X Weitifam 8 w als ß mit ben 1898 Nr. 68 Zweites Blatt. Dienstag den 22» März Erscheint tägNch mit Ausnahme dcS Montags. Die Gießener Aamitleavkätter »erden dem Anzeiger Wöchentlich viermal beigelegt. Gießener Anzeiger Aezngsprei- vierteljährlich 2 Mar? 20 Plg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerloha. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pf,, vierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den Agenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. General-Anzeiger Alle Anzeigen-BcrmittlungSstellen deS In« und ÄuKoiM nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger mtgeGCN. Amts- uitb AnzelKsblatt für bett Arers Giefzen. «er. bme wLhrend der Ärant» IcameS ans, je ich Allen, Wonfae »rede forole für die aus- en Dark aus. Elisabeth Gans. 2955 ige 181, iroeseo besondere ie. 8 Uhr: VE irsteHunS joiitnifts tls 61** nfanfl 8 Uhr- mittags 1 UHN^ »*« ’*s uckeeN N W IX’ bU- 1(3 g Z m, 18fl £&***■ sjl ErKsi' Ai** ■; e» I not Uedaction, Expedition und Dmckerei: Schulgraße Ar. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblütter. Adresse für Depeschen: Anzeiger -ietze«. Fernsprecher 9h:. 51. Amtlicher Theil. Gießen, ben 17. März 1898. Brtr.: Die Ableistung d«S Hsldigun?»- und BerfassungSetdeS. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen au die Gr. Bürgermeistereien der Amtsgerichts- j bezirke Grüuberg «ud Homberg. Die Ableistung deS HuldisungS- uufc BerfassungSetdeS j der in Ihren Vrmriuden neu aufgeuom»even OrtSbürger, iowte bex^-tttgen Großherzoglich Hessischen Uvterlhauen, welch« sich, l-hne OrtSdürger zu werden, vrrhrirothrt haben, soll Lamstag deu 58. April d. I., Vormittags 9 Uhr, in dem Rachhause zu Grüuberg stattstiidep. Wir beauftragev Die hierdurch, die betreffenden Pylonen zu dr» Termine vo^zuladeu und wie grsch-he« unter Angabe der Namen der Borgeladknen anznzergcn oder za berichten, daß Niemand vorzuladen war. Halten sich derartige Personen auSwärtS aus, so wollen Sie deren Aufenthaltsort augebeu. v. G ag erv. Ans de» Verhaudl««ge» der Zweite» Sammet bet hessische« Stände. G. Darmstadt, 19. März 1898. Die Berathnugln über daS Budget werden heute mit Cop. 115, Kosten des Katasters, fortgesetzt. Hierfür werden 101953 Mk. biwillrgt. Desgleichen für Cap. 116, Locolbaubeamtrn 203 674 Mk. uud für Cop. 117, Centr albanwesen imRessort deS Finanzministe» rtumS 55333 Mk. Ferner bewilligt die Ramler für Cop. 118, Hofbauwesen, bfs durch eine besondere Bor läge geforderten Betrag und für Cap. 119, Domauial- bauw esen, 173 420 Mk. Bei Cap. 120, Erhaltuu g uod Restauration staatlicher Bau- und Kunstdenkmäler, weist der Abg. Köhler auf die Echaltnvg deö Schlosses zu Lichten- brrg hin, das seinem Bersvll evtzegrugehs. Weiter wüascht derselbe, daß die Kreuzigung- Gruppe zu W mpftn einer Restauriruug unterzogen werde. Es sei auf da« tiefste zu bedauern, daß ein so herrliches Denkmal in Verfall gekommen sei. Weiterhin möge die Regierung dafür Sorge träger, daß die Ruine Starkenburg bei Heppeuhrim und da« RathhauS zu Michelstadt teftaurht würden, ti)e es für Schaltung dieser distorl'chrn Denkmäler zu spät sei. — Ftr-anzmtnister Weber sichert die Berückstchtigunz der Wünsche zu. DaS Schloß zu Lichtenberg werde seit mehreren Jahren rcstaurirt und befinde sich jrtzt in baulich sehr gutem Zustande. — Abg. Joutz wünscht ein rascheres Tewpo bei den RcstaurirungSarbeiten de - Burg zu Münzeuberx. Für dieses Capitet werden hierauf 8000Mk. bewilligt. — Lin Antrag des Abg. Köhler-Darm- ftuol, die Regierung möge die Fraxe der möglichsten Erhaltung der Bau. und Sunftdenkmäler in Erwägung ziehen und eine ougemiffeue weitere Erhöhung dsS DiSpofittonSfondS eintreteu laffrn und hierbei das Schloß zu Lichtenberg in besondere Berücksichtigung ziehen, wurde bem ersten Ausschuß über- wicien. Bei Cap. 121, Territorial-Fluß- und Damm« bau bespricht der Abg. v. Brentano die Rrgulirung deS Rheines auf der Strecke Mainz—Bingen. Dies- Regulirung werde im einseitigen Interesse der Schifffahrt und unter vollständiger Brrkeunuug der Jutrrcffen der Rhein- bewohner ausgeführt. Er wünscht hier ein Einschreiten der Großherzoglschen Regierung. — Oberbaurath Jmroth gibt über die Vertiefung des RheineS auf dieser Strecke Aufklärung. Die Regierung wache stet- darüber, daß die für die Schifffahrt erforderliche Fahrstraße vur die genau mit der preußischen Regierung vereinbarte Fahrttefe im Rheinstrom vorhanden sei. Eine Schädigung drr Jntcreffeu der Rtzeiubewohnrr liege nicht vor. Für dieses Capttel wird sodann die Summe von 342,199 Mk. bewilligt; deSgl. Capitrl 122, Brücken und Ueberfahrten mit 71,166 Mk. Zur Uebernahme der Wormser Schiffe- b rücke haben sich die Städte G-rvSheim, Oppenheim und Bingen bereit erklärt. Die Regierung behält sich die Erledigung der Angelegenheit vor. ES werden ohne Debatte genehmigt Capitrl 123 Ausgabe wegen der Privat-Eisenbahnen mit 800 M., (Uipttel 124 und 125, Bicariats- uud AuShülfekostenj u.. s. w. 30,000 Mk., Capitel 126, Sterbequartale I 81800 Mk°, Capitel 127, Unfallversicherung 27,600 M., ! Capitel 128, Kosten für Anfertigung von Münzstempel 700 Mk. Bei Capttel, 129 Durchführung einer neuen Gehaltsordnung für die -esammte Beamreuschafr, wofür ein Betrag von 600,000 Mk. eingesetzt ist, fragt der Abg. Köhler- Darmstadt nach dem Schicksal der BrsolduogSordnuug und wünscht eine Beschleunigung der Arbeiten de« FiuauzauS- schusftS. Soweit bekannt, habe der Ausschuß seine Thätig- keit bis fitzt nur auf Vorarbeiten beschräakt. Ein rascheres Tempo sei doch erwünscht. — Finavzstntster Weber schließt sich diesem Wunsche vollkommen au. Die Regierung habe das größte Jntereffe, daß