len, b; ZVttrv Ps. «! *,;0”* *t, flfrj ' «5 ^ntialiben utb Ws. Waa °*H Sittimguggc iS fr'1 3*« «enb flebenten unt> bui I achea gründlich erlernen. I au K. Aubel, « unb I sä?’ •*»•«$ * vermittinu M. «Ä™S“»we. ‘SSiuSS. i N U®„9t8f '102 P* r unter o- A' 8360 töji—-r7" ’ ....... pS"*'-' liebe Off. Koglek' Bel- * 10 x der ® onge^'^ 8i*ü> xnt endam^^ Nr. 197 Zweites Blatt. Atiltwoch den 24. August 1898 frftchd tt-Nch Bit NuSvabmk bei Montags. D't Oir^enrr »•Btctieirattct »erben dem Anzeiger «Schevtttch »termol beigtlegL Gießener Anzeiger yt|*g>yrrt» rirrtrljäbrhdl 2 Mark 20 PI, monotltd) 76 11 mit Bringerlod». Bei PoNdezug 2 Mark 50 Pf» vierteljährlich. Nnvahme von Anzeige» zu der Nachmittags für den zvigende» Lag erscheinende» Nummer bis Borm. 10 Uhr. Heneral-Anzeiger Alle Unzeigen.BermintungsßeUen des In. und Auslands nehmen Anzeigen für den Giehener Angeigee entgeh Aints- und Zlnzeigeblntt fiir den Kreis Greszen. Rebaetwfi, (tjpebmon und Druckerei: -chnkßr»tze Ar. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. Äbreffe für Depeschen: Auzetger chteßs». Fernsprecher Nr. 51. Betreffend: Aufsicht über das Faseloieh. Bekanntmachung Nachstehend bringen wir das Ergebmß der durch die Körcommission Gießen im laufenden Jahr vorgenommenm Besichtigung der Gemeinde-Bullen, Eber und Ziegenböcke zur GrvßherzoglicheS Kreisamt Gießen, v. Bechtold. öffentlichen Keuntniß. Gießen, den 6. August 1898. Ergebmß der Besichtigungen der Gemeinde-Bullen, Eber und Ziegenböcke in den Körbezirken Gießen und Hnngen im Jahre 1898. Namen Angaben über Gutachten der Commission über Nähr-, Gesundheits- Zustand rc. D Kamen Angaben über Gutachten der Commission c über Nähr-, GesundheitS- Zuftand rc. Q der Gemeinden der Halter Art Raffe Mir 53 7 A» Q der Gemeinden der Halter Art Raffe 1 Albach Gg. Hofmann Bulle Simmenthaler 2'4 recht gut 18 Heuchelheim Gemeinde Bulle Vogelsberger 3'4 gut Derselbe Hrch. Webrum in. Ziegenbock Saaner 1'4 2 gut sehr gut • Dieselbe Georg Römer Eber Bastard 17» Haltung unge» 2 Ullendorf a. d. Lahn JohS. Biehmann II. JohS. Wagner II. Bulle Vogelsberger ,, Bastard 5'4 2*/4 gut genügend Derselbe ■ •4 nugeno. dto. A Alten-Buseck Phil. Luh IV. Gemeinde Ziegenbock Bulle Saaner Bast. Simmenthaler 1 3 gut.Hat Gemeinde Faselstall. 19 Holzheim Gg. Sckimmel Wittwe Gemeinde Ziegenbock Bulle Landraffe Simmenthaler 2 6 ut ehr gutDcSAlterS weg. baldige Ab- ■ Dieselbe Dieselbe ■ Vogelsberger Simmenth. Bast. 2 1’4 gut Dieselbe Bulle Simmenthaler 3 schastung empsoyi. sehr gut Kasv. L ofmann Eber Porkshirer 17, sehr gut Dieselbe Simmenth. Bast. 3* « gut 4 Annerod Wilh. Becker EL Ludwig Schäfer III. Ziegenbock Bulle Landraffe Vogelsberger 2*/i 2 gut ■ Dieselbe Dieselbe Ziegenbock Simmenthaler Appenzeller Bast. 1'4 3 gut. Eber wird Derselbe Simmenth. Bast- iv, Bulle Simmenthaler nitytmeyrgeyait. Peter Will Eber Porkshirer V1 20 Hungen von Oven 2 gut Karl Schäfer Ziegenbock Saaner Bast. 1 — ■ Den elbe w ■ 1’4 n 5 BellerSheim Friedrich Bopp Bulle Simmenthaler 2V, sehr gut Der elbe ■ ■ 2'4 iepr gut Joh. Gg Hahn ■ - 2*4 gut. Sehr gut gehalten. Der Der elbe elbe Eber YÄhirer 17« 17« gut Gust. Kammer Bulle 17» gut Derselbe ■ ■ ®4 * Friedr. Bopp Eber Wests, große Raffe 1 r Friedr. Roth Ziegenbock Saaner 3 sehr gut JohS. MatheS Vorksh. Bast. 2>, Derselbe ■ ■ ’4- gut Äug. Schneider Ziegenbock Saaner 2 21 Inheiden Karl Raab Bulle Simmenthaler 4 flut 6 Bettenhausen Hrch. Hahn Job. Gg- Stärk Bulle Simmenth. Bast. 37, 1V» ■ JohS. K. Parr • ■ i'/. Körper u.Haltung gut, nicht dienst- 7 Birklar Hrch- Hahn Heinrich Ruppel H. Friedrich Brückmann Eber Ziegenbock Bulle Landraffe Simmenth. Bast. 17. 1 •2 V« genügend sehr gut » Karl Wilh. Metzger Wilhelm Herzberger Eber Ziegenbock Bulle Vorksh. Bast. Landraffe 2 1 tauglich, gut Hrch Müller VII. Friedrich Brückmann Eber Landraffe 17» 17« gut 22 Klein-Linden Wilh. Weller II. Derselbe Vogelsberger Vogelsb. Bast. Landraffe 3'4 2 gut gut Wilh. Hanilsch Wittwe Ziegenbock Appenzeller Bast. 4 Ludwig Becker Wittwe Ziegenbock 3 Haltung ungenug. 