Rr. 146 Erstes Blatt. Samstai, dm 25. Juni 1898 Erscheint tägNch mit Ausnahme des Montags. Die Gießener Aamilienvtätter werden dem Anzeiger wSchentüch viermal beigelegt. Gießener Anzeiger Nezng-Prer- vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerloh«. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. «»nähme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. General-Junger Alle Anzeigen-BermittlungSstellen d«< Zstr- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger tntgegce. Arnts- und Anzeigedlutt für den Ureis Gieren. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schnkstraße Ar. 7. | Gratisbeilage: Gießener Familienülätter. Adresse für Depeschen: Anzeiger Kietze«. Fernsprecher Nr. 51. Umtlidjcr Theil« Bekanntmachung, brtr.: Die AuSsührung der Allgemeinen Bauordnung. Da die Bestimmungen über die Anzeigen von der ganzen i ter theilweisen Fertigstellung eine» Neubaues oder einer Lauveräuderung häufig außer Acht gelassen werden, bringen vir das Nachstehende zur Kenntniß der Betheiligten: 1. ZveckS Prüfung des Bauwesens ist schriftlich oder mündlich Anzeige hierher zu machen: a bei Bauten au der Straße nach A«f- ftelluug des Schnurgerüstes nnb nach dem Versetzen der ersten Sockelschicht, b. nach Vollendung des Rohbaues, o. nach Fertigstellung des ganzen Banes. Wer die unter a — c aufgeführten Anzeigen nicht oder zu spät erstattet, verfällt in die im Art. 80 der Allgemeinen Einordnung angedrohte Strafe (Geldstrafe bis zu 150 Mk. ober Haft.) 2. Bon besond'rer Wichtigkeit ist die Revision des Rohbaues und darf vor deren Beendigung au dem Bau mit verputzarbeilen u. dergl. nicht be- gönnen werden. Daß die Revision stattgefundeu hat, wird von tnm au dem betr, Bauherrn, bezw. Baumeister oder Bau» Handwerker durch eine schriftliche Bescheinigung der ,Lterzeichueteu Behörde mltgetheilr. Erft nach Za- strllung einer solchen Bescheinigung und eventuell erst nach 8 rseitigung der bei der Revifion zu Tage getretenen Anstände ist dar Weiterarbeiten zulässig. 2. Neu angelegte oder wesentlich veränderte Kamine dürfen nicht eher benutzt werden, als dies von der unterzeichneten Behörde gestattet worden ist. Gießen, den 23. Juni 1898. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. v. Bechtold. Die Lage in der Türkei. Im Südosteu Europas beginnt es wieder unruhig zu «irden- an manchen Punkten scheinen sich dort ernste Dinge «o-rzubereiten, die wahrscheinlich daS Eingreifen der europäi- itim Diplomatie erforderlich machen werden. Wir wissen ja, lug die Großmächte mit gespanntester Aufmerksamkeit die Dinge auf dem Balkan verfolgen, uud bet jeder sich dar- iinteuden Gelegenheit auf den Sultan einzuwirken suchen. S'iit Kurzem gährt rS gewaltig in Albanien, wo iS fast iS glich zu Reibereien au der montenegrioischen Grenze kommt. D'ie Albanesen find bekanntlich einer der unruhigsten uud Ikßegerischsteu Volksstämme der Türkei,- sie haben fich freilich in letzter Zett ziemlich friedlich verhalten und große Zurück» mituvg geübt, die fie aber jetzt bei Seite zu werfen beab- iRtigeu. Wie schon gesagt, haben au der albanisch montenegrinischen S-ieuze ernste Zusammenstöße stattgefunden, für welche beide Heile die Verantwortung von sich abwälzen wollen. Jeder K schuldigt den andern dar Karnickel zu fein, welches den Iireit angefaugen hat. Der Vertreter des Fürsten der Schwarzen Berge hat bei der Hohen Pforte bereits Recla- xettonen erhoben, denen sich auch der serbische Gesandte au- ,schloffen hat — freilich aus ganz anderen Gründen. Seitens *n Türkei wird vermuthet, daß Montenegro die Unruhen in Manien selbst angezettelt hat und bet dieser Gelegenheit im lettben fischen und die mazedonische Frage wieder auf- :o'len wolle. Bekanntlich hat man den Fürsten Nikita bereits seit iugerer Zeit im Verdachte, Pläne auf dem Balkan zu ver- tilgen, die der Erhaltung des Frieden» auf der Halbinsel richt förderlich sein würden. Seine letzte Reise iuS Ausland, eih Aufenthalt tu Loudon und die Conferenzeu, welche er ait Lord Salisbury halt-, wurden mit größtem Mißtrauen -l folgt, uud wenn es auch hieß, daß der Fürst für seine Wchteu Seitens de» englischen leitenden Staatsmannes tfae Grmuthigung erfahren hat, so kann man dem doch nicht bedingt trauen, weil bekanntlich England ebenfalls ganz ssme im Trüben fischt und seine Soaderinterrssm allen au- >wrn vorauzustellen pflegt. Selbstverständlich wird über die vchren Absichten Montenegro» kaum etwas bekannt werden, eem es der Pforte gelingt, die Albanesen wieder zur Ratson ll bringen. Die Albanesen, welche bereits jetzt eine verhältnißmäßig weitgehende Autonomie genießen, beanspruchen die Ausdehnung derselben auf die in Mazedonien lebenden albanefischen Stämme. Darauf kann selbstverständlich die Pforte nicht eingehen, weil dann die übrigen Christen Mazedonien» mit derselben Forderung herantreteu würden. Jedeaf.ll» setzt der Sultan dem Verlangen der Albanesen beharrlichen Widerstand entgegen uud hat jetzt Maßnahmen getroffm, um die Ruhe in Albanien wtederherzustellen. Ob ihm daS