I !♦ LV“ >8»8/W 781 tze 10, »licht •' MO Uk große {. ->25Mk. ’enB,9 fSr »„ tiTL'Mn, «1"* < “««tilabungtn '« »°d bi» ei». n,< 'tu G-Swnk Mntiiätai D)n über '>8'°d-° hiesige» scokrs « folgt- ***» "n 66 -nL ' 1(10 Vk ' vorn, L chend ijt imitier Takotrs Ibt^ «ch in Meng«. Zieren. 77$ r ■ >ds 8 Uhr: t Dt. Bmlt totr itn. Mn sind villkomv«. la Vorftaud. _ lverein. werfest 62$ iauuar d. Js. e M- ^xer^orstavd^ eßen. MV R6(nW 8 Aör Jft °°° «•#* 5d6. * •jit en,|*lNÄ i 1W1 HS 105JI 2146 9618 39.00 10L66 ICLOO £s#Sss in» 3t Zweites Blatt. N». 18 Samstag den 22. Januar 1N»8 Gießener Anzeiger General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblutt für den Ureis Giefzen Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. Bei Postbezug Mark 50 Pfg. ierteljährlich. Nunahme t>e* Anzeigen zu der Nachmittag« für. den folgenden Lag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. Alle Anzeigen-Vermittlungsstellen dc- In« und Ausland«» nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger ntgegen. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Die Gießener -««ilienvlätter werden dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelegt. Nedaction, Expedition und Druckerei: -ch» ßra-e Ar. 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. Bezugspreis >rteljährlich i 2 Mark 20 Pfg. monatlich 76 Pfg. mit Bringerlohu. Anrtlicher Theit. Gietzen, den 17. Januar 1898. 8ctr.: Die Feier des GeburtSfesteS Keiner Majestät Kaiser Wilhelms II. Die Trotzh. Kreis-Schulcommisfion Gießen an die Schulvorstände de- Kreise-. Wir beauftragen Sie, rubr. Feier in den Ihnen unterstehenden Schulen in herkömmlicher Weise abhalteu zu lasten, v. Gagern. Bekanntmachung. Der Krei-kafferechner Adam Kautz in Gtetzen ist bis iif Weiteres zum Erheber der Gefälle de- Ritterfchaftlichea ikaufanger SttftSfonds bezüglich der dem genannten StiftS- b"dS gehörigen, in den Gemarkungen Gtetzen und Sich ge- kgrate Grundstücke ernannt worden. Darmstadt, am 14. Januar 1898. Der geschäft-führende Obervorsteher des Ritterschaftltchen Kaufuuger StiftSfoudS. Freiherr von Rotsmann. Die Caudidatur ftr den kretischen Gouvernenrposteu. Eine ganze Gallerte von Kandidaten für das Amt eines souverueur» von Kreta ist fast beisammen, von dem einfachen luxemburgischen Major Schäffer bis hinauf zu den Höhen ier Menschheit werden Bewerber um den Posten genannt, tot eigentlich gar nicht so verlockend sein kann, da er doch lilae« Inhaber manche Entbehrungen auferlegt und ihn vielen bchwtertgketten au-setzt. Denn unter den jetzigen Umständen -ovverneur von Kreta zu sein uad seine Pflichten ernst und «iviffeuhaft zu erfüllen, ist wahrlich nicht leicht und bedarf «rotzer Aufopferung und Selbstverleugnung. Die Insel ist irrwüstet, ihr Reichthum dahin, Zerftörung-woth hat io furcht- irrer Weise ihr Werk verrichtet, Seuchen wüthen auf dem Alande und die Menschen find tn Folge dessen in einem saft wdeschretblichev Elend. Wer wird es wagen, hier mit frischem «ath etnzugreifen und ein Retter zu werden für so Biele, l't — wenn nicht bald Hilfe kommt — eben so verloren find, lit so viele Tausende, die vordem der Roth und der Leiden- Ihrst zum Opfer gefallen fiad? Mit ziemlicher Sicherheit ist die Meldung verbreitet, lifc Prinz Georg von Griechenland von