6 Burkhardsfelden Johs. Haas IV. Derselbe Bulle Vogelsberger 4 27» sehr gut gut 23 Langd Dieselbe Gg. Krd. Walther Bulle Simmenthaler '4 3 ^esgieitpen. gut Hrch. Horn IV. Hrck. Paul Menz Wilhelm Lepper Heinrich Braun II. Eber Aorksh. Bast. V« ■ Ludwig Wolf ■ • 2 • 9 Daubringen r Ziegenbock Bulle Saaner Bast. Vogelsberger 2 3V« 2 gut gut; bösartig beim Vorführen 24 LangGönS <5mu Fritz Peter Fritz Ottmar Weber Gemeinde Eber Ziegenbock Bulle Yorksh. Bast. Saaner Simmenth. Bast. ’4 1 4 ziemlich gut gut recht gut • _ Heinrich Schäfer IV. Ziegenbock Landraffe (Bast.) 1 gut. Eber wird nickt gehalten. • Dieselbe Dieselbe ■ 2'4 1'4 gut 10 Dorf-Gill Adam SameS IV. Adam Gorr m. Bulle Simmenth. Bast. 3 2 gut Dieselbe Konrad Weil III. Sb» Vogelsberger Uorkshirer 17, 2 • ■ Heinrich Sames V. Hrch. Kutscher Eber Ziegenbock Landraffe V« V« zum Dienst noch nickt tauglich. • Wilh. Weil Joh. Gg- Schmidt Derselbe Ziegenbock Landraffe Saaner Bastard ■4 1 *4 genügend 11 Eberstadt Jakob Köhler Derselbe Hrch. Görlach VIII. Krd. Wedemann II. Bulle Ziegenbock Simmenthaler • Appenzeller 4 2'4 1'4 V» sehr gut gut 25 Langsdorf ■ Heinrich Weller IL Jak. Bender Ädam Roth HI. Heinrich Schmalz Bulle Eber Simmenthaler Simmenth. Bast. Landraffe 4 2 2‘ , 7« sehr gut sehr gut gut wurde krank an» getroffen. gut genügend gut 12 Garbenleich Jak. Walbott XI. Derselbe Bulle Simmenth. Bast. 3'4 2 genügend; wäre durch einen anderen zu ersetzen. genügend 26 ■ Leihgestern Heinrich Fai IX. Christian Schmidt Gg. LangSdorf HL Ziegenbock Bulle Landraffe Simmenth. Bast. 1'4 •4 1’4 3 V» Hch. Kissel IL Hrch. Schmidt IV. Gemeinde Dieselbe Dieselbe Eber Ziegenbock Vorksh. Bast. Landraffe •4 i gut gut Johs. Eiff III. Johs. Seipp XIU. • Eber Eber Ziegenbock Vogelsberger Aorkshirer Saaner Bastard 27« 17» 1 1'4 1 sehr gut gut 13 Großen-Buseck Bulle • Simmenth. Bast. Vogelsberger 3'4 27« 4'4 sehr gut gut Johs. Jung IX. Derselbe Johs. Dutenhöfer 14 15 • • Gießen Großen'Linden ■ • • Dies Landw. Phil. M Chriftia Der Gemein Gemein Die Die Die Die Die Ehr. W A. Ehr. Ehr. Er Gotlfr. Friedr. Hrch. T Hrch. D Gemein elbe Esau üller III. n Nebe selbe de de elbe elbe elbe elbe Eber Ziegenbock Bulle Ziegenbock • Dorksh. Bast. Westfälische Raffe Saaner Simmenth. Bast. Vogelsberger Simmenth. Bast. Vogelsberger Saaner Appenzeller Bast. 2'4 •4 2'4 17» 27. 2'4 27. 17« 1'4 1*4 1 1 genügend recht gut gut 27 28 29 L'- Lollar Mainzlar Derselbe Gemeinde Dieselbe Dieselbe Dieselbe Dieselbe Dieselbe Hermann Heller Ludw. Hofmann HL Derselbe Christoph Fuchs Hrch. Sckadeck VII. Kasp. Müller IV. Bulle Ziegenbock Eber Bulle ■ Eber Bulle Simmenthaler Simmenth. Bast. Vogelsberger Appenzeller Vorkshirer Simmenthaler Vogelsberger Simmenth. Bast, yorkshirer Vogelsberger 37» 3 27a 2‘ i 1'4 17. »4 4 1'4 2'4 3 371 ebr gut ehr gut genügend jenügend ehr gut ehr gut ehr gut ehr gut gut genügend gut 16 17 18 Srüningen Hausen Heuchelheim eigand Wittwe Jsheim nft Bingel IL Wilh. Fet- Ernst Bender ippel tünch de Eber Bulle Eber Ziegenbock Bulle Ziegenbock Bulle Dorksh. Bast. Vogelsberger Simmenth. Bast. Bastard Appenzeller Bast. Simmenth. Bast. Saaner Bastard Vogelsberger 7» 2'4 1’4 V. 1'4 8'4 1'4 4 genügend gut genügend gut gut genügend 30 31 Muschenheim Obbornhofen Christoph Find! Balth. Kreiling Gilden Koch Hrch. Eller V. Gilben Kock Hrch Eller V. Wilh Müller IL Georg Reitz H. Glockengießer Ebn Bulle Bulle Eber Eber Ziegenbock Landraffe Simmenth. Bast. Simmenthaler Landraffe Vorkfhirer Landraffe Simmenthaler 2*4 •4 47. 1'4 1 •4 r» 3 4 gut lehr gut gut genügend gut Dieselbe • 5 gut • ■ * £ Name« Angaben über Gutachten der Commission über Nähr-, E Namen Angaben über Gutachten der Commission e der Gemeinden der Halter M E über Nähr-, * Q der Gemeinden der Halter Art Raffe Alte, (n. Iah, Gesundheits- Zustand rc. jO *-» Q Art Raffe Z7 Gesundheits- Zustand rc. 31 32 Obbornhofen Ober-Hörgern Peter Grotz Hrch. Emmel Wittwe Herm. Düringer Derselbe Eber Ziegenbock Bulle Porksh. Bastard Appenzeller Simmenthaler ■/« 4 3 7, Vk gut sehr gut 40 Steinbach 41 Steinheim Gemeinde K. Gerhardt III. Gemeinde Hrch. Konr. Eckel Bulle Eber Ziegenbock Bulle Vogelsberger Borksh. Bastard Saaner Simmenthaler 17, »/< 274 27, sehr gut gut Wilhelm Schmalz Ziegenbock Appenzeller 2 74 gut Johs. Berg Wwe. n 2 ziemlich gut 33 Oppenrod Konrad Döring Bulle Simmenth. Bast. 4 2 sehr gut gut n Konrad Engel Hrch. Kopf Eber Ziegenbock Bulle Appenzeller 3 War zur Heerde- gut. getrieben. Derselbe Eber Borksh. Bast. 1 sehr gut 42 Trais-Horloff Phil. Hofmann Simmenth. Bast. 4 gut Johs. Haas Ziegenbock Bulle Appenzeller Bast. 2 gut Phil. Hrch- Hublitz 37, ff 34 Rabertshausen Wilh. Reichardt Simmenthaler 2 sehr gut. Eber u. Ziegenbock wird v L. Hrch. Böcher Karl Blei Eber Ziegenbock Borksh. Bast. Landraffe 17, 1 n nicht gehalten. 