für längere Zrit gelingen wird, steht dahin; die Albanesen find äußerst hartnäckig uud haben bisher noch immer die türkische Regierung gezwungen, Concesfionen zu machen. Allem Anscheine nach wollen die Großmächte jetzt auch die Kretafragc wieder anschuetden. Sie haben dem Sultan mit- getheilt, daß eine provisorische Verwaltung der Insel etvge- führt werden solle unter einem (Komite der kretenfischeu Nationalversammlung, über welches die Admirale der in den Kretagewässeru ankernden Flotten eine gewisse Oberausficht auSzuüben hätten. Wohlbemerkt, diese Verwaltung soll nur eine provisorische sein- die definitive Regelung der Gouverneurfrage wird damit wiederum hinauSgeschoben werden. Allem Anschein nach halten Rußland und die in dieser Angelegenheit mit diesem übereinstimmenden Mächte an der Candidatur des Prinzen Georg von Griechenland fest- aber der Widerstand des Sultans dürfte immer noch nicht gebrochen worden fein. Aus diesem Grunde hat man wohl zu einem Provisorium gegriffen uud die eudgiltige Regelung auf einen geeigneteren Zeitpunkt vertagt. Im Allgemeinen kann man dem Auswege nur beipfl'chten, falls derselbe eine Handhabe dafür giebt, daß Rahe und Ordnung auf Kreta hergestellt werden, ehe ein Gouverneur die Regierung der Insel antritt. Von besonderem Werthe würde dies sein, wenn Prinz Georg von Griechenland der künftige Geueralgouderneur ist, dem oer muhamedanische Theil der Bevölkerung von vornherein jedenfalls keine Sympathieen ent» gegenbringi. Soweit man nach den türkischen Verhältnissen beurtheilen kann, dürfte übrigens noch manche Zeit vergehen, ehe ein Einvernehmen zwischen dem Sultan und den europäischen (Kabinetten bezüglich de» kretenfischeu Gouverneur» erzielt sein wird. (xx) Deutsches Reich. Berlin, 23. Juni. Die „Hohenzollern" mit dem Kaiser an Bord lief Donnerstag um 12 Uhr 50 Min. aus dem Kaiser-Wllhelm-Canal in den Kieler Hafen ein. Albte kaiserliche Archt in Sicht kam, feuerten sämmtliche Kriegsschiffe den Kaisersalut, die Mannschaften standen in Paradestellung. Prinzesfiu Heinrich mit dem Prinzen Joachim und der Prinzessin Victoria Luise hatten fich kurz zuvor an Bord der „Hohenzollern" begeben. Berlin, 23. Juni. Der „Reichsanzeiger" theilt heute berichtigend mit, daß entgegen seiner gestrigen Angabe im Wahlkreise Oitweiler-Sanct Wendel-Meisenheim nicht Freiherr v. Stumm gewählt ist,sondern Stichwahl zwischen diesem und dem Candidaten de» CentrumS, Dr. Hille, stattzufinden hat. Berlin, 23. Juni. Die Arbeiten für die Organisation der Colonial-Schutztruppen find jetzt beendet, sodaß die betreffenden Mittheilungen zur Veröffentlichung gelangen werden. Neuformattonen oder Neuforderungen bedingende Aenderungeu find nicht dabei vorhanden. Berlin, 23. Juni. Die Stadtverordneteu-Versammlung wählte heute Nachmittag den bisherigen zweiten Bürgermeister Kirschner mit 76 von 95 Stimmen zum Ober» bürgermeister von Berlin. Berlin, 23. Juni. Die Vorarbeiten für die Neuorganisation der Feldartillerie find nunmehr, wie eine militärische Correspoudenz berichtet, soweit gediehen, daß das bezügliche Gesetz mit dem neuen Etat in» Leben treten und dem neuen Reichstage zur Beschlußfassung vorgelegt werden kann. Entsprechend der Cavallerie werden bei jedem Armee Corps zwei Brigaden, jede zu zwei Regimentern, formtet werden. Von den reitenden Batterien werden soviel Abtheilungen eingehen, daß nur für jede im Kriegsfälle aufzustellende Cavallerie-Divifion eine Abtheilung verbleibt, sodaß die eigentliche Vermehrung an Geschützen und Gespannen im Verhältniß nur eine unbedeutende sein wird. Berlin, 23. Jvnt. Sämmtliche Bäcker-Innungen Deutschland» haben beschlossen, alle verfügbaren Kräfte sofort den Bäckermeistern in Hamburg-Altona zu Hilfe zu senden. Seiten» der Bäcker-Jnuungen Concordia und Germania gehen heute Abend von hier eine Anzahl Gesellen nach Hamburg ab. Die Gesellen erhalten freie Fahrt und auskömmliche Löhne und treten nach Beendigung de» Strike» wieder in ihre alten Arbeitsstellen ein. Berlin, 23.Juni. Um die Lage de» Kleingewerbes zu ftubhen, ist ein preußischer Ministertalvertreter nach Oesterreich gesandt worden. Es heißt, daß auch noch nach anderen Staaten hin Sachverständige ausgesandt werden sollen. Jedenfalls steht die Frage, ob e» Möglichkeiten gebe und welche, um das Kleingewerbe dem Anwachsen des Waaren- hauS- und GroßbazarwrfeuS gegenüber besser zu schützen al» bisher, weit im Vordergrund des Interesses der deutschen Regierungen. Berlin, 23. Juni. Da die Besetzung vouKiautschou in ihrer gegenwärtigen Stärke erhalten werden soll, stellt fich die Nothwendigkeit der Ablösung deS ältesten Jahrgang» de» 3. SeebataillonS heraus. Hierzu ist der Uebertritt von 40 Unteroffizieren und 270 Mann au» der Armee beantragt worden. Zur Zeit finden Umfragen nach fich freiwillig Meldenden bei sämmtlichen ArmeecorpS statt. Berlin, 23. Juni. Zur Erleichterung de» Packet- annahmeverkehrS sollen jetzt, wie der „Sonfecrionär" erfährt, die großen Geschäfte ihre eigenen Packet-Aunahnre- stellen erhalten. Der