>un9 N jf währt. lvzeigers. Jp) mit btt Natt Don «folgt feinet «tag unb eb« Seite bin leit. e” excl. tzeM. 1.25. » ttatil trab paaren bis gegen Ende e ich die Preise 9305 Itjt 18. i.fiita fe, Treppen- 'emevttöhren 8996 /omp. tfijiltl' m»örJwn«8. 86137. Grad zu «rar. 6..«rlid * W im-abgabe. t rbttuch. K-Me b ammkamchm Arlbitinettr b Rad)tl6itn- il9tw®l<6«d. »««18»«' Ille । Astchm 9209 nn t, stHttgL. -nie" anz-Sta^ 'Siß ch'< —t Nr. 225 Drittes Blatt.Sonntag den 25 September 1808 Meßmer Anzeiger General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für bat Ureis (Sieben Bri Postbrzug 2 Mark 50 Pjg. virrtrljährlich. SSnufltprri» vicrtdjäbrhd) monatlich 75 Psg. mit Lringerlohn. Innahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- Sonn. 10 Uhr. Alle Anzeigen-Bermitllung-stellen de- In» und «u-landes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Grschetal Ugfid) mit Au-nahme de- Monlag-. Die Gießener M««ikie»ölLtter »erden dem Anzeiger Wöchentlich viermal beigelegt. Redaction, Expedition und Druckerei: Kchntßratze Ar. 7. Gratisbeilage: Gießener Fanlilienblätter. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hießen. Fernsprecher Nr. 51. Zur Eröffnung der Ersten Darmstädter Knust- und Kunftgewerbe-Ausstelluug. Am vormittag bei 20. September betraten der Großherzog, Prinz Wilhelm, Graf nnb Gräfin zu Erbach-Schönberg, Graf Abalbert zu Erbach Fürstenau nnb Graf Elias |u Erbach-Fürstenau mit Gefolge burch bas festlich geschmückte Portal bte Kansthalle, bte burch Flaggenschwuck, bte färben- glühenbe Ausmalung brr Attika, welche von ben Herren W lh. Bader nnb PH. O. Schäfer herrührt, unb die ver- golbnng bei Gitters ein außergewöhnliches Ereigniß an- zeigte: die Erste Darmstäbter Kunst-Ausstellung »ar eröffnet. Im Hauptiaale richtete ber Vorsitzende bet „Freien Vereinigung Darmstädter Künstler", Herr Wilhelm Bader, an Se. Kgl. Hoheit eine kurze Ansprache, in welcher er die Gefühle del Dankes ber Künstlerschaft für Uedernahme bei Protektorates von Seiten bei LanbeSherrn tu herzlicher Weise zum Auldruck brachte. — Sodann erfolgte ein etwa ein- stündiger Rundgang burch bte fämmtlicheu Räume ber Kunsthalle. Der Großherzog sprach in wärmster Weise über beibe Abtheilungen lebhafteste Anerkennung aus, nnb auch bal dtstiuguine Publikum, welches sich zur Eröffnunglfeter ein- gefunben hatte, war sichtlich überrascht von bet Fülle nnb künstlerischen Gediegenheit bei Gebotenen; n. A. waren auch bie Spitzen ber Hof-, Staatl- und städtischen Behörden anwesend. Der große Hanptsaal enthält die Gemälde-Ausstellung der neugegrünbeten „Freien Vereinigung", sowie ber von dieser Künstlergruppe geladenen Maler. Gerade dem Eingänge gegenüber feffelte uns bal temperamentvolle Eoloffal- gemälbe „Eentanren-Kawpf" von Ph. O. Schäfer, welcher auch dal Placat der Ausstellung entworfen unb bas Treppenhaus mit einem Eyclus von Entwürfen für becorative Malereien geschmückt hat. Ganz reizende Arbeiten finb bte Aquarelle Wilh. Baders nnb bte kleinen Oelgemälbe von Melchior Kern. Adolf Bchrr zeigt sich sowohl all Porträtist wie all Zeichner von gleich soltber Durchbildung, und sein großes becoratioeS Gemälde „Blühende goldene Zeit" verleiht de« ganzen Saale eine festliche, fröhliche Stimmung. Wir sehen ferner sieben äußerst subtil und fleißig durch- gearbeitete Oelgemälde von Richard Hölscher und eine Serie stimmungsvoller Landschaften vou Paul R ppert. Ganz entzückend find die kleinen Bronceu des Bildhauers Ludwig Habich, die zum Allerbesten gehören, was auf diesem bisher Feuilleton. Jlnter der Sonne Palästinas. Eindrücke und Erinnerungen. Von Karl Böttcher. (Nachdruck verboten.) IX. Auf dem Libanon. „Ihr Name, mein Herr?" Ich reiche eine« dicken, rothbefezteu, hochgestiefelteu Polizisten meine Karte. „Danke.!" Man wird seitens der lieben Polizei nach „Nam' und Art" beinahe caput gefragt im schönen Syrerlaud. Nachdem der Dicke einen buchstabtrenden, au die Unbeholfenheit eines A-B E Schützen erinnernden Blick auf die Sitte geworfen, wobei ich stark bezweifle, daß er lesen kann, steckt er fie zu den übrigen. . . . Und wieder steige ich im Zauber der GebirgSwelt des L banon herum, dieser reichen Schatzkammer wundersamer Naturschönheiteu. Hier zieren Weingärten und Olivenhaine üppige Thäler- dort streben steile Felsschrofeu empor, geschmückt mit im- posauten Tempelruinen; drüben zwängen sich utederdouuernde Wafferfälle durch tiefe Schluchten, und tu der Ferne glitzern schueegekröute Berggipfel, deren kühngeschwungene Linien sich scharf abheben vom tiefblauen Himmel, glitzern hinaus auf leuchtende Golfe nnb azurne Meeresweiteu. . . . Ha, bas ist bte Herrlichkeit