43 Trohe Bürgermeister Schmidt Bulle Simmenth. Bast. 274 ff 35 Reiskirchen Jakob Becker I. Bulle Vogelsberger 4 gut, sehr gut ge- Philipp Schmidt Ziegenbock Landraffe 3 ff halten. 44 Utphe Pachter Fülberth Bulle Simmenthaler 3 sehr gut Derselbe 2 dto. Derselbe 2 gut Ferd. Balser Eber Borksh. Bast. vk gut Derselbe Eber Meißener Bastard 27, n Hrch. Hartmann Ziegenbock Bulle Landraffe 2 Derselbe ■ 6k M 36 Rodheim Hrch. Klipper Simmenthaler 3*2 sehr gut .Wilh. Eichenauer Ziegenbock Bulle Landraffe 3 ff Hrch. Krd. Roth 2% gut 45 Watzenborn u. Steinberg I. K. Philipp Vogelsberger 47, gut Gg. Nicolai III. Eber Aorksh. Bastard 6k sehr gut I. L. Philipp ff Simmenth. Bast. 17, ff Hrch. Klipper Ziegenbock Saaner 2 gut Balth. Philipp III. Vogelsberger 17, ff 37 Rödgen Wilh. Balser VII. Bulle Vogelsberger 47, gut. Abschaffung zu empfehlen. I. G. Burk III. Balth. Häuser XI. Eber Ziegenbock Borksh. Bastard Landraffe 2 2 n Derselbe Simmenthaler 2*/* aut Derselbe II Saaner Bastard 1 ff Ludw. Balser IV. Ziegenbock Bulle Landraffe V< zu jung 46 Wieseck Gemeinde-Faselstall Bulle Vogelsberger 4 u 38 Ruttershausen Ludw. Karber I. Vogelsberger 27, gut, sehr gut ge- II H II Simmenth. Bast. 4 n halten. M n Simmenthaler 2-3 sehr gut 39 Staufenberg Johs. Sommer III. Bulle 27, gut. Eberz. Heerde n ff Eber Vogelsberger 3 gut Kasp. Bogel 2 , getrieben. II Hrch. Reuter V. Bastard 17, * Steinbach Gemeinde 2’/, sehr gut n Gemeinde-Faselstall Ziegenbock ff 4 ff 401 n Dieselbe ■ 27, gut >- Saaner 17, sehr gut Die kaiserliche Kundgebung in Mainz. Die Maingrenze existirt nun schon seit länger denn einem Bierteljahrhnndert nicht mehr, Nord und Süd sind heute zu einem einzigen deutschen Baterlande vereinigt. Der Kaiser ist der Schirmherr aller deutschen Stämme geworden, und al» solcher ist er denn auch ein Überoll begeistert aufgenommener Gast, dem Alt und Jung, Hoch und Niedrig zujubelt, der sich im Sturm dte Hrrzen erobert, wo immer er erscheint. „Ein Reich, ein Volk, ein Gott", mit diesen Worten kennzeichnete er bei der 25 jährigen Jubelfeier der Kaiserproclamation im Weihen Saale de» Berliner Schlöffe» da» Ziel, welche» er sich gesteckt hat, und um dasselbe zu erreichen, ist da» Bestreben de» Kaiser» auf die Erhaltung de» europäischen Frieden» gerichtet. Daß eS trotz mannigfacher Lowplicationen gelungen ist, jeden ernstlichen Confl ct innerhalb de» europäischen Concert» int Keime zu ersticken, ist zum großen Theil auf da» Conto de» Kaiser» zu schreiben. Die heutige Zeit ist nicht dazu angethan, einen allzu rosigen Ausblick in die Zukunft zu eröffnen. Der spanisch- amerikanische Krieg ist beendet, aber die FriedenSverhand- lungen dürften zu mancherlei Schwierigkeiten Anlaß geben, und e» ist nicht unmöglich, daß bei zu weitgehenden Forderungen der Amerikaner oder bei einer Fortdauer der Jn- surrection auf den Philippinen dte Großmächte zum Einschreiten gezwungen werden. Auch dte englisch-russischen Gegensätze spitzen sich mehr und mehr zu, wenn eS auch noch einmal gelungen zu sein scheint, den AuSbruch de» offenen Covflict» zu vermeiden. E» sind also — wie gesagt — Befürchtungen betreff» der internationalen Lage gar nicht so ungerechtfertigt, und wir müffen es dem Kaiser Dank wtffrn, daß er neuerding» Gelegenheit genommen hat, ein beruhigende» Wort in die Okffent- lichkett zu werfen. Bei dem am SamStag früh erfolgten Einzüge des Kaiserin Mainz erwiderte der Kaiser auf die Begrüßungsansprache de» Oberbürgermeister- in längerer Rede, worin er seinem festen Entschluffe Ausdruck verlieh, den Frieden mit allen Kräften zu erhalten. Wir haben schon mehrfach derartige Aussprüche de» Kaiser» al» hochbedeutsame Kundgebungen besprochen. Als die letzte