Nr. 223 Erstes Blatt Freitag den 23. September 1808 Gießener Anzeiger General-Anzeiger Amts- und Airzeigeblatt für den Tkreis Giefzen Gratisbeilage: Gießener Familienblätter Die Grundsteinlegung zum Landesdeukmal SciMtyrri* nirrtrljibtlKl S Mark 20 *♦» monatlich 76 mit Cringctle;«. Vri "tlofibfju< 9 Mark 50 Vt- Dirrtclläbrli*. wen Anzeigen |n brr Nachmittag» für bcn felfrabm Ing «Ichnarndr, Nummer bti Herrn. 10 Uhr. feNrhrf UgNch ■dt Ausuahnik des Montag». Alle Anzeigen'BermiNlungsftellen M In« und «uitenM ■tbrnrn »nz.ngen für den Gießener Die Gießener Werden dem Anzeiger Wscheuklich viermal dergelegt. j Wohnung»noth durch Bereitstellung außerorbentlicher Etat- mittel, die Erweiterung der Laufbahn der Postuuterbeawtea Abress« für Depeschen: Anzekger chketzen. Fernsprecher Nr. 61. VUWxtton, (trpfbition und Druckerei: >4ntBr«|e Ar. 7. für weiland (tzrotzherzog Ludwig IV. Königliche Hoheit. Darmstadt, 21. September 1898. Heller Herbstsonnenschein überfluthete den Paradeplatz, wo heute Vormittag 11 Uhr in einfach.schlichtem Acte vor einem kleinen Kreise Eingeladener: Vertreter de» hohen Londesherrn, dem Herrn Staat-Minister, den Spitzen der Provinz-, Kreis- und Stadtbehördrn, Mitglieder des ComitLs, Bauleitung und Bauleuten, die Grundsteinlegung von statten ging. Ueber dem Fundamentbau erblickte man auf entsprechend ausgeziertem Postament und von reichem Pflanzen- und Fahnenschmuck umgeben die Büste des verewigten Fürsten. Namen» der Bauleute sprach zunächst Herr Parlier H e r z folgenden Spruch: Ehe wir nun den Stein verhüllen Und vermauern fest und dicht, Lostet un6 zuvor erfüllen Eine theure heil'ge Pflicht. Denkt doch Jeder gern Seines Landesherrn, Den die schönsten Würden schmücken, Rechtthun, Milde und Beglücken. Namen» der Bauleitung ergriff Herr Architect Stadtv. Müller das Wort, um den Anwesenden, insbesondere dem Präfidenten des Denkmal Comitä», Sr. Durch!. Fürst zu Ufenburg-Büdingen, wärmsten Dank für ihr Erscheinen zu sagen und daran den Wunsch zu knüpfen, daß der weitere Aufbau der Werke« von gleichem guten Geschick begleitet sein möge, wie es den Vorarbeiten beschicken war. Redner überlieferte Sr. Durchlaucht den Fundamentbau mit der Bitte, die Schließung des Grundstein» zu vollziehen und schloß seine Ansprache, indem er wünschte, daß der Inhalt de» Grundstein» kommenden Geschlechtern verkünden möge, wie sehr da» hrsfische Volk seinen erhabenen Landessürsten geliebt und geehrt hat. Ee. Durchlaucht der Fürst sprach dem Bauleiter und den Arbeitern für ihre Thütigkett verdienten Dank aus und bat den I. Schriftführer des Comitös, Herrn Geh. Negierung«, rath Haa«, die in den Grundstein zu legende Urkunde zu verlesen, was danach geschah. (Den Wortlaut der Denkmals- Urkunde haben wir gestern bereits mitgetheilt.) Die Urkunde wurde nebst den anderen hierfür bestimmten Objecten in eine kupferne Casette eingelegt und diese von Herrn Spenglermeister Rockel verlötet und sodann in den Grundstein eingesetzt. Die üblichen drei Hammerschläge thaten hiernach mit folgenden Worten: Se. Durchlaucht Fürst zu Ysenburg-Büdingen: Dem Großherzog, Dem Feldherrn, Dem treuen Freund. Herr Justizrath Dr. Weber: Au« Liebe, In Treue, Dem weisen und gerechten Fürsten. Herr Geh. Regierungsrath Haä«: Möge die« Denkmal al« Zeichen der Volksdankbarkett und der dauernden Ehrung de» Verewigten bestehen ad saecula eaeculomm! Herr Staatsminister Rothe Excellenz: Da« Gedächtniß de» Gerechten bleibet im Segen. Herr Geh. Regierung»rath Haas — für Herrn Oberst- hofmarfchall v. Westerweller Excellenz: Treue und Dank- barkeit erlöschen nie. Herr Justizrath vr. Weber — für Herrn General- lieutenant Wern her Excellenz denselben Spruch. Herr Geheimerath v. Marquard: Dem Fürsten zur Ehre, dem Volke zum Beispiel, der Stadt zur Zierde! Herr Oberbürgermeister Morneweg: In Treue fest. Herr Architect Müller: In Gotte« Schutz, Dem Hesienland zur Freude! Damit hatte die würdige Feier, die in schönster Weise für die Enthüllungsfeier vorbereitete, ihren Abschluß erreicht. Deutsches Reich. Berlin, 21. September. Der Kaiser hörte in Jagdschloß HubenuSstock heute Vormittag die Vorträge de» Ehef» de» Civil-EabiuetS, vr. v. Lucanu», und de» Ehes» de» Marine-Ladinet», Frelherru v. Senden-Bibran. Berlin, 21. September. Der Sriminal Eomrniffar a. D. und Dirrcror de« Detecriv-Jnstitut» Greif, Egon Grütz- wacher, wurde in dem Augenblick, oll er feine Wohnung vrrlafien wollte, auf Grund einer Anzeige wegen Meineid durch einen Eriminalbeamtru verhaftet. Berlin, 21. September. Die deutschen Postuoter- beamten wollen sich auch in diese« Jahre mit einer Petition an den Reichstag wenden, um ihre Lage zu verbrffern. E« wird u. A. gewünscht: die Beseitigung der durch Erschließung bester dotirter Stellen au befähigte Kräfte, Anrechnung der Militärzeit bei Militär Anwärtern al« Diätare, Fortgewährung der Invaliditäts-Pension an im Uaterbeamteu- dienst angestrllte MtlitäraowSrter, Reform de» Strafverfahren» und Zubilligung de» Prädicat» ,£en* au Unterbeamte be Zustellung amtlicher Schriftstücke. Berlin, 21. September. Der bekannte Schriftsteller Theodor Fontane ist gestern Abend im 79. Lebensjahre infolge eines Herzschlages plötzlich gestorben. Berlin, 21. S'ptember. Palästiuareife des Kaisers. Bet der E nwethungSfeier der Erlöser! rche in Jerusalem werden, wie die ,TSgl. Rundschau" hört, sämmt- liche Würdenträger der in der heiligen Stadt vertteteuen christlichen Religionsgemeinschaften, namentlich der in besonderem Ansehen stehenden drei griechischen, der armenischen und der römisch katholischen, in vollem Ornat zugegen sein. Damit tritt die deutsch-evangelische Gemeinde zum ersten Male in die Reihe der in Jerusalem angesehenen christlichen ReligionSgevoffevschaften. Noch nach der Wiederaufrichtung deS neuen deutschen Reiches im Anfang der fiebzigrr Jahre war e» den deutschen Protestanten nur gestattet, zu ihre« Gottesdienst einen um den anderen Sonntag de» Nachmittags eine Capelle zu benutzen, die der englischen Judenrnisfion gehörte. Nach dem damaligen Abkommen wurde von England und Preußen abwechselnd ein evangelischer Bischof eingesetzt. Erst in den achtziger Jahren wurde dieses Berhältniß gelöst und dir deutsch-evangelische Gemeinde in Jerusalem selbstständig gemach', die nun in der mit ihrem stattlichen Thurm alle umliegenden Kuppeln hoch überragende Erlöserkirch'. auch ihr eigene« würdige« Gotteshaus erhält. — Von unterrichteter Seite gehen der R." noch die folgenden Mittheilungen zu: Der Kaiser, die Kaiserin, Hofdamen, Hausbeamte, militärische Umgebung und persönliche Bedienung werden zusammen eine Gesellschaft von etwa hundert Personen