9h. 95 Drittes Blatt. Sonntag den 24. April 1898 Hrlchttul ILgtich mit Äu-nahmk drs Montags. Die Gießener -«mittend kälter «erden dem Anzeiger «üchentlich viermal beigelegt. Meßmer Anzeiger SBnh«»rrcu rierttljährlich 2 Mark 20 Pf,, monatlich 75 Pf,, mit Vringerlohv. vri Postbezug 2 Mark 50 Pf,, vierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu btt Nachmittag» für den -lgrnden Zag erscheinenden Nummer bi» Sorin. 10 Uhr. (heneral-Anzeiger Alle AnzeigeN'DermittllMgSstesten de» In- und Au»l«ch«A nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger rnt^f*. Amts- und Anzeigeblatt für den Aveis (Stellt RebacHon, Expedition und Druckerei: OchnkSrnhe Ar. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. ' ' II ■■■' ■■■■ ll.l^ Adrrstr für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprecher Nr. 51. Deutsche» Reich Berlin, 22. April. Der Kaiser arbeitete, wie au« Homburg gemeldet wird, gestern nach dem Vortrag deS Kriegs« Ministers und Chef» de» Militär-LabinetS mit dem Gesandten Grafen Wolfs Metternich. Heute Abend wird der Kaiser über Ruwpenheim, wo daS Kaiserpaar dem Prinzen und der Prinzesfin Friedrich Karl von Heffen einen kurzen Besuch ab* startet, nach Dresden abreisen. Berlin, 22. April. Während der Tage deS diesjährigen Kaisermanöver», welches in der Zeit vom 4. bis 9. September im Regierungsbezirk Minden stattstodet, wird der Kaiser in Hannover und Bückeburg Wohnung nehmen. Berlin, 22. April. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht ein Handschreiben deS Kaiser» an den GeneradFeldmarschall Grafen von Blumenthal, in welchem der Kaiser daran erinnert, daß heute vor 34 Jahren Kaiser Wilhelm I. dem Grafen von Blumenthal für oeffen hervorragenden Dienste während deS Feldzuge» 1864 den Orden pour le mörite verliehen habe, nnd worin der Kaiser Gelegenheit nimmt, seiner Freude warm und herzlich Ausdruck zu geben, daß mit dem Rücktritt de» Grneral-Ftldn arlchall» von seinem Posten als Armee* Jnspecteur in den Beziihuogen zu ihm (dem Kaiser) und feiner Armee eine Aenderung nicht eingetreten sei. Zugleich wird in dem Handschreiben dem Grafen von Blumenthal die Verleihung der Brillanten zum Orden pour le m6rite mit- ßetheilt. Berlin, 22. April. Der „Reichsanzeiger" schreibt: Die englische Regierung hat im Hinblick auf die bevorstehende Be- fitznahwe von Wei hal-w ei der deutschen Regierung spontan die Mittheilung gemacht, daß fie nicht Willens sei, deutsche Rechte oder Jntereffen in der Provinz Schantung zu schädigen oder in Frage zu stellen oder der deutschen Regierung in jener Provinz Schwierigkeiten zu bereiten, und daß fie insbesondere nicht beabfichtige, von Wei>ha!«wei ober dem dazu gehörigen Gebiete au» Eisenbahn-Verbindungen nach dem Innern der Provinz anzulegen. Berlin, 22. April. Der „Poft" zufolge hat die deutsche ReichSregiernng Angeficht» de» infolge deSspanisch-amerikanischen ttonflictc» in Jutereffentenkreisen herrschenden Wunsche», zu erfahren, ob auf internationale Abmachungen in Betreff de» Begriffes Krieg»-Sontrebande, das Durchsuchungsrecht gegenüber dem neutralen Handel und Paflagier-Verkehr rc. zu rechnen ist, dieser Frage bereit» ihre Aufmerksamkeit zuge« wendet. Wegen der internationalen Behandlung dieser Sache ist zwischen den Großmächten eine grwiffe Fühlungnahme im Gange. Berlin, 22 April. Wie die „Post" bört, hat die Re- gierung von Nordamerika schon vor einiger Zeit bei Deutschland bedeutende Ankäufe von Kriegsmaterial, namentlich Torpedobooten, Munition, Sprengmaterial usw. angeordnet. Ein großer Theil dlS Material» befindet sich bereit» in Amerika ober ist nach dort unterwegs. Der Vertreter der Amerika-Linie Tränendantica befindet fick gegenwärtig in Berlin, um mit Agenten der Societa narigazione generale in Genua wegen Ankaufs von vier großen Dampfern für die spanische Regierung zu unterhandeln. Berlin, 22. April. JnAbgeordnetenkreisen nimmt man, der „Germania" zufolge, an, daß c» fich nach der jetzigen Lage der Geschäfte ermöglichen laffen werde, die Brr- Handlungen deS Landtages vor Pfingsten zu schließen. Mau hofft, daß sich der Schluß in der Pfingstwoche, also gegen den 21. Mai, wird ermöglichen laffen. Berlin, 22. April. Die „Nordd. Allg. Ztg." bringt an der Spitze ihrer heutigen Nummer einen in den wärmsten Worten