1808 Donnerstag den 25. August Nr. 198 Gießener Anzeiger Heneral-Anzeiger ■ ■ee|e« zu der Nachmittag» für bte mgttitai X*| erscheiuenden Nummer bi» Bonn. 10 Uhr. Od Postbezug 2 Mark 50 Pf,. "ieNeljihrNch. z,e,mg»prei» v>erl el jährlich 2 Mark 20 Pf,, monatlich 75 PfG. mit vringerlohu. Alle Anzeigen-Bermittlun,»stellen de» In- und flu»lanbei nehmen Anzeigen für den SieHener Anzeiger -rtjegaa Krfcheint täglich Mit Au-nabmc de» Montag». Die Gießener MRMttienßrätl-r »erden dem Anzeiger Wöchentlich viermal beigelegt. »t"V8rme« N 0.70. d Wassers, ’uen r, Reklame assen UtZ ther Farbe 8028 iwied r. Betrieb. Fahrrades. s 5 f. W 5 4 5« ■$ ■ s • 1887 68$ -— t rtBOfflöiirtfi JitW .. - Solide Preist- ^offirML Id* 11W 91Ü N« 101.K 000.1"* nH l898' gilberrente old-Mle den ch* ,, Kentenb. OM- fei s»&>” laus vollkommtflil* ^chrtibrnaschme. BauplVor^e vereinigend. (XVk’&'T ichMirsSi^— thum ft*’ itein^aet“re 8(? fricf gflN "Xl^- ,knoten )to- zOtlt 2lsnts- unb 2lsrzeigeblcttt für den ICreis Giefzen Gratisbeilage: Gießener Familienblätter Wrtiotrtrn, eptbitUn und Dcndcrti: CocoUs «nd prorittsielles. Vietze», den 24. August 1898. Nuhefiaudlversthvug. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädtgst geruht, am 13 August den Lehrer an der höheren Mädcheuichule zu Stehen Dr. Eduard Moilh auf feto Nachsuchen, mit Wirkuog vom 15. August L I. cm, tu deu Ruhestand zu versetzeu. •• Die zur Ausarbeitung eiurS Kirchenbuches für die heffifche Landeskirche berusene Lommtsfion und ihre Mit« ardrirer wurden, wie die „Darmft. Zig." vernimmt, von Grohh. Obercouftstortum auf Mittwoch den 7. September, Bormttagß »/,11 Uhr, iu doS Gemeindehaus der Johannes- gemeinde zu Darmstadt zu rtoer ersten gemriusamen Eon- fereuz eingeladm. Eß berheiligeu sich daran 37 heffifche Theologen (Professoren, Pfarrer und Religionslehrer). Hitze. Dah, wie io manchen Zeitungen zu lesen war, der heißeste Tag seit 50 Jahreu der 17. August bl. IS. geweien sei, «st nach der „Boff. Z'g" nicht zmrrffeod. In deu heihesteu Tagen der letzten 50 Jahre steht der 17. August b,. I, erst au fünfter Stelle, denn der wärmste Tag war der 20. Juli 1865 mit 29,5° E. Mirtelrewperatur, dann folgten der 21. Juli 1865 mit 29, der 16. August 1868 mit 28,2, der 24. Juli 1894 mit 27,9 uod darauf der 17. August d. I. mir 27,7« E. •• Abfertigung uud Beförderung unverpackt aufgegebeuu einsitziger Zweiräder. Bom 1. September d. I ad «erden einsitzige Zweiräder bei deu Gepäckabfertigungsstellen der preußisch.hessischen Staatsbahn zur Beförderung nach einer anderen Station der preußisch hrsfischen Staaisbahn nicht mehr angenommen. Dagegen können diese Fahrräder nach Lösung einer Fahrradkarte zum Preis von 50 Pfennig am Fahrkartenschalter beim Packmeifter am Packwagen auf- geliefert werden. Das verbringen und Abholeu nach und von de« Packwagen, sowie die Uebrrsühruog des Fahrrades beim Zugwechfel von einem Packwagen zum andern ist Sache des Reisenden. Der Reisende erhält bei Abgabe seines Fahrrades vom Packmeister eine Marke, gegen deren Rückgabe es ihm wieder ausgehäodigt wird. Die Benutzung von Schnellzügen, auch der ohne erhöhten Fahrpreis, ist ausgeschlossen. Beim Urbergang eines Reisenden mit durchgehender Fahr- karte von Zug zu Zug ist die Weiterbesörderuug deS Fahr- radeS aus dieselbe Fahrkarte gestattet, dagegeu ist bet gebrochener Kartenlösung mit jeder Fahrkarte auch eine Fahrradkarte zu löseo. Fahrtuaterbrechung ist in demselben Umsauge wie bet Edmousonschen Fahrkarten gegen Beschetntgung des Stationsbeamten gestattet. Diese Bestimmungen finden bis auf Weiteres nicht Anwendung auf mehrsitzige und mehr- rädrige Fahrräder, auch nicht tm Verkehr zwischen preußisch- hessischen Staatßbahostationen uod den Stationen anderer Bahnen. Ja diesen Fällen verbleibt es bei der bisherigen Abfertigung durch die Gepäckabfertiguogsstelle. •• Ueber bal Trinken bei heißer Witterung gibt ein Arzt l folgende beherztgeuSwerthe Maßregeln: Biele Landleute und auch andere Arbeiter bekämpfen bei den I Arbeiten den Durst, um dadurch dem heftigen Schwitzen vor- zubeugen. Das ist aber verwerflich uud kanu uuter Um- stäudeu zu gefährltcheü Krankheiten führen. Der Durst ist als Mahnung zum Ersatz der dem Körper verloren gegangenen Flüssigkeiten aozusehen uud eS treten bet Nichtbeachtung diese, Mahuuug allmähliches AuStrocknen der Gewebe uod schließlich der Souurosttch ein. Abgesehen von diesen schlimmsten Folgen leuchtet auch ein, daß durch den auS Mangel au Flüssigkeiteu geschwächten Stoffwechsel die Körpereroähruug beeinträchtigt wird. Eß ist daher ketoeßwegs rathsam, den | Durst völlig zu unterbrückeo. Wenn man triokt, trinke mau langsam uud mäßig- anzurmpfehlen ist kalter Kaffee, Atpfel- I wem und Wasser mit Eitroneosast. Eß wird dadurch der durch Wafferzufuhr bewirkten Veränderung der Mageuiäure in rationeller Weise enrgegeugewtrkt. •• Ueber die Ausgabe von Arbeiterfahrkarten ist folgende | neue Bestimmung für die preußischen Sraatßeiseubahuen I ergangen: Nach den Tarifbestimmuugeu besteht ein Anspruch I auf Berabfolguog von Arbeiterrückfahrkarten nur zur Fahrt I vom Arbeitsorte nach dem Wohnorte. Mit Rückficht hierauf I uud zur Vermeidung der durch Neulösung von Fahrkarten ! auf Uuterweglstatiouen.entstandenen Uozuträglichkeiteu werden I Arbeiterkartell vom 1. September d. I. ab nur noch gegen I Vorzeigung einer vom Arbeitgeber oder von der Polizeibehörde ansgestellten Bescheinigung verabfolgt, aus welcher I der Wohnort und der Arbeitsort ersichtlich sein muß. Ar- I beiterfahrkarteu nach uod von den zwischen, Woha- und I Arbeitsort gelegenen Stationen werden am 1. September I d. I. nicht mehr verabfolgt. 3n Amerika verstorbene Hessen. Ja Allegheny, Pa., Eourad Hauck, 85 Jahre aU, auS Hessen-Darmstadt. I _ I« sogen. Hesseoläudcheu, etoer hessischen Nieder- I loffuag unweit Lima, Allen Eonaty, O-, Jacob Müller, 72 Jahre alt, aus König t. O. — Ja Waterloo, Prov. Oatarto, Eaoada, Frau Maria Satharioa Dörrbecker, 71 Jahre alt, aus EulerSdorf. — Ja Newark, N.