Nr. 118 Erstes Blatt. Sonnta« den 22. Mai 8S9S Gießener Anzeiger General-Unzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den "Kreis Gieren Gratisbcilaqe: Giehrncr Fmuilieublättrr sich de» Marblehead nach einem wöbet 800 Spanier gefallen setn Alle Anzeigen-VermittlungSstellen bei In- unb KuMmM nehmen Anzeigen für den Lietzener Anzeiger entfie*. Wie qu» Konstantinopel ge« Abdullah Pascha heute nach Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag« für den Agenden Tag erscheinenden Nummer bi« Bonn. 10 Uhr. vierteltährtich L Mark 20 Pf,, monatlich 76 PfG. mit vringerloh«. Bei Postbezug 3 Mark 60 Plg. oierteltährlich. Lud au er bemächtigten Gefechte bet Ltenfuego», sollen. Berlin, 20. Mat. meldet wird, begibt sich Rebectten, Expedition und Druckerei: Fchulßntze Nr. 7. Sieben, 21. Mat 1898. • • ReuterRecitattou. Die für Freitag Abend äuge« kündigte Ketzler'sche Reuter.Racttatiou war vermuth. ltch in Folge der ungünstigen Witterung dermaßen spärlich besucht, daß e» geboten erschien, dieselbe zu verschieben. H.- Sportplatz an der Hardt. Bei den morgen statt, .findenden Rennen werden die Nummern der jeweils Berlin, um den ältesten Söhnen Kaiser Wilhelm» Orden», decorattonen, welche der Sultan denselben verliehen har, zu überreichen. Leipzig, 20. Mat. Der Vorstand der „Leipziger Börsen« "Halle", Fritz Schubert, ist heute Mittag gestorben. Leipzig, 20. Mai. Im Land e»v errath»prozeh Mluterer verurthetlte heute das Reichsgericht Mtnrerer zu fünf Jahren und einem Monat Zuchthaus unb zu zehn Jahren Ehrverlust. flbirfk für Dcpefchen: Anzeiger Gieße«. Fernsprecher Nr. 61. lasten eine Steigerung zu. Was frei ist, ist sret, und mehr wie tobt kann Etwa» nicht sein. Amtlich heißt es daher auch nicht „Ganz frei", sondern „Frei einschl. Bestellgeld". Diese» „Frei einschl. Bestellgeld" wird indeß von Bielen zum eignen Nachtheil nicht immer genügend beachtet- dadurch entstehen denn sehr häufig Weiterungen und üderfiüsstge Kosten, wa» bei einiger Ausmerksamkeit leicht zu vermeiden wäre. Bekannt- lich erhebt die Post bei Packeten, Postanweisungen und Geld- briesen außer dem Porto noch eine besondere Bestellgebühr für die Zustellung der Sendungen am Bestimmungsort. Diese Bestellgebühr wird in der Rrgel vom Empfänger ge. zahlt und nur ausnahmsweise vom Absender. Sie muß vom Absender gezahlt werden im Verkehr mit vstcntltcheo Kaffen und Behörden. Diesen stehen nämlich Mittel zur Zahlung der Bestellgelder nicht zur Bersügung- diese Kaffen und Behörden verweigern daher in der Regel alle Postanweisungen rc., sür welche da« Bestellgeld nicht vorausbezahlt ist. DaS Geld gelangt an den Absender zurück, und bis dies geschehen, ist u. U. der Zahlungstermin überschritten und die Forderung eingeklagt. • • Beschaffung von Arbeiterwohnungen. Zu dem Zwecke der Anfertigung einer kartographischen Ueberficht für die im Jahre 1900 in Paria stattfindende Weltausstellung hat da» Großh. Ministerium eine Erhebung über die «e- fchasfuug von Arbeiterwohnungen angeordnet. Alle Verwaltung»-Behörden find beauftragt worden, bi» zum 15. Juni d. I. einen Bericht an ihre Kreisämter einzufenden, ob Wohnungen für Arbeiter in der fraglichen Gemeinde bi» jetzt zur Ausführung gelangt find ober, ob solche Ausführungen noch im Laufe diese» Jahre» vorgenommeu werden. Die Bürgermeistereien find beauftragt worden, diese Erhebungen entweder durch Arbeitgeber, durch Baugeuoffenschasten oder durch gemeinnützige Gesellschaften vornehmen zu laffen. *• Mahnung am Sonntag Fällt der an einem Festtage unternommene Gang zur Schuldeintreibung und diese selbst unter den Begriff der Sonntagsentheiligung? Die Strafkammer zu Hanau hatte in Ueberetnstimmung mit dem vorderrichter diefe Frage bejaht und einen Händler, der in der auSgefprocheuen Absicht, einen Betrag von 2 Mk. ein- zuziehen, an einem Sonntag vormittag zwei Mal zu einem Schuldner gegangen war und deffen Frau gemahnt hatte, aus Grund einer Regierungsverordnung vom 81. December 1896 zu einer Geldstrafe verurtheilt, indem angenommen wurde, daß sowohl der Gang zum Zweck der Mahnung, al» auch diese selbst al» „Arbeit" angesehen werden