Rhein, 18: ® 10809 Nthorstr. SM lum i « 61unb I,o4t": A.p’Jlpnl 1899 iU hK, tote Wallthorstratzk N JMlten 11 nnb 3 Uh. ' Miethen. ?* Euler, Steinftr, 11, n. Mm b'Zimmenvohnung 5 'n meinem Nebenhauje an Ie Wort zu verrnielhen. —, Alictstraßt 22, kleines Logis zu verrnielhen. _________G- Unverzagt. eubau (Sde der Siephan- und Logis, 7 Zimmer und Zu- sofort zu verrnielhen, foivie 8 4 Zimmer, ebendaselbst zu L. Huhn, Bleichftr. 16. er 2._6tod, 3 große tiimmei iubehör, wegen Berietznng tu ____________Edrrstr. U. Elegante Manlardemrohnung, rebft allem Zubehör, in jcbönfter ruhige Familie zu vermeiden. in der Exped. ds. Bl. 5-Ztmmerwohnung, pari. :od, zu vemieihcn. Ludwigstraße 14, 11. Steinstratze 15 ist die Wummer und 1 Kammer mit allem per sofort zu verrnielhen. .Euler, Steinstraße 11, H. S-Zimmermohnung mit Wasfer- . vemiethen. Unverzagt, Slbollstraße t t. Wan M.Wmch. ’ e Wohunogeu, vier r u. Küche, mit Pracht' Aussicht ins Lahvthal, jfort »b« f»«f" P the«. Nah-r-S M 19, part^S^-- ksSExS—, =s=N=Ss "WtME^enkammer, iSw ’-3*' Sen. LH» test ft1“ Nr. 298 Erstes Blatt.Lienslag den 20. December 1898 Mtt lulntbar Ui Stentagi. Du ®K>mfT 9«eUt4*r|lra|t Mr. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. «drefie fit Depesche» : Z»zetg«r Pistzs«. Aernsprecher Nr. 6L Abonnements - Einladung. Zum Bezug des „Gießener Anzeiger" für baS 1. Vierteljahr 1899 laden wir hiermit ergebens! ein. Wie bisher, wird der „Gießener Anzeiger" die Tagesereignisse in kurzer, den Thatsachen entsprechender Weise zur Kenntniß seiner Leser bringen. Die neuesten Nachrichten zuverlässiger telegraphischer Nachrichien- Bureaus sowie zahlreiche Mittheilungen aus dem engeren und weiteren Vaterland halten den Leser stets über die Vorkommnisie in demselben aus dem Laufenden. Unterstützt durch umsichtige Berichterstatter ta allen Orten Oberhessens und in den bedeutenden Städten der anderen hessischen Provinzen, ist der „Gießener Anzeiger" ferner in der Lage, die interessanten Vorgänge innerhalb unseres engeren Vaterlandes und der Nachbargebiete so frühzeittg wie möglich zur Kenntniß seiner Leser zu bringen, desgleichen wird den Begebenheiten in der Stadt Gießen die gebührende Besprechung im localen Theile des An Zigers zu Theil werden. Den Jnteresien der in der Provinz Oberhesien betriebenen Land wirt h- schast wird der Anzeiger in Zukunft durch eine landwirthschaftliche Beilage Rechnung tragen, 'daneben aber auch die Beobachtungen und Erfahr- xngen in Kunst und Wissenschaft, Litteratur, Hauswirthschaft, Handel, Gewerbe und Industrie in den Kreis seiner Besprechungen ziehen. Als weitere Beigabe erhalten die Leser die Blätter für Hessische Volkskunde @in gediegenes Feuilleton wird neben besonderen Arnkeln ernsteren «nd heiteren Inhaltes den erwünschten Unterhaltungsstoff bieten. Die „Gietzerrer Familienblätter" werden dem Anzeiger wöchentlich 4mal (Dienstags, Donnerstags, Samstags und Sonntags) beigelegt und neben den Erzählungen, Romanen und Novellen beliebter Schriftsteller anziehenden Unterhaltungsstoff aus dem Gebiete des Familienlebens und der Hauswirthschaft bringen, und somit namentlich im Kreise der Familien eine beliebte Beigabe bieten. Wir ersuchen nun namentlich auswärtige Leser, ihre Bestellung bei der Post baldgefl. aufgeben zu wollen. Neuhinzuttetende hiesige Abonnenten erhalten vom Tage der Bestellung bis 31. December den Anzeiger kostenfrei zu gestellt, wie wir auch gerne bereit sind, Probe-Nummern nach auswärts postfrei zu versenden. Den Lesern in hiesiger Stadt werden wir, wie seicher, den Anzeiger weitersenden und den Abonnements betrag durch Quittung erheben lasten, falls nicht ausdrückliche Abbestellung erfolgt. Hochachtungsvoll Verlag des „Gießener Anzeiger" Brühl'sche Univ.-Buch- u. Steindruckerei (Pietsch Erben). Prinz Georg von Griechenland, Commiffar für Kreta. Nach den letzten Meldungen sollte Prinz Georg am heutigen Dienstag auf Kreta landen und von den Admiralen i* sein Amt eingeführt werden. Damit beginnt ein neuer denkwürdiger Abschnitt in der Geschichte der Insel, welcher die Hoffnung gerechtfertigt erscheinen läßt, daß Ruhe und Ordnung, die man seit langer Zeit auf Kreta nur dem Namen «ach kannte, jetzt definitiv wieder Einkehr halten, damit die unberechenbaren Verluste, welche die Insel erlitten hat, nach Möglichkeit wieder gut gemacht werden. Wir haben unsere Leser über die einzelnen Phasen, welche die Kretaftage, die ja in den letzten Jahren einen Hauptangelvunkt der internationalen Politik bildete, pasfitte, an dieser Stelle fortdauernd unterrichtet, so daß wir uni einen längeren Rückblick erspare« kännen. Die Regelung der Angelegenheit hatte bekanntlich durch ben Ausbruch bei griechisch türkischen Kriege» eine unliebsame Verzögerung erfahren, welche dazu beitrug, die Verwirrung und da» Elend auf der Insel auf» Aeußerste zu steigern. Und al» schließlich die Großmächte Ernst machten, um definitive Zustände zu schaffen, da mußte erst der Widerstand der Pforte gegen derz von den Mächten präsentirten Gouverneur gebrochen werden. Wa» eine von dem Sultan beliebte Verschleppung-Politik auf fich hat, dafür giebt e» gerade in der Geschichte der letzten Jahrzehnte Beispiele genug. Prinz Georg ist übrigens nicht der erste Candidat für den dornreichen Posten, er hat ; vielmehr noch einige Vorgänger, deren Präsentation erst recht ' ausficht»lo» gewesen wäre. Bekanntlich haben fich Deutschland und Oesterreich au» der Reihe der Großmächte, welche die Wiederherstellung der Ordnung auf Kreta in die Hand genommen hatten, zurückgezogen. E» geschah da- ungefähr zu der Zeit al» die Candidatur de» Prinzen Georg ernstlich di»cutirt wurde, worau» man den Schluß ziehen zu können glaubte, daß beide i Mächte mit dieser Lösung der Personenfrage nicht einver- ! standen seien. Wa» Deutschland betrifft, so ist deffen Stellung in dieser Angelegenheit bereit- im Laufe der letzten Reich»« tag-tagung von Staat-secretär v. Bülow, genügend beleuchtet worden. Wir haben an der Gestaltung der Dinge auf Kreta eben zu wenig Jntereffe, al» daß wir un» actio zu beteiligen hätten; insbesondere ist un» die Personenftage bezüglich de» Gouverneur» der Insel recht gleichgültig. Wir nehmen an, daß Prinz Georg fich der Schwierigkeit seiner Mission voll bewußt ist. Die Christen kommen ihm freilich vertrauensvoll entgegen, aber der größte Theil der Muhamedaner steht noch schmollend bet Seite und will erst gewonnen werden. Die Hauptaufgabe de» Prinzen wird darin bestehen, ein gute» Verhältniß zwischen Christen und Moslem» herzustellen; gelingt ihm dies, dann hat er gewonnen. Zuweitgehenden Forderungen der Christen muß er nachdrücklich entgegentreten und andererseits wieder alle fanatischen Bestrebungen der Muhamedaner ernstlich unterdrücken. Hoffen wir, daß Prinz Georg der rechte Mann am rechten Platze ist, und daß für