Ratzland für den betmfischen Gouverneurposten vorgeschlagen worden ist. Die bricht schien zuerst ganz unglaubhaft zu sein, da man ngLmentirte, datz der Prinz eine- regierenden Hause- nie- \ mal- d r Unterthan des Sultans werden könne. Aber die Mitteilung wird von so vielen Seiten ernst genommen, datz auch wir nicht umhin können, ihr einige Beachtung zu schenken und mit der Möglichkeit, datz fie sich bewahrheiten wird, zu rechnen. Freilich erscheinen uns die Schwierigkeitrn, denen Prinz Georg von Griechenland als Gouverneur Kretas gegenüberstände, ungemein grotz. Jetzt hat der Prinz Pflichten gegen fein Vaterland zu erfüllen, oeffen Patrioten seit jeher danach trachten, die Insel Kreta einmal als griechisches Eigenthum ansehen zu können- er hat als griechischer Prinz, der für die Größe seines Landes schwärmt, dessen Wunsch -u theilen, kann ihm wenigsten- nicht umhmpathisch gegen- überstehen. Ist der Prinz aber Gouverneur von Kreta, so ist er Dasall de- Sultans und hat also desien Interessen wahrzu- nehmen, die fich bezüglich der Insel mit denjenigen der Griechen kreuzen. Und ist es nicht ganz natürlich, datz die kretischen Insurgenten neue Hoffnungen schöpfen würden, falls der Prinz zu ihrem Gouverneur ernannt werden würde, und datz dann eine Verdoppelung ihrer gegen den Sultan gerichteten Bestrebungen die Folge wäre? Anstatt datz durch die Berufung eines Gouverneurs Ruhe und Ordnung auf der Insel einträte, würden die Verhältnisse nur noch verschlimmert und und die Schwierigkeiten vermehrt werden. Aber auch in anderer Hinficht ist die Kandidatur des Prinzen nicht ohne Gefahren, insofern als einzelne kleine Balkanstaaten fich dagegen aoflehnen würden. Bulgarien ist auf Griechenland sehr eifersüchtig und würde die diesem au- scheinend gewährte Gunst nicht so ruhig hlnuehmeo. Aus diesem Grunde, um den Frieden auf dem Balkan zu wahren, hat der Fürst von Montenegro der Eandidatur Petrowitsch» -um Gouverneur von Kreta nicht zugestimmt. Datz auch die Pforte grotze Schwierigkeiten machen wird, liegt auf der Hand- denn so viel Selbstverleugnung kann dem Sultan nicht zugrtraut werden, den Wolf zum Schafwächter zu machen, wa- doch tatsächlich der Fall wäre, wenn er der Ernennung de- Prinzen zustimmt. Aus allen diesen Gründen glauben wir, datz e- zu der Berufung Georgs von Griechenland noch nicht kommen wird, datz die Großmächte, insbesondere Rußland, die Umstände in Erwägung ziehen und von dem Prinzen Abstand nehmen werden. Freilich wird mit jeder neu verworfenen Caudidatur die Situation nur schwieriger, umsomehr, als nach Lage der Dinge größte Eile erforderlich ist, und die Mächte ein gutes Werk thun, wenn fie so bald wie möglich geordnete Zustände auf der Insel schaffen, die nun schon so lange angestrebt find, aber noch niemals durchgesührt werden konnten. Ein Königreich für einen richtigen Gouverneur! Da» wird heute der Wunsch der europäischen Diplomatie sein, welche berufen ist, eine befriedigende Lösung zu schaffen. (xx) Deutsche» Seich Berlin, 20. Januac. In der Reichstag-commission für die Militär-Srrasproceßreform gab Kriegs- Minister v. Göhler beute eine Erklärung ob, tn welcher e» heitzt, daß durch die bis jetzt gefaßten Beschlüsse die dem Zustandekommen d,S Gesetze- entgegenstehenden Schwierigkeiten