müffe. Jeder, der den Angeklagten und seine Gewohnheit, am Sonntag Schulden eiuzukasfiren, kannte, konnte auch über den Zweck seines Ganges gar nicht im Zweifel fein, und zwar um so weniger, al» hier die Annahme eine» etwa sreundschastlichen oder verwandtschastlichen Besuches durchaus auSgeschloffen war. Auf die Revision de» Angeklagten hat der Strafsenat des Kammergerchit» die Vorentscheidung aufgehoben und auf Freisprechung erkannt, da da» Hingehen zu einem Schuldner keine öffentlich bemerkbare Arbeit sei, und ein solche» Gehen sich auch nicht von anderem Gehen unterscheide. Auch da» Etntreiben einer Schuld könne al» eine öffentlich bemerkbare Arbeit nicht angesehen werden. Daß sich der Angeklagte hierbei und auf seinem Gange etwa auffällig benommen habe, sei nicht festgestellt worden. •• Zur Nachahmung empfohlen. Saßen da — so erzählt mau der „Täglichen Rundschau" — im Gastzimmer de» „Sächsischen Hofe»" in Weißenfels zwei leidenschaftliche Spieler beim Sechsundsechzig. Allein die ungetrübte Freud, deö Spiel« wurde ihnen leider durch zwei „Kiebitze" beeiu- trächtigt, die ohne Unterlaß ihr befferes Berständniß kund zu thun bemüht waren. „Ach, wären Sie so freundlich, mein Spiel einen Augenblick zu übernehmen?" ließ sich der eine Spieler feinem „Kiebitz" gegenüber vernehmen. „Sehr gern." — „Ach, Sie spielen wohl mal ein bischen für mich", bat der andere Spieler den anderen „Kiebitz". Und nun spielten die beiden Vertreter mit Feuereifer die ihnen über- tragene Partie, während die beiden Spieler — im Hinter- stübchen ihre Partie ungestört weiter spielten. •• Erledigte Lehrerstellen. Erledigt sind: die mit einem ev. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Mittel-Seemen, Kreis Schotten. Mit der Stelle ist Organillen- und Ltciorendieust verbunden. Dem Herrn Fürsten zu Stolberg-Roßla Ortenberg steht da» Präsentation»« recht zu derselben zu- die mit einem katholischen Lehrer zu besttz'nde Lehrerstelle an dec Gemeindeschule zu Haiuhausen, Kreis Offenbach. Mit der Stelle ist Organistendieust vrr- bunden, beide mit dem gesetzlichen, «ach dem Dienstalter be» mrssenen Gehalt. Startenden durch einen neuen Apparat so bekannt gegeben, daß diese auf allen Plätzen gleich gut ersichtlich sind. Dadurch ist Jedermann in der Lage, an der Hand de» Programm» die Namen aller Fahrer, welche gerade in Wettbewerb treten, ohne Wettere» festzustellen Dem Rennen selbst geht ein Preis-Corso durch die Straßen der Stadt unmittelbar Vorau», deffen Aufstellung um 2 Uhr an Stein» Garten erfolgt — Der Weg, welchen derselbe nimmt, ist folgender: LudwigSplatz — Neuen-Bäue — MäuSburg — Kreuz — SelterSweg — Süd« und Ost'Anlage — Marburger Straße — Lindenplatz — Kirchenplatz — Markt — Neustadt nach dem Sportplätze. Für Diejenigen, welche per Rad zum Sportplätze kommen, fei erwähnt, daß genügend Platz geschaffen ist, um die Maschinen in überdachten Räumen ein- zustellen. Schließlich sei noch erwähnt, daß von böswilliger Seite am Freitag Abend bei Jntereffenten das gänzlich unwahre Gerücht verbreitet wurde, die Rennen seien um vier- zehn Tage verschoben. E» ist dadurch eine erhebliche Schädigung entstanden und Anzeige soll deshalb sofort er« stattet werden. • • OmnibuSverbindung. Sportplatz — Marktplatz. Zu den morgen (Sonntag) und übermorgen (Montag) auf dem Sportplätze an der Hardt stattfindenden Rad-Rennen wird zwischen Marktplatz und Festplatz ein regelmäßiger Omnibußverkehr eingerichtet. Sonntag Nachmittag von 3 Uhr, Montags von 4 Uhr an ab Marktplatz. Die Fahrten von und nach dem Schiffenbergerwald werden an diesem Tage eingeschränkt aber nicht eingestellt, so daß den Besuchern de» Walde» ebenfalls Rechnung getragen ist. • * Hochwasser. Die heftigen Niederschläge der vergangenen WochL, besonder» diejenigen am Himmelfahrtstage und gestern Abend, haben die Lahn und ihre Nebenfiüffe wieder über die Ufer getrieben, anscheinend aber auch bv deutenden Schaden an Acker- und Gartenland angerichtet. Die Wieseck hat das zwischen der Stadt und dem Philosophen- wald gelegene Wiesengelände überschwemmt und im Stadtgebiet ist ihr Waffer stellenweise in die angrenzenden