!I1lNer Rr. 145 Zweites Blatt.Freitag den 24. Juni 1898 trfcheint tägNch eit Ausnahme des Montags. Die Gießener B»«trie«dkS1ter xrben dem Anzeiger »ilcheutlich viermal beigelegt. Gießener Anzeiger MerngApreis vierteljährlich 2 Mark 20 PH monatlich 75 PH mit Bringerlohu. Bei Postbezug 2 Mark 50 Plg. vierteljährlich. I »nähme von Anzeigen zu der Nachmittags für den Atzenden Lag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. Heneral-Anzeiger Alle Anzeigen-BermittlungSstellen de» In« trai nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger eatß-HW Amts- und Anzeigeblntt für den Ttveis Giefzen. Rebodten, Expedition und Druckerei: Kchnlstrnte Nr. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. Adresse für Depeschen: Anzeiger Fernsprecher Nr. 51. cc & Chef 61 -Director IS statt e, JtofM 8. Vati o. 6oafi. j 8. -1415.) w rW1, «»***- lohH6, Jfli 'M..... wi«.»* i. 6«* j«.®* • i.3* vielt 1818: -L«r! a rihlffiMfe. lr. 1$ irihri Maß D. Mangel. Amtllche^ TheiU Nr. 25 der Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 14. d. M. sdM: (Nr. 2490.) Bekanntmachung der Texte verschiedener keichSgesetze in der vom 1. Januar 1900 an geltenden Ztlffung. Vom 20. Mai 1898. Nr. 27 deS Reichs-Gesetzblatt-, ausgegeben den 14. d. M., vv-Llt: (Nr. 2492.) Bekanntmachung, betreffend die Handels- Ziehungen zum Britischen Reiche. Vom 11. Juni 1898. Gießen, den 22. Juni 1898. GroßherzoglicheS KreiSamt Gießen, v. Gagern. Bekanntmachung. Betreffend die Reinhaltung der OrtSstraßeu. Unter Bezugnahme auf § 3 des Local-Reglements vom 10. November 1879 fordern wir die Hauseigeothümer hier- >arch auf, bei heißer, trockener Witterung die vor ihren hrvsern belegeneu Banketts täglich zweimal und zwar Mor- Mi zwischen 6 bis 8 Uhr und Mittags zwischen 12 bis 2 Uhr mit reinem Waffer zu begießen. Gießen, den 21. Juni 1898. Großherzogliches Polizeiamt Gießen, v. Bechtold. Deutsches Reich. Berlin, 22. Juni. Die kürzliche Anwesenheit des Fürsten dva Hohenlohe und des Prinzen Reuß in Paris gaben dem .AmloiS" Anlaß zu interessanten Betrachtungen über die Besserung der gesellschaftlichen Beziehungen irischen Deutschen und Franzosen, oder, wie die Leberschrift deS Artikels lautet, zwischen „ben Preußen und Itr Pariser Welt". Der Verfasser, Gaston Jollioet, erinnert hran, wie diejenigen preußischen Edelleute, die vor dem trüge viel in den Pariser Kreisen ihres Standes verkehrten, wch dem Feldzuge fortblieben. Heute lagen die Dinge ganz wders. Wiewohl ich das an dieser Stelle schon wiederholt Llgeführt habe, hört man es aus franzöfischem Munde doch Feuilleton. Z>er Senior der deutschen Jürsten. Zum 80. Geburtstage bei Großherzogs Karl Vllerauder you bachseu-Weimar. (24. Juni 1898.) Von Dr. Ernst WilmS. (Nachdruck verboten.) Richt nur der Senior der deutschen Fürsten, sondern tn.tr der ältesten Monarchen Europas ist es, dessen 80. Ge- dmtstag am 24. Juni im Schiller- und Goethestaat Weimar Mch begangen wird. Nur der König von Dänemark und Itc Großherzog von Luxemburg übertreffen ihn im Alter um llaige Monate. Doch zählt Großherzog Karl Alexander W zu den Fürsten, von welchen weiter nichts zu sagen blüe als dies. Der Enkel Karl AugnstS, der Schüler ßcvrthes, der Wiederhersteller der Wartburg, der Siegel- wahrer der großen Traditionen Weimars, der Beschützer mt Förderer der Künste und Wiffenschaften, der treu- vwstitutionelle, seine Fürstenpflichten im höchsten Sinne «s.assende Regent, der Mann des deutschen Gedankens — !> steht er vor uns an diesem Ehrentage, nicht bloß vor Seimar, seinem Erblonde, daS ihn auf den Händen trägt, Imbern vor Deutschland, das bis in seine entferntesten smen den Namen Weimar mit Ehrfnrcht und Bewunderung «»spricht. Karl Alexander von Weimar ist — zu seiner Ugsten Ehre sei es gesagt — keiner jener Männer, welche ü m Ruhm auf dem blutigen Schlachtfelde suchen, sondern tu Fürst deS Friedens, der auf dem Schlachtfelde des Geistes Limpft und gefiegt hat, dessen Stirn der Lorbeer des ^nsteSruhmes schmückt. Er war ein Sohu des Johannis- W, da« in die schönste Zeit deS Blühens und Reifens Ml. reifendem Korne, denkender Weife war er geneigt und dem friedlichen Wort! wohl immer wieder gern. „Die junge Generation", schreibt | Jollivet, „hegt weniger Haß gegen Preußen, als die unserige, I weil sie den Krieg nicht gesehen hat . . . Wiewohl die | jungen