nicht gehoben seien. ES seien nicht nur militärische Erwägungen, welche der Vorlage widersprächen, sondern auch der feste Entschluß ter Regierungen, fich ihr Contirgem-recht nicht noch mehr einschränkeu zu lassen. Verl in, 20. Januar. Im Abgeordnetenhause wurde heute das AnfiedelungSgesetz an die Budgeteommisfion verwiesen. Die nächste Sitzung findet am Montag statt. Auf der Tagesordnung steht die Vorlage betreffend Aufhebung der AmtScantionen und da- EomptabilitätSgesetz. Berlin, 20. Januar. Der „Reichsanzeiger" gibt heute eine amtliche Darstellung der am 17. d. MtS. auf der Steinkohlengrube „Königin Luise" vorgekommenen Katastrophe. Danach fanden acht Bergleute den Er« stickung-tod, sechs andere wurden so betäubt, daß fie nach dem Lazareth überführt werden mußten, wo fir sich zur Zeit jedoch bereits außer Gefahr befinden. Die entgegenftehende Darstellung sei unzutreffend, ebenso fei eS unrichtig, daß die Grube „Königin Luise" schon mehrmals der Schauplatz schwerer Katastrophen gewesen ist. Berlin, 20. Januar. Unter der Ueberschrlft „Made in Germany" schreibt die „BolkS-Zeitung": „Mit diese« Stempel mußten alle nach England importirtev deutschen Jndustrieerzeugntsse gekennzeichnet sein. Aber die Waffe, mit der die Engländer fich gegen den Wettbewerb der deutschen Maaren zu wehren gedachten, hat fich gegen die Urheber der Maßregel gewendet, denn das englische Publikum bevorzugte bald die mit der deutschen UrspruugS- marke bezeichneten Erzeugnisse. Nun hat der englische Handel vor der deutschen Industrie gänzlich die Flagge gestrichen - nach eintm Beschluß der englischen Zollämter brauchen deutsche Waaren nicht mehr mit der Ursprung-bezeichnung versehen zu fein. Jetzt wird es fich auSwetsen, ob die deutsche Industrie daS Selbstbewusstsein besitzt, an dem „Made in Germany* festzuhalten. Kiel, 20. Januar. Der Aviso „Pfeil" ist bei der dänischen Insel Lmperum festgerathen. Die Schul-Torpedoboote 3 1, 8 3 und 3 32, sowie das Schulschiff „Blücher" find heute Vormittag zur Hilfeleistung ausgelaufen. Arrslarrd. Prag, 20. Januar. Ja b-r heutigen Landtags- fttzung »rächten die Jungtschechen eine Interpellation an den Statthalter ein, worin fie gegen das energische Vorgehen der BicherheitSwachen und de» Militärs protesttren Feuilleton. /rankfarttr Brief. (Originalbericht für den „Gtttzener Anzeiger*.) (Nachdruck verboten). Äroig Löwe. — Schneiders Kuvstfalon. — A basso porto. Dr. M. Nach der Anzahl der Wiederholungen, welche Adolf Stoltze'iche Original-Märchen „König Löwe" »riebt hat und die weit über die Festzeit hinauSreichen, lirBte man annrhwen, zumal da- Opu« durch den beliebten Äi»en Stoltze gedeckt ist, dieses Kinderstück bedeute that- 'iihlich einen Schuß ins Schwarze. Aber mit solcher An- käme man der Wahrheit nicht ganz nahe. Eine rigorose brauchen fich derartige theatralische Erzeugnisse auch iiitt gefallen zu lassen. Wer eine solche üben wollte, stellte Il4 von vornherein auf einen ganz verkehrten Standpunkt, lütx einen Maßstab für da-, was tfm kindlichen Grmüthe »Mhlihut, haben wir doch schließlich an dem Schatz unserer Mcchenbücher, und die Görner'schen Bearbeilungen zeigen auch, wie dieser Schatz lr die Au-druck-mittel der Bühne I» heben war. Wa- Adolf Stoltze in „König Löwe" l^wgt, ist