Gärten Übergetreten. Die Lahn hat fich über das gewohnte Ueber- schwemmungSgebtet, den Schweinemarkt und einen Thetl des Neustädter Felde», ergoffen und führt allerlei Gegenstände, Holz rc. mit sich. Einen empfindlichen Schaden hat sie indeß unseren BadeanstaltSbefitzern zugesügt, denn in den ersten Morgenstunden des heutigen Tages gerieth sowohl die Benuer'sche wie die Rübsamen'sche Badeanstalt in» Wanken, und kurz darauf trieben die Trümmer beid-r Anstalten stromabwärts. Die Anstalt des Männer-Bade-Verein» hat weniger gelitten, da sich Zellen derselben auf dem Flusse nicht befanden- daS städtische Knabenbad konnte durch rasch getroffene Vorkehrungen gesichert werden. Bor etwa fünfzehn Jahren wurden schon einmal dieselben beiden Badeanstalten fortgeschwemmt, damals aber stand man nahe vor dem Schluß der Badesaison, während diesmal kaum mit dem Baden begonnen worden. E» ist sehr fraglich, ob die Gießener Bevölkerung während de» Sommer» dem Badegenuffe sich so wird hingeben können, wie sie eß gewöhnt ist, denn die Anstalten werden schwerlich so rasch wieder herzustellen sein, daß sie noch während der Haupt-Badezeit benutzt werden können. — Daß Landrathßamt Marburg hat telegraphisch weitere» Steigen de» Wasser» hierher gemeldet. — Angesicht» de» Hochwafferß drängt sich die Frage auf, ob die Eisenbahndirectiou nicht endlich der Herstellung einer befferen Fußgänger-Verbiudung zwischen Personen« und Güter Bahnhof näher treten wird. Die kürzeste zur Zeit vorhandene Verbindung führt bekannt- lich hinter dem Lenz'schen Felfenkeller über die Wiefeck und durch die Ueberbrückung nach der Jenseite de» Bahndammes — und dieser Weg ist zur Zeit meterhoch übersluthet. Daß aber ein zwei Kilometer langer Umweg, um vom Personen- nach dem Güterbahnhof zu gelangen, eine besondere Annehmlichkeit ist, wird gewiß Niemand behaupten wollen. * * Festgenommeu. Gestern Nachmittag stieg ein Fremder in eine Studenteukneipe durch da» offenftehende Fenster ein, erbrach verschiedene Behältnisse, wurde aber dann gestört, vom Hausbesitzer festgehalten und der Polizei übergeben. • • Die Droguisteu wird die Nachricht intereffireu, daß in einer am Donnerstag im ReichSgefundheitSamt abgehaltenen Besprechung von den Vertretern der Reichsregierung die Zu- fichernng einer Revision der BundeSrathSverordnung vom 9. März 1897 gegeben wurde, „da die Besprechung gezeigt habe, daß die Droguisteu durch die jetzigen Bestimmungen be- uachtheiligt seien." • • Frei, Ganz frei. Da» im Verkehr mit der Post so gebräuchliche „Ganz frei" ist an und für fich ebenso unrichtig wie da» bekannte „Ganz tobt", bean weder „frei" noch „tobt" Deutsche» BHd?, Berlin, 20. Mai. Reichskanzler Fürst Hohenlohe lud für heute den StaatSfecretLr, die Directoren, sowie sämmtliche Räthe des ReichsJuftizamt» zur Tafel anläßlich de» Zustandekommens des Bürgerlichen Gesetzbuches und der damit zusammenhängenden Gesetze. Berlin, 20. Mai. Daß „Berl. Tagebl." meldet auß London: AuS Kingston wird gemeldet: Der Dampfer „Adulo" begegnete in der letzten Nacht sieben Kriegs- schiffen, welche in doppelter Colonne in der Paffage zwischen Euba und Jamaica fuhren. Man glaubt, daß die» daß spanische Geichwader gewesen sei. — Weiter verlautet, die Pari», 20. Mai. Easttllo wird da» Portefeuille deß 'Ministers bt» Aeußeren annehmen unb noch heute nach Mabrib abreifen. London. 20. Mai. Ganz England trauert über Gladstone» Tod. Die großen Zeitungen sind mit trauer- umränderten langen Nekrologen, Biographien unb Schilderungen der letzten LebenSstuuden de» verblichenen Staats- manne» gefüllt. In London find die Flaggen auf den öffentlichen Gebäuden Halbmast gehißt und andere Trauer- zeichen entfaltet. Alle Festlichkeiten bei Hofe unb bei Staats« Würdenträgern anläßlich de» morgigen Geburtstage» der Königin find abbestellt. Die Familie Gladstone empfing unzählige Beileidstelegramme von nah und fern, die ersten von der Königin, dem Thronfolgerpaar, dem Deutschen Kaiser und Herrn Faure. Bonbon, 20. Mai. Die ungünstigen Mittheiluugen über ben Gesundheitszustand Balfour» werden al» Übertrieben bezeichnet mit dem HinzufÜgen, Balfour fei nur