tistofe, htk Miicher -Me, Cattune, Mi 23. Wen* Juli: itMottcerl '"spreis 50 Pfg. Uokkdirtttor M Mnhchck und Trohe. ebn neuen SchulgebLude. platze. Ziest bis auf Weiteres 7302 in’sche sverkauf Mutter bilden jen die Gewähr W deren glän- i leuchtet, der Voraussetzung , diese Freude lnritKnorr's auf die Ent» außerordentlich eI Hinsicht von creicht wird- Rr. 168 Zweites Blatt. Donnerstag den 21. Juli 1S9S Hichener Anzeiger Heneral-Unzeiger Bei Postbezug 2 Mark 50 Pi», vierteltährlich. Ae»ugA,rel- vterleljährlich 2 Mark 20 W» monatlich 75 Pf», mit Bringerloh». Alle Anzeigen-BermiNlungSstellen de» In- und Äuilanki nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgeg«. >»»ahm« von Anzeigen zu der Nachmittag- für den felgcnbeu Tag orlcheinenden Nummer bi» Norm. 10 Uhr. Orfcheirrt ILgNch mit Ausnahme deS MontagS. Die Gießener Damitieu b kälter »erden dem Anzeiger wöchentl'.ch viermal beigelegt. Amts- und Anzeigeblntt fuv den "Hrtte Gießen. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter Adreffe für Depeschen: Anzeiger Kietze». Fernsprecher Nr. 51. Redaction, Expedition und Druckerei: Schnkstraße Ar. 7. Amtlicher Theil. Gießen, den 15. Ju i 1898. Betreffend: Die Vertilgung der Maikäfer. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen e* die tSrohh. Bürgermeistereien de« «reise«. Diejenigen von Ihnen, welche unserer Auflage vom 2. d. MtS. (Gießener Anzeiger N . 164) noch ntcht entsprochen haben, werden an deren Erledigung binnen 8 Tagen erinnert. v. Gagern. Postreformen. Herr v. PodbielSkt, der Chef der deutschrn Reich«, tzost, befindet fich auf Reisen, und der Umstand, daß er von mehreren seiner Räthe begleitet ist, läßt mit Sicherheit darauf schließen, daß e» keine Vergnügung», oder Erho ungStour ist, welche der StaatSsecreiär macht, sondern daß der Dienst ibn außerhalb der ReichSgrenz-n in Anspruch nimmt. Unsere AetchSpost erfreut fich bekanntlich eine» guten Rufe», und eS gab eine Zeit, wo fie an der Sp tze der BerkehrSeinrtchtungen oller Länder einhermarfchirte, wo fie ein Vorbild für diese rorr, und Herrn v. Stephan» Lob in der ganzen civiltfirten Welt erscholl. Leider ist diese Zett vorüber- e» ist ein Stillstand etngetreten auf dem Gebiete de» deutschrn Post- Lind Telegraphenwesens, und so manche Klage ist bereits im Laufe der litzten Jahre laut geworden darüber, daß berech- Wünschen de» Publikum- keine Folge gegeben wird, Laß wir in mancher Beziehung j tzt vom Au-lande überflügelt werden. Nun ist, seit Herr v. PodbielSkt am Ruder fich befindet, schon viel von Reformen die Rede gewesen, und man hat e» auch an amtlicher Stelle ntcht ableugnen können, Laß unsere BerkehrSeinrtchtungen resormbedürsttg waren. D>e Forderungen nach anderweitiger Festsetzung der Zeitung», p ovision, nach Verbilligung der Fernsprechgebühren u. s. w. find ebenso unersüllt geblieben wie mancher Wunsch auf techn'schem Gebiete. Unserer Anficht nach batte Herr v. Pod- biel-kl schon manche Einrichtung treffen können, die keiner großen Vorbereitungen bedarf und doch nur allzu sehr im Jutereffe de» groß n Publikum» liegt. Um nur em Beispiel anzusühren, könnte die Zeit zwischen der Aufnahme etnrS Telegramm- und der Bestellung demselben in großen Städten noch erheblich verkürzt werden. Man glaubte auch anfangs, daß die Reformen mit Volldampf betrieben werden würden, aber da- war ein Jrrthum- auch Herr v. PodbielSkt muß den finanziellen Rücksichten Rechnung tragen, wie insbesondere darau» heroorgebt, daß die mehrfachen Tartfherabsetzungen, welche in der lttz en Sesfion de» Reichstags zur Berathuug standen, abhängig gemacht wurden von der Erweiteruug de» Postmonopols. Also Herr v. PodbielSkt weilt zur Zeit im südöstlichen Europa, gegenwärtig in der Türket. Gott bewahre unS davor, doß er etwa dte dortigen VerkehrSverhä'.tmffe so vorzüglich findet und ähnliche Einrichtungen bit uv- in Deutschland durchführen will. Man sagt ja, daß der Staat», secretär tu Constantinopel zu einem höheren Zwecke weile: Dem Kaiser für dte Paiästinafahrt die Wege durch dte Türket zu ebnen Aber tu Wien, Budapest u. s. w. hat sein Besuch jedenfalls nur ten Jntertffen seines Rrffort» gegolten, und man hat denn auch tn der Prtffe bereits den Zweck seiner Anwesenheit tn der österreichischen und ungarischen Hauptstadt zu errathen versucht. Herr v. PodbielSkt hat bekannt- ltch auch etne