eine bunt zusammengewürfelte Menge von Motiven irai dem Märchen- und Feenreich, deren Fülle nicht darüber ufcHtn kann, daß der innere Kern ein sehr dürftiger ist. fDte bösen König fehlen in seiner Krone zwei Steine: Liebe Gerechtigkeit. Seine Kinder, Prinz Frohwalter und f^zrsfin Goldelfchen, machen fich auf, um dem Vater, der iibietldjen in einen grimmen Löwen verwandelt worden ist, Hä kostbaren Edelsteine zn verschaffen. Ihre Wanderung I vach dem Monde, dem Perleurelch u. s. w. bietet nun den Dorwand zu einer Serie farbenprächtiger scentfcher Bilder, bei welchen Decoraiion-maler und Maschinenmeister das erste Wort führen. Märchcnpoesie ist tu dem Ganzen wenig, dafür aber riesiger Märcheupomp. Höchst beneidenSwerth Ist die Rolle hei König-, der im ersten Bilde einige Worte aiß tyrannischer Unmensch, im Tchlußbilde eine kurze väterliche Rede zu halten hat und während der Zwischenzeit von der Bühne fernbletbt- die Pause ist so groß, daß der Schauspieler — Herr Di eg elmann hatte fich dieser Aufgabe -u unterziehen — während derselben noch eine Partie im Schauspielhause durchführen konnte. DaS Gleiche gilt von drr bedauernswürdigen Vertreterin der Statue (Fräulein Hermann), die tu ihrer steinernen Situation auch nur am Anfänge und am Eode den Maud zu öffnen hat. Mit liebenswürdiger Frische führten Fräulein Widmann und Fräulein Jrmen dir Rollen des Frohwalter und de- „Gold- elfchen" durch. viele Meister find augenblicklich im Tchneiderfchen Kuustsalon vereinigt. Lenbach und Stuck lenken durch zwei Franenköpfe unsere Phantasie in fin de siZole-Bahnen. Diese Frauentypen wird man schwerlich je vergessen, sie wären tm Stande, den Schlaf von unserem Lager zu scheuchen, aber zur Welt der Ideale würden fie unsere Stimmung nie leiten können, vielleicht sagt der Beschauer: Ja, daS ist eben unsere nervöse Zeit; ihr kann fich kein Künstler entziehen. Da- ist nut eine halbe Wahrheit. Man braucht nur daneben die innere Anschauungswelt zu betrachten, wie fie in den schlicht-ergreifenden Mevschenköpfeu eine» Steinhaufen ausgeprägt liegt. Fritz A. Kaulbach führt uns in feinem eleganten Damenpastell, das man für die HennebergGalerie in Zürich erworben hat, nicht aus der Sphäre de- Salon- heran». ES ist übrigen- ein erfreuliche- Zeichen, daß die Mäceue und reichen Leute in Frankfurt zu den Ausstellungen in den Kunstsalon» nicht nur tn rein platonischem verhältuiß verbleiben, daß sich in ihnen vielmehr der Trieb regt, fördernd auf die Schaffenslust der eidgenössischen Maler etnzuwirken. Auch dje prachtvolle Rötelarbeit von Alt heim: „Ackerbauer mit Arbeitspferden" ist mit der Bezeichnung „verkauft" versehen. Dem Gabriel Manschen, in kleinem Format behandelten „Grethchen tm Kerker" können wir keine Theilnahme abzwingen, denn wir glauben nicht, daß diese» somnambule Wesen je ein frische-, uaivrS Naturkind gewesen sei. Landschast»bilder von A, CH. JeidelS (eirem geborenen Frankfurter, der fich aber in Paris weitergebildet bat) fesseln den Kenner durch die seine DiSeretion der Töne. Diese« Flussufer z B. gemahnt un» an die ©eenen, welche Maupaffant unS so oft tn seinen novellistischen Skizzen mit Vorliebe schildert. Die italienisch e Oper „A basso porto" (Am unteren Hafen) von Spinelli, die corncte Fortsetzung der musikalischen Mefferaffaire „A Santa Lucia", welcher vor einigen Jahren die Gegenwart der berühmten italienischen Sängerin Bellincioui besondere Anziehungskraft verlieh, ist augenblicklich der Treffer des neuen Jahre-. Wir kommen noch darauf zurück. den erforderlichen Maurer-, Pflaster- und Montag d. 24 Januar 1898: ii Ftcht-- Kiefern- Eichen- E e 709 Waldeigerthümer <9 8? N rr F e ft m e t e r 30 - S3 80 729 Stephan. 