®064' IS»S; *' • Semit, K< ’..^k Nr. 144 Zweites Blatt. Donnerstag den 23. Juni trf^etni tägNch »h Ausnahme deS Montags. Die Gießener W«m1kte«StLtter »erden dem Anzeiger Wöchentlich viermal beigrlegt. Gießener Anzeiger L8«8 Unagsyrtto »ierteljährttch 2 Mark 20 Pf,, monatlich 75 PfH. mit vringerloh«. Bei Postbezug 2 Mark 50 ffo vierteljährlich. Nanahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den cht,enden Tag erscheinendm Rümmer bis Sonn. 10 Uhr. General-Anzeiger Alle Anzeigen-BermittlungSstellen de» In- und AuSlaxd«, nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgW« Anrts- unb Zlnzeigeblcrtt für den Ureis Gietzen. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter 'YW, e'Mi Umtiid?cr Lhcil empfehle ich die Anschaffung derselben den Herren Landwirtheu | eine schwüle Stimmung herrscht seitdem in dem vereinigten daher recht dringend. Königreiche. Dazu kam, daß die Regierung schon seit geraumer ichnüttigs 5 Uhr, diaelbit zu haben. M Feuilleton. ui i. * jivraten. Früh huiB au- dh hatte um 6 Uhr, eS war noch dunkel, klopfte mich den Federn, um 7 Uhr trat die Waschfrau an. alle Hände voll zu thun, um die Kinder fertig und da» Frühstück herzurichten. Mein Mann be- Redactton, Expeditton und Dniderei: -chntstrage Nr. 7. i; t Lauback, den 14. Juni 1898. Der Präsident de» landw. Verein» für die Provinz Oberhrffev. Friedrich Graf zu SolmS-Laubach. Zeit keine feste Mehrheit bet der Volksvertretung hat, daß da» Cabtnet de» Marchese di Rudlui nicht mehr da» Vertrauen de» Parlament» genoß. Rudini hat während seiner letzten Miuisterpräfidentschaft viel experimeuttrt - dreimal ist er im Laufe dieser Zett mit der Neubildung de» Cabtnet» betraut worden. Al» er im März 1896 die Erbschaft CrtSpt» autrat, da kam ihm ganz Italien mit großer Zuversicht entgegen und seine ersten Maßnahmen fanden den Beifall de» Laude». Zu seinen hauptsächlichsten Verdiensten gehört jedenfalls die Regelung der erhthräischen Verhältnisse, sein FrtedevSschluß mit dem König Meueltk und die dadurch bewirkte Auslieferung der italienischen Gefangenen. Dazu tritt noch der Verzicht auf Kaffala, dessen Besetzung seiner Zeit im Interesse England» erfolgt war. In dem rxpontrteu Kaffala wären die Italiener unausgesetzt Zwtschensällen mit den Derwischen ausgesetzt gewesen, und eine erhebliche Truppenmacht hätte dort statiooirt bleiben müssen. Da» Cabtnet Rudint beschloß deshalb in Cousequeuz seiner vorgezetchneten Colovialpolittk die Räumung KaffalaS, welches von den englisch ägyptischen Truppen besetzt wurde. Im Wetteren hat sich Rudint noch um die Consoltdirung der italienischen Finanzen verdient gemacht, aber damit find feine Leistungen auch erschöpft. Insbesondere hat er, wie wir bereit« früher auSgeführt haben, die in seinem Programm gegebenen Versprechungen auf innerpolitischem Gebiete in keiner Weise erfüllt. Dieselben bezogen sich bekanntlich auf dir Besserung der socialen Verhältnisse der Arbeiterklasse durch Inangriffnahme größerer StaatSbauteu usw. Unter die Erperimente, welche Rudint anstellte, um sich am Ruder zu erhalten, zählt auch sein Liebäugeln mit den Radtcaleu, die Berufung de» Führer» der letzteren, Zanardellt, in» Cabinet. Rudint hatte sich hiervon die Unterstützung der radicalen Gruppe im Abgeordoetenhaufe versprochen, aber damit eine arge Enttäuschung erfahren. Die Radtcaleu verweigerten ihrem Führer die Heerfolge und dieser vermochte nach seiner politischen Vergangenheit den reaetionäcen Maßnahmen Rudint» seine Zustimmung nicht zu geben, weShalb rS bald zu heftigen Differenzen im Mtutfterrath kam, die Rudint veranlaßten, eine Reconstrutrung seine» Cabtnet» vorzuuehmeu, au» dem natürlich Zanardellt auStrat und zur Opposition überging, wobei sich seine früheren Anhänger wieder um ihn schaarten. Am 1. Juni hatte da» letzte Ministerium Rudini seine Adrefle für Depeschen: Anzeiger Otegß«. Fernsprecher Rr. 51. Die italienische Ministerkrifis. Italien ist im Laufe diese» Jahre» bereit» der Schauplatz von Eretgntffen gewesen, welche auch im Au»lande insofern Aufmerksamkeit erregten, al» sie geeignet waren, die jetzige italienische RegterungSform starken Schwankungen au»- zusetzen. Die republikanische Partei Oberitalieo» hatte bekanntlich in Verbindung mit den Socialtsten die wegen ver Theuerung erregte Stimmung benutzt, um eine Revolte in» Werk zu setzen mit Plünderung und Barrtkadenbau. Der Plan, von Mailand au» eine republikanische Erhebung heroorzurufeu, war freilich mißglückt, aber Hunderte von Tobten und Verwundeten hat die Unterdrückung de» Aufruhr» gekostet, und . i 3 ML nichtnmm s Cnif.