Mrtt bitte ■m l'Meni v'vvdk, inibtn i«bu nr. 'Stil, ! *t,<11 '*« ütthn H " u, I, £ *”• «d na ‘"«“■o3«20.£lllFl, ° ^80. vor noch "" *» Ml Ml dn ■ 3® 60 »äirol^t ?,8Lt‘,a0'8«b«l. toi 90.7 boll je IW - vii btm Hochtzllß» in. IRinnid) ia gtt|n »er Stube im etbgiM ln ^rld vlld Pllpittu, OB6 Btlijt |Q Bst* ■t »otbtE. gOe Kad). ’• 9lt ia MbttStg* iHao! bei ingtliborf in » hm honst Dtöunitl unb 38 itntimtttt tiefe chrichien. Ptvtmot uniacr HoWnIk -i4 ben gtohm Senat 64 st da ^rumümtf, geoäblL not Dr. yeintii fiele, ::n® unb tbtenboctor da 6<$1dlbiult bei DooHW 1 lobt, fieber btt M all na enrorba. luvet tu Mntai warbt tri vt< Wtoflit a k cbtOL • bei ,5t» Str tinit* W W. ^tnutt woblbebttai» r Wende ihr 1000 3ti|iilt zludkkÜ VON .SOS 1 . 7'1 der MS* SS-"- *m'daibt Bonbons) itfrtiefl oittaib bei S.tmhii8erjMM nedalü« ^fU^lanb l 7 unb der , iedtt 25 Pfg- w Lf. S« y. ©aflenfeWr 21, Wallach' vüE^K- Sognac » sä5'. xätiK“*» .734 l»n#jSS w.» *nb rSWi Nx. 19 Erstes BlM Sonntag den 23 Januar 1808 Kießener Anzeiger Hmeral-Anzeiger ZSezugspreis '»ierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerloh«. Alle Anzeigen-Bermittlungsstellen der In« und Au-lau-rL nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgeya. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den svlgeuden Tag erscheinenden Nummer bis Sonn. 10 Uhr. scheint täglich mit Ausnahme des Montags. Dee Gießener Aamiktenvtätter werden dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelegt. Aints- unb Anzeigeblatt für den Kreis Giefzen. Redaction, Expediüon und Druckerei: Schutstraße Nr. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. Adresse für Depeschen: Anzeiger Kietze«. Fernsprecher Nr. 51. Bestellungen auf den täglich in mindestens zwei Bogen Umfang erscheinenden Hießener Anzeiger (Henerak-Anzeiger) AmLsvlatt für den Kreis Hießen für die Monate Februar und März werden von der Post, den Zeitungsträgern und der Expedition angenommen und den neu eintretenden Beziehern die von jetzt bis 1. Februar erscheinenden Nummern kostenfrei geliefert. Amtlicher Lheil. Gefunden: 1 Metermaaß, 2 Schürzen, 1 Filzhut' 1 Kappe, 1 Paar Kinderhandschuhe und 1 Pferdedecke. Gießen, am 22. Januar 1898. Großherzogliches Polizeiamt Gießen, v. Bechtold. Politische Wochenschau. ES ist recht bezeichnend, daß über die Liao-Tschau- Angelegenheit fast gar nicht mehr gesprochen wird- nlle Mächte scheinen sich mit der Thatsache abgefuuden zu haben. Daß England noch grollt, kann uns nicht weiter irritiren; seine Situation ia Ostafien ist ja auch nicht- weniger als angenehm, da e- ruhig mit ansehen muß, wie Rußland in jenen Regionen, wo früher England allein do- minirte, mehr und mehr an Einfluß und Ansehen gewinnt. Aach England- Königin soll noch grollen und öufl bet dem Besuche, den ihr Prinz Heinrich von Preußen auf seiner Aus* reise nach China in Wtudsor adftattete, etwa- allzu deutlich zum Ausdruck gebracht haben. Wenigsten- will man die- au- der freilich etwa- auffälligen offictöseu Notiz schließen, daß Kaiser Wilhelm nicht beabsichtige, in diesem Sommer nach LoweS zu gehen. Wieweit diese Vermuthungen richtig find, läßt sich natürlich nicht feststrllen. Reichstag und Abgeordnetenhaus arbeiten mit „Boll dampf voraus." Besonders intereffiren uns die ComrnisfionS- Verhandlungen de- ersteren über die Mtlttärftrafproceßreform. Große Hoffnungen, daß etwa- Definitives zu Stande kommt, darf man nicht hegen- wenigsten- geht da- auS der Erklärung, welche der Kriegsminister v. Goßler am DouuerStag abgab, deutlich hervor. Wenn nicht auf beiden Seiten Con- ^esfiouen gemacht werden, dann dürfte die ganze Angelegen» heit im Sande verlaufen. Außerordentliche Vorgänge auf dem Gebiete unserer Politik find überhaupt nicht aus der letzten Woche zu ver- zeichnen und wir können uu- deshalb mit um so mehr Muße dem Auslände widmen. Meldungen von neuer Erregung kommen auS der Hauptstadt Böhmens. Die österreichische Regierung hat zur Schlichtung des SprachenfüikeS Vorschläge gemacht, welche auf eine Theilung Böhmens tu sprachlicher Beziehung hinaus- laufen. Aber diese Vorschläge kommen jetzt reichlich spät, da die Erregung bereits zu groß geworden ist, als daß von einer Seite ein Nachgeben zu erwarten wäre. Die Verhandlungen des Prager Landtage- stehen deshalb im Zeichen de- Sturme-, und wenn die Regierung nicht umfaffende I Vorbereitungen trifft, so find wieder Exceffe zu erwarten, | wie sie der November und December des letzten Jahres zu ■ verzeichnen hatten. Ehe die Sprachenfrage nicht geregelt ist, kann auch nicht an die Wiedereinberufung des Retch-rath- gedacht werden, und es dürfte daher noch einige Zeit dauern, bi- Oesterreich wieder geregelte parlamentarische Zustände hat. Sehr kritisch war in letzter Woche die Situation in Frankreich. Es ist erklärlich, daß die Stellung, welche Emile Zola in der Angelegenheit DrehfuS-Esterhazy eingenommen hat, die Franzosen ganz besonders erregt. Die bisherigen Vorkämpfer für die Sache de- Excapüän- hatten im Allgemeinen wenig Einfluß auf die große Menge, fie wirkten nur in bestimmten, abgegrevzteu Gebieten. Und nun kommt Frankreichs allbekannter Schriftsteller und macht die Sache Dreyfu- zu seiner eigenen. Wir haben schon mehrfach zum Ausdruck gebracht, daß das Ministerium Möltne, welche- so fest stand wie keines seiner Vorgänger, sehr wohl an der Affaire DreyfuS Schiffbruch erleiden kann. Die Kammer- Verhandlungen der letzten Woche find hierfür ein Beleg, da die Mehrheit der Regierung bereit- bedenklich zusammen» geschrumpft war. Officiell will man da- noch nicht zugeben, aber es ist doch ein bedenkliches Zeichen, daß Msline mit dem Rücktritt des Cabinet- drohen mußte. Die Samötag» Verhandlung der Kammer dürfte eine nste Entscheidung bringen. Erregung herrschte in letzter Woche auch in Italien. Wir wiffen, daß daS Land arm ist, daß Mangel und Noth oft an der Tagesordnung daselbst find. In diesen Tagen waren nun die Brotpreise in verschiedenen Städten erhöht worden, wogegen sich daS Volk auflehnte. ES kam vielfach zu offenem Aufruhr. Die Regierung muß ihre