erkältet gewesen. London, 20. Mai. „Stauda:d" meldet au» L i v e r p o o l, daselbst set die Nachricht eingetroffen, die amerikanische Regierung habe der englischen verfichert, die canarisch en Inseln würden nicht von den Amerikanern beschossen werden, da sich dort zahlreiche englische Niederlaffungen befänden. London, 20. Mai. Wie auß Boltrian ((Sanaba) gemeldet wirb, finb bort mehrere Schiffe eingetroffen, welche belichten, baß betriebene spanische Kriegsschiffe in der Nähe ber norbamerikanischen Küste gesehen würben. Daß Marmebepartement in Washington wurde sofort hiervon in Kenutniß gesetzt, um Maßregeln zu treffen. Ein gewaltsame» Borgehen der Spanier gegen New York dürfte ver- hindert werden. Madrid, 20. Mai. In Gibraltar herrscht eine derartige Thätigkeit, daß man an eine Berproviantirung gegen eine eventuelle Belagerung glauben könnte. In den letzten vierzehn Tagen wurden dort 100,000 Tonnen Kohlen au»- geladen. Konstantinopel, 20. Mai. Im Hause deß Herausgeber» de» „Moniteurs Ddental" in Pera explodirte eine von unbekannter Hand gelegte Bombe. Washington, 20. Mai. Dem Mariueamt wurde gemeldet, daß in San Jago de Cuba nur ein kleiner Theil der spanischen Flotte eingelaufen sei, während die Bewegung de» übrigen Theil» ber Flotte gänzlich unbekannt ist, wa» große Beunruhigung hier hervorruft. Erscheint täglich Bit Ausnahme des Montags. Die Gießener MamilieuSlätter Berben dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelegt. •• Zu «merila verstorbene Heffeu. New-York, Frau Elisabetha Kuhn, geb. Reichert, auS Hötagen. — Philadelphia, Pa., Frau Johannette Hoffmann, geb. Hust, 38 I. a., au» Allendorf bei Battenberg. — New-York, Konrad Karl, 55 I. a., aut Altenstadt. Bad-Nauheim, 17. Mat. Da» neueste Gaben-Berzeichutß der Kiuderheilanftalt „EltssbethhauS" enthält folgende größere Beträge. Jahresbeitrag der Großherzogl. Badekaffe 800 Mk., Spar- und Leihkaffe Gießen 399.60 Mk., Spar- kaffe Offenbach 300 Mk., die Sparkassen Orteuberg, Grün- berg, Büdingen und Zwingenberg je 50 Mk., von Herrn Professor Hofmann in Dresden 100 Mk. rc. □ Darmstadt, 20. Mat. In heutiger Stadtver- orduetensitzung erfolgte auf neuliche Anregung zur Herstellung übergedruckter Wählerlisten für den 16.Juni die Mitthetlung, daß wegen zu geringer Brtheiltgung am Bezüge und damit zu hoher Kosten von deren Herstellung abgesehen werden müsse. — Auf Betreiben de» landwirthschast- lichen Vereins ordnete da» Kreisamt an, daß beim Fasel- Ankauf nur solche zu berückstchtigen find, die erfolglos mit Tuberkulin geimpft wurden; seitens der landwirthschaftlichen Deputation soll künftig hiernach verfahren werden. — Der Oberbürgermeister dementirte da» Gerücht von einer Verlegung der Centralwerkstätte der Staatsbahn nach Mainz - bei der dortigen räumlichen Beschränktheit der Bahnhofs- aulagen könne eher an die Verlegung dieser ober jener Anstalt nach Darmstadt gedacht werden. — Die Hauptversammlung de» Verein» Deutscher Chemiker findet diese» Jahr hier in Darmstadt vom 1. bi» 4. Juni statt. T» ist damit eine Ausstellung electrochemischer Apparate und Produkte in verschiedenen Räumen der Technischen Hochschule verbunden, die bet den hervorragenden Leistungen der hiefigeu Weltfirma E. M e r ck in letzter Hinficht besonder» interessant werden dürste. Sine Befichtigung der elektrischen Schmelzanlage der Gold- und Stlberscheideanstalt zu Frankfurt a. M. ist von hier au» geplant. Sberstadt, 19. Mai. Ein schweres Unglück, welches den Tod eine» Menschen zur Folge hatte, ereignete fich gestern Abend zwischen 9 und 10 Uhr bet der Frankenberger Mühle auf der Chaussee zwischen dem „Kühlen Grund" und Nieder-Beerbach. Der Fuhrknecht de» Backsteinfabrikauten Schneider von Nieder« Ramstadt war auf dem Heimweg und ging neben dem Fuhrwerk auf dem Fußgäugerpfad. Ein von Nieder-Beerbach kommender Radfahrer fuhr nun mit solcher Gewalt den Knecht au, daß dieser wider da» Fuhrwerk geschleudert und hierdurch schwer verletzt wurde. Der Radfahrer und der Sohn des Herrn Schneider, der ebenfalls bei dem Fuhrwerk war, hoben den BefinnungSlosen auf den Wagen und brachten ihn in das HauS deS