ber Schweiz — aber wild- anumthiger, künstlerischer unb ausgestattet mir der üppigen Vegetation bei Orient«! Juchhei, wie herzerfrischeob, so in ber Heimath bei I Deines unb ber Tebern übet Berg unb Thal zu ziehen, in solch lebensvoller, von balsamischer Luft durchhauchten SebirgS- | noch wenig cultiöirten Gebiete in Deutschland hervorgebracht wurde. Sehr charakteristisch unb von feiner Gesammtwtrkong ist auch bte Büste bei Großherzogl, von bemselden Künstler in Marmor aulgeführt, sowie bet „Narziß", bitect nach bet Natur in Kalkstein gehauen. Eduarb Selzam hat an! Utting am Ammersee, wo et sich seit Jahren niebetgelaffen, neben einen großen Genre „Harfenspielerin" brei vorzügliche Walb Jaterieurl und ein prächtigel „Hanbeporträt") gesaubt, Meister Lnbwig v. Löfftz ein Pastell („Marathon" unb eine virtuose Zeichnung, Lnbwig v. Hofmann nicht weniger all vier seiner poefievollen Werke, bte ben Namen dieses Künstlers bei den Kunstfreunden der ganzen Welt bekannt gemacht haben. Bon Eugen Bracht bemerken wir ebenfalls eine seiner berühmten Stimmung«' landschaften unb von dem jungen Münchener Bildhauer Th. v. Gosen drei hübsche kleine Arbeiten. Die Eowwiffion hat es auch nicht unterlaßen, in pietätvoller Weise durch fünf nachgelassene Werke an ben großen Künstler zu erinnern, auf besten äußerlich zwar so bescheibene, innerlich aber um so mächtigere Anregung ber ganze Aufschwung unseres Kunst- lebens, ber tiefe schöne Ausstellung zur Folge hatte, zurück- zuführen ist: an Heinz Heim. Die Äbtheiluug für angetoanbte Kunst unb moberne Zimmer-Ausstattnng ist unter ber Oberleitung beS verdienstvollen Herausgebers der „Zeitschrift für Innendekoration", Herrn Alexander Koch, zusammengestellt worden. Man gewinnt hier in der That einen höchst lehrreichen Urberblick über bte moberne Bewegung im Suustgewerbe, bet um so wetthvoller erscheint, all es hier zum ersten Male gelungen ist, wirkliche Z mmer modernen Eharacters einheitlich auszugestalten. Wundervoll ist gleich bal erste Gemach neben de« Hauptsaale: Möbel von W. Michael in München, Tapete nnb Teppich von Professor Eckmann in Berlin, bann im folgenbeo Saale, bie wahrhaft berückenben Srzeugn sse bei iw französischen Kunftgewerbe als epochemachender Führer geltenben Emile Gallü io Ranch. Er enthält Möbel mit Holzeiolageu von eigenartiger Schönheit nnb eine Sammlung ber weit- berühmten GlaS-vasen GaüLs, barunter Meisterwerke vou höchstem Werthe. Diese Ausstellung Galläs ist 'bie reich- haltigste, welche tiefet Künstler jemals tn Deutschland veranstaltet hat, unb repräfentirt einen großen materiellen Werth. Auf ber anbern Seite bei Mittelsoales befindet sich ein als Herrenzimmer entwickelter Raum, in welchem bte Beröffent- Hebungen bei Kunst-Berlages von Alexander Koch zum Studium ac fliegen, und ein zweites, „urgemüthlichel" Zimmer mit Möbeln vou H. E. v. Berlepsch. Im Parterre find drei frische nichts zu spüren von dem todtmüden Verfall, ber tiefes Traurigkeit, dem großen Dahinsterben des benachbarten Palästina I Und das Allerschöoste: man trifft hier keine Bergfexe, etwa Berliner Salomhroler, großschnauzig renomwirend unb unbändig biervertilgenb, welche plattfüßigen Enthufiasmus oblaben nnb mit ihre« gigerlhaften Sebirgscostüm jeden Augenblick geeignet wären, in einer Operette aufzutreten und einen schwindsüchtigen Jodler tn bie Luft zn krähen. Wie ich mich mehr unb mehr vertiefe in bas wilbe Gebtrgslanb, diel herrliche Heldenepos ber Natur voll an- heimeluber Schrecklichkeit, wie ich aufjubeln möchte in solch wuobersamer Pracht — »lebet hat wich ein Polizist ergattert . . . „Ihr Name, «ein Herr?" Ich reiche einem spindeldürren, rothbefezten, hoch- gestiefelten Polizisten meine Karte. „Danke!" Jetzt treibe ich «ich im Städtchen Mnallaka herum. Ja dem kleinen Bazar des alten, zwischen Teppichen zusammen- gekauerten Ali beobachte ich, wie Reisende allerhand Gobelins kaufen, in welche man fromme Koraosprüche tn schwungvollen arabischen Schriftzügen einstickte. Ein befreundeter Araber erklärte mir, daß viele solcher Gobelins mit ben golbenen Schnörkeln nur für bie Fremden zurechtgestntzt find, daß dabei von gewiffeu Spaßvögeln bunter Blödsinn zusammen- phautafirt wird, der mit der Weihe des Korans nichts zu thun hat. Als Beweis «acht er mich auf einige kräftige Proben aufmerksam: „Trink, bis du am Boden liegst, du Kamee!!" heißt es hier . . . „Wer kein Geld hat, ist stets ein Lump!" flimmert es dort . . . „Das Beste ans ber Welt finb doch die Weiber!" liest man weiterhin. Ein englischer Lorb hat kürzlich mehrere solcher Gobelins Räume burch eingezogene Wände gebildet, bereu hinterster, eine