1808 Sonntag den 24. Juli Anits- ttitb Zlnzeigrblcrtt für den Ursis Gisfzen. Gratisbeilage: Gieszener Familienblätter. Alle Anzeigen-BermmlungSsteVen be< In- und «ullanH nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegai lung A 8 Vg Uhr, im Veremilocal. )anfeier. Der Vorstand. : f/Unbine* ®einjurt Mm Illi 1898: «ch itK Redaetton, Expedition und Druckerei: Schntstratze Ar. 7. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den ßnlßende» Tag «scheinenden Nummer btS Lorm. 10 Uhr. M Seift', 64ttn®tt 'Hees, Sellersweg 87, in _______ 744$ Adresse für Depeschen: Anzeiger -tetze». Fernsprecher Nr. 61. Handlungen bei Grasen Thun mit den Partei n resuUailo- verlaufen, womit die AuSfichten auf eine Verständigung Io z emlich verschwunden find. Oesterreich hat jetz< da« Zweifel- D f t Vergnügen, auf Grund eines Paragraphen für längere Zeit regiert zu werden, der nur im Fall: äußerster Roth auf kurze Dauer in der Derfafiung vorgesehen ist. Bei un« tu Deutschland ist e« während der ab gelaufenen Woche noch verhältnißmähig ruhig gewesen. Zur Z'tt finden auf wtrthschafllichem Gebiete Plaukeleten mit Ruhland statt, die aber hoffentlich zu keinem ernsten Zollkriege führen dürften, da ein solcher ja für beide Theile fte»« uachthetltge Folgen hat, denen man fich nur zu gerne durch einen gütlichen Vergleich zu entziehen pflegt.- Bon großen Milttarforderungen war in diesen Tagen die Rede und an diese Meldungen wurden bereit« mehr oder weniger versteckte Angriffe gegen die Regierung geknüpft. Jetzt wird die Nachricht bereit« demevtirt. — Einige« Aussehen hat der angebliche Depeschenwechsel zwischen dem Kaiser und dem Regenten von Lippe gemacht. Jedoch erscheinen alle Gr« örteruvgen wühig, da die Mittheilungen unmöglich den Tha- fachen entsprechen können. Es dürfte fich um einen Ho. klatsch handeln, der über Gebühr aufgebauscht und mit allerhand pikanten Einzelheiten versehen worden ist. DaS D'menti >ürffr niibt nuSbl-ib-n,——-^^===. Nr. 171 Zweites Blatt AczogapretO vikrtrljährlich 2 Mart 20 Pf, monatlich 76 Pf^ mit vringrrloh». Bei Postdezug 2 Mark 50 Pf», viertelsährlich. Vevnriscyte». • Motorwagen im Kriege. Die Selbstfahrer haben ihren Einzug in» franzöfische Heer erzwungen. Während der letzten Besichtigungen dcS Generals Jomont waren probeweise auch Selbstfahrer eingestellt worden. Die von diesen Wagen geleisteten Dienste haben den KriegSntinister bewogen, sämmt- liche Besitzer von Selbstfahrern mit ihren Fahrzeugen zu ihren Truppentheilen einzuberufen, um mit ihnen an den Manövern theilzunehmen. Die Rolle, die ihnen zufallen wird, ist die Beförderung der Stabs-, Intendanz» und Verwaltungs- Offiziere, die in Frankreich des Reitens ungewohnt sind und große Entfernungen zurückzulegen haben. Auch zur Beförderung von Proviant und Munition eignen sich die Selbst- fahrer im Kriege, da sie 20-30 Kilometer in der Stunde zurücklegen können, während ein Pferdegespann tm Mittel nur 7 Kilometer durchläuft. Die Einführung von Selbst- fahrern würde natürlich Ersparniffe an Zeit, Pferden und Mannschaften herbeisühren, die anderweitig verwendet werden könnten. Im Kriege ließe sich die Krankenbeförderung, der Post-, Geld- und Telegraphendienst gleichfalls den Selbstfahrern zuweisen. Im Falle der Roth könnte man die Selbstfahrer einfach requiriren, wie es ja mit den Luxus-pachten bei Seekriegen auch geschieht. Sichener Anzeiger General-Anzeiger ^udwigsplatz. n »W. rUH-'i ,otel G°h°r« PrscheNrt ttgNch mir Ausnahme des Montag». Die Gießener I«milieuv tätter »erden dem Anzeiger wscheullrch viermal beigelegt. Feuilleton. Einiges aus dem Kunstreben Berlins vom Winter 1897—98. Berlin bietet im Laufe des Jahres in seinen verschiedenen Kunstsalons, von denen Schulte und Gurlitt sowie neuerdings Keller & Reiner allen voranstehen, dem kunstliebenden Publikum Gelegenheit genug, sich ein Urtheil über die Erscheinungen und Strömungen unserer Zeit zu bilden. Welle folgt auf Welle. Reben dilettantenhastem Pfuscher- werke ernstes Streben, neben brutaler Effekthascherei die stille Giöße des Genies. Manches Gute wird gewiß in der Hast des Berliner Lebens übersehen, aber aus den