* «litt f w 2*** Weine, LHhkler. Ellern 8 »IbouatBirat, n rti. Äeint ®tine. 0 lung-voll Q lermes. o ssel nhof etcs Hotel mit Säumen en Benutzung. f Union und Mnchener Abeuds 87, Uhr: letzt mich in den Stand, 10760 lind gMtzend vchmd«. ssel, tott aus ßgclsiach igelt Satlbt Der öorftanb. rmK. : uni aui bWl * iM-hin le» eine ilbbiilrie« wl'b‘”ä &”K*j U« Dr. Heuser, » ler. _____ Äft-» SS-*« -.“f.'JÄ onnenstrade ■ £ Doppel- MchM linden > Abrads 8'/r v-vw-s 1H«6 Nr. 274 Erstes Blatt. Dienstag dm 22. Novembe, 1998 Gießener Anzeiger ■tt PnnirrUNe. vwrttliiNett* General-Anzeiger Ht Inytgra-BmBittlimfttrlai H «n> ÄuMeMM erNwm ln>n hü*, «eoittunq bat dlim Bunbcerat) ttmn Hntrag auf Atänbaung d-r Su,stihtun,,°°ri»tift-n ,um T-d°k> »•nrrarteti etnacbrocbt, bem der BandeSrath bte Zu ft mmun'« rtbdlt »al. v>»°°ch »M “=■’“« “* 6”‘OT* "atlon df labat« btt bin eanbwltlttn «b-rh-lt etne?Nieberlage entftanbene GewichtSadgang fienerfrei bleiben, hnn an h y. hfi Gewicht, be, Tabak, nicht übersteigt. Berlin, 19. November. Die abermalige Abkürzung unb a.nberung ber kaiserlichen Reiseroute hat manag' faltioste Bermuthungen hervorgerufen. In Mabrib und Loudon spricht «an von einer ernstlichen Erkrankung ber Katserin. Der spanische Ministerpräsident Sagasta soll gestern in einem Interview erklärt haben, Regierung wiffe, worüber bemsche Kaiser seine Reise abkürzt lmb nicht n^Spwtm kommt. Die Kaiserin sei krank unb wünsche sofort Deutsch land zurückzukehreu. Aehn.iche Nachrichten gehen in Mabriber Hvfkreffen um. Bon htefiger osficiSsn Seite war bieAd kürznug ber Reise gerobe mit einer Besserung im Befinden der Kaiserin begrünbet. welche einen langsameren «limawcchsel Hartwieg sowie be. Laubtag. Präsides unuvthig machet Natürlich werben auch politische Gesicht». ' ^nft’on“n ianfl‘n btc «'beiter.Mar'e.llaise jnntte angeführt. So meinen die ^Wiener Morgenblätter , die Hauptveranlaffung zur abermaligen Abkürzung der Katser- Auch biese Begrünbung bürste nur eineu problematischeu Werth haben. Ueber die Rückkehrroute schtiuev endgültige Be- SÄ — Beileidstelegramm be» Kaisers, vom Kaiser ging bem »Norbbeutschen Llohb" au» Anlaß beS Ab- I leben* beS Eonsuls H. H. Meier an» Messina folgenbeS Leie- I gramm zu : Bei« Umläufen in Messina erreichte Wich soeben die Trauerbotschaft von dem Hiuscheibeu beS LousulS H. H. Meier, I des BegrünberS be« Norbbeutschen Lloyd. Sin warmes Herz, beseelt für baS Emporblüheu seines engeren wie »eiteren I Vaterlandes, hat bamit zu schlagen aufgehört, ein schaffens- reiches Leben seinen Abschluß gefnnben. So lange die stolzen Schiffe des Norddeutschen Lloyd auf dem Erdball Zengniß ablegen von deutschem Fleiß und deutscher Macht, so lange Wirb ber Name be« Begrünber« von ihnen nicht zu trennen fein. Mit bem L hod beklage Ich tief ba« Hinschetbeu biese« bebentenben Manne«, zu beffen letzter Ehrung Ich den Lhef ber Norbseestation entsenbeu werbe. ffiilbelm 1. K. — Die ReichScommission für Arbeiterstatistik schritt am Freitag zur Vernehmung der Inhaber und Angestellten von Restaurant« in Fortführung be« ersten Punkt« der Toge«orbnung: Vernehmung von AuS- kunftßpersonen an« betn Bastwirth« unb Schankwtrthschaft«- Betriebe. ES kam zunächst die Zeitbauer ber Nachtruhe in Betracht. Seiten« ber RegiernugSvertreter würbe hier baranf Gewicht gelegt, ob die Nachtruhe eine ununterbrochene Zell' bauer von acht Stunden beträgt. Soda-'U handelte e« sich um die AuSgehezeit, vornehmlich um die Frage, wie viel freie Tage tm Monat gewährt werben. Ferner würben bte ver- hälluiffe ber Wohnräume ber tm Haus- be« Lhes» wohuenben Angestellten beleuchtet, bte Frage ber Strafgelder, ihre Höhe Bnb öerwenbung. E« würbe noch ba« PlacirungSwesen geprüft unb auch hier ber Wucher bei der Stellenvermittlung bemängelt, daneben die Frage aufgeworfen, ob von den Chef» Zell zum Kirchenbesuch gestattet werde. S« wurde danach oeforscht, ob infolge der langen Arbeitszeit eine Schädigung ber Sesnubheit festzustelleu sei. Die übergroße Zahl der Leürllnae wurde getadelt, nameatltd) trat man dafür em, oaß e« am Platz wäre, diese nicht länger als brS 10 bezw. 11 Uhr Abends arbeiten zu lassen. S» wurde der Antrag gestellt, daß in Geschäften, in denen keine Sehülsen arbeiten, auch fdne Lehrlinge gehalten werden dürfen. Da» »ellueriunen- Unwesen in den fügen. Auimirkneipeu wurde einer sehr scharsen Kritik unterzogen unb beantragt, baß unter 21 Jahren Kellnerinnen nicht btschäftigt werden dürfen. Für die Se- sarnrntheit der Kellner wurde empfohlen, eine Kündigungsfrist von 14 Tagen festzusetzeu, um, wie die Vertreter der Kellner, schäft meinten, der oft grundlosen Entlaffung von Kellnern vorzubeugen. Die Freitagtfitzung wurde dann geschloffen— Am Sam.tag waren hauptsächlich Sachverständige auS Süd- deutschland geladen. ES haudelle sich nm dieselben Fragen, wie den Wacher bezüglich der Stellenvermittlung, daS Kellnerinnen.Unwesen nsw. AIS neu trat daS Moment der Polizeistunde hinzu. Der Eindruck der Vernehmungen In diesem Punkt ist dahin zusammeuzusaffeu, daß die Polizeistunde zwar besteht, aber nicht gehandhabt wirb. Sölit, 19. November. Die .Köln. 8tg/ melbet an» München: Die Annahme ber hiesigen Blätter, ber Kaiser werbe über München zurückkehren, ist