-J., Frau Maria Höhnetseo, geb. Beyer, 54 Jahre alt, aus Kettenheim. — Ja Arliugtou, unweit Jenera, O., Frau Snua Slisaberha Trsucht, geb. Mink, 86 Jahre alt, aus I Reichenbach. — Wetterbericht. Die Depresfiou bei Irland ist auf I nordöstlicher Baha bis zur mitteluorwegifcheu Küste gezogen uud entsendet dabei einen zuageuförmigeo Ausläufer über die I Nordsee bis nach dem Festlande, doch wird dieses Gebiet I niederen Druckes keinen weiteren Einfluß gewiuneu. I« I Urbrigeu davert die Herrschaft deß barometrischen Maximums I an, wobei sich besser» Keru allmählich immer weiter gegen Südosten schwenkt. — voraussichtliche Witterung: I Fortdauernd heiter und anhaltend warm. Adresse für Depeschen: >*j«i|et chtegen. Fernsprecher Nr. 61. Deutsches Reich. Darmstadt, 23. August. DaS Großherzogspaar Wohnte gestern Nachmittag in Homburg v. d. H. den Schlnß- spieleu uud der Preisvertheilung bei dem ioteruatioualen Lawu Tennis-Turnier bet. Berlin, 23. August. Zur Orieutreise deS Kaisers schreibt die „Internationale Eorrespoodeoz": Die neuere Wendung in dem verhältoiß zwischen der Türkei und Griechen- land dürfte voraussichtlich auf die Reise Kaiser Wilhelms insofern einen Einfluß ausübeo, als in daS Retseprogramm noch ein kurzer Besuch in der griechischen Haupt- stabt eingeschobeu werden dürste. Die vom Suliau ausgesprochene Geneigtheit, in engere Beziehungen zu Griecheo- laod eiozutreten, hat in deu amtlichen griechischen Kreisen die Hoffnung aufleben laffen, daß damit auch die Grundlage zu einem dauernd freundschaftlichen verhältoiß zwischen Deutschland und Griechenland gegeben weiden könne. Man nimmt daher au, daß Kronprinz Konstantin bet feine« Besuche deS Kaisers diesem auch bte Einladung zu einem zweiten Besuche Athens überbracht hat, den Kaiser Wilhelm vorauSfichtlich aus feiner Rückfahrt abstatten wird." Berlin, 23. August. Bei der bevorstehenden Reform des Urheberrechts wird eß fich wahrscheinlich nicht um bloße redactionelle Aenderungen handeln mit Berücksichtigung einzelner Punkte, tu denen daS Gelrtz von 1870 durch spätere internationale Abmachungen überholt ist, sondern die Regierung wird weitergehenden Wünschen nicht abgeneigt sein. Aus diesem Anlaß wird dem „Haun. Kur." geschrieben: EinfichrSvolle Schriftsteller haben auch auf Congreffru bereits Gelegenheit genommen, dies Thema zu behandeln. Unser geltendes Urheberrecht schützt nämlich nur den deutschen Autor vor unbefugtem Nachdruck- Autoren fremder Nationen find nur insofern geschützt, als mit den betreffenden Staaten Abmachungen (Lueraturverträge) existiren. Literarische Werke auS Staaten, mit denen solche Verträge nicht existiren (z. B- Rußland, Schweden, Dänemark, Türkei, Griechenland, Niederlande, Brafiliev u. dergl. m.) können bei uuß ohne Weiteres übersetzt und nachgedruckt werden, uod umgekehrt. Der Wunsch der literarischen Kreise, soweit diese überhaupt in Betracht kommeo, würde nun dahin gehen, durch daS neue Gesetz einfach olle Geisteswerke vor Uebersetzung, Nachdruck, Drama- tifiruug, Aufführung u. s. w. zu schützen, wöge der Bersaffer leben, in weichem Lande er wolle. Der Vorschlag fieht aus den ersten Blick so aus, als ob er rein auf idealen Gesichtspunkten beruhe. Der rusfische Schriftsteller würde in Deutschland geschützt, der deutsche in Rußland vogelfrei fein. Jo- dessen liegt dem Vorschläge doch ein gesunder Realismus zu Grunde. Wenn wir den ausländischen Autor vor Ausbeutung schützen, so zwtngeu wir den deutschen Verleger, der ein auS- ländisches GetsteSwerk verlegen will, fich mit dem flutet ad- zufinden. Er muß den Autor und auch den Uebersetzer bezahlen, und dadurch wird dar ausländische Product, z. B. der ausländische Roman, der jetzt io unteren Zeitschriften u. s. w. eine große Rolle spielt, vertheuert. ES werden bann nur noch solche Werke deß Auslandes übersetzt werden, bte es werth sind, daß etwas an sie gewendet wird. Der deutsche Autor wird befreit von der Schmutzconcurreoz schlechter Uebersetzungeo von auswärtigen Mittelmäßigkeiten, die ja doch im Grunde wieder bloß schlechte Nachahmungen unserer eigenen oder fraozöfischer Literatur find. Die deutsche Geistesarbeit steigt dadurch au Werth, an materielle« wie an ideellem, denn der von der Schuodconcurreoz befreite deutsche Autor wird stch von entnervender vielschretberei fern halten können. Der Beweis für die Richtigkeit dieser Aoficht »st bereits geliefert. Frankreich hat ein solche- Gesetz seit 1852, uod die französische Literatur und der fraozöfische Schriftsteller stehen geachtet da. Mögen dann immerhin ein paar Preßpiraten in Rußland oder Holland oder sonstwo die fremde Ltteratur ausbeuten- fie thun eß auf Kosten der Entwickelung ihrer eigenen Literatur, und da» kann unseren Scheiflstellerv auch nur förderlich sein. UebrigenS ist auch von Vertretern unserer Regierung avzuuehmeu, daß fie solchen Erwägungen nicht unzugänglich sein werden- so hat z. B. Geheimer Rath Reichardt vom Auswärtigen A«t bet einer internationalen Verhandlung einmal den Ausspruch gethau: „Nur daS Volk hat eine Literatur, daß einen kräftigen Urheberschutz hat." Crefeltz, 23. August. Zur Zeit findet hier die 45. General- Versammlung der Katholiken Deutschlands statt. Am Sonntag find zahlreiche katholische Arbeitervereine in Crefeld eiugttroffen. Nachmittags 3 Uhr bewegte fich ein imposanter Festzug vom KarlSplatze auS durch die festlich geschmückten Straßen nach der Festhalle auf dem Drteßeohof. Im Zug befanden fich 80 Vereine mit ihren Fahnen und 10 Mufikcorp». Um 5 Uhr traf der Zug In der Festhalle | ein, wo eine Festversammlung stattfand, an welcher ungefähr 13 000 Arbeiter theiloahmen. Der vorfitzende deS Local- Vereins begrüßte die Anwesenden, worauf Pfarrer Thyniffeu | zum Vorsitzender» gewählt wurde. — Gestern begaben sich I nach einem feierlichen Hochamt die Theilnehmer am Feste in I feierlichem Zuge nach der Fefthalle, wo der Präsident deS I Localcomitäß, Dr. med. Urfry, die Versammlung, an welcher etwa 2500 Personen auS allen Theilev Deutschlands und deS Auslaodts theiluahmeo, mit einem WillkommeoSgruße eröffnete. Hierauf wurde die Wahl des Vorstandes vorgenommeu. Es wurden gewählt zum ersten Vorsitzenden der bayerische Kammer- | Herr Karl Freiherr v. Freyberg-Eiseuberg, zum ersten Vice- Präsidenten Abg. Stephan-Beuthev und zum zweiten Vice- Präsidenten Hauptmann Dorfewagen-Erefeld. Bei der Ausschußwahl wurde Prinz Arenberg für die Missionen und der Prälat Huelskamp-Müochen für die Preffe gewählt. Sodann | erfolgte die Absendung von HnldigungStelegrammeu an Kaiser Wilhelm II. und an den Papst. — Gestern Abend fand Fest- | comwetS statt. I AttsUrud. Pari», 23. August. Der Militär-Gouverneur von Paris, i General Zurliuden, hat bereits jene Offiziere bezeichnet, welche den UnterfuchungSrath zu bilden haben, vor dem Major Esterhazy erscheinen soll. ES find dies die Generale Florentin und Langlots, Oberst Kerdrain und die Majore de Savignac und Brochain. Der Zeitpunkt für deu Zusammentritt deS EhrenrathS ist noch nicht festgesetzt, weil den Osstzieren Zeit zur Durchficht der Acten gelassen werden