Orirntkrise ernste Befürchtungen wach rief, da gab der Kaiser in Karlsruhe dte Berfichrrung, daß nach feiner Urberzeugvng die Lage nicht bedenklich sei und der europäische Friede nicht gestört werden würde. Als dte Falschmeldungen über den Czarentoast in BreSlau im Umlaufe waren, da gab er bei dem Paradedtner in Görlitz in unzweideutigster Weise kund, wie herzlich und intim dte Beziehungen seien, welche ihn mit dem Herrscher de» großen Reiches im Osten verbänden. Auch jetzt wieder find die kaiserlichen Worte geeignet, beruhigend zu wirken. Unser Handel und unser Verkehr bedürfen der friedlichen Entwicklung- jede Störung de» Frieden» und jede AuSficht auf eine solche find geeignet, diese Entwicklung zu hemmen. Damit aber Deutschland genügenden Einfluß auf die Erhaltung de» Frieden» auSÜben kann, muß e» sein Ansehen und sein Uebergewicht zu wahren wtffen. Wenn der Kaiser in Mainz sagte, daß hierzu die Einigkeit und Mitwirkung aller deutschen Stämme erforderlich sei, so hat die« Wort seine volle Berechtigung. Nicht Nord oder Süd soll mehr einen Gegensatz bilden, nicht der Main oder rin anderer Fluß soll eine Grenze sein, da» ganze Deutschland soll fich ein- fühlen, ein» in dem Gedanken, dem Kaiser al» Werkzeug zu dienen, bei seinem hohen Berufe, der Welt da» Köstlichste zu erhalten — nämlich den Frieden. (xx) Deutscher Reich. Berlin. 22. August. Eugen Wolff sendet dem „Berliner Tageblatt" aus Schliersee ein Telegramm, worin er die Mittheilung des ^Local-Anzeiger»", daß er sich in China als deutscher Bericht-Herr aufgespielt und chinesische Gefangene abgeurtheilt und begnadigt habe, al» freie Erfindung bezeichnet. Berlin, 22. August. Wie die „Poft" erfährt, ist von einer Festfeier anläßlich de» 50jährigen Jubiläum» der Marine bi» jetzt an maßgebender Stelle nicht» bekannt. Daffelbe ist der Fall betreff» einer anderen Meldung, wonach die Bertheilung einer kleinen silbernen Jubiläums-Medaille erfolgen sollte. Berlin, 22. August. Der in Liverpool von der afrikanischen Westküste eingetroffene Dampfer Roquelle bringt, wie der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung- aus London geschrieben wird, die Nachricht, daß im Norden von Groß- Bass am, der Hauptstadt der französischen Besitzungen an der Elfenbeinküste, Unruhen ausgebrochen find. Die Unruhen in Liberia find größer, al» man zuerst angenommen hatte. Die Truppen in Liberia find nicht im Stande, den Aufruhr de» mächtigen Stammes der Pissi zu dämpfen. Der Stamm verweigert die Zahlung des Tribute». Köln, 22. August. Die „Köln. VolkSztg." schreibt zu der Frage, ob Windthorst ein Portefeuille angeboten worden sei, Windthorst selbst habe vertrauten Freunden gegenüber bestätigt, daß die Kaiserin Augusta ihm einen hohen Posten angeboten habe. Dte Meldung, Kaiser Wilhelm habe kurz nach der Entlaffung Bismarck- Windthorst die Wahl eine» Ministerium» sreigestellt, entbehrt in dieser Form der Begründung. Richtig sei, daß zur fraglichen Zeit ein Wechsel in der Stellung des Kaiser» zu Windthorst fich vollzog. Der Kaiser habe stet» Windthorst al» Hohenzollernfeind betrachtet. Jndeffen sei diese Auffaffung durch einen Zwischenfall, welcher mit der Geldspende de» bayrischen Prinzregenten für die Wtndthorst-Kirche in Zusammenhang stand, gründlich erschüttert, sodaß der Kaiser an der Loyalität und vornehmen Gesinnung fortan keinen Zweifel hegte. Rheim», 22. August. Gestern Nachmittag entstand in dem hiesigen Velodrom eine furchtbare Panik infolge einer plötzlich ausgebrochenen Feuersbrunst. Es stürzte alles nach den Ausgängen, wodurch eine große Anzahl Personen, besonders Frauen und Kinder verletzt wurden. Localer unb provinzieller. Gieße«, 23. August 1898. Fürst Bismarck und die Deutschen Nationalfeste. Unter diesem Titel veröffentlicht der Reichs-Ausschuß für die Deutschen Nationalfeste in einer besonderen Ausgabe seiner Lorrespondenz die folgende Kundgebung: Die Frage liegt nahe und ist in der That mehrfach an un» gerichtet worden, welche Stellung Fürst Bismarck den Deutschen National- festen gegenüber eingenommen habe? Es lag im Plane, Fürst Bismarck zu gegebener Zeit den Ehren-Borfitz im RrichSausschuß für dte Deutschen