Nr. 20 Erstes Blatt Dienstag den 25 Januar 1SO8 Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Die Gießener Mamitieuvtätter werden dem Anzeiger Wöchentlich viermal beigelegt. Gießener Anzeiger Bezugspreis vierteljährlich 2 Mart 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den Mgmden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. General-Anzeiger Alle AnzeigeN'Vermittlungsstellen deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gieren. Redaction, Expedition und ®ruderet: Schukstraße Nr. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. Deutsche* Reichstag. 23. Sitzung vom SamStag, den 22. Januar 1898. Tagesordnung: Fortsetzung der Berathuug de- Etats. Etar de- RetchSamtS des Jauern. Titel Staats» secretar. Staatssekretär Graf Posadowskh wendet fich zu» rtächst gegen die gestrigen Ausführungen de» Abgeordneten Warm, die Thätigkeit der GewerbeauffichtSbramten und das Verhallen der Arbeitgeber betreffend, und vertvelst badet auf zahlreiche Stellen in den Berichten, in welchen die Aufsicht»- thätigkeit al» eine sehr ausgedehnte bezeichnet, von Entgegen« kommen der Arbeitgeber gesprochen, ein reger Verkehr zwischen den Aufsichtsbeamten und Arbeitern constaltrt wird rc. Tine Vermehrung der Zahl der AuffichtSbeamten sei ja erwünscht, doch sei damit schon bisher ständig vorgrgangen worden. WaS die Zulaffang weiblicher Jnspectoreu anbelange, so sei deren Zahl auch tu England keineswegs eine große. Jeden« 'falls handele die RetchSregtrrung richtig, wenn sie mu Anstellung weiblicher Inspektoren nicht selber vorgehe, sondern dies den Eiazelstaaten überlaste. Unbegründet sei die Behauptung de» Abgeordneten Wurm, daß die RetchSregterung Aicht unfalloerhütend vorgehe, nicht einmal mit Vorschriften Hegen Unfälle infolge AuSsprtugeuS von Weberschiffchen. Tatsächlich habe die Regierung fich mit dieser Frage sehr lebhaft beschäftigt, 500 Modelle geprüft, aber noch keine zu» Derläsfige Vorrichtung ausfindig gemacht. Redner tritt noch verschiedenen ferneren Anklagen de» Abgeordneten Wurm entgegen, dabei auch betonend, daß eine erhebliche Anzahl Unfälle ja doch durch die Unachtsamkeit der Arbeiter selber ver« ,anlaßt werde. Abg. Wurm (Toc.) bestreitet, nicht objektiv zu ver- "fahren, wenn er e» als seine Aufgabe ansehe, fefizustellen, wie oft von den Arbeitgebern gegen die Schutzvorschriften gehandelt werde und wie milde in der Regel, Ausnahmen zugegeben, die Bestrafung ausfalle. Abg. Legten (Toc.) führt aus, die BerufSgeooffen« fchaft thue auf dem Gebiete der Unfallverhütung nicht ihre Pflicht. Die Bauarbeiter ermangelten eines Schutze- durch die Gewerbeaufficht vollständig. TtaatSfecrrtär Graf Posadowskh entgegnet, über die Unfallverhütung im Baugewerbe fei eine Enquete an- gestellt worden. WaS speciell die BerufSgeuoffenschaft anlauge, so könne er derselben daS Zeuguiß ausstrllen, daß fie mit redlichstem Bestreben auf Verhütung von Unfällen hinwirke. Abg. Werner (Ants.) wünscht, daß bet den Handelsverträgen daö Jntereffe de- Bauernstandes tu erster Ltnte gewahrt werde. Auf den Arbeiterschutz eingehend, betont Redner, daß eS ja gewiß auch inhumane Arbeitgeber gebe, aber im Allgemeinen seien die Unternehmer für daS Wohl ihrer Arbeiter besorgt. Die Arbeiter wüßten auch sehr wohl, daß ihre und die Interessen der Arbeitgeber solidarisch seien. Er bedauere das zu häufige Vorkommen von TtrikeS und beharre dabei, daß die Arbeiterfrage nur in Verbindung mit der Mittelstandsfrage zu lösen sei. Abg. Lieber (Ceotrum) wendet fich gegen einen vom Abgeordneten Legien erhobenen Borwurf, daß der christliche Bergarbetterveretn im Ruhrrevter die christliche Nächstenliebe außer Acht gelaffen habe, als er seinen zweiten Borfitzeudeu, der zu dem soctaldemokcattscheu verbände hiaueigte, aus- geschloffen habe. Abg. Peu-,,(Soc.) streift die Ktnderschutzfrage, die Ueberanstreuguog der Kinder auf dem Laude mit täglich zehnstündigem Rübenztehen und tadelt de» Weiteren da- Entgegenkommen der Polizeibehörden gegenüber den Arbeitgebern bei den Ziegeletbetrteben, sowie die übermäßige Arbeitszeit, bi- zu 17 Stunden, in den Bletbetrieben und den Ehromatbetriebeu. StaatSsecretär Graf Posadowskh erwidert, Herr PeuS hätte die Zustände in den Ehromatfabriken ihm (dem Redner) schriftlich mittheileu sollen- er würde dann sofort eine Untersuchung augestellt haben, denn auch er wolle eine Mißachtung der Arbeiterschutzvorschriften keinesfalls dulden. WaS die Ziegeleien b treffe, so werde er im Laufe des nächsten Sommers eine eigene Commtffion au Ort und Stelle senden, um die Zustände zu untersuchen. Abg. v. Kar dorff (Rp.) drückt seine Meinung dahin auS, daß die sozialdemokratischen Abgeordneten diese Klagen hier nur deßhalb vorbrächteu, um zu agitireu. Abg. PeuS (Soz.) bestreitet die». Die Debatte wird geschloffen. Titel Secretar wird bewilligt. Die Resolution Hitze, betr. Vorlegung einer Zu- sammeustellung der Verfügung betr. die Betriebe mit Wind und unregelmäßiger Wafferkraft, wird angenommen, desgleichen die Resolution Lieber Hitze betr. eingehendere amtliche Berichterstattung über Fabrtkarbeit von Ehefrauen. DaS HauS vertagt sich nunmehr auf Montag 2 Uhr. Tagesordnung: Forsetzung der Etattberathnug. Schluß 51/2 Uhr.