Taschen recht weit öffnen, wenn sie gründlich helfen und der Unzufriedenheit ein Ende machen will. Auch von einer MtnisterkrifiS sprach man in Italien; Visconti di Venosta wollte angeblich aus persönlichen Gründen aus dem öffentlichen Leben scheiden. Wenn man erwägt, daß er dem jetzigen Cabinet Rudini- Zanardelli nur mit einem gewissen Widerwillen fich ange- schloffen hat, so konnte man jenen Gerüchten von seinem Rücktritt wohl Glauben schenken. Dieselben werden freilich schon wieder dementirt. Große Sorge machen England noch immer die Verhältnisse in Indien. Die Erfolge, welche dort die britischen Truppen errungen haben, find ganz minimale, sodaß von einer Niederwerfung des Aufstandes noch lange ketne Rede sein kann. Auch die Pest ist wieder in Bombay eingekehrt, was die Lage noch erheblich verschlimmert. Hört man freilich die Bankettreden, in denen England- Minister Großes leisten, so merkt man nicht- von den Gefahren, welche Old England allenthalben bedrohen. Im Orient ist Alle« beim Alten- auch ein Gouverneur für Kreta hat fich noch nicht gefunden. Von den Combinationen, welche über die Person desselben umlaufen, wollen wir keine Notiz nehmen, da jeden Tag ein anderer Anwärter auf der Bildfläche erscheint. (xx) Deutscher Reichstag. 22. Sitzung vom Freitag, den 21. Januar 1898. Am BundeSrathstische: Reichskanzler Fürst Hohenlohe^ Staat-secretär Graf Posadowskh. Präsident Frhr. v. Buol theilt mit, daß Abg. Stadthagen auf sechs Wochen beurlaubt sei. (Abg. Stadthagen hat gestern eine gegen ihn rechtskräftig gewordene Gefängmß- strafe angetreten). Tagesordnung: Fortsetzung der Etat-berathuug. Etat Reichsamt des Innern. Titel Staatssekretär. Abg. Lingens (Centr.) wünscht, daß der Sonntagsruhe vermehrte Aufmerksamkeit zugewendet werde. Abg. Lieber (Centr.) nimmt auf den Schluß der gestrigen Aeußerungen des Staat-secretärS Bezug, daß der Kampf gegen die Socialdemokratie nur dann wirksam sein werde, wenn auch den religiösen Mächten gebührende Beachtung zugewendet werde. Ein wohlthuender AuSklaug der Debatten über die Socialdemokratie sei nicht denkbar gewesen^ Alle religiös gerichteten Gemüther stimmten den Worten bei Staat-secretär- zu. Möge aber auch der Staat-secretär dasür sorgen, daß nicht die preußische Cultu-verwaltung diese socialpolitischen Bestrebungen hier im Reiche störe. Redner führt sodann aus, er leugne nicht, daß die organi- strten Arbeiter, wenn sie auch einen Strike schwerer beginnen, ihn doch um so zäher foitführtev. Aber eS kämen zweifellos bei den sogenannten wilden Arbeitern mehr Ausschreitungen vor, als bei den organifirten, und die Ausschreitungen würden sicher auch vermehrt durch die Erbitterung, welche die der Organtsation entgegengeftellten Schwierigkeiten erregten. Mit Muth und Selbftentsagung mußte man, auf dem Boden de- Chriftenthum-, den berechtigten Forderungen der Arbeiter gerecht werden und nun die maßlosen Forderungen zurückweisen. Redner wendet fich sodann gegen die Socialdemokraten, die mit Unrecht an dem Eintreten des CeNtruwS für bad CoalitionSrecht zweifelten und erklärt des Weiteren, in der vorliegenden Fassung fei der Antrag Pachntcke für das Centrum unannehmbar. Seine Freunde würden vielmehr sofort einen neuen Antrag einbringen, dem zuzustimmen er Pachnicke bitte. Der alSbald eingehende Antrag Lieber ersucht die Regierung um einen Gesetzentwurf behufs Arnderung des § 152 der Gewerbeordnung dahta, daß Verabredungen und Vereinigungen gestattet werden, welche die Verbesserung der Lage der Arbeiter im Allgemeinen oder die Erlangung günstigerer Lohn« oder Arbeitsbedingungen durch Veränderung der Gesetzgebung bezwecken. Abg. Prinz Earolath (nl.) berührt die Frauenfrage. Er empfiehlt Gymnasialcourse für Mädchen, Zulassung zum Apothekerberuf und zum Unterricht an höheren Lehranstalten. Der jetzigen Unficherheit in Bezug auf Zulassung zum Studium an Universitäten müsse endlich ein Ende gemacht werden. Staat-secretär Graf Posadow-ky theilt die Anficht de- Vorredner-, daß man fich gegen die betreffenden Wünsche nicht absolut ablehnend verhalten könne. Er habe mit dem preußischen Cultn-minister gesprochen, und dessen Erklärung zufolge würden an den Universitäten die Frauen auf Grund — Feuilleton. De dritte Feierdoag. E Studie in Giesser Mundart von Carl Geißler. In jedem Kalenner t- bei hohe Feste blo- en errschte nun en zwaate Feierdoag verzeichnet. Daher rimmtS, wann merr außerhalb von Giesse vom dritte Feierdoag schwätzt, daß ahm die Lend ganz verwunnert angucke unn -e sroage scheine: WoaS iS das fer en Feier- doag? Fer diejenige, die'- net wisse, muß äich erläudern, daß fer Giesse de dritte Feierdoag doaS iS, waß fer Frankfort de Wäldchesdoag oder fer Wetzler des Ochsefest, not mit dem Unnerschied, daß die Frankforder unn die Wetzlerer das Bergniege bloS a mol im Jahr hawwe- mir in Giesse be- gege alle Jahr dreimal uff Ostern, Pingste unn Weihnächte, — von de blaue Mondäg ganz abgeseh'n. De dritte Feierdoag iS demnach en östersch im Jahr widderkehrende, hohe Feierdoag, der zu de Etgenthimlichkeite von Giesse geheert unn dorch sei ehrwirdtg Alder sei Existenzberechtigung vollstänuig nachgewiese hott, obschon- aach in Giesse Mensche gtbbt, bene bet unschulbtge britte Feierdoag längst en Dorn im Aag iS unn bat en gern mit Romb um Stomb aus be Welt geschafft hätte, wann en — net ze fest eingewurzelt wer. Er zehlt zwar net zu be gesetzliche Feierbäg, uixdestoweniger Hot er awwer e stattlich Anzahl Anhänger unn weil er sich so ere große Beliebtheit bet be Giesser erfreut, so hawwe s'en gewiffer maße zu eme gesetzliche Feierboag erhowe. Wammer an so eme brüte Feierdoagmorje burch bie Stabt giht, so ficht mcr ganz ehrsame Börjerschleub, bie borch ehrn LewenSwandel dargedha hawwe, baß fe borchauS ka Lompe fein, im Feterboag-klaab erumgeh unn be Werths- Häuser unn namenblich bem Frihconcert zusteuern. In be Werthfchafte iS e Läwe unn e Dreiwe unn e Gegei, baß mer al- sei eige Wort net heert unn bes Giesser Publikum entwickelt en Dorscht, dem mer net aafieht, daß die zwaa vorher gehende