-Buchhandliyi ♦-1415.) “ «Maa Jl» 1898, eo«T*! Von Lina Fabian. (Schluß.) Der große Waschtag war gekommen. Schoo am Abend du her hatte Anna den Keffel gehetzt und die Wäsche etngeweicht. Sie hatte eine ganze Waggonladung von Brennmaterial nach km Boden geschleppt, — da- genügt hätte, um drei Ochsen bodeo, um Zeugen der historischen Vorgänge dort oben zu sein. Fünf Minuten la» ich au» einem Märcheobuche vor, fünf Minuten spielte ich Eisenbahn, fünf Minuten ließ ich die Puppe schlafen und wieder wach werden, fünf Minuten setzte ich Beide in den Schaukelstuhl. „Nun, Kinder/ fragte ich, um nur mal einen Augenblick Ruhe zu haben, „wollt Ihr sonst noch wa»?" „Jo, Mutti," riefen Beide wie aus einem Munde, „wir wollen rauf zu Avna'n nach dem Waschboden." Inzwischen war ich — ein weiblicher Käperuick — stet» im Schnelllauf geblieben den Corrtdor entlang nach der Thüre. E» klingelte: der Bäckerjunge, die Zeitungsfrau, der Briefträger, der Geldbriesträger, der Steuererheber, der Kohlenmann, der Packetbesteller, der Rohrpostbriefträger, ein Haufirer, ein Colporteur, ein Bettler .... Ich glich einem gehetzten Reh und hatte sogar die Zeitung noch nicht einmal gelesen. Nun mußte ich daS Frühstück fertig machen und im Anschluß daran daS Mittagessen kochen. Dann kam mein Manu zu Tisch, der aufs Neue weidlich auf die widerwärtige Wascherei schimpfte. Schließlich ging» an» Kaffeekochen und endlich au die Beßperstullen. Al» hierauf Anna und die Waschfrau nochmals den Weg nach dem Boden antraten, waren die Kinder nicht mehr zu halten, sie mußten mit. Gegen Abend beschloß ich, selbst mal hinaufzustetgeu, um zu sehen, wie weit denn die Sache vorgeschritten sei. Al» ich die Thür zum Waschboden öffaete, prallte ich entsetzt zurück: ein furchtbarer Dampfbrodem quoll mir entgegen. Al» ich mich etwa» daran gewöhnt hatte, riSktrte ich es, ein- zutreten. Ein durchdringend scharfer Geruch verursachte mir Hustenreiz, die Temperatur war dieselbe wie tu den Staat»- gefängntffeu unter den vleidächrrn deS venetiauischen Dogen- palaste». Die Kinder plätscherten vergnügt in dem Seifen- schäum herum, sie sahen au», wie au» dem Wasser gezogen. Ja einer halben Stunde seien sie fertig, erklärte die Waschfrau, und al» ich die Kinder mit Roth und Mühe so wett Bekanntmachung. betreffend: Die Oberhesfischen Herdbücher. Ich gebe hiermit den Viehzüchtern der Provinz und Imsttgen Jntereffeuten bekannt, daß die für da» Vogelsberger mir Simmenthaler Vieh angelegten Herdbücher nunmehr im Druck erschienen find und zum Preise von 1 Mark 50 Pfg. si» Exemplar sür Simmenthaler und 1 Mk. für Bogels- iuger durch die Geschäftsstelle des ProvtuzialveretuS, die Liieetoreu der laadwirthschaftltcheu Beztrksveretne und die iitieffendeu Zachtvereine bezogen werden können. Da» Limmenthaler Herdbuch kann auch dtrect vom Verleger: ftmn E. Roth in Gießen oder jede Buchhandlung bezogen «eben. Die Herdbücher enthalten ein Verzetchniß der seit Früh- jlh» 1897 angekörtea Thtere beider Raffen nebst einem e'p sabetischen Berzeichniß der Besitzer rc. Sie dürften alS Iluchschlagebücher für Züchter bald unentbehrlich sein und »di klingelte nach dem Mädchen. „Anna ist mit auf dem Waschbodeu, Du weißt doch, llib; wir heute große Wäsche haben," erklärte ich ihm. „Da hast Du wohl den Thee hergeftellt?" fragte er. „Na, an dem wirft Du doch hoffentlich nichts au»- i|i|qen haben," antwortete ich, „er schmeckt doch ganz gut," ... . und todeSmuthig nahm ich Schluck um Schluck. „Er schmeckt so schön daß ich ins CafS gehen werde," lallte