gehaltenen Artikel, in welchem fie dem König Albert zu deffen morgigem Jubiläum die herzlichsten Glückwünsche auSspricht. Frankfurt a. M, 22. April. Auf Grund guter Informationen kann die „Frk*. Ztg." berichten, daß bezüglich de» obersten militärischen Gerichtshöfe» für Bayern die Sachlage unverändert die nämliche ist, wie fie in den letzten zwei Monaten in der „Frkf. Ztg." geschildert worden ifi; insbesondere haben in der letzten Zeit keine Verhandlungen mit Boyern stattgefunden. Wie schon früher erwähnt, hält man weder in Berlin noch in München eine rasche Lösung für dringend- die Entscheidung ist nach wie vor noch hinaus« geschoben. Frankfurt a. M., 22. April. Die „Frkf. Ztg." meldet auS London: Einer Washingtoner Nachricht zufolge ist der Dampfer „TexaS" heute von Kehwest nach Cuba abgefahren. Der Dampfer hat 1000 Tonnen Proviant für die RcconcentradoS an Bord, außerdem Aerzte und Pflegerinnen. Der „Texas" fegelt unter der Flagge de» rothen Kreuze» und wird von einem Kriegsschiff begleitet. Frankfurt a. M., 22. April. Die „Frkf. Ztg." meldet au» Hamburg : An der hiesigen Affecuranzbörse werden bereit» Seeversicherungen gegen Kriegsgefahr durch Auf- schlagSprämteu adgeschloffen. Dresden, 22. April. Zur Tbeilnahme an den Jubi" läumSfeierlichkeiteu für König Albert find int Laufe deS heutigen vormittags hier eingetroffen: Prinzregent Luitpold von Boyern, Großherzog Ernst Ludwig von Hrffen, Herzogregent Johann Albrecht von Mecklenburg Schwerin nebst Gemahlin, Herzog Albrecht zu Württemberg, Erbgroß- herzog Friedrich von Baden, Erbgroßherzog Wilhelm Ernst von Sachsen-Weimar, Prinz Bernhard Heinrich von Sachsen- Weimar, Prinz Christian von Schleswig-Holstein, der Fürst von Hohenzollern, der Herzog von Genua und der Großfürst Paul Alexandrowitfch von Rußland. Auf dem Bahnhof wurden die fürstlichen Gäste von dem Prinzen Georg und Johann Georg mit ihren Gemahlinnen sowie dem Prinzen Albert begrüßt. Zum Empfang deS Prinzregenten Luitpold war König Albert persönlich am Bahnhof erschienen. München, 22. April. Der Saaten stand in Bayern für Mitte April ergiebt für Winterweizen 2,19, Sommerweizen 2,12, Winterspelz 2,24, Winterroggen 2,20, Sommerroggen 2,48, Wintergerste 1,00, Sommergerste 1,77, Hafer 2,00, Klee 2,01. Wien, 22. April. Die „Wiener Abendpost" gedenkt In wärmster Weise bei Jubelfeste» im königlichen Hause Wettin und der Betheiligung de» Kaiser» Franz Josef an demselben und sagt: Die Fürsten des deutschen Reiche» werden unter der Führung Sr. Maj. de» Kaiser» Wilhelm erscheinen, um den Jubilar auf dem sächsischen Königsthron zu begrüßen, der nicht nur ein ruhmbedeckter Heerführer, sondern auch ein weißer Fürst des Frieden» ist. Die herzlichsten Glückwünsche gelten auch der treuen Lebensgefährtin de» König» Albert, der edlen Frau auf dem Throne, Königin Carola. König Albert ist ein treuer Freund unsere» Lande», und alljährlich begrüßt eS ihn al» stet» willkommenen Gast de» Monarchen. Die Reiche Oesterreich», für welche diese» Jahr eine Zett der schönsten Festesfreude ist, huldigen mit den innigsten Gefühlen deS Danke» und der Verehrung dem Herrscher auf Sachsens KönigSihron. Nom, 22. April. Wie verlautet, steht nunmehr fest, eine Intervention der Großmächte und des PapstrS nach dem ersten Scharmützel zwischen Spanien und Amerika wird eintreten, sobald die militärische Lage fich in einem Spanien ungünstigen Sinne zeige, z. B. nach einer Niederlage auf See oder angesichts eines drohenden Bombardements von Havanna. Nom, 22. April. Als heute der nach Pisa bestimmte Schnellzug den hiesigen Bahnhof verlaffen hatte, explodtrte eine auf die Schienen gelegte Petarde, wodurch mehrere Waggon» beschädigt wurden. Unter den Reisenden entstand eine große Panik. London, 22. April. Sämmtliche in Keywest und Tampa befindlichen Correspondenien constatiren, daß die Feuilleton. 