□ oooooooo malen HP. gtiic*1. 10 «ick lM r-w°-d ;,le k«>nUi* LZL°. br. Zülch,*^"' l Loos ge stattfindenden Ziehung Lotterie i, 50000, 25000, m- extra) zu beziehen durch 11548 ben-Nürnberg. , Lehrmnnd Wwe. Hager 10580 ii 6ith. .4°H« bet @tobl)eL Mwltag btn 25. b. wj :*en wirb alt * h von 7*/t bii 91/ Qu ’ den Vorstand: wiittratb Gebhardt. Sw«r ift für d Toilette-Artikel imerien 1 Firmen. UM! mrvorlagen etc. te »««Ntattet. ’8 "°d» ÄS*1* Q lul Md billig,! v Nr. 274 Zweites Blatt Dienstag den 22. November 18DS frtfriat ItßNL ■nt Äulnabmr des Äonugl. Dir •ifgrnrr »•■UUeiriUft •erben drm Anzeiger •Achen«ich viermal bd|ri™ er<«deinenden Nummer bii Norm. 10 Uhr. Keneral-Wl^eiger Alle Anzeigen.BermirrlungsOeNen des In- und Auslanbes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger enißig«. Amts- und 2lnzeigebltttt füv den Tkveis Gietzen. «.! — ”7------ -- •Ubectien, Expedition und Druckerei: -chukNrOtz« Ar. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. Adreffe für Depeschen: Anzeiger chtetze». Fernsprecher Nr. 51. ......■■■■ 1 1 — ■ 1 1 "■ -WS Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Wir brinoen hierdurch zur öffentlichin Kenntniß, daß Freitag den 25. November I. I oal Anlaß de» Geburtsiestis Ihrer Königl'cheu Hohrtteo de» Vroßherzog» und der Großherzogin die Geschäftsräume der uuterzeichmtrn Behörde gelchloffeu bleiben. Gießen, den 17. November 1898 Grohherzoqliches Haupifteueramt. Weiß'nbrnch. Zur Rede Chamberlains schreiben die »iRünd). N. Nachr.: Chamberlain Hal in Manchester eine Rede gehalten, die kanm weniger Aufsehen erregen wird, al» die berühmte »Löffelrebe*, in der er den Zaren mit dem Leusel verglich. Vit demselben Freimuih, derselben gänzlichin Abwesenheit aller diplomatischen Reserve, mit der er banal» die englisch« rassischen Beziehungen charoeterifirte, hat er kürzlich da» ganze Gebiet englisch-srarzöflsher Beziehungen erörtert. Chamberlain hat seine großen Fehler, aber er hat einen Vorzug: er weiß immer, wa» er w ll, und versteht seinen Willen in einer «eise anszubrückerr, wie sie auch der Gegner nicht mißverstehen kann. Weicher Unterschied zwischen seinen klaren und prä« eilen Erk Lrungeu und den orakelhasten Aeußerungeu Lord Salisburys! Man kann sich des verdachte» nicht erwehren, daß Shamberlaiu absichtlich so sehr deutlich war, weil ihm Lord Salisbury zu orakelhaft war, und weil er tn der orakelhaften Sprache vielleicht eine Neigung zu Concesfioneo witterte. Lord Salisbury hatte anfiallenderweise die Bahr« el Ghasal Fraze, die, wie wir immir betauten, die »fone et origo* der englischen Rüstungen ist, gar nicht erwähnt- ttbumbcrlatn dagegen erklärte zum ersten Male bestimmt, daß Faschoda nur ein Anfang war und daß die englische Regierung rutschlosien ist, in gleicher Weile auf einer fron- zvfischen Räumung aller Posten zu bestehe», die sie »in dem ganzen, früher Aegypten gehörenden Gebiet* errichtet Haden. Und er machte e» ganz klar, daß der Grund, warum Eng- land seine Rüstungen fortsetzt, eben in der Ungewißheit liegt, ob Frankreich sich auch hier fügen wird. Die Illusion ter Franzosen, al» ob die englischen Rüstungen nicht gegen sie g-r chtet seien und al» ob der Selch ihrer Demüthigung mit Fa'choda geleert sei, wird die Chomberlain'iche Rede nicht überleben können, und die sehr offenherzige und John Bull an» der Seele geiprochene Predigt, die er ihnen wegen ihrer Politik der »Nadelstiche* hielt, sollte ihnen völlig klar machen, warum England in dielet Frage so unerbittlich — oder, wie dir Fcanzo'ea e» nennen, brutal — war und ist. Ehamberlaiu zerstörte gleich die diplomatische Fiction, daß die Rüstungen, »von denen die au»wSitige Prtffe so diel spricht und so wenig toetfc*, eigentlich nicht» bedeuten. Sie bedeuten zwar keine »Drohung*, ot>cr ße figd .vor- sichtsmahregelu*, die .wegen ernster Differenzen* getroffen worden find und »mti denen wir nicht vochlr-ffen können, bi» die ganze Ursache der Besaht vorbei ift*. Und er wachte sofort tat, warum „die ganze Ursache* noch nicht vorbei ist. Einfach deßhalb, weil die englische Regierung noch nicht weiß, ob die französische mit der Abberufung Marchand» zugleich da» Princip acceptirt hat, für da» England kämpft. -Faschoda ist nur ein Brucktheil- der große Streitpunkt tst die Eonttole de» ganzen ÄCtbaltl/ Für Aegypten, ,ba» Misere Truppen oceupiren und beschützen*, ist e» eioe »Lebens- frage, daß die Quellen de» N I» nicht in feindliche oder jedenfalls unfreundliche Hände fallend ,»hr beanspruchen btfebalb für Egypten die volle Eontrole aller der Gebiete, die früher in feinem Besitz waten oder die unter der Herr- schäft de» Mahdi oder seine» Nachfolger», de» Shaltfen, fielen.' Darüber können Wit »keine Discu'fion zuiaffeu*, diScutirbar mag nur die Frage der exakten Grenze zwi chen dem Gebiete Aegypten» und Frankreich» sein. Nachdem Ehamderlain so gleichsam ein englische» Ulti- »atum formnlkt hatte, suchte er zu beweisen, daß e» für Frankreich keine .Demüthigung- sei, sich 'hm zu fügen. E» steht aber zu bezweifeln, daß seine Beweisführung die bittere Pille versüßen wird. Denn sie beruht ganz auf der Fiction, daß Frankreich nie au eineu verstoß gegen Sir Edw. GrehS h statische Warnung gedacht hat und Marchand» Expedttion nur einen wiffenschostlichen und eivilisatotischeu Charakter ge- tragen hat. Die Franzosen wiffeu zu gut, wie durchsichtig diese Fiction für die ganze Welt ist. Chamberlain heftete fie daran, daß Delcaffß selbst Marchand nur da» Piädicat .Emissär der Civilisotiou* gegeben habe. Da» bedeutet, daß »Frankreich auf seine Anwesenheit am Nil keine territorialen Ansprüche gründe* und »He logische Folge sei, daß auf die Räumung Faschoda» auch die Räumung aller anderen Posten, die e» in dem früher Aegypten gehörigen Gebiet errichtet habe, folgen mflflt*. Ob die logischen Franzosen diese Logik wohl begreifen werden? Chamberlain schloß mit einem laugen Sündenregister der Franzosen. Jeder Engländer wünscht ein beffere» verhältniß zu Frankreich- aber die Franzosen wüffeu ihre Wege befferu. ,6k müsse ein für alle Mal die Taktik aufgeben, die fie fo diele Jahre befolgten und deren Ziel war, die britische Politik in jedem Theil der Welt, selbst da, wo die Franzosen keine eigenen materiellen Jntereffeu zu beschützen hatten, zu hindern und ihr Verlegenheit zu bereiten.