____________________________________ Deutsche* Reich Berlin, 22. Januar. In der Budgetcommission deS Reichstage» erklärte StaatSsecretär v. PodbielSki, die Tariferhöhung der Fünf-Kilo-Pa ckete sei nicht beabfichtigt und würde auch tu ganz Deutschland auf Widerstand stoßen. Berlin, 22. Januar. Ueber die Reise deS Kaiser» nach Jerusalem schreiben die „Berl. Reuest. Nachr.", es stehe nur soviel fest, daß die Reise im Herbst stattfindet. Wann fie erfolgt, wie lange fie dauern werde und an welchem Tage die Einweihung der Erlöferktrche vorgeuommen werden solle, wiffe noch Niemand. Ungewiß sei ferner, ob die Kaiserin die Reise mttmachen werde. Nach den ursprünglichen Dispositionen sollte der Kaiser allein reisen, da aber die Kaiserin, dem vernehmen nach, den Wunsch hat, Jerusalem auch zu besuchen, so könnte vielleicht darin eine Aenderung eintreten. _____________________________ Attrlarrd. Hermaunstadt, 23. Januar. Eine Deputation hiesiger Frauen begab fich nach Wien, um den Kaiser zu bitten, daß er dem Gesetz betreffend die Magyasiruug der Ortsnamen seine Sanctiouiruug verweigere. Paris, 22. Januar. General Metzinger ist zum Commandeur des 15. Armeecorp» ernannt worden. Pari», 23. Januar. Der Socialist Gerault Richard erzählte den Hergang der Prügelei zwischen den Socialisten und dem Grafen Bernis. Schon während MöliueS Rede suchte Bernis Händel mit unseren Genossen, kam aber an den Unrechten. Einige kräftige Ausdrücke FaberotS genügten, Bernis verstummen zu machen. Als Möline sagte, wir haben nicht einmal .daS Preßgesetz verschärft und unser Genoffe Grouffet dazwischen rief, daS hätte noch gefehlt, erhob sich Bernis mit großer Erregung von Neuem. Daun kam MslineS Aeußerung von der Ehre der Generale und ein Zuruf unseres Genoffen: Warum haben die Generale kein vertrauen zur Jury? In diesem Augenblick verließ Bernis seinen Platz, näherte fich der Tribüne und rief schon bet JaureS Worten: Die find vom Shndicat bezahlt. Jetzt stürzte ich mit den Genoffeu Touffaint und Contant auf Bernis loS und versetzte ihm einen Fanstschlag. Anstatt ihn zu erwidern, sprang BeruiS seitwärts auf die Tribüne und versetzte JauröS einen Schlag auf den Hinterkopf. Maa rief von allen Setten: Hoch Jaure». Im Tumult verschwand Bernis. Bernis, so heben deffen Freunde hervor, der nahezu 70jätzrtge Mann, werde in letzter Zeit häufig von Nervenanfällen heimgesucht und als Date : zweier Offiziere sei er fett Wochen in beständiger Aufregung. Im Namen Jau.e» begaben fich Millerand und vtrtant zu BerniS, um ihm mitzutheileu, Jaure» würde auch mit einem Fleischer- knecht einen Ehrenhandel auSfechten, aber BerniS Benehmen gehe tief darunter. Ja der Kammerfitzung am Montag wird die Aushebung der Immunität BerniS und Gerault Richard verlangt werden, da auf Anzeige BriffonS eine gerichtliche Verfolgung der Gewaltacte eintreten soll. Man erwartet für die nächste Sitzung heftige Scenen. Paris, 23. Januar. Nach Räumung des Kammersaales fand man einen Damrnhut in der Nähe der Rechten- zwei Gattinnen von Deputtrten hatten sich auf der Gallerte gerauft. Die Eine hatte Jaurö» applaudirt, die Andere rief: „Elende Creatur!" worauf Beide aneinander geriethen. Madrid, 22. Januar. Im gestrigen Miuisterrath berichtete der Justizminister über da» Ergebniß der Untersuchung, welche wegen der im Gefängniß Mont Juich gegen Anarchisten begangenen Grausamkeiten augestellt worden war. An den vernommenen Anarchisten seien die Spuren von Mißhandlungen wahrzunehmen gewesen. Petersburg, 22. Januar. Der russischen Telegraphen« Agentur wird von besonderer Seite aus London gemeldet, daß laut amtlicher Meldung die Schiffe der englischen Flotte, die fich in Port Arthur befinden, den Befehl erhalten hätten, diesen Hafen unverzüglich zu verlaffen. Athen, 22. Januar. AuS Petersburg ist beim hiefigen Hofe die telegraphische Mittheilung eingegangeu, daß an der I Wahl des Prinzen Georg zum Gouverneur von Kreta kein Zweifel mehr bestehe. Die Mächte, auch Deutschland, hätten infolge der persönlichen Bemühungen des Zaren bereit» zugestimmt- e- werde nun von Berlin und Petersburg au» ein Druck auf den Sultan auSgeübt werde». Um deffen Zustimmung zu erleichtern, werde ein tu türkische« Diensten stehender deutscher Offizier zum stellvertretende« Gouverneur ernannt werden. Locale* und provinzielle*. Gießen, den 24. Januar 1898. Die Ueberreichuug der von Sr. Majestät de« Kaiser feinem Infanterie-Regiment Rr. 116 verliehenen Fahuendautzer fand heute Vormittag 101/* Uhr statt. Zu diesem Zwecke war daS Regiment in offenem Viereck auf O-walt- Garten aufgestellt. Wie bereit» gemeldet, fand die Ueberretchung der Fahneuschletfen durch einen eigen» nach hier entsandten Adjutanten des Kaisers statt. Derselbe richtete an da- Regt- ment eine Ansprache, verlas den die Verleihung der Fahnen« bänder betreffenden Tagesbefehl und befestigte hierauf dir Bänder an die drei Fahnen. Herr Oberst v. Madai richtete hierauf ebenfalls eine Ansprache an daS Regiment mit dem Ausdrucke der Hoffnung, daß fich daffelbe allezeit der hohen Auszeichnung würdig zeigen werde. Herr Oberst v. Madai brachte hierauf das Hurrah auf Se. Majestät den Kaiser und Se. Köntgl. Hoheit den Großherzog au-. Sodann fand einmaliger Parademarsch des Regiment-, daS zum ersten Male in grauen Mänteln angetreteu, in Zügen statt. Die Stadt war festlich beflaggt. * • Empfang. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog empfingen am 22. Januar u. A. den Forstmeister Karl Weigand von Botzbach. • • Ernennung. Sr. Kgl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigft geruht, den dritten Arzt bei dem Lande-- Hospital Hofheim, vr. KarlOßwald, zum zweiten Arzt bei dieser Anstalt zu ernennen. * » Kirchliche Dienstnachrichten. Ernannt wurden: Pfarr- amt-candidat Schrimpf zu Butzbach zum Pfarrvicar in Jrei-LauberSheim, Decanat Wöllstein- Heinz, Verwalter der ersten Pfarrstelle zu Beerfelden, Decanat Erbach, zum Verwalter der zweiten Pfarrftelle daselbst. • • Mililär-Dieustnachrichten. Hoffmann, Zahlmeister, bisher beim 4. Bat. Jnf.-RegtS. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, zum 3. Bataillon desselben Regiment- versetzt. • • Parade. Zur Feier deS Geburtstages Seiner Majestät des Kaisers und Königs findet Donnerstag den 27. d. Mt-., vormittag- 111/» Uhr, auf dem Hofe der neuen Kaserne Parade statt. Im Anschluß an dieselbe spielt die Musik. Bon 11 Uhr vormittags ab steht der Zutritt zu« Kasernhof allen Zuschauern frei. • • Bom Berwaltun-SgetichtShof. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigft geruht, den Wirklichen Gehetmerath im Ministerium de- Innern, vr. Heinrich Knorr v. Rosenroth, für die Dauer de- dermalen von ihm bekleideten Amte» zum Präsidenten des Verwaltung-« gerichtShofeS zu ernennen. • • BortraglcurS für praktische Landwirthe -n Darmstadt. Nach dem veröffentlichten Stundenplan verthetlen fich die Vorträge wie folgt: Montag den 31. Januar, 10 bi- 12 Uhr: „Der landwirthschaftliche Betrieb im Zeichen der Neuzeit" (2 Std.). Geh. Reg.-Rath Prof. vr. Werner- Berlin. — Dienstag den 1. Februar, 9 bi» 12 Uhr: „Die landwirthschaftliche Arbeiterfrage" (1 Std.). GutSbefitzer Schade-Altenburg. „Kritik der neueren landwirthschaftltchen Arbeitergesetzgebung (Unfall-, Alters-, Invalidenversicherung)" (1 Std.). KreiSrath Fay Erbach i. O. „Züchtungsgrund, fätze" (1 Std.). Geh. Reg.-Rath Prof. vr. Werner- Berlin. — Mittwoch den 2. Februar, 9 bis 12 Uhr: „Fortschritte auf dem Gebiete der Düngerlehre" (2 Std.). Geh. Hofrath Prof. vr. Wagner-Darmstadt. „Praktische Fragen aus dem Gebiete des LandwirthschaftSrechteS" (1 Std.). LandgerichtSrath vr. M eise l-Darmstadt. — Donnerstag den 3. Februar, 9 bis 12 Uhr: „Organisation deS BezugS der landwirthschaftlichen Hilfsstoffe" (1 Std.). Anwalt- fchaftSsecretär vr. Thieß-Offenbach. „Organisation des Absatze» und der Berw^rchung der landwirthschaftliche« Erzeugniffe" (1 Std.). Generalsekretär vr. Müller- Offenbach. „Welche landwirthschaftliche Maschinen find zur Einführung besonders zu empfehlen" (1 Std.). Oeconomte- rath Han ter-Speyer. — Freitag den 4. Februar, 9 bis 12 Uhr: „Organisation zur Hebung der Rindvieh- zücht" (1 Std.). Generalsekretär vr. Müller-Offenbach. „Welche Maßregeln sind zur Hebung der Erträge der Feld- erzeugnisse am geeignetsten" (2 Std.). Prof. Dr. Ramm- PoppelSdorf-Bonn. — S a mst a g den 5. Februar, 9 bis 2 Uhr: „Rtudviehzucht oder Milchwirthschaft" (1 Std.). Landwtrrh- schaftslehrer Letthiger-Alsfeld. „Fortschritte auf dem Gebiete der Fütterungslehre": a) Allgemeine FütterungS- grundsätze" (1 Std.), b) „Kritik der Futtermittel, mit be- foaderer Berücksichtigung der Milcherzeugung" (1 vtd.). Prof. Dr. Ramm» PoppelSdorf-Bonn. — Nachmittags von 3 bis 5 Uhr finden jeweils DiscusfiooSstunden statt. Eine starke Betheiligung an dem durchaus zeitgemäßen Unter- nehmen wäre sehr erwünscht, zumal die Theiloehmergebühr mit 5 Mk. eine so mäßige ist. Bis jetzt find ca. 50 Anmeldungen erfolgt. * Der laudwirthschaftliche Bezirk» Bereiu Gieße» hielt am Freitag auf „LonyS Bierkeller" eine sehr gut besuchte Versammlung unter Vorsitz deS Herrn Rechtsanwalt RegierungSrath a. D. Jost ab. Die nach Begrüßung der Erschienenen, u. A. der Herren Provtnzialdtrector Geheimrath Frhr. v. Gagero, RegierungSrath Dr. Wallau, Landwirth- schaftSlehrer Leithiger-Alsfeld und Dr. v. Peter-Friedberg folgenden geschäftlichen Mittheilungen betrafen den gemeinschaftlichen und durch den Verein vermittelten Bezug künstlicher Düngemittel, die von mehreren Firmen angeboren worden, ferner Zuwendungen auS den Mitteln des Vereins zu verschiedenen Zwecken. So wurden u. A. an vier Per- sonen, die sich zu Obstbaumwärtern ausbtldeu wollen, je 100 Mk. bewilligt, als Unterstützung zu den Kosten eines zehnwöchentlicheu Besuchs der Obstbauschule zu Friedberg- die Namen der auf Befürwortung ihrer Bürgermeistereien für diese Zuwendung für würdig Erachteten sind: Hetnr. Weil und Hermann Kammer tu Obbornhofen, Ludwig Damm in Rödgen und Herm. Nuhn tu TreiS a. d. Lda. — Die Zuweisung einer Subvention an die Ziegenzuchtvereine Wieseck und Gießen (ein Gesuch de» letzteren lag auch noch nicht vor) wurde mit Rücksicht darauf, daß dieselben bereits aus der Kaffe des ProvinzialveretnS Zuschuß erhalten, abgelehut, dagegen dem Ziegeubockhalter in Lumda wegen des ihm durch Eingehen zweier Thiere entstandenen Verlustes eine Zuwendung von 15 Mk. bewilligt. — Dem Geflügelzuchtverein Gießen, der Mitte März in Gießen eine Geflügelausstellung veranstaltet, wurde nach Befürwortung durch Herrn Geheimrath v. Gagern zur Prämtt- rung eine Zuweisung von 50 Mk. bewilligt in der von Herrn LandwirthschaftSlehrer Leithiger betonten Voraussetzung, daß der Verein besonders die Förderung der Nutzgeflügelzucht sich angelegen sein läßt. — Hinsichtlich deS Bezugs von Saatkartoffeln auf gemeinschaftliche Rechnung gab der Vorsitzende Kenntniß von den etngegangenen Offerten und Herr Leithiger theilte mit, daß die Sorte „Professor Märker", nach den damit angestellten Versuchen, bisher befriedigende Ergebnisse io Bezug auf Menge und Güte gezeitigt. Die Versammlung erklärte fich damit einverstanden, daß e» dem Vorstände überlassen werden solle, geeignete Sortenwahl zu treffen. — In dem nun folgenden Vortrage des Landwirth- schaftSlehrers Leithiger wurden den Anwesenden werthvolle Aufschlüsse über die Wirkung, die Anwendung und Zusammensetzung der künstlichen Düngemittel gegeben. Der Vortragende betonte, daß, um dem Boden die höchstmöglichen Erträge an Früchten abzuringen, auf die Anwendung künstlicher Düngemittel Hauptwerth gelegt werden müßte, ohne deshalb den Stalldünger den ihm innewohnenden Werth abzusprechen- er warnte vor allzu starker Anwendung der verschiedenen Mineraldünger, als Durchschnitt könne man 10 bis 12 Ceutner per Morgen Kalk annehmen uod die Düngung nach einer Reihe von Jahren wiederholen. — Den hierauf folgenden Punkt der Tagesordnung: Errichtung einer Molkerei in Gießen, leitete Herr LandwirthschaftSlehrer Dr. v. Peter- Friedberg mit einem lehrreichen Vortrage über die Beschaffenheit der Milch und ihre Behandlung unter Vorführung eines Apparates zur Festsetzung des Fettgehaltes der Milch ein. Wenn eineStheilS das wirthschaftltche In- reresie des LandwtrtheS es gebiete, aus dem