darstellen. Die Geistlichkeit, die zur Theilnahme au den Liuweihung-.Feierlichkeiten tu Jerusalem eingeladen ist, ist dabei nicht eingeschloffen- diese Herren reisen ,sür eigene Rechnung und Sesahr", und erst in der heiligen Stadt selbst werden fie de« KatserS Gäste sein. UebrigenS ist die weit verbreitete Annahme, daß die ganze kaiserliche Reise von Berlin nach Jerusalem vom Hause Look geleitet wird, irrig. Auf europäischem Boden reist da» Kaiserpaar unter eigener Regie und in Afirn tritt Look» Thätigkeit erst ein, wenn gelandet wird. Unser Kaiserpaar wird, wie der „Ronf." ersähet, bei der Ankunft in Palästina von deutschen Ehreu- juugfrauen empfangen werden. Die weißen Gewänder, welche fie bei dieser Gelegenheit tragen, werden augenblicklich in einem Magdeburger Geschäft angefertigt. Berlin, 21. September. Ueber das deut sch. eng- lisch» Abkommen schreibt die »Tägl. Rundschau". Alle Nachrichten, die bi» jetzt über den Vertrag durchfickeru, wiffen nur von englischen Erfolgen und deutschen Zugeständnissen zu melden- worin nun eigentlich die Gegenleistungen bestehen, läßt sich nicht i« Entferntesten ahnen. In einer Besprechung der Stellung der Mächte in Afrika, namentlich in Beziehung znm Kongostaat und dem zu Fall gekommenen englisch kongolesischen Vertrag von 1894 heißt e« „Aus London kommt die Nachricht, Deutschland habe sich damit einverstanden erklärt, daß der Vertrag von 1894 auch in dem Theile wieder hergestellt werde, der auf den Einspruch Deutschland« damals beseitigt wurde. Bekanntlich wollte England einen Gebiet«- streifen von 25 Kilometer längs der Westgrenze von Deutsch- Ostafrika pachten, um einen Urberlandtelegrophen durchzulegen. L. Rhode« hat nun den Ban diese« Telegraphen soweit fortgesetzt, daß er binnen Kurzem den Tanganjika erreichen wird, auch find die Verhandlungen mit der Kongo- regierung Über die Durchführung der Telegraphenlinte durch den Kongoflaat nördlich vom Tanganjika nicht abgebrochen worden- man suchte nur nach einer Form der AussÜhruog, gegen die Deutschland keinen Einspruch erheben könnte. Nunmehr berichten englische Blätter, Deutschland habe mit dem neuen Abkommen sich auch geneigt gezeigt, England sogar in Bezug auf den Eisenbahnban durch den Kongostaat eugegen- zukommen. Die Legung de« Telegraphen wird nicht erwähnt, sondern scheint schon al« selbstverständlich angesehen zu werden, vorläufig läßt fich noch nicht feststellen, wie weit fich diese Bermuthungen bestätigen, doch geht au« ihnen hervor, welch' weitgehende Pläne man in England an da« Zusammengehen mit Deutschland knüpft. Ebenso ist e« bernerkenSwerth, wie fest die Engländer ihre Abfichten halten und wie auch die Belgier ihre Pläne hartnäckig durchführen. — Soeialdemokratie und Schnlaufficht. Der anläßlich de« „Falls Singer" vielbesprochene Erlaß de« EultuSrninisterS über die Nichtbestätigung von Angehörigen der socialdemokratischen Partei al« Mitglieder von Schul- Deputationen oder Schulvorständen, hat folgenden Wortlaut: Neuere Vorkommnisse veranlaffen mich, die königliche Regierung darauf aufmerksam zu machen, daß Personen, welche der socialdemokratischen Partei angehören oder fich als Anhänger und Förderer derselben betätigen, weder in städtische Schuldeputationen noch auch in Schulvorstände al« Mitglieder eintreten dürfen. Die Thätigkeit der Schulvorstände sowohl wie der Schuldeputationen beruht auf einer ^Übertragung obrigkeitlicher Befugnisse und erstreckt fich nicht nur auf äußere, sondern auch auf innere Angelegenheiten de« Schulwesen«. Insbesondere find den städtischen Schuldeputationrn neben der Verwaltung be« städtischen Schulwesen« wesentliche staatliche Ausficht«rechte über die Schulen und die Lehrpersonen ihre« Bereiche« übertragen. Die« hat zur Voraussetzung, daß die einzelnen Mitglieder der Schuldeputation im Staube unb bereit finb, zur Ersülluug der Aufgaben ber preußischen Volksschule mitzuwirken. Gemäß ihren Amt«, pflichten haben fie baher gewissenhaft dahin zu streben unb dasür zu sorgen, baß bte Heranwachsende Jugend nicht nur in den für ba« bürgerliche Leben nöthigeu allgemeinen Kennt- niffen unb Fertigkeiten unterwiesen, sondern auch zu gotteS- sürchtigen, fittlicheu unb vaterlandsliebenden Menschen erzogen werbe. Die soc'aldemokratische Partei erstrebt auS- gesprochenermahen bte Beseitigung ber bestehenben staatlichen unb gesellschaftlichen Ordnung. Schon daraus ergiebt sich folgerichtig, daß ihren Mitgliedern bte Wahrnehmung obrigkeitlicher Befugnisse von Staats wegen nicht anvertraut werben kann. Sie steht nach ihren programmatischen Kunb- gebuugen in einen grunbsätzlichen Gegensatz zu den Ausgaben der preußischen Volksschule. Daraus solgt, baß ihren An- Hangern die zur Mitwirkung bei ber Ersülluug dieser Ausgaben ersorderlichen Eigenschaften abgehen unb daß fie als Mitglieder einer städtischen Schuldeputation oder eines Schulvorstandes nicht zugelaffen werden können. Der königlichen Regierung mache ich daher zur Pflicht, vorkommendenfalls der Wahl derartiger Personen zu Mitgliedern von städtischen Schuldeputationen ober Schulvorstänbeu von TchulausfichtS wegen bte Bestätigung zu versagen unb bte nachgeorbneten, zur Mitwirkung bei ber Bestätigung ober zur selbstständigen Ausübung des BestätigungSrechteS berufenen Behörden unb Beamten alSbalb mit entsprechender Weisung zu versehen." — Professor Schweninger hat der Nachricht gegenüber, e« sei ein amtlicher Bericht von ihm über bte letzte Krankheit Bismarcks zu erwarten, ben Wiener Docenten Weiß ermächtigt, zu veröffentlichen, bte Abfassung und Veröffentlichung einer Ktankengeschichle werbe nur bann erfolgen, wenn bte Familie BtSmarck ober gar der Kaiser e» wünschen sollten. Zur Zeit bestehen noch dieselben Gründe, die Schweninger früher in dieser Frage znm Stillschweigen bewogen. — Pariser Welt-AuSstellung. Die Arbeiten an ber beutschen Abthetlung ber Pariser Weltausstellung 1900 werben im ReichScommiffariat eifrigst weiter gefördert. Wie bte R." hört, steht ber RetchScommiffar Geh. Reg.