von Schiele in Frankfurt a. M. eingerichtete Muster- Küche, bas Entzücken unserer Damen bilbet. Die betbeu anbern Räume enthalten künstlerische Ceberarbeiten vou Georg Hulbe in Hamburg, Beleuchtungskörper von Paul Stotz, Glasfenster von Engelbrecht, Kunstgewebe ber Schule von Scherrebek nach Eckmann n. f. w. Die becorativen Malereien bes vestibnlums finb von Hoftheatermaler Kempin, bie der Lünetten im PorticuS von Melchior Kern, bte außer- orbevtlich geschmackvollen Blumenarrangements vou ber Hof- gänuerei nnb vou ber Firma H. Henkel, bte oft recht schwierigen modernen Weißbinder- unb Plafonbarbeiten haben bte Gebr. Weder bahier tn ausgezeichneter Weise ausgeführt. Bon glanzvoller Wirkung ist auch bas Glasfenster von Endner- Darmstadt im Gallo Saale. Süwmtliche Kunstverglasungen finb in amerikanischem Opalescent-Glas ansgeführt, also nicht gemalt. Unmöglich ist es, in bleiern Berichte auch vur anfzuführen, was tu ben einzelnen Gemächern an Kupfer- unb Zinngefäßen, Keramik, Gläsern, Schmiebeeisen, Beleuchtungskörpern, Webereien, Tapeten n. s. w. vertheilt ist. Wir stehen nicht an, auf Grund einer großen Erfahrung im deutschen Sunst-AuSstellungSwesen zu bekennen, baß tieft Ab- thellung ein so klares Bild vom gegenwärtigen Stande bei neuzeitlichen deutschen Kunftgewerbel giebt, wie es in Berlin noch nie, in München kaum erreicht wurde, unb wenn man habet beachtet, baß ber Saal ber „Bereinigung" als Ganzel ungefähr ben Einbrnck eines gutgehängten Saales ber Münchener „Secession" macht, so wirb man unseren Künstlern, wie auch Herrn Alexanber Koch nur bte größte Hochachtung entgegenbringen können. Dank gebührt auch der Großh. Staatsregierung, der Stadtverwaltung und dem Heff. Kunst« verein für bie Förbernng, welche fie btefem bebentungsvollen Unternehmen tn jeber Hinficht zu Thetl werben ließen. Möge nun auch bal Darmstädter Publikum an feinem Theile dazu beitragen, daß diese „Erste Aulstellung" nicht die Einzige bleibt! Darmst. Tagbl. Deutsche» Reich. Berlin, 23. September. Wie bte „Norbb. «llg. Zig." hört, hat fich Reichskanzler Fürst Hohenlohe, ber gestern Auffee verlassen hat, zu kurzem Aufenthalt nach Baben Baben begeben, von wo er Ende nächster Woche voraussichtlich mleber tu Berlin eintreff en wirb. Berlin, 23. Post. Der „Post" zufolge war heute Mittag auf bem Auswärtigen Amt unb auf ber hiesigen chinesischen Botschaft noch keine Bestätigung dcS aus Shanghai gemeldeten I gekauft. Ich vergegenwärtige mir, wie Mhlorb, ber ahnungslose, baheim, voll leuchtenber Erinnerungen an feine Orient- fahrt, im pompös ausgestatteten Zimmer fitzt, mit lieben Frennben Wein kneipenb, während von der Wand tn großen Schnörkeln arabische Sinnfprüche herabglänzen In die Festfreude, von denen einer in entsprechender deutscher Orthographie lautet: „Arbeit jiebtS hir nachmittags von drei biß fier, ihr Baulpelze l" Wie ich mich so freue Über bte malerischen Gruppen ber Verkäufer, bte «Ich mit Ihrem relzenbsten Lächeln unb einem Hagelschauer von Redensarten zum Kaufen einlaben, freue Über baß aufgeregte Feilschen — — „Ihr Name, mein Herr?" Ich reiche einem krummbeinigen, rothbefezten, hoch- gestiefelten Polizisten meine Karte. „Danke I* Halt — da trottet wieder eine Heerde Engländer die Standstraße dahin .... Immer, wo in der Welt gewaltige Ruinen ans längst verschollenen Zelten herüberdämmern, zumeist sind es die herbeiziehenden Söhne Albions, welche für die nöthlge Bewunderung sorgen. Solches Ruinenpnbllkum burchpilgert auch ben Libanon. Weber bie melancholische Wildheit der Berge mit den schwarzen Abgründen, noch die Eigenart der Bevölkerung, noch die farbenstrahlenden Landschaften — rein gar nichts ist für diese Leute vorhanden. Hier erglüht ihr Sehnen und Verlangen allein für das Trümmerfeld der Ruinen von Baalbeck. Sich einige Stunden tn den zerklüfteten Säulen- g8ngen bei Sonnentempels hernmtreibeu, habet mit der gleichgiltigsteu Miene vou ber Welt „wellt® . . . „all right!" . . . „oh yes!