Personalreform vor und wtll insbesondere der Wkiblichkeit mehr Eingang tn den Post, und Telegrophendienst verschaff n. Da nun tn Oesterreich Ungarn dte Frauen in weit größerem Maße tn den Berkehrrinstituten Verwendung finden als bet uns, so hatte der Staatssekretär reichlich Gelegenheit, in Wien und Budapest diese Frage gründlich zu prüfen. Allem Anscheine nach werden auch im deutschen RetchSpostgebiete künftig die Frauen ein größere» Conttngent zur Beamtenschaft stellen. ES gtrbt eine ganze Reihe mechanischer V:rrtchtungen im Postd enste, welche sehr gut durch Frauen auSgrführt werden können, aber vor einer übermäßigen Einstellung weiblicher Kraft möchten wir doch warnen angeficht» d'.S schweren Kampfe», den dte Männerwelt schon jetzt um die Existenz zu führen hat. Wenn die in die Otffentltchketr gedrungenen Nachrichten I richtig find, so will Herr v. PodbielSki in der Personal. I resorm noch weiter gehen und u. A. dte Möglichkeit gewähren, daß dte in der Poftasfistenten.Laufbahn befindlichen Beamten dte SecretärprÜfung ablegen können. Bekanntlich liegt ein dahin zielender ReichStagSbeschluß vor, aber Herr v. Stephan hatte fich nicht dazu verstehen können, demselben Folge zu geben. Wer die Verhältnisse kennt, wird dte Grüate verstehen, aus denen fich v. Stephan einer solchen Maßnahme widersetzte. ES giebt einen großen Theil in der genannten Beamtencategorie, sür dte infolge ihrer geringen Boitnldunq die Ltlaubniß zur Zulaffung zur Secretä'p üsung doch nur illusorisch sein würde. Eine ausführliche Behandlung dieser Frage und der sonst noch tn Betracht kommenden Reformen behalten wtr un» für später vor. (.xx) Deutsches Reich. Berlin, 19 Juli. Da» Reichsamt des Innern hat im Jntereffe der deutschen Ausfuhr an dte Ministerien dec fämwtltchen deutschen Bundesstaaten eine Zuschrift zuc weiteren Mtttheilung an die betheiligten Kreise gerichtet, worin darauf hingewiesen wird, daß in letzter Zeit mehrfach ein Theil der deutschen Export-Zeitungen verletzende Angriffe gegen daS concurrtrende Ausland, namentlich England gerichtet hat, anstatt fich darauf zu beschränken, dte günstige Entwickelung der deutschen Industrie und ihre Vorzüge sachlich hervorzuhrben. Durch ein solche» Verfahren werde da- Ausland zwecklos gereizt und der Absatz der deutschen In- dustrie beeinträchtigt. Da» Auswärtige Amt habe deshalb die in Betracht kommenden kaiserlichen Consulote veranlaßt, diesem Gegenstände ihre Aufmerksamkeit zuzuwenden und jedesmal zu berichten, wenn dte tm Antlande verbreiteten deutschen Export-Zeitschriften solche Artikel bringen. Es dürfte fich auch empfehlen, daß die deutschen Exportfirmen auf dte betreffende Zeitschrift etnwirken. Berlin, 19. Juli. Dem «Bert. Tgbl." geht von angeblich tnformtrter Sette dte Mtttheilung zu, daß tm Reich»- schatzamt die Arbeiten für den Entwurf eines Zolltarifs für die neuen Handelsverträge schon seit einiger Zeit tm Gange find, daß aber dte Festsetzung bestimmter Zollsätze bisher noch ntcht erfolgt ist. Dte Vorarbeiten erstrecken fich vielmehr in erster Linie darauf, für den neuen Zolltarif einen Entwurf vorzubereiten, der materiell und formell den Jnrer. Feuilleton. Wad Mauheim, der Kuraufenthalt einer Kaiserin. Originalplauderei für den „Gießener Anzeiger". (Nachdruck nur mit Quellenangabe gestattet.) Dr, "Ml. Die K ogen über da- schlechte Wüter, die derfehlten Somwerrrisen, die verregneten Badekuren wollen tn diesem Juli gar kein Ende nehmen. Alle» ist uozufrteden, Hoteliers und PrnfionSinhaber, sowie da» reisende Publtkum. Aber wenn man in den Morgrn- und Vormittagsstunden die Frankfurter Katserstroße hinauf- oder hinuntergeht, ist die dritte Droschke, dte Ernrm begegnet, eine Gepäckdroschke, und der zweite Mensch, der an unS vorüberetlt, ein Tourist. Alle Welt ist unterwea» und man fragt fich nur: wer bleibt denn noch zu Hause?! Dte Wartesäle find überfüllt, die Schalter reichen für den Verkehr kaum auS, desgleichen dte Wagen der Fernzüge, und so viel steht fest, daß dte wechselnde Witterung vielleicht manche Partie verderben, aber d-m Reisen al» solchem keine Schranken rntgegenzusetzen vermag. oa den Luftkurorten, welche fich wahrlich nicht über die Saison beklagen dürfen, gehört nun auch Nauheim, wo fich zur Zett nahezu 6000 Kurgäste befinden. Wer da» retzende Soolbad seit einigen Jahren nicht mehr