Nr. 117 Erstes Blatt. Samstag den 21. Mai_______________________1898 Erscheint tägttch mit Ausnahme des Montags. Die Gießener Anmikienötätter werden dem Anzeiger wtchentl'.ch viermal beigelcgt. Kießener Anzeiger Aezugsprei» vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfß. mit Bringerloh«. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pf^ vierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. Heneral-Anzeiger Alle Anzeigen-Bcrmittlungsstellen deS In« und Ausländer nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Amts- unb Anzeigeblcttt für den ICrcis Greszen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schnkstraße Ar. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. Adreffe für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. VerrtsHor Neiich Fraukfntt a. M, 19. Mai. Nachdem gestern Dormittag im Römer und ia der PaulSktrche Festaete stattgefunden, vereinigte der Nachmittag die hier anwesenden Parlaments« Mitglieder deS Jahre» 1848 mit den Spitzen der Behörden und dem Comttö zur Feier des 18. Mat zu einem Diner, au welche» sich ein Sommer» aufchloß. Der große Saal de» Zoologischen Gartens war überfüll». Nach dem durch Oberbürgermeister Adtcke» auSgebrachten Kaiserhoch bestieg Professor Dr. Max Lenz Berlin die Tribüne zur Festrede. Hierauf sprach Justizrath Meyer und brachte sein Hoch dem deutschen Volke und dem deutschen Baterlaude. Dr. Schwemmer toastete auf die noch lebenden 48er. Wilhelm Jordan antwortete in deren Namen und schloß mit ehern Hoch auf den Fürsten BiSmarck Bon den anwesenden Jubilaren toasteten noch Dr. Mofing-Wteu auf den Dreibund, Professor Sepp«Müuchen auf den deutschen Kaufmanu»stand und die Stadt Frankfurt. Gerichtspräsident Schorn-Bonn feierte die Frauen. Straßburg, 18. Mai. Der Statthalter von Elsaß« Lothringen gibt bekannt, daß Se. Majestät der Kaiser ihm wiederholt seine hohe Befriedigung über den Empfang kund- gegeben hat, welcher beiden Majestäten in den verschiedenen Orten ihre» Aufenthalte» im Laude und uameutltch auch in Straßburg au» allen Kretseu der Bevölkerung in so herzlicher Weise zu Thetl geworden ist. München, 18. Mai. Die Vereins-Gesetznovelle ist nun glücklich unter Dach gebracht, nachdem heute Nachmittag die Kammer der Retchsräthe den Antrag des Reichsraths von Soden, welcher auf eine Beschränkung der Rechte der Frauen htnztelte, gegen fünf Stimmen abgelehnt hat. HutUmb» Prag, 19. Mai. Heute früh explodirte an Bord ehe» zur Abfahrt bereiten Dampfer» der Moldau-Dampf- schiffsahrt-Gesellschaft der Reffei. Etu Kind wurde bis zum zweiten Stockwerk eine» Hauses emporgeschleudert und gelabte». Außerdem wurden bisher zwei Leichen von Der- unglückten aufgesundev. Man glaubt, daß die auf dem Deck befindlich gewesenen Personen, ungefähr zwanzig, gerettet wurden. Das Schiff ist zertrümmert. Krakau, 19. Mai. Wie die Lemberger Blätter erfahren, sind in Russisch-Polen neue Maßregeln gegen die dortige jüdische Bevölkerung ins Werk gesetzt. Die Regierung erließ Circulare an alle Gemeinde-Vorsteher, worin sie die« selben für die genaue Durchführung der Vorschriften, welche Juden den Aufenthalt in ländlichen Bezirken verbieten, verantwortlich macht. Die Juden in mehreren Bezirken erhielten bereit» Befehl, bis zum 20. Mat auszuziehen. Graz, 18. Mai. Durch Erlaß des KriegSmiaister» ist 38 hiesigen Reserveoffizieren die OsfizierScharge ge« vommeu worden, und zwar deßhalb, weil die Betreffenden an dem Letcheubegängviß de» Arbeiters Ritter, der gelegeut« lich der Demonstration gegen Badeui getödtet wurde, »heil- genommen hatten. Rom, 19. Mat. Die Constitutiouelle Gesellschaft in Mailand vottrte nach eifriger DtScusfion eine Tagesord- vuug, welche die Regierung um Beschränkung de» Wahlrecht- und Beschneidung der Vereins- und Preß- Freiheit ersucht. Cardinal Ferrari-Mailand, dessen Verhalten während der Revolution allgemeine Entrüstung hervorgerufen hat, soll, wie verlautet, von dem Posten de» Erzbischof» abberufen werden. General Bava löste die au» Republikanern und Soctalisten zusammengesetzte sogenannte Humanitäre Gesellschaft auf und setzte einen königlichen Commtssar zur Verwaltung ihres 10 Millionen betragende« Vermögen» ein. Loudon, 19.Mat. Gladstone tst heute früh um 5Uhr gefiorven. London, 19. Mai. Der Tod Gladstone» wird im ganzen Lande al» nationaler Verlust anerkannt. Alle Blätter erscheinen mit Tranerrand und widmen dem dahingeschiedenen Staatsmanne eingehende Nachrufe. Allgemein wird der Wunsch ausgesprochen, daß die Leiche in der Westminster- Abret beigesetzt werde. Die öffentlichen Gebäude und zahl- reiche Privathäuser tragen Flaggen auf Halbmast gehißt. Der Wittwe Gladstone» find von der Königin, dem Prinzen von Wale» und den übrigen Mitgliedern des Königshauses warm gehaltene Beileidsschreiben zugegangen. London, 19. Mat. Unterhaus. Das Hans ist doll chesetzt. Der erste Lord des Schatzes Balfour erhebt sich sofort bei Beginn der Sitzung, worauf sämmtliche Abgeordnete da» Haupt entblößen. Balfour führt aus, er glaube, daS gesammte Haus werde damit einverstanden sein, daß daS Andenken Gladstones, dessen lange glänzende Laufbahn heute abgeschlossen habe, durch die Vertagung deS Hauses geehrt werde. Morgen werde er eine Adresse an die Krone beantragen, daß Gladstones Beerdigung in der Westwinster-Abtei auf Staatskosten erfolgen und ihm dort ein Denkmal errichtet werden wöge mit einer Inschrift, in welcher seine hohen Verdienste anerkannt werden. Harcourt sprach mit wenigen Worten sür die Vertagung, welche sofort erfolgte. London, 19. Mat. Nach etnerMeldung aus Havanna haben die Amerikaner Santiago de Cuba bombardirjr, ohne großen Schaden anzurichten. London, 18. Mai. „Daily Chronicle" meldet aus Washington, man habe jetzt die Hoffnung aufgegeben, daß der Krieg zwischen Spanten und Amerika bald beende» werde. In politischen Kreisen tst man der Meinung, daß der Krieg ein