® heransnäselu nnb nach Erledigung dieses Rulnenpensums schnell wieder von bannen traben — ha, ein Vergnügen ist's! — Gerüchts vom Tod des Kaisers von China eiugelaufeu. Im Gegensatz hierzu steht eine dem „Local-Anzeiger" aus Loudon zugegaugeue Depesche, wonach der Kaiser von China nach Unterzeichnung deS EdtcteS, welches die Kaiserio-Mutter zur Regentin ernennt, ermordet wurde, Li Hung-Tschang wird offen angeklagt, den Mord veranlaßt zu haben. — M. P. C. Ebenso wie in Folge der Einführung deS Dingley-Tarif» der deutsche Import nach den Bereinigten Staaten von Nordamerika zurückgegangen ist, hat auch der der übrigen europäischen Länder eine nicht unbeträchtliche Verminderung erfahren. Die Einfuhr Deutschlands, die 1896/97 einen Werth von 111210 000 Dollars repräsentirte, hatte im verfloffenev, am 30. Juni d. I. vollendeten FiScaljahre nur noch einen Werth von 69 691000 Dollars, der englische fiel von 167 947 000 auf 109138000 Dollars, der österreichisch-ungarische von 8158 000 auf 4 716 000 Dollars, der französische von 67 530 000 auf 52 730 000 Dollars, der belgische von 14 082 000 auf 8 741000 Dollar», der Schweizer von 13 849 000 auf 11380000 Dollars. — M. P. 0. Wie auf dem letzter Tage in Trier statt- gefundenen Congreß des deutschen Weiubauvereios festgestellt wurde, entsprechen den Wünschen der deutschen Weinbau- Interessenten gewiffe Bestimmungen der mit Italien und Oesterreich Ungarn abgeschlossenen Handelsverträge insofern nicht, al» sie durch die billigen Sätze für Einfohr zerstampfter Trauben der Maffenproduction südlicher Länder unsere Thüren öffnen und den deutschen Rothweiubau in Folge der Legali- firung des Berschnitt» von Weißwein mit Rothwein schädigen. Dagegen vermißt unser Weiuhandel jede Erleichterung sür die AuSsuhr deutscher Weine, besonders bei dem sür die Erhaltung ihrer Eigenart nothweudigen Versand in Flaschen. — M. P. C. Man schreibt unS au» Hamburg: Die Ankündigung des Kaisers, daß die Vorlage zum Schutz Arbeitswilliger gegenüber Gewaltthätigkeiten, die von Strike- führern gegen fie versucht werden, auch Zuchthausstrafe vorsehe, hat viele Kreise in Deutschland im ersten Augenblick überrascht. Wer fich aber vergegenwärtigt, mit welchen Mitteln die Strikeführer bisweilen gegen die Arbeitswilligen Vorgehen, wird zugeben müffen, daß gewaltsame Nöihigung zum Striken zur Anwendung der schärfsten Gegenmaßregeln geradezu herausfordert. In Hamburg würde mau eine Vorlage nur begrüßen, welche im Sinne der Kaiserlichen Ankündigung ausgestaltet wäre. Sfastottfro Kreta. Zur kretischen Frage schreibt die „Köln. Ztg.": Zu dem Rundschreiben des Admirals und Kriegsministers Canevaro über die Regelung der kretischen Fragen, das jüngst an alle Großmächte, also auch an Deutschland und Oesterreich-Ungarn, ergangen ist und dem gegenüber wir unsere Stellung bereits eingehend beleuchtet haben, sührt der „Temps" folgendes aus: „Dieser Plan verdient nicht nur mit Sorgfalt geprüft, sondern sogar auf's schnellste ausgeführt zu werden. Man darf fich jedoch nicht die Hindernisse verheimlichen, die ungeheuer sind. Angenommen, daß Canevaros Vorschlag ohne Hinderniß verwirklicht werden kann, so muß man doch befürchten, daß er keine vollständige Lösung bringt. Es würde immer noch die schwierige, ja unlösbare Frage der muselmanischen Bevölkerung bleiben, die man hat veralten und sich verschlimmern lassen. Etliche schlagen vor, dieses widerspenstige Element in geschloffener Masse nach Kleinasien zu verpflanzen. Aber man vermag nicht einzusehen, wie dieser schöne Gedanke ausgeführt werden soll. Beinahe 100000 menschliche Wesen lassen sich nicht wegschaffen wie eine Heerde Thiere. Dann darf man auch nicht vergeffen, daß diese Kreter trotz ihres mohamedanischen Glaubens nichtsdestoweniger von derselben griechischen Rasse find wie ihre feindlichen Brüder, die Christen, und daß sie also in Anatolien zwischen volksfremde Stämme verpflanzt würden. Man müßte ferner, da von einer Beraubung keine Rede sein kann, eine Art Landtausch vornehmen, eine Maßregel, die unendlich schwierig sein würde, selbst wenn es sich nur darum handelte, überall gleichwertigen Ersatz zu schaffen, jedenfalls aber bei dem Zustande der türkischen Finanzen unüberwindliche Schwierigkeiten bieten würde. All das er- muthigt die besten Absichten von der Welt nicht. Doch es ist noch nicht Alles. Trotz des Anerbietens, ihre Oberhoheit anzuerkennen, spricht nichts dafür, daß die Pforte nachzugeben geneigt ist. Ihre letzten Rundschreiben sind gerade keine Beweise von Fügsamkeit. Ihr Minister des Auswärtigen, Tewfik Pascha, mußte um zwei Uhr Morgens die Botschafter und Geschäftsführer der Großmächte aus dem Schlafe wecken und ihnen auf Befehl Abdul Hamids, dieses eingefleischten Nachtwandlers, eine Art ziemlich anmaßenden Ultimatums kundthun. Die letzte Mittheilung an den britischen Geschäftsträger Herrn v. Bunsen ist keineswegs in versöhnlicherem Tone abgefaßt. Es ist klar, daß der Sultan Grund zu haben glaubt, bis zu einem gewißen Punkte, wenn nicht auf die positive Mitwirkung, so doch auf die passive Haltung Deutschlands und Oesterreichs rechnen zu können. Kaiser Wilhelm rüstet sich, eine politisch-religiöse Pilgerfahrt nach Palästina zu unternehmen. Man hat unter großen Kosten einen besonderen, funkelnagelneuen Palast in den Gärten des