6165 Nr. 142 Orschelul täglich nit Ausnahme deS Montags. Die Gießener JamilieuVtLtter werden dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelegt. Erstes Blali.________Dienstag den 21. Juni_______________________ Kichmer Anzeiger B898 SSeittgsprds vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerloh«. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pf^ vierteljährlich. «»nah me von Anzeigen zu der Nachmittag« für den svlgmden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. Heneral-Anzeiger Alle Anzeigen-VermittlungSstellen des In- und AuSlandeA nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgege«. Amts- und Anzsigeblatt für den Itais Glefzen. er, hast. ernve des j entjurtdxnb u n im d. Ws. 61M ns itmfi taffer Wilhelv t. itritt frei! ui iroBtr i tchei, um -ad» ^er Vorstand. Öjä Montag: ingen. f Deo rhormskil. Its |ilm dir 6162 t JiU feiert der oaania ngstest 6t. Ubr - LllWung Vnhe der geftiftew ba eogeladenen 8«1 JfT Udpeüe der AnMeclorr Ä101^ Sn**1^* sdiuvS ren g-V1 !*»■ 1. - Redaktion, Expedition und Druckerei: Schnlffraße Mr. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. ,—....................... !" 8——MHE Adresse für Depeschen: Anzeiger Hte-e«. Fernsprecher Nr. 51. Abonnements ° Einladung. Zum Bezug des „Gketzener Anzeiger" für 6fc5 3. Vierteljahr 1898 laden wir hiermit ergebenst ttri. Wie bisher, wird der „Gießener Anzeiger" die kogesereignisse in kurzer den Thatsachen entsprechender Reise zur Kenntniß seiner Leser bringen. Die neuesten stechrichten zuverlässiger telegraphischer Nachrich^en- Vrireaus sowie zahlreiche Mittheilungen aus dem ngeren und weiteren Vaterland halten den Leser stets über die Vorkommnisse in demselben auf dem prüfenden. Unterstützt durch umsichtige Berichterstatter m allen Orten Oberhessens und in den bedeutenden Städten der anderen hessischen Provinzen, ist der .Gießener Anzeiger" ferner in der Lage, die Eressanten Vorgänge innerhalb unseres engeren Vaterlandes und der Nachbargebiele so frühzeitig wie ilwglich zur Kenntniß seiner Leser zu bringen, desgleichen wird den Begebenheiten in der Stadt Gießen :* die gebührende Besprechung im localen Theile des Anzeigers zu Theil werden. Der in der Provinz VLerhessen betriebenen Landwirthschaft wird der Anzeiger durch Veröffentlichung von allem Wissens- -verthen aus dem Gebiete derselben besondere Berücksichtigung zu Theil werden lassen, daneben aber auch »»-die Beobachtungen und Erfahrungen in Kunst und Wissenschaft, Litteratur, Hauswirthschaft, ^Handel, Gewerbe und Industrie in den Kreis seiner Besprechungen ziehen. Ein gediegenes Feuilleton wird neben besonderen Artikeln ernsteren und heiteren Inhaltes den erwünschten ünterhaltungsstoff bieten. Die „Gießener Familienblätter" werden dem Anzeiger wöchentlich 4mal Dienstags, Donnerstags, Samstags und Sonntags) deigelegt und neben den Erzählungen, Romanen und Novellen beliebter Schriftsteller anziehenden Unter- hLltungsstoff aus dem Gebiete des Familienlebens und der Hauswirthschaft bringen, und somit namentlich tun Kreise der Familien eine beliebte Beigabe bieten. Wir ersuchen nun namentlich auswärtige Leser, ihae Bestellung bei der Post baldgefl. aufgeben zu vollen. Neuhinzutretende erhalten vom Tage der öchellung bis 1. Juli den Anzeiger kostenfrei zu- zchellt, wie wir auch gerne bereit sind, Probe- Nummern nach auswärts postfrei zu versenden. Den Lesern in hiesiger Stadt werden wir, wie seither, den Anzeiger weitersenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen, falls nicht ausdrückliche Abbestellung erfolgt. Hochachtungsvoll Verlag des „Gießener Anzeiger" Brühl'sche Univ.-Buch- u. Stetndruckerei (Pietsch Erben).__________ Bekanntmachung, betr.: Reich-tagSwahl. ES wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß bei der am 16. dS. MtS. vorgenommeuen Wahl in dem 1. Wahlkreise des Großherzogthums von 13 463 gültig ab« otgebenen Stimmen gefallen find auf: 1) Herrn Bürgermeister Philipp Köhler in Langsdorf 4718, 2) Ph'l pp Scheidemann in Gießen .... 4495, tfl3) Dr. Otto Frank in Enger» a. Rh. . . 4159, 4) n Dr. A. I. Schmidt in Mainz .... 79, .5) auf andere Personen.....