Leute bereit sind, sich morgen mit Preußen energischer zu schlagen als mit irgend einem andern Volk, Haffen sie doch die Deutschen nicht mehr, und zwar weder als Volk, noch als Menschen. Sie plaudern mit ihnen gern auf der Reise, beklagen sich selten über eine solche Berührung und erklären sogar laut im Eisenbahnwagen oder an der Gast- hofStafel, daß ihnen der Teutone viel weniger räuberisch und unangenehm erscheine, als der Engländer. Dies Urtheil stimmt überdies mit dem unserer im Auslande ansässigen Landsleute überein, die, beispielsweise in Transvaal oder in Egypten, um nur diese Länder zu nennen, ohne Zaudern mit der benachbarten Deutschen-Colonie einen Zweibund gegen daS anwesende Albion schließen. Dies minder schroffe Auf- treten gegen den deutschen Privatmann, daS keinen Verzicht auf die bekannten „Hoffnungen" Frankreichs bedeute, erscheint dem Verfasser nicht nur nicht tadelnswerth, sondern sogar patriotisch: „Ich habe immer gefnnden, daß die seit dem Kriege über den preußischen Privatmann verhängte Quarantäne etwas Weibisches oder, wenn man lieber will, etwas Kindisches hat. Der wirkliche modus vivendi hätte der sein müssen, den die Russen mit uns nach dem Pariser Frieden, die Oesterreicher nach dem Frieden von Villafranca wählten. Wäre es nicht viel geschickter gewesen, gar nicht so zu thun, als wenn wir besiegt worden wären?" Dieses verkehrte Verhalten sei den hier weilenden Deutschen vielleicht unangenehm, aber für daS Selbstgefühl der Berliner schmeichelhaft gewesen. Heute sei diese „gesellschaftliche Politik", den Deutschen als solchen den französischen Unmuth über die vor mehr als einem Vierteljahrhundert erlittenen Niederlagen nicht fühlen zu lassen, mehr denn je angezeigt, da die Weltausstellung herannahe, wo „die Beziehungen zwischen den Kindern des deutschen >unb des französischen Volkes sich vervielfältigen werden." — Der Bund der Landwirthe erklärt in einer Zuschrift an das Wolffsche Bureau: Gegenüber der in der IPreffe verbreiteten summarischen Ueberficht des Wahlergebnisses, die nur einen Candidaten des Bundes der Landwirthe als gewählt aufführt, ist festzustellen, daß in 66 Wahlkreisen die • Candidaten im ersten Wahlgange gewählt worden find, die Der Erdgroßherzog Karl Friedrich und seine Gemahlin Maria Paulowua hatten schon auf einen Thronerben Verzicht geleistet (der 1805 geborene Prinz war bereits nach einem Jahre wieder gestorben), al» am 24. Juni 1818 Karl Alexander zur großen Freude der Eltern und des Landes geboren wurde. An seiner Wiege standen Karl August und Goethe, ja, der greise Olympier ließ ihn bei seinem Eintritt in das Leden durch die Künste begrüßen, deren Dienst er ihn dadurch prophetisch geweiht hat. „Sein erster Blick begegnet unserem Kreise", heißt es in dem warm empfundenen Gedicht — und diesem Kreise blieb er treu sein ganze» Leben. Der Weiwartsche Landmarschall Freiherr Riedesel al» Vertreter der Landstände de» GroßherzogthumS, „in welchem sämmtliche getreue Uuterthanen zu Gevattern gebeten wurden", und Abgeordnete der Jenaischen Studentenschaft waren seine Pathen, als er am 5. Juli Abends im großen Saale des Refidenzschloffes getauft wurde. 480 Jenenser Studenten brachten dem Täufling bei Fackelschein eine Abend- wufik und wurden sodann im Schloßhofe festlich gespeist, denn Großherzog Karl August hielt etwas auf feine Studenten und wurde von ihnen fast wie ein Vater geliebt unb verehrt. An einem solchen Hofe und in solchem Kreise konnte die Erziehung des einzigen Sohnes und Thronerben nur die beste sein. ES war aber auch ein der höchsten Bildung fähiger Character, der sich in dem aufwachsenden Knaben entwickelte. Mit Eifer lag er feinen vielseitigen Studien ob und zeigte schon in frühen Jahren ein hohes, künstlerisches Berständniß. Im Alter von 16 Jahren führte man ihn daerste Mal nach Italien, das seitdem einen dauernden Einfluß auf den kunstsinnigen Fürsten gewann und wo er selbst jetzt noch gern und lange verweilt. 