L8V8 Donnerstag den 21. Juli A,ntr- und Anzeigeblatt für den 'Kreis Giefzen Gratisbeilage: Gießener Familicnblattcr pruck, \M 0rOCO 11 .„.xcttc he iHffl ReUctUn, t^tbitien und ®ruderet: Lchulßr.tt Vr. 7. Ausland. Pari», IS. Juli. Präsident Faure genehmigte BriffonS Anträge auf neue umfassende persönliche Veränderungen. Paris, 19. Juli. Das Säbelduell zwischen DvroulLde und Hubbard hat gestern noch stattgrfuuden. Während desselben packle der Letztere den Degen der Gegner», woraus daS Duell unterbrochen und Hubbrrrd für diSqaalificirt erklärt wurde. Paris, 19. Juli. Zola conferirte heute Nachmittag mit seinen Bertheidigern. Morgen wird er dem Proceh gegen Judet wegen Beleidigung deS Zola Vaters beiwohnen und sich dann aus seinen Landsitz nach Meduu begeben. London, 19. Juli. Im Unterhause ist gestern, allerdings erst für das kommende Jahr, eine neue Flotten- abreffe für Depeschen: Fernsprecher Nr. 51. Abnahme von Anzeigen zu der Nachmittag« für den stoichendeu Dag erscheinenden Nummer bil Lorm. 10 Uhr. Juli 18SS« Oigiri® selb 10815 1920 9716 10L6O 10110 »ezugopr-t- ,terleliLhriich 2 Mark 20 Pfg. moualtich 75 PfG. mit vnngertotz»- Bei Poftvezug 2 Mark 50 fff. oitrteljibcü*. Folgen nach sich ziehen, daß es schwer tst,^ an die bloße Möglichkeit zu glauben. Und doch hat diese Möglichkeit bereits wehr als eine europäische Eanzlri ia Unruhe versetzt." __ Dieses wohl aus dlw britischen Auswärtigen Amre stammende Entrefilet ist natürlich darauf berechnet, die Elfer, sucht Rußlands zu erregen und womöglich Unfrieden zwischen Deutschland und seinem Nachbar zu säen. Das dürfte tndrß vergebliche Mühe sein. ~ yulda, 18. Juli. Der heute Vormittag von den wahlfähigen Mitgliedern des DomcapitelS einstimmig -um Bischof für die Dtöcese Fulda gewählte Dompfarrer Adalbert Ändert wurde geboren am 22. December 1850 zu Setzeibach und am 6 «peil 1873 im Dome zu Fulda zum Priester geweiht. Am folgenden Tage wurde er zu« Stadtcoplau in Fulda ernannt, welche Stellung er 15 Jahre lang bekleidete. Am 26. März 1888 wurde er Pfarrverweser der veuerrichteteu Pfarrei Horas und am 16. April 1888 definitiv Psarrer von HoraS- am 19. Mat ivvo erfolgte seine Ernennung »um Dechanten deS Drcauals Großenlüder und am 15. Gelobet 1893 zum Dompfarrer in Fulda und Stadtdechanten daselbst. Im August lotH wurde er zum Superior der Barmherzigen Schwestern und am 6. Februar 1896 znm SubcustoS der Domktrchr ernannt. Deutsches tteich. Berlin, 19. Juli. Nordlaadreise des Kaiser«. Der Kaiser begab sich zur Besichtigung deS Dronthetwer Domes Montag früh in die Stadt. Zum Frühstück hatte der Eonsul Jeussru mit Familie eine Einladung erhalten. Um 3 Uhr ging die „Hohenzollern" bei schönem Wetter nach Digermulen tu Ser. Berlin, 19. Juli. Aus Australien wird der „Berl. Zig." berichtet, daß et« deutscher Dtce-Consul, ein junger, erst kürzlich dorthin gekommener Beamter, als ihm rin deutsche- Fahrrad zum Kaufe angeboten wurde, erklärte, tß ist riSeant, hier ein deutsches Rad zu fahren, man wird von der befieren Gesellschaft über die Achsel angesehen. Einige deutsche Herren, welche diese Aeußerung deS Herrn Vice Consuls hörten, baten den deutschen General-Consul, den Herrn zu belehren, daß es doch eigentlich seine Pflicht sei, der Industrie sein-S Vaterlandes gegenüber einen etwas freundlicheren Standpunkt einzunehmen. „Der Vorgang ist , so schreibt die demokratische „Berl. Zig.", „wieder ein neue» Beispiel für die vielfachen Mißstände in unserem ConsulatS« wesen. Die Reichsregterung kann in der Auswahl ihrer consularischen Vertreter gar nicht vorsichtig genug sein. Jedenfalls sollte man in solche Aemter nur ernste, geschafts- erfahrene Männer von gereiftem Unheil berufen. Wie schwer es der deutschen Industrie fällt, in Ländern englischer Zunge, deren Bewohner etn ausgeprägtes Nationalgefühl haben, und die mit Vorliebe nur englische Erzeugnifie kaufen, Fuß.zu fallen, ist bekannt. Wenn nun sogar Vertreter der deutschen Reichsregterung sich in kurzer Zeit so acclimatistrt haben, baß sie dalbe Engländer geworden find, so ist das bebau er- litt)." Sehr richtig, nur schade, daß auch die „Berl. Ztg. von dem gepriesenen „ausgeprägten Natioualgesühle' nur olle Jubeljahre einmal Gebrauch macht. — Aenderuugen in der Organisation der Kavallerie. ES verlautet, daß der Plan bestehe, die fäwmtlichen 5. Schwadronen zu Regimentern zu 4 Schwa- dronen zusammenzusafien. Da 93 Regimenter, darunter, 10 bayerische, 6 sächsische, 4 württembergtsche, bestehen, so würden auf Preußen und die, preußischer Verwaltung unter- bti. emes Ladens 6986 J im greifen. | ist nur 6 le S. i nzeigers 2 ai 6“,r leiten efldfutl Erscheint ttgNch Bit Ausnahme deS MonlagS. Die Siegener »emltUeltititr werden dem Anzeiger MIchentlich viermal t beigelegt. *5 SH 16988 7 1.M Zwecke des Radfahrens bequem ist. Wenn die radfahrenden Damen finden, daß sie in Pumphosen bester fahren, weniger in der Bewegung gehindert sind, so sollten sie sich doch ja nicht daran kehren, wenn ästhetische Klügelei sich dagegen erklärt und dies für unschön erachtet. Das Radeln liegt überhaupt noch jenseits von schon und häßlich — so lange noch, bis das Kunstgewerbe dre Sache in die Hand nimmt und es versucht, das Fahrrad in seiner ganzen Form stilgerecht umzugestalten. Vielleicht gothisch? Bis dahin mögen Damen und Herren das Radfahren sich selber ausgestalten und Zweckmäßigkeit wird, wie bei noch vielen Dingen in der Natur, auch Schönheit sein. Hochachtungsvoll Hans Thoma. Die „Radwelt", welcher wir diesen kurzen Auszug ent- nehmen, erörtert ausführlich das Thema und kommt zu dem unserer Ansicht nach vollkommen zutreffenden Schluß: Was nun die Frage der Schönheit anbetnfft, so ist auch diese eine durchaus offene. Die Radlerin kann in der Hose schön und anmuthig aussehen, ebenso aber auch im Rock Das ist einfach Geschmackssache, und über den schmack läßt sich bekanntlich nicht streiten. Eines aber ist sicher' Eine gute, schlanke und jugendliche Figur nimmt fug nUt in Hosen aus. Wer aber dick ist oder nur die natürliche Fülle reiferer Jahre hat — und solche Damen haben doch auch ein Recht auf den Gebrauch des Rades, der ihnen gesundheitlich nöthiger ist, als den jungen —, der spielt in Hosen eine