* Falchoda war ,nur ein Punkt in einer Reihe unsrenudlicher Äcte.* Aegypten, Neufundland, Westafrika, Siam, Tunis, Aty'finieu, China, Südafrika erzählen alle dieselbe Geschichte. ,Jn nuferem auf- richtigen Friedeusintenffe haben wir un» von Frankreich mehr gefallen laffm, al» irgend eine andere große Nation geduldet hättet I« Ausland ist die Auficht aufgekowmen, ,daß britische Staatsmänner unter Druck immer nachgeben werden. Es kann kein größere» Mißverständniß, keine falschere Aufsaffang de» britischen Charakter» geben*. Je bälder fremde Staatsmänner diese falsche Idee aufgeben, desto bester im Jnterefle de» Frieden». Und wenn Faschoda nur da» Resultat gehabt hat, so wird e» ein versttckter Segen gern efen fein. Ich erwähne noch, daß Chamberlain in einer zweiten Rede tn für hu sehr gedämpfter Sprache auf da» beffere Einvernehmen mit Amerika zu sprechen kam. Er begnügte sich, zu constatiren, daß die zwei Nationen einander heute bester verstehen, wollte ober nicht versuchen, zu prophezeien, wo» küustig darau» folgen möge. ,Da» hvffe ich ober gum wenigsten, daß diese» verstehen fich vervollkommnen wird und daß wir zwei, Angeficht» diese» verstehen», im Stand sein mögen, den Frieden und die Civilisatiou der Welt zu garanthen.* Chamberlain scheint in Amerika KeravSgefunden zu haben, daß dem Abschluß ber „fighting allianco“, für die er in seiner »Löffelrebe* begeistert ptaidirte, noch einige kleine Hindernisse im Wege stehen! Al» da» zunächst Bemerkenswerthe ou» ber Rede de» Colonialminister» Chamberlain hat der Draht nur feine Aeußerungeu Über die au»wärtige Politik übermittelt. Brieflich kommt nun aber noch ein Nachtrag, dem die ,Tägl. Rundsch.* noch einige» entnimmt. Seit Jahren hat Chamberlain fich lebhaft für die Frage der Alter»verfidjerung erwärmt und sogar in Deutschland eingehende Studien darüber machen lasten. E» schmerzt ihn deshalb, daß der eingesetzte Au»schuß in seinem Bericht keinen ber vorliegenden Pläne hat empfehlen können. Man hat e» Chamberlain verübelt, daß er so lange tn keiner seiner Reden über die Frage gesprochen hat. Am Dienstag endlich äußerte er fich darüber wie folgt: »Einige meiner politischen Gegner hoben den Bericht de» Susschnffe» mit Freude bezw. Schadenfreude begrüßt, »trb der Bericht genehmigt, so hat bamb die Todtenglocke für eine ber größten sozialen Reformen geschlagen. Selbst wenn er genehmigt wird und da» letzte Wort tn der Sache ge sprachen worden ist, würde ich e» nicht bedauern, bem Gegen- staube Zeit und Nachdenken gewidmet und da» Volk zur Beseitigung eine» der größten «ergemiffe unserer Sefittung angeregt zu haben. Selbst wenn ich keinen Erfolg haben sollte, würde ich mir sagen, daß e» bester ist, Mißerfolg zu ernten, al» niewol» für eine gute Sache zu käapsen. Ich glaube jedoch nicht, daß do» letzte Wort in ber Sache schon gesprochen worden ist.* — Rltngen diese Aeußerungeu auch nicht sehr zuversichtlich, so werden alle Freunde sozialer 8er- btfferuugen e» doch mit Genugthuung vernehmen, daß von so hervorragender Seite tn England die Nothwendigkeit der genannten Reform mit größtem Nachdrucke hervorgehobeu ist. Schließlich wird fich auch drüben tm «auchtsterlicheu England der Gedanke der Altersversicherung siegreich Bohn zu brechen wiffeu. Die nTägl. Randsch.* schreibt weiter: Chamberlatu» Rede ist den Franzosen ein neuer Stich in» Herz. Schon Salisbury» Sorte ließen fich schwer verwinden, obgleich fie versöhnlicher klangen. Der edle Lord folgt doch noch den ; Ausstichen Ueberliefernngen der britischen Polittk, die auf de« i europäischen Festlande eben Stützpunkt suchen. Chamberlain aber droht mit einem amerikanisch-britischen vündniß, bas er gegen Europa ausspielen will. Da» macht, wie unser Pariser Berichterstatter schreibt, die Franzosen traurig. Schlagen wollen fie fich doch um keinen Prei» — so ist ihre Stimmung und ihr Wille wenigsten» bi» jetzt — und Faschoda haben fie schon »freiwillig- geräumt de» lieben Friedens halber, obgleich fie diese »schwerste Demüthigung seit 1871* furchtbar schmerzte. Jetzt verlangt Chamberlain noch mehr. Er behandelt im Eingang seiner Rede da» Nilthal dis zu den f Quellen de» Nil» al» englischen Besitz und bedient fich erst tm weiteren Laufe feiner Erklärungen der höflichen Umschreibung, mit welcher England da» Gebiet nur i« Namen Aegypten» fordert. Man beachte, daß die Riagei ber Franzosen mehr die Form der britischen Forderungen, al» die Sache selbst betreffen. In ber Faschodafrage war die Pariser Regierung von vornherein bereit zur Räumung, nur bestand fie darauf, daß ihr ou» London ein gute» Wort gegeben werden sollte. Die ganzen verhandlungeu, die im Gelbduch stehen, drehten fich tm Grunde uw weiter nicht», al» um die Form, in welcher ber französische Ehrenpuukt gewahrt werben sollte. Ohne da» gute Wort, so erklärte DelcaffL, sei die Räumung »unmöglich*. Dir englische Regierung wollte aber kein gute» Wort geben, sondern rüstete zum Kriege. Do wurde auf einmal da» Unmögliche möglich, und die Franzosen räumten Faschoda »freiwillig*. Nach ' diesem Vorgang darf man fich nicht wundern, wenn England ' noch viele» Andere für möglich hält, wenn e» nur gerüstet \ bleibt. Chamberlain beschönigt daher die Fortsetzung der Rüstungen keine»weg», wie Salisbury, der von der Urmög- Ilchkeit sprach, die getroffenen Maßregeln plötzlich rückgängig ! zu machen; er sagt vielmehr offen, daß Englands Srtegsmacht ■ zur Erledigung einer Reihe weiterer heikler Streitfragen dienen solle. Hierauf erwidert zwar das »Journal de» DLdats*, England möge fich nicht einbilben, daß Frankreich fich einschüchtern taffe, denn kommenden Falle» werde die ! ganze Nation zur vertheidigung ihrer Rechte zur Regierung > stehen. Aber die Engländer haben wohl Grund, diese Antwort mehr rhetorisch al» sachlich aufzufaffen. Ersten» find doch die Franzosen keineSweg» so einig, wie das »Journal de» Däbat»* behauptet. Die DrehfuSpartei, die von jeher j für die Engländer gearbeitet hat, vertritt mit ihren Organen . eine ganz andere Anficht, wie wir inzwischen' im »Siäcle* ! lesen: »England verlangt da» ganze Nilihal . . vom Rechts- standpuukte ließe sich hierüber streiten. Die Sachlage ge- ' bietet uns aber, die» nicht zn thun, vielmehr die Engländer tm Besitz eines Landes zu lasten, wo wir nicht die Geistesgegenwart gehabt haben, ihnen zu folgen. Sie gebietet un», | den englischen Plan afrikanischen Besitze» von Alexandrien bi» ' zu« Kap verwirklichen zu lasten. Wir haben kein Mittel, die» zu verhindern, und hätten wir ein», so wäre e» die Frage, ob wir e» benutzen sollten.