- Rath Dr. Richter gegenwärtig in Unterhandlung mit ben französischen Behörden über ben Deutschland zuzuweisenben Platz für bie Ausstellung in Vincennes. Hier beabsichtigen nämlich bie Franzofen, eine bewegliche Ausstellung zu ver- anstatten, auf welcher EisenbahazÜge^ Fahrräder, Selbstfahrer u. s. w. auch erprobt werben sollen. Die deutsche Eisenbahn-Abtheilung, ebenso wie die Fahrrad- und Motor- Wagen'Abtheilung werden nach Vincennes gelegt werden. Es handelt fich jetzt nur noch darum, den nöthigeu Platz zu erhalten. Des Weiteten ist eine genaue Zuteilung des Platze» für bie Kunst-, für bie Hygiene- nab für bie HanbelSmarine- «btheilung noch nicht erfolgt. In allen brei Punkten vertritt Deutfchlaub große Jntereffen. Nach den Aeußerungen franzöfischer Blätter ist ber Kunst im Ganzen wohl nicht btejentge Berücksichtigung bezüglich be» Platze» zu Theil geworben, bie man für fie hätte wünschen rnüffen. Wa« bte Handelsmarine betrifft, so wirb Deutschland schon auf bet Zuweisung einet würdigen Platzes bestehen müssen, weil e» bte größten Gesellschaften ber Welt auf biesem Gebiete besitzt. Dem Vernehmen nach wirb fich ber RetchScommiffar Anfang» October »lebet nach Pari« begeben, um auch bte letzten verhanblungen wegen bet Platzsragen abzuschlteßen. Btirttgart 21. September. Der erst vor zwei Monaten gewählte Bischof von Rottenburg, Dr. v. Linsen- mann, ist an einem Herzschläge gestorben. M.P.C. Ein schwieriges Problem bildet auch für die Productivgenossenschaften die Frage der Arbeitslosigkeit. Biele der Gesellschaften, die namentlich in Frankreich bestehen, beschäftigen neben den Genoffen noch Hilfskräfte. Bei eintretendem ArbeitSmaogel werden zuerst die Hilfsarbeiter entlasten, danach wird entweder auch ein Thetl der Mitglieder außer Beschäftigung gesetzt, um sich möglichst anderweit Erwerb zu verschaffen, oder die Arbeitszeit wird allgemein verkürzt. Die wenigen ArbeitSloseu- unterstützuugskaffeu gehören den allgemeinen Arbeitersy^dicaten an und find nur wenig bemittelt. Diese Erscheinung der Arbeitslosigkeit und die durchaus unzulängliche Art ihrer Bekämpfung Seitens der Arbeiteraffoetatioueu verdient allgemeine Beachtung. M P.C. Auf dem diesjährigen Juristentag ist auch die Frage einer Reform der Ctvilproceßordnung gestreift worden. Daß eine solche nothweudig sei, wurde schon bet Berathung der letzten Novelle zu dem tn Frage stehenden Gesetzbuch zugegeben. ES wurde aber ebenfalls sehr entschieden betont und von keiner Seite ernstlich bestritten, daß eine solche Reform, wenn fie wirklich für längere Zett befriedigen soll, mehrjähriger Vorbereitung bedürfe. Große Wahrscheinlichkeit spricht dafür, daß der Reform der Civil- eine solche der Strafprocrßordnung vorauögehen werde. M.P.C. Der Schah von Persien beabfichtigt, Rußland, Deutschland, Oesterreich, Frankreich und England einen Besuch abzustatten und wird Ende Oktober sich zunächst nach Moskau und Petersburg begeben. Ausland. Wien, 21. September. Kaiser Franz Josef empfing am Dienstag eine Abordnung der Stadt Wien, welche dem Monarchen das tiefste Beileid der Stadt ausdrückte. Auf die Ansprache Les Bürgermeisters Dr. Lueger erwiderte der Kaiser, er danke der Bevölkerung und Gemeinde von Wien für den Ausdruck der Trauer von ganzem Herzen. Bei dem schweren Schlage, der ihn getroffen, finde er Trost und Linderung im Vertrauen auf Gott und in der Treue und Liebe i${hC3 Volkes. Er hoste Kraft zu finden, UM in | der Erfüllung feiner Pflichten au-harreu zu können. Dem Bürgermeister die Hand reichend, betonte der Kaiser, wie rührend und ergreifend die Trauer und innige Antheilnahme der Wiener Bevölkerung gewesen sei und hob lobend die musterhafte Ruhe und Ordnung der Wiener hervor, mit denen er sich als Mitglied einer einzigen großen Familie sühle. — Der Stifter des Innsbrucker Waisenhauses Hans v. Sieberer hat der Gemeinde neuerdings 200,000 Fl. übergeben mit der Bestimmung, diesen Betrag dem Watsenfonds einzuverleiben und ihm zum Andenken an die unvergeßliche Kaiserin den Titel „Kaiserin Elisabeth,Stiftung" zu geben. Wien, 21. September. Die deutsche volkspartei in Steiermark hat beschlossen, die Abgeordneten aufzufordern, die ObstructiovS-Politik gegen die Regierung wegen der ungarischen AuSgletchssrage so lange fortzusrtzeu, bis die Sprachen-Berorduungen aufgehoben find. Parts, 21. September. Der Proeeß Piequart wurde vertagt, weil gegen den Angeklagten ein neues Verfahren eingelettet werden soll. Paris, 21. September. Die Bedeutung der See- streitkräfte tn den Kriegen der Zukunft hat der Marine- mtutster Lockroy, der in Toulon den Schießübungen der Flotte beiwohnte, in einer dabet von thm grhalteven Ansprache sehr scharf betont. Dir Marine, so sagt er, spiele jetzt eine hervorragende Rolle. Die großen Schlachten der Zukunft würden zur See entschieden werden, wo die großen Hauptschläge erfolgen werden. Der Verlauf des spanisch- amerikanischen Krieges bestätige die Richtigkeit dieser Voraus- sagen. In Frankreich insbesondere werde man die erhebliche Bedeutung der Marine verstehen, wenn man die Lage des Mtttelmeer-GeschwaderS und die schwere Verantwortlichkeit sich vergegenwärtige, welche dasselbe im Falle eines Seekrieges auf fich zu nehmen habe. — Allerdings hat der Minister, der gern noch erhebliche Geldforderuugen für die Marine durchdrücken möchte, gewissermaßen „fürs eigene Haus" gesprochen, also nicht ganz ohne Voreingenommenheit. Dennoch bleibt auch so von seinen Ausführungen noch genug Zutreffendes und Beherzigendes übrig. Namentlich die bl- fchloffene Vermehrung der deutschen Flotte erfährt durch ihn mittelbar noch nachträglich eine bedeutsame Rechtfertigung. — Ganz ungetrübt ist die Freude der DrehfuSsreunde nun doch nicht geblieben. Die Wtedererneunung des Generals Zurlinden zum Mtlttärgouverneur von Paris hat vielmehr die GeueralstabSpartei mit großer Befriedigung erfüllt, da fie in derselben eine Schlappe BriffonS erblickt. Präsident Faure hatte erklärt, er habe Zurlinden, als derselbe daS KrtegSportefeuille übernahm, sein Wort gegeben, seine Wiederernennung zum Mtlttärgouverueur durchzusetzen. Die erste Wirkung der Maßregel ist, daß der KrtegSmtntster die von Zurlinden zusammengebrachten Anklagepunkte gegen Ptcquart dem Mtlttärgouverueur zur Weiterver- folguug übermittelte, so daß Zurlinden jetzt als Gouverneur die Anklage wegen Fälschung über Ptcquart verhängen wird, die er al» Kriegsminister wegen des Widerstandes BriffonS nicht erheben konnte. Getreu dem feit drei Wochen befolgten Verfahren ausgleichender Zugeständnisse nach beiden Setten mthob dte Regierung gleichzeitig General de Pellieux seines Pariser Truppencommando», versprach ihm jedoch eine Provtnz- dtvifion. — Eine der wichtigsten Personen des DreysuShaudelS, Major Esterhazy, befindet fich noch tn London. Ein dortiger Rechtsanwalt schrieb in seinem Auftrage an verschiedene Zeitungen, Esterhazy habe dte Behauptung, daß er für Enthüllungen Geld empfangen und daß er Fälschungen und andere ehrwidrige Handlungen zugestanden habe, für absolut unwahr erklärt. Major Esterhazy ziehe guten Rath über seine Lage ein und werde, wenn dte Zett gekommen, bereit sein, Alle», war er gethan, zu rechtfertigen und sein Verhalten durch unbestreitbare Beweise zu bekräftigen. Esterhazy sei entschloffen, in