Mi 0 sehe lerMeiei *) •ich* , £•*** Buchhandl. tter «* SuH-LLL »llle, S in d-r &&*** rtionen litt M «werke rtttbvdm, PißoirS«. „unbG, in unübt* ,r Ausführung. MMP- Nr- 50827) :c,r ;,Vkh** __ 7281 ^Miichfäbrike? en. 00,000 Liter. !1 R0,de“e MedalUen. KiniemeM ilchpnlver) en von den ersten Autoritäten npfohlen und ist das beliebteste s'e Nahrungsmittel für kleine ier und Kranke. Jndernahrung reinste Schweizermilch. Membrung ihrt und stets zuverlässig. * ^ndernahrung rdaulich, verhütet Erbrechen uns erleichtert das Entwöhnen. Kindernahrung :m gern genommen, ist schnell einfach zu bereiten. er heissen Jahreszeit, in der jede • Nährmittel für kleine Kinder. WEN-HANDLUNGEN. 7*1 ^nrrab« ,2i* enM - Staunte 18 , Juli lSSs. 1881 ■* K < irt m3 ist flfi 1511 Iß! 11 r. ** L CH iWcH* „ ° «f Asc 18 Ä KSÄSiK- 1898 omitag beit 24. Juli Erftes Blatt Nr. 171 Heneral-Anzeiger Alle Anzrigen-LermiNlungSstkllen de« In- und »ustandet nehmen Anzeigen für den G'eßener Attzetger entgeye. Vet Postbezug 2 Mark 50 Pf», vleltcljahrltch. frfcAetnt ILflN-st mit Ausnahme des Montag«. peiufltyrcU ob ■ :n|äurftdi _» Mu t -X) Pt» monatlich 75 Pf^ mit Brtngerloh». Die Glehenrr >emlfienß fd111 r werden dem Anzeiger Wöcheutr.ch viernial beigelegt. Unuahme von Anzeigen zu der Nachmittag« für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi« Darm. 10 Uhr. Amts- und Anzeigcblntt für beit Tireis Gisste«. Gratisbcilagk: Kießmer Familienblätter bare Rolle gespielt zu haben. Dieser abstattet. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schnkstraße Nr. 7. sollen, daß der Fluchtverbächtige im Laude, nöthigenfallS selbst in ®e®al)tfam blieb. Die P°li,ei scheint wieder eine fonber. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße». Fernsprecher Nr. 51. Ausland. Bien, 22. Juli. Anläßlich der Anwesenheit der Mit- „lieber de» Verbandes der deutschen Bäcker. Genossenschaften „Germania" zum Besuche^ der JllbilLumSfeierltchketten richteten die österreichischen Bäcker- meister ein Begrüßung»-Telegramm on den Deutschen Kaiser, die deutschen Bäcker eia solche» an den Kaiser $ T ° 22? Juli. ES verlautet, der Untersuchungsrichter Bertulu» werde in die Provinz versetzt werden, da die Art und Weise, wie er die Untersuchung gegen Esterhazy geführt, angeblich seine Unfähigkeit zu größeren Ausgaben grzeigt hat. Paris, 20. Juli. Zola ist nicht geflohen! Er ist nidjt geflohen, sondern nut abgeretst. Er nahm ein Rund- retsebtllet mit 60 tägiger Giltigkeit. Daraus ersteht man, daß et in der Sommerfrische nut Kraft zu neuem Kampfe schöpfen will. Er selber erklärt in der „Aurore": Ihm liege daran, Zeit zu gewinnen und daS Urtheil, daS ihm ein Jahr Gefänguiß anferlegt, nicht sofort zugestellt zu er. halten, wrtl er sonst nur fünf Tage zur Berufung hätte und wahrscheinlich schon im August wieder vor da» -Schwurgericht müfetr Btvor er wieder vor die Geschworenen trete, wünsche „ Esterha-YS Schuld gerichtlich feststelleu zu laffeu und ferner vom Lasia.tonShofe daS Recht zur Aufrollung der ganzen DrryfuS-Affatre zu erlangen. Kein wohlmeinender Menfch kann ihm da» verdenken. Nicht Furcht hat ihn zur Flucht bewogen - auch nicht zum Vergnügen ist er verreist, sondern aus Opferbereitschaft für die Sache, der er sein Leben geweiht hat, geht er in die Sommerfrische. Mögen die Zeitungen der „Eavagne", d. h. der um Cavaignac gesch°°rten Dictaturpartei, die jetzt die Nachfolge der ,,Boulange über- nimmt, noch so höhnisch hinter dem Reisenden h»l°chm w r stimmen ihm bei und bedauern nur, daß wir e» nicht ebenso machen können wie er. Zola läßt un8, indem er scheidet, in einer argen Patsche zurück, denn nun geht die Dreysu»affaire erst recht auß dem Gebiete der juristischen Streitigkeiten in Me Politik über. Der Ministerpräsident und Minister de» Janerv Briffon wird verantwortlich gemacht, weil er den Berurtheilten über die Grenze entkommen und den Proceß mit sammt der ganzen DreyfuSagitation auf» Nene verschleppen ljeß, obgleich er mit seiner Polizei hätte auspafsen stch iM ---O--o- - — , q- M Boulanger au» dem Lande hlnauSgrgranlt hatte. Kein zose läßt sich etnreden, daß fie nicht auch um Zola» Reise gewußt und dazu selbst geholfen habe. Für fie ist e« 1- etne B quemltcbkeit, wenn ein Störenfried weniger in Frank- reich weillt. Jetzt spricht man davon, die Kammer extra einzuberufen und den Ministerpräsidentin zur Rede zu stellen. So schlimm wird e» hoffentlich nicht kommen. Aber ziemlich allgemet i nimmt man au, daß Briffon, der sich in seiner Ehrlichkeit nicht wehr zu helfen weiß und über dessen Kopf hinweg andere Minister regieren, vom Amte zurücktreten werde. Die Radikalen selber scheinen, wie nach den unglücklichen Wahlen, die er im Jahre 1885 geschehen ließ, von ihm abzufalle« und an seiner Stille einen anderen Mann zu wünschen. Sie geutren sich zwar, sofort zur Mtnisterprasi- deutschaft de» KriegSmtutster» zu rathen, weil daß einem spanischen Pronunctamtento doch zu ähnlich sähe- sie möchten den retu bürgerlichen Anschein noch wahren und hoffen daher, daß Bourgeois in sanfter, unverdächtiger Weise au»führe, was Cavaignac vorhat. So bereitet fich mitten im Sommer eine Krisis vor, die um diese Jahreszeit beispiellos und geradezu unnatürlich ist. So lang die Republik besteht, hatten die Parteien wenigsten» die HundStage, wtnu auch sonst nicht viel andere», respcctirt. Jetzt qerathen wir in die Doppe' gluth der Sonne und der politischen EntschetduugSkämpse, während Zola, der Glückliche, die Sommerfrische genießt. 