Nr. SS Erstes Blatt. Sonntag dm 24. April Erscheint täglich mit Ausnahme des MonkagS. Die Gießener AamttlenölLtler werden dem Anzeiger wöchentlich vierma. beigelegt. Hiehener Anzeiger Bezugspreis vierteljährlich 2 Mark 20 Pjg. monatlich 75 Pjg. mit Bringerlohn. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pjg. vierteljährlich. Annahme von Anzeigen zn ver Nachmittags für t folgenden Tag erscheinenden Nummer bi5 Borin. 10 U: Heimat-Anzeiger Alle Anzeigen-Lermiltlnngsstellen deS In- und AnSlande« nehmen Anzetgen jur den Gießener Anzeiger entgegen. Aints- nnd 2lnzeigeblcrtt für den ICreis Gretzen. I Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. | ' "lr Abonnements G2QF auf den Gießener Anzeiger für die Monate Mai und Juni werden von allen Postanstalten, den Zeitungsträgern und der Expedition, Schulstraße 7, jederzeit entgegengenommen und die bis zum 1. Mai erscheinenden Nummern gratis geliefert. Seid? Tretten, 22. April. Die Ausschmückung der Stadt ist vollendet. Ueberall sieht man Fahnen in den sächsischen und deutschen Farben, sowie Guirlanden und Wappen. Im Laufe der Vormittags trafen ein der Herzog von filenua, der Herzog Albrecht von Württemberg, der Kürst von Hohenzollern, der Kronprinz von Schweden und Norwegen, der Grobherzog von Hessen, der Erbgroßherzog von Baden, Prinz Christian von Schleswig - Holstein, der Erbgroßherzog von Sachsen-Weimar, der Erbgroßherzog von Oldenburg, der Großfürst Paul Alexandrowitsch von Rußland, Herzog Johann Albrecht von Mcklenburg-Schwerin. der Erbprinz von Sachsen-Koburg- Gotha und der Prinz und die Prinzessin Ernst von Sachsen-Alt.'nburg. Um 12 Uhr traf Prinzregent Luitpold von Bayern ein. Ausland. Rom, 22. April. Nach der „Italic" verlangt Spanien, Sohle solle nicht als Krieg s contrebande angesehen »erden. DaS ®iart lügt hinzu, dieses Verlangen SpanteuS könnte eher gewahrt wrrdln, wenn e« den Bestimmungen der Pariser Convention b:t~. doS Seekrieg-recht sich an- schlöße. FaSce und Srnofftn stclltcn in der Kammer die Anfrage an B.Scontl öenofti und Brm, welche Maßnahmen ergriffen seien, um die Freiheit deS Handels und der Schifffahrt während btS spanisch-amerikanischen Conflicte» zu sichern. Loudon, 22. April. W e auS Key West gemeldet wird, soll da- spanische Kauffahrtrisch.ff „Buenaventura", daS mit Holz nach TexaS unterwegs war, von einem amerikanischen Kreuzer in der Nähe von Kay West aufgebracht worden sein. Nachdem der amerik^n.sche Kreuzer einen Kanonenschuß abgegeben habe, sei von dem Kauffahrer die Flagge gestrichen worden. Loudon, 22. April. Der Attorney-General Webster erklärte tm Unterhause auf eine Anfrage, so weit ihm bekannt sei, wäre zwischen den Unterzeichnern der Pariser Sre- rechtSdeclaration kein Abkommen getroffen worden, Kohlen oder Feuerung tu flüssiger Form als KriegScontrebandr an« zusehen. Wenn eS aber KrtegScontrebande sei, dann wäre eS den neutralen Schiffen vertragsmäßig nicht erlaubt, sie den Seekrieg führenden Parteien za liefern. Balfour bemerkte, von der fpauischru Regierung sei noch keine Erklärung darüber ewgegangen, daß sie die Bestimmungen der Pariser SeerechtSdeclaratiou zu befolgen deadfichttge. Madrid, 22. April. Die Coosuln der Vereinigten Staaten haben nach Uebergabe der Archive an die betreffenden englischen Coosnln die Consulate verlaffen. — Durch ein Dreier werden 80000 Mann Reservisten deS Jahr- gangS 1897 zu den Fahnen einberufen. Skew-York, 22. April. Wie der „New - York Hrrald" wiffeu will, wird Eapitän Sampsou, der die Ermächtigung erhalten hat, seine Flagge als Contreadmiral zu hiffen, nicht die spanischen Befestigungen bombardtreu, sondern jede» spanische Kriegsschiff, da- ihm in den Weg komme, abzufangen oder zu vernichten suchen. — AuS Monroe wird unter« 22. April gemeldet, daß daS fliegende Geschwader sich noch dort befindet. Washington, 22. April. Die Entsendung von Truppen nach Mobile und New Orleans ist widerrufen worden- dieselben werden sich bei Shickrmanga concentriren. — Bor dem Weißen Hause wird für einige Tage ein Posten ausgestellt werden. Alle BorfichtSmaßregeln zum Schutze des Ptäfidenten find getroffen. Toronto (Kanada), 22. April. Hauptmann Lee von der königl. Milttärschule zu Kingston (Prov. Omaria) er- hielt von der englischen Regierung Befehl, morgen nach Washington zu reisen, u« mit amerikanischen Truppen nach Cuba abzugehen und den militärischen Bewegungen beizu- wohnen. CecalM Hitfi Sietze». den 23. April. •• Serichtrpersoualieo. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Langen Hermann Schmidt zum Amttrichter bit drm Amtsgericht Zwingenberg, den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Wald-Michelbach Otto Osann zum Amtsrichter bet dem Amtsgericht Zwingenberg, den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Groß-Umstabt Georg Hrinzerling zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Waid- Micheldach, den GerichtSoffeffor Dr. Franz Specht aus Mainz zum Amtsrichter bet dem Amtsgericht Laugen, — sämmtlich mit Wirkung vom 25. April l. IS. — und den GerichtSaffeffor Theodor Helm aus BrnSheim zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Groß Umstadt — mit Wirkung vom 26 April l. I. — zu ernennen. *• Bon der Universität. Bet der philosophischen Fakultät der Landes Universität hat sich Herr vr. Robert Haußver als Privatdocent der Mathematik hobilitirt. Herr Dr. Haußner hat bereit- eine mehrjährige Lehrthätigkeit, insbesondere auf dem Gebiete der darstellenden Geometrie, an der Universität Würzburg auSgrübt. *♦ Neuer Briefkasten. Dem im vergangenen Jahre an da» Kaiserliche Postamt von Bewohnern tn der Nähe deS Treffpunktes der Bahnhof»- und Marktstraße gerichteten Ersuchen um Anbringung einig Briefkasten» tn jener Gegend ist in daukenSwerthrr Weise seit gestern entsprochen wordeo. Der neue Kasten ist gegenüber der KaplauSgaffe iu der Bahnhofstraße angebracht. • • Revision. Gegen daS vom letzten Schwurgericht gefällte TodeSurtheil gegen den Tagelöhner Konrad von Raiuroo har beffen Verthetdiger, Justizrath Batst, Revision beim RrickSgertcht angewrldet. • • Vom Stadlthur«. Tharmrächirr Bauer, dess.n Familie über 100 Jahre den Dienst de- ThürmerS tn unserer Srcdt versehen hat, tritt mit dem 1. Mai ds». IS mit Pension von diesem Amte zurück. An seiner Stelle werden Emil Geroaab, Baleutin Hebell und Hein- rich Weudland abwechselnd in der Weste die Wacht aus dem Thurme beziehen, tnbtm einer der drei bet Tag den Wachtdienft ausüvt, während die übrigen beiden sich in den Rest der Nachtwache theileu. Befitzwechsel. Reataer Philipp Strack erwarb für 39,000 M!. oa» Brfitzihum der Wtttwe Mette, Bahn- Hofstraße 56. • • Da8 SchützenhauS wurde von den Brauereien Friedel u. ASprton und Bichler zur gemeinsamen Be- wirthschastung auf die Dauer von 5 Jahren gepachtet. ♦ * Siu lheure» Sewusejahr verspricht das diesjährige zu werden, und hinfichllich der Obstausbeute sind die bisherigen Aussichten ebenfalls nur sehr gering. Die Gründe für diese, den Hausfrauen wenig erfreuliche Aussicht liegen auf der Hand. Ströme von Regen find herniedergegangen, das Erdreich ist durchweicht und wimmelt jetzt schon von Jniecten und Würmern. Diese finden an dem feinen Wurzelwerk unserer Gemüsepflanzen eine vorzügliche Nahrung. Außerdem hat er an Kälte gefehlt, welche die Jnsccten zum großen Theil vernichtet hätte. Besonders stark beeinträchtigt ist die Spargelernte. Spinat ist jetzt noch immer sehr theuer und wird ebenfalls nicht billiger werden, selbst wenn die Frühjahrsaussaat geerntet wird. Salate können nur in sehr hoch gelegenen Gärtnereien gepflanzt werden, und die Wurzelfrüchte faulen im Boden. Wetterbericht. Die gestrige Depression über dem westlichen Mittclmeerbeckeu hat sich ziemlich rasch gegen Osten und Norden hin auSgebreiiet, sodaß am Morgen auch Süd- deutschland bereits in ihren Bereich gezogen wurde. Infolge besten trat hier allenthalben Trübung mit Niederschlägen ein. Der hohe Druck ist etwa» gegen Norden zurückgewichen. Die Witterung wird daher den trüben, ziemlich kühlen Charakter beibehalten und dürften noch Niederschläge (tn den höhere» Lagen al» Schnee) auftreten. — Boran-sichtliche Witterung: Trübe», ziemlich kühles Wetter mit Niederschlägen. Vermischte». • Posen, 22. April. Die Tilsiter Zeitung meldet von der Grenze, daß ein russischer Grenzsoldat in der Nacht den controlirenden russischen Oberst erschossen hat, beste« Parolewort im Winde verhallte. * Mailand, 22. April. In ganz Oberitalien gehen seit einigen Tagen abermals unausgesetzt heftige Regengüsse nieder. Der Po und seine gesammten Zuflüffe sind stark angeschwollen und theilweise schon ausgetreten. * 6ine Staaisprawie von 2600 Mark ist vom preußische« Landwirthschaftsminister für die Ermittelung des einfachsten und erfolgreichsten Verfahren» zur Bekämpfung des Heu- und Sauerwurms ausgesetzt worden. DiePreisbewerbunge« wüsten bis spätestens 1. December 1899 eingesandt werden. Bisher war vom Professor Frank u A. als bestes Mittel der Bekämpfung das (Anfängen der fliegenden Motten empfohlen worden. Dieses Einfangen geschah entweder mittelst Mottenfächern, d. h. mit Klebstoff bestrichene, 25 Centimetcr breite, 30 Zentimeter lange Drahtgitter, oder mittelst Aufstellen von Lämpchen, nach Art der Nachtlämpchen hergerichtet, zur Nachtzeit, woran die anfliegenden Motten sich massenhaft fangen. Das neue Preisausschreiben verlangt nun ein die ganze Entwickelung des Schädlings umfassendes Verfahre« der Bekämpfung. * 260 000 Francs für einen Paikerplatz, das ist ein Record, der in der Geschichte des Theaters wohl einzig dastehen dürfte. Freilich war es nicht Begeisterung für die Kunst, sondern Vaterlandsliebe, die einen Mäcen, den Marquis von Villamejor, zu dieser außergewöhnlichen Ausgabe bewegte. Es handelt sich um die Wohlihätigkeitsvorstellung, die das Teatro Real in Madrid zum Besten de» Baues einesPanzerschiffeS veranstaltete. Die Königin bezahlte ihre Loge „nur" mit 50000 Pesetas, jeder der Minister, einige der großen Sportclubs erstanden je einen Parket sitz mit 5000 Pesetas. Der Bankier Larios bezahlte 150 000, die Comtesse Cornos 100000 Pesetas für ihren Sitz. Die Bank von Spanien besetzte einige Plätze, für die sie zusammen 500000 Pesetas bezahlte. Am opferfreudigsten war der genannte Marquis. Die Gesammteinnahme betrug anderthalb Millionen Pesetas (ein Peseta gleich 80 Pfennigen), eine Summe, die alle Theatereinnahmen der Weltgeschichte übersteigt, die aber noch immer nicht zum Bau auch des kleinsten Kreuzers ausreicht. * Als Belohnung für Rettung au» Eeenoth hat der Kaiser dem Lootsen Nordling in Hamburg eine prachtvolle goldene Uhr mit seinem Bildniß und Monogramm, und den drei Gehilfen desselben je ein Geldgeschenk von 100 Mk. Überreichen lassen Die genannten Seeleute haben am 24. September vorigen Jahres die gesammte Besatzung des bei Halmstad gestrandeten deutschen Ewer» Johannes aus Hasseldorf vom sicheren Untergange gerettet. • Bo« der erste« Schulstunde mit den neugebackene» A-B-C-SchÜtzen berichtet ein Lehrer: „Die natürliche Ungezwungenheit und die köstliche Einfalt der Kleinen schaffe« bisweilen drollige Zwischenfälle. „Wie heißt denn dein Baier?" fragt der Lehrer. „Ich krieg' erst een, — nächste Woche . ertönt e» weinerlich. „Wie heißt aber du, du kleiner Lockenkopf?" „Müller!" schallt e» kleinlaut. „Auf dieser Liste heißt du Schmidt!" „M'r hawm wieder ge- heira'eh!" entgegnete der Lockenkopf schnell. Wenn da» lauge und gänzlich ungewohnte Stillefitzen langweilig wird, tritt die Oppofition in ihre Rechte, und die Beherzten unter der Schaar machen sich retseferttg. „Ich will Ham!" spricht so ein Unzufriedener. „Ei so bleib doch!" entgegnete der Lehrer, „ich erzähle dir dann ein schöne Geschichte." „I, dös alte dumme Zeug!" entgegnete der Schulfeindliche. Nach einer Weile ertönt e6 abitmal» im reinsten Dialekt: „Loß mich Ham, '» niwmeh schch, du host erer (hast ihrer: nämlich Kinder) satt do!" Da heißt eß denn mit Güte und Klarheit die Revolution im Keime zu ersticken. Der Herr Lehrer nimmt die Geige und stimmt. Eine Saite platzt und eine neue wird aufgezogen. Wieder geht da» Stimmen loß — ein Bogenstrich, ein Griff nach dem Wirbel, noch ein Bogenstrich und abermalß faßt die Hand nach dem Wirbel. Da töntß plötzlich von der hintersten Bank, getreulich im Tonfall der warnenden Mutter: „Du wirst nicht eher ruhen, al» biß du die ooch noch zer- sprengt hast!" Der Lehrer verbeißt da» Lachen und spielt ein Vtertelstündche». Dau» scheiot der geeignete Augenblick gekommen, in der Erziehung Jung »Deutschland» weiter zu- schreiten. Aber er stößt auf Widerspruch seitens der Haupt- betheiltgten: „Spiel lieber noch e btsl, wenn wer ooch nischt lerne." Der gelassene Sprecher