5>u sollst ihr Kerr sein! (Münchener GerichtSscene.) Gegen einen Strafbefehl hatte der Kaufmann U. Ein« fprnch erhoben. Herr ein großer starker Mann, Mitte der dreißiger Jahre, laßt seinem Aeußeren nach durchaus nicht vermuthen, daß er zu jenen Vielen gehört, die unter« sonst als süß bezeichneten Ehejoch seufzen müffen, toeil eS Ihren usurpatorischen Gattinnen ohne viel Mühe gelungen ist, die Vorherrschaft im Haushalte zu erringen. Trüben Sinnes fitzt der BedauernSwerthe auf der Bank, hinter ihm die bevor« rechtete Gattin, ein grobknochiges, starke» Weib, mit harten, mitleidslosen Zügen und einem finsteren Ausdruck, al» wenn fie bereit» den Prozeß verloren hätte. Richter: Sie haben wegen nächtlicher Ruhestörung eine Strafe von neun Mark erhalten und fich damit be« schwer» erachtet; wollen Sie auf einer Verhandlung noch bestehen? E» wäre bester, wenn Sie den Einspruch zurück- ziehen würden. Angeklagter: Ja, Herr Stadtrichter.', Sie reb’n leicht, aber bei mir da steht» auberö. Sehn '» mei Frau b'steht auf der Verhandlung und da gibt» nix mehr. Sie will feh'n, wer wieder amal recht hat und wenn i verur- theilt werd, no komma die Hnnd»tag vor den Sommer, 'S geht nöt ander» im Eh'stand." Richter: Sie find, wie mir scheint, nach einer eigenen, wenn auch nicht gerade ungewöhnlichen Fa-ou verhetrathet. Im gegenwärtigen Falle bandelt e» fick aber um Ihre männliche Integrität und Ihre Frau hat hier gar nicht» zu lagen. Wollen Sie anf dem Einspruch bestehen? Der Angeklagte drehte fich schüchtern um und warf einer, fragenden Blick auf seine Frau, die energisch den Kopf schüttelte und mit ihren geballten Fäusten einen Handschuh zerknüllte. Daraufhin erklärte er, auf einer Verhandlung bestehen zu müffen. Richter: Sie find nun beschuldigt, am 31. December vorigen Jahre» nach Mitternacht in und vor Ihrer Wohnung ruhestöreuden Lärm verursacht zu haben. Wa» haben Sie zu Ihrer Bertheidigung vorzubringen? Angeklagter: 'S war zum ersten Mal, daß i wieder lusti und fidel war, und zwar weil 'S d' NeujahrSuacht ge- wes'n ist und weil jeder sagt, dö» wär' a Freinacht. S' ganze Jahr durch verweigert mir mei Frau ’n AuSgang, wenn fie nicht dabei sein mag ober kann. Meine Freunbe unb Kameraden spotten deSweg'n über mi und i laß mir bös g'fallen, weil i weiß, daß b’ Nachgiebigkeit o ganz vorzügliche Tugenb iS, aber am Shlvesterabeub ba wirb auSgegaugen, ba hat mei HauShaltungSvorstanb nix z'sagen. Ich geh' also zu meine Freunb in» Dingsdräustüberl, unb bie empfangen ml gerabezu großartig. Der Wirt schreit: Ujegerl a seltener Gast. I thät an Ofen z'samrnaschlagen, wenn wer eahrn jetzt net so notwenbig brauchen thät. Die Gesellschaft stimmt meinetwegen a schneidige Wehr an, ber breite Verwalter hält an Vortrag über ManneSmut unb ben Wert ber Frauen, all's wär wunberschön gegangen, ba bemerkt ber spitzfinbige Sekretär: „Da» biete Enbe kommt nach, wenn er heimkommt. MinbestenS auf'u Holzscheite! muß er knien." I verkitt' mir solche anzügliche Rebensarten unb werb' bamit auSg'lacht. Nun proponiert ber Melber, der mir gegenüber wohnt, eine Wett zu zehn Flaschen Schampe» gegen vier Paar Kreuzer- würstl, wenn t mir heimz'geh'n trauet und in die Hausschuh' wieder kommen wollt'. Diese Aufzwickereien wurden mir z'durnm, und obwohl die Sach' Ihre faden Seiten hat, bin i nach Hau». Mei' Frau hat mi' wirklich recht anständig empfangen und hat gemeint, I wär' krank. Wie i, ohne den Hausschlüssel abz'liesern, wieder fort hab' woll'n, ging» aber los — schweig' mer davon, es war'n Familienangelegenheiten. I komm' ins BräustlM z'rück und die Anderen ham g'schaugt wie die Schwalbeln. Der Melber behaupt', daß i entweder von meiner Frau ouSg'jagt ober daß mei Frau eine» sanften TobeS verblich'n sei, unb verweigert d' Bezahlung ber Wett'. Ich will g'rab' wild werben, da geht b’ Thür auf und mef Frau war leibhasti' ba. Der Melber ruft: alle guaten Geister loben Gott ben Herrn! Dtr Kammersritz will nach ber RettungSgesellschaft telephonieren, ber Sekretär fragt bissig, ob’» im Kalenber verbruckt wär, baß heute b Wal- bürgt»- statt b’ Sylvefiemacht sei. I mach' ben G'scheibteren unb lab' mei’ Frau ein, Platz -'nehmen. Dö» wär recht g'wesen, aber mei’ Frau iS eben a fonberbare Heilige und schreit auf meine Liebenswürdigkeit: Elender Mensch l Miserabler Kerl! Die Anderen strast fi' mit Verachtung und verlangt von mir, I sollt' sie augenblicklich heimbringen, sonst gäbet’» a gräßlich'» Unglück .... Richter: Und weil der Vernünftige oachgiebt, brachten Sie die Frau heim. Und nun zur Sache. Angeklagter: Eigentlich bin i von der Frau heim- g'bracht word'n und wia eben oan Wort ’» andere giebt, so sau mir etwas laut g'wesen, I aber weniger, wie die Frau, obwohl'» fich