der Angelegenheit den von ihm für richtig gehaltenen Weg zu befolgen, und ungeachtet jede» Anerbietens pecuniarer Vortheile nichts zu thun, wa« er den besten Interessen seine» Lande» und Heere» für zuwider hält. London, 21. September. „Daily Mail" berichtet au» Shanghai, es zeige fich immer mehr, daß eine Annäherung zwischen England und Rußland Thatsache geworden sei. Die englischen Industriellen find hierüber sehr enttäuscht, da fie fich tu ihrem Handel gegenüber der russischen Con- currenz geschädigt sehen. London, 21. September. Au» Konstantinopel wird gemeldet, daß die Großmächte noch nicht beim Sultan dte Forderung auf Zurückziehung der Truppen von Kreta gestellt haben, obgleich diese Maßregel da» einzige Mittel sei, dte Ruhe und Ordnung auf Kreta wtederherzu- stellen. Es scheint, daß Rußland und Frankreich zögern, gewaltsame Maßregeln zu gebrauchen, da England auf diese Weise, weil e» dort dte meisten Truppen hat, auch dte meisten Vortheile au» dieser Lage zu ziehen wiffen würde. Loudon, 21. September. „Daily Mail" berichtet au» Berlin, daß vr. Leyd», der in Berlin weilt, beim Kaiser eine Audienz erbitten wird. Er wird versuchen, beim Kaiser dahin zu wirken, daß die Verständigung zwischen England und Deutschland zur Thatsache wird. Loudon, 21. September. „Morning Post" meldet aus Washington, daß dte beiden Kriegsschiffe „Oregon" und „Iowa" fich durch den Suezcanal nach Manila begeben werden. Dieser Beschluß wird al» eine vorfichtSmaßregel angesehen tn der Voraussicht eines eventuellen EonflicteS mit Deutschland bezüglich der Philippineufrage. Loudon, 21. September. „Daily Chrontcle" meldet aus Kairo, General Kitchener werde zum Lord Kitchener of Khartoum ernannt werden und eine Gratifieation von 25000 Pfund erhalten. Loudon, 21. September. „Daily Mail" läßt fich aus Rom melden, daß Admiral Canevaro, um die kret en fische Frage zu erledigen, Oesterreich und Deutschland aufgefordert hat, fich dem europäischen Coneerte wieder auzuschlietzen. Oesterreich hat eingewtlligt, Deutschland hat aber seinen Anschluß verweigert. Um die kretenfische Frage nun schnellstens zu erledigen, hat Admiral Canevaro die Unterhandlungen mit dem Sultan abgebrochen und beabfichtigt ttutt energische Maß- regeln zu ergreifen. Theodor Fontane (geb. 30. Drcember 1819, gest. 20. September 1898). Von Dr. M. Schilling. Au der Schwelle der 80er ist Theodor Foutaue dahin- gegangen, der ewigjunge Dichter, der jüngste der alten Generation. Noch vor wenig Tagen haben wir von ihm gehört: als Bismarck gestorben, sandte er ein kurzes Gedicht in dte Welt, kaum 20 BerSzeilen, und doch war dies fast dte einzige Perle, dte fich In dem schier riesengroßen Sandhaufen von Trauerpoemen barg. „Nicht in Dom oder Fürstengruft" soll mau den alten Recken au» dem Sachseuwald begraben, nein in Gottes freier Erde unter dem Sterueudach. Und nun sollen wir ihn selbst bestatten, den liederreichen Mund, der für immer verstummt ist. Dte Stellung, die ein Dichter in der Literatur eionimmt, kann ihm dte Mitwelt nicht einräumen- fie steht zu sehr auf den Zinnen der Partei, ihr Blick ist getrübt durch die kleinlichen Händel des Tages, der Nachwelt bleibt diese Aufgabe Vorbehalten. Aber Theodor Fontane wurde von der Mitwelt bewundert und geehrt, wie kaum ein anderer. Als zu Beginn der 80er Jahre die neue Dichterschule kräftig ihre Schwingen regte, da schüttelte fie zuerst ein gut Thetl von Tradition und Tand ab. So lange man selbst noch keine dichterischen Großthaten auszuweisen hatte, übte man wenigstens strengste Kritik an dem Vorhandenen. Mit dem Vorrecht der Jugend wurde alles Bestehende angefeindet, ntedergertffen. Spielhagen mußte fich manche» bittere Wort sagen lassen, Ernst von Wildenbruch wurde heftig befehdet — von den Kleineren ganz zu grschwetgen — nur Theodor Fontane blieb unberührt, Keiner wollte einen Stein gegen ihn ausheben, den Altmeister, deffen Kunst nie der Wirklichkeit entsagte, wiewohl fie den Stoppelacker de» Naturalismus sorgsam mied. Und als die Berliner Studentenschaft ihren „gründeutschen" Musenalmanach hinauSschickte, da stellte fie neben Gerhart Hauptmann, den Führer der jüngeren Dichterschule und das größte Talent tn ihr, den Namen Theodor Fontanes. Er hatte damals gerade „Effi Briest" geschrieben, und sofort hatte man unter dem Schwall der Modeltteratur diesen bedeutsamen Roman erkannt. Fontane hatte fich ganz der Erzählerkunst gewidmet, nachdem er eine reiche journalistische Thätigkeit entfaltet. AIS Romanschretber hat er dte besten Früchte geerntet. Verdankte er dte Stoffe seiner historischen Romane der Mark Brandenburg, so wählte er mit Vorliebe al» Schauplatz der modernen Berlin, die Hauptstadt der Mark. Er ist nicht nur der Begründer de» modernen Berliner Roman» geworden, sondern zugleich auch ihr berufenster Vertreter. „Stine", „Irrungen und Wirrungen", „Die PoggenpuhlS" — da» find Ruhmesblätter in feinem Dtchterkranz. Jetzt ist fein Stern verblichen, er hat, ein Greis, vollendet, aber fein Heimgang weckt, wie der eines Jünglings, „unendliche Sehnsucht im Herzen"._______________________ Locales unb provinzielles. Sieben, 22. September 1898. Jnvaliditäts- und Altersversicherung. Durch Entschließung Großherzogltchen Ministeriums des Innern vom 17. September d. I. ist an Stelle de» zum Großh. Ober- ftnanzrath beförderten Mtnisterlalfecretär» Dr. Fuchs der Mtnistertalsecretär bet dem Großh. Mlntsterium des Innern, Dr. Eugen Wagner zu Darmstadt, zum Vorsitzenden des SchtedSgertcht» für dte JnvaltditätS- und Altersversicherung im Bezirke des GroßherzogthumS, mit Wirkung vom 15. September l. I. an, ernannt worden. * * Oeffeulliche Anerkennung edler Thaten. Seine König' liche Hoheit der Großherzog haben dem Landbriefträger Anton Zorn III. zu Nteder-Saulheim, in Anerkennung der von demselben mit Muth und Entschloffenheit, sowie unter eigener Lebensgefahr bewirkten Rettung dreier Kinder des Ludwig Maa» daselbst vom Tode des Ertrinken» die Rettungsmedaille, — dem Rangirer Franz Joseph Erbelding zu Bingen, in Anerkennung der von ihm mit Muth und Entschloffenheit, sowie unter eigener LebeuSgesahr bewirkten Rettung der Maria Gnmbrich daselbst vom Tode des Ertrinkens eine Geldprämie, — dem Taglöhner Johanne» Adler IV. zu Gernsheim, in Anerkennung der von demselben mit Muth und Entschloffenheit, sowie unter eigener Lebensgefahr bewirkten Rettung des Heinrich Huth daselbst vom Tode des Ertrinkens, eine Geldprämie, — dem Brückenwärter Wilhelm Enoch in Mainz, in Anerkennung des von demselben am 23. Juli 1897 mit Muth und Entschloffenheit, sowie unter eigener Lebensgefahr bewirkten Rettung des Georg Weingärtner