wahrschewlich unrichtig. Wenigsten» unternimmt der Regent morgen früh eine Jago- reise nach dem Speffart, nachdem er gestern feine no£ f£»- monatlicher Reise burch Sübamenka heimkehrenbe Tochter statt. Die Demoustranten fangen bte Arbeiter-Marseillaise nnb brockten Hochrufe auf bte Socialbemokratle au«, bi» ste tion ber W^che vertrieben würben. Die Demonstratlone» Ifldor be Eoq, welcher beschulblgt ist, Schriftstücke, Auf- zeichnuugeu usw., deren Geheimhaltung im Jnterrffe der Pari», 20 November. Prinz Heinrich von Orleans veröffentlicht einen Brief an den Minister des Auswärtigen, DelcaffL/ worin er erklärt, daß fein Vorgehen den Zweck hatte, Marchand am weißen Nil anzutreffen und er d eßhalb durch Abesshnien gereist fei. Prinz Heinrich von Orleans erklärt, er fei hierüber mit König Menelik im Ein- verständniß gewesen. Der Plan sei nur dadurch gescheitert, daß die franzöfische Regierung feinem Vorgehen gegenüber nicht genügend entgegengekommcn sei. Pari«, 20. November. In der gestrigen Lonfereoz zwischen Dupuy, Ledret und Guillain wurde bezüglich der Bertheidigung DrehfuS unter der Bedingung der Be- stärigung durch den C^ssation-hof beschloffeu, den Gefangenen nach Frankreich zu überführen. Pari», 20. November. Im ersten Hrft der Esterhazy. Broschüre über die Couliffen deS DrehfuS- Falle- führt der Verfasser aal, er behalte fich den docu» meutvrischen Beweis dafür vor, daß ft ein blindes Werkzeug des Generalstabs gewesen fei. Par Ordre habe er Ptcqaart auf der Straße ausgelauert und geschlagen, hingegen er vor- gezogen habe, auf Elemenceau oder Retnach ouS dem Hinterhalt lo-zusprtngrn. Par Ordre habe er den Brief auch an Faure geschrieben. Jedes Wort war von den Vorgesetzten dicttrt. ES ist wahr, ich habe außergewöhnliche, ungehörige Mittel zu meiner Bertheidigung angewandt, aber durch wen veranlaßt? Durch den gelammten Geueralstab. Wie kam e-, daß ich flüchten mußte? Ich habe das Werk des Gene- ralstabeß fortgesetzt, mich gegen Alle und AllrS zu schützen, nachdem man mir nach 28 Dienstjahren hat die Epaulrtten vor die Füße werfen lassen, und warum? Etwa, weil ich vor 17 Jahren die Briefe an Frau Boulancy geschrieben, die mein Vertrauen schmählich getäuscht? Nein, well zwischen den Eavaignac und meiner Familie ein alter Haß besteht. Mein Vater war Bouaparttst und ich bin es in der Seele geblieben. DaS kann uns diese Hugeaottensippe nicht ver« zeihen. Großes Lob sp'ndet Esterhazy dem Cavaignac'schen EabimtSchef, General Roget, welcher sie guten Traditionen des Generalstabes fortsetzrn wollte. Den Tod Henrys erklärt Esterhazy folgendermaßen: Er wußte zuviel und muhte sterben, ich aber habe kein Talent zum Opferlamm und war vorsichtiger. Die Broschüre enthält sechs Holzschnitte, Situationen und PortraitS. Paris, 20. November. Aus absolut zuverläsfiger Quelle verlautet, daß General Mercier auf die Frage Löw'S nach der Vorlegung der geheimen Acten tm DreyfuS Prozesse die Antwort verweigerte. Löw bemerkte, der EaffationShof müffe die Verweigerung der Antwort als Gestäabntß auf« fasten, worauf Mercier weiter schwieg. Löw ließ den Bor« gang protocolltren, da auf Grund destelben unmittelbar nach der Deehsuß-Revifiou die Strafverfolgung Mercier- und der fieben Militärrichter erfolgen soll. Löw erklärte Mercier gegenüber ausdrücklich, der Casiattonshof werbe bi- an- Ende feiner Mission gehen, ohne Rückficht auf die Folgen. Pari-, IS. November. Einen mit der Drey f uss ach e zusammenhängenden Zwischenfall hat die Deputirtenkammer auch am Freitag wieder gehabt. Der Nationalist Laste- .fragte, welche Maßnahmen die Regierung zu treffen gedenke, nm JribiScretiouen bei Geheimniffen, die die nationale 8er« theidlkung angehen, zu verhindern. Ministerpräsident Dupuy b-me-kte, die Kammer könne darin auf die Wachsamkeit der Regierung zählen. Laste- griff nun die Regierung und den Richterstand an und warf der Regierung vor, fie verschaffe der Nationalehre keine Achtung. Hierauf erhob fich ein großer Lärm und gaben die Mitglieder der Mehrheit ihrer Entrüstung Au-druck. Die Kammer beschloß, nach dem Wunsche deS Ministerpräsidenten, die Interpellation nm einen Monat zu vertagen. Paris, 19. November. Im Justiz Palast curfirt da- Gerücht, daß neue Verfolgungen tu der DreyfuS- Auzelegeuheit bevorstehen. Paris, 19. Novembei. Der „Figaro" berichtet, Prinz Louis Napoleon habe heute Pari- verlaffeu und fich nach Brüssel begeben, woselbst er einige Tage Aufenthalt nehmen und dann nach Petersburg znrückkehren werde. Paris, 19. November. Die heutige Unterredung deS Advokaten Labori mit dem Obersten Picqnart über die Vorgänge während feiner Haft in der Zelle Picquarts fand ohne Zeugen statt. Labori deutete Picqnart an ihn über aller Borqefallene zu unterrichten, damit er für die bevorstehende Confrontirnng mit BoiSdeffre und anderen Generalen vor dcm Cassation-Hofe genügend vorbereitet fei. Präsident Faure wirb, wie eS heißt, die an ihn gelangten DreyfuS- scheu Jmmrdint Gesuche dem CaffalionShofe überweisen. Parts, 19. November. „®ldcle" meldet, daß der gestrige Ministerrath beschloffeu hat, DreyfuS auf der TeuselS- tnsel größere Freiheiten zu gewähren, insbesondere soll ihm gestattet werden, auf der ganzen Insel Ausflüge