* Zweiten» wird e» feiner bürgerlich republikanischen Regierung einfallen, die Nation znr vrrtheidigung ihrer Rechte aufzufordern, weil hiermit die Civilgewalt abdanken, und die Militärgewalt zur Herrschaft kommen würde. Da» Uebergewicht der ersteren ist vevlich erst von der Kammer betätigt worden. Da» Ministerium wird doch nicht» gegen diesen feierlichen Parlamenteßeschluh thun. Dritten» haben aber auch die Franzosen, genau ge- : nommeu, keine überseeischen Rechte, nm derentwillen fie sich ; schlagen möchten. Eine Spießbürger-Demokratie, wie die französische, braucht keine Colonien und glaubt auch keinen sächlichen Einfluß auf die Welthändel nöthig zu haben. Sie hängt nur noch au dem Schatten ihrer früheren Größe, an 1 der ,gloiree, am »prestige*, an einer Seifenblase, in der ‘ fie fich zu spiegeln liebt. Wie garstig von den Briten, daß ; fie diese» Laftgebilde zerstören nab bin Franzosen den letzten nationalen Trost rauben wollen I Deutsches Reich. Berlin, 19. November. Der kaiserliche Sonberzug, welcher bas Kaiserpaar von Pola abholen soll, ist gestern von Potsdam nach dort abgegangen. Die Ankunst be» ' Kaiserpaare» dürfte schon am Sonntag Abend ober Montag früh stattfiaden. Wegen ber Kürze ber Zeit unterbleibt ber geplante feierliche Empfang. Berlin, 19. November. Dem vnnb esrath ist, wie ein Berichterstatter meldet, eine Novelle zur Civil- und Strafproeeß-Orduung zugegangen, welche entsprechend einem tn ber letzten Session angenommenen Anträge von Salisch die Ersetzung be» Voreide» durch den Nacheib bezweckt nnb die Bestrafung falscher, nicht beschworener Aussagen betrifft. Berlin, 19. November. Wie der »Socialist* berichtet, wurde ber beutsche Reichsangehörige Opitz, der tn Stockholm Arbeit angenommen hatte, auf btreete Initiative ber deutschen Regierung au- Stockholm au-gewieseu. Auf die Intervention de» betreffrvden Arbeitgeber» soll die schwedische Regierung erklärt haben, fie sei über diese» Verlangen Deutschland» erstaunt, da» kleine Schweden könne aber dem großen Deutschland nicht eutgegeotreten. — Bezüglich der letzten Verbote der in Berlin geplanten Anarchisten» Versammlungen wird mitgetheilt, der preußisch-Minister des Innern wolle im Interesse der öffentlichen Rübe und Ordnung übrrhaupt keine anarchistische Versammlung tu Preußen mehr zulassen. Zn verschiedenen Städten pro« testiren dir Anarchisten «egen diese Zwangsmaßregel, erklären aber gleichzeitig, daß fir tu Zukunft von jeder öffentlichen Versammlung Abstand nehmen werden. M.P.O. Die „Norddeutsche Allgemeine Ztg." ist in den Stand gesetzt zu bestreiten, daß die Militärische und Politische Lorrespoudeuz derartige Beziehungen zu amt« ltchen Stellen de» Reiche» habe, daß fie feiten» derselben zu halbam ltchen Mittheiluugen benutzt werde. — Wir wollen nicht mit Bösem vergelten und un# darüber verbreiten, wozu die „Nordd. Allg. Ztg." benutzt wird. — Wir fassen unsere Aufgabe ander» al» da» osfieiöse Blatt auf und darüber, mit welchen Stellen im Reiche wir in Beziehungen stehen und mit welchen nicht, haben wir un» mit Niemandem au»« etuaudrrzusktzen. — Wenn unsere Mittheiluugen über die Stellung der bayerischen Regierung zu manchen Fragen einiges Aufsehen gemacht baden, so wären wir leicht tu der Lage, diese» Aufsehen zu vergrößern. Im Uebrigen stammen diese Mittbeilungen wesentlich von einer bayerischen Seite. M.P C. Wir können al» ziemlich bestimmt au» Bunde»- rarhSkreisen mtttheileu, daß fich der BundeSrath für zuständig in der Lipp eschen Frage, wie in allen anderen Fragen nach §. 76 der Retch»verfaffung erklären wird, welche Streit« fragen einzelner Glieder des Reiche» betreffen. M.P.C, Wie un» aus Wien gemeldet wird, hält unser Katserpaar für seine Durchreise durch Oesterreich, sein Jncognito vollständig aufrecht. M.P.C. Die Besprechungen, welche Ende voriger Woche im Finanzministerium über die Maßnahmen zur Wirth« schaftltcheu und culturellen Hebung der Ostprovinzeu statt« fanden, haben zu einer Einigung zwischen dem Ftoanzmintstrr und den Hauptverrreteru drr Provinz Posen geführt. Met« nuugSverschtedeuhriten, die wegen einiger Einzelheiten noch bestehen, dürften fich bald auSgleicheu lassen. — Unter den Zakuuftkeaudidateu für da» Oberprästdium in Posen wird «euerdlng» in wanchen politischen Kreisen auch der bekannte Herr v. Ko sctelski genannt. Wir möchten diese Landtdatur dis auf Wettere» nicht für eine ernsthafte galten. Wie», 19. November. Auf der Uuiverfität kam e» heute zwischen deutsch-nationalen, slawischen und jüdischen Studenten zu heftigen Zusammenstößen, sodaß schließlich die Polizei eiuschritt und mehrere Verhaftungen vornahm. Triest, 19. November. Eine furchtbare Bora ver« hinderte die Einfahrt der Schiffe in den Hafen. EL herrscht große Kälte. Von dem ttalienffcheu Dampfer Bart wurden durch da» Unwetter zwei Schiffsjungen in» Meer geschleudert, konnten aber gerettet wrrdeu. Stautslou. 