Jahr andauern könne. London, 18. Mai. AuS Key'Weft wird gemeldet, daß man über die B ew egungen de» Geschwader» des Admiral» Cervera keine Nachricht habe, nachdem derselbe Curacao verlassen. DaS Gerücht über die Ankunft eines zweiten spanischen Geschwaders wird als wahrscheinlich bezeichnet. London, 18. Mat. Dem „Star" wird au» Havanna telegraphtrt, daß ein Landungsversuch der Amerikaner bei Carbarin auf Cuba zurückgeschlagen wurde. Pari», 18. Mai. In Angoulöme ist dem König der Belgier ein leichter Unfall zngestoßen. Eine Thür traf durch den Zugwind den König am rechten Arm. Dieser Schlag verursachte ihm außer den nicht geringen Schmerzen auch ein blau unterlaufenes Auge. Der König hat sich ge- nöthigt gesehen, sich sofort nach Brüssel zurückzubegeben. Madrid, 18. Mat. Der Erzbischof von Manila erließ einen Hirtenbrief an die Eingeborenen, worin die Amerikaner als Kirchenschänder bezeichnet werden. Madrid, 18. Mat. General Augustin setzte in Manila unter der Präsidentschaft Paternos, welcher bet den Etnge- boreneu großes Ansehen und Vertrauen genießt, eine be- rathende Versammlung ein, bestehend aus 15 nationalgemischten Mitgliedern, welche die einzusührende Autonomie eiuzu- führen hat. Madrid, 19. Mai. DaS in Cadtx befindliche Ge- schwader tst zum Auslaufen bereit und wird 11,000 Mann nach den Philippinen befördern. New York. 19. Mai. Die Truppen in Tampa leiden fürchterlich durch Sonnenstiche und Fieber. Ueberüte» mangelt es an Wasser. In Key West kostet die Flasche Wasser 50 Centimes. Washington, 19. Mai. Ueber den Stand der beider- seittgen Flotten ist infolge der überaus streng gehaud- habten Censur nichts bekannt. Nachdem aber aus Key West gemeldet wurde, daß feit mehreren Nächten die Lichter auf dem Leuchtthurme des Fort» Morro vor Havanna brennen, glaubt man, daß die spanische Flotte ihr bevorstehendes Einlaufen in den Hafen von Havanna fignalifirt ha». Havanna, 19. Mai. Der deutsche Kreuzer „Geier" ist hier eingetroffen. DaS Schiff gab bei der Einfahrt in den Hafen den vorschriftsmäßigen - Salut. Gleich darauf begab fich der Commandant Corvetten-Capitän Jacobsen an Land und stattete dem Generalgouverneur Marschall Bianco sowie dem General Manterola und dem Präsidenten der cnbantschen Regierung Galvez Besuche ab. Die drei Besuche verliefen sehr freundschaftlich und dauerten längere Zeit. Die spanischen Behörden erwiderten die Besuche deS Com- mandanteu alsbald. Peking, 19. Mai. Seine Königliche Hoheit Prinz Heinrich von Preußen hat heute die Reise nach der Großen Maner angetreten, von wo seine Rückkehr nächsten Sonntag erwartet wird. — Die Festlichkeiten zu Ehren der Anwesenheit Seiner Königlichen Hoheit fanden gestern Abend mit einem Balle in der russischen Gesandtschaft ihren Abschluß. wahlbervegnirg. *△ Mainz, 19. Mai. In verschiedenen Blättern fand die Mlnheilung Verbreitung, daß sich auf den jüngst von der nationalliberalen Partei als Caudidat für den Wahlkreis Mainz-Oppenhetm ausgestellten Laudwirth DettWeiler von Laubenheim neben den Stimmen der Deutschfreifinnigeu auch die Stimmen der Demokraten vereinigen würden. Gegenüber diesen Mittheilungen erklärt heute das offtcielle Organ der hiesigen demokratischen Partei, der „Mainzer Anzeiger", mit Bestimmtheit, „daß eine Unterstützung der Candidatur Dettweiler vollständig ausgeschlossen sei." Wie da» genannte Blatt ferner wissen will, bestände auch in der deutsch- freisinnigen Partei keine Neigung mehr, für die Candidatur Dettweiler einzutreten. *△ Ans dem Wahlkreis Worm»-Heppenheim, 19. Mai. In einer gestern in Worms stattgehadten Vertrauensmänner- Versammlung der Centrumspattei wurde Freiherr Das! von Köth in Darmstadt, Mitglied der zweiten hessischen Kammer, einstimmig zum Candidaten für den Wahlkreis Worms'Heppeuhetm Wimpfen bestimmt. Frhr. Da5l v. Köth hat fich auf telegraphische Anfrage hin zur Annahme der Candidatur bereit erklärt. Locales unb Provinzielles. Gießen, den 20. Mai 1898. • • Ordens-Verleihung. Sehe Königliche Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 18. Mai dem General Oberarzt a. D. Dr. Men de, seither Oberstabs- und Regimentsarzt im Jnfantette-Regiment Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstorden» Philipps des Großmüthigen zu verleihen geruht. ♦ ♦ Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog haben Allergnädigst geruht, zum 18. Mai dem Modellschreiuer Karl Eberhard zu Darmstadt da» Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Arbeit" zu bet- leihen. * * Von der Universität. Morgen (Samstag) Mittag 12 Uhr wird Herr Dr. Köppe, der sich als Privatdozent an der medtchtschen Fakultät hiesiger Hochschule zu habilttiren gedenkt, eine Probevorlesung halten. Touristische». Am Sonntag, den 15. Mai eröffnete die Section Gießen des D. Oe. A. V. ihr Sommerprogramm mit einem Ausflug an die Lahn. Besonders verlockend sah dieser Mattag, wie Heuer leider Üblich, nicht au»; allein die Section verließ fich auf ihr gute» Glück, welche» fie am Sonntag vorher bei dem gemeinsamen Ausflug mit dem TauuuSclub nicht im Stich gelassen hatte. Da» Wetter machte sich denn auch weit besser, als e« den Anschein hatten tote e» denn überhaupt draußen stet» nicht so schlimm ist, wie eS in der Stadt auSfieht. Früh 7 Uhr wurde von Diez abmarschirt, die Chaussee Über Altendiez führte durch frisch grünen Buchenwald und bald bog der schmale Pfad links ab in da» Daubachthal. Bei Hellem Sonnenschein hätte fich diese» Thal allerdings noch weit schöner piäsenttr», wie unter dem trüben Himmel- denn daS Daubachthal tst eines jener eigenartigen, engen Seiteuthäler, wie fie am unteren Lauf der Lahn sich finden. Tief eingerisseu in den Schiefer- fei» biete» e» nur Raum für den Bach und einen schmalen Weg, der zuweilen nur al» Fußpfad weiter führt, ab und zu noch für einen kleinen Streifen Wiese. Die Eigenart des Daubachthal» gegenüber anderen benachbarten Thäleru