1835 begann er in Leipzig feine akademischen Studien, die er in Jena, wohin er 1886 Übersiedelte, vollendete- am 10. Juni 1837 wurde er für mündig erklärt. Rach einer längeren Reise, auf welcher er an den Höfen von Berlin, Loudon, Petersburg, Pari» unb dem Haag Aufenthalt nahm, verlobte er sich 1842 mit der Prinzessin Sophie der Niederlande und noch im selben Jahre, am 8. October, fand die vom ganzen Lande freudig mit- vom Bund der Landwirthe unterstützt wurden unb sich daher zu dessen Anschauung bekennen. Ferner stehen in 95 Wahlkreisen Stichwahlen an, wo ebenfalls bündlerische Candidaten in diesem Sinne in Betracht kommen. Der Bund der Land- wirthe hat nur in den Wahlkreisen eine eigene rein bündlerische Candidatnr ausgestellt, wo ihm polltisch nahestehende Parteien keinen oder einen ihm im agrarischen Sinne nicht zuverlässig genug erscheinenden Candidaten ausgestellt habe«. — Ueber die Siege der Deutschen bei beit Wahlen in den Ostmarken schreibt der „Graudenz. Gesell.": „Für die Deutschen in der Ostmark, die ein warmes nationales Empfinden besitzen, denen ein deutsche» Herz in der Brust schlägt, ist heute ein hehrer Festtag! In den vier Wahlkreisen Graudenz-StraSburg, Schwetz, Rosenberg.Löbau und Bromberg, welche im deutschen Reichstage durch Polen vertreten waren, haben die vereinigten Deutschen in heißer Wahlschlacht den Sieg errungen. Hoffen wir, daß da» End- ergebniß dieser Reichstagswahlen von dauerndem Werthe für alle Bewohner der Ostprovinzen sei. Möge der bei ben Reichstagswahlen von den Deutschen bethätigte edle Zug nationalen Strebens, der Geist der Zusammengehörigkeit der Deutschen erhalten bleiben, mögen die ideellen Güter nicht verloren gehen bei dem wirthschaftlichen Ringen der Interessen- Bereinigungen!" Frankfurt a. M., 22. Juni. Centralstelle für Obstverwerthung. Die Zeit der Reife betriebener Obstsorten, wie Erb-, Johannis- unb Stachelbeeren, Heibel- unb Himbeeren, Kirschen, Aprikosen, Pfirfiche, Pflaume«, ist da ober stehl nahe bevor, unb wir wollen daher alle Pro- bucenten unb Consumenten wieber auf die Frankfurter Central- stelle für Obstverwerthung aufmerksam machen, die e» de« Verkäufern und Käufern so sehr leicht macht, die Obsternte au den Mann zu bringen bezw. den Bedarf an Obst zu decken. Die Interessenten haben nur das zur Verfügung stehende Quantum oder die benöihigte Menge der Centralstelle anzu« geben, um sofort von dieser mit einer größeren Zahl von Producenteu und Consumenten in Verbindung gesetzt zu werden. Einzige Bedingung ist, daß da» abgesetzte oder erworbene Quantum immer sofort der Centralstelle mitgetheilt wird. E» wird natürlich auch erwartet, daß immer nur gutes Obst geliefert wird; die Käufer sind gebeten, von nicht befriedigenden Lieferungen dem Comiiö Mittheilung zu machen. Gut ist e», gefeierte Vermahlung statt. Eine lange Reihe au» der Initiative de» Volke» hervorgeheude Festlichkeiten bezeugten den Jubel der Weiwarifcheu LandeSkinder. Liszt und Fürstenau spielten, und Rubini sang in einem im Schlosse stattgehabten Festeoncert. Am 8. Juli 1853 folgte Karl Alexander feinem Vater Karl Friedrich in der Regierung de» Landes, bet deren Antritt er fich mit folgender Proklamation an da» Volk wandte: „Wir treten die Regierung mit der Erklärung an, daß wir dieselbe treu unb gewissenhaft, im Einklang mit der Verfassung führen, und überhaupt das theure Andenken an unseren In Gott entschlafenen Herrn Vater dadurch ehren werden, daß wir in feine Fußstapfeu treten, in feinem Sinne regieren und wirken." Wenige Wochen später, bet Gelegenheit der Huldigung de» Landtage», sprach der junge Großherzog fich noch näher über seine hohe Mission von den Pflichten seine» Berufes au». „ES ist das," sagte er, „ein feierlicher, für mich freudiger Act. Er schafft kein neue» verhältniß, er bestätigt nur und sichert die Fortdauer einer engen Verbindung, wie sie, zum Wohle unsere» Vaterlandes, zwischen den Fürsten meines Hauses und dem Volke besteht. Ich bin von der Bedeutung der Aufgabe, die mir durch die göttliche Gnade geworden, lebhaft durchdrungen. Ich weiß, daß sie eine schwere, ich weiß aber auch, daß sie eine hohe unb schöne, daß sie es werth ist, ihr ein ganzes Leben freudig zum Opfer zu bringen. Das will ich! Ich werde stets eingedenk fein, wa» Weimar von feinen Fürsten zu empfangen gewöhnt und auch von denselben zu erwarten berechtigt ist. Ich werde an der Spitze stehen überall, wo ei gilt, da» Wohl meiner geliebten Untertanen zu fördern und zu begründen. Der edle Fürst hat durch die That bewiesen, daß diese Worte ans seinem innersten Herzen kamen. Keiner von Denen, die, obwohl beim Antritt ihrer Regierung vorn besten Willen erfüllt, doch zu schwach sind, um auf die