wenig vortheilhafte Rolle. Auch das Gehen in Hosen neben dem geschobenen Rade macht sehr, sehr selten einen guten Eindruck. Schießlich ist die unförmig weite Pluderhose vom ästhetischen Standpunkt aus auch nichts Schönes; da ziehen wir ein wohlgeformtes Bein in Tricot denn doch bedeutend vor. Zum Schluß also: Die Frage, ob Rock oder Hose, ist des Erhitzens nicht werth. Die Hauptsache ist, daß die Damen überhaupt fahren. In was für einem Costüm dies geschieht, kann uns gleichgültig sein. Ueberlaffen wir die Entscheidung darüber ruhig der Herrscherin Mode, denn die ganze Frage ist im letzten Ende nichts als eine Modesache. Und in du haben Männer eigentlich nichts hineinzureden. Mr. <68 Erstes Blatt |UUllH Conttgente etwa 20 bis 21 neue Regimenter ent« fallen, auf Bayern 2 bis 3, auf Sachsen und Württemberg je 1, Summa etwa 24 biß 26 neue Regimenter- sämmtliche Regimenter würden vier Schwadronen zählen. Hebet das „Wann" bet Durchführung der Maßnahme, die nur neue Regimentßstäbe, keine neuen Schwadronen forderten, verlautet noch nichts. Bestätigt sich die Nachricht, die wir dem „Hann. Kontier" entnehmen, so würde man aber wohl den Friedens, etat der vier Schwadronen etwaß höher, alß heute halten müffen, da ja die fünften Schwadronen dann im Sinne von Ersatzschwabronen nicht mehr beständen, Abgaben von diesen | an die vier in erster Linie rasch ansrückenden Feldschwadronen nicht mehr statlfinben könnten. — Die Engländer leiben wegen bet Palästina« fahrt unsere« Kaisers an Biklemmungin aller Art. Man weiß nicht, find eß wirkliche oder geheuchelte Beklemmungen. Deßwegen schreiben die „Hamb. Nachr. : In England richtet man mehr und mehr ein argwöhnt cheS Augenmerk auf die geplante Palastinafahrt des Deutschen Kaiser«. Dabei fehlt es in der Pceffe nicht an Versuchen, auch den Argwohn Rußlands zu ichüren: In Rußland, so wird gesagt, nahm man Anfangs die Absicht des Kai.ers günstig auf und hob beifällig den religiösen Characier der Reise hervor, aber jetzt sehe man die Sache ander« au. Die äußerst freundschaftlichen Beziehungen, die während der jüngsten orientalischen Krisis dadurch zwischen der Pforte uno Berlin hergestellt wurden, baß ber Kaiser als der beste Freund de« Sultans austrat, könnten, so fürchte man, zu wichtigen Eoncesfioeen führen, die weder Großbritamien noch Rußland gleichgiltig fein könnten. Diese Antheilnahme gerade an brr Bedrohung russischer Interessen hat etwa« sehr Komisches- es ist lediglich die gesürchtete Bedrohung der eigenen Jntereffen, die dieser Antheilnahme zu Grunde liegt. „Befände fich baß Euphratthal", so erklärt ein englisches conservatives Blatt, „in ben Hänben einer unfreundlichen Macht, so würde dadurch ber We« nach Indien ernstlich bedroht werden. Gegenwärtig gehört es zur Türkei und ist daher für Jedermann abge'chlofl'N. Irgend ein -wischen dem Sultan und dem Kaiser getroffenes Abkommen, ans Grund | dessen Deutschland am Euphrat Fuß faßte, würde so ernste Feuilleton. Aas Hiadeln der Damen in Pumphosen. Di- -Festschrift zum Frankfurter Blumencorfo enthält eine launig geschriebene Abhandlung de» Herrn I. B Muller- Hersurth über da» Radeln der Damen in Pumphosen. Der Verfasser hat hierüber bei hervorragenden Person rchkerten «ine Umfrage gehalten und theilt da» Ergebnrß derselben wie Johannes Trojan, der geistreiche Redacteur de» „Klad- n.«c'adatsch", ist nur unter einer gewiffen Bedingung für die Pumphose, er schreibt: Siebt die Radlerin mir fern, Seh' ich sie mit Freuden; Hält' ich aber eine gern, Würd' ich es nicht leiden. — Dem flüssigen Golde der Poesie möge der Ernst der Prosa unseres als Denker und Schriftsteller berühmten Rach- bars, Dr. Ludwig Büchner in Darmstadt, folgen: Darmstadt, den 24. Mai 1898. Geehrter Herr! c>ch habe durchaus nichts gegen das Radfahren der Damen in Pumphosen einzuwenden, bin vielmehr aus ästhetischen, hygienischen und praclischen Gründen entschieden dafür. Wie ich denn überhaupt die gegenwärtige Kleidung unserer Damen für eine im höchsten Grade unzweckmäßige, theuere, gesundheitswidrige, unschöne und verschwenderische halte und dieselbe gern durch eine bessere, den Korperformen mehr angepaßte ersetzt sehen möchte. Hochachtungsvoll Professor Dr. L. Büchner. So energisch der Herr Professor für die Pumphosen eintritt, so wenig hält der Intendant des Hoftheaters tn München, Herr Ernst v. Possart, von ihrem Siege. Cr läßt sich also vernehmen: Das Ewig-Weibliche wirb nie ein Mann Und zieht sickr schwerlich Pluberhosen an. München, Mai 1898. Mehr auf dem Standpunkte des Herrn Professors Dr. L. Büchner steht der Mitherausgeber der „Zeit , Her- Loht mann Bahr, der in wenigen, aber kräftigen Worten der Frauenschönheit huldigt. Seine Zuschrift ist folgenden Ich' bin fanatisch für das „Radeln der Damen in Pumphosen", weil die Hose practischer und schöner ist, als der immer häßliche und gefährliche Rock. Man wendet ein, daß es Damen giebt, die in der Hose nicht gut ausiehen. Nun, ich meine, solche Damen sollten nicht nur nicht radeln, sondern lieber nicht existiren. Hermann Vahr. Der Vater Wippchens, unfer witziger Julius Stetten- heim, denkt practisch und humorvoll: Ich denke als gerechter Mann, Wie Andre über derlei Chosen; Wenn sie kein Klcid bezahlen kann. Dann pumpe sie sich ein Paar Hofen. Dem Humoristen der Feder möge der Schalk des Pasels sich anreihen. Auch Ed.Grützner, der weltberühmte Maler herrlicher, feuchtfröhlicher Bilder aus dem Klosterleben, hatte die Güte, mir einige Zeilen zugehen zu lassen, aus denen sich ein frohes sonniges Künstlergemüth äußert. -Lerne Zuschrift lautet: * _ c , Verehrter Herr Redacteur! Wie ich über das Radeln der Damen in Pumphosen Ist die Radlerin jung, schön und graciös, dann bleibt sie's auch in Pumphosen — All Heil! — Ist die Dame aber alt und — sagen Ste rundweg - - dann Adieu! Ihr Ed. Grützner. Schließlich wollen wir unserem verehrten, jovialen, in der Malerei hoch angesehenen Herrn Hans Thoma das Wort in dieser Frage geben, dte unserer Damen Herzen bewegt. Der liebenswürdige Künstler schreibt : Oberursel im Taunus, Juni 1898. Hochgeehrter Herr! Da ich feit einem halben Jahre selbst zu den Radfahrern aeböre fo erlaube ich mir, der Ausfarderung nachkommend, über da» Radeln der Damen in Pumphosen eine Meinung $U ^Wer schon selber oom Rade gefallen, für den falleti alle sogenannten ästhetischen Rücksichten in Bezug auf da» Rad. fahren weg, und er wirb Alle» für gut halten, war dem Gießener Anzeiger A'V' A I it* A AV* Alle Anzeigen-BermittlungSstellen M In« uni leWeM* IP II L7 I (II W j | 2 V I I I VI nehmen Anzeigen für den SUehener Anzeiger «ng. » '* Ä*- a«9«fi d. L"" «iw, laufende/ 1« ■apnl «w nS itection. 