besteht darin, daß seine Hänge großentheil» mit hohem Wald bestanden sind und sich so Bach und Weg fast durchweg unter schattig grünem Laubdach hinziehen, ab und zu stellt fich eine steile Felswand in den Weg und da wo da» Thal fich etwas verbreitert, lieg» eine einsame Mühle. In einem kleinen Tannenbestand wurden die Rucksäcke abgelegt und daS Frühstück genommen, an welche» fich eine photographische Aufnahme der malerischen Stelle des Thale» schloß. Nach kurzem Marsch blinkte au» der Schatte de» Thale» die Lahn hervor und Balduinstein am anderen Ufer der Lahn lag vor uns. Die Ueberfahrt war mit einigen Umständlichkeiten verknüpft- trotz emsigen Rufen» ließ fich kein Ferge blicken. Jacob, der Fährmann frühstückte gerade und konnte nur mit Hilfe eine» freundlichen Bahnbeamten von dieser wichtigen Beschäftigung abgezogen werden, um un» überzusetzen. lieber die schöne Schaumburg ging der Marsch weiter. Bon dem Thurm der Burg bot fich, da der Himmel hell geworden war, ein prachtvoller Blick über da» Land bi» weit über den Rheiu hinüber. Auf etwas eigenartigen Pfaden, die zuweilen gar keine «ehr waren, stiegen wir zur Lahn ab nach Laurenburg. Steil steig» hier der Weg wieder auf am rauschenden Bergbach entlang, der im engen Bett hinab stürz» zur Lahn. Rechtzeitig noch wurde Dörnberg mit seinem freundlichen WitthShan» erreicht, ehe die schwarze Wolkenwand, welche au» Westen heraufzog, ihr Gewitter über die Gegend nteder- gehen ließ. Wir faße« im Trocknen, bi» da» Wetter, welches rasch vorüberzog, auSgetobt hatte- auf zwar naffen, aber gut gangbaren Wegen wurde dann in einer halben Stunde der Göthepuvkt erreicht- ein hoch über der Lahn gelegener Aus- fichtstempel mit herrlichem Blick auf Arnstein und in das Thal der Weinähr und de» Gelbbache». Zwar kam hier beim Abstieg noch ein kleiner Gewitterregen über uns, doch das hatte nichts zu sagen, rasch ging eS die steilen Fuß« Pfade hinunter zur Fähre von Oberhof und bald nahm uns die gastliche Klostermühle von Arnstein auf. Ein praffelndes Feuerchen im Ofen, ein einfaches gutes Essen und ein treffliches Glas Wein machten die Rast zu einer sehr behaglichen. Unsere musikalischen Mitglieder waren, wie ihre Leistungen zeigten, in vorzüglicher Stimmung, die unmusikalischen nicht minder, und als die Bahn uns heimwärts führte, erklärte jeder der Theiluehmer, hatte das Wetter auch wohl bester sein können, der Tag an der Lahn war ein schöner und äußerst vergnügter. — Die Junitour wird nach dem Hinterland führen, er ist dies eine sehr schöne Waldwanderuug tu den Bergen bei Gladenbach. ** Feuerprobe. Die auf Beraulafluug des Großh. KreiS- amtS am Mittwoch Nachmittag abgehaltene Feuerprobe auf dem Seuling'schen Fabrtkgrundstück an der Margarethen- Hütte kann als völlig gelungen bezeichnet werden. Anwesend waren Vertreter der Regierung, des Hochbauamts, der UuiverfitätSbaubehörde, des Stadtbauamts, der Polizeibehörde, sodann der OrtSgewerbevereinS Gießen, der Feuerwehr und sonstige Jntereffenten, darunter Vertreter der Land- gemeinden. Als VerfuchSobjecr war ein vollständig aus 5 Ctm. starkem Holzwolle-Baumaterial errichtete- Gebäude, ungefähr in Größe eines BahuwärterhauseS gewählt, welches durch eine Wand getheilt war. Die Decken-Verschaalung des Baues war mit 2 Ctm. starkem Holzwolle-Baumaterial aus- geführt. Der Fußboden bestand aus dem gleichen Material und war auf in gewöhnlicher Balkenentfernung gelegte Schaltriemen aufgenagelt. Da gewöhnlich Holzwolle-Baumaterial zur Dachbedeckung nicht dienen soll, so war vorsichtiger Weise das außen gestützte Dach der VersuchSobjectS mit 45 Mm. hohem T,elfen abgetragen. Nachdem die Fachleute den Ber- suchSbau eingehend besichtigt, wurde ein Raum desselben mit einem Stoß Tannenholz gefüllt, daS Holz mit Petroleum und Theer getränkt und daun entzündet. Der andere Raum des Gebäudes diente zur Beobachtung, und waren au der Wand, welche den Feuerraum begrenzte, Thermometer — darunter Maximal-Thermometer — angebracht. Dieser BeobachtuugS- raum wurde während der ganzen Zett, wo im Nebeuraum das Feuer brannte, vollständig geschlossen gehalten, so daß die kühle Außentemperatur keiueu Einfluß auf die Thermometer auSübeu konnte. Bald konnte man im Innern des Gebäudes das Feuer wütheu sehen. Trotz der hohen Temperatur im Feuerraum war die Wärme au den äußeren Wandflächen jenes Raumes kaum merkbar, man konnte nach ^stündigem Brande die äußeren Wandflächeu des Feuerraums mit der Hand noch berühren, ohne merkliche Hitze wahrzuuehmeu. Nach Ablöschen des FeuerS durch Mannschaften der Gießener Freiw. Feuerwehr, wurde der Beobachtungsraum geöffnet und festgestellt, daß dessen Temperatur von 6 Gr. R, welche vorher vorhanden war, nur auf 32 Gr. K. durch den nachbarlichen Braud gestiegen war, ein Resultat, welches nach dem Urtheil der versammelten Fachleute als äußerst günstig und zufriedenstellend zu bezeichnen ist. — Nach Abkühlung des Raumes, tu dem der Braud stattge- fundeu, wurde festgestellt, daß der Bau weder durch Feuer noch durch Hitze gelitten,- mit Holzwolle-Baumaterial umkleidete Holztheile des Baues wurden nach Entfernung der Verschalung vollständig unversehrt gefunden. Die r-Etsen der Dachconstruction hatten sich durch die Hitze etwa fünf Zentimeter ausgedehnt und geworfen. ES wurde festgestellt, daß das wegen seiner Feuerficherhett erprobte Holzwolle- Baumaterial nach Abschürfen von einem Zentimeter keinerlei VerseugungSerschetuungeu mehr aufwteS. Das Urtheil der Fachleute ging dahin, daß das Holzwolle-Baumaterial allen Ansprüchen au Feuerficherhett genügt. • • Unfall. Vorgestern Abend wurde am SelterSweg von einer Chaise ein achtjähriges Kind überfahren. Dasselbe erlitt einen Beinbruch und eine Verletzung am Kopf. Den Kutscher soll keine Schuld treffen. H. Sportplatz an der Hardt. Die letzten Vorberet- tuugen zu dem am nächsten Sonntage stattfindenden Wettstreite find nunmehr