3Jie 9?« London, 22. Juli. Den „Financial New»" zufolge erfolgte der Abschluß eine» Hande iso ertrage» zwischen Eytna und dem Congostaat. Letzterer beabsichtigt, etne starke Einwanderung von Kuli» au den Eongo zu organifirrn. ,, . . Oporto, 22. Juli. Durch die Explosion von drei Dampskeffelu brannte in Lissabon ote Oelfabrik von eamb.ti total nitbtt. lieber 20 arbeitet wurden schwer verletzt. __________ Locales und ProvinzreUes. Steßen, 23. Juli 1898. Amtlichem Theil. ©efanbene Gegenstände: 1 stlberner 1 Broche, 1 Zwicker, 1 Armband. 1 nnachter Ring, 1 Porte- monnaie mit Inhalt, 1 Regenschirm, 1 Spazierstock, lvtr°h- Hut, 1 Kinderschirm, 1 Tascheomeffer, 1 Gürtel, 1 Stück braune Kordel, 1 Weckbeutel, 1 Peitsche und 1 Leiter. Zugeftogeu: 1 Zeisig und 1 Ente. Gießen, den 23. Juli 1898. Großherzogliche» Polizeiamt Gießen, v. Bechtold. •* Eäugervereinigung. Einigkeit macht stark! alte, wahre Spruch hat sich am Zutrrff-ndsten bet un» Deutschen bewiesen, und, abgesehen von den polit'schen Erfolgen, haben die deutschen Sänger damit die besten Erfahrungen gemacht. Wie tu anderen Orten bestehen auch in Gießen eine übergroße 3°hi äRänner.®ef an« t>er einen, leider größteutheil» mit so schwachen Beständen, daß fie allein gar nicht in der Lage find, fich erfolgreich an größere Aufgaben zu wagen. Da aber da» Streben nach solchen unleugbar vorliegt, so sucht man schon seit Jahren nach einem festen Bindemittel, da» die kleinen Vereine, wenn auch nur sporadisch, zu einem Ganzen fügt. Da» Mittel, welche» un» Deutsche politisch e'nizte, dü.fte doch einen zu harten Kitt für die Sanger bilden, und da hat man denn zu allerhand Surrogaten greisen müssen, die zwar nicht Alles geleistet, aber vorübergehend ge- halten haben. Zu denen, die festen Stand zu halten scheinen, gehört die Gießener Sanger-Bereinigung, bestehend aus den Vereinen „Bürgergesellschaft", „Harmonie", „Liederkranz und „Sängerkraoz" unter Direktion Don granji®auer. Vereinigung ist zwar erst einige Jahre in Thatigkeit, hat aber trotzdem schon namhafte Erfolge aufzuweisen, und zwar vor allen D ngeu nach der musikalischen Seite hin, wa» dem ernsten Streben Franz Bauer- in erster Linie zu danken ist. Beim Lurufest 1895, bet dem Jahrestag der Aufrichtung des Deutschen Reiches 1896, im gleichen Jahre bei der FtiedenSseter und dem Gleiberg-Concert, im 3°hre 1897 bei Kailer Wilhelm» 100jährtger Geburtstagsfeier und noch im verfloffeuen November bet der Jubelfeier de» Hai bte Sminigung bollgilti,- Setneife hre» «8="en6 Beliefert. Jetzt geht man einen Schritt weiter und will, nicht zn oft, aber doch regelmäßig, in längeren Zeitspannen sich folgende Bersawrnlungiabende feftfegen: Der erste Me er Abende findet am Montag, um 8 Uhr beginnend, Im „Wo sophenwald" statt. ES sollen vorlavstg keine hochuothpeiu lichen UebnugSabende sein, sondern ^^kr GelernteS wird re- peiirt werden. Im Anschluß hieran dürste e-nicht un- inteteffavt sein, zu erfahren, daß der tüchtige Biedenkopfer „Männergesangveretu" seinen ^^^ner Gesangfreunden im ^Ltederkranz" am Sonntag tu SteiuS ©orten einen Besuch - i •• Der 19. Berbaudriag deS Bundes deutscher Buchbinder- ... - i;...... - Frühling 1889 vergnügt die Hände al» fie 8 8£r.anBb(ungen be6 Berbaud-tageS im Insel- A.,1 h,m 9nnhe binaueaeatQUlt batte. Kein F I »Jsarlust". ^Dte Tagesordnung umfaßt Haupt, sächlich interne BundeSangelegenheiteu. Der Betuch gerade dieses verbanbstages empfiehlt sich den Buchbindermeisteru beiouderS im Hinblick darauf, daß auf der zur Zeit in München stattfindendeu 2. Kraft- und ArbeUSwaschlnrn-Ausstellung bte Vuchbtnderei-Maschtneu Industrie in der hervor- „gendsten Weise vertreten ist. Dieselbe ist ober auch rot ent- lich erleichtere durch da» Entgegenkommen der boy "scheu und württembergischen Eisenbahn Verwaltung, da» darin besteht, daß die auf allen Stationen Bayerns und Württemberg» SamStagS und Sonntag» gelösten einfachen Fahrkarten zur freien Rückfahrt innerhalb zehn Tagen berkchngen. Anmeld, ungen von Festlegitimationen find an M. Nagler, München, Bekanntmachung. Die Sperre de» SelterSweg» für Fuhrwerke wird von morgen ab wieder aufgehoben. Gießen, den 23 Juli 1898 Großherzogliche» Polizeiamt Gießen, v. Bechtold. Deutsches Reich. Berlin, 22. Juli. Die „Nordd. Allg. Ztg " tritt der Ansicht entgegen, daß die an der ruffischen Grenze zu Gunsten der Einfuhr russischer Gänse getroffenen Maßnahmen bezüglich de» Treibeverbote» lediglich durch den bekannten Erlaß de» russischen F.nanzminister» wegen höherer Der- .olluog gewiffer deutscher Maaren veranlaßt worden seien. EL sei lediglich ein Zufall, daß bte russische Finanzverwaltung zu derselben Zeit Regresstvmaßregeln ankündtge, wo fetten« einiger preußischer Rrgierung-präfibrnten dir besagten AnS- nahme-versügnngen getroffen wurden. Die „Nordd. Allgem. Zrg." fügt hinzu, daß fie in ihrer Erwartung, bah bte wegen ber Differenzen auf wirthschaftlich.politischem Gebiete gepflogenen Unterbonblnngen zwischen Rußland und Deutschland zu einem zufriedenstellenden Ergebntß führen würden, nicht cet6nf*t worden seien. Köln, 22. Juli. Der „Köln. Ztg." wird au« Peter»- bürg gemeldet, baß die russischen Zollmaßnahmen vicht vor dem 29. d. M. in Kraft treten. z •• Der Znunngiverband deutscher Bauwerk-meister hat, einer Anregung au- betheiligten Kreisen folgenb,^bte Festsetzung und Einsührung von Normalprofi9m für Bau- Hölzer beantragt. Die hierüber gepflogenen Verhandlungen Haden zur Feststellung von Normalprofilen für Kanthölzer und Schntttmaterial (Bretter, Bohlen, Psosten, hatten) ge- führt, deren Einführung bei staatlichen Bauten vom Minister der öffentlichen Arbeiten verfügt worden. *• Unter dem Titel „Einige wichtige Thatsacheu über Genf hat die Genfer Hotel-Beretniguag ein mit vielen ^ustravonen geziertes Werkchen herausgegedeu, welche» alle» für ®dud)er der Stadt Genf Wiffrnöwexthe enthält. Da» Re sebureau Schottenfels L Lo., Frankfurt a. M., verabfolgt diese Brochüre an Jniereffenten kostenfrei.