1898 Mittwoch den 25. Mai Rr. 120 Erstes Blatt. Gießener Anzeiger General -Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den "Krcrs Giefzen »tvwttfc „ertrljLhrlich 2 Mar? 20 Pf«, monatlich 76 PfG. mit Bringerioha. Bei Postbezug 2 Mark 50 P^. vierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den jstgenden Lag erscheinenden Stummer bis Sonn. 10 Uhr. Alle Anzngen.BermittlungSstellen deS In- und AuOlaabaO nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger eutgW«. -rfcheiul täglich mit Ausnahme deS MontagS. Dir Gießener WamikiensttLIter »erden dem Anzeiger Wöchentlich viermal beigelrgt. Vtedaction, Expedition und Druckerei: Kchakßraße Kr. 7. Gratisbellage: Gießener FamiLienblätter. W> - ' - " ' 11 Adresse für Depeschen: Anzeiger -letze». Fernsprecher Nr. 51. Deutscher Reich. Berlin, 23. Mai. Finaazmtntster Dr. Miquel muß auch heute noch da» Bett hüten. Er hat infolge dessen alle Lonferenzeu und Empfänge abbestrllr. Sein Arzt hat tu Bezug auf da- Sprechen ihm vollständige Schonung auf- erlegt. Berlin, 23. Mat. Der Kreuzer „Gefion" ist am 21. dS. MtS. in Kt aut sch au etngetrosseu. DaS Schiff „Arco na" ist am selben Tage nach Nagasaki in See gegangen. Berlin, 23. Mai. Ja militärischen Kreisen erwartet man für diesen und die nächsten Monate besonder- umfangreiche Personalveränderungeu, da zahlreiche Generäle und ältere Offiziere gestorben oder so schwer erkrankt find, daß auch ihre Stellen in nächster Zeit schon neu besetzt werden müssen. Köln, 23. Mai. Au- Konstantinopel wird der „Kölnischen Zeitung" telegrophirt: Nach Meldungen von zuverläsfiger europäischer Quelle kamen im Nordwesten TheffalieaS Ausschreitungen griechischer Freischaaren gegen Türken vor. Bei Trtkala wurden sech- türkische Einwohner verbrannt, drei andere bet Lariffa ermordet. Ar»»ta»d. Wien, 23. Mai. Das offictöse MontagSblatt coostatirt, daß die parlamentarische Situation eine äußerst gespannte ist und daß daS Abgeordnetenhaus sicherlich bewegten Tagen entgegen gehe. Man erwartet eine schwere Krisis und besürchtet, daß die Situation in da- Stadium der letzten Entscheidung getreten ist. Wien, 23. Mai. Der Direktor de- hiesigen Grand Hotel, Tremmel, ist nach Hinterlaffung von Schulden in Höhe von 100000 fl. flüchtig geworden. Triest, 23. Mat. Nack einer Depesche de- „Ptcolo" au- Genua hat der deutsche Dampfer „Kranach" dort von einem ungarischen Dampfer 40 au- der Finmer Torpedo- sabrtk stammende, angeblich für Argentinien bestimmte Torpedos übernommen, diefelben aber, trotzdem der Dampfer nur für Bnrno-'Ahre- freie Fahrt erhielt, in einem aweri« kaotschen Hafen adgeliefert, angeblich weil Argentinien diese Torpedo- inzwischen an Amerika verkauft hat. Graz, 23. Mat. Der die Uebernahme der städtischen Polizei durch die Staatsverwaltung betreffende Regierung», erlab ist bereit- hier etogetroffen. Budapest, 23. Mai. Der Ftnaozmioister Luca- soll, wie bestimmt verlautet, den Kaiser bei seiner gestrigen Conferenz Über die Unmöglichkeit des Zustandekommen- deS Au-gleich- Vortrag gehalten haben. Wie weiter verlautet, trägt sich die ungarische Regierung mit der Absicht, die Verlängerung de- statue quo bis 1903 zu beantragen, wobei der Kaiser alljährlich die Quoten festsetzen wird. Rom, 23. Mai. Die Telegraphencensur wird in Italien, besonder- im oberen Theile des Lande-, äußerst streng gehandhabt. Im Ministerium de- Innern wurde eigens ein Bureau zur Lektüre der ausländischen Prcffe eingerichtet. Die Ausweisung zahlreicher ausländischer Correspondeuteu steht bevor. Wegen der Ausweisung deS Korrespondenten der „Daily Mail" und der Behandlung beffeiben wie einen gemeinen Verbrecher wird, wie au- London gemeldet wird, eine Interpellation im englischen Unterhause erfolgen. Brüssel, 23. Mat. AuS dem bis jetzt bekannten Wahl- res ult ar ist zu ersehen, daß die Socialisten große Fort- schritte gemacht haben. Der Bautenmintster Bruhn kommt in die Stichwahl. In MonS, Charleroi und Lüttich siegten die Socialisten. London, 23. Mai. Die Leiche Gladstone- wird am Mittwoch nach London gebracht, wo sie Donner-tag und Freitag in der Westminster-Halle aufgebahrt wird. Die Bei- fetzung erfolgt al-dann am Samstag Mittag in der Westminster- Abtei. Die Familie Gladstones hat ihre Zustimmung zu dem StaatSbegräbniß nur unter der Bedingung ertheilt, daß Frau Gladstone einst neben ihrem Gatten ihre Ruhestätte finde, da Gladstone die- in feinem Testament vorgeschrieben. Die Regierung genehmigte diese Bedingung. In seinem Testament drückt Gladstone auch den Wunsch au-, daß sein Begräbniß möglichst einfach sein soll und der Grabstein keine lobende Inschrift erhalte. Madrid, 23. Mai. Da- Geschwader de- Admiral- Eervera befindet sich noch immer in Santiago de Euba und bleibt dort, bi- die Ankunft deS spanischen Entsatz-Geschwader» in den Antillen-Gewäffern eine Zwei- rheilung der amerikanischen Flotte bewirkt. Madrid, 23. Mai. Ein osstctöseS Telegramm meldet an- Havanna, daß zwei amerikanische Kanonenboote in den Hafen von Isabela einzulaufen versuchten, waS jedoch von ipantscher S-ite verhindert wurde. Reto-York, 23. Mai. 500 hier ansässige Franzosen, welche sich al» Freiwillige in die amerikanische Armee hatten anwerben laffen, bi- jetzt jedoch noch nicht einbernfen worden sind, veröffentlichen einen Protestbrief, in welchem sie ihr Bedauern darüber au-drücken, nuthätig bleiben zu müssen. Sie hofften der amerikanischen Nation bald ihre Dankbarkeit für die erwiesene Gastfreundschaft beweisen zu können. Washington, 23. Mai. Die Situation fängt an, eine prekäre zu werden. Im Marine- und im KriegS-Amt herrscht Kopflosigkeit. Die Bewegungen der spanischen Flotte find vollständig unbekannt- man vermuthet, daß dieselbe nach den Gewässern von Martinique zurückgekehrt ist, um den Kohlenvorrath zu ergänzen. Die Stimmung hat