Nationalfeste anzutragen. Der Tod hat diese schöne Hoffnung zunichte gemacht. Denn ehe nicht der ganze Bau in allen seinen Theilen festgefügt dastand, glaubten wir nicht mit dieser Bitte an den Fürsten herantretcn zu sollen. Unter seinem Blicke aber, unter dem steten Gedanken an sein Lebenswerk, an sein deutsches Fühlen und Wollen, unter dem stillen Walten der immer gegenwärtigen Frage: „Wird er unserem Werk zustimmen?" sind die Vorarbeiten gediehen. Im ersten Aufruf des RrichS- aurschuffes hieß es: „An uns ist eS, unserer Väter stolzes Werk zu bewahren, es auszugestalten im Sinn seiner Bau- meister mit dem Fleiß und mit der Treue der Heimgegangenen und deS noch lebenden Größten jener großen Zeit." Nun ist auch er, der uns im Geiste der treueste Führer war in der weiten deutschen Welt, von seinem Volke gegangen, und mit ihm ist die Hoffnung ins Grab gesunken, sein Name möchte unsere Arbeit am deutschen BolkSthum krönen, feine Stellung an der Spitze des ReichSauSschuffe» den Grift kennzeichnen, in dem da» Werk geführt wurde. Ist aber die Vorarbeit in stetem Hinblick auf ihn fortgeschritten, so wird sein hoher Geist nunmehr für alle Zeit unserer Arbeit unverrückbarer Leitstern sein. Daß er sie billigte, dasür haben wir Beweis, seitdem er die Widmung der Schrift gern annahm, in der die Gedanken und Ziele der Deutschen Nationalfeste kurz zusammengefaßt find. (W. Rolf», Die Deutschen National- feste. Ein AuSkanftSbüchlein für Jedermann. 3. Auflage. Oldenboarg, München 1898.) Die Sache, die fie vertritt, soll dem deutschen Volke dienen - daher kann fie keinen sichereren Steuermann finden al» den Mann, der unser Volk zur Einheit geführt hat, und keine schönere Flagge tragen al» den Namen „BiSmarck". Unser Steuermann zu sein: das hat Fürst Bismarck angenommen. Unter dieser Flagge fahre nun unser Schiff, deutsch vom Kiel bis -um Flaggenknopfl hinan» in die hohe See! Mögen ihm Stürme drohen, Gefahren und tückische Klippen: Bismarck» Name flattert in dem drohenden Gewölk, BiSmarck» Hand sührt da» Steuer, und der Leuchtthurm seine» Geistes wird allezeit den dichten Nebel, durchdringen und uns den Weg zeigen. Wie er auch in den schwersten Stunden nie den Glauben verlor an Deutsche Treue und Deutsche Krast, so bauen wir darauf, daß mit uns ein ganzes Deutsches Bolk-thum gewillt ist, dem, wa» Bismarck bi- zum letzten Athemzug beseelte, treu zu sein bi- in den Tod, — der Liebe zu unserem Vaterland und zu unserem BolkSthum. Ihnen gilt dte Arbeit der Deutschen National- feste, deren Seele der hohe Geist ist, den unser größter, nun zu den Vätern gegangener, Deutscher verkörperte. — Die Deutsche Treue! „So lange ein Faden an un» ist, wollen wir dem Vaterland Menen." •• Der deutsche Benin für öffentliche Gesnndhetispflegr wird seine diesjährige 23. Jahresversammlung in den Tagen vom 14 bis 17. September in Köln abhalten. Der Ausschuß de» Vereins hat das Programm für die Kölner Versammlung soeben ausgegeben. Den ersten Gegenstand der Verhandlungen wird da» Thema bilden: „Reich-gesetzliche Regelung der zur Bekämpfung gemeingefährlicher Krankheiten erforderlichen Maßregeln", wozu der Borfitzende de- preußischen Medicinalbeamten-Berein-, Herr Regierung»- und Geh. Medtcinalrath Dr. Raymund (Minden) da» Referat Übernommen hat. Hieran wird fich al» weiterer Berhandlung-- gegenstand de- ersten Tage» „Dte öffentliche Gesundheitspflege im Eisenbahnbetrieb" schließen, mit Herrn Bahnarzt Dr. Blume (Philippsburg) al» Referenten. Den zweiten Tag wird ein Vortrag deS Herrn Geh. Baurath St üb b en (Köln) eröffnen: „Bauhhgienische Fortschritte und Bestrebungen in Köln." Den eigentlichen Verhaudlung-gegenstand dieses Tages wird bilden: „Die Behandlung städtischer Spüljauche mit besonderer Berückfichtigung neuerer Methoden", wozu die Herren Professor Dr. Dunbar (Hamburg) und Civtlingenteur Röchling (Leicester) die Referate geben werden. •• Waschet das Obst! Auch in diesem Sommer sei die Mahnung erneuert: Eßt nie ungewaschene» Obst! Durch vorherige Reinigung de- Obste- spült man Feldstaub, fein vertheilten Laudstraßenstaub oder Gartenbüuger, Eier von Eingeweidewürmern, große und kleine Bacillen und sonstige wenig sichtbare, aber unserm Organismus nicht gut g-fiantk Thierchen mit ab, nicht zu vergeffen den Handschweiß Derer, die die Früchte abpflücken oder verkaufen und den Gebrauch eine- Taschentuches nicht kennen. W. Butzbach, 22. August. Heute wurde hier im „Hessischen Hof" dte diesjährige Gseneral-Versammlnng de- Mathildenstift» Frtedberg-Butzbach abgehalteu. Al» erster Punkt stand die Rrchnung-ablage der 1896er Rechnung auf der Tagesordnung. Die Gesammt-Etnnahmen betrugen 2,549,864 Mk. 95 Pfg.