diese» großen Worte» darf sicher sein, daß er die Mehrheit der hohen Versammlung hinter sich hat. Leider wird im Schulzimmer nicht parla- »eutarisch, sondern absolut monarchisch regiert, und so kommt e», daß dieser Antrag von der Tagesordnung abgesrtzt wird. E» Hilst nicht» — die jungen Füllen müssen sich dretofinden, daß die Zett der Freiheit vorbei ist und die Zeit der Dressur beginnt. Daheim angekommen, werden die kleinen 8'8’4« Schützen bestürmt, über ihre Errungenschaften und Erlebnisse Rechenschaft zu geben. „Nun, wa» hast Du heute gelernt?" fragt freudig stolz die Mutter, al» der Sprößling vom ersten Schulgange heim- kehrt. Und mit Wichtigkeit wird auseinander gesetzt, wa» für einen reichen Schatz von Wissen da» kleine Köpfchen schon in sich ausgenommen hat. Wir können schon „(Suttn tag" and „Sie" sagen. „®ie gefällt dir denn dein Lehrer, Moritz?" fragt die Mutter. „Ach", antwortete der Kleine, *tx hört sehr schwer." Er spricht immer zu un»; „Lauter, lauter!" Die ersten Versuche der Kinder im Zeichnen und Schreiben werden selbstverständlich auch daheim einer Be« fichtiguog Setten» der Eltern und älteren Geschwister unter- worfen. Die Kinder haben das Wort Rad im Fibelbuche gelesen und ein Rad auf die Tafel gezeichnet. „Aber, Karl," spricht die Mutter, „warum hast du mitten in dein Rad ein so großes Geschmier angebracht?" „Mutter," antwortet verschmitzt der Kleine, „ich habe gleich die Wagenschmiere mit gemalt." Wer genau auf die ersten Schreib- und Lese- versuche sieht und hört und ein wenig Menschenkenner ist, unterscheidet deutlich die verschiedenen Häkchen, die sich jetzt schon zu krümmen beginnen: den kleinen PhlegmattkuS, den Raturburschen, den sechsjährigen Streber, das Normalgut, den Weltverbesserer und den OppofittonSmann. e Ueber das Programm der deutschen Tiefsee-Expeditio», die voraussichtlich im August dieses Jahres abgeheo soll und deren Dauer auf neun bis zehn Monate berechnet ist, hat Dr. GerP Schott in der Gesellschaft für Erdkunde -u Berlin als Referent des Reichs-Marineamts zuverlässige Mittheiluugen gemacht. Hiernach wird der Zoologe Prof. Ehuu (Breslau) wissenschaftlicher Letter des Unternehmens sein, außerdem sind als Mitglieder in Aussicht genommen: ein Navigateur, vier Zoologen, ein Botaniker, ein Oceaoo- graph, ein Ehemiker, ein Arzt und ein Photograph. Die Aufgaben der Expedition zerfallen in oceautsche und zoologische. Zu jenen gehören genaue Tiefenmessungen mit verbesserten Apparaten, Untersuchungen über den Gehalt de» Meeres- wasser» an Gasen, Bestimmung der Waflertemperatureu in den oberen Schichten bis zu 1500 Meter Tiefe. Da, tiefere Wasser ist sehr gleichförmig temperirt, 3* bis 4° C., und Wasserschichten von einer Mächttgkeit, die der Höhe de» Mont Blanc gleichkommt, zeigen sich zwischen oben und unten meist nur Temperatur-Unterschiede von 2 bis 3 Grad. Dagegen bieten die oberen Schichten, besonders diejenigen in 4- bis 500 Meter Tiefe, die merkwürdigsten Verhältnisse. Die Bodentemperaturen sind wichtig für die Brurtheilung des Bodenreltefs, da, wo dasselbe durch Lotungen nicht genauer bekannt ist- ferner spielen sie eine große Rolle bet der Frage ooch den natürlichen Bedingungen, unter denen sowohl die am Meeresgründe festfitzeude wie die dort flottirende, ihn aber niemals verlassende Lebewelt extstirt. Auf diese in den Ab- gründen des Meeres in eisigem Wasser ihr Dasein ver- bringenden Thier will Professor Ehun besonders achten und fie mittels geeigneter Apparate zu erbeuten suchen. Feruer wird die Expedition dem Studium der Meeresströmungen ihre Aufmerksamkeit zuwenden und überhaupt alles, was in das Gebiet der Phyfiographte des Ocean» gehört, berücksichtigen. Das Hauptziel der Expedttton besteht hauptsächlich t» der Lösung zoologischer Aufgaben, besonders solcher, welche die Thtere der Tiefsee betreffen. Als Expeditionsschiff will daS Reichsawt des Innern unter Mitwirkung der katserl. Marine einen Handelsdampfer von etwa 2000 Reg.