flüchtigen Eindrücken des Augenblickes sondert sich in der Rückerinnerung auch das Bleibende zu dauerndem Genüsse. Keller & Reiner eröffnete feine geschmackvollen Räume sehr glücklich mit einer Ausstellung von Werken des belgischen Maler Bildhauers Constantin Meunier. Zolas „Terminal" scheint durch ihn verkörpert. Meunier ist ein krasser Realist; verfeinerte Nerven werden ihn sogar oft trotz seines großen Stils brutal sindcn. Ein tüchtiges Können trat emem überall entgegen. Was die ganze italienische Frührenaissance charac- terisirt: rücksichtsloses Streben nach Wahrheit, das finden wir auch bei Meunier und in einzelnen Fällen erhebt sich diese Wahrheit zu abgeklärter, reifer Schönheit. Seine Arbeiter mit dem magern, musculösen Körper, dem sehnigen Halse, der vordrängenden Stirn, den kräftigen Armen sehen wir leibhaftig vor uns, wie ste im Schachte oder in den Eisenwerken schaffen. Die Haut, welche überall knapp das Knochengerüst überspannt, ist nie benutzt, um dasselbe zu verdecken, sondern läßt es immer klar hervortreten. kauer mit der Eroberung Santiago« errungen haben, nur gering zu sein. Mae Kinley hat in einem Erlasse die 8er- waltung de« occupirten Theil« von Cuba geregelt, aber vorläufig dürfte diese Neuordnung fich nur auf Santiago und dessen nächste Umgebung erstrecken, da« diejenigen Garnisonen, für welche General Toral die (Kapitulation mit unterzeichnet hat, fich weigern, dieselbe auzuerkennen und gesonnen find, den Amerikanern fich nicht zu unterwerfen. ES wird diesen also nicht« weiter Übrig bleiben, al« den Kampf auf« Neue aufzunehmen. Auch insofern hat fich die Situation der amerikanischen Truppen ungünstiger gestaltet, al« eS zwischen ihnen und den cubanischen Insurgenten zu Streitigkeiten gekommen ist. Man konnte von vornherein annehmen, daß die Amerikaner nicht einfach die Spanier von Cuba ver- treiben und dann fchleunigst den Insurgenten Platz machen würden. Da« haben sich diese aber anscheinend gedacht, denn fie zeigen fich jetzt sehr aufgebracht darüber, daß die ver- walmng der Stadt Santiago nicht ihnen allein übertragen wird. Käme eS wirklich za Differenzen zwischen den beiden Theilen, so würde die« die Suuaiion auf Cuba mit einem Schlage verändern und zwar in für die Spanier günstigem Sinne. Diese schöpfen nach den letzten Meldungen auch aus den Philippinen wieder Muth, doch thnt man gut, solcher optimistischen Auffassung der Lage etwa« mißtrauisch gegenüber zu stehen. Daß angeficht« der trotz alledem immer verzweifelten Situation Spanien« die Krisengerüchte fort- dauerv, ist nicht weiter verwunderlich. Der Zolaproceß in Frankreich ist am Montag außerordentlich schnell zu Ende gekommen: Zola und sein Mitschuldiger Perreux wurden gemäß dem Spruche de« ersten Gericht« verurtheilt. Frankreich kommt au« den Überraschungen gar nicht mehr heraus- eine solche bildet auch die Flucht Zola« tu« Ausland, die recht grheimnißvoll ausfieht, da man nicht weiß, wohin der Flüchtling seine Schritte lenken wird. Zcla scheint der Justiz feine« Vaterlande« kein allzu große« Vertrauen entgegen zu bringen- er will erst wieder zurückkehren, wenn die Kammer tagt und ihm befreundete Abgeordnete zur Seite stehen können. Welche Blüihen die Dreyfus-Affaire treibt, beweist die neueste Veröffentlichung der „Anrore" über eine angebliche Aeußrrung deS deutschen Reichskanzler« Fürsten Hohenlohe gegenüber dem berühmten nordischen Schriftsteller Vjö nson. Daß die Mittheilung der „Aurore" falsch ist, braucht kaum betont zu werden, aber sie ist wieder geeignet, die Franzosen gegen un« aufzuhetzen. Die innerpolitische Situation Oesterreich« hat noch keine Fortschritte zum Brff'ren gemacht- man spricht sogar davon, daß die Spannung ihren Höhepunkt erreicht habe und eine MinifterkrifiS bevorstehe. Jedenfalls find die 8er- >bc°ds 8 geller* . )in. ÄiwL Fritz Lange lernte man seinem vollen Können nach besonders in drei Damcnbildnissen kennen, die unter sich in Auffassung und Farbengebung wieder völlig verschieden waren. Sehr vornehm muthete eine jugendliche Frauengcftalt an, die mit graziöser Bewegung mit der Rechten leicht die Schleppe ihres violetten