zu machen. Diese Vergünstigungen sollen in den nächsten Tagen noch erweitert werden. Madrid, 20. November. In politischen Kreisen erwartet man von Stunde zu Stunde die Demission deS Labt« het* Bayasta. Dasselbe wird wahrscheinlich durch ein Ministerium Polavoseja«Silvela ersetzt werden, welches gemäßigt konservativ sein wird. CtcaU» provintitdw* Vietze», 21. November 1898. •• Parlamentarisches. Die Anfrage welche der Abgeordnete Köhler (Langedorf), in Betreff des Verbotes deS Verschleißes von Preßerzeugnissen auf den Hessischen Bahnhöfen an Gr. Regierung gerichtet hat, hat folgenden Wort- laut: Auf Befragen an Ort und Stelle konnte ich feststellen, daß im Bahnhöfe zu Gießen der Verschleiß der Zeitschriften „Die Zukunft" und „Simp licif simuS" verboten ist. Ans Anlaß dieses Verbotes ergeben fich folgende Erwägungen und Schlüffe: 1. Der Bahnhof zu Gießen ist Elgenthum des Preußischen Staates,- das Bahnhof-geländr der Ober- heffifcheu Strecken dagegen ist HefflscheS LandeSeigenthum. ' Das verfchleißgebtet der BahuhofSbuchhandlung erstreckt fich i demnach über Preußisches und Hessisches Landetgenthum, : welches aber fämmtlich (das Preußische wie das Hessische) der Großherzogltch Hessischen Rechts- und Landeshoheit unterliegt. 2. Die Verwaltung der Oberheffischen Bahnstrecken wird von der Preußisch-Hessischen GemeinschastSverwattung ausgeübt. ES sollen von derselben thunlichst Wünsche der Großherzoglich Hessischen Regierung berücksichtigt werden. 3. DaS Verbot deS Verschleißes der erwähnten Zeitschriften erfolgte durch die Königlich Preußische Eifenbahnverwaltung. Es ist nicht denkbar, daß dasselbe auS Rücksichten auf den technischen Betrieb der Eisenbahnen und der mit den letzteren verbundenen Anstalten erfolgt sein könne, da durch die Zu- laffung des Verschleißes beider Zeitschriften im Bahnhofe zu Gießen und auf anderen Hessischen Bahnhöfen der Gemein- fchaftSverwaltung, weder der Preußische Staat noch die Preußisch-Hesfische GemeinschaftSverwaltung irgend eine Ein- büße ober gar eine Schädigung des Betriebes befürchten konnte, sondern vielmehr sicher angenommen werden kann, daß durch den zu erwartenden, durch den Weitervertrieb der erwähnten Zeitschriften verwehrten Geschäft-Umsatz der Bahn- hosSbuchhaudlnng ein ansehnlicher Mehrgewinn der BahnkLsse zugefioffen wäre. Auch der etwaige Einwand, daß die Ausübung der Buchhandlung auf den Bahnhöfen der Gemeinschaft-Verwaltung ein Monopol der Preußischen Verwaltung sei und eS hiernach der letzteren anheim zu geben wäre, welche Preßerzeugniße fie zulassen wolle und welche nicht, kann den Anforderungen des Hesfischeu Volke- auf thunlichste Berücksichtigung seiner Wünsche und Jntereffen und an Billigkeit und Recht überhaupt nicht entsprechen, da nicht der Bahnhof-- buchhandlung halber, sondern wegen Verbefferung deS technischen Betriebe- und finanzieller Jntereffen deS H-sfischeu Staate- feiten- der Großherzogltch Heffifcheu Regierung durch den Beschluß einer kleinen Mehrheit deS damaligen Hrsfischen Landtag- der technische Betrieb, nicht aber auch daS Eigen- thum und die Landeshoheit an den Bahnen in Preußische Hände gegeben wurde. Wenn nun die Königlich Preußische Effenbahnverwaltung bei Erlaß de- Verbots der zwei genannten Zeitschriften hiernach von irgend welchen Bedenken, weder in Bezug auf die Sicherheit noch auf die Rentabilität des technischen Betriebe- der Eisenbahnen und der mit den Letzteren verbundenen Anstalten geleitet fein konnte, so bleibt nur übrig, in dem verbot einzig und allein eine polizeiliche Maßnahme de- Preußischen Staate- zu erblicken. Nun hat aber der Vertreter der Großherzogltch Hesfischeu Staats- rrgierung bei Gelegenheit einer diesbezüglichen Anfrage des Landtages entschieden in Abrede gestellt, daß ein Einmischen oder gar eine Beaufsichtigung der Königlich Preußischen Polizeibehörde im Großherzogthum Heffeu stattfände. Dem widersprechend aber sehen wir hier tatsächlich, wie der Preußische Staat durch Maßnahmen, die einen entschieden polizeilichen Charakter tragen, in unserem eigenen Land unS vorfchreibt, was wir im Bereich der Bahnhöfe des Groß- herzogthumS Heffen, insoweit fie der Preußisch Hessischen Gemeinschaftsverwaltung unterstehen, lesen dürfen oder nicht. Ein großer Theil des Hessischen Volke- empfindet an- diesen und anderen Gründen da- Vorgehen der Königlich Preußischen Verwaltung al- n’-tt in Uebereinstimmung stehen- mit der oben bemerkten Erklärung Großherzoglichen Staat-mlnifteriumS, erblickt vielmehr darin eine offenbare Beeinträchtigung der Hessischen Rechts- und Landeshoheit und kann sich der sehr gerechtfertigten Meinung nicht verschließen, daß im Bereich der Stadt Gießen einzig und allein die Großherzoglich Hessische Regierung, vertreten durch daS Großherzogliche KreiSamt Gießen, befugt fei, auf Grund der Reichs- und LaudeSgefetze den Verschleiß von Preßerzeuguisi-n polizeilich zu überwachen. Indem ich das oben AuSgeführte Großherzoglicher Regierung zu geneigter Kenntnißnahme unterbreite, bitte ich hochdiefelbe, dem Landtage Mittheilunz zu- gehen zu lassen, ob die Großherzogliche Regierung gewillt fei, 1. die vorliegende Angelegenheit im Besonderen und die Berechtigung der Königlich Preußischen Bahnverwaltung im Allgemeinen und Piinzlpiellen in Bezug auf Erlaß solcher ober ähnlicher Verordnungen eingehenb zu prüfen? 