19. November. Drr Baron Brunickt, welcher den Wechselfälscher Grafen Korhtonickt zur Flucht au» d-m Gefängniß verholfev, wurde verhaftet. Petersburg, 19. November. Bet einem Feuer ta der Nahe drr Stadt kamen 10 Personen, darunter vier Kinder io den Flammen vm. Vermischtes. * Genf, 17. November. Auf die verschiedenen Mit- t'jeUuuyea, daß Luccheut die ersten sechs Monate feiner Strafe ta einem unterirdischen, lüft« und lichtloseu Raume verbringen müsse, hat sich die hier erscheinende Zeitung „La Suisse" an zuständiger Stelle erkundigt und erfahren, daß au diesen Mtttheiluugen kein wahre» Wort ist. Die Bchaad- lung der lebentlänglich Berurthetlteu unterscheidet sich in keinem Punkte von jener der übrigen Gefangenen. Die ersten sechs Monate muß Lucchent allerdings in einer Zelle verbringen, und dirfe Frist kann von der Gefäugniß-Directiou, im Eiuoerftändniß mit dem Departement des Innern, da» die Ooeraufficht über die Gefängnisse führt, noch verlängert werdra; tn dieser Zelle muß der Brrurtheilte allein arbeiten, bi» er nach Berfluß der Frist in die gemeinsamen Werkstätten zu den übrigen Berurtheilten gelassen wird. Welche Zelle Lucchent bekommt, darüber ist noch gar nicht» bestimmt - jedenfalls aber wird er nicht unterirdisch etngeschlossen, sou« drru bekommt eine der Zellen im ersten Stock, die mit Luft und Licht gut versehen sind. Er kann im Jahre vier Besuche empfangen und vier Briefe schreiben. * Bon der Säufeborfe. E» dürfte wenig bekannt fein, daß in Warschau eine Gänsebörse rxistirt, über die jährlich l-rgen 8 000 000 Gänse gehen. Die Thätigkett dieser Börse dauert gewöhnlich sechs 6t» acht Wochen, von Mitte Srptember bis zu den ersten Tagen des November. Während dieser Zeit werden nach der Borstadt Prags täglich riefige Gänse« Herden, besonders auS den auf der rechten Seite der Weichsel gelegenen Ortschaften der Umgegend gebracht, die daun des Nacht» über die Weichsel-Brücke nach den von den Israeliten bewohnten Stadttheilen getrieben werden, da, wie dortige Blätter melden, der Gansehandel fich ausschließlich in den Händen der Juden befindet. Dir künstliche Fütterung der Gänse w'.rd in den Vororten PelcowiSna, Szmulowtsua und Nowo Prags vorgrnommen. Da die Gänse au» Wetter Ent« fernung (der dritte Theil kommt au» dem Gouvernement Wilna) nach Warschau getrieben werden, so werden fie „beschlagen", d. h. über auf den Boden gegossenen Theer und darauf über feinen Sand getrieben. Nachdem diese Vorrichtung mehrere Male vorgroommeu worden, bedecken fich die Sohlen der Füße der Gänse mit einer festen Schicht von Theer und Sand — fie find „beschlagen". Große Partien von Gänsen werden jetzt ans der Weichsel nach Danzig befördert. • Wieder eine Unthat der X-Strahlen. Wie dem Pariser „Eleetrieien" au» New-York geschrieben wird, hat ein dortiger Ingenieur und Augestelltrr einer electrotrchuischen Firma, die in der diesjährigen electrtschen Ausstellung za New York Apparate für X-Strahlen ausgestellt hatte, eine Klage gegen die Gesillschaft für elektrische Stromversorgung der Brreiuigeen Staaten angestrengt, von der er die Apparate während der Ausstellung zur Verwaltung bekommen hatte. Der Techniker verlangt einen Ersatz von nicht weniger al» 10,000 Dollar für den ihm entstandenen Schaden, der im Verlust seine» Barte» und der übrigen Haare auf der ganzen einen Seite de» Kopfe» besteht. Er erbietet fich den Bewei» zu führen, daß diese Schädigung durch X-Strahlen verursacht worden sei, und behauptet, daß die betreffende Gesellschaft verpflichtet gewesen wäre, ihn von der Gefahr zu benach« richtigen, die mit der Handhabung der Apparate verbunden war. In seiner Klageschrift fitzte er auseinander, daß er nach etwa zehn Tagen ein etgeuthümliches Gefühl de» Juckens auf der ganzen rechten Körperseite empfand, zunächst aber nicht weiter darauf achtete,- er fühlte fich erst beunruhigt, als er bald darauf bemerkte, daß fich feine Grfichtthaut tn Falten zu ziehen begann und daß Kopfhaare, Bart und Schnurrbart auf drr rechten Gefichtsfeite in ganzen Bündeln autfirlen. Er zog einen Arzt zu Rathe, der jedoch keine Ab« hülfe wußte und nur feststelleu konnte, daß die ganze Gr« fichtSfette wie „geröstet" auSsähe. Da der schädliche Eivfl -ß der Röatgeu'ichen Strahlen auf die Haut schon in zahlreichen Fällen festgestellt worden ist, so wird der junge Manu vor Gericht wohl recht bekommen, und eS ist nur die Frage, ob der Werth feine» Barte» auch von andern Leutrn auf 10,000 Dollar geschätzt werden wird. * Sine neue Art Offiziermäntel. Seit einigen Tagen erregt in Straßburg, wie die dortige „Poft" mittheilt, eine neue Art Offiziermäntel, die anscheinend von einigen Offizieren probeweise getragen werden, eine gew'sse Äussrer!- famkett. Man denke fich einen weiten, laugen grauen Mantel mit rothem Kragen ohne Aermel, der einfach Übrrgrworfiu zu werden braucht, nach Art der sogenannten Wettermäntel, wie fie von Forstleuten und Touristen vielfach getragen werden. In der italienischen und spanischen Armee find ähnliche Mäntel tu Gebrauch. Ob dieser Offizier-Wettermantel zur allgemeinen Einführung bestimmt ist, bezw. ob er den Palelot ersetzen soll, entzieht fich unserer Keuntniß. Da» Kleidungsstück scheint bequem und praktisch zu fein, aber .. . „schön ist anders". Im Urbrigen scheint die ganze Reform auf dem militärischen Mäntelgebiet nicht besonder» erfolgreich gewesen zu sein. Der „Graue", der seiner Zeit — wie übrigens alle» Neue — mit einer gewissen Begeisterung begrüßt wurde, ist jetzt in weiten Kreisen bereit» stark in Mißkredit gerathen. Ganz neu macht er sich freilich recht vornehm und sticht wirkungsvoll von den schwarzen Beinkleidern ab. Aber die Herrlichkeit dauert nicht lange- Wind und Wetter setzen den „Grauen" stark zu und lassen ihn bald unansehnlich werden, während der bescheidene „Schwarze" viel solider und dauerhafter war. Kein Wunder daher, daß mau fich vielfach nach der „guten alten Zeit" zurücksehnt. £, • Die HiMcilaffeuschast der Frau Rath. ES find in diesen Tagen gerade 90 Jahre verflossen, seitdem die Hinter- laffeuschast der Mutter Goethe'», die am 13. September 1808 gestorben war, in Frankfurt a. M. öffentlich ver« steigert wurde. Die darauf bezüglichen Anzeigen lauten: „Den 4 November 1808. Nachstkommeuden Dienstag den Sten diese», Vormittag» um 11 Uhr, und darauffolgende Tage um gedachte Stunde, werden auf dem Roßmarki in der Behausung Lit. E. No. 229 zum goldenen Brunnen, die zum Nachlaß der verstorbenen S. T. Frau Rath Goethe gehörige, sämmtlich sehr gut gehaltene öffneten, bestehend in Schränken, Eomwoden, Bettladen, Tischen, Kanapee», Stühlen, Betten, Spiegeln, Uhren, Porzellan und Stetugut-Servicm, Glaswerk, Z'un, Kupfer, Mesfing beuebst einer eisernen Geldkiste rc. gegen gleich baare Zahlung öffentlich versteigert werden. Klebinger, geschw. Ausrufer." „Garten Versteigerung. Freytag den 18. diese», Nachmittag» um 2 Uhr, wird der zum Nachlaß der verstorbenen S. T. Frau Rath Goethe gehörige, vor dem Frtedbergerthor au dkm Bornheimer Fußpfad, neben Frau Wittib Kahlo und dem Rentmeister Herr K feuer gelegene, 1 Morgen. 