Locale, an- Provinzielles. Gieße«. 21. Juli 1898. • • (trnennung. ©eine Königliche Hoheit der Trotz- Herzog haben Allergnädigst geruhr, am 16. Juli den Dr. med. Adolf Würth ans Ober-Flörsheim zvm dritte« Arzte an dem Landelholpital mit dem Amtßtitel „Oberarzt" zu ernennen. • * Bon der Uuiverfität. Die diesjährigen Ferien- curfe für practische Serzte an der Universität Gietzen werden in der Zett vom 26. Teptember bis incl. 8. October abgehalten. • • ParlamentarifcheS. Zn dem Antrag der Abgeordnete« Dr. Schröder, Dr. Schmitt und Genoffen auf Erhöhung des jährlichen SraotSzuschufseS an die evangelische und an die römisch-katholische Kirche deS GrotzherzogtbumS, wird beantragt: Die Kammer wolle Grotzh. Regierung ersuchen, noch diese« Landtage eine Vorlage zu 189S Freitag den 22. Juli Erstes Blatt Nr. l6» Gießener Anzeiger Ipo*' General-Unzeiger Amts- und Anzcigcblutt für den 'Kreit Gieren Gratisbeiluae: Gießener Familienblätter Beir.: MM 1. 2. a ß T ES 1* Sanihme von Anzrigrn zu der Nachmittag- für den ätzenden Lag erscheinenden Nummer bi- Bonn. 10 Uhr. Alle Anzcigen-Bermittlung-ftellen de- In- und ÄaMeeW nehmen Anzeigen für den Vießener Anzeiger entDoGM. trat während der letzten zu Tage. Sie hat aber denn die Antworten der noch völlig im Dunkeln. Grschciui tLgNch out Ausnahme del MontagS. Gegenwehr veranlaffen werden. Die Stimmung in England Parlamentsverhandlungen deutlich schwerlich Besriedigung gefunden, i-Bäder. !er-Abtheilungm 3.50 Mk, [enbäber 5 Mk. Die Vießener AamikieuölLtter Werden dem Anzeiger Wöchentlich viermal beigelegt. IteHctien, Expedition und Druckerei: Sch.kßr.ge »r. 7. Im Norden von Peking und ebenso im Süden werden beträchtliche Theile des chinesischen Reiches dem dauernden und bestimmenden Einflutz des Zarenreiches unterstellt. Die Ein- zelheiten dieses Abkommens hat der Telegraph gemeldet. Rutzland wird in die Lage gesetzt, die Eisenbahnlinie Peking- Schanhaikwan völlig in Aussicht und Controle zu nehmen, ebenso die Linie Peking-Hankau. Die letztere Bahn werden bekanntlich die Belgier bauen, doch sollen alle Streitfragen der Entscheidung der französischen Gesandtschaft unterliegen. Da die Franzosen und Ruffen gemeinschaftlich in Asien gegen England handeln und Engländer als bittere Feinde betrachten, o ist es klar, datz diese letzten Errungenschaften den Staatsmännern an der Themse zu denken geben und dirselben zur nach G'etzen und zurück in die Hetmath; bei dem Transport bei Viehes auf dem Lande: a für Bullen: Berlin, 20. Juli. Unterstützung del Deutsch- thumS ln Nordschleswig. Die Staatsregierung scheint daS Deutschthum in NordschleSwig durch Ankauf größerer Besitzungen unterstützen zu wollen. Die Regierung wird die angekauften Besitzungen zu Staatsdomänen machen. DaS Gut BarSbüll bet JelS ist bereits vom Staate erworben, und der Ankauf des Gutes Röddtnggaard steht unmittelbar bevor. Die Commiffare des landwirthschaftlichen Ministeriums haben weitere größere Besitzungen im Kreise HaderSleben besichtigt. ES verlautet, daß dem Landtag eine Vorlage über die Ausdehnung der Wirkungen des AnsiedlungSgesetzeS auf Schleswig Holstein unterbreitet werden soll. Berlin, 20. Juli. Im „Vorwärts" wird berechnet, wie viel von 100 abgegebenen Stimmen in den 32 Wahlkreisen, die die Social dem okratie im ersten Wahlgange erobert hat, für ihre Candidaten abgegeben find. Der Procentsatz steigt von 50,82 in Frankfurt a. M. bis auf 73,09 in Berlin IV. Der Procentsatz ist gegen 1893 gestiegen in 25, gesunken in 7 Wahlkreisen, nämlich in Glauchau, Stoll- berg, Reuß ä. L., Auerbach, München II, Sonneberg und Gotha. ausgestellte Th'ere weder p amiirt noch verkaufe worden find, aufgefordert, ihre etwaigen Ansprüche auf die oben bezeichneten Wegvergütungen bis längstens 1. Anguf ds. Js. bei dem Unterzeichneten schriftlich anzumelden. El wird ausdrücklich bemerkt, daß nach dem 1. August dl. IS. angrmeldete Ansprüche nicht wehr berücksichtigt werden können. Gießen, den 20. Juli 1898. Der Director des LandwUthschastlichkn BezirkSvereinS Gießen. E. Jost, Rech'Sanwrlt. I. für Rübe und Riader die Hälfte dieser Sätze, werden deßhalb hiermit diejenigen Aussteller, deren aus Gemeinden unter 1 Stunde von Gießen entfernt 3 Mk. pro Stück, aus Gemeinden vor 1—3 Stunden von Gießen entfernt 4 Mk. pro Stück, aus Gemeinden über 3 Stunden von Gießen entfernt 5 Mk. pro Stück; Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. bl. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen an die evaugel. Kircheuvorstäude des KreiseS. Der späteste Termin für die Ablieferung der Kirchen- »echnung an Sie ist auf Ende August festgesetzt. Da dieser Termin vielfach Seiten! der Rechner nicht «ingehalten worden ist, beauftragen wir Sie, dieselben entsprechend zu bedeuten und uns die ersolgte Abgabe bis zum 1. September l. I anzuzeigen, etient. zu berichten, daß ter Ablieferungstermin vom Kirchenrechner nicht eingehalten wurde. Die Rechnungen müffen Ihrerseits bis spätestens «Ende September an Großh. OberrechnungSkammer, Justificatur II. Abtheilung, eingereicht werden. Mit der Anzeige an uns ist gleichzeitig der Nachweis über den an den evangel. SentralkirchenfondS adzuliefrrnden Aeberschuß deS Einkommens der Pfarrstelle einzusenden. Der aufzustellende Nachweis des UeberschuffeS muß genau der Vorschrift des Amtsblattes Großh. Ober-ConfistoriumS Rr. 14 vom 17. Juni 1884 entsprechen. Wir machen endlich noch besonders daraus aufmerksam, daß d e Filialzemeinden. welche ihre GehaltStheile an den Kirchenfonds der Pfarrgemeinde abzuiefern haben, von Aufstellung und Vorlage del obenerwähnten Nachweises ent» bunben find. v. (Sagern. 