fit iu einer,”1” l}i«i P.S. mit btt .* W»to’ m-I-i Stuf. 1,1 ,nWfep K*™ 'auf i» leiten heute ab aöe sefavenr tomie. Wttueramt, ftlinil tntlinit ^torium an btr eiebtQjhflfi. hchu-°m Wetzls intaUblo&er^toq). 1 hol'schk Kirche Mr Mb,u>. liebt» (cf L Plam: “■1 “• b. 2 tm Üti! PonQa.S. nad) B. 8. Dtrwm. H.L, Ü.L, p,, üe. ugekommknr albahnhof. hofSanIage. ngenmg der Wilhelmstraßr zur hosstraße. lizrr hüusttblod an Elelle d. altm 1, zwischen Üitbigflr., Post, ver- rrtttMU,rimyr.u.Fiankftrterstr. gärten vor bmlSmoonH. innbungtfr. zroi^rn WW- en Hotel Lenz unb ffiilt)elmitufet. eiedigei^äu^blod jiDi(i)tn\\' ,1S„ . .28. u. bem Terrain beShtzleUKchne. ierstrahc von ber Fronijurlerstr. zu 1 Vahnhvsstraße (als FahMg. chrwegvon bttBahnhojsti.mitSus. :g an der Löschung beS Lelier-bergel d. Ansatzpunkt d.Fußgängcrbr.l'e. ectt. Straßenbahn i. b. Linie Mar- rgerstr.-NeueSlinilen-KI.'Linben. iuserrethe an der 8ö|d|iuig des eltersberges westlich bei Wetzlarer eges (nach Ausbau all Fahrstraße . :ue kalhol. Kirche an der lidt oon nnNurter.u.Liebigstr., diagonal ge- (t ArontnachdeoiSchmtyMoon m'lfurtcr- und Liedigstraße. eile nach Nibba-Gelnhauten über in.Mtn(btito.ooebtmW ilchen Gehen und Nern-Lmben ab- egend) unb SchrMb-rg tleile nach Alsleld-Fulba entlang ;r Strede Gießen-M-rburz über jiefed unb Großen-Bused. (angittgdtift. Xeberthalbahnhoi. 9312 ******’3aA ni»0 " Nr. 276 Erstes Blatt. Donnerstag den 24. November 18OS t04 BnftaaM «rtzmn» Itqtifdi für Wn •ir|nwr Infrtgcr cetfef*. Zlintr« unb Ztnzeigeblatt für den "Kreis eti. ! GralKbnlayk: GikKkNkr Jamilimblätttr. »"“ veutfche» Ueich. Berlin, 22. Nooemdrr. Die am 18. b. IRtl. tm Relchsponarnt begonnenen Konferenzen find gestern Nuchrnueag abgeschlvssen worden. Die Berathnngen des ersten Tages Haden fich auf Gegenstände bei technischen Post- «nb Telegrapb-ndienstes, insbesondere ans Vereinfachung beffelben erstreckt, dtne besondere Rolle hat die Frage der Gestaltung bei Personal Reform gespielt. Dem vernehmen nach ist auf Grund der Barsch äge bei Reichßpostameel eine brauchbare Unterlage geschoff n worden. Bud) die Erweiterung der Zuständ'gkrtl der Postämter behnfl Erleichterung der Ober»Postdirecilouen und Eutlc-stung del Dienstei von schwerfälligem unb entbehrlichem Schreibwerk find zur Sprache gekommen. Köln, 22 November. Die .Köln, ßtg/ meldet aul Sofia: Die Polizei beschlagnahmte eine massenhaft verbreitete, angeblich von einem revolutionären Geheim Eomitä verfahre Broschüre gegen den Fürsten Ferdinand, in welcher die Entthronung bei Fü st»« verlangt wirb. Budapest, 22 Nov mber. Die Straßenerawalle stad untciorüdt. Ein Student wurde schwer verletzt. I« Abgeordneten Hause entstand im weiteren Verlauf der Sitzung LL'w infolge einer Rede del Mtntsterl Perczel. Rom, 22. November. Die Blätter drücken ihre Genug» Lhuung aul über den Abschluß bei Hanbell-Vertrages mit Frankreich. Man erfährt, daß die Regierung über ben Abschluß berdtl seit bem Jahre 1896 verhandele. Eharlerot, 22 November. Vie Toetaltste«, die vor einigen Monaten die belgische Ratioval-Flagge verbrannten, wurden zu je iechl Monaten Gefängniß vrrurtheilt. Pari!, 22. November. Oberst Ptcguart traf heute Borm'ttag um 11 Uhr tm Justizpalast ein. Seine ver- nehmung dauerte mit einer etnstündtgen Unterbrechung den ganzen Nachmittag. Seine Loufromirnng mit Gonse steht bevor. Paris, 22. November. Heute gingen die vom 6affa- tionldoie zur Aufklärung Drehs ul Über die Ursachen der Revifion bestimmten Aktenstücke nach Saint Nazaire ab. von dort fährt am Samltag ein Dampser nach Mar» tiniqne. Drthfal wird Mitte Decembrr tm Besitz der Beten sein und dann seine Denkschrift ausarbeiten können. Paris, 22. November. Dal verhör Pieguartl war um 6 Uhr Nachmlttagl noch nicht beendet. Bor bem verlassen bei GefSngmssel hatte Plcguart eine einstündige Unterredung mit Labort. Paris, 22. November. Die heute au Dretzful ab» gesandten Schriftstücke bestehen aul dem Briefe, den der Justizminister an den Eaffationlhof gerichtet hat unb aul dem Anträge bei Staatlonwaltl betreffend die Revifion. Paris, 22. November. Der Lommaudaat Forzinetti, bet mit der Dntzsul-Angelegeuheit