1808 Dienstag den 2^. Februar Erstes Blatt kbach öle Aints- unb Anzeigeblutt für den Kreis Gieren. I Gratisbeilage: Gießener Familienblätter Deutsches Retchstug. *0000® nbehörtheile. Alle Anzeigen-BermittlungSstellen de« In- und «uSUebef nehmen Anzeigen für )«t (Siebener Anzeiger ntgcgae. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Sonn. 10 Uhr. Redactton, Expedition und Druckerei: Schntstrah, Ar. 7. beste jebrauch [ bequemste - Welt 1803 xrbesimmgSmtttel, bei wann, > m der frilUU, che ro. Sdreffe für Depeschen: Anzeiger Ließen. Fernsprecher Nr. 61. A«r»S-,rei» vierreljährlich •, 2 Mari 2® Pfg. monatlich 76 Sffr mit Bringerloh«. Btt Postbezug Mark 50 Pf», ierteljahrlich. Tbompso” iW um dringende Antwort be-üglich der Ausbesserung der Pen« \ sionen der vor 1890 penfionirten alten Lehrer. Die Verhält- ntsse derselben seien sehr bedürftig und eine Erhöhung dringend uöthig. — Geh. StaatSrath Knorr erwidert, die Erwägungen der Regierung in dieser Richtung seien noch nicht abgeschlossen. Die Angelegenheit sei nicht so einfach, da eS sich hierbei um ganz bedeutende Summen handle. Die Verhandlungen feien bald abgeschlossen und werde eine Ant- wort erfolgen. — Abg. Christ wird mit alleu Kräften für die Idee der Verstaatlichung dec Volksschulen eiutreteu. Die voa deu Gegnern hervorgehobene Verdoppelung der Staats- steuer fürchte er nicht, da sich ja dann die Communalfteueru in demselben Matze verringern werden. — Abg. Brentano hält die unentgeltliche Abgabe von Schülbüchern für ein gefährliches Experiment. Man solle den Eltern die Für- ' sorge für ihre Kinder nicht allzusehr erleichtern, weil hierin eine gewisse Gefahr liege. Für wirklich Bedürftige werde von den Communen in ausreichendem Maße gesorgt. Er aalwuren-, handlangen. mpson's L Isanwolt. Gießener Anzeiger General-Anzeiger Ausland» Wien, 20. Februar. Nach einer vorübergehenden Besserung im Befinden der Prinzessin Clementine hat fich .ihr Rustand gestern Abend wieder verschlimmert, sodaß die Patientin mit den Sterbesacrameuteu versehen werden mUtit3anlbni(L 19. Februar. Infolge ungeheuren Schneefalles ist der Verkehr überall gestört- der Bahnverkehr zwischen Innsbruck und Knfstein, sowie auf der Strecke Langen-Bludenz ist eingestellt. t _ Bndapest, 20. Februar. Infolge der fortdauernden soclaltsttschen Unruhen n-erdcn jetzt °ui V->jagu°g de« Ministers des Innern alle fcclaltstifchen Anführer, die fich an Orten aufhalteu, in denen fie nicht zuständig find, an die Grenze oder an ihre ZnftL->dtgk-,t»°rte abg-Ich°b-n. Hier und in Neuhäusl sind bereit« solche «u-w-tsung.n «folgt, weitere Ausweisungen stehen bevor. Auch im Bekeser Comitat sind neuerdings Unruhen auSgebrochen. Palermo, 20. Februar. In Tro tua verlangten 800 Per* fontn, die zum Thetl bewaffnet waren, vom Bürgermeister Brot. Der Polizei gelang eS nicht, die Demonstranten au»' einand-r zu trribrn, fo dah Militär mit scharf gdabeneB Berlin, 20. Februar. Die kaiserlichen Prinzen werden am 27. Februar, dem VermählungStage des Kaiserpaares, von Plön in Berlin erwartet. Berlin, 20. Februar. Der „National Zeitung" zufolge wird der Kaiser schon am 25. Februar tu Wilhelmshaven eiutrrffen, um die Rekruten des Geschwaders zu besichtigen. Berlin, 20. Februar. Die Einrichtung der Verwaltung für das Kiaot schau-Gebt et ist nunmehr erfolgt. Lapitän Rosendahl ist zum Gouverneur des Gebietes ernannt worden. Bochum, 19. Februar. Der Berg« und Hüttenarbeiter- verband fordert durch ein Flugblatt alle Bergleute auf, an der Beerdigung der auf der Zeche „Karolinenglück Verunglückten theilzunehmrn, „ben Opfern zur Ehre, dem System zur furchtbaren Anklage." Um 7 Uhr Abend» waren sämmtltche Leichen geborgen. Bochum, 19. Februar. Wie die Verwaltung der Zeche „Bereinigte Karolinenglück" heute Vormittag 8 Uhr mittheilr, find inSgesawmt 117 Todte geborgen. In der Grude sollen fich keine weiteren Verunglückten mehr befinden. Die Beerdigung der Tobten findet morgen Nachmittag statt. Bochum, 19. Februar. Der Kaiser sandte für die Hinterbltebeneu der verunglückten Bergleute ein Bet- leidStelegramm. Der Minister des Handel» und der Gewerbe wurde ferner beauftragt, zu berichten, wa» zur Linderung der dringendsten Noth sogleich geschehen könne. Frkf. Ztg. Bochum, 