• • • • 12, Da hiernach eine absolute Stimmenmehrheit auf keinen b»r Candidaten gefallen ist, wird die Vornahme einer engeren Wahl zwischen den höchstbestimmten Bürgermeister Philipp Köhler unb Philipp Scheibemann in Gießen auf Freitag ben 24. Jnni 1898 mit dem Bemerken festgesetzt, daß bei dieser Wahl alle auf andere Candidaten fallenden Stimmen ungiltig find. Die Zu- sammenstellung der Resultate dieser letzteren Wahl wird Dienstag den 28. Juni dS. IS., Vormittags 11 Uhr, in dem Sitzungssaale des RegterungSgebäudeS zu Gießen stattfinden und das Ergeboiß sodann verkündet werden. Der Zutritt zu dem Locale steht jedem Wähler frei. Gießen, den 20. Juni 1898. GroßherzoglicheS Kreisamt Gießen. v. Gagern. Bekanntmachung, betreffend ReichtagSwahl. Unter Bezugnahme auf die vorstehende Bekanntmachung obigen Betreffs, wonach eine engere Wahl für den Reichstag auf Freitag den 24. d. Mts. festgesetzt ist, wird bezüg. lich deS Wahlgeschäft» da» Folgende zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Die Abstimmung beginnt um 10 Uhr Vormittags und wird um 6 Uhr Nachmittag» geschloffen. Auf die engere Wahl kommen nur die Herren Philipp Köhler, Bürgermeister in Laugedorf, und Philipp Scheidemann, Redacteur in Gießen. Alle auf andere Candidaten fallenden Stimmen sind ungiltig. Die Wahl findet auf denselben Grundlagen und nach denselben Vorschriften statt, wie die erste Wahl. Insbesondere bleiben die Wahlbezirke, die Wahllokale und die Wahlvorsteher unverändert. Wtr verweisen die»- bezüglich auf unsere Bekanntmachung vom 1. d. Mt» (Au« zeiger Nr. 126). Bet der engeren Wahl werden dieselben Wählerlisten avgeweudet wie bei der ersten Wahlhandlung. Eine wiederholte Auslegung und Berichtigung derselben findet nicht statt. Gießen, den 20. Juni 1898. GroßherzoglicheS KreiSamt Gießen, v. Gagern. Gießen, 20. Juni 1898. Betr.: Wie oben. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien und Wahlvorsteher des Kreises. Die vorstehende Bekanntmachung wollen Sie Angesichts dieses, jedenfalls noch am Dienstag den 21. Juni, in Ihren Gemeinden ortsüblich bekannt machen lasten. Zu Ihrem Bemeffen verweisen wir Sie auf § 28 ff. de» Wahlreglement» vom 28. Mai 1870 (Regierungsblatt Nr. 63 von 1870, Anlage 4, S. 52) und beauftragen Sie, genau hiernach zu verfahren und, insofern Sie nicht selbst al» Wahlvorsteher fungiren, die Wahlvorsteher dementsprechend zu iustruireu. Die erforderlichen Protocollformulare und Wählerlisten gehen Ihnen mit nächster Post zu. Die Wahlacten wollen Sie unfehlbar am SamStag den 25. Juni zugleich mit Ihrer berichtlichen Anzeige, daß und wann die Publikation der obigen Bekanntmachung in Ihren Gemeinden erfolgt ist, an den Unterzeichneten mit dem Vermerk „ReichSdieustsache" zur Post geben. Den Wahlacten bat die besondere Bescheinigung der Großh. Bürgermeisterei darüber beizultegen, daß und wann die ortsübliche Bekanntmachung de» Wahltermio» erfolgt ist (§ 31 Abs. 4 de» Wahl- reglemeot»). Die Wahlvorsteher machen wir noch besonder» auf die Beobachtung de» § 18 deS WahlreglemeotS aufmerksam, weil dagegen bei der ersten Wahl vielfach gefehlt worden ist: Auf Seite 4 des Protocoll» find bei den Namen der Candidaten die einzelnen auf fie gefallenen Stimmen durch Striche oder fortlaufende Zahlen anzumerken. Ist diese» wegen der großen Zahl der einem Candidaten zufallenden Stimmen unthunlich, so ist eine besondere Zahlliste in obiger Weise anzulegen und dem Protocolle al» Beilage an» zufügen. t Die von einem Brifitzer zu führende Gegenliste ist nicht, wie vielfach angenommen wird, eine Liste der Ab« stimmenden, sondern ein besonder» gesührte» Exemplar der Zähllisteu. Die Abstimmenden find nach § 16 de» Wahlreglement» nur in der Wählerliste und zwar in Spalte 8 durch ein Zeichen zu vermerken. Dem Protocoll hat daher beizuliegen: 1. die von der Wahlcowmission auch bei der engeren Wahl zu unterschreibende Wählerliste, welche die Vermerke der Abstimmung enthält (und zwar nicht da» Original, sondern blo» baß Duplikat dieser Liste) - 2. die Zählliste, wenn eine solche besonders geführt worden ist- 3. die Gegenliste - 4. Bescheinigung der Bürgermeisterei wegen Bekannt- machung de» Wahltermiu» u. s. w.