die BrsolduugSordnung möglichst bald ferttggestellr werde. Der Finanzausschuß möge nur mit Muth au die Arbeit gehens die Dache sei mcht so schwierig wie sie auSsehe. — Abg. Ulrich erklärt, daß man tm Finanzausschuß mehrere Sitzungen über daS Beamteu- gesctz gehalten habe. Mit dem Gesetz sei der Ausschuß ein- verstanden. Als mau aber an dte von der Regierung ausgestellte GehaltS-Scala gekommen sei, sei der Ausschuß hierüber nicht einig gewesen. Er hoffe aber, daß die Fertigstellung der BesoldangßelatS bald erfolgen könne. Äbg. Weidner fragt die Regierung, ob daS neue Besoldungsgesetz rückwirkend bis zum 1. April 1897 sei. — Finauz- wtnister Weber erklärt, dte BesoldungSordnung sei mir rückwirkender Kraft vom 1. April 1897 ab von der Großh. Regierung vorgesehen und die erforderlichen Mittel seien daher bereit zu stellen. Die hierfür geforderten 600000 Mk. werden sodana ohne Debatte genehmigt. DeSgl. Cop. 130, Matricülardeiträge mit 80 Mllliovea Mark. Damit sind die Ausgaben 1-eS Staatsbudgets erledigt. ES folgt die Be- rathuug der „Einnahme»" und zwar Cap. 2, Erträge aus StaatS-Domänen. Bet Tit. 3, Badeanstalt Bad»Nauheim, wünscht der Ausschuß, daß dte Dumme von 50000 Mk. in Einnahme gestellt werde. — Dte Abgg. Weith und Graf Ortola find entschieden gegen diesen Antrag. Der Curfond dürfe nicht geschmälert werden. Der AuSschußanrrag wird hierauf mit großer Majorität ange- nommeo. Hierauf vertagt sich die Kammer bis zum Dienstag 22. März, Vormittags 10 Uhr. Deutschs» Reich« Hambnrg. 20. März. Fürst Bismarck ließ dem hiesigen RrtchSwahlverein auf beffiu Anfrage, ob er am 1. April einen Fackttzug entgegenuehwen wolle, antworten, daß tnr^n mit Rücksicht auf feinen Gesundheitszustand den Fackelzug bis zum Anfang deS Sommers verschieben möge- ArrsUrrrd. Wien, 20. März. Anläßlich deS 70. Geburtstage» deS Königs von Sachsen wird sich Kaiser Franz Joseph nach Dresden begeben. Wien, 20. März. Die hiesige Situation hat sich durch den Beschluß, den gestern dte deutsche Vokspartet gefaßt hat, keine Btcrpräfidentenstelle anzunehmen und die Obstructiou so lange fonzusrtzen, bi« dte Forderungen der Deutschen erfüllt find, wieder wesentlich verschärft. Mau ficht daher stürmischen Parlamcutrfitzuugeu entgegen uud befürchtet, daß die Regteruug, um Lew Schicksals des Cabi- netS Badeni zu eatgehcn, den Reichstag nach wenigen Sitzungen wird schließen müssen. Der Miaifterprästdeut Graf Thun und der Ftnavzminister, welche fich grstern nach Budapest begeben hatten, kehren heute von dort wieder zurück. Pretzburg, 20 März. Das Befinden der Erzherzogin Natalie hat fich wieder verschlechtert. Dte Shwptome beuten auf eine schwere Gehirnentzündung hin. Londov, 20. März. Dir Nachrichten über das Brfinden Gladstones lauten wieder höchst beuuruhigend. Derselbe soll an einem ernsteren Uebel leiden als au Neuralgie. Loudon, 20. März. Nach hier eingetroffenen Meldungen herrscht große Besorgutß, daß der bet Lowestoft durch daS Degelschiffj„Brttish Prinzeß" übrrsegelte Dampfer daS belgische Schulschiff „Bille d'AnverS", welches mit 60 Gabelten uud 17 Manu Besatzung auSgefahren ist und am Mittwoch bei Lowestoft hätte sein müssen, gewesen ist, da daS Schulschiff auf die BLschreibung des SchiffeS paßt uud von ihm bi« fitzt jede Nachricht fehlt. Odessa, 20. März. Im hiesigen Hafen werden weitere 16,000 Mann mit zahlreichem Kriegsmaterial auf Schiffen der freiwilligen Flotte, sowie auf gemieteten französischen Dampfern nach Ostasien eingeschtfft. Konstavtillopel, 20. März, Der Sultan ordnet an, daß im heutigen Ministerrath ueuerdtng» die Frage Landtdatur deS Prinzen Georg für den Gouverneur posten von Kreta geprüft uud ihm sofort über daS Erg^bntß der Berathung Bericht rrstatiet werden soll. Keoele« »nö provinjielk#, 4- Büdingen, 21. März. Heute fand die öffentliche Prüfung der lavdwirthschaftltcheu Winterschule und der erweitetteu Handwerkerschule dahier statt, womit biefelbea für dieses Halbjahr geschlossen werden. Außerdem tagte heute hier der Kreistag des Kreises Büdingen, um den Voranschlag der KretSkasse für 1898/99 zu berathen, die Rechnung für 1896/97 zu prüfen und sonstige Gegenstände zu erledtgen. △ Mainz, 20. März. Bezüglich der Einführung der Perron sperre auf den Linien der vormaligen Hesfischea LudwigSbahn fand gestern Nachmittag eine Conferenz von Vertretern der Eisevbahndirectiou Mairz, der hiesigen ftabtt* schen Verwaltung und der Mainzer Handelskammer statt. Beide letztgenannte Vertretungen gaben dem Wunsche Ausdruck, daß die Perronsperrc durchgeführt werde, ohne daß der freie Verkehr deS Publikums mit den Wartesälen behindert und daß Etnrichlungeu geschaffen werden, welche die Aufgabe von Briefen tu dte Postzüge noch in dem letzten Augenblick vor Abgang der Züge ermöglichen. Dte Eisen- bahudtrection nahm dte Wünsche ad referendnm und versprach die weitgehendste Berücksichtigung. — Der jüngst wegen Ermordung seiner rhemaligku Geliebten von dem hiesigen Schwurgerichte zum Tode verurtheilte HauSbursche Simon Mertz anS Bonn hat Revision bei dem Reichsgericht nachgrsucht. Vernmischtes. * Der Kuchen der Kaiser». Wie der Kaiser einer guten und nahrhaften Hausmannskost im Allgemeinen den Vorzug gibt, so tst er im Besonderen jedem allzu feinen Kuchen abhold- eS muß deßhalb der Theetisch auch stet« einen — wie der Kaiser ihn nennt — „vernünftigen" Kuchen aufweisen. SS dürfte unsere Hausfrauen wohl interesfiren, wie dieser Kuchen beschaffe ist und wo das Recept her stammt. Während deS alljährlichen JagdausenthalteS de« Kaiser» in seinem Jagdschlösse Rominten wird alle» Gcbäck — da in dem Dörfchen gleichen Namen- ein Bäcker nicht ansäsfig ist uud