ge'ehen, muß überrasche sein von dem Zuwachs, den es an Penfionen und stattlichen Hotel» erhalten hat. Sine wahre Hotelstadt ist hier nach und nach entstanden. In der vom Bahrhose hinausführenden Parlstraße, an der auf da» «"hau» -ündendcn Terraffenstrahe drängt fich ein schloß- artige» Hotel an da» andere. Man findet in dieser Hinsicht keinen Unterschied «ehr zwischen Nauheim u°d deu b„ühmtesten Weltbädern, nur etwa den, daß man in Nauheim schließlich doch auch bescheidene Wohn- und Logiroerhaltntffe finden kann wie fie die Menschen de» Mittelstände» brauchen. In Nauheim ist'» langwetli»! sagt vielleicht der übersättigte Lebemann, deffen müden Nerven vielleicht nur noch da» Sptelfieber in Monaco und die Rennen in Baden-Baden einen Reiz verschaffen kann. Leute mit «angelnden inneren Rtffourcen find immer am ehesten geneigt, ihre eigene Oede । der äußeren Umgebung auszubürden. Ein entzückender Frieden lagert über N-mheim. Der starke Menschevkonflux stört btS jetzt die» Idyll nicht. Wer auf den schön gepflegten, weit au-gedehnten Kuranlagen wandelt oder die Wege läng» de» Teichhause» einschlägt, da» reizvolle Bild und Wald und Waffer vor seinen Augen, vielleicht die gedämpften Klänge etne» Strauß'ichen Walzer», den eben die Kureapelle sp elr, im Ohe, den überkommt da» Gefühl von Sonntagsruhe und Ferienstimmuvg. Da» ist der große Vorzug der Badeorte, daß fie auch am gewöhnlichen Wochentage da« Festkleid angelegt haben und daß man da» Getriebe der WerktagSwühen nur wie au- weiter Ferne zu vernehmen glaubt, etwa so wie den Pfiff der Locomotive. Wenn ich «ich nach der Eleganz eine» vornehmen Bade- leben» sehne, werde ich mich jedenfalls so ost al» möglich zum Kuffeestündchen auf der breiten Terrasse de» weißen leuchtenden Kurhause» einfinden, diffen Räume mit allem Comsort der Neuzeit au»gestattet, auch ein niedliches Theater bergen, in welchem ein süddeutsches Ensemble da» leichte und gemüthliche Kunstgenre pflegt. Eine g'.wiffe Diät ist auch in Sachen deS ästhetischen GenuffeS anzurmpfehlen. Schwere Kost taugt nicht auf den Spielplan etne» Kurrheater». Al» wir letzthin Nauheim besuchten, gab man gerade den »GaSparone". r , , . Ja, wa« ich sagen wollte: Da» KurhavS mit seinem Theater, seinem Orchester und seinen schönen gärtnerischen Anlagen — die Rabatten, an» welchen tm harmonischen Farbenton Ne verschlungenen, von einer Krone überblühten Buchstaben V M (Victoria Melitta) und E L (Ernst Ludwig) aufleuchten, concurrtren mit denen deS Frankfurter Palmen- garten» — bedeutet die glanzvolle Ocffentlichkeit. Da» Teich ha u», zehn Minuten davon entfeint, ist dagegen da» Wald, und See J'hll, so recht geschaffen zum Aufenthalt sür Familiru, glückliche Paare und vom Leden»fieber mitgenommene Menschen. Man möchte immer Eichendorff ctttren, wenn man diese» Stückchen Erde in fich trinkt! Ich glaube, daß die hohe Frau, welche dieser Tage ihren | stillen, unosfiziellen Einzug in Bad Nauheim gehalten hat, deffen Heilquellen von Jahr zu Jahr nicht nur tn Deutsch, land, sondern in ganz Europa im Ansehen steigen, ihre Schritte oftmal» gerade tu diese Gegend lenken wird. L» ist zum ersten Male, daß eine regierende Fürstlichkeit da» Bad zu längerem Aufenthalt besucht. Gemiethet ist für die Kaiserin Elisabeth von Oesterreich, die sür fich von den Bädern Nauheim- wenn nicht völlige Genesung, so doch Linderung ihre» Leidens erwartet, die Billa Kracht tn der Burg-Alle Nr. 12, ein einfach auSfchaueude» zweistöcktge« HauS mit 18 Zimmern. Ju der uumittelbaren Nachbarschaft der Billa liegen dte »Villa Maria", »Villa GoSwtn", »Billa Quifisaua". Da» Hotel du Nord, tm Schwetzrrstil aus- gesührt, schließt die Straße ab. Trotz der kleiueu Fremden, colonie, die selbstredend die Existenz dieser Nachbarschaft nut fich bringt, wird die Kaiserin e» in der »Billa Kracht ruhig haben, da Nek Besitzerin, eine welterfahrene und verständnitz- volle Dame, die un» auf unsere Fragen in liebenswürdigster Weise Auskunft ertheilte, ihrem hohen Gaste olle Störungen fernhalten wird und man tm Uebrtgen von der Bevö kerung Nauheim» genügenden Tact vorau-fetzen darf, daß fie, tu ihrem eigenen Jutereffe, der Herrscherin jede Belästigung erspart. Dte Kaiserin ist nur mit kleinem Gesolge, da» zum größten Thetle in der B>lla selbst untergebracht ist, ein- getroffen. Ihre Equipage hat fie nicht