Donnerstag den 24. November ■■ Vrmßkilsch». *•■** X*| td*ct*rabra Ihme« M •er*. 10 Uhr. Amts- «nd Anzeigeblatt für den 'Kreis Giessen. Gratirdellage: Gietzener FaMienbläller ■***•, •pfHttei inb Bratfmi: AHotßroge »t. 1. ei* liMngni.Brretttian|iMm M>n) UflM ■rhnrn R-zNße» **x frm Siehenn l^ri*n —_|-p-| trug etgeohLvdtge Bemerkungen und Randglossen de» Kaiser-, der tu diese« Buche noch unmittelbar vor setur« letzten Sange la» . . . Als .Lesezeichen* enthielt da- Buch eine von Kaiser Max oirder-eschrtebene Topie de- Briefe-, den er au Juarez gerichtet und tu welche« er flehentlich gebeten hatte, ihn die Todesstrafe allein erleiden zu lassen, und seine Freunde und W-ffeugevoffen, die Generale Mirawo und Mejia, zu begnadigen. Da- Titelblatt diese- Buche- trug folgende eigenhändige Widmung: «Meinem Freunde Iilek t« Sefänqoifie der Lopnchiuos am 17. Juni 1867. Ma^miftau.* * Der verlarer-e Eotzv. Vor zwanzig Jahren wurde der Bauernsohn I. in Oßwei er zum Milüür au-gehoben und in ein Kölner Infanterie-Regiment eingestellt. Gleich a« daß man liebe Bekannte mit einem wirklich originellen Nen- jahr-grnß überraschen kann. Die Karten werden in künstlerisch schönem Lichtdruck ausgeführt, und bürgt sowohl der Name de- Leiter-, al- auch derjenige der weltbekannten Firma für tadellose Ausführung. Der Preis dieser acht Karten beträgt 2 Mark. Bestellungen nimmt jede Buchhandlung entgegen. e tii Nachtwandler. Ein Einwohner von Stone Lreck in Ohio, Henry Hase, macht, wie amerikanische Zeitungen beachten, seit einiger Zeit die wunderbarsten Klettertoureu im Schlafe. Er erklettert die Giebel der Häuser und hohe Bäume, ohne irgendwie Schaden zu nehmen. Seine Familie lebt in beständiger Angst und versuchte schließlich ihn in ein Zimmer einzuschließen und zu überwachen. Vor Kurzem hörte nun seine Schwester in der Nacht ein Geräusch in seinem Zimmer und al- fie leise die Thür aufschloß, sah sie ihn auf dem Fenstersims sitzen. Sie versuchte nun, au da» Fenster zu schleichen und den Kranken zurückzuziehen, er sprang aber hinaus, ehe er von ihr erreicht werden konnte. Sie rannte sodann in den Hof, in der Erwartung, den Bruder gefährlich verletzt oder tobt zu finden, da das Fenster zwanzig Fuß über dem Erdboden lag Zu ihrem Erstaunen lag jedoch der Bruder an der Hausecke und schlief. Als er geweckt wurde, klagte er über Schmerzen an seinem Knie und an der Hüfte. Eine Untersuchung ergab, daß er einige Quetschungen erlitten hatte, aber sonst nicht gefährlich verletzt war. Da» Merkwürdigste ist, daß er durch den Fall nicht au» de« Schlafe geweckt wurde. • Nelljahr-avstchiSkarteugroße. Aus Straßburg im Elsaß, der blühenden Reich-stadt, geht un» über eine neue, Worte einkleiden würde, das überließ er vollständig der Ein gebung de» Augenblick», denn er wußte genau, daß fein un« erschöpflicher Wörterschatz ihm nie versagen werde. Gladstone ist nur ein einzige» Mal in seiner Rede stecken geblieben, fc zog im Unterhause gegen die Oppofition Io» und verlor plötzlich den Faden. Er wandte sich an ben neben ihm fitzenden Herrn Goschen mit ben Worten: ,Wo bin ich gehen geblieben Benjamin Di»raeli hörte die Worte seine» Gegner», lehnte sich über ben Tisch unb sagte: ,Da» letzte Wort bc» sehr ehrenwerthen Gentleman war Satellite»." Eine gute Bemerkung John Brigth» kennzeichnet ben Unter- schied zwischen den beiden größten englischen Redern der Neuzeit. „®eim ich rede*, sagte Bright, ,fo segle ich von einem Vorgebirge zum anderen. Gladstone fährt dagegen der Küste entlang; kommt er zu einem schiffbaren Fluß, so kann er der Versuchung nicht widerstehen, ihn bi» zur Quelle au»- zuforschen.E • Der Kotz bet kchauspieleri». »Zum Besten der Armen* will die ebenso schöne, wie in der Londoner Gesellschaft wohlbekannte Schauspielerin Miß Minnie Seligmann auf dem Wege der Auction einen — Kuß meistbietend veräußern. Sir erklärt, den Kausprei» bi» auf