daselbst vom Tode des Ertrinkens eine Geldprämie zu verleihen geruht. * * Ernannt wurden am 11. August d. I. die Zugführer Moritz Geisel, Georg Jochim und Johannes Port zu Zugführern in der Heffisch.Preußifchen Eisenbahu-Gemeinschast« in unkündbarer Diensteigeufchast. • • LandeScredittaffe. Die Großherzogliche Regierung hat den Landstäuden einen Gesetzentwurf, betreffend die Aufnahme einer neuen Anleihe von zehn Millionen, verzinslich zu 3i/i pCt., vorgelegt. Au» dieser Anleihe sollen die zur Gewährung vou Darlehen aus der LandeScreditkaffe erforderlichen Mittel beschafft werden. • • Nebenbahn Alsfeld-Her,selb. Der vierte Au»schuß Zweiter Kammer hat über die Eingabe einer Anzahl ober- hessischer Gemeinden, betreffend die Erbauung einer Neben/» bahn von Alsfeld nach HerSfeld, Bericht erstattet und beantragt der Ausschuß: „Hohe Zweite Kammer wolle an Großherzogliche Regierung da» Ersuchen richten, den Ständen baldmöglichst eine Vorlage über die Erbauung einer nvrmalspUrtgen Eisenbahn von Alsfeld nach HerSfeld zu, machen." * * Probefahrt. Gestern Abend unternahm der Inhaber der Firma A. Ktlbtnger eine Fahrt, um die Wirkung der an feinem Gefährt angebrachten Acetylen-Laternen zu erproben. Die Wirkung dieses Versuches war eine überraschende, indem die Wege seitlich sowohl als auch nach vorn auf ca. 70—80 Meter taghell beleuchtet wurden, so daß der Fahrer daS kleinste Hinderuiß schon auf weite Entfernungen sehen konnte. • • Radsport. Da» große Herbstrennen auf unserer Radwettfahrbahn wird unstreitig daS intereffanteste Rennen der Saison. ES wird von bedeutenden BerufSsahrern Arend sicher erwartet, ebenso betrachtet eS Verhetzen, der den Sommer über bei uns geweilt, als eine Ehrenpflicht, am Start zu erscheinen. Von den Amateuren hat der Wett- meister Albert zugesagt- er wird in Opel, der bekanntlich in Wien bei der Weltmeisterschaft um Handbreite unterlag, einen ebenbürtigen Eoncurrenten haben. Eisenbahn-Verkehr. Am 1. October treten für den Verkehr nach Berlin neue Fahrpreise und Gepäckfrachtsätze in Kraft, welche gegen die zur Zeit bestehenden geringe Erhöhungen ergeben. * • Sine Liste schlechter Zahler werden nach der am 1. Januar 1900 in Kraft tretenden Novelle zur Livilproceß- bezw. ConcurSordnung die Amtsgerichte zu führen haben. In diese schwarze Liste, deren Einsichtnahme Jedermann gestattet ist, sollen Eintragungen derjenigen Personen, welche infolge vergeblicher Pfändung den OffeabarungSeid entweder geleistet oder deffen Leistung grundlos verweigert haben, und derjenigen, bezüglich deren Seiten» de» Amtsgerichtes ein Antrag auf Eröffnung de» ConcurSverfahren» Mangel» einer den Kosten de» Verfahren» entsprechenden Concur»maffe abgewiesen worden ist, erfolgen. Die Namen der Eingetragenen dürfen erst nach 5 Jahren wieder aus der Liste entfernt, b. unkenntlich gemacht werden. • • Wetterbericht. Da» Nord- und Ostseegcbiet steht unter dem Einflüsse einer größeren Depression, welche an der norwegischen Küste liegt. Ueber Lentral-Europa hat fich ein geschloffene» barometrische» Maximum ausgebildet, tn deffen Bereich das Wetter heiter geblieben ist. Die Morgentewperaturen find in Deutschland im Allgemeinen etwa» gestiegen. Ja Südwest-Deutschlaud und in Frankreich find dieselben gegen gestern wenig verändert. — Voraussichtliche Witterung: Abgesehen von Morgennebeln- vorwiegend heiter. E. Beienheim b. Friedberg, 22. September. Gestern gerleth zwischen Melbach und Beienheim ein Waggon Holz- kohlen in Brand. Der Waggon war von Villingen (Hungen) nach Stuttgart abgesertigt. Trotz angestrengter Thätigkeit der hiefigen Feuerwehr verbrannte der Waggon vollständig. Heppenheim, 20. September. An unserer Gemarkung«- grenze nach Bensheim, im sogen. „Paulus", wurde eine Wohnstätte aus römischer Zelt auigegraben. Die zahlreichen Funde au Ziegeln und Bruchstücke verschiedener feiner Gefäße, sowie die theilwelse gut erhaltenen Grundmauern beweisen den römischen Ursprung. Allem Anschein nach bestand die Niederlassung aus mehreren Häusern. A Mainz, 21. September. Entsprechend dem Vorschlag de» FtnanzauSschuffeS erhöhten die Stadtverordneten den Jahreszuschuß für den Localgewerbverein auf 14000 Mk. An diese Erhöhung von 4000 Mk. wurde die Bedingung geknüpft, daß der Staat einen Jahresbeitrag von 19000 Mk leiste, die Penfiontrung der Lehrer übernehme und der Stadt das Recht einräume, die Aurwahl der Lehrer zu bethätigen. — Die Aufhebung des städtischen Waisenhauses bezw. die Unterbringung der Waisen in privater Pflege, über welchen in der letzten Zeit viel und ziemlich lebhaft erörterten Gegenstand gleichfalls Beschluß gefaßt werden sollte, wurde mit Rücksicht darauf, daß fich zahlreiche U dir 8<*tr Wm Pon R ^8 biticr ffk? »Ä Sfr» «ritf. . j J* ®H $uih Äftt 2°"bon w Ä 7» H°th bQjüi» '7 dem SM,, «twjang br» 6eo Vi tnt,^ofitn' .bl*n Rettung ob‘ d» TMvkrll! kMlichr Rrzimivv bMrßrob btr Saj. th» MlUlontn, dielst Nrthr lvllrv 6« fiMiHmbtilsfit )et ditttr Slliichvh tivrr A^ahs obtt. R ein» Nrbro« Bericht erstatttt >eiie Rammt: volle * rtchtea, btn >i( Elbcillllllg tlntt nad) hertftld jo. Tua^m dn ^abtV i um dir tohtuci ethltU'Latrroru ichrt mar eine über* all auch nach bora t(t mürben, so baj aus mritt Lntse»' rennen aus unserer uteressauteste Murn ernslsahrrrn Arrub irrhrhrn, brr dru eine Shreupflichi, am ntö Hot brr AM )pkl, btt btlannt- Qaubbxütt ur*> obtt htita sllt bin uttfe nnb Septt- zur Zelt befithrubrn itrbtn nach d» a« rvkllt zurSIvIlproctd' »e«Wi i« R"° Elufichmah"' 3t6,p bttjtnlgtu Pnsoutn, den Dntobaronglttb »ruudlol verrntistte i Seiten! btl W* I Coucurlvttsabxeul ißrrni entsprechet- >hren miedst-m-der rdtn> . a.li id ow«*?'; H«f*® "fß •*!pW N s'rnhtW ft W‘*'A 1-rSS vnlerer h( t ' Die # SsS «5* " " sgssg N-S sS-'Ä Stil fiel c geff^ irf** Stabtötrorbncten noch in der Sommerfrische befinden, einstweilen noch vertagt. — Wegen unbedeutender Lohndifferenzen har der größte Theil der Maurer der Banficwa Haus- wald hier die Arbeit eingestellt. Ja einer gestern Abend stattgehabten allgemeinen Maurerveriammlung wurde dieses Vorgehen von allen Setten als vollständig finn- und planlos lehr abfällig beurthellt nnb beschlossen, über den Strtke zur Tageßordunug übrrzugeheu, um in Zukunft solche kopslose Arbeitsniederlegungen zu oermeiben. — Die hessischen laudwirthschaftlichen Genossenschaften begehen am 29. unb 30. September hier die Feier ihres 25jährigen Bestehens. Zu der Feier sind zahlreiche Anmeldungen aus dem ganzen Lande erfolgt. — Za einer zweiten protestantischen Kirche hier, die nach dem Plan des verstorbenen Bauraths Krehlfig in der Kaiserstraße aus einem von der Stadt unentgeltlich hergegebenen