56*"* Srr-O" ßö.-Schuyivaattu. IMHHIM Mlg. i int Laden H.Rübsamei ^mittags 2 Uhr anfangend. \ len etc, 1221 Mbl, GmWaM. Vorlage angekündigt worden. Da die in diesem Jahre erst bewilligten Neubauten zum Theil noch nicht in Ausführung gegeben find, ist die Eile auffällig. Sämmtliche englische Werften find derart in Anspruch genommen, daß mau den Bau eine» großen neuen Docks in Devonport plant. Am Freitag wird Goschen die neue Vorlage ausführlich begründen- man kann seinen Ausführungen um so mehr mit Interesse entgegensehen, als man aller Wahrscheinlichkeit nach dabei auch über die Schlußfolgerungen etwas Näheres erfahren wird, die tu England an die Seeschlachten der spanisch amerikanischen Krieges geknüpft werden. Madrid, 19. Juli. Aguinaldo hat das Hauptfort von Cavite nach Bakar verlegt. Er beherrscht jetzt die Vorwerke von Manila. Madrid, 19. Juli. Nach einer Privatmeldung aus Washington will Mac Kinley den Admiral Cervera empfangen, drffeu Ankunft dort erwartet wird. Madrid, 19. Juli. In Folge der ZettungS-Lensur haben verschiedene Zeitungen ihr Erscheinen eingestellt. Wie der „Jmperctal" meldet, errichten die Carliften an der fron- zöfischen Grenze große Waffen- und Munitions-DepotS. — DaS Geschwader CamaraS ist in den spanischen Gewäffern eingetroffen. Sofia, 19. Juli. In den Kaffen der StaatS-Monopol- Verwaltung find große Unregelmäßigkeiten entdeckt worden. Die Untersuchung hat ergeben, daß der Haupt- kaffirer von den Einnahmen 8 Millionen nicht gebucht hat. Sofia, 19. Juli. Hier ist für daS bulgarische Volk ein Geschenk des Zaren eingetroffen, bestehend aus einer vollständigen Costüm-AuSftattung für 100 Theaterstücke im Werthe von 60000 Rubel. Washington, 19. Juli. Präfident Mac Kinley hat an den StaatSsecretär Alger einen Erlaß gerichtet, in welchem Anordnungen getroffen werden sür die Regierung der Provinz Santiago. Der Erlaß wird in spanischer und englischer Sprache gedruckt und in zahlreichen Exemplaren verbreitet werden. Außer einer Vollmacht für den General Shafter bezüglich der Verwaltung der Provinz enthält das Document eine Proclamation an die Bevölkerung des cubanischen Gebietes, worin die Abfichten der amerikanischen Regierung der Bevölkerung klar gelegt und Sicherheit für Person und Eigen- thum zugestchert wird. Alle zur Zeit im Besitze der Amerikaner befindlichen Häfen und Plätze CubaS werden dem Handel aller neutralen Nationen geöffnet sein gegen Zahlung der in Kraft gewesenen Zölle. Die im Amt gewesenen ordentlichen Gerichte und Polizeimannschaften sollen erhalten bleiben. DaS Tonnengehalt für Schiffe, welche 2000 Tonnen und mehr führen, wird von einem Dollar pro Tonne auf 20 Cents ermäßigt. Havanna, 19. Juli. Heute Vormittag 10 Uhr begannen sieben amerikanische Kriegsschiffe die Beschießung von Manzanillo. Durch daS heftige Feuer wurden drei der Linie Menedez gehörige Dampfer in Brand gesteckt. Spanische Kanonenboote, die im Hafen lagen, liefen auS, um die Stadt zu vertheidigen, strandeten aber. DaS Ergebniß der Be- schießung ist noch unbekannt. — SamStag Abend hat die Regierung in Washington noch folgende Punkte der Uebergabebedingungen für Santiago nachträglich bekannt gegeben: 1. Die 20000 Flüchtlinge kehren nach Santiago zurück. 2. Eine amerikanische Jnfanteriepatrouille wird auf den Straßen in der Nähe der Stadt eingerichtet. 3. DaS amerikanische Feld- lazareth hat auch für die Kranken und Verwundeten der Spanier zu sorgen. 4. Alle spanischen Truppen in der Provinz Santiago, mit Ausnahme der Besatzung von 10000 Mann in Holguin unter General Luque, gehen nach Santiago, um fich zu ergeben. (Es sei wiederum bemerkt, daß die als Grenze für das abgetretene Gebiet festgesetzte Linie weder Manzanillo noch Holguin einschließt. Die Linie geht von Aserradero, 25 Kilometer westlich von der Bucht von Santiago, zunächst 27 Kilometer N.-N.-O. aus den kleinen Ort DoS Palmas zu und biegt dann fast rechtwinklig nach N.-O. aus, dis sie in 75° 5' w. L. Greenwich Sagua de Tänamo trifft, das am Unterlauf eines gleichnamigen FluffeS liegt. DaS ganze Gebiet umfaßt etwa 10000 Quadrat-Kilometer) 5. Die Artillerie und die VertheidigungSanlagen der Stadt müssen den Amerikanern in gutem Zustande übergeben werden. 6. Den Amerikanern wird die Benutzung der Bahn nach Juragua bedingungslos gestattet. 7. Die Waffen müssen von den spanischen Truppen ausgeliefert werden. 8. Die Spanier dürfen aus ihren Kirchen alles tragbare Geräth und Schmuckwerk miinehmen. 9. Die Spanier müssen den Ameri- kanern behülflich sein, die unterseeischen Sprengminen aus der Hafeneinfahrt zu entfernen. — Ueber die Abfahrt des ameri- kanischen Ostgeschwaders unter Commodore Watson werden von den Blättern drüben wie auch von denen der nervösen Spanier in Cadiz, Gibraltar und Cartagena fortwährend verfrühte Meldungen in Umlauf gesetzt. In Tanger ist mau am allerängstlichsten. Dort erwartet man jeden Tag die ersten Schüsse aus den gefürchteten amerikanischen Schiffsgeschützen. Wir haben schon früher darauf hingewiesen, daß Kriegsschiffe, die monatelang in tropischen Gewäffern auf Station gewesen find, bald an Manövrirsähigkeit und Geschwindigkeit verlieren durch den dichten Ansatz, der sich an der Bodenbeplankung durch Muscheln, Seethiere und Ge- wüchse bildet. Ehe ein solches Schiff von Neuem in Dienst gestellt werden kann, muß es docken, um diesen lästigen Balast zu entfernen. Wie sehr diese unausbleibliche Folge des Auf- enthaltS in den Tropen ein Fahrzeug behindert, hat fich bei CerveraS Cristobal Colon gezeigt, die trotz großer Ueber- legenheit ihrer Schiffsmaschinen nicht mehr im Stande war, der Verfolgung durch die Amerikaner zu entrinnen. Ohne Zweifel werden auch die amerikanischen Schiffe jetzt nicht im Stande fein, ohne längeres Docken sofort