er. „Da» ist 'ne Wirthschaft, — mit den Retnewache- Iham tst'S noch nicht genug, jetzt schleppst Du wir noch die ikMweiber in» Hau» — da kann ich ja gleich im „Goldenen : IfciEnr" wohnen bleiben." Ja sehr übler Laune trat er den Weg inS Bureau au, :mb auch ich befand mich in einer ketoe»weg» rosigen 'ikltmmung- ich hatte die Theeblätter zwar aus der Büchse lllacmmen, aber vergessen, sie in de« Kessel zu werfen, — iiiin ja, die Eile, die große Wäsche . . . Jetzt hieß eß, die Kinder zu unterhalten. DaS war Hin nicht leicht, denn sie wollten auch hinauf nach dem Wasch- |i nachen „ . , ! fistete, der Thee schmecke wie gelblich gefärbte» laue» Wasser Bekanntmachung. Betreffend daS Radfahren auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen. Wir machen die Interessenten darauf aufmerksam, daß da» Radfahren auf den von der Lahnstraße nach den Badeanstalten führenden Fußwegen verboten ist. Zuwiderhandlungen werden zur Anzeige gebracht. Gießen, den 21. Juni 1898. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. v. Bechtold. Bekanntmachung. Betreffend die Reinhaltung der Ort»straßen. Unter Bezugnahme auf § 3 des Local Reglement» vom 10. November 1879 fordern wir die HauSetgenthümer hierdurch auf, bet heißer, trockener Witterung die vor ihren Häusern belegeneu Banketts täglich zweimal und zwar Morgen» zwischen 6 bis 8 Uhr und Mittag» zwischen 12 bis 2 Uhr mit reinem Waffer zu begießen. Gießen, den 21. Juni 1898. Großherzogltche» Polizeiamt Gießen. v. Bechtold. i Gießen, 20. Juni 1898. Betr.: Fouragebedarf bet dem Königlichen Proviantamt Hanau. Das Großherzogliche KreiSamt Gießeu * bi- ®wW. ivürK-rm-iy-r-t-r, M Kreis--. DaS Königliche Proviantamt zu Hanau kauft dtrect von kEsducenten, also ohne Zwischenhändler, gute» Pferdeheu uud jr-audeS Roggenflsg-lstroh ans. Lieferung kann täglich, aber im bet gutem Wetter erfolgen. Sie wollen die Jntereffeuten in Ihren Gemetuden hier- imh entsprechend bedeuten, v. Gagern. gekriegt hatte, daß sie mit heruutergingen, mußte ich sie vollständig umziehen. Während dieser angenehmen Beschäftigung kliugelte der Austräger der Abendzeitung, fragte ein Herr, ob hier nicht Fräulein Lehmann wohne, und zuletzt kam das Dienstmädchen der Frau Rath und fragte, ob ich nicht mit der Frau Rath nach dem Operuhause gehen wolle, sie habe schon BilletS besorgt. Ich lehnte schweren Herzen» ab und ging daran, da» Abendeffen zu bereiten. Nach etwa zwet Stunden kamen die beiden Wäscherinnen vom Boden. Ich bezahlte die Waschfrau und al» sie gegangen war, fragte ich Anna: „Nun, ist denn die Wäsche hübsch weiß geworden?" „Ja," antwortete die, sie wird wohl . . . Chlor hat die Müllern wenigsten» genug genommen." „Chlor?" fragte ich erschrocken. „Na gewiß," bestätigte Anna, „den hatte die Waschfrau in einer Düte mitgebracht, — ’ne Hand voll Chlor, sagte sie, schafft mehr wie zehn Pfund jrüne Seefe. Aber 'n heimttckische» Zeig» i» bet, jedes Körnel frißt ordentlich ein Loch . . . dann mit der ueteu Rtugmaschine — da muß'a Kaopf oder so wa» tu' Oberhemd gewesen sein, als da» durchgequetscht wurde, platzte die obere Gummtwalze quer mitten eouzwet. Ueberhaupt diese Ringmaschtne . . . durch» Auschrauben kriegte die Wanne so 'n Uebergewicht . . . bet'S Drehen nun schoß sie Kobolz, und al» sie unten ankam, wurde ihr ’ne Daube eiujedrückt. Der Drehgriff der Riug- maschine steht auch ein jauze» Ende schief . . Der Waschkeffel hat auch ’nen Knox, in'u Boden find mehrere kleine Löcher. Da» käme von'» heftige Hetzen," sagte die Waschfrau. Sonst aber t» alle» janz jut jegangen." — — — Acht Tage später schrieb ich dem „Dampf- waschmauo", daß er von nächster Woche an die Wäsche wieder bet un» abholen solle, genau so tote srüher. Ich hatte gerade genug von unserer ersten „großen Wäsche". Bg: .. Wchwitzfeiei p «0 Bekanntmachung, betreffend: Dte Unterhaltung der KretSstraßen. Wir bringen hierdurch den FuhrwerkSbefitzern zur tinntniß, daß sich auf der Kret»straße Ltch —Hungen m Mittwoch den 22. ds. Mt». ab zwei Dampfstraßeuwalzen '■] in Thätigkeit befinden. [Gießen, den 21. Juni 1898. Großherzogliches KreiSamt Gießen. v. Gagern. rjyt^i5üi> ■loh* , v ’-MT ___stritt krt-Verein y y '• Abendi 2RT Abend « Henn Gastar J» - C-dur-Meaae. ■ ton. ü- epi'*.