Müchviehstande den größtmöglichsten Nutzen zu ziehen, so stehe auf der anderen Seite das Jntereffe der Consumenten, der Stadtbewohner, die ein Recht darauf hätten, daß ein so wichtiges Nahrungsmittel wie die Milch, ihnen in guter Beschaffenheit geliefert werde- er gab der Ueberzeugung Ausdruck, daß die Jntereffen von Stadt uod Land fich gut vereinigen ließen - unberechtigt und entbehrlich sei besonders der Zwischenhandel- Produzent und Consument wüßten in directen Verkehr zu einander treten. Die Qualität der Milch solle nur auf Grund vorgenommener Mischung und nicht nach den ein« zelueuThteren beurtheilt werden- die Milch solle ein spezifisches Gewicht von 1,29 bis 1,33 und nicht unter 3 pCt. Fettgehalt haben. Vorbedingung zur Gewinnung einer guten Milch sei die Haltung guten Viehes, wer diese erfülle, fahre besser, als wenn er die Milch zu verbessern suche- Qualitätsunterschiede -wischen Morgen- und Abendmilch erfordern ebenfalls deren Mischung- stickstoffretcheS Futter gtebt fettere Milch. Als besonder» nothwendig bezeichnete Redner die Ausübung einer richtigen Controle beim Verkauf der Milch - man solle diese nicht ausschließlich der Polizei überlassen, sondern die Landwirthe sollten sie selbst üben und dazu biete die genossenschaftliche Verwerthung der Milch den richtigen Anhalt. Redner ging hierauf auf die Verderbung der Milch ein; solche werde herbeigeführt durch Aufbewahrung in uugeeig- ueten Räumen (z. B. Wohn- und Schlafzimmern), durch mangelhafte Fütterung uod Reinhaltung des Viehes- jede Verunreinigung beeinträchtige, wie angestellte Versuche er- gaben, die Süßerhaltung der Milch. Neben der Reinhaltung trage zur Haltbarkeit der Milch in hohem Maße deren Kühlung bet, richtig gekühlte Milch erhält fich länger und ermöglicht deren Verbringung auf weite Entfernungen, sodaß sich billig produztrende Gegenden de» MilchmarkteS stark bevölkerter Gegenden bemächtigen könnten- so werde betsptelS. weise qu» Ostpreußen Milch nach Berlin verbracht. Voraus- setzung deS lohnenden MilchabsatzeS auf weite Entfernung sei natürlich der genossenschaftliche Zusammenschluß der Land- wirthe, wozu er dringend rathe- er wie» schließlich auf die aozuweodeodeu Mittel zur Unschädlichmachung etwa in der Milch vorhandener Krankheitserreger hin uod bezeichnete al» da» geeignetste das Pafteurifireu und das Soxhlet sche Der- fahren- da indeß dem einzelnen Landwirth diese Hülf»miteel nicht zur Verfügong stehen, daS Vertrauen der Coosumeoten in Bezug auf Erhaltung einer reinen und unschädlichen.Milch befestigt werden müßte, sollen die Landwirthe darnach trachten, den Milchhandel wieder in ihre Hände zu bekommen- um dies zu erreichen, empfehle er den Laodwirthen die Errichtung einer GeuoffenschaftSmolkerei bezw. M.lch-Absatzgenosseu' schäft io Gießen. — In Erledigung eines Auftrage» einer früheren Versammlung, sich mit dem Besitzer der Gießener Dampf-Molkerei, Herrn Lahr, wegen Ankauf» derselben in Verbindung zu setzen, theilte Herr Dr. v. Peter folgende Berechnung mit: Ankauf der Lahr'schen Molkerei 40 000 Mk., Ergänzung der Gebäude 10 000 Mk., Maschinen, VerkaufSloeal und Fuhrwerke 12 000 Mk., Gehalte uod Löhne 7000 Mk., Heizung und Beleuchtung 1500 Mk., Futterkasten 900 Mk., sonstige Ausgaben 1000 Mk., welche Summen einer jährlichen Gesammt- anSgabe, einschließlich Verzinsung des Aolagecapitals, von 14 000 Mk. gletchkommen. Bet einem Umsatz von nur 1000 Liter Milch (Herr Leithiger berechnete den Consum Gießens täglich auf ca. 8000 Liter) ergebe fich, das Liter zu 16 Pfg. berechnet, ein jährlicher Gewinn von 15000 Mk., der Ladenverkauf würde 3600 Mk. einbringen, an Haus- miethe seien 1400 Mk. vorgesehen, so daß einer Ausgabe von 14 000 Mk. eine Einnahme von 20 000 Mk. gegenüber- stehe und au» dem Uebrrschuß den betheiligten Land- wirthen noch 1,7 Pfg. pro Liter Milch nachgezahlt werden könne. Herr Dr. v. Peter erhofft aber einen Umsatz von 3—4000 Litern täglich. — Herr Leithiger bezeichnete die AuSfichten des Unternehmens als günstig. Die Land- wtrthe sollten nur mehr Sorgfalt auf Auswahl der Milch- thiere legen. — Herr Oberamtmaun Hoffmann-Hofgüll bringt al» Betheiligter an der Frankfurter Molkerei ziffer? mäßigen Nachweis über die günstigen Erfolge dieses Unternehmen» und empfiehlt die Errichtung einer Molkerei in Gießen. Gleichzeitig nahm er Veranlaffung, HerrnDr.von Peter, der die Frankfurter Genoffenschaft inS Leben gerufen, den Dank für seine erfolgreiche Thätigkeit auszusprechen. — Herr Btchler-Gießen spricht sich ebenfalls für daS Pro- ject aus, er gab einige werthvolle Winke in Bezug auf Viehhaltung und Verarbeitung der Milch und zeigte mehrere Stücke durch Gefrieren dauerhaft gewordene und für Versendung auf weite Entfernung präparirte Milch uod Butter vor. — Auch Herr v. Owen-Hungen befürwortet das Molkerei-Project, betonend, daß die Privatverwerthuog der Milch nicht mehr revtire. — Herr Erb-Winnerod legt dagegen die Schwierigkeiten dar, die feiner Ansicht nach dem Verkaufe in Gießen entgegenstehen- die Hausfrauen feien zu sehr an den Verkehr mit ihrem Milchmann und ihrer Milchfrau, mit denen fie auch noch andere Geschäfte (Eterankauf, Beschaffung von Dienstmädchen usw.) verbinden, gewöhnt. — Herr Gehetmerath v. Gagern empfiehlt, die in Betracht kommenden Fragen durch einen kleinen Kreis der an der Milchlieferung nach Gießen Jnteresfirteu zu erörtern und befürwortet im Uebrigen das Unternehmen. — Herr Verwalter Schuch ardt - Neuhof bezeichnete die Art und Weise wie durch die Genossenschaften der Milchabsatz dem Bauer erleichtert werde, für ausschlaggebend und vortheilhaft und empfiehlt Errichtung einer Molkerei. — Nachdem rock Herr Dr. v. Peter versucht, die Bedenken deS Herrn Erb zü widerlegen und zu entschiedener Inangriffnahme der Vorarbeiten und Einzetchnung in die Theilnehmerltste