Feierbäg schont große Leschversuche an em gewacht worbe sinn- korzum, brS ganze männliche Giesse finbt sich beim Frihschoppe unn beim Frihconcert. MtbbagS awwer fein bie meiste Läbe geschloffe unn in bet Stabt isseS so feierlich still, grab toat am erschte Feier- boag, bann Alles, was Baa zum Laafe hott, flieht auS unn lustirt sich uff der Hoarbt oder im Filefofewalb ober an irjenb ahm von bene viele VergntegungSorte, an bem merr in Giesse noch niemals Mangel hatte. Unner kaane Umstänbe läßt fich en rächter Giesser fein britte Feierboag rauwe- selbst unser Weiber un Mädercher bringe ehr Symbadie entgege, trotzdem- aach emol ferkimmt, baß eS in eme Haus en große Spektakel absetzt Wege allze- lang an-gedehnte Frihschoppe. Awwer bat Prejambel von Fraaa unn Döchter meecht äich Heern, wann bei de Feststellung vom Feierboagspro- gramm fe frage bhete: Wo geh'n mer bann be Dritte hi? unn be Vatter geb zur Antwort: Deham bleiwe mer! . . . Uff Woche enaus H8tt so en Familjevatter, ber fich so en growe Verstoß gege bes Altherkemmliche zu Schulbe komme ließ, kaa ruhg Stunn im HauS unn an- be brotzige Gesichter feiner Damezimmer kennt err boagbäglich be Vorwurf erauS- lefe: Maß bist be boch en Rawevatter! Um alle unerquickliche Familjebragödje auS'm Weg ze geh, föllt fich e jeb Owerhaapt von erct Familje vornemme, net vom Ahle abzeweiche unn an bem brüte Feierboag fest- zehahle- wann bann bie Junge feh wäi bie Ahle so e treu Anhänglichkeit anß Hergebrachte bewahr«, so werrn se- hoffentlich nach so moache unn be britte Feierboag i- uff ewige Zelte gesichert! eines AbiturientenzeugntsseS als Extraueä zugelaffen. Was die Zulassung zur Staatsprüfung anlange, so sei der Reichskanzler nicht abgeneigt, sich mit den Eiuzelregierungen dar- über ins Einvernehmen zu setzen, sowohl in Bezug auf die medicinische wie auch auf die pharmaceutische Prüfung. WaS die Jwmatriculation der Frauen betreffe, so sei dies Sache der Landesregierungen, welche noch zögerten. Eine weltberühmte medictnische Persönlichkeit bezweifele, ob eine Frau als Operateurin wirken könne, weil sich bei einer Operation zuweilen etwas Anderes herausstelle, als man erwartet, und weil eventuell ein schneller Entschluß uöthig sei, um die Operation anders vorzunehmen. Redner schließt mit dem Rathe, die Damen sollten sich vorläufig mir dem status quo begnügen. Abg. Friedberg (nl.) wünscht ein entschiedenes Eintreten des Reichskanzlers dafür, daß die zum Studium Zu- gelaffenen auch unbedingt zum Examen zugelaffeu werden. Abg. Graf Stolberg (couf.) wünscht vorsichtiges Borgehen in der Frauenfrage. Abg. Hitze (Centr.) befürwortet eine Resolution, betr. eingehendere amtliche Berichterstattung über die Beschäftigung verheilatheter Frauen in Fabriken. StaatSsecretär Gras PosadowSkh erklärt sich bereit, über die vom Vorredner gewünschte weitere Ausgestaltung der Gewerbeauffichtsberichte mit den Regierungen in Verbindung zu treten. Abg. Pachnicke (frs. Vp.) wünscht, daß einstweilen eine Abstimmung über seine Resolution bis zur dritten Lesung verschoben werde. Abg. Wurm (Soc.) ist für den Antrag Pachnicke. Redner Verbreiter sich dann nochmals ausführlich über die soeialpolittsche Umkehr der Regierung und über Nichtausführung der kaiserlichen Erlasse von 1890, ferner über daS moderne Poltzeisystem, daS in immer weiteren Kreisen mißliebig werde. Er verlangt die Anstellung von Arbeitern als Gehülfen der Gewerbeinspectoreu und Hinzuziehung von Frauen zum Gewerbe-Jaspectorat. Abg. Hitze (Centr.) begründet nochmals die vom Lentrum stet» vertretene Forderung, die Ehefrau im Prinzip von der Fabrikarbeit auSzufchlteßen. DaS HauS vertagt sich jetzt auf morgen 2 Uhr. Tagesordnung: Fortsetzung der Etatsberathung. Sch'uß 6% Uhr. Deutscher Leich Berlin, 21. Januar. DaS „Mtlttärwochenblatt" meldet: Der Generalinspecteur deS MtltlärerztehungS- und Bildung-- wesens, General der Infanterie, Keßler, ist in Genehmigung feine» Abschiedsgesuchs zur Disposition und gleichzeitig L la suite des CadettencorpS gestellt worden. Berlin, 21. Januar. Die Militärstrafproceß- Commission lehnte gegen die Stimmen der Socialisten den soctalisttschen Antrag zu § 10 ab, wonach dem Gerichtsherrn auch bet Standgerichten die erforderliche Anzahl richterlicher Militär-Justizbeamten zugeordoet werden soll. Im Laufe der Debatte verlangte Oertel (Soc.) unter Hinweis auf das oayertsche Verfahren einen RechtSoerständtgen für jeder ordentliche Gerichtsverfahren. Generallieutenant Vtebahn bekämpfte den Antrag wegen militärischer Bedenken und namentlich wegen der Apparats-Vermehrung durch Mitnahme von 600 neuen Mtlitärrtchteru in» Feld und wegen der Mehrausgabe von jährlich 3i/s Millionen für wenig beschäftigte Beamte. § 11, wonach dte niedere Gerichtsbarkeit nur auf Personen ohne OfftzierSrang sich erstreckt, wird gestrichen. Zu § 12 wird eia Antrag Gröber angenommen, wonach in dec Bestimmung, daß Fälle, wo Ehrenstrafen zu erwarten seien, bet Unteroffizieren der höheren Gerichtsbarkeit vorbe- tiQ’.ten bleiben, die Worte: „Gegen Unteroffiziere" gestrichen werden. Zu den §§ 29 und 33 werden Anträge Gröber» an, nommen, wonach nicht einem ReichSmilitärgerichte, sondern einem gemeinsamen oberen Gerichte dte Entscheidung über dte Vrratnduag mehrerer Gtrafthaten bezw. über Zuständigkeits- zwe-fel zustehen. Zu § 38 wird nach einem Antrag Gröber mit Zustimmung des KriegSwiniftrrS beschlossen, daß nicht nut der zweite, sondern beide Beisitzer deS Standgerichts ständige Richter sein sollen. Die MtUtärstrafproceß-Commisston nahm ferner zu § 39 (Eidesformel) den von den Regierungsvertretern bekämpften Antrag Gröber an, welcher den Schwörenden das Hinzusetz-n der confrssionellen Eidesformel gestattet. Die Commiss on änderte gemäß dem Antrag Gröber § 46 dahin ab, daß das Kriegsgericht nicht aus einem Krieg»- gerichtSrathe und wer Offizieren, sondern au» zwei Kriegs- gerichtSräthen und drei Offizieren bestehen soll. Demgemäß wird auch im § 47 Z ffer 1 bis 8 die Besetzung de» Kriegsgerichts in Etnzelfällen durch Verminderung der militärischen Richterposten um je einen modificirt. Berlin. 