2 Viertel, 38 Ruthen und 71 Schuh haltende Garten öffentlich an den Meistbietenden auf dem Platz selbsteu versteigert. Frankfurt, den 10. Nov. 1808. Klebinger, grfchw. Ausrufer." E» ist die» der Garten, in den fich Goethe'» Vater am 8. April 1759, einr» Eharfreitag, hiuauSbegab, um den Aut- gang der bet Bergen würheuden Schlacht so früh al» mög« ltch zu erfahren. Dee Garten war 83 Jahre im Besitze der Familie Goethe gewesen. ♦ Sin heiterer Zwischenfall spielte fich während einer Gerichtsverhandlung ab, dir tn der Bowstreet in London am letzten Dienstag staitfaud. Advokat B. hatte einen ganz gewöhnlichen Einbrecher zu vertheidigen und nach altem Brauch nahm er feine Zuflucht dazu, den HauptbelastungSzeugen so viel al» möglich hcrabzufetzeo. So kam e», daß Richter und Publikum folgendem Zwiegespräch beiwohnten. „Zeuge, Sie heißen Jame» Smith? Sollten Sie nicht derselbe Smith sein, der 1887 wegen Diebstahl» zu zwei Jahren Gefängniß verurtheilt wurde?" „Nein, mein Herr, ich bin nicht jener Smith." „Dann find Die wohl der Smith, der in Liverpool wege» Betrüge» verurtheilt wurde?" „Auch der nützt." So waren Sie niemals im Gefängniß?" „Doch, mein Herr, zwei Mal sogar." „Wie lange daS erste Mal?" „Einen Tag." „Haha, und da» zweite Mal?" „Nur einen halben Tag." „DaS ist unmöglich." „Aber rrotzdem durchaus richtig. Ich will Ihnen sagen, wieso — ich bin nämlich Maurer von Gewerbe, und war nach dem Gefäuguch gerufen worden, um dort eine Zelle auSzumaueru, in der ein Anwalt eingesperrt war, der wegen Fälschung fünf Jahre abzusttzen ' hatte." Der Vertheidiger stellte keine Frage «ehr. • Die fünfte She. AuS Stlitrn wird den „Bozmer Nachr." vom 11. d. M. geschrieben: ES mag wohl zu den seltesten Ereignissen zählen, daß ein Mann die fünfte Ehe eingeht. Doch geschah dies tn Salnrn vor drei Tagen, indem Herr Johavu Simioui, Holzhändler und Hausbesitzer in Salnrn, diesen Schritt that und seine fünfte Ehegattin heim- führte, welche er fich au» dem Oberinnthale bolle, nachdem er die vier vorangegangenen aus hiesiger Gegend gewählt hatte. Herr Simioui zählt 60 Lebensjahre und hatte von feinen früheren vier Gattinnen 22 Kinder, von denen einige noch die Schule besuchen. * Die Weine de» Hospital» von Beaune. Die alljährliche Weinauction des Hötel Dien von Braune hat nm vergangenen Sonntag stattgefunden. Das ist aber em wichtiges Ereigniß, denn nach dieser Versteigerung wird die Preisliste der edlen Burgunderweine festgestellt. Seit undenklichen Zeiten werden diese Weine von Feinschmeckern und Kennern vergöttert. Erasmus bereits ruft aus: „O glückliches Burgund; du verdienst die Mutter der Meiffchrn genannt zu werdm, weil deine Brüste mit köstlicher Milch gefüllt sind!" Stendhal erzählt, daß ein Oberst, der an der Spitze seines Regiments an den Weinbergen von Pomard und von Beaune vorüberzog, seine Soldaten die Gewehre präsentiren liefe I Das Hospital von Beaune stammt aus der Zeit Ludwigs XL; es wurde von Ricolas Rollin und seiner Gattin gegründet und mit reichen Schenkungen ausgestattet. Das Hauptvermögen diese» Hospitals besteht in Weinbergen, die über mehrere Beaune benachbarte Gemeinden verstreut sind. Der Auctionrtag wird sofort nach der Lese sestgestellt und die verschiedenen „cuvees• erhalten Nummern, die wie Loose gezogen werden. Alle Großhändler von Burgund und anderweitig, die großen Pariser Restaurateure und auch einfache Verehrer der Bachus- gaben sind zur Kostprobe der neuen Weine zugrlasfin; da aber Gefahr vorhanden wäre, daß diese „Sammef'-Weine gar zu sehr gewürdigt würden, wenn man unterschiedslos alle Welt an den Kostproben theilnehmen ließe, so wird ein Eintrittsgeld von zwei Francs pro Tag erhoben; es braucht kaum bemerkt zu werden, daß für diesen geringen Eintrittspreis viele Rofane es sich nicht entgehen lassen, sich einmal ordentlich am edlen Burgunder zu laben. Man muß ab.r nicht etwa glauben, daß dieser zu Kostproben ausgestellte Burgunder schon genau der ist, der bei Banketten und Festgelagen getrunken wird. Es handelt sich da eben für den. Kenner darum, zu ahnen, was diese oder jene Nummer an Geschmack, Gehalt und Duft ergeben wird. Die Auction findet stets am Sonntag statt. Der Zuschlag erfolgt bei „erloschener Kerze". Man zündet eine Kerze an, sobald ein Angebot für eine Weinnummer erfolgt ist; solange die Kerze brennt, haben die Anwesenden das Recht, weiter zu bieten; die „cuvee" wird dem zugeschlagen, der die letzte Ziffer beim Verlöschen der Kerze genannt hat. Diese kleinen flimmernden und schwankenden Kerzenflammen bieten mitten in dem unbeschreiblichen Lärm der Angebote, Darlegungen, Werthschätzungen und Discussionen ein überaus pittoreskes Schauspiel. Je tiefer die Kerze herabbrennt und je höher die Preise dem entsprechend steigen, um so ruhiger wird es, und im Augenblick des Zuschlags herrscht ein geradezu feierüchrS Schweigen. Dann aber, besonders wenn ein ausnehmend hoher Preis erzielt worden ist, bricht die ganze Versammlung in stürmische Beifallsbezeugungen aus. Die Preise, die hier erzielt werden, schrecken die kleinen Concurrenten von vornherein ab. Die Weine werden nicht per Hectoliter und auch nicht per Stückfaß, sondern per „queue" (456 Liter) verkauft. Die billigste Marke, der „Jobard-Jobard" aus Mersault, wurde am vergangenen Sonntag für 840 Frc». losgeschlagen, während die „cuvee" Mounot- Chicotot aus Beaune den höchsten Preis von 2020 Francs, also beinahe 5 Francs per Liter, erzielte. Der Durchschnittspreis stellte sich auf 1400 Frcs. per „queue". Gleich nach Beendigung der Auction ver- anstalten die Kaufleute eine Weinausstellung in den Räumen der Handelskammer. Hier ist die Maßeinheit das Stückfafe von 228 Litern. Die Weine werden in sorgfältig gepfropften, verkapselten und mit Etiketten versehenen Flaschen ausgestellt. Rach dieser Ausstellung werden dann die offiziellen Preis« listen für die Weine des Jahres gesetzt. So ist für da» Jahr des Heils 1898 der Mercurey mit 280, der Volnay mit 540, der Musigny und Vougeot mit 900 und der Chambertin und die Romanüe mit 1000 Francs per Stückfafe