Dauer den Berfuchungen ihrer exclusiven Stellung unb den Schmeicheleien der Streber Widerstand entgegenznfetzen, blieb er allezeit treu der Verfassung de» Lande» und den Traditionen seiner Väter. wenn mit den Anmeldungen nicht zu lauge gezögert, sondern schon vor der Reife von dem erwarteten Ertrage bezw. der benöthigten Menge der Leutralstelle Mtttheilung gemacht wird, damit die Vorverhandlungen vor der Reifezeit erledigt werden können und s. Z. auf Grund der geschehenen Abschlüsse sofort mit dem Versandt begonnen werden kann, denn manche Obstsorte verträgt ja kein lange» Lagern. ES werden auch für Spätobst, insbesondere Aepfel und Birnen, jetzt schon Anmeldungen angenommen. — Ueber die guten Erfolge der Eentralstelle im vorigen Jahre haben wir s. Z. berichtet. Rom, 21. Juni. Gegenüber den heute Nachmittag wieder verbreiteten beunruhigenden Nachrichten über die Gesundheit de» Papstes erklärte Dr, Lappont einem Berichterstatter, diese Nachrichten seien völlig unrichtig,- der Papst sei von dem leichten Anfall von Rheumatismus in des Schultern völlig wiederhergestellt und habe heute Vormittag in langer Audienz den Cardinal Maccht zur Erledigung von Geschäften empfangen. Alsdann habe der Papst einen großen Thetl des Tages in den Gärten des VaticaoS verbracht, von wo er am Abend zurückkehreu werde. Dr. Lapponi bestätigt, daß die Gesundheit des Papstes eine ganz vorzügliche sei, so daß er (Lappont) gestern einen LandauSflug, der den ganzen Tag in Anspruch nahm, machen konnte. Rew-Voek, 22. Juni. Der Torrespoudeut des „Evemrtng Journal" in Key West erfährt, daß Marschall Blanco, nachdem da» Attentat auf ihn verübt worden, den Palast verlassen und sich in eine der Festungen zurückgezogen hat. CocaUt rrnd provinzielles. § Vom Laude, 22. Juni. Wenn auch der Vogelschutz au keine Jahreszeit gebunden ist, sondern stetig während des ganzen Jahres auSgeübt werden muß, so giebt es doch im Laufe eines Jahres Zeiten, in denen Gelegenheit geboten wird, mehr wie in anderen, den Vogelschutz praktisch aus- führen zu können. In einem solchen Zeitraum befinden wir uns jetzt. Die Vögel haben überall ihre Nester gebaut. Wir finden fie mit Eiern oder meist schon mit Jungen besetzt. In erster Linie droht den Erdutstern Gefahr. Bon der scharfen Sense de» Mähers sinkt im Wiesenthal und auf dem Feld- auger der dichte Grasbestand, darinnen so manches Vöglein fein Nestchen angelegt und verborgen hielt. Namentlich find es Feld- und Haubenlerche, die gerne in das FeldgraS ihre Nester bauen, aber auch das Rebhuhn sucht häufig diese Ntstplätze auf. Jedes Jahr zur Zett der Heuernte höre ich von zahlreich tu den Wiesen aufgefuudenen Vogelnestern. Sie gehen aber meist alle, durch die verkehrte Art des beabfich. ttgtes Schutzes zu Grunde. Wird ein solches Nest gefunden, so läßt man fast immer ein paar einzelne Grashalme darum stehen, oder steckt in feine Nähe ein Zweigletn, von der nächsten Hecke geschnitten. Wer nun vermeint, ein solches Nrst genügend geschützt zu haben, der braucht nur ein oder zwei Tage nachher nachzusehen, er wird daS Nest auSgeraubt finden. Die stehen gebliebenen Halme und da- eiugesteckte Heckenreis find dem diebischen Raben, dem mordlustigen Sperber und ihren Vettern ein untrügliches Merkmal, daß es hier Beute zu holen giebt. Ihnen fallen denn fast alle derartig gezeichnete Niststätten zum Opfer. Reiche Beute machen die Raben an den zahlreichen Eiern, mit denen die Rebhühner- vester belegt find, deren man oft 14 bis 20 in einem Neste Sühlt. Wenn man beim Grasmähen ein Vogelnest auf dem Boden findet, dann wolle man nicht nur ein paar Grashalme dabei stehen lassen, sondern wenigstens ein Stückchen von der Brette eines Fußes. Am allerwenigsten aber stecke «an in der Nähe des Nestes ein Abzeichen, welche» st.tS zum Berräther wird. Auch möge man um diese Zeit ein aufmerksame» Auge auf die Feldkatzen haben. ES find dies Jeder nützliche Fortschritt fand in ihm einen eifrigen Förderer, Handel und Industrie, sowie die Landwirthschaft des Landes fanden dir liebevollste Pflege. Wo irgend etwas Nützliche» und Schöne» geschaffen wurde, da erscheint auch bald der Großherzog persönlich, um davon Kenntniß zu nehmen und seine Freude au»zusprechen. Seine Hand ist stets offen für Armuth und Unglück, sodaß er — von seiner Grmahlin in allen seinen Bestrebungen auf