«* W«t; W«.* ipot, «tiW«1"1', jt: Tur*. ,S( 8 übt: «fei ititteol Ubr Ä 01. « D Juni M Functionen übernommen und schon am verflossenen SamStag — also nach Verlauf von kaum drei Wochen — gab dar« selbe seine Demission. Den äußeren Anlaß dazu bildete die Erörterung über die allgemeine Politik de- CabiuetS. Rudiui hatte dem Parlamente den Entwurf von zeitweilig zu er- greifenden dringenden Maßregeln zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe vorgelegt, u. A. die Befugutß zur Verhängung de- Belagerungszustandes verlangt, bi- zur Annahme eine- besoudereu dte-bezüglichen Gesetzes. Ferner sollte da- Gesetz vom Jahre 1894 über da- Zwaug-domicil wieder in Kraft gesetzt, der Regierung besondere Befuguiffe wegen der Preffe zugestandeu werden u. s. w. AuS der sich hierüber eutspiuueudeo Debatte, in deren Verlaufe Zauardellt der Regierung ein Mißtraueu-votum gab, hat Rudiui wohl ersehen, daß er auf einen Erfolg nicht zu rechnen habe, und infolge deffen, ehe eS zu einer Abstimmung kam, seine Demission gegeben, die dte-mal jedenfalls endgiltig sein dürfte. Noch ist ein neue- Cabiuet nicht gebildet worden, auch die Meldungen über den „kommenden Mann" lauten noch widersprechend. Sonnino hatte den Auftrag übernommen, er soll ihn aber nicht haben zur Ausführung bringen könueu. Ebenso weigert sich BiScoutt Veuosta beharrlich, au die Spitze der Regierung zu treten. Die bisherige Opposition ist so ungleichartig zusammengesetzt, daß sich auS ihr nur schwer eine Regierungsmehrheit bilden laffeu und Derjenige, welcher da- Erbe RudtuiS übernimmt, tu jedem Falle einen schweren Stand haben wird. (xx) Deutsches Reich. Berlin,21.Juni. Eine kaiserliche Labiuet-ordre bestimmt: Da- Marioe-Jnfavterie-Bataillou in Kiautfch ou erhält den Namen „Dritte-Seebataillou", das daselbst befindliche Matroseu-Artillerie-Detachemeut den Namen „Matrosen-Artillerie-Detachernent Kiautfchou". Berlin, 21. Juut. Der Termin für die Stichwahlen zum Retch-tage ist im Allgemeinen auf Freitag den 24. Juni festgesetzt, doch ist für einige Wahlbezirke ein späterer Termin bestimmt. So finden die Stichwahlen in Mecklenburg erst am 25. statt, ebenso iw eigentlichea Bayern, während diejenigen in München und Würzburg erst am 27. vorgeuommen werden. Auch in Sachsen-Weimar werden die Wähler mit Rücksicht auf den auf den 24. Juni fallenden 80. Geburt-tag de- Großherzog- Karl Alexander erst am 25. endgültige Entscheidung zu treffen haben. Dagegen finden die Stichwahlen iu Leipzig-Stadt zwischen Dr. Haffe (Natl.) und Schmidt (Soc.) bereits am 23. Juut statt. Berlin, 21. Juut. Der Dampfer „Darmstadt" ist heute tu Shaughat etugetroffen und wird morgen nach Manila In Ser gehen. Ausland. Wie», 21.Juni. Bet Besprechung der Vorgänge in Prag spricht die gesammre liberale Presse die Befürchtung au-, daß infolge des bedingungslosen Haffe- gegen alle Deutschen, welcher bet allen Reden der Tschechen, Polen und Roffeu zum Ausdruck gebracht sei, dte Richtung der gegen- wärttgeu Politik einer großen Gefahr au-gesetzt sei. Innsbruck, 21. Juni. Au- dem htefigen Gefäuguiß brachen tu der. letzten Nacht vter schwere Verbrecher au- und entflohen. Pari-, 21. Juni. Der Proceß Zola wird zwischen dem 7. und 15. Juli in Versailles zur Verhandlung gelangen. Locales und j)rovlnzlelles. d. Au- dem Kreise Gießen, 21. Jult. Die Ursachen zu der Lauheit der bürgerlichen Parteien bet den Retch-tagSwahleu find sehr manutgfalttger Art- al- Gruud- übel aber muß etne wettverbreitete Kurzsichtigkeit angesehen werden. Wenn so Mancher glaubt, auf seine Stimme komme e- nicht an, oder eS sei übrigen- ziemlich gleich, wer gerade iu unserem Kreise gewählt werde, so wird dabet ganz außer Acht gelaffen, daß in jedem Kreise von vielen ähnlich gedacht wird, und daß solches Verhalten den Socialdrmokrateu mehr nützt, al- ihre eigene Emsigkeit. Allgemein dürfte jetzt noch schwerlich bekannt sein, wie auch