bewerthet worden. (Franks. Ztg.) Wissenschaft, Ciietatur rrnd Arrnft. — Von den „Mittheilungen" der Mufikalienbandluvg Breitkopf L Härtel in Leipzig gelangte soeben Nr. 55, gerade rechtzcttig vor Weihnachten, zur Ausgabe. Dieselbe ist geschmückt mit dem Brlde A. E. M. GlätnyS, dtssm Bedeutung namemlich al« Componist komischer Opern in einer kleinen Abhandlung von C. Kipke eingehend beleuchtet wird. Im Auftrage der belgischen Regierung wurde 1883 eine Grsammtausgabe der dramatischen Werke Grstnys in Angriff genommen, von der 23 Bände bereits erschienen sind. — Von Wichtigkeit ist die angekündigte praktische Gcsammt- ausgabe von Joh. Srb. Bachs Orgelwerken, die, vom Unioersilätö- Mustkdirector Prof. Dr. Ernst Naumann in Jena reoidtrt, fich auf langjährige praktische Erfahrung und vielfache Erinnerung an die Auffaffung bedeutender Bachspieler gründet. Diese Ausgabe bildet die Fortsetzung der nunmehr abgeschlossenen praktischen Ausgabe von Joh. Seb. Bachs sämmtlichen Gefangwerken, um die sich namentlich Prof. Dr. Todt in Essen durch Anfertigung der KlaoirrauSzüge von 211 Kirchen- und weltlichen Cantaten verdient gemacht hat — General- musikdtrector Herm. Levi hatte eS neulich auf sich genommen, den deutschen Text zu Mozarts Oper „Cosi fan bitte“ gründlich zu revi- diren und thetlwetse neu zu übersetzen; er hat nun in gleicher Weise Mozarts „Hochzeit des Figaro" bearbeitet und erbringt damit den Beweis, um wie viel deutlicher die Handlung des herrlichen Werke« zur Wirkung kommt. — Eine neue Oper von P. Ma»cagni, „JriS" betitelt, die in Rom zur ersten Aufführung gelangt, wird in nächster Zeit erscheinen, wahrend eine neue Operette „Der kleine Corpoial" von Ludwig Engländer — auf amerikanischem Boden bereit« praktisch erprobt und mit vielem Beifall ausgenommen — im KlavierauSzug und Einzelausgaben mit englischem Text den Mufikkreisen bereit« zugängig gemacht ist. — In den „Mittheilungen" befinden sich ferner kurze Lebensbeschreibungen von Lorenzo Perofi, de« in Italien gefeierten jungen Componisten, dessen Werke auch in Deutfchland mehr und mehr Eingang finden, und von Hugo Kann, der in Milwaukee als deutscher Componist zu Ansehen gelangt ist. Eine große Reihe Auszug ar Sm 5 Dm 12 Novcmbe Rargarelhe Kalhaüm Äeoig Häm zu ©kfctn fBtrft stnd 9f‘ bi-iet MfjenKitn b-dcntendstt", (j0l Nis W,; flüfflenomm' äTi« 0 WS LL-- _ ,Wir müßet und Wei; soeben ' bat das Budget stark Hinführung der W ’nb 5 Sw* Mre Freundin, die mit einem minimale Hände rühren gilt «> jn.ll einen Kursus m wird sie bald em gai gejammte Garderobe Hülfe der trefflichen (nicht jn verwechseln n Maße gjlobennwt, g ousgegeben Nummer fachen, geschmackvollen \ jur jüngere und ältere die ersten Gesellschastszv Angebot der 1 Krankenpflegerin < 1 Schuhmacher, 1 Sch knechte, 2 Kutscher, 5 lehrling, 3 Lauffrauer Nachfrage der vlew, 1 jüngerer Spezi gelernter Spengler, 2 für dauernde Arbeit, 4 1 Einlegerin, 2 haus' wadchen für Küche unt Miminnen, 1 Wchchi 0 Lehrlinger 3 2 Glaser, 1 Kupfer 2 Schneider, 2 Schrei d« Wahl ****?& » den ] ■•ÄU .«orgerwciftereii» Ho"RhV™mer$ Oen Buchstaben Ri__2 Neben der rPnri Stlamml"”99b “*n und 2 Jahre 1893/i so b«6 rKr: S lu"y5"8« als >1 M«»be tt 1 btI »nnl fie pin “ten/ nir solches flefx J solchen der ^en, den 1 Mi .‘“'i «tu,» . '1-Ä'* d.» ' Wtftger Ä 22 RI bt, Vät" °'° ur?» ' FR Wirb die fSS SS^Ä 5,f«ÄÄ «sS's? ' SH-Ick-b R-Mm n,Staune toSriM *; «-61 ®.ä 2^,»‘ a-i-' «5 ®« > " mnkrt mb mit hl, d''!« ®'5tere »-W- r n. ' k $tt Auciionttag di- w*ta« ^le Me gezogen oerbtn. unbauberweillg, bit grofeen »fache Verehrer der Bachu». M »-in- jug.tafl,«-, d, iß diese „Smmei"-Weine roenn man unter WM nehmen ürße, so wird rin 1 Tag erhoben; er braucht diesen geringen Eintritt», entgehen lassen, sich einmal zu laben. Mm muß aL.r zu Kostproben aurgestkllte der bei Banketten und Fest- lndelt fich da eben für den diese oder jene Nummer an irgeben wird. Die Auctim Der Zuschlag erfolgt bei !t eine Kerze an, sobald ein ersolgt ist; folmge die Kerze dar Recht, weiter zu bieten; jen, der die letzterster beim t. Diese kleinen flimmernden !N bieten mitten in dem un< tote, Darlegungen, Werth« überaus pittoresk Lchan« bbrennt und je höher die im so ruhiger wird er. und M ein geradezu >nr wenn ein aurnehmend btiüibieiWtel«1””1"”« i au«. Bit M d" 6** inln ßoncutrenten wn ’» nid)t per fiectolta queue" («6«™* ",h Qnßnrb4 au» Mersault, fir 8403*1. 5*'S lendrgung ^jifflien *«»*9 aM "Kss rwSfvt «ft LS--- KM ^iÜ^ld-o"KÄd«t (fcloK® Pum von tr<^ GtvrL iferl'g^, 6a mmfn, l «M“’" ® SlttbaÄfi b,Ä Hiiirb d1£ eo 0(lanB seiner werke sind von vrettkopi 4 Härtel verlegt Unter de» ,Ver- wttchten Nachrichten" ift vor Äflrm eine aut (Rrunb des .Deutsche» BübnenlpklpIanS* untrrnommm', wcrchoolle Zulammmstellung der in der Z it vom (September 1897 bi« August 1898 am zadlretchsten ausqeführteu W:rke zu neunen. Der .Deutsche Bübnenfplelplen* bietet eine zuverlässige U bnstcht der Lptelp!2uen von ca. 140 der bedeutendsten deutschen und österreichischen Bühnen und wird in monatlichen Heften abgegeben. — Auch eine zweite Statistik, die sich «uf die Lieder und iStfänge bezieht, welche Ges au gskün stier in ihr -i pettoire aufgenommm haben, dielet Gelegenheit zu tnterefianten vergleichen. — Äll Gegenstück zur .Musik am preußischen Hose-, die mit Allerhöchster Genehmigung Se. Majestät de« Kaiser« aul den Musikschützen der König!. Hautzdibltothek zu Berlin herauSgeoeben wird, soll noch vor Weihnachten ein Album .Musik am sächsilchm Hofe* erscheinen, zu dem da» 350jährige Jubiläum der Königl. sächsischen musikalischen Capelle zu Dresden den Luheren Anlaß boL — Reichhaltige Verzeichnisse erschienener ueb demnächst erscheinender Mufikalien und Bücher bilden dm sonstigen Inhalt der .Mttlheil- nngen-, die an alle Musikfreunde von der Verlag?Handlung auf verlangen kostenfrei verschickt werden. — .Wir muffen sparen*, hat daS Haupt der Familie Frau und Töchtern soeben eindringlich klar gemacht, — .die Sommerreife bat daS Budget stark erschüttert, im kommenden Winter stellt die Einführung der Erwachsenen Tochter in die Gesellschaft erhöhte Ansprüche, — eS muß gespart werden, — vor allem müffen die Höhen Schneiderrechnungen aufhören!