tiltl stoffen, Stoffen, tollen, ieiij iröcken, )cken chf. tu *71 ? gtvoÜ ElertMtr. straße 12. ML den in gleichem i ►lade ischinenCl ihne Auswechselung afJÄ ■UW. soigs, BethiL .rlgeM^ S>"S i>* P*1 Uflb njw' >« fbuflfl Ifiatt *L arfff* ÄÄ» fl&'-S fiÄ » *(S< . ^ie86OeS8cl1' 8*1 tbrikpreisen Nr. 70 Drittes Blatt. Donnerstag de* 24. März 1SS>8 tigM mit Lu»«a»«r W $le*tae». Die ei*w giemiritelfÄlftt Werde» dem Äejeiyr DichentUch viermal beigettgt. Gießener Anzeiger Ne^g-prei» HicrteNahriich 2 ffltarf 20 Psg. monatlich 76 Pfß. mit Brirrgertoha. Bei Pofidezag 2 Mark 50 Ptz. vierteljährüch. Annahme von Ä*jti|ee zu bet Nachmittags M den ßGtganden Lag erlchemend« Nummer bis Bor in. 10 ühr. General-Anzeiger Air rkvigE-NermitlNm-SOeSan da» In. and Auslandes nahm«» Aaßeägou f4r den Gießen«r Anzeiger mtgege«. Amts« »nd Anzeigeblatt fth? den Axels Giefzen. IhMwtfee, A^rditivn und Druckerei: -ch.ßratze Kr. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. - 1 ’T1 ■: . ...v'.j-,.1, i Adresse für Depeschen: Anzeiger Fernsprecher Ar. 51. gelungen ist, haben die Ereignisse gezeigt, und der Mißerfolg r werden, war von vorneherrin um so wahrschetulicher, als da» Cabiuet Gautsch, wenn e» auch — wie wir vorhin sagten, Anfangs nirgends Widerspruch erfuhr, bei keiner Partei rechtes vertrauen fand. Wir haben dies ja bereits mehrfach bet früheren Gelegenheiten ausgeführt, so daß wir hier nicht näher darauf zurückznkornmeu brauchen. AartUrhav Lyell. Bekanntmachung, Betr.: Generalversammlung deS Vereinsbezirks «Oßeu des Oberhesfischen Obstbauvereins im Jahre 1898. Diejenige» BereioSmitglieder, die in der mit der rubr. Generalversammlung verbundenen Derloosung Obsibäume gewonnen haben, benachrichtige ich hiermit, daß die Gew'nae Dienstag den 39. ds. Mts., Borm. von 9 bis 12 Uhr, im KreiSauttSgebäude dahier in Empfang genommen werden können. Gießen, den 22. März 1898. Der Vorsitzende des Oberhesfischen Obstbauvereins des DereinSbezirkS Gießen. Dr. Wallau. Zum Wiederbeginn der österreichischen Parlamentssesfion. Rach längerer Unterbrechung ist am Montag daS Abgeordnetenhaus tu Wien wieder zusammeugetreten. Die inner- poltttschen Stürme, welche die Vertagung veranlaßte», find noch 1» frischer Erinnerung- fle haben ja weit über Oesterreichs Grenzen hinaus berechtigtes Aufsehen erregt und find geeignet, auf den dortigen Parlamentarismus ein trübes Licht zu werfen und die Zukunft nicht gerade in hoffnungsvolle« Glanze zu zeigen. Schwer hat da» Schicksal während des parlamentarischen Interregnums auf dem Nachbarreiche geruht. DaS Mtv sterium Badeoi mußte entleffen werden, weil fein Fortbestehen Oesterreich wahrscheinlich der Revolution tu die Arme getrieben Hütte, a» deren Abgrund es bereits stand. Die Gemüthrr schienen sich zu beruhigen »ud daS ueugebildete Cabiuet Gautsch fand nirgends einen dtrecteu Widerspruch. Ob eS zweckmäßig war, erst ein UebcrgangS- ministerium zu bilden uud noch dem Rücktritt Badenis nicht gleich ein Defiaitivum zu schaffen, darüber laßt fich streiten. Kaiser Franz Josef befand fich iu einer überaus schwierigen Lage,- er