Sommerkleides hebend, dem Beschauer entgegen» schreitet. Der Kopf feingeschnitten wie eine Gemme, die Augen ernst sinnend, und der Ausdruck des Antlitzes von unendlicher Herzensgüte, scheint sie die geborene Herr chenn des Salons zu sein. Das für sie fast zu herbe Violet wird durch eine duftige Spitze und etwas Gold gewildert. Ein zweiter Porträt war ganz auf leuchtenden Goldton gestimmt: eine junge Dame in Halbfigur, der Oberkörper leicht vorgebeugt, die linke, durchgeistige, nervöse Hand aut der Lehne der Stuhles ruhend, die Rechte wie m Gedanken herabhängend. Graugelbes Kleid , lose unigeleates dun el- purpurnes Cape, aus dem einem der entblößte Hals förmlich EntaeaenleucW. Der Kopf ist ein wenig zurückgelegt, der Mund leicht geöffnet, die erregbaren, feinen Nasenflügel und ein Zug um den Mund verrathen ein äußerst lebhaftes Temperament, Feinfühligkeit und Durst nach Leben. Unterstützt wird dieser Eindruck noch durch die lebhaften, kleinen Augen, die klug beobachtend, voller Verständniß, aber auch voll Thatenlust unter den halbgesenkten Augenlidern hervorsehen. . Al- Perle aber unter den drei erwähnten Bildnissen erschien mir das Kind „Lotte". Man möchte vor der kleinen Märchenpnnzessin mit der rothdurchflochtenen Goldkrone m dem duftigen, dunklen Blondhaar, dem zarten unberührten Gesichte, den tiefen, schwarzblauen Augen mit dem ernsten fragenden Kinderblick glauben, daß der Künstler hier em Traumbild geschaffen, wenn eS uns mcht gar zu wirMch anmuthete. Lange ist entschieden das Malerische bei diesem nrf (W,9 Predig 7'PrMl- 45 Ein Anatom müßte seine Freude haben an der Scharfe, mit welcher die Bewegungen des Körpers erfaßt, an der | künstlerischen Gewissenhaftigkeit, mit welcher die emz.lnen Theile durchgearbeitet sind. Sogenannte „leere Stellen finden sich nirgends. Man fühlt, wie den Künstler die Schönheit und Kraft der Bewegung entzückt haben. Lahmend empfindet man nur zu häufiz, wie bei diesen Mmschen, die arbeiten müssen, nur um das Leben zu fnfien, alles Geistige unterdrückt, wenn nicht völlig erstickt ist. Von der -z-reude an der Arbeit, die manch einer in diese lebenswahren Gestalten hineinfabuliren möchte, habe ich nichts entdecken können. Meunier hat lange Zeit in Löwen, dem Mittelpunkte der belgischen Kohlenindustrie gelebt — hier hatte^er die Welt aus Zolas „Terminal" vor sich die rauchgeschwärzten, abgestumpften Grubenarbeiter, die müden, abgehetzten Frauen, in welchen das Muttergefühl als einziger, göttlicher Funke übrig geblieben ist; hier hat er die lodernden Schmiedeöfen, die gewaltigen, himmelanftrebenden Schornsteine, die dusteren rußüberzogenen Hütten. Malerisches genug, um des Künstlers Auge zu entzücken, aber auch Düsteres genug, um sich für immer seiner schaffenden, empfänglichen Phantasie ernrugraben In feinen Pastellen und in feiner Plastik hat aller ?ben gewonnen; immer ist Meunier kühn und wahr und dann und wann erhebt er sich in feinen Schöpfungen zu wahrhaft klassischer Ruhe und Größe. Unter den vielen Porträtmalern ragten besonders hervor Professor Lepfius und Fritz Lange. _ Von Lepsius sprach mich am meisten ein Dawenbildmß an, das von seltener Tiefe und Feinheit zeugt. Ein zarter Silberton legte sich wie ein duftiger Schleier über die Farbentöne des Bildes. Die Dame mit dem feinen, durchgeistigten Gesichte, mit der nachlässig vornehmen Haltung wirkt un- | gemein sympathisch. <11 |ullv TTTfür eineS ,'d. b> »tag den 24. Juli: Patthie !, I. Hich W. lhr von Ecke Licher- und mbergerstraße. Bitterung von 4 Uhr ab m ass Leib. iQfomnien. tau. JL Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Rack, Beschluß de» Ausschüsse« de« Landwirthschaftlichen 8'zink» ver eins Gießen soll denjenigen Viehzüchtern auS dem Kreise Gießen, welche bei der am 16. und 17. ds«. Mts. dahier stattgehabten BiehauSstelluug Vieh ausgestellt hatten nnD weder eine Prämie erhalten, noch da» betreffende Vieh Datauft haben, au« der Kaffe de« Landwirthschafilichen Bezirk«, verein« Gießen die nachverzeichneten Wegvergütnugeu auSgezahlt werden: 1. die Kosten de« Transport« der Thiere per Bahn nach Gießen und zurück in die Heimath- 2. bei