L a i i ragen! Hier Auswahl unb qt Preisen. «auf jaget, ).5O an. [442, ruefaac/ien NM« liftrtUL ■n Apotheken! Drogerien. ä 40 u. So Pf. I Ul W T "I i >eam 1 5'pfcialilflt: Briefumschläge jrff.®»- rt- Ä ?■ ^10- >hen 'Bedarf ',ig die it (tyietsc/ 'ft’toj n1 La..kn°'-n 1 i>‘°- tt- ic. irpfan Stationen Gies»«0’ Friedberg, I* utz FuIdi,M9kld' Gedern, 8*** ,re beroge« Dd* 18981 gilbertenft Ä»*" Br»*;'" 3 Nr. 24« Erstes Blatt. Samsiaq den 22. Oktober 1SDS t*en4 ■rit ÄnSuuomr M SRtntdff. Dir »trgrntr peeiriieicaittr »*rfr4nfflrOt Nr- 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. »dresir ftr Depeschen: >«|«l|tt #l<|«e. Fernsprecher Nr. 5L Deutsches Reich. Berit*, 18. October. Zur Kaiserreise nachJeru- falt». Der Reifer »ar auf seinem Mittwoch früh unter- nommenen Ritt von Iedikul über (tjnb am Goldenen Horn nach dem Merasfim-Ktosk zurück außer von der türktschro Butte nur vom Hauptmann Morgen begleitet. Um 121/, Uhr fand, wie aogekündtgt, tu Merasfim-KioSk der Empfang der Botschafter mit ihren Damen statt. Morgen früh 9 Uhr er» folgt die Fahrt auf der auatolische» Bahn. — Se. Majestät Hälfet Wilhelm empfing die hier beglaubigten Botschafter und den päpstlichen Delegaten, Msgr. Bonelli, in besonderer Audienz. Staatssecretär Staatsminister v. Bülow stattete dem Großvezier und de« Minister des Aeußeren Besuche ab. De« Großvezier überreichte der Staatssekretär im Auftrag des Kaisers den Schwarzen Adlrrorden. — Der Kaiser ver« lieh de« Botschast» Frhru. v. Marschall btt Brillanten zu« Großkreuz des Rotheu Adlerordeus. De« deutschen Delegirteu im Berwaltungsrath der türkischen Staatsschuld, Geh. Legat, ons- rath Lindau, wurde der Eharakter als Wirkt. Geh. Legattons- rath mit dem Rang der Räthe 1. Klaffe verliehen. — Am Dienstag Abend gab der Sultan in yildiz eine große Fest' täfel von über 100 Gedecken. Der Sultau hatte die Kaiserin zur Rechten, den Kaiser zur Linken und unterhielt fich mit beide» Majestäten während des ganzen Mahles angelegevt- ltchst. Der Park war feenhaft erleuchtet. Nach der Tafel unterhielt fich der Sultau mit dem Staatssekretär Staats- Minister v. Bülow und anderen Herren des katserl. Gefolges, während Kaiser Wilhelm den Grohvezier, den Minister des Aeußeren und eine große Anzahl türkischer höherer Militärs ins Gespräch zog. — Ihre Kaiserlichen Majestäten kehrten gestern Abend von der prachtvollen Beleuchtung der Ufer des Bosporus erst um Mitternacht zu Schiff nach Mdiz zurück. Doonerstag früh begaben Ihre Majestäten fich nach dem astatischen Ufer und von dort mit der Anatolischeu Bahn nach Hereke, wo die große Tcpptchfabrtk Sr. Majestät des Sultans deftchtigt wurde. Die Rückkehr nach Konstantinopel erfolgte gegen Abend. — Die seit Montag erscheinende tllustrirte Beilage des türkischen Blattes ^Sabah" bringt täglich auf den hohen Besuch bezügliche Beiträge, o. A. Biographien des deutschen Kaiserpaares, Beschreibung von Kriegsschiffen, statistische Angaben und Daten aus der deutschen Geschichte, und beginnt mit einer Beschreibung Syrien» und Palästinas. Der gestrige Festartikel des ,®abat* betont, der großartige Empfang des Kaiserpaares am Dienstag habe die zwischen beiden Staaten und Herrschern bestehende Freundschaft eklatant bewteseu. Das Blatt empfiehlt allen Türken dir Erlernung der Sprache Deutschlands, besten Heerwesen, Wissenschaften, Literatur, Industrie unb Handel rnustergiltig seien. Das Erlernen der deutschen Sprache sei unbedingt uothwendig infolge der engen Berbindungeu und fich mehrenden Handelsbeziehungen. Die Bevölkerung ziehe bereits jetzt deutsche waareu vor. — Auch die anderen türkischen Blätter veröffentlichen derartige sympathische Kundgebungen. Die Zeitung „aXalumat* schreibt: Der zweite Besuch Kaiser wtlhelrns liefert den Beweis von der Festigkeit der Freundschaft zwischen Deutschland und der Türkei. Die Gegenseitigkeit der wohlwollenden und sympathischen Gefiunungen, die von den Deutschen kundgegebeu wird, macht uns dieselben liebenswerth. Die große ottomaoische Volksgemeinschaft vereinigt ftdf mit ihrem Padischah in de« willkommeusgruß au den Kaiser Wilhelm. Der warme Empsaug des Kaisers ist kein Ergebniß politischer Berrchuung. Tägl. Rundschau. Berlin, 20. Oktober. Auf die unter« 3. Oktober von der deutschen Lolouial-Gesellschaft au den Reichskanzler ge- richtete Eingabe, das deutsch-englische Uebereiu- kommeu betreffend, ist vom Fürsten Hohenlohe am 16. ds. die Antwort eingegaogeu, in welcher es heißt: Ich bin nicht in der Lage, dem Gesuche zu willfahren, da sowohl feststehende diplomatische Gepflogenheiten wie auch wichtige politische Rückfichteu dem für jetzt noch eutgegeusteheu. Die kaiserliche Regierung wirb mit der Veröffentlichung nicht zögern, sobalb ihr eine solche ohne internationale Bedenken, wie ohne Gefährdung der eigenen Jntereffev Deutschlands möglich nutz angemeffeu erscheint. Die Verpflichtung, diese Jutereffeu unter allen Umständen wirksam zu wahren, bildet für die kaiserliche Regierung die alleinige Richtschnur ihres Verhaltens. Ich gebe mich der Zuverficht hin, die deutsche Eolonial-Sestllschaft, deren patriotische Bestrebungen ich gern anerkenne, werbe die Ueberzeugung gewinnen, daß die Leitung der ReichSpolttik dieser ihrer Aufgabe gerecht geworben ist. M.P.C. Berlin, 21. Oktober. Sichere« vernehmen nach wirb der neue Gouverneur von Kiautschou Lapitän zur See Iäschke nicht, wie bisher gemelbet worben, schon Anfang November, sondern erst im Laufe des Monats Deeember fich auf seinen neuen Posten nach Kiautschou begeben. M P C. Berlin, 21. Oktober. Unsere industriellen unb Hanbelskretse knüpfen an bte Ortevreise des Kaisers Hoffnungen für bte Erweiterung bes deutschen Absatzes. Der Sultan hat gerade jetzt der deutschen Eiseubahugesellschast tu Kletuafieu die Erlaudniß ertheilt, einen Hafen zu bauen. DaS wird als eine gute vordebeutuog genommen. Der Befitz von Eiseubahuen und dir Eoncesfionen für Häfen haben dem Handel der Engländer und Franzosen große Erleichterungen geichafft. Diese sehlten Deutschland lange gänzlich, und dies fiel um so mehr ins Gewicht, da der Verkehr und die Transporte von Deutschland auS in Folge seiner geographischen Lage mit mancherlei Schwierigkeiten zu kämpfen Haden. Wenn die Handelsgebiete der Levante auch nicht die Ausdehnung und Bedeutung Haden, wie diejenigen OftafienS und Amerikas, so verdienen sie dennoch eine besondere Anf- «erksawkeit, da die Einfuhr jener Länder auf wett über eint Milliarde Reichsmark t« Jahre geschätzt wird, unb mit Sicherheit angenommen