-Tons Raumgehalt chartern. Derselbe muß diese Größe haben, um bet jedem Wetter die See halten zu können und den Forschern mit ihren Apparaten und den vorräthen genügend Raum zu bieten. WaS den Rriseweg anbelangt, so soll dieser Dampfer von Hamburg nördlich um Schottland fahren, dann sich süd- wärt» von den Canarev bis zu dem Eap Verde der afrikanischen 5küste nähern, hierauf tu Südostrtchtung zum Aequator gehen, daun die Mündung des Niger und Congo anlaufev, die Benguela-Strömung schneiden und den weiteren Lauf nach Zanzibar nehmen. Von dort geht es daun nach Sey'on nad hierauf an den nördlichen Malediven vorüber nach Aden sowie durch das Rothe Meer und das Mittelmeer nach Hamburg zurück, wo die Ankunst im Mat des nächsten Jahres erwartet werden kann. Aenderungeu dtrseS RetsewegeS find natürlich Vorbehalten; als Hauptaufgabe gilt, solche Meeres- gegendeu aufzusuchen, die der Forschung dte größte Ausbeute verheißen und von früheren Expeditionen nicht besucht worden sind. * 8itt Aorchtloser. H„r Püringer schließt seine Rede mit den Worten: „Wir Deutsche fürchten Gott, sonst nichts auf der Welt!" dann sich setzend, bemerkt er zu seinem Nachbar: „Jetzt muß ich aber gleich nach Hause gehen, sonst macht mir meine Frau einen Hetdenspectakel!" Aufgebote. April: 18. Fran, Ludwig Siegler, Bildhauer,u Großen-Linden, mit Marta Katharina Franziska Kümmel hierseldst. 18. Philipp Adolf Wilhelm Klein, Kausmann dahier, mit Gabriel« Baumert von Osnabrück. 18 Carl Herber, Kauimann hierseldst, mit Lina Charlotte Sophie Fuhr hie,selbst. 18. Carl Friedrich Arnold, Former dahier, mit Regina Müller zu LaunSßach. 19. Martin Marimiltan Wetß- I döcker, Electrotechniker dahier, mit Elisabeth Mathilde Karoline Marx hterselbft. 19. Adam Kneipp, Lehrer hterselbü, mit Auguste Kald- ßletsch Hierselbst. 20. Maximilian MarcuS, BerwaltungSdtrector zu Berlin, mit Friederike Luise Margarethe Challter hterselbft. 20 Ludwig Wilhelm Günther, Feldwebel dahier, mit Katharine Gerhard von Ermenrod. 21. Heinrich Johanne« Btngel, Kaufmann zu Katzenfutt, mtt Christine, genannt Wilhelmine Neubaus ,u Edingen. Ehefchlietzurrgerr-l April: 16 Andrea» August Lout« Krapp, Postasststent ,u Hanau, mtt Philtppine Katharina Elisabeth Balser hterselbft. 16. Ludwig Georg Emil Christian Earl Henkel, Schneider dahier, mtt Margarethe Loutse Pfeiffer bterselbst. 20. Heinrich Steiß, Schneider zu Odenhausen, Kret» Wetzlar, mit Elisabeth Dörr von Nteder-Ohmev. Geborene. April: 10. Dem Taglöhner Georg Schmidt III. eine Tochter. 12. Dem Schuhmachermetster Reinhard Konrad ein Sohn, Reinhard Wilhelm Heinrich Ehrtsttan Philipp. 12. Dem Taglöhner Ludwig Mandler ein Sobn, Karl. 14. Dem Sergeant Georg Karl Haupt eine Tochter. 15. Dem Laternenwärter Wilhelm Schneller eine Tochter, Ehrtstine Wilhelmine. 15. Dem Rangtrmetster Karl Grün eine Tochter. 17. Dem Taglöhner Johanne« Laub eine Tochter, Anna Lina. 17. Dem Braueretbefttzer Georg Btchler eine Tochter. 17. Dem HauSwart Friedrich Förstrrltng eine Tochter, Auguste. 17. Dem Buchbinder Heinrich Sann ein todtgeborene» Kind männlichen Geschlecht«. 17. Dem Contortst Georg Wilhelm That ein Sohn. 18. Dem Locomottohetzer Wilhelm Rößler ein Sohn, Heinrich August Wilhelm. 19. Dem Droguist Wilhelm Ktlbinger eine Tochter. 21. Dem Schlosser Heinrich Jacob Schmitt ein Sohn. Gestorbene. April: 16. Simon Ret«, 66 Jahre alt, Kaufmann dahier 17. Heinrich Jentzen, 43 Jahre alt, Gastwirth dahier. 19. Ida Amalie Leonttna Stahl, geb. o. Kltpftetn, 69 Jahre alt, Wtttwe von Universitäts-Professor Dr Wilhelm Stahl dahier. 19. Wilhelm Tchlörb, 25 Jahre alt, Metzger von Schotten. 19. Clothtlde Schäfer, 71 Jahre alt, Rentnerin dahier. 20 Dorothea Noll, geb. Geißler, 86 Jahre alt, Wittwe von Ztmmermeister Wilhelm Noll dahier. 20- Anna Frieda Engel, 11 Monate alt, Tochter von Büchsenmacher Heinrich Engel II. dahier. 20. Georg Schmidt, 65 Jahre alt, Taglöhner von Krofdorf. 22. Heinrich Herger, 34 Jahre alt, Ziegler von Eschrod. Auszug aus -en Aircben-ücheen der Stadt Sieben. Eoaugeltfche «emrtatze. «Getraute. MarkuSgemetnde. Den 21. April. Ludwig Georg Emil Christian Karl Henkel, Schneider zu Gießen, und Margarethe Luise Pfeiffer, Tochter deS verstorbenen GeschtrrhändlerS Philipp Pfeiffer zu Gießen. JohanneSgemeindr. Den 16. April. Andrea« August Louis Krapp, Postasfiftevt zu Hanau, und Philtppine Katharine Elisabeth Balser, Tochter deS Oecooomen Heinrich Balser zu Gießen. Den 20. April. Heinrich Steiß, Schneider zu Gießen, !und Elisabeth Dörr, Tochter des verstorbenen Müller» Johann Dörr zu Nitder-Ohmen.1L Beerdigte.