66$ lB 19$ 101> Deutsches Reich. Berlin, 20. Juli. Tarifkrieg mitRußland. Ob- gleich die amtliche Verfügung beS rusfischeu Finanzministers bezüglich gewisser Zollerhöhungen gegen Deutschlanb ergangen ist, find nach einer Mittheilung auS Petersburg bie Grenz- zollämter noch nicht angewiesen worden, die in Betracht kommenden deutschen Waaren nach dem erhöhten Tarif zu verzollen, so daß diese Waaren bisher noch nach dem alten Tarif eingehen. Man schließt in Petersburg daraus, daß ruffischerseits noch nicht alle Hoffnung aufgegeben fei, mit Deutschland zu einem Einvernehmen zu gelangen. ?.,tw,rkun8 ta Cob] Ausland. Gens,20.Juli. Der Strike der Bauhandwer'ker nimmt einen beunruhigenden Character an. Die Strikende« besetzten einige Baustellen, von denen fie durch Gendarmerie vertrieben wurden, und warfen einige Wagen mit Material um, denen fie begegneten. Deshalb hat die Regierung energische Maßregeln ergriffen und Infanterie nnd Caoallerie unter die Waffen gerufen. Gestern Nachmittag gab eia spanischer Anarchist einen Revolverschuß auf die Gendarmerie ab; der Thäter wurde verhaftet. Paris, 20 Juli. Die diesjährigen großeuManöver, an denen das 8. und 13. Armeecorps und die 6. und 7. selbstständige Cavalleriedivlfion theilnehmen, finden an de« Grenzen der Departements Allier, Saone-et Loire nnb N sore statt. Sie beginnen am 7. September und schließen am 17. mit einer großen Truppenschau vor dem Pnäfidenten bei MoulienS. An den Hebungen werden rund 50000 Man« unter der Leitung des Armee-JnspecteurS, General de Nügrter, theilnehmen und zwar 16 Regimenter Infanterie, 14 Regimenter Cavallerie, 4 Regimenter Artillerie, 1 Genie-Regiment und die üblichen Hilfsdienste. Madrid, 20. Juli. General Chinchilla von der liberalen königStreuen Partei soll mit der Bildung eines neuen Eabinetl betraut werden. Kopenhagen, 20.Jali. Die Kaiserin-Wittwe von Rußland hat über den Zustand deS Großfürsten Georg wieder so beunruhigende Nachrichten erhalten, daß die geplante Reise hierher aufgeschoben ist. Petersburg, 20. Juli. Der englische Marinereformer, Contre-Admiral. Lord Charles Beresford, hat sich, englischen Blättern zufolge, von angeblich verläßlicher Seite Angabe« über den russischen Flottenplan verschafft, wonach während der Jahre 1898—1903, abgesehen vom gewöhnliche« Haushalt, 320000000 Mk. aus Schiffsbauten verwandt werden sollen. El sollen gebaut werden: 8 Schlachtschiffe erster Klaffe, 6 Kreuzer erster Klaffe, 10 Kreuzer zweiter Klaffe, 1 unterseeisches Minen-Transportsch'ff, 1 Torpedo- Transportschiff, 20 Zerstörer und 30 Torpedoboote. Belgrad, 20. Juli. Der Finanzminister Popovice hat, wie aus Nisch gemeldet wird, seine Entlassung gegeben wegen del Mißerfolge! bei dem Versuch, die restirende« Rententitres zu begeben. I« . bis- Bekanntmachung. Nach Beschluß bei «ulschuffel del Landwirthschaftlichen Vczirklvereiu! Gießen soll denjenigen Viehzüchtern auS dem Kreise Gießen, welche bei der am 16. und 17. ds!. MtS. babter stattgehabten ViehanSstellnng Vieh ausgestellt hatten und weder eine Prämie erhalten, noch daS betreffende Vieh verkaust haben, an! der Kaffe des Landwirthschaftlichen Bezirk!« -Vereins Gießen die nachverzeichneten Wegvergütuugeu VtvwttW »ierleititzrtrch 2 Mark 20 Pf,. mmatlid) 75 mit vringrrtsho. vti 2 Mark 50 vikrleliätzettch. Minister laffen die Angelegenheit Unb wenn auch Vereinbarungen mit der Generaldirection der chinefischen Eisenbahnen getroffen fein sollen, wonach Englands Theilnahrne an der chinefiichen Nordostbahn gefichert wäre, welche von Peking nach Niutschang, der Hauptstadt der Pro« vinz Liaotong zu führen bestimmt ist und wenn selbst mit der rusfisch'chinefischen Bank ein ähnliche! Abkommen wirklich de- steht bezüglich der Bahn, welche die Stadt Tschingting mit Taiyen einst verbinden wird, so ist damit noch herzlich wenig gewonnen. Denn wie weit diese Mitwirkung stattfinden wird, ist nicht gesagt; die Ruffen und Franzosen aber werden jedenfalls dafür Torge tragen, daß die englischen Ansprüche nicht unmäßig werden und ihren eigenen Jntereffen zuwiderlaufen. WaS daS Vordringen der Raffen im Süden Chinas erleichtern dürfte, da- ist der Umftaub, baß bie Fortführung der Linie Tschingting-Tai^nen btl S ngansu am Hoangho diese Eisenbahn in unmittelbare Verbindung mit der großen nach Centralafien führenden Straße setzt. Dadurch und durch die Linie Peking-Hankau wird eS dem Zarenreich möglich werden, Truppen nach China zu befördern und vöthigenfall! die Pläne der Engländer im Thale bei Yangtfeklang zu vereiteln. Die englischen Minister haben bet jeder Erörterung der ostafiatischen Frage im Parlamente immer wieder die Erklärung abgegeben, baß der Yangtsekiang unter allen Um- ständen die Grenze der britischen Einflußsphäre sei, welche niemals Überschritten werden würde. ES scheint aber doch, all würde die geschickte rusfische Diplomatie diese Wünsche der Engländer nicht sonderlich achten. Die Errungenschaften der Briten im Süden China» verlieren durch die Abmachungen der Ruffen mit China erheblich an Werth, ja machen dieselben zum Theil illusorisch. Die Verschärfung deS Berhältniffeö beider Staaten ist unter diesen Umständen nur natürlich. So darf man wohl anuehmen, daß der politische Wettstreit, den England mit Rußland in Asien kämpft, auch jetzt nicht zu einem blutigen Zusammenstoß führen wird. England wird auf andere Weise Genugthuuug suchen und vielleicht auch finden. El wird den Russen Hinderniffe bereiten, wo sich nur irgend eine Möglichkeit bietet und die Verlegenheit des Feinde! für fich ver- werihen. Vielfach wird der Aufstand in Turkestan mit englischen Machenschaften in Verbindung gebracht, die, wenn fie ihren Ursprung in London haben, jedenfalls recht umsichtig in'! Werk gesetzt wurden. Diese jüngste Erhebung im russischen Asien liefert den Beweis, daß das Zarenreich keineswegs so sicher dasteht, wie allgemein in Europa angenommen wird, und daß die Engländer es verstehen, den wunden Fleck ihres Feinde» zu treffen. Die Entwickelung der Dinge vollzieht fich in Asien auffallend schnell. Die Auftheilung China» macht rasche Fortschritte und daS Ende ist vorläufig nicht abzusehen. Aber die letzte und endgiltige Waffenentscheidung wird vermuthlich noch längere Zeit auf fich warten laffen. M. N. N. auSgezahlt werden: ' die Kosten de! Transports der Thiere per Bahn n taifonprtiö mit Wä mb W l“3|bwwt Saufbaum ic. angM len. ein ItQÖÜOtt Bennerll^. bei E,nit ----- 125» Rußland und England in China. Raum oetgefet eine ffioebe, ohne bafe bie Beziehungen Rußlands und England« Im Ost-n »Ren« neue und über- »alchende Einzelheiten hervorbringen. Nicht lange ist e« her, da wurde da« »btommen zwischen @r.