sich gegen die Krieg-Partei gewendet. Eine Vermittelung der Mächte würde, wie noch gemeldet wird, in einflußreichen Kreisen wirksamste Unterstützung finden. Havanna, 23. Mai. In der Provinz Santiago de Cuba fanden mehrere Scharmützel zwischen Spaniern und Insurgenten statt, bei welchen letztere 72 Todte hatten. wahlbervegnirg. • Offenbach, 23. Mai. Am Freitag Abend fand im Kaiser Friedrich Hotel eine Besprechung einer Anzahl national- liberaler und freifinniger Wähler statt behufs definitiver Aufstellung eines liberalen Reichstag» Candidaten für den Wahlkreis Offenbach-Dieburg. Man einigte sich auf Herrn Syndikus Schloßmacher, der fich zur Annahme der Candtdatur bereit erklärte. Man verkannte zwar die großen Schwierigkeiten de» Wahlkampfe» nicht, zumal der Krei» Dieburg mehr Neigung für einen Agrarier hege, aber man war doch der Meinung, daß man von der vornehmsten Bürgerpflicht, dem Wahlrecht, doch Gebrauch machen und durch rege Betheilegung an der Wahl feine politische Heber* zeugung zum Ausdruck bringen müsse. ES wurde ein engeres WahlcomitS gewählt, dem die Vorbereitungen zur Wahlagitation übertragen find. In den nächsten Tagen wird der Wahlaufruf der vereinigten liberalen Parteien erscheinen. Losstes ««H prwittiieltoo Gießen, 24. Mai 1898. • * Kaiserliche Anerkennung. ®e. Maj. der Kaiser hat den Verfasser de» bekannten Prachtwerke» „Da» Großh. Hess. Leibgarde-Regiment", Herrn Lieutenant P h a l a n d, durch Verleihung des König!. KronenordenS ausgezeichnet. Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten Berfammlung Donnerstag den 26. Mar 1898, Nachmittags 31/« Uhr pünktlich: 1. Mittheilnngen. 2. Gesuch der G. gerb. Gail Erben um Erlanbniß zur Anlage eines Rohrcanal- in der Wtlhelrnstraße. 3. Baugesuch der Firma Hehligenstaedt u. Comp. für die Verlängerte Ltebigstraße. 4. Gesuch des M. Abermann um Entnahme von Wasser au» dem Schoorgraben. 5. Gesuch de» Dr. Julius Lasar wegen Ueberlassung einiger Räume im alten Schloß zum Trocknen von Arzneikräutern. 6. Abgabe von Chaussee- Wandsteinen an Philipp Valentin aus Gleiberg. 7. Beschaffung von Baumaterialien auf Lager. 8. Umbau der WieseckbrÜcke in der BiSmarckftraße - hier: Vergebung der Fahrbahnherstellung. 9. ASphaltirung des östlichen Bürgersteig- in der Bahnhofstraße von der Ltebigstraße bi- zum Postgebäude. 10. Erweiterung-bau für das Realgymnafium und die Realschule - hier: BerdunkelungSvorrichtungen. 11. Heizung der höheren Mädchenschule- hier: Projekt über die Einrichtung einer Niederdruck - Dampfheizung. 12. Ausführung der Johanue-straße- hier: Einfriedigung entlang von Schüler- Garten. 13. Regulirung der Löhne der stadischen Arbeiter. 14. Annahme eines Schulärzte- für die Volksschulen. 15. Gesuch der H. C. Werner Ehefrau um Erlanbniß zum Wirthschaftsbetrieb im Hause KaplanSgaffe 18. • • Severbebank. Gestern Abend fand im „Hotel Einhorn" die 39. Generalversammlung der Gewerbe- bank, e. G. m. b. H., statt. Der Vorfitzende deS Aufficht». raths, Herr C. LooS, erwähnte in der Erstattung de- Rechenschaft-bericht- den großen Umsatz deS letzten Geschäftsjahres, der den deS vorigen um ca. 84000 Mk. Überstieg. Der Betriebsfond hat sich um 14000 Mk. erhöht, wogegen die Verpflichtungen der Bank fich um 215000 Mk. verringerten. Die Mttgliederzahl vermehrte fich um 32. Die Bank erzielte einen feit ihrem Bestehen noch nicht verzeichneten Reingewinn von 31424 Mk.. 10000 Mk. mehr wie ;tm Vorjahre. Die Aktiven bestehen in durchaus guten Effecten, Schuldscheine und Wechsel find in bester Ordnung, dank der gewissenhaften Prüfung. Angesichts der Verpflichtungen der Bank hegt der Ausficht-rath die Hoffnung, daß die Mitglieder selbst auf pünktliche Zinszahlung und Abtragung bedacht sein werden. DeS Bankvermögen beläuft fich auf 470 000 Mk. Verluste hat die Bank im vergangenen Jahre nicht erlitten, welcher erfreuliche Umstand mit darauf zurückzuführen ist, daß sie nur kleinere Beträge ausleiht. Der Bericht des Herrn VerbandSrevisorS DiehlS-Caffel äußert fich in hohem Grade befriedigend über die Geschäftsführung. Herr LooS gab dem Wunsche Ausdruck, daß daS begonnene vierte Jahrzehnt ebenso befriedigend abschließen möge wie daS dritte. Bei der hierauf vorgenommenen Wahl des Aufficht-rath- wurden wiedergewählt die Herren Carl Aug. Faber, Dr. Gutfleisch, Carl Loo» mit je 41 Stimmen, Carl Schmitt mit 42 Stimmen und an Stelle des durch Tod au»geschiedenen Herrn A. Scheyda Herr Dan. L. Fuhr mit 27 Stimmen. Der Bericht der Rechnungsrevisoren ergab Richtigbefund der Jahresrechnung, worauf dieselbe unter Entlastung des Vorstandes und Auf- fichtsrathes genehmigt wurde. Der Antrag de» AuffichtSrathes auf vertheilung deS Reingewinnes derart, daß 4032 Mk. 16 Pfg. dem Reservefond, 1100 Mk. dem Dubiosen-Conto, 1006 Mk. 56 Pfg. dem Effecten-Reservefond, 6800 Mk. dem Beawten-PeufionSfond zuzuweisen, ferner den Vorstandsbeamten für außergewöhnliche Arbeitsleistung eine Zuweisung von je 500 Mk. zu verwilligen und den Mitgliedern auf die bis 31. Deeember 1896 eingezahlten Geschäftrantheile 16985 Mk. 28 Pfg. = 6^2 Procent Dividende zu gewähren seien, wurde zum Beschluß erhoben. • • Städtischer Octtoi. Nach dem Jahresbericht des Octroi Inspektor» Mäser pro 1897/98 beträgt A. das Octroieinkommen der Stadt Gießen: in 1896/97 in 1897/98 Mk. Mk. 1. von Schlachtvieh 33749.55 35096.78 2. „ Fleisch, Fleischwaaren und 5422.62 Wildpret 5915.95 3. „ Brennmaterialien 31007.51 33287.97 4. „ Mehl und Früchten 32934.68 35430.11 6. „ Getränken 29080.71 30528.39 Summa 132688.40 139765.87 Ja 1896/97 132688.40 Daher in 1897/98 mehr 7077.47 B. die Rückvergütungen betragen: 1. Für Schlachtvieh und Fletsch 735.10 743.71 2. „ Brennmaterialien 593.08 524.89 3. „ Mehl, Früchte, Backwaaren 19226.79 20889.31 4. „ Getränke 5590.89 5769.82 5. An d°« Militär 2921.44 