die Insel Kreta der Einzug de» .Commtssars* den Beginn einer neuen, Glück bringenden Aera bedeutet. (xx) Deutsches Ueich. Berlin, 18. December. Da» „Kleine Journal" meldet: Dr. Esser, welcher au» Kamerun nach fiebenmovatlicher Abwesenheit zurückgekehrt ist, wurde gestern Nachmittag vom Kaiser empfangen und hielt einen anderchaldstündtgen Bortrag über die Verhältnisse im deutschen Schutzgebiete. Auf seine Bemerkung, daß in Kamerun rin bischen zu diel regiert werde, erwiderte der Kaiser, dann kann ich ja die Hälfte meiner Leute -urückkommrn lasten. Dir Herren sollen wissen, daß sie dazu da find, de« deutschen Capital dm Weg zu ebnen nud da» deutsche Capital zu schützen. Zum Schluß überreichte der Kaiser Herrn Dr. Esser den Kronrn-Orden 2. Claffe, indem er sagte: Ich gebe Ihnen die höchste Auszeichnung, welche ich Ihnen geben kann, nm damit zu docu- mentiren, wie ich es anerkenne, wenn ein «uthiger Mann wie Sie, drei Mal sein Leben aufs Spiel setzt, fich Mühen und Entbehrungen auferlegt, um unseren Colonien den Segen de- deutschen Capitals zu Theil werden zu lassen, und ich werde dieses deutsche Beispiel i« Auslande zu schützen wissen. Ich wünschte, daß nicht lauter abgebrochene Existenzen ihre letzte Zuflucht zn den Colonien nehmen, sondern daß ich für jede dieser Colonien einen Mann hätte wie Sie. Die einzig dastehende Auszeichnung, Dr. Esser ist erst 32 Jahre alt, ist um so höher zu bewerthen, als Esser bisher noch keinen preußischen Orden beseffeu hat. Betlüt, 16. December. (Etatsüberschreituogeu.) Unter den dem Reichstage zugegaugrueu Rechvuugsvorlageu befindet fich auch die Ueberficht der Einnahmen und Ausgaben des Reiches iu dr« abgelaufeneu Etatsjahre 1897/98. Die dort uachgewteseneu Etalsüberschrettuogeu und außer- etatsmäß'geu Ausgaben belaufen fich t« ordentlichen Etat auf 44,706,435 Mk. Davon entfallen allein auf das Reichsschatzamt als durchlaufender Posten 83,607,090 Mk. an Mehrüberweisungeu an die Etnzelstaaten. Bon den übrigen 11 Millionen an wirklichen Mehrausgaben entfallen 4,809,403 Mk. auf das Rcichsheer und 3,932,696 Mk. auf die Marine. Bei den einmaligen Ausgaben find EtaiSüber- schreituvgeu tu Höhr von 2,937,434 Mk. nachgewtesen, von von denen 1,248,722 Mk. auf das Reichsamt des Juneru und 1,484 154 Mk. auf das Rcichsheer entfallen. Bo« den Ekatsüberschreitungen des Auswärtigen Amtes werde« die meisten mt der Zunahme der Geschäfte infolge der pol t'Icheu Berl'Sltuisse im Okient, iu Mittelamrrcka und in Onastcu deg' Ladet Eine erhebliche Mehrausgabe, 118,458 ÖL, st bei den Aufwendungen für Comwisstouskosteu entstände« durch die Euisendung einer gewerblichen Sachverstäudigea- eowmisfion nach Ostafien- durch die in Parts geführten Unterhandlungen zur Regelung der deutschen und franzvfischeu Gebirt»ansprüche im Hiuterlaude von Togo und Dahome; in ch Zuthetlung eines technischen Attache» an das kaiserliche Cousnlat in Chicago: durch die Thetluahme des Reiches an den griechischen Finauzverhandlungeu; durch die Entsendung eines Arztes nach China zu« Studium der dort herrschenden epidemischen Krankheiten und durch die Entsendung zweier Sachverstäadiger nach Ostafien zur Untersuchung des Hafens von Kiautschou und anderer Plätze au der chtnefischeu Küste in Bezug auf ihre technische und co»- merzielle Geeignetheit als Flotteustatiou. Aus den EtatSüberschreituogen im Reichsamt des Innern heben wir die hervor, die zur Verbesserung des Nachrichtenwesens über die inländischen Grtreidepreise entstanden find. Zn diese« Behnfe ist de« Srattstischeo Amte die Aufgabe übertragen worden, die ihm aus nahezu 200 deutschen Marktorten auf telegraphischem Wege fortlaufend zugehenden Preisnotizen zn verarbeiten und als .Berichte von deutschen Frachtmärkten" im ,Rrtchsauzetger" za veröffentlichen. In Folge dieser Errichtung, die aus Anlaß der Ausführung des Börsen- gesetze» getroffen und seit dem 1. Januar 1897 in Wirkiaur- keit getreten ist, entstand dem Statistischen Amt eine erhebliche Mehrarbeit, zu deren Bewältigung Hilfskräfte heraugezogen werden mußten. Daraus ist eine Etatsüberschreitung von 8499 Mk. entstanden. Für die Herstellung der statistische« Veröffentlichungen find 14 988 Mk. «ehr al» veranschlagt au»g,geben in Folge de» Zuwächse» einzelner Zweige der ReichSstatistik (Kraukenverficherung-- und Concarsstat ft k) und durch die Entwickelung der landwirthschaftlicheu Statistik. »Voss, ßtg/ — Auf der kürzlich beendeten europäische« Fahr- planconfereuz wurde die von der Frankfurter, Würzburger, Nürnberger rc. Handelskammer mehrmal» angeregte neue Schnellzugs-Verbindung Frankfurt-Nürnberg-Wien wieder nicht genehmigt. Ein gleiche» Sch ckial widerfuhr der fett Jahren vergeblich begehrten Schnell,ugS Verbindung München- Hamburg über Würzburg-Sewünden-Hanoover. Auch die Schnellzüge Etsenach-Lichtenfel»-Vayceuth.Eger mit Anschlüsse« von Köln, sowie nach und von Wien und Karlsbad wurde« abermals abgelehnt. Die in Aasücht gestandene Verlegung de» Osteude-Wien-ExpreßzngeS wurde zurückgestellt. Die nächste internationale Fahrplanconferenz wird am 14. und 15. Jnnt in Peter»burg statifiaden. Al» Versammlungsort für die Berathung de» Sommerfahrplave» für da» Jahr 1900 ist tat December 1899 Palermo iu Aussicht geno«»en. Die zweitnächste Conserenz wird im Jani 1900 in Paris znsammentretev. Die frauzöfischen Bahvverwottnngen habe« die Einladung hierzu bereit» ergehen lassen. — Zur Lippe'schm Frage schreibt die ^Deutsche Batte*. An» diplomatischen Kreisen von destorientirter Seit« erfahren wir, daß eine dem Graf-Regenten von Lippe günstigere Stimmung an «aßgebender preußischer Stelle var- läufig noch nicht zu erhoffen steht, liebet das Resultat und den Inhalt der angeblich in München zwischen de« Kaiser nnb dem Prinz-Regenten von Bayern stattgehabten Besprechnug der Lippe'schen Frage hat man amtlicherseits in lippe'schm Kreisen Nicht» erfahren, vielfach wurde die nenliche Beförderung de» jüngsten Bruder de» Regenten von Lippe, des Grasen Karl, zu« Rittmeister al» ein betreff» der Kaiserlichen Sinnesänderung für den Graf-Regenten günstiges Zetchm eommeutirt. Die Besördernug batitte von Baden- Baden vom Tage de» Besuche» unsere» Kaiser» bei seine» Onkel und hoh-m väterlichen Freunde, dem Großherzog vo« Baden, bittet nach Rückkehr von der Orievtsabrt. Die Au- etmuität de» 37 jährtgeu Grafm Karl zur L ppe ließ schon vermntheu, daß seine Besördernug zum Rittmeister nichts Außergewöhnliche» war, nud daß Ott nud Zeit der Beförderung eben nur zufällig die angegebenen waren. Dies wird uns nun al» verbürgt bestätigt. Dahingegen geschah seiner Zett die Versetzung de» Grasen Bernhard, de» zweitm Sohne» de» Detmolder Rrgenten, von den Posener Hnsare« zn den Paderborner 8. Husaren, also in die Nähe von Detmold, in Berücksichtigung der Wünsche der Familie de» Graf- Regenten. — Die Gefahren