#lonb und Shina be- rannt gegeben, nach weichem die ersteren We, hai-wei al« bauernde- Pach.odjee. e:hielten. Bald daraus kam eine weitere Kunde. Die Beiten erwarben im Süden Ehlna« ein (gebiet von einigen hundert Ouadratmetlen. In der Um« geaend Hongkong« wollen die Engländer Besestignngen er. richten um R« vor Ueberraschnngen aller »rt zu sichern und womöglich einen festen Siützpunkt zu gewinne«, von wo au« sie weiter in« Innere dringen. Trotz aller Versicherungen von der Newa her, daß Ruß- land diese Erwerbungen wenig berühren und daß eS die Eng- länder keineswegs hindere, konnte man mit Sicherheit einen G-aemua erwarten. Die Antwort des Zarenreiche! ist denn auch reckt bald erfolgt und zwar in völlig unzweideutiger Weife. Wie bekannt, hat Rußland die Chinesen vermocht, die Controle über einige Eisenbahubauten ihm zu überlaffen. uli 189R (Wallthorstr.) •. onesrt xreppenstuse" r billig dessen, kkufabrik- »r, Silben^ teW**8 isfl *,x ' clL Amtlicher Theil. Oiefeen, den 20. Juli 1898. De« Termin für die Einsendung der Kirchen- rechnungen pro 1897/98. Selle Bl* Juli: :rt Segment».Capelle ' 7275 en fich tsräumc 7285 wachen, durch welche die regelmäßigen Beiträge deS Staate» an die evangelische Landeskirche und an die römisch-katholische Kirche der Diöcese Mainz, mit Wirkung vom 1. April 1899 an, entsprechend, jährlich und dauernd erhöht werden. — Zn dem Antrag de» Abgeordneten Köhler (Lang»dorf), den Aufkauf der Wasserrechte im.GroßherzogthumHessen durch den Staat betreffend, beantragt der Ausschuß, den Antrag vorerst für erledigt zu erklären. ** Nachträgliches von der Berbaudsanßstellung. Zu dem Berichte über da» Gießener Verbandsfest ist noch nachzutragen, daß in der Aliceschule sich ein Mädchen au» Laug-Gön» in dem in hiesiger Gegend üblichen Brantschmuck aufgestellt hatte. Diese» Mädchen wurde von den Allerhöchsten Herrschaften angesprochen und der Schmuck sehr bewundert. Ihre Königliche Hoheit die Großherzogin äußerte, daß sie einen derartigen Brautschmuck noch nie gesehen habe, und erkundigte höchstdieselbe sich bet der anwesenden Putzmacherin über da» Nähere de» au» Bändern und Perlen bestehenden Hang». ** Rene 20 Pfeunigstncke 98er Prägung befinden sich jetzt in Umlauf. Sie find gerippt, und man könnte sie, weil sie auch von derselben Größe find, für 5O-Pfennigftücke halten. Die Zahl 20 ist viel kleiner al» auf den anderen Stücken. ** Fürsorge für die Eifenbahubediensteten. Schon früher ist von der preußischen Staatseisenbahn-Verwaltung dafür gesorgt worden, daß ihren Bediensteten, die ihre Ruhezeit nicht in der Häuslichkeit zubringen können, in geeigneten, wohnlichen Unterkunftsräumen auch Gelegenheit zur Erwärmung ihrer Mahlzeiten und Herstellung erfrischender Getränke gegeben werde. Da diese Bestrebungen unter Anderm auch eiue Einschränkung de» Besuche» der an den Bahnhöfen belegenen, die Zwangslage de» Personals au»- uutzenden und zum schädlichen Genuß geistiger Getränke in den Dienstpausen nur zu oft verleitenden Wirthschaften bezwecken, soll neuerdings untersucht werden, ob e» nicht im Interesse der Bediensteten liegt, in den Aufenthaltsräumen oder an einer sonst geeigneten Stelle der Bahnhöfe Canttnen eiuzurichten, in denen gegen mäßigen Preis gute Speisen und Getränke, auch Bier — jedoch unter grundsätzlichem Ausschluß sonstiger Spirituosen — feil geboten werden. ES kommen dabei hauptsächlich solche Stationen in Betracht, auf denen Bedienstete in größerer Zahl regelmäßig zu längerem Aufenthalt außerhalb ihrer Häuslichkeit genöthtgt und auf den Besuch der BahuhofSwirthschaften oder nahegelegener Schenken zur Befriedigung ihrer leiblichen Bedürfnisse angewiesen sind. Derartige Einrichtungen sollen indeß nicht allein dem außerhalb der Heimath thätigen Personal dienen, sondern soweit ein Bedürsnlß dasür besteht, auch den an ihrem Wohnort beschäftigten Bediensteten. Besonder» in den Werkstatt»- betrieben, aber auch auf großen Stationen mit zahlreichem Personal kann im wirthschastlichen Interesse der Bediensteten die Einrichtung von Speiseanstalten und Erholungsräumen nur erwünscht sein. •• Schuldienst - Nachrichten. Am 22. Juni wurde dem SchulamtsaSptranten Friedrich Tbling au» Bechtheim eine Lehrerstelle an der Gemetdeschule zu Flomborn, Krei» Alzey, — an demselben Tage wurde dem SckulamtSaSpiramen Georg Weber au» Groß Umstadt die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Raibach, Kreis Dieburg, — am 29. Juni wurde dem Schullehrer Georg Carl Sehrt zu Erbenhausen die Lehrerstelle au der Gemeindeschule zu Ruttershausen, Kr. Gießen, — an demselben Tage wurde dem Schullehrer Joseph Deubler zu Lampertheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bieber, Krei» Offenbach, — an demselben Tage wurde dem SchulamtSa-ptranten Georg Rohe aus Eberftadt eine Lehrerstelle an der Gemetndeschule zu Freimersheim, Kreis Alz»y, — am 30. Juni wurde dem Schulamt»- aSpiranten Georg Wendel au» Laudenau eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Babenhausen, Kreis Dieburg, — am 6. Juli wurde dem SchulamiSa-ptranten Wilhelm Trink aus au» Fränkisch.Crumbach eine Lehrerstelle an der . Gemetndeschule zu Raunheim, Kreis Groß-Gerau, übertragen. w. Staden, 20. Juli. Gestern Nachmittag trieb in dem durch unser Städtchen fiteßendeu Arm der Nidda ein kleine» Kind. Der hiesige Bürgermeister Braun sprang ohne Besinnen ins Wasser und zog e» heraus. ES gelang ihm nach kurzem Bemühen, das Ktod wieder ins Leben zurückzurufen. — Der Korufchnttt har tu hiesiger Gemarkung gestern begonnen. Da das Korn kreuz und quer liegt, kann e» nicht gemäht werden, weil mau dabei zu viele Aehreu abschlagen würde. ES muß ohne Ausnahme mit der Sichel geschnitten werden. Da, wo e» sich früh gelagert hat, ist e» sehr leicht. Ortenberg, 16. Juli. Unser langjähriger Bürgermeister Herr Roth hat «egen Krankheit sein Amt utedergelegt. Bei der heute stattgefundeneu Neuwahl eine» Bürgermeister» wurde der bisherige Beigeordnete Herr Friedrich Hebbel I. mit 85 Stimmen gewählt. Der Gegencaudidat, Herr Stadt- rechuer Hilß, erhielt 72 Stimmen. Dom Hoherodttopf, 18. Juli. Heute fand hier bei herrlichem Sommrrwrtter die diesjährige Familienconferenz der evangelischen Geistlichen au» den an den Vogel», berg grenzenden Drcanaten statt, wobei auch andere Decanate vertreten waren. Die Zahl der Theilnebmer belief sich auf 80, unter ihnen der Superintendent unserer Provinz, Herr Prälat D. Habicht. Nach einer freundlichen Begrüßung der Anwesenden durch Herrn Decan Münch von Schotten, hielt Herr Pfarrer Dr. Grein an» Gießen einen Vortrag über da» Thema: „Der Pfarrer in der modernen Literatur". Er besprach nicht etwa die literarische Thätigkett de» Pfarrers, sondern führte aus Werken neuerer Schriftsteller die Gestalten evangelischer Pfarrer vor, wie sie dort gezeichnet werden. E» find meist traurige Zerrbilder, welche die Ver- treter der neueren Literatur auftreten lassen, und tritt bei denselben da» Bestreben hervor, mit dem Pfarrer die von dem Pfarrstand und der Kirche vertretenen Anschauungen selbst zu treffen. Daß man e» aber für der Mühe wrrth