- davon entfallen auf Friedberg 1,948,513 Mk. 53 Pfg., auf Butzbach 601,351 Mk. 42 Pfg. Die Ausgaben betragen inSgesammt 2,498,572 Mk. 17 Pfg. Bon dem sich auf 51,292 Mk. 78 Pfg. belaufenden Rechnung-Überschuß gehören dem Bezirk Frtedberq 29,200 Mk. 44 Pfg., dem Bezirk Butzbach 22,092 Mkl 34 Pfg. Die in 1896 gewährten Unterstützungen betrugen in erstgenanntem Bezirk 9,990 Mk. 72 Pfg., im letztgenannten 6,034 Mk. 28 Pfg. In Friedberg wurden 202,302 Mk. 72 Pfg., in Butzbach 42 566 Mk. 56 Pfg. mehr auSgeliehen al- zurückempfangen. Hierdurch erhöht fich der Capital» bestand traf 4,280,771 Mk. 92 Pfg., von welchem der größte Theil auf Obligationen auSgeliehen ist. Da- Gesummt» vermögen, da» außer dem angeführten Capitalbestand noch au» cedirten Saufschillingen, dem noch nicht verwendeten Einnahmeüberschuß, sowie au- den Mobilien und Immobilien. 6t J* 8H« «n. hot aolh W starb u® * blavrr HW hierorts genäht »tihstlU -ritStlv Anwohners etlftuni Ktstltde d« btfanntei \ uni der«! Seiste ttst> ölt anwtfi bin Mli leinen «eti verein uni ihren Bort der ttopisc aas ihre 9 Rain Notiz von rmppk°°b * Son Die Lie dabei leich die drei Msenwä zu vergeb find unter und Form Ctoffmustl tag de« bei uns el Gieße r Mouta, Freitag 6681 G. verschieden Kaffee- stete H. Condito, whf Piis i Mod ,u haben in Nbi. fräni 11 ir=i Qu. w“*u a m K Saft. flut lehr qut 3 <*/. l‘/t l'/. 2 2 1 4 4 sehr gut flut r tob er sehr gut gut Saft. tt 1'/, */< 2‘/< 27, 2 3 4 31/, IV, 1 2% 3 3 2 sehr flut flut *r Safi. tob starb !t Säst lei 3 1'/, 4 l'/l lifvL !:«* ii Äs- d «8s ' e°to/ blt fit titrtrt: ,r hlntn fiiimrc öer Atser voll zur ®;: Flagge tragen alt b mm za srtu: bat t» hitftt fty l bll M §lafl|Utßo; N Ttüme blvhtll, 6: iöTti9lamt slMri ill bt: td sühn baß Steuer, nt d allezeit beu dicht» Nr^ igelt. Wie er am In U i verlor an Deutsche Leer daraus, daß mit uni r it ist, dem, Vai Bilmar tteu zu sein bis in k rterlaud und zu unsem t der Deutschen Nuiov- st, den unser größter, n cher vettörperte. - 6 Faden an uni ist, mOc fitntlify Stfutyityk rsammluug in brola^t tu Der Bui mm sür bU Mer Sei )tn ersten Gegenstand br bilden: Zeichsgesetz'.: neingtsahrlicherldrankhri'! ter dorsthende dei preitz ierr Regternngi' und »e: Rlnbtn) bal Sieserat üd,: ill »eiterer Verhandlung )ic öffentliche Sesundheui &en, «tll 4»'" * jhlHWt«. ®i" i"? ®eö. Vlinratb -vtiiddl irtschrittenndSestttdM Mitoefj«"!*«”1 m fiM*8*« «er Methoden^ Mal äw*’ oibiu e«bt"' *• *“ Tw*®1 ijßSSS I kennen- r<"! ffJUÄ lind«11"1 >b"8'Ä b« 1896"' $li @lia” .gttoto f..; *.S1# rs’As T* 202,302 0 .rfl ^.Agelieh^ &iS> besteht, betrug 5,713 603 Mk. 61 Pfg. Da die Schulden 6,466 006 Mk. 03 Pfg. betragen, bestand der Reservefonds ad Ende 1896 aus 247,497 Mk. 68 Pfg. — Unsere S asst elluag Übt fortgesetzt eine starke Anziehung aus. Der «estrige Sonntag brachte uns von Nah und Fern eine sehr große Anzahl Besucher. Die Nachmittags von hier nach Nauheim abgehenden Züge waren alle überfüllt, da viele Ansstillungsbelucher die Gelegenheit benutzen wollten, um unfern Kaiser in Bad-Nauheim zu sehen. -h. Geiß-Nidda, 22. August. Die abnorme Witterung hat auch hier ihr Opfer gefordert. Infolge Hitz sch lag s starb am verfloflenen Samstag ein auf de« Felde beschäftigter braver Einwohner unseres Dorfes. — Zur Zeit herrscht hierorts unter den Kindern eine sehr heftig auftretende Keuchhusten-Epidemie. — Unser diesjähriges Kirchweihfest nimmt am 28. d. M. seinen Anfang. n. Gtammhei«, 22. August. Gestern feierte unser Kriegerverein unter lebhafter Betheiligung der gesammteu Einwohnerschaft tm schattigen Eichenwald sein 2 5jährige- Stiftungsfest. Durch die frische, packende, patriotische Festrede des Herrn Pfarrers