ging jedenfalls von der Ueberzenguug aus, daß eS bester fei, durch Berufung eines farblosen Labiuet», daS ganz objettv Vorgehen konnte, erst eine gewisse Beruhigung eiutretru zu lasten, eiueu Au-gleich der Gegeulätze zu versuchen uud einem späteren Ministerium die tuuerpoltitschen Verhältnisse in mög. lichst geordnetem Zustande zv überliefern. Daß die- nicht Graf Thun ist erst zu kurze Zeit i« Amt, als daß mau schon jetzt ein Urtheil über seine Thätigkett fällen köonte. 66 ging ihm bekanntlich der Ruf großer Energie, aber auch ziemlich ausgebildeter Rücksichtslosigkeit voraus, fall- er auf Widerstand stoßen würde. Die Einberufung des Abgeordnetenhauses zeugt von einem gewissen Muihe unter den obwaltenden Verhältnisse», trotzdem der Zufammeotritt der Parlamente in einem verfassungsmäßig regierten Lande eine Rothweudig- keit ist uud besonder- in Oesterreich dringend erforderlich war, wo so viele gesetzgeberische Aufgaben der Erledigung harren, seitdem die Unterbrechung der Parlamentssesfion die Gefahr näher gerückt hat, daß die Regieruug»masch!ue in- Stocken geräth. Froheu Muths wird Graf Thun der ersten AbgeordneteohauS.Sitzung am Movtag jedenfalls nicht entgegen gesehen haben, umsomehr, al- die deutschen Oppositionsparteien von ihrem ganz verständigen Beschlüsse, nicht iu die Obstruelion eintreteu zu wollen, iu letzter Stunde wieder abgewicheu sind. Mau hatte fich dahin geeinigt, daß die Linke die erste Blrepräfidevteustelle im Abgeordneteuhause übernehmen solle, «ud Alles schien einen glatte» Verlauf nehmen zu wollen. Aber wie gesagt, der Beschloß wurde umgestoßeu uud dahin abgeändert, sofort wieder in die Obstruktion einzotreteo. Gleich am erste» SitzuugStage konnte «au die Wirkung dieses Beschlusses wahrvehmen. Rach der Wahl des Dr. Fuchs von der katholischen Volk-Partei zum Präsidenten brach der Sturm wieder los, so daß mau mit großer Be» sorguiß den weiteren Verhandlungen eutgegensehev muß. DaS Verhalten der deutschen Volk-Partei ist u« so überraschender, al- ihre Vertreter in der Confereuz der vereinigten deutschen Parteien ausdrücklich für die Herbetsührnng parlamentarischer Verhältnisse fich ausgesprochen hatten. Die Arbeitsfähigkeit de- ReichSraths wird nun wieder in Frage gestellt und dir deutsche Opposition thut nicht gut darau, die Verantwortung für daS Scheitern des Ausgleich- mit Ungarn uud der übrigen brenneuden Frag,n auf fich zu nehmen. Die Folgen für die innere Entwicklung Oesterreich» find unabsehbar uud könnten den Deutschen recht vertzäuguißvcll Wir sehen die Dinge objektiv an und können deS-- halb das Verhalten der Schöneriaoer, so große Sympathien wir auch für die Deutschen Oesterreichs haben, in ke ner Weise entschuldigen. Hoffentlich kehren sie um auf diese« Wege und warten wenigstens erst ab, welche Stellung die neue Regierung einnimmt. Auf die Maßnahmen de» Grafen Lhun darf man gespannt fein. (xx) Literatur rsrsd ALr-nft. — Osterglocken ertönen bald von Land zu Land und läuten Frieden ein in jedes Menschenherz. Mitten hinein in dies herrliche Fest versetzt uns stimmungsvoll das Bild „Osterferien" mit einem trefflichen Gedicht von Adalbert von Haustein in der neueste» Nummer des olle 14 Tage in über 220 000 Auflage erscheinende» Welt-Modenjournal« »Große Moderrwelt* mit bunter Fächer- Vignette, Verlag John Henry Schwerin, Berlin. Ergreifend wirkt die Erzählung von Nataly von Eschstruth „Osterglocken". 