Engherzigkeit iu mancher Gemeinde vom Wählen abhält. Hat doch am 16. dS. MtS. eine separirte Ortsgruppe ganz auf ihr Wahlrecht verzichtet, weil — man höre und staune — im Reichstag von dem sonst ganz annehmbaren Candtdaten vielleicht für Verlegung de- Wahltermin» auf einen Sonntag gestimmt werde. Sicherlich wollten die guten Leute nicht ihrem extremsten Gegner zu einem halben Stege verhelfen,- nachdem e- nun doch geschehen tst, sollten die Säumigen weutgsteu- bet der letzten Entscheidung nicht vergrffen, daß jeder RetchSbürger mit dem Recht auch die Pflicht zum Abgeben seiner Stimme besitzt. —1— Salzhausen, 20. Juni. Heute find wieder drei Bauplätze, dicht neben dem Kurpark, an der großen Straße nach Berstadt, da wo die prachtvollen Linden stehen, öffentlich versteigert worden. Die gebotenen Preise find recht mäßig: 60 Pfg. und 1 Mk. für den Quadratmeter. Ein Platz, dicht in der Nähe, ist bereits zum Bebauen in Angriff genommen worden. E» waren Kauflustige bezw. Bauunternehmer aus Friedberg, auch ein Herr au- Gießen anwesend, -er fich dte Lage und örtlichen Verhältniffe einmal betrachtete. — Der Zuzug von auswärtigen Bade luftig en wächst trotz -e- kühlen Wetter-. — Die Matkäferplage tst trotz aller WilterungSunbilden immer noch nicht ganz verschwunden - da- Ungeziefer geht jetzt, da da- Übrige Laub zu hart geworden, an die Wallnußbäume. — Vom 1. Jult an soll dem NachmtttagSgÜterzuge durch dte Wetterau etnPersonenwagen angehängt werden, wie eS vor längerer Zett gewünscht wurde. Dte Bahnverwaltung erweist dadurch den Badegästen au- der Wetterau einen großen Gefallen und e- soll ihr hiermit der lebhafteste Dank dafür ausgesprochen werden. Die Verwaltung wird bald finden, daß dte Anordnung zu ihrem Nutzen ausschlägt, denn eS fahren zweifellos Leute genug mit, sobald die Fahrgelegenheit bekannt wird. — DaS Mähen des Heu gras eS hat überall in der Umgegend begonnen- er steht eine solche Maffe von Futter auf den Wiesen, wie mau eS seit Menschengedenken nicht erlebt hat. )( Lauterbach (Hessen), 21. Juni. Die Vorarbeiten sür da- vom 25. bt- 27. Juni hier stattfindende 25. Turnfest deS Gaues Heffeu find ihrem Abschluß nahe. Auf dem Festplatz, in deffen Hintergrund die schön bewaldete Kuppe de- Etchberg- liegt, erheben fich schon die Festbauten, die nach beendeter Ausschmückung den Theilnehmern ein freundliche- Bild und einen angenehmen Ausenthalt bieten werden. Nach den noch immer einlansenden Anmeldungen scheint die Be- theiligung auS Turnerkreisen recht stark zu werden. Aber auch au- anderen Kreisen, besonders aus den in der Nähe liegenden Städten, wird eine rege Theiluahme erwartet, zumal das Programm außer bin ausschließlich turnerischen Darbietungen noch eine Reihe anderer Veranstaltungen enthält. Da auch die Einwohner Lauterbachs Alles, was in ihren Kräften steht, aufbteten werden, so darf man wohl mit Recht auf einen schönen und befriedigenden Verlauf deS Feste- hoffen. Desa-rschtes. ♦ Marburg, 21. Juni. Wie au- dem Jnseratentheil deS heutigen Blattes ersichtlich, findet morgen, Douuer-tag den 23. Juni, daS letzte diesjährige Concert des akademischen Covcert-Berein- statt. Mit einem Beethoven- Abend soll der Kreis der Aufführungen würdig beschloffen werden. Ueber die Coriolan Ouvertüre, mit der daS Eoncerr beginnt, braucht hier nicht- Neue- gesagt zu werden, da fie jedem Musikfreunde al- ein- der schönsten und für Beethoven charakteristischsten Werke deS Meister- bekannt ist. Ebenso ist die L-dur-Symphouie in ihrer heiteren, klaren Schönheit ein Liebling der mnficirenden Dilettanten-Kreise. Neu ist die 6-dnr-Meffe von Beethoven. Geschrieben ist fie wie die Coriolan-Ouverture (C-moll) 1807. In demselben Jahre wurde auch die 6-nwll-Symphonie und dte Leonoren-Ouvrrture Nr. 1 (C-dur op. 138) geschrieben, während die B-dur» Symphonie, die „AppaSsionata", die Rasoumow-kh Quartette op. 59 und die 32 Variationen in C-moll dem vorigen Jahre 1806 avgehören. Die Missa stammt also au- einer Zeit höchster Productivttat deS Meisters und tst mit einigen seiner größten Werke