- 5. etwaige Stimmzettel, über deren Giltigkeit der Wahlvorstand Beschluß gefaßt hat (§ 20 de» Reglements). v. Gagern. Gießen, den 18. Juni 1898. Betr.: Die land, und forstwirthschaftliche Berufsgenoffenschaft für baß Großherzogthum Hessen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen em die Grotzh. Bürgermeistereien deS Kreises. Diejenigen von Ihnen, die mit Erledigung unserer Bekanntmachung vom 3. Mai d». Iß. rubricirteu Betreff» (Gießener Anzeiger Nr. 104, 2. Blatt) noch int Rückstände find, werden hierdurch zur Erledigung binnen drei Tagen erinnert. v. Gagern. Die Reichstagswahlen. Je mehr Ergebntffe der Wahlen bekannt werden, desto mehr stellt sich herauß, daß seitens der bürgerlichen Parteien nicht so großer Eifer entfaltet worden ist, wie angeficht» der von der Sachlage gestellten Anforderungen hä te erwartet werden müffen. Dem Rückgang der sozialdemokratischen Stimmen dagegen, der in vielen ihrer sicheren Sitze bemerkbar war, steht ein Stimmenzuwachs in anderen Bezirken gegen, über, der jene Verluste mehr als wettmacht. Bei den Stich, wählen ist ein euergischeß und eivmülhigeS Vorgehen aller nicht sozialdemokratischen Parteien dringend geboten, wenn nicht die hier noch gebotenen Ausfichten im letzten Augenblick wieder verloren gehen sollen, Sehr pesfimistisch fieht mau ta Berlin die Sachlage an- eß wird von dort geschrieben: „Mir einem fast fatalistischen Gleichmuth haben die bürgerlichen Parteien der Vermehrung der sozialistischen Mandate im neuen Reichßtage als etwas ganz Selbstverständlichem, al» einer nun einmal nicht abzuwendendeu Thatsache entgegen gesehen. Erst jetzt, wo da» Ergebnih der ersten Wahlschlacht einigermaßen fich überblicken läßt, kommt das Bürgerthum, soweit eS fich durch seine Parteiorgane vernehmbar machen kann, zur Einficht seiner ver« hängnißvollen Fehler strafwürdiger, leichtfinniger Zersplitterung und Läsfigkeit gegenüber einem gemeinschaftlichen Feind, welcher dem Bürgerthum und dem nationalen Staat den Untergang geschworen hat. Unsäglich betrübend ist die Niederlage der bürgerlichen Parteien tn Hamburg, der -weiten Handelsstadt vou ganz Europa, wo fich die Träger des weltmännischen Unternehmungsgeistes nicht dazu aufzuraffen vermochten, die politische Vertretung ihrer Handelsempore den Sozialdemokraten, die von jeher diese hanseatische In- telligeuz auf» Bitterste bekämpften und fie auf» Empfindlichste schädigten, zu entreißen. Aber über 51,000 Wähler in Hamburg verzichteten auf ihr Wahlrecht und gaben die Ber- tretung der stolzen Hansestadt im deutschen Reichstag gleich im ersten Wahlgang den Sozialdemokraten preis! Und ähnlich wie tn Hamburg, so in den meisten Hauptstädten unserer deutschen Bundesstaaten und in den großen Industrie« Zentren, denen erst bürgerliche Kraft, bürgerlicher Fleiß und der ungeahnte wirthschastliche Aufschwung Sammelpunkte von Tausenden von Arbeitern boten; dort vermochten sie bei auskömmlichen Existenzbedingungen ihre Lebenshaltung auf ein weit höheres Niveau zu stellen, als die arbeitenden Klaffen die- fich vor etwa 10 bi» 15 Jahren je hätten denken können! — Wenn nun die Reichshauptstadt davor bewahrt geblieben ist, gleich dem ersten sozialdemokratischen Ansturm zu erliegen, so kann fie nur die Beiseitesetzung aller Differenzen innerhalb der bürgerlichen Parteien bei der Stichwahl vor der Schmach retten, die roihe Fahne auch von den Zinnen aller Berliner Wahlkreise wchen zu sehen. Unumwundene Anerkennung verdient, daß da» Organ der Conservattven, die „Kreuzzeitung", der Ueberzeugung von der Nothweudigkeit, selbst mit den von ihr gehaßten Frei- finnigen zusammen gegen die Sozialdemokraten zu marschtreu, Ausdruck verleiht. Tie schrieb bereit- am Freitag Morgen: ^Mag es dem Einzelnen auch eine noch so große lieber« winduug kosten, einem Laudidatea, den er bis zum Wahltage bekämpft hat, am Stichwahltage seine Stimme zu geben: e- muß geschehen! Mau denke dabei daran, daß man nicht für den mißliebigen Caudidateu, sondern gegen die Sozialdemokratie stimmt!" Aber wird der Aufruf der „Kreuzzeitung" Gehör finden? Hervorragende conservative Männer erklärten am Donnerstag: ehe sie für den freifiuuigeu Tandidaten stimmten, eher noch für den Sozialdemokraten! Bei solcher politischen Einfichts- und Di-ziplmlofigkeit läßt sich leider der Sieg der Sozialdemokratie auch tu der Reich-Hauptstadt mit ziemlicher Gewißheit Voraussagen. Die „National!. Torr." schreibt: „Für die Stichwahlen selbst ist die Parole gegeben- es versteht sich