20. Februar. Heute Nachmittag fand unter Theilnahme zahlreicher Vereine und einer nach Tausenden zählenden Menschenmenge die Beerdigung der Mehrzahl der bet der Grubrnkataftrophe auf Zeche „Bereinigte Karolinen» - glück" in Hamme um» Leben gekommenen Bergleute statt. Nachdem die Särge, 109 an der Zahl, in zwei riesigen \ Massengräbern auf dcm Friedhof in Hamme versenkt waren, hielten Geistliche beider Confesfionen tief ergreifende Trauer- reden. Hunderte von Familienmitgliedern umstanden laut klagend beide Gräber. Minden i. Wests, 19. Februar. Die städtischen Collegteu haben einstimmig beschloffen, von dem Garantiebetrage, deu die Provinz Westsalen leisten soll für den Mittelland- canal, die Hälfte al» freiwillige Borausletstung zu über» ? nehmen. , , n Hamburg, 19. Februar. Da» Schöffengericht verhandelte heute gegen die „Hamburger Nachrichten" wegen der Ntchtaufuahwe einer von dem Inspektor BrunS eingesandten Berichtigung in der Affaire mit dem Grafen Rantzau und wie» die Klage ab. München, 20. Februar. Der Chefredacteur der „All- gemeinen Zeitung", Geheimrath vr. Jolly, ist heute plötzlich an einem Schlaganfall gestorben. München, 19. Februar. Der Historienmaler und Pro- seffor an der Akademie der bildenden Künste, Alexander v. Liezenmayer, ist heute früh gestorben. Karlsruhe, 19. Februar. Der Großherzog und die Großherzogin von Hessen trafen heute Mittag 12 Uhr 35 Minuten hier ein und wurden auf dem Bahnhöfe va« Großherzog und der Großherzogin von Baden, sowie der Fürstin zu Wied empfangen. Die Großherzoglichen Herr- schäften gedenken um 4 Uhr 45 Mtn. nach Darmstadt zurück« zukehren. sch vollkommene if vor allen 881 Oberhessen: hf., Hfl! L"* fi« «tinem ich * "pezier. und (Wen werde. Ä 1330 »en. Stücken and •ter Mt. E$ $£Ü|L ir -Ä. Nr 44 Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Die Gießener JamtlienötLtter werden dem Anzeiger wöchentlich viermal bttgelegt. 45. Sitzung vom SamStag deu 19. Februar 1898. Tagesordnung: Antrag deS Bbg. Augst (iüdd. Vp.), die Genehmigung zum Fortgang eine» Strafverfahrens zu rrtheileu, bet welchem der Antragsteller Kläger und Wider- beklagter ist. Der Antrag geht nach kurzer Debatte on die Geschäft»- ordnungScommtsfion. ES folgt die Fortsetzung der Brrathung der Postdampser- uovelle. Abg. Graf Arnim (Rp.) hält es für nothwendig, daß in dem Gesetze selbst die Verpachtung dr» Norddeutschen Lloyd ausgesprochen werde, auf oeutscheu Werften zu bauen. Auch wüßten die Schiffe sich mit deutschen Producten ver- sorgen und nicht mit ausländischen. Frrner wünsche er, daß | der Lloyd aus allen seinen Linien seine Brkaontmachungeu in deutscher Sprache publicire und nur da, wo dies unbedingt unerläßlich erscheine, auch in englischer Sprache. Abg. Hermes (frs. Bp.) kann nicht glauben, daß es fich bei dieser Borlage um ein nationales Interesse handele und daß dieselbe dem nationalen Handel zu gute komme. Der Postverkehr werde ohnehin nut dem Augenblicke aufhören, wo die sibirische Bahn vollendet sei. Erfordere e» aber der Handel, so werde auch ohne Subvention eine andere Linie [ häufigere und schnellere Schiffe einstellen, dazu brauche man | aber nicht unsere Steuerzahler in Anspruch zu nehmen. Auf die BertragSbestimmungen wegen Nichtbefö-cderung ausländischer Producte, Fletsch aus Australien, Getreide au» Indien, lege er wenig Werth, denn dir Concurrenz werde wegen der Vermehrung de» Schiffsraumes ohnehin genöthigt sein, billiger zu verfrachten. Abg. Hamm ach er (nl.) macht dem Vorredner den Vorwurf, daß es scheine, als wenn ein gewiss:r Mangel an nationalem Gefühl seine Stellungnahme deeivfluffe, und fährt dann fort, man müsse dem Lloyd, der viele Opfer für Deutschland gebracht habe, die Anerkennung nicht versagen, daß er seine Verpflichtungen gewissenhaft erfülle, und würden ihm jetzt größere Verpflichtungen auferlegt, dann müsse er auch dafür schadlo» gehalten werden. Auch trotz der sibirischen Bahn werde für unsere Postdampfer ein ausreichender Verkehr bleiben. Für die deutsche Landwirthschaft erwachse daraus Trine Gefahr. Die deutsche Landwirthschaft brauche eine kaufkräftige Industrie, und daß deren Kaufkraft durch die Vorlage gefördert werde, sei nicht zu bezweifeln. Redner wünscht noch, mit