Herrn Schneider, wo der Unglückliche alsbald starb. Zu bemerken ist, daß weder der Radfahrer noch das Fuhrwerk Licht hatte, wodurch allein da» Unglück entstand. Vmntföte«. * Kassel, 16. Mat. Gestern vereinte sich eine Anzahl Offiziere mit ihren Damen zu einem Festmahl tu einem diesigen Gasthof. Dasselbe erfuhr durch den plötzlichen Tod deS dabei anwesenden Hauptmanns Maekelburg vom 11. Artillerie»Regiment eine erschütternde Störung, indem der allgemein beliebte, sehr tüchtige Offizier plötzlich vom Schlage getroffen tobt zusammeustürzte. Der Dahingeschiedeue war Lehrer an der hiefigeu Kriegsschule und gehörte auch dem Vorstand de» Zweigverein» Kassel des Allgemeinen deutschen Sprachverein» an. * Köln, 16. Mai. Lebensgefährliche Verletzungen zog fich heute Morgen eine in einem Hause am Laach arbeitende 19jährige Näherin infolge eine» Mißverständnisse» zu. Ais Schutzleute das Hau» betraten, um ein Übel beleumundete» Frauenzimmer zu verhaften, glaubte die Näherin, welche kürzlich einen Strafbefehl wegen Ruhestörung erhalten hatte, der polizeiliche Besuch gelte ihrer Person, und flüchtete fich auf da» Dach de» Hause» mit der Drohung, fich eher von dort herunterzustürzen, als fich fortführen zu lassen. In ihrer Aufregung führte sie auch die Drohung au» und sprang vom Dache des vierstöckigen Hanse» auf dasjenige eine» kleineren ncbenltegenben Hauses herab, von wo die Feuerwehr sie herunterholte und nach dem Bürgerhospital brachte. Die Verletzungen der Näherin sind derart, daß man au ihrem Aufkommen zweifelt. • Duisburg, 20. Mai. Scharfrichter Reindel wird morgen früh 6 Uhr die erste vierfache Hinrichtung in Deutschland hier vollziehen, und zwar an den Mördern Grast, Schmitz und Sauser, sowie au der Ehefrau Schnla, welche im August 1896 den Ehemann Schnla ermordet hatten. • Herrnhut, 15. Mai. Vor drei Jahren wanderten, wie seinerzeit in der „Köln. Ztg." berichtet worden ist, deutsche Bauern aus Wolhynien zu Hunderten nach Canada au», weil ihnen an» ihrer Zugehörigkeit zu unserer Brüdergemeine in Rußland Schwierigkeiten erwuchsen. Die von ihnen in Canada gegründeten Colonien haben bi» jetzt eine recht günstige Entwicklung gehabt. ES find ihrer drei, Br über seid, baS am 27. Juni 1895 gegrünbet worden ist, Brüberheim, am 6. Mat 1895 und Hetmthal, am 26. Jult 1896 gegründet. Brüderfeld zählt als die größte Niederlassung ungefähr 200 Seelen, Brüderheim 150, Hetmthal bi» jetzt kaum 40, doch finden noch fortwährend Zuzüge vermögender deutscher Bauern an» Rußland statt, da die Anfiedler mit den Bodenerträgen recht zufrieden find. Die Niederlassungen liegen in der Gegend des Ottawa« Fluffe» im Alberta-District. Die Brüder Hohler und Schwarze bemühen fich, für die angekündigten weiteren Zuzüge au» Rußland brauchbare» Land zu ermitteln. • Wie man Gläubiger IoB wird. Ueber diese Kunst plaudert ein Mitarbeiter de» neuen Wiener Journals: Die Schulden gehören mit zu den Berufskrankheiten der Künstler, woraus fich bet ihnen im Laufe der Zeiten eine gewisse Genialität und Virtuosität in der Abwehr der für minder Geübte oft so lästigen Eventualitäten entwickelt hat. Ein Schauspieler — nennen wir ihn Berger — hat vor zwei Jahren im Frühjahr von einem Theateragenten auf ein Provinzgastspiel Vorschuß genommen. Das Gastspiel fand nicht statt, aber der relativ namhafte Vorschuß wurde nicht zurückerstattet. Da» ärgert den Agenten hauptsächlich deshalb, weil Herr Berger seither mit ihm keine Geschäfte mehr macht- um seine Kundschaft wieder zu bekommen, ist er also eifrig bemüht, zu seinem (Selbe zu gelangen. Aber das ist bei Berger keine so einfache Sache. Eher kann man einen Aal in der bloßen Hand nach Hanse tragen, al» ihn fassen. Seine Erfindungsgabe geht ins Märchenhafte, der Borrath seiner Listen ist unerschöpflich. Es hilft nicht», ihn zn cer- niren, zu blofiren und auszuhungern. AIS vor einigen Monaten der Schauspieler bei einer Billardpartie im Kaffee- Hau» war, und zwar in einem Spielzimmer, da» keinen zweiten AuSgang hat, faßte der Agent an einem Tische draußen Posto. Nun hatte er ihn sicher und um fich seine» unausbleiblichen Sieges recht zu freuen, hatte