Nr 276 Zweites Blatt Donnerstaq den 24. November U%(\* ■U leenabmt btt Koitage. ®w •k^aifr »crbrn btm Hnjrtgtr «schentlich viermal beigftcgL Siebener A nzeiger victtrliäbrltd) 5 Mark 20 Plg ■tenathf) 75 mit Brmgertohn. ©« Po»d,,Utz 2 Mark 60 Pf-. »ieNeljährUch. ■**•! m« »ov Wnjrigtn ju brr Nachmittag- tik bm ^imlm L«ß cddtmunbrn Nummer bti Bor». 10 Uhr. Heneral-Anzeiger All, Nnzrigrn.Brrmittlungs-rklm bei In- nnb luliaiM nehmen Ln,eigen für ben Gießener Ingeiger entgegn». Aints- und Zlnzeigeblntt für den l» abgeben müßte. Diese Behauptung bedarf einer Einschränkung. Was zunächst Schma'z betrifft fo verkauft auch heute noch der Fleischer da» selbst- geschmolzene Schmalz mit schönem Nutzen, ge-röhnlich Koppelt so hoch, wie man gute», reine» amerikanische» Schmalz in Lolonialwaarengeschästen haben kann- der größte Theil der nmeiikanischen Schmalzeinfuhr wird sogar von den inländischen Metzgern gekauft und sehr viel mit hiesigem vermocht, so daß die amerikanische Waare die hiefigen Metzger nicht benach- flbrffit für Depeschen: Anzeiger chiege». Fernsprecher Nr. 61. Zur Fleischuoth schreibt die »Köln. Ztg.": Die U’.bertreibu gen, die in der Preffe über die Unzu- Uioglichkeit der jetz gen Fletschzufuhren sowohl al» Über die folgen der Grenzsperre und der immer wachsenden Zufuhr von eonfervirtem Fleisch von den verschiedenen Inter,ffenten zn Tage gefördert werden, geben ein fo unrichtige» Bild von der Sachlage, daß auch der Uapartetifchste zu irrigen Schluß- folgerungen im Einzelnen kommen kann. In fachmännifchen «reisen, die sich bemühen, die verschiedenen Inter,ffrn an», zugleichen, begegnen wir vorwiegend einer Auffaffung, die wir im Folgenden entwickeln. vielfach wird bezweifelt, ob die Gefahr der Sinschlepp- nog von Viehseuchen ein berechtigter Grund für die Grenzsperre sein kann, da doch unsere Nachbarländer weniger vou den herrschenden Seuchen temgelucht sind als un>er eigener Viehbestand. Evde Oetoder 1898 herrschte die Maul- und Klauenseuche im Regierungsbezirke Aachen in 749 Gehöften von 83 Gemeinden- nach vorgenomunnen Untersuchungen ist müdesten» ein Drittel, wahrscheinlich aber wett mehr al» Fenillet»«. Weißliche Seeleute. Skizze von A. Schacht. (Nachdruck verboten.) lich mit Amalie Bella. Nachdem das Sch.ff sechs Wochen »aierwegS war, stellte sich heraus, daß einer der Sch Ks- jungen ein 18jähriges Mädchen sei, das nur an Bord gegangen war, nm seinem Vater zu eniflieheu. Als das Sch ff im nächsten Hafen anlegte, nm den weiblichen Sch ffs- jungen abzusetzen, ergab eine von Offizieren und Mannschaften veranstaltete Eclleete eine stattliche Summe. Huf der „Templemore", die zwischen New York und Liverpool fährt, wurde im vorigen Jahre eine Frau Hanna Webber als v ehhüier entdeckt. Sie war einige Jahre In Amerika als .Herren-Imitator" anfgetiettn und hatte dann ihre .Kunst" angewendet, um ohne Kosten nach England zu kommen. S e wäre ebenfalls nicht entdeckt worden, wenn ihr nicht ein 2 Eentner Ballen Heu auf die Schulter gefallen wäre, der fie schwer verletzte. Wohl den eigenartigsten weiblichen Seemann hatte das Segelsch ff .F. Oakes" aufzuweisen. Im Jahre 1896 verließ es Hongkong, um noch New Vark zu segeln, war aber schon 259 Tage unterwegs, ohne daß irgend eine Nachricht zu