werden kann, daß dieselbe fich von Jahr zu Jahr nicht unwesentlich steigern wtrd. M.P.C. Eine Zeitlang konnte eS zwetfelhast erscheinen, ob die Vorlage zu« Schutze Arbeitswilliger als preußischer Antrag oder als Präfidialautrag an den Bundes- rath gelangen werde. ES steht jetzt fest, daß daS letztere der Fall sein wtrd. Dte Vorlage wird t« ReichSamt des Innern auSgeardettet - Lommiffarien der anderen Reichsämter, welche mit in Betracht kommen, nehmen an der Vor- beratbang Thril. M.P.C. Die Frage, in welcher Weise die Zusammen- faffuvg und anderweitige Gestaltung der Reffortverhättuiffe der Wasserbau-Angelegenheiten in Zukuost geregelt werden soll, befindet fich noch immer in der Schwebe. DaS letzte Wort in dieser Angelegenheit ist noch nicht gesprochen. — Zum GouvernementSwechsei in Kiautschou. Der amtliche Telegraph meldet auS Tfiutaufort: „Der bisherige Gouverneur, Tapitän z. S. Rosendahl, welcher schon längere Zett kränklich war, ist neuerdings schwer erkrankt und mußte durch den Kreuzer „Kaiserin Augusta" nach Japan gebracht werden. Major Dürr übernimmt provisorisch den Posten des Gouverneurs." Hiernach scheint es, als ob die Abberufung des Gouverneurs Rosendahl sehr einfach zu erklären ist. lieber die Art der Erkrankung ist nichts Näheres bemerkt. Wir hoffen, bah eS sich um keine ernste Gefahr für das Leden de» verdienten Offiziers handelt. Anslsvd Wien, 20. Oktober. In den Kreisen der parlamentarischen Majorität verlautet, daß der Reichsrath nur noch 14 Tage dauern werde, da die Obstruktion und Opposition die rechtzeitige Erledigung des Ausgleichs ausschlteßeu. Wien, 20. Oktober. Der russische Minister des Aeußero, Graf Murawiew, trifft morgen Nachmittag hier ein und wird vom Kaiser in besonderer Sudtenz empfangen werden, von hier reift Murawiew nach Livadia. Bien, 21. Oktober. Die Ziele der Südslaven werden in der kroatischen Wochenschrift .Ervena HrdaiSka" dahin erklärt, daß fich Kroatien, Slavonien, Dalmatien, Istrien, Bosnien und dte Herzegowina zu einem Staatsgebilde im Rahmen der habsburgischen Monarchie mit kroattsch-oattonale« Eharakter und mit de« Mittelpunkt in Agram vereinigen. — In einen Aussatz, den »an dem Fürsten von Montenegro zuschreibt, wird ferner erklärt, es sei unerläßlich, daß alle Balkaustaaten einen verband schließen und dafür sorgen, daß Mazedonien eine selbständige Autonomie erlange. Io Eettioje, Belgrad, Sofia, Serajewo, «gram und Laibach mflffe man etnverstänblich ohne selbstsüchtige Ziele die Gefahr abweoden, welche dem Süden insbesondere seitens des Deutschthums drohe. Rnßland, diese Vormacht des Sladenthnms, werde mit allen Kräften dte Bestrebungen der Südslaven unter» stützen. — Gerade in dem Augenblick, wo die Südslaven mit weitgehenden Forderuogen an daS Ministerium Thun herantreten, find obige Darlegungen besonders bemerkenswerth. Cscalc» und provinzielle». Metzen, 21. Oktober 1898. Theater Beretn. Wie aus de« Joserateutheil er- sichtlich, findet dte erste Vorstellung am Donnerstag den 27. October statt. ES ist gewiß für Manchen überraschend, daß schon die erste Aufführung eine Verschiebung erfahren muß, die Mitglieder werden aber, wenn sie die Gründe erfahren, dem öoiftanbe gern Indemnität ertheilev. Fra» Prasch-Greven berg, der Gast des Abends gehört zu den bedeutendsten Vertreterinnen ihres Faches und ist am ,Btr- liner-T h eat er" eine gradezu unentbehrliche Kraft. Trotz de« fie nicht de« Röolgl. Theater angehört, interesfirt fich doch das Katserpaar angelegentUchst für die große Künstlerin, und als sie im vorigen Jahr an einer Krankheit schwer darnieder lag, die ihr auch das projectirte Gießener Gap- spiel unmöglich «achte, ließ sich der Kaiser wiederholt über das Befinden der Künstlerin Bericht erstatten. Diesmal ist keine Krankheit das Hlnderulß, auch handelt es sich ja nur um eine Verschiebung von einem Tage, und der Grund hierfür liegt lediglich in der Unentbehrlichkeit der Künstlettn im Berliner Kunstleben. Am 26. October hat Frau Prasch- Grevenberg an einer hervorragenden Aufführung dort mttzuwirkeo, und deshalb entsprach der Vorstand des Theater- Vereins, freilich nach einigem Zögern, galant der herzlichen Bitte der liebenswürdigen Künstlerin. •• Aue Petition, welche fich gegen die Erschwerung der Vieheinfuhr in Deutschland richtet, bereitet der deutsche Fleischerverband vor. Dte Petition cireultrt bereits in den Städten. In der Petition wtrd ausgeführt, daß dte Fletscheinfuhr etwa den zwanzigsten Thetl des Fleischkonsums deckt. Da die Einfuhr fast ausschließlich auf den Bedarf der Städte entfällt, so macht fie dort zum Mindesten den sechsten Theil deS Lonsums aus und zwar vornehmlich den der minder- bemittelten Klaffen. Jasolge der Ausschließung fremden Viehes ist eine Steigerung der Fletschpreise eingetreten, die in Kleinhandel bisher noch nicht einmal tm vollsten Umfange zum Ausdruck gekommen. Die dte Einfuhr betreffenden Maß- nahmen Haden aber auch eine Verschlechterung der Fleisch- Nahrung zu Uugvnsteu der mtoderbemittelteu städtischen Bevölkerung nach fich gezogen. Dte Unterzetchner richten an dte Herren Reichstagsabgrordneten dte Bitte, zunächst daraus htnwtrkeu zu wollen, daß die Zufuhr lebenden ausländtfchrn Viehes nicht wehr als wie es bisher der aoschetnend nur vorgeschützte sanitäre Zweck erfordert, erschwert wird, sowie daß dte etngeführteu ausländischen Fletschwaareu an der Grenze so untersucht werben, daß auch der «tuderbemiitelte Mann sein Fletsch ohne Gesahr sür bte Gelunbheit seiner Familie unb mit Appetit essen kann. •• Schulfiattftik. An sämmtltcheu Schulen unb Lehranstalten Hessens wirken gegenwärtig nach der letzten amtlichen Statistik runb 3050 seminaristisch gebildete Lehrkräfte, nämlich 2700 Lehrer und 850 Lehrerinnen. Davon find an den einfachen und erweiterten Volksschulen 2460 Lehrer und 215 Lehrerinnen aogestellt. Die übrigen 240 Lehrer und 135 Lehrerinnen Vertheilen fich auf dte höheren Lehranstalten, Lehrerbildungsanstalten, höheren Mädchenschulen, Vorschulen, Privatunterrichts Anstalten u. s. w. In den fünf größten Städten des GroßherzogthumS (Mainz, Darm- stadt, Offenbach, Worms und Gießen) wirken an den Volks- schulen 350 Lehrer = 14,2 pEt. der Gesammtheit unb 95 Lehrerinnen — 44,2 pEt. der Gesammtheit. Hier füllt sofort das ungleiche Berhältoiß der Lehrer und Lehrerinnen auf, indem von den ersteren nur etwa ein Siebentel, von den letzteren aber nahezu die Hälfte in den genannten fünf Städten augestellt find. Die Lehrerinnen haben also viel mehr Ehancen, In