2. Die Heffifche Rechts- uab Lanbe-hoheit auch in solchen Fällen genügenb zu wahren? Lesehalle. Im Laufe ber vergangenen Woche hat in ber Lesehalle eine Zählung beS Bücherbestände* unb eine statistische Zusammenstellung der Benutzung ftattgefunben. Hiernach beträgt die Zahl ber vorhanbeuen Bände runb 1760. AnSgeliehen würben an 38 Ausleihetagen 1771 Bücher. Dem Berufe nach waren die Entleiher: Arbeiter unb Handwerker 170, Kaufleute 80, Beamte 65, ©tubenten 43, Angehörige anderer Berufsarten 56. Wie baS Ausgabejournal zeigt, ist bte Zahl ber Entleihungen im Steigen begriffen. Berücksichtigt man, daß die Lesehalle erst im Juli eröffnet worden ist und wir kaum in die Wintermouate eingetreten find, so darf daS allgemeine Interesse für das Unternehmen, wie es fich in ber Entleihung betätigt, als ein fehr lebhaftes bezeichnet werben. Ein Beweis hierfür liegt auch in bem Umstande, baß bis jetzt 533 Entleihungskarren auögegeben worben fivb. Auch der ßeferaum erfreut fich fleißiger Benutzung, doch läßt fich leider die Arbeiterschaft noch zu wenig fehen. Allerdings ist auch in dieser Beziehung eine allmähliche Besserung zu konstatiren; sollte fich jedoch nicht bald ein ganz erheblicher Fortschritt zeigen, so wird der Vorstand eine Verlegung der Lesestunden in E.wägung ziehen. Zu bedauern bleibt nur, daß directe Wünsche auS d em Publikum, n am ent* lich aus der Arbeiterschaft, dem Vorstände bis jetzt nicht unterbreitet worben find. Gerabe dessen bedarf eS aber, um das Unternehmeu recht nutzbringend anSzugestalten. Der Vorstand rechnet mit Bestimmtheit darauf, daß daS nächste Geschäftsjahr auf der einen Seite eine enge Fühlung mit dem Publikum unb auf ber anderen eine lebhafte Theilnahme i in der Form der Zahlung von Jahresbeiträgen bringt. Beitrittserklärungen werden während der GefchäftSstuudeu in I der Lesehalle dankbar entgegengenommen. •• Zur Stabtveeokdnetenwahl. «s wirb unsere Leser ivteresfiren, welche unserer v Shengru Stadtverordneten aus- scheiden. ES find die Herren: Fabrikant Heinrich Adami, Fabrikant Louis Hehligenstaebt, Fabrikant Meyer Hornberger, OrlSgerichtSmann A. Keller, Bäckermeister Wilh. Löb er, Laudgerichtsrath Dr. Schäfer, Kaufmann Richard Scheel, Ingenieur Friedrich Schiele, Geh. Hofraih vr. Thaer, Rentner Heinrich Vogt. Außerdem findet Ersatzwahl statt für die verstorbenen Herren August Heß und Dr. Fritz Ploch. * • Städtische» Wasserwerk. Wir machen auch an dieser Stelle die Hausbesitzer bezw. deren Stellvertreter auf die in der heutigen Nummer dieses Blattes enthaltene Bekanntmachung des Städtischen Gas- und Wasserwerks, betreffend Vorkehrungen gegen das Einfrieren der Haus» wasserleitungen aufmerksam; es empfiehlt sich, diese Bekanntmachung aufzubewahren. • * Stadttheatee. Die gestrige zweite Kinder-Vorstellung, in Oer „Binsenmännchen und Biuscnm chel" gegeben wurde, war gut besucht unb würbe feiten! der kleinen Gäste mit großem Beifall anfgenommeu. * * Stadttheater. Scribe'S berühmtes Lustiplel „DaS GlaS Wasser" geht, wie bekannt, am Dienstag, den 22. b. M., mit Hofschauspieler Heinrich Hacker von Darmstadt als Gast im hiesigen Stadttheater in Scene. Herr Hacker hat den „Bolmgdroke" in „Glas Wasser" u. A. auch jüngst im Stadttheater in Kaiserslautern al8 Gastspiel- rolle gegeben. Die „Pfälzische Presse" schreibt darüber: In keiner ßiiterotur ist daS Genre des JntriguenstückS so entwickelt, wie in Frankreich. Dieses L stspiel, daS auf die Feinheit deS GefpinnsteS, auf daS bunte, erpötzliche, aummhig gelenkte Hin und Wieder der Fabel daS höchste Gewicht legt, steht einigermaßen im Gegensatz zu der von Shakespeare getroffenen unb auch in Deutschlanb trefft ch gepflegten Charactercomövie. Zwar ist auch baS JlitriguenstÜck nickt dar aller Characteristik. Allein diese ist hier nicht bte Quelle der Motivirnng, sondern wird lediglich ber Derw cklung bienftbor gemacht, ist mehr scharf als tief, mehr starr al- fllehenb. Scribe unb feiue Nachfolger je^nrn wohl auch Charactere, aber fie entwickeln dieselben nicht au der Handlung, sondern fie stellen sie fix unb fertig in bat Sptel hinein. Es ist einleuchtend, baß damit auch ber Thatigkdt des Schauspielers im Jntriguenlustspiel ein in bestimmten Grenzen gehaltene- Gebiet angewiesen ist- eS gilt nicht, Charactere psychologisch zu entwickeln, sondern gegebene Figuren richtig zu erfoffen unb inS rechte Licht zu stellen und babei jener feinen, esprltvollen Grozie gerecht zu werben, burch die fich die meisten französischen JntriguenstÜcke aus- zeichnen. Im Ganzen kamen die Darsteller in der gestrigen Vorstellung von ScribeS „DaS Glas Wasser" diesen Forbe- rungen nach. Vor Allem war unser Gast vom Darmstädter Hoftheater, Herr Heinrich Hacker, als Bolingdroke in jeber Hinsicht Herr ber Situation. Man kann biefe Figur mehr nach ber Seite beS feinen, in allen Ränken erfahrenen Jutriguanten geben, unb viele Schauspieler mit berühmten Namen ziehen bieS vor, — aber ohne Frage verliert bamtt ber Character beS Bicomte. Biel sympathischer ist naS die Art, wie gestern Herr Hacker den Bolingdroke verkörperte, nämlich als übermütigen unb