erhalten gewesen wäre. Man nahm als sicher an, daß das Sch ff mit feiner ganzen Mannschaft verschwunden sei, b S es doch bald daraus im Schltpptan des englischen Dampfers .Kasbek" in New y-rk eintraf. Bald nachdem btt .F. Oakes" im Stillen Ocean den Aequator passtrt hatte, erkrankte die Mannschaft am Skorbut, und ehe man das Eap Horn erreichte, waren fünf tobt, die übrigen aber so krank, daß an ein ordnungsgemäßes Segeln nicht gedacht werben körnte. Als auch bei Proviant ausging, wurde die Lage auf dem Schiffe fehl kritisch. Als die .Sasbtk" den Segler traf, war die Fran de» Eapstän», Mrs. Reed, die einzige Person an Bord, die noch arbeitssähig «ar. Doch auch fie «ar der Ermattung nahe, denn acht Stunden lang harre fie ohne Esten ober Trinken am Steuerruder gestanden und das Schiff gegen den Stur« geführt. theiligt, sondern im Gegentheil denselben schönen vetdienst bringt. Es ist richt'g, baß der Stadtschlächter einen Theil bes Sp'cks unter S'nstavd» Preis nach kleinern Otten, In- buftite- und Landbezirken, avstoßeu muß, weil die Nachfrage für mageres Fleisch und für Wurst ihn zwingt, mehr Schweine zu schlachten, alS er zur Deckung des Verbrauchs von SP ck oöthig hat. Jedoch ist dieses bei einem verkauf von etwa 30 Pfund Speck auf das Schwein, m'.t einem Verlust von Mk., unwesentlich in Anbetracht der vor wenigen Woch.n durchlief auch die deutschru Zeitungen He Nachricht, d°ß ein junge» Mädchen unter dem Äomen David James Lincoln Ga'field Mc. Sinl tz auf eine« Sch'ff zwei Reifen als Schiffsjunge mitgemacht habe, ohne entdeckt zu werden. Amalie Vella, wie der eigentliche Samt de» weiblichen ff »fangen batet, konnte auch leicht «it eine« Knoden verwechselt werden, denn ihre braune Gesichtsfarbe, ihr dunkle» Haar uad besonder» ihr Gang gaben ihr etwa» Knabenhafte», besonder» wenn fie mit Jaquet und Beinkleidern bekleidet war. Sie ist aber nicht der einzige weibliche Seemann, ben t» bl»her gegeben hat, wenn fie auch den Vorzug genießt, daß ihr Geheirnaiß nur durch fie selbst entdeckt worden ist. N?ch im vorigen Jahre ereignete fich auf dem englischen Schiff .Hawkeldale" der Fall, daß eine Frau eine weite Reife als Seemann mitmachte, ohne entdeckt zu werden. Da» Schiff wollte vou einem kleinen englifchen Hafen nach Australien abfegeln, al» noch im letzten Augenblick zwei Seeleute antamtn, die erst nm Reisetage angemustert hatten. Nm Ziel der Rei'e wollten beide abmustern, und nun stellte fich Heron», daß ber eine der beiden Seeleute eint geschiedene Frau «ar, die mit dem geschiedenen Manne ihrer Schwester nach Australien gehen wollte, da tn England einer ehelichen «erdindung Beider gesetzliche Hinderniffe im «ege standen. Um da» Reisegeld zu sparen, waren Beide «h b.jf L a untxtoaxttt ftaxte 8t» igtn ta btx mstzxLvM m Fchpiatzk nott)wnbig btl Paxabrplatzes, brr bai Pllblikm frtigtäalttn auWKW blt hlistgt« aztn Äulfitllnng neunten, anzthörlgt Pabllkom an btn drin KaWul Hanlt btr utlpiünglid) aubtxl t mH natürlich »erben, eibar nach bernbrler int« ig btrart Hon bi« Fahr- blt WW1 6nri b!1 •tfivbrn kann, öttlltichk , bti \h bH W » btt W btl Mril t Miln bltl liefe sich MN btr 8tfipl°h V vtr. .isttr Linie narürlich bti W zugänglich Damst. 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