21. Januar. Dem Abgeordneten Hause ist die Vorlage betreffend dte DtSctPlinarverhältnisse der Prtvatdocenteu an den LandeSuniverfitäten, der Akademie zu Münster und dem Lyceum Hofianum zu BraunS- berg heute zugegangeu. Die Vorlage sieht dte Verhängung von Ordnungsstrafen (Warnung und Verweis) vor, wozu außer dem UnterrichtSmiuister dte Facultät befugt sein soll,- gegen dte Verhängung der Ordnungsstrafe durch dte Facultät findet binnen zwei Wochen Beschwerde an den Unterricht»- Minister statt. Ferner ist al» DtSc'plinarstrase dte Entziehung der Eigenschaft als Privatdocent vorgesehen, der eine förmliche durch den UnterrichtSm'nister oder dte Facultät ein- geleiteteS DtScipltnarverfahreu vorherzugehru hat. Dte ent- ichetdende DtSc pltnarbehörde erster Ji stanz ist die Facultät atS Privcipalbehörde im Sinne de» Gesetze» vom 21. Juli 1852. Königlicher Verordnung bleibt geeignete Ausdehnung dieses Gesetzes auf die Prtvatdocenten an technischen und sonstigen Hochschulen Vorbehalten. Dresden, 21. Januar. Dte „DreSd. Nachr." schreiben, fie könnten authentisch mtttheilen, daß der Kaiser au den Festlichkeiten anläßlich de» RegieruugSjubiläums und de» siebzigjährigen Geburtstages des König» in de» Tagen vom 20. bis 24. Apr l thetlnehmeu werde. Ausland. Prag, 21. Januar. Landtag. Reiniger bekämpft dte Spracheaverorduuugen auf daS heftigste und verlangt die Entfernung des Statthalters Coudenhove. Prinz Friedrich Schwarzenberg vertheidigt den Standpunkt de» Antrags Bouqaoy. Der Großgrundbesitz rechne es als eine Ehre an, daß Angehörige der deutschen Nationalität der Gruppe an- gehörten. Das Huudameut de» conservativeu Großgrundbesitzes bildeten die Grundsätze der dynastischen Treue, dte Wahrung der Interessen der Dynastie und dte Gletchwerthtg- kett beider Nationalitäten. Leitner erklärte, der Sturm, der im Falle der Realtfirung des czechtschen StaatSrechtS sich erheben würde, werde ungleich heftiger sein al» anläßlich der Spracheuverordnungru. Schlesinger, Schückrr, Opitz und Wolf interpellirten den Statthalter wegen de» Verbote» des Tragen» demonstrativer Vereins- und Berbandszeichen, da» eine Verletzung des VereinSgefetzes sei. Sie fordern die sofortige Zurücknahme, widrigenfalls fie gezwungen seien, die äußersten Cousrquenzeu zu ziehen. Der Statthalter erklärt, er werde in einer der nächsten Sitzungen antworten. (Andauernder Lärm.) Die Sitzung wird hierauf geschlossen. vudwei», 21. Januar. Bei den heute abgeschlossenen Gemein d ew ah len des dritten Wahlkörpers siegten die Deutschen mit einer Majorität von 120 Stimmen. Pari», 21. Januar. Gegenüber den Meldungen, DrehfuS habe seiner Zeit ein Geständuiß gemacht, gibt sein Verlhetdiger zwei Briefe bekannt, dte vor der Degradtrung und einen Tag nach derselben geschrieben sind. AuS diesen Briefen geht hervor, daß DrehfuS mit aller Entschiedenheit jede Schuld ableugnet. Pari», 21. Januar. 200 Ausgehobene in 5 Arrondissements veranfia teteu unter den üblichen Schmähruseu eine Kundgebung. Die Polizei zerstreute fie und verhaftete etwa 40 Burschen. Ancona, 21. Januar. Hier und in Senigallia hält die Ruhe an. Von den Truppen wurden au» den Feldern versprengte Unruhestifter verhaftet. In Chiavalle kam es gestern zu einem Auflauf. Es wurden aufrührerische Rufe laut und Revolverschllsse abgegeben. Die Truppen trieben die Versammelten au-etnander, wobei ein Carabiniere durch einen Dolchstoß am Handgelenk verletzt wurde. Mehrere Personen wurden verhaftet, darunter diejenige, welche den Dolchstoß gegen dte Carabtntere geführt hatte. In Ofiwo wurde gestern Abend eine Kundgebung bereits tn ihrem Anfänge unterdrückt. Dte Truppen halten dir Hauptstellen, an denen Unruhen stattgefuuden haben, besetzt. Loudon, 21. Januar. Dte Secretäre des Bundes der Arbeitgeber im Maschtnenbaugewerbe benachrichtigten den Bund, daß in Rücksicht auf eine Mittheiluvg von dem vereinigten Comitö der verbündeten Trade-UutonS dte Wiederaufnahme der Arbeit am Montag unmöglich sei und gaben der Ansicht Ausdruck, daß es nothwendig sei, weitere Mitthetlungen vom Comite zu erwarten. Locale» rrnd provinzielle». Gießen, den 22. Januar 1898. * * Empfang. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog empfingen am 20. Januar, Vormittag» i/il2 Uhr, den KreiSrath Braun von Lauterbach und den RechtSauwalt Dr. Gutfleisch von Gießen. Parlamentarische». Ja der Ersten Kammer haben Freiherr Heyl zu Herrn »heim und Geheimer Com- merzienrath Michel-Mainz die Anträge eiogebracht: 1. die Reg erung zu ersuchen, dte Realschulen tn Mainz und Worw» in Oberrealschuleu auszubauen- 2. dte StoatSzuschüffe für sämmtltche Handelskammern des Landes zu verdoppeln. * ♦ Der Laudvirthfchaftltche BezirkSverein Gießen hielt gestern Nachmittag auf Sony» Bterkeller eine sehr zahlreich besuchte Versammlung ab. DaS Hauptinteresse der Än- wrsendeu nahmen die Verhandlungen über die Errichtung einer GeuossenschaftSmolkeret in Gieß eu tnAnspruch. Urber die Verhandlungen werden wir noch da» Wesentlichste zur Kenntniß unserer Leser bringen. • ♦H. Stadttheater. Der gestrigen Benefizvorstellung für Herrn H. Liebscher durfte man wohl in mehrfacher Beziehung mit Interesse entge-eusehen. Schon dte Wahl des Stückes, tn welchem der Bemfiziam die Titelrolle zu verkörpern hatte, durfte genügen, um das Hau» bis fast auf den letzten Platz zu füllen. Aufgeführt wurde da« Trauerspiel „Narciß" vou A. E. Brachvogel, ein Stück, da» tm Zeitalter der Pompadour und ihrer Herrschaft am französischen Hofe spielt. Der Stoff, den der Verfasser tn überau» genialer Weise auszuarbeiten wußte, ist die durch betrogene Liebe sich ergebende geistige Zerüttung und moralische Verkommenheit seine» Helden. An Gedankenfülle und philosophisch-satirischen Reflexionen erhebt sich da» Weck über daS Niveau der nur mit äußerem Pathos arbeitenden gekünstelten Theaterstücke, ! und wird auch in kommender Zeit seines mächtigen Eindrucks nicht verlustig gehen. — Narctß Rameau ist Mufiklehrer vou Beruf, bis ihn das Schicksal zum Philosophen und