gleichzeitig entstanden. Die missa solemnis ist eine grandiose wufikalische Phantasie über den Meffentext, unsere kleinere eine zum wirklichen kirchlichen Gebrauche bestimmte missa brevis. Der reorganisiere Chor deS akademischen Concert-Berein- wird sein Bestes thun, um eS am Donnerstag würdig und eindrucksvoll aufzusühren. Besonder- machen wir auf die Generalprobe aufmerksam, welche am Mittwoch um 5 Uhr präctse stattfioden wird. Sie ist hauptsächlich für auswärtige Musikfreunde bestimmt, welche mit den Abendzügen wieder Heimreisen wollen. * Braunfels, 20. Juni. Anfang Juli soll dte bereit- fast vollendete, massiv gebaute Halle, welche der Verein „Lande-wohlfahrt" in Braunfels errichtet, ihrem Zwecke übergeben werden. — Zur Förderung deS einheimischen Handwerks und der Hausindustrie sollen daselbst während der Sommermonate Erzeugniffe deS Handwerks und Produkte deS häuslichen Fleißes aus dem StandeSgebiet SolmS- Braunfels zum Verkauf ausgestellt werden. ♦ München, 20. Juni. Der sind. chem. Schieber von München stürzte nach der „AugSb. Abendztg." vom Kaifergebirge ab und blieb tobt. • Bei der Wahl in Berlin kam ins Wahllocal Adalbert- straße 24 gegen 5 Uhr eine Dame in donnerndem Putz hereingerauscht und verlangte, den Wahlzettel hoch in der Rechten und energisch im Auftreten, den Zettel für ihren „Eheherrn" abzugeben. Als ihr vom Wahlvorsteher die Unmöglichkeit dieses Vorgehens klargelegt wurde, wurde die Dame erbost und schrie mit dem ganzen Aufgebot ihrer kräftigen Lunge: „Wat! selber soll mein Mann kommen! I- nich, der hat zu arbeetenl Zur Wahl jehen, det jiebtS bei mir nich, dazu hat mein Mann keene Zett — det fehlte noch, zu solche Sachen!" Als ihr aber trotz dieser energischen Erklärung die Abnahme des Zettels verweigert wurde, schien sie ihre ganze Wuth dem Wahlvorsteher zuzuwenden und ärgerlich schrie fie diesen an: „Na! wozu schicken Sie „mir" denn immer die Zettel rüber, so'n Stücker fünf haben Sie mir geschickt, det verbitte ick mir aber!" Unter schallender Heiterkeit entfernte fich die kampfeömuthige Dame. * Meisterwerke Meyerbeer S find es, die in einer Auswahl ihrer hervorragendsten Scenen und in einer wahrhaft künstlerischen, farbenprunkenden, reich mit Golddruck deco- rtrten Ausführung eine neue Serie der bekannten Menu- karten, welche die Liebig'S Fleisch- Extract-Com- paguie an Hotels in Bade- und Kurorten abgtebt, vor Augen führt- es find die „Hugenotten", die „Afrikanerin" und „Diuorah", welch' letztere auch diesmal von ihrer famosen Gesellschafterin, der Ziege Beller begleitet wird, sodaß daS treue Thtercheu^ gewtffermaßen den animalischen Convex zu dem in der oberen Leiste de- Bilde- befindlichen weltberühmten Töpfchen mit Ltebtg'S Fleisch-Extract bildet, von dem als Zeichen feiner Echtheit der blaue NamenSzug Liebig'- strahlt und da- al- ein unentbehrliche- Requisit sich ja längst in allen Küchen eingebürgert hat. Die Rückseite der Karten bringt außer Humoresken und Kochrecepten noch einen Hinweis auf das Fletsch-Pepton der Compagnie Liebig, da- sich als Nähr- und Kräftigungsmittel für Magenleidende vorzüg- liier Erfolge rühmen darf. * Die „Lebensdauer" der Locomotive». Eine Locomotive macht so sehr den Eindruck deS Soliden und WtderstandS- sähigen, daß man ihr wohl auch eine sehr ausgedehnte Leben--, d. h. Verwendungsdauer zuzuschretben geneigt sein möchte. Darin würde man aber sehr irren. Vielmehr haben kürzlich in England vorgeuommene umfassende Untersuchungen ergeben, daß diese Lebensdauer nur etwa 500,000 englische, also ungefähr 100,000 deutsche Meilen durchschnittlich be- trägt- hat dte Locomotive diese Meilenzahl durchlaufen, bann ist fie so abgenutzt, daß weitere Reparaturen nicht mehr zweckmäßig und rentabel sind. Natürlich find während dieser Zeit schon gewiffe, ganz besonders in Anspruch genommene Maschinentheile wiederholt auSzubeffern, ja völlig zu erneuern so werden z. B. die Feuerbüchse dreimal, die Radbcmdagrv fünf- bis sechsmal und die Triebwellrn drei- bi- fünfmal erneuert. Man sieht hiernach, daß die AmortisationSbetrSge für