die lange Fahrt über den Atlantischen Ocean zu machen. Die Iowa und die Indiana, zwei der besten Linienschiffe, find zugestandener- maßen zur Zeit völlig unbrauchbar, bei andern wird aller I Wahrscheinlichkeit nach die Artillerie erneuert werden müffen, I da die Geschütze nach den zahlreichen und langdauernden Beschießungen zum Theil an der Grenze ihrer bekanntlich sehr beschränkten Leistungsfähigkeit angelangt sein müffen. Unter diesen Umständen hat noch nicht einmal die Zusammensetzung des nach Spanien bestimmten Geschwaders vollzogen werden können. Die übrigen Vorbereitungen gehen ihren Gang. So find SamStag auf der KriegSrhede von Hamptou RoadS in Birginien zehn Kohlenfchiffe eingetroffen, die zum Ost- gefchwader stoßen sollen, sobald eS formtrt und klar zum Auslaufen fein wird. Köln. Ztg. Locales unt j-rovlnzlelles. Gießen, 20. Juli 1898. •* UniversitatS-Bibliothek. Von Herrn Prof. Dr. Strahl in Gießen war vor Kurzem der Großh. Universitäts-Bibliothek eine höchst werthvolle Schenkung von Musikalien zugesandt worden,- die Genehmigung zur Annahme dieses hochherzigen Geschenkes ist nunmehr durch Entschließung Sr. König!. Hoheit des Großherzogs der Landesuniversität ertheilt worden. Die Schenkung besteht aus etwa 200 Quartbänden der vollständigen Ausgaben der Werke von I. Seb. Bach (Ausgabe der Bach-Gesellschaft), Händel (Au-gabe der Händel-Gesellfchaft) und R. Schumann (Ausgabe von Clara Schumann) und ist für die Univerfitäts-Bibliothek umso wichtiger, als sie, bisher äußerst arm an musikalischen Werken, nunmehr einen recht bedeutenden Grundstock zu einer Musikbibliothek erhalten hat. Hoffentlich gelingt eö, dieselbe namentlich mit Rücksicht auf die Pflege der mufikalifchen Jn- tereffen in unserer Stadt, künftig recht vollständig auszubauen. *♦ Ans dem Staatsdienst. Die „Wormser Zeitung" bringt folgende Meldung: „Wie verlautet, beabsichtigt der KreiSrath zu Offenbach, Herr Geh. RegieruugSrath Haas aus dem Staatsdienst auSzu'cheiden und feine Thätigkeit allein dem Genossenschaftswesen zu widmen." ** Kromer-Concert am 24. Juli im (Safe Leib. Ueber daS Königliche Hof - Theater-Sextett (C. Kromer) erhalten wir folgende Nachricht aus Straßbur.g: Im „Bäckchiesel" war der vorgestrige und gestrige Abend der holden Tonkunst geweiht. Das schon in früheren Jahren dort aufgetretrne Stuttgarter Hofsänger-Sextett ließ sich wieder einmal hören und eroberte fich in noch höherem Maße als ehedem die Gunst des Publikums. Sämmtliche Lieder wurden fo inniglich und minniglich vorgetragen, daß fie zum Herzen sprechen mußten. Und wie einschmeichelnd klangen die Stimmen der Sänger, wie schmetternd der erste Tenor und von welcher Weiche der Bariton! Von den Darbietungen erfreuten fich die vom Leiter de- Quartetts, Herrn Kromer componirten ganz besonders warmer Aufnahme. Eins davon ist längst Gemeingut einer großen Reihe von Männergesangvereinen, besonders im Elsaß, geworden und verschiedene Vereine haben mit dem Vortrage derselben auch schon erste Preise bei Wettgesängen errungen. ES ist das Lied „Grüße an die Heimarh" mit Baritonsolo. Das Kromer'iche „Mein letzt' gut Nacht" ist jedoch nicht minder schön. Ebenso hat gestern „Mein letztes Grüßen" vom Musikdirector Klein in Freiburg, welches bei dieser Gelegenheit vom Quartett zum ersten Male gesungen wurde, sehr gefallen. Nach diesem Erfolge werden die sechs Sänger bei ihrem Auftreten im „Bäckchiesel" gewiß wieder eine große Zahl Zuhörer anlocken- gestern waren eS Tausende. ”* Vom Sprachvereine. In Sachen der deutschen Namen auSländtscher Städte hat der deutsche Verleger-Verein auf Antrag des Buchhändlers Lehmann zu München am 7. Mai d. I. folgenden wackeren Beschluß gefaßt: 1) Falls der Versuch gemacht werde, die alten deutschen Ortsnamen in Oesterreich-Ungarn und im übrigen AuSlande zu slawisiren oder zu magyarifiren, unentwegt an den alten Namen festzuhalten und nur diese in seinen amtlichen Veröffentlichungen zu führen. 2) Seine Mitglieder aufzufordern, in allen ihren Verlag-Werken bei Ortsnamen, die in deutscher und fremder Sprache vorkommen, grundsätzlich so weit wie irgend möglich nur die deutsche NamenSform zu gebrauchen. ** Neue Totalansicht von Gießen. Im Verlage der I. Ricker'schen Buchhandlung hier erschien vor Kurzem eine neue Totalansicht von Gießen, nach einer von Landschaftsmaler Frank vom Thurme der katholischen Kirche auS auf» genommenen Bleististzeichuung. DaS in Lichtdruck hergeftellte vorzüglich gelungene Bild eignet fich trefflich als Wandschmuck und darf als sprechende Erinnerung an unsere freundliche Stadt gelten. Der Preis (5 Mk.) ist in Anbetracht des Gebotenen, al» sehr mäßig zu bezeichnen. — In gleichem Berlage ist soeben in zweiter Auflage erschienen: Die Reichsgesetze zum Schutze von Industrie, Handel und Gewerbe. DaS Markenschutzgesetz vom 11. Januar 1876 DaS Patentgesetz vom 7. April 1891. DaS Gesetz bett, den Schutz der Gebrauchsmuster vom 1. Juni 1891. DaS Gesetz zum Schutze der Waarenbezeichnungen vom 12. Mai 1894. Das Gesetz zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs vom 1. Juli 1896. TextauSgabe mit Einleitung, erläuternden Anmerkungen, sowie einem Sachregister. Ein PractischeS Handbuch sür Juristen, Gewerbtreibende und Techniker von C. Davidson, Rechtsanwalt in Ortenberg. 450 Seiten in handlichem Taschenformat. In elegantem biegsamen Ganzleinwandband. Preis 5 Mk. Ein kurzer, in knappem und übersichtlichem Rahmen gehaltener Commentar, der fich vortrefflich für den practischrn Geschäftsmann und Gewerbetreibenden eignet. Die Verfügung deS Großh. Ministeriums in Darmstadt, das Werk für die größeren Amtsgerichte Heffens anzuschaffen, ist ein vollgiltiger Beweis für Werth und Brauchbarkeit deffelben. •* Beförderung von Fahrrädern auf Eisenbahnen. Der Kölner Radfahrerschutzverband beschloß in einer zahlreich besuchten Versammlung, alle größeren Verbände und Tchutzverbände aufzufordern, in einer gemeinsamen Petition an dar Ministerium dahin vorstellig zu werden, daß der Ausschluß der Schnellzüge von der Beförderung der Räder I nicht erfolge. Die Versammlung erklärte fich mit dem Tarife einverstanden, wenn practische Einrichtungen für die Beförderung der Räder geschaffen würden. Sie gibt der