die nächste Stadt (Goldap) gegen 3 Meilen entfernt liegt — in dem Hause bei Jagdaufsehers Zeidler von einem diesem verwandten jungen Mädchen hergestellt. Der Kuchen, der hier für den Kaiserlichen Jagdherrn gebacken wurde, fand bei diesem derartigen Beifall, daß fortan auf besonderen Befehl des Monarchen in der Katseriichen Mundküche allabendlich ein solcher hergestellt werden muß. ES ist dies ein einfacher, kein sogenannter ^abgerirbener" Nupfkncheu, welcher nur die allernothwendigsten Bestandtheile enthalten und döchfteuS etwas nach Mandeln schmecken darf. * Wegen unlauteren Wettbewerbe» durch Ankündigung besonderer Billigkeit infolge günstigen AccordS mit seinen Gläubigern (!) wurde Confectionär Lesekziuer in Beutheu (Ober-Schlefirn) zu 300 Mk. Geldstrafe verurtheilt. * Der Goldfisch, der kleine, 1611 von den Portugiesen in Europa eiugefühne, farbenprächtige und bescheidene Chinese, ist heute im Palast wie in der Hütte überall ein beliebter HauSfteund. Leider aber wird er auS Unkeuutuiß und Gedankenlosigkeit in Bezug auf Wohnung und Nahrung weist schlecht behandelt, ja geradezu grausam gequält. Sein LooS zu verbessern stellt fich ein kleines, höchst elegant auSgestatteteS Heftchen unter dem Titel „Der Goldfisch uud seine Pflege, eine Epistel zur Verhütung einer gedankenlosen Thierquälerei von Schulte vom Brühl" zur Aufgabe. Der bekannte Schriftsteller und Naturfreund gibt hier in Form einet anmuthigeu Plauder-BriefeS an eine Freundin alles zum Besten, waS jeder Goldfischbefitzer über da» Fischchen und seinen Unterhalt wissen sollte, und daS ist mehr als Mancher denkt. DaS mit zehn Illustrationen geschmückte Heftchen, das gegen Einsendung von 30 Pfg. franco von Fischereidirector Bartmanu in Wiesbaden zu beziehen ist, verdient die wärmste Empfehlung- die kaltblütigen Herren Goldfische haben alle Ursache, dem Autor dankbar für diese warmherzige Bertheidigung ihrer LebenSinteresseu zu sein. • Deutsche Lehrerfahrt nach Ztalieu. Der wirklich herzliche, ja begeisterte Empfang, ben die deutsche akademische Jugend gegenwärtig in dem gast- und bundeSfreundlichen Italien findet, hat in den Kreisen deutscher Lehrer den Wunsch entstehen lassen, ebenfalls eine gemeinschaftliche Reise nach Helperien« Fluren zu unternehmen. Dieser Wunsch hat nun eine greifbare Gestalt angenommen, indem Eine derartige Fabrt deutscher Lehrer nach Italien während brr bevorstehenden Osterserien auSgefÜhrt werden wird. Die Reise, die mit Rücksicht auf die älteren Herren diesmal ab Genua nicht per Schiff, sondern durchweg per Bahn au«- geführt werden wird, geht Über Luzern und die Golthardbahn nach Mailand und Genua, sodann über Spezia, P-.sa, Stüita* v-cchta nach Rom, woselbst das Osterfest verbracht wird, weiter nach Neapel mit dem Vesuv und der blauen Grotte, sodann über Pompeji, Sorrento, Salerno, Battipaglia bi« zur alten ,Neptunstadt" Paestum. — Der Preis für die ganze Reise, von Luzern ab durch-u« zweiter Klaffe Eisenbahn, mit vollständiger Verpflegung, einschließlich Wein und Logiß In Hotel- ersten Ranges, mit den Ausflügen In die nähere und weitere Umgebung Neapel-, sowie einschließlich särnmt- licher Hoteltrrnkgelder beträgt nur 340 Mk. Familienmitglieder, sowie sonstige Anverwandte und Bekannte der theilnehmenden Lehrer können eingesührt werden. Ausführliche Prospekte verlange man von dem Pedell des Kaiser Friedrichs'Ghmnafium- in Frankfurt a. M., welcher dieselben jedem Anf^agenden gratis und franco Übersenden wird. • Sind Heilstätten für Lungenkranke eine Gefahr für ihre Umgebung? Diese Frage ist in der Gegenwart, wo für die Errichtung besonderer Heilstätten für Tuberculose mit größerer Entschiedenheit eingetreten wird al- je, eine höchst bedeutsame geworden, und eS ist daher mit großer Genugthuung zu be* grüßen, daß kürzlich ein Schweizer Arzt sich einer genauen Untersuchung der Frage unterzogen hat. Die Furcht vor der Ansteckung hat sich mit der Entwickelung der Bakteriologie nur vergrößert. Danach ist e- auch kein Wunder, daß eine Bevölkerung mit großer Sorge dem Plane zur Errichtung eines Sanatoriums für Lungenkranke in der Nähe ihres Wohnsitzes gegenüderfteht. Aus diesem Grunde sträuben sich manche Gemeinden dagegen, das nöthiae Land für eine solche Heilstätte herzugeben. Dem gegenüber ist nun zunächst nachdrücklich hervorzuheben, daß eine bloße Berührung deS rnensch- lichen Körpers mit Tuberkelbazillen zu einer Ansteckung keineswegs ausreicht, daß vielmehr zu einer solchen eine Verletzung der Haut oder der Schleimhäute nöthig ist, außerdem ein geschwächter Zustand der körperlichen Kräfte vorhanden sein muß. Ferner ist die Thatsache sehr beruhigend, daß die Tuberkelbazillen leicht Feuchtigkeit aunehwen, daher nur selten als Staub auffltegen und auch dann rasch wieder zu Boden fallen. Auch die Erfahrungen sprechen für diese Annahmen, denn Aerzte, Wärter, Krankenpflegerinnen rc., die fortgesetzt mit tuberculösen Personen zu thun haben, bleiben fast immer gesund. AIS ein weiterer wichtiger Beweis kommen nun die Untersuchungen von Dr. Aebi hinzu, der nach dem Todten- register de- seit vielen Jahren vorzugsweise von Lungenkranken benutzten Kurortes Davos in der Schweiz feststellen wollte, ob sich die Tuberculose feit dem Aufenthalt solcher Kranker al- Kurgäste unter der ansässigen Einwohnerschaft verbreitet hat oder nicht. ES wurden diesen Untersuchungen die CivilstandSregister des Kreise- DavoS au- den letzten fünfzig Jahren zu Grunde gelegt. Da- Ergebniß kommt darauf hinaus, daß diese Krankheit sich in diesem Jahrzehnt nicht merklich unter der Einwohnerschaft auSgebreitet hat. Die- ist um so auffallender, als sich vielfach Lungenkranke