^ MatthäuSgemeinde. Den 22. April. Dorothea Noll, geb. Geißler, Wittwe des ver- storbenen Ztmmermeister» Wilhelm Noll, 86 Jahre alt, starb den 20. April. LukaSgemeinde. Den 17. April. Karl Huhn, Seilermeister, 48 Jahre alt, starb den 15. April. Den 19. April Heinrich Jentzen, Wirtb, 43 Jahre alt, starb den 17. Ap il. Den 21. April. Ida Stahl, geb. o. Kltpstein, Wtttwe de« Untversitäts-Profeffor» Dr. Wilhelm Stahl, 69 Jahre alt, starb dm 19. April. Denselben. Clottlde Schäfer, Tochter de» verstorbenen Unt- versitätS-Profeffor» Dr. Heinrich Schäfer, 71 Jahre alt, ft erb dm 19. April. JohanneSgemeindr. Dm 17. April. Johannes Groh, Taglöhner, 72 Jahre alt, starb den 15. April. Lan-wirthsehaftliches. Artern, 14. April. Eine zum deutschen Reichspatent angemeldete Eifindung der durch ihre Futttrdämpfer allbekannten Firma Otto Brünner in Artern erregt gegenwärtig viel Aufsehen. ES ist dte« ein Ktpvkesfelberd, der bestimmt ist, an die Stelle alter etngemauerler Kochkessel zu treten. Der Hetd ist auö Eisen hergestellt und mtt kupfernem Kessel versehen. Er nimmt sehr wenig Raum ein und läßt sich durch eine einfache, sinnreiche Vorrichtung auf bequeme Art durch Ausschütten mtleeren und mühelos reinigen. Bet diesem überaus practischen Herde hat mm allo nicht mehr nöthig, dm Inhalt deS Kessel» mtt Eimern, Töpfen, Schaufeln und Kellen und dem Scheuerlappen herauSzunehmen, man spart dadurch Zeit und Arbeit und läuft nicht in Gefahr, den Kefir! mit jenen Werkzeugen zu beschädigen. Der neue Sparherd ist transportabel und für jed-n WtrthschastSzweck geeignet, entsprechend etngertchtet auch al» Futterdämpfer. Verkehr, £anb* «nd • Ufern, 23. April. Marktbericht. Auf dem heutige» Wochmmarkt kostetm: Butter vr. Pfd. X 1,CO—0/0 Hühner eur öt. 61.6-0 4, 2 St. JO—11 4, Enteneier 1 St. 6—lO A, Gä-st« eia pr. St. 11—12 4, Käse pr. 6t. 6-8 A. «äsematte pr. 6L 3 A, E'bsm or. Liter 19 4, Linse» pr. Liter 31 A. Tauben pr. Pew. X 0,93 di» 1,00, Hühner pr. Stück 1,30 bi« 1,50, Hahne» pr. 6tOr X 1,60—1.70. Enten pr. Stück X 1,8t—2,C0, Gänse pr. Pfueß x (k00-0,00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 66-74 A. Kuh- und Rindflcisa pr. P»d. 60—66 A. Schweinefleisch pr. Pfd. 68 bi» 72 A. Schwein.- flrisch, ««salzen, pr. Pfd. 76 A, Kalbfleisch pr. difb. 60-64 A Hammelfleisch pr. Pfd. 70—00 A. Kartoffeln pr. 100 Kilo 650 bi 7,60 X, Weißkraut pr. Stück 0—00 A> Zwiebeln pr. Centr/e 11,00—12,C0 uK, Milch pr. Liter 16 A- *5)auer der Marktzeit von 7 Uhr MorgenS bis 1 Uhr Nachmittags. Während der ersten 3 Stunden der Marktzest darf im Umherziehen nicht seilgeboten werden. Die Toilette. Eine alte Gewobnbeit läßt noch viele Näherinnen die alten unvollkommenen Haken und Cefen verwenden. Sie beachten nicht die viele Zeit, dte das Annähen und Abmefien erfordert und daß trotzdem ein dauernd anhaltender guter Sitz der Kleider- taillen nicht damit zu erreichen ist. Man versuche dte von der Welt- sirma William Prym gebrachten neuen Prinzeß nnd Victoria Xdaken und Cefe« und man wird staunen, wie letckt und sicher deren Annähen und welcher ausgezeichneter Taillensitz damit erretcht wird. f «nstalt anzugeben, von welcher au» die Bestellung der Sendung «den Empfänger bewirkt roetben bez. die Abholung erfolgen foL 61 der Bestimmungsort einer Sendung in einem fremde» Postgebiete bttegen und zu den weniger bekannten Orten zu rechnen tst, so ist außer dem Ortsnamen noch daS betreffenH 8«nb bez. bet LandeSthefl auf der Sendung anzugeben. ... Eeachttmg dieser Punkte wird wr Herbeiführung einer Wamtgen lleberkunst der Sendung« an den Empfänger wesentlich .«”* ? liegt, daher te eigenen Jnterefie der Ufabet Dte Kstidjcttten der Sendungen hiernach genau «nzufertigen. Aufschrift bcr Postsendung«». fr. Max Koch. Mit etwa 170 Abbildungen Im Text, 25 Tafeln In Farbendm-. Kupferstich u. Holxachnilt und 23 Faksimile-Beilagen. 