erste versuch ist bei einem der größten deutschen Versandtgeschäfte in Dessau gemacht worden. Bet dieser Firma ist nach langwierigen Verhandlungen, die beinahe 28/< Jahre gedauert haben, in einem vom Geschäft»» Hause der Firma an die Postverwaltung abgetretenen Rau« eine Packet Annahmestelle geschaffen worden, in welcher die Post die Packete der Firma annimmt, um sie direct zum Bahnhof zu befördern. Die Gegenleistungen find allerdings nicht unbedeutend. Außer der Hrrgade des Raume» muß die Firma die sämmtlichen Bureau- und Materialkosten tragen, sowie al» Entschädigung sür Beamten- und Transport- kosttn eine Gebühr von l1/» Pfg. sür daS Packet entrichten, was bei einem verkehr von 300000 Packeten jährlich 4500 Mk. auSmacht. Hannover, 22. Juni. Der deutsche Fleischer- verbandStag lehnte mit großer Mehrheit eine Resolution zur Bildung von Zwangsinnungen ab. Einstimmig wurde ein Antrag angenommen: „Der Verbandstag möge beim Reichskanzleramt darum ersuchen, daß Seiten» de» ReichSgesundheitSamte» festgestellt werde, welche der fetther gebräuchlichen ConfervirungSmittel bezw. welche Mengen derselben zur Conservirung von Fletsch, tnSbesondere als Zusatz zu Hackfleisch zulässig sind. Da nach Anficht eine» Theil» der Chemiker keine» der bis jetzt gebräuchlichen Mittel als ganz unschädlich bezeichnet werden kann, wird der verbands- vorftand gleichzeitig beauftragt, wenn nöthig durch Preis- ausschreiben, zur Herstellung eines wirksamen, unschädlichen Mittel» aufzufordern." Weiter sprach fich der verband»tag für die Besteuerung der Consumvereine au». Ausland Budapest, 23. Juni. Infolge der Theilnahme ungarischer Staatsbürger an den Prager Demonstrationen beschloß die Regierung gegen alle staatsfeindlichen Umtriebe im Wege bei Gesetzgebung Remedur zu schaffen. Lemberg, 23.Juni. Die aufstänbische Bewegung scheint unterdrückt zu fein. Die Ruhe wurde gestern nirgend» gestört. Lemberg, 23. Juni. Heute Abend reist der Statthalter nach Wien ab, um über die Situation in Galizien Bericht zu erstatten. London, 23. Juni. TS wird gemeldet, der Insurgenten- sührer Garcia habe den Admiral Sampson benachrichtigt, daß General Pando mit Verstärkungstruppen vor Santiago eingetroffen fei. Washington, 23. Juni. Die Landung der Ameri> kau er auf (Kuba erfolgte gleichzeitig an drei Punkten, nämlich bei Jaragua, Daiguivi und Aguadore» westlich von Santiago unter dem Schutze der Kanonen der Kriegsschiffe. Die bereit» gelandeten Pioniere errichteten Erdwälle. Washington, 23. Juni. Mac Kinley erhiett von General Shafter eine Depesche au» Guautanama, wonach die Landung der Truppen mit Hilfe der Insurgenten an allen Punkten gelungen sei. Der Landung wohnten nur englische und deutsche Militär-AttachSs bet. Sobald da» noth- wendige Geschütz und die Transportmittel auSgeschifft sein werden, wa» zwei Tage dauern dürfte, soll der Abmarfch der Truppen auf Santiago erfolgen. RewYotk, 23. Juni. Die Landung der In- vasionStruppen auf Cuba begann am Mittwoch früh bei Daigniri. Die 300 Mann Marine-Soldaten landeten in früher Morgenstunde, ohne ernste Verluste zu erleiden, weil fie geschützt waren durch das furchtbare Feuer der Flotte. Sobald die aurgeschifften Truppen Cabana» und Aguadore» erreicht hatten, griffen auf Befehl des General» Shafter tausend Manu Cubauer unter Garcta die spanischen Truppen im Rücken an. Die cubantscheu Scharfschützen bestürmten die spanischen Batterien von allen Setten. Havanna, 23. Jaui. Marschall Blauco hat dem Admiral Cer Vera tu Santiago nahegelegt, den amerikanischen Lieutenant Hobsou und deffen Gefährten erst nach Einstellung der Feindseligkeiten in Freiheit zu setzen, um fich derselben al» Geißel zu bedienen, damit Sampsou nicht durch Dynamitkugelu die Stadt beschießen läßt. China. Nach den neuesten Berichten au» Oftafieu hat Japan von China nicht nur daS Zugeständniß erlangt, daß die Provinz Fukten niemals au eine andere Macht abgetreten werden soll, sondern auch, daß Japaner, die fich mit Chinesen zur Bearbeitung von Bergwerken vereinigen, dieselben Bor- theile genießen sollen, wie die Angehörigen anderer Mächte- endlich sollen, wenn in Japan durch Mangel au Brotftoffeu eine Nothlage eiutreten sollte, die von den chinesischen Behörden auf die Ausfuhr von Reis gelegten Verbote zu Gunsten Japans abgeändert werden. Die Bedeutung der zweiten Bestimmung ist klar; wa» die der ersten aubetrifft, so möchte ein Theil der japanischen Presse sie dahin auSlegeo, daß Japaner, die sich mit Chinesen verbinden, in der Mandschurei, in Schantung und in Uünuan dieselben Vorrechte genießen würden, wie Russen, Deutsche und Franzosen in diesen Provinzen de» chinesischen Reichs. Man braucht indessen dieser Auffassung, in der japauischerseit» ein Sieg der japanischen Diplomatie gesehen wird, keine besondere Bedeutung beizu- messen. Denn obgleich ein großer Theil der Nation eine kräftige auswärtige PolUik und die Erwerbung überseeischer Besitzungen verlangt, ist doch, wie die „Japan Mail" richtig bemerkt, noch keiu rechter Versuch gemacht worden, die