eng verbunden war, ist all Flnanzmtuister del Fürstenthaml Monaeo berufen worden. Parts, 22. November. .Figaro' sagt, daß eine neue Hanlsnch ung in der Dreyf nl» Angelegenheit stattgefunden habe, welche große Resultate zu Tage gefördert habe. Parti, 22. November. Rochefort dementirt tm .Jntranfigeant*, daß er der Urheber der Esterhazh-Bro» schüre sei. Paris, 22. November. .Mattn* und .Beleb* bemen» titen auf dal Entschiedenste die Nachricht, daß Ptequart vorläufig aul der Hast entlassen wäre. Die Blätter erklären, General Zurltnden werde erst morgen seine Entscheidung bekannt geben. Petersburg, 22. November. Die Philippinenfrage steht hier im Bordergrunde bei Jntereffel. Man erwartet nach der Rückkehr Kaiser W'lhelml einen ernsten Melnnngl- aultausch der Großmächte. C*caU» provinri.ll—. Stete«, 23. November 1888. •• Pharmaeeutifche 6ttat8prifung. Im Wintersemester 1898/99 Haden vor der Prüfungl Lommisfton für Pharma» ctuten tu Darmstadt die pharmacenttsche Staats- Prüfung bestanden: Jullul Ebsru aal Flenlburg, Haus Eiberger aul veerbach, Richard Friede aus Soetbus, Ludwig Heß aul Michelstadt, Wilhelm Hupka aus Leck» Mno», Sd. van den Kerkhoff aul Lreftld, Earl M üIler aul Büdingen, Anton Ralß aul Mainz, Fritz Schmidt aul Friedberg, Georg Schmidt aal Nieder Flsrlheim, Rutols Schütz aul Groß »Ottern. *• Erledigte Lehrerstelle«. Erledigt ist: Die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende 2. Lehrerstelle an der Gemeindelchule zu Fauerbach, Krril Friedberg. Mit dem gesetzlichen, nach bem De stallet stch dem ssenden Gehalte. •• Ter landwirthfchasUiche Vezirtt-Vere» Vietze« wählte tu seiner am Montag aogeijalienen Generalversammlung an Stelle bei verstorbenen Herrn Äegterunglratl) i. P. Jost Herrn Proviuzialdtrecror v. B r ch t o l b zum ersten Vorsitzenden. Au Strlle bei ebtnfadl verstorbenen Herrn Oderverwalterl Erb wurde Herr Bürgermeister Köhler in Canglboif zum Mitglied bei Busschussel gewählt. CouceN-Verein. Eoncert am Sonntag dem 27. November. W r haben schon gleich, nachdem uni bekannt wurde, daß Eugen d'Albert nach Gießen kommt, daraus hin- gewiesen, welchen bebentsamen Künstler der Eoncert-Verein tu ihm gewonnen hat unb welcher seltene G nnß unserem musikalischen Publikum devorfieht. Sagen d'Slbert ist nicht einer der vielen virtuosen, der uni die Kunststücke auf ben diel genölten Tasten machen soll und will. Er ist ein musikalischer Künstler, der dal Technische freilich souverän beherrscht, seine enorme Kunstfertigkeit aber nur all Mittel zum Zweck benutzt, und dieser Zw-ck ist, uni die Schöpfungen der großen Touheroen unverfälscht wtederzugeben, ohne dar- nach zu fragen, ob die Hörer diese auch für fnrchtbar schwer halten. Engen d'Albert ist kein Deutscher von Geburt, die Ihn aber spielen gehört, dürfen daran zweifeln, denn wenige unserer Lanblmänner werden unseren deutschen Beethoven so urdeutsch interpretlren. Geboren ist Eugen d'Albert In Glasgow, sein Lehrmeister war, neben seinem Vater, E. Pauer in Loudon. Hans Richter, der den damall sehr jugendlichen Künstler hörte, zog ihn nach Wien, und von dort und von Berlin aul breitete sich sein Rahm schnellsten! aul. Sagen d'Albert ist aber auch all Eomponrst ganz hervorragend, er erwiel sich in ben verschiedensten Zweigen der Mufik schöpferisch fruchtbar, und hat der Ruf all virtuose In keiner Weise den all Eowponist verdunkelt,- in beiden steht er auf höchster Stufe. - P. ktadtthealer. Unzweifelhaft ist .Dal S l a • Wasser* von Scribe, bal gestern Abend gegeben wurde, eines der nettesten JatrigNenlnstspiele und dal berühmteste Werk del einst vieibewuuderten Verfassers. Die Litterar- Historiker freilich stellen el nicht so hoch, weil die beiden Persönlichkeiten, um derentwillen so viele feine, fich immer flbeibtetenbe Listen gesponnen werden, die Königin Anna von England und der Fähnrich Mascham, gar zu weich und willeulol gezeichnet werden. Die Stege, die abwechselnd von der Lady Marlborough unb dem Vicomte von Bolingbroke erfochten werden, werden dadurch zu leicht genommen. All endgültiger Triumphator aber geht der Letztere aul diesem Kampfe der Geister