einerAunäherung an England hat Fürst Bt-marck seinerzeit durch den Vertreter der „Hamburger Rachr." — wie das Blatt anläßlich der jüngsten diesbezüglichen Rede hervorhebt — in gegebener Veranlassung wie folgt schildern lassen: „Unser Verhältuiß zu Rußland kann auf zwei Wegen minder gut werden- einmal auf dem der directeu und sodann aus dem der tudirecten Verstimmung durch ein schärferes Accentutren der deutschen Beziehungen zu denjenigen Mächten, die möglicherweise als Rußlands Gegners in Zukunft gedacht werden, also in erster Linie zu England. Mau hat bisher mit Recht oder mit Unrecht, au- genommen, daß Eaglaud am meisten iuteresfirt sei, den russischen Absichten bezüglich deS Schwarzen Meeres und des Orients eutgegeuzutreteu; io der Coujecturalpolitik figuriren Rußland und England als ZukunftSgegver auf der BafiS ihrer gegenseitigen Beziehungen im Orient im Allgemeinen und zur Türket im Speeielleu. Eine stärkere Hinneigung der deutschen Politik zu England, als bisher stattgrfuudeu Hit, wird also immer den Charakter eines Avertissement» für Rußland und einer zukünftigen Eonstellatiov haben, die ihre Schatten in die Gegenwart zurückwirst. ES läßt sich deshalb anuehmrn, daß die Besorgniß Rußlands vor den nachbarlichen Absichten der deutschen Politik einigermaßen abhängig ist von unseren Beziehungen zu England und von der Schärfe, mit der sich die deutsch-englische Intimität am politischen Horizont abzeichnet. Daß russische Mißtrauen gegen die zukünftige Haltung der deutschen Politik wird einigermaßen Schritt halten mit der Vertiefung der deutsch-englischen Intimität und noch mehr mit dem Scheine derselben, der sich momentan der diplomatischen Beobachtung darstellt. Um Rußland über die deutschen Absichten zu beunruhigen, bedarf e» nicht uothwendig direkter autirusfischer Symptome, die am diplomatischen Himmel zur Erscheinung kommen, sondern die scheinbar stärkere Intimität des deutsch-englischen Verhält- uiffer genügt, um tu den ZukunftSberechuungeu der russischen Diplomatie in Ansatz gebracht zu werden." — Die Organisation deS TorpedowrsenS. Vor einiger Zett verlautete bereits, daß die Marineverwal- turg eine Aeuderung unseres Torprdowesens insofern beabsichtige, als die TorpedobootSdiviston in Zukunft nicht mehr aus einem größeren, dem sogen. Dtvifioneboote, und einer bestimmten Anzahl kleinerer Torpedoboote, sondern auS einer feststehenden Zahl gleich großer Boote bestehen soll. Diese Organisationräuderung, welche aus der Nothweudtgkeit entspringt, im Hinblick auf die vielgenannten „TorpedobootS- jäger" in anderen Marinen, unseren Torpedobooten eine erhöhte Schnelligkeit zu geben, wie sie nur mit größeren Dtmeu- fionen der Keflelaulagen und damit des Schiffes selbst erzielt werden kann, tritt jetzt im Mariueetat in die Erscheinung. Während eine TorpedobootSdioifiou bisher auS einem größeren Boote und acht kleineren Booten bestand, soll sie künftig au» sechs gleichen Booten etwa von der Gröhe der jrtzigeu Divi- fionSboote bestehen. Die Gesammtkosten einer TorpedobootS- dtvifiou werden dadurch vou 5,856,000 Mk. auf 5,900,000 Mk. erhöht, und zwar die Schiffsbaukosten einschließlich Probefahrten vou 4,348,000 Mk. auf 4.874,000 Mk , die Artillerie- kosten von 896,000 auf 426,000 Mk., wogegen die Torpedo- armirung statt 1,112,000 Mk. nur 600,000 Mk. erfordert. Die Gesammtkostensumme entspricht übrigens der tu der Begründung des FlotteugesetzkS vorgeftheueu. Der Reichstag hat im laufenden Erat für eine TorpedoboorSdivtfiou 2,678,000 Mk. bewilligt. Mit Rücksicht auf die erhöhten Kosten wird im neuen Etat die zweite und Schlnhrate mit 2,201,000 Mk. gefordert. Nrch Maßgabe deS FlotteugesetzeS wird weiterhin eine erste Rare für den Bau einer ferneren Torpedoboot»- dtvtfiou mit 2,400,000 Mk. gefordert. Dazu treten die Forderungen für die artilleristische Armirung der ersterwähnten Division mit 296,000 Mk. (2. und S^lußrate) und der zweiten Division (1. Rate) mit 213,000 Mk., ferner die Forderungen sür die Torpedoarmtruug der beiden Divisionen mir 450,000 Mk. (2. und Schlußrate 150,000 Mk. und 1. Rate mit 300,000 Mk., sodaß im Ganzen für das Tor- pedobootSwesru im neuen Etat 5,560.000 Mk. gefordert werden. Arsslent-. Wien, 18. December. Im Amtsblatt wird heute daS kaiserliche Patent publicirt, durch welche» dir Landtage, mit Ausnahme derjenigen von Dalmatien, Istrien, Salzburg und Tirol eiuberufen werden. Wien, 18. December. Eiue bemerkeuSwerrhe Athener Meldung der „Pol. Corresp.", die offenbar aus diplomatischer Quelle stammt, besagt, daß unter den Muhemedauern auf Kreta, besonder» in Kaudta, große Uuzufriedeuheit über die Berufung de» Prinzen Georg herrscht und daß bei seinem Amtsantritte unangenehme Demonstrationen und selbst erneute Reibungen zwischen den Muhamedauern und Christen befürchtet werden. Rom, 18. December. Die Antt- Anarchisten- Covferevz wird, wie in gut unterrichteten Kreisen verlautet, am 21. dS. beendigt werden. Venedig, 18. December. Die „Gazetta Venezia" bestätigt, daß ein Theil de» Dogen-Palastes vou der Gefahr de» Einstürze» bedroht fei. Amsterdam, 18. December. Esterhazy wird nächsten Dienstag nach dem Haag übersiedeln. Esterhazy führte einem Journalisten gegenüber Klage darüber, daß ihm zahlreiche avooyme Tchwähbriefe und Drohungen zugegangen seien. Pari», 18. December. Die vou der „Libre Parole" veranstaltete Sammlung für die Wittwe Henry ergab bi» jetzt die Summe vou 46000 Francs. „SiScle" .Radical" und „Rappel" protesttrru dagegen, daß verschiedene Offiziere fich unter den Zeichnern der Liste befinden. Paris, 18. December. Die Antisemiten beschloffeu, bet der Aukuuft Mox Regi» in Pari» großartige Kundgebungen zu veranstalten. Pari», 18. December. Der gestern hier eingetroffeue persische Thronfolger wird die ganze Woche hier verbleiben und sich daun nach Nizza begeben. Paris, 18. December. Da» Budget der Stadt Parts für diese» Jahr beläuft fich auf 350 Millionen Franc». Paris, 18. 