Menschenverächter gemacht hat. Verhetrathrt mit einer schönen Frau, dte ihn aufrichtig zu lieben schien und mit der er so glücklich lebte, bis fie ihn eine» Tages, einer Laune nachgebevd, ver- ließ, um in der vornehmen Welt von Paris ihr zu suchen. Don diesem Zeitpunkt ab ist in dem Dasein de» Narctß ein klaffender Riß entstanden. Sie wurde dte ge- sürchtrte und gehaßte Pompadour, er, jeder Schaffens- und Lebensfreude beraubt, ein Cyitker, dessen bi terr, beißende Sathren selbst die Cirkel der vornehmen franzöfischen Gesellschaftskreise, zu welchen er au» Neugierde über ihn ge- beten wurde, belustigte und noch mehr erschreckte. Nach Jahren führte ihn da» Schicksal wieder mit seiner Frau zusammen. In der ersten heftigen Freude des Wiedersehens ist er glücklich, selig, möchte all da» durch fie über ihn ge- brachte große Leid vergessen und begraben- jedoch als er au» ihrem eigenen Munde erfährt, daß er die Geißel de» Laude», dte Pompadour, vor sich hat, verflacht er fie. Da» gibt der gealteruden, schwer kranken Frau den Rest- mit den Worten: „Nach uuS dte Stmfluth!" stirbt sie- kurz darauf, vom Wahnsinn erfaßt, stirbt auch Narciß Rameau. — Dte Wiedergabe der Tragödie ergriff tief und gehört der Hauptsache nach mit zum Besten, was unsere Bühne bi» jrtzt geboten. Die Darstellung deS Narciß ist eine der interessantesten, aber auch schwierigsten Aufgaben für einen Charakterspieler und war vo» Herrn Liebscher übernommen. Der geschätzte Künstler und Benefiziant de» Abend» wurde derselben vollauf gerecht und entledigte sich ihrer mit Ehren. Nnr eine bedeutende Individualität vermag dtefen Helden des Stückes lebenswahr dar- zuftellen, und wir gestehen, daß der Künstler e» verstanden, seine Rolle auSzuarbetten, sich darin zu vertiefen und in ihr dte feinsten seelischen Vorgänge in Sprache, Miene und Ge- berdeu (vou letzteren gefiel uns nur nicht da» allzuhäafige Achselhochziehen und da» einem Aufblähen gleichende Sich tu dte- Brust-werfen) ganz virtuos zur Darstellung zu bringen, ja fcenen- wetfe durch unmittelbar wirkende LebenSwahrhett und Inner« lichkeit besonder» excellirte. Da» Auditorium stand unter dem Bann dieser bedeutenden Leistung und zeichnete de» Bemfisianten durch Lorbeerspenden und wahrbast enthusiastischen Beifall aus. Möge da» bedeutende Talent des geschätzten Künstler», dem wir schon oft unsere Bewunderung und Anerkennung zu zollen Veranlassung hatten, der hiesigen Bühne noch lange erhalten bleiben. Die Marquise de Pompadour wurde von Fräulein Würdig gespielt, und zwar mit bestem Gelingen sowie zur vollsten Zufriedenheit. Die weder dankbare noch besonder» erquickliche, aber schwierige Rolle erfuhr vou ihr eine fo glaubhafte Darstellung, daß ihr unumwunden Lob dafür gebührt. Wie sehr verstand fie eS, diefe Löwin, vor der ganz Frankreich zittert, schwer leidend zu mark^ren- die zerrüttete Gesundheit der alternden Pompadour, die Scene mit ihrem Günstling Chotseul, sowie da» trügerische Aufleben im letzten Acte: all diese Momente waren richtig ersaßt und ebenso wiedergegeben. An dem gespendeten reichen Beifall gebührt ihr mit Berechtigung gleicher Antheil. Zu erwähnen ist ferner Fräulein Viotti al» Dori» Q rtnault, Vorleserin der Königin. Sie offenbarte in dieser Rolle die feinfühlende, denkende Künstlerin- wie ergreifend wurde die Scene mit dem Bettler Narciß, in welchem fie den unglücklichen, aber bedeutenden, selbst edlen Menschen er-ennt, den fie bemitleidet und liebt, wiedergegeben. Herr Fritz sch ler al» Herzog von Chotseul bot ebenfalls eine glänzende Leistung, die besonder» im letzten Act einwandfrei war. Herr Forsch t» der Episodenrolle de» Kammerherrn de Barry gefiel durch treffliche MaSke und gutes Spiel. Fräulein Marlosf re- prasentirte eine anmuthige, hoheit-volle Königin, desgleichen Herr Janson den Prinzen von Conti in vornehmer Weise. Dte übrigen Mttwirkenden führten ihre kleinen Rollen zufriedenstellend durch. DaS Zusammenspiel hielt sich nicht immer auf gewünschter Höhe, und besonders tadelnSwerth erscheint die TheilnahmSlosigkeit, welche alle Umgebenden, mit Ausnahme de» Narctß, der sterbenden Pompadour bei deren letzten Worten kuadgaben- dte Worte „Nach unfl die Sintfluth" gingen dadurch ihrer Wirkung verlustig. ES genügt nicht daS bloße Mttspielen, eS wird auch ein Autheil- nehmen an den fich kundgebenden Affecten zur Bekundung de» Verständnisses und geistiger Uebereinst mmung für nöthig erachtet. * ♦ Detaillisten Berein. Wie wir erfahren, findet nächste» Mittwoch den 26. Februar, Abends 8*/, Uhr, tm Hotel Einhorn der zweite Vortrag besagten Verein» durch Herrn r Landgerichtsrath Müller statt. Der Referent behandelt diesmal den allgemeinen Thcil des handelsrechtlichen Obli- gatiouSrechtS, also dte wesentlichen VerkchrSrechtSgrundsätze- die Neubildungen und Ausscheidungen auf diesem Gebiete (indossable Anweisung, RückdrhaltungSrecht, LiegenthumS- erwerb, Conto-Corrent,rc.), ferner die rechtlichen Grundsätze deS Kaufvertrags tm HandelsrechtSgrbiet. Auch der diesmalige Vortrag deS Herrn Landgerichtsrath Müller über diese Theilr der Handel-gesktzgebung dürfte ein ganz besonderes Interesse dem hiesigm Handelsstand bieten- der Besuch derselben ist durch daS Entgegenkommen des Detaiüistev- Vereinr, auch Ntchtmttgliedern den Eintritt zu gestatten, einem Jeden ermöglicht, und dürfte fich eine zahlreiche Zuhörerschaft etnfinden. • * Der zweite Borlrag deS PhyflkerS Amberg am gestrigen Abend war noch stärker besucht al» der Mittwoch»- Vortrag. Dte einzelnen Darstellungen auf dem Gebiete von Licht und Farben, wie besonders der Spectral Analyse erregten den Beifall der Zuhörerschaft. ♦ ♦ Befitzwechsel. Kaufmann Blödner erwarb von Kaufmann Bieker da» Vorderhaus mit einem Theil de- Seitenflügel- der früher der Wittwe Wkißbäck-r gehörenden Hof- ratthe am SrlterSweg znm Preiie von 65,000 Mk. Geflügel AuSsteguag. Für die bereit- ang;kündigte Geflügel- und Vogel - Ausstellung in Gießen ist nun auch dte Localfrage günstig gelöst. Der Turnverein hat fich in liebenswürdigster Weife bereit erklärt, dte Turnhalle