getroffen, und eS erübrigt nunmehr nur i noch der Wunsch, daß die intercffamen Veranstaltungen auch durch gute Witterung begünstigt sein möchten. — DaS über- sichtlich redigirte und ansprechend auSgestattete Programm gelangt von heute Abend an zum Preise von 20 Pfg. zur Ausgabe, und die rege Nachfrache nach Eintrittskarten in den BorverkaufSstellen beweist, daß vorau-sichtlich der Besuch ein bedeutender sein wird. — Die zur Bercheilung gelangenden Preise find in dem Schaufenster der Firma August Oßmann, SelterSweg, ausgestellt und üben eine große Anziehungskraft I auf alle Passanten aus. * * Sportliches. Dem Radfahrerverin „Lollar 95", al- Bundesverein des deutschen Radfahrerbundes, ist vom I Nordbezirk des Gaue- 9 da- diesjährige Bezirksfest, verbunden mit großem Prelscorsofahren, übertragen worden. Dem jungen Verein, der fich in kurzer Zelt und unter I schwierigen Verhältnissen so schön emporgearbeitet hat, wünschen I wir bei seiner fest!. Veranstaltung am 12. Juni recht rege und kräftige Unterstützung, um dem Radsport auch hier eine I würdige Stätte bereiten zu können. All Heil! * * Ausschreibungen für die 8. Ruder-Regatta auf der I «ah« in Sieben am Sonntag den 31. Juli 1898. 1. Einer föi Juniores. Ehrenpreis. — Einsatz Mk. 10. — 2- Vierer. Ehrenpreis, gestiftet von der Stadt Gießen. Wanderpreis. Der siegende Verein erhält bei Rückgabe einen Ehrenschild. (Sieger von 1897: Mainzer Ruderveretn). "" Einsatz Mk. 40. - 3. Doppel - Zweier ohne Steuermann. Ehrenpreis. — Einsatz Mk. 20. — 4. Vierer. Offen für Ruderer, welche nicht zum Rennen I Nr. 2 genannt find. Ehrenpreis. — Einsatz Mk. 30. — 5. Einer. Lahn-Pokal, gestiftet vom deutschen Ruder- Verband. Wanderpreis. Der fiegende Verein erhält bei Rückgabe des Preises einen Nebenpreis. Sieger von 1897: Herr gerb. Hartmann vom Frankfurter Ruder-Club. — Einsatz Mk. 10. — 6. Vierer für Juniores. Damen- preis. — Einsatz Mk. 30. — 7. Einer. Offen für Ruderer, welche nicht zum Rennen Nr. 5 genannt find. Ehrenpreis. — Einsatz Mk. 10. — 8. Dollenzweier. Ehrenpreis. — Einsatz Mk. 20. — 9. Vierer. Offen für Ruderer, welche noch kein offenes Rennen im Vierer (AuS- legerevnboot) gewonnen haben und nicht zum Rennen Nr. 6 genannt find. — Einsatz Mk. 30, — 10. Dollenvierer. Ehrenpreis. — Einsatz Mk. 30. — 11. Achter. Ehren- preis Seiner Königlichen Hoheit des GroßherzogS Ernst Ludwig von Heffen und bei Rhein. Wanderpreis. Der fiegende Verein erhält bei Rückgabe des Preises einen Ehren- slhild. Sieger von 1897 Frankfurter Ruder-Gesellschaft „Sachsenhausen" — Einsatz Mk. 50. •• «efitzwechsel. Die Firma B i r k e n st o ck u. S ch n e i d e r verkaufte ihr Doppelhaus «n der Nordavlage 1 mit einem Theil des dahinter liegenden „Lahnstein" für 89,000 Mk. au Liebmann Reiß. — Hotelier Reitze! von Bad Ems kaufte da- „Hotel Schütz", Ecke der Bahnhofstraße und West- Anlage, für 115,000 Mk. § Bom Laude, 18. Mai. Wie soll das enden? Diese Frage drängt fich uns auf angefichts des trostlosen Regen- Wetters. Jeden Tag Regenwetter, und das seit beinahe einem halben Jahre. Man hatte nach dem zweiten lieber* gehen der Bäche sicher gehofft, das Wetter werde fich nun wenden,- aber alle Hoffnung wird zu Waffer. Wohl ist die Lust umgeschlagen, sie weht von Nordosten und Osten, einer Richtung, die sonst stets trockenes Wetter führte, aber heuer regnet e-, einerlei, woher der Wind weht. Der Landwirth ist zur vollen Unthätigkeit gezwungen, kaum daß er etwas Futter für das Vieh heimzuholen vermag- die Kartoffeln können nicht gesetzt werden, die Frühjahrsbestellung muß unterbleiben, in feuchten Wiesen ersäuft daS GraS, dem Korn wird eS zu naß, eS wächst schlecht weiter und lagert fich bei dichtem Stande. Nur Holz versucht man aus den Wäldern zu fahren, aber die Wagen finken auf den grundlosen Wald- wegen bis über die Achsen in den Schlamm. Die schönste Zeit de- Jahres, der Mai, wird buchstäblich zu Waffer. Die BlÜthen der Obstbäume in ihrer sonst so reizenden Pracht — verregnet, der RapS in seinem lichtgelben Blüthenflor — ver- regnet, und jetzt beginnen die Aepfelbäume ihre reichen Blüthenknospeu zu erschließen, aber auch von ihnen wird es ficherlich heißen — verregnet. Und die reiche Tracht, welche fich den Bienen bot — verregnet und damit die Hoffnung der Imker — verregnet. Pfingsten, daS liebliche Fest, ist vor der Thür, hoffen wir, daß eS uns den ersehnten Umschwung bringt. mg Friedberg. 17. Mai. Die Nachricht von der Bewilligung des Gymnasiums auch durch die Erste Kammer hat hier I die freudigste Stimmung hervorgerufen. Herr Direktor I Dr. Goldmann theilte die Nachricht im Schulhofe den ver- I sammelten Schülern der Realschule und des ProghmnasiumS I wit und schloß mit einem mit Jubel aufgenommenen drei- I fachen Hoch auf Seine König!. Hoheit unseren Großherzog. N. Hrss. Volk-bl. I △ Mainz, 19. Mai. Bel der Im nächsten Monat be- I ginnenden SchwurgerichtSsession werden auch die in die UnterschleifSgeschichte bei dem hiesigen städtischen GaS- I werke verwickelten Beamten vor den Geschworenen erscheinen. Nachdem am Montag der am meisten belastete Cassirer auS der Haft entlassen worden ist, befinden fich jetzt sämmtliche Augeschuldigte auf freiem Fuß, ein Beweis dafür, daß die ganze Sache lange nicht die Bedeutung hat, die man ihr anfänglich beizulegen suchte. Insbesondere ist eS durch hie mehrwöchentttche Prüfung der Bücher des Gaswerks durch Beamte der OberrechnungSkammer in Darmstadt jetzt schon außer allem Zweifel, daß dem fich auch unter den An- geschuldigten befindlichen Direktor bei Gaswerks keine Unredlichkeiten zu Last gelegt werden können und sein einziges 1 Unrecht darin besteht, daß er zu nachsichtig gegen die ihm unterstellten Beamten war. Direktor Hessemer wird diesen Fehler wohl mit dem Verlust seiner Stellung büßen müssen, wogegen er schwerlich strafrechtliche Folgen zu gewärtigen haben dürste._____________________________ Die Verstaatlichung der Reichsbank. Mit Rücksicht auf die hohe wirthschaftllche Bedeutung, welche einem Institut wie der Reichsbank innewohnt, glauben wir vielen unserer Leser einen Dienst zu leisten, wenn wir, soweit es der Raum gestattet, die diesbezüglichen Verhandlungen des Deutschen Handelstages zu Berlin vom 14. März d. I im Auszug bringen. — Zur Verlängerung dejs Privilegiums der Reichsbank äußerte sich der Bericht- erstatter Schinkel-Hamburg wie folgt: Meine Herren! Es ist eine merkwürdige Erscheinung in unserem jetzigen wirthschastlichen Leben, daß so viele Leute, wenn sie glauben, einen Schaden entdeckt zu haben, nicht dazu zu bewegen sind, die Hand an die Wurzel des Hebels zu legen und den Schaden von Grund aus zu heilen, daß sie vielmehr geneigt find, den Schaden dadurch auszugleichen, daß sie etwas Besseres, noch groß Dastehendes schlecht zu machen und herunterzureißen suchen. Sollte die Zeit unserer Väter, in der es noch hieß, daß das Bessere der ärgste Feind des Guten sei, sollte diese idealere Zeit für immer hinter uns liegen und sollten Neid und Mißgunst es schon dahin gebracht haben, daß in unserer Zeit nur noch das Schlechtere als Feind des Guten übrig geblieben ist? Kaum anders läßt es fich erklären, daß jedesmal, wenn das Privilegium unserer Reichsbank sich der Zeit der Wiedererneuerung nähert, eine einflußreiche Partei aufs neue ihre Hand nach der Reichsbank ausftreckt, nach der Deutschen Reichsbank, von der man ohne Weiteres behaupten darf, daß es unter allen Einrichtungen des neu erstandenen Deutschen Reiches keine bessere giebt; derselben Reichsbank, die sich der makellosen Leitung zweier hochverdienter Präfi- denten erfreut hat und noch erfreut und um welche alle anderen Nationen uns mit Recht beneiden. Schon jetzt er- klärte im Circus Busch der Abgeordnete Liebermann von Sonnen- berg „den Kampf um die Reichsbank" als Wahlparole für bie nächsten Reichstagswahlen. Sehen wir uns dieses demnächst so heiß umstrittene Privilegium etwas näher an, so finden wir, daß die Reichsbank auf Grund des Bankgesetzes vom 14. März 1875 mit einem Kapital von beiläufig 120 Millionen Mark errichtet wurde und als Nachfolgerin der Preußischen Bank am 1. Januar 1876 eröffnet wurde. S)a4 Privilegium der Preußischen Bank ging ziemlich unverändert auf die Reichsbank über. Die Reichsbank hatte dafür laut Vertrag mit Preußen vom 17./18. Mai 1875 eine einmalige Abfindung von 15 Millionen Mark an Preußen zu zahlen und hatte außerdem eine Annuität auf sich zu übernehmen, welche bisher die Preußische Bank in Höhe von 1865 730 Mk. an den Preußischen Staat für die Verzinsung und Amortisation der Staatsanleihe von 1856 zu zahlen hatte. Diese Annuität lastet bis zum 1. Juli 1925 auf der Reichsbank. Laut § 41 des Bankgesetzes wurde das Privilegium der Reichsbank zunächst auf 15 Jahre, also bis zum 1. Januar 1891, gewährt, bann sollte es nach Abficht des ersten Gesetzgebers von 10 zu 10 Jahren gewissermaßen einer Revision unterzogen werden. Schon vor der ersten Verlängerung im Jahre 1889 begannen sich im Reichstag Verstaatlichungsgelüste zu regen. Dieselben wurden damals mit Erfolg bekämpft, und die Verlängerung kam unter einer allerdings nicht unerheblichen, in dem Gesetz vom 18. Dezember 1889 festgelegten Abänderung der Gewinnvertheilung zu Stande. Während ursprünglich die Anteilseigner aus dem Gewinn eine Dividende von zunächst 4l/2 pCt. erhielten, die ihnen dadurch ziemlich sicher gewährleistet wurde, daß sie bei einem Minderertrag aus dem Reservefonds aufzufüllen war; dann 20 pCt. des Gewinnes in den Reserve- sonds flössen; alsdann die Hälfte des noch verbleibenden Gewinns an die Aktionäre, die andere Hälfte an das Reich floß, und erst nachdem die Actionäre 8 pCt. Dividende erhalten, der Ueberschuß mit an die Actionäre und mit 3/i dem Reich zukam, (der letztere Fall ist nur zuguterletzt 1890 eingetreten); warb die Gewinnbetheiligung vom 1. Januar 1891 ab dahin abgeändert, daß die Antheils» eigner anstatt 4J/2 pCt., dem inzwischen gesunkenen landesüblichen Zinsfuß entsprechend, nur noch 31/, pCt. vorweg erhalten. Dann gehen 20 pCt. an den Reservefonds, solange derselbe nicht auf 30 Millionen Mark aufgefüllt ist (was übrigens seit 1891 der Fall ist). Alsdann wird der Gewinn zwischen den Actionären und dem Reich zur Hälfte getheilt, bis die Actionäre noch 21/2 pCt. erhalten haben, und schon dann, also nach einer Dividende von 6 pCt., geht der lieber» schuß nur noch mit 1/i an die Actionäre und mit 8/< an das Reich. Das bedeutet natürlich eine sehr wesentliche Verschiebung zu Gunsten des Reiches und zum Nachtheil der Antheilseigner. Während im ersten Geschäftsjahr 1876 das Reich nur eine Abgabe von 1954000 Mk. und Preußen seine Annuität von 1865 700 Mk., beide zusammen also 3819 700 Mk. erhielten, belief sich der Ertrag für das Reich und Preußen in dem letzten Geschäftsjahr 1897 auf 11763300 Mk. Der Gewinn für die Actionäre hingegen ist nur von 7 354000 Mk. im Jahr 1876 auf 9 500000 Mk. in 1897 gestiegen. (Fortsetzung folgt.) Vermischtes. * Frankfurt a. M., 17. Mai. Der langjährige Leiter der Capelle deS Zoologischen Gartens, Louis Keiper, ist gestern Abend einem tückischen Leiden erlegen, da- ihn zu Ende des vorigen Jahres überfiel und seitdem von seiner gewohnten Thätigkeit ferngehalien hat. Seit 23 Jahren stand er an der Spitze der Capelle, die er zu einem der tüchtigsten Mufikkörper Frankfurts heranbildete, und mit der er leistete, was von einem Orchester von nicht sehr großer Stärke nur irgend geleistet werden kann. * Homburg v. d. H., 16. Mai. Die Kaiserin Friedrich, der Kronprinz und die Kronprinzessin von Griechenland und der Prinz und die Prinzessin Carl von Hessen trafen heute per Wagen von Schloß Friedrichshof hier ein, machten einige Einkäufe in der Stadt und nahmen Nachmittags in dem Salon des Prinzen von Wales in Ritters Parkhotel