Wdis-Kiosk für ihn erbaut. Seine ganze, Abdul Hamid schon so lange günstige Politik beruht zur Stunde auf der Freundschaft zu diesem Herrscher. (?) Unter diesen Umständen werden die vier Mächte ganz besondere Thatkraft aufwenden müffen, um den Widerstand zu brechen. Nichtsdestoweniger wird das die Cabinette von Paris, London, Petersburg und Rom nicht von dem Vorhaben eines gemeinsamen Schrittes abbringen. Alles ist besser, als der gegenwärtige Zustand. Man darf nicht außer Acht lassen, daß im Falle des Versagens der Viermächtepolitik sich eine neue Gefahr erhebt, die Gefahr des selbständigen Vorgehens Englands, das Allen, die es hören wollen, laut erklärt, daß es einen solchen Schimpf nicht hinnehmen kann, ohne scharfe Vergeltung zu üben." — Man sieht, der „Temps" malt das Gespenst des Länderhungers John Bulls an die Wand, um die andern betheilig- ten Mächte zu einheitlichem Eingreifen anzuspornen. Wir können, wie gesagt, diesem Schauspiel in Ruhe zuschauen und abwarten, ob es diesmal gelingt. Jm Uebrigen leuchten uns die Bemerkungen des Blattes im Allgemeinen sehr wohl ein, wenn wir auch nicht zugeben können, daß die ganze Politik Kaiser Wilhelms zur Stunde auf der Freundschaft zu dem Sultan beruht. Das hieße denn doch einen recht unbedeutenden Maßstab an diese Politik legen, die sich nicht nur auf den Orient beschränkt, sondern „zur Stunde" die ganze Welt umspannt. Auch scheint es uns, ganz abgesehen von den andern Schwierigkeiten, die das Blatt sehr gut darlegt, eine höchst unbillige Forderung, der Pforte die Entschädigungskosten aufzubürden für die zu verpflanzenden Muselmanen, die unseres Erachtens denn doch wohl nicht alle griechischer Abstammung sind. Das einzig Rechtliche wäre doch, daß die Christen, die sich nach Art der Räuber in den Besitz fremden Gutes gesetzt haben, dieses entweder herausgeben oder seinen Werth den Vertriebenen ersetzen. Wenn sie den Ersatz nicht auf einmal zu leisten im Stande sind, so könnten sie es ja allmählich thun. Aufgabe der Schutzmächte wäre es dann, den Vertriebenen ihre Forderungen vorzustrecken und die Zahlungen in Kreta in vorher bestimmter Ordnung einzu- treiben. Das wäre unseres Erachtens eine wirklich erlösende That. CocaUs tmb provinzreUss. Gießen, 24. September 1898. •• Eine Erleichterung in der Fahrrabbeförderrmg. Gegenüber den Klagen, daß seit Einführung der neuen Bestimmungen jede Hilfeleistung bei der Ber- und Entladung und bei der Beförderung der Räder zum und vom Bahnsteig von den Gepäckträgern und Arbeitern abgelehnt wird, find die Dienststellen angewiesen worden, soweit dienstliche Rücksichten nicht entgegenstehen, die Arbeiter zur Hilfeleistung anzuhalten. Bedient fich ein Reisender eines Gepäckträgers, so gilt hierbei der Gepäckträger-Tarif. Auf Bahnhöfen, in denen der Zu» und Abgang der Reisenden zum Bahnsteig unmittelbar durch die Wartezimmer erfolgen muß oder wo die sonstigen allgemeinen Zu- und Abgänge sehr beengt find, kann Radfahrern bei geeigneter Wahrung der Fahrkartencontrolle die Beförder • ung des Rade» auch durch den Gepäckraum oder durch andere Zugänge gestattet werden, falls nicht in einzelnen Fällen besondere örtliche Bedenken entgegenstehen. Die zeitweilige Aufbewahrung unverpackter Fahrräder, zumal auf Unterweg»- statioueu, ist unter Anwendung der für Handgepäck bestehenden Bestimmungen fernerhin zuzulaffeu. E» wird erwartet, daß bei der Durchführung der im Jutereffe de» Betriebes erforderlich gewordenen neuen Vorschriften da» thunlichste Entgegenkommen fetten» der Etseubahndienststrlleu bewiesen werden wird. Diese Neuerung in der Fahrradbrförderung werden gewiß alle Interessenten mit Freude begrüßen. Butzbach, 21. September. In der letzten Gemeiube- rath»fitzuug wurde auf Antrag de» Bürgermeister» Joutz der Ankauf der WirthschaftShalle auf dem Au»stellungSplatze be- schloffen, um tu derselben ein Bolk»bad zu errichten. In der Nähe befindet fich die elettrische Centrale. 4- Nidda, 23. September. Ein trauriger Uuglück»- fall ereignete fich heute an der Geißler'schen Neubaustelle nahe bei der hiefigen Station. Mehrere Arbeiter waren mit dem AuSgraben de» Kellers beschäftigt, al» Plötzlich eine Erd- maffe fich loslöste und auf den gerade darunter stehenden Arbeiter Karl Möbu» von Borsdorf niederfiel, sodaß derselbe schwer verletzt wurde und nach Hause gefahren werden mußte. Der BedauernSwerthe ist verheirathrt und hat mehrere Kinder. — Bei der gestrigen Versteigerung der Ernte unserer städttscheu Aepfel- und Zwetscheubäume find 646 M» gelöst worden. Lauterbach, 23. September. Bei der gestern dahier stattgefundeuenErgänzungSwahl d eS Gemeiuderath» machten 224 