________________________ vovmischtes. • Halle a. S, 21. Jul». Einem bedauerlichen Un- glück»!all auf demFechtboden fiel ber stud. Fritz Sichnock au» Dubweiler in ber Rheinprovinz hier zum Während be» Fechtens flog ihm bte abgeiprnngene spitze eiaeS Rappier» in den Mund, waS eine erhebliche Verletzung zur Folge hatte. In der Klinik trat bann noch die sog. Springrose hinzu, so daß der hoffnungsvolle junge Mann heute dem Ungiückrfalle erlegrn ist. Der verstorbene war Mitglied der Burschenschaft Salingia. # * Au» Koblenz berichtet ein Leser ber „Köln. Ztg. den folgenden neuen Schulwitz: Beim Anschauung-untericht I in der höheren Mädchenschule wurde von einem kleinen Mädchen al» eine Eigenschaft deS Hahn» sein Stolz her o - I gehoben. Auf die Scherzfrage der Lehrerin, worauf der Hahn denn wohl stolz sei, erfolgte die Antwort: „Weil er keine Eier zu legen braucht. ♦ Biceadmiral Werner über den Untergang der „®ont goane." 50a» Unglück, da» Bor »enigrn lagen dm ran* M.chm Dampfer „8 ourgogne" b-iroffm otlcgtmubr bte Rrage nahe, ob -« riebt möglich fei, berart.ge «oiaftrophm m verm-idm. Der „«°turnet Anzeige,' Hat fich nun in tiefer Sraae on den Bleeadrnlral RUnhold W m-r gement,t, ter fich eingehend darüber geäußert hat. Der erfahrene Seemann weift zunächst bte mehrfach aufgeiauchie Meinung al« höchst ue-wahrfchetnlich zurück, al« fei b« der Colliston noch ein brüte« Schiff beiheiligi genttfen und fd£t bann fori- „Die Eifenhaui ber Paffageerdampfer 'st mä6k sehr dünn, da fie selbst bei schweren UanSer(4iffen nur 2 bi» 2Vi 6tnlimtter beträgt. Wenn nun, »ie im oorllegenben Falle, ein tfefoelabene« Schiff mit fe -'-" dord-r. fteven mit Fahrt dagegen anrennt, so kann die dünne Ham fehr leicht durchstoßen werben, namenti» wenn der Stoß zwischen zwei Spanien (Rippen) statifiobet. - Durch die icht-.elle Fahrt der „Boutgogne* — e« "'^t, fik h-be 18 See- ober 4'/. deutsche Mellen in der Stunde gemocht - hnn dann aber sehr leicht die Dom Oegeniegler gemachte Oeffaung bedeutend weiter aufgetiffen und dadurch da« fchnelle Sinken vtrut sacht fein. Eme ganz ana!logt ung baden wir ja auch bei dem Sinken der „E be Don bet Houbarg.Amerika.Lmle gehabt. Die „E.be" »ar unge ähr so graß wie die „Boutgogne“ und ber fie anrenaente engl Damps-r auch nur ein Viertel so groß Wie fie. 3” ® i 8 auf ^bre weitere Frage, ob bte tranSatlauttschen Dampfer m^mWr ^en Zusammenstöße -effcheri werden dunen „widere ich, daß der bei Weitem größte Theil utzteten bei Nebel und Nacht» bei sehr unstchtigem W-tter st-ustn e nnb an ihnen hauptsächlich die rasende Fahrt der Schiffe bte Schuld tragt. Die zur Vermeidung von Zusammenstößen erlafleueu internationalen Gesetze find, meiner Ansicht nach, nicht ausreichend. Es heißt in ihnen: „Die Schiffe sollen unter den genannten Witterung-Verhältnissen ihre Fahrt ermäßigen." DaS will aber gar nichts bedeuten. Wenn ein Sapitan, dessen Schiff mit voller Fahrt 20 Knoten macht, es nur 19 laufen läßt, daun hat er die Fahrt ermäßigt und den Buchstaben des Gesetzes erfüllt, aber die Gefahr der Zusammenstöße wird dadurch um nichts vermindert. Bei solcher Geschwindigkeit, namentlich wenn der Gegensegler ebenso schnell fährt, haben die Schiffe bei Nebel und dickem Wetter durchaus keine Zett, sich auszubiegen, denn sie nähern sich daun in einer Secuude um 20 Meter. Sollten sie sich auch auf 200 Meter sehen, so ist diese Entfernung in zehn Secunden abgelaufen und sie sitzen in einander, weil in diesem Zeitraum weder gestoppt noch au-gebogen werden kann. E» müßte daher gesetzlich festgestellt werden, daß bei den genannten WitterungSverhältviffeu die Schiffe nur mit einer bestimmten geringen Fahrt laufen dürfen — wie z. B. unsere Kriegsschiffe, denen in solchen Fällen 5 bi- 6 Knoten vorgeschrteben sind, und es müßten die schwersten Strafen darauf stehen, wenn dagegen gehandelt wird. — Leider müssen solche Gesetze, um zu wirken, international sein, und daß erschwert ihr Zustandekommen sehr erheblich, wenn auch die Humanität gebieterisch verlangt, daß solchen Massenmorden ein Ziel gesetzt wird, die nur Folge de- ConcurrenzuetdeS find, um nur ja gegen Concurreuten nicht ein paar Stunden von der Reisedauer einzubüßen. Die unglücklichen Lapitäue tragen ja die geringste Schuld, sie müssen den Befehlen ihrer Rheder gehorchen, wenn sie nicht brodlo- werden wollen, obwohl sie zunächst ihre Haut zu Markte tragen, deshalb müßten die Rheder für all da» Unglück haftpflichtig gemacht werden, wenn sie nicht Nachweisen können, daß sie ihren Capttänen die strenge Innehaltung solcher Bestimmungen befohlen haben. Handelt dann aber ein Capitäu gegen diese Befehle, dann ist er der allein Schuldige und muß auf da» Schärffte bestraft werden. — Meiner Ansicht nach ist e» Sache der öffentlichen Meinung, mit aller Kraft darauf zu dringen, daß da» bestehende Gesetz, welche» erlaffen wurde, al» die schnellste Fahrt der Dampfer noch 12 Knoten betrug und damals noch