tausend Dollar bringen zu wollen und daß der Kuß die genannte Summe wohl werth fei, in feiner Wärme aber von der FreigiebigkeÜ und auch von der — Persönlichkeit de» Käufer» durchaus abhängig sein würbe. Das genannte Anerbieten hat einige Sensation erregt, unb man erwartet, daß die »e«Uiee»r»tUt •erfreu fre|ett« Leichter ,Hausa*, welchen er im Schlepptau führte, mcht möglich war, die Hafeneinfahrt von Warnemünde in gewinnen. Beide Schisse befanden fich in höchst gefährdeter Lage und die Besatzungen sahen ihren Tod vor Augen. Da wurde ihnen i» Augenblicke der höchsten Gefahr vom Lande au» Rettung gebracht. De« mnthigen Leiter der Warne« «Luder Station der deutschen Gesellschaft zur Rtttuug Schiffbrüchiger, Lootseu Lommaudeur Jantzen, und seinen braven Leuten gelang e» trotz der furchtbaren See in dem Rettung», boote zu den Schiffen zu gelangen, und die Besatzungen ab- znbergen. An diesem unter großer »ebensgefahr unternommenen Rettung-welke beteiligten fich als Freiwillige zwei Warnemünder Sapiiäne, Magnu- Jantzen (ein Sohn bet ^otseneommandem-) und Jnugemauu. «l- Anerkennung für ihre brave That find allen an diesem Rettung-werk an- Seenoth betheiligteu Personen vom Kaiser Au-zeichnungen verliehen worden. Der Lootsencowmandeur Jantzen empfing eine goldene Kattienn^r, welche auf der Rückseite da- Bildntß Sr. Majestät trägt. Die Eopitäne Jantzen nnb Jungemann «bleiten je ein werthvolle- Marinegla» mit Öiömnng und jebe» Lootse ein Geldgeschenk von 60 Mark. Die kaiser- lichen Au-zeichnungen wurden ihnen am Sam-tog überreicht. e ei* »nwachttliß bei Kaisers Ma; voa Mexiko. In Triest starb kürzlich der österreichische Admiral-stab-arzt vr. Iilek. «I- Leibarzt hatte er Kaiser Mo, von Meriko auf seinen Reisen begleitet. Treue Freundschaft verband die Beidin. So gedachte der unglückliche Kaiser vor seinem Tode de- Arztes — er sandte ihm da- Buch, da- er tu den Stunden vor der Hinrichtung gelesen hatte, vr. Iilek pflegte intimen Freunden gelegentlich da- Erbe zu zeigen, do- ihm Kaiser Mcx 36 Stunden vor seine« Tode au- den Kerkern de» Kapu-inerkloster- in Queretaro zugesendet hatte. Es war ein abgerissene» Bvch, der fünfte Band von Lesare Eantu- Geschicht-werk „Istoria unrreraale“. Der Band behandelt die letzten Leben-tage Karl- V., dann die ver- Haftung und den Prozeß de- Jasanten Don Larios und schließlich die Bartholomäusnacht. Jede Seite de- vuchrg ! wifienschaft, (iterativ und Kunft — Begenharvts Almanach, Nachschlagebuch für Jedermann, Benag von C. Regenhardt, Berlin W 35, Preis geheftet 1 Mk. gebunden 1,50 Mk, ist soeben in bekannter Neichh-rltigkeit für 1899 erschienen und bringt auf 480 Seiten eine solche Fülle von Wissen, daß es wohl kaum ein Gebiet giebt, über da- man hier nicht Aufschluß fände. Will Jemand toiffen, welcher Reichstag-- abgeordnete die Stadt Einbeck oder Meseritz vertritt, oder wie der Bürgermeister von Buxtehude hecht, wann er gewählt ift, und wie viel Gehalt er bezieht, er findet eß im Almanach. Will Jemand wissen, wo ein Regiment steht, wie viel Pferdekräfte eined unserer Panzerschiffe hat, oder ob in Buffalo ein deutscher Eonsul ist, der Almanach giebt ihm Antwott. Wer wissen will, wie viel Bier in der Welt gebraut wird und wie groß der Verbrauch von Wein, Bier oder Alkohol auf den Kopf der Bevölkerung ist, oder in welchem Lande es die meisten Analphabeten (Leute, die beS Lesen- nnd Schreibens unkundig find) giebt, der Almanach giebt Auskunft. Wer die seit Juli 1897 neu entstandenen Firmen in Deutschland »der ein deutsches HauS in Südamerika kennen lernen will, findet die- im Almanach. Mit einem Wort, auf alle diese und tausend andere Fragen, die im Hause, im bürgerlichen Leben, beim Lesen von Zeitungen und am Stammtisch auftauchen, giebt der Almanach eine zuverläsfige Antwort. Das ungemein vielseitige Buch wird in jeder Familie und in jeder Schreibstube willkommen