bei mir um zehn Flaschen Sect g'haudelt hat. — Im Zuhörerraum rief die Frau de» Angeklagten: Na wart, du elender Kerl! Heut giebt’» wa», wenn d' heimkommst. Der Beklagte, von schlimmsten Ahnungen erfüllt, brachte kein Wort weiter heran», seine Frau wurde wegen Ungebühr ans dem Saal gewiesen. Da» Gericht erkannte gegen den armen Mann auf Freisprechung in der Annahme, daß die Frau der schuldigere Theil sein müßte, gegen diese aber bie Sache verjährt wäre. Ungeachtet dieses einen Tröste» war der Weggang de» Angeklagten nicht freudig. (M. N. R.) Amerikanische Flotte unb da- Landheer kaum vor Ablauf von zehn Tagen actionSfähig sein dürften. Boa Newhork gingen Handelsdampfer mit Lebensmitteln und Munition für die Insurgenten auf Laba ab- Letztere leiden Mangel an Pro» vtaut und Munition. Marschall Blanco soll tu den letzten Tagen für Befestigung Havannas und MatanzaS Colossales geleistet haben. Alle Häfen EubaS find durch Teeminen gesperrt. Loudon. 22. April. Die Meldungen über die Bewegungen der amerikanischen'Flotte find mit großer Vorsicht aufzunehmen. Madrid. 22. April. Gestern Abend hatte sich eine zahlreiche Menschenmenge vor dem Hause Woodfords angesammelt und forderte die Beseitigung des amerikanischen Wappen-. AlS dasselbe herabgeoommen werden sollte, riß der Strick und das Wappen fiel auf die Straße hinab. Es wurde von der Menge ergriffen und im Triumph durH die Stadt getragen. Da- HauS Woodfords wurde sodann mit spanischen Fahnen decorirt. Heute sollen alle amerikanischen Schilder entfernt werden. Madrid. 22. April. Bor dem Hause des Minister- präfidenten Sag ast a hat eine Manifestation stattgefundeu. Lebhaite Beifallsrufe wurden au-gebracht. Madrid, 22. April. Bor seiner Abreise äußerte General Woodford zu mehreren Diplomaten, die Verweigerung der Abschieds-Audienz bet der Königin-Regentin, sowie die Art unb Weise, wie Sagasta ihm die Päffe zustellte, empfinde er alS eine persönliche Beleidigung. Er habe doch Alles ge- thau, um den Frieden aufrecht zu erhalten. Er schreibe aber diesen Vorgang der begreiflichen Aufregung der leiteuden Madrider Kreise zu Rewyork, 22. April. Wie rS heißt, ist dem Präsidenten Mac Kinley gestern eine'Höllenmaschine zugegangen. Mac Kinley entzog sich aber der Gefahr, da mau seit einigen Tagen im weißen Hause sehr vorsichtig geworden ist. Als nun gestern ein verdächtig auSseheudeS Packet für den Präsidenten an tarn, hat man dasselbe zur Vorsicht in Waffer getaucht. Es stellte sich dann heraus, daß eine Dyaamttpatrone und eine Vorrichtung um diese zur Explosion zu bringen, in dem Packet enthalten war. Infolge deS Bekanntwerdens dieses Anschlages herrscht hier große Aufregung. Rewyork, 22. April. Die hiesigen Blätter melden, daß der spanische Gesandte, als er Washington verließ, einem Freunde folgende Mtttheiluog gemacht haben soll. Der Sieg für die Spanier sei unausbleiblich. Die spanische Flotte werde die amerikanischen Städte bombardtren und Spanien werde eine Kriegsentschädigung von zwei Milliarden Dollar fordern. Spanien habe zahlreiche Spione in den Bereinigten Staaten und diese würden dort einen Handstreich aussühren, wo man eS am wenigsten erwarte. Diese Aeußerungen haben in Newhork große- Aufsehen hervorgerufen. Rewyork, 22. April. Dem „Heralb" zufolge schweben zwischen England und den Bereinigten Staaten Berhandluugen bettest» eine- Bündnisse-. Washington, 22. April. Die aus Quebeck hier eiu- gelaufrne Meldung, daß die dortige franzöfisch-canadtsche Bevölkerung große Sympathien für Spanten habe, hat hier lebhafte Beunruhigung hervorgerufen. Keywest, 22. April. Das Auslaufen des Geschwaders war heute früh 5*/4 Uhr beendet. Havanna, 22. April. Hier werden die Kriegsrüstungen eifrig fortgesetzt. ES herrscht großer Enthusiasmus. Havanna, 22. April. Eine Proklamation der Marschalls Blanco fordert die Bewohner LubaS auf, die fremde Invasion mit Waffengewalt zurückzuwetseu. Havanna, 22. April. Marschall Blanco erließ eine Proclamation an die Cubaner, tu welcher er daS Volk auffordert, sich zusammenzuschaaren, um wie ein Mann fürdaS Vaterland zu stehen. Nach dem Bekanntwerden der Proclamation veranstaltete die Volksmenge große Kundgebungen vor dem Palais des Marschalls. Dieser trat an- Fenster, hiett eine Ansprache und fragte das Volk, ob eS schwören «olle, eher den letzten Blutstropfen zu vergießen, als zu dulden, daß ein Amerikaner den cubanischen Boden betrete. Die Menge brach in rasende Beifallsrufe aus. Shanghai, 22. April. Se. Königliche Hoheit Priuz Heturtch von Preußen begab sich gestern nach Wusung, besichtigte dort die nach deutschem Muster etnexerzirten Ein- geborenentruppen, sah einer Gefechtsübung zu und wohnte sodann einer Besichtigung der Shanghaier Freiwilligen bei. <*calo m* prooittiUa** Grünberg, 20. April. Heute fand hier die Frühjahrs- conferenz der Lehrer des Bezirks Grünberg statt. Herr Lehrer Schättler aus Rüdingshausen hielt einen Vortrag über „Wa- gehört zu einem guten Erzieher?* und Herr Mergott-Beuern refertrte über „Die Bildung des Ge- müthS". Beiden Referenten wurde durch den Vorsitzenden, Herrn Kreisschultuspector Dr. Lucius, der Dank der Eon- ferenz für die anregenden Arbeiten ausgesprochen. An die Verhandlungen schloß sich ein gemeinschaftliches Mittageffeu im Gasthof „Zum Hirsch". 4~ Kidda, 22. April. Der verstorbene hiesige Lehrer Konrao Roth hatte s. Zt. auf Grund alter Urkunden eine Ehronik der Stadt Nidda verfaßt. Diese literarische Arbeit wurde nun seitens der Frau Lehrer Roth dem seit zwei Jahren bestehenden verein Krankenpflege unter der Be- dtngung geschenkt, daß derselbe dle Chronik drucken laste und deo Reinertrag feiner Raffe zuführe. Das auch für weitere Kreise höchst interessante Druckwerkchen, welchem auch die wichtigeren Ereignisse der Neuzeit einverleibt sind, ist bei dem BereinSvorstannde (Herrn Stork) zu 1 Mk. erhältlich. Hoffentlich findet dasselbe tm Interesse der guten Sache viele Abnehmer. «aivz, 21. April. In Lebensgefahr schwebte heute vormittag eine aus vier Köpfen bestehende Schiffersamilte vom Niederrhein, welche mit ihrem Sch-ffe auf der Gustav-durg vor Anker liegt. Der Mann, die Frau und zwei Knaben im Alter von 12 und 14 Jahren wollten sich zwischen 9 und 10 Uhr auf einem Nachen nach Mainz begeben, um Einkäufe zu wachen. Oberhalb der Eiseubahubrücke kamen sie einem zu Thal fahrenden Schlepper zu nahe, der Nachen kenterte und die vier Jvsaffen wurden in'S Waffer geschleudert. Die Frau und der ältere Knabe hielten sich an dem umgestürzten Fahrzeuge fest und trieben bis unterhalb der Etsenbahnbrücke, bevor ihnen von dem im Schleppzuge befindlichen Schiffe Hilfe wurde. Der Vater mit dem fast erstarrten jüngeren Knaben im Arm, hielt sich so lange über Waffer, bis er durch ein zugeworfenes Tau an Bord des letzten Schiffes des Schleppzuges ausgenommen werden konnte. Alzey, 20. April. Heute Abend fiel der taubstumme Lehrling de» Tapezierers P. Koch, welcher mit dem Aufziehen eines Gegenstandes beschäftigt war, sammt diesem aus dem dritten Stockwerke in den Hof, ohne daß sich derselbe erhebliche Verletzungen zugezogen hat. Dtrmifdptcs» • M. Glabbach, 22. April. Der Pfarrer Lie. Weber ist in Folge des Piesberger Streiks aus dem Gewerkverein der christlichen Bergarbeiter ausgetreten. * Eine Methode, um auf photographischem Wege die Höhe eines Ballons zu wessen und deu gleichzeitigen Barometerstand zu verzeichnen, und auf diese Weise die Resultate der dtrecteu Messung mit dem letzteren zu vergleichen, ist von Lailletet der ,Academie de Sciences“ nach einer längeren Reihe von Versuchen, die die Brauchbarkeit bewiesen, unterbreitet worden. Da- Internationale Patentbureau Carl Fr. Retchelt, Berlin NW. 6, schreibt unS darüber folgendes: Unter dem Ballon wird eine Camera angebracht, deren Ob- jrctiv nach unten gerichtet ist. Dieselbe dient zum Aufnehmen der Landschaft unter dem Ballon. Zu gleicher Zeit wird durch eine auf der Oberfeite der Camera angebrachte Linse ein Bild deS Zifferblattes eines AneroidS auf die lichtempfindliche Platte geworfen. DaS Aneroid befindet sich Über dem Apparat. Mißt man nun die Entfernung zweier Punkte auf dem photographischen Bilde und vergleicht dieselben mit einer genauen topographischen Karte, so ist durch eine einfache Rechnung die genaue Höhe deS Ballon» zu finden. Anden erhaltenen Resulten ist dann leicht daS Gesetz abzuletten, welchem das Aneroid folgt. * Da» letzte Pferd. Im „Neuen Wiener Journal" plaudert Balduin Groller über die Zukunft deS Pferdegeschlecht S: „Nur hereinspaziert, meine Herrschaften! Hier ist die größte Merkwürdigkeit zu