für die national- liberale Partei von selbst, daß fie ihre ganze Energie tu erster Ltnte gegen dte Bekämpfung der Soztaldemokratie entwickeln wird. In einer ganzen Reihe von Stichwahlen find die verschiedenen Parteien auf dte Unterstützung der uattonalltberalen Partei angewiesen. Wir erwähnen dies, um bet Zetten genug darauf aufmerksam zu machen, daß dte Berettwilltgkett der Wähler dem Appell an thre Unterstützung Folge zu geben, wesentlich dadurch bedingt ist, wie fie von der Sette behandelt werdeu, auf der man auch thre Hilfe beansprucht." M. N. N. Deutsches Reich. Berlin, 18. Juni. Der vom BuodeSrath tu seiner heutigen Sitzung angenommene Entwurf von Bestimmungen über den Nachrichtendienst in Vtehseuchen-Ang e- legeuheiten ergänzt dte bisherigen Bestimmungen nach den inzwischen gemachten Erfahrungen. Zunächst wird die Bericht« erstattuug auch auf die Schwetneseuche und die Schweinepest ausgedehnt und zwar soll die Berichterstattung über beide Krankheiten vereinigt werden. Sodann wird bestimmt, daß die beamteten Thierärzte halbmonatliche Meldungen au das kaiserliche Gesundheitsamt zu erstatten haben, das dementsprechend HalbmonatSuachweisuugen zusammeustelleu und tm „ReichSanzeiger" veröffentlichen wird. Endlich soll für Maul- und Klauenseuche ein besonderer Meldedienst ein- gerichtet werden, deffeu nähere Anordnung den Landesregierungen überlassen wird. verli», 19. Juni. Die Vorschläge deS StaatSsecretärS v. PodbtelSkt wegen einer Reorganisation des PoftzeitungS- tarifeS, sowie wegen der gesetzlichen Regelung des Privat- postwesenS, find in der letzten Sitzung des StaatSministeriumS zur Erledigung gelangt. Berlin, 19. Juni. Der Borstand dek htefigeu deutsch- couservativeu WahlvereinS empfiehlt bei den bevor« stehenden Stichwahlen einmüthig gegen die Socialdemo- kratie eiuzutreten, unter der Voraussetzung, daß dte fretfinnige Bolk-partei im Laude dasselbe thuu werde. Berlin, 19. Juni. Das Teutral«Wah leomitö der soeialdemokrattschen Partei fordert im „vorwärts" die Parteigeuoffeu auf, bet der ReichStagSsttchwahl für die- jeutgeu Caudtdateu zu stimmen, welche sich bereit erklären, tm Reichstag eiuzutreten für Aufrechterhaltung des bisherigen Wahlrecht- und das Budgetrecht de- Reichstags, für Schaffung eine- Reichsvereinsgesetzes, gegen Einführung von Ausnahmegesetzen, gegen Vermehrung von Armee und Marine und gegen dte Einführung neuer indtrecter Steuern. Weigert sich ein Caudidat der gegnerischen Parteien diese Verpflichtungen zu übernehmen, so sollen dte Parteigeuoffeu unter allen Umständen stricte Stimmenenthaltung üben. Berlin, 18. Juni. Zur Reform der Jnvaliditäts- und Altersversicherung erfährt die „Westd. Ztg.": Graf Posadowsky wie- einmal tu einer ReichStagSrede darauf hin, daß jede wirksame Reform der Alters- und JnvaliditätS- Versicherung in einer größeren territorialen Gliederung bestehen müsse. Dem ungeheuren Oberbau der großen Anstalten habe ein den Arbeitgebern und Arbeitnehmern näher stehender Unterbau zu entsprechen. Hierin liegt ein wirklich reforma- torischer Gedanke. Der practischeu Durchführung desselben würde namentlich dann ein Ziel aufs Eifrigste zu wünschen sein, wenn mau daS gegenwärtige geheime schriftliche Fest- setzuugSoerfahreu der Invalidenrente, welches sich lediglich auf ärztliche Atteste und zwar häufig auf sich widersprechende stützt, durch eine mündliche Verhandlung zwischen den Organen der Versicherungsanstalt und den Rentenempfängern ersetzen möchte. Nur auf diese Weise, meint man, würden sich lebendigere Beziehungen zwischen der BerstcherungS«Austalt und den Renten-Empfängern erreichen lassen. Namentlich dürfe man auch nicht vor der Zuziehung von Arbeitnehmern wie Arbeitgebern zur Renteufestsetzuug zurückschrecken. Auch in einem angesehenen, den Interessen der Textilindustrie ge- widmeten Fachblatte wurde unlängst die Forderung gestellt, daß die viel zu großen, bureaukratisch fungirenden, lediglich auf ein schriftliches Verfahren begründeten Versicherungsanstalten ihre Bedeutung verlieren müssen. E» wird nicht leicht sein, hier die reformirende Hand anzulegeu, eS muß aber geschehen im Interesse der zu erstrebenden Verstärkung deS Erfolges der ArdeiterverficherungS-Gesetzgebung überhaupt. DaS letzte Ziel einer durchgreifenden Reform