nach ihrer Befferung an dem Orte niederlaffen. Der Verfasser zieht au- feinen Untersuchungen den beruhigenden Schluß, daß die Bevölkerung der Umgebung von Lungenheilstätten einer vergrößerten Ansteckungsgefahr Seiten- der Tuberculose nicht ausgesetzt ist. * Der letzte Grenadier von Waterloo. Der letzte lieber» lebende der „großer: Armee" ist im Alter von 105 Vt Jahren tn Frankreich gestorben. ES war dies Victor Baillot, der mit jungen Jahren in die Armee Napoleon- eintrat, eiege und Niederlagen rnttrnachte und zuletzt bei Waterloo in englische Gefangenschaft geriet!). Nach seiner Rückkehr auS England 1815 wurde er als hochgradig Schwindsüchtiger einfach entlassen, was ihn bei seiner musterhaften Lebensweise indessen nicht hinderte, noch 83 Jahre zu leben. Seit Waterloo hat ihn nichts ober fast nichts erregt ober bewegt. Ec erinnerte sich nicht mehr ober nur unbestimmt der anbereu Ereignisse, welche seinem Jahrhunbert ben Stempel aufge drückr haben. Während de- größten Theile- seiner Zurückgezogenheit arbeitete er täglich neben feinem Schuhmacher- Handwerk im Felde und führte auch 30 Jahre lang eine kleine W rthsch.ift. Bis zu seinem 90. Jahre hackte er alljährlich noch sein Stück Weinberg um und im 96. Jahre ging er noch fünf Kilometer in Holzschuhen Tag für Tag spazieren. Seit dem letzten Sommer indessen verließ er sein Ammer nicht mehr, und in diesem Winter erhob er sich nur selten vom Bette. Ein Beispiel ungewöhnlicher Rüstigkeit geb dieser „Schwindsüchtige" bei der Frier seine- hundertjährigen Geburtstage- am 9. April 1893, bei welcher 35 bis 40 Gäste, lauter Verwandte, darunter Enkel und Urenkel, zugegen waren. Im festlichen Zuge, an d-ffen Spitze der Jubilar mit feiner 75jährigen Nichte einherschritt, begab man sich zu dem Bankettiaal, dessen 15 Stufen 8ater Baillot aüein emporstieg. Er machte da- Fest mit vielem Humor mit, aß von vielen Gängen und eröffnete mit der Nichte den Tanz. Nun hat er sich zu seinem Kaiser und den anderen Grenadieren versammelt. • Sin König all H-telbefitzer. Der König von Württemberg besitzt in Stuttgart zwei große, äußerst prächtig erbaute Hotels. Die beiden Logirhänser, mit alle« Lomfort der Neuzeit eingerichtet, befinben sich tn wunderbarster Lage und bringen ihrem hohen Besitzer jede- Jahr eine sehr stattliche Summe ein. Uebrigen- hat etn Mitglied de- regier enden Hause- Württemberg schon viel früher im eigentlichen Sinne bei Watte- sich al» Hotelier gedn. Am Anfänge de- achtzehnten Jahrhundett- reffte Ezar Peter ber Große nach Stuttgart, um dem Herzoge feinen Besuch zu machen. Um bem Fürsten aber nicht lästig zu fallen und am selbst ungehinderter in seinen Bewegungen zu sein, äußerte ber Ezar den Wunsch, im Hotel logtren zu dürfen. Der Herzog ging auf diese originelle Idee ein, kehrte aber ben Spieß um. Er ließ nämlich an ber Fatzade feine« Schlosse« bie Inschrift anbringen: „Zum Versammlungsort ber Monarchen" unb empfing selbst im Anzug eines Gast- wirthe» an ber Treppe feine« — Hotels den Herrscher aller Reußen. • Ausländer in Deutschland. Da« soeben erschienene erste Heft de« Jahrganges 1898 der „BierteljahrShefte zur Statistik des Deutschen Reiches" enthält Nachweise über die Ausländer im Deutschen Reich nach der Volkszählung vom 2. December 1895. Darnach wurden im Ganzen 486 190 fremde Staatsangehörige ermittelt unb zwar 270 908 männliche unb 215 282 weibliche. Im Vergleich mit ben Ergebnissen früherer Zählungen hat sich ihre Zahl bebcutenb vermehrt, von fünf vom Tausend der Reichsbevölkerung im Jahre 1871 bi« auf neun vom Tausend im Jahre 1895. Am stärksten vertreten find die Staats-Angehörigen der österreichisch-ungarischen Monarchie mit 222 952 Personen, tn weitem Abstande folgen bann bie Nieberländrr mit 50 743, bie Schweizer mit 44 875, bie Dänen mit 28146, bte Russen mit 26 559, bie Italiener mit 22693, bie Franzosen mit 19 619, die Engländer (Briten und Iren) mir 15 290. Au« nichreuropäischen Staaten sind nur 20 204 Personen, da« heißt 4,2 pEr. der gesummten R'.ichSauSländer ermittelt worden, darunter allein 117 66 Angehörige der Vereinigten Staaten von Amerika. * ein Arzt all Quacksalber. Dieser Tage erschien vor dem Pariser Strafgericht ein Quacksalber, der in einem Außeuviertel heimlich sein Geschäft betrieb: „Sie find ungesetzlicher Ausübung des ärztlichen Berufe« ungeklagt. Wal haben Sie zu erwidern?" „Ich bin Arzt, Doctor der Pariser Facultät/ hier mein Diploms „Gehört Ihnen das wirklich?" „Mein Anwalt wird Ihnen alle Beweise beibringen." „Aber warum haben Sie, obwohl Sie wirklich Arzt sein wollen, Ihren Beruf heimlich geübt, wie die Polizei festgestellt Hut?" „In dem Viertel, wo ich mit Frau unb Kmdern wohne, mit bem Schilb all Doctor medicinae an ber Thür, habe ich nur wenige Kranken. In ber Ehapelle (Außenviertel) aber, wo ich in einem unansehnlichen Hause bloß ein Absteigquattier habe unb heimlich Kranke empfange, um al« ein echter rechter Quacksalber zu gelten, habe ich großen Zuspruch. Was mir dort schaben würde, ist mein Doctordiplom, meine amtlich erkannte Eigenschaft al« Arzt." Der falsche Quacksalber, aber echte Arzt, wurde freigesprochen, da sich die Wahrheit feiner Angaben bestätigt fand. • De« Rus, die kosmopolitischste Stadt der Welt zu sein, nimmt Chicago für sich in An'pruch. Oderrichter Fuller erklärte kürzlich, daß in Chicago mehr Polen wohnten, oll tr. irgend einer Stadt Böhmens, mehr Deutsche al« in irgend einer Stadt Deutschland-, mit Ausnahme von Berlin, mehr Iren al« tu irgend einer Stadt Irland«, auSgenommin Dublin, und mehr Italiener al« tn irgend einer Stadt Italien«, mit Ausnahme von Neapel und Rom. R chter Brewer fügt hinzu, daß