sehen: Ein lebendes Pferd! DaS letzte existirende Exemplar!" Dieser Text, durch eine entsprechende Illustration noch zu drastischer Anschaulichkeit gebracht, war in der Zeit, da da» Fahrrad seinen weltumspannenden StegeSzug anzutreten begann, sehr häufig in den Witzblättern aller Länder zu finden. Immer mehr häufen sich die Erscheinungen, welche die Zukunft deS Pferde- gefchlechteS in der düstersten Färbung erscheinen lassen. DaS Pferd, unser werthvollsteS Hausthier, wird nur noch durch eigene Zuchtanstalten erhalten. Man darf getrost annehmen, daß eS in Folge der ihm zu Theil gewordenen Pflege die Fähigkeit eingrbüßt hat, sich in der Freiheit zu behaupten und seine Gattung zu erhalten. Man ist eben nicht ungestraft Jahrtausende lang HauSthier. Zu der natürlichen Conjunctur, die der Gattung Pferd ungünstig ist, kommt noch der ihm anscheinend bittet feindliche Gang unserer Civilisation. Bon der FriedenSidee freilich ist leider für sie vorläufig noch nichts zu besorgen. Die Cavallerie wird erst mit den Kriegen von der Welt verschwinden, und bei allem Resptct vor den Militär Radfahrern — die Cavallerie wird man nicht entbehren können, so lange man Kriege führt - und so lange eS Cavallerie gtebt, wird man auch Pferde für sie haben müssen, sonst aber find die Aussichten für da» Pferd schlecht, sehr schlecht. Zuerst ist die Eisenbahn gekommen und hat mit den Postpferden aufgeräumt, jetzt gesellt sich zu dem Dampfe die Slectricität, der Benzin- und Pettoleum- Motor und zu diesem daS Übersetzte Zweirad. Bei unS mag man noch lächeln über die Borstellung deS aulftexbenben Pferdes, in Amerika, wo man mit den neuen Erfindungen ein etwas rascheres Tempo einhält als bet unS, lächelt man längst nicht mehr, im Gegentheil, man ist in beteiligten und betroffenen Kreisen sehr ernst gestimmt. Der Preis deS Gebrauchspferdes ist dort ganz außerordentlich gesunken- die Zucht lohnt fich nicht mehr. Gestüte werden aufgelöst, die Heerden ihrem Schicksale überlassen, weil fich absolut keine Käufer mehr finden. Wir haben keine Anhaltspunkte, anzunehmen, daß die Zukunft des Pferde» bei uo» fich ander» und rosiger gestalten werde. DaL exceptionelle Sportpferd, daS englische Vollblut und daS gute Halbblut, die Sccuudentraber, die werden zunächst noch ihren hohen Preis behaupten, weil mit ihnen viel Geld zu verdienen ist, aber das Gebrauchspferd — wenn es eine Actie wäre, eS stünde sehr kritisch um seinen Lurs- denn zu viele Umstände vereinigen fich, um den Lurs zu drücken. Sxemplificiren wir einmal an Wien selbst. In Wien giebt eS dermalen an vierzigtausend Radfahrer und Radfahrerinnen. Man frage doch Comfortablk' und Fiakerkutscher, ob sie das spüren oder nicht. Tausend Fahrten täglich, die sonst uu- zweifelhaft ihnen zugefallen wären, werden jetzt in aller Geschwindigkeit auf dem flinken Rade erledigt — die ihnen bestimmt zugefallen wären, denn es handelt sich um Entfernungen, die zu Fuß entweder gar nicht oder mit unter- hältnißmSßigem Aufwand von Zeit zu bewältigen gewesen wären. Man hat gut sagen: Trotz Eisenbahn und Wegfall der Postkutschen haben fich die Pferde doch behauptet. Das mag ja richtig fein, aber schließlich hat doch Alles feine Grenze. Wir bekommen die Stadtbahn. Veranschlagen wir hundert Züge am Tage, von denen jeder die Leistung von hundert Pferden verrichten kann. Soll das auch noch ganz ohne merklichen Einfluß auf den Pferdebetrieb fein? Die Pferdebahn soll üereiecttiRrt werden. Die Tramway braucht ihre 500 Pferde im Jahre, und wenn sie nicht mehr als Käuferin auf dem Pferdemarkte austritt, wird da» auch ganz ohne Einfluß auf den Markt und auf den Curswerth des Pferdes bleiben ? Nun hebt fich sogar das Gespenst de» AutomodilismuS aus der Versenkung. Der pferdelose Wagen erscheint auf dem Plane, die Sqripage des Mittelstände». Roch ist diese Equipage zu theuer, in unserer Zeit verbilligen fich aber wirkliche Gebrauchsobjecte rapid. Man denke au die Nähmaschine und auch an daS Fahrrad. Eine Equipage, die unbeschrankte Bewegungsfreiheit gestattet, eine Equipage, für die man keine Pferde, nicht das tägliche Pferdefutter, keinen Kutscher, keinen Stall, nichts als eine Ranne Petroleum oder Benzin braucht. Welcher Bürger, der e» halbwegs thnn kann, wird diese Equipage nicht haben? Der Kaufmann wird so seine Waare befördern und dabei Verpackung und Fracht sparen. Wie in jeder Familie die Nähmaschine zu finden ist, wird in Zukunft die nütz'iche, billige, genügsame und doch so leistungsfähige und dabei Genuß bietende Eqtipage des Volke» zu finden sein. — Arme» Pferd, rüste dich zum letzten Gange in das Pferdeheim ! Wa» bleibt dir noch, da man dir Alle» nimmt! Die Menschheit wird bald gerührten Abschied von dir nehmen — deine Zeit ist um! * Wann hat da» neunzehnte Jahrhundert angtfangen! „Welche Frage?" denkst Du, „da» ist doch klar, am 1. Januar 1800.