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Der „Local-Anzeiger" meldet au» New-York: Dte Regierung theilt mit, daß die spanische Flotte von Cadlx abgegangen ist, um fich mit dem spanischen Ge- I schwader bei St. Bincent zu vereinigen. Da» Kriegsdeparte- I ment beorderte das oordatlantische Geschwader nach Keywest. Die Bloeade Havanna» und der anderen cubantschen Häfen steht unmittelbar bevor. Wenn, wie erwartet wird, die spanische Flotte nach Westen segelt, kann man fich binnen zwei Tagen auf eine große Seeschlacht auf der Höhe von Portorico oder St. Thoma» gefaßt machen. Der Präfident sollte gestern eine Bill unterzeichnen, welche 100000 Frei« willige au» sämwtlichen Staaten unter die Waffen ruft. Berlin, 23. April. Dem „Kleinen Journal" wird au» vrüffel telegraphirt: In einer Unterredung mit dem Secretär de» Prätendenten Don Carlo» erklärte der Secretär: Don Carlo» hätte seine Dienste Spanien angeboten, wenn dieser Schritt nicht die Anerkennung der gegenwärtigen Dynastie bedeute. Der Prätendent hegt über den Ausgang de» Kriege» pessimistische Ansichten und sieht den sickeren Sturz der Dynastie voraus, worauf seine eigentliche Rolle beginne. Don Carlo» glaubt, er werde schon vor Ende diese» Jahre» den spanischen Königsthron besteigen. Torgau, 23. April. In der Verhandlung gegen den Pastor Mauitiu» vor dem hiefigen Schwurgericht wegen Urkundenfälschung, Unterschlagung im Amte und Betrüge» bekannte sich der Angeklagte nach einem langen Verhör für schuldig, 45000 Mk. unterschlagen zu haben, welche er zur Erziehung und Ausbildung seiner Kinder verwendet Haden will. Da» Gericht verurtheilte ihn zu drei Jahren sechs Monaten Zuchthaus und 2250 Mk. Geldstrafe, eventuell zu 100 Tagen Zuchthaus. Budapest. 23. April. Wie hier verlautet, wurde der Baron Seefrted, der Gemahl der Prinzessin Gisela, in den Grafeostand erhoben. Budapest. 23. April. In der Nähe de» Fraustä^ter Bahnhofes entgleiste in der vergangenen Nacht ein Per« sonenz ug. 15 Waggon» wurden zertrümmert. Der Zugführer ist schwer verwundet. Londou. 23. April. Nach hier eingetroffenen Meldungen ist da» amerikanische Geschwader bereit» vor Cuba angekommen. Daffelbe wird außerhalb Schußweite der Fort» vor Havanna verbleiben und die Stadt auSzohuogern versuchen. Der Commaudant soll versucht haben, die Gabel- Verbindungen mit Europa abzuschnetdeo. Londou, 23. April. Wie gerüchtweise verlautet, soll der spanische Kreuzer Alson» XII. gestern von dem amerikanischen Kreuzer „New-Uork" in denGruud gebohrt worden sein. Diese» Gerücht bedarf jedoch noch der Be» stätigung. Loudon, 23. April. „Daily Mail" meldet, daß gleich nach der Abfahrt de» Dampfer» „Pari»" von Southampton der spanische Botschafter nach Madrid die Nachricht tele« graphirte, worauf drei spanische Kreuzer au» Coruna ab- gingen, um den „Pari»" zu kapern. Loudon. 23 April. Au» Keywest wird gemeldet, die amerikanische Flotte sei gestern Abend vor Havanna augelangt. Madrid. 23. April. Die Königin-Regentin drückte nach Rücksprache mit den maßgebenden Persönlichkeiten Sag asta neuerdings ihr Vertrauen aus und gab demselben unbe« dingte Vollmacht zur Lösung der schwebenden Angelegenheiten. Der Marine > Minister wird ein actioeS Commaudo übernehmen und durch eine andere Persönlichkeit ersetzt werden. — Hier ist noch keinerlei Bestätigung von dem anpeb- lichen Au»bruch der Unruhen aus Portorico ein- getroffen. Madrid, 23. April. Sag ast a erklärte dem englischen Botschafter, Spanien könne auf da» Kaperrecht nicht verzichten, weil e» sein Jotereffe erfordere, deu amerikanischen Handel so schwer al» möglich zu treffen. Man glaubt auch hier, das erste Seegefecht werde schon heute vor Havanna staNfinden. — Die EabinetSkrifi» gilt al» beendet, nachdem sämmtliche Politiker der Königin Regentin gerathen haben, keine Aenderung im Cabinet vorzunehmen. Gestern Abend fanden große Straßen-Demoustrationen statt. In Sevilla wurde während einer Theater-Vorstellung eine patriotische Kundgebung veranstaltet. Cork. 23. April. Dem Commandavten de» spanischen Kanonenbootes Arlauga, welche» fich zur AuSbefferuug im hiefigen Dock aushält, wurde bekannt gegeben, daß e» vor dem Ausbruch der Feindseligkeiten das Dock zu verlassen habe. Rew-Aork, 23. April. Da» unterseeische Torpedoboot „Holland" wird den Hafen von New 9)ott Vertheidigen. Die amerikanische Regierung beschloß, drei Kreuzer 1. Klaffe, vier AvisoS, 12 Torpedoboote und 16 verschiedene Schiffe zu bauen. Wafhivgtou, 23. April. Präsident Mac Kinley har gestern Abend die