Bahn anheim, Preisausschreiben für practische BesörderungSwagen zn erlaffen. — Wie man unß mittheilt, hat auch der Vorstand der Gießener „Wanderer" gegenüber der für den 1. September in Aussicht genommenen verschärften Bestimmungen über die Beförderung der Fahrräder Stellung genommen und zwar zunächst in einer Eingabe an den Vorsitzenden des Rechts- schutz-AuSschuffeS deS deutschen Radfahrerbundes, RechtSanwall Dr. Scherloch in Königsberg. In der Eingabe wurden ausführlich die besonderen Verhältnisse hinfichtlich bei gebirgigen Geländes im Nordbezirk des Gaues 9 geschildert und dargelegt, daß eS dieser besonderen Verhält- | oiffe wegen den Fahrern nicht möglich sei, ihre größeren I Touren auch wieder nach dem Ausgangspunkte zu Rad zurück- ' zulegen, fie seien gevöthigt, die Eisenbahn zu benutzen. Die Folge der die Beförderung von Fahrrädern erschwerenden Bedingungen würde ein erheblicher Ausfall an Personen- fahrgrldern sein. ** Manöver. Die 21. Division hält ihre Herbstmanöver in der Gegend von Kirchhain ab und zwar vom 13. bis 20. September. Zuvor, vom 7. bi» 12. September, finden die Brigademanöver der vereinigten 83. und 41. Jn- fanteriebrigade unter der Führung des Generalmajor» v. Gilsa in der Gegend nordöstlich von Gießen statt. Da» THÜring. Ulanen-Regiment Nr. 6 wird der 42. Infanterie-Brigade zngetbeilt. ** Für Steuerpflichtige. Von allgemeinem Interesse ist ein gerichtliches Urtheil, das kürzlich in Mainz in einer SteuerreclamationSsache gefällt worden ist. Ein Steuerpflichtiger erklärte bei seiner Beschwerde gegen die Einkommensteuer, er habe nur einen festen Gehalt und weiter nichts und legte auf weitere Aufforderung eine Bescheinigung seines Arbeitgebers vor, worin diese Angaben bestätigt wurden und zwar mit der ausdrücklichen Bemerkung, daß fich der betreffende Reclamant Kost und Logis selbst stellen müffe. Da sich jedoch herausstellte, daß diese Bescheinigung falsch war, da dem Steuerpflichtigen von seinem Dienstherrn auch Kost und Wohnung bezahlt wurde, mußte die Sache der Staatsanwaltschaft zur Verfolgung wegen Betrug-- Versuchs übergeben werden. DaS Ergebniß war, daß die Strafkammer des Landgerichts Mainz in letzter Instanz den Steuerpflichtigen wegen BetrugSversuchs und deffen Arbeit- geber wegen Beihilfe hierzu auf Grund des § 263 des Reichsstrafgesetzbuches unter Annahme mildernder Umstände in entsprechende Geldstrafen verurtheilte. *♦ Zählung der Sifeubahareiseudeu. In der letzten Juli- Woche wird auf den preußischen DtaatSbahneu eine Zählung derjenigen Reisenden vorgenommen, die mit Rückfahrkarten (auch Sommer-Rundreisekarten usw.) in Schnellzügen fahren». Zum Zeichen der vorgknommenen Zählung werden die Fahrtausweise mit einem Stempel versehen. Zum gleichen Zwecke werden die nach Entnahme de» letzten Fahrschein» sonst ta den Händen der Reisenden verbleibenden Umschläge zu Fahrscheinheften usw. in der Zeit vom 25. Juli bi» 16. September d. I. nach Beendigung der Fahrt von den Reisenden zurückerbeten. Es handelt sich hierbei um eine Feststellung- im welchem Umfange Schnellzüge mit Fahrkarten zu Personen- zugpreisen benutzt werden. Sollen die Ergebnisse der Zählung nützliche Berwerthung finden, fo muß auf möglichst große Zuverlässigkeit gerechnet werden. Jrn Interesse der Sache und der Pünktlichkeit de» Zugdienste» wird da» reisende Publikum gebeten, die mit dem Zählgeschäft betrauten Beamten durch bereitwillige» Vorzrigen der Fahrtausweise zu unterstützen. • * Obstdurchschuittspreis. Nach einer Mitthe lang der Centralstelle für Obftverwerthung in Frankfurt a. M. stellten sich die Obstdurchschnittspreise am Montag den 18. Juli bei sofortiger Lieferung wie folgt: Erdbeeren 35 Mk., Kirschen 14 Mk., Johannisbeeren 11 Mk., Stachelbeeren 16 Mk., Stachelbeeren (unreife) 10 Mk., Aprikosen 50 Mk, Pfirsiche 50 Mk., Birnen 18 Mk., Heidelbeeren 8 Mk., Himbeeren 30 Mk., Reineclauden 30 Mk, Zwetschen 25 Mk. per Centner. * • Die Abnahme der TageSläuge macht sich jetzt, nachdem wir die Mitte de» Juli überschritten haben, schon allmählich bemerkbar. Die Zeit der längsten Tage vor und nach Johanni, an denen die Sonne rund 16 Stunden über« Horizonte stand, ist vorüber und in den nächsten drei Wochen vermindert sich nun die TageSläuge zunächst um etwa eine Viertelstunde. Später erfolgt dann die Abnahme schneller, odaß fie im August bereit» 1 Stunde 34 Minuten beträgt. - u. Wieseck, 19. Juli. Nächsten Sonntag, den 24. d. M., von Nachmittags 1 Uhr ab, hält die Gemeinde Wieseck ein Jugendfest. Al» Festplatz hat der Gemeindevorstand den District „Heegwald" gewählt. ES ist die» der Wald, der ganz unmittelbar an der Straße liegt, die nach Altenbuseck und Trohe führt. Die Wahl dieses Platze» kann man als eine sehr glückliche bezeichnen. Nur wenige Minuten vom Orte entfernt, bietet unser Festplatz mit seinem dichten Blätterdach vollständig Schutz gegen Sonne und Regen. Man ’ann sich deshalb ganz mit Muße dem Spielen und dem l uftigen Treiben der fröhlichen Kinderschaar hingeben. Mehrere Festwirthe werden die Gäste mit Speisen und Getränken versorgen. Wahrscheinlich wird auch Omnibusverbindung bi» zum Festplatz eingerichtet. Nidda, 19. Juli. Die auf dem letzthin abgehalteuen Feuerwehrfcft auf dem Festplatz eingeführte Acetylen- beleuchtuug hat fich so gut bewährt, daß drei Hau»- befitzer unserer Stadt dieselbe in ihren Häusern einrichten offen. Friedberg, 18. Juli. Der Wetterauer Geflügelzuchtverein, der nach nunmehrigem dreijährigen Bestehen Über 200 Mitglieder zählt, beschloß in seiner letzten Generalversammlung, im Frühjahr 1899 eine große allgemeine -■;ä" tüt 1,1,1 Dlat in 8*’“'" In -othiW »Je. Aa beit s* daS MMS i mit einer PnH .ar Gelinos « befürchtet »erd. vorgesehen ist, die Väter her Städten, i- ® Aenßeres n-trdi zur W «nb/ MderherstBl Patz abgefalltli sichtbar. ltcheMe dieP her -obere The! SaMpfe der Will find schi Mae Eichenho ronksselder mH untere ©tocfmerl Hauses. Könnte. der als Wachtloc schöne und malt Wir glauben ut MW btn' solche verhalt^ aber dadurch n gebaute und 5 gut erhalten u der kuusthandt Möge auch de ursprüngliche» zur Schau tu Budin geo eignete fich ai Mich au» L Arbeiter eine lat Ropfe fttdi In bit Klinik n BeaSheinr, »eltzen Rotz' gelegt, M tlui der unserer T Die Plane sic und der Bau Bel Auiräun vor, die ua deutlich zeigt Diesef TchinderhW bei den niede erfreute, wo »Meißen Roß' Jahrhunderts In Mainz ersi WornlS, ^Ifieriuws, 111 vberbürg! Mch solch Skschähtin fy, ft Eungiverei :f.r «kehrte! .w bin über egensvoll S--d- fehlen wirb. m Atz ,h, Vor 12 < ft« d S.