einigermaßen ausreichte, jetzt aber bei der doppelten Fahrt durchaus nicht mehr genügt, geändert und durch ein beffere» ersetzt wird." — In der That liegt der Mangel der bestehenden Vorschriften in dem unglücklichen Au-druck: „Die Schiffe sollen ihre Fahrt ermäßigen". DaS verpflichtet zu gar nichts und kann eine Sicherheit der Reise nicht verbürgen. ES muß in dem auzuftrebenden Gesetz klargelegt werden, welche höchste Geschwindigkeit bei Nebel und unsichtigem Wetter zugelaffeu werden darf. * Billig und schlecht war z. Zt. ein geflügeltes Wort, unter welchem die gesammte deutsche Industrie zu leiden hatte. Seit jener Zeit hat ein bedeutender Umschwung in der Industrie stattgefunden; man kann heute sagen, jede Industrie im deutschen Vaterlande hat das Bestreben, jenen Ausspruch nicht zur Wahrheit werden zu laffen. Jntereffant ist nach dieser Richtung ein Circular des Deutschen Treib» riemen-Fabrikanten -Verbandes. Derselbe klagt, daß Leder theuerer geworden und daß nun ein Theil der Fabrikanten die Treibriemen schlechter machen muß, um für denselben Preis liefern zu können. Um dies zu verhindern, hat der Verband einen Minimal-Preis festgesetzt, den jeder Fabrikant nehmen muß, wenn derselbe seinen Treibriemen den Verbandsstempel aufdrücken will. Wo der Verbandsstempel aber angewendet wird, ist der Fabrikant verpflichtet, bestimmte Vorschriften in Bezug auf die Qualität des Leders und der Arbeit zu beobachten. Wer dieselben aber nicht befolgt, für den treten schwere Strafen ein. Jeder Treibriemen-Consument, welcher garantirt gute Waare haben will, darf jetzt nur den Verbandsstempel vorschreiben und, falls er dennoch nicht la. Waare empfängt, sich bei dem Verband beschweren. Dies Verfahren scheint uns geeignet, den deutschen Treibriemen über den Rahmen Deutschlands hinaus einen guten Namen zu geben. * Wer es mit einem Paar neuer Stiefel höchst eilig hat, dem kann mau einen Wiener Schuster empfehlen, welcher folgendes Gewaltftück vollbrachte. Gemäß einer Wette sollte er ein paar Stiefel in den vierundzwanzig Stunden anfertigen, die nach dem Tode des Kalbes vergingen, da» den Stoff dazu lieferte. Am bestimmten Tage wurde beim Morgengrauen das Kalb, da» nicht ahnte, welche Ehre ihm widerfahren sollte, in Gegenwart zahlreicher Zeugen ge- schlachtet und seine Haut unverzüglich in die nächste Gerberei geschickt. Ihre Zurichtung war kurz nach Mittag beendet. Nun bemächtigte sich der Schuster des Leders, schnitt es zurecht, fertigte Schaft und Körper, Absatz und Sohle und gegen sieben Uhr Abends zeigte er die Stiefel fix und fertig vor. So hatte er seine Wette mehrere Stunden vor Ablauf des Termins gewonnen. * Eine euergifche Verordnung gegen „die Dameuhüle im Theater" hat der Alkalde einer kleinen spanischen Stadt erlassen. Der erste Paragraph des bürgerlichen Erlasse» lautet: „Damen, die einer Theater-Vorftellung beiwohnen wollen, müssen niedrige Frisuren tragen. Hüte find überhaupt ver- boten." So mußte e» kommen! * Die Vorfeier zum deutschen Turnfest in Hamburg ist bislang würdig verlaufen. Auf dem Festvlatz waren in letzten Tagen bereits viele Tausende aus Hamburg selbst und der nächsten Umgebung versammelt, um an den mannigfaltigen turnerischen Vorführungen sich zu erfreuen. Am Sonntag wurden von den Hamburger und Altonaer Turnern die Freiübungen vorgeführt, die während der eigentlichen Festtage von mehr als 10000 Mann dargestellt werden sollen. Im Allgemeinen „klappten" schon diese Uebungen recht gut. Besonders bewährten sich die über das große weite und für die turnerischen Darbietungen vorzüglich geeignete Heiligen, geistfeld verstreuten electrischen Glocken, die neben den sicht- baren Zeichen des Festturnwarts den Tact für die einzelnen Uebungen gaben. — Am Montag zeigten ungefähr 3500 Knaben der betreffenden Abtheilungen von 21 Hamburg - Altonaer Turnvereinen ihre für das Fest vorbereiteten Aufführungen. Es war ein munteres, lebhaftes Bild, das noch kaleidoskopartiger wurde, als die Jungen ihre Uebungen an den vielerlei Geräthen ausführten. Hatten schon diese Veranstaltungen viele Zuschauer herbeigelockt, so sah der Dienstag viele Tausende zum Festplatze strömen, um dem Damen- und Mädchenturnen zuzuschauen. Die von den mehr al» 1000 Personen zählenden Damen-Abtheilungen ausgeführten Uebungen zeichneten sich durch außerordentliche Genauigkeit aus. Sowohl die gemeinsamen Freiübungen als auch das Geräthturnen und die sich daran anschließenden Reigen rc. ernteten verdienten Beifall. Auch die Generalproben für das sinnreiche Festspiel erfreuten sich des lebhaftesten Zuspruchs, so daß die den Besuchern der vorjährigen Gartenbau-Ausstellung bekannte großartige Festhalle nicht alle Schaulustige aufnehmen konnte. — Da der Festausschuß die umfassendsten Vorbereitungen getroffen hat, um den weitgehendsten Ansprüchen gerecht zu werden (hat doch gestern sogar ein Probe- Festmahl stattgefunden!), so kann man schon annehmen, daß Alle vollauf befriedigt sein werden, wenn das Wetter, dieser unsichere und so überaus einflußreiche Factor, sich von der annehmbaren Seite zeigt, die es bei der Vorfeier bot. Auf dem Festplatz beginnen schon morgen ein Auskunftsbureau für Eisenbahn-Angelegenheiten und ein Post- und Telegraphen- amt mit mehreren öffentlichen Fernsprechstellen ihren Dienst. Außerdem ist eine Schreib- und Lesehalle eingerichtet, in der fast 300 Zeitungen aus allen Theilen Deutschlands ausgelegt werden. • Kiuderlogik. Eine hübsche Plauderei über