mitgenommen. Möglich, daß einige Galawageu von Frankfurt requirirt werden. Aber in der Hauptsache reflectirt fie auf Fußtouren. Der e'nst so rüstigen Bergsteigerin, mit welcher mancher Führer nur schwer Schritt halten konnte, wird da» nur leicht hügelige Terrain von Nauheim keinerlei Schwierigkeiten bereiten. Die feineren Mahlzeiten nimmt fie in ihrer Billa ein. Da» Dioer wird vom Kurhau» gestellt. Wa» der hohe Patient sucht, ist Ruhe, Frieden, freundliche, stille Eindrücke, dem- zufolge hat man auch die Au»stattung und die Tapeten der Zimmer in hell n Farben gehalten. Der Besuch der österreichischen Kaiserin machte fich schon 14 Tage vorher insofern fühlbar, al» man unter den Ansicht»- karten etne Menge mit Bildnissen de» österreichischen Herrscher- paare» ausgestellt sah. essen der Industrie und des Handel» hinsichtlich der gift- stellung den einzelnen Pofitioaeu entspricht.__ Ausland. Wien, 19. Juli. Die „N. Fr. Pr." meldet au- München, d e Audienz, welche Reichskanzler Fü'st Hohenlohe beim Prinz Regenten gehabt hat, sei rein pnoarer Natur gewesen. In derselben sei nur die ruff sche ErbschastSangelegenheit de» Fürsten besprochen worden. Der P inz-Regent habe vorher seine Abneigung bekundet, mit dem Rrichekanzler offictelle Erörterungen über die Milttärftrafproceßreform zu pflegen. — Die Verhandlungen te» Grasen Thun mit der deutschen VolkSpartei haben heute begonnen. Es verlautet, der deutschen Bolk-partei solle die Vermittlerrolle bet der Regelung der Spracheufrage übertragen werden, und zwar in dem Sinne, daß die clertcalen Führer ihren Einfluß bei den czechtschen Freunden dahin geltend machen, daß letztere in eine Aushebung der Gpracbenverordnung einwilltgen. Verein zur Unterstützung und Befferung der aus den Strafanstalten Entlassenen. Zu der durch öffentliche Blätter bekannt gegebenen 2 8. Generalversammlung des Verein» zur Unter- stütznng und Besserung der au» den Strafanstalten Ent- laffeuen hatten sich am 12. Juli l. I. zu Darmstadt ein« gefunden: 1. der Vereiospräfident, Großh. Oberlande-gericht-rath Sch link, 2. der stellvertretende Verein-Präsident, Großh. Ober- landrSgertcht-rath Heß, 3. von Mitgliedern des Vereinraußschuffe»: a Großh. Obercoufiftorialpräfident Wirkl. Geheimerath Dr. Goldmann, Excellenz, b. Großh. Bürgermeister Köhler, c. Major i. P. Kröll, d erster Sradtpfarrer Petersen, e. Generalstaatöauwalt Geheimerath Schlippe, sämmtlich von Darmstadt, f. Großh. Provinzialdtrector Geheimerath Freiherr v. Gageru von Gießen, g. Großh. Kret»rath Feh von Erbach, h. Director der Zelleustrasanstalt Clement von Butzbach, i. Director de» LandeSzuchthause» Bornemann von Marieoschloß, sowie eine größere Zahl von Mitgliedern und Freunden de» Verein». Der Berciuspräsideut, Großh. Oberlande-gericht-rath Sch link, theilte zunächst mit, daß der seitherige Vorsitzende, Herr OberlavdesgerichtSrath Rohde sich au» Gesundheitsrücksichten veranlaßt gesehen habe, im Herbst 1897 daS von ihm drei Jahre lang mit seltener Sorgfalt, Umsicht und bestem Erfolg geleitete Amt niederzuleqen und daß auch der seitherige Secretär, Herr Justiz, ath Dr. Mayer, au» der von ihm 10 Jahre la^g mit regem Etfer, Fleiß und Sach- kenotniß versehenen Stelle au» gleichen Rücksichten seit Anfang diese» Jahre» zurückgetreten fei- daß durch Allerhöchste Entschließung Sr. Königlichen Hoheit der Großherzog» vom 30. Octobrr 1897 er zum Vorsitzenden des Verein» ernannt wordeu sei, während der Großh. Amtmann Dr. Stammler seit Anfang dieses Jahre» zum Vertin»srcretär bestellt wordeu sei. Alle, die von nah und fern gekommen waren, um durch ihre Mitarbeit die Verein-fache zu fördern, hieß der Herr Präsident herzlich willkommen, dankte für ihr Erscheinen aufs Wärmste und verband damit die Hoffnung, daß die gemeinsame Thätigkeit dem Verein zum reichsten Segen gereichen möge. Daraus ging er zur Schilderung der Zwecke des nunmehr seit 57 Jahren im Großherzogthum bestehenden Vereins zur Unterstützung und B-sserung der au» den Strafanstalten Entlassenen über. Er führte au-, daß, um den Hauptzweck, die Befferung des Bestraften, zu sichern, die Einrichtung getroffen sei, daß die Aufnahme eine» Gefangenen al» Pflegling nicht erst gegen Ende der Strafzeit, sondern schon tu bereu Aofang und zwar nach einem Mouat, erfolgen könne. Diese Zett des Strafvollzug» gevüze, um die Würdigkeit