*i* *.iik 00« 2 1 1 (1) 2 2 1 (1) 1 (1) 1 (1) 1 schafterlied angestimmt und der auf dem Wall erscheinende । jreije Dichter mit einem Tusch und Tücher- und Mützen- i chwenken begrüßt. • Nordlandreise der Hamburg - Amerika - Ltuie. Capitän | ^kaempff telegraphirt: Wir hatten von Drontheim bis Spitzbergen schönes Wetter, ruhige See und veranstalteten während der Fahrt Belustigungen verschiedener Art, wie I Spiele der Mannschaften und ein wohlgelungenes Passagier- I Concert. Am zehnten erreichten wir die Adventbai auf Spitz- | »ergen, trafen dort das deutsche Kriegsschiff „Olga", sowie I )en deutschen Dampfer „Helgoland" mit den Mitgliedern der I reutschen Nordpolar-Expedition, die Alle wohl sind und be- | richteten, bereits fast ganz Spitzbergen umfahren und reiche I wissenschaftliche Ausbeute gesammelt zu haben. Wir gaben | der „Helgoland" 40 Tonnen Kohlen. Am elften wurden Bergpartien und Jagdausflüge gemacht. Nachmittags wurde unter großer Begeisterung eine Gedenkpyramide gesetzt, Abends I zu Ehren der Mitglieder der Polar-Expedition und dienst- | reien Offiziere der „Olga" an Bord der „Auguste Victoria" großer Ball veranstaltet. Um 12 Uhr Nachts sahen wir die Mitternachtssonne in schönster P acht. Am zwölften dampften I wir nach dem Bellsund, wo wir bei herrlichstem Wetter einen I Gletscher bestiegen. Auf der Rückfahrt nach dem Nordcap sahen wir viele Walfische. Das Nordcap wurde am vier- I zehnten bei gutem Wetter bestiegen, worauf die Fahrt nach I Tromsö ging. • Der tausend Monate alte Bismarck. Am 31. Juli j wird Fürst Bismarck genau tausend Monate alt. Fürst Bismarck, der um diese Thatsache wahrscheinlich selbst nicht weiß, wird vielleicht durch Glückwünsche aus seinem Verehrer- kreise darauf aufmerksam gemacht. • Achtzehn Jahre alt — 180000 Guldea Schulden. Dieses Kunststück hat der Hörer an der Wiener Hochschule für Bodencultur, I. N. Gerassi. Sohn des rumänischen Exministels Gerassi, mit seltener Virtuosität in nicht ganz einem Jahre fertig gebracht. Da jene dunklen Ehrenmänner, welche mehrhundertprocentige Zinsen nehmen, wußten, welche Würde der Vater des jungen Mannes, der das Geld in geradezu wahnwitziger Weise verschleuderte, bekleidet — er ist jetzt rumänischer Senator — so fand der Leichtflügel stets | offene Hände. Bereits im ersten Semester seiner „ Studien" - Zeit hatte der junge Gerassi eine Schuldenlast von! 60000 Gulden contrahirt. Senator Gerassi zahlte damals das Geld unter der Bedingung, daß sämmtliche Gläubiger seines Sohnes schriftlich die Erklärung abgäben, Letzterem nichts mehr zu borgen. Das thaten die Geldverleiher auch. Aber kaum hatten sie ihr Geld in Händen, als sie schnür- straks zu dem bereits auf sie wartenden Studenten gingen, um ihm den ganzen Betrag sofort wieder gegen höhere Wechsel zu leihen. Im zweiten Semester, von Februar bis Juli, hatte Gerassi jun. eine neuerliche Schuldenlast von 120000 Gulden auf sich geladen. Da wurde nun endlich dem jungen Manne bange, und er wollte heimlich nach Paris reisen, um seinen Gläubigern zu entgehen. Ec wurde aber in St. Pölten bereits eingeholt, und — er war nicht allein gefahren — sammt seiner schönen Reisebegleiterin wieder nach Wien gebracht. Sein Vater, der von dem Scandal Kunde erhielt, kam nach Wien, doch als er erfuhr, wie viel sein Sohn schulde, erklärte er rundweg, keinen Kreuzer zu zahlen und sich in keinerlei Verhandlungen mit den Gläubigern einzulaffen. Letztere sollen bereits die Anzeige bei der Polizei erstattet haben. * Außergewöhnliche Hitze in Rußland. In der jetzigen Zeit, da alle Zeitungen wimmeln von Berichten über den kühlen, naffen Sommer in Deutschland, dürfte es überraschend sein, zu erfahren, daß im Innern Rußlands nach einer uns zugehenden Privatnachricht aus Swinuschky, Gouvernement Rjäsan. 12 Stunden Bahnfahrt von Moskau vom 10. Juli (n. Stils) große Hitze und Dürre herrscht. Bei 50Grad R. in der Sonne platzt das Thermometer, weck es nicht länger war und das Quecksilber nicht höher steigen konnte. Alles Korn und der Hafer sind verdorrt und versengt. Menschen und Thiere leiden entsetzlich unter der Hitze. Auch die Nacht bringt keine Abkühlung und im Fluß sind 22 Grad R. * Die Verbreitung bei HausschwammeS erfolgt bekanntlich in der Reget durch kranke, von den Pilzfäaerr durchzogene Holztheile oder durch die in solchen Holztheilen entstehenden Fruchlkörper, die sogenannte Fußsporen hervorbrtngen, aber sich nur da bilden, wo die ErnährungS- verhältniffe für den Schädling noch günstige sind. Wie das „Ceutralblatt für Bakteriologie" mittheilt, wurden jedoch kürzlich bet Gelegenheit eines umfangreichen Auftreten» von HauSschwamm in einem größeren Gebäude Fortpflanzung»- keime anderer Art entdeckt, die nicht zu Fruchtkörpern ver- einigt waren, sondern fich an den verschiedensten Stellen de» Pilzgeflecht» auf gewöhnlichen, nur eiwaS zartern Lager- säden bildeten. Au» der Thatsache, daß fich diese Sporen in den oberen, dem äußeren Anschein nach ganz trockenen Stockwerken und Fußböden fanden, geht hervor, daß wir es hier mit einer Fortpflavzuugsform zu thun haben, die eS dem lästigen Gaste mögUch macht, selbst da etnzudringen, wo mau eS de» unzureichenden NährbodeS halber für an»geschloffen halten könnte, und daß daher chm gegenüber noch größere Borficht geboten ist al« man blöder annabm. • Tie Hlltrechnnvg btt Divrtte Mlle Jane Pierny, die Divette der Folies-Dramatiques in Paris, ist von ihrer Modistin auf Zahlung von 4 2 2 9 Francs für eine Hut- Innung von frei Monaten verklagt worden, und das Gericht hat die Künstlerin zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen ver- urtheilt. * Eine Begrüßung Trojan». Wir lesen in den „Burschenschaftlrchen Blättern": Ende Juli unternahm der „Verband alter Burschenschafter Danzig" eine Dampferfahrt mit Damen. Unter den lustigen Weisen der Musikkapelle ging es auf dem schlanken und seetüchtigen