35 35 290 330 lÄJIllW unter a und b verzeichnete» Gehölz kann (garantirt rein und leicht löslich) 667 705 — Druck «ad »erlag brr vr^hlfch« «ntvnstSw-Bach- und gtrinbrndertt (Pietsch * Scheytz«) ta Ziehen. Redaction: L. Sch eh da. 5() 50 E E E E 6 7 8 9 140 260 6 11 107 86 552 75 Nadel-Derbstangen Nadel-Reisstangen. 1 2 3 4 5 B 20 20 34 € 3 59 B 30 Mufchenheim Oberbessingen Ettingshausen Fürftl. SolmT Lich. Oberförsterci das in Ord.-Nr. 5 -3 '0 s j6 Q au des Jahrhundert» Wende die Wissenschaft uns Spende, »an nimmer e» gedacht. B ■e IS) & G 25 40 50 10 - 40 5 100 60 44 25 160 0.58 9 ST 3 30 behandelt, geht Breslau zu: Jetzt Bot Wie Dienstag den 25. Januar. 90 rm Buchen-, 154 rm Eichen- Scheitholz, 154 rm Buchen-, Eichen« und Nadel-Knüppel, 4200 Buchen«, 3500 Eichen- und 900 Nadel-Well-n, 162 rm Buchen , Eichen- und Nadel« Stöcke. (60 Eichen- und 30 Nadelstämme eignen sich zu Schnittholz.) Die Zusammenkunft ist jedesmal Vormittags 9 Uhr an der Staats- bezw. Kreisstraße diesseits der Tiefenbach. Staufenberg, 17. Januar 1898. Großh. Bürgermeisterei Staufenberg. • Marburg, 20. Januar. Hau», Gartcu und Druckerei de» ReichStagSadgeordneteu Böckel find gerichtlich zwang»- weife verkauft worden. ♦ Hebei den Werth des Schulraazeu» veröffentlicht die -Illustriere Fraueu-Zeitnug" (Verlag von Franz Lipperheide) vor Kurzem einen sehr beherzigenSwertheu Aussatz des Dr. I. AtroS, in welchem auf den wohlthärigen Einfluß de» Schulranzen, gegenüber dem verderblichen der Schulmappe, hingewteseu w.rd. Diefelbe Zeitschrift bringt jetzt wiederum einen Aufsatz desselben Autor» über Frauen- und Kinderpflege (im Anschluß an die kürzlich in Berlin ftattgefuudeue Ausstellung), dem wir einen sehr beachtrnSwrrtheu Ausspruch über Kiudererziehung und -Pflege entnehmen. Unser ganze» Schulwesen ist gleich der Schulmappe. Sie verkrümmt und verstecht da» Kind durch einseitige Belastung de» Geisteslebens. Sie muß zum Schulranzen werden, welcher die Er- ziehungslaft aus Geist und Körper gleich vertheilt und^ dadurch gesunde Bollmenscheu heranzieht, statt getsteSgedrillter Krüppel. In der Ausstellung sehen wir TuruApparate, Spiele in Licht und Lust zu spielen, eine Auswahl, wie wir fie noch nicht kannten, als wir jung waren: Boccia, Lawn- Tennis, Croquet, Golf, Tretbball und andere. Sie find so nöthig wie Bücher und Heste sür die Erziehung, die doch noch etwas wehr ist, als bloß Schulbelehrung. So lange die Schule dem Kinde nicht giebt, was de» Kinde» ist, müssen e» die Eltern thun. Die gesürchteten Lensureu «erden dadurch nur besser. Luft, Licht und - Wasser! Ins kalte Schwimmbad mit den Kindern; e» wird ihnen bald die liebste Labe im heißen Sommer, nach der Hitze und dem Staub der Schulzimmer. Uad reichlich Wannenbäder im Winter! Auch die Haut will athmen. Die prächtigen Bade-Einrichtungen, die ausgestellt find, gehören