schon erlangten Privilegien und Coocesfionen auSzuuutzeu. Eisenbahnen seien weder tu Corea noch in Formosa gebaut worden, KaufmannShäuser habe man in den neugeöffneten Niederlassungen in China nicht errichtet, und industrielle Unternehmungen in China würden ganz den anderen Fremden überlassen. Mit den BergwerkSconcesfiooen werde eS wohl nicht anders gehen. Für Japan beständen Hunderte von Gelegenheiten zu nutzbringenden Unternehmungen, die es unbenutzt vorübergehen lasse- woher solle denn da» Kapital zu BergwerkSunternehmuogen in China kommen? Bet dieser Gelegenheit mag zugleich bemerkt werden, daß der von der chinesischen Regierung neugeöffnete Hafen im Golf von Liaotung, Chiuwantao, auch Tangho genannt, im Funing- Dtstrtet der Provinz Chili, etwas südwestlich von Shavhatwan, liegt. Er soll wahrend des Winters eisfrei sein, und da er au der Eisenbahn von Pecktug nach der Mandschurei liegt, wird er einerseits gestatten, die Handel-Verbindung zwischen den anderen Theileu de» Reichs und Tientsin wie der Haupt- stadt während deS ganzen Jahres aufrechtzuerhalten, während er auf der anderen Seite dazu bestimmt erscheint, al» der Hafenplatz für die Mandschurei zu dienen, in viel höherem Maße als da» ungünstiger gelegene Niutfchwavg und das weiter entfernte Talienwan. Stichwahlen. Leipzig, 23. Juni. Der bisherige Abgeordnete Prof. Haffe (Nl) siegte bei der heutigen Stichwahl im Wahlkreise Leipzig-Stadt mit 17,055 Stimmen über den Socialtsteu Dr. Schmidt, der 14,408 Stimmen erhielt. Frkf. Ztg. Locales und j-rovinzielles. Gieße«, 24. Juni 1898. *• Kuustvereiu. In der Gemälde-AuSstellung im Thurmhaus am Brand hat dieser Tage ein vollständiger Wechsel der Gemälde stattgefundeu. Die ca. 100 neu ausgestellten Bilder werden auch diesmal ihre Anziehungskraft auf unsere Kunstfreunde auSzuüben sicher nicht verfehlen. Gleichzeitig sei noch erwähnt, daß dieses verletzte größere Wechsel vor den üblichen Ferien ist. •• Kaufmännischer Verein. Am Mittwoch den 22. er., Abends von 9Uhr an, hielt Herr WelkoborSky im Kauf- mäuoischen Vereinshause einen Vortrag über Acetylenga». Referent sprach zuerst über die verschiedenen Lichtarten, erläuterte an praetischen Versuchen die Entstehung deS Acetylens aus Calciumcarbid und zeigte sodann, nachdem er noch durch Berechnungen nachgrwieseu hatte, daß diese neue Lichtart billiger sei als alle anderen (insbesondere für solche Orte und Betriebe, für welche kein GaS- oder ElectricitätS- werk besteht, oder aber bei derartigen Anstalten, welche nicht über 1000 Anschlüsse haben), die Wirkung und Leuchtkraft au Zimmer-, Werkstätten-, Droschken« und Fahrradlawpen in gelungener Weise. Der ganze Vortrag war hochtu- terrssaut, und alle Versuche, welche Herr WelkoborSky au feinen praetischen Apparaten anstellte, gelangen vorzüglich - mau konnte überhaupt deutlich erkennen, daß der Referent auf diesem Gebiete vollständig zu Hause ist, weßhalb ihm auch von der leider nur etwa 30 Personen zählenden Zuhörerschaft reicher Beifall und Dank dargebracht wurde. Jedenfalls waren die Jahreszeit und der gerade am selbigen Abend eiutretende Gewitterregen die Ursache deS geringen Besuches. ES wäre deßhalb sehr zu wünschen, daß ein solcher Vortrag, welcher intereffant und lehrreich zugleich ist, zu einer späteren Zeit — etwa November — fich wiederholte. Covcett. Auf daS heute (Freitag)? Abend 8 Uhr in Steins Garten stattfindende große Mtlitär-Concert der Capelle de» Königlich Sächsischen 6. Infanterie-Regiment» Nr. 105, König Wilhelm II von Württemberg, unter persönlicher Leitung ihre» Capellmetster», deS Herrn O. Dangel, erlauben wir uu», die verehrl. Leser unsere» Blatte» besonder- aufmerksam zu machen. Die vom vorigen Jahre her hier noch in gutem Andenken stehende Capelle läßt eine tu jeder Beziehung gediegene Ausführung des mit unverkennbarem Geschick zusammengestellten Spielplaue» erwarten. Vogelsberger Höhenclnb. Zu dem Sonntag, den 3. Juli stattfindende« Hauptausflug auf den Hohe- uud zeigt so recht deutlich die P.ozeß^ucht unserer biedern Oberheffen- sie verhält fich folgendermaßen: Ein Laudwirtt behauptete, er habe seit vielen Jahren, schon «ehr al» dreißtc Jahre lang, da» Recht auSgeübt, über den Acker eines Anderen zu fahren. Dieser Andere sagte, e» sei nicht wahr, der Acker gehöre größteotheilS zum Kircheugute und darüber könne man so leicht kein Fahrrecht erlangen. Der Eine Hei ein Brückelchen über den Graben am Acker machen, dawti er leichter darüber fahren konnte und der Andere ließ etc Geländer quer vor die Brücke ziehen, sodaß der Erstere vor der Brücke keinen Gebrauch machen konnte. Nun ging u au» Gericht. Advocaten, Zeugen und Amtsrichter kamen mehreremale an die Stretrbrücke- e» wurden Vergleichs. Versuche gemacht, doch wenn fich die Oberheffen einmal ti einen Prozeß verbissen haben, hilft Alle» nicht» mehr. M gesagt, wurde gestern daS Urtheil gesprochen, der Kläger har den Prozeß verloren, und mit ihm eine riesige Geldsumme, die wahrscheinlich tu dte Tausende geht. — Vor mehreren Jahren wurde in Mittel-tSründau auch um eine Kletntgkett au einem Acker prozesfirt, wobei Hunderte und abermals Hunderte verloren gingen, vielleicht zwanzigmal mehr, all daS Läppchen Land werth war. — Bor Jahresfrist war t> Echzell ein Hundeprozeß entbrannt, der Tausende verschlang. Solche Beispiele soll man vorführen, damit dte Leute einen heftigen Schrecken vor dem Prozesfiren bekommeu.