an den Tagen vom 11. biß 14 März zur Verfügung zu stellen. DaS Comirö hofft, daß einer au den Kauf- mäunifchen Verein gerichteten Bitte wegen Ueberlaffung der Räume feine» GefellschaftShaufe» entsprochen werden wird. Der Plan, decorativ Hervorragende» in der Vogelabtheilung zu leisten, läßt fich nur durchführen, wenn dieselbe getrennt vom Großgeflügel unterzubrtogen ist. E'Ntge unserer Gärtner haben fick bereit erklärt, die Räume zu schmücken. * * Der Fechtverband Gießen Lahe hält seinen diesjährigen Maskenball am Sonntag den 30. l. Mt». tm Gießener Festsaale, Casö Leib, ab. Srit einer langen Reihe von Jahren hat genannter Verrin durch Veranstaltung von Bällen und sonstigen Festlichkeiten stet- ein Sümmchen für arme Waifenkinder zusawmenzubriugen gewußt, auch wurden die Veranstaltungen de» Verein» stets gerne aus allen Schichten der Bevölkrrung besucht. Hoffentlich gelingt ihm die» durch "ft. «; wtö“« tut! J” Ö0Utn: t.a n be. t öitbtr. *&*.?“* 4 * Wb h ' ’ 6oM toi" tia. .! nab * " Ä " l"11*« Ulb in (h “'S?0* «Mi* M’W tnb ganix< । **■ »»in L "h. bR * b,‘ i'145»11« «mtbtrung unb aa, b“ Vrstm Ahnr * h ' unt i»ox mit btftem «’L, Dir totbtt baut, ’wertgt Mc «sch ' fca6 ihr nnaawnnbta lb str tl, birst Lö-ii, kibtnb zn maxf^en- vcmpabonr, bit Tu« " rcherAr Soslrbw nro nchtig erfaßt unb «beten reiten Beifall ^rheil. Za erlvSbnen 1 Mult, Borltjtrtn Sollt bit ftinj^ltnbt, Kurbt bit Tu« mit :tn unglüllitcn, aber m, btn fit btmitltibtt itzschltr all hnzoz tnbt Stiftung, btt bt« or. htn Forsch in bt Bant; gtfiil durch friöulnn Karloss rt« Ii Rinigin, btigldd)« li in vvntthvtr Deist, bre Leinen Rollen zn« tfpitl (fielt fich nicht Mtrf tabelnSvetth Le alle Umgtbtnb«, rittn Po«htovm toi Bern ,M uni bit ung «rlufiig. Tl wirb auch ttu Äntbtü’ ,§ttttn zur Btkwbmi incfi »einig fflr nöthiz erfahren, findet uätfi» ö>/, Uhr, t® Hotel W n 6ereinl durch htm > Restrtnt bthandeli 'l^'t'.rrtchtlicha Obli' ^ikchrtrtchtlsrundsbtzt) ,r auf bteie® Gebiete «s** i( „tM,° »>* i-b,«. 8»4 tn •* MbN>q $®ir - -- - dürste ein M b' jftöib bieten; dtrBt des DeiMev- iu,rtn ‘Ä M tü,t i-li“14' 8‘ “SS«5 säS- b« I-* bl- i»* I * „ bin «'»>' ■i “J’uÄuH* »I8'° U -nb!» * ' i111L , n«" ®5r«rt . i» . bt W V. \® S'etze-er <*£ ^W- * -rn jetzigen Maskenball erst recht, da io diesem Wirrter nicht so viele Maskenbälle wie tm vorigen Jahre von anderen Vereinen veranstaltet zu werden scheinen. Schon im Jn- terefle der guten Sache wünschen wir dem Verein ein volle» Haus, zumal hier da» Angenehme zugleich mit dem Nütz- ltchen verbunden ist. Im Urbrigen verweisen wir auf das Inserat. Selter», 19. Januar. Tine gut situirte Bauersfrau von ungefähr 40 Jahren von hier hat fich gestern Morgen in dem im hiesigen Dorfe bcfindlichen Wasserbehälter, die sogen. Wete, ertränkt. WaS sie zu dieserThat getrieben, ist unbekannt. Eingesandt. Gieße«, 22. Januar 1898. In der letzten Zeit hat sich im StadttHeater ein Mißstand bemerklich gemacht, durch welchen den Besuchern der Genuß des Abends oft stark gestört wird; wir meinen da» häufige Znspät- Lammen. Bet der Aufführung von leichteren Stücken, wie den „Bockipringen", den „Logenbrüdern" rc., läßt man sich einzelne Nachzügler noch gefallen. Bet ernsten Dichtwerken jedoch, die dem gebildeten Zuschauer einen wirklichen künstlerischen Genuß bereiten sollen, verlangt es die Achtung vor dem Dichter, wie die Rücksicht auf die übrigen Besucher, daß man rechtzeitig seinen Platz einnimmt. Es sei daher an das Publikum das dringende Ersuchen gerichtet, sich pünktlich vor Beginn der Vorstellung etnzufinden, während wir andererseits der Theaterleitung und dem Theaterverein anheimstellen möchten, bei ernsten Stücken die Saalthüre während offener Scene geschlossen zu halten. "m- Zur Fleischbeschau in Hessen. Es ist von Setten der Betheiltgten wiederholt darüber geklagt worden, daß dir Fleischbeschau in Hessen weitaus strenger gehand- habt wird wie in den übrigen derMchen Bundesstaaten, Preußen, Bayern, Sachsen u. s. w., und daß mitunter Prachtthtere wegen einem einzigen Tuberkelknötchen an der Lunge oder einer tnfictrten ober verkalkten Drüse der Freibank überwiesen werden mußten. Herr Reichs- und Landtagsabgeordneter Köhler hat nun bei der zweiten Kammer den Antrag etngebracht, daß auch in Hessen mildere Bestimmungen, ähnlich wie in Preußen rc., erlassen werden möchten; der Antrag wird im Laufe der Woche im vierten Ausschuß der Ständckammer zur Verhandlung kommen. Herr Köhler hat den Vorstand der hiesigen Fleischer-Innung zu einer Besprechung etn- geladen, um über die Stellung des Metzgergewerbes in obiger Sache genau informtrt zu fein. Auf Grund der preußischen und bayerischen Mtnisttrtalerlaffe, welche auf jahrelange.Versuche sich stützen, sowie der Verhandlungen des Berner CongresseS und sonstigem Mc^rials, kam man nach längerer Unterhandlung zu der Ueberzeugung, daß das hessische Fleischbeschau-Gesetz den benachbarten Bundesstaaten angepaßt werden müsse, — daß gut genährte Thtere, welche in den übrigen Bundesstaaten — unter Beseitigung der erkrankten Organe — dem freien Verkehr überlassen werden — auch in Hessen nicht alS minderwerthig zu erklären seien. Gleichzeitig müsse auch mit Aenderung des Fleischbeschau-Gesetzes — oder richtiger des Polizei- Strafgesetzes — eine Aenderung des WährschaftSgesetzes eintreten. Viele Landwtrthe, die in früheren Jahren ausschließlich ihre gut gemästeten Thiere nach Hessen verkauften, sind hiervon abge- kommen, da ihnen die strengen Bestimmungen nicht zusagten. Man kann sicher überzeugt sein, daß, sobald die Bestimmungen im Sinne der Antragsteller ^ändert werden, die Landwtrthe gerne wieder ihre Schlachlthtere nach den hessischen Städten verkaufen, und durch ein stärkeres Angebot eine Verbilligung der Preise etntritt. -r. 8«»r«S «*• »en StaHbesewtewtftfc** de® Stadt •Ufa. Stafoe»«te« Januar: 18. August Josef Valentin Werner, BersicherungS- beamter zu Marburg, mit Marte Meyer zu Gladenbach. 19. Heinrich Pitz, Arbeiter dahier, mit Wilhelmine Louise Katharine Auguste Wolf daselbst. 