“ „Ja, da» sagt Mancher, aber mir ist das gar nicht klar, und unter uns gesagt, ich glaube es nicht!" „Nun, dabei gewesen bin ich auch nicht, aber mir scheint, da» liegt doch auf der Hand; am Sylvesterabend 1799 um Mitternacht war das achtzehnte Jahrhundert tobt und begraben, und das neue fing an, da» berühmte Jahrhundert des Dampfes und der Slectricität, da» »ns den Glauben an so Manches genommen hat und Dir fr gar den Glauben an feinen eigenen Geburtsschein, wofür ich Dir in seinem Namen bestens danke." „Nun, bebauten kann e» sich immerhin bet mir, denn ich will es verjüngen- kurz herau»gefagt, man will bas arme Jahrhundert mit Gewalt ein Jahr älter machen als es wirklich ist, damit man e» nachher ein Jahr früher los wird, denn älter al» hundert Jahre darf es ja nicht werden." „Ein Jahr älter? Du meinst also . . . „Ich meine und behaupt, kühnlich, da» neunzehnte Jahrhundert hat nicht am 1 Januar 1800, sondern genau ein Jahr später, nämlich am 1. Januar 1801 begonnen und wird seinen Platz dem zwanzigsten nicht vor dem 1. Januar 1901 räumen." „Aber das find ganz revolutionäre Ansichten! Und Deine Gründe? — Aber halt! Ich will erst Augenzeugen befragen. Der Briefwechsel zwischen Schiller und Goethe muß Aufschluß geben, es sollte mich wundern, wenn fich die Freunde nicht beim Beginne de» Jahrhunderts beglückwünscht hätten, hat doch Schiller sogar ein Gedicht „Der Antritt des neuen Jahrhunderts" geschrieben .... Laß sehen .... 31. December 1799 .... hier steht nicht» . . . . aber hier, gleich dahinter schreibt Schiller: „Ich begrüße Sie zum neuen Jahr und neuen Säkulum und hoffe zu vernehmen, .daß Sie e» gesund angetreten haben". und Goethe antwortete am 1. Januar 1800: „Ich war im Stillen herzlich erfreut, gestern Abend mit Ihnen da» Jahr und, da wir einmal neunundneunziger sind, auch da» Jahrhundert zu schließen . .* Du siehst, wenn ich irre, befinde ich mich mindestens in guter Gesellschaft." „Du fönnteft noch hinzufügen, daß Heinrich Heine die jetzt fallen gelassene Annahme, er fei am 1. Januar 1800 geboren, dazu benutzte, um sich scherzhaft als einen der ersten Männer des Jahrhundert» zu bezeichnen. Dennoch irrst Du. Betrachte einen Augenblick dieses Metermaaß. Wie Du stehst, ist e» in Zentimeter getheilt. Zu jedem Meter gehören ihrer hundert. Da» letzte Zentimeter des ersten Meters ist also der wievielte!" „Offenbar der hundertste!" „Sehr gut und der zweite Meter beginnt .. .?" „Wo der erste aufhott, nach dem hundertsten Zentimeter." „Also mit dem hundettsten, nicht wahr? Und der dritte mit dem Zweihundertsten und so fort. Du merkst, woraus ich hinan» will: Zwischen Zeitmaaß und Raummaaß ist dem Wesen nach fein Unterschied — sprechen wir doch von einem Zeitraum — und wie da» zweite Jahrzehnt eine» Menschenleben» mit seinem elften, das dritte mit dem ein» undzwanzigsten Jahre beginnt, so schließt das zehnte mit dem hundertsten Jahre, und da» zweite Jahrhundert batirt vom hundertsten an, da» dritte Jahrhundert beginnt mit dem Jahre 201 und da» neunzehnte also . . .?" „Allerdings mit dem Jahre 1801; ich gebe mich gefangen und fall» wir den Beginn de» zwanzigsten Jahrhunderts erleben sollten, so labe ich Dich ein, bie Sylvesternacht be» Jahre» 1900 mit mir zu feiern." Cttcxatwe tm* — „Deutscher Loldateuhort", tllustritte Zeitfchrift für bei deutsche Heer und Volk. Herausgeber: General-Lieutenant l D- H. v. Below. Preis pro Quartal 1.80 Mk. Verlag von Karl SiegtSmund, Berlin SW., Tcffauetftrabe 13. IX. Jebrg. Heft 21 erschien soeben und enlbält: Ein Lebensbild König Älbeti« von Sachsen. (Zu seinem 70. Geburtstag und der Feier sctneS 25jährtgen Regierungs Jubiläum».) 1. Einleitung. 