^Selbst der Gewinnende kann in den meisten Fällen au-rufen, wenn er Alles erwägt, waS er durchgemacht hat: O weh! ich habe gewonnen. Die Leute sollen fich daran gewöhnen, ihre Meinungsverschiedenheiten schiedlich-friedlich beizulegeu, da» ist klüger als prozesfirt. Laubach. 21. Juni. Seiten» deS Gesammtvorstands bei Vogelsberger Höhenclubs wurde von hier aus eine Farben- markirung durch die Waldungen direct über RndtogShaii nach dem HoherodSkopf borgenommen. Der Weg geht von der Straße nach Freievseeu am „alten Heuweg" ab uni führt durch herrlichen Wald bi» zur Straße Schotten- Ulrichstein. Atts der Zeit für fciTSeit Vor 1057 Jahren, am 25. Juni 841, erlitt der Kaiser Lothar bei Fontenoy durch seine feindlichen Bruder eine äußerst schwere Niederlage. Von beiden Setten geschah ein solches Morden, daß unser Geschlecht sich nicht erinnert, je von einer ähnlichen Vernichtung des Frankenvolkes gehört z» haben. Lothars Niederlage war das Grab des fränkischen Kaiserthums. Nachrichten über den Saatenstand im Grotzherzogthum Heffen um die Mitte des Monats Juni 1898. Zusammengestellt bei der Großherzogltchen Oberm landwirthschaft. lichen Behörde. rodskop f ladet der Gesammtvorstand wieder alle Mitglieder und Freunde zu recht zahlreicher Betheiligung ein. Beginn deS Festes: 12 Uhr Mittags. Concert und Tanzvergnügen. Die Festwirthschaft ist wieder dem ClubhauSwirth I. Stein übertragen und wird derselbe für Speisen und Getränke bestens sorgen. Dte letzten Züge haben von Schotten (820 Abends) und von Gedern (8*0 Abends) nach Gießen und Frankfurt, von Mücke (918 und 920 Abends) nach Gießen und Fulda Anschluß. Die am Feste theilnehmendeu Herren haben, zur Deckung der Kosten, an der Kaffe eine Festkarte zu 50 Pfg. zu lösen. •• Befihwechsel. DaS Geschäftshaus Steinstraße 76 (Ecke der Schottstraße) ging durch Kauf von der ConcurS- mässe (Wtlh. Seuliug'sche) zum Preise von Mk. 28,500 in den Besitz der Frau Seuling Ww. über. ♦* 9. Deutsches Turnfest in Hamburg 1898. Heber die Turn - und Seefahrten steht jetzt Folgendes fest: Das Interesse an der Fahrt 1 nach Helgoland ist begreiflicher Weife ganz außerordentlich stark. Die Anmeldungen zur Theiluahme find namentlich für gewisse Tage so zahlreich ein- gelauieu, daß die Beförderung noch weiterer Theilnehmer mit Sicherheit nicht in Aussicht gestellt werden kann. Die größte Zahl der Anmeldungen für dte Fahrt nach Helgoland entfällt auf den Dienstag der Festwoche. Für diesen Tag ist außer den Salondampfern der „Nordseelinie" der Dampfer „Kehrwieder" des Norddeutschen Lloyd in Bremen al» Extradampfer gechartert worden. Für Fahrt 2 nach Cuxhaven und weiter in See hat ein Extradampfer nicht beschafft werden können. Die Theilnehmer werden mit einem der Salondampfer der Nordseelinie von der Landungsbrücke in St. Pauli aus elbabwärts bis Cuxhaven fahren, um dort gelandet zu werden und unter sachkundiger Führung die Tour weiter auszuführen. Zu der Fahrt 3, Nordseefahrt über Helgoland hinaus, hat fich bereits eine stattliche Zahl von Theilnehmer« gemeldet- fie übersteigt 400. Ein Ocean- dampfer konnte noch nicht gechartert werden. ES ist aber zu hoffen, daß noch ein geeigneter Dampfer gefunden Wirdes wird dann rechtzeitig eine Mittheilung darüber erfolgen. Die Betheiligung an der Fahrt 4, Kiel und Kaiser Wilhelm- Canal, ist bei dem großen Interesse, daS der deutsche KriegS- hafeu mit dem wunderhübschen Panorama der Kieler Föhrde sowie die Anlagen de» Wasserwege» zwischen Nord- und Ostsee bieten, so zahlreich, daß dte Theilnehmer an der Fahrt bis spätestens Sonntag den 24. Juli, Abends 9 Uhr ihre Karten gelöst haben müssen, widrigenfalls sie keinen Anspruch auf Berücksichtigung mehr erheben können. Die Fahrt wird am Donnerstag Morgen mit Extrazüge« vorn Dammthor- bahnhof aus erfolgen. Bei der Ankunft in Kiel stehen Dampfschiffe zur Fahrt auf der Föhrde zur Verfügung. Nach Mittheilungen der Marinebehörden werden voraussichtlich mehrere unserer größten und stärksten Kriegsschiffe in Kiel anwesend fein. Die Fahrt 6 nach FriedrichSruh und dem Sachsenwald dürfte fich sehr intereffant gestalten. Es find vom Fürsten BiSmarck den Turnern auch die Wege freigegeben, die sonst für daS Publikum verboten find. Ein Picknick im Walde an der Villa gehört mit zu den Arrangements. In Bezug auf die Kosten dieser Fahrt bedarf da« osficielle Turnfahrtenbuch einer Berichtigung: fie sind auf 3 Mk. festgesetzt worden. Auch für die Seefahrten über Deutschlands Grenze« hinan» hat sich eine sehr lebhafte Betheiligung bemerkbar gemacht. Die Fahrt nach Kopenhagen und. Umgegend wird am Donnerstag de« 28. Juli, Morgens gegen 7 Uhr angetreten, mit Sonderzug