soll. Der UntersuchungSrath wird über folgende Punkte ein Gutachten abzugeben haben: „Ist der betreffende Oifizier zu entlaßen wegen gewohuheitßmäßiger schlechter Aufführung, wegen schwerer Dienstvergehen, wegen Verstöße gegen die Dißciplin oder wegen vergehen gegen die Ehre?" DaS Protocoll de» EhreuratheS mit den in geheimer Abstimmung gefaßten Beschlüffeu wird dem Kriegsminister vorgelegt, der das Gutachten der AusschufftS nur zu Gunsten des betreffenden Offiziers abanbera kann. Major Esterhazy scheint fich übrigen- keinen Täuschungen über daS ihm bevorstehende Schicksal hinzugeben, denn er hat bereite mit einem Verleger einen Vertrag für die veröffcutltchung seiner „Erinnerungen" adgeschloffeu, die erst bann erichetnen sollen, wenn er der Armee nicht mehr augehört. — Was die Gegner Esterhazys audererfeitS betrifft, so glaubt der „Tetups" zu wiffen, Picqnart und LebloiS werden auf Grund der Artikel deß Gesetze» über die Spionage vo« 18. April 1886 verfolgt werden, welche die Mitthcilung geheimer Actenstückc, die fich auf die äußere Sicherheit de» Staates beziehen, betreffen. Zuständig dafür ist daß Zucht- polizetgericht. Washington, 23. August. Größer-Amerika ist fitzt auch der Form nach im Stillen Meer in die Erscheinung getreten. In Honolulu ist am 12. August auf den öffentlichen Gebäuden die hawaiische Flagge niedergeholt und die amerikanische gehißt worden. Eine große Menschenmenge wohnte dem Vorgänge bet. Es wurde eine Verkündung des Präfidenten Mac Kinley verlesen, daß all; bisherigen hawaiischen Beamten in ihren Aewtern verbleiben, aber den Bereinigten Staaten den E»d der Treue zu leisten haben. Grunberg, 21. August. Am Kriegerdenkmal fand heute eine Gravelottefeier statt, bet welcher der Borfitzrnde des Kriegerverein- etue treffliche Ansprache hielt. Nach Be- endigung derselben wurde den Kriegern, welche die Feldzüge 1864, 1866 und 1870 mitgemacht haben, die Kaiser-Wilhelm- Denkmünze nebst Diplom eingehändigt. tt Ans dem Kreise Alsfeld, 23. August. Am letzten Sonntag bildeten sich mehrere Gewitter, welche meist wenig oder gar keinen Regen spendeten, aber durch Blitzschläge schadeten. In Storndorf schlug der Blitz in da- Etfländer'sche Wohnhaus ein, glücklicher Weise war es ein sogen, kalter Schlag, in Billertshausen wurde das Anwesen des Laudwirths Peter Weppler durch den elektrischen Funken tu Flammen gesetzt und in kurzer Zeit bis auf den Grund in Asche gelegt. Zwei fette Rinder sowie mehrere Ferkel verbrannten mit. Aus den benachbarten Preußischen Gebieten wird Hagelschlag gemeldet. H. Dom Hoherodskopf, 23. August. In unserer Gebirgslage gibt eS sogen, etuschürige Wiesen, auf denen da-GraS nur einmal gemäht werden kann. ES stand dieses Jahr sehr schön und brachte gute Erträge bei billigen Preisen. Der Stand unserer Feldfrüchte ist überhaupt ein sehr schöner und ihre Reife ist durch den heißen, trocknen August, der dieses Jahr seinem Beinamen „Kochmonat" alle Ehre macht, bedeutend gefördert worden. W. Butzbach, 23. August. Mein gestriger Bericht über die Generalversammlung des MathtldenstiftS Friedberg-Butzbach ist dahin zu berichtigen, daß nicht etue, sondern zwei Bezirkskaflen bestehen. Ergänzend sei noch hinzugefügt, daß die satzung-gemäß au-geschiedenen Vorstandsmitglieder wieder und für ein verstorbenes Mitglied Herr Bürgermeister Reuß in Dorheim neu gewählt wurde. Die Trennung der Kaffen de- MathildenstiftS soll vom nächsten Voranschlag an ftattfiuden. Die Unterstützungen aus dem Rechnung-Überschuß wurden für den neuen Voranschlag mit geringen Aenderuugeu wieder genehmigt. Butzbach, 22. August. Die Gewerbeausstellung besuchten am vorigen Sonntag in corpore die Gewerbeschulen von Alsfeld, Nidda, Lauterbach und Bad-Nauheim, ferner die Gewerbeveretne von Herborn, Lollar und Echzell, sowie die Arbeiter von Heyligenstädt & Co. in Gießen und eine größere Anzahl Mitglieder des HandwerkerveretuS Wetzlar. — Al- Zeichen besonderer Huld Ihrer König!. Hoheiten des Groß- herzogS und der Großherzogin darf das folgende Vor- kommniß bezeichnet werden, das von einem Augenzeugen berichtet wird. Al- am Freitag Nachmittag 4 Uhr auf dem Weg nach der Bahn unser geliebtes Herrscherpaar den hiesigen Marktplatz pasfirte, ließ dasselbe den Wagen vor dem „Gasthaus zum goldenen Löwen" halten, um die vor demselben stehende Besitzerin de- Hause-, Frau F. W. Müller Wwe., zu begrüßen und unter DankeSbezeuguugev die von derselben dargebotenen Früchte und Confiluren entgegen zu nehmen. Da die kurz bemeffene Zeit drängte, wurden die dargereichten Erfrischungen mit zur Bahn genommen und sich in liebenswürdigster Weise von der Geberin verabschiedet, die sich Seiten- deS Groß- herzoglichen Hauses, woselbst sie als Miterzieheriu des jetzigen Großherzogs und seiner hohen Geschwister thätig war, stets deS wohlwollendsten Entgegenkommens erfreut. Besitzt doch Frau Müller etue stattliche Anzahl schöner Geschenke, die ihr von Angehörigen deS Großherzogltcheu Hauses gemacht worden find. -r- Butzbach, 22. August. Heute tagte dahier die 38. Wanderversammlung deS oberhesfischen Bienenzüchter- verein- und hielt ihre General-Versammlung und Ausstellung in der Festhalle der Gewerbe-Ausstellung bezw. einem Saale und Hofe des Schulhauses ab. Was die Beschickung der Ausstellung an Honig und Böckern aubelangt, so wurde in früheren Jahren bedeutend mehr geleistet. Die Ursache zu dieser Erscheinung liegt in dem schlechten Bteuenjahre. Nur durch besondere Anregung Seiten- de- Präsidiums war genügend Honig zum Berloosuug-ankauf ausgestellt worden. < Die Aussteller lösten die-mal pro 2 Pfd.