Dampfer „Hecht" die Mottlau und Weichsel hinunter auf die Rhede hinaus. Gegenüber der Festung Weichselmünde wurde Trojan zu Ehren, der dort seine Festungshaft verbüßt und leider keinen Urlaub zu unserem Fest erhallen hatte, das Burschen- Neueste Nachrichten. Depeschen de» Sureeu „Herold". Berlin, 20. Juli. Dem Local-Anzeiger wird aus Paris telegraphirt: In Havre traf über Liverpool folgende Depesche aus Bergen in Norwegen ein. Der Dampfer „Lo- foten'' fand in der Sassenbucht eine Flasche, eine Karte enthaltend, auf welcher die Zeichen Andree 1898 gelesen werden konnten. Wenn nicht eine Mystisication vorliegt, würde dies bedeuten, daß Andree in diesem Jahre in der Umgebung von Spitzbergen gewesen ist. Speyer, 20. Juli. Auf der Station Mittel-Bexbach wurden gestern Abend zwei Bahnarbeiter von einem Güterzuge überfahren und sofort getödtet. Innsbruck, 20. Juli. Vom Wendelstein stürzte ein junger Tourist «u» Steinach ab und blieb sofort tobt. Pari», 20. Juli. Der Meinungsstreit im Schooße de» Cabinet» verschärft fich. Cavaignac plant eine Militär- Dictatur und die Unterdrückung de» DrehfuS-Feldzüge». Briffon» Rücktritt ist daher wahrscheinlich. Paris, 20. Juli. Die von Briffon in» Werk gesetzten Beamten-Versetzungen dauern fort. 125 Unter- präfecten und Secrrtäre find versetzt worden. Vier wurden außer Dienst gestellt. Paris, 20. Juli. „Aurore" veröffentlicht einen Brief ZolaS, in welchem er seine Flucht bekannt gibt. Er sagt, man habe ihm in drei Proceffen verweigert, Licht zu schaffen, nun solle er in 14 Tagen gezwungen werden, einem vierten Proceß unter denselben Bedingungen beizuwohnen. Deshalb ziehe er eS vor, Frankreich zu verlaffeo, um im,October zurückzukehren, um Licht zu bringen. Er sehe ein, daß die Regierung Angst habe und weder Briffon noch Möltne seine Beweisführung zulaffen würden. ES handle fich bet ihm nicht um Furcht vor dem Gefängniß, sondern er wolle jetzt seine Tactik ebenso benutzen, wie seine Gegner eS thun. Paris, 20. Juli. Gestern Vormittag machten zwei Gerichtsvollstrecker Jagd auf Zola, um ihm da» Urtheil einzuhändtgen. Sie fanden ihn natürlich nicht, da Zola bereit» abgeretst war. Brüssel, 20. Juli. Zola ist im Lause de» gestrigen Nachmittag» in Brüffel gesehen worden. Wie verlautet, soll ec über Deutschland nach Stockholm reisen. Brüssel, 20. Juli. Au» gut unterrichteter Quelle verlautet, Don Carlo» habe seinem Vertreter Befehl gegeben, unverzüglich eine revolutionäre Bewegung au dec Nordgrenze von Spanien zu beginnen. Er selbst werde noch vor Ende dieser Wowe seine Anhänger in den Kampf führen. Madrid, 20. Juli. Die inzwischen amtlich bekannt ge- gegebene Capitulation von Santiago macht keineu besonderen Eindruck, weil die Nachricht längst bekannt war, I vermehrt aber den Peffimi»mu». Die Preffe verlangt Auf- klärung, weshalb die ganze Division capitulirte. Zwei Tele- gramme de» Marschall» Blaaco, die wahrscheinlich darüber Aufschluß geben, find angeblich verloren gegangen. Wenn keine befriedigende Erklärung eiutrifft, dürste General Toral vor ein Krteg»gertcht gestellt werden. Die unmittelbare Folg.: der Capitulation von Santiago dürfte der Angriff der Amerikaner auf Portorico sein. Der letzte Ministerrath be- fchäfligte fich daher mit den Mitteln, um zu einem baldigen Ende de« Kriege« zu gelangen. Warschau, 20. Juli. Ein furchtbare» Unwetter mit Hagelschlag richtete in Stadt uud Umgegend großen Schaden an. Mehrere Personen, darunter ein Soldat, wurden vom Blitz erschlagen. Washington, 20. Juli. General Shafter hat dringend um die Zusendung von Lebensmitteln für die Sol- baten uud di- nach Jaragua entflohenen Europäer telegra- phirt. Die Noth unter den Letzteren ist unbeschreiblich. ES finden täglich Straßencrawalle um Rationen von Brod uud Rei» statt. m rci New-York, 20. Juli. Wie au» Washington tele- graphirt wird, erfolgte die Beschießung von Mavza- ntllo auf direc-eu Befehl der amertkavischen Regierung. Die Spanier verloreu 3 Tobte und 14 Verwundete. Kauea, 14. Juli. Der Versuch, trotz de» Verbote» der Admirale in der Bucht ein türkische» Detachement zu landen, wurde durch die Wachsamkeit der fremden Krieg»- "biffr i? ? rfJrtlL____ Lungenschwindsucht Gehirnentzündung Gehirnschlagfluß Leberentariung Verunglückung____ Bei Todesfällen übernimmt die Buchdruckerei des Giessener Anzeigers, Schulstrasse 7, die schnellste Anfertigung von Trauerbriefen und Danksagungakarten, welche auf Wnnsch couvertirt geliefert werden. ®» starben ui ßaleeaeoi: Erwachsene: tat 1.Lebensjahr: L.-15.J«hr: Arir der Zeit für die Zeit. Vor 12 Jahren, am 21. Juli 1886, starb in Ambach (Oberbayern) der Maler Karl von Piloty, der Begründer der Münchener Colorisienschule Piloty erwarb sich Ruhm durch historische Gemälde, von denen an dieser Stelle nur „Nero auf den Trümmern Roms", „Seni an der Leiche Wallensteins", sowie „Thusnelda im Triumphzuge des Ger- manicus" erwähnt seien. Der Künstler erblickte am 1. Oc- tober 1826 in München das Licht der Welt. Geflügel-Ausstellung im Saalbau dahier abzuhalteu. Der Vorstand, an der Spitze Herr Geh. RegierungSrath Dr. Braden, wird wieder Alles aufbietrv, damit auch diese dritte Ausstellung eine wohlgelungene werden wird. Friedberg, 19. Juli. Gestern Abend stürzte bjt uörd- liche Wand eines Fruchtmagazins in der Nähe des Güterbahnhofe» ein. Zum Glück kamen keine Menschen zu Schaden. Schotte». In der Sache der Renovtruug unsere» Rath Haus es schreibt daö hiesige „Kreisblatt": Der Marktplatz in Schotten bietet, besonder- von Osten gesehen, ein malerisches Bild dar. Seinen reizvollen Abschluß bildet die in -othischen Formen gehaltene Chorseite der imposanten Kirche. An beiden Langseiten ist der Platz von einer Anzahl stattlicher Gebäude umgeben, deren größtes und bedeutendstes das Rathhaus ist. Leider ist auch dieses, wie die übrigen, mit einer Putzhülle überzogen, so daß seine Schönheit nicht zur Geltung kommen kann. Eine Restauration, für die, wie beftirchtet werden muß, eine Neuvertünchuug dieses Bauwerk- vorgesehen ist, steht bevor. Hoffrntlich entschließen fich aber die Väter der Stadt dazu, gleich wie die- in anderen hessischen Städten, z. B. Alsfeld, geschehen ist, dem RathhauS sein AeußereS wieder zu geben, wie solche- vor