die Logik des Kinde», die zugleich manche tiefe psychologischen Beobachtungen enthält, veröffentlicht Dr. Bernhard Münz in dem jüngsten Heft von ProchaSka» „Jllustr. MouatSbänden". Wir entnehmen derselben folgende interrssanteu Stellen: „Weißt Du auch, was unanständig ist?" fragte die gestrenge Mama ihr kleine» Söhnchen, worauf diese» schämig erwiderte: „Wenn Jemand dabet ist Mit Recht bezeichnet der Verfaffer als sehr ergötzlich die selbstherrliche Sprachbehandlung der Kleinen, mit welcher sie für ein Wort, da» ihnen fehlt, ein anderer, bekanntes tu den Dienst jene» Au»druck» zwiogen. So ertheilt der kleine Robert Hamerling seiner kranken Mutter, welche behauptet, daß er irgend Etwa» nicht gesagt habe, die Antwort: „Ich habe e» gesagt- aber Du hast e» nicht gehört- weil Du krank bist, bist Du auf dem Ohr blind!" Wie drollig wird erst diese Dreistigkeit, wenn sie die Begriffssphären des Kinde» verwirrt, wovon der kleine Robert ein drastische» Beispiel gab, indem er seinem jüngeren Bruder Hermann beim Kaffee vorwarf, daß er sich „einen zu großen Lümmel" — ein zu große» Stück Semmel — eingebrockt habe. Drollig genug ist häufig auch da» eigensinnige Festhalten der Kinder au einer Wortvariaute, wie denn der kleine Hermann den Maikäfer geraume Zeit nur als „Mistviehkäfer" zu bezeichnen vermochte. — Wie hübsch find manchmal die naturwissenschaftlichen Anschauungen der Kleinen, welche zwar mit dem System in Widerspruch stehen, aber für den naiven Standpunkt doch eine gewisse Wahrheit haben, wie denn der kleine Robert dir Fliege bei seiner ersten Entdeckung dieses ThterchenS der Flügel wegen ein „kleines Vogerln" nannte. — Ein bemerken»- werther Grundzug des kindlichen Denken» besteht in der Miß- brgierde. Da da» Kmd in der Zett, wo e» zu sprechen anfängt und somit in engere Beziehungen zu seiner Umgebung tritt, einen sehr geringen Schatz von Erfahrungen besitzt, so trifft eS überall auf neue Erscheinungen, welche e» in sich aufnehmen und mit dem vorhandenen Schatz an Kenntnissen zu verknüpfen strebt. In diesem Stadium genügt ihm keine Auskunft mehr, es quält alle Welt mit Fragen nach dem Warum der Warum-, und trachtet, den Horizont seiner Denkens in jeder Weise zu er- wettern. Dieser sich immer mächtiger entfaltende Eau- salttätStrieb des Kinde» ist, was alle Eltern und Erzieher wohl beachten sollten, nur dadurch zu befriedigen, daß es auf die unaufhörlichen Fragen seinem VorstellungSkretse gemäß, die richtigen Antworten enthält. Die Folge davon ist, daß die in späteren Jahren gestellten Fragen immer vernünftiger ausfallen. Werden dagegen die ersteren wie eS leider nur allzuoft geschieht, absichtlich überhört oder absichtlich mit Scherzen und Märchen beantwortet, so ist eS nicht zu ver- wundern, daß eia Kind selbst bet vorzüglicher Anlage alberne und thörtchte Fragen aufwtrft, unlogisch denkt und zur Pflege de- Aberglauben- erzogen wird. Da» einzige Märchen, an da- Preyer seinen Knaben fest glauben laßt, ist daS von dem Klapperstorch, welcher die Kinder bringt. Kann eS jedoch Wunder nehmen, daß diese» Märchen über kurz oder lang bet den kleinen Gedankenhelden Anstoß erregt? Ich wenigsien» finde daS Erstaunen sehr begreiflich, mit welchem ein 3!/2 jähriges Mädchen, auf einen Rtesenelefanten deutend, seine Mutter fragt: „Sag mal, hat den auch der Klapperstorch gebracht?" • Zeitgemäß. Dame (bei der Modistin): „Ich schrieb Ihnen bereit» vorige Woche, mir einen Hut herzurichten, jedoch gesandt haben Sie mir keinen!" — Modistin: „Ent- schuldigen Sie, gnädige Frau, aber Ihre Postkarte ist noch bei der Handschriften-Beurtheiluug!" Auszug aus den Standesamtsregistern der Stadt Gießen. Aufgebote. Juli: 15. Konrad Eller, Streckenarbeiter dahier, mit Margarethe Hartmetz hierselbst. 18. Arthur Hermann Otto Günther, Sergeant zu Gießen, mit Anna Maria Schenk zu Marburg. 19. Dr. Franz Bruno Walther Kinkel, Privatgelehrter dahier, mit Ottilie Margarethe Böttcher zu Großtabarz. 19. Heinrich Paulus Ruhl, Lacktrer dahier, mit Marie Sophie Henkel hierselbst. Eheschließungen. Juli: 16. Sebastian Rödel, K. Reallehrer zu Speyer, mit Bertha Caroline Eugenie Johanna Spengel zu Gießen. 16. Georg Heinrich Eduard Michel, Schlosser dahier, mit Anna Luise Christiane Georgine Günther hierselbst. 16. Wilhelm Martin Brück, Fabrikarbeiter dahier, mit Elisabeth Johann, Lemp hierselbst. 18. Friedrich Carl Wilhelm Ludwig Poly, Secondlieutenant dahier, mit Friederike Caroline Alexandrine Leopoldine Sofia von Meibom hierselbst. 19. Louis Schultheis, Restaurateur dahier, mit Auguste Karoline Renner hierselbst. 20. Heinrich Rau, Magazinarbetter dahier, mit Anna Elisabeth Mattern hierselbst. 21. Otto Hugo Meyer, Kaufmann dahier, mit Johannette Henriette Phtlipptne MalkomestuS hierselbst. Geborene. Juli: 12. Dem Taglöhner Christoph Steih eine Tochter, Lina. 15. Dem Secondlieutenant Gustav Stephan ein Sohn. 15. Dem Bäcker Hermann Strobel ein Sohn, Hermann Eduard. 17. Dem Telegraphen-Asptrant Wilhelm Rapp Zwillingslöchter, Auguste Eva Karoline Ida und Katharina Franziska Maria Gloria. 18. Dem Schmied Johannes Ltehr eine Tochter, Lilli Elisabeth Henny Luise. 20. Dem Schlosser Johann Georg Lehr ein Sohn. 20. Dem Universitäts-Professor Dr. Karl Elbs ein Sohn, Werner Gustav Hermann Hans. 21. Dem Bankier Conrad Dietz eine Tochter. 21. Dem Kaufmann Gustav Ruppel eine Tochter. Gestorbene. Juli: 18. Kirchenrath Karl Christian Cellarius, 85 Jahre alt, Pfarrer t. P. dahier. 