'December. Die Sptouage-Affaire, welcher die Regierung auf die Spur gekommen ist, scheint einen großen Umfang anzuurhmen. Wie ueuerding» verlautet, handelt e» fich nicht um Berrath de» neuen Gewehr- Modells, sondern de» neuen frauzöstschen Feldgeschütze». Der mit der Untersuchung betraute Richter Flory beobachtet strengste Zurückhaltung, sodaß Authentische» bisher nicht in Erfahrung zu bringen war. Paris, 18. December. Die letzten Nachrichten au» Madagaskar lauten fehr schlimm. Die Sakalaveu haben mehrere französische Soldaten und Ansiedler getödtet. E» wird deshalb eine Straf«Expedition nach dem Gebiete der Sakalaven abgeheu. Was die Pest aulaugt, fo hat dieselbe keine weitere Ausdehnung angenommen. Liffabov, 18. December. Die Regierung demeutirt kategorisch die Gerüchte vou einem angeblichen Berkaus oder einer pachtweisen Ueberlaffung der Delagoa-Bai. Loudon, 18. December. E» wird befürchtet, daß mit dem bet South Shields gesunkenen Dampfer „JlioS" 20 Manu, darunter auch der Capttäu, zu Grunde gegangen sind. Wenigsten» hat mau bisher nur von drei Geretteten Nachricht, während die Besatzung 23 Manu zählte. Ein SOjährigeS Christ-Befcheerungs-Jubiläum. Herr Curschmaun feierte gestern in der Turnhalle der Sradtwädchenfchule sein 50jLhrigeSBescheeruugSJubtlanm. Trotz des unglücklichen Falles, wodurch Herr Curschmaun da» rechte Bein derartig beschädigte, daß er wochenlang im Bett und auf einem Sessel zubrtugen mußte, so nahmen dennoch die Vorbereitungen durch getreue, umsichtige Gehilfinnen und Gehilfen nach seinen Anordnungen den erfolgreichsten Fortgang, sodaß e» ihm durch die reichlich gespendeten Gaben edler Geberinnen und Geber unserer Stadt, sowie durch die Zinsen seiner und der E. Schmtdt'schen Stiftung auch in diesem Jahre wieder möglich war, eine so großartige Bescheerung veranstalten zu können. Wurden doch 278 Kinder, 226 Mädchen mit neuen Kleidern, Unterröcken, Schürzen, Taschentüchern re. und 52 Knaben mit vollständigen Anzügen aus nur gediegenen Stoffen bedacht. Außerdem erhielt jede» Kind eine Bretzel, Nässe und Aut». Auch mit Schuhen konnten viele Kinder beglückt werden. — Um 4 Uhr nahm die erhebende Feier ihren Anfang. Der schön geschmückte WeihnachtSbaum wurde augezündet, und freudestrahlend erschien die jugendliche Schaar im Festsaale. Die Schülerinnen der oberen Klaffen der Stadtmädchruschule fangen unter Leitung de» Herrn K. Müller zuerst da» Lied: „Hosianna dem Sohne David»" mehrstimmig. Tief ergriffen hielt hierauf Herr Curschmanu folgende Ansprache: „Hochverehrte Anwesende, liebe Kinder! Ich habe nicht die Absicht, eine große Rede halten und Eure Geduld lange in Anspruch zu nehmen. Nur wenige Worte will ich au Euch richten. Ich hebe meine Augen auf zu Gott und danke ihm vou ganzem Herz»o, daß die Heilung meine» kranken Beine» so weit vorgeschritten ist und mir die Straft verliehen hat, zum 50. Mal wieder vor einer fo großen Schaar Kinder zu stehen und ihnen eine Freude bereiten zu können. Bor etwa 2 Monaten ist da» Christ- ktndchen zu mir gekommen und hat mich gefragt, ob ich wieder brave Kinder hätte, denen ich bescheeren wollte. Da habe ich „Ja" gesagt. Ich habe al»daun viele Gaben erhalten, die hernach unter Euch vertheilt werden. Ich freue mich, daß Ihr alle so gute Zrugntssr erhalten habt, weil Ihr brav und,fleißig gewesen seid. Fahrt so fort, Euren Lehrern und Lehrerinnen Freude zu machen, denn der Lehrerberuf ist ein schwerer. Ich weiß tS au» Erfahrung, denn ich selbst war 53 Jahre al» Lehrer thätig. Unmöglich wäre e» mir gewesen, eine so umfangreiche Be- scheeruug veranstalten zu können, wenn ich nicht unterstützt worden wäre. Ich spreche allen edlen Meuschrn, die mir so viele Gaben haben zukommeu laffen, nochmal» meinen herzlichsten Dank au«. Auch danke ich Herrn Oberlehrer Fuhr, der die Freundlichkeit hatte, mir diesen geräumigen Saal zur Ausführung meiner Bescheerung wieder zu über- weifen, sowie auch Herrn K. Müller für den schönen Gesang, der mich tief gerührt und wahrhaft erbaut hat. Ferner danke ich allen Lehrern und Lehrerinnen, die mir so bereitwtlltgst Auskunft über ihre Kinder ertheilt und mich unterstützt haben. Ebenso danke ich Herrn und Frau Becker sür die viele Mühe und Arbeit, die sie mit der Ausgabe der Kleiderstoffe, sowie mit der Empfangnahme und Aufbewahrung der Kleider gehabt haben. Heute la acht Tagen feiern wir da» WethnachtSfest. Da wünsche und hoffe ich, daß da» Christktudcheu bet allen verehrten Anwesenden auch Eingang halten möge!" Hierauf wurde das Lied gesungen: „Ehre sei Gott in der Höhe!" — Herr Oberbürgermeister Guauth richtete sodann au Herrn Curschmaun folgende Ansprache: Verehrter Herr Curschmann! Im Auftrage der städtischen Behörde danke ich Ihnen au Ihrem 50jährigen Bescheerung»«Jabtläum für die viele Liebe und die großen Wohlthaten, die Sie während dieser laugen Zett den Bedürftigen unserer Stadt erwiesen haben. Den schönsten Lohn haben Sie stets tu dem daukdaren Blick der Kinder gefunden. Auch haben Sie sich in den Herzen unferer Mitbürger ein dauernde» Denkmal gesetzt. Ihre vou den Bürgern bewirkte Stiftung beträgt 2400 Mk. Die Vertretung unserer Stadt hat geglaubt, Ihnen kein brffereS Zeichen Ihrer langjährigen, erfolgreichen Wirksamkeit geben zu können, al» da» Capital Ihrer Stiftung auf 4000 Mark zu erhöhen. Indem ich Ihnen de« Auszug der Urkunde hierüber hiermit überreiche, verknüpfe ich damit zugleich den Wunsch, daß e» Ihnen vergönnt fein möge, auch nach Ihrem 80. Geburtstage die Bedürftigen unserer Stadt durch Ihre alljährliche Ehrist- bescheerung noch recht oft durch Gaben zu erfreuen!" Sichtlich ergriffen sprach Herr Curschmaun Herrn Oberbürgermeister Guauth seinen tiefgefühltesten Dank dafür au». Hieran schloß fich die Gabenvertheilung. Hochbeglückt und freudestrahlend nahmen die Kinder ihre Geschenke in Empfang, dankten Herrn Curschmaun herzlichst und wanderten in flöh- lichster Stimmung nach Hause. Möge e» Herrn Curschmaun vergönnt sein, dies edle Werk zur Freude der Bedürftigen unserer Stadt bei voller Gesundheit noch viele Jahre sort- zusetzeu! CocaUs rind ^provinzielles. Gießen, den 18. December 1898. •• Ordens Berleihuugeu. Seine Königliche Hoheit der Grobherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 17. December dem Fußgevsdarmiu Steinbach vom Großherzoglicheu GenSdarmeriecorpS da» Silberne Kreuz de» Verdieustorden» Philipp» de« Großmüthen, dem Cauzleidieuer bei der Zweiten Kammer der Stände, Friedrich Köhler, da» Silberne Kreuz de« Verdienstorden» Philipp« dr» Groß- müthigen zu verleihen geruht. •* AuS dem GerichtSSdteust. Durch Eotschließung Großherzoglicken Ministerium» der Justiz vom 13. d. Mr«, wurden der GerichtSaffrssor Wachtel in Groß-Umstadt bi» aus Weitere» mit Wahrnehmung der Dienstverrtchtuugeu eine» Amtsrichter» bei Großherzozlichem Amtsgericht Höchst, der GerichtSaffrffor Dr. Jäger in Zwingenberg mit Wahrnehmung der Dieustverrichtungeo eiue» AmiSanwalt» bei den Amtsgerichten Groß Umstadt, Höchst, Michelstadt und Reinheim, der GrrichtSaffeffor Korwau in Gießen mit Wahrnehmung der Dienstoerrichtungeu eine» Hilfsgerichtsschreiber» bei dem Landgericht der Provinz Oberhrffen beauftragt. **P. Stadttheater. Da» bevorstehende WeihvachtSfest thut ersichtlich dem Theaterbesuch Eintrag, für die Kaffe hat sich der sogen, „goldene Sonntag" gewiß nicht al» gewinnbringend erwiesen, denn daS Haus war nur schwach besetzt. ES wurde das Lustspiel „ComLesse Gvckerl" gegeben. Die beiden Bersaffrr deS Stücke» laffen ihre Handlung int Jahr 1818 in Karlsbad spielen, bringen e» aber nicht fertig, ein getreues Lebensbild an» jener Zeit zu bieten. Ihren Personen hastet durchaus der unverkennbare Thpu» moderner Lustspirlfiguren an. Besonderen