2562.82 Summa 29067.30 30490.55 In 1896/97 29067.30 Daher in 1897/98 mehr C. Abschluß: 1423.25 Bon dem Einkommen 132688.40 139765.87 die Rückvergütungen ab 29067.30 30490.55 Bleibt 103621.10 109275.32 In 1896/97 103621.10 Daher in 1897/98 mehr 5654.22 ♦♦ Omnibusverkehr Echiffeubergerwald au Wochentagen. Der Vorstand der OmnibuS-Gesellschaft beabsichtigt, versuchsweise, zahlreiche Betheiligung voraussetzend, auch an Wochen- tagen, und zwar Nachmittags um 3 Uhr, einen Sommer- wagen ab Marktplatz—Ludwig-Platz-Haltestelle nach dem Schiffenbergerwald fahren zu laffen. Um Gelegenheit zu bieten, fich frühzeitig und sicher Plätze zu reserviren, ist ein Fahrschein-Borverkanf eingerichtet, den die Herren A. und G. Wallenfels, Marktplatz, in danken-werthester Weise Übernommen haben. Betrug. Gestern wurde der Taglöhner B. au» Alsfeld wegen Betrugs in da» hiesige Provtnzial-Arresthau- eingeliefert. B. kam vor einiger Zeit zu dem dortigen Bürgermeister und meldete diesem, daß ihm ein Kind gestorben sei, er komme jetzt gerade vom Schreiner, habe bei diesem einen Sarg für da» verstorbene Kind bestellen wollen, dieser habe ihn aber bedeutet, daß er ohne vorherige Bezahlung keinen Sarg liefern werde. Der Bürgermeister schrieb hierauf dem B., nachdem dieser ihn darum gebeten hatte, eine Anweisung über 8 Mk. für die Gemeindekaffe. B. erhob die 8 Mk. und machte sich hiermit einen guten Tag- einen Sarg hatte er ja auch nicht nöthig, denn er war ihm gar kein Kind gestorben. Al- der Bürgermeister am anderen Tage die Sache erfuhr, wurde B. verhaftet. • * Seltenheit. Herr Bleicher Schürz fing gestern in der Lahn einen Karpfen im Gewichte von W/g Pfund. * ♦ Der 14. deutsch-evangelische Kirchengefangveretnsta- wird in diesem Jahre in Leipzig am 15., 16. und 17. September abgehalten werden. • • Da» elfte deutsche Turnfest in Hamburg wird, nach den bisherigen Anmeldungen zu urtheilen, von 30,000 Turnern au- allen Theilen Europa- besucht werden. Vermächtnisse. Der Großherzog hat im Laufe der Monate Januar, Februar und März l. I. Schenkungen und Vermächtnisse bestätigt, welche die Gesammthöhe von 166311 Mr. erreichen. Hiervon entfallen auf die katholische Kirche 90034 Mk, auf die evangelische Kirche 39425 Mk., auf die israelitischen Religion-gemeinden 2112 Mk., auf Gemeinden 29600 Mk., auf wohlthätige Stiftungen 4140 Mk. und auf die Hochschulen 1000 Mk. • * Die 18. Hauptverfammluug de- Vogelsberger Höhen- Elubß wird Mittwoch den 1. Juni in Ltch stattfinden. Nach dem Programm ist vorgesehen: Bon */39 Uhr ab: Empfang der Theilnehmer; von 10 Uhr ab: Frühstück und Frühschoppen im Adlers von 11 Uhr ab: Hauptversammlung. Unter den statutarischen Punkten, die zur Verhandlung gestellt find, ist u. A. enthalten: Aufnahme de- neugegründeten Zweigverein» Burg- und Nieder-Gemünden. Die Zweigveretne stellen folgende Anträge: Alsfeld: Bewilligung eines Beitrages von ca. 300 Mk. zur Schaffung eine- schönen AuS» ficht-punkte»; Herchrnhain: Bewilligung eine- Beitrag- von 100 Mk. zur Herstellung einer Schutzhütte auf der Herchen- hainer Höhe; Ortenberg: Bewilligung eine- Beitrag- von 100 Mk. zu den Kosten der Errichtung eine- Aussicht»« thurme- auf dem sog. Dürren Stein. Wetter steht noch auf der Tagesordnung: Wahl eine- Mitgliedes de- EentralauS- auSschuffeS an Stelle des verstorbenen Apothekers Scriba, BorauschlagSberathung, Bestimmung deS Orte- für den Herbst- auSflug. Um lJ/i Uhr ist gemeinschaftliche- Mittageffen vorgesehen, nach demselben bei günstiger Witterung: Spaziergang auf den Hardberg, Concert daselbst auf Jung- Terraffe, Abend- Concert und Tanz in Stein- Saal. * * Gültigkeitsdauer der Rückfahrkarten zu Pfingsten. Zur Erleichterung de- Reiseverkehrs zur Pfingst-eit wird auf den Preußischen, Preußisch-Hessischen und Sächsischen Staat-- eisenbahven, den Niederländischen Staatreisenbahnen, den Holländischen Eisenbahnen, der Cronberger Bahn, der Maiu- Nrckarbahn, der Eutin-Lübecker Bahn, der Gernrode-Harzge- tobet Bahn, der Halberstadt-Blankenburger, der Mecklenburg. Friedrich-Franzbahn, Mecklenburg. Friedrich-Wilhelw-bahu, den Strecken der Süddeutschen Eisenbahn-Gesellschaft, sowie auf den Strecken einer Anzahl weiterer Bahnen, die au- den auf Stationen des Kgl. Preuß. Gr. Heff. Eisenbahndirection-- bezirk- Mainz au-hängenden Bekanntmachungen zu ersehen sind, die Gültigkeit aller gewöhnlichen Rückfahrkarten von sonst kürzerer Geltungsdauer, die am Donnerstag, 26. Mai d. I., und au den folgenden Tagen gelöst werden, bis einschließlich Montag, 6. Juni d. I., verlängert. Die Rückfahrt muß spätestens am 6. Juni um Mitternacht angetreren sein uvd darf nach Ablauf diese- Tage- nicht mehr unterbrochen werden. Auf den Badischen, Bayerischen und Württembergischen StaatSeisenbahnen, den Elsaß-Lothringischen und Pfälzischen Eisenbahnen tritt eine die allgemeine Geltungsdauer von 10 Tagen überschreitende Verlängerung der Geltungsdauer nicht ein. * • Preisermäßigungen für Kinder auf der Eisenbahn signalisirt. Obwohl die Generalcouferenz der deutschen Eisenbahnen, der die Festsetzung allgemeiner Tarifvorschriften obliegt, erst gegen Ende de» JahreS in Berlin statlfinden wird, so ist doch bereit- ein Antrag in Vorbereitung, der sür die Preisermäßigungen der Kinder eine andere Altersgrenze zu bestimmen sucht. Die Eingabe wird anstatt des 4. bezw. 10. das 6. bezw. 14. Lebensjahr Vorschlägen, d. h. also den Anfang und den Abschluß deS schulpflichtigen Alters. Hoffentlich bestätigt sich die Mittheilung l • * Die Firma A. L. Mohr, Altona Bahrenfeld, schreibt uns mit Bezug auf den Artikel „Amerikanische Würste" in Nr. 111 unsere- Blatte- folgendes Erwägen-werthe: „Es ist unwahr, daß die beschlagnahmte Wurst in meinen Geschäften beschlagnahmt worden ist. Ich habe allerdings die Waare geliefert, doch gehen die betreffenden