Stimmberechtigte von 648 von ihrem Stimmrecht Gebrauch. Gewählt wurden die Herren: Wilhelm Finger mit 216 Stimmen, Wilhelm Weißgerber mit 162 Stimmen, Joh. Scheer IV. mit 146 Stimmen (neu) und Heinrich Stöpler III. mit 108 Stimmen, fämmtlich auf neun Jahre. — Auf andere Personen fielen 264 Stimmen. — Gestern Nachmittag gegen 4 Uhr stürzte der Sohn de» ZimwermeisterS Rausch vou Stockhausen, welcher an dem Neubau der Freiherrlich Rtedesel'scheu Mälzerei au der Cent beschäftigt war, in einer Höhe von zwei Stockwerk in die Tiefe und erlitt außer schweren inneren Verletzungen einen Bluterguß in das Gehirn. Er wurde sofort in da» hiesige Krankenhau» verbracht. A«» der Kett für die Zeit. Vor 100 Jahren, am 25. September 1798, wurde zu Bergamo der italienische Operncomponist Gaetano Donizetti geboren. Leichtfertig in der ernsten Oper „Lucrezia Borgia" zeigt er in der komischen „Regimentstochter", „Liebestrank", „Don Pasqual" Character und Talent. Er lebte abwechselnd in Paris, Wien und Neapel und starb geisteskrank in seiner Vaterstadt am 8. April 1848. Vor 96 Jahren, am 26. September 1802, wurde der um die mathematische Wissenschaft hochverdiente österreichische Artillerieoffizier Oberstlieutenant Georg Freiherr v. Vega ermordet in der Donau aufgefunden. Bekannt sind seine „Logarithmentafeln", sowie sein „Logarithmisch-trigonometrisches Handbuch". Vega erblickte im Jahre 1756 zu Sagoritza das Licht der Welt. UniverfitSts - Nachrichten. Breslau. Der als Nachfolger des verstorbenen ProfefforS Ferdinand Cohn in Aussicht genommene ordentliche Professor der Botanik, Dr. O. Brefeld, von der Akademie zu Münster, hat den an ihn ergangenen Ruf angenommen. — Göttingen. Der Gymnasialprofeffor Dr. Ferdinand Fischer ist zum außerordentlichen Professor in der philosophischen Facultät der hiesigen Universität ernannt worden. Zwei Tage später ziehe ich fröhlich hinein in ein weltvergessene» Libanondorf. Brütende Schwüle. Kein Bogel- ruf erschallt. Lautlo» liegen Thäler und Höhen. Durch eine Versammlung hochaufstrebender Pinien, an welche fich eine lange Hecke verworrener Kakteen schließt, erreiche ich die niedrigen Lehwhäuser — immer bunt durcheinander eine» an» andere gebacken. Auf der engen Gasse halbnackte Kinderbrut in lärmender Fröhlichkeit. Mitten drin ein kräftiger Alter. Mtt seinem schneeweißen Bart und dem vor Gesundheit strotzenden Geficht steht er au» wie ein kleiner, wilder Beugel, der fich einen Bart von Watte auf die frischen Wangen klebte. Ja, man lebt gesund auf den Höhen de» Libanon! Aha, hier wird im Schatten einer träumerischen Lehmmauer, über welche grohblühender Goldregen fluihet, aber mitten im Staubgewölk der Straße, Butter gemacht — feine, schöne Libanoubutter. An einem Dreibein vou aueinauder gestellten Stangen baumelt an Stricken ein schlauchartig zu- fammengelegte», gegerbte» Schaffell. Dieser dunkle Behälter wmde mtt Milch gefüllt. Eine robuste Frau hat vor dem eigenartigen Gestell Platz genommen. O, die versteht durch die Vereinigung verschiedener Geschäslr ihre Zeit auSzunÜtzen! Eine Biene ist Nicht» gegen solchen Fleiß. Sie stillt ein Kind, ftngt gleichzeitig ein muntere» Liedchen und schüttelt mit der freien Hand den Butterschlauch. Ein keuchender Leierkasten, vou dem ich nicht recht weiß, wie er fich in diese Einsamkeit verirrte, stottert und wimmert vou fernher in die eigenartige Idylle die „Stretta" an» dem „Troubadour". In der Lehmbaracke nebenan kreischt heftige» Frauen- gezänk, wie in einer Schiff-cabiue 2. Claffe, wenn fie von sechs Frauen bewohnt wird und jede zuerst den einzigen Spiegel benutzen will. Mögen fie drauflo» zanken! — Später beobachte ich, wie fich zwei verliebte Herzen zu- sammenfiuden. Himmelanf über die Fel»grate schwingt fich ein Adler. Thalwärt», von einem höher gelegenen Dorf herab, steigt ein flotter Bursche, gleich dem Adler die Sonne suchend — ein hübsche» Mädchen, da» ihn wohl sehnsucht»voll erwartet. Jetzt fingt dieser Troubadour de» Libanon beim Hinabsteigen in weichen Molltönen ein melancholische» Liebeslied. Ich bekümmere mich um den Inhalt seiner Verse. Alle poetischen Wendungen und Bilder find dem Libanon entnommen : „--Nicht kalt ist dein Herz wie der Hermon. Bei Cedern will ich dich küssen, du thaufrischeS, feurige» Mädchen!" Ha, wenn dieser Assad seiner geliebten Hallun in Sicht kommt und ihm ihr süßeste» AmoretteolSchelu entgegenglänzt! Gegen Abend finde ich in einer Lehmhütte gastliche Aufnahme. Mir gegenüber der Große Hermon, fich mächtig er- hebend im funkelnden Schneetalar und herüberblitzend durch da» frische Laub der Orangenbäume. Hebet dem Gebirg». kämm riefige Wolkeuballeu, zerfetzt