die Stadt zu kommen, als die Lehrer. — Nach einer soeben erschienenen Statistik gibt es in Hessen 13 erweiterte Handwerker-, Kunstgewerbe- und Fachschule* mit 1412 Schülern unb 120 Lehrern, 90 Zetchenschuleu mit 6314 Schülern unb 199 Lehrern unb 40 gewerbliche Fort- bilbuvgsschulev mit 1857 Schülern unb 86 Lehrern. Land» wirthschaftliche Wiulerschulen bestehen 10, unb diele waren in letzten Winter von 277 Schülern besucht. Im Groß- herzogthn« Hissen gibt eS zur Zeit 657 Volksschulen unb In über der Hälfte dieser Schulen und zwar in 380 wirb heute noch Schulgelb bezahlt. Die «elften Volksschulen «it Schulgeld hat die Provinz Starkenburg- von 219 Volksschulen wirb in 145 Schulgelb bezahlt, aber in Rheinhtfien wirb bei 168 Volksschulen nur noch in 48 Schulgeld entrichtet. Die meisten Schulen «it Schulgeld hat der Kreis Alzey, nämlich 26, bann folgen bie Kreise WormS mit 12, Oppenheim mir 4 und Bingen mit 1. Der Kreis Mainz bildet io ganz Heffen die Ausnahme, daß in keiner Volks- schule desselben noch Schulgeld erhoben wird, von der tat Ersatzjahr 1897/98 bei der Großh. Hess. (25.) Division eingestellten Mannschaft — 8638 — war Keiner ohne Schulbildung. Dasselbe war während der vorhergegangenen 20 Ersatzjahre noch viermal der Fall, nämlich 1896/96, 1893/94, 1888/89 und 1886/87. Die Gesammtzahl der ohne Schulbildung eingestellten Rekruten betrug während dieser Zeit 62 — 0,09 pEt. der sämmtlichen Mannschaften. In Amerika verstorbeneHessen. In Bucyru», O., Frau Mary Sexauer Wtttwe, geb. Ruppeu-berger, 68 Jahre alt, aus Hessen-Darmstadt. — Ja PortSwouth, O., Johu Wilhelm, 65 Jahre alt, aus Heppenheim a. d. B. — Ja Troy, N. N, Frau Marie Kunz, geb. Bolp, 45 Jahre alt, au» Gießen. — In MaSeoutah, Jll., Johann Georg Trautmaun, 79 Jahre alt, au» Rohrbach. — In Belleville, Jll., Christian Dingel, 79 Jahre alt, au» Lauterbach. Wetterbericht. Ueber ganz Europa ist das Barometer gestiegen. Dagegen hat fich Über der Ostsee ein Maximum von über 775 Milimeter ausgebildet. Die Luftdruck-Ber- theilung ist aber sonst noch allgemein unregelmäßig und besteht namentlich die über dem Mittelmeergebiet gelegene Depression noch fort, unter deren Einfluß die Witterung allenthalben trüb geblieben ist. An den meisten Orten sind Niederschläge gefallen, dieselben dauern zumal im Süden unseres Gebiete» noch an. Im Gebirge ist wieder Schneefall eingetreten. — Voraussichtliche Witterung: Etwas bessere», im Süden noch meist trübes Wetter mit zeitweisen Niederschlägen. * Obbornhofen, 19. October. Heute Morgen gegen 12 Uhr passirte am Bahnhof Obbornhofen-Bellrr»heim ein Unglück, welchem leicht zwei Menschenleben zum Opfer fallen konnten. Der Landwirth Hch. Kour. Hermann Ruppe! und der bei ihm bedienstete I. KauS au» Muschenheim fuhren au die Bahn, um Zwetscheu zu verladen. Beim Rangiren des Güterzuges scheuten die Pferde und gingen durch, wobei es über Gräben und Böschungen ging. Kau», der die Zügel noch fest hielt, wurde vom Wagen geschleudert, die Rader gingen ihm über da- eine Bein, wodurch er einen schweren Bruch oberhalb de» Knöchel» erlitt. Ruppel, der die Pferde vorn an den Zügeln hielt, wurde, al» e» über einen Graben ging und der Wagen arg schwankte, bei Seite geschleudert, wobei er einen Hufschlag auf die Brust erhielt, Die Pferde liefen nun bittet auf da» Bahngeleise und trabten vor dem dahinfahrenden Zuge her, bi» au den Bahnhof Berstadt, wo sie eiugefangen wurden. Der telephonisch herbeigerufene Herr Medicinalrath Dr. Rouge von Hungen constatirte bet Ruppel keine schweren Verletzungen. KauS wurde nach Anlegung eines Verbände» in» Spital nach Hungen verbracht. GrLaberg. 19. October. Trotz de» unfreundlichen Wetter» übte auch der diesjährige B a l l m a r k t wieder feine Anziehungskraft au». Au» der näheren und weiteren Umgebung fanden fich die Marktbefucher in großer Anzahl ein, und auf dem zwischen Londorfer und Gießener Straße gelegenen geräumigen Marktplatze herrscht besonder» Nachmittag» bunt bewegte» VolkSfesttreiben. — Der am Vormittag stattgehabte Viehmarkt war mit Schweinen und Rindvieh sehr stark befahren- e» mögen an 2000 Schweine und etwa 500 bi» 700 Stück Rindvieh aufgetrieben gewesen sein. Der Handel mit Ferkeln war infolge der sehr mittelmäßigen Kartoffelernte nicht so lebhaft wie sonst am Gall- markt, und die Preise waren etwas gedrückt. Sech» bi» zehn Wochen alte Ferkel kosteten 25, 30 bi» 35 Mk. da» Paar, ältere wurden zu 38 bi» 50 Mk. je nach der Qualität abgesetzt. Nach Läufern oder sogenannten Etnlegeschweinen herrschte stärkere Nachfrage, und waren die Preise infolge deffen bester. Da» Paar Läufer galt 85 bi» 100 und 110 bi» 120 Mk. Durch den überaus reichen Futtersegen find die Preise de» Rindviehes bedeutend in die Höhe gegangen. Jüngere Rinder wurden zu 110 bi» 160 Mk., ältere zu 200 bi» 250 Mk. verkauft; gute Milchkühe kosteten 300 bi» 400 Mk. § Elpenrod, 20. October. Ein großer Zug Zigeuner auf 5 bi» 6 Wagen kam gestern durch unfern Ort. Die Schaar gehörte nicht zu denjenigen, die sonst nach längerer oder kürzerer Zeit wtederkehren, sondern wüsten ihrem Wagen- und Pferdematerial nach, weiter her sein. Da- letztere war nicht schlecht, und die Zigeuner zeigten fich auch alsbald als Pferdehändler. Da ein hiesiger Landwirth Lust darnach trug, ein Pferd zu erwerben, so ward alsbald ein Handel abge- fchloffen. Die Zigeuner hatten doS Pferd als absolut „fromm" verkauft und seine guten Eigenschaften mit der ihnen eigenen Lebhaftigkeit gehörig gerühmt. Kaum aber war der Trupp au» dem Weichbild der Ortschaft verschwunden und der Käufer wollte sein neu erworbenes Pferd anschirren, da zeigte sich dasselbe so störrtg und ungehalten, daß seine» Besitzer der Ankauf reute. Er eilte den Zigeunern nach und verlangte sein Geld zurück, da sie ihn schmählich betrogen. Bon einer Herausgabe der Kaufsumme wollten die braunen Gesellen aber nicht» wtffen. Da wandte fich der Landwirth in seiner Noth au die GenSdarmerie zu Ruppertenrod und rkqairirte dieselbe. In Ermenrod trafen die Gen-darmeu auf die Bande, aber Letztere wollte immer noch nicht» von dem HerauSgebeu der Kaufsumme wiffen. Erst auf die Drohung der Gendarmen, zur Verhaftung zu schreiten, rückten die braunen Pferdehändler mit der Geldsumme heran» und nahmen wieder ihr „fromme»" Pferd zurück. Die Lehre au» diesem Pferdehandel: „Mau laste von Zigeunern!" §§ Ermenrod, 20. October. Geflügelzüchter dürste e» iutereffiren, daß ein hiefiger Landwirth eine Henne besitzt, welche im Lause diese» Jahre» dreimal gebrütet und ihre Brut ausgezogen hat. Butzbach, 20. October. Beim Begehen der Strecke Butzbach-Langgöns entdeckte gestern Morgen gegen 4 Uhr der Bahnwärter Diehl zwischen den Geleisen einen männlichen Leichnam. Demselben war der Körper mitten durchgesahren, außerdem auch der Kopf vom Rumpf getrennt. ES wird vermuthet, daß der Verunglückte al» Pastagier de» gestern Nacht 1,12 passtrenden Zuge» die Plattform betrat und von da abstürzte. Nähere» über die Persönlichkeit de» Verun- glückten ist bi» jetzt noch nicht ermittelt worden- derselbe scheint den besteren Ständen anzugehören, denn der Getödtete war mit einem Pelz bekleidet. 