-Gla- Honig 2Mk. 40 Pfg. Der diesjährige Honig hatte durchgängig eine dunkle bis schwarze Farbe. Prämiirt wurden auf Honig: Lehrer Himmelreich von Vilbel, Lehrer Schäfer von Wallern- hausen, Ph. Bauer II. von Gießen, Würz von Dorn- Affenheim, Richter von Nteder-Wetsel, Lehrer Hillebrand von Nieder-Mörleu und Heller von Oppershofen. Lehrer Heck von Dudenrod, Lehrer Schäfer von Wallernhauseu, PH. Bauer II. von Gießen, Heller von Oppershofen und Joh. Gg. MöbS III. errangen Prämien auf Völker. Aus- gezeichnet für Geräthe wurden die Firmen: Hch K e ck Wwe. und Karl Franz, beide zu Nidda, Buderus von Hirzenhain und Buß von Wetzlar. In der General-Versammlung begrüßte derVereinSprästdeot, Herr Pfarrer Elleuberger die erschienenen Beretn-genoffen und Herr Pfarrer Schrimpf hieß die Gäste im Namen deS Localcomite- herzlich willkommen. Sodann wurde durch den Präsidenten der Rechenschaftsbericht, die RechoungSablage, sowie der Voranschlag fürs nächste Jahr verlesen und kleinere Mittheiluugev erledigt. Hierauf erhielt der Referent Lehrer Grün von Reiskirchen das Wort zu seinem Bortrage „Nutzen und Freude der Bienenzucht." Ju schwungvoller Darstellung, au-geschmückt mit Dtchterworteu au- deutschen Klassikern, zeigte derselbe, wie die Bienen beim Aufsaugen deS Houig- fafteS und Sammeln de- Blütheustaubs au- den Blüthen eine Uebertragung de- Blütheustaubs von einer Blüthe zur andern und dadurch eine Fremdbestäubung oder Befruchtung der Blüthen bewirken. Bon ganz besonderer Wichtigkeit sei derartige Fremdbestäubung bet allen Kreuz« und Schmetter- ltngSblüthlern, den Obstbäumen und bei allen ein- und zwei- häufigen Pflanzen und dadurch fei die Bienenzucht für die gesammte Menschheit und ganz speciell für die Laudwtrth. schäft von hervorragendem Nutzen. Dann wurde der Werth beS Honigs und des Wachse- gerühmt, und die Biene als ein Muster des Fleißes, der Reinlichkeit, der Sparsamkeit, des MutheS und der Tapferkeit und eines getreuen Unter- thanen ihrer Königin verherrlicht. Auch die Freude au der Bienenzucht in ihrer verschiedensten Art fanden durch den Redner ihre richtige Würdigung. Reicher Beifall und der Dank des Präsidenten lohnte die Ausführungen des Redners. In der kurzen Debatte erwähnte Herr Pfarrer Schrimpf, daß gerade die Betonung des Nutzens, welchen die Bienen der Laudwtrth- fchaft stiften, vou um so größerem Werthe sei, weil vielfach noch ganz verkehrte Ansichten in dieser Beziehung unter dem Volke herrschten, indem viele Leute glaubten, die Biene verursache durch daS Sammeln des Honigsaftes und deS Blütheustaubs und durch das Anbeißen mancher reifer Früchte keinen Nutzen, sondern großen Schaden. Er ersuchte noch zum Schluffe Herrn Provtozialdirrctor v. Bechtold, welcher die Versammlung durch seine Anwesenheit beehrte, um Unterstützung und bat ihn, bei jeder sich darbieteuden Gelegenheit darauf Hinweisen zu wollen, daß dieser Jrrthum endlich beseitigt werde. Bereitwilligst erklärte auch Herr Provinzial- dtreetor v. Bechtold, in den laudwirthschaftlicheu Versammlungen darauf Hinweisen zu wollen. Trotz der großen Hitze verstand es auch der zweite Referent, Lehrer Dickel von Darmstadt, durch die sachlichen Ausführungen seiner Forschungen über die geschlechtliche Entwickelung der drei verschiedenen Bienenwesen, sich die ungetheilteste Aufmerksamkeit zu sichern. Referent zeigte, daß alle Eier, aus denen Bteneu- und Lebewesen entstehen sollen, befruchtet sein müffen, und daß die Bestimmung deS Geschlecht-, daS die Bienenwesen erhalten sollen, vou der NahruugSzufuhr durch die Arbeitsbienen abhängt. Die Arbeitsbienen haben eS also in ihrer Gewalt, aus Drohneneiern Arbeitsbienen und umgekehrt aus ArbettSbieneneiern Drohnen durch bestimmte Nahrung-zufnhr zu erziehen. Diese Entdeckungen find durch jahrelange Untersuchungen und Proben bis jetzt als feststehende Thatsachen zu bezeichnen und der Dzierzon'scheu Theorie ist dadurch gewisser- maßen der Todesstoß versetzt. Der Redner, der schon seit Jahren als bedeutender Imker wett über die Grenzen unseres lieben deutsct en Vaterlandes hinaus bekannt ist, erntete reichen Beifall. Auch die Debatte bewleS, daß seine neue Theorie immer mehr Anhang findet. Beim Festeffen toastete Herr Pfarrer Elleuberger auf den Kaiser und Großherzog, Herr Pfarrer Schrimpf auf Herrn Provinzialdirector v. Bechtold, welcher sofort in herzlicher, feiner Ansprache und Erzählung auS seiner Schulzeit bewies, daß er kein Fremdling auf dem Gebiete der Bienenzucht ist. Er nannte daS Btenenvolk „ein Volk in Waffen, vereinigt in friedlicher Arbeit." Schöner und erfolgreicher hätte sich der neue Pro- vinzialdtrector bet den Imkern nicht etvsühren können. Im Fluge hat er ihre Herzen und Zuneigung gewonnen. ES folgten darauf noch Toaste auf die Imker, die Stadt Butzbach und die Referenten, welche außer von den genannten Herren von hiesigen Herrn Realschuldtrector Jäger und Herrn Pfarrer Frei in Hitzktrchen ausgebracht wurden. t Wallernhauseu, 23. August. Unsere vor zwei Jahren mit 47 Mitgliedern gegründete Spar- und DarlehuS- kasse, e. G. m. u. H., zählte am 1. Januar er. bereits 90 Genossen und hatte im verfloffeuen Rechnungsjahr einen Gesammtkaffenumsatz von 31 262.28 Mk. mit 279.47 Mk. Reingewinn. Darmstadt, 23. August. Seine Majestät der Kaiser haben Allergnädtgst geruht, dem Generalmajor z. D. v. Frans ecky, bisher Commaudeur der 49. Infanterie- Brigade (1. Grohh. Hess.), den Rothen Adlerorden 2. Klaffe mit Eichenlaub zu verleihen. Offenbach, 23. August. In der Schraubenfabrik der Herren Gebr. Heyne wurde gestern Abend vor besonders etngeladeuen Jntereffenten eine bedeutsame Neuerung im Gebrauch vorgeführt: eine Bremse, die es ermöglicht, die ganze maschinelle Einrichtung einer im vollen Betrieb befind- ltchen Fabrik durch Druck auf einen Contactknopf augenblicklich zum Stillstand zu bringen. Die Vortheile dieser Bremsvorrichtung ergeben fich von selbst,- fie ermöglicht es, eintretenden Unsällen wirksam zu begegnen, fie bedeutet also eine ganz außerordentliche Erhöhung der Betrieb-ficherheit und stellt einen practischen und nicht hoch genug zu schätzenden Arbeiterschutz dar. Die Bremse besteht im Wesentlichen auS zwei fich gegenüberstehenden mächtigen Bremsschuhen, die durch einen auf elektrischem Wege auszulösenden Hebel in Thätig- keit gesetzt und so fest auf daS Schwungrad gepreßt werden, daß dasselbe, einerlei, wie groß die Zahl der Umdrehungen ist, nach etwa einer halben Runde zum Stehen kommt und gleichzeitig auch alle angehängten HtlfSmaschineu plötzlich außer Thätigkeit gesetzt werden. Die Betrieb-waschiue erleidet dabei keinen Schaden. Die elektrische Auslösung kann sowohl vom MaschineohauS wie von jedem Arbeitsplatz in der Fabrik aus geschehen, und damit ist also thatsächlich die Möglichkeit gegeben, ezutretende Unfälle augenblicklich in ihrem Verlauf aufzuhalten. Die gestern abgelegte Probe hat die Verwend- barkett und die Vorzüge der Bremse glänzend dargelegt. In der Heyne'schen Fabrik ist dieselbe an einer Maschine angebracht, die 150 Pferdekräfte leistet und 80 Umdrehungen in der Minute macht. Und obgleich die Maschine mit voller Kraft lief, wirkte die Bremse doch derart, daß daSSchwungrad unreine Viertel'Umdrehuug noch machen konnte und in Vs Tecuude den ganzen Betrieb zum Stillstand brachte. Die Bremse (Patent Jakob) wird in der Maschineubauanstalt von Curt Nabe-Offenbach hergestellt und unter dem Namen „Herkulesbremse" empfohlen. Air» der Zeit für die Leit. Vor 154 Jahren, am 25. August 1744, wurde