Geschäfte ganz für Rechnung der Inhaber. Die Untersuchung der Wurst hat nicht von AmtSwegen, sondern auf meinen Antrag stattgefunden, weil sich herauSgestellt hat, daß sich in einem anderen Platz in einer Wurst von der gleichen Parthie Trichinen ergeben haben sollen. UebrigenS ist die Wurst in gesetzlicher Weise bezogen worden, nämlich in Begleitung eine- amtlichen amerikanischen Gesundheitsatteste-. Ohne ein solche- wird die Waare überhaupt nicht durch die Zollgrenze gelaffen. Vor dem Weiterversandt habe ich die Waare bei dem Gerichtschemiker, Herrn Dr. Langfurth in Altona, untersuchen lassen, welcher sie al» völlig gesund erklärt hat. Selbstverständlich hat er nicht jede Wurst angeschnitten, sondern nur einige. Auch find von den 70 Städten, wo die Wurst untersucht worden ist, nur in sechs Städten Trichinen gefunden worden. Nach Aussage hiesiger Sachverständigen sind Trichinen nur schädlich in frischem Fleisch, in geräucherter und gesalzener Wurst aber völlig unschädlich und habe ich über diese Frage das Gutachten des ReichSgesundheitS- amte- in Berlin beantragt. Im Uebrigen bemerke ich noch, daß ich es für möglich halte, daß sich ein Fleischbeschauer in Amerika versehen haben kann. ES kommt dies auch in Deutschland vor und hat vor nicht allzulanger Zeit daS Polizeiamt zu Creseld bekannt gemacht, daß sich ein dortiger öffentlicher Fleischbeschauer geirrt hat, indem er trichinöses Fleisch für gesund erklärt hat. — Bon der Lahn, 23. Mai. Es ist unlängst in diesem Blatte auf die Schrift „Trost im Leiden," Lesefrüchte einer Trauernden v. B. von B(attenberg) Darmstadt, Joh. Waitz, 95 S. mit Nachdruck aufmerksam gemacht worden, darin eine rieftrauernde Wittwe ihrem Schmerze Ausdruck verleiht, indem fie manche intereffante und erhebende Trostgedanken zumal aus englischen Werken Gleichgestimmten und Gletchgebeugten darbietet. Das warme und mitfühlende GeleitSwort schrieb P. Georg Vogel in Seeheim, früher Beuern. Inzwischen hat der Genannte am 8. Mai d. I. in Londorf bei Gelegenheit deS JahreSfesteS der hessischen Kirchengesangvereine eine Predigt gehalten, die, begeistertem Herzen entfloffen, viele Festtheilnehmer erhoben und zu neuer Arbeit ermuthigt hat. Georg Vogel, musikalisch und poetisch trefflich beanlagt und voll feinen BerständniffeS für die beiden hehren Künste, ist zugleich ein gern gehörter Prediger, der stets Wohldurchdachtes in feiner Form und Ausführung darbietet. Wir erweisen, wie wir wiffen, manchen Lesern einen Gefallen, wenn wir auf Vogel'S neueste gedruckte Mtsfionspredigt: „Kommet zu Jesu" über Evang. Matthäi 11,28 (Darmstadt, Waitz 1898, 25 Pfg.) empfehlend Hinweisen. Gehalten wurde fie am Erntefeste von Winnen, im Walde bei Nordeck im September 1897. In jener bekannten Stelle erblickt der Prediger einen Trostruf, und er gliedert die Ausführung in die drei Theile: 1. Au wen dieser Ruf ergeht. 2. Wa- dieser Ruf unS verheißt. 3. Was er von un» fordert. Die Entwicklung der Rede ist, wie stet- bei Vogel, logisch klar, knapp gehalten, gedankenreich. §§ Gedern, 21. Mai. Ein seit Menschengedenken hier noch nicht dageweseneS Natur-Ereig ni ß trat gestern Nachmittag ein, nämlich ein Wolkenbruch. Gegen 3 Uhr Nachmittags zog ein schweres Gewitter Über unsere Gemarkung und gegen 4 Uhr brach ein Wolkenbruch los. Bon der Staatsstraße HartmannShain—Gedern ergoß sich oberhalb Gedern am AvSgang des Waldes eine gewaltige Waffer- masie gegen unfern Ort. Die Feuerwehr wurde allarmirt, da» Waffer stieg im tiefer gelegenen Thetl unsere» OrteS bi» zu l*/i Meter und riß Alle» mit fich fort, Wagen, Pflüge, Eggen, Holz u. s. w. Sogar beladene Wagen wurden durch die Gewalt de» WafferS fortgeriffen. Die Ortsbewohner griffen mit der Feuerwehr vereint ein. Das Vieh wurde au» den Ställen geholt, was nur mit großer Anstrengung geschehen konnte. Zwei Ziegen find verschwunden. Schwere Holz- stämme, sowie steinerne Gartenstöcke, Zäune u. s. w. wurden mit fortgeschwemmt. Einigen Kaufleuten wurde dadurch bedeutender Schaden zugefügt, daß ihre Vorräthe an Salz, Ehilisalpeter, Mehl, Kleie u. s. w. vollständig unter Waffer gesetzt wurden. Einem Wirthe schwammen die Branntwein-, Bier- u. s. w. Fässer im Keller durcheinander. Jeder bedrängte OrtSbÜrger schrie um Hilfe, alle» ging bunt durcheinander. Ein Landwirth, welcher mit seinem Kühgespanu in daS Waffer gerieth, konnte nur mit Mühe gerettet werden. Mehrere Männer trugen ihre Frauen aus dem Haufe. Bei Merkenfritz wurde ein kleine- Kind tobt vorgefunden, woher es stammt, ist bi- jetzt noch unbekannt. In dem vom Waffer heimgesuchten Theil der Gemarkung find Aecker und Wiesen mit Schlamm Überfluchet, sodaß wohl nur eine seht geringe GraS-Ernte zu erwarten ist. Vom Bahnhofe au- wurde dem zu erwartenden Zuge daS Signal zum Langsamfahren gegeben, da dem Bahndamm oberhalb Merkenfritz der Durchbruch drohte. AuS einigen Häusern mußte am andern Tage der hineingeschwemmte Koth und Unrath heraus geschippt werden. Chilisalpeter, Kleie u. s. w. wurden heute von einigen Kaufleuten al- minderwerthig versteigert. Die Höhe des WaffetstandeS wurde an den Telegraphenstaugen matkirt. Berusburg, 17. Mai. Ju verschiedenen Blättern, so auch im „Gießener Anzeiger", wurde vor einiger Zeit mit» getheilt, daß Gemeinderechner Jakobi von hier wegen Fehlen- amtlicher Gelder in Haft genommen worden sei. Die eingeleitete Untersuchung hat nun damit ihren Abschluß gefunden, daß der Gemeinderechner Jakobi durch Beschluß der Strafkammer Gtoßh. Landgericht- der Provinz Ober- heffen vom 6. Mai er. von dem ihm zur Last gelegten Verbrechen im Amt kostenlos freigesprochen worden ist, da durch die geführte Voruntersuchung sich keine genügenden thatsäch- lichen Anhaltspunkte ergeben haben, daß der Beschuldigte eine strafbare Handlung begangen. vabeuhausen, 22. Mai. Einem Zufall ist gestern die Aufdeckung eines schweren Verbrechen» zu danken gewesen. Ein in einem Gasthaus in Sickenhofen bedienstete» Mädchen gab einen Koffer nach Darmstadt auf, ohne daß es selbst die Reise dorthin angetreteu hätte. Durch irgend einen Umstand kam man auf die Dermuthung, daß das Mädchen gestohlenen Wein fortschaffen wollte- die Polizei wurde verständigt, und von dieser eine Otffnung des Koffer- veranlaßt. Statt de- Weine- wurde jedoch die Leiche eine» neugeborenen und getödteten Kinde» gefunden. Die Folge war die 83er- Haftung de- Dienstmädchen-, da- tndcffen beharrlich leugnet, von dem Inhalt des Koffers Kenntniß gehabt zu haben. 