Werth kann man deßhalb dem Stück nicht zuerkenueu, aber es wirkt — vou einigen Längen abgesehen — ganz unterhaltend. Den Darstellern gelang e» nicht überall, die Schwächen der Dichtung, namentlich da» plötzliche Umschlagen einiger Charaktere, zu verdecke«. Frl. Schuhmann war in der Hauptrolle gut und sand sich auch mit dem österreichischen Dialekt leidlich ab, wa» von einigen anderen Künstlern nicht behauptet werden kann. Herr M e r k e r bot eine tüchtige, aber nicht völlig einheitliche Stiftung; im ersten Theil war er doch etwa» zu feicht. Der Hofrath de» Herrn Liebscher erschien glaubhaft, seine Gemahlin (Frau Kruse) war wohl komisch, aber nicht fein genug. Die Darbietungbe« HerrnDietzsch wurde durch die wenig glückliche äußere Erfcheinung sehr beeinträchtigt. Die Rolle des Bade- eommtffar» erfordert eine gewiffe Steifheit- Herr Casterra aber verwandelte diese Eigenschaft zu fehr in Theiluahmlofig- leit. Seine Partnerin, Frl. Pauli, war ein ganz netter Backfisch. Ausstattung sowie Regie find zu loben, die Costüme waren wohl der Zeit entsprechend, aber theilweise unschön. •• Der Verein „Jugendfreund" ist diesmal mit seiner WeihnachtSbefcheerung für bedürftige Kinder wieder in die Oeffentlichkeit getreten. Die Bescheerung fand gestern Abend in der Turnhalle der höheren Töchterschule statt, und wurde zunächst verschönt durch GesaugSvorträge de» gemischten Chors der Bürgerges-llschast unter Leitung de» Herrn Lehrer» Trautmann. Wie Herr Custo» Dr. Heuser in seiner an die Versammlung gerichteten Ansprache «»»führte, war e» dem Verein infolge reicher Zuwendungen an Cigarren- abschnitten (der Erlö» hierfür betrug 64 Mk.) u. s. w., sowie au Geld möglich, diesmal 17 Sinder beiderlei Geschlecht» vollständig neu zu bekleiden. Herr Dr. Heuser nahm deßhalb veranlaffung, Allen, die dem Verein ihre Unterstützung zu The,l werden ließen, von Herzen zu danken. Unter den vielen unbekannten und bekannten Wohlthäieru sei besonder» Frau Sieinhauer Kalbfleisch, welche die Anfertigung der Kleider übernommen, genannt. Die Kinder ermahnte Herr Dr. Heuser zu Erkenntlichkeit sür die empfangenen Gaben, fie könnten sie zwar nicht bethätigen tut den Spendern derselben, wohl aber an ihren Eltern, Lehrer« und späteren Lehrherren durch da» Bestreben, tüchtige Menschen zu werden. Redner schloß mit der Bitte, dem Verein auch ferner die seit 23 Jahren zu Theil gewordene Unterstützung zuwenden zu wollen. Schlägerei. Gestern Abend entstand in einer Wirth- schäft in der Neustadt ein Streit, wobei der Arbeiter August Lehrmund von hier dem Taglöhner Heinrich Schneider mit einem Biergla» in da» Gesicht schlug- das rechte Auge Schneider» wurde derart verletzt, daß es nach Ansfagr de» Arzte« verloren gehen kann. Der Thäter wurde verhasttt. *♦ An Gewahrsam genommen. T u erst vor kurzer Zeit hier zugezogener verheiratheter Mann, welcher in betrunkenem Zustand in der Stadt umherfiel und durch allerhand Unfug einen Menschenauflauf hervorrief, mußte verhaftet werden. — Ferner wurde noch ein verheiratheter Manu in Polizeigewahrsam gebracht, welcher schon öfter», so auch gestern seine Ehefrau mit dem Meffer bedrohte und fortgesetzt Ruhestörung verübte. *• Postalische«. Am 1. Januar 1899 treten n. A. folgende Neuerungen in Kraft: Auf der Vorderseite der Postkarten dürfen Vignetten und Reklamen angebracht werden, soweit fie nicht die deutliche Angabe der Adresse, sowie die Anbringung von Stempel-Abdrücken und postalischen vermerken beeinträchtigen. Als Drucksachen gelten von ge- mtellt ®nitxt* gegtto. til lassen ihre Handlung he n, hingen ei aber nicht fertig, jener Zeit zu bieten. Ihren unverkennbare Lypll» moderner !ll Werth kann man dehhalb ber es wirkt - von einigen Mhaltend. Den Darstellmr hsLchen der Dichtung, nament. nlger Charaktere, zu verdecke», r Hauptrolle gut und sand sich Dialekt leidlich ab, was von behauptet werden kann, hen nicht völlig einheiMe Leistung,' im« 1« W ti iMtyfy, W ®ln* M 16» * W« «'“<■ wW R"SÄ* st:--* di, 16» tjtlto# tuV ifi Hi«®"1 ■l*1!" ÜÄrf W»*Ä * tz»' H« Ult«' bi! bt” ®“'" , tot«. [6(1, Hg ® LmtHllO» !•* lil6fI,l|li,„t DU «l°d« «'S it st' • ;£.Sk5 1 urfner®1^ ,j„d cil^ti i? -'d'-f »A;äs !‘ „ ort*!? wie111 a«««1* #llb H„BO» «" 6«. ?13he aDlähiutQÄt die 11 Gaben »5* M- Z?"10' lichft unb 0 G-Piav- ®«1 « •« M! ^nMeT^ " 18' 1898 ZLK- NÄL wanbe, Friedrich kShln **• Philipp» b,i8lej! Durch »atschlledM b“ 3ust!j Vom 18. d. tttl. a?Jw iDt bi» der Dikustvenichtuugeu ilnd 7®n kvtsgericht HSchst, btr ,n oiviogeaberg alt Sch. ® eines Amisanivlllts bet den W. Michelstadt und «ein» ’tonn Id Sieben all Wahr. 1 klar- Mgerichtischnlbets I Obechssen beauftragt. bevorstehende Selhnatissest h T utrag, für die Sasse hm lgN Nicht 6\» gewinn. MS war nur schwach desch. Xu» ds» Seit fÄ» Me Jdt Vor 92 Jahren, am 20. December 1806, wurde Sachsen durch NapoleonI. zum Königreich erhoben und durch den Kottbuser Kreis vergrößert. Der Kurfürst Friedrich August III. nahm als König den Namen Friedrich August I. an und trat, gleich den übrigen sächsischen Herzögen dem Rheinbunde bei. Seitdem fühlte sich Friedrich August durch die Bande der Dankbarkeit an Napoleon gefesielt. Ne«efte Nachrichten. Depesche» M Burrni »fcatfb*. Berlin, 19. December. Gestern vormittag fand tm Beisein btl Kaiserpaare« die feierliche W.edereröffauug der erneuerten Garutsouklrche in Potsdam statt. Berlin. 19. December. Wie daß »Rittet Journal berichttt, ist Fteanzminister v. Miqutl noch immer recht leidend. Veit feinem letzten Unwohifetn habe sich eine mächtige und nervöie Abspannung bei Ministers eingestellt. Berlin. 19. December. Dem »Berliner Tageblatt4' zu» folge beabstchttgt dieLapelle deS hteftgeo königlt.chrn Opernhauses unter WeiogartuerS Leitung tm Februar in Part» zwei Loucerte zu veranstalten. ist die Versendung von gedruckten B fireakarteu, denen Glück« wünsche, Danksagungen o. s. w. von höchsten« fünf Worten betgefügt stad, gegen die geroöjnlttt Druck'acheotoxe gestaltet, desgleichen die Verschickung von Weihnacht« und Neujahr»« karten mit handschriftlichen Widmungen fernerhin statthaft. •• Wetterbericht Dal gestrige Depresfion« Seotrvrn über den Shetland-Inseln ist nordostwärts bi» zur mittleren norwegischen Rüste gezogen, doch erstreckt sich von ihm an» heute Morgen noch rin Gebiet niederen Druckt» bi» nach Oftdeukschlaud herein. Ueber L-ntrel und Süd-Europa haben sich dagegen die bedeutenden Luftdruck Unterschiede non« «ehr ausgeglichen und ist namentlich über Oesterreich Ungarn das Barometer stark gestiegen, von Frankreich schiebt fich hoher Druck über die Schweiz gegen Süddeutschland vor und eben bedeckt heute etu M xtmum Siebenbürgen, während tue Bortage etwa! nördlich davon ein Depresfion» Lentrum gelegen war. Allerdings ist die Wetterlage noch sehr unsicher, doch dürfte wenigstens nur kurze Bifferuug zu erwarten sein. — voraussichtliche Witterung: Zunächst einige Besserung, aber tm Allgemeinen noch unbeständiger Wi'.terungS-Sharacier. beltgenfiadt. 