* Darüber zunächst Schrecken und Entsetzen im weiblichen Lager, aber fasten Eie Muth, meine Damen, — es ift nicht so schlimm, wie eS sich anhört. Wozu gäbe es denn Modenzeitungen, wozu eine »MoSenwelt*! Fragen Sie Ihre Freundin, die ftettz so elegante junge HauptmannSfrau, die wit einem minimalen Nadelgeld auskommcn mutz. Freilich, die Hände rühren gilt eS, und Fräulein Marie wird wohl zunächst einmal einen CursuS in der Schneiderei absolviren müssen, aber dann wird sie bald ein ganz besonderes Vergnügen darin finden, ihre -esammte Garderobe nach den verlockenden Vorbildern und mit Hülse der trefflichen Schnitte der .Modenwelt", gegründet 1865 (nicht zu verwechseln mit .Kleine Modenwelf, gegründet 1889, und „Große Modenwelt*, gegründet 1892), selbst hcrzustellen jn der abgegeben Nummer vom 15. October ist die Auswahl von ein« fadjen, geschmackvollen HauS- und Promenaden Anzügen nebst Hüten für jüngere und ältere Damen geradezu überraschend, und auch für die ersten Gesellfchaftszwecke ist bereits gesorgt. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt (Sicken. «raugeltsche Veweiutze. Getraute. MMtthLuvgemetnve Den 12 November. Konrad Dürr, Lackirer zu Gießen, und Margarethe Katharine Heim, Tochter deS v-rstorbenen Bremfeitz Geoig Hctm zu Gtcßen. Getaufte. MatthLutzgemetude. Dm 13. November. Dem Metzger Georg Kraft et» Eoh», Friedrich, gebaren ben 9. Dctober. Markuggemetnde. Dm 13. November. Ein unehelicher Sohn, Otta, geborcu dm 11. September. Denselben. Dem Taglöhner Wilhelm Stein ein Sohn, Wilhelm, geboren den 27. September. Denselben. Dem Schreiner Georg Hammel ein Soho, Äbolf Heinrich Karl, geboren d.n 25. September. Beerdigte. Markuggemeinde. Dm 16. November. N kolau« Wenzel, Taglöhner, oerheirathet, 31 Jahre alt, starb den 14. November. S-ichln brr «rrraigfra frnkfnrtrr 3fütt|ratrr. Cpembaaa. Dtmstag dm 22. November: Der Opernball. Mittwoch dm 23. November: Arwtda. Donnerstag ben 24. November: Datz Erbe. Freitag ben 25. November geschloffen. SamStag ben 26 November: Der Ring beS Nibelungen Vorabend der Irllogte: Da» Rheingold. Sonntag ben 27. November, Nach« mittag« 3Vi Uhr: Hänsel und Gretel. Abend« 7 Uhr: Der Opernball. / MattfbUlbM l. DtmStag dm 22. November: Da« Erbe. Mittwoch dm 23. November: Die Zähmung der Wtberspänsttgen. vorher: : Seelenstürme. Donner«tag den 24. November: Im weißen ! Rößl. Freitag den 25 November: Maria Magdalena. SamStag i ben 26. November: König Lear. Sonntag ben 27. November, I Nachmittag« 3*/t Uhr: Im weißen Rößl. Abenb« 7 Uhr: CircuSleute. Montag bm 28. November: Da« Erde. fährf wer sich bei Z'iten in bm Besitz eine« «WVIJl IUIJ11, WohlfahrtS.Loose» zu Zwecken der deutschen Echutzgedtete setzt. Nicht weniger als 16870 Geldgewinne müffm gezogen werden und erfordert da« HerauSztehm dieser ) Nummern einen Zeitaufwand von 5 Tagen. Die Loose dieser großen Lotterie roerben halb auSoerkauft sein unb beginnt die Ziehung bereit« am 28. November. Daher höchste Zeit zum Ankauf Meter beliebten Loose. Dieselben sink) burch ba« Gmeral-Debit Lud. Müller 4 Co., Nürnberg-München und von allen bekannten Verkaufsstellen zum amtlichen Preise Mk. 3,30 zu beziehen. — Speise und Trank müffen gut zubereitet sein, wenn sie un5 gut schmecken und bekommen sollen. Beim Kaffee, den wtrAlle so gern trinfen, fehlt e§ aber vielfach an der richtigen Zubereitung. Hier ein erprobtes Recept: Man mahlt Kathreiner« Kneipp Malzkaffee auf einer gewöhnlichen Mühle nicht allzu fein unb bringt ihn tn kaltem Wasser zum Feuer- dann läßt man ihn kochen unb überbrüht bamit den gemahlenen Bohnenkaffee. Die richtige Bemcffung i der Quantitäten fiadet jede Hausfrau leicht. In allen Familim, wo man die Mischung von halb unb halb kenne» gelernt hat, bebllt Kathreiner« Malzkaffee dauernd leinen Platz 10685 au l j JTiTL»8 I “1 - < V*‘ 6. 1 u"d sp ui.il« vlL Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Gartenftratze 2. Angebot der Arbeitnehmer! 1 Bäcker, 2 Spengler ober Installateure, 1 Krankenpflegerin auf Woche, 1 Sattler, 1 Bau- ober Maschinenschlosser, 1 Schuhmacher, 1 Sckneiber auf Stückarbeit, 2 Bau- ober Möbelschremer, 4 Fuhr- knechte, 2 Kutscher, 5 Taalöbner, 12 Hauöburschen, 1 Bäcker- unb 1 Mechanikerlehrling, 8 Lauffrauen, 1 Näherin, 1 CornrniS, 1 Schreibgehülfe. Nachfrage der Arbeitgeber» 4 Eisenbreher, 6 tüchtige Spengler auf Weitz- blech, 1 jüngerer Spengler auf fiabenarbeit, 1 tüchtiger selbststänbiger Installateur, gelernter Spengler, 2 Glaser, 1 junger Sattlergehilfe, 1 selbstftänb. Polsterer für bauernbe Arbeit, 4 Bauschloster, 2 Schneiber, 1 Schuhmacher, 1 Bausckreiner, 1 Einlegerin, 2 Hauöburschen, 1 Fuhrknecht, 1 jüngerer Dinstknecht, 4 Dienstmädchen für Kücke unb Hausarbeit, 1 Lauffrau, 10 Ausripperinnen, 4-6 Lumpen- fortirerinnen, 1 Waschfrau für eine Wäscherei, 1 Flickfrau. Lehrlinge: 3 Bäcker, 2 Barbiere, 2 Buckbinber, 1 Drechsler, 1 Drucker, 2 Glaser, 1 Rupferfcbmieb, 2 Lackirer, 2 Mechaniker, 1 Sattler, 1 Schmieb, 2 Schneider, 2 Schreiner, 2 Schriftsetzer, 4 Schuhmacher, 1 Spengler, 1 Wagner. Einzelne, sowie frnß gewordene D. R.-P. Ueber 50 OOO Otfen int Gebrauch. In 5 Minuten ein wnrmesBad! Opj^jnill -y.| Houben’s Gasöfen J G. Honben Soim Carl Aachen.» yxrfÄrtnn 11350 Wäschestücke Bekanntmachung, die Wayl der Mitgtieder der Stadtverordneten- gebe zu jedem annehmbaren Preise ab. 11320 M. Kann, gegknübrr brr Stoblkirdjr. Aersammtung öekr. Montag, den 28. November 1898, von Vormittags 10 Uhr biS Abends 6 Uhr soll die Wahl von zwölf Stadtverordneten der Stadt Gießen vorgenommen werden. Die Wahl findet in dem Bürgermeiftereigebäude (Gartenstraße 2) statt und zwar haben die- jenigen Stimmberechtigten, deren Namen mit den Buchstaben A—Hi beginnen, im Zimmer Nr. 10, diejenigen, deren Namen mit den Buchstaben Ho—Rh beginnen, im Zimmer Nr. 11 und diejenigen, deren Namen mit den Buchstaben Ri—Z beginnen, im Z'mmer Nr. 12 abzustimmen. Neben der regelmäßigen dreijährigen Ergänzung der Stadtoerord- «eten-Berfammlung durch zehn Mitglieder find noch zwei Ersatzmitglieder zu wählen und zwar je für einen auf die Jahre 1896/1904 und einen auf die Jahre 1893/1901 gewählten, inzwischen aber verstorbenen Stadtverordneten, so