zu Mohrungen in Ostpreußen der Dichter Johann Gottfried Herder geboren, einer der bedeutendsten und einflußreichsten Arbeiter am Werke der Civilisation, werth der Grabschrift, die Karl August ihm setzte: „Licht, Liebe, Leben". Von seinen Schriften sind hervorzuheben: „Gedichte", „Der Cid", „Geist der hebräischen Poesie" und dar Hauptwerk: „Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit". Er starb am 18. December 1803 zu Weimar. vermischtes. * Köln, 20. August. Die Frage, ob die Ehefrau- eines Arbeitgebers ermächtigt ist, die Kündigung eines Arbeitnehmers entgegenzunehmen, hat da-hiefige Gewerbegericht bejaht. Ein Fuhrmann hatte bei der Frau seines Arbeitgebers gekündigt, dieser aber, der die Kündigung nicht für giltig ausehen wollte, hatte 11 Mk. Lohn zurück« behalten. Auf die Klage deS Fuhrmannes wurde der Beklagte zur Zahlung veruriheilt, da bei einem kleinen Betriebe die Frau als ermächtigt auzusehen sei, derartige Erklärungsn entgegenzunehmen. * Die deutsche Auswanderung nach überseeischen Ländern hat bedeutend abgenommen, weil die Verhältniffe dasür ungünstig geworden find. Vom Dorfe Au-wandernde thnn fich in der Fremde besonders hart. Heutzutage können solche Leute aber auch in Deutschland guten Verdienst finden und fich leicht selbstständig machen. Die königl. Ansiedlung-» commisfion in Posen hat nun schon über 3000 deutsche Bauern, Landarbeiter und Handwerker in den Provinzen Posen und Westpreußeu angefiedelt. Diese königliche Behörde will an den Ländereien und Häusern, die fie verkauft, nichts verdienen. Sie verkauft aber nur an tüchtige, fleißige Leute- solchen gewahrt sie billige Preise und große Erleichterungen. Bemittelte Bauersleute, arbeitsame Landarbeiter-Familieu, jüngere fleißige Leute vom Lande, die fich ein eigenes Anwesen vortheilhaft erwerben wollen, seien besonder- aufmerksam gemacht. ES fehlt in den neuen deutschen Gemeinden auch noch an Handwerkern. Schmiede, Schlosser, Schreiner, Wagner, Glaser, Tüncher, Zimmerleute, Maurer, Schuhmacher, Schneider, Sattler, Büttner, Bäcker, Metzger, — welche fich auf Landkundschaft verstehen und auch selbst Feldbau treiben wollen, können fich dort vortheilhaft ankaufen und finden ihr gutes Auskommen. Anfragen find zu richten: An die königl. AnfiedlungScommisfion in Posen. • „Arifh BnllS". Man schreibt au- Lo n d o v, 16. August. Ein irischer Correipondent sendet dem „Daily Telegraph" einige weitere Exemplare fetter „Irish Bulls", von denen einige auch in Deutschland schmackhaft sein dürften. Ein alter indischer Beamter irischer Geburt vertheidigt daS indische Klima und schreibt: „Die Sache liegt einfach so: Ein Haufen junger Beamter und Offiziere kommt heraus und fie effen und sie trinken und fie trinken und fie effen und sie sterben und dann schreiben fie heim an ihre Freunde, eS sei da- Klima, da- schuld war." — Ein irische- Provinztalblatt sagt in einem Nachruf, den eS dem verstorbenen Abgeordneten Biggar widmete, beredt: „Ein großer Irländer ist hingeschiedeu. Der Himmel gebe, daß ihm viele gleiche Patrioten folgen mögen." — „10 Mk. oder 14 Tage" sagt ein Liwericker Polizeirichter zu einem alten Säufer, der fich wegen Betrunkenheit zu verantworten hatte. „Ach Gott, ich habe aber nur 2 Mk." „Wenn Du Dein Geld nicht versoffen hättest, könntest Du Deine Strafe zahlen", war die strenge Antwort. — „Hast Du irgendwelche nahen Verwandten, Novah?", fragte eine Herrin ihre irische Magd. „Nur eine Tante und sie ist nicht gerade was man nah heißt, denn fie lebt in Ulster." — Ein Sergent drillte in Limerick Milizrekruten. Da- Vorbei- marschiren in Linie wollte absolut nicht gehen und der Sergent brüllte zuletzt im höchsten Aerger: „Halt! Da kommt einmal Alle hierher, ihr Kerl-, und schaut Euch selbst an. Da- ist wohl eine prächtige Linie, die ihr da einhaltet, nicht wahr?" — Während der Abwesenheit eine- irischen Peer lief aus seinem Gut vou einem Freund im Ausland rin Straußenei ein. Sein Verwalter unterrichtete' den Lord sofort von der Ankunft des werthvollen Geschenkes und schloß seinen Brief mit den Worten: „Mein Lord, da Ihre Lordschaft abwesend ist, habe ich die größte Gau-, die ich finden konnte, genommen, um fie auf daS Ei zu setzen." * Einen interessanten Beitrag zur Theatergeschichte bildet der nachstehende, wortgetreu mttgetheilte Theaterzettel au- Schleswig, der offenbar aus der ersten Hälfte des vorigem Jahrhundert- stammt: Heute Werden die Hochfürstl. Holsteins. Gottor- vischen Hof« COMOEDJANTEN DEnen Hochaeneigtru Cavalliers und Dames auff ihren ganz Neu verfertigten Tehatro, bei angezündeten Lichtern, neuen Kleidern, schönen Tehatralischen Außzlerungeu, angenehmer Vocal und Instrumental Music, ollerhandt sehen-würdige Comoedien, Tragoedien und Pastorellen,. verstellen, und sol eine lustige Havpr-Actiou erfolgen, so allhier noch nirmahl- von keiner anderen Bande praesentiret worden, Genaudt: Der in einen Papagoh, Lehnstuhl und Frauen'Zimmer durch Liebe verstelter HERLEQUJN. — Diese- Stück ist auf vieller Hohen begehren verlanget worden. Nach dieser sehens würdigen Historie, soll eine lustige Nach Comoedie beschliessen. — Genaudt: Der durch Harlequin betrogene Docter. — Der Schauplatz ist in der verguldeteu Trompete am Damm, und wird praecise umb 4. Uhr angefangen. Und giebt die Persohn in der vorder Platz 8 ß (Schilling) in der letzten 4 ß (Schilling). — ♦ Die Haide blüht! In außerordentlicher Schönheit und Fülle stehl in diesem Jahre, wie au- der Lüneburger Haide geschrieben wird, jetzt die Haideblüthe. Hunderte U,L».- b» U Nk Qnt 8U3I °°°u »5n w- i.bl|eiltl»m L®" W6I,Ä «-S5 Dl< ' | BthSrdk Äin u ÖU« nld|li »n. *1*1 Mv Statt M* Mttwi .