16. December. Die anläßlich de« goldenen Regierungs-Jubiläums de» österreichsichen Kaiser» gestiftete Jubtläu«S«Medatlle am Baude de» Franz-Joseph« Orden» wurde dem hier wohnenden Raufmann Herrn Rrdols Katz verliehen und heute durch da» zuständige Bezirks-Lorn- »ando übermittelt. «ul dem südlichen hessischen Odenwalds, 16. December. Der Spätherbst brachte vielen Orten hiesiger Gegend Wasser« mnugel und der Winter hätte bei früh eintretevder Kälte unzweifelhaft Waffcruoth gebracht. Auch die Müller und Schnetdwüllrr erlutto Störungen in ihre« Geschäftsgang- vielfach suchen fich letztere gegen solche Eventualitäten durch Aufstellung von Dampfmaschinen za schützen. Die häufigen Niederschläge der letzten Tage und Wochen haben nun bewirkt, daß Brunnen und Bäche wieder mehr Wasser liefern. Drrrnst. Ztg. • Al» erste Doktorin an der Berliner Universität hat vorgestern Fräulein Elsa Neumann cum laude promovirt. Ihr Hauptprüfungsfach war die Physik, während Mathematik und Philosophie die Nebenfächer bildeten. Fräulein Neumann ist nun Doctor der Philosophie. • Allgemeine deutsche Sport Ausstellung München 1899. Seine Königliche Hoheit Prinz-Regcnt Luitpold von Bayern haben das Protektorat über die vom Allgemeinen Gewerbeverein veranstaltete Ausstellung übernommen, und Seine Excellenz der kgl. Staatsminister des Innern, Freiherr von Feilitzsch, ist als Ehrenpräsident an die Spitze de« Unternehmens getreten. Interessenten, denen vielleicht Programm, Aufruf und Anmeldebogen nicht zugehen sollten, können solche vom „Ausstellungsbureau", Färbergraben V/lt erhalten. • Wird die Pariser Welt-Ausstellung rechtzeitig fettig werden? Der »Daily Telegraph" werb zu melden, daß man zuständigen Orts jede Hoffnung aufgegeben habe, die Ausstellung in ihrem ganzen Umfange und so, wie sie geplant gewesen, zum Jahre 1900 fertig,ustellen. Wenn man in Pari» trotzdem an der Eröffnung zu dem einmal festgesetzten Termin festhalte, so geschehe das nur, well den Behörden nichts anderes übrig bleibe: eine Vertagung würde zu enorme Verluste zur Folge haben und eine Erbitterung in den wettest en Kreisen Hervorrufen, der man am allerwenigsten jetzt in der Lage sei, die Stirne zu bieten. Die beiden Hauptpaläste hofft man im Rohbau noch fertigzustellen, das ist aber auch Alles; selbst die äußere Ornamentation und innere Decoration dieser zwei Haupt-Busstellungshallen sei bereit» aufgegeben; auch die Metropolllan«Bahn, der der Hauptverkehr zugewiesen werden sollte, wird danach nicht fertig werden. Trotzdem soll, wie gesagt, die Ausstellung programmgemäß eröffnet werden. • Die erste englische Reichtbriefmarke. Man berichtet an« London vom 15. December: Die erste englische R ei ch«P ost marke ist am 5. d. M. von der canadischen Postoerwalttmg auSgegeben worden. Die Marke zeigt da« Bild einer Weltkarte, worauf die briti chen Besitzungen roth gedruckt find. Dabet liest «an (natürlich englisch) die Worte: Lanada Postmarke. Weihnachten 1898. Wir befitzen ein weitere« Reich, al» je bestand." Recht« und link« fieht «an d'e Zahl 2. Der Werth der Marke ist 2 Lent«, wa« in Lanada dem englischen Penny entspricht. Die Weltkarte auf der Marke soll vor allen Dingen zeigen, wie groß Lanada ist und was sür einen wesentlichen Thell de« englischen Welt« reich« Lanada bildet. Namentlich soll damit gezeigt werden, daß Lanada größer ist, al« die vereinigten Staaten von Amerika, wenn man zu diesen Alaska und die von Spanien abgetretenen Befitzungen nicht hinzurechner, dagegen aber die weiten unbewohnten arktischen Gebiete LanadaS mit in Betracht zieht. • Die Znugfrauea von St. «allen scheinen da« Herz an de« rechten Fleck zu haben und nicht auf den Mund gefallen zu sein. In St. Gallen war kürzlich eine Klage darüber veröffentlicht worden, daß so manche Mädchen Sonntag Abend« die Wirthschaften besuchen und gleich Mannern dort fich gütlich thun. Da» gehe gegen die Mädchenwürde und setze daß immer mehr Personen unsere« Geschlechte« in« Wirth«« hau« gehen, ja sogar alle WirthShäuser mit Mitgliedern unsere« Geschlecht« vollzupfropfen, daß keine sogenannten Herren der Schöpfung wehr Raum darin finden, und da« o lange, bi« die Männer fich an irgendwelche Sparsamkeit lewöhnen. Dann aber werden auch wir wieder zu der un« angeborenen Sparsamkeit freiwillig zurückkehren." ♦ Der Winter in schlesischen Gebirge zeigt sich in diesem Jahre in ungewöhnlicher Gestalt. Die Schneedecke beträgt, abgerechnet die t'efen Felsenschluchten, wie -um Beispiel e» sie Schneegruben sind, nur einige Zoll, die vom Winde be« trichenen Wege sind größlentheil» schneefrei. Heftige Nord« türme, die in den letzten Tagen wehten, haben die ohnehin chwache Schneedecke noch mehr weggefegt. Während in anderen Jahren um die Weihnachtszeit die Koppenteiche bereit« festgefroren waren und auf ihnen die Etsgewinnung lott von Statten ging, sie sind in diesem Jahre kaum einmal von einer knapp ein Zentimeter starken Eisfläche bedeckt gewesen. Die gefällten Hölzer, die sonst auf Höcnerschlitten »equem abgefahren wurden, liegen noch sammt und sonders an Ort und Stelle. • «tee neue Fälschung au» dem Atelier de« römischen Steinmetzen, der aligriechiiche Köpfe und Büsten nachmacht, ist nach einem Berichte der Beilage der „M. Allg. Ztg." kürzlich in den Kansthandel gelangt. Diesmal ist es eine genaue L°pie von Kopf und Brust de« gefallenen Krieger« au« dem Osigiebel de« Tempel« von Aegina. Die Lopie ist möglichst getreu nach einem Abguß hergestellt. Der Fälscher verräth fich zunächst dadurch, daß er mit der am Original beschädigten Backcnkloppe de« Helmt fich nicht ab- zufiaden wußte und ihr eine ganz unmögliche dürftige Form gegeben hat. Die feinen Wellenlinien de« Barte« hat er nicht Geduld gehabt genau nachzumachen, sondern hat fie flüchtiger und flrutr eingesetzt- der Schanrbart setzt fich mcht so scharf av wie im Original. Offenbar ist der benutzte Abguß alt und verscheuert gewesen. Die Oberfläche de« Marmor« ist Überall ein wenig rauh gemacht, wa« aber sofort von echter Verwitterung zu unterscheiden ist. Darüber fitzt hier uad da eine graue Kruste, die thei.weise sehr hart ist und echtem Kalkstnter ähnlich steht. Mit der Lupe kann man aber erkennen, daß diese Kruste nicht so sest mit dem Marmor ver» Kunden ist, wie t« bei echtem Sinter sein mühte. Linen neuen Trick hat der Fälscher auf der Rückseite äugt- wendet. Hier ist nämlich an einer großen Bruchstelle der Marmor bedeckt von einer wunderschönen echten 8er» witterung«schtcht, welche die goldgelbe, körnige Oberfläche zeigt, die nur durch jahrhundertelange« Freiltegen in Wind und Wetter entstehen kann. R ng» um diese flache Stelle ist der Marmor abgeschlagen, ohne daß e« dem Fälscher