Chicago auch mehr Heilige unb mehr Sünder habe all trgenb ein Ort, mit Ausnahme von H mwel nnb Hölle. Richter Brewer versteht sich auf den Scherz de« Leben«. Er sagt: „Dank den Ehescheiduvg«- gerichten in Chicago kann dort ein Mana tausend Weiber haben, wie der alte Salomo in aller seiner Glorie. Aber er muß sie nacheinander nehmen, nicht gl'ichzeitig. Sonst geht« nicht." • Die deutsche Tiefste-Expedition. Heber die ozeanographischen Aufgaben unb ben voraussichtlichen Verlauf ber für bie Zeit vom August 1898 bis Enbe Mai 1899 geplanten beutschen Tiefste - Exprbition sprach vor Kurzem Herr Dr. Gerharb Schott aus Hamburg in ber Berliner Gesellschaft für Erdkunde. Die Expebition wirb, wenn ber Reichstag bie bafür beantragten 300 000 Mark bewilligt, wahrscheinlich berartig eingeführt werben, baß man unter Mitwirkung ber Marine einen großen, bei jedem Wetter seetüchtigen Handelsdampser von etwa 2000 Registertonnen Raumgehalt chartern unb für bie befonberen Zwecke ber Expebition mit allen ersorberlichen Einrichtungen versehen wirb. Zum Letter ber Expebition ist Pros. CHun-Brcslau ausersehen. Ihm wirb ein Stab von 5 bis 6 Zoologen, 1 Botaniker, 1 Chemiker, 1 Ozeanographen (ber Redner) unb 1 für astronomische Messungen geschulter Navigator beigegeben werben. Die Reise soll in brei' Abheilungen vor sich gehen: Hamburg — Kapstabt — 10 000 Seemeilen, Zett 100 Tage; Kapstabt — Sansibar — 6700 Seemetten, Zett 75 Tage- Sansibar—Colombo auf Ceylon unb Colombo via Suez-Kanal zurück — 5500 Seemeilen. Aus der ersten Route ist die Untersuchung der tiefen Rinne zwischen den Farör- unb ben Shetlands Inseln unb ber merkwürdigen unterseeischen Schwelle von 500 Dieter Meeresbrette im Atlantischen Ozean beabsichtigt, durch welche die kalten Strömungen au« dem Polarmeer aufgebalten werden. An einigen Stellen wird diese Schwelle vom Polarwasser über* strömt; sie sind durch krasse Temperaturgegensätze und wahrscheinlich auch durch starke Verschiedenheiten der Fauna gekennzeichnet. Hier bietet sich die erste Gelegenhett zur Erprobung der Instrumente. Im MeeresgeLiet zwischen den kanarischen Inseln und Azoren sollen bann bie bis 50 Meter unter ber Oberfläche bei Meeres aufsteigenden, mehrere 100 Meter breiten Untiefen fonbirt werben, welche insofern hohes Interesse gewähren, al« sie mit Meereltiesen von 4- bis 5000 Meter abwechseln unb wahrscheinlich als bie Gipfel vulcanischer Erhebungen anzusehen sind. Möglichst nahe ber Küste be« Festlandes soll dann über die Capverdischen Inseln der Cur« auf Kamerun genommen und hier untersucht werden, welche Mengen organischer Substanzen dn Tropenfluß in« Meer führt. Unter Benutzung de« um die betreffende Jahreszeit nördlich de« Aequators wehenden SO-Passats unb be« südlich davon angetroffenen SW-Monsums wird alsdann via St. Helena unb Walfischbai die Kapstadt erreicht und auf diesem Wege bann burch zahlreiche Tiesseelothungen die noch ziemlich unbekannte tiefe Rinne im östlichen Atlantischen Ozean zn bestimmen versucht werden. Vom Kap der guten Hoffnung aus wird ber Cur« zunächst südlich auf die Prinz Edward Inseln genommen werden, um auf der ausgedehnten flachen Bank, welche sich in diesem Theil des südlichen Indischen Ozeans erstreckt, Beobachtungen anzustellen. Da« Eindringen in das antarktische Eis ist nicht beabsichtigt, zumal in diesen Meeresgebieten fast immer sehr schweres Wetter herrscht. Man denkt an der Grenze des Eises, vielleicht bd 50 Gr. s. Br., umzukehren und die Richtung nach der Küste von Madagaskar zu nehmen, die Zambesi - Mündung zu berühren und den fübäquatoriaL'n Strom zu erforschen. Mit Httfe des ganz dünnen aber äußerst festen, bis 3»/, Gentner tragenden Drahtseils des Leblanc'schen Apparats können jetzt Lochungen der größten Tiefen in V/t bi« 2 Stunden aus- geführt werden. Außer dem älteren zu Temperaturmessungen in beliebigen Tiefen benutzten Umkehr - Thermometer, dessen Temperatur-Angaben n ch Analogie der bekannten Minimum- Thermometer durch Umkrppcn fixirt werden, steht jetzt ein Thelethermometer von den werthvollsten Eigenschaften zur Verfügung. * Aos bet Epoche bet Radfahrer. Au dem „Lied von der Glocke" werden ürnderun^en nökhlg sein, namentttch bei der Schilderung der schöuen Zett der jungen Liebe. Da muß el wohl heißen: „Unb herrlich in der Jugend Prangen, Ai« wir au« Hlmmellhöh'n genaht, Mit tzurrkelroch erhitzten Wangen, Sieht er die Jungfrau auf dem Rad, Der Jüngling ist kein blöder Wicht, Er kaust ein Rad, ein elegante«, Em Schauspiel ist'«, ein höchst pikante«, Unb nimmt gleich Radfahrunterricht. Bald kann er öffentlich erscheinen, Wie e« der Lehrer ihm versprach: Unb wo „Sie" strampelt mir ben Seinen, Da strampelt „Er" der Jungfrau noch."__________ Literatur uuö TLuuft. — An der Wende bei 19. Jahrhunderts rüstet sich auch der deutsche Buchhandel, um de» für bte Entwickelung aller Länder und Völker so bedeutungsvollen Zeitabschnttt tn Won und Bild zu feiern. Bei dem allgemeinen vtrebrn nach Betehrung und Aufklärung halten wir eS für unsere Pflicht, auf etn neues populäre« LleferungS-Prachtwerk hinzuwetsen, daS unter dem Titel rTa« 10. Jahrbnndert in Wort nnb Bild", Politische und Eulrur- Geschrchte, herausgegeben von Hans Kraemer tn Verbindung mtt hervorragende« Fachmännern, demnächst mtt seiner ersten Lieferung an die Oeffenllichketl tritt. Nach dem unS soeben zugegangenen Programm soll das neue Prachtwerk, das tn dem rühmlichst bekannten Verlage des Deutschen VerlagShauseS Bong & Co., Berlin W., tn 60 virrzehntägtgen Lieferungen erscheint, «inen umfassenden lieber» blick über den Entwickelungsgang auf allen Gebieten de« praettschm und geistigen Lebens der letzten