den five o’clock tea ein. Gegen 6 Uhr erfolgte die Rückkehr nach dem Schlosse in offenem Wagen trotz strömenden Regens. * Wien, 18. Mai. Der Professor der Elektrotechnik an der Technischen Hochschule in Brünn, Karl Zlkler, erfand eine neue Art der drahtlosen Telegraphie, wobei statt der electrischev Strahlen Lichtstrahlen zur Uebertragung der Zeichen verwendet werden und ein Auffangen del Telegramm- nicht möglich ist. * Avieeuna. der berühmteste der arabischeu Aerzte, der um daS Jahr 1000 lebte, war der erste, der in seinem berühmten Werk „Kanon" das Kapitel der Hautpflege behandelte. Wenn wir daraus ersehen, welchen Werth man damals schon der Hautpflege beilegte, so müssen wir andererseits betonen, daß seit dem Mittelalter diese Pflege leider mehr und mehr veruachläsffgt wurde und ihr Wiederaufleben erst der neuesten Zeit Vorbehalten war. Nichts hat in der Hautpflege epochemachender gewirkt als die Entdeckung des „Lanolin" genannten Fette-, welche- dem natürlichen Hautfett analog ist, und deffen AnwenduUg so gewiffermaßen einen Ersatz der Natur darstellt. Jnfolgedeffen hat fich denn auch da- „Lanolin- Toilette-Zream'Lanolin" als Schönheitsmittel für Er- wachsene und Kinder, sowie in allen Fällen von Hautunreinheiten al- unentbehrlich erwiesen, wie es zur Anwendung in der Kinderstube auch von Aerzten auf da- allerangelegentlichste empfohlen wird. Mau findet da- „Lauolin-Toilette- Zream Lanolin" in allen Apotheken und Drogerien in Zinntuben und Blechdosen zu billigen Preisen. Beim Ankauf de- Cream- achte man wohl darauf, daß sämmtliche Packungen zur Garantie der Echtheit die Schutzmarke: „Pfeilriug" trageu müssen. Eingesair-t. Gießen, 20. Mai 1898. Schon öfters appellirtcn hiesige Geschäftsinhaber nicht mit Unrecht an ihre Mitbürger, ihre Einkäufe doch möglichst hier am Platze zu machen und nicht ohne Noth auswärts zu kaufen. Das ist sicher gerechtfertigt, nur vertragen sich solche Aufforderungen schlechterdings nicht damit, daß vornehmlich hiesige Ladenbefltzer rc. Fahrräder direct von auswärts beziehen. Ein stichhaltiger Grund dafür liegt durchaus nicht vor; denn die hiesigen Fahrradhändler führen durchweg gute Marken und arbeiten theilwetse mit einem sehr bescheidenen Nutzen, besonders wenn es sich, wie hier, um Baarzahlung handelt. Wenn auch ein Publikum, das die Mittel dazu hat, bet einem Händler, der seinen Vortheil versteht, Fa,on bezahlt, so ist deshalb doch Niemand gezwungen, mitzuthun, denn man hat hier bei zwölf Fahrradhändlern, die alle gern verkaufen wollen, hinreichend Auswabl.X. Y. Lan-rvivthschaftliches. — Als günstigster Zeitpunkt für die Heuernte empfiehlt sich die Zett, wenn die Mehrzahl der Gräser in voller Blüthe steht. Später, bei Eintritt der Samenbtldung, werden die Stengel holzig, strohig; dadurch gehen viele Nährstoffe, die zur Ausbildung der Samen gebraucht werden, dem Futter verloren und dasselbe ist viel wmiger nahrhaft. Das Vieh frißt solches Futter auch nicht gern, eS ist eben schwer verdaulich und geht thetlweise unverdaut ab. Außerdem tst noch zu beachten, daß durch das späte Mähen die Zeit -eS Wachsthums für die nachwachsenden Gräser zu sehr verkürzt wird, weshalb sich der zweite Schnitt nicht entsprechend entwickeln kann und minder ergiebig ausfällt. Ein weiterer Nachtheil des zu späten Mähens ist noch der, daß in Folge Samenbildung die Wiese an ihren Nährstoffen stark erschöpft wird. Anzeigen der Stadt Gietzen. «vangrltfchr Ge«eiuör. Sonntag den 22. Mai. Exaudi. G o l t e s d i e n st. In -er Sta-tkirche. Vormittags 7»/« Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Zugleich Christenlehre für die Neuconfirmirten aus der Marcusgemeinde. Vormittags 9*/e Uhr: Pfarrer Schlosser. Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. Beichte und heil. Abendmahl für die Militärgemeinde. Pfarrer Dr. Grein. Am 2. Pfingstfeienage wird im Hauptgottesdienst Beichte und heil. Abendmahl für die Matthäus- und Marcusgemeinde gehalten werden. In -er Johanneskirche. Vormittags 78/< Uhr: Pfarrassistent Dr. Heußel. Vormittags ö’/z Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannes- gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. Am 1. Pfingstfeiertag findet Beichte und heil. Abendmahl für die Lucas- und Johannesgemeinde im Hauptgottesdienst statt.ssAn- meldung vorher bei den Pfarrern erbeten. Am 1. Pfingstfeiertag wird eine Collecte erhoben für die hessische Lutherstiftung. Die Pfarrgeschäfte in der Lucasgemeinde besorgt vom 15. Mai ab bis auf Weiteres Pfarrassistent Dr. Heußel. Sprechstunden von 12 bis 1 Uhr in der Johanneskirche. Im Confirman-ensaal, Neusta-t 61 r Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer Schlosser. Die Vorbereitung dazu findet Samstag Nachm. 8 Uhr statt. Katholische Semetutze. Samstag den 21. Mai. Nachmittags um 4 Uhr und Abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. Sonntag den 22. Mai. 6. Sonntag nack Ostern. Vormittags von 6*/e Uhr 'an: Gelegenheit zur heil. Beichte. „ um 7 Uhr: Die erste heil. Messe; vor und in derselben Austheilung der heil. Communion. „ um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe; „ um 9Vz Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 67« Uhr: Andacht. Dienstag und Freitag Abend um 6>/, Uhr ist Maiandacht. ^ottsMeust in ser Shmgog'. Samstag den 21. Mai 1898. Vorabend 7« Uhr, Morgens 88J Uhr, Nachmittags 4 Uhr Schrifterklärung, Sabbathausgang 9 Uhr. Gottesdienst der israelWchen Religionsgesellschaft. Sabbathfeier am 21. Mai 1898. Freitag Abend 745 Uhr, Samstag Vormittag 8 Uhr Pre-igt Nachmittag 4 Uhr, Sabbathausgang 9t0 Uhr. Nachmittag Uhr Schrifterklärung in der Synagoge. Wochengottesdienst Morgens 6«* Uhr, Abends 9'o Uhr Schiffsiraehrkhterr. Der Postdampfer „Southwark" der „Red Star Sine* in Antwerpen tst laut Telegramm am 17. Mai wohlbehalten in New- Aork anaekommen.