1. Alzey, 23. Mat. Unter der Direktion des Herrn Fritz Bolbach au- Mainz, deS hochberühmten Leiters der Mainzer „Liedertafel", welcher den durch Trauerfall verhinderten BereinSdirigenten Herrn Keil in liebenswürdigster Weife noch in letzter Stunde vertrat, fand vorigen Sonntag in der großen evangel. Stadtkirche die Aufführung des Händel'schen „Messias" statt. Die Solopartien, gesungen von Fräulein Annt Wiegand au» Frankfurt (Sopran) und Fräulein Avni SteinwÜrz au- Karlsruhe (Alt), sowie den Herren Nicolau- Dörter au- Mainz (Tenor) und Georg Haderer au- Frankfurt a. M. (Baß) befriedigten sehr- die Chöre waren geradzu vorzüglich zu nennen; der Hallelujachor z. B. riß mit seinen gewaltigen Figuren und Accorden die überaus zahlreichen Zuhörer völlig hin; da- Orchester verdiente alle- Lob und zeugte von der musikalischen Durch' bilbung, welche Herr Musikdirektor Muschke seiner Kapelle der Siebenundachtziger in Mainz angedeihen läßt. Der Gesummt- eindrnck de- Concert- war bedeutend und gereicht dem aufi führenden „Männer- und Damengesangverein Alzey" zur großen Ehre. D exmif * Frankfurt a. M., 22. Mai. Bei der Abfahrt dek Zuges von Basel nach hier am vergangenen Donnerstag Morgen um 8 Uhr 25 Min. fand die deutsche Postbehörde einen ihr übergebenen Geldbeutel ausgeschnitten und beanstandete die Uebernahme desselben. Bei der vorgenommenen Revision des Beutels stellte es sich nämlich heraus, daß in demselben ein Baarbetrag von rund 5000 Mark fehlte, während die anderen in Zinscoupons rc. bestehenden Werthobjecte sich vorfanden. Untersuchung ist sofort eingeleitet worden. * Dillenburg. 21. Mai. Die hiesige Tabak-fabrik Joh. Daniel Haa-, Besitzer Herr Georg Land fried, hat mit dem heutigen Tage feinen Arbeitern eine TheuerungS« zulage auf drei Monate für Derheirathete 3 Mark, für Unverheiratete 1.50 Mark pro Monat bewilligt. * Ueber das große Grubenunglück bei Dortmund wird der „Köln. Ztg." geschrieben: Kirch linde bei Dortmund, 22. Mai. Auf der der Gelsenkirchener BergwerkSgesellschaft gehörigen Zeche Zollern hat ein entsetzliches Unglück eine große Anzahl wackerer Bergleute hingerafft. Gegen 3 Uhr heute Morgen, in der letzten Nachtschicht, brach aus der 274 Meter-Sohle in der Maschinenkammer eines nach der tiefsten 351 Meter-Sohle gehenden blinden Schachtes ein Brand aus. Durch die in den Schacht einziehenden Wettes sind die Brandgase mit in die Baue gedrungen, sodaß für die ganze aus 216 Mann bestehende Belegschaft große Gefahr entstand. 170 Mann haben sich, manche nur mit großer Mühe retten können, während 45 nicht mehr in gute Wetter und zu Tage zu gelangen vermochten; sie werden sämmtlich tobt sein. Wenigstens der Ausdehnung des Brandes und der entsetzlichen Brandgase halber war es nicht möglich, die Verunglückten zu erreichen. Bis Mittag war erst eine Leiche geborgen, im Laufe des Nachmittags förderte man deren noch zwei. Wann es gelingen wird, die anderen Leichen zu bergen, läßt sich noch nicht übersehen. Der Brand ist dadurch entstanden, daß ein offenes Licht in der Bremskammer ein herabhängendes Hanfseilstück ergriff. Das Feuer fand an dem Schmierfette reiche Nahrung und es entwickelten sich in Folge dessen äußerst üble Gase in sehr großer Menge. Zeitweise schlug der Qualm aus dem Schachte zu Tage heraus; auch die Rettungsarbeiten wurden dadurch sehr erschwert. Todesmuthig drangen die Mannschaften vor, aber sie mußten vielfach unverrichteter Sache umkehren, ja, sie geriethen selbst in große Lebensgefahr. Zahlreiche Theilnehmer an dem Nettungswerke wurden ohnmächtig zu Tage geschafft, zwölf derselben befinden sich noch im Krankenhause, doch darf man hoffen, daß sie mit dem Leben davonkommen. Das Feuer hat sich selbstverständlich auch dem Schachte mitgetheilt; cs zu löschen, ist die Aufgabe, die zu lösen ist. In dem Schachte entstandene kleinere Brände wurden gelöscht, indem man Waffer in Fässern einförderte, wobei die Gemeinde-Feuerwehr,- die gleich zur Stelle war, große Dienste leistete. Zur Zeit war man damit beschäftigt, an das Rohr des Luftcompressors, der gute Wetter vor die Baue bringt, über Tage eine Röhren- tour anzuschrauben, um durch die so hergestellte Leitung Wasser in die brennende Abtheilung zu fördern. Man hofft, auf diese Weise den Brand zu ersticken. Die Arbeiten leiteten seit dem frühen Morgen der Revierbeamte Bergrath Schars und dessen Stellvertreter Assessor Wonneberg. Berghaupt- mann Täglichsbeck war schon früh auf der Grube, ebenso Oberbergrath Zix. Selbstverständlich haben auch die Zechenbeamten ihre ganze Kraft eingesetzt; der Director, Assessor Randebeck, war gleichfalls schnell zur Stelle. In hervorragender Weise haben sich auch die Arbeiter an der Rettung ihrer Kameraden betheiligt, wie dic- in löblicher Weise bei solchen Unglücken stets geschieht; es achtet da keiner der Gefahr für sein eigenes Leben, wenn es gilt, dem bedrängten Kameraden beizustehen. Der Bergmann Friedrich Sichelschmidt war schon außer Gefahr, er eilte aber nochmals zurück, um seinen Bruder Richard zu retten. Er hat dieses wackere Vorhaben mit dem Leben bezahlt, sie sind beide von dem Tode ereilt worden. Drei Brüderpaare sind unter den