zwet Jahrhunderten zur Ehr und Zier der Stadt geschaffen wurde. Tine solche Wiederherstellung bietet keinerlei Schwierigkeiten. Wo der Putz abgefallen ist, find deutlich die Profile de- Holzwerke» sichtbar. An der Nebeuseite, gegen die Apothtke, ist glück- licherweise die Putzhülle nur zum kleineren Theile durchgeführt, der andere Theil zeigt noch das ursprüngliche Aeußere. Die Balkenköpfe der überstehenden Stockwerke, Schwellen und Pfetten find schön und wirksam profilirt. Da» kräftig gehaltene Eichenholzwerk war rothbrauu angestrichen, die Fachwerksfelder mit Lmien eingefaßt. Baufällig ist nur das untere Stockwerk de» an der Rückseite vorgebauten Treppen- Hauses. Könnte ein kleiner, schmuckloser Anbau an dieser Seite, der alS Wachtlocal dient, entfernt werden, so würde dies die schöne und malerische Wirkung dieser Partie nur erhöhen. Wir glauben um so eher an eine würdige Restauration des Rathhause» denken zu dürfen, al» der Kostenaufwand für eine solche oerhältnißmäßig gering sein wird. Die Stadt würde aber dadurch mit gutem Beispiel vorangehen. Einige Wohngebäude und Scheuern find in ihrem ursprünglichen Zustand gut erhalten uud legen Zeugniß ab von dem Wohlstand und der kuusthandwelklicheu Fertigkeit der früheren Stadtbürger. Möge auch deren Stolz, da» Rathhau», recht bald wieder fein ursprüngliche- AeußereS zeigen, da- e- vor Jahrhunderten zur Schau trug! Bübingen, 17. Juli. Ein trauriger Vorfall er- eignete fich am Freitag in einem hiesigen Strinbruch. An- geblich au- Liebeskummer schoß sich ein daselbst beschäftigter Arbeiter eine Revolverkugel in den Mund- die Kugel blieb im Kopfe stecken. Der Unglückliche wurde am folgenden Tage in die Klinik nach Gießen verbracht. Bensheim, 17. Juli. Der bekannte alte Gasthof „Zum weißen Roß" auf dem R'tterplatz wird gegenwärtig nieder- grlegt, um einem großen GasthosS-Neubau Platz zu machen, der unserer Stadt eine neue bauliche Zierde werden wird. Die Pläne find von dem Herrn Architekt Engan entworfen und der Bau wird von hiesigen Geschäftsleuten auSgeführt. Bei Ausräumung des Keller» fand fich eine Sandsteinplatte vor, die nach der gründlichen Reinigung folgende Inschrift deutlich zeigt: Johannes Buckler genannt Schinderhannes 1804. Diese Platte ist dem Andenken des Räuberhauptmanns Schinderhanne» gewidmet, der sich einer gewiffeu Beliebtheit bei den niederen Schichten der Bevölkerung unserer Gegend erfreute, wo er manchen Hehler hatte, und s. Z. viel im „Weißen Roß" zu Bensheim verkehrte, bi» zu Anfang unsere» Jahrhundert» seine Hinrichtung mit mehreren Spießgesellen in Mainz erfolgte. Worms, 17. Juli. Von dem Präsidenten des Finanz- Ministeriums, Herrn Küchler, empfing in deffen Thätigkett als Oberbürgermeister von Worm» der Arbeiterbildungsverein mehrfach solch reiche Förderung seiner BereiuSthätigkeit, daß der Vorstand des Vereins fich gedrungen fühlte, seinem hochgeschätzten VereinSmitglird anläßlich seine» Weggänge» von hier Dank und Glückwunsch auszusprechen. Darauf ist folgendes Schreiben eingelaufen: „An den Vorstand des Arbeiter- bildungSverein»! Für die freundlichen Glückwünsche, die mir der geehrte Vorstand ausgesprochen, sage ich herzlichen Dank. Ich bin überzeugt, ,daß einem Verein, der in treuer Arbeit so segenSvoll wirkt wie der ArbeiterbildungSverein, auch die eifrige Förderung durch meinen Nachfolger im Amt nicht fehlen wird. In vorzüglicher Hochachtung Küchler". Summa: 7 (3) 6 (3) — 1 Änm. Die in Klammern gesetztenZistern gebe» an, wie viele der Todesfälle to der betreffend« Krankheit aus von auswärts nach Giessen aedracbte Kranke kommen^ Schisfsnach pichten. Norddeutscher Lloyd, in Gießen v-rtrtten durch die Agenten Carl LooS und I. M. Schulhos. Bremen 19. Juli. Mr transatlantifchen Telegr-ph.) Der Postdampfer Ellen Rickmers, Eavt. H. Langreuter vom Norddeutschen Lwyd in Bremen, ist gestern 9 Uhr Vormittag» wohlbehalten in Baltimore angekommen. WSchnttliche Urberstcht der TodeSsaüt ix Metzelt. 29. Woche. Dom 10. Juli bis 16. Juli 1898. Etnwohnerziol: angenommen ;u 24 100 find. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsriffer: 15,10, nach Abzug der Ortsfremden 8,63%o. Kinder übt u 7> iung otnoJ”at,8en N i STityÜ MiM. 7* ** 'N? Ä't k I dieser J ; «i MH?"*« 18ml ' Itiblr zu benutzen, j Äs»;: gyraa " 421 3ch°tttie.Bli^ ? Jotklch 8 ^.? kürzlich in Mainz > ßtMt tootbtn iss. DiHwttde gegen v JM MU Gehalt und ictür Äderung eine Bescheinig ' diese Angaben brM 'drülklichen Bemerkung, b oft und Logis selbst stell,* te» daß diese BrichMguc. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gewesten am 20. Juli, zwischen 11 und 12 Uhr Mittag»: Master 15'/,°, Luft 15°. Rübsamen'scke Badeanstalt. gm Von stimm Dienstherr wurde, muhte die Tat 'ttfolgnng wegen Betrug! °S Ergebniß war, daß h Kainz in letzter Instanz du Versuchs und dessen Arber us Grund des § 263 benähme mildernder UmM mheilte. ifenben. Ja der letzten > Staatsbahneu eineZählrni men, die mit Msahrkartu 'm.) In Schnellzügen fahre. Mnog werden bk Kahn chea. Zum gleichen Zwei letzten FahrschM • .bnMltaWtt zu Fch' iom 25. Juli bi» 16. -t Fahrt vou den Reisend» hierbei um eine Feftstelluo: mit Fahrkarten zu Personn» n die Ergebnisse derZahlu-- so muß aus möglichst j, Zm Jllteresse der Tat! ]6ienfi:l »hb Id «N1 AdWSst betrauten sAdeezchmM«.!. M ein» 110X 6ebbe.ee« 35»,»*« . s, -«elbe.ee» 16"*'' •SÄ.V« " ttin habru, b naa '°°d -X-ie.iö* tabWÄ und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen. Are heutige Wummer umfaßt 10 Seilen. oon «cf- *•& bngellgt- zirdartion, 5d Ui Betreffend: Di Das Groß « die Großh Diejenigen vc 2. d. Mts. tytofyn haben, itinntxt Herr t Pc post, drstndet stä wehrrrrn jtinu' schließen, daß ti welche der ihn außerhalb t Reichspost erste gab eine Zeit, n aller Länder ei mir, anb Herrn ttdt trfctoß. SHUftanb dngiti ; nad foltgrapbtnh Lach brr lrtzlrn tigteu Maschen daß wir in mn stligelt werden, sich befindet, sche man hat et and daß unsere Le । Die Forderungen p ovifion, nach 8 | stad ebenso une uchnischrm Gebte bielßki schon nta der K, Original: Dr. M. D 600,0, “ 3ol( flg Wellen onb P S" »«« °°° r«“« Ralfe «e Drafchi, 6 ®5* nnietoiee 7'uh°u,e?| Aä*» «Ihm“-1" s» SÄT- artiger e^6?btnt hin,n Vottl an bersch,