__________________________________________ Verkehr, CanO» r-nd VeU-wirthschaf^ LiHN-urg, 18. Mai. Fruchtmarkt. Rother Weizen X 21,20, weißer Weizen X 00.00, Korn X 14.40, Gerste X 00.00, His-n- X 8.48.______________________________________________________ Neueste Nachrichten. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 20. Mat. DaS Kaiserpaar wohnte gestern Vormittag 10 Uhr mit den Priuzen-Söhnen einem GotteS- -——IM— I------1 1— dienst im Palais Kaiser Wilhelm- I. bei. Eine Stunde vorher waren die beiden ältesten Prinzen au- Plön hier etngetroffen. Berlin, 20. Mai. Professor Dr. Robert Koch tst nach anderthalbjähriger Abwesenheit von Berlin gestern von seiner großen Studienreise hierher zurückgekehrt. Wien, 20. Mai. Die gelammte Preffe widmet Gladstone ehrenvolle Nachrufe und erklärt, daß nicht nur England, sondern die ganze Welt um einen ihrer bedeutendsten und volk-thümltchsten Manner ärmer geworden ist. Budapest, 20. Mat. Im Thiergarten wurde einem Besucher, welcher dem Bärenzwinger zu nahe gekommen war, die rechte Hand abgebissen. Paris, 20. Mat. Eine heftige Feuersbrunst zerstörte die Ortschaft Puttidrosfet bei Charire-. Zwei- undzwanz'g Hauser sammt Nebengebäuden find utedergebraunt und fünf Personen, darunter drei Kinder, in den Flammen umgrkommen. ' Madrid, 20. Mai. Die Regierung wird wegen der Haltung der Hongkong-Regierung, welche nicht verhindert hat, daß die Jusurgentenführer nach den Philippinen abgeretft find, und welche den Amerikanern gestattete, sich zu verprovtautiren und Kohlen etnzunehmen, tu London energischen Protest erheben. Madrid, 20. Mai. Wie verlautet, finden zwischen einer europässchen Großmacht und Spanien Verhandlungen wegen der Philippinen statt. Washington, 20. Mai. 30,000 Mann werden morgen nach den P h i l t p p t u e n unter dem Commando de- General- Otto abgehen. WB. Loudon, 20. Mat. „Times" meldet: Ein Jnfluenza- aufall erschütterte die Gesundheit Balfour- ernstlich und verursachte Herzschwäche, jede geistige und körperliche Anstrengung verbietend. Balfour verließ gestern da- Unterhau- in einem der Erschlaffung nahekommeudem Zustande. WB. Madrid,20.Mai. Da- spanische Geschwader ist wohlbehalten vor Santiago (Cuba) angekommen. WB. Madrid, 20. Mai. Al- da- CerveraS-Ge- schwader vor Santiago aukam, traf e- zwei amerikanische Schiffe an, welche das Fort zu beschießen versucht hatten. Die Schiffe zogen sich eiligst zurück. Die Königin-Regentin beglückwünschte Cervera telegraphisch. Der Postdampfer „Jfla Panay-, von den Philippinen kommend, tst wohlbehalten vor Barcelona angekommen. llnlh'igi'riiiuuii Grasverfteigerung Die Grasnutzung an den Böschungen und Gräben nachstehender Kreisstraßen soll an Ort und Stelle wie folgt versteigert werden: Montag de« 2» Mai l. I.: Strecke: Gießen—Krofdorf, Anfang bei Gießen Vorm. 8 Uhr, „ Gießen—Gleiberg, Anfang bei Gießen Vorm. 9 Uhr, „ Gießen—Rodheim, Anfang bei Abthlg. 5 Vorm. 10 Uhr, „ Gießen—Heuchelheim— Kinzenbach, Anfang Nachmittags 1 Uhr, „ Windhof—Heuchelheim— Atzbach, Anfang Nachmittag IV2 Uhr. Dienstag den 24. Mai l. I., Strecke: Gießen—Klein - Linden— Großen-Linden, Anfang bei der Jrrenklinik Vorm. 8 Uhr, „ Großen - Linden—Langgöns —Kirchgöns, Anfang am Ortsende Groß-Linden Vormittags 10 Uhr, „ Lang - Göns—Nieder -Kleen, Anfang Nachm. 1 Uhr, „ Lang-Göns—Hochelheim, Anfang Nachm. 3 Uhr. Mittwoch den 25. Mai l. I., Strecke: Gießen—Leihgestern,Anfang bei der Actien - Brauerei Vorm. 8 Uhr, ,, Leihgestem—Steinberg- Watzenborn—Schiffenberg, Anfang Vorm. 9% Uhr, „ Watzenborn—Garbenteich— Hausen, «Anfang Nachmittag 1 Uhr, „ Hausen—Forstgarten— Gießen, Anfang Nachmittag 3 Uhr. Gießen, am 18. Mai 1898. Der Großh. Kreisbauinspector. . Stahl. 5251 Jamstag hm 28. Mai I. J., Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem hiesigen Ortsgericht das vor den Namen des Fritz Lonh un- Ehefrau geb. Löber stehende Grundstück der Gemarkung Gießen Flur 1/984*1/10' — 427 qm Hofraithe in der Wallthorstraße Nochmals öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 20. Mai 1898. Großh. Ortsgericht Gießen 5266 Gros. ML MiachthMS Freibank 5263 im Marktstraße 4 Telephon 119. Willy Arend Markt 21. Telephon 46. befördert die Exp. d. Bl. 5238 1910 Pneumatic. Hause. Westaulage 19, III. sich zu melden. Dr. Zinßer. ZU verkaufen Uermiethungen vtt'slhiedenes (Offene Stellen 5243] Suche einen jüngeren Kutscher. Nur solche mit guten Zeugnissen bitte 5217] Juüges Mädcken empfiehlt sich im Bügeln; am liebsten außer dem Restaurant Fei del, hier, statt. Gießen, den 18. Mai 1898. 5255] Schöne Schlafstelle zu vermiethen. Asterweg 9. Der Vorstand der Seetiou VI. L. Petri II., Vorsitzender. Beginn 21/, Uhr Nachmittags. 5253 Continental ist als haltbarer, leichter und schneller Radreifen weltbekannt. 5247] Vier junge Enten (fleißig im Legen) billig abzug. K. Euler, Hammstr.5 Section VI der Hessen-Nassauischen Bangewerks- Berufsgenossenschaft. Die diesjährige Sections-Bersammlrrug findet am Deschamps gewann das internationale Hauptfahren in Berlin, Geselligkeitsverein Gleiberg Eioladlllig zur Smralntrfnmmlung Haus mit großem Garten (Bauplätze) in schönster Lage Gießens sofort billig zu verkaufen. Vermittler erhalten Provision. Anfragen unter „Hauskauf" Schiffers Droffelsutter und Mischfutter für alle Arten Vögel, in Originalpackungen vorräthig bei 5022 A. & G. Wallenfels, gewann das Vorgabefahren in Berlin auf Continental- Heute »ab morgen: Rindfleisch, nicht ladenrein, per Psd. 50 Pfg. Schwemeftchch nicht ladenrein, per Pfd. 35 Pfg. Hammelfleisch nicht ladenrein, per Pfd. 35 Pfg. Kalbfleisch nicht ladenrein, per Pfd. 35 Pfg. Neue itnl. Kartoffeln, Matjes-Häringe, Eghpt. Zwiebeln frisch eingetroffen bei 5267 J. W. Schulhof. 5248] Pferdeknecht gesucht. _________Karl Euler, Hammstr. 5. 5265] Ein Arbeiter in Meine Kieskaute gesucht. ________________I. Nickel, Sicherste. 5. 