de» Gefangenen für die Aufnahme zu prüfen. Von der Aufnahme au «erde die schutzveretnltche Hilfe gewährt. Während der Haft der Gefaugeueu bestehe die Aufgabe des Verein» tuSbesoudere in der möglichsten Förderung der Zwecke des Strafvollzugs au den Gefangenen selbst fowte in der Fürsorge für ihre Familie und ihr verlassene» Etgeuthum, insoweit eine solche Fürsorge durch die in» Auge gefaßte Besserung dkS Bestraften geboten erscheine und nicht im Wege der Armenpflege geleistet werden könne und müsse- denn der Verein sei nicht dazu bestimmt, zur Entlastung der OrtS- armeuverbände oder sonst Verpflichteter von ihrer Unter- ftützuvgSpflicht zu dienen. Deshalb hänge die Unterstützung der Familie de» Gefangenen davon ab, ob sie zur Erreichung oder Förderung des Vereinszwecks, zur Befferung des Pfleglings, dienlich sei, ob dieser für seine Familie seither in der gehörigen Weise gesorgt habe, ob er von feinem Arbeitsverdienste seiner Familie einen Theilzufließeu laffe und ob die Familie selbst der Unterstützung würdig und bedürftig sei. Stehe hiernach zu erwarten, daß die der Familie geleistete Hilfe dem Gefangenen Trost und Vertrauen gewähre und in ihm gute Vorsätze und den redlichen Willen der Befferung wachrufe, dann werde sie gewährt. Bet der Entlaffung deS Pfleglings bemühe sich der Verein, ihm nöthigenfall» die Rückkehr in seine Familie zu erleichtern, ihm Stellung und Arbeit zu verschaffen und laffe ihm bi» zur Wiedererlangung einer geordneten Lebensstellung seine Thetlnahme und Schutz- aufsichr angedethen. Jede materielle Unterstützung hänge jedoch von der durch die Führung de» Pfleglings bethäügteu WürdigkUt und von seiner Bedürftigkeit ab. — Diese menschenfreundlichen und edlen Aufgaben und Zwecke des Ver- ein» könnten jedoch nur erreicht werden, wenn alle Gesellschaftskreise sich zur persönlichen Mitarbeit bereit finden ließen und dazu mitwirkten, die gegen den Verein noch bestehenden Vorurtheile zu zerstören und ihm neue Mitglieder und An« Hänger zu erwerben. Schon aus Gründen der Klugheit und Billigkeit empfehle sich eine derartige Mitwirkung. ES sel nämlich nicht klug und nicht billig, Demjenigen, der unerlaubt in die Rechtsordnung etngegriffen und die ihm zuerkanute Freiheitsstrafe verbüßt habe, die Aufnahme in die Gesellschaft zu verweigern, ihm jeden ehrlichen und redlichen Erwerb zu verschließen, ihm die Möglichkeit, die Mittel zum Leben sich durch Arbeit zu erringen, zu versperren. Der Strafentlaffene sei nach seiner Rückkehr aus der Strafanstalt wieder ein Mitglied der Gesellschaft geworden, er sei verbunden, die Pflichten gegen die Gesellschaft zu erfüllen. Deshalb dürfe dre Gesellschaft ihm als Mensch und au» menschlichem Mitgefühl ein bescheideuks Arbettsplätzcheu nicht verweigern, dar ihm die Möglichkeit biete, sein Leben durch eigenen Fleiß und eigene Kraft zu fristen und das ihm die Gelegenheit eröffne, den Beweis zu liefern, daß er sich wirklich gebessert habe und daß er da» Vertrauen der Gesellschaft wieder verdiene. Werde dem Entlassenen aber jede Arbeit und damit des Glücke» Seele, de» Friedens Hort, verweigert, daun müsse der Keim der Besserung, der durch die Strafverbüßung gelegt worden sei, nicht nur in seiner weiteren Entwickelung gestört werden, sondern rasch absterben, dann werde der Strafentlassene auö Verzwe flung oder aus Rache wieder die verbrecherische Laufbahn betreten und Leben, Gesundheit und Güter seiner Mitmenschen weit schlimmer wie vorher bedrohen und gefährden. Darum sei die Abneigung der Arbeiter, einen bestraften Menschen in ihrer Mitte aufzunehmeu und zu dulden, und daS sofortige Entgegenkommen der Arbeitgeber, welche befürchten, bei gegentheiligem Verhalten ihre erprobten Arbeiter zu verlieren, nicht zu billigen. Nicht alle, die bestraft worden seien, seien Verbrecher auS verbrecherischer Neigung, auS innerlicher Verrohung geworden. Strafentlassene, die keine Besserung bethättgt Haden, schließe der Verein grundsätzlich al» Pfleglinge au». Nur den Entlassenen, die der Unterstützung würdig seien, verhelfe der Verein zur Stellung, zur Arbeit. Um der bestehenden Abneigung gegen Aufnahme und Duldung von Strafentlassenen in Arbeitsstellen entgegen zu wirken, sei die Mitwirkung von Kirche und Schule, von erfahrenen, einsichtsvollen Arbeitgebern und Arbeitern dringend erforderlich. Nach dieser Ansprache