tn der That zur „Kinderpflege". E» läßt einen tiefen Blick in eine gute Kinderstube thun, wenn der Dichter de» „Wilden Jäger", Julius Wolff, eine uralte kupferne Kinder-Badewanne ausstellen kann, auf deren Rückseite die Namen all der kleinen Weltbürger ein- gravirt find, die darin gezappelt haben, seit mehr als hu«, dert Jahren. , _ „ ♦ Goldene Regel« für Radleriuue« theilt da» Berliner Sportblatt „Die Radlerin" mit, die wir unseren schöne« Leserinnen nicht vorenthalten wollen: „Glaube nicht, daß dir als Radfahrerin mehr erlaubt ist, als einem Radfahrer, nut de-halb, weil tu eine Dame bist. — Pflücke kein Obst und Termin einzureichen. Zuschlagsfril 18 Tage. Gießen, 15. Januar 1898. Das Stadtbauamt. Schmandt. Gegen solche Wundergabe Ist selbst Röntgen Waisenknabe, Der doch Großes auch vollbracht. Daß die Störche ost nicht wolle», Wenn fie Knaben bringen sollen, Längst uv» feste Satzung schien. Um die Störche zu bekehren Saun nun jüngst auf neue Lehre« Der Professor Schenk in Wien. Künstlich einen Menschen machte, Goethe dies in Versen brachte, Wagner, Faustens Famulu». In gewaltiger Retorte Schuf er so 'ne Menschensorte, Die man uauut' Homunculu». Doch Professor Schenk geht weiter, Er nimmt Einfluß froh und heiter Vorher schon auf da» Geschlecht. Ob e» Mädchen oder Knaben, Alle» ist bei ihm zu haben, Allen wacht nun Schenk es recht. Meister Langbein, der war nämlich In gar vielen Fällen dämlich, Alle» Wünschen war ihm gleich. Ohne laug' fich zu befiunen, Zog er, waS gerad' war drinnen, Au» dem wohlbekannten Teich. Chaussirarbeiten und die Thonzeug- li ferung sollen Mittwoch drn26.Ianusr d.I., Bormitlags IO1/» Uhr, öffentlich verdungen werden. Pläne, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden zur Einsicht bei uns offen (Zimmer Nr. 7). Angebote auf Vordruck sind bis zum genannten 20 120 200 120 560 70 90 30,200 60 - 10 - Unwevfitäts - Nachrichten. Heidelbera, 16. Januar. Zum Prorector unserer Hochschule sür das Jahr 1898/99 wurde gestern durch den großen Senat Hofrath Professor Dr. Kehrer, Dtrector der Frauenklinik, gewählt. Bamberg, 18. Januar. Professor Dr. Heinrich Weber, Docent für Geschichte am hiesigen Lyc^um und Ehrendocwr der Universität Würzburg, wurde heute im Eapttelshause deS Domstifte« vom Schlage gerührt und blieb sofort tobt. Weber hat sich al» Kenner fränkischer Geschichte einen Namen erworben. Würzburg, 19. Januar. Dr. Siepar in München wurde zum außerordentlichen Professor für englische Philologie an der hiesigen Universität ernannt. Lich, den 15. Januar 1898. Im Auftrag: Großb. Bürgermeisterei Lich. Heller.____ mittags 2 Uhr, versteigere ich im Pfand- ™ mfb- 150 j 80/ 2,40, 2,80 Mk. local Settersweg 11 gegen Baarzahluag: >•' ßg 1 Ptanino, 1 Klavier und 1 werth- empfiehlt Versteigerung voraussichtlich bestimmt. Fr. Leo Nachfl, C. Herber, 70®lt6en, Seltersweg 71. Berfteigerurrg. Montag »<« 24. d. Mts., Nach Kubmisfions-Vertraus bereits gefüllten Hostes. Das nachstehende, im lausenden Winter gefällte Bau- und Nutzholz soll auf dem Wege der Submission verkauft werden und sind Gebote m verschlossenen und portofreien Schreiben mit der Aufschrift „Holzsubmisston bis spätestens den 1. Februar 1898 bei der unterzeichneten Großherzogl. Bürgermeisterei Lich