hervor, deshalb erscheint er mit Fug unb Recht all der Mittelpunkt del ganzen Stückel. Dal trat gestern noch auffallender zu Tage, weil die Rolle in den Händen eine! auch hier beliebten Gaste! lag, bei Herrn Hacker vom Hostheater in Darmstadt. Der treffliche Künstler schuf eine prächtige Leistung, vor Allem war seine Redeweise schön, edel und sür die verschiedenen Empfindungen dnrchau! characteristisch. Sein Mienenspiel ließ el nicht einen Augenblick vergessen, daß man einen geistreichen, nie um einen Aulweg verlegenen, seinem Stern unbedingt vertrauenden Staatlmann vor sich steht. Wie aul einem Guß geschaffen, beherrschte diese Gestalt von der ersten bi! zur letzten Seme die Lage vollkommen und ließ die Theilnahme der Zuschauer an dem ununterbrochenen Räukrsplel nicht erlahmen. Durch reichen, langanhaltenden Beifall suchte da! Publikum nach jedem Acte seiner Dankbarkeit sür ben baigebotenen Kunstgenuß Auldruck zu ver- leiht«. Unsere hiefigen Rräfte biteben mehr oder weniger hinter dem Gaste zurück, vor allem fehlte el bei den meisten an einer schönen und richtigen Sprache. .I* statt .ü*, .d* statt .t* und ähnliche BlaüctanLänge störten oft; auch sollten Fremdwörter wie Parlament, Audienz, Eily nicht so falsch anlgesprochen werden. Die beste Leistung bot nach dem Gaste — Hrlene Schuhmann all Herzogin, die Künstlerin legte damit eine neue Probe sür die Vielseitigkeit ihre! Talente! ob. Auch FrU Würdig verdient für thre Königin entschiedene »nertennung. Frl. Sronegg hatte ihre Rolle offenbar sehr fleißig einstudirt, aber man merkte da! Studium zu sehr, und in manchen Dtagen, namentlich ben nicht ab» gerundeten Bewegungen, verriet- fich noch die Anfängerin. Immerhin bedeutete die Leistung für die Darstellerin einen unverkennbaren Fortschritt. Herr Merker hatte sein Rolle nicht genug anlgearbrltet und vermochte nicht die nöthige Sympathie iü' fich zu erwecken, während er doch von drei Damen zu leich geliebt werden soll. •• Der «erkaaf der Colonial-Lsofe erfreut sich eines solch guten Adintzi!, daß die önloolnng bestimmt am 28. November und folgende Tage stat findet. Wer fich also noch ein GlÜcksloos sichern will, versäume nicht, fich et« solches baldigst zu kaufen, denn die Zeit bis zur Ziehung ist nur noch eine kurze. WaS lehren «al die Darmstädter Stadt,etordnetenw,hielt? Dte am letzten Freitag ftattgefunbenen Stadtverordneten- Wahlen In Darmstadt zeigen ein außerordentlich starkes Anwachsen der soelaldemokratischen Stimme«. — Diejenigen (7) soeialdemokratischen Eanditaten, die nur auf dem soeialdemokratischen Wahlvorschlag standen, erhielte« durchschnittlich 1640 Stimmen, nur 430 Stimmen weniger als der Durchschnitt der Eandidaten der siegreichen .Allgemeinen Bürgervereinigung-. Die socialdemokratische« Stimmzettel zeigten viel weniger Eorreeturen als die bürgerlichen. Dte vereinigten 6 Bezirklveretne brachten el auf 600 Stimmen sür jeden ihrer Eandidaten. Wir können uns noch dte Erfahrungen der Darmstädter Stadtverordntteu» wählen zu Nutze machen. Auch hier in Gießen wird es lediglich zu einer Krafiptode zwischen den vereinigten bürgerlichen Parteien und der Socialdrmokratie kommen, wie sauer es auch manchem wird, diesem und jenem aul der L ste der freisinnig uattonalliberaleu Eandidaten seine Stimme z« geben, wie sehr el vielleicht In einer srüheren Phase der Wahlvorbereitungen möglich gewesen wäre, noch diesen und jenen ebenso tüchttgen Manu zur Wahl zu stellen, jetzt bleibt nur noch die Möglichkeit, entweder dieser Liste ohne jede Abänderung zuzustimmen oder die Wahl der Soctaldemokrateu zu fördern. Nachträgliche «gttattou vereinzelter localer Gruppen oder beruslständischer Organisationen werden daran nicht! mehr ändern können. Erinnere man fich, daß vor drei Jahren der höchstdestimmte socialdemokratische Eandidat über 600 Stimmen erhielt, nur wenige Dutzend weniger all der Niedrigstbestimmte der gewählten Stadtverordnete«. Mau wird auf Grund der Lehren der letzten Retchltags- wahlen und der Darmstädter Stadtverordnetenwahlen In der Besürchiung nicht fehl gehen, daß el der socialdemokratifchen Partei diesmal gelingen wird, auf ihre Eandidaten über 900 Stimmen zu vereinigen. Bleibt also in Folge der Sttmmen- zersplitterung einer ober mehrere der bürgerlichen Eandidate« unter dieser Sttmmenzahl, so werden an deren Stelle Soc al- demokroten gewählt werden, nie und nimmer aber die verspäteten Eandidaten. Beantworte fich also jeder Verein, der etwa willen! ist, eine Sondercandidatur auszustellen, zuvor in aller Ruhe dte Frage, ob er überzeugt tst, feinem neuen Eaudtdaten — nachdem schon augenblicklich ein Viertel- Hundert anfgestellt ist — die vöthtgen 1000 oder 900 Stimme« zuführen zu können. ~8» , □ Darmstadt. 