de» Verein-Präsidenten wurde der Rechenschaft-bericht der Centralbehörde über die Wirksamkeit des Vereins in der abgelaufeneu Periode für die Jahre 1896 und 1897 (der demnächst in Druck erscheinen wird) erstattet, und die Erschienenen nahmen Einsicht von den Kasserechnungrn der beiden genannten Jahre. Die Voranschläge für die Jahre 1899 und 1900 sowie die vom Ausschuß beantragten Remunerationen wurden genehmigt. Hierauf wurde den BereinSmitgliedcrn Gelegenheit zu Borträgen über Vereins-Angelegenheiten gegeben. Herr Direktor Clement, Butzbach, trug vor, daß mit Recht bet der Frage, ob der Sträfling als Beretnspflegliug aufzunehmen fei oder nicht, auf die Würdigkeit deS Sträflings besonderes Gewicht gelegt werde, jedoch habe bet Prüfung der Würdigkeit scinrs Erachten- seither der Umstand nicht genügende Berücksichtigung gefunden, ob der um Aufnahme nachsuchende Sträfling früher schon einmal Vereiuspflegltng war oder nicht. Diese Thatsache bitte er bet der Beurtheil- ung der Frage der Aufnahme mehr tn Berücksichtigung zu ziehen als die Zahl und Qualität der Vorstrafen. Habe der Sträfl ng die Pflege de» Vereins überhaupt noch nicht genossen, so köune man von ihm, auch bet einer ganzen Reihe von Vorstrafen, nicht sagen, daß er unverbesserlich sei- dann solle man ihm die Aufnahme in den Verein nicht versagen. Erst dann, wenn er schon früher VereinSpflegltng gewesen und trotzdem wieder rückfällig geworden sei, sei die Annahme berechtigt, daß auch wettere Bemühungen des Vereins fruchtlos seien. Herr Oberstaatsanwalt Dr. Pretoriu», Darmstadt, vermißte den für eine ergiebige Wirksamkeit de- Vereins erforderlichen Verkehr zwischen dem von der BezirksveretnS- commission ernannten Beistand und dem seiuer Fürsorge anvertrauten Pflegling. Er wies darauf hin, daß dem Pflegling selbst, dessen Aufnahme ichon möglichst bet Beginn der Strafverbüßung zu veranlassen sei, ein Einfluß auf die Bestellung der Persönlichkeit deS Beistandes gewährt werden müsse, daß die Bezirksvereiuscommissioa bet der Wahl deS Beistandes den jede-maligen Verhältnissen Rechnung tragen müffr, damit es nicht vorkowme, daß der ernannte Beistand seinen Pflegling gar nicht kenne. Ueberhaupt sei eine lebhaftere Thätigkeit der BeztrksvereinScommisston, die z. B. in Darmstadt bis vor wenigen Wochen nur auf dem Papier gestanden habe, und ein Zusammenwirken der einzelnen Mitglieder der Commission erforderlich, damit durch die BezirksoeretnS- commtssioneu daS Jutereffe des Vereins in immer wettere Kreise getragen werde. Demgegenüber machte Herr Provinzialdirector Geheim- rath Frhr. v. Gagern, Gießen, geltend, daß eine regel- mäßige Thätigkeit der BezirkSveretnscommisfion tn der Weise, daß sie jedeSmal zusammenzutreten habe, wenn eine Beschlußfassung gemäß § 18 der Statuten erforderlich werde, unausführbar sei, datz sich dagegen der bet der BezirksveretnS- commisfion Gießen etngeführte Modus empfehle, wonach die einzelnen Beschlüsse der BeztrkSvereinScommisfion circulando gefaßt werden und nur dann, wenn einer der Abstimmenden eine Sitzung verlangt, eine solche zusammeuberufen wird. Dieser Modu» habe sich bewährt und könne auch den anderen Bezirksvereinscommisfionen empfohlen werden. Herr Gefänguißverwalter Kreuter, Darmstadt, bestätigte die Mittheilungeu deS Herrn Oberstaatsanwalts Dr. Pretorias, tnSbefondere, daß bis vor Kurzem im Bezirk Darmstadt eine BeztrksvereinScommisston gar nicht bestanden habe, deren Constitutrung habe erst vor einigen Wochen I stattgefunden. Allerdings sei eS für die BezirkSveretu»- commisfioneu keine leichte Arbeit, die richtige Wahl de» Beistandes zu treffen, die geeignete Mitwirkung der OrtSgetst- licheu und der Bürgermeistereien herbeizuführen, den schrif:. liehen und mündlichen Meinungsaustausch zwischen Beistand und Pflegling zu veranlassen und die für jeden einzelnen Fall passende Unterstützung tn Vorschlag zu bringen. Zur Erleichterung dieser Aufgaben sei die Einführung von Formularen, wie fie j'tzt von der Beztrk-vereioScommisfioa Darmstadt ausgearbeitet worden feien und stch in kurzer Zeit schon al« practisch erwiesen hätten, sehr zu empfehlen. Herr Pfarrer Roth, Butzbach, knüpfte an die Ausführungen deS Herrn DtrectorS Clement an und empfahl mit beredten Worten, die Gefangenen, die um Aufnahme nachgesucht hä'ten, denen seitens des Anstaltsgeistlichen die