erachtet, in dieser Weise vorzugehrn, verräth zugleich, daß man die Kirche und ihre Anschauungen doch für eine Macht hält, die — und zwar durch Angriffe auf den Pfarrer — bekämpft werden muß. Nicht alle Schriftsteller stellen sich auf diesen feindlichen Standpunkt, aber fast durchweg beweisen sie, wie wenig tief sie die Ideen erfassen, welche der Pfarrer in seinem Amte vertritt. Aber der Vortragende giebt doch jedem Pfarrer anheim, sich zu prüfen, ob baß Ausgestellte nicht hier und da einen berechtigten Grund habe, und danach seine Amtsführung einzurichten. Der reichhaltige, klare und fein stilifirte Vortrag beginnt die Reihe der citirten Werke mit Wolf (Till Euleuspiegel), Arthur Ftttger, Höppner, wo der Pfarrer als Schmeichler, Heuchler und Kriecher nach oben dargestellt wird; ferner Ibsen („Gespenster", „Stützen der Gesellschaft"), der in dem Pfarrer die Menschenfurcht verkörpert sieht. Als Heuchler gilt der Pfarrer besonder» Gottfried Keller. Sehr verderblich har in dieser Beziehung gewirkt Kretzer» „Bergpredigt", wo der Pfarrer als der Bezahlte auftritt. Den Schluß machen Björnstjerne Björnsen und Sudermann. Dem Vortragenden wurde der gebührende Dank gezollt. — Hierauf begrüßte Herr Prälat D. Habicht die Conferenz uud theilte mit, daß er, nachdem S. M. der Kaiser von jedem Kirchenregiment einen Vertreter zur Einweihung der Erlöserkirche in Jerusalem eingeladen habe, seine Person vom hessischen Ktrchenregiment bestimmt sei, mit nach Jerusalem zu reisen. Die Reise beginne von Genua oder Triest über Briudifi am 18. October- zunächst werde Alexandria, Kairo besucht, die Pyramiden- dann Palästina, Jerusalem, die heiligen Stätten, Jericho, da» Tobte Meer- bann iheile sich die Gesellschaft in zwei Gruppen, deren eine nach Liberia», Nazareth u. s. w., die andere nach dem Libanon gehe. Am 31. October würde, al» am Reformation»- fest, die Einweihung der Erlöserktrche stattfinden. Der Sultan habe ein stattliche» Truppenaufgebot nach Jerusalem zur Ehrenbezeugung für den Kaiser beordert. Herr Decan Stock drückte seine Freude über die hohe Auszeichnung aus, die in dieser Einladung liege, und verficherte, daß die ge- sammte Geistlichkeit Hessens ihren geliebten Prälaten mit ihren Wünschen und Gebeten begleiten werde. — Im musikalischen Thetle wurden Vorträge für Tlavier, Flöte und Violine geboten, ebenso Gesang für Sopran - die Pfarrfamilie Weber zu Llch und die Herren Medert und Muhl machten sich in dieser Hinsicht um die Gesellschaft verdient- da» Pianino war wieder grat!» von der Firma Rudolph in Gießen gestellt worden. Auch der ctvile Preis der verabreichten Speisen und Getränke muß lobend hervorgehoben werden. Darmst. Ztg. Darmstadt, 20. Juli. Ueber den Lebenslauf unseres zurückgetretenen Finanzministers Weber, Exc., veröffentlicht die „Köln. Ztg." einen von wohlinsormirter Seite herstammen- den Aufsatz, in welchem, und ganz mit Recht, auf die hohen Verdienste hingewiesen wird, die fich Herr Weber um das freiwillige wie staatliche SanttätSwesen erworben hat. Wir entnehmen dem bezüglichen Aufsatz daS Nachstehende: Im Jahre 1868 wurde Herr Weber zum Vorsitzenden de- Hesst- schen Landes-Verein» vom Rothen Kreuz erwählt, welche Stellung er 30 Jahre lang bekleidet hat, und ist e» ihm gelungen, im folgenden Jahre den von Darmstadt aus seit 1867 angeregten und betriebenen Verband der sämmtlichcn deutschen Landesvereine unter dem deutschen Central-Comilö tu Berlin zu begründen, von welchem der hochsrltge Kaiser Wilhelm I. in seinem Dank-Edict von 1871 gesagt hat, „daß die Einheit DenschlandS in diesem Verband früher hergestellt gewesen sei, als die politische Einheit". Bet Beginn de» deutsch-französischen Krieges vom Fürsten Pleß zum Landes- delegirteu des Kgl. preußischen CommiflarS und Militär- Jnsp?cteurS der freiwilligen Krankenpflege für da» Groß- herzogthum» Hissen bestellt, hat Weber in dieser Stellung und als Vorsitzender de» hessischen Verein» die allgemein anerkannte Hilssthätigkeit unsere» expouirteu Laude» tu den Jahren 1870 und 1871 organtfirt und geleitet. Für diese Wirksamkeit auf dem Humanitären Gebiete der Kranken- und Verwundeten-Fürsorge wurde er schon 1869 durch Verleihung de» Kronen-Orden», 1871 durch Verleihung de» Eisernen Kreuze», de» hessischen Miltär-SanitätSkreuze», sowie sächsischer, bayerischer und württewbcrgtscher Orden ausgezeichnet. Anfangs de» Jahre» 1875 war Weber zum RetchögerichtSrath in Leipzig auSerseheu, doch unterblieb seine unmittelbar bevorstehende Ernennung, nachdem ec fich auf Wunsch des damaligen Minister» v. Hofmann und de» Mintsterialdirrctor» Frhrn. v. Starck bereit gefunden hatte, in baß hessische Ministerium de» Innern einzutreten, wo ihm zugleich der Vorsitz der Ober-Medicinaldirection übertragen wurde. Dieser Thätigkett Weder» verdanken wir die heute noch giltige und für viele Staaten vorbildlich gewordene ausgezeichnete Organisation unsere» staatlichen Tanitäts- wesen», welches mit dem 1. Januar 1877 in» Leben trat und ihren Schöpfer an die Spitze der im Ministerium neu begründeten Abthetlnng für öffentliche Gesundheitspflege stellte, der er bis zum Jahre 1884 Vorstand und mit der er eine für unser Land selten erfolgreiche Thätigkett entfaltete. Aus Hessen, 18. Jult. Eine Anzahl hervorragender Landwirt he au» Hessen haben fich dieser Tage mit dem Präsidenten de» hefftschen Landwirthschaftsraths, Herrn Krets- rath Haa»-Offenbach, nach dem badischen Oberland begeben, um fich dorten m den Hauptzucktgebieten Über den Stand, die Erfolge und die Einrichtungen der dorttgen Stmmenlhaler Viehzucht zu orteutireu. Ars» der Zeit für die Zeit. Vor 114 Jahren, am 22. Juli 1784, wurde in Minden der große Astronom Friedrich Wilhelm Bessel geboren. Durch feine Arbeiten ist es möglich geworden, die Bewegungen im Fixsternsystem zu ermitteln und zur Kenntniß der Entfernung der Fixsterne und selbst der Massen von Doppelsternen zu gelangen. Eine der hervorragendsten Errungenschaften der Astronomie in unserem Jahrhundert ist die Entdeckung des Planeten Neptun, dessen Existenz von Bessel zuerst behauptet wurde. Er starb am 17. März 1846 als Professor in Königsberg. * Ein Geretteter über den Untergang der vourgogne. Ein geretteter Oesterreicher von der Bourgogne, der in- zwischen in Wien eingetroffen ist, hat Mittheilungen über seine Erlebnisse gegeben. Der Gerettete heißt Heuschel und war Steuermann auf dem Unglücksschiffe. Er gab über die Katastrophe folgende Darstellung: Wir hatten