aufgefordert, wurde die Versammlung unter dem Etnverständntß der Versammelten, daß die Jotereffenten sich demnächst weiter mit der Angelegenheit beschäftigen, geschloffen. • * Der nächste Vortrag deS Großh. Landgerichttrath» Müller über das Bürgerliche Gesetzbuch allgeweiner Theil findet nicht kommenden Mittwoch den 26. Januar, sondern am darauffolgenden Mittwoch den 2. Februar, Abends 6 Uhr, im Zimmer Nr. 30 deS JusttzgebäudeS statt. * * Vorträge von Professor Dr. Sauer. Der zweite Vortrag, der die großen Hriligthüwer von Alt-HellaS (ZeuS- heiligihümer vom kretischen Ida, von Dodona und Olympia, Appollonheiltgthümer von DeloS, vom Proion und Delphi, Mysterienheiligthum von Eleufik- behandeln wird, findet Mittwoch den 2 6. Januar statt- Näheres findet man im Jnseratentheil. Wir empfehlen den Besuchern, die auS- gestellten Abbildungen schon vor Beginn deS Vortrags zu besichtigen und während desselben da» Opernglas zu Hilfe zu nehmen. * *cf Eoucert Bereiu. Am Dienstag den 1. Februar, Nachmittags 5 Uhr, wird der Concert-Verein in Verbindung mit dem Akademischen Gesangverein ein größeres Vocalwerk mit Orchester zur Aufführung bringen. Robert Schumanns poesie- volles Werk „DaS Paradies und die Perie"ist iu Aussicht genommen und unterliegt eS keinem Zweifel, daß wir einem hohen musikalischen Genuß entgegen sehen. Der Akademische Gesangverein ist unter TrautmannS energischer und künstlerischer Leistung nach jeder Richtung hin gewachsen, eine große Anzahl trefflicher Solisten verpflichtet und als Orchester das rühmlichst bekannte Homburger Kur-Orchester gewonnen. E» lag diesmal nicht in der Aosicht de» Coocert- Verein», die Homburger heravzuziehen, unsere hiesige Capelle hatte aber leider Verpflichtungen nach Au-wärtS übernommen. An eine Verlegung bet fünf festengagirten Künstlern war unmöglich zu druken, so hieß es denn, fast in letzter Minute, Ersatz zu schaffen. Nicht genug Dank kann der Concerr- Verein den Herren aus Homburg sagen, daß sie in die Lücke etnsprangen, denn diese vortreffliche Körperschaft wird jetzt von allen Seiten umworben. • * Plötzlicher Tod. Der Taglöhner Heinrich U sing er I von hier stürzte heute Morgen in der Schloßgaffe zur Erde und starb alsbald. Die Leiche wurde in das Letchenhau» am Friedhof gebracht. * • Weibliche Postagenteu. Die Ober - Postdirectionen find nach Mtktheiluug Berliner Blätter ermächtigt worden, die Verwaltung von Postagenturen oder Posthtlfstellen, fall» hierzu geeignete männliche Personen nicht ermittelt werden können, weiblichen Personen zu übertragen, vorausgesetzt, daß diese den zu stellenden Anforderungen entsprechen. Butzbach, 20. Januar. Nachdem von Tag zu Tag die electrische Centrale in unserer Stadt fich mehren, auch bereit» einige Abnehmer für electrischen Kraftbetrieb vorhanden find, wird sogar seit heute die Electric tät zu Heizzwecken verwandt. In der Färberei und chemischen Wäscherei der Herren Braubach u. Fischer bedient man sich eine» Bügeleisen», daS, mit entsprechenden Zuleitungsdrähten versehen, durch Electricität erwärmt wird. Grünberg, 18. Januar. In einer hier stattgehabten Versammlung von Landwtrthen wurde die Gründung einer Abs atz genossenschast für Grünberg und Umgegend beschloffeu und der Bau eine» Getreidelagerhauses in Aussicht genommen. Hierdurch soll den Landwirthen Gelegenheit geboten werden, ihre Probucte nutzbringender, als dies bisher möglich war, zu verwerthen. Daß mau dem Project allenthalben großes Jntereffe entgegenbringt, beweist die Thatsache, daß die meisten in der Versammlung anwesenden Landwirthe ihren Beitritt zur Gcnoffenschast erklärten und die Abhaltung einer weiteren Versammlung verabredet wurde. A Bad Nauheim, 24. Januar. Unter günstigen Au- spicien eröffnete dahier die Direction des GießenerStadt- theaters (Herren Kruse und Helm) einen Cyclu» von Vorstellungen im Saale des Hotel Langsdorf. Al» Erste» ging vorigen Sonntag „Der Herr Senator" in Scene, gestern wurde das reizende Lustspiel „Renaiffance" aufgeführt. An beiden Abenden war der schöne, geräumige Saal bis auf den letzten Platz gefüllt, ein Beweis, daß in der jetzigen „tobten Saison" eine solche Abwechselung nur als angenehm und genußreich empfunden und mit Dank acceptirt wird. Die Leistungen des Ensemble» befriedigten fast durchweg in hohem Maße. Der al» Zeichen der Anerkennung gespendete Beifall war stet» ein lebhafter. Dem Unternehmen, das sich die Sympathien unserer Einwohnerschaft erwerben wird, ist ein glücklicher Fortgang zu wünschen. Landenhauseu, 19. Januar. In dem Steinbruch de» Jost Kühl HI. zu Landenhausen ereignete fich gestern Nachmittag ein bedauerlicher Unglücksfall, indem ein Arbeiter, ein erst vorigen Herbst vom Militär evtlaffener junger Mann, Johannes Lang, Sohn de» gleichnamigen Schreiners I. Laug durch einen fallenden Stein (von über li/3 Cubikmeter) ereilt und sofort zu Tode gequetscht wurde. Bon seinen beiden Collegen wurde dem einen die Hand verstaucht, der andere trug nur leichte Verletzungen davon. Da» Mitgefühl mit den betroffenen Eltern ist ein allgemeine», weil der Verunglückte bet Allen, die ihn kannten, beliebt war. §§ Herchevhaiu, 19. Januar. Gestern pflückte der hiesige Bürgermeister Weidner S ch lüs s el b lumen und sogenannte Pfingstblumen, Beweise der überaus milden Witterung in unseren Bergen. — Man gehl hier mit dem Gedanken um, electrischrs Licht sür unseren Ort einzurichten. §§ Grebenhain, 20. Januar. Angelvckt durch die sehr günstige Witterung, hielten einige Personen von hier und Umgegend ein Scheibenschießen in dem nahen Walt- diftrict Rothenbach, zwischen Oder-Moo» und Bermuthshain ab, welches in der besten Stimmung verlief. Verschiedene Preise wurden vertheilt. An» Rheinhessen, 22. Januar. Der Laudwirthschaftliche Verein für die Provinz Rheinhessen wird bei Gelegenheit der tu diesem Jahre ftattfindenden