da» Hochsinuigste unter- stützt — zwischen Fürstenhau» und Volk ein Verhältniß ge- schaffen hat, wie wir es kaum in einem anderen deutschen Staate wtederfiuden. Mit Eifer und Verstäudniß folgte fein Blick dabei den Erscheinungen der Kunst und Wtffeuschaft. ES war ihm vor- behalten, in Weimar während seiner Regierung eine zweite große Blüthezeit hervorzurufen. Ein Franz Liszt machte Weimar zum glänzenden Mittelpunkt der musikalischen Welt, im Theater wirkte Dingelstedt und brachte eine Reihe bisher unausgeführter Shakespearescher Dramen zur Aufführung, Wagner» Ruhm ging von Weimar au», wo sein Freund Liszt seine Bedeutung durch die glänzenden Aufführungen seiner Opern offenbarte. Die Stadt Weimar verschönerte fich mehr und mehr, die Hochschule in Jena fand die weitgehendste Förderung. Ein» der ersten Werke, dessen Ausführung dem Groß- Herzog am Herzen lag, war die Wiederherstellung der Wart- bürg, der Wiege der Reformation. Der Plan hierzu entstand bereits im Kopfe des siebzehnjährigen Jünglings, doch erst dem Regenten war die Ausführung und Vollendung der schwierigen Aufgabe beschieden. ,(I6 war," berichtet Pfarrer Bürkner in seiner Festschrift zur goldenen Hochzeit Karl Alexanders und der inzwischen verstorbenen Großherzogin Sophie (am 8. October 1892), „eine schwere Aufgabe, die durch mancherlei später vorgenommene An- und Etubaue thetlwets verloren gegangene ursprüngliche Form wieder- herzustellen, aber der Wille des hohen Herrn war bündig und klar dahin ausgesprochen: ,®ie Wartburg soll wieder- hergrstellt werden möglichst treu in ihrer früheren Gestalt, solche Katzen, die im Felde umherstreichen und zeitweilig wieder zum Hause zurückkehren. Nicht der Mäusefang ist eS, was diese Katzen zum Felde zieht, sondern vielmehr der Streifzug nach jungen Vögeln und jungem Wild. Eine Ladung Schrot ist das Beste für solche Feldkatzen. m. Lich. 22. Juni. Der Landtagsabgeordnete Köhler aus Langsdorf hat, wie wir aus zuverlässiger Quelle erfahren, die Petition vieler Kleingrundbefitzer zu Lich, die der Abg. Köhler als seinen Antrag im Landtage eingebracht und infolge dessen er von dem Grafen Laubach tu der Ersten Kammer tu heftiger Weise angegriffen wurde, zurückgezogen. Er begründet die Zurückziehung seines Antrags damit, daß, nachdem er seither die heftigsten Kämpfe gerade wegen der Licher mit der Regierung und den StaudeSherrn bestanden, und fich die äußerste Mühe (und zwar mit Erfolg) gegeben habe, die Sache des Licher OrtSgewerbevereiuS gegen die Behörden zu führen, er durch die Abstimmung bei der ReichStagSwahl zu Lich, gefunden habe, daß der allergrößte Thetl der Licher Einwohnerschaft mit dem Vorgehen und der Person des Bürgermeisters und Abgeordneten Köhler nicht einverstanden sei, somit erscheine ihm die Erledigung des Antrag» in dieser Weise gerechtfertigt. Wimpfen, 21. Juni. Der Großherzog hat für den am 25. Mai geborenen fiebeoten lebenden Sohu de» Land- wtrths Gustav Käser dahier die Patheuftelle übernommen und ein Pathengeschruk von 30 Mk. überwiesen. △ Maiuz, 22. Juni. Mit der Wiederherstellung des ehemaligen kurfürstlichen Schlosses hier, zu welcher von der Stadt wie auch von dem hessischen Staat je 300 000 Mk. schon längere Zeit bewilligt worden find, soll jetzt endlich begonnen werden, und ist SettenS der städtischen Verwaltung der Archttect Rudolf Opfermann hier mit den Vorarbeiten beauftragt. Man erhofft noch einen ReichSzuschuß zu den Restaurationskosten, zu welchem Behufe der bekannte Kunstschriftsteller Domeapitular Dr. Schneider hier eine Denkschrift an den Reichstag gerichtet hat. verurlfshtsO. * Berlin, 21. Juni. Zu dem bereits kurz gemeldeten Unglück auf der Hasenhatde melden die dortigen Abendblätter von gestern noch das Folgende: Der 21jährige Seconde-Lieutenant Erich Wollmann von der 3. Compagnie des Garde-Pionier-BataillouS, ein Sohu de» Major- Wollmann, der von der Etseubahn-Brigade zur Artillerie- und Ingenieur-Schule in Charlotteuburg abcommandirt ist, ging heute (Montag) früh mit zwei Mann zum Uebungsplatz, um unbrauchbar gewordenes grobkörnige- Schießpulver abzubrennen. Der Pionier Uebungsplatz grenzt au die Schießftäude des Alexauder-RegimentS und liegt gegenüber der Stboldstraße, von der ein Bretterzaun ihn trennt. Die Pulver- und Dynamitschuppeu liegen wett abseits von der Straße. Aus einem Schuppen ließ Lieutenant Wollmanu durch die beiden Pioniere zwei je einen Centner enthaltende Fäffer mit Pulver nach dem etwa 150 Meter von der Stboldstraße entfernt liegenden Abbrennplatze schaffen. Während das eine Faß ab- feitS stehen blieb, wurde der Inhalt des anderen auSgebrettet, um auf elektrischem Wege nach und nach entzündet zu werden. Die beiden Pioniere hatten fich schon entfernt, noch weiter weg stand der Posten des UebungSplatzes; der Offizier war allein noch bet dem Pulver zurückgeblieben. Da machte plötz- iich ein dounerähultcher Knall die Luft erzittern, eine unge- heuere Staubwolke wirbelte hoch empor, von den Kiefern des Platzes flogen Aeste krachend in die Luft, au den Häusern der Stboldstraße klirrten und zersprangen Fensterscheiben. Nachdem fich der Staub verzogen hatte, sah mau au der Stelle, au der da» Pulver gelegen hatte, ein Loch von etwa zwanzig Meter Umfang- der Saud war ganz geschwärzt. Die beiden Pioniere, die der Luftdruck umgeworfen hatte, so damit fie ein treue» Bild gebe zunächst von ihrer Glanzperiode im 12. Jahrhundert al» Sitz mächtiger, kunstliebeuder Landgrafen und al» Kampfplatz der größten deutschen Dichter de» Mittelalter», und dann später im Anfänge de» 16. Jahrhundert« al» Asyl Dr. M. Luther» und al» die Stelle, von der der große Glaubenskampf auSging. Lange Jahre hindurch ist in rastloser Arbeit an diesem Werke geschaffen worden. Nun kündet seit Jahrzehnten daS goldbliukende Kreuz vom Thurme der Wartburg, daß die so bedeutung-volle Stätte im Glanze der alten Zeit wiederhergestellt ist, ein Werk, dafür die deutsche Kunst und da» deutsche Kunstgewerbe hoch- bedeutend geworden ist." Von weiterer gesammtdeutscher Bedeutung war die Schöpfung der Monumente zu Ehren der Dichterfürsten Weimar» und ihres Mäceu» und Freunde» Karl August. DaS berühmte Septemberfest 1857 war e», welche» der Enthüllung des Schiller- und Goethe-Denkmal-, de- Wieland- Standbilds und der Grundsteinlegung des Karl August- Denkmal- gewidmet wurde. Im Laufe der Jahre reihte fich eine gewaltige künstlerische That an die andere, da- Museum, die Kunstschule, die Musikschule, da- Goethe-National-Museum, da- Goethe- und Schiller Archiv, da» Liszt-Museum und andere hervorragende Schöpfungen legen Zeugniß ab von dem nimmer ermattenden Idealismus de» edlen Manne», der auch in feinem Privatleben die höchsten ethischen Grundsätze zur Geltung brachte. Seine politische Thätigkeit bewegte fich in den Bahnen der nationalen Idee, wie schon sein Großvater Karl August fie treu gehegt und gepflegt. Im Jahre 1866 bemühte er fich eifrig uw den friedlichen Ausgleich der feindlichen Bruder- machte, au dem Feldzuge gegen Frankreich nahm er Thetl und wandte der Bildung des Reiche» feine warme Theilnahme zu. „Unb al» im BuudeSrath und Reichstag," schreibt Bürkner in der oben erwähnten Festschrift, „bte Dinge in» Stocken zu geratheu brohten und eine unliebsame Verschleppung der Katserfrage einzutreten schien, war er e», der am 7. De- cember 1870 seinen Vertreter in Bnnde»rath durch ein Tele- daß sie fich mehrmals überschlugen, sahen sich vergeblich nach ihrem Offizier um, während die Bewohner der beuachbnev Häuser bestürzt an die Fenster eilten. Von dem Offizier war zunächst nicht» zu sehen, erst nach und nach fand man die einzelne, Theile seine» tn Stücke zerrissenen Körpers. Den Oberkörper fand man an einem Banwe hängend- das Gesicht war bis zur Unkenntlichkeit verbrannt und verkohlt, von der Uotfenc waren nur noch Fetzen vorhanden. Die Beine lagen auf de» Schießplätze de» Alexaoder-Regiment», der linke Arm not ein Thetl der ltnken Brust waren noch 100 Meter weitet geflogen. Alle Theile wurden gesammelt und auf eine Rasenfläche utedergelegt. In einem Umkreise von zehn Metern wäre, die Bäume wie Streichhölzer umgeknickt, au der neuen Dache au der Ecke der Lehniner- und Stboldstraße, und an tir katholischen Garutsonkirche waren Scheiben gesprungen. Ir den Häusern der Stboldstraße erzitterte Alle», auch tu de» Inneren- tn dem Hause Nr. 2 zersprang ein Spiegel, eint Uhr flog von der Wand herab. Merkwürdiger Weise war da» zweite Faß Pulver, da- abseit» stand, nicht explodier, e» stand noch unversehrt, aber mit Saud überschüttet da^ al» wenu mau e» eiugegraben hätte. Wie da» Unglück ent.' standen ist, wird mau mit Sicherhett kaum feststellen können. Nach einer