und zerrissen an allen Kauten, aber erfüllt mit rothgoldner Gluth . . . Später huschen Feuer- ströme die Schueefelder entlang- bann geht sanfte» Errötheu in tiefen Purpur über. Sonnenpracht weicht von schneeigen Gipfeln. Im Schatten der Dämmerung verwandeln fich die FelShöhen zu Geipensterzügeu ... Noch später steht der ganze Hermon in bleicher Gluth de» zauberhaften Vollmond». Fröhlich trete ich am iolgevden Morgen hinan» auf die Straße. „Ihr Name, mein Herr?" Ich reiche einem kleinen, rothbefezten, hochgestiefelten Polizisten meine Karte. „Danke!" — Oft im Lauf der Jahrhunderte wurden diese friedgewohnten Libanonthäler von wilden Kämpfen durchloht, — Kämpfen der Türken gegen die Christen. Dann hißte glühender Fanatt-muS feine bluttothe Fahne auf. Rasende Horden, KrtegSgeschrei, Metzeleien, Rauben, Sengen und Brennen erschütterten da» idyllische Bergland, und bald brütete die Sonne herab auf Tausende von todesstarren Gesichtern. Allmählich verlosch der türkische Halbmond. Das Kreuz erglänzte al» Siegeszeichen. Jetzt ist die Bevölkerung de» Libanon zumeist eine christliche. — Ein paar feierliche Stunden verbringe ich im Cedernhai« unweit des elenden Maronideudörfcheu» Aineta. Gegen vierhundert dieser altehrwürdigen Bäume find hier noch erhalten, die letzten Nachzügler an» jenen längstvergangeneo Zeiten, in welchen der Ruhm der Libauoncedern durch alle Laude schallte, in welchen man fie zu Prachtbauten verwandte in Tyru» und Sidon oder beim Tempelbau zu Jerusalem. Ach, süß ruht fich'» im Schatteu dieser bizarren Bäume mit dem wirren Wurzelgeflecht! Alle find schwerverwuudet: die Gipfel vom Sturm geknickt, weitstrebende Aeste gebrochen und manche der knorrigen Stämme vom Blitz gespalten.... Wie ich mich jetzt auf den Boden strecke — feierliche Schauer durchbeben den Hain. Dreifache Majestät: der Schöuhett, de» Alter», des Verfall», waltet unter diesen Zweigen. Entblößten Haupte» könnte man unter dem tiefschattenden Geäst von vergangenen Zeiten träumen und dem geheimnißvollen Flüstern lauschen. — Nun dem Libanon mein herzliche» Lebewohl! Al» ich in einer Winkelstation die Eisenbahn besteige, trttt hastig ein etwa» «bucht au»sehenber Kerl auf mich zu: „Ihr Name, mein Herr?" Ich reiche einem langaufgeschossenen, rothbefetzten, hoch» gestiefelten Polizisten meine Karte. „Danke!" * etwto,. ju kntchtu. ile. 1 btö«l btt RP J*®« $ / ^0« in. b’M'tan 'b|8'firth ," M agbtn *fHta I,. ’S bl*- , * ' b- ernt».; J"1 'K»W- 7'°>° di.ich, ^nabbeföxbtnwp 1 Mim, MUnjiflifh ichkll NeubiHtllt Wtt »stell mit Wt eine ftrb> solltet stkhtlldtll strl, \M bnlklbe Ull »trbtll mllhtt. uvb hat mthrne nwg dn rrvte imnt find 646 M. er gestero iafltr 'tmtlnbtratlji on ihrem Tüwm. Heuen' Mel» Wri^reber mit 46 Ttilllwkll (atu) mell, lämmtüdi auf Itn 264 Sümmro. rzte btt Toha bet a, »tlchtt an btm ähttti an bit Lent ! Stockwerk In dir Verletzungen einen ifotl in bii hiefige e-ett. er 1798, wurde m Mano Donizetti • „Sucrtjia ßorßio' t", n£iebe$tran!', x Wt MWnb MMÄ in seiner Yt 1802, wurde da »biente österreichische Freiherr o. Bega Bekannt find seine msch'trigonmetrischei '66 zu Sagoritza da» schien. instordenm srden. Wfa Z. 1 8Wt!Ä« ^,lb“: „ui ort»’«®“ ”, "üdi'A«'b^° b'K' Ml”“1 "Sw* " l*“' X» •J*** '• «l’Ä* *ÄS* :SL.. |u: u. ,<«, t*** BOOOOOOO O OOODOOOOOOO OOO OOD 0 9238 miet Herr. Moltkestr. 2 Vorräthig in den Apotheken und Drogerien. früher zu vermiethen. 7559 Licherstraße 2. mictben. Schöne 8-Zirnrnerwohnung zu 8289 Wetzstetnstr. 44. vermiethen. Sneclalitlt: Billige Ausgaben 400 8299 Kleines LogiS zu vermiethen. vermiethen. Ederstr. IS M Niederlage bei Emil Plator Nachf., Giesaen. Riegelpfad LV. miethen. vermiethen. Schöne Aussicht. 9387 und Blouseu aufmerksam. vermiethen. Diezstraße 10 9013] Freundl. möbl. Zimmer zu Der« Wehsteinstr. 40, IH. miethen. S. WflllWTShflni Ml. Uermietlzungen ______(ft. Nauheimer, Bleichstr. 15 8797] Der 2. Stock meines Hauses (4 Zimmer) ist per 1. 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Privat-VorbcreitungSanftalt für die 9440 AnnahmePriifmig als PostgelMe. Bisher bestanden 1675 Schüler die Prüfungen für Bahn und Post. Vorzügliche Lehrkräfte. Aiet, Ringstr. 55. 1. H. F. Tiedemann, 2)ir. Vereine G. F. F. 9408 Montag den 26. Septbr. 1898, Abends 81/e Uhr: HV Hebung. Das Comnrando. Kaufmännische Fachschule. Das Wiuter-Semefter unserer Schule beginnt Montag den 3. Oetober, Abends 8 Uhr und haben sich die Theilnehmer an genanntem Abend pünktlich in der Schule einzufinden, um Stundenplan, Satzungen und andere Mittheilungen entgegenzunehmen. Anmeldungen zur Theilnahme können am 27., 28. und 29. September bei dem Bor sitzenden — Herrn C. Orbig, Bahnhofstraße 30 — sowie am 30. September — letzter Aumeldetermiu, — Abends von 8—10 Uhr im Lehrsaal I der Schule — Nordanlage — erfolgen. Das Schulgeld beträgt: 1. Für eins. Buchführung, Correspondenz, Rechnen und Wechsellehre zusammen.........10 Mk. 2. Für doppelte Buchführung........10 „ 3. „ Französisch und Englisch je......10 „ 4. 