Ausstellung der deutschen LandwirthschaftSgesellschaft in Dresden, wie in früheren Jahren bei ähnlichen Ausstellungen, wieder eine Wein kost- Halle errichten. Im Ganzen sollen diesmal 15 Sorten Wein aus Rheinhessen zugelaffen werden, und soll deshalb von einer zu wählenden Commisfion eine sorgfältige Auswahl typischer Weine getroffen werden, wobei hauptsächlich gangbare VrrdrauchSweinr zu kleinen und mittleren Preisen berücksichtigt werden sollen. Vermischtes. * Zwickau, 22. Januar. Der Kupferschwiedegeselle Jahn auS Crimmitschau, der dort Mutter und Schwester ermordet hatte, ist heute hingerichtet worbeo. * Ueber die jüngsten Record», die der Llohddampfer „Kaiser Wilhelm der Große" zu verzeichnen hat, entnehmen wir einer Notiz de» Internationalen PatentbureauS Car! Fr. Reichelt, Berlin KW. 6), folgende Daten. Die höchste Tagesleistung belief sich auf 564 ftnoie», waS einer durchschnittlichen Fahrgeschwindigkeit von 22,35 Knoten tut» sprechen würde- d. h. 0,34 Knoten mehr, als die Campania auf ihren besten Fahrten lief. Auf der letzten Rückreise von New-Kork pasfirte er da» Leuchtfeuer von Sandy Hook um 4,30 Nachmittag». Sech» Tage später, um 3,10 Nachmittag pasfirre er die „Needler". Die Gesammlrntsernung betrug 3068 Knoten, die in 5 Tagen, 17 Stunden 8 Mir», zurückgelegt wurden. Da» würde der Geschwindigkeit eine» Eisenbahnzuges entsprechen, der 25V, englische Meilen (40,8 Kilometer) in der Stunde zurückiegt. Wenn wir bedenken, daß diese Geschwindigkeit während der ganzen Fahrt beibehalten wurde, so liegt es auf der Hand, daß ote Fahrgeschwindigkeit unserer schnellsten Ueberlandzüge vor wenig Jahren noch diese Geschwindigkeit um wenig übertraf. • Einfluß der Mufik auf Athmnng. Herzschlag und capillare« Blutumlauf. Wie der „Prometheus" mlttheilt, beschreiben die Herren A. Binet und I. Courtier in der Revue scientifique die an einem bekannten Compontsten angestellten Versuche über den physischen Einfluß der Musik. Einfache harmonische, sowie disharmonische Klänge wurden in ihrer Wirkung zunächst studirt. Sowohl Dur-Accorde al» Dissonanzen erregten lebhafte Athmuug. Ebenso wirkten Moll-Accorde erregend. ,c nr°,rv hl * '-'»r,»“«* ,'®J? <8t‘| Hi 9 ®'K Ul bitVjHntll» b,einer *»®5% , ’ St. 1 «« bettt ■’8 «“«»81, 6to,|ft nflintg ,Wa"l »niind« etsi? -%iin?1'8“ Ä“' ■ - "MI tbdgi i01 •“»M au ftüti ®"’ ta St™«, seftitn a:i MfltfUn. ai ®!> Boni bil auf b,„ 111611 i'6i|n .tobten isr als Mgtn^m und '. «ceptirt W fcnriDtg in hohe» rBD6 gtlptnbttt mtbnitn, das sich dir -rsndrv wird, ist rin i hm tztrinbrnch Iti jnttt sich gtftern Nah ückesail, illdrw ein :m Nriilü entlaßener -in des zlriLvamizen taten Stein (Den übet i Lede gtauetlit toutbt, ® einen die Hand Den inta-ngen davon. Dal rrn ist rin aüzmeinel, hs fannrro, beliebt «vor. tmi pßnefte der tzirfizk ,uwen und (ogeaancie aal ailttn Lmrruvz in eit dm Gedanken a nnzmitten. Ingtkit durch die sehr Unionen non hier und i in dm nahen Sait- Reel nnd Leimnihthain g verlies. Verichiedem Der Landwirth'chaslliche .. tr-tb bei Selegeuheit der iMnnc der drutscheo Iba, wie in f*cn witfcei eine ffitinloft' , . dielmal lb Tollen ;;t». m ** eine sorgfältige -<4t haup^nchlKd gong' 5 mittleren W bt‘ tfe r,, o.pier^oiietegeielle ; ‘ ,,Tid6ntn hat, rol* wt« vn-a. ® w4 8«>i», w°» ii Ktunden , . ,ü,s b« i* & i-- h >ah ote o°*. ‘•‘Jwbiw °°l" tzSSÄ ' t. »"•‘J'ßüt»«« >“j ,- *•' 10 Ct>'< Truste oder heitere Melodien beruhigten die Respiration und vermehrten die Herztätigkeit. Die lebhaften Melodien wirkten am Stärksten. Bei Tonfolgen, die ganz frei von erregenden Ideen waren, beschleunigte sich gleichwohl die Herzthätigkeit, schon bet einfachen Tönen und Accorden, je- Loch schwächer als bet Melodien. Bei bekannten Opern, mrlodien, wobei der geistige Gehalt mitwirkte, erreichte die Erregung ihr Maximum. Der Einfluß der Musik auf die capillare Circulation wurde durch einen an der rechten Hand befestigten PlrthiSmographen studtrt und e« zeigte sich gewöhnlich eine leichte Verminderung der Cap'llarthätigkeit, gering bei getragenen, stärker bet lebhaften Melodien. tyitljla In rattrigtai fmifrrtn tottt|tiin. vper«h»«s- Dienstag den 25. Januar: A Basso Porto. Hierauf: Die Nürnberger Puppe. Mittwoch den 26. Januar. Nachmittags 3V. Uhr: König Löwe. Abends 7 Ubr: Violetta (La Traviata). Donnerstag den 27. Januar: Götterdämmerung. Freitag den 28. Januar: Fattnttza. Samstag den 29. Januar: Martha. Sonntag den 30. Januar, Nachmittag« 3V, Uhr: Die Fledermaus. Abends 7 Uhr: Don Juan. Montag den 31. Januar: Bajazzo. Cavalleria rastioana. «charrsptelhavS. Dienstag den 25. Januar: Die Einberufung. Mittwoch den 26. Januar: Bartel Turaser. Donnerstag den 27. Januar: 1812. Freitag den 28. Januar: Die Einberufung. Samstag den 29. Januar: Hans Huckebein. Sonntag den 30. Januar, Nachmittags 3*/s Uhr: Ewige Liebe. Abends 7 Uhr: Jugendfreunde. Montag den 31. Januar: Bartel Turaser. Brodpreife vom 23. Januar bis 6. Februaur. 1898. Der hiestsen BL«er. 1 Kg. (2 Pfd. Tafelbrod..... 29 Pfg 2 Kg. (4 Pfd. Tafelbrod..... 58 „ 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod..... 27 , 1 „ (2 „ „ bei H-inrich Plank 26 „ 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod..... 54 , 2 „ (4 „ „ bei Heinrich Plank . 52 „ 1 Kg. (2 Pfd.) schwarzbrod..... 25 „ 1 „ (2 „ „ bet Heinrich Plank . 24 „ 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod .... 60 „ 2 „ (4 „ „ 'bei Heinrich Plank . 48 „ 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod...... 75 , Der auswärttge« BLLer. 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod bet L. Stetnmüller, Gr.-Linden 23 Pfg. W. Weitzel von LangGonS 25 „ Wilh. Fabel von Wteseck 26 „ 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod bei Joh. Kd. Ve te v. Ktrch-GönS 46 „ L. Steinmüller, Gr.