zunächst nach Kiel, von dort mit einem Dampfer weiter «ach Korsoer und wieder ivit einem Sonderzug nach Kopenhagen, wo die Ankunft Abend» 7 Uhr erfolgt. Der dänische Touristen-Verein wird die Führung bei der Besichtigung der Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt Dänemarks übernehmen. Die Rückreise kann beliebig über Korsoer mit dem Tag- oder Nachtdampfer, aHo 12 Uhr Mittag- von Kopenhagen 745 Abends in Kiel, 10" Abends in Hamburg oder 818 Abends von Kopenhagen, 5^0 Morgen» in Kiel 8" Bormittags in Hamburg stattfinden. Fahrtunterbrechung wird in Kiel auf der Rückfahrt vorausfichtlich gestattet fein. Die Theilnehmer de- Abstecher- nach den Trol- hättan-Fällen fahren am Samstag den 30. Juli, 6 Uhr Abends mit dem Dampfer „AarhuuS" (oder „Dronning Lovifa") von Kopenhagen ab und treffen in Gothenburg am Sonntag Morgen ein. Bon dort geht es mit der Bahn nach Trolhättan (72 Kilometer) und am gleichen Tage zurück. Die Führung auf dieser Tour haben die Gothenburger Turner übernommen. •• Erledigte Stelle« in Bezirk de» 11. Armeecorps. Frankfurt a. M., Landgericht, Heizer bei der Central- heizungSanlage im Gerichtsgebäude, 900 Mk. jährlich und Dienstwohnung. Kaiferl. Ober Postdirection Dortmund, Kaiferl. Postanstalt, drei Landbriefträger, je 700 Mk. Gehalt und der gesetzliche WohnungSgeldzuschuß. Daselbst, Postschaffner, 800 Mk. Gehalt und der gesetzliche WohnungS- geldznschuß. Weilburg, KreiSauSschuß de» OberlahnkreiseS, Revisor des Gemeinde-Rechnungswesens, 1500 Mk. Gehalt. Weimar, Kaiserl. Postamt, Postschaffner, 800 Mk. Gehalt und 144 Mk. WohnungSgeldzuschuß jährlich. Im Bezirk der Großh. Hess. (25.) Divifion. Direction der Main-Neckar- Bahn, drei Anwärter für den StationS- und AbsertigungS- dienst der Main-Neckar-Bahn, je 1000 Mk. Provinzial- Arresthaus Darmstadt, Großh. Oberstaatsanwaltschaft Darmstadt, Gefangenwärter, 1100 Mk. Gehalt. Direction der Main-Neckar-Bahn, sechs Schaffner, je 900 bis 1200 Mk. Gehalt und freie Dienstwohnung. W. MLnzevberg, 23. Juni. Zur Bervollständigung unserer vorgestrigen Notiz tragen wir noch nach, daß da» Kirchenconcert Hierselbst am nächsten Sonntag den 26. dS. Nachmittags um 5 Uhr beginnt. N. Nidda, 23.Juni. Gestern wurde ein Rechtsstreit in zweiter Instanz entschieden, der monatelang da» hiefige Amtsgericht beschäftigte, von dem alsdann an da» Landgericht appellirt worden war. Die Sache ist ungemein lehrreich Saatenstand. Note 1 --- sehr guter, 2 — guter, D jo Q Provinzen und ErhebungSbezirke 3 --- mittlerer, 4 — geringer, 5 = sehr geringer Stand K B c s B IS 3 8 S G s B E 'N I 1 2 3 4 5 6 7 Prov. Starkenburg Kreis Bensheim. . . „ Darmstadt . . „ Dieburg . . . „ Erbach.... „ Groß-Gerau. . „ Heppenheim . . „ Offenbach. . . Durchschn. f. Starkenburg 2 2 2 2 1 1 2 2 2 2 1 1 2,5 2.5 2 2 3 1 2 !2 2 - 3 2,5 4 —1!2 3,5 3.5 1,51,512,5 1 2 3 2,5 2,5 2,5 2 2 |ß 1 1 2,5 1 1 2 । 2,5 1,3,2 2 1,511 f>;2 1,8>2 |2 9|| 1,5 2,5 - 1 2 (!- 1,5 2,52 2 2 - 2,5 ,2 \V 1 1 V 2 |,3 |j- 1.3 2 1,7 [1,8,1— |j2 ;;2,5':2.7 2 63 2, 1.7 „2,4^ - [2 1,6 g 2 £ !,6 2 2 2 1 2 II !1 2 5 2,5 2,5J2,5 1,51,52 8 9 10 11 12 13 2 2 2 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 2 1 2 2 2 3 3 2,5 2 2 1 2,5 l 1.2 3 |2,5 2 2,5 2 12.5'2 |!2 2 2 2 2 2 ö , 2,5-2 |2,5 2 12 3 3-3 2,51- I 2,5 2 2 2 l 2 P 1 1,2 2 - 2,5- 2 - ir ir 1 " 2 2 5 25 2 Prov. Oberhessen. Kreis Alsfeld.... „ Büdingen. . . „ Friedberg. . . „ Gießen.... „ Lauterbach . . „ Schotten . . . Durchschn. f. Oberhessen Prov. Rheinhessen. Landw. Der.-Bez. Alzey „ „ Bingen . . „ „ Flonheim . „ „Ingelheim . „ „ Mainz . . „ „ Nieder-Olm. „ „ Oppenheim . ■ „ Osthofen . . „ „ Pfeddersheim „ . „ Wöllstein . „ „ Wörrstadt . „ „ Worms . . Durchschn. f. Rheinhessen |2,1 —1|2 o 1 9 - 1,7 1,7 2 2 2,l ;2,3gj Durchschnitt f. d. Großh. >1,9 2 \2 ,1,82,22,1 2,1 2,8 1,8 2,2.2,4 Bemerkungen. Winterroggen hat in Folge der stark« Niederschläge vielfach £egcrbtlbung; auch bei Winterwetzen w dies vereinzelt zu constatiren. Das Sommergetreide ist stark Dura Senf verunkrautet. Hafer hat stellenweise durch 9l5ffe fltlWt»- Sehr ungünstig hat die nasse Witterung auf die Kartoffeln no- gewirkt; dieselben mußten zum Theil umgeackert werden. Einige' W markungen waren von schweren Wolkenbrüchen und Hagelfchiage» - 1,5 - 1 ! - 1,5 :J’5 -25 3 l,5;2 5|- 3 4 2 2 2,5 2 2 - 3 3 2,5 3 II- 3 3,5 1 3 - 3 3,5 1 2,5 - 2 ||3 || 1,5 1.54 — 2 2 1 511,5 heimgesucht. Dermifd?«»* • »ronffirt o. « . 