Bloktruug der Nordküste zwischen Cabanna», Bahia und Honda, sowie die Bloktruug de» Hafen» von C'enfuego» an der Südküste Cuba» proclamirt. lirlhiiintiiuiiljiniiien Concursverfahren. lieber das Vermögen der Wittwc des Philipp Velten erster, Marie, geb. Leun, zu Großeu- Liude», wird heute, am 20. April 1898, Nachmittags 3 Uhr, das Eon- rursverfahren eröffnet. Der Kaufmann Karl Loos zu Gießen wird zum Concursverwalter ernannt. Concursforderungen sind bis zum 16. Mai 1898 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Befchlußfaffung über die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Glau« bigerausfchusses und eintretenden Falls über die in § 120 der ConcurS- orbnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Dienstag, deu 24. Mai 1898, Vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Eoncursmaffe gehörige Sache in Besitz haben oder zur Concursmaffc etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen, oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Concursverwalter bis zum 16. Mai 1898 Anzeige zu machen. Großherzogl. Amtsgericht zu Gießen, gez. Schmidt. Bekannt gemacht: 4310 Orth, Gerichtsschreiber. Vergebung von Dachdeckerarbeit. Die theilweise Erneuerung des Schieferdaches auf dem Provinzial- directrons- und Kreisamtsgebäude dahier soll öffentlich verdungen werden. Die Ausführungsbedingungen und Arbeitsbeschreibungen liegen in unserem Amtszimmer zur Einsicht offen, und können letztere daselbst, mit Vordruck zu dem bezüglichen An pebotsvermerk versehen, zum Selbstkostenpreis bezogen werden. Für die Bewerbung um diese Arbeit, sowie für die Ausführung derselben sind die Bestimmungen des Ministerial- Erlaffes vom 16. Juni 1893 maßgebend. Angebote sind bis zum 7. Mai 1898, Vormittags 10 Uhr, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, portofrei an uns abzugeben. Zuschlagsfrist 8 Tage. Gießen, den 23. April 1898. Großherzogliches Hochbauamt Gießen. Neuling. 4318 In den nächsten Tagen gelangt der am 1. Mai d. I in Kraft tretende Sommerfahrplan des diesseitigen Directionsbezirks zur Ausgabe. Derselbe liegt in der Zeit vom 18. d. Mts. bis 1. Mai d. I. in den Bureaus der Stationen zur Einsichtnahme offen. Die wichtigen Abweichungen gegen den seitherigen Fahrplan sind darauf in einer Zusammenstellung angegeben. 4280 Frankfurt a. M., 15. April 1898. Königliche Eifenbahndirection. -llkrükigmulgtil Am Mittwoch, den 27. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, kommen auf Bahnhof Lollar 600 abgängige Bahnschwellen zur Versteigerung. 2 ;4297 Gießen, den 22. April 1898. Großh. Belriebsinspection 1. ÄL MlachlhM Freibank. 4213 Heute und Montag: Rindfleisch, N'cht ladenrein, per Pfd. 52 Pfg. I Hchwemeffeisch -licht labenrein, per Pfd. 45 Pfg. Kalbfleisch sicht labenrein, per Pfd. 50 Pfg. j Kemüse-Yudetn, Maccaroni, Dörrobst empfiehlt 4314 J. Schulhof, Marktstratze 4. Telephon 119. prima Arpsrlweill in Zapf 4289-___________im Hessischen Hof. BST" Prima Aepselwein "WB in Zapf bei 4290 ________Fricdr. Schieß, Löwenqasse. Bitte versuchen Sie weinen gebranntes Kaflee per Pfd. 1 Mk. 4269 J. M. Schulhof, Telephon 119.Marktstr. 4. 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Sullivan. 9) Der Kesselsdorfer Marsch. Simon. 10) Epheuranken. Krauße. 11) La Czarine! Mzka. Ganne. 12) Lustiges, Marsch- Potpourri. Komzak. Anfang 5 Uhr. Bier per Glas 12 Pfg. Entree 80 Pfg. ■ Zu haben = Io den meisten Colonlalwaaren-, Drogueo* und Seifen-Handlungen. Dr. Thompson’s Seifenpulver SEI FEN-PULVER , DD, >1 cd m 2 > Zü X Go CD zu c £ ist das beste und im Gebrauch billigste und bequemste ___ 1761 Waschmittel der Welt. Man achte genau auf den Namen „Dr. Thompson“ und die Schutzmarke „Schwan“. 4303] Weserftr. 7, part., nächst der Nordanlage, ist eine scköne 4-Zimmer- wohnung mit Zubehör an ruhige Leute per 1. oder 15. Juli zu vermiethen. Näheres Mansarde daselbst.___________ 4311] Ein kleines Familienlogis zu ! vermieihen. Wallthorslr. 46. 4305] Das von Frau Domänenrath SchliphakebewohnteLogis Wcstanlagcl3 ' ist per 1. Juli zu vermiethen___________ I 4325] Freundl. 4-Zimmcrwoynung (einzige Wohnung im Nebenhaus, per i sofort an ruhige Familie zu vermiethen. 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