18. Susanne Georgine Magdalene Schierholz, geb. Naumann, 63 Jahre alt, Wtttwe von Mustklebrer Georg Schierholz dahier. 19. Johannette Rücker, geb Hardt, 27 Jahre alt, Ehefrau von Landwirth Philipp Heinrich Rücker zu Bermbach, Amt Weilburg. 19. Pauline Pingel, 20 Jahre alt, Arbeiterin von Ahausen, Amt Weilburg. 21. Albert Köchltn, 38 Jahre alt, Buchdrucker dahier. 21. Bertha Sattler, geb. Köhler, 64 Jahre alt, Ehefrau von Rentner Robert Sattler dahier. Auszug aus den Kirchenbücher« der Stadt (Lietzen. Evangelische Gemeinde. Getraute. MarkuSgemeinde. Den 16. Juli. Sebastian Rödel, Königl. Reallehrer zu Speyer, und Bertha Karoline Eugenie Johanna Spengel, Tochter des Privatmanns Otto Spengel zu Gießen. Den 19 Juli. Louis Schultheis, Restaurateur zu Gießen, und Elisabeth Renner, Tochter des Tapezters Gustav Renner zu Gießen. Den 21. Juli. Otto Hugo Meyer, Kaufmann zu Gießen, und Johannette Henriette Phtlipptne MalkomestuS, Tochter des verstorbenen Metzgermeifters Georg Malkomesius zu Gießen. JohanneSgemeinde. Den 16. Juli. Wilhelm Brück, Fabrikarbeiter, und Elisabeth Johanna Lemp, Tochter des Taglöhners Georg Lemp zu Gteßm. Den 17. Juli. Georg Michel, Schlosser, und Anna Günther, Tochter des pensionirten Bremsers Konrad Günther zu Gießen. Getaufte. Matthäusgemeinde. Den 17. Juli. Dem Spengler Karl August Pasbach ein Sohn- Paul Karl, geboren den 2. Juni. Denselben. Dem Taglöhner Friedrich Weber ein Sohn, Karl Konrad LouiS, geboren den 30. Mat. MarkuSgemeinde. Den 16. Juli. Dem Lehrer August Habicht eine Tochter- Wilhelmine Frida Auguste, geboren den 21. Juni. Den 17. Juli. Dem Taglöhner Peter Schneider ein Sohn, Wilhelm, geboren den 12. Juni. JohanneSgemeinde. Den 17. Juli. Dem Schneider Heinrich Klee ein Sohn, Adolf, geboren den 11. Mai. Beerdigte. JohanneSgemeinde. Den 20. Juli. Carl Christian Cellarius, Kirchenrath, Pfarrer in Pension, 85 Jahre alt, starb den 18. Juli. Den 21. Juli. Susanne Georgine Magdalene Schierholz, geb. Naumann, Wtttwe des Musiklehrers Georg Schierholz, 63 Jahre alt, starb den 18. Juli. Brodpreise vom 24. Juli bis 7. August 1898. Der hiesige« Bäcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod...... 2 Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod...... 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod...... 1 „ (2 „ ) „ bei Heinrich Plank . 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod...... 2 „ (4 „ ) „ bei Heinrich Plank . 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot»...... 1 ff (2 „ ) „ bet Heinrich Plank 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrot,..... 2 „ (4 „ ) „ bei Heinrich Plank Der auswärtige« Bäcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod bet L. Stetnmüller, Gr.-Linden L. Schmidt, Gr.-Linden 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod bei Joh. Kd. Velte v. Ktrchgöns L. Stetnmüller, Gr.-Linden L. Schmidt (Großen-Linden) Wtlh. Fabel von Wieseck 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrot» beiJoh. Kd. Velte v. Kirch-Göns L. Steinmüller, Gr.-Linden W. Stetnmüller, Lang-Göns L. Schmidt, Großen-Linden G. Jacoby v. Alten-Buseck 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod bei Wilh. Fabel von Wieseck G. Jacoby v. Alten-Buseck Der Brodverkäufer. Bei den hiesigen Brodverkäufern bestehen dieselben Preise den hiesigen Bäckern. Gießen, den 23. Juli 1898. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen. W wie bet 24 25 46 48 60 62 42 45 44 46 48 70 72 29 58 27 26 54 52 25 24 60 48 v. Bechtold. Verkehr, £cmb* VolksrvirLhschcrst- 23. Juli. Marktbericht. Auf de« heutig« Wochenmarkt kosteten: Butter pr. Pfd. X 0,90—1,10, Hühnerei« pr.6L6—74, 2 St. 11—13 Enteneier 2 St. 14—15 A, Gänse- eier pr. St. 12—00 H, Käse 1 St. ö—8 Käsematte pr. St. 3 X Erbsen pr. Liter 20 4}, Linsen pr. Liter 32 4, Tauben pr. Paac X 0,70 bi» 0,90, Hühner pr. Stück 0,90 bis 1,20, Hahn« pr. X 0,70—1,20, Ent« pr. Stück X 1,60—2,00, Gänse pr. Pfund X 0,00-0,00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 66-74 H, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 62—66 H, Schweinefleisch pr. Pfd. 64 bi« 72 X Schweinr-- fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 76 4, Kalbfleisch pr. Pfd. 60-00 4b Hammelfleisch pr. Pfd. 60—70 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo 10,00 bis 12,00 X, Weißkraut pr. Stück 0—00 Zwiebeln pr. Cmtner 9,00—10,00 X, Milch vr. Liter 16 X Kirschen pr. Pfd. 18—20 X Dauer der Marktzeit von 7 Uhr Morgens bis 1 Uhr Nachmittags. Während der ersten 3 Stunden der Marktzeit darf im Umherziehen nicht feilgeboten werden. Temperatur der Lahn und Lust nach Reaumur gemessen am 23. Juli, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags Wasser 16°, Luft 18°. Rübsamen'sche Badeanstalt. Airch-nbüchm, viebeu. “Wt’ftü le. H^-vnEL°- 15. § K^Stz •tut. S--ZSL 20 äÄ*Ut 1,1 «»«In SÄft.* •tetiflk ute. metnbe. rma Spmgtl, TochlndüPilv- lthriS, Miuxettot zu @|^ $ Tapezini Gustav Rmvn|i >!-Ytr. Kaufmann zu Wg>, ur komefiuö, Tochter deö onstorbevl 1 zu Gießen. ewetnde. r, Fabrikarbeiter, und 6ü|obt ANS Georg Lemp zu ®ie6m. , Schloster, und Anna Günthr Konrad Günther zu Gießen, tste. gemeinde. .er Karl August Mach ein Sost Friedrich Webn eia Sohn, Äc tat. emeiade. :er August Habicht eine Tochlr n den 21. Juni. chmr Peter Schneider eia So-- gemeinde. ber Heinrich Klee ein Sohn, w emeinbe. Cellariu^ Kirchers, P^- U.M. ieOrQ\nt Magdalene Samt!. MmgEchi«h°lr,k3W »reise , 7. August 188ö. M e'tnrtch Plank etnrtch Pl-mk inrich Plank 29 58 , 21 , 26 , M , 52 , 25 , 24 » 60 , 48 , 44 r 46 , 48 . 