einzureichen. Später eingereichte Gebote bleiben un« berücksch^g^^^ foer eingelausenen Schreiben erfolgt am folgenden Tage, d. h. am 2. Februar 1898, Vormittags 10'/- Uhr, auf dem Bürgermeisterei-Bureau in Lich, in Gegenwart der etwa erschienenen Bieter. Die Gebote sind getrennt nach Waldeigenthümer, Holzart und Sor- timent pro Festmeter und Raummeter einzureichen, und zwar ohne irden Vorbehalt. Die allgemeinen Verkaufsbedingungen, denen sich die Käufer stillschweigend zu unterwerfen haben, sind bei den betreffenden Waldeigen- thümern einzusehen oder gegen 70 Pfg. in Briefmarken von uns zu belieben. Das Holz wird auf Wunsch im Walde vorgezeigt nach vorheriger Anmeldung bei den sub Ord.-Nr. 1 bis 9 angeführten gleichnamigen Großherzoglichen Bürgermeistereien. Nun Professor Schenk studtrte Und es praktisch auch probirte Tödlich aber rief er: „Horch! Ja, das ist's! Ich had'ö gefunden! Ja de» Lebens künfl'gen Stunden ffiitt ich selber sein der Storch!" Wer nun künftig einen Knaben Ober will ein Mädchen haben, Der sich weiter nicht bedenk'. Um die Frage fein zu wgdn, Braucht mau nur nach Wien zu segeln, Dort besorgt'» Professor Schenk. • Wie lange lebt bet Berliner? Diese Frage beantwortet das Stattstiche Jahrbuch der Stadt Berlin wie folgt: Bon 1000 Neugeborenen männlichen Geschlecht» sterben 32 bei der Geburt und 73 im ersten Monat ihre» LrbruS. Nach Vollendung des ersten Lebensjahre« find noch 697 am Leben. Da» zweite Jahr erreichen 652. In die Schale kommen 607. Während der Schulzeit nimmt die Sterblichkeit fortwährend ab. Sie ist am geringsten im 15. Lebensjahre. Ja bleiern Jahre sterben von den Uebriggebltebrnen nur 1,4, so daß noch 588 in» praktische Leben eintreten. Mit de« Beg n« de» Truste» deS Lebens sangt auch die Sterblichkeit cer Männer langsam, aber stetig au zu steigen. Im 20. Lebensjahr find uur noch 577 übrig geblieben, im 30. nur noch 544. Zwischen dem 38. und 39. Lebensjahr ist die Hälfte der ganzen Generation schon gestorben. Im 50 Lebensjahr leben noch 443, im 60. 308, im 70. 181. Da« 80. Lebens- jahr erreichen 63, das 85. 23 und das 90. 7 von je 1000 Geborenen. , . _ , _ _ „ • Die »iedergefunbene Seldkifte. Bei dem Hochwasser im Juli war dem Handelsmann Herm. Männich in Stein bet Friedeberg am QaaiS au» jfetner Stube im Erdgeschoß ein neuer Geldkasten mit 23000 Mk. tu Geld und Papieren, zwei Sparkassenbücher über 8098 Mk und Beläge zu Bor- mundfchastSrechnungen weggeschwemmt wordev. Alle Nach- forschunge« waren vergeblich gewesen. Jetzt ist bet der Wegräumung einer angeschwrmmten Sandbauk bet TugelSdorf in dem Saude, etwa ein Kilometer von dem Hause Mänuich» entfeint, der ein halber Meter hohe und 38 Tentimeter tiefe eiserne Kasten ausgefunden worden. Gemeinde u.Mark Bettenhausen „ „ „ Birklar „ Hungen „ Langedors „ Ltch (Bezirk Vorder- waid n. Grotzchäuserberg) bto. (Bezirk Hinterwald) 30- 40rm 21 30 32 87 SchtGsi«a reise nach CH! zu« Ausdruck aus ter freili daß Satser A nach Coves z! sind, läht fich Reichstag ) dampf voraus. » verhaudlungeu 1 Gröhe hsstnu ‘ dns »au nick 1 kiarung, welck V adgab, deutlii gern 1 heit im Sanr Außeror Politik find zrichuen und: dm Auslände Meldung Ni Böhg, Tchlichtuug | auf eine Thei i - ck« Siüe । Adlungen de $ Elubt , 8er diej, t, >--- 6(, ?* w be bl,