er die Bosheit, den gefangenen Schuldner liebenswürdig-höhnisch zu begrüßen. Der Agent wollte fich so recht al» die Katze fühlen, die mit dem Mäuslein spielt, und fein Opfer die Überlegenheit fühlen laffen. Das war nicht sonderlich geschickt. Der Gegner war gewarnt und konnte den Schlag pariren. Die Billardpartie nahm ihr Ende. Herr Berger kam heraus und schüttelte dem Agenten corbtal die Hand. „Sie haben doch schon meinen recommandirten Brief erhalten?" Der Agent wurde wüthend. „Lassen Sie mich mit solchen faulen Ausreden in Ruhe." „Spaß bei Seite. Da haben Sie den Beweis." Er hatte in die Rocktasche gegriffen und das ordnungsmäßig ausgestellte Postrecepiffe über die recomman- birte Sendung hervorgeholt. „Da lesen Sie, Verehrtester. Heute aufgegeben." Es stimmte. Beschämt zog der Agent ab. Am nächsten Morgen bekam er den recommandirten Brief, der aber kein Geld enthielt, sondern die höfliche Mit- theilung, daß der Schreiber „momentan nicht in der Lage sei" 2C. Der verschlagene und ränkereiche Herr Berger hatte nämlich, während der Agent draußen fiegeSzuverfichtlich gewartet, den Piccolo mit dem Schreiben zur Post geschickt. Dieser Tage hatte der Agent den schlauen Fach» wieder ein Mal in der Sackgasse. Entrinnen unmöglich. Berger saß mit einem Colleges in der DirectionScanzlei, deS DirectorS harrend, als ihm der Agent durch den Diener, der im Vorzimmer Wache hält, sagen ließ, er möchte gerne mit ihm unter vier Augen ein paar Worte sprechen. Berger hielt den Diener ein wenig zurück: „Läuten Sie draußen am Telphon, als ob wir angerufen werden würden, und rufen Sie dann laut herein, es wolle Jemand mit dem Herrn" — und er wie» auf seinen ahnungslosen Kollegen — „dringend sprechen." „Was soll denn ich . . .? erkundigte fich dieser. „Wirft gleich informtrt sein." — Das Telephon klingelte und der Diener richtete seinen Auftrag aus. Der College ging zvm Telepon hinaus und sprach in den Apparat: „Die Tarokpartie muß heute entfalbn? . . Wie, im Safe X (er nannte das Kaffeehaus neben dem Hause, in dem fich daS Burean de» Agenten befindet) brenut'S? Na, was genirt denn uns der Brand? . . Der Dachstuhl schon ergriffen? Na, aber ins Local wird'» doch vom Nebenhau» nicht durch- brennen . . . Die Dampfspritze? . . . Die Rettungsgesellschaft? . . . Na, also gut. Schluß!" Der Agent war vor Entsetzen blaß geworden und fühlte ein Zittern in den Beinen. Wie der Wind war er bei der Thür draußen, um nach Hause zu eilen, wo weder von einer Dampfspritze, noch von der Rettungsgesellschaft, noch von einem Brande daS Geringste bekannt war. Den Herrn Berger wird er aber nicht so bald erwischen. Er ist bereit» „unbekannten Aufenthalts" in irgend einer Provinzialftadt mit größerem Theater. * Die Kabelverbindung mit den Philippinen. Am Dienstag fand in der Londoner City die Hauptversammlung der Easteru Telegraph Company statt. Der Vorsitzende, Marqueß of Tweeddale, gab folgende Erklärungen über die Verbindung mit den Philippinen: Auf der vorigen Versammlung wurde über die Unterhandlungen der Gesellschaft mit der spanischen Regierung wegen ZuschÜffen für die Ausdehnung des Drahtnetze» auf den Inseln Panay, NeguoS und Cebu berichtet. Während des seither verstrichenen halben Jahre» kam ein Vertrag zu Stande und wurden die Kabel zur Befriedigung der spanischen Regierung dem Verkehr eröffnet. Leider brach abermals ein Aufstand aus, der die Zerstörung einer der neuen Stationen auf Cebu (Tubnran) zur Folge hatte. Bis der Aufstand unterdrückt oder der Ort mit einer genügend starken Garnison versehen ist, muß die Thätigkeit der Stationen unterbrochen bleiben. Die Station Bolinao (an der Nordostspitze der Insel Luzon), wo dos Kabel von Hongkong ursprünglich landete, war vor einigen Monaten ebenfalls in großer Gefahr, weil große Schaaren Aufständischer fich in der Umgebung angesammelt hatten. Sie verlangten, daß die elf spanischen Soldaten, die zum Schutz der Kabelstation nach Bolinao gelegt worden waren, fich ergeben sollten. Die Landlinie von Bolinao nach Manila war von den Aufständischen durchgeschnitten worden, sodaß eS der Station unmöglich war, mit den