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Meine Thätigkett bestand darin, die Beamten unauffällig zu beobachten, zu eontroliren, ob die Wächter Iren und zuverlässig waren, die Chefs von dem Stande der Dinge zu unterrichten und mich in jeder Weise nützlich zu machen. Ich war ein alter Detektive und fast jeder Bankräuber und -Schwindler damaliger Zell war mir — wenigsten- von Ansehen — bekannt. Damals waren die Bankhäuser im vergleich zu den Erfindungen der Neuzeit fast gar nicht geschützt. Auch nicht eine- dieser vier Häuser hatte ein Sicher- heitsschloß und anstatt stäülerner Geldspinde hatten fie Schränke, die in Ziegelstein-Nischeu eingemauert waren. Ein- brecher konnten in wenigen Gründen zum Ziele ihrer Wünsche gelangen und Bankdirbstähle waren damals in Canada — dort spielt meine Geschichte — etwa- ganz Alltägliche-. Ich hatte meine Stellung noch kaum eine Woche inne, al- ich eine Entdeckung machte, die mich mit größter Ber- wunderung erfüllte. Meine erste Thätigkett bestand darin, daß ich die Wächter beobachtete. Ich fand, daß der Wächter der Firma DroverS n. Comp. ein aller, lahmer und schwacher Manu war. Er trat feinen Posten um 7 Uhr Abends an »ud ging um 7 Uhr Morgens fort. Im Corridor hatte er ein Feldbett stehen, nm sich zeitweise darauf auSznstrecken, und nach einigem Fragen gestand er «ir, daß er immer um halb 10 Uhr Abend- zu Bett ging und ziemlich fest bi- »ach 6 Uhr Morgen» schlief. Er war mit einem Revolver versehen, doch die Waffe war fett fünf Jahren nicht geladen worden. Der Masn hatte diese Stellung bekommen, weil er mit dem Kasfirer entfernt verwandt war. Die Bank war so gelegen, daß Einbrecher, denen eS einmal gelungen war, einzudringen, ruhig mehrere Stunden arbeiten konnten, ohne befürchten zu müssen, gestört zu werden. ES kam mir ganz sonderbar vor, daß noch Niemand auf den Gedanken gekommen war, diese Gelegenheit zu benutzen, und ich beschloß daher, «eine Augen weit offen zu halten. Wie ich bald erfuhr, hatte CoSgrove — so hieß der Wächter — die Gewohnheit, an jedem Tage nm 4 Uhr Nachmittag- nach einem WirthShause in der Nähe seiner Wohnung zu gehen- hier saß er en einem bestimmten T'sche, trank ein GlaS Bier, aß ein belegte- Brödchen, rauchte feine Pfeife und ging nach Haufe. Ich beobachtete ihn sieben bi- acht Mal und er war regelmäßig wie eine Uhr. Ar hatte keine Ahnung, daß ich im Dienste der Bank stand. Ich war ihm vollständig fremd und Holle ihn gehörig aus über seine Stellung im Hanfe, fein Gehalt, feine Gewohnheiten und dergleichen wehr. Die anderen Wächter waren jüngere Leute, alle zuverlässig und wachsam, und ich hatte mich, bis auf CoSgrove, über keinen zu beklagen. Jeden Tag betrat ich Punkt halb 4 Uhr die Kneipe, nahm an einem Tische in seiner Nähe