dem Transport de« Liehe« auf dem Lande: a für Bullen: a au« Gemeinden unter 1 Stunde von Gießen entfernt 3 Mk. pro Stück, ß au« Gemeinden von 1—3 Stunden von Gießen entfernt 4 Mk. pro Stück, 7 au« Gemeinden über 3 Stunden von Gießen entfernt 5 Mk. pro Stück- Ir für Kühe und Rinder die Hälfte dieser Sätze. E« werden deßhalb hiermit diejenigen Aussteller, deren ausgestellte Thiere weder prSmiirt noch verkauft worden find, aafgeforbert, ihre etwaigen Ansprüche auf die oben bezeichneten Wegvergütungen bis längstens 1. August dS. JA. bei dem Unterzeichneten schriftlich anzumeldeo. Es wird ausdrücklich bemerkt, daß nach dem 1. August d». IS. angemeldete Ansprüche nicht mehr berückfichtigt werden können. Gießen, den 20. Juli 1898. Der Director de« Landwirthschaftlichen Bezirksverein« Gießen. E. Joü, Rechtsanwalt. Politische Wochenschau. E« wird wahrlich immer schwieriger, an die vom spanisch- omerikanischeu Kriegsschauplätze eintreffenden Meldungen Kommentare zu knüpfen, da die Meldungen meist einander widersprechen. Das ist auch mit den Mittheilungen über die Friedensaus fichten der Fall. Während es heute heißt, daß Verhandlungen über den Frieden eingeleitet werden sollen, wird morgen von allen Seiten versichert, daß die Spanier dis auf» «eußerste den Widerstand fortsetzen wollen und nicht im Geringsten an Frieden denken. Al» Santiago gefallen war, da gab man unwillkürlich der Hoffnung Raum, daß der Friede nicht mehr fern sei- diese Erwartungen haben fich aber nicht erfüllt, vielmehr scheint der Erfolg, den die Ameri» • Neue Versuche über Thierverstand veröffentlicht ein amerikanischer Forscher, Edward Thorndike. Die Untersuchungsmethode, die mit zahlreichen Hunden, Katzen und Hühnchen ausgeführt wurde, bestand darin, daß die hungrigen Thiere in Käfige gesperrt wurden, aus denen sie zur Erlangung von Nahrung nur auskommen konnten, wenn sie irgend eine einfache Vorrichtung in Bewegung setzten, z. B. einen Thürknopf umdrehten, an einer Schlinge zogen, die an den Riegel festgebunden war, oder einen Hebel niederdrückten. Nicht nur die Fluchtbestrebungen der Thiere wurden beobachtet, sondern es wurde auch in jedem Falle die bis zu der Bewerkstelligung der Flucht verwandte Zeit ausgezeichnet. Da» erste Mal, wo z. B. eine Katze in solchen Käfig gesetzt wird, vergehen im Allgemeinen einige Minuten, ehe durch ihre instinctiven Anstrengungen zufällig die richtige Bewegung zustande kommt, während sie nach einer längeren Reihe von erfolgreichen Versuchen diese Bewegung sogleich, nachdem sie in den Käfig gesetzt worden ist, ausführt. Die Zeitbestimmungen lassen genau den Gang der Fortschritte erkennen. Da der Verlauf dieser Fortschritte ein ganz allmählicher ist, so kann von Ueberlegung nicht die Rede sein; denn wenn eine solche vorhanden wäre, so müßte das Thier, nachdem seine Versuche, die Thüre zu öffnen, Erfolg gehabt haben, bei Wiedereinsetzung in den Käfig die richtige Bewegung sogleich ausführen. Das ist aber, wie gesagt, nicht der Fall. Durch andere Versuche wurde ermittelt, daß die Thiere die Ausführung selbst der einfachsten Handlungen nicht dadurch lernen konnten, daß sie sie bet anderen sahen oder dadurch, daß der Versuchsansteller ihnen dabei half. Sie waren z. B. unfähig zu schließen, daß, da ein anderes Thier durch Ziehen einer Schnur Fische erlangte, sie es auch könnten, oder daß, wenn sie Fische erlangten, weil der Versuchsansteller mit ihren Pfoten einen Riegel wegschob, sie sie auch erlangen könnten, wenn sie den Riegel selbst wegschoben. Es wurden Versuche über Nachahmung gemacht, indem man den Thieren die Möglichkeit gab zu sehen, wie einer ihrer Gefährten dadurch auskam, daß er eine quer durch den Käfig gespannte Schnur niedertrat und die Thiere dann allein in denselben Käfig setzte. Es ergab sich, daß sie, ganz gleichgültig, wie oft sie den Vorgang mit angesehen hatten, dadurch nichts lernten. Thorndike glaubt, durch diese Ergebnisse einen wesentlichen Unterschied zwischen den wirklich nachahmenden Affen und den anderen Säugethieren festgestellt zu haben. Doch leugnet er nicht ganz die Möglichkeit einer beginnenden Fähigkeit zur