dem Anlauf von Rotterdam und Antwerpen zu alterniren und für die Schiffe ausschließlich deutsche- Material zu verwenden. StaaSsecretär Graf PosadowSky erwidert, schon in dem letzten Vertrage sei der Bau auf deutschen Werften angeordnet, und er sei gerne bereit, die Frage dahin zu vertiefen, ob es fich gebiete, die Verwendung deutschen Material» vorzuschreiben, insoweit dieses in genügender Güte zur Verfügung stehe. R chtig sei, daß der Lloyd in London gelegentlich billigere Tarife bewilligte als Deutschland im Vertrage ge- nehmigte, und zwar wegen der scharfen Concurrenz in London- die deutsche Regierung habe auch sofort energisch Einspruch erhoben, aber dem Lloyd gestattet, den Tarif generell herabzusetzen (Zwischenrufe), auch für Deutschland- eS seien 20 Pro- rent Rabatt erlaubt worden. Abg. Metzger (Soc.) ist gegen die Vorlage. Abg. Graf Limburg (cons.) betont nochmal», daß ein Zusammengehen von Landwirthschaft und Industrie nur möglich, wenn auch letztere der ersteren mehr entgegenkomme, als die» bisher der Fall gewesen sei. Nach weiterer kurzer Debatte geht die Vorlage an eine Commission. . Nächste Sitzung Montag 1 Uhr. Tagesordnung: Militäretat. Schluß 5i/4 Uhr. Aus deu Verhandlungen der Zweiten Kammer der hessischen Stünde. G. Darmstadt, 19. Februar 1898. Die Berathuugen über da» Ftnanzbudgrt werden mit Capitel 48, V o l k» s ch ue n, fortgesetzt. — Geh. Oberschulrath Eisenhuth ist der Ansicht, daß bei Einführung von Lehr- büchern in den Schulen lediglich deren Brauchbarkeit maß- gebend sei. Die Einführung derselben auf Zuficherung de» Verlegers, einen Thetl des Reingewinnes irgend einer milden Stiftung zuzuwetsen, zu empfehlen, halte er für sehr gesähr- Itd}. — Abg. Ulrich interpellirt nochmals die Regierung ^pt l°r|ir?eD' wünscht die Aufbesserung der Pensionen der vor 1890 penfionirten Lehrer. Bei ihm nicht in Betracht : komme die Koftenfrage. — Abg. Köhler wünscht, daß die j Landwirthschaft in der Volksschule mehr berückfichtigt werde. Er empfiehlt der Regierung, Lehrearse für Lehrer einzurtchteu, in welchen die Grundzüge der Landwirthschaft gelehrt würden. Bet dem jetzigen Stand der Landwirthschaft fet eS nöthig, die Schüler der Volkt schulen hierüber auszu- klären. — Abg. Graf Oriola und Abg. Heiden reich treten dieser Ansicht entgegen, da durch Abhaltung von öffent- ltchen Vorträgen und burd) die landwirthschaftlichrn Winter« schulen diesem Bedürfvtß Jn vollstem Maße entsprochen werde. — Abg. Wern her gibt die Erklärung ab, daß : man in Rheinhessen nicht geneigt sei, jetzt noch mehr sür die beiden anderen Provinzen zu thun, als b,s jetzt geschehen sei. — Abg. Schmalbach spricht fich für die Übernahme der VolkSschulkosten auf den Staat aus und wünscht, daß die Aufbesserung der Lehrerpeusioneu bald eintrete. — Abg. Bähr ist gleicher Ansicht wie sein Vorredner. Bedauerlich sei es, wenn fich die reicheren LandeStheile von der Thetl- nähme der Aufbringung der Mittel zurückziehen würden. Er hält die Volksschule viel wichtiger al» den Bau von Brücken, Museum und Hochschule. — Staatsminister Finger er- widert, mau nehme es bei Behandlung der Frage sehr leicht mit den constitutionellen Bestimmungen, in welchen das Mitbestimmung-recht der Regierung gewahrt sei. Die hier be- handelte Sache sei sehr schwierig und erfordere die eingehendste Prüfung. Man möge die Regierung nur gewähren lassen, dieselbe werde schon thun, waL recht und billig sei. — Abg. Friedrich wird für Uebernahme der Volksschulkosten auf den Staat eintreten, hält aber den Zeitpunkt, sich hierüber zu erhitzen, sür zu früh. Erst wenn ganz genaue Kosten- erhebungen stattgefundm hätten, könne man darüber reden. — Nach einigen persönlichen Bemerkungen wird da» Capitel im Betrag von 1,402,200 Mk. einstimmig genehmigt. Bei Capitel 49, Turnunterricht, tat der Ausschuß beantragt, den geforderten Betrag von 8615 Mk. zu bewilligen mit der Maßgabe, den Gehalt des Turninspectors nur auf den Inhaber zu bewilligen. — Geh. Oberschulrath Eisenhuth weist in trefflicher Weise die Nothwendtgkett de» Turninspectors für Hessen nach. Nach Zurücknahme der Einschränkung durch den Finanzausschuß wird das Capitel genehmigt. . Für Capitel 50, Hofbibli othek und Museum, werden 109,598 Mk. einstimmig bewilligt. Damit ist die Tagesordnung erledigt. Nächste Sitzung am Mittwoch.