Platz, bestellte mir ein GlaS Bier und entfernte mich, sobald er fortging. Ich war fest überzeugt, eS müsse fich ftüher oder später etwa- mit ihm ereignen, und meine Ahnung hatte mich nicht betrogen. ES gab damals nur zwei Wege, eine Bank „auszuheben". Der eine Weg ging über den Kasfirer durch Fälschung oder einen anderen Schwindel, der andere durch den Wächter, indem mau in- Har»S eingelassen wurde. Rach eingehender Kenntnißnahme der verhältn ffe im Hanse DroverS u. Cowp. kam ich zu der Ueberzeugung, daß der Wächter zuerst Her- Halten mußte. Da fich diese Anficht bei mir zur Gewißheit gewandelt hatte, so fuhr ich fort, ein scharseS Auge ans CoSgrove zu halten, doch vergingen trotzdem drei Monate, ehe fich etwa» ereignete. Da sah ich eine- Tage- auf der Straße einen Mensche«, der in der Verbrecherwelt unter dem Namen „bei schlanke Jack" bekannt war. Er war wegen BaukvtebstahlS tnr ©c» fängniß gewesen und allen DetectivS als ein schlauer Bursche bekannt. Er war eben freigelaffen worden und ich melkte, daß er in „Geschäften* nach Canada gekommen war und sicherlich früher oder später wieder von fich reden machen würde. Ich gab jedem Kasfirer der vier Bankfirmen seine genaue Beschreibung, und als ich etwa eine Woche später ia CoSgrove» Stammkneipe trat, fand ich den alten Wächter in angelegentlichem Gespräch mit dem „schlanken Jack". Da der Letztere mich nicht kannte und keine Ahnung hatte, daß ich in der Bank angrfiellt war, so setzte ich mich an daandere Eade der Gaststube und hiele wich nicht länger auf, nachdem ich mein Bier ouSgetruukm hatte. Am nächsten und übernächsten Tage tarnen die Briden wieder zusammen, uud eS stand für mich fest, daß CoSgrove an dem Anders» Gefallen gefunden hatte. Am vierten Tage betrat ich die Kneipe in ziemlich bs- rauschtem Zustande, d. h. ich spielte den Betrunkenen natürlich nur. Ich sang ein Lied vor mich hin, trank lin Gla- Bier, dann setzte ich mich hin und verfiel nach und nach t» einen gewissen Ktumpfstan, so daß e- nicht weiter aufsiel, als ich meinen Kopf und die Arme auf den Tisch legte und zu schlafen anfing. Dem Gaftwirthe fiel eS nicht ein, mich hinauszuwerfen, denn ich war ein guter, regelmäßiger Kunde, und so lag ich denn scheinbar in tiefem Schlafe, alS CoSgrove eintrat und fich au seinem gewöhnlichen Tische niederließ. (Schluß folgt.) Bekanntmachung betreffend: Entleerung der Senkgruben. Neu! Neu! Das 22 Seltersw eg 22+ 1151 empfiehlt h 2445 Marktstraße 28. SaatKartosscln fcKC.Röhr&Co.^ // Sy Kb.m.SlUlt 4,-Mll. FrShroski 2444 9 jetzt Mtr. 5.50, unter 5 jähriger Garantie. ChnstophlaL C | jy k il> fubbobruauttridi bestell, bewahrt, JJ E ■ AWi U WV d V MM ffnSnr* irnrfuenb nnb 0 1U sofort trocknend nnb Kpecialilät: Seidenstoffe 2 Rohntimirk« i M EhrendIploine. * 21 goldene Medaillen. Nestle'5 Kindermehl 1676 bei liebten ächten 2813 Meistergeigen. 18 Vleichstratze 18. Bchauzenstratze 8. 2896 «edactton: I. B.: Hermann Elle. — Druck und »erlag der Brühl'schcn UniverfitLtS-Buch- und Suinbrudcrn (Pietsch L Scheyda) in Gießen. 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