22. Juni. Am nächsten Sonnta, wird Käthchen Paulu» e» noch einmal versuchen, im o®6' lsogis chen Garten mit ihrem Fahrrad in die Luft antj“' fahren und nach kurzer Fahrt an anderer Stelle, aber doch im Garten selbst wieder zu landen. Die Direction de Garten» hat ihr bereitwilligst die Gelegenheit dazu geboten, rtfÜ W ÄS Dttikl/ g5| « L- ° SM ** 6| |tr i U »<“( »Dee kchlhifl e*x Dr;,a°b! -eitern da« W bl el{ auf dm Hö leifirpttt, hat ih« :’13» (jin furchtblN brach nnb Star»/ Berlin Hemieder. Ofrn, Bo eS groß Univ - »us Heide wlerodev Erinnerm Clmifer Geb. Ralh Lunte, Sollcgm un rtni Büfte des um teOen. Ein etwaiger £unn durch Gründm rang der Ehemie ver s tdrddrutfchrr Lloyd. Bremen, 23. Der Schnelldampfer! Äoyd in Bremm, ^ewyork avgekommo Bremen, 23. Doxpelfchriuben-Posi Norddeutschen Lloyd dehallw tu Newyork Dem üb« bi Äismarckstraße erreg! d. 8L ttmlbnn wir. 1. Dte Brücke wurd lich für den Wa sperrt, bi der B war, daß Unfäl lag« mit Rückfic mehr angezetgl ci 2. Gestern mußte I binderten Per Fabrik die Abser Kohle« Njlicf Die Lieferung bei mmzial-Anesthc 1897/98 erfordern lnb des Brennholre W. 1000 Centni kohlen 600 Centner kohlen, 80 bis Net, beide Aanifeld, und toi T , ? m Wege des Gunter den r ! Minisierialerlaf r3 enthaltenen < dem Unt besonderer S iflUf der Hi, ■ Uta iitn ja u; Me1 ft' b‘1 21 ** Ober' Gericht d,D‘* - 3i’^t ma % «tu, |*.R •'ö W -rrK tackln' 5“,^ i l- Cbnu'1 «* :h ö < «s*«% ' »»* ‘"5 «™‘«l Ml 2 'Mtah,; h'1® «Unk |#K *?' Uli 8«, » ft .^> Trufte, iS® J«an ituöito ' " bt* SttaitbofaHn 611 °" NR liij, 1° dinu über RiicKa ■ fOlttn ^flaq* j j M tznstze QIq. für die Zeit. N 841, erlitt kj- W femblifyn Lar M btiben Seite» gL i'W sich nicht bei §ranlnroolta Ar i bat @rab bei to den LaalevN phuw Heffev taut! 3® 1898. vMa Cbcm loten; *k gnittmb. Eaer,1-piM^-Ä S-mpLmd 2 > \t> ■) S - . : ? t i: : = « = K: '9152 2? ;. - ' 3 W'lJ 1 3,53!) 2^ 2 ■>'5 k 2 ' '1-5 2 V i- 2,52 ■> i: amb um daS Schauspiel deo weitesten Kreisen zugänglich zu machen, den Eintritt-Preis für den Tag auf 50 Pfa. (Kinder 25 Pfg.) ermäßigt. • Boppard. 22. Juni. In der Gemarkung Spai »üthete heute Nachmittag ein Gewittersturm mit Hagelvetter, der Hunderte von Obstbäumen schwer beschädigte- einzelne dicke Bäume find mit der Wurzel au» der Erde zeriffen, andere abgeknickt oder mitten durch gespalten. In den Kornfeldern liegt die Frucht platt am Boden und ist vernichtet. • München. 22. Juni. Das CultuSministerium hat telegraphisch die zur Zett im Gange befindliche Abiturienten. Prüfung an sämmtlicheu Realschulen ststirt, da festgestellt iist, daß ein Schüler einer Münchener Schule durch einen Lehrling der mit dem Druck einzelner Ausgaben betrauten Druckerei fich einzelne mathematische Aufgaben verschafft und iße zur Kenntniß ganzer Klaffen gebracht hat. ES werden völlig neue Aufgaben gestellt werden. * Der Schöpfer des Riederwald-DeukmalS, Geh. Hofrath Drofeffor Dr. Johanne- Schilling in Dresden, feierte Lestern da» Fest de» fiebzigften Geburtstage». Sein Haupt, werk auf den Höhen am Rhein, zwischen Rüde-heim und Aßmanu-Hauseu, da» die Einigung der deutschen Stamme verkörpert, hat ihn zu einem der bekanntesten deutschen Künstler gemacht. * bin furchtbares Gewitter, verbunden mit Hagel, Wolken, bruch und Sturm, ging Mittwoch Abend nach 10 Uhr über Berlin hernieder. Am stärksten wüthete e» im Norden und Osten, wo e» große Verheerungen aurtchtete. Universitäts-Nachrichten. — Aus Heidelberg wird der „Franks. Zig." berichtet: Zur d mernden Erinnerung an den am 8. August v. I. verstorbenen Ehemtker Geb. Rath Professor Victor Meyer beabsichigten seine Freunde, Kollegen und Schüler im hiesigen chemischen Laboratorium e»ne Büste des um die Wissenschaft hochverdienten Mannes aufzu- ßiillen. Ein etwaiger Ueberschutz soll in einer später zu bestimmenden Fsrm durch Gründung eines Victor Meyer-SttpendiumS zur Förde- r«ng der Chemie verwendet werden. Schiffsnachrichten^ Msrddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Carl Loos und I. M. Schulhof. Bremen, 23. Juni. sPer transatlantischen Telegraph.] Oer Schnelldampfer Trave, Capt. C. Thalenhorst, vom Norddärtschen Aoyd in Bremen, ist gestern 8 Uhr Abends wohlbehalten in Lavyork angekommen. Bremen, 23. Juni. (Per transatlantischen Telegraph.] Der r>oppelschrauben-Postdampfer Barbaroffa, Capt. A. Richter, vom Korddeutschev Lloyd in Bremen, ist gestern 12 Uhr Nachts wohlbehalten tv Newyork angekommen. Eingesandt. Gietze«, 23. Juni 1898. Dem über die Absperrung der Wteseckbrücke in der ZßSmarckstraße erregten Herrn Verfasser des „Eingesandt" in Nr. 145 L Bl. erwidern wir das Folgende: 1. Die Brücke wurde am 10. Juni auf unsere Veranlassung lediglich für den Wagenverkehr und für Reiter potizetlich gesperrt, da der Bohlenbelag der Fahrbahn so schadhaft geworden war, daß Unfälle zu befürchten waren, ein Erneuern des Belags mit Rücksicht auf den bevorstehenden Umbau aber nicht mehr angezeigt erschien. 2 Gestern mußte die Brücke auch für den bis dahin unge hinderten Personenverkehr gesperrt werden, nachdem die Fabrik die Absendung der Eisenconstructton angezetgt und es als nothwendig bezeichnet hatte, daß noch in dieser Woche die Brückentafel gänzlich abgehoben werde. 3. Zum Realgymnasium und zur Universität führen als directe Wege aus dem Inneren der Stadt Neuenweg-Gartenstraße- Ludwigstraße einerseits und die Goethestraße andererseits. Beide Straßenzüge haben in nur 150 Meter bezw. 160 Meter Entfernung von der Bismarckstraße Brücken über die Wtefeck, Der Umweg für einige Leute ist also kein erheblicher. Eine theilweise Absperrung der Baustelle erschien sowohl aus dem oben angegebenen Grunde, wie auch deshalb nicht angängig, weil die liebe Schuljugend bekanntlich gern verbotene Wege geht und auch auf Baustellen besonders gern herumklettert. Pafftert ein Unglück, so trifft alsdann uns, aber nicht den Herrn Verfasser jenes „Eingesandt" die Verantwortung! 