Nachahmung auch bei diesen. Man dürste nur, meinte er, eine solche nicht ohne Beweis von vornherein an- nehmen, und jedenfalls sei sie in einer der menschlichen ähnlichen Form nicht verstanden; auch könnten viele Handlungen, die der Nachahmung zugeschrieben würden, Modificationen eines einzelnen Jnstinctes, wie dem des Folgens, fein. Au den wichtigsten Ergebnissen seiner Versuche rechnet Thorndike diejenigen, die den Vorgang der Jdeenassociation bei den Thieren als ganz verschieden von dem bei den Menschen Nachweisen; sie entsprechen mehr dem Geistesprozeß bei einem Menschen, der Billard spielen oder schwimmen lernt. (Psychological Review, Supplement Nr. 8.) * Die Zauberin von Athen. In einer der dunklen Gaffen in Athen, die au den Steinwänden der Akropolis empor- klettern, steht das alterthümliche Häuschen der Katinka, deren Ruf al» Zauberin sich über die ganze Stadt hin der- breitet hat. Die 55jährige Frau, die ihren Beruf von Mutter und Großmutter überkommen hat, wurde bei ihren Wahrsagungen von ihrem Manu unterstützt. Dieser Tage wandte sich nun eine der Aristokratie angehörende Griechin an die berühmte Zauberin, nachdem sie vergeblich bei vielen Aerzten Heilung für ihre Leiden gesucht hatte. Katinka sagte ihr auf den Kopf zu, daß sie von bösen Dämonen beherrscht und einem frühen Tode geweiht sei. Erschüttert sank die Dame vor ihr nieder und flehte fie um Anwendung ihrer Kunst au, damit fie diesem traurigen Schicksal entgehe. Katinka ver- I sprach dies und erhielt zehn Drachmen zur Zubereitung ihrer Mixturen. Sie theilte ihrer Llteutin darauf gehetmuißvoll mit, daß unter ihrem Hause ein Schatz verborgen liege, dessen Hebung ein mit Goldfäden umsponnener und in das Meer geworfener Schlüssel bewirken werde. Die hierzu nöthigen weiteren 17 Drachmen wurden der Zauberin bereitwillig von der Dame eingehändigt, und Beide fuhren zur Versenkung des Schlüssels nach Phaleron. Katinka stieg zum Meeres- straod hinab und warf nach ihrer Verficheruug den Schlüssel ins Meer, während die Dame auf sie wartete. Daun begaben sich Beide nach Haufe. Vergebens aber wartete die Dame auf die Wirkung des Schlüssels, den fie in den Tiefen des Meere» vermuthete. Als aber schließlich gar in Folge der gebrauchten Zaubermixturen eine bedenkliche Verschlechterung in ihrem Zustand eintrat, benachrichtete fie die Polizei von dem Geschehenen. Zur großen Unzufriedenheit der dem Aberglauben noch immer stark zugeuetgten Bevölkerung Athens wird Katinka für einige Zeit außer Stande sein, fich ihrer zahlreichen Kundschaft zu widmen. ♦ Die Dispositionen für die Herbstübungen der 2 4. Division find folgende: Regimentsexercieren: Infanterie-Regimenter Nr. 80 und 81 vom 23. bis 30. August bet Darmstadt, Infanterie-Regimenter Nr. 87 und 88 vom 25. bis 30. August bei Schröck (Reg.-Bez. Cassel), Infanterie- Regimenter Nr. 166 und 167 vom 23. bis 29. August bet Mainz, 1. Hess. Husaren-Regt. Nr. 13 und thüriug.Ulanen- Regtment, Nr. 6 vom 17. bis 20. August bet Mainz Bri- gadeexercteren. 42. Infanterie-Brigade, bestehend au- den Regimentern 80 und 81, vom 31. August bis 5. September bei Darmstadt, 41. Infanterie-Brigade (Regimenter Nr. 87 und 88) vom 1. bis 6. Sept, bet Schröck, 83. Jnfanterte- Brigade (Regimenter 166 und 167), zugetheilt derselben auch da» 11. Jäger-Bataillon, vom 31. August bis 5. Sept, bet Mainz, 21. Cavallerte-Brigade (Ulanen 6 und Husaren 13) vom 23. bis 30. August bet Darmstadt Brtgademauöver. 41. und 42. Jnfanterte-Brigade vom 8. bis 12. September im Terrain nordöstlich von Gießen. Die 83. Brigade übt zusammen mit der 41. Brigade. Da- Husaren-Regiment Nr. 13 ist während der Brigademanöver der 41. Brigade, dar Ulanen-Regiment Nr. 6 der 42. Brigade zugetheilt. DaS DivtfiouSmanöver findet in der Gegend von Kirchhain statt und zwar vom 13. bis 20. September. * Weisheiten sächsischer Parlamentarier. In den „D. N." werden einige Redeblüthen aus dem sächsischen Abgeordnetenhaus zur Schau ausgestellt: Diese beiden mündlichen Berichte befinden fich im Druck, werden aber noch heute vertheilt werden. — Wer consumirt die Produkte, die im Allgemeinen auS dem Schwein