2. Die Jugendzeit deS König» Al ert 3. Prinz Albert im Feldzug 1849 gegen die Dänen. Der FriedmSdienst von 1849—1866. 6. Der Zwischen« cursu» oon 1866—1870. 7 Der Feldzug 1870 71. 8. Der Kronvrtnz- Feldmarschall in den Frieden»jabren 1871—1873. 9. König Albert von Sachsen. 10. Da» Privatleben be» König» Albert von Sachsen 11. Schluß Illustrationen: Prinz Albert von Sachsen altz Lieutenant 1843. König Albert von Sachsen. Nach einer Photographt- von Cito Mayer in Dresden. Prinz Albert bet Erstürmung der Düppler Schanzen. "Nach einer Zeichnung oon F. Krantz. Kronprinz Albert in der Schlacht bet Königgray. Nach dem Gemälde oon Qberstlieutenant v. Götz. (Pbotographie-Berlag von H. Han>- staengl, Dresden.) Kronprinz Al: eit oon Sachsen bei Sr. Privat. Nach dem Gemälde oon G Bleibtreu. Kronprinz Albert in der Schlacht bei Sedan, Nach dem Gemälde oon Cberstlieutenant o. Götz. (Photographie Verlag von H. Hanfftaengl, Dresden). Prinz Georg, H-rzog zu Sachsen. Kronprinz Albett v. Sachsen nach der Schlacht bei Beaumont seinen Bruder Georg geruhend. Nach dem Gemälde oon Cberstlieutenant v. Götz. (Photographie'Verlag von H. Hanf- staengl, Dresden ) König Albert und Königin Carola von Sachsen. Friedrich August, Herzog zu Sachsen. Marschallstab. (Ein kaiserliche» Geschenk) — Vaterländische Gedenktage. — Vermischte». — Splitter und Funken. — Räthsel. — Briefkasten. — Inserate. Empfehlungen Prima Schn>ki;erkSse, Edamrr-, Rahm- and LimburgcrKase stet» frisch tm Anschnitt bei 844 A. & G. Wallenfels, ■urtt 21. Telephon 46. Arthur Koppel, Bochum i. W., fabricirt als Specialität: 3770 '*V Feldbahngleise, Kipp wagen etc., Weichen, Drehscheiben. Grosse Lagervorräte. Cataloge gratis und franco. F Neuheiten PRINZESS weiche Ihre Toilette 3444 Haar-Uhrketten, «öpfe, Dreh«-, Loope, Scheitel und PerrüSe« ferttat billigst an 1625 H. 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I. vorgenommenen Ergänzuugswahl für die Gemeindevertretung der Iohannesgemeinde sind nachgenannte Herren als Gemeindevertreter gewählt worden: 1) Baldcnsperger, Dr. Wilhelm, Professor. 2) Bruchhäuser, Heinr., Univ.-Bibliothekdrener i. P. 3) Döpfer, Georg, Stadtrechner. 4) Helm, Friedrich, Weinhändler. 5) Jann, Carl, Realgymnasiallehrer. 6) Luh, Georg, Glasermeister. 7) Nassauer, Heinrich Fr, Kaufmann. 8) Pitz, Dr Hrinrsch, Realgymnasiallehrer. 9) Schäfer, Philipp, Weißbindermstr. 10) Schelhorn, Ernst, Stations Assistent. 11) Schön, Dr. Ludwig, Real gymnasiallehrer. 12) Wißner, Reinhard, Stadtgeometer. 13) Wolf, Jeremias, Stations Assistent. Gießen, am 23. April 1898 Der Kircheuvorstaud der Johauuesgemeiude. Dr. Naumann. 4306 4270] Eine Frau empfiehlt ficb im Wascben und Putzen, sowie auch ©arten« arbeit. 4täbere-> in der Exved. d. Bl- 4274] Ein kleiner Garten, am liebsten MU Gartenbaus, in der Rahe der Berg- oder Gartenstrabe zu pachten gesucht. ________________Gartenstratze 30, I 42841 Gartenland auf demRabrungs« , berg zu "erpackten Näherem Bleichstraste 38, I. Der Kantnänniiche Verein in Frankfurt (Hain) empfiehlt für Besetzung 3678 offener Stellen «eine für Mitglieder und Geschäftsinhaber kostenfreie Vermittlung. Bisher wurden rund 40000 Stellen jeder Art besetzt. Rcbacnon: I. Hermann tlle. — Irud und Verlag der Brühl'schen UntversilätS-Buch« und Gtnnbrudcrct (Pietsch 6. Scheyda) in G 4296] 2 Bienenvölker, 1 Bienenhaube nebst Zange, Rähmchen, Futterkasten und mehrere leere Stöcke wegzugöhalber zu verkaufen.__________Photograph Lrll). 4271] 4 Stück Fenster mit Sand- steinfaflung, 2 Zimmerthüren mit Zubehör, wenig gebraucht, 2 Küchenherde, 1 Wormser und 2 Füllösen, 1 leichte Bodentreppe und eine kleine Partie gelbe Blendsteine werden abgegeben _ ___ Bahuhosstr. 27, park. 4298] Zwei fdiönc Oleander zu verkaufen im______Kühlen Grund. . 42991 Bier große Lleander billig zu verka ufern____________Schützenstr. 13. Eilte große hlnidehülle (fast neu) billig zu verkaufen. 4276 Wo? sagt die Expedition d. BI. Brühl’sche kmmW-kck Mil Steindrotkerei Fletsch * Scheyda) Verlag des Giessener Anzeigers 7 |chal»tra«»e 7 emy*«bK sieb ier Aufertigane *11 er Buchdruck-Arbeiten m elegutoa 8*wirs- and Fvbeedmcfc Pachtgut Mit genügenden Mitteln suche ein größeres Gut zu pachten oder zu kaufen. Gest. Offerten erbitte unter Nr. 4286 an die Expedition d. Bl. 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