4. Es sind in 14 Tagen zwei — sage zwei — Steinblöcke angefahren worden! Das ist richtig, dabei bleibt es auch, — damit wird sich auch der Herr Einsender zufrieden geben muffen, da zur Auflagerung des eisernen VerstärkungsträgerS der Brücke eben nicht mehr Quader erforderlich sind. Wenn der Herr Einsender, der so rasch bei der Hand ist, den Stab über die Ausführung von Straßen- U"d Brückenbauten hier in Gießen zu brechen, auch kein Techniker ist, so hätte er sich doch vor Absendung von Pfeilen aus sicherem Hinterhalt über die einschlägigen Verhältnisse an maßgebender Stelle unterrichten können, wie man solches bei recht und billig denkenden Menschen vorauszusetzen gewohnt ist. Das Stadtbauamt. NiVchliche Anzeigen der Stabt Giehen. Svaugelifche Gemeinde. I P£. Sonntag den 26. Juni. 3. Sonntag nach Trinitatis. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 7»/4 Uhr: Pfarrer Schlosser. Zugleich Christenlehre für die Neuconfirmirten aus der Matthäusgemeinde. Vormittags 9*/e Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Beichte und heil. Abendmahl für die Matthäus- und Marcusgemeinde. Anmeldung zuvor bei dem Pfarrer der Gemeinde erbeten. Nachmittags 3 Uhr: Versammlung der Kinder aus der Kinderkirche der Marcusgemeinde an der Stadtkirche zum Spaziergang. Dr. Grern. In der Johauueskirche. Vormittags 78/4 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Zugleich Christenlehre für die Neuconfirmirten aus der Johannesgemeinde. Vormittags 91/, Uhr: Pfarrassistent Dr. Heußel. Beichte und heil. Abendmahl für die Lucas- und Johannesgemeinde. Anmeldungen vorher bei den Pfarrern erbeten. Vormittags ll1/» Uhr: Kinderkirche für die Lucasgemeinde. Geh. Kirchenrath Prof. D. Köstlin. Nachmittags von 2 bis 7>3 Uhr: Versammlung der Kinder aus dem Kindergottesdienst der Johannesgemeinde auf dem Ludwigs- platz zum Sommerfest. Pfarrer Dr. Naumann. Kathiltsche ®emtinle. Samstag den 25. Juni. Nachmittags um 4 Uhr und Abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. Sonntag den 26. Juni. 4. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags von 6>/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beichte. „ um 7 Uhr: Die erste heil. Messe; vor und in derselben Austheilung der heil. Communion. „ um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe; , um 9i/z Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2 Uhr: Andacht. Gottesdienst der israelitischen Keligionsgesellschast. Sabbathfeier am 25. Juni 1898. Freitag Abend 8 Uhr, Samstag Vormittag 8 Uhr, Nachmittag 4 Uhr, Sabbathausgang 9veche auf der Kanzlei Großh. SLatsanwaltschaft zur Einsicht offen . 'hgen und gegen Erstattung der Lüreibgebühren bezogen werden ' ’ timten, vergeben werden. üersiegelte Angebote sind kostenfrei iMs zum Eröffnung^ termin: Utmch den 13. Juli 1898, Bormittags IO ^hr, iu*f der Kanzlei Großh. StaatS- m-valtschast dahier, Justizgebäude, liwerzulegen. Der Zuschlag bleibt 3 Tage vor- Irhrlten. Gießen, den 21. Juni 1898. Cer Großh. Ober - Staatsanwalt leim Landgericht der Provinz Oberhessen. 6368 Dr. Güngerich. Ät Mlchthlws. Freibank. 6245 Heute und morgen: Rmdsteisch 45 M ZchweinkAeisch 45 Pfg. Wbttm frisch gepflückte, großfrüchtige, werden frei ins Haus geliefert. Bestellungen per Postkarte erbeten. Preis per Pfd. 40 Pfg. Von 10 Pfd. ab 35 Pfg, von 20 Pfd. ab 30 Pfg. j Hardthof 18. Farben HANSA . LINOLEUM ALT DELMENHORSTER Niederlage in Giessen bei Ernst Metlner, Seltersweg. 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Burkhardt. — Druck und Verlag der Brühl'schen UniversitätS-Buch- und Steindruckerei (Pietsch J(-Jßährfhcfstrasjse 1. ?.u verknusen Kauf-Gesuche Verloren Gefunden Uerrfnd 3 3 86.20 101.20 101.00 102 50 6 4 80 H8 168^ 4.1Wl 86« 102« 1941 96 D UM lOUW 10 L» 89» > vnn 16.19 20.38 £20 Droschkrnbt 8daubnt§ erhall nabt bei Drolch Glrhin vom 3. Girhrv, Grc Mexicaner Monopol-Grirch« m Etscnb. Renteub. DbL Bnbmil CbL Zusammenkunft s/48 Uhr am Bahnhof. Gail. 6372] Trauring verloren. Gegen' Belohnung abzugeben. Oftanlage 15. wegen Geschäftsaufgabe Scheel & Comp., Seltkrsiveg 87. Abfahrt nach Nidda: Sonntag früh 816 Uhr. Achtungsvoll Fr. Henk üutotftnb: Bdgeorbntten (1 leroibnettn blt Flett, vr.Gmfli Hryligevstardt, $ Pent, Scheel, vr Hur Dter HSuScheu entchti oachirSglich unb 3® betau dichtet »erben, ^tverhäliuifsr ^lzen fann, uw Clt ötifammlun ^«Iguna bei A Gelnhausen. Hotel König v. 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Bk. unk. b. 1906 10 3*/i DentfcheGrdfch.B. «ck.b. 190« 99.60 4 Frkf. Ldw.Cred^Vk. rot1.1900 102» 6382] Lauffrau oder Mädchen für Vormittags sofort gesucht. ___________Bahnhofstraße 60, II. 6314] Zum 15. Juli wird em kräf- tiges Mädchen vom Lande gesucht. Näheres Sonnenstratze 19.________ Dienstmädchen gesucht. ■£/) er.