___ __ Deutsches Reich» Berlin, 19. Februar. Der Kaiser hörte heute Bor- mittag von 10 Uhr an die Vorträge des Chefs des Generalstab» der Armee Grafen v. Sch liessen und de» Chef» des Militärcabinet» v. Hahuke und nahm demnächst zahlreiche militärische Meldungen entgegen. Berlin, 19. Februar. Die Präsidien der beiden Häuser de» Landtage» wurden heute Mittag 1 Uhr von der Kaiserin in besonderer Audienz empfangen. Berlin, 19. Februar. Die Budget-Commission des Reichstages bewilligte die Forderung für die Ar- tillerie- und Trainkaferne in Darmstadt. Berlin, 20. Februar. Am nächsten Dienstag tritt im ReichSamt des Innern der Börsen-Aus schuß zusammen, um seinen Vorsitzenden zu wühlen, die Geschäftsordnung zu berathrn und Beschlüsse über verschiedene allgemeine Ange- legenhetten zu fassen. Gewehren eiuschritt. Zwei Bauern wurden erschossen, ein Lieutenant und vier Soldaten wurden verwundet. Parti, 19. Februar. Die Anti-Zola-Blätter eoustattren, daß die Armee-LH es» dank dem Proceß gegenwärtig so populär sind, wie nach einem großen Siege, und sprechen die Ueberzengung au-, daß die Benheidtger Zola» sich von der erlittenen Schlappe nicht mehr erholen werden. „Aurore", „Siäele", „Rappel" und andere Journale protestiren ausS Schärfste gegen die Erklärungen der Generäle, deren Zweck lediglich Beeinflussung und Einschüchterung der Geschworenen sei, und fügen hinzu, e- sei charakteristisch, daß der Ruf ,Vive la Eepublique* geradezu lebensgefährlich für Paris geworden fei. — Die foctaltstische Gruppe hält vor Be- ginn der heutigen Kammerfitzung eine Berathung ab betr. eine event. Interpellation des Krieg-Ministers. Wiborg. 20. Februar. Die am 17. d. MtS. von der Ostküste des Fintschen Meerbusens auf Eisschollen tuS Meer HInauSgetrtebenen Fischer find nunmehr sämmtlich gerettet. Washington, 19. Februar. In Beantwortung deS Ersuchens Spaniens um Vornahme einer gemeinsamen Untersuchung deS Bodens der „Maine" und der umliegenden Theile des Hafens hat die Regierung der Vereinigten Staaten witgetheilt, daß sie eine unabhängige Untersuchung vorziehe, aber bereit sei, Spanten jede Erleichterung bet der Durchführung einer eigenen Untersuchung zukommeu zu laffen. — Die Königin-Regentin sandte ein sympathisches B e 1 l e t d s ch r e t b e n au den Präfideuten Mac Kinley, welches dieser mit der Versicherung aufrichtiger Würdigung der Theil- nähme beantwortete. CocaUs und provinzieÜeO. Gießen, den 21. Februar 1898. An unsere verehrt. Leser! Mit der nächsten Nummer der Gießener Famtlienblätter beginnen wir mit dem intereffanten Crtmtnalroman Zer Amtmann von Rapshagen. Dis Erweiterung, die unser Leserkreis wieder tu den letzten Wochen erfahren hat, hat uns überzeugt, daß sowohl dte Vermehrung des Lesestoffe- de- „Gießener Anzeiger", wie das viermalige Erscheinen der Famtlienblätter Aner> kennung gefunden. Auf da- Monat-abonnement für März nehmen unsere Zeitung-träger, dte Poft und dte Expedition in Gießen, Schulstraße 7, schon jetzt Bestellungen entgegen und erhalten dte neuen Abonnenten vom Tage der Bestellung bi- 1. März den Anzeiger nebst Famtltevblättern gratis. Hochachtungsvoll Redaktion des „Gießener Anzeiger". * * Kirchliche Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 7. Februar dem Mitprediger Theodor Wiegel zu Schotten dte evangelische Pfarrstelle zu Bingenheim, Decauat Nidda, zu übertragen. * * Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 7. Februar dem Handarbeiter Johann Anton Zahn zu Uffhofen da- Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Arbeit" zu verleihen. • • Jubiläum. Heute begeht der Geschäftsführer Herr Fr. Bender dte Feier seiner 26jährigru Thätigkeit im Hause Ludwig Georgi. * * Oberhesfischer GeschichtSvereiu. Am Donnerstag den 17. dS. MtS. fand im Saale de-„Cafö Ebel" die MonatS- Versammlung de- Oberhesstsch en GeschichtS- Vereins statt, tu der Professor Dr. Sauer über dte Baugeschtchte der hteftgen Stadtkirche berichtete. Dte ältere Baugeschtchte der Gteßrner Stadtktrche wird durch eine Anzahl von Bauplänen, dte zumeist auf dem Stadtbau- amt aufbewahrt werden, sowie durch Actenstücke, besonders tm städtischrn Archiv soeben