Ansicht wäre ein elektrischer Funke in die ganze Masse auf einmal hiueingesprungeu. Da» ist aber kaum denkbar, weil noch gar kein Strom hergestellt war, e» müßte denn ein Fehler in der weil abseits liegenden Batterie uni Zündvorrichtung vorhanden gewesen sein, vielleicht ist ber junge Offizier das Opfer seiner eigenen Uuvorsichttgkett geworden. Lieutenant Wollmanu hatte, während er bei dieser Arbeit Filzschuhe tragen sollte, Schaftstiefel an, so daß durch Reibung der Stiefel mit dem Saude ein Funke entstehen uni da» Pulver entzünden konnte. * Essen a. d. Ruhr, 22. Juni. Au» dem Tresor der Zeche „Zollverein" wurden in ber vergangenen Nacht 25000 Mk. gestohlen. • Wertheim a. Main, Station ber Linien Wertheim— Lauba unb Lohr—Wertheim, in retzenber Lage am Zusammen- fluß von Main unb Tauber gelegen, erfreut sich seit neuerer Zeit al- Zielpunkt für Ausflüge sowie al- Sommerfrische mit Recht einer stets fteigeuben Beliebtheit. Schon die Stadt selbst mit ihrer alterthümlichen Bauart unb zahlreichen Sehenswürdigkeiten, vor Allem ihrer malerischen Burgruine, einer der umfangreichsten ganz Deutschland», und ber mit kunstgeschichtliq bedeutenden Denkmälern geschmückten Start- kirche lohnt einen Besuch. Nicht minder aber eignet fich Wertheim trefflich zu einem längeren Aufenthalt für Erholungsbedürftige- gute und dabei billige Gasthöfe bieten eine treffliche Verpflegung und vermögen auch gesteigerten Ansprüchen zu genügen. Gut unterhaltene, schattige, mit zahlreichen Ruhebänken versehene Wege tn den unmittelbar an die Stadt anstoßenden Waldungen bieten abwechslungsreiche Spaziergänge. Main und Tauber laden zum erfrischenden Bade (Schwimm- und Wellenbäder), zum Rudern unb zur Ausübung be- Angelsportes ein. Auch für Ausflüge in die weitere Umgebung, in baS liebliche Tauberthal, den schönsten Theil des MainthaleS unb ben Spessart mit seinen herrlichen Walbungen bietet Wertheim ben bequemsten Ausgangspunkt. Universität- - Nachrichten« — Der bisherige Privatdocent in der juristischen Facultil der Friedrich Wtlhelms-Universtiöt zu Berlin, Professor Dr. Konrad Bornhak, ist zum a. o. Professor in derselben Facultät ernannt worden. Braut-Seide v. 95 Pfg. MU" X farbige Heirnederg-Seide von 75 Pfg. bis Mk. 18 65 per Mei. — tn den modernsten Geweben, Farben und DeffinS. Ao Private porto- und steuerfrei ins Haus. Muster umgehend. 9194 6. Hennebergs Seiden-Fabriken (k.u.k.Hofl.), Zürich. gramm anwicS, zum geschäftlichen Abschluß der Kaiserfrage die verfassungsmäßige Beschlußnahme deS norddeutschen Bundestages unb Reichstages durch einen entsprechendkn Antrag herbeizuführen. Am 9. December wurde der so befohlene Antrag vom BunbeSrath, am 10. vom Reichstag angenommen unb auf solche Weise faub die Angelegenheit eine rasche unb willkommene Erledigung." Seitdem hat er sich jederzeit a!S eine der treuesten Stützen des Reich» und feiert Verfassung erwiesen, voll und ganz verdient er daher den Dank, welchen der Landtag ihm zur Feier de» 50jährigen Bestehens der weimartscheu Verfassung am 5. Mat 1866 i« Namen des Landes auSfprach: „Treu hat Karl August da» gegebene Wort erfüllt, treu find feine hohen Nachfolger stet» bestrebt gewesen, das bestehende Recht zu wahren und i« Geiste ihre» Ahnherrn fortzubilden. In nie gestörter gesetzlicher Entwicklung hat unsere Staatsverfassung den Forderungen, welche fortschreitende politische Bildung an fie stellte, entsprochen . . . Frei entfaltet fich der Gewerbefleiß und frei bewegt fich der Bürger in den Grenzen unsere» Lande». Frei und gleichberechtigt stehen nebeneinander die Glieder aller ReltgivnSgesellschaften. Daß wir einer solchen staatlichen und gesetzlichen Entwicklung uns erfreuen, verdanken wir vor Allem den erhabenen Fürsten, welche, freidenkende Rathgebrr zur Seite, stet» au» eigenem Antriebe die Bahn de» Fon- schritt» betraten." Heil dem Fürsten, dem sein Volk ein so erhebende» Zeugniß auSstellen kann. Sein Leben ist ein Spiegel für alle seine Staudesgenossen- seine Erfolge, gleich segensreich für Volk und Fürst, wuchsen auf dem nie verlassenen Pfade der Liebe zum Schönen und Guten, sie blühten hervor an» der Erkeootniß einer erhabenen Entwicklung. Ein Leben wie da» feine ist werthvoll für die Menschen, umsomehr erfreuen wir unö de» Bildes der geistigen und körperlichen Frische, welches der Achtzigjährige uns gewährt und der dadurch gebotenen Hoffnung auf ein noch lauge fortgesetzte» gleich ersprießliche» Wirken im Dienste der 'herrlichsten Güter der Menschheit! AM Dir Mgebung Dingungen Heger dtrrienMndenofs unb ünb Angebote baitm Formular b L verschloss« suchender AM mi einzureichen. Gießen, den 18. Dar Stat Schml fnebigunglängs fim Jft" hMechaßesoll Mittwoch ve Porto. 