daß die zehn Erstgenannten auf die Dauer von 9 Jahren, der elfte auf die Dauer von 6 Jahren unb der zwölfte auf die Dauer von 3 Jahrm zu wählen sind, wobei die mit der geringsten und zweitgeringsten Stimmenzahl Gewählten al« auf drei bezw sechs Jahre gewählt zu gelten haben. Alle Stimmberechtigten werden danach eingeladen, an dem gedachten Termin fich persönlich einzufinden und ihre Stimmen abzugeben. Zugleich wird darauf aufmerksam gemacht, daß biejenigen Stimmberechtigten, welche mit der Entrichtung der Gemeindesteuer zur ZeU der Wahl sich länger als zwei Monate im Rückstände befinden, zur Abstimmung nicht zugelaffen werden unb baß daher alle Diejenigen, welche bis zum 20. November mit der Entrichtung des 3. Ziele« der Gemeindesteuern im Rückstände waren, nur dann zur Abstimmung zugelassen werden können, wenn sie einen solchen Rückstand noch bis zur Wahl abführen und, daß solches geschehen, bei Wahlcommission durch Vorzeigung ihrer Steuer- Mittung nachweisen. Gießen, ben 19. November 1898. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 11506 Hassans Kaffee hat fick durch feine vorzügliche Qualität unb feinen stets gleichmäßigen Wohlgeschmack unzählige Freunbe erworben. Derselbe ift zum Preise von Mk. 1.—, 1.20, 1.40, 1.60, 1.70 unb 1.80 zu haben bei 6007 Eberhard Dort, Giehe». Unterzeichneter empfiehlt fich in allen in fein Fach einschlagenben Schufjmacheraröeiten bei billiger und dock guter Bedienung. Serren-Sohlen mit Flecken Mk. 2.80 Damen- , , , , 2.— Alle anderen Reparaturen prompt. H. Hartlg, Schuhmacher, 11318 Mäusburg 12, 3. Stock. Pehwaaren werben fachgemäß nach neuefter Mode umgearbeitet in der Kürschnerei von A. Kretzschmar, Marktplatz 22, 9969 Die Armen-Deputatiou der Stadt Gießen. 11490 Neuen Bäue 11. 11012 Bekanntmachung. Au« der Stiftung des (ttcmeiuberathsmitgliedS Louis Labroisse ist un December d. I. Brennmaterial an arme Familien zu vergeben. v-werbungen find bis zum 24. November b. I. auf dem Srmenamt vorzubringen. Gießen, den 17. November 1898. gegenüber Alexander Mayer. Wohlfahrts■ cember inSerhn _ Geldgewinne T.nnQP odne Abzug. ÄJUUQV, 100,000,50,000 15,000, 2 i 10,000, 4 ä 5000, 10 ä 1000 X. u. f. tr. Loose b 3,30 x incL Steuer, Lifte 25 Pfg , empfiehlt, fo lange Borrath, Richard Bachacker, Gieße«, | Kerbschnitt- und LaubsLgekasten, I einzelne Werkzeuge, LaubsLgeholz, Ragelarbeit, Brandmalerei und Aerbschnittholzvorlagen empfiehlt billigst 11079 Louis Lony, Bahnhofstraße 27. 's Seigseifö. Achten ßte gefätt. beim Einkauf auf die <&irmz „eZ Sioffi" und obige ßefi ufxm arke. ein a((en Sttcfafltn ru Haßtn. ausgezeichnet ei und prakfuckei euch.mittel. CXuuerorden ftich beliebt. Kaben Sie schon Ihren Bedarf in Ghristbaumschmuck für Weihnachten gedeckt? Wenn nicht, so versäumen Sie nicht, sich em Kistchen mit 10 (Kartons feinfortirt, als Fische, Leuchtkugeln. Uebersponnenes, Naturfrüchte. Vögel. Glocken, Weihnachtsmann, Perlen, Tannen- unb Eiszapfen, i eine schöne Baumspitze u. s. w. für nur j 5.30 Mk. bei francoZusenbung zu sichern. Luch giebt eS Sonimentskttzchen zu 110 Mk. bei franco Zusenbung. 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Am Sonntag den 18. December d. I. soll die Christ bescheernug für die Kinder unserer Anstalt stattfinden. Wir haben für 2L5 Kinder — diesmal eine ungewöhnlich große Zahl — die Be- scheerung herzurichten und den Weihnachtstisch mit Gaben zu decken. Um dies zu können, wenden wir uns wieder an die Liebe und den wohlthuenden Sinn der Freunde unserer Anstalt und ihrer Kinder und bitten, uns Gaben an Kleidungsstücken, Stoffen, Garn u. bergt, besonders aber auch an Geld, das uns die gleichmäßigste Bescheerung für unsere Kleinen ermöglicht, zuwenden zu wollen. Eine Liste zur Erhebung von Beiträgen wird nicht herumgegeben. Vielmehr bitten wir, die uns zugedachten Gaben recht bald an eine der nachbenannten Borstandsdamen gelangen zu lasten: Frl. Amalie Bansa, Diezstraße 15, Frau Dr. Brüel, Moltkestraße 3, Frau Amtsgerichtsrath Gebhardt, Bergstraße 3, Frau Rechnungsrath Kalbfleisch, Ludwig- straße 7, Frl. Emilie Langermann, Südanlage 21, Frau Pfarrer Naumann, Südanlage 8, Frau Luise Ottens, Bismarckstraße 11, Frl. Luise Wortmann, Asterweg 16. Auch die Schwestern unserer Anstalt find bereit, Gaben in Empfang zu nehmen. Gießen, den 9. November 1898. Der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt. vorzüglichster Qualität. roosr en bei J. M. Schulhof, Marktstraeee, Ludwigsplatz, und K. Bender, Wallthorstr. 14. W Echtes Auer-Licht Verkaufsstellen 8ind kenntlich Plakate und Schilder _________________________ durch farbige ------- ■ mit dem Bilde unserer eingetragenen Schutzmarke: Kassia-Geld-Lotterie. Ziehung 20. und 21. December 1898. Haupttreffer Mk. 12 000 baar, ohne Abzug. Loose ä Mk. 1.—. Porto «ud Lifte 25 Pfg extra bei AllgemeinkRenten-Anstall Gegründet 1833. ZU Stuttgart. Reorganifirt 1855. Dens-, Renten- a. Kapitalverstihernngs-Gtskltschast auf Gegenseitigkeit, ««ter ««fficht der ÄgU Württ. Staat»« regier««-. Aller Gewi«« kommt ausschließtt» de« Mitglieder« 8107 der Anstalt z« gut. 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Th. 100 135.70 136 50 5 Italiener Ate. 90.90 3V. do. p. 96 . . —.— 3 Raab-Oedenb. 4 Ldw.Cred.-Bk. 100.45 100.65 Dresdener . . 159.50 157.50 5 Oesterr.v.1860 124.90 124.50 3 do...... •» ■ —— 57.50 4 Mainzer . . . 100.20 (alte) . . . 80.50 79 80 4 Hambg. Hypbk. 100.— Mitteldt. . . . 117.10 116.60 3 Oldenb. Th. 40 —.— —.— 4 Oefi.Goldrte.. 101.40 101.40 371 do...... 100.20 98. 3 do. v. 97 . . 77.80 77.10 ©ec. 141—250 100.— Rationalbk. . . 144 60 143 40 27, 3 Raab-Grazer . 91.70 91.70 41/6 Oest. Silberrte. 85.05 85.— 4 Offenbacher. . 100*80 68.— 93.40 75.20 4 Rudolf Gold . 101.30 101.50 37, do. 46—190 97.50 97.50 Oest.Cred.-Act. 298 75 297.25 Türk. frs. 400 35.15 34.90 41/1 8 6 4 3 Vs 4 Portug. Staat do...... Rum. am. Rte. Ruffen v. 80 . Schweden v 80 Serben v. 95 . 35.75 23.75 99.90 102 20 100.50 58.46 35 — 23.60 100.— 101.90 100.20 58 — 4 87, Wormser . . . do...... Lissaboner . . Rom n—vni Buenos - Aires St«de«hrl.)tt. 100.70 1 67.90 ! 93.80 3 3 4 Jtal. gar.E.B. Lworneser . . 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