-Linden 46 „ W. Weitzel von Lang-Göns 50 „ W. Fabel von Wtefeck 52 „ 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod bei Joh. Kd. V-lte v. Ktrch-GönL 42 „ L. Steinmüller, Gr.-Linden 44 „ W. Steinmüller v. L.-GönS, 44 „ W. Weitzel von Lang-GönS 46 „ G. Jacoby v. Alten-Bufeck 48 „ 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod bet Ernst Cbrist von Wteseck 70 „ WUH. Fabel von Wtefeck 70 „ G. Jacoby v. Alten-Bufeck 72 „ Der BrodverkLufer. Dieselben Preise wie bet den hiesigen Bäckern. Gießen, den 22. Januar 1898. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. v. Bechtold. AirchUcheAnzeigen der eVang.Gemeinde. Montag, den 24. Januar, Abends 8 Uhr, »ibelstunde im Confirmandensaal der Johannesktrche Epheserbrief, Cap. 3 von Vers 13 an. D-S Apostels Fürbitte für die Gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. Neueste Nachrichten. Depefchen deS Bureau „Herold". Berlin, 24. Januar. AuS Kattowitz berichten die Morgenblätter: Die Regultrung des Schaden«, welcher durch den bekannten Grubenzusammenbruch in RoSdzin infolge der Erdsenkungen entstand, ist nunmehr erfolgt. Auf Ersuchen deS Repräsentanten der Königin Luisengrube waren am letzten SamStag die Geschädigten in Beuthen erschienen, woselbst ihnen 400000 Mk. als Entschädigungssumme ausbezahlt wurden. Die später vorkommendeu neuen Schäden an Ge« bänden unterliegen einem neuen Beweisausnahmeverfahren. Wien, 24. Januar. Trotz des ungünstigen Verlaufe de» böhmischen Landtages wird in RegierungSkreisen versichert, daß e« möglich sein werde, bi« zu dem in den letzten Wochen deS Februar in Aussicht genommenen Zusammentritt de» RetchttageS die parlamentarische Maschine wieder zu einer ruhigen Function zu bringen. Man hätte Anzeichen dafür, daß ein großer Theil der deutschen Abgeordneten nach Erlaß der modificirten Sprachenverordnung sich nicht mehr an der Obstruction betheiligen würden. Budapest, 24. Januar. Der Bürgermeister, sowie mehrere Finanz« und Zoll-Organe in Gran find infolge An« zeige dr« DomcapitelS wegen Unterschlagung vom Amte suSpendirt worden. Pari», 24. Januar. Mehrere Blätter melden, Zola beabfichtige, den deutschen Botschafter in Paris als Zeugen vor den Assisenhof vorladen zu lafien. Auf der deutschen Botschaft wurde dem „^auloiS" versichert, daß diele Nachricht unbegründet sei und daß jedenfalls der deutsche Botschafter sich in keiner Weise in die Äfiaire DrehfuS ein« mischen werde. Paris, 24. Januar. Die Zeitungen heben hervor, daß Meline vorgestern nicht von Geständnissen, sondern nur von Erklärungen des Hauptmann« Drryfus am Tage seiner Degradtrung gesprochen hat. Die DrehfuSblätter melden übereinstimmend, der Bericht Lebrun-Renaults sei erst in den letzten Tagen den Acten deS DrehfuS-ProzeffeS hiuzugefügt worden. — Brifion vernahm gestern zahlreiche Zeugen der stürmischen Scenea in der Kammer. Nach den Aussagen wurde festgestellt, daß Graf Berni«, der Urheber der Schlägerei, betrunken war. Mit größter Bestimmtheit tritt das Gerücht vom baldigen Rücktritt Billots und von feiner Ersetzung durch den General Brugere auf. Paris, 24. Januar. Gegen den Frldzug zu Gunsten de« Excapitäns DrcyfuS fand gestern eine große Kundgebung im Mont-Parnasse-Bezirk statt. Nach der Der- sammluüg wurde an der Straßburg Statue ein Kranz nieder-' gelegt. Auch die Straßendemonstratwnen gegen Zola wiederholten sich am gestrigen Tage. Die Polizei schritt mehrfach ein und trieb die Demonstranten auseinander. tl^MESSMER" 3.» DL Pß. Beliebte Theemischungen höchster Kreise.Mk. 2JJ0 a. 3.50 pr. Pfd. rorzügl. Qual. Probepack. 60 u. 80 Pt 180 Bekanntmachung, betreffend: die Heichelheim'sche Stiftung. Aus obiger Stiftung sind am 27. April d. I. die halbjährigen Zinsen mit 525 Mark an eine in Gießen wohnhafte, würdige und be« dürftige christliche Familie oder Person zu vergeben. Anmeldungen werden von heute an bis 10. Februar d. Js. auf dem Bureau des Armenamts — Zimmer Nr. 2 — entgegengenommen. Gießen, den 22. Januar 1898. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. G n a u t h. _______________ LIEBIG Companys FLEISCH-PEPTON hat als diätetisches Nähr- und Kräftigungsmittel, namentlich bei Verdauungsschwächo, vorzügliche Erfolge. 676 BehördlicheAnzeagen 314 fm Nutzholz im Winneröder Walde fertig ausgearbeitet, sollen auf dem Submissionswege vergeben werden, nämlich: Eichen: 12 Stück Werk- und Schnittholz von 38 bis 61 cm Durchmesser — 12,67 fm, 102 Stück Bauholz rc. über 18 cm Durchmesser == 38,49 fm, 115schwächere(Grubenholz) ----- 18,82 fm; Fichten: 8 Stück Schnittholz von 34 bis 52 cm Durchmesser — 13,72 fm, 67 Stück Bauholz Über 18 cm Durchmesser — 36,13 fm, 120 schwächere Stämme und Stangen = 15,42 fm; Kiefern: 153 Stück Bauholz über 18 cm Durchmesser — 62,45 fm, 263 schwächere (Grubenholz) — 40,47 fm; Lärchen. 4 Stück Schnittholz von 35 bis 38 cm Durchmesser — 6,58 fm, 54 Stück Bauholz Über 18 cm Durchmesser — 35,80 fm, 62 schwächere M (Grubenholz) — 10,62 fm; Weymuthskiefern: 7 Stück Schnittholz von 34 bis 40 cm Durchmesser — 11,67 fm, 15 Stück Bauholz über 18 m Durchmesser — 9,80 fm, 8 schwächere — 1,33 fm. Gebote hierauf oder auf einzelne der genannten Sortimente sind, nach letzteren getrennt, schriftlich und ver« schloffen vor dem Submissionstermin an den Unterzeichneten einzureichen, der auch bereit ist, das Holz im Walde vorzuzeigen. Die Eröffnung der Gebote erfolgt in Gegenwart der erschienenen Bieter Samstag, den 5. Februar d. I., Nachmittags 1 Uhr, im „Gasthaus zum Hirsch" in Reiskirchen. Innerhalb acht Tagen nach diesem Termine erhalten die Submittenten Nachricht darüber, ob der Zuschlag ertheilt ist oder nicht. Winnerod, am 22. Januar 1898. 852___________Sames, Förster. I Versteigerungen. | Berftsiaerung. Dienstag den 25. dfs. Mts., Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich Marktplatz 20 dahier gegen Baarzahlung: 1 Ptanino, 5 Malter Kartoffeln, mehrere Mille Cigarren, 1 geschnittenen Buchenstamm, 1 vollst. Bett, 1 Kleiderschrank, 1 Waschkommode, 1 Sopha, 1 ov- Tisch, 1 Berttcow, 1 Commode, 1 Schreib- secretär und sonstige Möbel. 