^«bttttl'FMja M eia riztat» So. rten btjonbtri * S'®Wtr, Lchttiav, 7^s«, - »tlcht pt 1 Feldbau tittito 'vkauftu tnö finbra ihr *n: An Mt köA London, 16, Auzuß. rt »Daily Trltzrayy' 1) SuHl“ । von bin» itlu Tin altn da» latiiit ri^ach io: Ein hauiu heraar und fit tfic e effen und fit st»b», runde, et ftibalRltaa,. inzialblatt lagt in tlnte Abgeordneten Biggar x ist HIngtschitdtu. Dn atrioten folgen mögen.2 * 4 * ein Liverilker Polijti- >ch wegen Betrunkenh^ ch habe aber nur 2 Ml/ n HLtttst, könntest Di !flt Notwort. — f$>äB fragte ewi Tante und fie ist Mr AttaWx" Mtv. Da» Botbti gehen und der Sergen MI Da konnot einmi. inch selbst an. Da» ii einhaltet, nicht wahr?' irischen Prrr lief °°l «luSlaud rin ktrauhean -n Lord sofort von dn und schloß feinen BrW hrt Lordschast abweseni ndeu konnte, genommtn . $tMWu bilk" Me Lheaterrem irstev halste de» vorigrc ittnf. W alliors und irtuvtt' gezüudetru i, schönen ngen, * mental j.njftxbtge ab PastoreM it lnstige so Ml öderen Sande den, .jgfuP”6 j 8ll6l ltlH-h'" itM» „still Doot«'' und VW 1 4 P ..Art S»^. L'S- kleiner rot-brauner Glöckchen hängen an einer Ri-pe nnd ein Gang durch das duftende HaidegelLnde ist zur Jetztzeit unvergleichlich schön und auch poefievoll. Millionen gelbbrauner Bienen läuten darin nnd sammeln den berühmten Haidehonig. In diesem Jahre, wo die Bienen wegen bei naßkalten Frühlings nur schwache Frühtracht einbringen konnten und wo erst im Juli die Linden und der Buchweizen reichlichere, immerhin aber noch ungenügende Tracht boten, in diesem bislang ungünstigen Honigjahr ist es nun jetzt die voll erblühte Haide, welche den Bienenvölkern in Hülle und Fülle Nektar schenkt. Und so haben denn auch die Imker ihre Bienenkörbe nach der Lüneburger Haide gebracht, aus dem Braunschweigschen und Htldeshetmscheu in die Gishorner Gegend, wo große und man möchte beinahe sagen fette Haideflächen zur versügung stehen und wo die Blüthentraubeu der Haide diesmal so recht lang und honigreich find. Beit dem 5. Äugust herrscht das beste Bienenwetter, die Völker find mithin im Stande, versäumtes nachzuholen. Wir werden also in diesem Jahre schönen Hatdhontg haben. Wer immer es ermöglichen kann, der unternehme jetzt eine Haidefahrt, er wird sich belohnt finden. Wissenschaft, Literatur und Aunst. — Die ioeben erschimenm Lieserungen 12 und 13 deS von Karl Werckmetster btrauSaeaebemn BildntßwerkeS: ,DaS neunzehnte Jahrhundert in Bildnissen" bringen zu dem geplanten grohen Porti ätroerke eine Fülle roerthoollen Biidnttzmaterials. Wir erwähnen ein von Lenbach gemaltes, noch unbekanntes Bildniß Moi'tz von SchwinbS au» dem Befitze der Tochter bei genialen Künstler», In dessen Schöpfungen, rote j. B. dem „Märchen von den sieben Raben" und der „Schönen Melusine", noch einmal die Märchenwelt der Romantik in alter Pracht aufstieg. Besonders werthvoll ist auch die Wiedergabe deS vorzüglichen, von Souchon gemalten Porträts LortzingS, deS liebenswürdigen Meisters der komischen Opcr, von dessen trübem LebenSgange, von dessen lauterem Character gelegentlich der Sammlung von Beiträgen zu einem Denkmal letzthin viel die Rede war. DaS Porträt hat die Tunnelgesell- schast in Leipzig beigesteuert. Weiterhin folgen die Bildnisse von Metternich und Robert Peel (nach Thoma» Lawrence), Schleiermacher (von Krüger), GabelSberger, Senefelder (nach Lilhographteen de» Münchener Kupsersttchcabtnet»), Bauernfeld (von Kriehuber), Jmmermann, Joh. Peter Hebel, A. W. o. Schlegel, Gottfried Keller (nach einer vorlrestlichen Züricher Raturaufnahme), Mitscherlich, Faraday (au» der englifchen Nationalgalerie), Boieldicu, Delaeroix (fein Selbstbildniß). Don Verfassern der Biographieen zu dem begleitenden „neuen Plutarch" finden wir außer den bewährten alten, wie Julius Hart, Alfred Schmid, Leopold Schmidt, W. Bölfche, Lier u. a., einige neue, wie Max Corniceliu», der über Gottfried Keller schreibt, Georg Rich. Kruse, al» Biographen für Lortzing, und Otto Pfleiderer für Schleiermacher. — Die „Illustrirten Oktavhefte von lieber Land und Meer" (Stuttgart, Deutsche Verlagsanstalt) beginnen mit dem soeben auSgegedenen ersten Heft einen neuen Jahrgang, den der neueste Roman von Ossip Schubin „Dollmondzauber" eröffnet. Der Roman spielt in einer kleinen böhmischen Garnisonstadt und auf den umliegenden Schlössern deS österreichischen HochadelS, also in einem Milieu, in besten Schilderung die Berfasterin eine anerkannte Virtuosität besitzt. Nüchternere Leser, denen der neueste Roman Ossip Schubins zu viel de» geheimnißooll Gespenstischen bietet, finden in den beiden Erzählungen „Blut und Eisen" von Max Eyth und „Der StragghanS'l" von GoSwina von Berlepsch einen urgesunden, krästigen RealiSmuS, mit dem der erstere die Erfahrungen und Abenteuer eines deutschen Ingenieurs in Aegypten schildert, während Goswina von Berlepsch tn ihrer ernsten und gemüthvollen Art einem Sonderling au» den Tyroler Bergen in die Tiefen seiner Seele leuchtet. Unter den illustrirten Artikeln sind zwei, „Set gegrüßt Italien'." von Richard Voß, und „Unsere Singvögel im Freien und in der Stube" von Gustav Heick, mit farbig wtedcrgegebenen Abbildungen geschmückt, die die ganze Schönheit der Originale — Aquarelle der bekannten Maler Wilh.lrn Hofmann und CH. Votteler — in kaum übertroffener Reproduktionstechnik veranschaulichen. Ein dritter illustrirter Arikel schildert da- erwachende München in zwölf sehr charakteristischen Zeichnungm von Paul Hey und in einer humoristischen Plauderei von B. Raucheneggrr. Von aktuellem Jn- tereste sind die Feuilletons „Pariser Theaterabende" von Bernhardine Schulze-Schmidt, „Gesunkene Schine und ihre Bergung", „Die Usambara-Eisendahn in Deutsch.Lstafrika" von W. Roloff, „Klondike- Golbfieber" von O. Zahn, „Im LuxuSzug von A. Oskar Klauß- mann, und „Die Weltausstellung in Paris 1900" von Georg Franke. Außerdem find noch Anton Freiherr von Perfall, Max Lay, Paul von SzczepanSki, Sophie von Khuenberg, Alice Freiin von Gaudy und andere namhafte Autoren mit Beiträgen vertreten. Unter dm vielen Kunstbeilagen, die da« Heft zterm, befindet sich auch Stucks berühmtes Bild „Der Krieg" in einer großen und wahrhaft künstlerischen Holzschnittreproduction. Ueber eine besondere Anziehungskraft tiefer Hefte, die „Ueber Land und Meer Photographien", möaen sich die Leser selbst inforrnirm, indem sie sich daS erste Heft der Illustrirten Octav-Hefte von „Ueber Land und Meer" von der nächsten SorlimmtS- ober Colportage-Buchhandlung zur Ansicht kommen laffm. Die Reichhaltigkeit und Vielfeitigkeit dieser im Vergleich zu ihrem Inhalt und ihrer Ausstattung billigsten deutschen Monatsschrift (Abonnementspreis nur 1 Mark für jedes vier- wöchentliche, ungefähr 120 Seiten starke Heft) werden jeden Lefer überraschm. — München. Die vor vier Jahren begonnenen Arbeiten zu dem von den vereinigten Akademim Berlin, Leipzig, Göttingen, München und Wim in Angriff genommenen Thesaurus latinua. einem umfassenden Wörterbuch der laleinischm Sprache, sind nun so weit gediehen, daß man etwa Anfangs 1900 mit der Zusammenstellung deS gesammten Stoffe» beginnen kann. Die Ausarbeitung soll hier erfolgen. In etwa 15 bis 20 weiteren Jahren wird daS Riesenwerk vollendet sein. Lingefandt. Gieße», 22. August 1808. Die Fortsetzung der Liebigstraße ist endlich dem Verkehr übergeben worden. Sie ist eine ebm so zweckmäßige, wie schöne Anlage, eine Zierde unserer Stadt, die auf den durchreisendm Fremden einen Eindruck