aufgefundene Proceßacten, zu denen hoffentlich noch weitere-Material sich hinzufinden wird, im Wesentlichen aufgestellt. Im ersten, 1808 aufgestellten Entwurf des damaligen BaucontrolorS Friedr. Ludw. Sonne- mavn ist dte Kirche als Querbau, die Kanzel im Westen, dte Orgel tm Osten, da- Ganze flrchgedrckl und deutlich zweigeschossig, demgemäß mit unteren und oberen Fenstern gedacht. Gg. Moller, der 1810 diesen Entwurf durchgearbetret hatte, dachte an einen Bau von völlig kreuzförmigem Grundriß derselben Orteotirung. Im Jahre 1815 gab Sonnemann, zum Thetl unter Möllers Einfluß, in der Hauptsache jedoch selbstständig Bahnen einschlagend, die bald darauf Schinkel veredeln sollte, seinen ursprünglichen Gedanken auf, machte daS Querhaus zum Langhaus und gestaltete diese- nach dem Vorbild der dorischen Tempel deS 5. Jahrh. v. Ehr., jetzt aber mit Tonnen- gewölbe statt mit flacher Decke aus. Mit „Empirestil" im eigentlichen Sinn hat dieser Bau ebenso wenig zu thun, wie mit I. G. D. Bapft, der nur durch ein belustigende- Miß verstäudntß -um Erbauer der Kirche geworden ist. DaS Project v. RttgenS (1861) griff auf dte ursprüngliche Queranlage zurück, wollte aber Kirche und Thurm zu etuem prunkvollen romanischen Bau umgestalteu, bedeutete aber einen kost- spteligen Neubau. Dte jetzt vollzogene Erneuerung mußte an dem Langbau frsthalten, hatte aber, da wehr Licht geschaffen werden sollte, den Bau zweigeschossig tm Sinne deS ersten Projektes zu gestalten. Tonne und Kanzelwand ver- langten bessere architektonische Durchbildung, Ausstattung und Dekoration des Inneren und Aeußeren maßten unter Vermeidung von Empiresormen, dte dem gegebenen Säulenbau entsprechenden strengen Formen deS 5. Jahrhundert- bevor- Augen. Kret-runde Hauptfenster und GlaSmaleret waren al- erlaubte Freiheiten zu betrachten, zugleich höchst willkommen, weil sie auch dem Aeußeren des Gebäude- deutlicher kirchlichen Eharacter aufp ägten. An den sehr beifällig aufgenommeuen Vortrag schloß sich eine angeregte Debatte, an der sich u. A. die Herren Pfarrer S ch l o s s e r und G r e i n, Direktor Bergen und Oberbibliothekar Prof. Haupt betheiligten. Letzterer gab Mittheilungen zur Geschichte der älteren Stadtkirche, der PancratiuSkirche, für welche gleichfalls dte Bestände des städtischen Archiv- Material geliefert hatten. * • Der RaSkeatall de» Heß. KechtvereiaS „Waisenfchntz", welcher gestern Abend tm Lafü Leib abgehalten wurde, hatte sich auch tu diese« Jahre der Gunst deS Publikum- zu er. freuen. Mau amüfirie sich prächtig und verlief der „Rummel" ohne jeden Mißtoa. Da- Gießener Localprotocoll, von Heren Albrecht verlesen, behandelte dte Chronik de- abgelaufenen Jahre- und erregte wahre Lachsalven. Der Ueberschuß wird nach oberflächlicher Berechnung ca. 200 Mk betragen, welche au dte Oberfechterei nach Mainz abgeliefert werden. • • Für die Jugend. Schon seit Jahren besteht bet vielen Fabrikanten und Kaufleuten der GeschästSusuS, dte Kunden, und namentlich deren Kinder, beim Abholen von Maaren mit Bildern zu beschenken. Diese sollen -weck- leichterer Führung de- Loucurrenzkampse- als Lockmittel und Reklame dienen. So lange sich solcher Geschäftsbetrieb tu den Bahnen des Anstandes und der guten Sitte bewegt, laßt sich kaum etwa» dagegen tnS Feld führen. Doch anders gestaltet sich dte Sache, wenn man die gefährliche Richtung der Reklame mit ihren Ausartungen in Betracht zieht. Manche Fabrikanten und Kaufleute suchen nämlich durch auffalleud häßliche Bilder uud Carrtcaturen, welche unseres Ermessen- dte Grenzen des Erlaubten überschreiten und nur dem Gemeinen einen Dienst erweisen, die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. ES zeugt diese Handlungsweise -um Mindesten von sehr niederer Gesinnung uud Geringschätzung gegen dte Jugend. Mögen eS darum Extern und Erzieher als heilige Pflicht betrachten, mit wachsamem Auge zu ver- hindern, daß nicht die ihnen auvertraute Jugend mit elenden Wttzbtlderu tractirt wird. Dies geschieht am einfachsten durch Fernhalten aus solchen Geschäften. Schön auSgeführte Bilder aus btm Menschen-, Thier- unb Pflanzeulebeu, insbesondere der Vogel-, Insekten- und Blumenwelt geben dte Stoffe mit lehrreichem uud bildendem Werthe dazu. Den