70 , 72 t mit bd inrich'M^ gXi* lv. taftSfr S: «kW*'- gä* SÄ"”* n Säckern. j MSB on>tebels * itt6^grrfr,l|e,tl sx°5^"" S1**, Neueste Nachrichten. Depeschen bt» Bureau .Herold^. Kolo, 23, Juli. Die „Köln. Zig.4' meldet aal Bad Kissingern In der Veröffentlichung des Kaiser-Tele- gram ms in der „Bayerischen Lande»-Zeituvg" dürfe man eine osftciöse Lippe'sche Auslaffung erblicken. Der Ches- rebacteur der ppe'schen Lande» - Zeitung" weile gegen- wSrtig tu Ktsfiogeu, wo im Juni der Graf-Regent Ernst die Kur gebrauchte. Gleichzeitig war der Chefredakteur der „Bayerischen Landes-Zeitung", Memmtnger, anwesend. Die „R3ln. Ztg." sagt, waS den Ursprung des Streite» anlangt, so unterliege es keinem Zweifel, daß der Graf-Regent schlecht berathen war, als er diese Forderung ausstelltr, die fich weder au» der besonderen Convention Preußens mit Lippe-Detmold, noch aus allgemeinem militärischen Brauche rechtfertigen lasse. Wien, 23. Juli. Der „N. Fr. Pr." zufolge dürfte der Reichsrath ia diesem Jahre nicht mehr eiaberufeu werden. Wien, 23. Juli. Gestern fand ein Mtutsterrath statt, dem sämmtliche Minister beiwohnten. In demselben wurde der Inhalt des Berichtes, den Graf Thun dem Kaiser erstatten wird festgestellt. In unterrichteten Kreisen wird daran festgehalten, daß Graf Thun vorläufig eine Berfassungsrevifion nicht vornehmen, sondern danach trachten wird, die Lösung der KrifiS bis zum Herbst zu verschieben. Wien, 23. Juli. Die „Neue Freie Presse" meldet, da» Mindeste für den Fried ensschluß sei die Abtretung Cubas und PortoricoS. Portorico solle entweder Florida etnver- leibt werden oder eine Militär-Colonie werden. In Washington wird die Reife der Cubaner für die selbstständige Verwaltung bezweifelt. Dehhalb soll Euba annectirt werden. Wien, 23. Juli. Die »Neue Freie Presse" erfährt von amerikanischer Seite, Mac Kinley sei fest entschlossen, Portorico um jeden Preis in amerikanischem Besitz festzuhalten, dagegen sei in Betreff Cubas noch nicht bestimmt, ob dasselbe al» Republik anerkannt oder von Amerika annectirt werden soll. Krakau, 23. Juli. In dem gestern beendeten Massen proceß gegen 23 Angeklagte, wegen der in Wtliczka stattgefundeoen antisemitischen Exceffe wurden zwei zu zweimonatlichem Kerker, die Andern zu kleinen Arreststrafen ver- urtheilt. Ein jüdischer Metzger, der in seiner Aufregung den Anführer der Ruhestörer mit dem Meffer bedrohte, wurde gleichfalls zu zwei Monaten Kerker verurtheilt. Paris, 25. Juli. Brisson ist infolge der heftigen Artikel, welche die radikale Presse bezüglich seiner Haltung in der Dreyfus-Angelegenheit gegen ihn richtet zu dem Entschluß gekommen, der unhaltbaren Lage ein Code zu machen und Cavatgnoc zu veranlaffen, seine Demission zu geben, wenn dieser weiteren Widerstand gegen die Aufklärung in der Esterhazy-Angelegenheit machen sollte. Genf, 23. Juli. Die ansstävdischeu Maurer haben dir- Arbeit wieder ausgenommen, nachdem die Strikendeu die Vermittelung der Regierung angenommen haben. Der italienische Socialistenclnb wurde geschloffen. London, 23. Juli. In Hoskreisen läuft das Gerücht um, daß der Prinz von Wales nicht nur die Kniescheibe gebrochen hat, sondern daß auch da» Schienbein zerschmettert ist. Da der Prinz seit Jahren Diabetiker ist, befürchtet man das Schlimmste. Madrid, 23. Juli. Die Amerikaner find bei Manzanillo gelandet. Zwischen den amerikanischen und spani- scheu Truppen entstand ein heftige» Feuer. Genaue Einzelheiten über den Verlauf de» Kampfe» fehlen noch. E» ist jetzt bestimmt, daß Manzanillo von den Amerikanern zu Waffer und zu Lande angegriffen wird. Madrid, 23. Juli. General Polavtela ist au» Barcelona hier eingetroffen und von vielen Generalen und Führern empfangen worden. E» verlautet, daß General Polavirla die Leitung der Regierung übernehmen und Tagafia ablösen werde. 4747 Dr. Kübel Partial- 7437 gez.: Wolf. 2. Chcmssimng, I. 21.: Lchueider. Schwarz. 7439 7405 Garbenteich, am 22. Juli 1898. Großh. Bürgermeisterei Garbenteich. vergeben werben: 1. Pflasterarbeit, ArbkitsvcrstcigerMg. Mittwoch den 27. Juli, Mittags 1 Uhr, sollen folgende Arbeiten auf dem Rathhause zu Garbenteich an den Mindestfordernden entgegen. Lollar, im Juli 1898. veranschlagt zu 228 Mk., veranschlagt zu 205 Mk. können. Beginn des Winter-Semesters am 26. September Prospecte durch den Vorsteher: Große Neckkigerung. Dienstag den 26. Juli und Mittwoch den 27. Juli d. I., jedesmal Borwittags 10 Uhr und Nachmittags 2 Uhr beginnend, werden die Restbestände des G. PH. Fillmanu'schm Waaren- lager» im Verkaufslocal, Markt- straffe 17, gegen Baar,ahlung versteigert. Die Bestände in feinen Glas- und Porzellauwaareu, Nickel, Alfevide re. re. in moderner Fa^on find sowohl für Familien, als auch Wiederverkäufer und Wirth- schäften sehr zu empfehlen. Außerdem kommt eine Parthie Möbel zum Ausgebot. Die Auszahlung erfolgt von genanntem Termine ab bei der G e- meindekasse dahier, sowie bei dem Bankhause Jacob Grünewald in Gietzeu. Rockenberg, den 22. Juli 1898. Großherzogl. Bürgermeisterei Rockenberg. Bekanntmachung. Der cheweröeverein Lollar mit Umgebung 9iebt hiermit bekannt, daß die Sountagszeicheuschule mit zwei Klassen Sonntag den 7. August beginnen wird, und ist hierfür Herr W. Nold, Bautechniker, und Herr Louis Eifer, Modellir, als Lehrer gewonnen worden. Anmeldungen zur Theilnahme am Unterricht nimmt der Vorstand Submission. Die Lieferung von Weißzeug, Bettwerk und Krankenkleidern für die Großh. neuen Kliniken in Gießen soll auf dem öffentlichen Submissionswege vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen und Musterstücke sind auf dem Ver- waltungsbureau genannter Anstalt an den Wochentagen Nachmittags von 3 bis 5 Uhr einzusehen. Offerten mit der Aufschrift „Lieferung von Weihzeug rc." sind verschlossen bis zum Montag den 8. Aug. 1898, Mittags 12 Uhr, unter Beifügung von Stoffmustern an die Großh. Verwaltung der neuen Kliniken einzureichen. Zuschlagsfrist bis zum 20. August 1898. Gießen, den 22. Juli 1898. Großherzogl. Verwaltungs-Direction der neuen Kliniken. 