Baugrund in der Neustadt erbaut wird, wird kommenden Sonntag der Grund- stein gelegt. Die Kirche erhält den Namen „Christuskirche*. Kostheim, 20. Septemder. Zwischen Bischofsheim unb Kostheim läßt bie Maschiaenbaa-Actiengesellschast Nürnberg (Zweigstelle Gustavsburg) ein ganzes Dorf von Arbeiterwohnungen im altbeutschen Stil erbauen. Um die ganze Anlage stilgerecht durchzuführen, erhalten die neaangelegtrn Straßenzüge geschwungene Formen. Es sind Plätze sür Kirche nnb Schule vorgesehen- bie ganze Anlage wacht einen großartigen E ndrvck. Jede Familie bewohnt ein besonderes Haus mit vor- und Hintergarten. Die Häuser selbst werden bis zum Sockel in Stampfbeton, über dem Sockel in Backsteinen gebaut; der Dachstock wirb au» Fachwerk bestehen. Die ganze Anlage wird nach dem Plan des Professors der Darmstädter technischen Hochschule, Bauraths Hofmann, ausgeführt. Aus ter Seit für die Seit. Vor 115 Jahren, am 23. September 1783, wurde zu Düsseldorf der berühmte Historienmaler Peter Cornelius geboren, da» Haupt der Münchener Schule. Hervorragend ourch Gedankenreichlhum, schwungvoll-energische Ausführung, Klarheit und Einfachheit der Anordnung, hoch verdient als Wiedererwecker der bei uns ganz vergessenen Frescomalerei, : Meister mehr in Formen als in Farben, erinnern feine Dar- stellungen an den gigantischen Schwung Michel Angelos. Die Berliner Nationalgallerie ist wesentlich für Kartons von Cor- nelius erbaut worden. Er starb am 6. März 1867 in Berlin. Vermischte». Offenburg, 18. September. Gin Opfer der Submission ist der Glasermeister Lust in Freiburg geworden. Er hatte für den hiesigen Kasernenbau bie Glaserarbelt zu solch niedrigem Preis eingegeben unb erhalten, daß er damit nach dem Urtheil jede» Sachverständigen nicht bestehen konnte, vor wenigen Wochrn hat nun Lust Eoncur» gemacht unb ist j jetzt unter Zurücklassung seiner Familie nach Amerika geflüchtet. . — Lust bütfte weniger ein Opfer der Submission als seiner i mangelhaften Rechenkunst fein! • Die 70. Versammlung deutscher Naturforscher unb , Aerzte wurde am Montag, Vormittag» 9 Ujr, im Kaisersaal der städtischen Tonhalle zu Düsseldorf in feierlicher Weise eröffnet. Geh. Medicinalrath Prof. Dr. Mooren hieß die an- allen Bauen de» Vaterlandes unb bem Ausland zusammen- getretenen Aerzte und Naturforscher willkommen unb brachte ein Hoch auf den Kaiser aus. Im Anschluß daran wurde ein HuldizungStelegramm an den Kaiser entsandt. Dasselbe lautet: ,(5d. Majestät, dem mächtigen Schirmherrn Deutschlands, dem erfolgreichen Wahrer de» Frieden» unb einsichtsvollen Förderer aller Wissenschaften, bringt die 70. Versammlung deutscher Naturforscher nnb Aerzte soeben bei Eröffnung bet ersten allgemeinen Sitzung durch ein begeistertes Hoch ihre dankbarste und aufrichtigste Huldigung dar." Nach den Begrüßungen begannen die Borträge, unb zwar: der Prof. Klein-Göttingen Über Universität unb Technisch- Hochschulen- Prof. Dr. Tillmann, General Oberarzt ä U suite, über 100 Jahre Chirurgie, Prof. Jutze Aachen Über Thalsperre in ■ Rheinland unb Westfalen. Die Präsenzliste wies 815 Theil- , nehmet auf. • vom Vesuv. Aus Neapel wird den „M. N. N." geschrieben: Während de» Monats August erregte das stärkere Ausströmen von Lava aus dem Vesuv das allgemeine Interesse in hohem Grade. In den letzten Tagen haben nun die Ausbrüche eine Höhe erreicht, wie sie seit der Blldung des neuen Kraters im Sommer 1895 nur selten zu verzeichnen war. In drei gewaltigen Strömen ergießt sich die feurige Masse, die in der vorletzten Nacht den Theil der Straße, der vom Observatorium zur unteren Station der Drahtseilbahn führte, verschüttet hat. Der nördlichste Strom verbrannte zum Theil die Kastanienselder am Fuße des Monte Somma, der mittlere hat fast die Höhe der Karabinieri- Kaserne erreicht und der südöstliche bedroht sogar da» Obser- vatorium-gedäude. Am Hauptkrater finden fortwährend Sand- und Aschenregen statt. Allabendlich bieten die drei großartigen Feuerftrörne ein wunderbares Schauspiel; zahlreiche Touristen besteigen den Vesuv, um es in nächster Nähe zu genießen. • Zeitgemäße Annonce. Kostplatz gesucht! Welch' ebel- denkende Dame würde meinen Laubfrosch (wegen kurzer Abreise) vorübergehend in Kost nehmen? Briefe unter Qua Qua bef. die Expedition. Neueste Nachrichten. Depeschen de» Bur um ^Herold". Berlin, 22. September. Aus Paris wirb dem „RI. Journ." telegraphier: Die Aufregung wächst wieder stündlich wie in den ärgsten Zeiten des DrehfuS Rummels. Da» ganze Offiziercorp» scheint einig in dem Bestreben, die Revision za hintertreiben oder eine neue vernrtheiliwg Drehsns zu erzwingen. Brisson wird Doppelspiel vor- geworfen, da alle seine Kriegsminister offen die anti-revisionistische Bewegung fördern. Wie gespannt die Lage ist, bereiten die umlausenden Gerüchte über ein bevorstehendes militärisches Pronunciameato. Picquarts neue Verfolgung gilt allgemein als ein Eomplott de» Generalstabs gegen die Revision. Berlin, 22. September. Auf der Zeche Präsident bei Bochum ist sämmtlichen dort beschäftigten italienischen Arbeitern gekündigt worden. Die anderen Steiu- kohlengrnben in der Gegend von Bochum werden voraussichtlich diesem Beispiele folgen. Wien, 22. September. Au» Genf meldet man der »Neuen Freien Presse": Die Untersuchung gegen Luccheni hat eine neue Wendung ergeben. Der Untersuchungsrichter ist jetzt überzeugt, daß Luccheni Mitschuldige hat. Er soll fünf Nächte in Genf bei bekannten Anarchisten zugebracht haben. Diese Anarchisten haben Genf verlassen und nach ihnen wird gefahndet. Bern, 22. September. Der Bundesanwalt hat dem Bundesrath die vollständige Liste aller ausländischen, sich im Gebiet der Schweiz aufhaltenden Anarchisten übermittelt. In dieser Liste ist die Rolle, welche jeder Anarchist in seiner Partei spielt, genau angegeben. Der BundeSrath wird den größten Theil der Anarchisten ausweifen. Paris, 22. Srptember. Der Kriegsm'.nister soll in dem gestrigen gemeinsamen Ministerrathe den Pt oc eß gegen Pi cquart für nothwendig zum Beweise der Unparteilichkeit und der öffentlichen Darlegung geheimer Machen schäften erklärt haben. Paris, 22. September. Die Minister hielten im Beisein des Polizeipräsidenten gestern Abend einen Ministerrath ab. Die Regierung ist entschloffin, die angeküudigten Demonstrationen der DöroulAd'fchen Gesellschaft nicht zu dulden. Die Auflösung der Patriotenliga steht bei dem ersten Anlaß in Aussicht. London, 22. September. Nach einer Meldung aus Peking sicherte sich die Kaiserin Mutter volle Vormundschaft über den Kaiser von China. Philippopel, 22. Septemcer. In der Nähe von Helnik hat zwischen türkischem Militär und bulgarischen Bauern