5254] Ein reinliches Laufmädchen ges. Näheres in ^der Exvedition d. Bl. 5252] Laufmädchen oder Frau gesucht. _________________Tiesenweg 19. 5264] Properes Laufmädchen für die Vormittagsstunden sofort gesucht. _______________Garteustraße 3, III. 5244] Frau zum Wecktragen gesucht. _____________Gg. Keil, Neustadt 6. 5256] Ein tüchtiges Mädchen oder Laufmädchen gesucht. _______________Rheinischer Hof. 5257] Ein tüchtiges und erfahrenes Dienstmädchen wird nach Essen a. d. Ruhr gesucht. Frau Hochstätter, Schloßgasse. Aachener Badeofen D. R.-P. Ueber 50 000 Oefen im Gebrauch. In 5 Minuten ein warmes Bad! Original Houben’s Gasöfen * J G. Honben Sohn Carl Aachen. * am Mittwoch den 25 Mai d. I., Nachmittags 4 Uhr, auf der Burg Gleiberg. Tagesordnung: Feststellung des Etats pro 1898—99. Rechnungsablage pro 1897—98. Geschäftsbericht pro 1897—98. 5023 Der Borsitzende: gez. von Gagern. Gelnhausen. Hotel König1 v. Preussen Besitzer: Ph. Kleis früher „Lenz’scher Felsenkeller*, Giessen. 5241 Retchstagswahl! Sonntag- den 22. Mai, Nachmittags 4 Uhr, im Saate des Cafe [Ebel: Bcttraucnsmännn-Bcrsammlunli zwecks Aeschtußfassung üöer die | Aufstellung eines gemeinsamen Candidaten. Die Mitglieder unserer Mereine beehren wir uns mit der ZZitte um zahlreiches Erscheinen ööffichst ernzuladen. Dkl MOid des stkißmigk« (Imins. Der öorfhuiii des iiatioimUilirtalrn Dmiu. Swaeters und Radfahrerftrümpfe billigst. II । । uhv «mivfuyrcrpiriiin I OflO Stoff-HanSschÄhe He llvlUvl UV II 20 Pfq., 40 Pfa , 50 Pfq., 1 1 für Damen, Herren und Kinder General-Versammlung auf 5260 in _ , ' ?u 5 Pfg., 10 Pfg., 15 Pfg., Pfg., 40 Pfg , 50 Pfq., 1 Mk. bis 3 Mk. beste Qualitäten, tadelloser Sitz, von U «ölli, 45 Pfg. 12 Mk. Samstag den 21. er., Abends 9 Uhr, die Restauration Aeidel am Kanzleiberg ein. Tagesordnung: Söhne Giessen Seltersweg 20. Damenstrümpfe echt schwarz, das Paar zu 12 Pfg., 25 Pfg., 35 Pfg., 50 Pfg., 1 Mk. bis 7 Mk. Neuheiten: Schottisch karrirt, geringelt und lederfarbig. Damen-Strümpfe in feiner schwarzer Wolle, das Paar 1—3 Mk. Herren-Socken in jeder Preislage. 4257 Eigene mechanische Strumpfwaaren-Fabrik. £9 Das Stricken und Anstricken von Strümpfe« wird billigst besorgt. ____________ Herren-Unterjacken in Baumwolle, Macco, Halbwolle und Wolle, zu 45 Pfg., 60 Pfq.. 70 Pfg., 95 Pfg. bis 5 Mk. Macro-Herrenhemde«, beste, dünne Qualitäten, von 85 Pfg., 1,20 Mk. bis 3,50 Mk. Zellenstoff- und Netzjacke«, Baumwolle, Vicogne und Wolle zu 30 Pfg., 45 Pfg., 60 Pfg., 85 Pfg., 1 Mk. bis 3 Mk. Herren-Normaihemde« zu 65 Pfg., 90 Pfg., 1,25 bis 6 Mk. Herre«-Hofen xn Macco, Halbwolle und Wolle zu 1 Mk., 1,20 bis 6 Mk. Untertaillen und Corfettfchoner. Sport- und Touristen-Hemde« für Herren und Knaben zu 70 Pfg., 85 Pfg., 1 Mk., 1,50 Mk., 2,— bis 6 Mk. Generalversammlung des Freisinnigen Vereins für den ,1. hessischen Keichstagswahlkreis. Hierdurch laden wir unsere Mitglieder zu einer außerordentlichen Mesondere Neuheiten und große Auswahl in Blousenhemden u. Bio Damen-Bloufenhemden aus feinen Waschstoffen von 1,50 bis 10 Mark. Damen-Bloufe« aus waschechten Stoffen von 85 Pfq., 1 Mk., 1,25 Mk., 1,75 bis 16 Mk. Wafchechte Kuaben-Bloufen von 1,20 bis 4 Mk. Sport- und Taillen-Gürtel von 20 Pfg. bis 4 Mk. Farbige Lüftre-Damen-Röcke mit Volants von 1,75 bis 6 Mk. Grau leinene Damen-Röcke mit Volants von 1,80 bis 4 Mk. Einfarbige und Schottische Moirv-Damenröcke mit Volants von 3,50 bis 10 Mk. Damen- und Kinderfchürzen in den neuesten, waschechten Stoffen und Formen. Reiche Auswahl in Kinder-Kleidchen und Tragkleidchen, Krausen, Schleier, Dameu-Kragen und Damen- Cravatten stets das Neueste. Die Wanderer, Giessener Radfahr-Gesellschaft, Morgen Samstag, den 21. Mai d. I., Abends 9 Uhr, veranstalten wir alr Vorfeier zu dem am nächsten Tage statlfindenden Sportfeste einen WM" Biercommers in Steins Garten (kleiner Saal) zu welchem wir unser- und die Mitglieder de, „Curatoriums der Rennbahn Gießen 1897", sowie unsere Freunde hiermit freundlichst einladen. 5258 Nerloren 5250] Kanarienvogel entflogen. Gegen Belohnung abzugeben. Bahnhofstr. 30. Vereine 5249 Der Ausflug nach der Badenburg wird vorläufig ausgesetzt. 5240 Sonntag den 22. d. Mts.: Fanrilien- Abend im Vereinslocal. Ausflug nack Garbenheim der ungünstigen Witterung halber bis auf Weiteres verschoben. Weitere Mittheilung erfolgt demnächst durch Circular. 5262 Sonntag Abend: Cafe Ebel. Der Vorstand. Familie Rinn. Heuchelheim, den 18. Mai 1898. k Die Beerdigung findet Freitag Nachmittag 6 Uhr statt. Hodes-Anzeige. Es hat Gott dem Allmächtigen gefallen, unseren innigst- geliebten Gatten, Vater, Großvater, Onkel und Schwager Maurermeister Hch. Rinn V. im Alter von 44 Jahren, Mittwoch Nachmittag nach kurzem, schweren Leiden zu sich zu rufen. 5242 Um stilles Beileid bittet 1 ■■ ■ ■ ■ ■ in jaier beliebigen Schriftart ttnd Kartewrte weine UlOllIfQFlfln n m Metren Preisen an gefertigt tn der vlullnOl lull Bröhl’schen[Jun.-Druckerei; fl/ihnUtraeee T Reichstagswahlen, Um zahlreiches Erscheinen ersucht ___________________________________Der Vorstand. Akademischer Gesangverein. Die verehrlichen Mitglieder werden hiermit auf Montag den 23. Mai, Abends 8 Uhr, zur 5259 Generalversammlung höflichst eingeladen. Recknungsablaqe und Vorstandswahl.______Der Vorstand. Hiermit zur gefl. Nachricht, daß unser Local Seltersweg 13 (Lotze) von heute an aushört, S. C. - Local zu sein. Wir laden die vereheliche Studentenschaft, soweit sie nicht den Corps angehört, zu regem Besuch unseres Locals freundlichst ein. 6268 Brauerei Friedel & Asprion. Redaction: E. Burkhardt. — Druck und Verlag der Brühl'scheu Universiläts-Buch- und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen. Are Heutige Kummer nmsaßt 10 Seiten. 1 fit H ruth zna md All 11, 8t D M 18 toa toll Ao sch' Km Wo. 1881 Ti»! stw Wa Ttl itr me uni tat Wc fth Act all (3« N MS sich Kap heut Ftn in b Mcd tolttl ttnb uvz ich ihre iHv Terl Böer iftboi A's M ( dlltch W bitth rrnh