New-Dork am 2. Juli verlassen und waren 18 Stunden unterwegs, als die Katastrophe südlich von Sable Island sich ereignete. In der kritischen Nacht hatte ich die Wache aus der Steuerbordseite und stand an den Mast gelehnt. Rings um uns herrschte dichter Nebel und tiefe, finstere Nacht. Außer den alle fünf Minuten ertönenden Signalpfiffen des Nebelhorns, welche das Seereglement bei Nebel vorschreibt, war kein Laut zu hören. Die Passagiere und die Mannschaft — die Wache ausgenommen — schliefen; Capitän Monde kam gegen 1 Uhr Nachts auf Deck, um wegen der bei Sable Island gelagerten zahlreichen und gefährlichen Sandbänke den Curs zu wechseln. Wir fuhren in der Richtung Nordost, vollen Wind vor dem Segel, mit einer Geschwindigkeit von 12 See- meilen in der Stunde. Da, gegen V32 Uhr Nachts, rief plötzlich der Ausluger auf Bug: „Segel an Steuerbord!" Capitän Monde, welcher dem fremden Schiffe ausweichen und in parallele Richtung mit demselben kommen wollte, befahl sofort: „Hart Backbord!" Doch war es bereits zu spät. Der Steuermann konnte das Manöver nicht mehr ausführen. Das fremde Schiff fuhr direct auf unsere Schiffsmitte los. Ein furchtbarer Stoß. ein dröhnendes Krachen, und das entsetzliche Unglück war geschehen. Es ist schwer, die nun folgenden ©eenen zu schildern. Capitän Monde wurde vom Schrecken so erfaßt, daß er vergaß, die Schotten zu schließen. Aus der Commandobrücke befindet sich nämlich ein electrischer Taster. Ein Fingerdruck auf diesen Taster hätte genügt, um sämmtliche Schotten zu schließen. Der Capitän rief nun unablässig in voller Verzweiflung: „Mon dien! Mon dien t Tont est perdu!“ Er hatte Überdies hohe, schwere Juchtenstiefel an, die ihn zu Fall brachten, als er von der Commandobrücke auf das Deck springen wollte. Dem Zusammenstoß der beiden Schiffe folgte augenblicklich wildes Angstgeschrei, denn durch das mindestens 10 qm weite Leck ergoß sich das Wasser wie ein brausender Wildbach in das Innere des Schiffes. Die Bourgogne hatte Korn geladen, das begierig das Wasser aufsog und so zu dem rapiden Sinken des Schiffes noch beitrug. Nach dem Zusammenstoß hatte sich die Bourgogne auf die Backbordseite gelegt, so steil, daß die Deckfläche fast vertical stand und zum Theil unter Wasser gerieth. In- folge dessen rutschten Alle, die auf Deck kamen, herab, und ertranken so auf dem Schiffe selbst. Dies geschah namentlich den zahlreichen Kindern italienischer Auswanderer, die mit ihren Familien an Bord der Bourgogne die Rückreise nach Europa angetreten hatten. Für die Nettungsaction selbst kamen von den auf dem Schiffe befindlichen neun Rettungsbooten nur die vier Boote auf der Backbordseite in Betracht, da infolge der starken Neigung des Schiffes die an der Steuerbordseite befindlichen Boote über das Verdeck hineinhingen, sodaß sie nicht in das Wasser gelassen werden konnten. Um die Plätze in diesen vier Booten entspannen sich nun furchtbare Kämpfe, die den panischen Schrecken noch vermehrten, von dem Alles erfaßt schien. Die Matrosen der Steuerbordwache stürzten sich augenblicklich auf die noch in der Luft hängenden Boote Eenes der Seile, an welchem das mir zunächst befindliche Boot hing, wurde von Jemandem gekappt. Die Insassen stürzten aus dem nun senkrecht herab- hängenden Boote ins Meer. Dann fiel das zweite Tau. Wie rasend stürzten die Matrosen auf dar Boot zu und hatten im Nu alle Plätze besetzt. Eine schauerliche Beleuchtung empfingen diese Scenen durch den in derKuche entstandenen Brand. Durch die Heftigkeit des Stoßes war das Feuer aus den Herden, auf denen eben der Kaffee für die neue Wache bereitet wurde, herausgeschleudert worden und theilte sich jäh dem in der Küche zum Trocknen aufgespeicherten Kleinholz mit. In dem Flammenscheine sah man deutlich die todbringende Verwirrung. In allen Sprachen hörte man um Hülfe rufen, und in die Schreie der Todesangst klangen die Flüche und das Wuthgeschrei der Passagiere, die durch die Matrosen gehindert wurden, die Rettungsboote zu erreichen. Die Italiener leisteten verzweifelte Gegenwehr und zogen ihre Messer. Die Boote, die für 30 Personen berechnet waren, trugen 70 und mehr Insassen; die in dem Boote saßen, lagen ober standen, eng aneinander gepreßt und jeder bereit, seinen Nachbar Über Bord zu stoßen, um sich selbst zu retten. Die Sicherheitsgürtel und die Schwimmhölzer, die vor die Brust gebunden werden, versagten fast vollständig. Die meisten fehlten überhaupt, und der Rest war unbrauchbar. Inmitten dieses Chaos stand eine Gruppe von drei polnischen Juden, ihres Zeichens Kürschner, welche die Gebetmäntel über dem Kopf, in fatalistischer Apathie des Todes harrten. Alle diese Scenen hatten kaum zwei Minuten gewährt. Da» Schiff begann sich auf die andere Seite zu neigen. Ich benutzte diesen Augenblick und sprang über Bord. Ich erfaßte dann den Rand eines der Rettungsboote. Sofort schlugen die französischen Matrosen mit Rudern auf meinen Kopf und auf meinen rechten Arm. Ich ließ aber nicht los und rief einem Italiener in feiner Muttersprache zu, mir ins Boot zu Helsen, was dieser auch mit aller Kraft that. Hierbei erhielt ich noch einige Hiebe auf den Nacken und den Rücken. Nun zog ich ebenfalls mein Messer, um mich zu wehren, und gelangte endlich in das Boot. Die Bourgoqne machte noch etliche Wendungen und versank endlich, einen weiten und tiefen Struddel ziehend. Mit ihr ertranken der Capitän, die Offiziere bis auf den dritten Maat, der sich reiten konnte, der Arzt, die Backbordwache, die ihre Schlafzeit hatte, daher zu jener Zeit unter Deck war, die auf dem sofort gesunkenen HL Ä»’S ’S? ö at Ben di-mU Wtf*t fich l*5” sllfim mr, M Md °"ch d«" mittag das mittags die f8t. falle die Manisch erfüllen könne, erzählt, MW dieDisciMigk, erklärlich * # ju ita 8 roch anM die« «MdieFörders -mMbesördert. roie-er mit 23 Ml Steiger Keil kam Marin bei Seite Die Steiger Kthn bereit. Im Einst er hätte ihm nod Färdrrfchair ab, Mfirhendrufehri baß ein UoftlMi für |o nnst, be erst am Tagr v geahnte In bem Da» erst am v fich au» dem p gezogen und di daS Victoriostö faust. Dort ts Faschinen mb wurde jedoch di dem Haimtz. m richlmM oerjo, 23 lofort tobt g hrrautgefchlkuder Dir tvvrbrv. Der W| DriM' Sssahrrv. Dir Angriff grvow schtvert. Dir mit furchtbare war bald mit belagert, ble Lebend zu 3 Tchmieutek au letzten Oelun, “ 0W#, Weit muld Miselt. Die °ls Schlich ve Ä, zu Ott« herrschte i "nUag wurde di "da"«. Dai ustattrt. ' Üt tu ««ch auch *er Ntt tau diese fyi 'M aber "HtlPting «i hi &1.