20. Philipp Lang, Brauerei-Arbeiter dahier, mit Margarethe Erck daselbst. 21. Friedrich Wilhelm Bechthold, Fuhrmann dahier, mit Louise Becker von Kessclbach. GdesDtteß««Aa tt. Jrnuar: 15. Karl Armin Böttger, Schriftsetzer dahier, mit Karoline Luise Becker Hierselbst. 20. Josef Brühl, Metzger und Wirth dahier, mit Anna Horn Hierselbst. «Moteee« Januar: 8. Dem Taglöhner Johann Vernarb Westbrock ein Sohn, Ernst Ludwig. 10. Dem Ober-Postassistent Adam Ritzel eine Tochter. 10. Dem Zimmermann Christian Staffel eine Tochter. 12. Dem Restaurateur Hermann Otto ein Sohn, Heinrich Georg Hermann. 13. Dem Gastwirth Georg Hebstrett ein Sohn. 14. Dem Taglöhner Konrad Balser ein Sohn, Karl. 15. Dem Metzger Samuel Rothschild ein Sohn, Rudolf. 15. Dem Packmeister Heinrich Hof ein Sohn. 16. Dem Architect HanS Miyer eine Tochter. 16. Dem Kaufmann Julius Schulhof ein Sohn, Ernst. 16. Dem Maurer Georg Schupp ein Sohn, Karl Jnkob Johann Georg. 17. Dem Kaufmann Hermann Zülch eine Tochter. 18. Dem Schneider Karl Martin Allgeter eine Tochter, Margarethe Elisabethe Lina. 21. Dem Taglöhner Christoph Bellof eine Tochter, Marte. Januar: 14. Friedrich Hardung. 57 Jahre alt, Landwirth zu Annahetm. 15. Friedrich Böcher, 26 Jahre alt, Knecht zu Kaulstoß. 16. Heinrich Sommerlad V., 54 Jahre alt, Landwirth zu Wteseck. 16. Christtan Karl Wilhelm Emil Schopbach, 34 Jahre alt, Schreiner- meister dahier. 19. Anna Schnabel, 1 Jahr alt, Tochter des Tag- löhnerS Wilhelm Schnabel dahier. 21. Leonhardt Gerhardt Kalb, 42 Jahre alt, Kaufmann von Hanau. 21. Anna Hardt, geb. Best, 79 Jahre alt, Hospitalitin, Wittme von Flurschütz Karl Hardt dabier. 21. Amalie Becker, geb. Keiper, 51 Jahre alt, Wittwe von Metzger Jacob Becker auS Diez a. Lahn. Auszug aus -en AircheiUiüchern ver Stadt Gietzeu. Evangelische ®esteinbe. ®eh?6teit. Johannesgemeinde. Den 16. Januar. Carl Armin Böttger, Schriftsetzer, und Karoline Luise Becker, Tochter des Schuhmachers Georg Becker zu Gießen. AUa«N»» MatthäuSgemeinde. Den 16 Januar. Dem Polsterer und Tapezirer Ludwig Offenbacher eine Tochter, Emma Luise Johanna, geboren den 25. November. LukaSaemetnde. Den 16. Januar. Dem Former Wilhelm Pletsch ein Sohn, Wilhelm Eiwin, geboren den 24. November. JohanneSgemeinde. Den 16. Januar. Dem Taglöhner Johannes Gilbert eine Tochter, Marie, geboren den 20 December. Denselben. Dem Hilssheizer Caspar Heinrich Ltnkmann ein Sohn, Heinrich Hans, geboren den 16. December. ÖttiMete. Markusgemeinde. Den 18. Januar. Christian Karl Emil Wilhelm Schopbach, Schreinermeister, verheirathet, 34 Jahre alt, starb den 16 Januar. verkehr, Land- «nd votk»wirthj-haft. 22. Januar. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 0,80—0.95, Hühnerel-r pr. St. 7-8 4,2 St. 00-004, Enteneier 1 St. (—00 4, eler pr. St. 00-00 4, Käse pr.St.4-9 4, Käsematte pr. St. 3 4, Erbsen pr. Liter 18 4, Linsen pr. Liter 32 4, Tauben pr. Paar X 0,60 bis 0,00, Hühner pr. Stück 0,90 bis 1,10, Hahnen pr. Stück X 0,60—1,00, Enten pr. Stück X 1,60-2.00, Gänse pr. Pfund X 0,60-0,60, Ochsenfleisch pr. Pfd. 66-74 4, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 60-66 4, Schweinefleisch pr. Pfd. 72 bis 76 4, Schweim» fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 80 4, Kalbfleisch pr. Pfd. 60-64 4, Hsmrnrlfleisch pr. Pfd. 50—66 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 5,CO 6l< 6,00 X, Weißkraut pr. Stück 0—00 4, Zwiebeln pr. Centner 6,00—0,00 X, Milch pr. Liter 16 4- Neueste Nachrichten. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 22. Januar. Die Stadtverordneten. Versammlung wird fich mit dem gestrigen Beschluß de» Magistrat» in Sachen de» Denkmals für die Märzgefallene« vorauSfichtlich nicht beruhigen. Wie verlautet, wird btan* tragt werden, den Magistrat zu ersuchen, über die Ange- legevheit noch einmal in gemischter Commisfion mit den Stadtverordneten zu berathen. Wien, 22. Januar. Eämmtliche deutsch-liberaleu Blatter besprechen abfällig das gegen die Deutschen gerichtete Verbot des Farbentragen». Sie verlangen in ihren Artikel« sofortige Zurücknahme drffelben, widrigenfalls die Deutsche« stark aenufi seien, fich ihr Rrcht zu erzwingen. Brüffel, 22. Januar. I« einer Kohlengrube zu Waßme stürzte infolge Reißen» de» Kabel» ein Aufzug mit 15 Arbeitern in die Tiefe. Sammtliche Jnsasie« wurden zerschmettert. «rüffel, 22. Januar. General Briamont erklärte die Verurtheilung DreyfuS al» eine untilgbare Schmach für die franzöfifche Armee. Amsterdam, 22.Januar. Die Krönung der Königin geht ohne Cerewonie vor fich, weßhalb die Hterhe.kunft Kaiser Wilhelms unterbleibt Gent, 22. Januar. Studenten und Pcofefforen der hiesigen Universität sandten Glückwünsche an Zola. Paris, 22. Januar. Heute wird in der Kammer die Interpellation Cavatgnac über die DreifnS» Angelegenheit zunächst verhandelt werden. Die Regierung glaubt für ihre abzugebende Erklärung 80 Stimmen Mehrheit zu erhalten. Die drei Schriftsachverständigen fordern von Zola Schadenersatz im Betrage von je 100000 Frc». Ein Urtheil von vielen Tausenden ähnlich . /.''I^Nklingendm: 805 *8 „Ihre Adlerpfeifen sind das Vorzüglichste, waS mir I |\/ je vorgekommen, obgleich ich wobt alle erdenklichen VW, • Jrjjr Patent und fogenannten Gefundheitspfeifen regelrecht \ ZXx durchprobirt habe. 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Heute Bonntag: Familien Abend in dem Vereinslocal. 703 Der Vorstand. Montag Abend: Arnold- Verloren Verloren 842 eine wasserdichte Pferdedecke. Abzugeben Neustadt 55 bei Gaslwtrtb Leyerer. Giessener Stadttheater Montag, de« 84. Januar 1898: Doctor Klaus. Lustsotrl in 5 Acten non Ad L’Arronge. Hierdurch machen wir Verwandten, Freunden und Bekannte« die traurige Mittheilunq, daß gestern Nachmittag ,/>4 Uhr unser Leber Gatte, Vater, Schwager und Onkel Herr Heinrich Malkomesias, Tapezier im 50. Lebensjahre nach langem, schweren Leiden sanft entschlafen ist. Um stilles Beileid bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 22. Januar 1898. 