Locomotiven sehr hoch angesetzt werden müffen. * (tine unwissentliche Ueberlretung bet Gewerbe Otbnme, haben sich in letzter Zeit viele Inhaber größerer Betriebe zu Schulden kommen laffen, die für ihre Arbeiter Fahrräder ankauften und fie ihnen zum Selbstkostenpreise gegen monat liche oder wöchentliche Abzahlungen überließen. Dem Besitzer einer großen optischen Anstalt in einem Vororte Berlins wurde von der Behörde mitgetheilt, daß § 115 der Gewerbe-Ordnung den Arbeitgebern verbietet, ihren Arbeitern Maaren auf Credit zu liefern. Gewerbetreibende, die dem zuwiderhandeln, werden mit Geldstrafe bis zu 2000 Mari bestraft. Außerdem können Forderungen für Maaren, welche dem § 115 zuwider creditirt worden find, von dem Gläubiger weder eingeklagt, noch durch Anrechnung oder sonst gellend gemacht werden. • Kaltes Licht. ES würde einen ungeheuren Triumph der Technik bedeuten, wenn eine BeleuchtungSan gefunden werden könnte, bei der nur Licht und keine Wärme erzeugt wird. Abgesehen von der FeuerSgefahr, die jede der bis- herigen BeleuchtungSarten mit fich bringt, geht durch die em- wickelle Wärme auch etn großer Theil der zur Erzeugung de- Lichtes anfgewandten Kraft verloren. Bet einer Petroleumlampe beträgt der Wärmeverlust auf Kosten bei Lichtes nicht weniger als 99 Procent, bei Leuchtgas 981/, Pro- Cent, bei der electrischen Glühlampe 97 und bei der Bogenlampe noch immer 90 Procent. Nun soll ein amerikanischer Gelehrter, I. Haine- in New-Uork, nach achtjähriger Arbeit jenen kühnen Traum der Wiffensqast, ein wärmelosei Licht zu erzeugen, zur Verwirklichung gebracht haben. Der von ihm beschrittene Weg ist derselbe, den TeSla in feinen berühmten Versuchen mit leuchtenden Röhren angebahnt Hai. HaineS führte neulich einen Versuch vor, bei dem vier Herren, die unter einander mit electrischer Leitung verbunden waren, irr jeder Hand eine vervollkommnete CrookeS'sche Röhre hielten, während noch drei Röhren auf ihren köpfen angebracht waren. DaS von diesen Röhren auSstrahleude Licht soll außerordentlich stark sein, indem der electrische Strom mit einer Spannung von 1 Million Bolt durch dieselberr hindurchgeleitet wurde. Der Kraftverlust durch Wärme- entwicklung beträgt bei diesen Röhren nur 5 Procent, bei Licht ist also fast vollständig kalt und bringt kaum eint Temperaturveränderung der umgebenden Luft hervor. 81 soll sich bereits eine Gesellschaft mit einem Kapital Du 40 Millionen Mark zur Ausbeutung der Entdeckung gebildet haben. Diese Mittheilungen find zwei Pariser Fachzeitschrift» entnommen. Literatur und Aunft. — Der Professortihel wurde den beiden Malern Han« Thoma und Wilhelm Trübner in Berlin, dem Observator atu Astrophysikalischen Observatorium bei Potsdam, Dr. O. Lohse, btm Privatdocenten in der philosophischen Fakultät der Universität Riel Dr. Georg Karsten, und dem Schriftsteller Otto Philipp Donner in Frankfurt a. M. verliehen. — In dem Verlag von Leopold Zolki, Berlin 0.27, tst eine neue politische Broschüre: Die Verjüngung deS Liberalismus, ein Beitrag zur Beleuchtung der inneren deutschen Politik von Dr. Martin Berendt, Preis 1 Mk., erschienen. Der große Kamps des BürgerlhumS mit dem Junkerthum, der zur Zett alS etntgenbel Band aller liberalen Kreise htngestellt wird, tst darin nach seiner Berechtigung beleuchtet, und eS wird der Weg gezeigt, aus welchem dir heutigen liberalen politischen Parteien zu einer Verjüngung io politischen Leben gelangen können. — Von Griebens Reisebüchern, Verlag von Albert Goldschmidt, Berlin, gehr uns soeben Band 76, Wtesbabea und Umgebung (Preis 1 Mk.), zu. Auch hierfür gilt die von unS den früheren Bänden mitgegebene Empfehlung. — Von Deutsche Kunst unb Deeoration, Monatshefte,ur Förderung deutscher Kunst und Formensprache in neuzeitlicher Auf- fuffung, Herausgeber und Verleger Alexander Koch, Darmstadt (jährlich 12 Hefte 20 Mk.), erschien soeben daS zehnte Heft, Frankfurter Künstler würdigend. Der in jeder Hinsicht durchschlagende Erfolg, welchen das verdienstliche Unternehmen zu verzetchnm hat, dürfte auf das ztelbewußte Programm