- Sie jlt deinen zu , W z- rrs Sör « «Ä * «tote« J” J”« ««e “««fiele *e Bunbl ^Ändert m v b«8aoat*“ fiSfr* *4Ä* «Ne «.te*1 gelehnt Ä. St«w> *e Ktz M "NK be, Ä! btl vorschreibt .elhoru«, ®««»Ä A Ä“ A Ä4e 5®* hü®«< Ä «iWhh ben &«( eschwindigkert von 12 See. m>V^Wn "^gel an Steuerbord'- Ä? M Mweichei '««kommen wollte, be> «ar ei bereits zu spät. ?öei Nt mehr aussühren. f unsere SchissrMte lot öe§ Krachen, und dar ent-. H schwer, die nun sol. tön Deloncle wurde vm ; die Schotten zu schließen, ich nämlich ein electrischer sen Taster hätte genügt, n- Der CaMn ries nun e^on dien'. Mon dieul :buft hohe, schwere Juchten, als er von der Command» rllte. Dem Zusammenstoß icklich wilder Angstgeschrei, i weite Leck ergoß sich dar dbach in dar Innere der iorn geladen, dar begierig rapiden Sinken der Schisset enstoß hatte stch die Bour- so steil, daß die Deckfläche unter Wasser gerieth. Inns Deck tarnen, herab, und Dies geschah namentlist er Auswanderer, bie mr ^rgogne bie Mckreise not bie Ottungsnevvn M findlchw w MN Backdordseite in Bettacht. des Schisser die an der über dar Verdeck hineir- ier gelassen werden konnten, looten entspannen sich nun rischen Schrecken noch m schien. Die Matrosen °n genbltdlü ««fb,t “,4* i bet Seil«. «” B* L, mürbe wn Wb” 8 bem nm fenWt m fiel bai M Z* » auf b°« am i" un6 ■rÄüdie eittltanbenenSwn- 3, ba6 Jener * iorben unb t^te ch«« Ä«* Spt* bie >er W*L*i » ^’fie « jmtuajibeot iJI( die bereit er ä« tcttS jeu, »5, bie »” b“ » M W unbrauch^' der $$ kiei polnis^ ;®fL®ebe*ntelS eLuten ff® Abe- Seite zu erM >te. finen^Z i*,a %i«bei t Ä-«'“ 6be« man sich in einer Mädchenklasse Ruhe — nicht verschafft." Der Latein - Profeffor: „Da rauscht- schon wieder in den \ Schachtelhalmen . . . wer spricht, hat von vornherein nichtgenügend." Der griechische Profeffor: „Wern S' jetzt nicht bald Ruh' geben? Sonst sperr' ich a paar ein. A so a Tratsch'n!" Der Physik-Professor: „Die Freileins miffen stch aber ruhiger verhalten, sonst kann ich ja nicht priesen." Der frühere Geschicht-profeffor: „Ihr Geplauder ist sehr anmuthig, meine Damen, aber würden Sie vielleicht gestatten, daß ich auch — einen Augenblick spreche?" Der gegenwärtige Geschicht-profeffor: „Ihr schwätzt'- in einem fort —- und dann könnt'- Ihr gar nix. So ist dem." Diese Notiz in der Kneipzeitung verräth aber vielleicht mehr, als den Ver- fafferinnen lieb ist, die Einstimmigkeit der Profefforen bezüglich des Mangels an — Schweigsamkeit bei ihren Schülerinnen. • Der Capitän eine! großen transatlantischen Dampfer! machte unlängst die Bemerkung, daß er ein steinreicher Mann sein könnte, wenn er so viele Zwanzig-Markstücke besäße, wie es — nach Ansicht der zahllosen Reisenden, die er bereite an Bord seines Schiffes gehabt — Heilmittel gegen die Seekrankheit gäbe. Jeder Reisende scheint etwas Besonderes zu wiffen, besten Anwendung von unfehlbarer Wirkung sein soll, sobald stch das „schauderhaft unheimliche Gefühl" bemerkbar zu machen droht. So behauptet ein wohlgenährter Sohn des schönen Sachsenlandes, daß man, wenn man der Seekrankheit wirksamen Widerstand entgegensetzen wolle, beständig etwas „gauen" müsse. Er selbst besorgte dies auch mit rührender Gewistenhaftigkeit, indem er unablässig seine Kinnbacken in Bewegung setzte. Der gute Mann blieb allerdings von jedem Uebelsein verschont, doch würde dies wohl auch ohne sein „probates Mittel" der Fall gewesen sein. Eine junge Dame, die bereits die ersten Anzeichen der Krankheit zu fühlen glaubte, wandte stch in ihrer , Angst an den Capitän mit der Bitte, daß er doch einen seiner Matrosen, der dieselbe Fahrt schon dreimal gemacht, ohne die Seekrankheit zu bekommen, beauftragen möge, sie zu „küssen". Der Kuß eines solchen erprobten Seemannes sei das einzige Mittel, das helfen könnte. Da das junge Mädchen sehr hübsch war, meinte der Capitän schmunzelnd, daß er selbst die Fahrt auch schon oft genug munter und gesund zurückgelegt habe und ein Kuß von ihm sicher ebenso helfen würde Erröthend ließ die Schöne es sich gefallen, daß der forsche Seemann ihr ein paar derbe Seemannsküste I gab, und tapfer beherrschte sie dann jede Anwandlung von Schwäche. Roch seltener dürfte das Mittel eines älteren | Herrn erscheinen, der sich bei den ersten Anzeichen einer I stürmischen See mitten auf Deck niedersetzte, eine Photographie I aus der Brusttasche nahm und sie mit einem merkwürdig I zornigen Ausdruck in seinem sonst sehr gemütlichen Gesicht I stundenlang anstarrte. Zuerst glaubte man, daß die Photo- I graphie die Angebetete des Herrn vorstellte, und hier und da I nickten sich die Leute bereits bedeutungsvoll lächelnd zu. Da I wagte einer der Reisenden, nach der Ursache seines sonder- I baren Benehmens zu fragen, und bereitwillig erklärte ihm I dieser, daß er das Bild seines ärgsten Feindes betrachte, um I sich durch die bitteren Gefühle, die dieser Anblick in ihm er- I wecke, gegen die Seekrankheit zu schützen. Ein anderes männ- I liches Individuum machte sich aus Furcht vor dem Hebet I gar einer strafbaren Handlung schuldig. Eines schönen I Morgens entdeckte nämlich der Capitän, daß man in seine I Cajüte eingebrochen war und seine beste Uniform gestohlen I hatte. Die Sache erregte sofort großes Aufsehen, und die I Matrosen hielten überall Rachsuchung. Endlich sah man die I vermißte Uniform aus der Gegend der Schiffsküche daher- I geschwankt kommen, und die darin besindliche Person näherte I sich, eine Schlangenlinie beschreibend, der Reling. Beim I Anblick des todtblassen Gesichts verrauchte der Zorn dcs I bestohlenen Capitäns, der nun mit Lächeln die Entschuldigung I des Missethäters entgegennahm. „Ich habe immer geglaubt, die Capitänskleidung fei fo eingerichtet, daß die Seekrankheit I Einem darin nichts anhaben könne", stammelte der Mann; I „aber ich merke schon, daß ich mich geirrt habe Sie können I die Uniform sofort zurückbekommen, Herr Capitän, mir hilft I sie ja doch nichts." ♦ Die Roseuernte in Bulgarien ist heuer, rote aus Kasanlik gemeldet wird, um ein Drittel schwächer als im Vorjahre ausgefallen. Das Pflücken und Kochen der Rosen- blätter ist beendet; die Qualität des Rosenöls ist sehr gut, der Preis 650 bis 700 Francs für das Kilogramm. • Ueber die Trockenlegung bet pontinifchen Sümpfe schreibt man dem „B. B. C." au» Rom, 13. Juli: „Zu wieder- holten Maten ist auf da- Project de» preußischen Major« I v. Donat zur Trockenlegung der pontinischen Sümpfe hin- I gewiesen