4- Daueruheim, 20. October. Unser letzthin verschwundener Einwohner Kämmer ist uavrrmuthet in der alten Scheuer seine» Schwiegervater» versteckt aufgefundeu worden. Offenbar wieder in einem geiste»verwirrten Zustande suchte Kämmer, ohne von den Angehörigen beobachtet worden zu sein, daS genannte Gelaß in voriger Woche auf und blieb daselbst fast eine Woche verborgen, bi» er gestern Abend zufällig entdeckt wurde. O Darmstadt. 19. October. Hermann Sudermann erschien heute auf dem Hoftheater mit seinem Erstlingswerk, das ihm den Weg zum Theater bahnte, „Die Ehre" und hatte daffelbe ein außerordentlich zahlreiche» Publikum versammelt. Daß da» in erster Linie auf den Bühueneffect ausgehende Stück eingeschlagen, bewiesen die zahlreichen Hervorrufe de» Abend», die in erster Linie den Darstellern de» Heinecke'schcn Ehepaare-: Frl. Denkhausen und Herrn Biebeg, der Alma: Frl. Walther, sowie de» Grafen Traft: Herrn Hacker, galten. Ans 6>et Lett fih? -Le Lett. Vor 39 Jahren, am 22. October 1855, starb zu Kaffe! Ludwig Spohr, der König der Violinspieler. Im hohen Alter hatte er das Unglück, den linken Arm zu brechen, sodaß er sein geliebtes Instrument ganz bei Seite legen mußte. Spohrs „Concerte für Violine" und „Violinschule" schätzt jeder Musikfreund. Der Meister wurde am 5. April 1784 zu Braunschweig geboren. VerinLschtes. * Frankfurt a. M., 18.October. Ein interessanter Vorfall spielte fich dieser Tage zwischen zwei Brautleuten ab. Zur bevorstehenden Hochzeit hatte fich die Braut Stoff zu einem Brautkleid gekauft. Die Verlobung ging zurück, und der Bräutigam weigerte fich, zu zahlen. E» kam zur Klage. Da Zahlung-unvermögen vorlag. kam der Gerichtsvollzieher und wollte pfänden, fand jedoch nur da» bewußte Kleid vor. Diese» kam zur Versteigerung und fiehe da — der Exbräutigam löste eß mit 200 Mk. ein. Die Folge dieser Sinnesänderung war Versöhnung und Hochzeit. ♦ Ranenthal, 19. Oktober. Der WeingutSbrsitzer Wilhelms, der hier 82 Morgen Weinberg besitzt, deren Ertrag zu den besten und feinsten der ganzen Gemarkung und de» berühmten Rheingane» zählt, will in diesem Jahre gar nicht lesen, weil die Lesekasten sich höher stellen würden, al» der Erlös au» den Trauben. Eine so traurige Weinernte kennt der Rheingau seit Menschengedenken nicht. * Messung und Wägung vou Schulkindern. Der „Globus" (Herausgeber Dr. R. Andree, Verleger F. Vieweg u. Sohn in Braunschweig) schreibt: G. Salomon wendet seine Aufmerksamkeit der Meflung und Wägung von Schulkindern zu, wie deren praktischen Consequenzen für die Lösung einiger hygienischer Schulfragen (Differt., Jena 1898). Untersuchungen über die verschiedene Entwicklung je nach der Lage der Ferien im Juli oder August und nach ihrer Länge wären sehr zu wünschen. In Betreff der Osterferien scheint e» geboten, anzunehmen, daß ihre stetige Verlegung auf den Monat März von Vortheil wäre. Ferner glaubt Berfaffer betonen zu sollen, daß, vom wedicinischen Standpunkte au» betrachtet, entweder der Unterricht erst mit dem siebenten Lebensjahre beginne, oder daß wenigsten» eine ärztliche Untersuchung aller Schulkinder vor dem Eintritte in die Schule erfolge, damit die schwächeren ein Jahr zurückgestellt werden — oder daß die Kinder in dem ersten Schuljahre nur wenige — drei — Stunden in und für die Schule beschäftigt werden, wa» ja auch an vielen Orten bereit» der Fall ist. Sicher hebt fich der Umstand au» allen Untersuchungen heran», daß die zwei bi» drei Jahre, welche der Pubertät vorhergehen, durch schwache Entwicklung gekennzeichnet find. Da» neunte bi» zwölfte Jahr ist eß hauptsächlich, welche» dringend Schonung erheischt, und eß ist anzunehmen, daß diese Schonung dem Körper viel Nutzen bringt, dem Unterrichte aber keine-weg» schaden würde, da die nächsten Schuljahre einer um so befferen und intenfivereu Ausnutzung fähig wären. * 3m physiologischen Institut der Universität Bonn wurden vor Kurzem intereffante Versuche angestellt, durch welche der Aufwand von Kraft beim Radfahren festgestellt werden sollte. Die Versuche wurden auf einer speciell für diesen Zweck hergestellten Bahn von 250 Meter Länge angestellt. Einer Veröffentlichung de» Internationalen Patent- burrau» Carl Fr. Reichest, Berlin NW. 6, entnehmen wir über die erhaltenen Resultate Folgende»: Ein Fahrer, deffen Körpergewicht 70 Kgr. betrug, benutzte eine Maschine von 21,5 Kgr. Gewicht, auf welcher er mit einer Geschwindigkeit von 15 Kilometer in der Stunde fuhr. Er verbraucht für jeden durchfahrenen Meter 4,8 Cub.Centimeter Sauerstoff. Fuhr er dagegen nur mit 9 Kilom. Geschwindigkeit, so nahm der Sauerstoffverbrauch um 6 pCt. ab, während er bei einer Steigerung der Geschwindigkeit auf 21 Kilo», um 18 pCt. stieg. — Gleichzeitig wurden Controlluntersuchungen an Fußgängern angestellt, die einen VergleichSmaahstab ergeben sollten. Man fand, daß ein Radfahrer, welcher mit mittlerer Geschwindigkeit fährt, 72 Liter Sauerstoff verbraucht, während der Fußgänger mit nur 59 auskommt. Darau» folgt, daß der Kraftaufwand beim Radfahren etwa 22 pCt. höher ist, al» bei einer Fußwanderung. Der Mehraufwand wird nicht etwa durch daS zu bewegende höhere Gewicht verursacht, sondern vielmehr durch den Widerstand der Athmosphäre. Daher kommt e» auch, daß dieser Mehrverbrauch in ganz augenscheinlichen Beziehungen zu der Geschwindigkeit der Fahrt steht. • Die Lese» vnd Redehalle der deutschen Studenten in Prag feiert am 24. November 1898 da» Jubiläum ihre» 50jährigen Bestehen». Am 23. November Abend» ist Begrüßung der auswärtigen Festgäste- 24. November Mittag»: Fahnenweihe, Festversawmlung - Abend»: Festcommer»- 25. November Abend»: Festvorstellung im Neuen deutschen Theater. Ein von zahlreichen deutschen Profefloren, Politikern, Studenten usw. unterzeichneter Aufruf ladet zu dieser Feier ein, mit der zugleich eine Schillerfeier verknüpft ist. In dem Ausruf werden die Verdienste der