Umgekommenen. die beiden genannten, dann die Brüder Heinrich und Wilhelm Binsmann aus Kirchlinde und die Brüder Heinrich und Franz Wüllner von hier. Die Verunglückten waren meist Häuer, es befanden sich unter ihnen aber auch vier Maurer, die mit Maurerarbeiten beschäftigt waren. Da die Leute in der Nachtschicht fast durchweg Reparaturarbeiten auszuführen haben, sind unter den Verunglückten viele ältere, also verheirathete Leute. Vermißt wird auch der Stallmeister Süggeler. Heute Morgen gegen 8 Uhr war er noch über Tage gesehen worden; seitdem nicht mehr. Möglicherweise ist er eingefahren, um nach den Grubenpferden zu sehen, wobei er wahrscheinlich erstickt ist. Die Pferde werden auch tobt sein, es waren deren gegen 20 in der Grube. Bei dem heutigen Unglücksfalle ist die Ursache wenigstens klar. Ob ein fahrlässiges Handeln vorliegt, wird kaum festzustellen sein; jedenfalls sollte aber in einer solchen unterirdischen Bremskammer nicht bei offenem Lichte gearbeitet werden. Es giebt doch Laternen genug, die genügendes Licht verbreiten, wenn eine Sicherheitslampe zur Beleuchtung des Betriebes nicht ausreichen sollte. • Kronprinz Wilhelm nud fein Bruder Prinz Eitel Friedrich haben fich in der Zeit ihre- Aufenthalte» in Plön geistig und körperlich ganz vorzüglich entwickelt. Der Kronprinz ist in der letzten Zeit sehr gewachsen und bedeutend kräftiger geworben. Er turnt gut und mit Vorliebe, auch rudert er ausgezeichnet. — Da» Rudern ist ein besonder» beliebter Sport in Plön. Zu Ostern hat Kronprinz Wilhelm da- Fähnrtch-examen gut bestanden. Bei Allem ist er mit großem Eifer dabei. Die beiden Prinzen müssen tüchtig arbeiten, in der Anstalt dürfen fie sich ganz frei bewegen. Sie tragen sür gewöhnlich eine Litewka und weiße Rudermütze ganz so, wie die anderen Cadetten. Sieht man fie nicht mit diesen zusammen, so fitzen fie auf dem Rade. Am Sonntag den 15. Mai fand auf dem Spielplätze deS Corps — Reitbahn genannt — ein Turnen bei ostholsteinischen Turnvereins statt. Die Prinzen sahen mit den Cabetten zusammen zu und mischten sich in ungezwungenster Weise unter dal Publikum. • Oft wird die Frage aufgeworfen: Welche Metropole hat die gtofcte vevolkernngSdichtigkeit aufzuweiseu? Die Antwort darauf würde lauten „Paris". Loudon z. B. zählt, wie wir aus einer vom Internationalen Patentbureau Carl Fr. Reichelt, Berlin NW. 6, veröffentlichten Notiz entnehmen, rund 600000 bewohnte Gebäude; es würden demnach auf jedes etwa 7 Bewohner entfallen. Berlin und Petersburg weisen eine nur um Bruchtheile höhere Zahl auf. Selbst in Wien und Constantinopel ist die Bevölkerungsdichte nur wenig höher. New Dork soll nach einer neueren Statistik 115000 bewohnte Gebäude zählen; auf jedes derselben würden demnach 18 Bewohner entfallen Philadelphia, die ultra« modernste Stadt der Union, hat eine geringere Bevölkerung» dichtigkeit als London. Auf ein Gebäude kommen hier nämlich 6 und ein Bruchtheil Einwohner. — Paris dagegen zählt mit seinen 3 Millionen Einwohnern nur 85000 Häuser, auf deren jedes demnach 26 Köpfe kommen. Neuerdings macht sich aber auch in Paris das Bestreben bemerkbar, sich mehr nach den Grenzen des Weichbildes hin auszubreiten, und wenn erst einmal die Wälle gefallen sind, wird die Bevölkerungsdichte bedeutend abnehmen. • Siu „alkoholfreies Bier" hat ein süddeutscher Chemiker erfunden, der Proben seines Productes auf der Pariser Weltausstellung vorzuführen gedenkt. Wiewohl die Anmeldung zu dieser mit dem 1. April ds. IS. abgelaufen ist, war das ReichScommiffariat doch noch in der Lage, diesem Stoff der Zukunft den nöthigen Ausstellungsraum garan- tiren zu können. Siu neuer ReichStagSprafideut. v. Buol nimmt kein Mandat mehr an; Wer wird nun Präses Heuer? Man nennt Herrn Spahn. Verkehrt! Ein Spahn Geräth zu leicht in Feuer. Hamb. Fremdenbl. £iteraitu? uub TLttirst — Im Verlag von Emil Roth in Gießen erschien soeben unter dem Titel: »Die Herrlichkeit Karmels und Sarons" (Jes. 35,2) ein Bündchen deutscher Gedichte, religiös erhebenden Inhalts, theils tn ttesernften Betrachtungen in Hymnen, Sonetten, Gedichte heiteren Inhalts und zum Schluß eine Anzahl Uebertragungen biblischer Psalmen in poetische Formen, von Dr. Leo Hirschfeld, Großh. Provinzialrabbiner. Preis broschirt 1.— Mk.; elegant gebunden 1.50 Mk. Aus der Fluth dichterischer Erzeugniffe, vielfach nur handwerksmäßige Reimereien, welchen man täglich begegnet, hebt sich die angezeigle Sammlung vortheilhaft ab durch das in ihr wehende geläuterte Empfinden eines wahrhaft poetischen GemüthS. Man empfindet beim Lesen dieser Gedichte, daß sie keine poetischen Pressungen, sondern dem Verfasser zu verschiedenen Zeiten und bei besonderen Veranlassungen in weihevoller Stimmung gleichsam aus der Seele gequollen sind. Sie zeichnen sich daher aus durch warme, tief empfundene Innigkeit, getragen von den Flügeln erhabenen Schwunges, in der Form durchaus edel und gleichen so den duftenden Blüthen eines in dem Garten der Musen gewundenen Kranzes. Einzelne derselben erheben sich zu klassischer Höhe und sind von erschütternder Gewalt. Kunstvoll in ihrer äußeren Form, dabei tn ihrem inneren Gehalt nicht minder werthooll sind die den Schluß bildenden tief empfundenen Psalmenübertragungen. Die Verlagsbuchhandlung hat dem Merkchen in Bezug auf hochfeine Ausstattung in Druck, Papier und Einband eine ganz besondere Sorgfalt gewidmet und es an nichts fehlen lasten, seinem edlen Inhalt ein entsprechendes Gewand zu verleihen. Dabei ist der Preis überaus mäßig. Möge die Gedichtsammlung ihre in der Vorrede ausgesprochene Hoffnung erfüllt sehen: „von der in ihrem Innern flammenden Gluth gläubige Begeisterung auch weiteren Kreisen mitzutheilen." Airchttche Anzeigen der Stabt Gietzen. Evangelische •tmtinbe. Die Pfarrgeschäfte in der Lucasgemeinde besorgt vom 