22. November. Im Hofrheater stellte fich heute tu v. Schötthan! .Schwabenstreich* Herr Max Btra vom Göihetheater tu Berlin all Lonrad v. Schwarzberg vor. Nach dem nicht zu starken Beifall zn schließen, hatte da! Publikum mehr von dem Gast erwartet, der in keiner Beziehung den jetzigen Vertreter, Herrn Ottbert, er- reichte, geschweige denn fibettiaf. Bet dem wenig biegsame« Organ bei Gaste! war Manche! wenig verständlich, und auch an Routine und Gewandtheit ließ bal Spiel zu wünsche« übrig. Sämmtliche einheimische Rräfte, vorab Herr Biederg all Guübefitzer Lörsch, Fräulein Ethel all feine Frau und Herr Wagner al! Dr. W delberg, hellten Leistungen von alb gewohnter Tüchtigkeit bar. Das Grvßherzogßpaar «rit fürstlichem Besuch war zur Boistellung eridjlenen. Darmstadt, 22. November. Nachträglich wird btkamtt, baß Ihre Königliche Hoheit bte Prinzessin Heinrich von Preußen gelegentlich ihres jüngsten Besuchei am hiefigen Hose am 14. b. Mtl. in Gesellschaft Ihrer Grohh. Hoheit ber Priuzesstu Ludwig von Battenberg unb begleitet von den Herren Obersthofmarschall v. Westerweller, Exe.. und Generaladjatanten Weruher, Etc., bal Denkmal bei Höchstseligen Großherzog! eingehend beficht'gt haben. In sichtlich tiefer Bewegung sprachen die hohen Damen ihre außerordentliche Besnedtgung über bal Denkmal aul. Die Führung ber Herrschaften hatten die Herren Geh Regierungsrath Haas unb Architett H. Müller übernommen. Ars» bet Seit fflt die Seit« Lor 28 Jahren, am 24. November 1870, erfolgte nach dreitägigem Bombardement die Uebergabe von Dieben» Hofen (Thionville). Die Garnisonitrnpvm wanderten als Gefangene nach Deutschland, die abgelieferten Geschütze und Feldzeichen mehrten die unermeßliche Kriegsbeute der Sieger. Zur Stadtverordnetenwahl geht uns von betheiltgter Seite folgende Auslassung zu: Gießen, den 21. November 1898. Zufällig kommt uns heute die Nummer 269 der dahier erscheinenden „Hessischen Landeszeitung" zu Gesicht. In dieser Zeitung, welche es sich immer mehr zur Aufgabe macht, die freifinnige Partei zu bekämpfen und die Interessen der Sozial, demokratie zu vertreten, wird angeblich von einem bekannten hiesigen Bürger geschrieben; es sei nicht zu verwundern, daß sich entschieden frei gesinnte Männer, wie z. B. Herr Rechts« anwalt Grünewald, ganz von der hiesigen politischen Bewegung fern hielten, und wird dann in der von der letzten Reichstag-wahl her bekannten Weise weidlich über das Ver« halten der Gießener Freisinnigen, die keinen Führer hätten, der befähigt sei, politisch klug zu handeln und im richtigen Augenblick das richtige Wort zu sagen, geschimpft. Diese Melodie ist nun nachgerade zu abgeleiert, um noch irgendwie zu wirken. Man wundert sich eben in allen Kreisen unserer Stadt nur darüber, daß die Weise so lange, d. h. seit vollen 4 oder 5 Monaten nicht mehr ertönt ist, und genügt es, diesen Angriff aus angeblich eigenem Lager, wie hiermit geschieht, etwas niedriger zu hängen und einem größeren Kreise von Wählern zugänglich zu machen. Auf Einiges aus dem Gezeter des fraglichen Artikels in der „Hessischen Landeszeitung" muß jedoch eine Erwiderung erfolgen. Zunächst gibt man dem Einsender fraglichen Artikels gern zu, daß es kein Unglück wäre, wenn außer dem einen Sozialdemokraten, welcher bereits in der hiesigen Stadtver« tretung sitzt, noch 2 oder 3 weitere Sozialdemokraten in die Stadtverordnetenversammlung gewählt würden. Wenn aber der bekannte hiesige Bürger, der sich als freisinnig gerirt, sich nicht beharrlich von jeder Thätigkeit in der