überlegenen, mit allen Waffen des Spottes au-gerüsteten Ritter unb Beschützer ber gerechten Sache, bem nicht biplomatifche Kniffe unb Durchtriebenheiten, fonbern fein eigener gefunber, fröhlicher Menschenverstand» bte Mittel an bte Hanb geben, bie von ber Herzogin von Marlborough geschürtzten Knoten ber Jntrigue zu burchschlagen. So bot Herr Hacker als Bicomte eine prächtige, vom wärmsten Leden erfüllte Figur, deren fröhliche Laune fich bald auch bem Publikum mittheilte unb biese- zu rauschenbem Beifall anregte. Kaiser Panorawa. In die Riviera, Genua, San Rrmo, Bordighera, Vintimiglia, Mentone und Monaco führt uns die diesmalige Reife. In vortrefflichen Bildern bewundern wir Genua, das feine großen Söhne in Denkmälern zu ehren weiß. Eingehender zeigt sich ferner San Remo, dessen Villa Zirio die Wohnung Kaiser Friedrichs während feiner Leidenszeit war. Prächtige Strandpartien, Ausblicke auf das Merr, Abendlandschaften, Gebirgsmotive ziehen an uns vorüber, wir betrachten Monte Carlo, sehen in Monaco die Villen des russischen Kaiserpaares und vieles andere. Der Besuch der ebenso lehrreichen wie interessanten Ausstellung kann unseren Lesern angelegentlichst empfohlen werden, zumal Herr Schmidt den Vereinen und durch Vorverkaufsstellen die Preise so ermäßigt hat, daß jede Familie sich den Genuß wöchentlich bereiten kann. •• Schweine Einfuhr. Vergangenen Freitag traf hier ein Waggon Holländer Schweine ein. Herr Schweine- länbler Nebhut hat eS übernommen, durch Einfuhr dieser von der städtischen Schlachthausverwaltung für gesund und labenrein befunbenen Schweine, eine allgemeine Preisermäßigung herbeizuführen. Voraussichtlich gelangt nächste Woche lieber eine Waggonlabung an bte hiesigen Metzger zum Verkauf. *♦ Guterwagen. In der vergangenen Woche fand hier eine Versammlung von Interessenten, behufs Stellungnahme gegen die von der Eisenbahnbehörde geübte Berechnung von Wagenstandgeld für die Sonn- und Feiertage statt. Man sprach sick entschieden gegen die am 1. Ja- nuar in Aussicht gestellte Maßnahme au», daß nämlich von jenem Zeitpunkt an bei Avisirung und Bereitstellung von Wagen bis spätestens 9 Uhr Vormittags die Be- bezw. Entladefrist derselben mit dem Schluffe der Geschäftsstunden ihr Ende erreichen muß. (Ausgenommen hiervon sind Versender oder Empfänger, welche 2 Kilometer vom Stationsort wohnen.) Die jetzt gültigen Ladefristen für Waggongut dauern 24 Stunden, von denen allerdings die Nachtzeit in Abzug kommt, so daß immerhin 12 Stunden zum Ent- oder Beladen der Wagen zur Verfügung bleiben. Nach den neuen Bestimmungen würde biefe Frist um 2—3 Stunden gekürzt werden. Die Versammlung war sich darüber einig, daß diese vk, S-dtM" zu * Wrbchnh"^: g", toben e"- Jrfolg bW" pfanqet dies tfcu’i Mafiffl und den « '*en « □ Darmstadts ,(ro«bnsi entleeren. Dies geschi Hauvtadsoerrhahn gefi Mchen, nachdem ein geöffnet gehalten wirb gelaufen ist, worauf b Um elm oollftär ftlbtn bas io bttn ob ber rausleitmig offen Ein arStzerer Theil deS «uche entleert werden stattgehabter Entleerur rnd der Entleerung d, DaS 8 des betgegebe In der Rich bis Widerst Seschieht bui Behuss Wasser v-W«dig geöffne Abzveigleitoi Kärte« u. f, w, fj..k Wateur Auskunft, aohaliea-, en/Fflbme avch währ unb *n. ^en angegebener We ^nfrteren f. zu erhalten. 9 flnekn : Ai;»® $)le to“»" Wri MS- l 21 11668] ^'«dtlschc B, Ä'S * 8!fh ’• Zeller I ^drtch ***«*■«55 ä* n «„ tlelR «ttomVi" '" «d SBaffefwetu u ' “ ■** Hi! bi* y 8®‘lu Rlnbenfin, I b'n DJb Wm^v 6u **«• NW ,d8| 'M °« Dlenfia?, b-B Hacker bon «ev Ttadttheaier in gcenf< -e ta »®lai 8Bafiue n, g, «lautern all Pliffe" schreibt barüder: x\ btl dufrloutnftßti it Wte Wtl, bo» auf he walt, ergöMe, aouQi^i d bat Höchste Scivlcht letzt, zu der bon Thakrsprare ^önb tteffl ch gepfirtzterr > d-S Jnttignevsiück nicht se ist hier nicht dir Quelle Ikditzlich der Beltv ckilivg lls tief, mehr starr alt «folger ze chmn wohl auch Wben nicht on der Hand» : und seist- In bal Ty«rl damit auch der iMpiil tin in bestimmen Wielen ist; il gvt nicht, kein, sondern gegebene Fign« rechte Licht zn stellen und Grczie gerecht zu werden, iöfischm Jnttignenstülte aal» : Darsteller in der gestrigen Alas Wasser" diesen Soiit» mser Gast bom Damstänu alt Bolingbroke in srda Dfon tarnt diese Figur «ehr 1 aüeu Ränken ersah eenen Schauspieler mit berühmt« ohne Frage verliert damit l WWX $ wl * » BoAgbrole vrrlSrpertt, berlrgemn, mit oütn Waff» nnd Seichütztt der ge.ech.u kaiffe und Durchttiebenheitw, .üblicher Menschenbtrftmd du ne d« ’ >18« !