worden. Da» Project ist auf dem besten Wege, verwirklicht zu werden. Die Besitzer der Sümpfe haben ein Consortium zur Ausführung bei Projectes gebildet, doch I fehlte bisher noch da» vöthige Capital. Seit einigen Tagen I verweilt nun, all Vertreter deutscher Capitalistrn, Graf I von Hatten Czapskt in Rom, der mit dem Confortium erfolg- I versprechende Verhandlungen wegen Ausführung der Trocken- I Ifflnna anqffnüpft bat." Theile des Schiffes schlafenden Cajütenpaffagiere und das ( Mafchinenperfonal. Das letztere dürfte verbrannt fein, da < auch aus den Keffeln die heiße Gluth herausgefallen fein ’ mußte. — Henschel behauptet auch, nebst der schon in früheren | Berichten erwähnten Engländerin fei noch eine Frau, eine I deutsche Gouvernante, gerettet worden, und »war in demselben Boote, in dem er sich befand. Friedrich Henschel theilte ferner mit, daß die Bemannung der Bourgogne meistens aus Cotfen | bestand. Die Disciplin auf dem Schiffe fei die denkbar schlechteste gewesen. Das Schiff war auch mangelhaft ausgestattet. Obwohl erst in jüngster Zeit erbaut, hatte die Bourgogne nur eine Schraube, während die modernen Dampfer fast alle zwei Schrauben besitzen. Ueber jeder Coje soll ein sogenannter „Lebensretter" angebracht sein. Auf der Bourgogne haben die meisten Lebensretter überhaupt gefehlt, und nach Angaben Henschels soll erst auf je drei ober vier (Sojen einer I entfallen sein. Der Seevorrath, der nach dem Seereglement sich auf jedem Rettungsboote befinden muß, bestand aus altem verschimmelten Zwieback, der von den Würmern schon ange- freffen war, und aus schlechtem Waffer. Aus den deutschen und auch den meisten anderen Schiffen wird täglich Vor- I mittags das „Klar an die Rettungsboote" und werden Rach- mittags die „Feuerposten" geübt, damit bei einem Unglücksfalle die Mannschaft geistesgegenwärtig und geschult ihre Pflicht erfüllen könne. Auf der Bourgogne fanden, kroie Henschel erzählt, überhaupt keine solche Hebungen statt, wodurch auch die Disciplinlosigkeit und Panik, die auf dem Schiffe herrschten, erklärlich werben. ♦ Zu dem Grubenunglück in der Paulusgrube bei Morgen- roth meidet bie „Breslauer Ztg." noch: Zweimal hatte de- reit« die För der schale nach dem Schuckmauuflötz je 25 Mann heruuterdesörbert. Eben sollte dieselbe zum dritten Male wieder mit 23 Mann und 2 Oberhäuern in die Tiefe gehen. Steiger Keil kam im letzten Augenblicke an, er schiebt einen Mann bei Seite und stellt sich auf die Schale zur Einfahrt. Die Steiger ttihm und Peterek find ebenfalls zur Abfahrt bereit. Im Einsteigen hält Herr Kihm seinen Collegen zurück, er hätte ihm noch Etwa» zu erzählen. Inzwischen geht die Förderschale ab, doch nur einige Sekunden vergehen und die I Umstehenden sehen das Seil nach oben schnellen. Sie empfinden, daß ein Uoglückssall geschehen, doch hält Niemand denselben sür so ernst, da ja Fangvorrichtungen vorhanden find, die I erst am Tage vorher erprobt wurden. Jndeffen ist da« Un* | geahnte in dem gräßlichsten Umsang zur Wirklichkeit geworden. Das erst am vergangenen Tage neu eingeschraubte Seil hat sich aus dem patentirten Seilschloß, genannt Klemme, herauS- gezogen und die 70 Ctr. schwere Doppel-Eiageschale ist durch da» Viciorioflötz nach dem Schnckmannflötz in die Diese gesaust. Dort ist eine feste, aus eichenen Balken mit starken Faschinen errichtete Bühne. Diese« gewaltige Hinderns wurde jedoch durchschlagen und die Schale blieb verbogen in dem Hainitz- und Pochhawmeiflötz hängen. Die Fangvorrichtungen versagten. Bon der 25köpfigen Mannschaft find | 23 sofort todt gewesen. Die armen Opfer sind zum Theil herausqeschleudert, zum Theil in der Schale hängen geblieben. Die Bergungsarbeiten find vom Kynafiflötz unternommen worden. Der königl. Bergrath Sättig, Bergwerksdirector Janik, Bergverwalter Kaintoch und Andere find sofort eingefahren. Die Rettungsarbeiten find mit aller Energie in I Angriff genommen worden. Doch waren dieselben sehr er- । schwere. Die Kunde von der gräßlichen Katastrophe hat fich mit furchtbarer Schnelligkeit verbreitet. Der Muastschacht war bald mit den Angehörigen der.eingefahrenen Mannschaften belagert, die händeringend und herzzerreißend jammerten. Lebend zu Tage gefördert wurden der Häuer Mathias Schwienrek au- Schömberg, der alsbald nach Empfang der letzten Oelung verstarb, und der Häuer Emanuel Kurek aus Orzegom, der nach Beuthen ins Knapplchaftllazareth befördert wurde. An feinem Auskommen wird jedoch ge» zweifelt. Die anderen Unglücklichen wurden leider nur als gräßlich verstümmelte Leichen, zum Theil ohne Köpfe und ohne Füße, zu Tage gebracht. Auf der Grube und im ganzen Orte herrschte eine gedrückte Stimmung. Im Lause des Nach- mittag wurde die Siaatsanwaltschast und der Lavdrath Dr. Lenz erwartet. Das königl. Oberbergamt hat alsdann dem Kaiser nach Norwegen von dem erschütternden Unglücksfall Bericht erstattet. * Die Abiturientinnen de» Wiener Mädchengymnafiuws veranstalteten kürzlich eineAbschiedskneipe. Dabei wurde natürlich auch eine Kneipzeitung hergestellt, über deren Inhalt Wiener Blätter ergötzlich zu berichten wiffen. Der Geist, in dem diese Zeitung redigirt ist, zeigt überall männliche Reife, verräth aber doch in gewissem Sinn die Weiblichkeit. Reit unsanft springen die jungen Studentinnen mit ihren Profefforen um. So bringt z. B. ein Auszug aus der Schulordnung: § 1. Die Professoren haben sich für ihr jedesmaliges Erscheinen zu entschuldigen. § 2. Die Schülerinnen durch ungeschickte Fragestellung in Verlegenheit zu fetzen, so daß es den Anschein gewinnen könnte, als ob sie nichts wüßten, ist strengstens verboten. § 3. Professoren haben sich den Schülerinnen gegenüber der größten Höflichkeit zu befleißigen, was besonders von Griechisch-Professoren gilt. § 4. Stört ein Professor durch unnütze Fragen die Schülerinnen in ihren Privatbeschäftigungen, so soll er eine strenge Rüge erhalten; im Wiederholungsfälle bekommt er das consilium abeundi. 