im Spital der Barmherzigen Brüder ausgenommen. Sämmtliche Bersuch»thiere wurden getödtet und verbrannt, tBten, 24 Oc ober. In dem Befinden der Wärterin Pecha tst bisher keine Äenbcrung eingetreten. Die Übrige» im Spital befindlichen Personen befinden sich wohl. Prag, 24. Oktober. Am Graben wurden gestern Mittag drei deutsche Couleur-Student en von streitsüchtigen tschechischen Burschen umzingelt, in unfläthiger Weise beschimpft unb mit Knüppeln aogesallen. Griner ber Studenten trug Verletzungen davon. Die Polizei verhaftete die Angreifer. In den Hauptstraßen fanden Abend» Ansammlungen statt. Eine große Anzahl von Sicherheitbeamten war aufgeboten. Prag, 24. Oktober. Im Rathhause fand eine stark besuchte Versammlung statt, deren Vorsitz der Bürgermeister Lueger führte. In derselben wurde beschlossen, die sofortige Errichtung einer tschechischen Universität in Mähren zu verlangen. Bodenbach, 24. Oktober. In der hiesigen Ga»anstalt wurden durch an»strömende Gase zwei Arbeiter getödtet, einer liegt krank darnieder. Budapest, 24. Oktober. Der Dtak-Schacht im Hupyada- Comitat steht in Flammen. Monte Carlo, 24. Oktober. Der russische Staat»rath Fürst Pilow»ki wurde in ber vorletzten Nacht im Grand Hotel beraubt und verwundet. Verona, 24. Oktober. Da» in Reparatur befindliche Dach der Kirche tn der Vorstadt Santa Luzzia stürzte ein. Dabei sanden fünf Arbeiter den Tod, 16 wurde» verwundet. Pari», 24. Ocober. Da» Vorhaben de» früheren KliegSmintster» Cavaignac, die Kammer zu Verlässen und dem Cassation»hose da» Reviston»versahren im Drehsurprozeß zu entreißen, wird tn radikalen und gemäßigten Kreisen al» vollständig au»sicht»lo» bezeichnet, da ein solcher versuch absolut rechtswidrig wäre. Pari», 24. Oktober. Die alarmlrenbeu Gerüchte, welche feit einigen Tagen über die in einzelnen Häfen erfolgten Rüstungen courfiren, erklärt der Marineminister al» vollständig unbegründet. Er sagt, daß die Beziehungen zwischen Frankreich und England ganz gute seien. Paris, 24. Oktober. Gleichzeitig mit dem Gelbbuch über die Faschodafrage ist etn zweite» Gelbbuch erschienen, in welchem die Kretafrage behandelt wird. Dasselbe enthält nicht weniger al» 195 diplomatische Schriftstücke bezüglich der Räumung Kreta». Pari», 24. Oktober. Da» Gelbbuch über bl» Faschoda-Frage wurde gestern Abend an die Parlament»- mttgüeber vertheilt. Man glaubt, daß dasselbe die Situation Brisson» der Kammer gegenüber ganz bedeutend stärken wirb. London, 24. Oktober. Die heutigen Morgenblätter commtntlren bereit» das französische Gelbbuch. „Daily Chronicle" sagt: Wir können nur daran festhalten, daß, wenn Lord Salisbury und DelcaflL auf ihren Vorschlägen bestehen, die einzige Lösung der Krieg sein wird. Wir glauben aber kaum, daß e» dahin kommen dürfte. Die Frage tst nicht ernst genug, um eine solche Lösung zu bringen. Frankreich und England sind nicht gewillt, deßhalb auch nur einen Soldaten zu verlieren. Tollten jedoch alle Mittel zu einer friedlichen Lösung erschöpft sein, so würde die Reihe an den Säbel kommen. Madrid, 24. Oktober, viel Aussehen erregt in hiesig« militärischen Kreisen die Thatsache, daß die Königin-Regentin die Amtsentlassung d es Statthalter» von Cadiz angeordnet hat. Diese Maßregel gilt al» ein Bewei» dasür, daß die von dem halbamtlichen Blatt „Nazional" gegen d« Statthalter erhobenen Beschuldigungen den Thatsacheu entsprech«. — Empfehlenswerte Werke für die HausbibliotheL = Meyers Konversations-Lexikon. rupfte, pdmZi«?. n«artxiZ.t. und khmAfü Auflage Mehr eie 130,000 Artikel a*4 Verweisungen mit anfetkhr 10,000 AbbUdan Text. 21 Tafeln in Farbendruck, Knpfenttch und H<.LzsehnMI end 11 Fakaüalle - Beila Verlag 5er Vrühl fchen Univrrsitfit4-Buch- und Steinbruderet (Pietsch (Erben) in Gießen. Die Heutige Yummer umfaßt 10 Seiten. Oesterr. dto. Americ. Submission auf Kiesern-Kan- und Grubeahoh Die Gemeinde Lnmda (Poft Grünberg, Hessen) beabsichtigt submissionsweise zu vergeben: 1. Kiefern-Bauholz, ca. 100 fm., 2. Kiefern-Grubenholz, ca. 230 fm. Die Gebote find schriftlich und verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, bis spätestens Dienstag den 1. November d. I., Vormittags 9’/? Uhr, auf dem Büreau der Bürgermeisterei Lumda abzugeben. Die Eröffnung wird daselbst an dem gleichen Tage, Vormittags 10 Uhr, vorgenommen. Die Bedingungen können auf der Bürgermeisterei Lumda eingesehen werden. Nähere Auskunft ertheilt Forstwart Zimmer zu Lumda. Lumda, den 22. October 1898. Großh. Bürgermeisterei Lumda. Schultheiß. 10577 vmt hckm. wnden yMi sondern dem! Daß der polt jetzt sehr weit und er dürft, fantinopel m Er ist Wilhelms II. jtoe Vermint Melonen im ftfltynb ange jj1 Orient burd ^e tre ^Christen M Matismus ihr1 NMgWg« AM gesehen h y den Wünsch unb zui Strickwolle (Marke M. & K.) in allen Farben und Qualitäten zu billigsten Preisen, 10558] Geräumige 5- bis 6-Zimmer- wohnung in freier Lage zum 1. Februar 1899 von zwei Damen zu miethen gesucht. Offerten erbeten an Frau Director Hofmann, Wiesenstraße 2. 0F* Auswahlsendungen nach Auswärts franco. **9S 000000000000000000 ao oooöocöaooaooaoü Geldsortenr Brief Geld 16.18 16.14 Franz. Banknoten 20 Franken-St. Enal. Sovereigns Dollars in Gold Procent 4% Oesterr. Silberrente 4 Ung. 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