822 Die Beerdigung findet Sonntag, den 23. d. Mts., Nachmittags V24 Uhr, Dammstraße 44 aus statt. Kriegerkameradschaft Giessen. Wir erfüllen hierdurch die traurige Pflicht, die Mitglieder davon in Kenntniß zu fetzen, daß unser Kamerad Malkomesiiis heute Nachmittag verschieden ist. Die Beerdigung findet Sonntag, den 23. d. Mts., Nach, mittags 3'/, Uhr statt. 833 Versammlung im Cafe Leib, Wallthorstraße punkt 3 Uhr. Gießen, am 21. Januar 1898. Der Vorstand. Hodes-Anzeige. 50er — 1848 — 1898 — Altersgenosse Heinrich Malkomesius ist nach langem, schmerzvollen Leiden gestern sanft verschieden. Die Beerdigung findet Sonntag, den 23. d. Mts., Nachmittags 1/24 Uhr vom Sterbehause, Dammstraße 44, aus statt. Um zahlreiche Betheiligung Seitens unserer Altersgenoffen ersucht 843 Der Ausschuß der 30er. Hodes -Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die schmerzliche Mittheilung, daß unsere innigstgeliebte Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter Dorothea Voelzel geb. Sommerlad nach längerem Leiden heute Morgen im 83. Lebensjahre sanft entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Voelzel II. Wieseck, 21. Januar 1898. 787 Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 2 Uhr statt. ocxxxxxxxxxxoxxxxxxxxxxxa Mein Inventur- | Ausverkauf s endigt am 31. d. Mts. X Hermann Katz 8 Nanufactur- u. Modewaann Gkschäst, 8 Gietzen, Mänsbnrg 5. 839 X Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde. 4. Vortrag am Montag d. 24. Januar 1898, 81/* Uhr, in der Großen Aula der Universität: Kerr Arof. Dr. W. Küstenthal (Jena): Die MoluttenJnsel Halmahera. Der Zutritt für Mitglieder und nur deren Angehörige ist frei. Karten für Nichtmitglieder sind zu Mk. 1,50, und solche für Schüler und Studenten zu Mk. 0,50 in der Ricker'schen und Krebs'schen Buchhandlung zu haben. 736 Steins Garten (Saalbau). Sonntag den 23. Januar: 15^“ Großes Concert G-aöy au5 geführt von der 836 Caprllt »es 2. «roßh. M. MHkgiMnts Ur. 116, fiiiftr Wilhelm unter persönlicher Leitung des Großh. Musikdirectors Herrn C. Krauße. Epielpla«: 1) Erinnerung an Homburg. Marsch. Krauße. 2) Ouoert. Alhalia. Mendelssohn. 3) Albumblatt. Wagner. 4) In Treue fest zum Zollern- Hause. Festzug. Machts. 5) Raynond'S Ouoert. Thomas 6) Serenade o. Titl. 7) Mimosa-Walzer. Jones 8) Fantasie a. d. Op. Tannhäuser. 9) Tscherkessischer Zapfenstreich Macht« 10) Im schönen Elbflorenz Mazurka. Schröder. 11) Rosen-Gavotte. Schubert. 12) Berliner AuSstellungS-Melodien Potp. Thiele. Anfang >/zS Uhr.____________________Entree 30 Pfg. Giessener Concertverein. Fünftes Concert (105. Concertjahr.) Dienstag den 1. Februar 1898, Abends 5 Uhr, in Steina Saalbau. Das Paradies und die Peri. Dichtung aus Laila Rookh von Th. Moore (Deutsch von E. Flechsig) für Solostimmen, Chor and Orchester von Robert Schumann, unter gefälliger Mitwirkung von Fräulein Emma Hiller, königliche Kammersängerin aus Stuttgart (Sopran), Fräulein Elisabeth Müller aus Stuttgart (Sopran), Fräulein Cäcilie Kloppenburg aus Frankfurt a. M. (Alt), Herrn Nicola Doerter aus Mainz (Tenor), Herrn Friedrich Wegener aus Frankfurt a. M. (Bass), sowie mehrerer Vereinsmitglieder, der Homburger städtischen Kurcapelle und anderer geehrter Künstler. Dirigent: Herr Üniversitäts-Musikdirector Gustav Trautmann. Eintrittskarten zum Concert für Nichtmitglieder zu Mk. 2.50 (Sperrsitz Mk. 3,50) sind in der Musikalienhandlung von Ernst Challier (Rudolphs Nachf.), für Studirende auch bei Herrn Hausverwalter Stork zu ermässigtem Preise zu haben. Zur Hauptprobe nur im Vorverkauf Mk. 1.—, Schülerkarten 50 Pfg., Texte 20 Pfg., Musikführer 20 Pfg. 791 «3®** Hauptprobe: Dienstag den I. Februar, Vormittags 10*/, Uhr, in Steina 8aalbaa. SS. A. V. Sonntag den 23. Januar, Abends 8 Uhr: Vortrag des Herrn Gymnasiallehrer Dr. Baur über Eine Reise nach Italien. Auch die weiblichen Angehörigen unserer Mitglieder sind willkommen. 785 Der Vorstand. Iechtverband chießen-Lahr. Sonntag den 30. Januar er., Au. Abends 8 Uhr, im Gießener Festsaal ((hfe jeib): M^.Großer Maskenball E" zum Besten armer Waisen. & - Eintrittspreis: Im Vorverkauf: Herrenkarten 1 Mk., Damenkarten 80 Pfg. An der Abendkaffe: Herrenkarten 1.80 Alk., Damenkarten 50 Pfg. Im Vorverkauf sind Herrenkarten zu haben in den Geschäften der H-rren: Gerhardt, Lindenplatz; Weiler, Marktplatz; Stier, Schulstraße; Wtrsig Selttrsweg, und Buchacker, Neuen Baue. — Damenkarten im Geschäfte der Herren Teipel, Marktplatz, und Haas, Seltersweg. 821_______________________________ Der Vorstand. Gießener Zitherclub (WohttHätigkeitsverein). t Sonntag den 6. Februar 1898, Abends 8 Uhr: Großer Maskenball im Gießener Festsaal (Cafe Leib). DE2T Noch nie dagewesenes Programm. 'SKu Mehrere großartige, farbenprächtige Hrupperraufführrmgetr, gestellt von 50 Personen in großartigen Coftümen. Nach der Demaskirung: Lebendes Bild. Die mnfikalifche Fee»- gruppe, gestellt auf der mit ganz neuen Decorationen auSgestatteten Bühne. Die Musik wird von der hiesigen Regimentsmusik ausgeführt. Eintrittskarten sind im Vorverkauf: Herrenkarten 1 Mk., Damenkarten 40 Pfg., zu haben bei den Herren: Friseur Stier, Schulstraße; Tichy, Seltersweg; Wahl, Neustadt; Aff Neuen Bäue; Rühl, Marktstraße,- Kleriker, Seltersweg; Balser, Grünbergerstr.; Gerhardt, Lindenplatz; Kaufmann Kretzschmar, Marktplatz; Ockes, Neustadt; Wirsig, Seltersweg; Buch acker, Neuen Bäue. Dameukarteu bei den Herren Salomon, Schulstraße; Teipel, Marktplatz; Loewenthal, Bahnhofstraße. Au der Abendkasse: Herrenkarten 1,20 Mk., Damenkarten 50 Pfg., Gallerte 20 Pfg. SÄT Kafseuöffuuug 7 Uhr. Zu zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein 832 Der Vorstand. A Modell 1898. Außer den seitherigen weltberühmten \j\j vTx primaprimaerfiflaffiflenFahrrädern z“vv x führe nun auch eine billige Marke, welche ich schon u Mk. 125.— neu und complett verkaufe < 650 v»vyY SMF Bitte um Besichtigung meines großen Lagers. V'nw- ( Fahrenlernen bet wir spielend leicht! \ k Joh, Fr, Schaaf, Wehkemkraße 44 Rebgction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'fchen Univerfitäts-Buch« und Steindruckerei (Pietsch & Scheyda) in Eießen. Are Heutige Kummer umfaßt 12 Seiten.