hundert Jahre geben. Der Text soll klar und fesielnd, tn vo'ckSthümlrcher Weise geschrieben sein und tn besonderen Hauptabschnitten sowohl die Staaten- unb Dölker- geschichte, Gesetzgebung und Soctalpolittk, wie auch Wissenschaft, Literatur, schöne Künste, Erfindungen und 1$ntb*cfungen behandeln, ebenso aber auch dem Weltverkehr, dem Handel, dir Industrie und Technik, den Moden, Gebräuchen u. a. m. eingehende Beachtung schenken. Eim reiche« Bildermaterial wird die einzelnen Abschnitte erläutern. Ueber 1000 Illustrationen in Bunt- und Schwabbruck, zahlreiche Extrakunstblätlec und Facsimlle-Betlagen werden daS Werk zu einem besonders werthvolleu gestalten. So dürfte der Inhalt nach jeder Seite hin nur da« Beste bieten unb wir werden ntcht verfehlen, nach Erscheine» der ersten Lieferung auf diese« vielversprechende Werk zurückzukommen. ' ' -1 - ■ ■ ■ 1 ----- ■ !i Verkehr, CanO» tmd — vuderrrl'sche «iserrwerke in Btt lat. Wie der Geschäftsbericht für 1897 herborhebt, ist die Erwartung auf ein gutes GeschäftSergebniß In Erfüllung gegangen, obwohl w-grn des notbwendig aevorbeven vorzeitigen AuSblasens de« Ofens II auf der Sophtenhütte die Roheisenerzeugung um 15000Tonnen g schmälert wurde und nur 92534 gegen 98782 To-nen tm Vorjahre betrug. Der durchschnittliche VttkaufsprriS des Roheisen« erhöhte sich um 3,23 Mk. für die Tonne, der des Erzes um 1 16 Mk. unb ber be« CokeS um 0,94 Mk. Der Belrirhrüberschutz der Hütten, deren Um* und Neubau nunmehr tn der Hauptsache berabtgt ist, bt'rug 764200 Mk. (tm Vorjahr 815887 Mk.), der der Grud-v feWße der höheren Erzpreste unb ber vermeß ttn Fkrbcrung von 165959 Zorn. (128568 2or.n.) 425941 Mk. (191622 Mk) Für erfolgreiche II ter - suchungl-, Aufschluß- und Vorvicht-ngkarbetten wurden 232595 Mk. der besonderen Rücklage zur Last geschriebm; eben derselben wurden 126830 Mk. Kosten der ÄnleherrS Aufnahme und Umwanblung belastet, während ber Rest dieser 329999 Mk. betragenden Ausgabe aus dem 203169 Mk. betragenden Gewtn.revorttag au« dem Vorjahr gedeckt wurde. Die D rfasiung der Gruben hat sich durch die Aufschluß- und Porrichlunpsarbdlen gebessert: für 1898 ist e>ne Förderung von 190000 Tonnen in Aussicht genommen wordm. In der Virwerthung von Schlacken ist ein weiterer Fartschrttt \u verzeichnen unb eine noch vonheilhaflere Aulnutzung derselben in Erwägueg gezogen uiort-en. Ihren Befitzantheil an d« Eisenwerken Hirzenhain und Lollar hat die Gesellschaft mit 45350 Mk. zu Lasten der Betriebsrechnung d trau?t. An freien BetrisbSmittUn befaß tfe Gefell- fchait Ende 1898 nach Abzug deS auszukehrendm Gewinnes 721614 Mk-, denen die bis Ende 1898 sfeiparten restltchen 5000M Mk. der ndien und nunnvfcr einzigen Anleihe von 65000C0 Vit. btnzu- trete». Au? dem 625235 Mk. (Im Vorjehr 447594 Vit.) betragenden Rohgewinn sind 334651 Mk. (210000 WJ «bichreibungm b-sttttten worden. AuS dem Reingewinn von 290584 Mk. (237 594 Mk.) sollen 14529 Mk. (11880 Mk.) der Rücklage üaerwieien, 26224 Mk. (10691 Mk.) Gewinnanteile und 240000 Mk. gleich 6 pCt. Dwidende (i. V. O.) der Dorrechtsactien bestritten sowie 9829 Mk. (203169 Mk.) vorzetragen werden. Aul dem Sch'ußwort deS Bericht« dürfte der Schlr ß gezogen werden, daß das Unternehmen sich gedeihlich entwickelt hab: unb daß auf Grund der bereit« bewwtten Erz- und Rohettenoe-käufe trotz des um 2 Mk. höheren CokelpreiseS auch für das Jahr 1898 etn ktfriebigenber Abschluß io Aussicht gestellt werden könne. Am 1. F bnic 1898 warm auf etwa 70000 Tonnen Roheisen Aufträge zu 2,4 Mk. «öderen Preisen alS gleichzeitig ttn Vorjahre vorhanden. Tas mtt Ende 1898 ablaufende Rohetscv-Syndtcat habe sich durchaus bewährt, fevc Erneuerung sei zum Setten be« deutschen Hochofenwesens trfng-cib zu wüasche»; bet Umstand, daß verschiedene Hochofenwetke dem Verbände noch nicht beigetreten feien, bilde allerdings eine Gefahr für ben S«bonb; e« stehe aber zu hoste», daß diese Wucke ihre Stellung zu der Frage »ach ändern würdm. Die Mattttage bade sich für Gießerei Ersen nicht wesentl-ch verärdert, wenn auch die Nachfrage zur Zeit nicht mehr so lebhast sch wie im vorigen Jahre. Der Vorstand ber Gesellschaft glaubt, daß die be- ftebenben Verbänbe eine jähe Derfchlec,terung luuKKitlxb dann verhindern werden, wenn, wie baabstchtiDt, ihre Vereintgung die Etniuhr nach Möglichkeit beschränkt und die A»sfuhr fördert. 3n betreff der Frachtoerhältntffe erwartet der Vorstand bestimmt, daß die oem Sanbeseisenbahnratb gewünschte Untersuchung der Verhältnisie i« Lahn-, Dill- und Siegbezirk zu einer baldigsten Verbilligung der CokeS- und E^zfrachttn für ben Bezirk führen werde. 1,8 ftbi ÄS1» ^en. SÄ !«S d-r Rüfle ®on K."rs iin¥* iäSä ,Ito <Äfa M d--» „„ W letD, noMemitd) bü langen Ölebe. Damh in Mhlar. ®ie b” > 5 die Srmirtung auf «to - obll-obl w/gm dks M®ß u Ofms II au! ' iROOOZonntn ® 10 « «miibTt brnug. «‘ÜSTÄjÄ d-r ^„ nl65959ZorP' -rrberM E Urt ,rtt,J01SknWurrn *2 MMVlE £ >9 'M 6ttrS£ß«ieV ubdItiwflÄ w ‘toeft ,.(■ für l®90 ’L der SAsM SSS®5J»§ 1151^^5® 5006®®®’ 8tag E vor °7 sich n|) s&J&fc? Z2E? ib'auf^Lf jß»35, dat rfl,erÄ- ds ü5 setai. SsO" [ Äkt- ’ d Prangen, it°ch, wg'v, bim Rad, -r Wicht, anttl, >G pikantes, intenicht. chckev, 'sprach: nit ben deinen, iigfrou nach/ Armst. mbtrtS rußet sich auch btr wtckctung iflrr l'inbfr unb t in Won unb $iib za nach dciehWg unb Auf- , iuf ein neues populitti untit dem Ittel »Tal N", PvWche unb Gutatt« armer in tijeibütbuug mit mtt feinet ersten Lieferung J iotbai lugegengenm Pro- n dem rühmlichst bdannten Song 4 Ko., Berlin W, >!, einen mnfiffmben liebet» len Gebieten des Miif-Hm r! Jah.e geben. Dn Text Weife geschrieben fcki und die Stillen» nnb Aller- iÜ, wie auch Wenlchast, nb Mbeckungm btbaiM höbt!, btr 3nbufide imb m, iMmbt Mlung cd die etnjdntn Abschnitte W unb 6WM -Maaen werben bad Der! L. So bürste bet SM unb wir werben nicht Lieferung auf bieslS oiklvm Städtischer Arbeüsuachweis Meßen. Garteuftrahe 2. _ /n ?