freisinnigen Partei fern hielte, so würde er wissen, daß gerade die dermalige Gießener Parteileitung von jeher darauf gedrängt und es auch durchgesetzt hat, daß auf den eigenen Partetzettel Candidaten. welche nicht zur Partei gehörten, kamen. Er würde weiter wiffen, daß auch bei der diesmaligen Stadtverordnetenwahl im Vorstand der Partei die Berücksichtigung sozialdemokratischer Candtdaten erörtert wurde, und daß man lediglich deshalb die Aufstellung von Candtdaten dieser Partei unterließ, weil die Sozialdemokraten von vorn- herein selbständig vorgegangen waren und ihrerseits nur eigene Candidaten aufgestellt hatten, und zwar in einer Weise, bte ganz deutlich erkennen ließ, daß sie die Ueberzeugung haben, aus eigener Kraft Candidaten durchbringen zu können, daß sie ihrerseits die Wahl als Probe für die Stärke der eigenen Partei ansahen und nicht daran dachten, ihrerseits andere als sozialdemokratische Candidaten irgend zu berücksichtigen. Wenn man bei diesem Verhalten der Sozialdemokratie dennoch entgegengekommen wäre, dann hätte der bekannte hiesige Bürger mit mehr Recht der Parteileitung den von ihm in seinem Artikel in geschmackvoller Weise erhobenen Vorwurf schlappen Verhaltens machen können. Wenn aber der wackere Bürgersmann den freisinnigen Wählern den Rath giebt, dieselben möchten gleich ihm den Treubruch begehen, auf dem Wahlzettel nationalliberale Namen zu streichen und solche durch Namen von Socialdemokraten zu ersetzen, so zeigt er eben ganz deutlich, daß er systematisch bemüht ist, den Gießener Freisinn zu discrebitiren unb biß Interessen ber Socialbemokratie zu fördern. Oder sollte er wirklich nicht zu beurteilen vermögen, daß e» erste Pflicht eines wirklich freisinnigen Mannes ist, ein gegebenes Wort einzulösen?! Sollte er wirklich nicht begreifen, daß eine Partei, welche bei einem Compromiß eingegangene Ver- pflichtungen nicht halten kann, auf die Dauer jeden Einfluß verlieren muß?! Daß aber die Partei auf ein Zusammengehen mit anderen Parteien angewiesen ist, führt der Herr Artikelschreiber ja selbst aus, indem er — u. E. allerdings mit Unrecht — die socialdemokratische Partei als die stärkste unserer Stadt bezeichnet. Das Bestreben, die freisinnige Partei zu discreditiren unb ble Geschäfte ber Socialdemo- kraten zu führen, geht weiter ganz deutlich daraus hervor, daß ber Herr Artikelschreiber ausführt; nur wenn weitere Socialbemokraten in bte Stadtverordnetenversammlung kämen, würde ab unb zu in ber Stabtverorbnetenversammlung einmal bas gesagt werben, was die große Mehrheit der Gießener Einwohnerschaft fühle und denke. Oder fühlt der Herr Ver- fasser gar nicht, welch schweren Vorwurf er bewährten, frei» finnigen Führern, die größten Theils heute noch an der Spitze ber hiesigen Partei stehen, wie z. 23. bem Beigeordneten Georgi, den Stadtverordneten vr. Gut fleisch, Scheel, Haubach, Habenicht u. A. sowie dem doch auch nach Ansicht der Artikelschreibers wahrhaft freisinnigen Stadtverordneten Grünewald macht, wenn er behauptet, es bedürfe der Wahl von Socialdemokraten, damit im Stadthaus dem Ausdruck verliehen werde, was die Mehrheit ber Gießener Einwohnerschaft beule. Sollten biete sämmtlich ber freisinnigen Partei angehörigen Männer unb sollten ebenso bie verschiedenen angesehenen nationalliberalen Mitglieder der Stadtverordneten- Versammlung wirklich nicht den Muth unb bie Fähigkeit haben, in ber Stabtverorbnetenversammlung zu rechter Zeit bas rechte Wort zu finben. Wer allerbings mit bem Ver- fasser bes Artikels in ber Lanbeszeitung bie Ansicht hat, baß bte liberale Bürgerschaft Gießens keine Leute mehr in ihrer Mitte habe, bie im Stande unb gewillt sinb, ihre lieber» zeugung offen unb unabhängig von allen Seiten zum Aus- druck zu bringen, baß vielmehr nur Vertreter ber Socialbemokratie bazu befähigt seien, unb wer gleichzeitig leichten Herzens ein gegebenes Wort verletzen kann, ber möge bem Einsenber jenes Artikels folgen. Wer aber noch etwas mehr Vertrauen in bie freisinnige Bürgerschaft setzt unb wer Gewicht barauf legt, baß auch im politischen Leben Treu und Glauben hoch gehalten werden, der wird dem von den