857_________Born, Gerichtsvollzieher. Holz-Versteigerung. Donnerstag den 27. Januar 1898, von Vormittags 9*/, Uhr au, soll im Anneröder Gemeindewald in den Abtheilungen 2 Garbenteichertheil und 26 Hang nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 26 rm Eicheu-Scheitholz, 12 „ Nadel-Scheitholz, 12 „ Eichen'Knüppelholz. 146 „ Nadel-Knüppelholz, 400 Eichen-Wellen, 4564 Nadel-Wellen, 17 rm Eichen-Stockholz, 48 ,, Nadel Stockholz. Die Zusammenkunft ist auf der Grünbergerstraße bei dem Hochbehälter nächst dem Pfarrweg. Annerod, den 20. Januar 1898. Großh. Bürgermeisterei Annerod. Horn. 801 Fichten-Nntzholz- Versteigernng in den Fmfil. Zolms-LraimstlsWu Forst- distrirtkn LchweisshI n, Klafterschlaz. Samstag, den 29. d. M., Vormittags 10 Uhr anfangend, soll folgendes Fichten Nutzholz öffentlich meistbietend versteigert werden: 960 Stück Fichtenstämme und Derbstangen von 8 bis 16 m Länge I und 8 bis 22 cm Durchmesser = 85,20 fm, 60 Stück Fichten Reisstangen von 4 bis 6 m Länge und 6 cm Durchmesser — 0,80 fm. Zusammenkunft beim neuen Pflanzgarten. Hungen, 21. Januar 1898. Fürstliche Oberförfterei. Wiegmeyer. 846 Kauhch-Dersttigkrullg. Freitag den 28. Januar d. I., Vormittags IO Uhr, sollen in meinem Walde in der Mauer 250 Fichtenstämme von 8 bis 18 m Länge und bis zu 30 cm Durchmesser — ca. 87 fm versteigert werden. Zusammenkunft im Walde beim Holz. 862 Ilfchhaufeo, den 22. Januar 1898. ____________C. Birrael. Holzversteigerung. Donnerstag den 27. d. M, Vormittags 9 Uhr, soll im Leihgesterner Gemeindewald nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 334 rm Nadel-Knüppel, worunter 52 rm von 3 m Länge, 54 „ Nadel-Stöcke, 3900 Nadel-Wellen, 67 Nadelstämme von 19 bis 30 cm Durchmesser und 5 bis 13 rn Länge = 17,78 fm, 250 Nadel-Derbstangen mit 14,09frn Zusammenkunft Abtheilung Horst. Freitag den 28. d. Mts., Vormittags 9 Uhr: 40 rm Buchen-Scheit, 25 ,, „ -Knüppel, 80 „ Buchen- und Eichen-Stöcke, 840 Buchen-Wellen, 2650 Eichen- „ 1150 Nadel« „ 3 Eichenstämme von 40 bis 46 cm Durchmesser und 5 bis 7 m Länge — 2,70 fm, 80 Nadelftämme von 14 bis 40 cm Durchmesser und 5 bis 14 m Länge — 19,87 fm, 138 Nadel'Derhstangen mit 6,91 fm. Zusammenkunft Abtheilung Bucht. Leihgestern, 22. Januar 1898. Großh. Bürgermeisterei Leihgestern. Heß.851 (Bmpfeliliingen Stadt. WachthMs. Freibank. 865 Heute und morgen: Qchsenfleisch aicht ladenrein, per Pfd. 54 Pfg. Mudfleifch, nicht laoenrein, per Pfd. 50 Pfg | Sauerkraut, Hülsenfrüchte in vorzüglichen Qualitäten empfehlen zu billigsten Preisen 536 A. & G. Wallenfels, Markt 21. Telephon 46. Specialität in rohen und gebt. Kaffees. Dörfliches Sauerkraut Essig« und Salfgurken, gut kochende Erbsen, Linsen und Bohnen empfiehlt 683 C. Roth II., Wastthorstr. 5. 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Gießen, Wetzlar, Hann. Münden, Straßburg i. E., den 23. Januar 1898. Die Beerdigung findet Dienstag den 25. Januar, Nachmittags, in Straßburg i. E. statt. Man verlange Gratisproben. Niederlagen durch Placate kenntlich. Sofortige Hilfe durch leichte Schleim-1 lösung bei Asthmaanfällen, Athemnoth. Luftröhrenkatarrh. Brustverschleimung bei Lungenerweiterung etc.etc. Proben mit Gebrauchsanweisung werden an wirklich Leidende auf Wunsch grätig und franco zugesandt vom Haupt-Depot: Apotheker Oscar Senff, Berlin C., Ross-Strasse 26. Peri» 85 Pfg. p. Schachtel. Zu haben in allen Apotheken, Drogerien und Mneralwaster- havdlungen- 849] Wer ertheilt einem jungen Mann Unterricht in Planimettie, Stereometrie und Algebra? Offerten mit Preisangabe pro Stunde unter F. W. 749 an die Expedition dieses Blattes für eine gut eingeführte Capital- und Kinder-VerficherungS- Geseüschast mit beliebten und äußerst concurreuzfähigen Einrichtungen (Dividendengewährung rc.) 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Derselbe enthält auf 60 Seiten im Umfang von 12X16 cm folgende Compositionen in allerbestem Druck und unverk. Form: 1. Krönungsmarsch a. ,,Der Prophet“, Meyerbeer. 2. Ouvert. „Si j’etais roi“, Adam 3. Nach dem Ball, Harris. 4. Maur. Romanze, Kreutzer. 5. Die Gigerlkönigin, Rheinl. Walzer, Thelen. 6. Gr. Fantasie „Der Freischütz*, C. M. v. Weber. 7. Les Lanciers, Quadrille, Richardsohn. 8. Fröhlicher Landmann, R. Schumann. 9 Käthchen-Polka,W.Nehl. 10. Menuett a. d. D-dur-Symph., Haydn. 11. Aus’m Helenenthal, Lied ohne Worte, A. Beller. 12. Auf Flügeln des Gesanges, Mendelssohn. 845 Gegen Einsendung von Mk. 1 in Marken erfolgt portofreie Zusendung. Druckprobe, sowie Kataloge sehr billiger Musikalien gratis und tranco. W. Th eien-Jansen, Maillisten-Verein. Zweiter Vortrag: Mittwoch den 26. Januar, Abends 8V2 Uhr, im Hotel Einhorn. Herr Mndgerichtsrath Müller. Thema: „Bericht über Aenderungen in der Kaudetsgeseh- gebuug im Anschluß an das geltende Aecht", und zwar: Allgemeiner Theil des Handelsrecht!. Obligationsrechts; die wesentlichen Verkehrs- Grundsätze; Neubildungen und Ausscheidungen auf dem Gebiete (indossable Anweisung, Rückbehaltungsrecht, Contocorrent); ferner rechtliche Grundsätze des Kaufvertrags im Handelsrechtsgebiet. Gäste willkommen. H. Kraft, Mechaniker, Neuenweg 46. 869] Uorrrftroy, im Gebund und Centner, verkauft _________Karl Suler. Hammstr. 6 böO] In allerbester Geschäfts läge Haus in Höchst a. Main m. Einfahrt, Hinterh., Hof uno Garten, - : zu verkaufen. - ■ - Auskunft durch: Riegel, 9, rue de Vin- tlmllle, Paris. (Makler verbeten.) 103 j Der 1. und 2. Stock, je 5 bis 6 Zimmer nebst Zubehör, zu oermiethen. _________Bleichstratze 81 (Neubau). 293] Der mittlere Stock, 4 Zimmer, ist zum 1. 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