gelungen wäre, den Eindruck von natürlichem Bruch zu erzeugen. E« ist hier also ein antiker Block partscheu Marmor« verwendet worden, indem man ein Stück seiner mit unnachahmlicher verwittrrung«schicht bedeckten Oberfläche geschickt stehtn gelassen hat. Die Frechheit der Fälscher wird nachgerade sür Alle, die mit antiker Kunst zu thun haben, eine öffentliche Gefahr. • Der Sohu bei Himmels all Patient. Da« »Echo de Lhlue", eine in Shaughat erscheinende französische Zeitung, bringt einige nähere Angaben Über den Besuch de« franzöfischen Gesandtschaft«arzte« Dethöve beim Kaiser von Lhina. »Der Doctor und sein Begleiter, Herr Biedre,* * heißt e» da, »wurden in einer kleinen Halle em» pfaugen, an deren beiden Luden der Kaiser und die Kaiserin- Regentin einander in großen chiuefischen Lehnsesseln gegen» Übersüßen. Die Kaiserin hatte einen mit geltem Tuch bedeckten Tisch vor fich. Sie trug den gewöhnlichen Kopfschmuck der Tartarinntn mit einigen kostbaren Steinen und Korallen und eine pfirurnenfardige seidene Robe mit Stickereien. Der Kaiser, vor dem ein gelber Schemel stand, war ia der Üblichen Audienzkleidung erschienen. Seine «opsbedeck- uug bildete ein Wintrrhvt mit einem Knopf von gefalteter Seide. Die Besucher näherten fich In Begleitung de« Prinzen Tschiug dem Kaiser, worauf Dr. Dethöv». diesen untersuchte. Genauere Angaben über da« Lrgebniß können wir noch nicht machen, sondern wir müssen un« darauf beschränken, zu sagen, daß keine unmittelbaren Anzeichen von Gefahr sür die Gesnndhett de« Kaiser« bestehen. Lr leidet hauptsächlich an Blutarmuth. Die Kaiserin-Regentin folgte der ganzen Untersuchung mit gespannter Aufmerksamkeit, von dem Lrgebniß schien fie sehr befriedigt zu sein. Nachdem die beiden fremden Herren dann noch von den ihnen augebotenen Erfrischungen genossen hatten, zogen fie fich zurück." neuntem Datum ab auch Album« mit Photographien. Ferner f ihre Ehre Gefahren au«. Darauf entgegnen nun die Jung- fronen am Rhein in einer öffentlichen Erwiderung: »Al« Angegriffene erwidern wir kurz und bündig, daß wir nn« keine Vorschriften machen laffku, und daß unsere Sittsamkeit in Gegenwart solcher Leute, wie unsere Angreifer zu sein scheinen, mehr gefährdet ist al« ohne fie. Wenn tm Witth«- bau« so große Gefahren fhb, warum werden diese von den Männern so fleißig besucht, und warum fitzen fie so lange darin, bi« sie auf ihren oft recht krummen Heimwegen stolpern oder von Nachtbuben hcrntranSportirt werden müssen? Wir betrachten e« deshalb al« unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, Berlin, 19. December. Live Ehescheidung, die ei« ikhepaar auS den Kreisen der Aristokratie betrifft, dürste dem „Berliner Tageblatt" zufolge in der nächsten Z it viel Ansehen erregen, öl handelt fich um einen Herrn, welcher der diplomatischen Vertretung Deutschland« an einem befreundeten ;^ofe angehört und mit seiner mehr al» 20 Jahre jüngeren Gemahlin, mit der er erst vor etwa drei Jahren den Lhe- bunb geschlossen hat. Der Gatte hat die Ehescheidung beantragt völlig gegen den Willen der Gattin, die in Folge diese» unerwarteten Entschlusses schwer krank geworden ist. Danzig, 19. December. AuS Anlaß der beabfichtigtrn Errichtung eine« RriegShasenS in Danzig hatten die städtischen Körperschaften in Pillau eine Petition an den Reichstag und da« Reich« Marineamt um Errichtung einer Torpedoboot-Station in P llau abgesandt. Da« Reich«- Martneamt antwortet jetzt, daß die durch die Zeitungen gegangene Nachricht, da« ReichS-Marineamt trage fich mit der Absicht, in Danzig einen neuen SriegShafen zu erbauen, jeder Grundlage entbehre und der Plllauer Hafen al« Stützpunkt für Torpedoboote und kleinere Fahrzeuge allen Erfordernissen genüge. Utbrigen« werde, wie e« in dem Bescheide de» StaatSseeretSr« dc« R-ichS-MarineamtS heißt, der beste Schutz unserer heimischen Küsten durch den Ausbau unserer Flotte gewährleistet. München, 19. December. In dem nahegelegenen Neu- Freimann fand gestern zwischen zwei Offizieren, einem Premterlieutenant und einem Major, ein Ptstolenduell statt, iu welchem Letzterer erschossen wurde. Die Ursache zn dem Duell ist noch nicht bekannt. Wien, 19. December. Am gestrigen Namenstage de» Lzaren stattete der Kaiser dem rusfischen Botschafter Grase» R pulst einen Besuch ab, um ihm seine GlÜckwÜns che zn überbringen. Wien, 19. December. Da« Abgeordnetenhaus wird morgen die letzte Sitzung vor Weihnachten abhalten und wahrscheinlich am 17. Januar zusammentreten. Prag, 19. December. Da« Executiv Lomltä der deutschböhmischen Landtags-Abgeordneten beschloß, die Entscheidung über die Frage der Beschickung ober die Nichtbeschickung bei böhmischen Landtage« einer am 26. d«. Mi«, eiazuberusenden Voll-Versammlung zu überlassen. Budapest, 19. December. Die Oppositionspartei beschloß, in btr Präsid entenfrage keine Opposition mehr zu machen, ober eine große und nachhaltige Debatte einzuleiten. Demzufolge dürften heute und morgen die Sitzungen im Abgeordnetenhause einen stürmischen Verlauf nehmen. Lüttich, 19. December. Zwischen liberalen und katholischen Studenten kam e« gestern wieder zu einer Schlägerei, sodaß die Polizei energisch einschreiten mußte. Pari«, 19. December. Loustan« lehnt e« ab, den Botschasterposteu in Konstantinopel zu übernehmen. Paril, 19. December. Wie verlautet, befand fich da« (Sabiner Dupuy am letzten Freitag der Mlnister-Krisi» näher al« man glaubte. Fünf Minister waren entschlossen, an diesem Tage ihre Demisfion zu geben, indeß gelang e» Dupuy durch sein energische« Einschreiten, die fünf M nister von ihrem Vorhaben abzubringen. Die Stellung Dupuy« ist nicht«destoweniger erschüttert, und der erste Zwischenfall wird die Krifi« in noch vrrstälkiec Weise herbeisührm. Madrid, 19. December. Die Blätter melden, daß der zu Leon verhaftete Karlistenführer viele Documetrte bei sich hatte, wodurch verschiedene andere Führer der Kar- listen compromittirt find und sofort verhaftet werden sollen. Sofia, 19. December. Gestern sand hier eine große Protestversammlung gegen den Orientbahn Bettrag statt. Nach Schluß der Versammlung durchzog eine große Volksmenge unter bim Rus: »Nieder mit der Regierung!" die Slraßen. vor dem Palast de» Fürsten Ferbioaad kam e« zu einem Zusammenstoß mit der Gendarmerie, wobei auf beiden Seiten zahlreiche Verwundungen vorkamen. Athen, 19. December. Prinz Georg wird bei seiner Ankunft auf Kreta dem Geschwaderchef der vier Großmächte einen hohen Orden überreichen. Vcrfebr. fcx**6« awb V»lf»wirtb$cbaft 17 Decbr. Frachtpreise. ®et|tnX 16,40—16.50, Rom Xu^-44,30, Gerste X 15,50-16.00, $eter_* 13,50—14.00, Erbsen X 15,00-17.00, Linsen X 15,00-00,00, »tda •X 00£°, Lein X 00,00, Kartoffeln X 0,00—0,00, Sarnnr X 00,00—00,00. werden in allen Preislagen angefertigt in der Brühl’schen Univ.