° e (tot toiiM **! filR to,[ W i tob Wl i“ ,, mb Monaco W u Mffl Silbern btwunbm «6“%S Selben»- iieien«« bt» i» ** D« to anbero- unseren werden, M . n, »j'tt’Ä*1* #***« ,«I<Ä Ä'SJ® «M W - -M- i* fsettttlhj* > ft'Ätas irfts Intel« 1 MggE zldM 1*». ’S *•&% * M%,,n M ^hen neues Stul^" ' tg »e*3 Sfj biefe Maßnahme für die Interessenten am Platze eine Schädigung 1 bedeuten würde und beschloß, bei der Großh. fcinbelthmmet | dahin vorstellig zu werden, daß die e chreu Eu fluß bei der : demnächst ftattftudenden Eisenbahn Conserenz ausbieten möge, | daß die Ladesrsten wie bisher beibehalten werden. Wetter ! wurde auf die üoUftänbtq unqlnügtnde Ladeg ieqenbeit unserer Station hingewtesen. Man benutze die Geleise der Marga» rethenhülte iur Bere tstellung von Wagenladungen, obgleich der dahin führende Weg für Lastfuhrwerk ganz ungeeignet sei, dagegen wäre die Ladenelle bei früheren Ober hessischen Güterbahnhofe«, wr'che sehr gelegen fei, gar nich benutzt. Zwar haben sich e n^bie Empfänger von Waggongülern mtt Erfolg dagegen gewehrt. E» fei zu wünschen, daß alle Em» pfänger die« thun, damit nach dieser Richtung Wandel ge« ; schaffen und den Wünschen der Inter venten auf der Etatron Gießen Rechnung getragen werde. □ Darmstadt, 20. November. Del beu Stadt» derordnerev - Er g äo z uo g « ro ahleu am Freitai ist trotz grwalt'ger KnR'tnqung der Socalbemottotcn und anderer politischer Gegner die Liste der allgemeinen Bür-erveretviguog (vatiooolllberol Keotschfreiflnviki) b « aus wenige Narren durch« gegangen. — Der Lande! gewerb everein bewegt fich ungeachtet der Gkgerbkstrebunqen der Zünftler >a ausste>gender Tendenz- er hat jetzt 89 Ortnoeretne darunter drei neue (|u Lor'ch. Mowbach und Semd) und 7900 M tglteber, bei» nahe 300 wehr al« am 1. JUt 6. I A Mainz, 20. November. Die Entfestigung Kastei«, von welcher man feit Langem nicht« mehr gehört hat, scheint im Stillen doch vorbereitet zu werden. E« gebt dir« au« einer Mntheilung der Eisenbahndirection in Frank« furt an die hteffge Handelskammer hervor, In welcher die letztere auf Ersuchen zur besseren Verkehrßvermittelnug über den Kastrier E stnbahnüdergang einen Sieg zu erbauen, de» oachrtchtigt wird, daß wegen der in Aussicht genommenen Entfestigung Kastel« der öibnübertang eine andere Gestaltung annehmen wird, wkßhalb die Frage vorerst nicht spruchreif fei. Auf eingegangeue Elkunoigung hin erfahren wir, daß der einzige Grund, warum die Entfestigung Kastell keinen Fortgang nimmt, darin zu suchen sei, daß der Ädhäifilcc« sich nicht enllchließrn klone, den für da« frei- werdende Festuugßgeläade cuge etzten «xordttaut hohen Preis za reducirea. — Bon den zahlreichen Pcrlonen, die bet der großen Pulverexpiofion im Jahre 1857 eine dauernde Berietzung erlitten hoben, find im Ganzen nur noch 19 am L d:v, tii zusammen eine Iahresreute von 2614 Ma k beziehen. Zur Unterstützung d.-s Berletzten war urspiüngl'ch eia Renteukapital von 70 000 Gulden vorhanden, da« sich nach und noch auf 25534 Mark verminderte, von den 19 noch zu Unterstützenden (eben nur noch 4 in Mainz, die anderen vertheilen sich auf Preußen (8), Orsterreich (6) und Ungarn (1). A Mainz, 20. November. Die Ergänzuug««ahlen zu der hiesigen Stadtverordnetenversamm'.ung find jetzt ©etten« oer Bürgermeisteret ans den 29. d. M. oul^eschrieb.n worden. Ja allen anderen hessischen Ttädtea sind die Wahlen schon vorüber und liegt die Verzögerung der Wahlen hier in dem Umstand, daß in Folge der vielen Bürgeraufnahmeu der letzten Jrhre die Herstellung der Wählerliste außer» ge-öholich viel Zeit erforderte. — Nachdem erst vor wenigen Jahren hier em neue« Gymnasium erbaut worden ist, erweisen sich jetzt die SRli.me der Realschule und de« Real- oymnafium« in sanitärer wie in räumlicher Beziehung al« unzureichend, weßhalb die oberste Schuldehöcde eben mit der städtischen Verwaltung wegen Beschaffung geeigneter Locali- tätcn In Unterhandlung steht. Um nicht emcn tetr kostspieligen Neubau au«sühreo zu «Offen, ist in vorfchlug gebracht wv'den, eine« der neuen großen Bo klschulhäUer für die Realschule und da« Realgymnasium zu verwenden und da« jetzige Realschulgebäude BolkS'chulzweckeu dienstbar zu machen. Der Vorschlag dürfte In der Stadtverordnetenversammlung kaum Anklang finden, denn, wenn die alten Rialschulräume für die R alschu'e nicht gut genug find, find sie es für die volklschuien auch nicht. — Ob in Mainz kommende« Jahr Larneval stotifiuder, ist in den letzten Tagen wieder fraglich geworden. Zwar mangelt es nicht an L st dazu, ober e« ist Niemand da, welcher da« schwierige A«t eine« Präsidenten übernehmen will. Der fcitbtr’fte Präsident hat entschieden abgel-hnt, diese« Amt wieder zu übernehmen, und trotz viele« Suchen har «an bi« jetzt noch feinen Eriotzminer oeinnd-n. Xm« bei Seit fftr N< )Ht Vor 131 Jahren, am 22 November 1767, wurde zu St. L onbarbt in Passeyerthale der heldenhaste unb volto- thümliche Landwirth Andreas Hofer geboren. Er war die Seele des Tyroler Aufstand»« \m Jahre 1809. Durch V rrakb später gefangen genonumn zog er die tranzöst <1en Kugeln dem französischen Kriegsdienst vor. Am 20 Februar 1810 wurde er zu Mantua erschossen. ICircblidtc Anzeigen der Sieben» M,-Uoetttche *<«!'