nicht verfehlen wird. Allein ihre Benutzung wird wesentlich erschwert durch die sie kreuzmdm Oberheffifchen Bahnen. Hat sich dieser Umstand schon seither, so lange die Straße wenigstmS für Fuhrwerke eine Sackgasse bildete, unangenehm bemerkbar gemacht, so wird dies für die Zukunst in Folge der Erstreckung in erhöhtem Maße der Fall sein. An und für sich bieten solche Uebergänge außerhalb der Stadt, wenn sie mit Schlagbäumen versehen sind, die von einem gewissenhasten Beamten bedient werden, kaum eine Gefahr für daS Publikum. Aber auch hier ist Aufmerksamkeit und Vorsicht geboten, wie viel mehr an einer Kreuzung von Bahn und Straße in einer belebten Stadt, an einer Stelle, von der wenige Meter entfernt der Bahnkörper eine Curve macht, die außerdem nicht allein von aus- und einfahrenden Zügen paffirt, sondern auch zu Rangirzweckecken benutzt wird. Wäre hier schon früher eine vollkommenere Barriöre ersorderlich gewesen, so ist die» jetzt nach erfolgtem Durchbruch der Liebigstraße ein dringendes Bedürfniß geworden. Aber die preußisch-hessische Bahnverwaltung hat von der vorerwähnten Erstreckung und der damit Hand in Hand gehenden Vermehrung des Verkehr» auf genannter Straße keinerlei Notiz genommen, sie hat sich nicht veranlaßt gesehen, dem Publikum und seinen Interessen nach Möglichkeit Sicherheit und Schutz zu gewähren. Die ganz unzulänglichen Schlagbäume sind immer noch vorhanden. Viele Hunde, und darunter recht werthoolle Thiere, sind aus diesem Uebergang schon jämmerlich überfahren worden, ein wahres Wunder ist, daß dieser Ucbelftanb nicht schon Menschenopfer forbette. Warum verwahrt man ben Uebergang nicht, wie ben über bie Frankfurter Straße, warum versieht man nicht bie Schlagbäume mit einem Drahtgitter, so baß hier nicht nur bie Gefahr an gebeut et — bieö genügte wohl für vernünftige Menschen, bie außerbem über ihre fünf Sinne verfügen, nicht aber für unachtsame Kinber, nicht für Thiere — vielmehr eine wirksame Barrikabe geschaffen würbe, die bet rechtzeitige? Bedienung jedem Lebewesen ein energisches Halt entgegensetzte? Da» Publikum dürfte wohl hierauf einen wohl- begründeten Anspruch Haden. B. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemeffen am 24. August, zwischen 11 u. 12 Uhr Mittags: Wasser 19'/,°, Luft 17°. Rübsamen'sche Badeanstalt. Wöchentliche Neberficht der Todesfälle in Gießen. 34. Woche. Vom 14. August bis 20. August 1898. (Einwohnerzahl: angenommen zu 24100 (tacl. 1600 Mann Militär). SterblichkettSziffer: 32,37, nach Abzug der Ortsfremden 25,89°/«» _ Q Kiadir Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr: KrebS 3 (D 3 kl) - — Lungenentzündung 1 (1) 1(1) — — Lungenerweiterung 11 — — Asthma 11— — Wurmfortsatzentzünd. 1 (1) 1 (1) — — Nierenentartung 11 — — . Magen-Darmcatarrh 4 — 4 — Unbekannte Krankh. 3___________1____________1____________1______ Summa: 15 (3) 9 (3) 5 1 Hum. Die in Klammern gesetzten Ziffern gebe» an, rote viele der Todesfälle in der betreffenden Krankhett auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Neueste Nachrichten. Depeschen bei Bureau »Herold". Berlin, 24. August. Die Kaiserliche Familie wurde dem ^Local-Anzeiger" zufolge tu Schloß Wilhelms- höhe durch einen Schornsteinbrand erschreckt. Die Feuerwehr war bald zur Stelle und löschte in kurzer Zeit den Braud. Berlin, 24. August. Zur Stellungnahme betreffs der Betheiltgung an den preußischen Landtagswahlen tagte gestern Abend hier eine sür die vier Berliner LandtagSwahlkretse von den Socialdemokraten einberufene, von etwa 2000 Personen besuchte Versammlung. ES kamen Anhänger und Gegner der Betheiltgung der Soctaldemokratie an den nächsten Landtagswahlen zu Worte. So trat der RetchStagsabgeordnete Kayser und der Prtvatdocent Arons für eine Betheiltgung wenigstens in den Provinzen ein, während der Referent, Schriftsteller Ledebour, eine Resolution einbrachte, wonach von der Betheiltgung an den Landtagswahlen Abstand zu nehmen set. Die Resolutton wurde mit großer Mehrheit angenommen. Holz-Minden, 24. August. Gestern Nachmittag ging hier ein furchtbarer Wirbelsturm mit Hagel und Wolkenbrüchen nieder. Der 180 Fuß hohe Kirchthurm der evangelischen Stadtkirche stürzte ein, ohne weiteren Schaden anzurichten. Der Sturm hat viele Dächer abgedeckt. Die Stadt bietet ein Bild traurigster Verwüstung. Der Schaden ist sehr bedeutend. Charleroi, 24. August. In Chatelet brannten in der letzten Nacht acht Arbeiter Wohnhäuser ab. Mit der größten Mühe gelang es den herbeigeeilten Einwohnern und der Feuerwehr, den Brand ein-nschränkrn Mehrere Personea find verunglückt. Bordeaux, 24. August. Ein vergnüguugSzug suhr gestern durch einen in Flammen stehenden Fichtenwald und wurde nur durch die Geistesgegenwart des Locomotiv- Führers gerettet. Als dieser die Gefahr fah und nicht mehr zurückkehren konnte, gab er Volldampf und führte den Zug mit Blitzesschnelle durch die Flammen. Infolge deS Schreckens und der großen Hitze fielen zahlreiche Personen in Ohnmacht. Madrid, 24. August. Die Regierung gibt die Philippinen für verloren. Die innere Lage ist gefahrvoll. Unter den Ministern herrscht Uneinigkeit. lickiniiitiniidjiiiitifii Unter den beiden Schafherden zu Wißmar ist die Maul« und Klauenseuche amtlich festgestellt worden Krofdorf, den 24. August 1898. Der Bürgermeister. Kleine. 8427 (i in iitchliiiiiu'ii Stabt. Schlachthaus. Freibank. 8373 Heute und morgen: BinMnfd) 5y4 pfg. Zchmillküeisch »0 Dfg. VrrsleigrrunM Grummetgras- Versteigerungen dkl fiirBlidj Solmlisch«! gentri sch. Da» Grummetgras von den Fürstlichen Wiesen rc. wird versteigert: Donnerstag deu 1. Leptbr., Bormittags präciS 8 Uhr: von den Wiesen in der Gemarkung Lich oberhalb der Stadt, zusammen 115 Morgen. Zusammenkunft an der Saubrücke nächst der Peinmühle. Au demselben Tage, Nachmittags präcis 1 Uhr: von den Wiesen unterhalb der Stadt Lich und von der groben Teichwiese, Gemarkung Hof Albach, zunächst der Staatsstraße Lich—Gießen, zusammen ca. 30 Morgen. Zusammenkunft im Schloßgarten an der Eisenbahn- drücke. Freitag deu 2. Teptember, Bormittags präcis 8 Uhr. von den Fürstlichen Wiesen in den Gemarkungen Mühlsachsen, Ober- und Meder-Bessingen, im Ganzen 130 Morgen. Zusammenkunft in Mühlsachsen. Montag den 4. September, Bormittags präcis 9 Uhr: von der Fürstlichen Mönch- und Etrauchwaldwiese, Gemarkung Burkhardsfelden, zusammen 70 Dtorgen. Zusammenkunft in der Mönchwiese. Lich, den 23. August 1898. Fürstlich Solmfische Rentei. Kreiling. 