ein blutiger Zusammenstoß stattgefunden. Nähere Nachrichten hierüber fehlen noch. New-Boek, 22. September. Einer Blättermeldung zufolge sollen die diplomatischen Beziehungen zwischen Columbien unb Italien abgebrochen sein. Die bestehenden Verträge wurden von Columbien aufgehoben und dem italienischen Geschäftsträger die Päffe zugestellt. Washington, 22. September. Der Commandaut Bradford wurdr zum Militärrath der Frieden»-Commission ernannt. Derselbe tritt zu Gunsten der Urberlassung der Insel Luzon uns Mindanao an Spanien ein. Alexandrien, 22. September. Nach Meldungen hiesigrr B älter wird Kaiser Wilhelm am 25. November in Kairo einen großen Empfang abha trn und darnach feine Nilreise nach Oder-Aegypten antreten, die auf 6 bi» 7 Tage berechnet wird uno sich bi» zu der Stadt Assuan erstrecken soll. Gottesdienst m der Synagoge. SamStag den 24. September 1898. Vorabend 6 Ubr, Morgens 8» Uhr, Nachmittags 4 Uhr, Sabbathausgang 7“ Uhr. Sd?iftsttad?rid>icnt Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch di« Agent« 6erl Loo» und I. M. Schulhof. Bremen, 21 Septdr. (Per transatlantischen Telegraph.! Ter Doppelschrauben - Echnellpostdampser Kaiser Friedrich, Capilän L. Stornier, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 8 Uhr Abends wohlbehalten in New?)ork anßtlommro. Bremen, 21. Septdr. IPer transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschrauben-Postdampser Bremen, Eapitän W Relmkasten, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist heule 3 Uhr Morgm» wohldebalten in New-Bork angekommen._______ Nachrichten über den Laatenstand im (Arotzherzogthum Hessen um die Mitte de» Monat» September 1898. Zusammengestellt bei der Großherzoglichen Oberen landwirthschast- lichen Behörde. arL-qrcz Provinzen unb Er hebungSbezirke Saatenstand. Note 1 = sehr guter, 2 — guter, 3 --- mittlerer, 4 — geringer, 5 = sehr geringer Stand Ernteausfall in 100 Kilo per Hectar bei Winterroggm 1 Kartoffeln — Klee (auch Luzerne) 5 i Weinberge Prov. Starkenburg 1 Kreis Bensheim... 3 2,5 — 20 2 „ Darmstadt . . . 2 2 2 — 20 3 „ Dieburg .... 2,5 1,5 —— 6 22 4 „ Erbach..... 2 2 — — 16 5 , Groß-Gerau. . . 2 2 2,5 — 23 6 „ Heppenheim . . . 3 1 — 4 16 7 „ Offenbach. . . 3 2 — — 16 Durchschn. f. Starkenburg 2,5 1.9 26 4,5 19 Prov. Oberhessen. 8 Kreis Alsfeld..... 3 3 — — 20 9 „ Büdingen.... 3 2 — — 20 10 „ Friedberg.... 3 2,5 — — 20 11 „ Gießen..... 3,5 2 2 — 20 12 , Lauterbach . . . 3 2 2r — 18 13 „ Schotten .... 3 1.5 1,5 — 20 Durchschn. f. Oberhessen 3.1 ”2,1 1,8 19 Prov. Rheinhessen. 3,5 14 Landw. Der.-Bez. Alzey . 2,5 2 —— 24 15 „ „ Bingen . . . 2 - — 5 22 16 , , Flonheim . . 3,5 3 3 4 24 17 , ^Ingelheim . . 2,5 2,5 2,5 3,5 26 18 , , Mainz . . . 2,5 2,5 25 3,5 — 19 „ „ Nteder-Olm. . 2 1 3 4 4 22 20 „ „ Oppenheim . . 2,5 — 4 26 21 22 , , Osthofen . . . , „ Pfeddersheim . 2 3?5 4 4 t'5 20 22 23 , „ Wöllstein . . 2 2 — | 8 36 24 „ „ Wörrstadt . . 2 2 — | 4 36 25 „ „ WormS . . . 3,5 | 2.5 2,5 ’ 2,5 21 Durchschn. f. Rheinhessen 1 2,5 । 2,5 i 31 li 3,8 25 Durchschnitt f. d. Grotzh. 1 2,7 II 2,1 | 2,5 : 4,1 21 Bemerkungen. Die Getreide-Ernte ist beendet, auch da« Grummet ist nahezu untergebracht, und zwar in vorzüglich er Qualität. In den trocken« Lagen Rheinhessen» find die Futter, pslanzen in Folge der heißen, trockenen Witterung im Wachslhum zurückgeblieben; auch durch Mäusefraß haben dir Kleefelder hte und da gelitten (Bezirk Pfeddersheim). Der Stand der Kartoffeln ist im Allgemeinen gut bis mittel: e» wird vereinzelt über Fäule geklagt (Bezirk Osthofen). Die Rogaenernte schwankt in 1« einzelnen Erhebungsbezirken zwischen 1600 und 3600 Kilo pro Hectar unb beträgt 2100 Kilo im Durchschnitt. ■ Dertet?«, Caub. «»6 V.lf.wirtbfcboft Gießen, 22.September. Marktbericht. Auf dem heutigen Wockenmarkt kosteten: Butter per Psd. A 0.90-1.00, Hühnere,er per St 0—0 2 St. 14—15 Enteneier 2 St. 00—00 Ganseeier per St. 00-00 Käse 1 St. 5-7 H, Kasematte per St. 8 H, Erbsen per Liter 18 4, Linsen per Liter 30 Tauben per Paar u 0.60—0.70, Hühner per St. A 1.00—1.20, Hahnen per Stuck A 0.80—1.20, Enten per St. A l.80—1.20 Gänse per Aund A 0 00—0.00, Ocksenfleisch per Psd. 66—74 H, Kuh- und Rindfleisch per Pfd. 62—66 H, Schweinefleisch per Pfd. 68—76 S\, Schweinefleisch, gesalzen, per Pfd. 80 Kalbfleisch per $fb. 62-64 A, Hammelfleisch per Pfd. 50-70 H, Kartoffeln per 100 Kilo 6.00 bl» 7.00 Jt, Weißkraut per St. 0-00, Zwiebeln per Clr. X 5.00—5.50, JJltld)$auerllber Marktzeit von 8 Uhr Morgens big 2 Uhr Nachmittags. Während der ersten 3 Stunden der Marktzeit darf tm Umherziehen nicht feilgeboten werden. Stantm, 21. September. Fruchtmarki. Rother Welz« X 14,19, weißer Weizen A 14 00, Korn A 9.65, «erste A 8 70, Gottesdienst der israelitischen Aeligionsgesellschast. Sabbathfeier am 24. September 1898. Freitag Abend 6 Uhr, Samstag Vormittag 8 Uhr Predigt, Nachmittag 4 Uhr, Sabbathausgang 714 Uhr. Nachmittag 3« Uhr Schrifterklärung in der Synagoge. Wochengottesdienst Morgens 6*> Uhr, Abends 6 Uhr. fohr A 6.18. _ Seiden-Damaste Mk. L35 orale schwarze, weiße : unb farbige Henneberg-Seide von 75 M-biSM^16.65 p. Met. — in den modernsten Geweben, Farben und DeffinS. An Private porto- und steuerfrei ins Haus. Muster umgehend. 6. Hennebergs Seiden-Fabnken (k .u.k.Hoti ), Zürich. G. Walter I Mäusburg 13. Bekanntmachung. Für da» städtische Hospital sollen auf dem Sudmisfionswege bezogen werden: 4 Dutzend Betttücher, 4 „ Deckbettbezüge, 4 „ Kopskissenbezüge unb 2 „ Strohsäcke. Offerten mit Mustern find bis zum 1. Oktober d. I. bei dem Hospitalverwalter einzureichen, woselbst auch nähere Auskunft erthellt wird. Gießen, den 21. September 1898. Die Armen-Deputation der Stadt Gießen.93o8 Fnßbodenanftrich Bernsteinlackfarbe, über Nacht trocknend, hochqlänzend, 90 Spirituölackfarve, iofon trocknend, hochglänzend, 75 [8450 Kirchliche Armen- nnb KranKenpäegr in der Inhanneg-! gemeinbe. Unsere zwei Kirchengemeinde-Diaconissen, Schwester Wilhelmine und, Schwester Anna, haben ihren Dienst in der Gemeinde begonnen So oft in Erkrankungsfällen ihre Hilfe begehrt wird, wolle man sich an den unter- zeichneten Pfarrer, Pfarrhaus Südanlage 8, wenden oder an die Schwestnm selbst, Diezstraße 15, Kleinkinderfchule, (an der Hausthüre befindet sich eine Nachtschelle). Auch bei den Kirchenvorstehern können Bestellungen: gemacht werden. Ptr Lirchküoorüand btr 3ohannt5gtmeinbt. 9385 " ________Dr Naumann._____________ Ci» tüchtiger Rockschneider auf Werkstatt gesucht. :9037 Markus Bauer, Seltersraeg 9. Gnipftlsluugen StüM. SchlaihthMS. Freibank. 9313 Heute und morgen: RinbSnsch 50 pfz. Fruchtsäcke Kartoffelsäcke Strohsäcke Putztücher empfiehlt billigst ®38* Robert Stuhl, Neustadt 23. Lollar, den 21. September 1898. 