Lese- und Rete-» Halle für da» Deutschthum sowie für die Geiste»- und Herzen-r- bildung der deutschen Studentenschaft geschildert- am Schluffe heißt eS: ,,E» ist bekannt, unter welchen drangvollen Vrr- hältniffen da» Deutschthum Prag» fich treu und tapfer behauptet und alle seine Kräfte daran setzt, großen Ueberüefernngeo gerecht zu werden und seinen Angehörigen die nationale Zukunft zu sichern. Die treuen Volksgenossen verstehen darum gewiß die Bedeutung der Feier, die wir begehen, und der Zwecke, die wir in den Tagen feierlichen Gedenkens vor Augen haben. Und so geben wir uns auch der Zuversicht hin, daß sie alle dem bedeutungsvollen Feste, zu dem wir sie hiermit einladen, ihre volle Theilnahme entgegenbringen und die mit der Feier verknüpften Unternehmungen in vielbewahrter nationaler Treue und Opferwilligkeit nach Kräften fördern werden." ♦ GoetheStandbild in Straßburg. Man ersucht un» um Abdruck de» folgenden Aufrufs: DaS kommende Jahr 1899 bringt den 15 0. Geburtstag Goethes. Unvermindert und unvergänglich glävzt der Ruhm unsere» größten Dichter», den zugleich die Weltliteratur zu ihren besten Namen zählt. Goethe zu feiern hat Sttaßbnrg ein besondere» Anrecht. Die Universität nennt ihn ihren berühmtesten Studenten. Da» Münster ist von ihm zuerst wieder al» ein Denkmal wahrer und großer Kunst gepriesen worden. Straßburg und da» Elsaß hat er4tl» Grei» noch in einer Schilderung voll Liebe uvd Schönheit verherrlicht. Hier hat Goethe die Vollkrast seiner Jugend erlangt. Hier ist er al» Dichter von zierlicher Tändelei zu stürmischer Empfindung fortgeschritten. Hier hat er „Götz" und „Faust" geplant. Diese herrliche Jüng» lingSgestalt würdig und dauernd vor die Augen der Nachkommen zu stellen, wird eine reizvolle Aufgabe für den bil° denden Künstler sein. Längst und von verschiedenen Seite« erwogen ist der Gedanke, dem jungen Goethe in Straßburgs ein Standbild zu errichten, im vergangenen Juni angeregt und jetzt mit vereinten Kräften in Angriff genommm worden. Mit der Bitte um Beiträge dazu wenden wir un» an die Bewohner des Elsaß: mögen fie Goethe da» begeisterte Lob ihrer Heiwath vergelten! Wir wenden un» an die deutschen Studenten: fie dürfen mit Stolz auf Goethe al» daS Vorbild edlen Wiffendrange» und frischer Jugendlust Hinweisen. Wir wenden un» an jeden Deutschen, der deutsche $rt und Kunst liebt, — an die Gebildeten der ganzen Welt, denen Goethe frohe Stunden geistiger Erhebung bereitet hat. Dem Comitv, an deffen Spitze al» Protector der greife Groß- Herzog von Sachsen-Weimar steht, gehören die Träger der vornehmsten Namen im geistigen und öffentlichen Leben Deutschland» an. Beiträge werden bei der Bankcommandite Kaufmann, Engelhorn & Co. in Straßburg, sowie bei der Bank für Handel und Industrie in Darmstadt und deren Filiale in Frankfurt a. M., ferner bei Herrn Bankier Alexander Meyer Cohn in Berlin, Unter den Linden 11, und Herrn Commercienralh Dr. Moritz in Weimar n. A. m. in Empfang genommen. ♦ Die Verwendung von Fahrrädern im militärische» Dienste. Bei der Feld- und Fußartillerie waren Fahrräder bisher osficiell noch nicht eingesührt. Nach einer dieser Tage erfolgten krieg-ministeriellen Verfügung sollen jedoch auch von jetzt ab Fahrräder bet diesen Waffengattungen eingesührt und dafür geeignet erscheinende Leute im Fahren damit ausgebildet werden. Die betreffende Bersügung besagt, daß jede Abtheiluug der Feldartillerie vorläufig ein Fahrrad zu erhalten hat, und jede» Bataillon der Fußartillerie soll deren zwei erhalten. Außerdem erhält aber auch jedes Infanterie-Bataillon zu den schon vorhandenen noch zwei weitere neue Fahrräder. Mit der Lieferung der be- willigten neuen Fahrräder ist eine leistungsfähige Fabrik in Düffeldorf betraut worden. Bor der Abnahme der neuen Räder find dieselben zuvor von einer Commission zu prüfen und erst bei tadelloser Beschaffenheit abzunehmen. • Eine Melodie für da» beste Mosellied. DaS Trar- bachrr Casino schreibt jetzt die Bedingungen für den musikalischen Wettbewerv au», der sich an die von unß in ihren Ergebnissen erwähnte Concurrenz um da» beste Moselweinlied knüpfen soll: Unter den preisgekrönten Liedern hat der Tonjttzer die Wahl. Die Melodie soll womöglich volkSthümlich gehalten sein. Zunächst wird nur Melodie mit Begleitung gewünscht. Bei der Einsendung an daS Trar- bacher Casino soll der Name deS Tonsetzer» in geschloffenem Briefumschlag enthalten und Umschlag wie Lied mit einem Merkspruch bezeichnet sein. Die EinsendungSfrist läuft mit dem 31. December 1898 ab. Al» Preis find 500 Flasche» der Jahrgänge 1893 und 1895 ausgesetzt. Sollten mehre« Compofitionen al» gleich gut preisgekrönt werden, so wird der Preis getheilt. Da» Lied bleibt Eigenthum de» Ton-- setzer», doch wird die BeröffentlichungSbefugniß aller Compofitionen ausbedungen. ♦ eine SchiffScatastrophe. Der deutsche Dampfer „Trinidad", der mit einer Ladung von Feuerungsmaterial für dil deutsche Flotte in Ostaficn von Hamburg nach Kiautschor unterwegs war und dort al» Hulkschiff benutzt werden sollte, ist, wie nunmehr in Bestätigung früherer Annahmen festgestellt wurde, in der Straße von Formosa einem schwere» Taifun zum Opfer gefallen. Da» Deckhaus mit alle» Signalflaggen wurde von den Wogen fortgeriffeu, sodaß eß der Bemannung schwer war, den vorüberfahrenden Schiffe» Nothfignale zu geben. Zwei Dampfer fuhren vorbei, ohne die schlimme Lage der „Trinidad" zu bemerken. Endlich brachte der englische Postdampfer „Rohilla" den Schiffbrüchigen Hilfe, nachdem diese bereits zwei Tage auf Schiffs- zwieback und Waffer angewiesen gewesen waren. Trotz de» hohen Seegange» gelang eß endlich doch zwei Boote» der „Rohilla", an die „Trinidad" heranzukommen und die ganze Bemannung von 20 Personen einschließlich eine» Fahrgastes, sowie ihre Privatsachen zu retten. Der Capitän ber „Rohillo" ließ seinem Collegeu von der „Trinidad" empfehlens seinen Dampfer wom-glich zum Sinken zu bringen, wenn c< ihn verlassen wolle, damit er in der von Fahrzeugen allr« »° DÄ «»'“VtH D«* W«. V iligl ’ffloiiO» %4:| icl > lcftQü» bow BDj:: ldad g Do» ’,a jrfrt®' a « ®!" *.n S-!""' d,r »” ”n üss# **s Soll ’5 tln »°° C Lj- f”'Ä e“! c:S ®ä: " W*' «**'.1 IätS* W «...1 bl® *ttSi L5Z? S"ä=: Ä?e?