••» Montag den 21. November. ÄbenbS 8 Ubr: Videtftunde tm Eonfirmanbensaal der IobanneSkirche. Nolosierbries Eav. 1. von LerS 24 an: DeS Apostels Freude in seinem Leiden und Wirten. Pfarrer Naumann. ______________________ rteucs.e tTacbricbtcn. Deoclchem des durcte .Herold^ Berlin, 21. Nooemder. Aue Köln meldet d'e „Welt am SXoDtag*: D m Vrrl-ger srs w8itrp -et flmul*, A dert Längen, ist von der hiesigen B'hördc oer Heiwathssche'n, biffen er z-m dauernden Aufenthalt in der Sch«e z bedarf, v-iweigert worden. Dasselbe Blatt beratet aus München: Auf Anfrage bet dem in Zürich weilenden Berleg-r Albert Langen erfahren wir, daß nur die aus Mü^ch n von lehnt Frau an ihn obgeianbtrn Briefe nicht angekornmen find, während er Briefe aus Berit» unb anderen deutschen Städten erhalten bat. Pari«, 21. November. Es heißt, General Zurlinden w-rde erst am Donnerstag Besch uß darüber fassen, ob er Picquart vor ein Ketegsgertcht stellen soll. Die Freunde P cq tarts erblicken darin den Versuch, Picquart. der cm Dienstag vor dem Eaffatioashose al« Zeuze erscheinen soll, zu deeir fl ss n. B e t »rrr u nnactzung. Vorkehrungen gegen das Einfrieren der Hauswafferleitungen. Unter Hinweis auf die,Bestimmungen über Anlage der Hauswafferleitungen zu Gießen- machen wir darauf aufmerksam, daß, um dem Ginfrteren des Wafser« in den Haudwasterleilnngen bei eintretender Kälte vorzudeogcn es erforderlich ist. die Hauswafferleitungen des Abends für die Dauer der Nacht zu entleeren. Dies geschiebt dadurch, daß zuerst der vor dem Wassermeffer befindliche Hauptabsperrhahn geschlossen und dann daS seitlich desselben befindliche EntleemngS- hibnchen, nachdem ein passendes Gefäß untergestellt, geöffnet wird unb dies so lange geöffnet gebalten wird, bis daS in der HauSlettung stehende Wasser vollständig abgelaufen ist, worauf bezeichn«teS Hähnchen wieder geschlossen wird- Um eine vollständige Entleerung zu erwirken, ist es geboten, während derselben daS in dem obersten Stockwerk de« Hanse« befindliche Aapfventil der 1. auSleitung osten iu halten, damit die Lust Zutritt in die Leitung erhalle. — Ein größerer Theil des Wasser- kann auch schon durch daS Zapfventtl der untersten Küche entleert werden, wodurch die Enileerung tm Keller vereinfacht wird. — Nach flat,gehabter Entleerung sind die beiden Zapsoentile, welche dem Eintritt der Luft und der Entleerung des Wassers dienten, wieder zu schließen. DaS Echließe« de« Hauptavsperrvahn» erfolgt durch Aufsetzen deS betgegebenen Schlüssels auf den vierkantigenHahnzapsen und Drehung tn der Richtung von links n-ich rechts — im Sinne eines Uhrzeigers — bis Widerstand erfolgt- — DaS Oestnen de« Hanptabfperrhahne« geschieht durch Drehung tn entgegengeietztem Sinne, bis Widerstand erfolgt. BebuiS Wasserentnahme muß deS Morgens der Hauptabsperrhahn wieder Vollständig geöffnet werden- «dzweiglettnngen nach Waschküchen, Badezimmern, Hosräume«, «Lrte« u. s. w. sind während dcS Winter« mittelst ihrer besonderen Vorrichtungen auf ähnliche Weise zu entleeren und ertheilt hierüber im Besonderen am besten derjenige Installateur Auskunft, welcher die betreffende Leitung gefertigt hat. Sei anhaltender außerordentlicher Kälte empfiehlt es sich, die Wasserentnahme auch während de« Tage« auf kürzere festgesetzte Zett zu be- fmränken und während der übrigen Tageszeit die HauSwasserleitungen gleichfalls in oben angegebener Weise abzustellen. Dem Einfrieren solcher Wasserleitungen, welche durch Küchen unbenutzter Wohnungen geführt sind, kann man durch Unterhalten eine« kleinen HeerdfeuerS 001 beugen. Auch empfiehlt es sich, in kalten «loset- ober sonstigen ungeheizten Räumen, bind) welche bk Wasserleitung führt, sofern baielbft bie Leitung nicht schon burch eine Umhüllung gegen Kälte geschützt ist, bie Temperatur burch ein Oefchen ober geeigneten Falls etwa durch eine Gasflamme auf genügender Höhe zu erhalten. Sehr kalt stehende, insbesondere auch abgestellte unb vorübergehenb nicht in Gebrauch befinbllche Closet« (wie in Vereinshäusern uf.ro) werden durch Einstreuen von etwas Salz tviehsali) in daS Schlußwaffer be« SpphonS (Wasser- abschlusse«) g gen Auffrieren der Schüsseln geschützt Die Waffermeffer nebst dem nächstanschließende« Theil der Rohrleitung finb währenb beS Winters mtt Stroh, Säcken ober ähnlichen Schutzmitteln gegen Kälte zu umkleiden, auch namentlich die betr. Kellerfenfter geschloffen zu halten. — Die Herstellung aller Waffermeffer, die in Folge ungenügende« Schutze« gegen Kälte Schade« erleide«, erfolgt auf «echnuug der Hau«desttzer. Durch die empfohlenen vork.hrungen wird dem Wasserabnehmer die Lieferung de« Wassers möglichst gewährleistet, dcm Hausbesitzer aber werden Beschädigungen an Leitung und Vtebäude iern gehalten. Wir empfehlen daher vorstehende vorffcht«maßregcln allen Betheiligte« zur ganz besonderen Beachtung. Reparaturen und Aufthauung von Hauswasserleitungen werden am schnellsten von denjenigen Anstallatton«-t»eschäflen besorgt, welche die betr. Hauswafferleitungen s. Z. ausgeführt haben. Gießen, den 21. November 1898. Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. 11569] Otto Sergen._______________________ Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur öffentlichen iLnntntß, baß vom 22. l. Ml- an die Viehmärkte ouf dem Gelände hinter dem Scklachthause abgehalten werden. Der Auftrieb hat nur vom Hohleichweg au’, der Abtrieb über de' alten Heuchelheimer Weg, zwischen der Klöck'schen Besitzung und dem Schlachthaufe, zu erfolgen. Marklstandzeichen werden wie seither an der Dctrotbebflcüe unb m der Freibank bet städtischen Schlachthauses verabfolgt. Die Marklstandzeichen sind vor dem Austrieb zu lösen und den coutrolireudeu Beamten am Eingänge zum Marktplatz abzulieseru. Gießen, den 19. November 1898. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Wolff. U561I Bekanntmachung. In dem Gesellschaft-regisier unterfertigten Amtsgerichts wurde auf Seite 81 unter der Rubrik „Actiengesellschaft Gießener Volksbad" ein- Getragen: Die in der Generalversammlung vom 30. März 1898 beschlossene Erhöhung de« Grundkapitals um den Betrag von 32000 Mk. hat durch Zeicknuna von 10 Stück Acnen ä 1000 Mk. und 110 Stück Aclien k 200 Mk. und baare Einzahlung des eingeforderten Betrag« von 25 e/o des Nominalbetrag« zu Händen des Vorstands stattgefunden. Herr Emil Pistor von Gießen, dermalen zu Freiburg L Breisgau, ist als Mitglied de« Vorstands aufigef^ieben. Gießen, am 29. October 1898. Grobherzogliches Amtsgericht. _____________________Neuenbagen.________________11587 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Ruttershausen für das Jahr 1S99/19OO liegt vorn 23. November d. I. an acht Tage lang auf der unterzeichneten Bürgermeisterei zur Einsicht der Betheiligten offen. Ruttershausen, den 20. November 1898. Großherzogliche Bürgermeisterei Ruttershausen. Klinkel. 11545 ^ipaganasy tfmpfrhlinujrii Wastgeffügel in bester Qualität: Eutkll »lld ltzaase pkr pfd. 60 psg. fiapaunrn „ „ 70 „ Srnthähue „ „ 80 „ empfiehlt die 11540 Zimmer>'che(butsverwalt. Winnerod dei Lkiskirchku. Filzschuhe u°° 'Tiliftiptpl ,n aDen ®tö6cn unb krtzzptefei aU5fübrungen, ÄnHMeiffhMk» in den neuesten Formen «Hwwlllyllye unb feeften Fabriken, rv-gllkk, Flitil. Lch»nms>hlk, fX sonstigen ^integesohlen, Tanzschuhe empfehle in allen Preislagert. 11464 Wilh. 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Wählt Männer aus Eurer Mitte, die unter Euch groß geworden sind, die im öffentlichen Leben stehen und ihre Kräfte bereits erfolgreich in den Dienst unserer Vaterstadt gestellt und für das Gemeinwohl gewirkt haben. DieGefahr einer drohenden Börsenerisis. Versandt gratis und franco durch die Exped., Berlin SW., Zimmerstr. 100. 11403 Der Vorstand. Akademische Vorträge. Im Laufe des Winters werden in der Universitäts-Aula folgende fünf allgemein verständliche Vorträge^ abgehalten: 1. Professor Di*. Bartholomae: Die Heimath der Indogermanen. 2. Privatdocent Dr. Sticker: lieber die körperliche Erziehung Nähabende des Allgemeinen Vereins für Armen- und KrankenpSege in Gieße». Anläßlich des Geburtstages Ihrer Kgl. Hoheiten des Großherzog» und der Großherzogin fällt der Nähabend nächsten Freitag den 25. d. Ms. aus. Für die Frauen und erwachsenen Mädchen wird als Ersatz ein Nähabend nächsten Mittwoch den 23 d. Mts, von 7bis 91/, Uhr, abgehalten. Für den Vorstarw: 11564 Frau Amtsaerichtsrath Gebha rdt. Giessener Stadttheater. Dienstag, den 22. November Erhöhte Preise. Gastspiel von Heinrich Hacker vom Darmstädter Hoftheater. Das Glas Wasser. Lustspiel in 5 Acten von Scribe. Bolingbroke . . Heinr. Hacker als Gast. Anfang 8 Uhr. Ende 10*/« Uhr. Herren-Moden. Glace-Handschuhe mit und odne Futter, Militär-Handschuhe extra seine Marken. 11215 Lokomobilen bis 200 hp für Industrie und Gewerbe beste und sparsamste Betriebskraft der Gegenwart. Kaiser-Panorama 1 Neuen-Bäue 1. 11659 Zum ersten Male ausgestellt. Einzig dastehende Prachtserie. DieitalienischeReoiera, Sa« Remo. Turbie, Ventimiglia, Bordighera, Carrara mit Marmor- bcüchen, Siena, sowie Genua und Florenz. Auf diese großartige Prachtserie mache besonders aufmerksam. 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Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder wird dringend gebeten. 3. Privatdocent Dr. Koppe: lieber das Wasser. 4. U ni versitäts - Musikdirector Trantmann: Entwickelung der klassischen Musik seit J. 8 Bach, mit Erläuterungen am Klavier. 5. Professor Dr. Biermann: Das älteste Recht. Der Ertrag ist zu gemeinnützigen Zwecken bestimmt. Abonnementskarten (für 1 Person zu 4 Mk., für 2 Personen derselben Familie zu 5 Mk, für 3 und mehr Personen derselben Familie zu 6 Mk.) und Einzelkarten zu Mk. 1.50 sind in der Ferber’schen, Freea’schen und Ricker’schen Buchhandlung, Studentenkarten beim Universitätshausmeister zu haben. sind so billig, daß der Hausfrau die Herstellung »। M einer ebenso guten Suppe auf jede andere Art SLIPPFN viel theurer zu stehen käme. In ganzen und r halben Packeten, sowie auck in einzelnen Täfelchen d'a- 'U h°b°n bei Gustav Walter, Mäa-dma 13. I E. Bur!6eckt. — Druck uni •erleg der vrühl'scheu UHtwtiftäM Auch, mti Stemlrnderei (Pietsch Erben) te Meße». Die Heutig- Hlunemer umfaßt 10 Seiten. «ed-ctt-n, 1 Sir btlnoen 5' grtüag onl Anlaß bd SrvhhrrzosS onb de llntrrzticho'ten Bebör Gießen, bei 1 Sroßhe gitjU. jSSÄl Montage. t Wt"" L» -"'M.' bei-rlegt. Zur $ schreiben die Mach. Ehawbedaili Hal kam tvevigrr llüssr Löffelnde', in der Mit dewirlden Frei aller diplomatischm nisischeu Bkzirhuop Gebiet rllM-sravzi hat seiur -rohtu Fi immer, wat er to vrisr aulzudrücken, knn, Welcher Uat eis» GrkSmoglll ; Man daß Shamberlain ab Lord Ealtiburh za vratelhasiw Eyrachr »tnrrtr. Lord Bal rl Gbasal Fra^e, bli origo* der evM Chamberlatu bogtg daß Faschoda uur Rk»irruvg eutschlof zllsischeu Mumuog W», stüher ge6 öa6 er machte et { la°d seine Wimge od Krankretch stch Ol ö”*, qH ob b Achtet seien onb a geht« sei, bekleben köanen, « Willi ^'7 N«b h M 11 ^°«°'-» U tun, «Saebiihln I- Lüftungen, ?'* b'di-tin itnn, *•' « Hub nnb ,« **»?*■' Wb bai Vu8^9 Ä'J* l",»laa* 6n3‘* 0111 ''ih ib '<«h In m । Silin,« ob Hl b,e ^atlim int»? ‘it Sm 1,11