1 auf onn 6t*uc Mne, Arbeit»! Subm ffür unsere K Lieferung von T Kleidungsstücke bet öffentlichen Su werden. Die Bedingung Mag» von 3 bi! Berwaltungsbureai Offerten, versie. sprechender Ausschr di» zum 11. In! mittags 12 UI wähnten Bureau c DieZMagsftch Gießen, ben 20. Großh. Verwalt der chirurgischen u Univ d Bose. 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Führung von Büchern. - . brachfrage der Arbeitgeber! 1 Drechsler, 2 Eisendreher, 1 Kranken- rDartcr 2—3 Gerber, 1 Anstreicher, 2 Bauschlosser, 2 Schmiede, 4 Schuhmacher, Bausckrelner, 2 Handlanger, 1-2 landwirthsch. Arbeiter, 2 Taglöhner für bau- trnbe Beschäftigung, 2 Hausburschen, 12 Dienstmädchen für Küche und Hausarbeit, 1 Kindermädchen, 2 Lumpensortirerinnen. Aachener Badeofen D R.-P. Ueber 50 OOO Oefen im Gebrauch. In 5 Minuten ein warmes Bad! gflg- Original Muschelreflector. Houben’s Gasöfen yflStc*J G. Honben Sohn Carl Aachen. * gxrfg;e°n llckiinntimidjimiieii Verdingung. Die Vergebung der Maurer-, Lteinhauer-, Zimmer- und Schlosserarbeiteu zu der Ein- siriedigung längs der vorm. Schülerfichen Besitzung im Zuge der Jo- Hannesstraße soll Mittwoch deu SV. Juni, Dorm. 11 Uhr, auf oem Stadtbauamt erfolgen. Pläne, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen daselbst während teer Dienststunden offen (Zimmer Nr. 6) und sind Angebote auf vorgeschrie- tenem Formular bis zum genannten Termin verschlossen und mit entbrechender Aufschrift versehen bei ms einzureichen. Gießen, den 18. Juni 1898. Da» Stadtbauamt. Schmandt. 6270 Submission. Für unsere Kliniken soll die Lieferung von Weißzeug und Kleidungsstücke« auf dem Wege der öffentlichen Submission vergeben iv erden. Die Bedingungen liegen Nachmittags von 3 bis 6 Uhr auf dem Arrwaltungsbureau offen. Offerten, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, find bk» zum 11. Juli d. I., Bor- tmittags IS Uhr, auf dem er- oLhnten Bureau abzugeben. Die Zuschlagsfrist beträgt 10 Tage. Gießen, den 20. Juni 1898. Großh. Verwaltungs'Direction bet chirurgischen und ophthalmolog. Univ -Klinik. 6339 23 oje. Vossius. Arbeitsvergebung. Die Arbeiten und Lieferungen zur Bebauung einer schmiedeeisernen drücke in der Ortsdurchfahrt Kölzen- sinm, als: Maurerarbeiten mit Materialliefer- uq im Betrage von 1131,83 Mk. Schlosserarbeiten und Eisenlteferung im Betrage von 930,— Mk. Chaussirungsarbeiten im Betrage jo® 1OO,— Mk. sollen im Wege öffentlichen Angebots iscrgeben werden. Arbeitsbeschreibung, Zeichnung und 8«üngungen liegen auf dem Bureau ies Unterzeichneten in der Zeit vom 12. bis einschließlich 30. Juni d. I. rö hrend den Dienstftunden zur Ein- id|t der Interessenten offen. Unternehmungslustige wollen ihre Werten bis längstens Freitag de« 1. Auli, Vormittags 11 Uhr, porto- fenunb verschlossen daselbst einsenden. Die Eröffnung der eingelausenen Werten findet in Gegenwart etwa csihienener Submittenten statt. Zuschlagsfrift 14 Tage. Schotten, am 16. Juni 1898. Der Großh. Kreisbauinspector. Endres. 6256 Vrassmen-Derkauf. Die diesjährige Grassamenernte ■cis den Freiherr ich von Rabenau- shsa Waldungen soll auf dem Wege br Submission vergeben roerbyi. Angebote sind verschlossen und mit sprechender Aufschrift versehen bis Freitag deu 1. Juli, Bor- »intags IO Uhr, bei unter» iMteter Stelle einzureichen. Papiermühle, den 21. Juni 1898. '^herrliche Oberförsterei Rabenau. Schwörer. 6338 ilnltrioniniiirit Kausverkauf. Unsere in unmittelbarer Nähe des Bahnhofes gelegene Hofraithe (Wohn^ Haus, zwei Doppelscheuern mit Stallungen, Waschküche, großer Hof, zwei Hausgärtchen), sowie verschiedene Grundstücke, werden Dounersta^ deu 30. Juui, Nachmittags 2 Uhr, in der Wirthschaft „Zur Stadt Gießen" öffentlich meistbietend versteigert. 6145 Karl Weber Erben, Londorf. Empfelilimgen Cervelatwurst in hochfeiner Winterwaare empfiehlt 3855 Emil Fischbach. Arische Schellfische und Cabliau zu haben im 4465 ______________________„Rebstocks M. 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