dieser Gesetz- gebung wird eine Vereinigung der großen Anstalten der Alters-, der Invalidität--, Unfall- und Krankenversicherung fein müffen. Ob sich dies jemals erreichen lassen dürfte, steht wohl dahin, jedenfalls kann eS nicht allzubald geschehen. Att-Urvd. Wien, 18. Juni. Wie verlautet, verständigten die Ver« trauensmänner der deutsch-böhmischen Abgeordneten den Grafen Thun, daß fie, bevor nicht die Sprachen-Ber- ordnungen zurückgezogen seien, sie sich in keinerlei Ver- Handlungen mit der Regierung einlaffen würden. Budapest, 18. Juni. DaS Abgeordnetenhaus vertagte sich btS zum 6. September. !Row, 18. Juni. Ministerpräsident Rudini gab der Kammer Kenutniß von der Demission deS gesummten CabiuetS. London, 18. Juni. Aus Hongkong wird gemeldet, vier Kriegsschiffe unter der russischen Flagge find vor Manila erschienen und bombardirteu die Stadt. Gleichzeitig griffen die Insurgenten die Stadt au. Madrid, 18. Juni. Marschall Bianco telegraphiere aus Havanna, daß die Verbindung zwischen Guantauamo und Santiago unterbrochen sei. Man erwartet demnächst die Landung amerikanischer Truppen bei Caimanera. Die spanischen Truppen seien berufen, eine Invasion nach Havanna energisch zurückzuweisen. Die Situation dort sei unverändert. Madrid, 18. Juni. Auf Cuba gestaltet sich dte Lage für dte Nordamerikaner recht kritisch. Zwar hat SampsouS Flotte durch eine neue Beschießung der Fort- von Santiago am Donuer-tag den Spaniern einen Verlust von 3 Tobten und 21 verwundeten beigebracht, sich aber ohne sonstigen Erfolg wieder zurückzieheu müffen. Vor Allem aber hat sich die Lage der Landung-truppe bet Guantanamo bedenklich verschlimmert. Nur in der bestimmten Erwartung, daß am nächsten Tage die ihm längst versprochenen Verstärkungen eintreffen würden, hat Sampson den Obersten Huntington bei Guantanamo landen laffeu. Tag und Nacht müssen sich dessen Truppen, nur gegen 1000 Mann stark, gegen die unermüdlichen Guerilla-Angriffe der Spanier wehren- Hitze und Schlaflosigkeit haben die Mannschaften auf- Aeußerste erschöpft. Daher fragte Admiral Sampson Freitag Nacht bet dem Kriegsdepartement an, wann die JnvafionSarmee eintreffen werde- er schilderte dte Lage ringe um Santiago als gefährlich, die Stadt müsse sofort genommen werden. Während nun dte „Times" aus New-Uork meldet, die eigentliche Invasion auf Cuba sei endgiltig bis zum Herbste verschoben worden, verlautet anderweitig, daß der Odercommau- dirende der UnionS-Armee, MtleS, sich nicht länger einem sofortigen Einfall im westlichen Cuba widersetze. Nichtsdestoweniger herrscht dte Meinung in den militärischen Kreisen Washingtons vor, die Folge von MileS' langem Widerstande und seiner Reibungen mit Alger werde MileS' Absetzung oder ein nur namentliches Commando der Armee sein. Madrid, 19. Juni. Gerüchtweise verlautet, daß M a n i l a c ap i tu lirt habe. Eine amtliche Bestätigung dieser Nachricht liegt jedoch nicht vor. Madrid, 19. Juni. Nach hier eingelaufenen Meldungen auS Havanna herrscht dortselbst dte Ansicht vor, daß binnen kurzer Zett ein großerTheil der Aufständischen zu den Spaniern übergehen werde, da die Anführer über dte AunexionSabfichten der Amertkaner entrüstet find. Wahlergebnisse. Die bis SamStag Nachmittag vorliegenden Wahlnachricht en gestatten folgendes Bild der endgiltigen Wahlen (ohne die Stichwahlen) in 371 Wahlkreisen. ES fehlen noch die Ergebnisse aus 26 Kreisen, und zwar 1 auS Ostpreußen, 3 aus Westpreußen, 1 aus Brandenburg, 2 aus Pommern, 1 aus Posen, 6 aus Schlesien, 1 aus der Provinz Sachsen, 2 aus Mecklenburg, 1 aus Hessen und 8 aus Bayern. In den 371 Wahlkreisen wurden tm ersten Wahlgang gewählt (Gewählte, die bisher dem Reichstag am Schluffe der vorigen Tagung nicht angehörten, find mit einem * bezeichnet): 84 Conservative. *v. BiSmarck-Bohlen, "Blödau, "v. Bouin, "Borck- Hausen, v. Dewitz, Graf zu Dohna-Schlodieu, v. Frege, v. d. Gröben, Hauffe-Dahlen, "Henning, Hilgeudorf, Himburg, Fürst zu Hohenlohe-Oehringen, Graf v. Kanitz, * Graf Klinckowström, "v. Kröcher, "Kutscher, Frhr. v. Langen, v. Maltzan, Mentz, Frhr. v. Manteuffel, • Ntßler, v. Norrnann, v. Plötz, v. Salisch, * Schrempf, Graf v. Schwerin-Löwitz, v. Sperber, * v. Spiegel, v. Staudy, • Stockmann, v. Werdeck, v. Wiuterfeld-Menkin, * v. Waldow. 