für- sorgende Thätigkeit deS Vereins geschildert worden sei und die deßhalb ihre ganze Hoffnung auf die Unterstützung deS Vereins gesetzt hätten, nicht mit der Erklärung zurückzuweisen, daß sie wegen ihre- Vorleben» keine Aufnahme finden könnten. * Werde einem Gefangenen eröffnet, daß der Verein den Reue empfindenden Sträflingen helfen wolle, daß er aber dieser Hilfe nicht Werth sei, dann müsse der letzte Funke Ehrgefühl in ihm erlöschen, dann müsse der Gedanke tu ihm ausstetgen: „Haltet ihr mich für unverbesserlich, dann will ich e» auch sein", und er würde für die Gesellschaft, für den Staat gefährlich. Schon auS Rückstchicn der Klugheit empfehle e« stch deßhalb, die Gefangenen nickt wegen ihre» Vorleben- zurück- zustoßen, sondern ihnen die Vereinshilfe angedeiheu zu lassen. Die meisten Gefangenen verlangten in allerletzter Linie nach Geld, fie wollten Arbeit, um nach ihrer Entlaffung ihr Dasein fristen zu können und nicht wieder auf den Weg de» Verbrechen- gewiesen zu sein, um durch ihre Arbeit beweisen zu können, daß sie sich wirklich gebessert und wieder brauchbare Glieder der menschlichen Gesellschaft geworden find. Die Frage der Beschaffung von Arbeit-möglichkeit sei allerdings schwer zu lösen, dazu bedürfe cs nicht nur zahlender Mitglieder, sondern dazu seien Leute vöthig, die mit ihrer ganzen Person, von christlicher Näckftenltebe getrieben, für d e Gefangenen eintreten. Die Vorurrhetle gegen den Verein müßten immer noch mehr zerstört werden, die Arbeitgeber müßten durch Borträge darauf htngewtesen werden, den Pfleglingen des Vereins nicht den Weg des ordentlichen Erwerbs zu versperren, sondern ihnen Arbeit zu geben und fie gegen da« gehässige Verhalten der Mitarbeiter zu schützen. Er schlage vor, einen geeigneten Herrn, der Verständniß für das Fühlen und Denken eines reuigen Strafeutlaffeueu habe, zu ver- anlaffeo, au den Sitzen der Bezitk-vrreinScommtsfionen durch Vorträge darauf htnzuwtrken, daß die Arbeitgeber sich immer mehr dazu verstehen, evtlaffenen Sträflingen Arbeit zuzuweisen, und etwa eine Liste aoszulegev, in welcher die Arbeitgeber durch eigenhändigen Eintrag ihres Namen» ihre Bereitwilligkeit, den Pfleglingen durch Gewährung von Arbeit bei- zusteheu, zu erkennen geben. Er sprach zum Schluß die Hoffnung auS, daß Großh. Oberconfistortum dieses geplante Unternehmen (Vorträge au den Sitzen der Bezirk-Verein-- commtsfionen) eventuell durch Bewtlltguug einer Grldzulage unterstützen werde. Herr KreiSrath Fey, Erbach, brachte in Anregung, ob eS nicht möglich sei, Arbeitgeberu, die sich um die Besch ffuug von Arbeit für Strafentlaffene ernstlich und erfolgreich bemühten, und umgekehrt den Pfleglingen, welche tu etuer Arbe töstelluug ausharren, eine besondere Prämie oder Auszeichnung zu verabfolgen. Ueber die F^age der Aurwahl der Beistände sprachen noch die Herren Bürgermeister Köhler, Pstlichen und Bürgermeistereien darauf bedacht sein sollen, einen zuverlässigen Monn auS der weiteren Verwandtschaft de» Pfleglings als Beistand zu finden, der ihm al« Verwandter schon nahe steht. Der Herr Präsident sprach seinen Dank für die ver- schiedenea Anregungen auS, die sämmtlich von der Centralbehörde in Erwägung gezogen werden sollten. Ctcales mnd prsVLnZLeLss. Au» dem Großherzogthum Hesseu wird der „Köln. Ztg." geschrieben: Die im Jahre 1896 zwischen uv« und Preußen abgeschlossene Eiseubahngcmeinschaft besteht jetzt fett langer al« einem Jahre- eS loffen sich also die finauztellen und wirthschaftlichen Folgen, die dies eigenartige VertragS- verhältuiß für da- Großherzogthum Hessen und setue Bevölkerung bisher gehabt hat, übersehen. Urber die finanziellen Folgen find vor Kurzem schon einige Mittheilungeu veröffentlicht worden. Wir können fie durch die folgenden Zahlen ergänzen. H ffen hat im EtatSjahre 1897/98 au« seinem Etsenbahubesttz (d. h. dem Antheil an der preußisch-hessischen Gemeinschaft, an der Main-Neckarbahn und an Ueberschüssen au- dem Betrieb einiger Nebenbahnen) eine Einnahme von ungefähr 11 Millionen Mark bezogen. Die gesammteo, dem hessischen Staat zur Last fallenden Ausgaben für Eisenbahn- zwecke und die mit den Bcsitzveränderungeu verbundenen Einnahme-Ausfälle betrugen dagegen ungefähr 8% Millionen Mark. Der Reingewinn beläuft sich hiernach auf nahezu 2Vz Millionen Mark. In dem der Betriebs- und Finanz- gemeiuschaft