Bernbeck von Staben, der «it bekannter Meisterschaft die große vergangene Zeit, davon uns der August ja so manchen Gedenktag bringt, vor unsere« Geiste erstehen lieh, begeistert, stimmten am Schluß derselben die Anwesenden in das vom Redner ausgebrachte Hoch auf den mächtigen Schirmherrn des Deutschen Reiches und auf feinen Verbündeten, den Grohherzog, ein. Der hiesige Gesangverein und eine engagirte Mufikcapelle wechselten nun mit ihren Vorträgen. Doch auch die tanzlustige Jugend kam, vor der tropischen Hitze durch angenehme Waldeskühle geschützt, aus ihre Rechnung. Mainz, 20. August. Die durch alle Zeitungen gehende Notiz von der verhafeung von fünf Franzosen, die Lruppeoabtheilungen und die Gegend photographirt, in dem nahen Gonsenheim das Kriegerdenkmal bestiegen (?) und die Marsaillaile gelungen hätten, ist zwar richtig, die ganze Sache hat sich aber lediglich als ein,Dumtncrjungcnfhrri(b* herausgestellt. Die verhafteten sind kaum der Schule entwachsene vürschchen, die sofort wieder entlasten worden find, nachdem es fich herauSgestellt hat, daß sie sich zum Zweck der Erlernung der deutschen Sprache in Mainz aufhalten und bei Geistlichen und Lehrern wohnen. Mit eine« photographischen Apparat haben sie auf der Straße vorbeiziehende Truppen aufgeuomwen, ein Vergnügen, das sich Jedermann wachen kann/ um das Kriegerdenkmal in Gonsenheim sind sie herumgetanzt, haben dasselbe angespuckt und die Marseillaise gesungen. Eine Bestrafung wegen groben Unfugs wird nicht ausbleiben. Wie man fieht, war der Fall unbedeutender als es nach den Vlättermelbungen den Anschein ^ite. vermischtes. • Frankfurt fl. M., 22. August. Trotz der tropischen Hitze stehen die Rosen in der Ausstellung in reicher Blüthe. Besonders zeichnen fich auS Madame (5ug6nle Resal, die jetzt zum dritten Mal ihre Blüthen entfaltet, ferner Marie Pgvie, Madame Pernet, Ducher, Kaiserin Auguste Victoria und selbst die MaiLchal Niel blüht lebhaft trotz der schweren Dürre. Zu erwähnen ist außerdem der Flor von Elisa Hehmann, Madame Wagram, Baronne Henriette be Löw, Maman Lochet und Madame Caroline Lestout. Auch das neu angelegte Rosarium, das erst im vergangenen Herbst gepflanzt wurde, hat seine volle Blüthe. Ebenso entfalten einige Dekorationspflanzen neuen üppigen Flor,' in erster Linie eine riesige Kannagrvppr mit den neuesten Sorten, ferner die Dahlien mit Degens jüngsten Züchtungen, besonders Cactus-Dahlien, ferner eine Gruppe Penstewon in reichem Farbeulpiel. * ManöverAnfichtikarten hat Otto Mangolds Kunstverlag la Frankfurt o. M. herausgeg'ben. Die voiwiegend humoristische Bilder enthaltende Serie dürste sowohl btt den Soldaten wie bei den sog. „Schlachtenbummlern" Anklang finden, hauptsächlich aber den Empfängern und Empfängerinnen Freude bereiten. • Die theuerste Briefmarke. Nicht blos für Brief- markenfrennde, sondern auch für weitere Kreise dürfte eine Notiz von Interesse sein, die wir englischen Zeitungen entnehmen: Für eine kürzlich aufgesondene ,1 Pence Post Osfice Mauritius" wurden in London über 1000 Pfund Sterling (20,000 Mk.) bezahlt. Die Marke war erst den bekannten Briesmarkenhändlern Stanley Gibbon- für den Preis von 1600 Pfund Sterling (30,000 Mk) angeboten worden, doch nahmen diese Herren Anstoß, einen so hohen Preis dafür zu zahlen. Später ging die Marke für beu Preis von über 1000 Pfund Sterling in den Befitz des Herrn W. H. Peckitt über. ES ist dies wohl der höchste Preis, der für eine einzelne Briefmarke gezahlt wurde. — Interessant ist eine Zusammenstellung der Preise, die für die „Post Office Mauritius" Marken, die nur in einzelnen wenigen Stücken Vorkommen, gezahlt wurden: In den achtziger Jahren zahlte Herr Tapling, dessen Sammlung bekanntlich dem britischen Museum einverleibt wurde, für eine 1 Pence „Post Office" auf ganzem Couvert den Preis von 86 Pfund Sterling (1700 Mk.). 1890 wurden auf der Londoner Ausstellung 200 Pfund Sterling (4000 Mk.) verlangt für ein Exemplar der 2 Pevce Marken auf kleinem Brieftstück. 1893 zahlten die Herren StanUy Gibbons für ein Paar 1 und 2 Pence, ungebraucht, 680 Pfund Sterling (13,600 Mk.). 1893 zahlte Herr Jules Bernichon in Paris für ein Paar 1 und 2 Pence Marken den Preis von 49,000 Francs (39,200 Mk.). 