7 Reichspartei. ♦ Arendt, Graf v. Arnim, v. Dziembowski-Bomst, Hoeffel, • Holtz, Nauck, v. Tiedemann. 9 Natioualltberale. * Esche, "Fitz, Frhr. Heyl zu Herrnsheim, Hofmann, Hosaug, " Kaufmann, * Steg, * Tönnies, • Uhlmann. 76 Gentium. Aichbichler, Prinz v. Areuberg, Bender, Brandenburg, Braun, Breuer, Broekmann, Bumiller, " DaSbach, Dieben, Euler, "Feltin, Frank, Fritzen-Düffeldorf, Fritzen-ReeS, Fusangel, Graf Galen, Gersteuberger, • Glowadski, v. Grand- Ry, Gröber, Hartmann, Frhr. v. Heeremann, Heim, "Herold, "Herrmann, Frhr. v. Hertling, Heffe, "Hille, Hitze, Hofmann, Graf Hompesch, Horn, Hubrtch. Kloie, "Kohl, "Jäger, KrebS, Lehemeir, Lender, Lerno, Letocha, Lieder, "Linder, Lingen-, "Graf MagniS, Marcour, Mayer, "Opfergelt, Pichler, Pingen, " Rannen, Rath, Rembold, Riutelen, Stören, Schädler, Schmidt-Warburg, Schuler, Schwarze, Spahn, "Speck, Stephan, "Stötzel, v. Strombeck, Strzoda, Timmermann, "Thünefeld, Wallenborn, Wattendorf, Wellftein, " Werth- mann, de Witt, Witzlsperger, "Wörle, "Zehnter. 1 freifinnige Volkspartei. Schmidt-Bingen. 1 fieifinnige Bereinigung. Frese. 5 Antisemiten. Grase, Liebermann v. Sonnenberg, Lotze, Vielhaben, Werner. 11 Polen. CegielSki, v.Czarlin-kt, Fürst CzartorySki, v.DziembowSki- Pomiau, "Glembocki, v. JazdzewSki, KrzywinSki, Graf Kwilecki, * Neubauer, v. Janta PolczhnSki, Fürst Radziwill. 0 süddeutsche Bolk-partei. 33 Soeialdemokrateu. Auer, Bebel, Bock, Baed, Dtetz, v. Elm, * Goldstein, Förster, Frohme, Geher, Haase, "Hoch, Hofmann-Chemnitz, Hofmann-Rudolstadt, "Kloß, Liebknecht, Meister, Metzger, Molkenbuhr, Oertel, "Psannkuch, ReißhauS, Schippel, Schmidt. Frankfurt, Schönlauk, "Schwartz, Seifert, Singer, Stadthagen, Stolle, Ulrich, v. Bollmar, Wurm. 7 Elsässer. " Delsor, Küchly, • Merot, • Röllinger, SpieS, ®toterer * Wetter!«. 1 Däne. Johannsen. 3 Bayerischer Bauernbund. Bachmeier, Hilpert, • Ratzinger. Bei keiner Partei. v. Dallwitz, Riff (von den Straßburger Ordnuog-parteiea gewählt), Prinz zu Hohenlohe-Schillingsfürst, Schmid (urad- hängiger Clericaler). Locales unb Provinzielles. Gießen, 20. Juni 1898. *" Bon der Universität. Se. Königs. Hoheit der Groß- Herzog hat den außerordentlichen Profeffor bet der philo- sophischen Facaltät an der LandeS-Uaioersität Dr. Brune Sauer au- Leipzig zum ordentlichen Professor, den außer- ordentlichen Professor bei der mediciutschen Facultät an der Lande- Universität Dr. Theodor Steinbrüg ge auS Hamburg zum etatsmäßigen außerordentlichen Profeffor der Ohren- Heilkunde und den außerordentlichen Profeffor bet der philo, sophischen Facultät der LandeS-Universitat Dr. Wilh. Wetz au- Eppelsheim zum etat-mäßigen außerordentlichen Professor der englischen Sprache an der Lande- Universität ernannt. ** Persoualuachrichteu. Durch Entschließung deS Großh. Ministerium- deS Innern wurden die GerichtSaccefisten: Dr. Emil Safener in Mainz, Wilhelm Maximilian Lauer in Giefeen, Rudolf Langermaun in Giefeen, Dr. Wilhelm Neidhart in Darmstadt zu RegierungSassefforen ernannt — Durch Entschliefeung des Grofeh. Ministeriums der Jasti, wurden die GerichtSaccessisten: Fritz Bohn in Alzey, Wil- Helm Brust in Darmstadt, Otto Dornseiff in Al-feld,. Martin Emmerling in Darmstadt, Georg Haußmann in- Mainz, Dr. Gustav Hey er in Darmstadt, Karl Korman in Giefeen, Dr. Ernst Mayer in Mainz, Dr. Friedrich Pagenftecher in Mainz und "Simon Stahl in Friedberg zu GerichtSaffefforen ernannt. *" Militärdie^stuachrichteu. Heyer, Bicefeldwebelvom Landw.-Beztrk I Darmstadt, zum Sec.-Lt. der Res. des Inf.« RegtS. Nr. 174, Stieger, Vicewachtmetster vom Land».- Bezirk II Darmstadt, zum Sec.-Lt. der Res. des 1. Großh. Hess. Drag.-Regts. (Garde-Drag.-RegtS.) Nr. 23 befördert. Schwan, Sec.-Lt. von der Infanterie 2. Aufgebot- b:l- Landw -Bezirk- Giefeen, R-örn Held, Pr.Lt. von der Inf. 2. Aufgebots, Weber, Fuchs, Pr.-LtS. von der Cavallerü 2. Aufgebot- deS Landw.-Bezirks I Darmstadt, der Abschied bewilligt. Em ich, Zahlmeister von der Reitenden Abtheil. Hess. Feld-Art.-RegtS. Nr. 11 zum 1. Grofeh. Hess. Drag.-- Regt. (Garde-Drag.