15. Mai ab bis auf Weiteres Pfarrassistent Dr. Heußel. Sprechstunden Dienstags, Donnerstags und Samstags von 12 bis i Uhr in der Sacristei der Johanneskirche, sonst in seiner Wohnung Weserstraße 3. verkehr, £an». «nv • tat Ml# 24. Mai. Marktbericht. Auf dem heutig« Wochenmarkt kosteten: Butter vr. Pfd. X 0,85—1,16, Hühnereier pr. St. 6-0 4, 2 St. 10—11 A, Enteneier 1 St. 6—CO H, Gänse« eter pr. St. 10—12 H, Käse 2 St. 9-15 A. Käsematte pr. St. 3 A, Erbsen pr. Liter 20 A, Linsen pr. Liter 32 A. Tauben pr. Paar X 0,60 bis 0,75, Hühner pr. Stück 1,20 bis 1,40, Hahnen pr. Stüö JL 1,40—1,80, Enten pr. Stück 1,80—2,20, Gänse pr. Pftmt * 0,00—0,00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 68-74 A, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 62—66 A, Schweinefleisch pr. Pfd. 64 bis 72 Ai 'Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 76 4L Kalbfleisch pr. Pfd. 62—64 A. Hammelfleisch pr. Pfd. 60—70 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo 6,50 btt ! 7,60 Jt, Weißkraut pr. Stück 0—00 A, Zwiebeln pr. Eentner 10,00-12,00 Jt, Milch pr. Liter 16 A, Kirschen pr. Pfd. 50-60 H. Dauer der Marktzeit von 7 Uhr Morgens bis 1 Uhr Nachmittags. Während der ersten 3 Stunden der Marktzeit darf im Umherziehen nicht feilgeboten werden. Neueste Nachrichten. Depeschen des Bureau »Herold". Wien, 24. Mai. Gras Thun begibt sich mit dem Handel»' und Finanzmiuister heute nach Budapest, angeblich tn Angelegenheiten der Verlängerung des Ausgleich- Provisoriums. Rom, 24. Mai. Hier ist von einem angeblichen Protest Italien» gegen die Blokade Euba» nicht» bekannt. London, 24. Mai. Der Eorrrspondevt der „Daily Mail" meldet au» New-York: Infolge der Nachricht, daß da» spanische Geschwader Santiago wieder vrrlaffen habe, richtete die amerikanische Flotte einen ausgedehnten Kuudschafterdienst ein längs der cubantschen Küste. Loudon, 24. Mai. „Morving Post" meldet aus New- Dark, man habe ein Telegramm au» Port-au-Prince erhalten, wonach dort eine heftige Kanonade von der Seite der cubantschen Küste vernommen wurde. Madrid, 24. Mai. Da» in Cadix liegende Reserve- Geschwader wird Ende dieser Woche in See gehen. Dasselbe besteht aus zwölf Fahrzeugen und wird sich nach dem westlichen Kriegsschauplätze begeben. An der Fertigstellung de» zweiten Ersatz-Geschwader», welche» acht Schiffe umfaffen soll, wird eifrigst gearbeitet. Madrid, 24. Mat. Die von amerikanischer Seite verbreiteten Gerüchte, daß sich die Flotte de» Admiral» Cervera nach Marttutqae begtebt, wird von competenter Seite als unbegründet bezeichnet. ES wird erklärt, daß dieselbe sich noch tn den cubantschen Gewäffern befinde. Cervera operire nach einem bestimmten Plane. Er verfolge den Zweck, die Blokade von Cuba von Seiten der Amerikaner binnen kürzester Zeit aufzuheben. Key West, 24. Mai. Aus guter Quelle wird die Meldung dementirt, daß das amerikanische Schiff „Oregon" in Key West eivgetroffen sei. WB. New-York, 24. Mai. Mehrere Blätter veröffeut- lichea Depeschen aus Washington, wonach Schley vor Santiago de Cuba angekommen sei. — „Evening Journal" bringt die Meldung aus Portdepatx, wonach starke Kanonade au» nördlicher Richtung von Cuba her gehört wurde; es wurden 20 Schüsse gezählt. Die Kanonade dauert fort. Mmintmiidjuniteii Deckstein-Lieferung. Die Lieferung der einzuwalzenden Decksteine für die nachbenannten Kreissiraßen soll im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden und sind Angebote auf das ganze Quantum oder auf einzelne Loose bis Dienstag btn 31. Mai I. 3., Bormittags 9 Uhr, im Amtszimmer des Unterzeichneten, woselbst die Lieferungsbedingungen zur Einsicht offen liegen, einzuretchen. 20 a Lich—Eberstadt 1950 cbm 20 b In Eberstadt 200 „ 20 c Eberstadt-Oberhörgern 580 „ 20 d In Oberhörgern 80 „ 20 e Oberhörgern-Kreisgrenze 210„ Gießen, am 21. Mai 1898. Der Großh. Kreisbauinspector. ______Stahl._______5368 Vergebung von Steinharter« arbeiten. Die Lieferung von 1500 Stück Straßengrenzsteinen aus Basaltlova soll im Submissionsweg vergeben werden und sind Angebote auf das ganze Quantum oder auf einzelne Loose bis Dienstag den 31. Mai 1. 3., Bormittags 10 Uhr, im Amtszimmer des Unterzeichneten, woselbst Plan und Accordsbedingungen zur Einsicht offen liegen, einzureichen. Gießen, am 21. Mai 1898. Der Großh. Kreisbauinspector. ___________Stahl._______5369 Die Lieferung von 1500 Stück Baumpsählen je 3,2 Mtr. lang und mindestens 8 Ctm. stark, soll im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden und sind Angebote auf das ganze Quantum oder auf einzelne Loose bis Dienstag des 31. Mai I. 3-, Bormittags 11 Uhr, im Amtszimmer des Unterzeichneten, woselbst die Bedingungen zur Einsicht offen liegen, einzureichen. Gießen, den 21. Mai 1898. Der Großh. Kreisbauinspector Stahl. 5367 Vergebung von Bauarbeiten. I Die bei Erbauung eines Pfarrgebäudes zu Grünberg (Oberhefftn) sich ergebenden Arbeiten und Lieferungen als: Erd- und Maurerarbeiten, Steinhauerarbeiten (Lung- und Sandstein getrennt) Zimmer-, Dachdecker-, Schlosser-, Spengler-, Glaser-, Schreiner-, Weißbinder-, Treppen- und Tapezierarbeiten nebst Tapetenlieferung, Eisen- und Nöhren- lieferung, Lieferung von Schwarz- und Weißkalk, desgl. von Mauersand, sowie von 67000 Hintermauerungssteinen (Ringofen- oder Feldbrand) (für die Steinhauer-Arbeiten sind Mustervorlagen in rothem, grauem, gelblichem und grünem Sandstein erwünscht) sollen durch schriftliches Angebot vergeben werden. Arbeitsbeschreibungen, Zeichnungen und Bedingungen, diese nach Minisierialerlaß vom 16. Juni 1893, und besonderen Bedingungen liegen vom 23. Mai l. I. bei unterzeichneter Stelle zur Einsicht offen, und sind verschlossene und francirte Offerten mit der betreffenden Aufschrift versehen bis Montag den 6. Juni I. I., Bormittags 11 Uhr, daselbst einzureichen. Zuschlagsfrist 8 Tage. Wegen näheren Angaben und Aus- fünft wende man sich an den Kreis« straßenmeister Maringer dahier. Grünberg, am 21. Mai 1898. Gr. Bürgermeisterei Grünberg. Zimmer. 