®*‘w- Dal ■ ein Dtntmal »ahn .,D' Tkchul, unb bat ttaw WbttM! voll Li^r \. ^°«hr blt Mhtv «alt Wtt voll jlttiidtt bön8 !o'tstslhcktrv. f)ltr E' y henllchr >8. vor blt Äugen btt Rafr iiöoHt Änfgabe ffc bin bü> lh voll betriebenen 6tha * Sotiht la Stratzbllts bergangenen Jual angtn|i i ÄDfltlff gtnoDiinin Borltr. u wtoben wir mI all bli Goethe bas begeisterte Lot vrobell uni au btt beuWr I auj Sotthe all bal 801 Mu Jugenbiust hlunefru ^chen, brr brutlchr Art cd en der gaazeu Leit, btou Llhebung bereitet hat. tn Protector der grelle s>, gehören blt tiign kr unb öffentlichen Lebeor^ i der BankcoimM taf* :afebnrg, sowie bei in W )arwstadt unb tarn 1 Herrn Baoiler llt^enba den Lioben 11, unb hem Tßdmar u. ss. ®. io S-psao, lahrrabe» in ittW iattittttit waren ^hrrr» )tt. Nach einer dieser I* | Utu Verdung leta ;6btt bei diestll S°ffr°S°N' teigurt erscheinellbe Lem « n. Vie betreffende SB,°'-i , atlbatHGtrl{ wrMl idel Bataillon der Satzar^ Wtm »M aber im fN w*“ta" 1'!j , irr »«--»»- i» (tor ßommlfP»“ I“ f"üi dt abjunc?««1, », ftldltrt. *•" !'«»",7« jwfes < «*S ”|CW** »- 8* 5 onWW1, t„, fö»' pidM"’? X« ll*V Are belebten Strafet neu Formosa nicht eine Befahr für die Schifffahrt würde. Diese« Rathe leistete man dadurch Folge, daß man den Verschluß der Eentrifngalpumpe entfernte. Da die ,Irinlbob* bereits ziemlich voll Waffer «ar, fo konnte ■tn annehmen, daß fit wtnige Stunden, nachdem sie preis« gegeben worben war, finken würde. Die Bemannung des deutschen Dampfers sprach sich sehr lobend über die Äet und Weise aus, wie die englischen Boote bei de« hohen Seegang geführt wurden- auch war fit für die freundliche Aufnahme dankbar, die fie auf dem Postdampfer fand. * Echatlea Frost unb anhaltenbel Schneetreiben brachten bie letzten beiden Tagt In den Provinzen Ost- und Wcst« Preußen, Posen und Pommern. Wie der „Brand. (Bet* berichtet, sank In Rdhn unb in Kreise Könitz das Thermo« Meter auf 6, tut Kreise Brandenz und in Rnmmelsburg i. P. gar auf 7 Grad unter Rull- bei Briesen war das Erdreich bereits einen Zoll tief gefroren, bei Neustettin trugen Tümpel und Teiche schon eine fingerstarke Eisdecke. In vielen Orten, fo tn Köslin und Filehne, hielt das Schneetreiben den gaozeu Tag an- bei Schlappe lag der Schnee drei Lenttmeter hoch. An vielen Stellen haben die noch auf de« Felde stehenden Zucker« und Runkelrüben, Kartoffeln, Kohl, ferner tn den Bärten die Aepfel auf den Bäumen durch den harten Frost großen Schaden gelitten. Einen traurigen Eindruck machen in den Bärten die noch Rosen tragenden Sträucher und die mit bunten Blumen besetzten Beete, die nun mit Schnee bedeckt find. Das Laub fällt überall vorzeitig in Mafien von den Bäumen. Da viel Viehweiden vcrfchueit find, mußte bas Vieh eingestellt werden, während es z. B. im vorigen Jahre bis tn den November hinein auf den Weiden blieb. * 3n Sachen bei Unterganges bei Dampferi „Mohegan" erklärt ein Falmouther Marinesachmauu, bei den ManacleS« Klippen existire zuweilen eine starke magnetische Strömung welche vielleicht den Eompaß des Dampfers ableitete und den Navigatious-Jrrthum veranlaßte. • Zwei Kinder im Most erstickt. Aus Clermont« Ferrand wird gemeldet, daß dieser Tage zwei sechs« bis siebenjährige Knaben in ein Weinfaß stiegen, um zu spielen. Dabei rührten fie die gährenden Traber um, an deren Aus« düustungen fie erstickten. Ihre Leichen wurden erst einige Stunden später entdeckt. • Der Spielclub irn Kursaal von Ostende ist geschloffen. In Folge des Beschlnfies der Stadtverwaltung von Ostende, jeden am Ort befindlichen Spielclub mit einer halben Million in besteuern, hat der Club im Kursaal seinen Betrieb ein« gestellt. Die Aufregung darüber ist im Badeort, der von den Spielern die Haupteinnahmen hatte, natürlich groß. Die meisten und namentlich die zahlungsfähigsten Fremden kamen des Spiels wegen nach Ostende.^ _ • Der Teufel in Setzkasten. Ein Leipziger Blatt enthielt dieser Tage, wie der ,Sladd." mittheilt, folgende merk- würdige Notiz: „Paris, 10. October. Heute Vormittag herrschte überall Ruhe. Die Zahl der Arbeiter, die die Arbeit sortsttzen, ist dieselbe wie am Sonnabend. Nur ein Trupp LuSständiger versuchte, auf einem Bauplatz ovvvvvvv" WW WWWaationaln bffpkz eniatx tot eniatt rdgo dgovdgov thätige Arbeiter zum Niederlegen der Arbeit zu verleiten.* — Was mag dem Setzer plötz'ich zuo'Koßen fein? Wissenschaft, Literatur und Kunft. — Der Kunstwart, die von Ferdinand Avenariu- im ®tr« ' läge von Georg D. tü. Callwey tn München hcrausgegcbene Ha>b- nonalSfchau übtr Literatur, Theater, Musik, bildende und angewandte Zünfte (viertelt 2‘t Mk.) dal während feine« vorigen Jahrgangs bie Zahl seiner Abonnenten mehr al« verdreifacht und kann deshalb i einen neuen, den zwölften Jahrgang, wiederum mit einer wesentlichen Erweiterung beginnen. will fortan nicht nur über Kunst chreidkn, sondern Kunst auch zeigen, b. h. er fügt seinen kritischen srtikeln Proben au« gediegenen Dichtungen in Vers unb Prosa, ; Silber hervorragender Me ster in guten Reproductionen und mit KotenbeUagen auch auSgewähite Tonstücke unserer besten Componisten >et, während er diese Werke zum großen Theil zugleich durch eine lbesprechuno dem Verständnisse näher führt Auch die Abtheilung .Rundschau" soll zu einem reichhaltigen Ur dec blick über alle« Wichtige msgedildet werden, daS in Dichtung, Musik, bildenden und ange- oandien Künsten g.schieht, während die DarstellungSart durchaus I :»icht iehriarne Trockenheit, sondern Frische, Munterkeit, Geist unb ' »Scherz bevorzugen will. So haltet dem Kunstwort nicht« mehr vom .Fachblatf Character an, er will ein Hausfreund werden jede« wirk- ich Gebildeten, der ihm für seinen privaten Kunstschah zugleich da« Veste zuträgt, wa« er finden kann. Detzbalb bittet er auch jeden vkklich Gebildeten, sich ein Probeheft oorleaen zu lasten, die Der- agsbuchhandlung Georg D. W. Callwey in München versendet olche auf eine Postkarte hin ganz unentgeltlich. — Der Daheim-Kalender für 1899 bringt wieder Interessante« mb Wistenwerthe« tn reicher Fülle. „Auf des Königs Befehl, eine Erzählung au« der Chronik von Paiewalk", von H. v. Kraule, führt kn Leier tn bie Tage Friebrich Wilhelm I. zurück; „Der kluge kelltng", von Cbarlotle Niese, ist eine jener humorvollen Schilber- mgen au« dem Holsteinischen Volksleben, bie Ch. Niese so schnell I »ekannt und beliebt gemacht Haden. Beide Erzählungen sind hübsch fluftrirt. Hosprebiger Rogge bat aus Anlaß der Wiederkehr ihre« nierhunberisten Geburtstage« Katdarina von Bora, Luthers „Käthe", 'teschildert: Profestor Leopolb Witte widmet den Franckeschen Stift, mgen einen Aufsatz: Pastor Otto Funke schrieb: „Der Abel beS 'Christen unb seine Pflichten". In dem ben Jnieresten der Frauen «ewibmeten Theil be« Kalenb.