-Regt.) Nr. 23 versetzt. ** Stichwahl. Wir machen die Wähler auf die Bekanntmachung des Herrn Wahlcommiffa-S im amtlichen Theile dieser Nummer aufmerksam, wonach die engere Wahl zwischen den Herren Köhler und Schetdemann am nächsten Freitag den 24, Juni stattfindet. "• Concert-Xournse. Die ungemein herzliche Aufnahme, die der Kärntner Dichtercornpouist Thomas Koschat und fein Quintett anläßlich seiner vorjährigen Kunstreise durch Deutschland allerwärtS gesunden hat, bestimmten ihn, den zahlreichen von verschiedenen Seiten an ihn ergangenen Einladungen folgend, auch im Laufe dieses Sommer- eine Lon- cert-Tournve zu unternehmen. Nach glücklicher Uederwindong der Folgen schwerer Erkrankung ist Koschat wieder im Boll- besitze seiner früheren Gesundheit und SchaffenSsreudigkeit. Einen Beweis dafür liefert eine Reihe neuer zum Theil sehr heiterer Vocalcompofitionen, die der Vortragsordnung seiner demnächstigen Tournee einen besonderen Reiz verleihen dürften. Dabei sollen jedoch seine früheren, sich allgemeiner Beliebt- heit erfreuenden alteren Quartette nicht vernachlässigt werden, denen die weitverbreitete Koschat-Gemeinde in den Vorträgen de» vom Meister persönlich geleiteten Ensembles so gerne mit Entzücken lauscht. "" Die Hnnde-AnSstellnug auf der „Schönen Aussicht* war vorgestern und gestern zahlreich besucht. Die Ausstellung hob sich nicht nur hinsichtlich der Anzahl der Hunde, sondern auch wegen der Reichhaltigkeit der Rassen und der Schönheit der au-gestellten Thiere von anderer derartigen Veranstaltungen Vortheilhaft ab. Unter der großen Anzahl der Besucher wachten sich besonder-Jäger und Förster bemerkbar, Leute, deren Beruf sozusagen Mensch und Hont am engsten mit einander verknüpft. Die Vorführung der SanitätShunde, welche bestimmt sind, tm Kriege die Verwundeten aufzusuchen und bereit- bei einigen Jägerbataillonen Verwendung finden, nahm naturgemäß besondere- Interesse in Anspruch. Eine größere Anzahl Offiziere, Oberjager nut Jäger de- Marburger Jägerdataillonß wohnten der Bor- fÜhrung bet. Die zahlreich anwesenden sonstigen Besucher spendeten je nach Liebhaberei für diese oder jene Raffe, den au-gestellten Thieren berechtigtes Lob. Die, jedenfalls nicht leichte Arbeit der PrämiirungS-Commisfion ist hoffentlich zur Zufriedenheit der Aussteller au-gefallen- die Mehrzahl der Hunde konnte prämiirt, viele mit recht werthvollen Preist» ausgezeichnet werden. •* Die Bereinsbanerfahrt nach Gießen, welche der Gan- verband 9 (Frankfurt a. M.) des Deutschen Rad- fahrerbunde- am gestrigen Sonntage veranstaltet hatte, ging programmgemäß von Statten. Wenn man sich die von einzelnen Vereinen (gemeldet hatten ca. 30 Vereine) durL- fahrenen Strecken vergegenwärtigt und weiter ermißt, wel« Anforderungen an die Kraft de- einzelnen Fahrer- der Prei ' corso, an dem nur Fahrer der zum großen Theil w # Nacht angetretenen Dauerfahrt theilnehmen durften, steü , so kann man wohl behaupten, daß sportlich da- Dauerfahrt^ von derselben Bedeutung ist, wie da- Wettfahren. Wie ma Ans Bor 690 Jahr, ton Schwaben e der Altenburg zu B Otto von Wittelsbaci des Gemach, wo der eine Wunde bei, an Otto von Wittelsbach * Kohlensäure fi Zürich, 15. Jani: 'Todor" wird jetzt i Hd In den Handel i'chsi kleine Ouantitä umendbar gewacht irvensSrwtge Küpsti SJ reine Kohlei gj tW eine W ötlD- Fruchtsaft u. .. .«M oon W «ab W unttfi dritt"' Kcycle mit m SÄ* SPSS» Plätzchen blieb f" Trank konnte von Dir LereinS-Da aew^et unb * fjr Vereine unter «abrer-öerein F^ni Preis Radfahrer 3 Preis Mahr Meilung L. (offen I «reis Radfahrtt-ü ^dfahr-ölub Lutzb fabiepÖtrein Lollar jit Vereine mit 20 lahrer-verein.Vorn z. Preis Radfahrclt Zirdfahrer'öerein La -art a. M. (beide Weilnng D. (offen . 1. Preis Verein »Ra 2. Preis Radfahrer- S»/,Paukten. S.Preit Sdrseilmig E. (offen I. Preis Frankfart! 3. Preis Darmstädt . 3, Preis die „Wand Die PreiSwerthung Ntheiinngen. ES Seetine mit weniger ftäbtet ,Bichcle-Ciu höchst, den 3. Prei- Sbtheilung L (offen erhielt den 1. Preii den 2. Preis die stört", Frankfurt o holen.) Steckb »Wannt« äufentj L ö-’tuar 1864 ■» b« 15. Staat, ÄJ>!’ SjÄ Jt'onber ?ra 1*- itrihy r. Mri. Mflotbti io > ’M« btt bctfc ^Echd Dr, Djih, g, ,*«bu^m ^UvldkM tnic t Ntlitfciing i(tg,„. !