7406 Bekanntmachung. Die Gestellung von Vorspann zur Fortschaffung der Verpflegungs- und Biwaksbedürfnissewährend der diesjährigen Herbstübungen der 21. Division in den Kreisen Frankenberg, Gießen, Ziegenhain und Kirchhain soll an mindestfordernde Unternehmer verdungen werden. Zu diesem Zweck ist Termin auf den 29. d. Mts., Bormittags 9 Uhr, in dem Geschäftszimmer der unterzeichneten Intendantur, Hochstraße 18, anberaumt. Cautionsfähige Unternehmer, welche genügenden Ausweis der Ortsbehörde über ihre Leistungsfähigkeit vorlegen können, werden ersucht, ihre Angebote versiegelt mit der Aufschrift: ,Angebote auf Vorfpanngestellung während derUebungender21.Division" versehen bis zu dem gedachten Termin bei der Intendantur, woselbst auch die Bedingungen zur Einsicht aufliegen, ein- zureichen. 7446 Frankfurt a. M., den 20. Juli 1898. König!. Intendantur 21. Division. 7400 Der Vorstand. Institut von Dr. Kübel. Planmässige und gründliche Vorbildung für alle Klassen höherer Lehranstalten, für das Maturitats-, Fähnrichs- und Einjährig-Frei- willigen-Examen, für Vorprüfungen des Finanz- und Geometerfachs und andere Schul-Examina. Für junge Leute, welche Tags über verhindert sind, ist eine Abendschule eingerichtet, in welcher sie sich in verschiedenen Ab- theilungen für Examina oder den kaufmännischen Beruf ausbilden Bekanntmachung. Bei der stattgehablen 1. Verloosung unserer 31/, %igen Obligationen vom Jahre 1895 wurde das Stück Lit. A Nr. 5 über Mk. 1000 zur Rückzahlung per 1. Cctober d. I. gezogen. 6644 An Stelle des theuren Suppenfleisches verwendet die Hausfrau mit Bortheil ■“ 1 1 """ I wovon ein kleines Quantum nach dem Anrichten genügt, um, selbst nur mit Wasser und etwas Grünem hergestellte Suppen, außerordentlich kräftig und wohlschmeckend zu machen. In Originalfläschchen von 35ipfg. an bei Chr. Wallenfels, Marktplatz 17. Hksßslht Geld-foosk Ziehung den 22. bis 24. August d. I. Nur baares Geld ohne Abzug und zwar Hauptgew. von Mk. 25,000, Mk. 10,000, Mk. 5000, 2 ä Mk. 3000, Mk. 2000, 2 ä Mk. 1000 usw. Loose ä Mk. 1,11 Stück Mk. 10. Porto u. Liste 25 Psg. extra empfiehlt die Haupt-Agentur v. Richard Buchacker, Gießen, Neuen Bäue 11. 7421 1W Gießkannen ***S vorräthig bei 7393 A. Schneider, Ederstraße 6. 7427] Eine Parterrewohnung von 4 bis 5 Zimmern per 1. Oct. zu Derrn. Wo'i sagt die Expedition d. Bl.______ 7428] Logis, 4 Zimmer mit allem Zubehör, zu vermiethen. ___________Franksurterstratze 95. 7415] Sandgasse 46 kleines Logis zu vermiethen. Näheres Schützenstr. 11. 7413] Zwei kleine Logis zu vermiethen. ________________Neuenweg 48. 7402] Eine schön gelegene 3-Zimmer- Wohnung mit großer Mansarde, Bleichplatz, Gartenantheil, mit allem Zubehör, vom 1. October an beziehbar, zu ver- mietben._____________Läberstraße 6. 7387] Der Parterrestock unseres Hauses, 5 Zimmer nebst Zubehör, neu hergerichtet, ist wegzugshalber per 1. October zu vermiethen. Wallenfells & Sauer, ______________________Bleichstraße 4._______ 7388] In meinem Neubau Bleich- straße 19 ist zum 1. October der untere Stock, bestehend aus 5 Zimmern, Beranda und einer Mansarde, sowie das Mansardenlogis von 3 schönen, geradenZimmern, abgeschl.Corridor und Küche zu vermiethen. ___A. Siegel, Löberstr. 26. 7440] Eine 2-Zimmerwohnuntz mit all. Zub. im 1.Stock zu verm. Bahnbfttr.59. 7438] Kleine Wohnung zu vermiethen. __Weserstraßc 5. 7435] Gut möbl. Zimmer mit Cabinet (vor dem Corridor) zu vermiethen. _______Wiesenstr. 2, III (Ostanlage). 7411] MöblirteS Zimmer mit Kost zu vermiethen.Lindenplatz 7. 7416] Stübchen mit Bett gesucht. ____________________Neustadt 47. Zur Anlage einer Ctgarrenfabnk wird ein Haus in Gießen ober nächster Nähe zu miethen gesucht. Offerten mit genauer Beschreibung und Preisangabe unter Nr. 7164 an die Expedition b. Bi. Hiesige Cigarren-Fabrik sucht per 1. 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ZN verkaufen PerWedtnes Verloren © s s cs © s s c8 Q o ö Stets auf Lager. O ET B B B 23 000 Stück In 23/< Jahrei verkamt B 3 Offenbacher Ruderqes-'llschaft „Undine" Ruder-Club „Franken" Schweinfurt. Gießener Rudergesellschaft. B 1 B CD CD w g cd" •1 5" B b" CD5 B und Steinbruderci (Pietsch Erben) in Gießen. Evang. Gottesdienste der Method. Kirche Neuen Weg Nr. 9, Hinterhaus 1. Stock, Eingang ßrlengafse. Sonntag 24. Juli, Vs4 Uhr Nachmittagsr Predigt. Prediger Barnickel Jedermann freundlichst eingeladen. 7397 H. Bernhardt. Die heutige Wummer umfaßt 14 Seiten. btigde9L säf- jRontag8, Scbo» NHenb«$»9 «,ch Nach W LtzkVvttckl E Kltlse Sieheo, ' dahin stattgehab nnö vtdtt eine vttkaost habto, a vrrrin- Sitpo vndi 1. dir 8° M $ 2. bd bt a süi a T b. fl 61 werd autgestelllt 2 flnb, aufgtfon bytlinttin ißt M*M bi lvtrd aalbrfldüd Dn Dimln t @8 wird omttikaulscher mentaie zu k ^rrchru. 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