Geschäftsleuten möchten wir empfehlen, nur gute und schöne Bilder, durch welche dte Kinder Geschmack am Guten finden, als Reklame zu verwerthen, denn „für dte Jugend ist gerade das Beste gut genug." • * Wetterbericht. Die Luftdruckoertheilung ist sehr unregelmäßig und steht der größte Theil Europa- unter dem Etnfluffe eines au»gedehuteu DepresfionSgebieteS. Daffelbe weist mehrere Leutra auf von der norwegischen Küste über der südlichen Ostsee uud endlich über dem ligurischen Meerbusen. Der hohe Druck beschränkt fich im Allgemeinen auf Irland und einen Theil von England, von wo sich noch ein schmaler, keilförmiger Rücken tu südöstlicher Richtung gegen den Conttnent herein erstreckt. Die Witteruog war am Morgen im größten Theile voa Lentraleuropa trüb. In den höchsten Lagen de- Gebirges fielen Niederschläge. — Voraussichtliche Witterun g: Wolkige-, ziemlich kühle- Wetter, einzelne Schneefälle nicht auSgeschloffeu. -ck- Sich, 21. Februar. Gestern fand tm „Holländer Hof" eine Versammlung statt, welche sich mit der Frage der Einrichtung eine- stenographischen Unterrichts- cur f 18 nach dem GabelSberger'ichen System in hiesiger Stadt beschäftigte. Der zahlreiche Besuch der Versammlung zeigte schon von vornherein, daß dem Unteruehmcu Schwierigkeiten nicht cntgegentrelen würden und thatsächltch liegen auch bereits ca. 15 Anmeldungen vor, wodurch das Zustandekommen de- CurseS gesichert ist. Nachdem noch verschiedene Details erörtert wurden, gab Herr Bickel-Gießen zum Schluß in einem beifällig aufgenommenen Vortrag ein kurzes Bild der Entwicklung der Stenographie unb ber stenographischen Bewegung in Deutschlaub. x Homberg a d. Ohm, 21. Februar. In der Nacht von Freitag zu SawLtag wurde eine 73 jährige Frau von l)ter, welche fich auf dem Heimweg von einer Hochzeit befand, lebensgefährlich durch einen Stich verwundet- bte Verletzte verstarb am nächsten Tage. Man vermathet, daß .hier ein Mord vorliegt unb sind Erhebungen im Gange- auch war >er Herr Staatsanwalt bereits hier. Homberg a. d. Ohm, 15. Februar. Unsere Eisenbahn- Angelegenheit, die Erbauung der Nebenbahn Nieder- GemÜnden—Homberg a. b. Ohm—Lande-grenze unb von da nach Kirchhain, also die Verbindung der Oberhefftschen Eisenbahnen mit der Main-Weserbahn, ist nun so weit gediehen, daß nach stattgefundener landeSpolizetlicher Prüfung der Strecke in aller Kürze mit dem Geländeerwerb und, da die Stadt Homberg a. d. Ohm den Geländeerwerb garanttrt hat, mit dem Bau der Bahn im kommenden Frühjahr begonnen werden dürfte. Dte Strecke auf preußischem Gebiet: Landesgren-e—Kirchhain, bkfindet fich bereits seit Herbst v. I. im Ban. Mit der Eröffaung der ganzen Strecke wird, neben den großen Vortheileo deS Eisenbahnverkehr- sür Handel und Wandel Überhaupt, Gelegenheit sein, die neben der Bahnstrecke liegenden Stetnbrüche von Lungsteiuen und Sandsteinen, verschiedenen Basaltarten (vorzügliche Pflastersteine, Säulenbasalt usw.), die Eiseustetngruben bei Homberg a. d. O und die Ausbeutung ber reichen Sanb- und Thonlager daselbst intenfiver und Vortheilhafter zu betreiben. Die Entwickelung verschiedener Industriezweige, welchen die Waffer- kraft ber Ohm zu statten käme, würde dann wohl auch nicht auöbletben. Besonder- große Hoffnung setzt man auf bie Verwerthung befl in der Gemarkung Homberg lagernden ThoneS, ber von fachmännischer Seite au- als ein vorzügliches Material zu allen Thoniabrikationen bezeichnet worben ist. Mainz, 20. Februar. Edel sei ber Mensch, hilfreich und gut. Einem mit Kindern reich gesegneten Arbeiter des Gaswerks starb dte Frau. Dieser harte Schlag, der den Mann und seine Familie traf, veranlaßte dte Übrigen Arbeiter de- Gaswerks, durch eine unter fich vorgenommene Geldsammlung die Mittel dafür aufznbringen, um da- Kind ihres Collegen, das am weißen Sonntag zum Abendmahl geht, vollständig anzukletden. Vermischtes. • Hannover, 19. Februar. Im Jähzorn hat am Abend der hier logireude Bürstenwaaren-Haufirer Gottlieb Sander an- Schönebeck mit einem Dolchmeffer erst seine Frau uud dann sich selbst erstochen. Die verstorbenen hinterlassen fünf Kinder. • Dudveiler, 16. Februar. Die „D. Ztg." schreibt: Und staunend sei- der Welt verkündet: In Ftschbach wurde ein Rheumatismus-Verein gegründet, derselbe