-Druckerei Schalstrasse 7. :-p karte zu Weihnacht Beschenken passend, Bekanntmachung. In dem Firmenregister des unterfertigten Gerichts sind folgende Eintragungen erfolgt: Die zu Gießen bestehende offene Handelsgesellschaft „I. Schellenberg Nachfolger, Univerfitätsinstrumentenmacher* hat sich in Folge Ausscheidens des TheilhaberS Wilhelm Höfe am 1. October 1898 aufgelöst. Das Geschäft ist mit Activen xnb Passiven auf den Theilhaber Ludwig Roth II. zu Gießen übergegangeu, welcher dasselbe unter unveränderter Firma wetterführt. Johann Georg Birkenstock und Johann Otto Schneider zn Gießen betreiben zu Gießen unter der Firma „Birkenstock & Schneider, Baugeschäft" in offener Handelsgesellschaft das Geschäft als Bauunternehmer. Die Firma L. Katt re in zu Gießen erlischt erst mit dem 1. März 1899, was zu der Bekanntmachung vom 9. November 1898 nachgetragen wird. Marcus Bauer zu Gießen betreibt seit 1. October 1895 daselbst unter der Firma seines Namens ein kaufmännisches Geschäft. Die Firma Ionas Löwer zu Alten-Buseck ist erloschen. ® M Das seither unter der Firma M. Rosenthal zu Gießen betriebene Geschäft ist mit allen Activen und Passiven auf die Wittwe des Moses Rosenthal, Jettch-n, geb. Marxsohn, zu Gießen al» alleinige Inhaberin übergegangen, und führt dieselbe das Geschäft unter unveränderter Firma weiter. Die dem Ludwig Rosenthal ertheilte Procura besteht fort. Gießen, den 6. December 1898. Großherzogliches Amtsgericht. Neuenhagen. 12466 MWmWlM Submission. Von der Gemeinde Geilshausen sollen nachstehende Holzsortimente auf dem Submissionsweg meistbietend vergeben werden: 1. Kiefernstämme von 18 bis 40 cm Durchmesser mit ca. 50 fm, 2. Fichtenftämme von 20 cm Durch Messer aufwärts mit ca.lO krn, 3. desgleichen von 15 bis 20 cm Durchmesser mit ca. 30 fm, 4. Fichtenstangen von 9 bis 15 cm Durchmesser mit 10 fm. Offerten sind versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen Lebende Karpfen, eilt Sorten Floß- rmd Seefische billigst. 12476 Tiefeuweg 18. Samstag auf dem Markt. Asse Sorten Kohlen auf Lager. 12469 Georg Schäfer, Licherstraße 2. Regenschirme empfiehlt 12470 zu enorm öilligen Meisen J. Kaan jr., am Kreuz. 12828] Hausmädchen und Mädchen für Küche u. HauS für hier u auswärts gesucht durch Frau Küttenßerger, Seltersweg 67. Junger Mann, Lehrerssohn, 4 Jahre auf einer Bürgermeisterei tbätig, sucht ebensolchen oder ähnlichen Posten auf einem Bureau. Offerten unter C. 100 an Stellenbureau Hofmann, Dammstr. 22. Ein cautionsfühigerMann, welcherläng. Jahre als Oeconomie-Verwalter thätig gewesen, sucht Stellung als Aufseher, Platzmeister oder Kassierer; auch ist derselbe im Schreiben bett?. Gute Zeugu.st.z.Dienst. Näheres Expedition ds. Blattes. 12477 verschiedenes Buchhalter empfiehlt sich bei bescheid. Ansprüchen in einfacher und doppelter Buchführung. Offerten unter „Buchführung 12472" an die Expedition dieses Blattes.________ 12465] Antritt sofort. Resp. la. Hamburger HauS zahlt sol. Herren 120 Mark pro Monat und hohe Provision für Cigarreuverkauf an Wirtbe, Private usw. Offerten unter P. 8196 an G. L. Daube & Co., Hamburg. (Offene Stellen Tüchtiges MeuAuliidchen zum alsbaldigen Eintritt gesucht von 12464 Frau H. Boller, Babnhofstr. 64. Ausführung der Christbescheerung für die 232 Kinder unserer Anstalt freundlichst unterstützt haben. Insbesondere danken wir auch den Herren Besitzer und Redacteur des „Gießener Anzeiger" für die unentgeltliche Aufnahme unserer Bekanntmachungen zur Christbescheerung, was für uns eine sehr beträchtliche Gabe bedeutete. Nachfolgend theilen wir, besonders dankbar quittirend, mit, welche Geldbeträge für unsere Christbescheerung gespendet wurden: durch Fräulein Amalie Bansa 60.20 Ml, Frau Dr. Brüel 51 Mk., Frau Amts- .gerichtsrath Gebhardt 146.50 Mk., Frau Rechnungsrath Kalbfleisch 84 Mk., Fräulein Emilie Langermann 68 Mk., Frau Pfarrer Naumann 121.50 Mk., Frau Luise Otten» 27 Mk., Fräulein Luise Wortmann 41.50 Mk., durch die Schwestern der Anstalt 115 Mk. Außerdem erhielten wir durch Fräulein Johanna Koch und Fräulein Elisabeth Weiß zusammen 166.55 Mk, welcher Betrag denselben von ihren Schülerinnen in der höheren und erweiterten Mädchenschule übergeben wurde; wir sprechen den genannten Lehrerinnen, sowie den Mädchen und bei en Eltern einen besonber» herzlichen Dank aus für biefe reiche Gaben,- war es uns doch auch eine große Freude, zu hören und zu sehen, wie die Schülerinnen der genannten Schule da» ganze Jahr hindurch und dann hauptsächlich in den letzten Wochen durch Herbetschaffung von Kleidungssochen sich eifrig bemüht haben, unseren Anstaltskindern eine große Weihnachtsfreude zu bereiten. Möge die unserer Anstalt und deren Kindern wiederum reichlich bewiesene Liebe und Opferwilligkeit auch fernerhin, Gebern und Empfängern zu Freude und Segen, uns erhalten bleiben. Gießen, den 19. December 1898. Hauptsächlich danken wir den vielen Wohlthätern, die durch ihre reichen Gaden an Geld Bekleidungsgegenständen, Kleiderstoffen, Confect usw., sowie durch viele Handarbeit es uns ermöglicht haben, unseren Anstaltskindern und durch sie auch deren Angehörigen eine große Freude zu bereiten. »MMHim. Klcinkindcr-Bcwahranstalt.! Nachdem gestern die Christbescheerung für die Kinder unserer M M Anstatt durch Gottesdienst in der gedrängt vollen Johanneskirche und durch ?••• hOrpCI •••S Gabenausiheilung in der Kleinkinderschule stattgefundm hat, ist es uns ? wie Lady - Crokers, 70 Mal unseren innigsten Dank Allen auszusprechen, die uns zur ® knallend, Schwärmer, Frösche © Mtz u. s. w empfiehlt 12171 Ä Cai! Urtier. Der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt. Dr. Naumann. E. A. V. Dienstag den 27. December, Abends 8 Uhr: Außerordentliche Hauptversammlung. bis zum 28. d. Mts. auf dem Bürgermeisterei-Bureau einzureichen, woselbst die Bedingungen offen liegen. Am 28. d. MtS., Vormittags 10 Uhr, findet die Eröffnung statt. Der Zuschlag wird jedem Höchstbietenden sogleich erthetlt, jedoch für jede» Holzsortiment extra. Nähere Auskunft ertheilt Forst- wart Wallenfels. 12478 Geilshausen, den 18. Decbr. 1898. Großh. Bürgermeisterei Geilshausen. I. V.: Hofmann, Beigeordneter. 12479 Kaufmännische Drucksachen. den 18. December 1898. 12468. Die trauernden Hinterbliebenen Mäusburg 11. 11789 Der Anfang meines Lleidercurfus 12475 Gießen, den Eier mit Blech-, Emaille-, Kupfer- und Nickelgeschirren in bekannter, schöner und großer Auswahl. 11972 B Gegründet 1866. 0 MKSWWS5MM5WS22WWWWM2SS2MMMSMMMSSSSMSSSSSSSSS22 Wefcoctton: s, vurktz-rdt. — finrf iml »erU« ter Vrützl'schm ll«i»ersitttr-vuch. iml Steitibrnderei (Piets» «tbe«) in Gießen. dhn|)fi*hliim]cn aber mansch kurzem, sich zu rufen, mittheilen. schweren Leiden im Alter von 2 Jahren zu wir Freunden und Bekannten schmerzerfüllt ---y Seltersweg-Plockstrasse. Grösstes Etablissement am Platze. 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