ßug Der Gebrauch von Fay's achten Sodeuer Mineral-Pastillen hat nicht wie andere Hustenmittel lästige Nebencrscheinungrn als Magenbeeohwer- deo, Uebelsein rc. zur Folge. Gan; im GegeMheil wirken dieselben vermöge ihres hohen Salzgehaltes äußerst günstig auf den Magen ein und können mit Erfolg selbst bei Magen-Katarrh verwend, werden. 3e«g«itz. Ich bttte Sie ergeben-! mir (folgt Bestellung) zu meinem eigenen Gebrauch zukommen zu lasten, da ich die gute Wirkung der Pastillen und Quellen in meiner Praxis vielfach gefunden habe. Hochachtungsvoll Dr. H. T., dir Arzt b- Stadtkrankenh. M-, 29. Roo. 97. Preis 85 Pfg. p. Sch. U berall erh. nnb btr OGH fangen. D «ÖS es G 5* es er 410 Ohne der Wäsche zu schaden, reinigt Wo. 1 Dr. Sprenger’s Wasch extract 2550 2W wunderbar!!! 3oooaaocoooocxx3acxDioioiocxxx3Dtxxx)oaocxxiQQ20Doaaocx2oaDooooc ; Sehr Sehr Richtig! Zu den billigen, leichten gebrannten Kaffee*» gehört ein > guter, kräftiger Cichorlenkaffee, und das ist entschieden f Engelharöfs Cichorienkaffee in rotben und gelben Packeten. In allen X Geschäften erhältlich. 27Rn v Neüanntmurhullg Verdingung. Die Maurer-, Schreiner-, Schlosser-, Glaser- und Weihbinderarbeiten zur E'tirichlung einer Volkslefehalle im südlichen ThorhauS am Selters- thor sollen Donnerstag, 24. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, öffentlich verdungen werden. Die Verdingungsunterlagen sind während der Dienststunden bei uns auf Z mmer Nr. 6 einzulehen und Angebote auf Vordruck bis zum genannten Termin emzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 16. März 1898. Das Stadtbauamt. I. V.: Gerbel. 2805 Bekanntmachung. In der am 11. Februar l. I. abgehaltenen Hauptversammlung des landwitthschaftlichen Consumvereins zu Grüningeu, eingetragene Genosser.» schaft mit unbeschränkter Haftpflicht, wurde an Stelle des Christian Karl Engel der Adam Andreas Euler von Grüningen zum Vorstands mitgliede gewählt. Eintrag im GenossenschaftSregister ist erfolgt. Lich, am 17. März 1898. Großh. Amtsgericht. Süffert. 2933 Bekanntmachung. In unser Genossenschaftsregifter wurde auf Seite 132 unter der Rubrik: „Gießener Omnibusgesellschaft, e. G. mit beschr. Haftpflicht zu Gießen", Folgendes eingetragen: Stadtverordneter Heinrich Adami zu Gießen ist aus dem Vorstande ausgeschieden und an dessen Stelle Stadtverordneter F. Helfrich dahier zum Vorstandsmttglüd bestellt worden. Gießen, den 18. März 1898. Großh. Amtsgericht. Neuenhagen. 2946 A Versteigerungen/ Dienstag den 22. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich gegen Baarzahlung Ättt» stadt 65 dabttr: a- 10 ftlb Taschenuhren, darunter auch Damenuhren, 4 Douplo - Ketten, 1 Lopha, 1 Waschtisch, 1 Kleiderschrank; d. 1 Pferd, 1 Ptanino, mehrere Oel- gemälde, 2 Betten, 1 Derticow, 2 Sophas, 2 Klttderschränke und andere Möbel. Vrrstei gervag ad a findet »trimmt, ad b theitweise statt. 2604«oitt, Gerichtsvollzieher. Holzversteigerung. Im Freiherrlich von Milch- liug'scheu Oberseilsbachswald bei Treis a. d. Lda. werden Montag den 28. d. Mts., von Nachmittags 2 Uhr au, versteigert: 2 Eichenstämme mit 0,85 fm und 4 Buchenstämme mit 3,52 fm, 96 rm Buchen-Scheiter, 16 „ Buchen-Knüppel, 140 „ Buchen Reisig und 20 „ Buchen-Stöcke. 2930 Treis a. d. Lda., den 17. März 1898. Am end t, Forstmeister. , Dienstag bnt 22 und Mittwoch den 23 März 1898, sideSmal Nachmittags 2 Uhr, sollen im Psandlocale zu Gießen, Seltersweg H, gegen Baarzahlung versteigert werden: Sopha, Commode, Kleiderschtänke, Regulator, Stühle, Hobelbank, Nchen- ftämme und Etchen-Dielen, ein Wagen und sonstiges Hausgeräth. 2499 Kemmer, Pfandmeister. Holzverkauf in der König!. Oberförstern Krofdorf Dienstag den 29. März 1898, Vormittags 9 Uhr, im Freund'schen Gafthause zu Krofdorf. Schutzbezirk Krofdorf Distrikt 4 unb 5 (Jungfer, aaneowalb): Eichen: 14 rm Schichtnutzholz (2 m lang), 9 rm Knüppel, 120 rm Reiser; Buchen: 9 rm Scheit, 37 rm Knüppel, 507 rm Reiser; Fichten: 3 Stämme — 0,92 fm, 5 rm Reiser. Distrikte 11. 12 und 14 (F-h^bachSkopf): Eichen: 1 Stamm — 0,13 fm, 2 rm Schichtnutzholz (2 m lang); Buchen: 15 rm Scheit und Knüppel, 1746 rm Reiser. Distrikt 21b (ttühiett) Fichte: 1 rm Knüppel. Der Kömgliche Oberförster. Busold. 2931 Bohlen- u. Bretter- Versteigerung. Mittwoch den 30. d. M., Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen auf dem .Fabrikhofe der Concurs- mässe Bang Sf Müller dahier die derselben gehörigen Holzvorräthe: ca. 53 fm Eichen Bohlen, 116 fm Kiefern- und Tannen-Bohlen und -Bretter, 17 fm pitott-pivo-Bohlen, 20 fm Tannen-Hobelbretter, 2y2 fm Nußbaum- und eme kleine Partie Kirschbaumholz, sowie eine Partie Fenster- und Thürenbeschlägen, ein großes Quantum Holzschrauben, Glaspapier, Fensterglas und Leim, gegen gleich daare Zahlung versteigert werden. Die Bohlen und Bretter sind guter und tiockener Qualität und können zu jeder Zeit eingesehen werden. Biedenkopf, den 21. März 1898. Gg. W. Seipp, 294 7 Concursverwalter. Holzversteigerung. Künftigen Donnerstag den 24. März sollen in den Districten Burgwald, Eichköpfel, Neuhof und Buchwald, Gemarkung Winnerod, versteigert werden: 48 rm Buchen-Scheit, 2 „ Eichen „ 81 „ Buchen Prügel, 4 „ Eichen- „ 42 „ Nadel- „ 31 „ Buchen Stock, 4 „ Eichen. ,, 32 „ Nadel- „ 120 „ Buchen Reiser, 14 „ Eichen- , 208 „ Nadel- „ 310 M Weichholz, 59 Fichten Stangen mit 2,94 fm Inhalt, 93 Lärchen-Stangen mit 0,22 fm Inhalt. 