beiden bürgerlichen Parteien nach ordnungsmäßiger Anhörung der Generalversammlungen beider Vereine getroffenen Abkommen treu bleiben und für alle gemeinsamen Candidaten mit Entschiedenheit eintreten. Zum Schluß aber noch Eins: Warum tritt denn ber auf bas Wohl ber freisinnigen Partei so bedachte bekannte hiesige Bürger, ber an allen i feigen Stadtverordneten auszusetzen hat, baß sie nicht bas richtige Wort für bie wahre Meinung ber Gießener Bürgerschaft hätten, nicht in ber Generalversammlung des freisinnigen Vereins, zu der jeder freisinnige Mann Zutritt hat, dem Vorstand und der schlappen Parteileitung entgegen?! Warum gibt er nicht in der Generalversammlung der der- maligen Parteileitung Rathschläge, wie sie da» Jntereffe ber Partei besser wahren soll?! Warum bekämpft er nicht mit offenem Vifir bas Zusammengehen mit ben Nationalliberalen?! Warum endlich theilt er dem Vorstand und der General- Versammlung nicht bie haarsträubenden Mißstände mit, die nach seiner Ansicht in unserer Stabt herrschen müssen, wenn e» nöthig sein soll, en blich Männer zu wählen, bie da» sagen, was bie gesammte Bürgerschaft fühlt unb beult?! Wir waren seither bet Meinung, daß unsere Stadt unter Verwaltung eines zielbewußten, thatkräftigen und energischen Oberbürgermeisters und einer umsichtigen, die Interessen der Stadt nach jeder Hinsicht fördernden Stadtverordnetenversammlung in den letzten Jahren eine durchaus erfreuliche Entwickelung genommen habe. Die Leitung der hiesigen freisinnigen Partei, welche mit ber national- liberalen Partei biefe Meinung theilt, hat es seither stets für richtig gehalten, alle wesentlichen Angelegen- heiten ber Partei demokratischen Grundsätzen entiprechenb m der Generalversammlung zu erörtern. Dort ist einstimmig das Zusammengehen beider Parteien sowohl bei ber Reichstags- wie bei der Stadtoerordnetenwahl gebilligt worden. Dort in der Generalversammlung gilt e», entgegengesetzte Anschauungen zur Sprache zu bringen. Wenn dies der belannte hiesige Bürger unterlassen hat und jetzt unter dem Schleier der Anonymität die Mitglieder der freisinnigen Partei zum Treubruch zu veranlassen und gleichzeitig im Gewände eines Förderers der freisinnigen Sache den gewählten Parteivorstand durch giftige Nadelstiche zu verletzen sucht, so lann man darauf nur den belannte« Ausspruch anroenben: „Gott beschütze mich vor meinen Freunben, mit meinen Feinden will ich schon selbst fertig werden." Aeaest« Nachrichten. Depesche» bei »urct* .Herold*. Fünskirchen, 23. November. 25 Offiziere ber hiesigen Garnison erkrankten nach dem Mittagessen im hiesigen Offiziers-Casino. Die Untersuchung ergab, baß ber Fleisch- speise giftige Pilze beigegebe« waren.' Paris, 23.November. Picquart soll heute, sowie a« nächsten Montag und Dienstag weiter vernommen werbe». Der CaffationShof hält el überhaupt für nothwendig, baß Picquart fortan stets zu seiner Disposition bleibe, gleichviel, ob Zurlinbeu da» Kriegsgericht über ihn für den 12. Deeember oder später einberuft. Cavaignae und Chanoine sollen vo, dem CaffatiooShose anSgesagt haben, baß gegen keinen anderen GeneralstabS Offizier so viel belastende Aussagen ber Kameraden Vorlagen, wie gegen DreyfuS, dessen Uebereiser «er- dacht erweckte. Zurlinden stützte seinen Glauben vornehmlich aus die Gutachten der Experten, legte dagegen de« sogen, geheimen Doffier geringere Wichtigkeit bei. Pari», 23. November. Aul Toulouse wird gemeldet, daß auf dem Mittelmeer ein gewaltiger Stur« herrscht. Mehrere SchtffSnnsälle wurden bereits fignalifirt. 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Bewerber wollen ihre Meldungen unter kurzer Darlegung ihres Lebensganges, Vorlagen von Zeugnissen unb Gesundheits-Bescheinigung, bis zum i. December an das städtische Gas- unb Wasserwerk Gießen einretchen. Gießen, den 19. November 1898. Großherzoglich Hessische Bürgermeisterei Gieße«. 11612 ________Gnauth._______________________ Bekanntmachung. Aus der Friedrich Bückiug'scheu Stiftung sind für das Jahr 1898 an zehn bedürftige und würdige Bewohner Gießens, Familien Häupter oder einzeln stehende Personen, Unterstützungen zu vergeben unb zwar zwei mit je 150 Mark unb acht mit je 100 Mark. Bewerbungen haben bis längstens 30. November d. I. bei der unterzeichneten Behörde, Zimmer Nr. 3, zu geschehen. Gießen, den 21. November 1898. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 11618 Gnauth. Bekanntmachung. Unter Hinweis auf das Ausschreiben Großh. Kreisamtes Gießen vom 3. November 1898 in Nr. 258 des „Gießener Anzeiger" fordern wir hierdurch die Baumbefitzer dec hiesigen Gemarkung zur Vertilgung des Frostnachtspanners durch Anlegung von Kleberingen unter dem Anfügen auf, daß der Stadtgärtner unb die Feldschützen zur Ertheilung von Auskunft und bie Geschäftsstelle des Oberheffischen Obstbauvereins in Friedberg zur Vermittelung des Bezuges der erforderlichen Materialien bereit find. Gießen, am 23. November 1898. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 11617 Gnauth. Bekanntmachung. Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß auf Beschluß )er Stadtverordneten-Versammlung und mit Wirkung vom 24. d. MtS. )ie Leitung unserer gesummten Schlachthausverwaltung einschließlich der dortigen Fleischbeschau dem seitherigen Schlachthosthierarzt Liebe als Schlachthofdirector übertragen worden ist, welch letzterer dabei im inneren Dienst von dem seitherigen Schlachthausverwalter Möhl unterstützt werden wird. Gießen, den 22. November 1898. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 11616 _______________ Gnauth. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Lollar pro 1899/1900 liegt ;Dom 25. November bis 3. December d. I. auf dem Bürgermeisterei-Bureau dahier offen. Lollar, den 22. November 1898. Großherzogliche Bürgermeisterei Lollar. C Geißler 11633 Akeischverdinguug. Am 1. December 1898, Vormittags 10 Uhr, wird im diess. Geschäftslocal — Licherstraße 23 — der Bedarf an Fleisch- und Wurstwaareu für bie Garnison Gießen auf die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 1899 verdungen. Die Lieferungsbedingungen liegen im Geschäftslocale auf, dieselben können auch gegen Zahlung der Selbstkosten bezogen werden. Schriftliche und versiegelte Angebote sind im Geschäftslocale vor Beginn des Termins mit der Aufschrift .Angebot auf Lieferung von Fleisch- und Wurstwaaren' versehen, abzugeben. Großh. Garnisonverwaltung. 11589 Karl Heinrich Halter« be treibt dahier unter der Firma ,,C H. Haltern" ein Handelsgeschäft mit Colonial, Korb- unb Porzellan- waaren. Eintrag in das Handelsregister ist erfolgt. 11610 Hungen, 21. November 1898. Großh. Amtsgericht. Am Montag, Den 28. d. Nits., kommen im Bahnhof Gießen 1800 Stück abgängige hölzerne Bahuschwellen zur Versteigerung. Anfang Vormittags 8 Uhr am ehemaligen Oberhessischen Güterschuppen. Gießen, 22. November 1898. 11614 Großh. Betriebs-Jnspection 1 (ttiiijifeliluiuu’ii HmllkWch Feinste Marke garantirt rein hoch im Geschmack per Pfund 45 Pfg. H.F. Nassauer, Neuenweg 15. 11628 Diamant- Salon-Oel, feinstes Sicherheits-Petroleum, unexplodirbar und lvasserhell, per Liter 25 Pfg. 11627 H.F. Nassauer, ___________Neuenweg 15.__________ IS* Donnerstag treffen große Sendungen irischer Kluh- und Seefische ein. Preise billig. C. G. Kleinheu», 11636 Delicateffen-, Fisch- und Geflügelhandlg., Bahnhofstraße 59. Telephon 66. Heute md folgende Tage in Eispackung eintreffend. 735 la. Schellfische in allen Krößen, ff. 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Donnerstag eintreffend: Große Sendung lebendftische Angelschellsische, per Pfd. 24 Seehechte „ „ 38 NkmMlttsKkln der sich während seiner nun in Bälde abgelaufenen neunjährigen AmtS- thätigkeit der allgemeinsten Sympathien bei Hoch und Niedrig zu erfreuen gehabt hat. — Es wäre recht bedauerlich, wenn die Wiederwahl dieset alt tüchtig und umsichtig erprobten Mannet unterbleiben würde. Eine große Anzahl Mähler aus allen Ständen. Wir empfehlen folgende Candidaten zur bevorstehenden Stadtverord- neten-Wahl, welches Männer sind, die nur das Wohl der ganzen Bürgerschaft vertreten werden. Es sind die Herren: Special ität: Capes, Muffe, Barels und Colliers, Kragen und Mützen, Schlittendecken, Vorlagen, Fusssäcke. Herren- u. Damen-Pelzmäntel nach Maass. Zur MtmoMrtkiiDM! Allen Wahlberechtigten erlauben wir uns einen Mann zur Wiederwahl vorzuschlagen, beffen biederer Character und gründliche Kenntnis der städtischen Verhältnisse uns auch fernerhin die Gewähr für eine die Interessen der Stadt fördernde Thättgkeit bietet. Wir meinen den seitherige« Stadtverordneten 11616 Ausverkauf -we zurückgesehter Gold-, Silber- und Alseiide-Wmen zu bedeuteud herabgefetzteu Preiseu. 