7 Schönschreiben..........3 „ Der Unterricht im Schönschreiben wird an 2 Wochentagen, Nachmittags von 1—2 Uhr abgehalten. NB. Wer Correspondenz, Rechnen oder Wechsellehre in Klasse I besucht, hat für dopp. Buchführung nur 5 Mk. zu zahlen. Schüler, deren Principäle oder Väter nicht Mitglieder des Kaufm. Vereins sind, zahlen das doppelte Schulgeld. Durch Beschluß der Schulcommission können auf Nachsuchen ganze oder halbe Freistellen bewilligt werden. Wir ersuchen nun die Herren Principäle und Geschäftsführer, unsere Schule nach Kräften zu unterstützen, indem sie ihre Lehrlinge und Hand- lungSgehilfen darauf aufmerksam machen und sie zu regelmäßigem Besuche der belegten Unterrichtsstunden anhalten. Der Besuch der kaufm. Fachschule befreit vom Besuch der obligatorischen Fortbildungsschule. 9445 Nie Sdjtilcotnmiffion htr hnfm. kachschnlk. Spar- unb KWffe in Kq-Göns. Eingetr. Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht. Einladung zur 36. ordentlichen Generalversammlung, welche Sonntag den 2. October d. I., Nachmittags 8 Uhr, in dem Saale des Wirths Konrad Brücke! IX. abgehalten werden soll; die Genossenschafter werden hierzu eingeladen und um recht zahlreiches Erscheinen ersucht. Tagesordnung: 1. Mittheilung der Jahresrechnung für 1897 und Geschäftsbilanz. 2. Beschlußfassung über Verkeilung des Geschäftsgewinnes und dem Vorstand zu ertheilende Decharge. 3. Die Veräußerung von Grundeigenthum. 4. Mittheilung des Berichtes des Verbandrevisors über die am 26. October v. I. vollzogene Revision der Sparkasse, Erklärung, des Aufsichtsraths hierauf und Beschlußfassung der Generalversammlung. 5. Ergänzungswahl des AufsichtSrathes. 9427 Lang-Göns, den 20. September 1898. An Anstand dn Spar- und zrihdaffr m jaag-Gäns. Eingetr. Genossenschaft mit unbeschr. Haftpflicht. A. Henrich, Director. Baby- und ♦ Kinder-Confection. Knabeu-Kleidchen, Anzüge, Paletot, Baby« und Mädchen- Kleidcheu, Jäckchen und Mäntel sind eingetroffen. 9473 A. Fangmann, Bahnhofstraße 29. Hoc le Uh life. sowie sämmtliche Neuheiten der Saison in Hüten, Blumen» Federn, Schleiern, Agraffen, Perlgaruitureu, Sammete, Seiteustoffeu nvd Bändern sind eingetroffen. 9472 A. Fangmann, Bahnhofstraße 29. Coursbericht m J. Kurz & Co., Giessen, Kahuhsfstraße 63. Suche für sofort einen tüchtigen, jungen Mann als Lehrling in mein Manusac- tur- und Confectionsgeschäft. Kost und Logis im Hause. 9417 _________Herrn. Wietzler, Butzback. 9434] Suche zum 1. October ein tm Kochen und in häuslicken Arbeiten erfahrenes, solides Mädchen bei gutem Lohne. Frau L. Lauster, Westanlage 17, I. Kindermädchen bis zum 15. October gesucht. 9435 Näheres Bleichstr. 15, II. Dienstmädchen gegen guten Lohn für Küche und Haus- arbeit gesucht. [9419] Wallthorstr. 29. 9268] Ein älteres Mädchen, welches bürgerlich kochen kann, gesucht. _____Seltersweg 44, Blumenladen. 9399] Dienstmädchen gesucht. ___________Neuenweg 30. Frankfurter Börse vom 23. September 1898. Stadt Darmstadt v. 1891 Stadt Worms unk. b. 1901 000.00 1887 dro. Brief Franken-St. al. Sovereigr 299.63 101.50 100.20 20.34 4.17 101.75 94.15 100.30 000.00 99.76 99.60 100.00 101.70 4 4 37, 37, 4 4 3 6 4 3 3 Brief 16.18 20.38 4.20 Abendeourser 000,00 I Oesterr. Credit-Aetien 85.36 101.55. 23 50 97.45 44.00 Procent 37, Deutsche Reicksanl. 3 Preuß. Consols 37, Gr. Hessische Obl. Monopol-Griechen von Eisenb. Rentenb. Obl. Buderus Obl. Frankstr. Hyp. Bk unk. b. 1906 99.30 Frkf. Hyp. Cred. V- unk. b. 1906 99.20 Verein für Vogel- und Gküögchucht. Sonntag den 25. September, Nachmittags 37» Uhr r Geldsortenr Geld 16.15 Franz. Banknoten Oesterr. dto. Americ. Procent 47, Oesterr. Silberrente Ung. Gold-Rente Oesterr. Staatsbahn v. 1885 90.15 4 Jtal. staatsgar. Eisenb. 58.00 4 imHtestauranl zumLöwen Hauptversammlnog. Tagesordnung: Vorlage der Rechnung Dollars in Gold der Ausstellung. — Geflügelzuchtstation.. — Die nächste Ausstellung 1899. — Verschiedenes. 9390 Darmst. Bk.-Actien Geld 80.60 169.65 4.187, 37, Hambrgr. Hyp Bk. unk. b. 1908 ........... ... 37, Preuß.Hyp A. Bkunk. b. 1905 unk.b.1905 102.00 37, Pomm.HyP.A.Bk.unk b.1906 37, DeutscheGrdsch.B.unk. b. 1906 99.20 4 Frkf.Ldw.Cred.Bk.unk.b.1900 «-dactiov- Burkhardt, — Druck und Verlag der Brühl'schrn UmderfitätS-Buch. und Steindruckerei (Pietsch Erben) te Gießen.