-rS beantwortet her Director beS Dia- Idnistmhauses in Altona Pastor Th Schäfer bie Frage: „Wie wirb man Johanniterfchwcster." Au» ben zahlreichen gemeinnützigen Artikeln sei auf ben Aufsatz . „Mieth- unb Pachtrecht nach bem neuen ärgerlichen Gesetzbuch" noch be’onber« hingewtesen. Die sehr iorg- SUlig gearbeitete Genealogie bringt bie Porträt« der beutschen Fürsten rmb ihrer Gemahlinnen unb auch bie Todtenschau bringt eine große 'Inzahl Bllbniste; wie benn der illustrative Schmuck be« Kalenber« überhaupt wteber sehr reich ist. Vier sa> dige Blumen-Aguarelle von K. Klein nnb besonders hübsch. Der Daheim Kalender, der ja in melm deutschen Häusern al« ein lieber Hau-freund mit Spannung erwartet wird, eignet sich auch ganz vorzüglich dazu, als ein Weih- : «chtSgeschenk verwendet zu werden. , Dntoerfitäts - N/, Uhr: Pfarrer Schlosser. Bormittaas 11 Uhr: Kinderkirche für die MatthäuSgemeinde. Pfarrer Schlosser. Nachmittags 5 Uhr: Stehe JohanneSkirche. In der Johanneskirche. Bormittags 9>/, Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Bormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannes- gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. Abends 5 Uhr. Pfarrer Euler. Beichte und heil. Abendmahl für die LucaS« und Johannes« gemeinde. Anmeldungen vorher bei den Pfarrern erbeten. Montag den 24. Dctober, AbendS 8 Uhr: Bibelstunde im Confirmandeniaal der Johannestirche. Brief an die Kolofier, Cap. 1. Gruß, Danksagung wegen des ZustandeS der Gemeinde, Fürbitte. Pfarrer Dr. Naumann. Im Confirmandensaal, Neustadl 61t DonnerStag den 27. October, Abends 8 Uhr: Bibelstunde. 1. Cor. 12, von den geistlichen Gaben. Pfarrer Schlosser. Sonntag den 23. Oclober, Abends 8 Uhr: Bereinigung der confirmirten männlichen Jugend der MatthäuSgemeinde. Da daS gewöhnliche Local anderwerweit benutzt ist, so wird die Zusammen« kunft diesmal im Confirmandensaal gehalten. Dienstag den 25. October, AbendS 6 Uhr: Vereinigung der confirmirten weiblichen Jugend ber Marcusgememde im Schwesternhaus (Lonystraße). »«ttzalfsche Sem,laße. SamStag den 22. October. Nachmittags um 4 Uhr und AbendS um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. Sonntag den 23. October. 21 Sonntag nach Pfingsten, vormittags von 6«/e Uhr an: Gelegenhett zur heil. Beichte. „ um 7 Uhr: Die erste teil. Tietje; vor und tn derselben Austheilung der heil. Communion. „ um b Uhr: Die zweite heil. Messe; „ um S>/, Uhr: Hockamt mit Predigt. Nachmittags um 5‘/i Uhr: Christenlehre; darauf Rosenkranzandacht mit Segen. An den Wochentagen ist täglich des AbendS um «>/, Uhr Rosenkranzandacht mit Segen. Neueste Nachrichten. Devefche» be« Sure« „Herold". Berlin, 21. October. Aus Pofen kommt die Mrldoug, daß der Oberpräfident Freiherr v. Wilamowttz Müllen« dar ff feinen Abschied genommen habe, unb daß als fein Nachfolger der Mtnisterial-Director Im Eultus-Mtnisterium, Dr. Kügler, der auch Mitglied der Anfiedelungs Commisfion für Wefiprenßen unb Posen ist, auSersehen fei. Berlin, 21. Oktober. An« Paris wird dem ^Kleinen Journal" telegraphirt, es befestigt sich wehr und wehr die Aaficht, daß das Cadinet angesichts der politischen Lage in der Kammer eine Mehrheit erhält. Viele Gemäßigte find für Brifion, wenigstens bis zur Entscheidung des Eaffations- Hofes. Nach LockcoyS Rückkehr von der Flottendefichtigung wird eine Demonstration gegen England erwartet. Kola, 21. Oktober. Die „Köln, ßtg/ schreibt zu der Besitzergreifung NiutschwangS durch Rußland, das Vorgehen Rußlands bletbe ein bedenklicher PrSeedenzfall. Mau könne aber annehmen, daß die rnsfische Regierung sich erst nach reiflicher Ucberlegung dazu verstanden habe. Man gehe vielleicht nicht febl in der Berwuthung, daß eher die Palast-Revolution in Peking den Anlaß gegeben habe, China die Absichten und die Poluik der russischen Regierung ins Vedächtniß zu rufen. Wien, 21. Oktober. Der Kaiser wollte erst am SO. ds hierher kommen. Ja Hofkreisea erregt es Aufsehen, daß der Kaiser nun schon heute eintrifft, um den auf der | Reise nach Livaria hier elngetrofi-nen Grafen Murawiew in besonderer Audienz zu empfangen. Da auch der htefige rusfifche Botlchaftrr Graf Kapoifi heute aus Adbazia hier einrrifit und u»raf Golachowsky gestern zurückgekehrt ist, fo wird angenommen, daß dringende Angelegenheiten zu berathen find. Wien, 21. Oktober. Murawiews Anwesenheü in Wien gilt der Besprechung der Abrüstung««Conferenz, doch verlautet an unterrichteter Stelle, daß auch die übrigen schwebenden Fragen, insbesondere die Candidatur de« Prinzen Georg für Creta zur Sprache kommen werde. Wien, 21. Oc.oder. Der erkrankten Wärterin, welche den an der Pest gestorbenen Diener varisch gepflegt hat, geht es schlecht. Die Temperatur ist gestern gegen Abend gestiegen. Eine zweite Wärterin ist nicht gerade krank, fie kia-t aber über Uebelkeit. Bndapest, 21. Oktober. Blättermeldungen zufolge ist die Sparkaffe in Neuhäusel in Verlegenheiten gerathen. Da» Aktienkapital beträgt 300000 Gulden, die Spar-Einlagen 2>/, Millionen Gulden. Die Budapester Banken find bestrebt, ein Arrangement herbeizuführen. Lemberg, 21. Oktober. Wie die B ätter melden, wurde in Ropczycr ein Reservist, der flch renitent benahm und deßhalb von einem Gensdarmen orrettrt wurde, von diesem mit dem Bojonnett erstochen. Paris, 21. October. Wie der ,6oir* meldet, befindet sich auf der Festung Mont Valerien cn Offizier in Haft, dessen Name noch Geheimniß ist. Die Verhaftung foll mit der Drehfu«.Sache zufammenhängen. Paris, 21. Oktober. Utber die Abrüstungsfrage verlautet, bisher haben alle Großmächte, England ausgenommen, und auch die meisten kleinen Staaten ihre officielle Betheiligung an der Conferenz zugesagt. Das Datum, au welchem dieselbe abgehalten werden foll, wird gleich nach der Rückkehr des Zaren nach Petersburg und nach vorherigem Einvernehmen mit Frankreich festgesctzt werden, wahrscheinlich für Mitte December. Paris, 21. Oktober. Die gemäßigten Republikaner sind empört über die unerwartete Versetzung der P.