zurückzuführen sein, dessen Brennpunkte sind: Freie Bahn für unsere Künstler, Gebührende Geltung deutscher Arbeit, Lerne, wo Du lernen kannst, Gemeinsamer Schaffen zum Wohle deS Ganzen. — Der „Alkoholgegnerbund" hat ein Preisausschreiben für eine volksthümlich gehaltene Erzählung erlaffen, die sich als Kampfmittel eignet und in packender Darstellung für die Enthaltunß von geistigen Getränken eintritt. Die Arbeit soll den Umfang von vier Druckbogen nicht überschreiten. Es gelangen zwei — im Noth- falle mehrere — Preise zur Vertheilung, deren Gesammtbttra- 500 Franken ausmacht; dte Bewerbung wird am 30. September abgeschlossen. Als Richter amtiren drei Herren in Bafel, der Etvll- gertchtSpräsident Professor Dr. Burckhardt, Redacteur Hermann Stegemann und Dr. Ad. Vögtltn. Die Schriftstücke stnd an Direktor Blocher in Reue Welt bei Basel zu senden und mit einem Merkwort zu versehen; ein geschlossener Briefumschlag hat den Ramen bei vet« fassers zu enthalten._________________________________________ Verkehr, Land- tutfc Volkrwirthschaft. BuderuS'sche Eisenwerke, Wetzlar. Bekanntlich besindm sich die Aktien dieser Gesellschaft (4000000 Mk. DorzugSactim Lit. B, und 4000000 Mk. Stammaktien Ltt. A) ausschließlich w den Händen der Familie Buderus. Unter den Bethetligten war schon längst der Wunsch vorhanden, einheitliche Aktien mit gw®« Berechtigung zu schaffen, welche Absicht durch eine Verständigung der Interessenten nunmehr verwirklicht werden soll. Der auf o 5. Jult berufenen außerordentlichen Hauptversammlung wttv o Antrag unterbreitet werden, das bisherige Stammactienkapital vo 4000000 Mk. aus 2000000 Mk. mit den Aktien Lit. B gletchberea- ttgte Aktien herabzufetzen unter baarer Zuzahlung oon 700000 ix ober 175 Mk. für jede alte Aktie Lit. A; dte Inhaber der Vor,ug» aetten sollen dagegen auf ihre btlhertgen Vorzugsrechte für K«v und 6 pEt. Dtotdende verzichten. Dte Durchführung diese« « schlusieS gibt der Gescllschast gleichzeitig Gelegenheit, die Anlage- werthe entsprechend he^abzuietzen und verschafft ihr dte Mittel j Ausführung von geplanten R.uanlagev. 8« bet « ^SroßherzoW 2 ,/ $• 3 n Dr 4 . , vr 5 . anbete' Da hiernach, gefallen ist, b' ia«gS»-" »»t F worben- 1 »le auf 6 Ufr Die Wahl fin förifien statt, »« bezirke, die Wa Bei der eng' wie bei der ersten nchkigung derselben Gießen, de G Die im Hirst sich ergebenden Sch »nsterei, Zimmer geben werden. R 1. Juli d. 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Eine wiederholte Auslegung und Be- mchtlgung derselben findet nicht statt. Gießen, den 21. Juni 1898. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gn a u t h. Emil Bender, Schulstraße 5, Seifen- und Parfümeriegeschäft. bi btr bdbm Mm ? n Seite, bau Ctfanate: B do UMih iMn Cito MH- r-u- Frühftückskörbcheu rc J. H. Fuhr Kein Ilngeziefer. Lieferbar in jeder Größe für eiserne sowie für hölzerne Bettstellen. Neben unbegrenzter Haltbarkeit und Chateau Livran hochfeiner Bordeauxwein pr. Flasche Mk. 1,20 —» aus der Dampf-Kaffee-Brennerei -A. Zuntz sei. Wtwe Königl. 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Hängematten a3or"a6me clncr eugeren Wahl zwischen den/ Lchmetterlimig-Mc n -LllSkil HrichftbefNmmten Bürgermeister Philipp Köhler in n. SUIUU, «-"-sd-rf und Philipp Scheidemann in Gieste» auf „ Sp-nubretter, Freitag, den 24. Juni 1898 Garteilgeratlie festgesetzt worden. I in Holz und Gifeu, von 'orwrlie? T 5694] Westanlage 41 ist dwe 1 1 schöne 6-Zimmerwohnung per ersten ! Juli Preiswerth zu vermiethen. Tüchtige Arbeiter 6295 gesucht. Hermann Setz. 6081 2li an Geübte 6253 ZZ/XZZZ/J’///XZ/1 NEÄ!,'.2.. \ Menzer’8 «E- „Zur Stadt Äthan“ Aohnmstangm 4931 empfiehlt I. Happel, Neustadt 56. 6800 Jedes andere Werk unter gleichen Bedingungen. S. Gans, Frankfurt a. M., Moselftraße 36. vermietben. Mäusburg 1 Eisen- und mielhen. Neuenweg 4V, III. aus mietheu J. Pfeffer. vermiethen. Moltkeftr. 2. Neustadt 10 6258 Heugras Nordanlage-Ostanlage. an die Expedition d. Bl. Nordanlage in. 6230 Telephan Hebaftüm: L. 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