Regierungsbehörden in Manila den Verkehr zu unterhalten. Während vier Tagen war die Station von den Aufständischen völlig umringt und bedroht - nur die rechtzeitige Ankunft eines spanischen Kanonenbootes verhinderte die Uebergabe und wahrscheinlich die grausame Ermordung der kleinen Besatzung. Die Regierung und die Kaufmannschaft von Manila hatten längst die Unsicherheit des Landverkehrs zwischen Bolinao und Manila erkannt. Manche Vorschläge waren gemacht worden, um den Verkehr zu sichern, doch ohne praktische Ergebnisse. Die vorhin erwähnten Unruhen gaben indeß den Unterhandlungen einen Anstoß. Infolge eine» am 30. März d. I. abgeschlossenen Vertrages wurde das Kabel von Hongkong nach Manila durchgeschnitten und die Verbindung bis Manila verlängert, wofür der Gesellschaft gewisse Vorrechte zugeftanden wurden. Vierzehn Tage nach der Unterzeichnung de» Vertrages war die Arbeit vollendet und da» Personal von Bolinao nach Manila versetzt. Die neue Verbindung war jedoch nur wenige Wochen in Betrieb, al» der Krieg zwischen den Vereinigten Staaten und Spanien ausbrach, und am 2. Mai, Abend» 8 Uhr, wurde das Kabel ganz nahe bet Manila durchgerissen. Die Gesellschaft erhielt die Mittheilung, daß e» absichtlich von dem amerikanischen Admiral durchgeriflen worden war, um den Spaniern den Verkehr mit ihrer Regierung abzuschneiden. Wenn dies fich bestätigt, wird die amerikanische Regierung ohne Zweifel die Gesellschaft für den erlittenen Verlust entschädigen. Der Vorsitzende zweifelt daran, daß die Bereinigung zwischen Manila und Hongkong wieder hergestellt werden kann, bevor die Gesellschaft die» selbst unternehmen kann und der Friede wiederhergestellt ist. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Carl LooS und I. M. Schulhof. Bremen, 20. Mai. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Roland, Captlän I. Jantzen, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 7 Uhr Morgens wohlbehalten in Baltimore angekommen. Bremen, 20. Mai. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Barbarossa, Kapitän A. Richter, vom Nordd. Lloyd in Bremen, ist gestern 2 Uhr Nachmittags wohlbehalten in New-York angekommen. Der Postdampfer „Nederland" der „Red Star Line" in Ank werpm ist laut Telegramm am 19. Mai wohlbehalten in Philadelphia angekommen. »msM- irths Schweinefleisch pr. Pfd. 64 bi» 72 Ai Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 76 A, Kalbfleisch pr. Pfd. 62-64 A Hammelfleisch pr. Pfd. 60-70 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo 6,50 biß 7,60 A, Weißkraut pr. Stück 0—00 A, Zwiebeln pr. Centner 10M—12P0 A, Milch pr. Liter 16 A, Kirschen pr. Pfd. 50 A- Dauer der Marktzeit von 7 Uhr Morgens bis 1 Uhr Nachmittags. Während der ersten 3 Stunden der Marktzeit darf im Umherziehen nicht feilgeboten werden. Neueste Nachrichten. Depeschen de» Bureau „Herold*. Berlin, 21. Mat. Wie aus Posen gemeldet wird, ist der gestern Nachmittag dorr eingetroffene Ftnanzmiuister v. Miquel erkraokt. Er hat sich auf der Reise stark erkältet und hütet das Bett. Berlin, 21. Mat. Wie nach einer Eorrespondevz verlautet, tstProfeffor Anton v. Werner der Titel „Exeelleuz" verliehen worden. Berlin, 21. Mai. Der „Local'Anzeiger" meldet au» Breslau: Bei der hiesigen ReichSbank Hauptstelle fiud fünf Grüuenthal'sch e Tausendmarkscheiue ein« gegangen, welche anstandslos etngelöst wurden. Berlin, 21. Mai. Dem „Local-Anzeiger" wird au» Madrtd telegraphirt: In dem Castell San Julian bei Cartagena flog gestern ein Pulvermagazin in die Luft. Durch die wurden 62 Menschen verwundet und 10 getödtet, davon 5 Soldaten und 5 Feuerwerksleute. Unter den verwundeten befiadet sich auch der Gouverneur des Fort». Berlin, 21. Mat. Der StaatSsecretär des RrichSamtS des Innern, Graf von PosadowSkh wird unmittelbar nach den Wahlen zum Reichstage, also bereits Ende Juni seinen Sommerurlaub antreten und Mitte August wieder auf seinem Posten sein. Al» Grund für den frühzeitigen Antritt seiner Urlaub-reise wird von unterrichteter Sette angegeben, daß dte feste Absicht bestehe, dem neuen Reichstage gleich in der nächsten Tagung Gesetzentwürfe bezüglich einer