zählt schon zwölf Mitglieder. Alle, welche mit Rheumati-mu- be- haftet find, können bei treten. • Da» erste Dienst Radelmadel von Wie». Man schreibt bem „Neuen Wiener Tagblatt-: Großes Aufsehen erregte eS dieser Tage am Ring und in der Mariahilferstraßr, ein dralles Dienstmädchen mit eirem Tuch um den Kopf und blauer flatternder Schürze auf einem Zweirad za sehen. DaS Mädchen batte an der Lenkstange Packete unb war an- scheinenb auf einer BesorgungStour für seinen Henn, wie wir hören, einem Radfahrschulinhaber. Allgemeines Hallch! und All Heil! folgte der fesch Dahinrabelnden, wohl dem ersten Dieuftrabelmadel von Wien. • Der tausendjährige Rofeustock am Dom zu Hildefl- heim sckwebt in Gefahr. Er ist von einem Schävling be* fallen, der sich über ben ganzen Strauch verbreitet hat. Die Behörde hot bereits Anordnungen getroffen, um ben Rosen- stock von diesem geiöhrlichrn Feinde zu befreien. Hnioerfitäts - Nachrichten. — Der Privatdocent in der juristischen Facultät der Unioerfität Bonn, Dr. Heinrich Pflüger, der einen Ruf alS außerordentlicher Professor an die Unioerfität Rostock erhalten hatte, gibt be« Rufe keine Folge unb bleibt in Bonn. — In Meran ist Professor Moldenhaluer von der Unioerfität Leipzig gestorben. Sfltlpla ta «ncktzta Jrnöirta rtUtttznt«. Opeimdaut. DienStag den22.Februar: Die beiden Schützen. Mittwoch dm 23. Februar: Schöne Helena. Donnerstag dm 24. Februar: A Basso Porto. Freitag ben 25. Februar geschlossen. Samstag ben 26. Februar: Glöckchen des Eremiten. Sonntag dm 27. Februar, Nachmittags 3Vi Uhr: Lumpazi-DagabunduS. Abends 7 Uhr: Ingo. Scha«fpiet-MeS. DienStag ben 22. Februar: Die wilde Jagd. Mittwoch ben 23. Februar: Faust. Donnerstag den 24. Februar: HanS Huckebein. Freitag den 25. Februar: Fall Clemenceau. Samstag den 26.Februar: Der ASra. Sonntag den 27. Februar, Nachmittags 3'/, Uhr: Alt-Frankfurt AbmdS 7 Uhr: Der ASra. Montag den 28. Februar: Lästige Schönheit. Mrchttche Anzeigen der evang.Genreiu-e. Montag, den 21. Februar, Abends 8 Uhr, Bibelstunde im Confirmandenfaal der JohanneSkirche Epheserbrief, Cap 4, von Vers 17 an. Ermahnungen betreffs deS richtigen Wandels der Wiedergiborenen. Alter unb neuer Mensch. Pfarrer Dr. Naumann. Mittwoch den 23. Februar, Abends 6 Uhr, erste PafstouS- andacht, in der JohanneSkirche. Pfarrer Dr. Naumann. Neueste Nachrichten. D-pefchm deS Bureau „Herold". Berlin, 21. Februar. Der Generalkonsul Hermann Gilka, der Mitbesitzer ber bekannten Spritfadrik und Großdestillation I. A. Güka, ist gestern Morgen gestorben. Berlin, 21 Februar Nach einem römischen Telegramm deS „Berl. Tagebl." hielten gestern die Rechtsanwälte Roms eine zahlreich besuchte Versammlung in der Angelegenheit Zola ab und fandten an ZolaS Ai walt, Laboii, ein geharrischteS Sympathietelegramm. Berlin, 21. Februar. Aus Paris wird dem „Kleinen Journal" telegraphirt: Gestern Nachmittag empfing Zola eine Abordnung von Journolist-n, welche feine Sache ver- theidigen. Er erklärte, er erwarte seine Verurtheiluog mit größter Stelenruhe. Die Geschworenen müßten wahre Märtyrer sein, wenn fie den Einschüchterungen der Presse unb den Drohungen befl Generalstabe- kein Gehör schenken wollten. Zola wie- darauf hin, daß „Jatransigeant" unb „Libre Parole" tagtäglich die Namen und Adressen der Geschworenen veröffrwlichrn, um sie im Falle der Freisprechung der Boy- coltirung auszusctzen. Zffa hätte längst den Gericht-saal verlassen, wenn Labori nicht neue Enthüllungen in setntm Platdoyer machen wollte. Sollte der Präfident auch He» verhindern, so würden Zola, Labori und Llewcncean unter heftigen Protesten den Saal verlassen. „Tewpfl", „Debatfl" unb „LtbertL", die drei Hauptorganc de- liberalen Bürgerthumfl, verurtheilen scharf bie Hütung de- GeneralftabrS unb bezeichnen die Drohungen BoiSdeffreS als ben Ausdruck der brutalen Gewalt. Allgemein fällt daS ostentative Vorbringen de- Prinzen Heinrich von Orleans auf, welcher dieser Tage Esterhazy abküßte. Offenbar hält derselbe die Zeit für gekommen, sich al- Retter auzub:kten. Wien, 21. Februar. In Udine, GradiS und C vidale wurde gestern früh ein heftige- Erdbeben wahrgenommen. Ja der letztgenannten Stadt wurden viele Häuser beschädigt. Mailand, 21. Februar. Die Angestellten