herauskommen? Der Arbeiterstand. — Ich bitte doch die königliche StaatSregierung, bei Aufstellung de» nächsten Etats ein kleines Auge auf diese Sache zu haben. — Auf den Teichen sind Gondeln angelegt worden. — D rsen Schmerz vermag nur Der zu ermessen, der mit der Acht in sein einkommensteuerpflichtiges Einkommen hineindiotdtrt. — Bitte, mein Herren, lachen Sie! Ich werde die Beweise betbriugen. — Wir haben heute einen neuen Abgeordneten in der Kammer erhalten,- er stammt aus ver- schiedeneu Orten. — Ich glaube recht gern, daß der Herr Bicepräfideut da» Bestreben hat, den Wunsch nach Ruhe zu haben. * 6ln höflicher Redactenr. Man schreibt aus London, 15. Juli: Der sprichwörtlichen Höflichkeit der Chinesen scheinen sich auch die „himmlischen" Redacteure nicht zu entziehen. Selbst fie können natürlich nicht alle eingehenden Manuscripte abdrucken; sie schicken sie aber nicht zurück mit einem groben „Unbrauchbar" oder kalten „Mit Dank zurück", sondern träufeln zu gleicher Zeit in liberalster Weise Balsam auf die Wunde, die sie schlagen müssen. Die indische „Referec" gibt folgendes Spezimen eines Briefes, der ein zurückgewiesenes Manuskript begleitete: „Erlauchter Bruder der Sonne und des Mondes. Siehe Deinen Diener hin- Bildnisse die Hauptsache gewesen, es ist eine Composttion von Roth in Roth. Vom schwarzrothen Grunde hebt sich das graurothe Gewand der Kleinen ab, und das Ganze, sowohl das Gewand wie der Fleischton zeigen eine seltene Leuchtkraft. Lepsins sowohl als Lange folgen dem Beispiele der Alten und stimmen die Rahmen ihrer Bildnisse auf das sorgfältigste zu dem Gemälde ab. Bei Schulte sah man dann noch von Zeit zu Zeit einige der geistreichen Darstellungen Skarbinas und verschiedene herrliche Landschaften des feinfühligen, tiespoetischen Leistikow. Soll man seinen „stilisirten" oder seinen „schlichten" Landschaften den Vorzug geben? Das ist die oft erörterte Frage feiner kleinen auserlesenen Gemeinde. Ob mit oder ohne Stil — seine Persönlichkeit, sein klares, warmes Empfinden spricht sich in jedem seiner Gemälde aus. Er versteht es, etwas von der Waldesstille und vom Frieden in seine Landschaften hineinzubannen, und dafür sind wir Kinder des „dampfenden" Jahrhunderts, des zerrissenen fin de sidcle ihm doppelt dankbar. Melchior Lechter erfreute uns im Ton wieder durch eins seiner farbenprächtigen, tiefsinnigen Glasgemälde, das zum Schmuck der Villa Messel zu Bernburg a. S. bestimmt war. Als besonderen Vorzug durfte Berlin die herrliche Böcklin Ausstellung betrachten, die in ihrer Vollständigkeit ein übersichtliches, klares Bild von der Entwickelung des Meisters bot. Ueber ihn, den einzigen, der keiner Partei angehört und doch alle Parteien überragt, den Gewaltigen, vor dem huldigend alle Künstler Europas sich beugen, ist seinerzeit so viel geschrieben, daß ich hier nicht weiter auf die Einzelheiten der Ausstellung eingehen will. In den Räumen der Akademie hatte Wilhelm v. Rode eine Ausstellung von Werken des Mittelalters und der Renaissance veranstaltet, die noch eine Menge Besucher herbei- lockte, als schon längst am Lehrter Bahnhofe die große Jahresausstellung eröffnet war. Unwillkürlich forderten die beiden Ausstellungen zum Vergleiche heraus, der gerade nicht zu Gunsten der großen Ausstellung ausfiel. Wie wohlthuend harmonisch wirkte die Renaissance- Ausstellung. Nichts fiel aus dem Rahmen heraus. Gemälde, Teppiche, Gobelins, Bronzen, Möbel und die interessanten Werke der Kleinkunst; alles schloß sich zu einem harmonischen Ganzen zusammen. Unter den Gemälden waren einige Perlen, so eine selten schöne kleine Madonna von Philippo Lippi, eine köstliche Landschaft von Patinier, eine prächtige hl. Magdalene von Quentin Massys, einige ernst schöne Gemälde von Rogier von der Heyden und ein wunderbares Männerporträt vom Meister des Todes der Mariä. Im Allgemeinen ist aber in jeder bedeutenderen Gallerie jeder einzelne dieser Meister mit besseren Werken vertreten. Die Anziehungskraft bestand also wohl hauptsächlich darin, daß wir uns durch die Sammlung in eine Zeit zurückversetzt sahen, wo noch das Volk mitschuf an den Werken der Meister, wo