8418 Keule Donnerstag trifft auf dem Gülerbahnhof der Main- Weser-Bahn eine Labung 8424 Gurken zu staunend billigem Preise ein. ßtlltt nnb folgende Tage in Eispackung eintreffend 735 la. Schellfische in allen Krößen, ßaöliau, Schollen, Zander, Kechte etc., Teehecht im Ausschnitt, Tappen- und Tafelkrebse, Garben, Tchleie und Aale. Prompter versandt «ach auswärts. J. M. Schulhof, Marktstraße 4. Telephon 119. Empfehle heute prima Fleisch- und Wurftwaaren. | Wrdkmkbgkr Keßler. Fliegenhüte (D.R.G.M. Nr. 67655) bester Fliegenfänger 15 Pfg. Ernst Balser. _______Alleinige Niederlage._______ Uermiethungen 8414] Mansardenwohnung, Zimmer, 2 Cabinette, Bleicbplatz, Wasserleitung rc., zu vermiethen. Wolfstr. 20, Ecke Lickerstr. 8423] Wohnung, 1. 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Steuer-Commiffariat Gießen ausgestellte Hebregister für die Beiträge zu den Kosten der Handelskammer für executorisch erklärt worden ist, wird dasselbe der bestehenden Vorschrift gemäß 8 Tage lang, vom 25. August bi» 2. September 1898, auf dem Bureau bei Herrn Commerzienrath Heichelheim mit dem Anfügen offen gelegt, daß etwaige Einwendungen gegen dasselbe binnen dieser Frist vorzubringen sind, und daß später vorgebrachte Beschwerden keine Berücksichtigung finden werden. Gießen, ben 24. August 1898. 8432 Großhrrzogliche Hanbelskammer. Koch 8314] Logis, 2 Zimmer, Kücke mit Zubehör, zu vermiethen. Ederstr. 6, II. 8333] Scköne 3-Zimmerwohnung per October zu vermiethen. Südanlage 7. 8336] Wegzugs halber ist eine Mansardenwohnung, 4 große Zimmer mit allem Zubehör, Wasserleitung, großer Bleickplatz mit Trockenhaus, ©arten» antheil, zu vermiethen. ________H. Ruckstuhl, Asterweg 55. Msmarckstraße 16 scköne Mansardenwohnung per 1. 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Durck Wegzug des Herrn Kreisrath Wallau ist dessen Wohnung (Haus zum Alleinbewohnen- per 1. October oder früher zu vermiethen. 7559 ______G. Rauheimer, Bleickstr. 15. 6671] Freundliche Parterrewohnung, 4 Zimmer, in der Nähe des Ludwig- Platzes alsbald zu vermiethen. Näheres in der Ervedition d. Bl. 7968] Lleinstratze 19 ist der erste Stock, 5 Zimmer mit allem Zubehör, per 1. October I. I. zu vermiethen. Andr. Euler, Steinstr. 11. II. 7985s Em sreundttckes Logis von 2 großen Zimmern, Küche und Corridor, per 1. October zu vermiethen. Hermann Thiele, Liebigstraße 35. 4211] Scköne Mansardenwohnung, 2 Zimmer, Küche mit allem Zubehör, sofort an ruhige Leute zu vermiethen. _______________Westanlage 42, I. 5504] Ter i. Stock, 3 große Zimmer mit allem Zubehör, wegen Versetzung zu vermiethen. Ederstr. 13. halten, zu verkaufen. 8415 Hausrath zu verkaufen. 8388 Löwengaffe 22, in. miethen. 8326] Zwei möblirte Zimmer zu ver- Dammftraße 34. mischen. Die Beerdigung findet in Giessen Freitag den 26. August, Nachmittags 6 Uhr, von 8433 der Leichenhalle des Friedhofes aus statt. geben bei 8400 Rendant Doering in Gießen. Gießen, den 24. August 1898. 8431 Verwalter Wißner im Volksbad aelanaen zu lassen. 8425 8419 «ine 1 Coursbericht 8421 Birkenstock & Schneider Preuß. Consols Stadt Darmstadt v. 1891 Stadt Worms unk. b. 1901 1887 Oefterr. Staatsbahn v. 1885 91.60 59.25 dio. unk.b.1905 102.00 |4 3% DeutsckeGrdsch.B.unk.b.1906 99.20 Brief Selterstveg 83 Darmst. Bk -Actien 304.63 7ß52 E. — Druck und 8tr(eg der Drühl'scheu Ihn »tratet»-»** unb ®fttnbntdrrrt (Pietsch Erden) ie »teß«. M verluiufon Uerslhiedenes Mietgeluche Offene Stellen 20.34 4.17 Versicherungsbestand: 101 Millionen Mark. Rentenversicherung. 20 Franken-St. Engl. Sovereigns Dollars in Gold 86.10 102.50 19 85 97.50 44.45 101.50 000.00 99.75 99.60 100.00 101.75 4 3 Geld 80.80 169.85 4.181/, 00 CD 00 Portugiesen Mexikaner Monopol-Griechen von Eisenb. Rentenb. Obl. Buderus Obl. 20.38 ; 4.20 ! 1 Ausgezahlte Versicherungssumme: 21 Millionen Mark. Goldene Damenuhr am Bahnhofe dahier, zwischen der Oberhessischen und der Main-Weser-Bahn am vorigen Sonntag Morgen verloren. Gegen angemessene Belohnung abzu- Aberrdcorrrser 000.00 | Oefterr. Credit-Actien GelkgenheitsKiiuf! Umzugshalber sind vom 27. bis 30. d. Mts. Ludwigsplatz 10, Part., verschiedene Möbelstücke, wie Schränke, Tische, Stühle, Gasheiz- und Kochöfen, eine ärztliche Verband- und Jnstrumenten-Console, eine Personenwaage ic. ic., sowie allerhand Freunden und Bekannten machen wir hierdurch die schmerzliche Mittheilung, dass unsere gute Mutter und Schwiegermutter 8429] 2 bis 3 möblirte Parterrezimmer, nächst der Realschule, per sofort zu miethen gesucht. Zahlung prän. Offerten unter „Ausland" postlagernd Gießen. Nnlld Hagelivetttti den natfltitd das Was Wger §oi te°He ist ah Die Grummetervte von 4 Morgen Wiesen verkauft I. Happel, Neustadt 56 Das kü« Nur r pleMchen mit ganz hrrauSMi Prachtgeban ttlib ober ,genofitnfrei ia6 i« S« dn Word! hieran bei l vkd, lähl fl wohl btH Haida' trllfat w SrbeitSstvf stacken Pi solle. M taiiste T! veiflossenei die Falle jrrilich am grsttllt Nii ewzelnen § tag» InSbk tooibtn, M mftylgMt i «Güssen Mmv,' ÄMtMv Fcht nad Was Abgrordni so dürfte l recht eine regten dcS prellf in »elchei g'sttzeinw «messen, Aktiva r 237> Millionen Mark. Jede .Art Serstchcrung auf Todesfall, Grkeöensfall und Ztente. SSiistise ßtbingungtn. — Mäßige Primieusöhe. Der ganze Ueberschuß kommt den Versicherten zu Gute. Steigende Dividende nach Hohe der Prämienreserve; sie gelangt im zweiten'Jahre zur Vertheilung und hat tn diesem Jahre auf die ältesten, mit abgekürzter Prämienzahlung geschlossenen Versicherungen bis 69% der Jahresprämie betragen. Ikrlotcn Todes-Anzeige (Statt jeder besonderen Anzeige). 102.35 95.50 100.95 000.00 102.50 Pferdeknecht gesucht 8422 JohS. Ruth, Schützenstr. 19. Gießener Volksbad. Die Lieferung von etwa 15 Doppellader« guter Kessel« kohlen soll vergeben werden Angebote beliebe man an Herrn Bade« Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem Verluste unseres lieben Kindes, sowie für die vielen Blumenspenden sagen tiefgefühlten Dank bei d„i ^hltltra, y ^Sribtlduvo J1 ili atm U'N «tu fr «ab ui llfUö8 btt । Mltru Skt 116 * Zj?i t-te 19 Kleteg,' >■* Geldsortenr Brief Geld 16.20 16.16 Franz. Banknoten 4 8 6 4 4 4 8379] Gebrauchtes, aber gut erhaltenes Sopha billig abzugeben. ________________Ludwigstratze 33. chrummetgras von zwei Wiesen zu verkaufen. 8404 _________________Adolf Möhl. Rosenberg’s Traubengeist chemisch untersucht und als reines Weindestillat begutachtet, gesetzlich geschützt unter Nr. 23731 vom Kaiserlichen Patent-Amt Berlin nur allein zu beziehen durch die Erste Homburger Cognac-Brennerei 1 3 Jtal. staatsgar. Eisenb. I 37, Frankftr. Hyp. 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