der Tramway traten in einen Strike ein. Der Trambahnverkehr ist infolge dessen eingestellt. Nev Potk, 2l. Februar. Efl wird hierher gemeld.t, daß eine große Flibustier Expedition in Mariana auf Cuba gelandet fei. Der Führer der Aufständischen, Gomez dringt immer weiter nach Westen vor. Ja zwei Gefechten versuchten die Spanier vergeben-, dte Aufständischen zurückzuschlcgen. Havanna, 21. Februar. Amerikanische Taucher find im Verein mit spanischen zur Bergung berTrümmer der „Meine* hier angekommen. Bombay, 21. Februar. Da-Spital der Pe st kranken ist durch eine Feuersbrunst zerstört worden. Die Kranken konnten bis auf drei gerettet werden. 157 119. Marktstraße 4. Lelephon per Pfd. 80 Pfg. 1815 H. F. Nassauer 1845 zu billigsten Preisen. 683 emofirhlt C. Roth II., WMHorstr. 5. 1809 159 der an 1856 Gnauth. und Liste 30 Pfg. empfiehlt 1595 1852 empfiehlt^ M L. Kalkhof 1743 angekört, zu verkaufen. 5 Walltborstraße 5. 1369] Telephon 119. Marktstrasae 4 Blut Telephon 119. Marktstrasse 4. 1700 empfiehlt CXXXXXXXXXXXXÄOOOD W. 60 Pf. 853 MaskpnanziiflP $pr*otWifni IwSUuliyIiulle-Ulju für dauernde Arbeit sucht 1858 , r , f „ 7 . Chr. 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Da Rochefort sich zn seinem Einzug tnS Gefänguiß mit weisem Vorbedacht den Sonntag Nachmittag ausgesucht hatte, so war die Menge vor dem Gefänguiß denn auch sehr groß. 50 berittene Kürassiere und dauernde Arbeit sucht 9U Sred, Schloßgasse 16. fichten. ,Herold*. tntralconfnl Hermann p tzpritsadrik wc Glotz' IRorgta ßtftoiber. e» -.ömtfiui lrlkßraim He Retliarwälie cam'.upg tn der kloge» dal ÄiDolt, Lado-i, ein Gießen, 21. Februar 1898. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gustav Walter, Mäusdurg 13, Apfelsinen, Messina- ' allerfeinste Frucht, Für Wirthe: Kieler Bücklinge, Sardinen. Sardellen, Rollmöpse, Bismarck' Häringe, Bratschellfische, Brathäringe, ff. Eavtar, Salz- und Essiggurken, ff. Preißelbeeren, Obst und Gemüse-Couserveu, echt. Emmeuthaler Schweizerkäse, Polizei hielten die Ordnung aufrecht. Mehrere Eampagnieu republikanische Garde standen tn den Kasernen tn Bereitschaft. Mehrere Blätter verfichrrn. daß Rochefort den Tag sehr ruhig verbracht habe. Als er, von mehreren Freunden begleitet, vor dem Gesängn ß eiutraf, brachte ihm „sein" Bo>k begeisterte Huldigungen dar Die Patriotenliga hatte eine Deputation entsandt, eine andere Gruppe Patrioten über- reichte ihm e'nen Fliederstrauh. Die Redaction des „Intranfigraut" war vollständig zur S elle. Rochk'ort war Empfehle einen kräftigen, rein- schmelkendeu,selbstgebrannten Baffee das Pfund zu Mk. 1.—. C. Roth iil., C. Röhr & Co., Giessen. . Specialität: Kinderbetten u. Erstlings- - wasche. c» Illustr. Catal. grat. u. fco. Richard Bachacker, Gießen, Reue« Gäue 11. Emser Pastillen mit Plombe, dargestellt aus den echten Salzen der König Wilhelms-Felscnquelien, sind ein bewährtes Mittel gegen Husten, Heiserkeit, Verschleimung, Magenschwäche und Verdauungsstörung. Um keine Nachahmungen zu erhalten, beachte man, dass jede Schachtel mit einer Plombe verschlossenist und verlange ausdrücklich Emser Pastillen mit Plombe. 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Februar 1898. fikbactton: L. 8chcyda. — irud uni Verlag der Brüblichen NniversttätS-Buch- und Strinbruderei (Pietsch & 8chryb») In •irfm. Gallerte 20 Pf«, a». -W 1763 und befon« Dr. Nau- 1849 Conditorel H. Kettler Ecke Lüd-Aulage—Fraukfurterstraste. Joseph Schäfer u. Frau« Die Beerdigung findet Mittwoch den 23. Februar, V84 Uhr Nachmittags, von der Leichenhalle des Friedhofes au» statt. Preisgekrönt auf der Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896. CSontentia (Wohlthätigkeitsverein) Giessen. Heute Fastnacht. Dienstag, 22. Februar, von Nachmittags 5 Uhr ab: Bemülhl. Zusammenkunft auf der „Schönen Ausficht". Nur Damen im Besitz von Einlaßkarten haben Berechtigung rum Kränzchen. Der Vorstand. zu jedem annehmbaren Preis abgegeben. Xaonis Frohnhäuser, Mäusburg Lievigstrahe 64. Heute Dienstag von 4 Uhr Nachmittags ab: CäsT Concert “töt Fast-achts-Aieustag, 22. |rbr., Abh 7 Ahr 59 M.. im Saale des Cafd Leib: Maskenkranzcben mit Gruppen-Aufführung. Dens-, Militär-. Aussteuer- n. 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