5358 VersteigeriniM Donnerstag den 26, Mai, Nachmittags 1 Uhr, werden in der Hofraithe des Johs. Kreiling IX Erben zu Wieseck erbvertheilung- halb, versteigert werden ein zugfeftes Arbeitspferd mit Geschirr, zwei vollständige Ein- spännerwagen, ein Pflug, Dickwurzmühle, 5385 Häckselmaschine, Fruchtfegemühle und sonstige Oeconomie- Geräthschaften. EmpfelstMM ML MMm. Freibank. 5339 Heute «ab morgen: StiersieifckN nicht ladenrew, per Pfd. 40 Pfg. Schweinefleisch nicht ladenrein, ver Pfd. 35 Pfg. Prima neue Matjes-Häringe Malta Kartoffeln Egyptifche Zwiebeln frisch eingetroffen bei 4700 A. & G. Wallenfels, Markt 21.Telephon 46. Lebende Lahnfische 5374 zu haben_______Schürz'sche Bleiche. A (Emmrotljakr Schmcherkäse ä Pfd. 95 Pfg., sowie Holländer nnd Edamer Käse, ä Pfd. 90 Pfg. 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Heß, Kaplansgasse 25. 5359] Ordentliche Lauffrau für einige Stunden des Vormittags sofort gesucht. ___Alicestr. 26, part. 5382] Ein braves Monatsmädchen von Morgens 7 Uhr bis Nachmittags auf so- fort gesucht.Liebigstr. 66. MUeil-Geslichk Lehrerstochter wünscht entweder in ein Kurz- oder Weißwaarengeschäft in die Lehre zu treten. Offerten sah A. B. Nr. 5388 an die Expedition d. Bl. ZU verkaufen Aür Drechsler! Drehbank mit Dampfkraft billigst zu vergeben. 5364 __E. H. Müller, Dampfschreinerei. Zwei snschmlkrude Ziegru zu verkaufen. 5380 __Dammftraße 19. Grassamen-Submission. Aus den Communalwaldungen von Gießen, Alten-Buseck, Rödgen, Ruttershausen und Wieseck wird die diesjährige Grassamenernte im Wege schriftlichen Angebots vergeben gegen Vorauszahlung unter den seither üblichen Bedingungen, welche von den Bietenden als rechtsverbindlich anzuerkennen sind. — Die Anerbietungen sind mit der Aufschrift „Angebot auf Grassamen" getrennt an die einzelnen Bürgermeistereien bis Freitag den 3. Jnui schriftlich einzureichen, woraufhin am 4. Juni, Vormittags 11 Uhr, die Eröffnung erfolgt. Gießen, den 24. Mai 1898. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 5386 Bilanz am 31. December 1897: Actlva: v4C. ,9s Passiva: «4t. Kaffenbestand 582.03 Guthaben der Mitglieder 260.— Waarenvorrath 2063.47 Aufgenommene Capitalien 400.— Mobiliar nach Abschreiben von 10% 105.54 Roch zu zahlende Rechnungen Reseroefond 640.01 900.- Ausstände 910.50 Betrtebsrücklage 1133.85 Summa 3661.54 Reingewinn Summa 327.68 3661.54 Stand der Mitglieder am 31. December 1896 . 60 Abgang in 1897 ...........— Zugang in 1897 ...........2 Daher Stand der Mitglieder am 31. Dec. 1897 . 52~ Reiskirchen, den 23. Mai 1898. 5376 Laudwirthschaftlicher Cousum Verein II zu Reiskirchen, Reine Weine Gebr. Röhrle, hier. «Cb NB. Ein größeres und kleineres Sälchen, zu Vereinszwecken bestens geeignet, immer zur Verfügung. Hochachtungsvoll Adolf Stoffel Die Uebernahme der Restauration Germania beehre ich mich allen Freunden und Bekannten, sowie einem ver- ehrlicken Gießener und auswärtigen Publikum ergebenff anzuzeigen. Für vorzügliche Speisen und Gelränke ist bestens gesorgt. Ausschank von Röhrles Pilsener aus der Exportbierbrauerei und angrenzende Straßen! Meiner geehrten Nachbarschaft die ergebene Anzeige, daß ich Röhrles Pilsener Bier und Porter stets auf Lager habe, und jedes, auch da» kleinste Quantum franco Haus gerne besorgt wird. Besonders halte mich empfohlen, da ich jeden Tag frisch vour Faß zapfe. Schön gekühltes Bier über die Straße verzapfe: 1 Liter Helles Röhrle .... 23 Psg. 1 Liter Münchener Zacherl . . 40 Psg. 5353 Beck. echnungen sie Krebs Wichse verwendet 5354 ÄVrse vom 23. Mai 1898. 4 Ernst Blödner, Seltersweg 2477 3Ve Fr«rkstr. Hyp. Bk. unk. b. 1906 99.70 3% Hmnbrgr. Hyp. Bk. nut 6.1906 »9.76 81/, Frtf. Hyp. Ered. B. unk. b. 1906 99.20 3V, Preuß. Hyp. A. Bk. unk. b. 1906 99.80 3i/, DeutscheErdsch.B.rmk.b. 1906 99 60 16.17 Franz. *-*nfn»ten 20.42 Oesterr. dto. 4.18 Americ. befindet sich nunmehr bei 3T4 37 Darmff BL*Ädi« OOP.01 fOeffe^ Lredtt-Sette» 03 26.|5. 98 Markus Bauer, Selters weg 9 SRtböction: E. Burkhardt. — Druck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Stcindruckerei (Pietsch Erben) in Güßen. Verschiedenes Vereine 3 3 90 Frasken-St. Engl. Sovereigns Dollars in «old Mit 16.20 20.45 4.21 Stadt Darmstadt v. 1891 Stadt WormS unk. b. 1901 Oesterr. StaatSbahn v. 188V Jtal. staatsgar. Etfevb. Frankfuttec §/^Deutsche ReichSanl. 3 Preuß. CousolS! 3V, Gr. Hesfische Obl. in jeder gewünschten Ausführung liefert schnellstens und zu mässigen Preisen die Brühl’sche Univ.-Druckerei 7 Schaletraeee 7. Mittheilung! Die Annahmestelle der Färberei und ehern. Wäscherei von Fr. Reitz in Mainz Achtungsvollst Fritz Müller E. G. m. u. H. Ph. Stumpf VII. «MF Särumtlicheu Exemplare» der heutigen Nummer unseres Blattes liegt der Wahlausrus der vereinigte» sreisinuigeu und natioualliberaleu Partei bei. Aasch und ohne Mühe erzielt jede Hausfrau an ihren Schuhen den schönsten Glanz, wenn Thkilhaber gesucht mit 10: bis 15,000 Mark Einlage für Holzbearbeitungsfabrik, sehr rentabel, tn kleinem Städtchen (Luftkurort). Off. unter M. T. 223 an Haaseuftein U. Vogler A.-G., Frankfurt a. M. erbeten. 5363 Coursbericht Hü J. Kurz & Oo., Giessen, Kih,h«fßuje 88. Eine kleine gutgehende Wirthschast in Mitte der Stadt zu verpacht. Offerten beliebe man unter €r. 5142 au die Exped. d. Bl. gefl. abzugebeu. Haupt-Agent für alte, deutsche Lebensversicher- ungs-Gesellschaft gegen hohe Bezüge gesucht« Größerer Bestand vorhanden. Auch Herren, welche nur als stille Vermittler thätig sein wollen, werden um Angabe ihrer Adreffe gebeten sub. H. 6050 an Aaasenstcin & Kogler AranK- l»rt a. 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