äfecten von drei Departements. Brisson wird flch hierüber beim Zusammentritt der Kammer zu verantworten haben. Er dürfte deßwegen viel eher als durch jede andere politische Frage gestürzt werden. Paris, 21. Oktober. Der Minister des Auswärtigen Delcassü wird für den Fall, daß beim Zusammentritt der Kammer die Faschodafrage angeschnitten werden sollte, auf die Frage eingehen. Paris, 21. Oktober. Die erste Lieferung der Broschüre des sozialistischen Führers Rousset ist erschienen. Dieselbe enthält mehrere interessante und bis jetzt unbekannte Thatsachen Über die Haltung des Generals Mercier und des Obersten Dupaty de Clam. Toulon, 21. Oktober. Kurz vor der Vorstellung brach in einem hiesigen Theater eine Feuersbrunst aus. Glücklicherweise befanden fich noch keine Zuschauer im Saal. Mehrere Logen wurden durch den Brand verwüstet. Das Feuer wurde durck die herbeigeeilte Feuerwehr gelöscht. Brussel, 21. Oktober. Der Generalstabschef und Oberbefehlshaber der Miliz-Truppen, Capouillet, hat seine Entlassung eingereicht. Loudon, 21. Oktober. Die englischen Zeitungen berichten ausführlich über die angeküadigten französischen Flotten- rüst un gen. Hier hört man wenig von großen Vorbereitungen. Nur die ^Pall Mall Gazzette^ will erfahren haben, daß tn der köiigl. Gewehrfabrik in Enfield eine außergewöhnliche Thätigkeit herrsche. Cs wird mit Ueberzeit ge arbeitet und die Waffen mit Beschleunigung hergestellt. Der Ministcrrath wird wahrscheinlich nicht vor Ende November zusammentreten, außer, wenn die Faschoda Frage sehr acut werden würde, vorläufig herrscht unter den Ministern volle« Einverständniß Über da« Verhalten gegen Frankreich. Belgrad, 21. Oktober. In dem Dorfe Biotfchanska wurde der Bürgermeister aus politischer Rache ermordet. Konstaniiaopel, 21. Oktober. Gestern unternahm daS Kaiserpaar tn einem LoxuSzuge eine Fahrt auf der von Dentfchen erbauten und betriebenen anatolischea Eisenbahn, nm die Teppichfobrik des Saltans zu befichtigen. — Staat«- secreiär v. Bülow hatte gestern eine lange Unterrebung mit dem ruffischen Botschafter. A Mainz, 21. Oktober. Der Kölner Nachtzug ist vor der Einfahrt in den hiefigen Bahnhof auf einen Güterzug gefahren- Paflagiere wurden nicht, dagegen ehr B'ewier lckwer verl-tz» Der Postdampfer „Kcnfingion" der „Red Star Line" tn Antwerpen ist laut Telegramm am 18. October wohlbehalten tr> New« Aorl anarfonunen- — Für den Eonsumenten ist e« nicht leicht, au« len vielen heutzutage angebotenen Fabrikaten etwa« herauszufioden, wa« seinen Zwecken entipticht. Schuhfeit und Wichse z. B. weiden in fo vielerlei Arten osterirt, daß der Eoniument thatfächlick nicht mehr weiß, wa« er verwenden soll. Gentner'« Wichse und Gentner « Schuhfeit tn roihen Dosen mit dem Kaminfeger dürsten «ber, wa« Qualität an- belangt, kaum von irgend einer anderen Marke erreicht werden unb eft wird daher ba« confamirenbe Publikum beim Einkauf wohl daran thun, di.s Fabrikate stet« zu bevorzugen. 951 Drucksachen, Aechutmge», Aacture«, Hirculare, ZSriefsogr», Amschtäge mit Iirmeudruck fertigt billig Sröhl'scht Wv.-Sllch- >. SteinUrmfeerri, Schrrlflraße 7. zeigL hiermit ergeben st an. Gnauth. 10507 Ne in allen Größen. 10473 Waarenhaus Adolf Baer 10228 Seltersweg 53, Ecke der Goethestraase Anton Koch Kaisergarten Alicestrahe 18, I. vermiethen. 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Wichsteder-Knopfstiefel per Paar Mk. 5.50. ttw1 “ ,t 8«>"* Montag» Sonntag den 23. October 189S, Abends 8Vs Uhr: Vortag des Herrn Pfarrer Euler: Die Bedeutung der Heimath für das Volksleben. Zahlreiche Betheiligung auch seitens der Angehörigen unserer Mitglieder sehr erwünscht. 10501 Der Vorstand. Täglich frische Sendung holhs. Tafelbutter bei A. & G. Wallenfels 534 Markt 21. Telephon 46. Ein braves Mädchen vom Lande sucht zur Erlernung des Haushalts per ersten November d. I. bei einer guten Familie, am liebsten bei alleinstehenden, älteren Leuten ohne Vergütung eine Stelle. Familienanschluß ist bedingt. Offerten sind unter H. 10483 an die Expedition dieses Blattes abzugeben. 10485] Eine bedeutende Fahrradfabrik, erstklassige Marke, sucht für Gießen und Umgegend tüchtigen Ä Vertreter, welcher über geeignete Lokalitäten verfügt, unter sehr günstigen Bedingungen. Offerten mit Angabe von Referenzen unter F. O. K. 293 an Rudolf Mosse, Frankfurt a. M. KMkdtt-HkrrkN-Zchnükstlchl per Paar Mk. 10.50. Wichsledkr-AchlliirSikfll per Paar Mk. 8.— . Den Kmpfang sämmlticher Winter - Fchuhnmaren Bekanntmachung. Dienstag den 25. October l. I., Bormittags 11 Uhr, soll im hiesigen Schlachthaus eine große Grube Stallmist öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 20. October 1898. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ‘"ft20 Mi*. M litt M I S N S». K.'A "di.- Zwiebeln (schöne Winterwaare) heute Samstag zu haben. 10471 Marktlaube Nr. 4. Krautfässer Bezugnehmend auf die Annonce vom 19./IO. erkläre ich hiermit, daß ich überhaupt nicht im Geschäft des David Isenberg thätig war, weil Isenberg selbst nur für die Wwe. Loewenstein handelt und so gut Knecht ist, wie ich er auch war, und überhaupt vom Geschäft nichts sein nennen kann. 10475 Achtungsvoll Markus Loewenstein. Bekanntmachung Auf Beschluß der Stadtverordneten-Versammlung bringen wir hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß 1. der für die „Schießgärten" im Jahr 1878 aufgestellte Bebauung«- plan mit Ausnahme der zwischen Rodheimerstraße und Gleiberger- weg gelegenen Strecken der Schützenstraße und Krofdorferstraße wieder aufgehoben und l m w , a 2. für die Rodheimerftraße neue Sttaßen- und Baufluchtlinien fest- gesetzt werden sollen, dabei aber zunächst nur der zwischen dem Neustädte:thor und der Happel'schen Besitzung gelegene Theil zum Bebauen eröffnet werden soll. Der Entwurf des neuen Fluchtlinienplanes liegt bis zum 30. k. Dtts. auf dem Stadtbauamt offen- binnen gleicher Frist sind etwaige Einwendungen gegen den obigen Beschluß der Stadtverordneten-Versammlung bei Meldung des Ausschlusses bei uns anzubrtngen. Gießen, den 20. October 1898. 10508 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. _______________ Im November erscheint: Gedanken und Erinnerungen von Otto Fürst von Bismarck. 2 Bände in Leinwand gebunden Preis Mk. 20. Bestellungen nimmt schon jetzt entgegen: Fehsenfeids Univ.-Buchhandlung Ang. Frees Verein Einigkeit. Samstag den 22 Oetober, Abends 8 Uhr: Henerakversammtung im Vereinslocal. 10472 Der Vorstand. Theater-Verein. Erster Theater-Abend. Donnerstag den 27. October, Abends 8 Uhr präcis, im Festsaal (Leib’scher Saal), Wallthorstrasse: „Was ihr wollt“. Lustspiel in 5 Acten von W. Shakespeare. Gast: Frau Auguste Prasch-Grevenberg aus Berlin. ■Q’ll . in der Musikalienhandlung Ernst Challier (Rudolphs Nachf.), .Dlllt)Lb • ßowie an der Abendkasse: Loge Mk. 4.—, Erstes Parquet Mk. 3.50, Zweites Parquet Mk. 2.25, Studentenkarten Mk. 1.—, Schülerkarten Mk. 0.40, Gallerte Mk. 0 60. Für Mitglieder nur im Vorverkauf (bei weiterem Bedarf): Loge Mk. 3.50, Erstes Parquet Mk. 3—, Zweites Parquet Mk. 2.—. 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