5. Jeder Professor bezahlt für jeden schlechten Witz, den er macht, eine Krone. (Würde dieser Paragraph streng eingehalten, so könnte das Gymnasium von den Strafgeldern erhalten werden.) § 6. Die Professoren haben sich pünktlich eine Viertelstunde vor dem Glockenzeichen zu entfernen. Ein ausgezeichnetes Gedächtniß haben die jungen Mädchen, wenn es gilt, Aussprüche der Professoren — sog. „Kathederblüthen" — wörtlich anzuführen. So z.B.: „Wie oft habe ich Ihnen verboten, in meiner Stunde sich mit anderen Dingen zu beschäftigen. Ich sage es Ihnen zum letzten Mal, wenn Sie das durchaus in meiner Gegenwart thun wollen, dann warten Sie, bis ich draußen bin oder unterlassen Sie es ganz!" Der Wirklichkeit abgelaufcht ist wohl auch die Notiz: „Wie Scbiffsnacfyridpten* Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Carl LooS und I. M. Schulhot. Bremen , 20. Juli. (Per transatlarEen Telegr«b.j Der DoppelschrRubev-Postdamvfer Friedrich drr Große, C^Pt. M. Eich-, vom Norddeutscdcr Lloyd in Bremen, ist gestern 11 Ubr Abends woblbebalten Newyork enaefnmmen. Gottesdienst in der Synagoge. Samstag den 23. Juli 1898. Vorabend 7« Uhr, Morgens 8» Uhr, Nachmittags 4 Uhr Schrifterklärung, Sabbathausgang 9'* Uhr. Temperatur der Lahn und Lust nach Reaumur gemessen am 21. Juli, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags. Waffer 151 ° Lust 16'/,°. Rübsamen'sche Badeanstalt. Neueste tlacbricbtcit. Depeschen des Bureau „fcerolb*. Berlin, 21. Juli. Dem „Local-Anzeiger" wird von der Vesteraalskr-Dampfschlfffahrts-Gesellschaft «itgetheilt, daß die in der Nahe von Spitzbergen gefundene Flaschenpost nicht von dem verschollenen Lustschiffer Andree, sondern von der diesjährigen schwedischen Polar-Expedition unter dem Capitän Ernst Andree herrührt. Berlin, 21. Juli. Gestern ist hier der nationalltberale Reichstags- und Landtags-Abgeordnete Dr. von Cuny gestorben. Berlin, 21. Juli. In Bezug aus die durch die Presse gegangene angebliche Depesche des Kaisers an den Prinzregenten von Lippe hören die „Berl. Neuesten Nachr." von zuverläsfiger Seite, die Veröffentlichung des kaiserlichen Telegramm» sei nicht durch leitende L'ppe'ichr Stellen veranlaßt, sondern ohne ihr Wissen und gegen ihren Willen erfolgt. Auch sei der Wortlaut des Telegramm- ungenau wiedergegeben. Die „Deutsche Tages-Zeitungs dagegen erfährt aus sehr gut unterrichteter Detmolder Quelle, man glaube dort weder an die Thatsächlichkeit des angeblichen Anlaffes, noch an die des kaiserlichen Telegramm» selbst. Die „Neue Bayerische Landes Zeitung" sei also das Opser einer Mystificatiou geworden. Berlin, 21. Juli. Prinz Friedrich Leopold von Preußen wird wie verlautet, binnen Kurzem die Gar de-Caval-- lerte erhalten. Sein Nachsolger als Commandear der 4. Garde-Cavallerie Brigade soll Herzog Albrecht von Württemberg sein. Berlin, 21. Juli. Die vom Cultusminister in Ausficht genommenen Conf erenzen der Rectoren der Hniverfi- täten zur Besprechung der wichtigsten Hniverfitäts-Angelegen- heiten, sollen nunmehr beginnen. Die erste dieser Eon- serenzrn wird zu Anfang October bl. Js. stattfinden. Budapest, 21. Juli. Die Ernte-Resultate find in ganz Ungarn ü berraschend günstig. Budapest, 21. Jul. Vor einigen Tagen ging von hier ein Pilgerzug nach LourdrS ab. Gestern erhielten hiesige Angehörige von Theilnehmeru an dem Ptlgerzuge aus Lyon telegraphische Nachricht, daß die Wallfahrer, die man dort für Deutsche hielt, angegriffen und geschmäht wurden. Zwei Bauern aus der Umgegend von Ofen find getödtet worden. Ein Theil der Wallfahrer mußte fich auf Wagen retten. Paris, 21. Juli. Bei dem gestern zum Ausirag gekommenen Pistolenduell zwischen dem Redacteur der „Libre Parole", Guertn, und dem Journalisten de Bruchard wurde der Letztere leicht verwundet. Paris, 21.Juli. Der für gestern angeordnete Prozeß Zola gegen Jude Judet und Marimoni wegen Ver- leumdung des verstorbenen Vaters Zola wurde auf 14 Tage verschoben, während welcher Zeit das Gericht sich über die Comprtenzfrage entscheiden will. Paris, 21. Juli. Wie jetzt behauptet wird, soll Zola fich nach Luzern begeben haben. Dort war tndeß bis gestern Abend von Zola» Ankunft nicht- bekannt. Bologna, 21. Juli. Ein Postdampfer aus Calais stieß mit einem Fischdampfer zusammen, wobei der Postdampfer derartige Havarie erlitt, daß er in den Hafen geschleppt werden wußte. London, 21. Juli. „Standart" meldet aus Santiago, daß Hunderte von spanischen und amerikanischen Soldc>ten VerbrüderungSseste feiern. Die Magazine find wieder geöffnet. In denselben wurden zwei Millionen Rationen gefunden. London, 21. Juli. Dem General LinareS wurde gestern in Santiago der linke Arm amputirt. Madrid, 21. Juli. General Augustin kabelte aus Manila, tn den neuerlichen Kämpfen hätten die Aufständt- schm beträchtliche Verluste erlitten, infolge deffen fei ihr Muth bedeutend gesunken. Die Spanier dagegen seien von bestkm Geiste beseelt. Augustin sei entschloffm, noch lange Widerstand zu leisten und er hoffe, bie Lage zu retten, weil immer mehr Philippiner zu Spanien zurückkehren. Madrid, 21. Juli. Da der Krtegsmintster wie auch Marschall Bianco bestimmt in Abrede stellen, den General total zur Hebergabe von Santiago autorifirt zu haben, so robb letzterer vor ein Kriegsgericht gestellt werden. Madrid, 21. Juli. Die Königin-Regemin unterstützt aus'S eifrigste die Friedens-Berhandlungen. Madrid, 21. Juli. Der Marinemiutster erhielt Briefe aus Hongkong, deren Jnhslt noch nicht bekannt ist. Der Minister erstattete Bericht über die Beratungen deS militärischen AusschuffrS bezüglich der Untersuchung eine- neuen Geschützes. Belgrad, 21. Juli. OsficiöS w.rd die Blättermeldung von einem Fehlbeträge von 8Millionen bei der Monopol- Vrrwaltung dementirt. Washiogton, 21. Juli. General MileS hat den Präsidenten um die Eelaubniß gebeten, seine Truppen nach der Einnahme von Portorieo nach Spanien führen zu düefen. I Die Antwort siebt nott au». New-York, 21. Juli. Sobald bekannt wurde, daß der Hafen von Santiago allen Handelsschiffen geöffnet fei, verließen drei mit Lebensrnitteln befrachtete Dampfer den Hasen. Infolge der großen Noth, die in den letzten Wochen unter der dortigen Bevölkerung und den Fremden herrscht, hoffen die amerikanischen Händler mit Lebensrnitteln gute Geschäfte zu machen CqiHo — nur ächt, wenn direct ab meinen Henneoerg-beiae Fabriken bezogen, - schwarz, weiß und farbig, von 75 Pffl. bis Mk. 18.65 Meter-in ben mobernften Geweben, Farben und DesfinS. An Private perto- and •teee'™* Ine Hane. Muster umgehend. 6. Hennebergs Seiden-Fabriken (k- k. «•«.), Zürlci. Opel- und Brmnabor-Fahrräder! | CONCERT der hies. Rests.-Capelle sowie jeden Montag c Anfang VgS Uhr. [7342] Eintritt 20 Pfg. Bleichstr. 7. B B >S 8 8? K s$ « 8 e «$> H s cn 7198 Der Vorstand. Ergebenst lobet hierzu ein unter ZM CillmWlt 7322 Pelikan Apotheke jJanfcouverts JLX eit Firmendruck Sckuletrasee 7. : Tivoli Einige Kegetabende zu vergeben. 1887 TW. 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