9370 Die Beerdigung findet Freitag den 23. September, Nachmittags 3 Uhr, in Lollar statt. 9378 Der Vorstand. empfiehlt erwiesene Theilnahme sagt herzlichsten Dank 9391 und Blousen aufmerksam. 9387 s. w*ü*ihi Mt berühmten Bades Soden a. T. 9372 Redaction: G. Burkhardt. Druck und «erlag der vrühl'schen Univerfität-.Buch- und Slriudruckern (Pietsch Erben) in Gießen. iterloren Zn ucrkiutfcn Vereine Hrnniftljmiqrn. Kapitalien Offene Stellen PerWedenes Preis 85 Pfg. per Schachtel. 9375 L. Kalkhof. > 7' Juponstoffen etc Jaquettes Capes Pelzcapes Abendrädern Costnmes 30- bis 40000 Mark auszuleihen ober Betheiligung damit an nachweislich gutem Unternehmen gesucht. Meldungen unter 9364 an die Exped. ds. Blattes erbeten. 8u®e 6m W' gugtnblid jtvischea bti linbtr rafft erlauben, ff lulplelen. batte fich ei Tmpptllabt! vogezra die ivM 1 not keill 3 Utgittungti sehr Wi ' Botin, u totlditt in druck sand. Schoi den Mahd baß der 2 Frankreich »erben toi iff, so Hal »jeder gez kcinrr Wei ägyptische ftanzöstsche die Sxpebi so oft Henn W tl V ffe VE lvolltrn, c toelche Ri Die Tharacter eher kleic sein, well Haltung Zeitpunkt zu dring, dir leit« dkivegrt? reich dich »Sagtrea eine berar tatsächlich sowie allen an Katarrhen des Kehlkopfes und der Lungen Leidenden seien angelegentlichst empfohlen: Fay’s ächte Sodener Mineral-Pastillen ein Haus- und Heilmittel ersten Ranges --- gewonnen aus den bewährten Mineralquellen des weit- Kindermänteln und Jacken Unterröcken Blousen. Besonders mache auf mein reichhaltiges Lager in schwarzen fertigen Kleidern, sowie einzelnen Costümröckeu im Namen der trauernden Hluterdliebenen Emil Bötticher. Gießen, den 22. September 1898. Tüchtige Lauffrau für die Morgenstunden gesucht. [9361 Anmeldung Vormittags Alicestr. 14, III. Nnein für Vogel- and Glßilgchucht. Sonntag -en 25. September: imHtestaurant zurnLöwen Hauptversammlung. Tagesordnung: Vorlage der Rechnung der Ausstellung. — Gcflügelzuchtstation. - — Die nächste Ausstellung 1899. — Verschiedenes. 9390 Mädchen k/nnen das Weihzeug - Nähen (Hand« u. Ntaschinen'Näheu), sowie Znschneiden gründlich erlernen. 9373 Magdal. Räuber, ___________ Neuenweg 36. Achtung! Verloren ciÄT (Kette). Der ehrliche Finder wird gebeten, daffelbe gegen gute Belohnung abzugeben bei 9389 Eeschm. Ara», Kkltkrswkg 25. Danksagung. Für die beim Ableben unserer lieben Schwester, Tante und Schwägerin frünltm Wilhelmine Bötticher C. Röhr & Co. Gießen. Specialgeschäft für Kinderbetten und 9366 Erstlingswäsche. Jllustr. Cataloge gratis u. franco. Turnverein. Das auf Sonntag den 25. d. Mts. festgesetzte Abturneu füllt aus und findet Sonntag den 9. Oktober in der Turnhalle statt. Todes Anzeige. Hierdurch die schmerzliche Mittheilung, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Grossmutter und Schwiegermutter Frau Katharina Schön, geb. uross nach kurzem Krankenlager, heute Morgen im Alter von 62 Jahren zu sich zu nehmen. Um stille Theilnahme bitten die trauernden Hinterbliebenen: Familien Schön u. Schreiner, in Lollar. Dr. Schön u. Frau, in Giessen. Danksagung Allen Denjenigen, welche uns aus Anlaß des Ablebens unserer guten Frau und Mutter so viele Beweise herzlicher Liebe und treuer Freundschaft gegeben haben, spreche ich hiermit für mich und meine beiden Kinder tiefgefühlten Dank aus. Gießen, den 22. September 1898. 9386 G. Kulimann Landgerichtsrath i. P. Section Giessen. D. Oe. A. V. 6874 Sonntag d. 25. Sept.: Tour V: Pfahlgraben - Butzbach. Ab iVa Uhr Nachm. Ludwigsplatz. Marschzeit 4 Stunden. WeWisches Betttuchhalbleinen 160 Ceutimeter breit, in vorzüglicher Qualität, für den billigen Preis von Schutzen-Verein mttog ö. Montag den 25. u. 26. d. M Herbst- u. Preisschiessen am Schützenhaus. Das Schießen beginnt Sonntag um 3 Uhr und Montag um 2 Uhr Nachmittags. Kehr-, Ehren-, Fest« und Wild-Scheiben kommen zur Aufstellung. 9369 Der Vorstand. Mü am glüh Tchrboi ^bgkrich Win ihr bildhübsch, irschvittt brkolilitrt1 6"", btt 61180(1 11 Tagg M Grötzte Auswahl ■^^55$ in den neuesten shimzen und farbigen gltibtrllafftn fNarjtn nnb farbigen Sribtn;tngen l’l «u I, »4 6l«1 tu, . tou ««1,18,5 9359] Suche zum 1. Oclober ein Mädchen für Küche und Hausarbeit. Frau Otto Schaaf, Sellersweg 39. Eine einzelne Dame sucht zu Anfang oder Mitte October eine reinliche, ehrliche Frau oder älteres Mädchen für die Vormittage zur Aufwartung. Schriftliche Anerbieten sind unt. Chiffre A. Z. 9365 in der Exp. d. Bl. abzugeben. 9377] Schwarze Italiener-Zucht- Hahnen zu verkaufen. __________Carl Euler, Hammstr. 5. 938i] Mirabellen, Reineclauden,Pfd. 20 Pfg., verk. Gg. Unverzagt, Kaplansg. Tische, Regale, 2thür. Kleiderschrank, Bettlade mit Matratze, Commode billigst abzugeben 9384 Südanlage 7, part. 9382] Stube mit Küche zu vermielhen. __Gg. Unverzagt, Kaplansgaffe. 9376] Ein Stübchen mit Bett zu ver- mrethen.__Wolkengaffe 26. 9363] Ein braver, solider Fahrbursche von einer Brauerei gesucht. Näheres in der Expedition d. BI.___________________ 9362] Ein williges Mädchen zu leichter Hausarbeit und einem Kinde für so- fort gesucht. Brandgaffe 8, part. Zeugnis«. Ich gebrauche Ihre Fay’s ächten Sodener Mineral-Pastillen gegen Laryngitis auf meinen Touren selbst schon längere Zeit. ________ Dr. med. G. in N. IO bis 12 Erdarbeiter sofort gesucht. 9330 I. Hofmann, Srlttrswcg 52. Junger Packer für eine Cigarrenfabrik bei Köln gesucht. Derselbe muß auch sortiren und bereifen können. Offerten unter Nr. 9360 an die Exped. ds. Bl. erbeten. Meder eingetroffeu: s Schwedische Preitzelbeeren empfiehlt in'hochfeinster Waare I. M. Schulhof. 9388] Die so beliebten Riesen-Rollmöpse mit Gurke«einlage, per Stück 5 Pfg., sowie Sardinen u. Bismarckheringe sind wieder frisch eingetroffen bei PH Herrmann, Seltersweg 33. per Meter empfehlen 9367 C. Röhr & Co. Flotter Schnurrbart! Franz. Haar- und Bart- Elixir, schnellstes Mittel 3- •Erlang, e. stark, haar, u. Bartwuchses, u.istall. ssomad., (Einet, u. Salf. entschieden varzuzieben, durch viele Dank. u. Un> erkennrmgsschr. bewies. Erfolg garantirt! i Dole Mk. I.- u. 2.— nebstGebrauchsanw u. Garantieschein. Vers, dlscr p. Nachn. ob. Gins. d. Betrag, (a. i. Briefm. aller Länder). Allein echt zu beziehen durch Parfümeriefabrik F. W. A. Meyer, Hamburg-Bonrfelde. Der Kaufmännische Verein in Frankfurt a. JH. empfiehlt für Besetzung 7850 offener Stellen seine für Mitglieder und Geschäftsinhaber ’ kostenfreie Vermittlung. Bisher wurden rund 40000 Stellen vermittelt. Frisch geschossene Hasen sowie frische Preitzelbeeren empfiehlt 9379 ll. Klotz, Masburg 17. la. frische Gothaer Cervelatwurst M