die Kunst dem Leben entsprang und deshalb rückwirkend das Leben durchdrang, wo jedes gute Bürgerhaus seine einfache, aber gediegene, einheitliche Einrichtung besaß und allen falschen Prunk verschmähte. Wahrhaftigkeit, Stolz, Gediegenheit, Freude am Leben und an der schönen Form und Farbe verrieth sich allüberall. Und doch wissen wir, daß jene Zeiten so gut Ihre furchtbaren Geisteskämpfe gehabt haben als die unsere: vielleicht noch einschneidendere. Besaßen denn die Menschen damals nur nicht so feine Nerven als wir oder hatten sie die Kraft, fich durch allen Kampf immer wieder zur Harmonie durchzukämpfen ober aber hat die Zeit mit liebevoller Hand alle Spuren von Zerrissenheit und Rohheit verwischt und in den Kunstwerken für uns Nachgeborene rein und ungetrübt das Beste aufbewahrt, was dereinst aus der Sehnsucht der Völker nach dem Göttlichen und Schönen geboren wurde, wie es unsere Besten noch heute aus gleichem Triebe schaffen? E. E. gestreckt zu Deinen Füßen. Ich küsse die Erde vor Dir unk' erflehe von Deiner Gnade die Erlaubniß, zu reden und zu leben. Dein geehrtes Manuscript hat die Gnade gehabt, das Licht seines erhabenen Anblickes auf uns auszugießen. Mit Entzücken haben wir es durchflogen. Bei den Gebeinen meiner Vorfahren, solches Pathos, solch hohe Gedanken find mir noch nie vorgekommen I Mit Furcht und Zittern schicke ich es zurück. Wenn ich den Schatz, den Du mir geschickt hast, drucken würde, würde der Kaiser befehlen, daß es zum Maßstab gemacht werden soll und daß nichts gedruckt werden darf, das ihm nicht gleichkommt. Bei meiner Literaturkenntniß weiß ich ja gut, daß es in zehntausend Jahren unmöglich wäre, es Deiner Schrift gleich zu thun und deßhalb schicke ich sie zurück. Ich erflehe zehntausendmal Deine Verzeihung. Siehe, mein Haupt liegt zu Deinen Füßen. Verfahre nach Belieben. Deines Dieners Diener Der Redacteur. * Ein alter Tiroler. Man berichtet au» Innsbruck: Ein Zeitgenosse Hofer» lebt noch auf dem Hochegger Hof oberhalb Rtffian im Bezirk Meran. E» ist der 99 Jahre alte Jakob Ptqler, der Högger Jaggele, wie ihn die Leute nennen. Wenn er noch anderthalb Jahre lebt, hat er in drei Jahrhunderten gelebt. Anfang» der zwanziger Jahre übernahm er den Hof, blieb aber ledig, „weil ihm da» Heirathen zu hart war." Bor etwa 20 Jahren überließ er den Hof feinem Pflegefohn. Er kann fich noch gut erinnern, wie fetu Vater mit Hofer gegen die Feinde zog und wie Hofer gefangen au» dem Thal herau»geführt wurde, und erzählt noch gern von jenen Zeiten. Defregger hat ihm vorige» Jahr ein Gewand machen lassen. Al» ich ihn am Pfingstsonntag besuchte, schreibt Plant im „Burggräfler", fragte er mich gleich nach der Begrüßung: „Sein Sie der Hear, der mir sertn dö» G'wavdl Hot- moch'n loff'n?" Ich verneinte die». „Ober kennen tian Sie'n woll?" Da ich von dem Geschenke Defregger'» wußte, bejahte ich diese Frage. „D, noch'r tian Sie mir dön Hearn recht schean grüaß'n und i loß m' viel tausendmal donk'n, i bin sovl froah g'wös'n nm dö» Gewavdl." Er setzte sich dann auf einen Stuhl und verlangte Milch, die ihm ein junge» Mädchen sofort brachte, während ich ihn schnell sktzzirte. Ich fragte ihn, ob er wisse, wer jener Herr sei, der ihm »'Gwandl geschenkt habe. „Sell hon i schon g'heart, daß er a gor a so a be- rüahmt'r Mol'r sei." Ich fragte, ob er ihn gemalt hätte. „Noa sell ntt; ob'r so og'schrieb'n, wie Sie jatz tian, Hot 'r mt schon a." Der Jaggele ist, ohne sehr groß zu sein, ein interessante, imponirende Figur und in Bewegung und Rede lebhaft. Er hat einen ausdrucksvollen schönen Kopf, der von langen, vollen weißen Haaren umrahmt ist. Den Bart hat er fich selbst am Pfingstsonntag mit einer Scheere geschoren, und zwar so, daß ich glaubte, er währe vor ca. zwei Tage« rafirt worden. Seine blauen Augen haben die Sehkraft schon theilweise verloren, auch hört er nicht mehr recht gut. Sonst ist er aber noch gesund und munter. Wissenschaft, Literatur und Aunst. — Die Umschau. Uebersicht über die Fortschritte und Bewegungen auf dem Geiammtgebiet der Wissenschaft, Technik, Literatur und Kunst. Jährlich 52 Nummern. Preis vierteljährlich Mk. 2 