umfaffenden Umgestaltung sowohl de» UnfollgesrtzeS wie auch des Juvali- ditätS- und BerficherungSgesetzeS vorzulegen. Wien, 21. Mai. Die Wiedereröffnung der Sitzungen des Abgeordnetenhauses erfolgt am 6. Jant. Auf der ersten Tagesordnung steht die Sprachen-Verordnungsdebatte. Kattowitz, 21. Mai. Gestern Abend stürzte ein dreistöckiger Neubau ein, wobei eine Anzahl Arbeiter schwer verletzt wurde, vier Personen find bisher au» den Trümmern hervorgezogen. Pari», 21. Mai. Anläßlich de» Todes Gladstone» sandte der Mtntsterpräfident MLtiue dem englischen Botschafter ein längeres Schreiben, worin er der englischen Regierung dte Gefühle de» Mttleide» des ganzen srauzöfischeu Volkes für diesen Verlust ausdrückt. Madrid, 21. Mai. Der englische Gouverneur in Gibraltar verbot den Soldaten der Garnison ausdrücklich, sich den spanischen Linien zu nähern. Drei Soldaten übertraten da» verbot. Dte Posten gaben Feuer und verwundeten einen Mann. Loudon, 21. Mai. Der Correspondent der Morniug Post meldet aus Washington, daß Admiral Sampsou sich vor Santiago de Cuba befinde, während die Flotte de» Commodore Schlrh nach Kry West zurückgekehrt sei. Mau erwarte stündlich die Nachricht von einem Zusammentreffen mit der spanischen Flotte. Amsterdam, 21. Mai. Bet dem jüngsten Wirbelsturm auf der Insel Ttmoo find über 2000 Menschen um- gekommen. Dte Bucht von Bima ist mit Leichen angefüllt. Spar- »ad Vorschußverem su Alten-ßusrck 6. G. m. u. H. General-Versammlung Dienstag den 31. Mai, Nachmittags 2 Uhr, im Gemeindehaus. Tagesordnung: Revifions- und Geschäftsbericht. Rechnungs- ablage pro 1897. Dioidendenvertheilung. Ergänzungswahl des Aufsichtsraths. Verschiedenes. Die 1897er Rechnung liegt 8 Tage lang zur Einsicht der Mitglieder bei dem Director offen. Der Borstand. Bilanz pro 1897. Activa. A H 1. Kaffebestand 6590.08 2. Ausgel Capitalien 133636.88 3. Kaufschillinge von Immobilien 7288.34 4. Staatspapiere 31128.16 5. Mobilien 441.75 6. Zinsenrückstände 2352.36 Passiva. A H 1. Capitaleinlagen 169263.58 2. Stammantheile der Mitglieder 8154.— 3. Reservesond 1199 99 4. Spec.-Hülfsreservefond 1000.— 5. Provision u. Nachlaßconto 620.— 6. Gewinn-Saldo 1200. — Summa 181437.57 Summa 181437.57 Mitgliederstand Ende 1896 ....... 100 Mitgl. In 1897 Abgang 4, Zugang 3, oder weniger . 1 „ Hiernach Ende 1897 ......... 99 Mitgl. Alten-Buseck, den 18. Mai 1898. 5281 Hch. Seuling I., Aug. Ph. Ära em er, I. Ein Häuser, Director. Rechner. Controleur. tlckiinntmiuljmiiien Verdingung von Schlosserarbeit. Das Anfertigen, Liefern und Befestigen von 263 Stück Baum- schutzkörbeu aus Flacheisen soll Zlkitag den 27. Mai i>. 1, Borm. 11 Uhr, öffentlich verdungen werden. Dte Bedingungen, sowie ein Musterkorb liegen während der Dienst- stunden zur Einsicht der Interessenten bei uns offen. Angebote auf Vordruck können sowohl auf sämmtliche Schutzkörbe, wie auch nur für einzelne Straßen erfolgen und sind bis zum genannten Termin einzureichen. Zuschlagsfrist 10 Tage. Gießen, 21. Mai 1898. Das Stadtbauamt. ___Schmandt._____5320 Versteigerung Freitag den 27. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich gegen Baarzahlung im Pfandlocal Seltersweg 11: 3 Sckweine, 1 Break, 1 Klavier, 1 Buffet, 1 Verticow, 1 Kaffaschrank, Sophas, Commoden, Kleiderschränke, 1 Lederkoffer, 1 Regulator. Gießen, den 21. Mai 1898. 5270 Mulch, Bollziehungsbeamter. KmpfklHulgell Statt Schlachthaus. Freibank. 5263 Heute und Montag: Rindfleisch, nicht ladenrein, per Pfd. 50 Psg Schweinefleisch nicht lademein, per Pfd. 35 Pfg. Prima Aepfelwein verzapft 5293 Jean Arnold im Schipkapaß. la. Sachsenhäuser Export-Aepfelwein, la. Akpfklmjll-Wmpaguer in Qualität einem billigen Traubenwein- Champagner ziemlich gleichkommend. empfiehlt billigst 5289 L. Kalkhoffi Specialitätr Rohe und gebr. Kaffees in allen Preislagen. Plim ärpfelmtin zapft 5319 Restauration Mühleitzen, _________Brandgasse 3«_________ Prima neue Matjes-Häringe Malta-Kartoffeln Egyptische Zwiebeln frisch eingetroffen bei 4700 A. & G. Wallenfels, Markt 21.Telephon 46. Geserzl. gesch. BUTZ BACKPULVER DrWKeim. 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