^tl« Kapnrtliag 2ti: 3 m Tithnl, Dr. Ujg Ftrnnilofiefiotn m* Kuiisttnll»t bn^ vohll w 81^$) ' D-rusrtsf m tjt ttabt, Tkotß hiiljiL Dnmöabt, 8arl 8i»n ® Kaivz, Dr. >• ptbtr, 8:ctftlbMkk 6'iK •i 5 “""’S «** " til ’Äfe Das Beste — Wirksamste gegen Suchensriifrr, lvanrrn. Fliegen, Flnyc. Ameisen, Slattlüusr, Dollen rc. ist da§ beim Rrichspatenlaint in Berlin geschützte Solche- I U ist nur in y Glasern zu haben zu 30^, 60 1 Ji. 2 unb 4 a ZS ^2 u> .5 -- Tharmelin-Spritzen O 1 B hiezu ä 35^ ober 50 < ■ B ~ die einzig praktischru, U " mit größter Spritzkraft, welche U daS„Thurmelin"indieentlegen» v fien Ritzeu. Mnkeltragen u.baburch bebtuttnb an Thurmelin-Pulver sparen. ,$6urmelin* ist stet» vorrüthig in Gießen bei: 3677 Gust. Malter, Mansdurg 13. Colonial-, Material-, Farbwaar. Deklumtmiiltzuigen Steckbrief. Gegen den unten beschriebenen Zßmmermann Wilhelm Pfeiffer, unbekanntm Aufenthalts, geboren am 1. Februar 1864 zu Großen Buseck, Kreis Gießen, evang., welcher flüchtig ift und fich verborgen hält, ist die llktersuchungshaft wegen Diebstahls erhängt. Es wird ersucht, denselben zu ver- Mten und in das nächste Gerichts- ^-fängniß abzuliefern und Nachricht >lu den Acten 3. J. 472 98 zu geben Hagen, den 15. Juni 1898. Königliche Staatsanwaltschaft. Beschreibung: Alter: 34Jahre, Zlatur: gesetzt, Größe: 1,70,5 m, haare: blond, Stirn: gewöhnlich, 8«rt: Schnurrbart, Augenbrauen: :lind, Augen: blau, Nase: gewöhnt., Mnd: gewöhnlich, Zähne: gesund, Kian: rund, Gefickt: rund, Gesichts« aibe: gesund, Sprache: deutsch. Besondere Kennzeichen: Narbe im linken Mittelfinger und linken Kmie. Ilkist-eiskrimiiG, Heustras-Vkrstkistermg m den Mrsender Gemeinde Mieseck Donnerstag den 2S. und Samstag den SS. d. Mts. soll das Heugras von den hiesigen Gemeindewiesen, und zwar von den Wiesen bei Wieseck am 23. d. Mts., Nachmittags 5 Uhr, im Dorfeld schen Garten dahier, und von den Wiesen bei der Badenburg am 25. d. MtS., Nachmittags 5 Uhr, auf der Badenburg versteigert werden. Wieseck, am 19. Juni 1898. Großh. Bürgermeisterei Wieseck. Sommerlad. 6212 Heugras - Versteigerung. Donnerstag den 23. d. M., Nachmittags 5 Uhr, sogleich nach Beendigung der Gemeinde-Heugras« Versteigerung, soll das Heugras von den hiesigen Pfarrwiesen im Dor« feld'schen Garten dahier versteigert werden. 6213 Wieseck, am 19. Juni 1898. Sommerlad, Bürgermeister. Mittwoch brti 22. Juni I. Nachmittags 2 Uhr, werden im Bieker'schen Saale: Möbel aller Arten, 2 Hobelbänke, 2 Faß Ocker u. A. m. versteigert. 6227 Geißler, Gerichtsvollzieher. Grasversteigerung. Areitag den 24. d. Mts., Vormittags 8 Uhr anfangend, soll das Heugras von den dem Marienstift Lick zustehenden etwa 100 Morgen Wiesen in den Gemarkungen Lich, Nieder- und Ober« besfingen versteigert werden. Der Anfang ist hinter dem Kirchhof an der Straße nach Grünberg. Lich, 15. Juni 1898. Winhe im.6217 Eiiipteliiiimlen Butter (Vogelsberger) heute frisch eingetroffen von lO Pfd. ab 80 Pfg p-r Pfo. bei 6244 H. E. Jughardt. Mt. SihlchthM Freibank. 6245 Heute und morgen «litlMnH 80 M £|O(k--u.fiiiufrlpllüge Weueste amerik. 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Für die vielen Beweise herzlicher Antheilnahme bei dem uns betroffenen schweren Verluste und die zahlreichen Blumenspenden, sowie auch allen Denjenigen, welche dem Verstorbenen das Geleit zur letzten Ruhestätte gaben, sagen wir hiermit unfern innigsten Bekanntmachung. Die Rechnung der Landjudeufchaft der Provinz Ober- Hessen liegt acht Tage lang in dem Bureau des Unterzeichneten zur Einsicht der Interessenten offen. Gießen, den 20. Juni 1898. 6246 ___Der Vorsteher: E. Hanau. Activa: JL H Passiva. JL A 1. Aufgenomm. Capitalien 238070.60 Couverts mit Firma liefert billigst ZSrühl'sche Aniv.-Kruckerer. O Weine Wohnung befindet sich jetzt o Hoelhestraße 44. äktfli von Bar So Wohi Äube _ 6ttinfitQ6, ■ unb Rau «Maiwarbe öWetatbtitjj S9 d°- : ®*ob FrWsse Wabeabotn=Sttinbrrg, JtrtirngrM^aft, am 31. December 1897: Haus mit großem Garten (Bauplätze) in schönster Lage GiehenS sofort billig zu verkaufen. Vermittler erhalten Provision. Anfragen unter „Hauskauf 9ir. 5238" befördert die Exped. d. 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Nur solche mit guten Zeugnissen wollen sich melden. Eintritt nach Belieben. Näh, in der Expedition d. Bl. Braver Junge als Hausbursche gesucht. 5971 Fr. Hennings, Seltersweg 14. 6222] Jüngerer Laufbursche wird verlangt. Ernst Challier, Neuenweg 9. Mrmacherlehrking. Ein wohlerzogener Junge aus guter Familie unter günstigen Bedingungen