3800 Bohnenstangen, 8 Buchen-Langwieden. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr am Buchwald bei der Straße Winnerod-Bersrod. Winerod, den 17. März 1898. 2884 Sames. Holz-Versteigerung« Freitag den 25. d. Mts. werden in dem Lützellindener Markwald versteigert: 8 Nadelstämme von 14 bis 30 cm Durchmesser und 6 bis 12m Länge mit 1,79 fm, 242 Fichten- Derbstangen von 8 bis 12 m Länge und 8 bis 12 cm Durchmesser, 740 Fichten-Reisstangen von 6 bis 9 m Länge, 2500 Fichten-Bohnen- stangen; Nadelholz: 103 rm Knüppel (da- von 33 rm in Schichten von 2,5 und 3 m Länge), 36 rm Stöcke, 7910 Wellen; Weichholz: 2600 Wellen. Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr auf der Frankfurterstraße bei der Sandgrube. Groß-Rechtenbach, 16. März 1898. 2783 Das Bürgermeister-Amt. (ihnpffhliinacn DoGMes Sauerkraut Wg- und Batzgurken, gut kochende Erbsen, Linsen und Bohnen emvfieblt 683 C. Roth II., UMHmrflr. 5 COGNAC tfi heute Vtediein Empfehle folgende Marken: Jas. Henneflo u. Cie. per Fl. 8 Mk., Boyoeau u. Cie. „ „ 5 „ Medtctn-Cognac per Fl. 1.50 u- 3 „ Deutscher Cognac per Lt.-Fl. 2 „ Vorsttch-Cognac per Fl. 2,50 „ 1963__________E G Ktetuhsnn. Süßrahmbutter, la. Landbutter, Margarine, Palmin stets frisch bei 2724 Adolf Geisse, «reuz. _______Telephon Nr. SO_______ Besten Medicin. Lebertbran empfi»hlt die ■ Adler-Drogerie, SeUerswrg 39. ___Otto Schaat,_____2666 ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ Drucksachen aller Art, wie: Rcchnnngen, Mittheilungen, Circulare, Briefbogen, Couverts etc. werden rasch und zu billigen Preisen geliefert von 2660 Marl Krebs Schulstrasse 1O Buchhandlg. u. 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Allg.dt.Kleinb. gek. gck. —.— 102,56 4 4 1903 .... Grundschbk. Ser. V—VI do. I-II 102.- 103.20 100.20 102.- 103.20 100.20 4 in Cöln . . Ung. Lds.'Ctt. -iverse. 100.50 99.50 100 50 99.50 101.— 101.50 99.30 Oest. Staatsb. do. Südbahn Gotthardbahn. Jura-Simplon Princ Henry . 294.'/. 7O.i , 148.20 83.50 112.90 294.1! 69 37 147 50 31 . Bi/2 4 Badische v. 86 Bayr.St.-Obl. a-Hess.S.^Obl. 102.10 102.60 101 80 102.30 102.65 102 15 47, 5 4 do. Luh. v. 88 ChinesischeAnl. Egypt. unific. . 69.50 101.10 108.30 69.20 101.30 4 4 «u»lLndtsche. Elisab.-B.strfr. Kaschau-Oder« 103.25 103.20 37, 4 do. unk. 1906 Frist. Hypbk. XIV..... 99 80 100.65 99.80 100.80 4 4 47, Buderus . . . Eisenb. Rtbk. . Hirzh. u. Lollar 101.— 101.50 99 — 83 20 113 50 8'/, 102.50 6 Mexico v. 90 . 97.60 97.30 berger v. 91 102.20 —.— 37, to.XII—XIII 99 — 99.- fiHh-ldtti. Ilfft g " 94.60 101.90 5 do. Eisenb. . 94.60 94.60 4 Lombarden . . 101.20 - — 37, do. XV. . . 100.— 100.— 160.40 m Piocrnt«. 3". 102*— 3 do. Gilbet. . 24.75 24.30 3 do...... 79 10 79.70 4 Frist. Hyp.- Dtsch Reichs«. 160.20 4 Bad. Th. 100 . 145.90 145 60 SthU-ekl. 4 Oest. Staatsb. 104.40 104.45 Creditverein 99 60 99.60 Berliner Hand. 171.55 177.50 4 Bayer. Th. 100 162.95 163.75 « «ISndische. 101.40 101.20 3 do. I-VI1I . 95.25 95.60 4 do. Ser. 27 . 102.50 102.60 Darmstadt. Lk. 161.40 158.20 5 Donau-Regul. Cöln-Minden. _ _ _ _ 6 Grlech.E.B. d. Darmstadter . do...... 3 do. v. 85 . . 92.20 37, do. Ser. 28, Deutsche Bk. . 207.20 206.30 37 138.— 137 80 1890 .... 37.50 36.10 3 /e 3 do. Erg.-Netz 94.20 94.55 30, 33 . . . 99.10 99.20 DI. Grnossbk.. 118.70 118.40 43.50 4 Gtiech.Monop 43.85 41.70 Gießen er (alte) 101.20 3 Prag-Dux 96 . 87.70 88.15 37, do. Ser. 29 . 99.60 99.80 Disct.-Eomm. 206.40 204.50 Mem. Th. 100 135.50 185.50 6 Italiener Rte. 93.70 93.90 3 7, do. v. 96 . . 8 Raab-Oedenb. 4 Ldw.Cred.-Bk. 101.95 101.95 Dresdener . . 166 80 166 — 5 Oesterr.v.1860 Oldenb. Th. 40 125.80 125.90 3 do...... 58.90 59.10 8"/, Mainzer . . . do...... 101.50 (alte) . . . 84.— 84.40 4 Hambg. Hypbk. Mitteldt. . . . 121.30 121.60 131.40 131.4» 4 Oefi.Goldrte.. 103.80 104 - 3 do. v. 97 . . 79.30 79.40 (5 er.141—250 100.85 100.80 Nationalbk. . . 143.90 151.80 27, 3 Raab-Grazer . Türk. srs. 400 92.20 93 — 4 V» Oest. Silberrte. 86.85 86.85 4 Offenbacher. . Wormser . . . do...... 103.10 103.10 4 Rudolf Gold . 103.20! 102.95 37. do. 46—190 99.75 99.75 Oest.Cred.-Act. 309. i/e 307 — 36.10 35.80 4'/« 3 Portug. Staat do...... 32.55 20 55 31.85 1 20.3 3' , lUä.UU 100.50! 101 — 3 3 Stal. gar.E.B. Livorneser . . 58.75 62.35 58.95 62.30 4 4 Meining. Hyp. do. neue . . 98.10 160.80 98.05 100.80 Zibißrif'Arüfv per Stück in DU. 38.70 39- 5 Rum. am. Rte. 100.90 101.10 4 Lissaboner . . 65.60 6 (.DU 4 Sicll. v. 91 95.75 95.80 3' , do. unk. 1907 100.— 100.— Kleyer Fahrrad 283.— 279.- Ansbacher st. 7 4 Russen v. 80 . 103.90 103.95 4 Rom II—VIII 95 — 95.25 5 Toscanier . . 94.101 94.80 4 Pomm. Hypbk. 100.50 100.50 Henninger Augsburg, fl.7 22.85 22 8) 9 V» Schwedens 80 101.35 101.25 Buenos - Aires 78.50 79 — 4 Ruff. Südost . 102.70 102.75 4 Preuß. Hypbk. Brauerei. . 149.— 148.50 Brschw.2chlr20 —.— 109.40 4 Serben v. 95 . 61.501 62 — Siindeshrl.ALl. 4 do. Südwest 102.50 103.80 VIII—XII 100.20 100.20 Farbw. Höchst. 437 50 435 — Freiburg, is. 10 26.20 25 5-> 4 Spanier . . . 55.80| 55.85 4 1 S.-Braunf. . . _ _ 1 4 Rjäsan - Uralsk 102.60 102.80 4 do. neue. . . 101.20 103.30 Rordd. Lloyd . 116.40 117.10 MaUänd.ss.10 13.60 13.9') 5 Türk.Zoll-Obl. 96.30 96.60 37, 1 do...... 100.— 99.60 4 Wladikawkas . 102.85 37, do. 1905 . . 99.80 99 80 Bochumer Guß 204.— 201.70 Meininger st. 7 22.05 22. **■ 1 do. corro.Lit.C. 25.20 25 25 37, do. Lich . . . — 5 Anatolier. . . 96.40 93.15 31/, Rhein. Hypbk. Gelsenk. Brgw. 177.50 177.30 Pappenh. fl. 7 22.40 22.5-1 1 do. LiLD. 22- 21.85 31 . Al'nbg.-Bierst. 82.— 81 40 3 Salon.-Mon. . 58.25 58.80 unk. 1904 . 99.50 99.50 Harpen. 8tqro. 177.30 176 — — Denedtqn L. 30 22.90