1898 zahlte Herr Peckitt, wie oben angegeben, den Preis von 1000 Pfund Sterling (20,000 Mk.) für eine 1 Pence auf ganzem Couvert. • Yankee-Humor. „Wie ist es möglich, daß Sie bei all Ihrer Armuth ohne Schulden durchkommen?" „Sehr einfach: mir pumpt keiner was." Oi-Iiinnitiniuljiiihjfii Verdingung. Die Lieferung von wasserdichten, dabei leichten Regenmäutelu für die drei Straßenwäner und den Wiesenwärter der Stadt Gießen ist zu vergeben. Angebote nebst Preis sind unter genauer Angabe der Größe und Form und unter Einreichung von Stoffmustern bis spätestens SamS- tag beu 3. September d. I. bei uns einzureichen. Gießen, den 20. August 1898. Da» Stadtbauamt: Schmand t. 8316 (IIII pt 1’1)1 II 11(11’11 Awikbelkuchen Montags, Mittwochs und Freitags von Morgens 9 Uhr ab. ijofbädKi Noll, 6681 Mäurburg. Gefrorenes verschiedene Sorten, 5793 in anerkannter Güte, Kaffee- u. Theegehäck stete vorräthig, empfiehlt H. Hettler, Conditorei und Wiener Cafd. Ausschank echt Pilsener und Münchener Bier. WM" Schöner Gartenanfenthalt. -MW Jeden Montag, Mittwoch und Samstag r Hähnchtll nni) fntjnfifdjc |u haben im 8239 Jagbschlöstchen, Dutenhofen. Fränkischer Weinessig In drei Qualitäten, billigst bei IM, cheörüder Ädami, 14 MäuSburg 14.____ Prima neue holl. Vollheringe per Stück 5 Vsg . im Dutzcnd billiger. »345 K. gr. Mffauer. EiimMn in allen Größen empfiehlt 8036 Wilh.Kohlermann.Köfnki Neustadt 15. Gas-Cokes. Infolge Stadtverordneten Beschlusses vom 23. Juni 1898 tritt eine Pttisttmäßignog unserer GasroKrs ein und wurden die Preise derselben bis auf Weiteres festgesetzt, wie folgt: Für den Centner ab Verkaufsstelle: Stück-Cokes..............1,- Mk. Nutz-Cokes in zwei verschiedenen Korngrößen für Stubenheizung und für weite und enge Ofenfchächte passend zerkleinert: Größe Nr. 1, etwas größer als durchschnittliche Korngröße des Anlhracit, gangbarste Sorte . . 1,10 Mk. Größe Nr. 2, kleiner als durchschnittliche Korngröße des Anlhracit ...........1,15 Mk. In Wagenladungen von mindestens 36 Ceutnern: Stückcokes...............0.95 Mk. Nutzestes Nr. 1 1.05 Mk. Nutzcokes Nr. 2............1.10 Mk. Bei gleichzeitiger Entnahme von mindestens 260 Ceutnern: Stückcokes...............0.90 Mk. Nutzestes Nr. 1 1— Mk. Nutzestes Nr. 2............1.06 Mk. Für Anfuhr au das Haus werden 5 Pfennig für den Centner bercchnel. NB. Sofern das Verbringen der CokeS auf die bett. Lagerplätze (Keller, Stall re.) mit keinem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschieht die« ohu« besondere Vergütung. Der Verkauf nuferer Gascokes unter uod bis ein- schlietzlich 5 Centner findet bis auf Weiteres iw Gaswerk nicht mehr statt, und werden daselbst nur Quantitäten von über 5 Centner verabfolgt. — Dagegen ist bei folgenden hiefigeu Firmen ein Kleinverlraus unserer «ascokes von 1 bis 5 Centner eingerichtet worden, nämlich bei den Herren: Ioh. Fischer, Aliceftraße 19, H. Hof, Löwengaffe 11 und Bahnhofstraße 33, Jakob Kahl, Frankfurterstraße 151, Ed. Kliukel, Bahnhofstraße 10, Emil Pistor Nachfolger, Marktstraße 10, Gustav Nuppel, Schillerstraße 5, Georg Schäfer, Licherstraß- 2, Georg Unverzagt, Kaplan-gasse 5. Diese Firmen berechnen die gleichen Preise unserer Gascoke« sammt Anfuhr wie da» Gaswerk und schicken dieselben auch in Mengen unter 5 Centner zu. Gießen, dm 24. Juni 1898. Städtisches Gas« und Wasserwerk Gießm. Otto Bergen. 6429 6033 TKtlnDr ä Mark 1.20, 1.40, 1.50, 1.60, 1.70, 1.80, 1.90, 2.- perKilo. = Käuflich, in den bekannten Niederlagen, aae lUittttnlinnlTcr, sowie hochfeinen Kimveersast, lose Qtroogtn uüb in Flasche", empfiehlt die 8191 föVkn-Arogkrik. W Kilbinger. Harttrockenöl ein vorzügliches Glanzöl zum Deien von Fußböden, Treppen rc., trocknet in 4 bis 6 Stunden hart und glänzend. Lose gewogen per Psnnv 50 Pfg., desgl. Fussbodenfarbe in allen Nuancen rasck und hart trocknend, per Pfund 40 Pfg., ferner Bernsteinlackfarbe in Dosen, über Nackt trocken, nicht nachklebend, sowie alle anderen Lackt, farbrn, Sirratif, ffrrprntin, jjinftl, ßobrnnridjfr, Ktahllpäak rc. billigst bei 8172 A $ G. Wallenfels, Markt 21. 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