50. Postzeitungspreisliste Nr. 7362. Verlag von H. Bechhold in Frankfurt a. M., Neue Kräme 19/21. In der neuen Nummer der „Umschau" zeigt uns W. S. Houston, welche Blüthen das amerikanische Zeitungswesen treibt. Die automatische Telephonverbindung ist eine Neuerung, deren Einführung auch in Deutschland nicht mehr lange auf sich warten lassen wird. Wie wir aus der „Umschau" erfahren, wird jetzt in Philadelphia eine Anlage von 10000 Telephons nach diesem System erbaut. Der Vorzug desselben besteht darin, daß man nicht mehr ein Telepdonamt anzurusen hat, um mit Jemanden in Verbindung zu treten, sondern man drückt auf die am Telephonkasten angebrachten Nummern und stellt selbst auf diese Weise die Verbindung ber. Berücksichtigt man, daß das automatische System um ca. 50 pCt. billiger arbeitet, daß in Folge dessen die Telephongebühren wesentlich ermäßigt werden können, daß man jederzeit, auch Nachts, das Telephon benutzen kann, daß nicht, wie jetzt der Fall, die Hälfte der Gespräche von den Telephonistinnen auf dem Amt mit angehört werden, so wird man begreifen, welche großartigen Vorzüge dieses System besitzt. — Von größeren Aufsätzen seien noch die Topographische Aufnahme der Binnenseen von dem bekannten Seenforscher Dr. Halbfaß, Die wissenschaftlichen Arbeiten des Fürsten Albert von Monaco, und die Thätigkett der physikalisch- technischen Reichsanftalt erwähnt. — Deutscher Soldatenhort, Jllustrirte Zeitschrift für da» deutsche Heer und Volk. Herausgeber: General-Lieutenant z. D. H. v. Below. Preis pro Quartal Mk. 1.80. Verlag von Karl Siegismund, Berlin SW., Dessauerstr. 13. 9. Jahrgang, Nr. 30, erschien soeben und enthält: Ein Tag aus dem Leben König Friedrich Wilhelms I. von Preußen. Von Max Htltl. Ein erster und letzter Tag an Bord eines Schulschiffes. Von Vice-Admiral a. D. Reinhold Werner. (Mit Abbildung.) — Dienst tm Kriege. Von General d. Inf. z. D. v. Kretschman. — Besuch preußischer Offiziere in Joseph- iadt. (Mit Abbildung.) — Aus dem Dienstleben des Kavalleristen. Von Oberstlieutenant der Cao. a. D. v. Sanden. — Skizzen auS dem Leben des russischen Soldaten. Von Karl Tschorschewski, über- etzt von Hauptmann Küste. — Der Herr Offizierbursche. (Bildertext.) — DaS Vorherbestimmen von WitterungSverhältnissen nach Beobachtungen aus der Natur. Zusammengestellt von G. W. Geß- mann. — Vom Kriegsschauplatz. (Mit Abbildung.) — Vaterländische Gedenktage. — Neue Bücher. — Splitter und Funken. — Briefkasten. — Inserate. — Aus München schreibt man: Wilhelm Volz ist zur Zeit mit der Vollendung eines höchst eigenartigen Werkes beschäftigt. Zu einem Singspiel, dessen Gegenstand Albrecht M. Bartholdy einer alten Maler Müller'schen Idylle entnahm und zu einer heiter an- muthigen Dichtung umgestaltcte, hat Bolz die Musik geschrieben und eine Reihe von Zeichnungen in Lithographie ausgeführt. Ein Theil davon ist in der diesjährig-» Secession ausgestellt, das Werk selbst wird unter dem Titel „Mopsus, eine Faunscomödie", zum Herbst d. I. in Buchform erscheinen. — Die an egyptologischen Werken überaus reichhaltige Bibliothek des Professors Brugsch Pascha ist von der Buchhandlung Gustav Fock in Leipzig erworben worden. Bestellungen auf den Katalog, der sich in Vorbereitung befindet, werden schon jetzt entgegengenommen. 511 ble ® ? •* , ej auf uns e M ^gen. >'°-ch Ä N* Ä* * «Uw > ■* befehl. h't M iei Mei»-,. * w«lfl «Mm «tfa „X8’® *b®«l »dÄVB14 S-;w L-L>Z?r 5'5 •■*.«:■ 2?^ »*« M gut rrivvnv, wie ;V00 ®it Hoftt «, « ft ®‘ '* °'i l,J?‘ 00,10,8 Ich * £ « Wne^lonntci ^SlSfltl-, fragte er mij «h fette böl r'wM Hit ioü?* Deftegger'S wußte, bejaht, l hmu recht scheau grüaß a it’n, i bin foil fxoaf) 8'o^c Stuhl unb verlangte Bt, nt brachte, wahrend ich thc ob er wisse, wer jener Hm habe. i daß er a gar a so a k ilt hatte. schrieb'u, wie Sie jah tlan hr groß zu sein, ein b? ud in Bewegung unb Rei, iclltn Duerr Kops, der Dt: mhrnt ist. Deu Satt hu lit einer Scher" Mur» : uäjri bot ca. Mi W Angen Haven b\t Sehkraft iit ix niiit «ehr recht rb munter.___ jtur «n» Amist- Mr Ml go*«t< mb $« kWW1ÄÄ"Ä $ie|§ v-lt^Krlich M. 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