11601 Ohr. Leo, Frltkrsmrg 73. Giessener Stadttheater. Donnerstag den 24. November Kofgunst. Lustspiel in 4 Acten von Th. v. Trotha. Anfang 8 Uhr. Ende 101/» Uhr. Sonntag Nachmittag 4 Uhr: Jm weißen Zlößt. H. F. Nassauer Neuenweg 15. (Sine 8« biS 4.Zirnmerwobnung, Reu bau, 'MMe Der Stavt. wird zum 1. April 1899 tu rniethen gesucht. Gest Offerten mit Preisangabe unter ▲ B. 115t*5 an die Sxp. d Bl. erbeten. " Junger stausmann Medt per 15. De- cember oder 1. Januar ein ober zwei gut mdblirte Zimmer mit voller Pension und Familienanschluss. Gest. 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Thut Euere Pflicht, wählt Männer, dorr denen Ihr überzeugt seid, daß sie keine Sonderinteressen verfolgen, sondern nur das allgemeine Wohl unserer Vaterstadt vertreten werden. Dieses sind folgende Herren: Haikau, Eduard, Fabrikant. Huhn, Louis, Architekt. 11641 Balser, Ernst, Knchbinder. Jann, Karl, Reat-Gynmastatlehrer. Pirr, Ludwig-, Wehgermeister. Bei Abgabe Eueres Stimmzettels vergeßt nicht eines Mitbürgers, der mit selbstloser Hingabe, mit Interesse und Verständlich für die Bedürfnisse unserer Stadt thatkräftig eingetreten ist. Ein solcher Mann ist unbestritten 11613 im Eduard HaiiM. Dieser sollte auf keinem Stimmzettel fehlen. Niete Wöhler ans nllni Mttheilkn. Mitbürger! Euler, Phil. IV., SchneiduMer. Keller,Andreas,Stadtverordneter. Schiele, Friedrich, „ Löher, Wilhelm, „ Scheel, Richard, „ Heyligenstädt, Ludwig, Stadtverordneter. Leib, Heinrich, Schneidermeister. Mahler aus allen Weilen der Mt. Nbcrale und freisinnig denkende Bürger und Wähler! Gerechte und billige, nicht einseitige Vorschläge für unsere Stadtverordneten - Wahlen wollen wir haben. Zur bevorstehenden Stadtverordneten - Wahl schlagen wir Euch als durchaus geeigneten Kandidaten vor den mit Gießener Verhältnissen wohlvertrauten, unabhängigen und in allen Schichten der Bevölkerung gleichbeliebten Bürger 11635 Christian Frutig. Viele Wähler. Nevloven Kundeßalsvand, = vernickelt, mit Nr. 2212, verloren. Ab-" zugeben bei H. Lerch, Rülergafie. Herren-Moden. Glace-Handschuhe mit und ohne Futter, Militär-Handschuhe extra feine Marken. 11215 Aug. Montanas Nächst., M K & M. Imhkchr, Markt 9 und 10. Spttialhaus ctörn langes. Todes Anzeige. Freunden, Bekannten und Verwandten hierdurch die traurige Nachrickt, daß unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Tante Johannette Kimmel Wittwe gestern sanft entschlafen ist. Um stilles Beileid bitten Familie Kimmel. Familie Krüger. Gießen, den 28. November 1898. Die Beerdigung findet Donnerstag Nachmittag 2 Uhr vom Friedhöfe auS statt. 11622 Kriegerkameradschaft Hießen. Diejenigen BereinSmitglieder, welche sich an den Denkmal Eiuweihungsfeierlichkeiteu zu Darmstadt betheiligen wollen, ebenso Nichtmitglieder, welche sich der Fahne anzuschließen beabsichtigen, werden gebeten, Freitag den 585. d. M., Morgens 7 Uhr am Bahnhofe dahier rur Empfangnahme der Fahrkarten zu ermäßigtem Preise für den Extrazug anwesend zu sein. 11638 ______?ß- Für Restauration und guten Mittagstisch ist gesorgt! Wählt: die sechs ausscheidenden Stadtverordneten, welche ihre Pflicht gethan: Herrn Commersienrath Heyligenstaedt, Stadtverordneter. „ Keller, Andreas, Stadtverordneter. „ Loder, Wilhelm, „ Scheel, Richard, „ Dr. Schäfer, „ ,.«4« „ Schiele, Friedrich, „ Ferner: Herrn Balser, Ernst, Schreibmaterialien- hävdter. „ Pirr, Ludwig, Wehsermeister. „ Huhn, Ludwig, Architekt. „ Hanau, Eduard, Fabrikant. „ Euler, Ph. IV , Sägewerkbesther. „ Leid, Heinrich, Schveidernleister. Viele politisch gesiußle Wähler. ■*ertbe: E. eecHerM. — »ruck mrd »erlu, der »rähl'schm «och ** Sumöruckerri (Pietsch Lrieu) ix Gieße». Z>ie Heutige Yummer umfaHt 12 Seite».