sein und fich bei dem sehr billigen Preise von 1 Mk. sehr bald als unentbehrlicher Rathgeber erweisen. I sehr originelle Jbee, welche nicht allein für Anfichtspostkarteu» 1 summier, sondern auch für ba» allgemeine Publidrm von r großem Interesse fein dürfte, folgender Bericht zu: Unter ‘ Aussicht be» Herrn Dr. Seyboth, Director de» Sttaß- bürg« Hohenlohe Museum» sowie ber städtischen Küpser stich- fammlung, gibt die Elsässische Druckerei unb Verlag-ansiatt, vormal» G. Fischbach in Ettaßburg, unter dem Namen u»n4 ■fa luinebeir bt< ,Neujahr»anficht»kartengrÜbe* au» 8 Weltstädten (New Hork, Stockholm, Moskau, London, Pari», Rom, Sofia und Tuni»), eine Serie von 8 Ansichtskarten dieser Städte heraus, welche in den betteffenden Orten felbft zur Postauf- gäbe gelangen. Dieselben find mit einem Neujahrsgruße in ber betreffenden Landessprache versehen. Der Besteller, dessen _ - • ________ . - Namen unter den Neujahrsgruß gesetzt wird, kann die Karten- ersten Tage desertirte er nach Frankreich. Dort trieb er scrie auch an eine beliebige andere Adresse senden lassen so Die Frage bet natisnalen Erziehung bet bentsche, 2«gknb ,st gerade tm Verlause bet jüngsten Zeit «überholt angeregt und an» den verschiedensten Geficht-punkten erörtert worden. Elve« practischen versuche, zu ihrer Lösung bd« zutragen, entspringt ein Unternehmen, zn d-ffen Förderung fich nahezu alle nationalen vereine Deutschland- und Oester- reich-, sowie eine große Anzahl hervorragender Männer zusammevgeschloffen haben. Unter der Leitung de- bekannten Jugeudschrif.steller- Julius Lohm^her beginnt im Verlage von I. S. Lehmauu in München soeben die reich illustrirte vaterländische Jugendbücherei für Knaben und Mädchen zu ! erscheinen, vor Weihnachten gelangen noch 6 Bändchen zur Ausgabe. Die Namen von Felix Dahn, vlüthgen, W. H^ha, Wildeuradt, Ohorn, H. Hofmann, H. Sridel uno vielen anderen unserer Vesten, welche hier ihre Feder in den Dienst de- deutschen Gedanken- stellen, bürgen für deutschen, küost. , lerischeu Werth der Werke. Möge da- fange Unternehmen, 1 das an Stelle der phaotafieerregendeu Jndianergeschichteu, ; Werke von vaterländischer Bedeutung In edler Form setzen will, seiv hohes Zel znm Heile unserer Jngend erreichen. : u..u mu.. «.un«, ™ skiae Reden v.rbetettete, berichtet der Auction zum Mindesten sehr animirt verlausen wird. früb«rc Privatsecretär de» englischen Staatsmannes, Sir ; • Urbetzeogenb. Gast: P-n— Hamilton, in seiner soeben erschienenen Monographie Gladstone». Gladstone hat wohl gelegentlich die sogenannte Peroration niedergeschrieben, aber nie in seinem Leben die ganze Rede. Dagegen widmete er dem Ausbau und der Ordnung der Gedanken die größte Aufmerksamkeit. Hatte er einmal den Umriß der Rede festgesetzt, so dachte er oft aus einsamen Spaziergängen über die Reihenfolge der Gedanken und die Schlußfolgerungen nach. Aus einem Stück Schreib« papier schrieb er dann die Ueberschriften seiner Abschnitte und einige Schlagwörter nieder. Wie er seine Gedanken in 0 ^Hinkler. r. 11 r JiowtBtiit fe. ^eiue Wrik„, MgSvoll ermes. 'nfrfjirtne icoiageu uhe n«* Souvenirs dr. tzhAck 2. eie) 11284 schkvdk hfit ,<$irection. »5 I erig.'Loose | a Mk. 3.30 oerjenbti prompt ■Geschäft L, Zeil Nr. 13. 90 nhiot«1 dio- X jgsSJS *'£l , sad5 Wilh. Wirsig, Handschuh-Fabrik 11270 Anfertigung der Handschuhe nach Maass. patent weiö®®»heil Maschinen-Strickerci wird Wasche mit 9 Zur Saison empfehle: * 0 Jagdgkwkhlk, 8241 Q 8 Inghuttnßlkn, g a gtlabtnc Jasdpatronku q a (Sellier & Bellot), a V gaSbidit, sickere Zündung, weit- * Q tragender, gleickmäßiger Schuß Q q mit tadellosem Durchschlag. Q in reichhaltiger Auswahl tu übersichtlicher Aufstellg. Für Brautleute vollständige 10263 Ausstattungen. Trauringe in allen Größen und Fayons, 585er. und 333er. Gold, empfiehlt zu soliden Preisen 11537 D. 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