vorangegangenen (ietztev) Rechnungsjahr 1895/96 hatte dagegen Hessen aus seinem gesummten Eisenbahnbefitz (etnschl. Main-Neckarbahn und Nebenbahnen) überhaupt gar keinen Reingewinn, es mutzte vielmehr noch einen Zuschuß von 120,400 Mk. leisten. Finanziell hat sich also Hkffen einstweilen um mehr als 2« d« WfW"81,1 -l Diriclionlbezirl hrsM° ermäßigt, ■ (Staaten W Seool. ilnch b« Berg tm A ÄaWhmbr DampshÜM Wut, MV gittern sm v neuen Kliniken Klinik unb Mischen bem unb bem früh Mhigen Arb Lieferungen, m M E- Sc @Ii Sü werden hierdur dm Ministerial 1893 zur loos bem SubnG D'-AUH Mittal j« '*en l*t( Melbft im CTtpfnng ger 4 Angebote bi9 ^Wittag M mit et »frei an, Zuschlag-fp Neben, bet Großh jnpfiebit 9ara Itauch in Umtausch gegen alter« wer ne, 1 liefert gegen Teilzahlungen von monatl. d m. an H. 0. Sperling, Buchhandlung, Stuttirart ML ! Dr. Oetkers H. 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Telephon 11S. gefunden ist, dem wirthschaftlich und finanziell schwächeren Theilhaber eine ihn zufriedenstellende Mitwirkung bei der BetriebSgemeinschaft zu sichern und ihm überdies in vollem Umfange die Bortheile eines großen Eisenbahnbetriebes zu- zuwenden. Diese bedeutenden Vorzüge und Fortschritte werden je länger je mehr auch von der Bevölkerung unseres GroßherzogthumS im Allgemeinen anerkannt, wenn auch polttifcbc Vorurtheile die Verlautbarung dieser Anerkennung hier und da hindern mögen. e p^enariiis ° Carbolineum Universitäts-Nachrichten. Leipzig, 18. Juli. Der Philologe Professor Ribbeck ist, <1 ^o^or ber ^tm(e en Universität lübtngen, Dr Buchner, hat einen Ruf atS außerordentlicher Prosesior an die Landwirihschaslltche Hochschule in Berlin erhalten und angenommen. Proctor der Universität Erlangen für bet Studten- j-chr 1898/99 wurde der Theologieprofesior Caspari ernannt. Göttingen. In der theologischen Facultät hat stü d" nutzere Jnspector des theologilchen Stiftes. Licenlia, Otto, hadilitirt. Heidelberg. Zum UniversttälssechUedrer wurde an Stelle des nach langer Wirksamkeit zurücklretenden Herrn Friedrich Schulze der bisherige Vorfechter Herr Lorber ernannt. Vergebung von Bauarbeiten. Nachstehende zur Herstellung einer Dampfheizung für das pathologische Institut, von Vorfenstern und Fenster gittern für versch ebene Räume der neuen Kliniken und der psychiatrischen Klinik und einer Einfriedigung -wischen dem früher Greiner'schen und dem früher Mattheiß'schen Hause nöthigen Arbeiten nebst Materiallieferungen, nämlich: Maurerarbeit, Sch'.osierarbeit, Schreinerarbeit, Glaserarbeit, Steinhauerarbeit, werden hierdurch unter Hinweis auf den Ministerialerlaß vom 16. Ium 1893 zur loosweisen Vergebung auf dem SubmisfionSweg ausgeschrieben. Die Ausführungsbedingungen und ArbeitSbefchreibungenliegeninunferem Amtslocal zur Einsicht offen, und können letztere, mit Vordruck zu dem bezüglichenAngebots-Vermerkversehen, daselbst zum Selbstkostenpreis in Empfang genommen werden. Angebote sind, nach Loosen getrennt, bis zum 25. Juli l. I, Bormittags 10 Uhr, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift portofrei an uns abzugeben. Zuschlagsfrist 2 Wochen. Gießen, den 18. Juli 1898. Großh. Hochbauamt. Neuling. 7267 Johannisbeeren, sowie Stachelbeeren zu Baben1 7182 Riegelpfad 30. i Seit 20 Jahren bewährt. 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Hengsienbrrgs Weinessig) und wird dann, je hoher der angelegte P eis ist eine um so weinhaltigere somit ractr-ichere Qa°l«St «halten, j- extractreicher ein Essig aber ist, desto milber unb f in« tft er- desto anregender wirkt er auf die Magennerven (Enzym- Wirkungen) und ist seltst einem schwachen Magen zuträglich. Coa^ (amkeit geht hier aus Kosten des Wohlbefindens. 6668] Dammftratze 48 ist die Mansarde, 3 Zimmer mit allem Zubehör, per sofort zu vermiethen. Slndr. Euler, Stemstr. 11, II. 6861) Schöne 6-Zimmerwohnung mit Balcon, Gartenantheil, Bleichplatz, sowie gerade Mansarde von 4 Zimmern, an ruhige Leute zu vermiethem Wilh. Haas, Bleichstr. 18. 6852] Schöne Marsardenwohnung per 1. September an ruhige Leute oder einzelne Dame zu vermiethen. Wo? sagt die Expedition d. Bl. 6054] Der mittlere Stock meines Saufeb Di'zstraß- b-sl°h°nb aus 5 bis 6 Zimmern nebst Zubehör, in versetzungshalber anderweitig zu Der« mietben. Näheres C. 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